{"id":34288,"date":"2016-07-20T08:18:55","date_gmt":"2016-07-20T06:18:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288"},"modified":"2016-07-20T08:18:55","modified_gmt":"2016-07-20T06:18:55","slug":"hinweise-des-tages-2670","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h02\">W&uuml;rzburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h03\">Labour<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h04\">Die EU zerst&ouml;rt Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h05\">Kultur der Belehrung: Entkoppelung zwischen linker Politik und ihren traditionellen W&auml;hlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h06\">Bankenrettung: EuGH gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Gl&auml;ubigerbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h07\">TTIP auf dem Sterbebett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h08\">Deutscher Werberat sch&uuml;tzt die Junkfood-Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h09\">Polen: &bdquo;Der Pr&auml;sident ist egal&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h10\">Freiwillige Kurzdiener bei der Bundeswehr: Weiterhin bricht ein Viertel ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h11\">Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik: Bundeswehr geht in die Cyberoffensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h12\">Die Unbelehrbaren, ein Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h13\">EuGH-Generalanwalt schlie&szlig;t Massen&uuml;berwachung nicht aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h14\">Die CIA und das &Ouml;l<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h15\">Vergleich mit AfD und Front National: Gabriel erteilt B&uuml;ndnis mit Linken Absage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34288#h16\">Entm&uuml;ndigung als Bildungsziel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der wahre Putschist ist Erdogan selbst<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Staatspr&auml;sident nutzt den gescheiterten Putsch, um die Demokratie mit Massenverhaftungen in eine Despotie zu verwandeln. Gewaltenteilung und Opposition stehen vor dem Aus. Erdogan erweist sich als der eigentliche Putschist. (&hellip;) Nur wenige Stunden nach dem gescheiterten Putschversuch wurden auf einen Schlag 2745 Richter abgesetzt, darunter oberste Verfassungsrichter und Staatsanw&auml;lte. Rund 6000 Soldaten wurden festgenommen, fast 13.000 Staatsbeamte abgesetzt, 8000 Polizisten suspendiert. Sie alle werden binnen Stunden beschuldigt, an der vereitelten Macht&uuml;bernahme beteiligt gewesen zu sein. (&hellip;) Es muss vorgefertigte S&auml;uberungslisten mit Namen von Erdogans Gegnern gegeben haben &ndash; anders ist die blitzartige Verhaftungswelle in der T&uuml;rkei nicht zu erkl&auml;ren. Erdogan hat die Gleichschaltung der T&uuml;rkei offenbar generalstabsm&auml;&szlig;ig geplant. Schon kurz vor dem Putsch waren 1500 Richter und Staatsanw&auml;lte in den Pr&auml;sidentenpalast &ldquo;eingeladen&rdquo; worden, um auf Linie gezwungen zu werden. Die Juristen mussten in ihren Roben erscheinen, die Teilnahme war verpflichtend &ndash; so hat Erdogan erkennen k&ouml;nnen, welche Juristen ihm loyal gegen&uuml;berstehen und welche nicht. Und Ende Juni hatte das Parlament zudem einen umstrittenen Gesetzesvorschlag der islamisch-konservativen Erdoganpartei AKP verabschiedet, der einen Abbau von Richterstellen vorsieht und Erdogan das Recht einr&auml;umt, Richter pers&ouml;nlich zu benennen. Bereits das war ein Anschlag auf die demokratische Verfassung und Gewaltenteilung. Nun macht Erdogan die Justiz im Handstreich zum Handlanger der Exekutive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_person_der_woche\/Der-wahre-Putschist-ist-Erdogan-selbst-article18225451.html\">Wolfram Weimer bei n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> &hellip; die Geister die ich rief &hellip; hier muss sich Europa, insbesondere Deutschland selbst an die eigene Nase fassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Suspendierungen in der T&uuml;rkei &ndash; Jetzt trifft es Bildung und Medien<\/strong><br>\nNach dem gescheiterten Putschversuch geht die t&uuml;rkische Regierung weitergegen vermeintliche &ldquo;Staatsfeinde&rdquo; vor. So hat das Bildungsministeriumrund 15.000 Beamte entlassen, 24 Radio- und Fernsehsendern wurde die Sendelizenz entzogen. Nach dem gescheiterten Putschversuch in der T&uuml;rkei rei&szlig;t die Suspendierungswelle nicht ab. So wurde bekannt, dass das Bildungsministerium 15.000 Beamte entlassen hat. Die Staatsbediensteten w&uuml;rden verd&auml;chtigt, Verbindungen zur Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah G&uuml;len zu haben, teilte das Ministeriummit. Gegen sie werde nun ermittelt. Der t&uuml;rkische Hochschulrat forderte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu zudem die Rektoren allerstaatlichen und privaten Universit&auml;ten zum R&uuml;cktritt auf. Auch beim Geheimdienst MIT habe es Berichten der t&uuml;rkischen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge personelle Konsequenzen gegeben. 