{"id":34303