100 Mitarbeiter sollen hier suspendiert worden sein. Diese h&auml;tten aber keinen Zugang zu Geheimdienstinformationen gehabt. Weitere Medienberichte sprechen von rund 250 Suspendierten in der Beh&ouml;rde des Ministerpr&auml;sidenten und fast 500 Mitarbeitern der Religionsbeh&ouml;rde. Insgesamt stieg die Zahl der Suspendierungen aus dem &ouml;ffentlichen Dienst seit Niederschlagen des Putschversuches auf rund 29 000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/tuerkei-entwicklung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160720_hdt.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: Conflict News via Twitter<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wo sind sie denn nun, die aufrechten &ldquo;Demokraten&rdquo;, die sich gegen den Milit&auml;rputsch gestellt haben? Wir sind Zeugen eines Putschs; aber nicht eines Milit&auml;rputschs, sondern eines pr&auml;sidialen Putschs. Und es erz&auml;hle mir niemand, dass diese 29.000 Opfer spontan, als Reaktion auf den Putsch, herausgesucht wurden. Ohne &ldquo;schwarze Listen&rdquo; sind derlei &ldquo;Massens&auml;uberungen&rdquo; n&auml;mlich nicht m&ouml;glich. Ginge es nicht um Erdogan, sondern um Putin, w&uuml;rde es sicher schon Sanktionen aus Br&uuml;ssel und Washington hageln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung zur T&uuml;rkei: &ldquo;Ein Land mit Todesstrafe kann nicht Mitglied der EU sein&rdquo;<\/strong><br>\nDie Einf&uuml;hrung der Todesstrafe h&auml;tte f&uuml;r die T&uuml;rkei radikale Konsequenzen. Laut Merkel-Sprecher Steffen Seibert w&uuml;rde dies das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bundesregierung-todesstrafe-in-tuerkei-wuerde-eu-beitrittsgespraeche-beenden-a-1103485.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Merkel sagt: Ein Land mit Todesstrafe kann nicht Mitglied der EU sein. Warum kann ein Land mit Todesstrafe aber Mitglied der NATO sein, wenn doch beide &ldquo;Institutionen&rdquo; die gleichen &ldquo;Werte&rdquo; vertreten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die westliche Lebensart wird unter Beschuss genommen<\/strong><br>\nDer Leiter des Goethe-Instituts in Istanbul, Christian L&uuml;ffe, zeigt sich besorgt &uuml;ber das Vorgehen der t&uuml;rkischen Regierung nach dem Putschversuch und der Stimmung im Land. Der Unmut von AKP-Sympathisanten richte sich vor allem gegen westliche Intellektuelle, sagte er im DLF. &ldquo;Es beginnt eine Hetzjagd auf alles, was nicht religi&ouml;s-konservativ ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tuerkei-nach-dem-putschversuch-die-westliche-lebensart-wird.691.de.html?dram:article_id=360596\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erdogan &uuml;berzieht die T&uuml;rkei mit einer S&auml;uberungswelle, die, wie einem Hinweis bereits treffend umschrieben, nur als stalinistisch bezeichnet werden kann. Unter aller Augen wird die T&uuml;rkei fast nach Lehrbuch in eine Diktatur verwandelt und den politischen Eliten in Br&uuml;ssel und Berlin fallen dazu nur hilflose Appelle ein. Man stelle sich die Reaktion vor, wenn sich derartiges in Russland ereignen w&uuml;rde. <\/em><br>\n<em>Der Punkt ist, dass sich die T&uuml;rkei als NATO-Mitglied in einer expliziten geostrategischen Position befindet. Ohne die T&uuml;rkei w&auml;re der IS, auch wenn Erdogan diesen bisher gegen seinen Erzfeind Syrien unterst&uuml;tzt hat, nur schwer zu bek&auml;mpfen. Ohne die T&uuml;rkei w&auml;re die Fl&uuml;chtlinge nur schwer von den EU-Grenzen fern zuhalten. Ohne die T&uuml;rkei w&auml;re es f&uuml;r die USA viel schwieriger direkten Einfluss auf den syrischen B&uuml;rgerkrieg zu nehmen. Da schadet so ein wenig Diktatur nicht, solange die Interessen der europ&auml;ischen Oligarchie gewahrt bleiben. Wobei das Beispiel Griechenlands demonstriert, dass man es mit einer Diktatur in der EU nicht so genau nimmt &ndash; der griechischen Regierung wurden Ma&szlig;nahmen gegen die eigene Bev&ouml;lkerung abverlangt, die man eigentlich nur unter einer milit&auml;rischen Besetzung h&auml;tte durchzusetzen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>W&uuml;rzburg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kritik an Polizei-Sch&uuml;ssen: K&uuml;nast bereut W&uuml;rzburg-Tweet &ndash; ein bisschen<\/strong><br>\nRenate K&uuml;nast kritisierte die Todessch&uuml;sse auf den Attent&auml;ter von W&uuml;rzburg, danach hagelte es Vorw&uuml;rfe. Jetzt erkl&auml;rt die Politikerin, wie sie ihre Bemerkung gemeint hat. Gr&uuml;ne gehen auf Distanz.<br>\nRenate K&uuml;nast ist eine langj&auml;hrige Bundestagsabgeordnete der Gr&uuml;nen, sie war mal Fraktionschefin, Bundesministerin, Spitzenkandidatin und Bundeschefin ihrer Partei. Seit der Nacht zum Dienstag ist die 60-J&auml;hrige aber vor allem eine Politikerin, die wom&ouml;glich zu schnell und zu missverst&auml;ndlich die Axt-Attacke von W&uuml;rzburg kommentiert hat.<br>\nBereits wenige Stunden nach der Tat twitterte K&uuml;nast: &ldquo;Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunf&auml;hig geschossen werden????&rdquo; Am Montagabend hatte ein 17-j&auml;hriger Afghane Fahrg&auml;ste in einem Regionalzug verletzt, vier davon schwer. Nach seiner Flucht wurde er von der Polizei erschossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/renate-kuenast-bereut-wuerzburg-tweet-ein-bisschen-a-1103717.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist mal wieder &bdquo;typisch gr&uuml;n&ldquo; &hellip; was gibt es an dem Tweet denn eigentlich zu bereuen? Dass ein komplettes SEK es nicht schafft, einen leicht bewaffneten 17j&auml;hrigen zu stoppen, ohne ihn dabei t&ouml;dlich zu verletzen, ist in der Tat erst einmal kaum zu glauben. Solche Fragen m&uuml;ssen in einer offenen Gesellschaft gestellt werden d&uuml;rfen, ohne dass gleich der Mob mit Fackeln und Forken &uuml;ber einen herf&auml;llt und man zur&uuml;ckrudern muss. Ich w&uuml;nsche den Gr&uuml;nen &ndash; nicht nur in diesem Punkt &ndash; viel mehr Mut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nach Dallas, Nizza und W&uuml;rzburg: Wer ist eigentlich ein Terrorist und wer nur psychisch gest&ouml;rt?<\/strong><br>\nNach einem medialen Drehbuch scheinen immer wieder junge M&auml;nner mit einem blutigen Spektakel ihre Leben beenden zu wollen. Ist das politisch?<br>\nDie franz&ouml;sische Regierung betonte schnell, dass es sich bei dem Massaker in Nizza um einen Terroranschlag handelte. Etwas gewunden und z&ouml;gerlich hatte sich der IS schlie&szlig;lich &uuml;ber seine &ldquo;Nachrichtenagentur&rdquo; Amaq die Tat des Tunesiers Mohamed Lahouaiej Bouhlel zugeschrieben, vermutlich hatte man Schwierigkeiten mit einem &ldquo;IS-Soldaten&rdquo;, der nicht religi&ouml;s war, Alkohol trank und auch ansonsten nicht der Dschihad-Moral der Islamisten folgte.<br>\nZwar war sich Innenminister Cazeneuve erst einmal nicht sicher, ob es sich um einen Terroristen mit islamistsichen Verbindungen handelte, aber Regierungschef Valls sah dies von vorneherein als gegeben an. Das Bekennerschreiben des IS und die These von der Schnellstradikalisierung sollen das Bild aufrechterhalten, dass es es sich hier um den Handlanger einer Gruppe handelt, mit der man im In- und Ausland im Krieg liegt.<br>\n&Auml;hnliche Probleme der Einordnung gab es auch in den USA, etwa mit Omar Mateen, der 49 Menschen in einer Schwulenbar in Orlando get&ouml;tet hatte. Er hatte sich ebenso wie Larossi Abballa, der bei Paris einen Polizisten und dessen Frau ermordete, vor der Tat noch schnell zum IS bzw. zu dessen F&uuml;hrer al-Bagdadi bekannt (Sicherheitsbeh&ouml;rden sind bei der Terrorismusabwehr &uuml;berfordert). Fraglich ist auch bei den beiden jungen schwarzen M&auml;nnern, die in Dallas und Baton Rouge gezielt Polizist erschossen, ob sie einen Rachefeldzug gestartet haben oder ob die j&uuml;ngsten Vorf&auml;lle der Polizeigewalt gegen Schwarze nur Ausl&ouml;ser, aber nicht die Ursache ihrer Taten waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48881\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Labour<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Corbyn &uuml;ber britische Atomwaffen: &bdquo;Drohung mit Massenmord&ldquo;<\/strong><br>\nDer Chef der britischen Labour-Partei unterliegt im Streit um neue Atomwaffen. Trotz seines Protestes stimmt die Mehrheit der Fraktion f&uuml;r ein milliardenschweres R&uuml;stungsprojekt &ndash; und offenbart damit abermals den tiefen Riss, der durch die Partei geht. Gro&szlig;britannien setzt weiterhin auf nukleare Abschreckung. Mit gro&szlig;er Mehrheit stimmte das Parlament in London am Montagabend f&uuml;r die Erneuerung der mit Nuklearwaffen best&uuml;ckten U-Boot-Flotte des Landes. Nach einer stundenlangen Debatte im Parlament stimmten am Montagabend 472 Abgeordnete f&uuml;r das umgerechnet rund 37 Milliarden Euro teure R&uuml;stungsprogramm. 117 Abgeordnete votierten dagegen. Die Abstimmung offenbarte abermals den Riss, der durch die britische Labour-Partei geht. W&auml;hrend sich Labour-Chef Jeremy Corbyn gegen eine Erneuerung der U-Boot-Flotte aussprach, stimmte die Mehrheit seiner Fraktion f&uuml;r das R&uuml;stungsprogramm. (&hellip;) Labour-Chef Corbyn forderte dagegen die Abr&uuml;stung des britischen Atomwaffenarsenals und bezeichnete nukleare Abschreckung als &bdquo;Drohung mit Massenmord&ldquo; &ndash; zum Unmut vieler seiner Fraktionskollegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/debatte-ueber-atomwaffen-drohung-mit-massenmord-14347190.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Corbyn im Originalwortlaut: &bdquo;Ich glaube nicht, dass die Drohung mit Massenmord ein legitimes Verfahren in internationalen Beziehungen ist.&ldquo; Die britischen Atomraketen bezeichnete er in seiner Rede wiederholt als &bdquo;Massenvernichtungswaffen&ldquo;, eine Bezeichnung, die ohne Frage zutreffend ist, die im Westen aber bekanntlich eher f&uuml;r die Waffen von Terroristen oder missliebigen Regierungen verwendet wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;britannien: Labour pledges national investment bank to mobilise &pound;500bn<\/strong><br>\nShadow chancellor also promises to build network of regional banks to &lsquo;rebuild Britain&rsquo;s industries after years of neglect&rsquo; &ndash; John McDonnell has pledged that Labour will mobilise &pound;500bn of investment and lending from the creation of a new national investment bank to help the UK economy recover post-Brexit &ndash; with &pound;350bn coming directly from the public purse. The shadow chancellor also promised to build a network of regional banks, inspired by Germany&rsquo;s government-owned development bank, which he said could &ldquo;rescue Britain&rsquo;s communities from decay and rebuild Britain&rsquo;s industries after years of neglect&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/jul\/18\/labour-vows-to-set-up-national-investment-bank-to-mobilise-500bn\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Ein interessanter Plan des Corbyn-Vertrauten McDonnell: Offenbar hat er das Beispiel der deutschen KfW im Sinn. Noch effektiver w&auml;re das Ganze freilich, wenn eine solche staatliche F&ouml;rderbank direkt und g&uuml;nstig an neu gesch&ouml;pftes Geld der Zentralbank k&auml;me und somit nicht ihrerseits &ndash; indirekt &uuml;ber den Staat &ndash; auf eine Verschuldung bei privaten Banken angewiesen w&auml;re. Eben das ist eine grunds&auml;tzliche Machtfrage, siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31761\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die EU zerst&ouml;rt Europa<\/strong><br>\nFabio de Masi &uuml;ber die Notwendigkeit neuer EU-Vertr&auml;ge &ndash; und das, was die Linke bis dahin zu tun h&auml;tte<br>\nIn der EU brennt die H&uuml;tte. Erst Brexit, nun Stress bei Italiens Banken. Derweil heuert der einstige EU-Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso bei Goldman Sachs an, w&auml;hrend sein Land zu Strafen wegen des Haushaltsdefizits verknackt wird, obwohl Portugal brav die Troika-Reformen umsetzte. Auch in Frankreich, Italien oder Schweden w&auml;chst die Stimmung f&uuml;r einen EU-Austritt. Es reicht daher nicht, mit dem Finger auf die Insel zu zeigen. Die EU hat offensichtlich ein Problem.<br>\nSicher war die Brexit-Kampagne von Rassismus, L&uuml;gen und Angst vor Zuwanderung gepr&auml;gt. In &Ouml;sterreich stimmte fast jeder Zweite bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen f&uuml;r die FP&Ouml;. Das ist nicht neu. Neu ist die Ohnmacht der Linken angesichts dessen &ndash; denn es n&uuml;tzt wenig, das Publikum zu beschimpfen.<br>\nLaut Umfragen trieben die Briten vor allem soziale &Auml;ngste um: Lohndumping durch Zuwanderung, Mangel an Wohnraum und der Zustand des Gesundheitswesens. Doch wer die Angst der Briten vor Zuwanderung beklagt, darf von der EU nicht schweigen.<br>\nSo wird ein polnischer Bauarbeiter, der auf eine britische Baustelle &raquo;entsandt&laquo; ist, h&auml;ufig nicht nach dem Tarif in Manchester oder Liverpool bezahlt, sondern gem&auml;&szlig; dem &raquo;Herkunftslandprinzip&laquo; auf dem niedrigeren Warschauer Niveau. Das schafft tats&auml;chlich Lohnkonkurrenz.<br>\nDie EU bietet keinen Schutz vor der sozialen Gewalt der Globalisierung. Wir k&ouml;nnen nicht die Handelsvertr&auml;ge der EU mit Kanada (CETA) und den USA (TTIP) kritisieren, aber zum EU-Binnenmarkt schweigen. Denn das Prinzip ist gleich: Die niedrigeren Standards setzen sich durch. Die EU schafft Wettbewerb bei Steuern und L&ouml;hnen, ihre Troika-Mafia erzwingt Privatisierungen und untergr&auml;bt oft die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1019333.die-eu-zerstoert-europa.html\">Fabio de Masi im Neuen Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kultur der Belehrung: Entkoppelung zwischen linker Politik und ihren traditionellen W&auml;hlern<\/strong><br>\nDie Parteien der linken Mitte haben den Kontakt ausgerechnet zu denen verloren, deren Interessen zu vertreten sie vorgeben und aus deren Emanzipationsbewegungen sie einst hervorgegangen sind: Die Milieus der kleinen Leute, der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und der Schlechterverdiener. Stattdessen werden sie von den aufgekl&auml;rten Mittelschichten gew&auml;hlt, den Besserverdienern, den h&ouml;heren Angestellten und Teilen des Managements. (&hellip;) Die Linke reagiert darauf zunehmend mit einer Kultur der Belehrung und der Demokratie nach Gutsherrenart. Ricolfi bringt diese Haltung seiner linksb&uuml;rgerlichen Freunde und Kollegen auf die Formel &bdquo;souver&auml;n ist das Volk, wenn es so w&auml;hlt, wie es soll&ldquo;. Tut es das nicht, dann muss man intervenieren, bzw. wie es vor ein paar Wochen hier in der ipg hie&szlig; &bdquo;das Volk vor sich selbst sch&uuml;tzen&ldquo; in dem man die gesellschaftlichen Mehrheitsverh&auml;ltnisse parlamentarisch in die richtige Richtung korrigiert. Kulturelle oder politische Hegemonie erringt man mit dieser Haltung in Zeiten des Internets und der sozialen Medien nicht mehr. Antonio Gramsci, der gro&szlig;e Theoretiker einer linken kulturellen Hegemonie hatte in seinen &bdquo;Gef&auml;ngnisheften&ldquo; einst genau das Gegenteil dieser Politik propagiert: Ein Ernstnehmen der einfachen Bev&ouml;lkerung als &bdquo;Intellektuelle&ldquo; ihres Alltags und die Nutzung des Alltagsverstandes, des &bdquo;senso comune&ldquo; als Sockel eines linken, emanzipatorischen Projekts. Die heutige Linke ist davon weit entfernt. Die Legitimit&auml;t der &bdquo;Alltagsvernunft&ldquo; wird schlicht geleugnet, als falsches Bewusstsein diskreditiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/die-linke-global-wo-funktioniert-es\/artikel\/detail\/aber-wir-lieben-euch-doch-alle-1521\/\">IPG Journal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Ein sehr hellsichtiger Kommentar von Ernst Hillebrand, der bis vor kurzem das Referat f&uuml;r internationale Politikanalyse bei der Friedrich-Ebert-Stiftung leitete und auch der SPD schon einiges <a href=\"http:\/\/www.progressives-zentrum.org\/damit-die-spd-wieder-aus-dem-keller-kommt\/\">ins Stammbuch schrieb<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bankenrettung: EuGH gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Gl&auml;ubigerbeteiligung<\/strong><br>\nZur Rettung von Banken d&uuml;rfen in der EU auch Anteilseigner und Gl&auml;ubiger herangezogen werden. Der Europ&auml;ische Gerichtshof in Luxemburg urteilte im konkreten Fall &uuml;ber die Sanierung slowenischer Geldh&auml;user im Jahr 2013. Die Regierung hatte die Institute mit &uuml;ber drei Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt, die einen Berg fauler Kredite angeh&auml;uft hatten. Dabei waren auch Bankaktion&auml;re und Besitzer von Wertpapieren zur Kasse gebeten worden. Wie der EuGH betonte, verst&ouml;&szlig;t dies nicht gegen Unionsrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bankenrettung-eugh-gibt-gruenes-licht-fuer.447.de.html?drn:news_id=636364\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP auf dem Sterbebett<\/strong><br>\nJetzt endg&uuml;ltig stoppen und CETA verhindern! Tot ist TTIP noch nicht &ndash; aber nach der letzten offiziellen Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche liegt das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA auf dem Sterbebett. Jetzt gilt es, daf&uuml;r zu sorgen, dass es sich nicht wieder erholt. Damit ist es aber nicht getan. Wir m&uuml;ssen auch CETA verhindern. Denn das bereits fertig verhandelte Abkommen der EU mit Kanada ist der kleine Bruder von TTIP. Es ist &auml;hnlich intransparent verhandelt worden, enth&auml;lt ebenfalls private Schiedsgerichte und setzt auf eine fortw&auml;hrende Anpassung an die Interessen gro&szlig;er Konzerne, w&auml;hrend Gemeinwohl, Demokratie und Umweltschutz auf der Strecke bleiben. Und es w&uuml;rde TTIP quasi durch die Hintert&uuml;r einf&uuml;hren: US-amerikanische Konzerne mit Niederlassungen in Kanada bek&auml;men durch CETA die M&ouml;glichkeit, &uuml;ber Schiedsgerichte gegen angebliche Handelshemmnisse in der EU vorzugehen. Weil der Widerstand gegen CETA in den EU-Staaten w&auml;chst, sucht EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m jetzt nach Wegen, die nationalen Parlamente aushebeln. Daf&uuml;r setzt sie auf die vorl&auml;ufige Anwendung des EU-Kanada-Abkommens, noch bevor die Abgeordneten in den Mitgliedsl&auml;ndern dar&uuml;ber beraten und abstimmen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/ttip-auf-dem-sterbebett\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutscher Werberat sch&uuml;tzt die Junkfood-Industrie<\/strong><br>\nfoodwatch und die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) legen Einspruch gegen ein Urteil des Deutschen Werberats ein. Dieser hatte eine Beschwerde der Organisationen gegen die EM-Kampagne von Coca-Cola zur&uuml;ckgewiesen. Das absurde Argument: Die Marketingma&szlig;nahmen, darunter Cola-Aktionspackungen mit Panini-Stickern und Cola-Sammeldosen mit den Gesichtern der deutschen Nationalelf, richteten sich nicht explizit an Kinder, sondern in erster Linie an Erwachsene.<br>\nfoodwatch und die DDG hatten Ende Juni einen sofortigen Stopp der EM-Kampagne von Coca-Cola gefordert und dies mit einem Versto&szlig; gegen Verhaltensregeln f&uuml;r Lebensmittelwerbung begr&uuml;ndet. Bei der Kampagne &bdquo;Hol Dir das Team auf 24 Sammeldosen&ldquo; sind die Gesichter der Fu&szlig;ballnationalspieler auf Cola-Dosen abgebildet. Coca-Cola bietet zudem Aktionspackungen mit speziellen Stickern f&uuml;r die beliebten Panini-Alben an.<br>\nCoca-Cola verst&ouml;&szlig;t gegen mehrere Verhaltensregeln<br>\nCoca-Cola verst&ouml;&szlig;t mit seiner Kampagne gegen drei Verhaltensregeln des Deutschen Werberats &uuml;ber die &bdquo;kommerzielle Kommunikation f&uuml;r Lebensmittel&ldquo;: Erstens sei die Kampagne eine &bdquo;direkte Aufforderung zum Kauf oder Konsum an Kinder&ldquo;. Zweitens nutze Coca-Cola das besondere Vertrauen aus, das Kinder Vertrauenspersonen wie den deutschen Fu&szlig;ball-Nationalspielern entgegenbringen. Drittens erschwere die Kampagne das &bdquo;Erlernen einer ausgewogenen, gesunden Ern&auml;hrung&ldquo;. Zuckergetr&auml;nke wie Coca-Cola gelten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unausgewogene Lebensmittel, f&uuml;r deren Absatz Hersteller kein Kindermarketing betreiben sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/zucker-fett-co\/aktuelle-nachrichten\/deutscher-werberat-schuetzt-die-junkfood-industrie\/\">foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Polen: &bdquo;Der Pr&auml;sident ist egal&ldquo;<\/strong><br>\nDie polnische Oppositionelle Barbara Nowacka &uuml;ber Polens Weg in den Autoritarismus.<br>\nSehen Sie eine echte Gefahr, dass Polen autokratisch wird?<br>\nJa, die sehe ich. Alle Zeichen weisen darauf hin. Kaczy&#324;ski ist nicht daran interessiert, Institutionen am Leben zu halten, die ihn kontrollieren k&ouml;nnen. Er hat gezeigt, dass der Pr&auml;sident nicht z&auml;hlt. Der Pr&auml;sident tut, was der Parteivorsitzende ihm sagt, einschlie&szlig;lich des Absegnens von Gesetzen und Nominierungen mitten in der Nacht. Der Pr&auml;sident ist nicht mehr wichtig f&uuml;r die polnische Gesellschaft. Kaczy&#324;ski nennt die Ministerpr&auml;sidentin ein &bdquo;Experiment&ldquo; &ndash; eine etwas merkw&uuml;rdige Sicht auf die eigene Regierung. Jeder in Polen wei&szlig;, dass er die Minister ernennt. Da nun das Verfassungsgericht lahmgelegt ist, wird ihn nichts mehr aufhalten, die Dinge so zu gestalten, wie es ihm gef&auml;llt, seien es die Medien, sei es die Polizei, sei es die Justiz. Das alles ist ein gro&szlig;er Schritt in Richtung einer autokratischen Regierungsform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/der-praesident-ist-egal-1507\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Freiwillige Kurzdiener bei der Bundeswehr: Weiterhin bricht ein Viertel ab<\/strong><br>\nGut f&uuml;nf Jahre nach der Aussetzung der Wehrpflicht bricht weiterhin ein Viertel der Freiwillig Wehrdienstleistenden (FWDL) den Dienst vorzeitig ab. Diese Zahl nannte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach Angaben der Rheinischen Post. F&uuml;r die Ursache machte die Ministerin die Bundeswehr mit verantwortlich: &bdquo;Die hoch motivierten jungen Leuten wollen bei der Bundeswehr gefordert werden. Da m&uuml;ssen wir uns als Arbeitgeber noch mehr anstrengen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2016\/07\/freiwillige-kurzdiener-bei-der-bundeswehr-weiterhin-bricht-ein-viertel-ab\/\">Augen Geradeaus!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik: Bundeswehr geht in die Cyberoffensive<\/strong><br>\nDas neue Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik macht klar: Die Bundeswehr soll f&uuml;r den Krieg im Cyberraum aufger&uuml;stet werden. Ungewohnt deutlich ist auch von Offensivf&auml;higkeiten die Rede. Bei der IT-Sicherheit verschwimmen die Grenzen zwischen Innen- und Au&szlig;eneinsatz. Schon seit l&auml;ngerem fokussiert sich die Bundeswehr immer mehr auf den sogenannten Cyber- und Informationsraum und erhebt das Internet neben Land, Luft, See und Weltraum zum potentiellen Kriegsgebiet. Ab Oktober 2016 soll es eine neue Abteilung im BMVg mit dem Namen &bdquo;Cyber \/ IT&ldquo; geben, bis April 2017 soll ein &bdquo;milit&auml;rischer Organisationsbereich f&uuml;r den Cyber- und Informationsraum&ldquo; in der Bundeswehr folgen. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im aktuellen Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik und zur Zukunft der Bundeswehr wieder. Der Grundtenor des Wei&szlig;buchs gilt auch und vor allem f&uuml;r die Cybertruppen der Bundeswehr: Mehr Aufr&uuml;stung, mehr Geld und mehr Einsatzbefugnisse. Ungewohnt deutlich ist formuliert, dass die Bundeswehr auch f&uuml;r den Angriffsfall im Cyberraum r&uuml;sten will: &bdquo;Die Bundeswehr muss sich als Hochwertziel f&uuml;r staatliche wie nichtstaatliche Akteure und als Instrument der wirksamen Cyberverteidigung f&uuml;r den Umgang mit komplexen Angriffen aufstellen. Die Verteidigung gegen derartige Angriffe bedarf auch entsprechender defensiver und offensiver Hochwertf&auml;higkeiten, die es kontinuierlich zu be&uuml;ben und weiterzuentwickeln gilt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/weissbuch-zur-sicherheitspolitik-bundeswehr-geht-in-die-cyberoffensive\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Unbelehrbaren, ein Skandal<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant eine Art &bdquo;Autobahn AG&ldquo;. Daf&uuml;r will sie die Verfassung &auml;ndern. Ein Gesetzesentwurf, der im Umlauf ist, sieht vor, dass Versicherungen, Pensionsfonds und Banken zun&auml;chst einmal bis zu 49 Prozent der Anteile an dieser &bdquo;AG&ldquo; &uuml;bernehmen k&ouml;nnten. Klar doch, dass daraus bald mehr als 50 Prozent werden. Unklar ist, welcher der drei zust&auml;ndigen Minister Versicherungen, Pensionsfonds und Banken diesen Gefallen tun will. Dieser Versuch, die &ouml;ffentliche Infrastruktur an Geldh&auml;user zu verscherbeln, ist ein Skandal und zeigt, wie heruntergekommen die Politik mittlerweile ist. Nach all den schlechten Erfahrungen &ndash; man denke an die Privatisierung von Eisenbahnen, Telekommunikationsunternehmen, Wasserversorgungseinrichtungen, Wohnungsbaugesellschaften usw&hellip; &ndash; kann man nur noch Unbelehrbarkeit diagnostizieren. Oder befindet sich die Politik mittlerweile mehr oder weniger in der Hand der Geldh&auml;user? Wenn dieser Wahnsinn nicht gestoppt wird, stirbt die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34150#h04\">Die Staatsverbrecher<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34275#h12\">Verscherbelt die Regierung unsere Autobahnen?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EuGH-Generalanwalt schlie&szlig;t Massen&uuml;berwachung nicht aus<\/strong><br>\nGutachter spricht sich nicht f&uuml;r generellen Stopp der Vorratsdatenspeicherung aus, sieht aber Gefahr der Katalogisierung einer ganzen Bev&ouml;lkerung &ndash; Datensch&uuml;tzer in Europa k&ouml;nnen h&ouml;chstwahrscheinlich nicht auf einen Stopp der Vorratsdatenspeicherung durch den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) hoffen. Das stellte der Generalanwalt des EuGH, Henrik Saugmandsgaard &Oslash;e, am Dienstag in Luxemburg klar. Er sprach sich damit gegen ein grunds&auml;tzliches Verbot der Massen&uuml;berwachung aus, legte aber nahe, dass die anlasslose &Uuml;berwachung von Privatpersonen strengen Regularien unterliegen m&uuml;sse.<br>\nDemnach sei eine &raquo;generelle Verpflichtung zur Vorratsspeicherung von Daten mit dem Unionsrecht vereinbar&laquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung. &raquo;Die Befugnis der Mitgliedsstaaten zur Einf&uuml;hrung einer solchen Verpflichtung sei jedoch an die Einhaltung strenger Voraussetzungen gekn&uuml;pft.&laquo; Nationale Gerichte h&auml;tten die Einf&uuml;hrung au&szlig;erdem unter dem &raquo;Licht aller relevanten Merkmale der innerstaatlichen Regelungen zu &uuml;berpr&uuml;fen&laquo;.Angesto&szlig;en worden war das Verfahren durch Gerichte aus Schweden und Gro&szlig;britannien, die wissen wollten, wie nationale Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung zu behandeln sind, nachdem der EuGH die zugrundeliegende EU-Richtlinie 2014 f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt hatte. Die Luxemburger Richter st&ouml;rten sich damals daran, dass die Speicherpflicht nach der EU-Richtlinie in vielerlei Hinsicht zu weit ging. Gleichzeitig verwarfen aber auch sie das Prinzip der Vorratsdatenspeicherung nicht komplett. (&hellip;)<br>\nIm Fall der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit sei die gro&szlig;angelegten &Uuml;berwachung nur zur Bek&auml;mpfung schwerer Kriminalit&auml;t gerechtfertigt, so der EuGH Generalanwalt. Es m&uuml;sse &raquo;absolut notwendig&laquo; sein und Ermittler d&uuml;rften keine anderen M&ouml;glichkeiten haben, die genauso wirksam seien und die Grundrechte weniger beeintr&auml;chtigten, so der EU-Gutachter. Die nationalen Gerichte m&uuml;ssten also pr&uuml;fen, ob die Vorteile der Datensammlung die Gefahren f&uuml;r die demokratische Gesellschaft &uuml;berwiegen. Immerhin entstehe die M&ouml;glichkeit, eine &raquo;Kartografie des Privatlebens einer Person&laquo; zu erstellen und &raquo;eine ganze Bev&ouml;lkerung zu katalogisieren&laquo;, hei&szlig;t es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1019216.eugh-generalanwalt-schliesst-massenueberwachung-nicht-aus.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die CIA und das &Ouml;l<\/strong><br>\nFreigegebene Geheimakten belegen paramilit&auml;rische Sabotagepl&auml;ne der CIA f&uuml;r den Mittleren Osten im Kalten Krieg<br>\nVor Kurzem ver&ouml;ffentlichte das National Security Archive bislang gesperrte Akten der US-amerikanischen und der britischen Geheimdienste zum Mittleren Osten aus den Jahren 1947 bis 1963. Das zerfallende Empire und die Supermacht bef&uuml;rchteten eine russische Invasion der &Ouml;lfelder und planten eine R&uuml;ckzugsstrategie der verbrannten Erde &ndash; hinter dem R&uuml;cken ihrer Gastgeber.<br>\nAls in den 1950er Jahren die Arabian-American Oil Company (Aramco) in Saudi Arabien die &Ouml;lf&ouml;rderung ausbaute, hatten 600 Mitarbeiter und 45 leitende Angestellte des heute wertvollsten Unternehmens der Welt einen streng geheimen Auftrag. Die &Ouml;lbohrer versteckten heimlich Flammenwerfer und Sprengstoffe f&uuml;r einen Plan, der weder dem saudischen K&ouml;nigshaus noch der Bev&ouml;lkerung gefallen h&auml;tte. Im Auftrag von Pr&auml;sident Truman, der eine sowjetische Besetzung der &Ouml;lfelder bef&uuml;rchtete, bereitete die CIA eine konzertierte Selbstzerst&ouml;rung vor. Um den Russen den Zugang zum &Ouml;l zu erschweren, erwogen Briten und die USA sogar nukleare Verseuchung.<br>\nAuch f&uuml;r Iran, Irak und die Scheicht&uuml;mer waren entsprechende Pl&auml;ne mit den Briten abgestimmt. Um die Mentalit&auml;t dahinter zu verstehen, bedarf es eines vertieften Blicks in die Geheimgeschichte des &Ouml;lgesch&auml;fts und dessen Verquickung mit klandestiner Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48866\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Vergleich mit AfD und Front National: Gabriel erteilt B&uuml;ndnis mit Linken Absage<\/strong><br>\nBei der Frage nach einem rot-rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnis bezieht SPD-Chef Gabriel eine klare Position: Diese Regierungskoalition werde es vorerst nicht geben. Als Begr&uuml;ndung wartet der Vizekanzler mit einem drastischen Vergleich auf.<br>\nF&uuml;r SPD-Chef Sigmar Gabriel steht eine Regierungskoalition seiner Partei mit den Linken derzeit nicht zur Debatte. &ldquo;Frau Wagenknecht h&auml;lt im Bundestag Reden gegen Europa, wie es sonst nur die AfD oder die Rechtsradikalen in Frankreich tun&rdquo;, kritisierte er in der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. &ldquo;Wer so redet, entfernt sich eher von der Regierungsf&auml;higkeit&rdquo;. Diese Frage stelle sich erst dann, wenn sich die Linkspartei ge&auml;ndert habe, sagte er dem Blatt.<br>\nDie Linkspartei m&uuml;sse sich daher entscheiden, ob sie Gestalterin sein wolle oder Daueropposition. &ldquo;Erst wenn sie das getan hat, wissen andere wie wir oder die Gr&uuml;nen, ob es sich lohnt, &uuml;ber B&uuml;ndnisse nachzudenken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gabriel-erteilt-Buendnis-mit-Linken-Absage-article18216326.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> &Auml;hnlich wie viele andere, setzt Gabriel hier die EU mit Europa gleich. Sahra Wagenknecht aber kritisiert in ihren Reden eben nicht Europa, sondern die EU. Die falsche Gleichsetzung offenbart viel &uuml;ber das eigene Denken in &bdquo;Alternativlosigkeiten&ldquo;: Wer so redet, f&uuml;r den ist eine andere EU offenbar nahezu undenkbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ganze Rot-Rot-Gr&uuml;n-Gerede hat doch keinen Sinn. Unter diesem Personal ist die SPD schlicht nicht koalitionsf&auml;hig,<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Entm&uuml;ndigung als Bildungsziel<\/strong><br>\nDas virtuelle Klassenzimmer ist ein Schattenarchiv von Bildungsbiographien. Das Schicksal der Daten bleibt im Dunkeln. Versicherungen und Datenh&auml;ndler k&ouml;nnten sich daf&uuml;r interessieren. F&uuml;r die Anbieter von Massive Open Online Courses, sprich: Moocs, &ouml;ffnet sich ein lukratives Nebengesch&auml;ft. Manche Mooc-Anbieter bieten sich schon heute als Personalvermittler an.<br>\nSie handeln mit einem kostbaren Wissen. Lerndaten sind Auskunftsdateien der Pers&ouml;nlichkeit. Sie sagen viel &uuml;ber Auffassungsgabe und Konzentrationsf&auml;higkeit, &uuml;ber Schw&auml;chen, Erinnerungsverm&ouml;gen, Motivation. Der Schweizer Mathematiker Paul-Olivier Dehaye, der an der Universit&auml;t Z&uuml;rich ein Online-Seminar &uuml;ber die Gesch&auml;ftsmodelle von Bildungsanbietern abhielt, fragte den kalifornischen Weltmarktf&uuml;hrer Coursera einmal nach dem Verbleib seiner Daten: ohne Reaktion. Er wollte sie nach geltendem EU-Recht wiederhaben: ohne Erfolg. Und ohne weitere Erkl&auml;rung.<br>\nOffenheit ist hier eine Einbahnstra&szlig;e. Vor der Transparenz kommt das Gesch&auml;ft. Als Dehaye die Daten seines Seminars sperrte, wurden ihm die Dozentenrechte entzogen. Danach manipulierte Coursera sein Profil. Mails, die er seinen Studenten schrieb, wurden ohne sein Wissen unsichtbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/digitales-lernen-entmuendigung-als-bildungsziel-14338947.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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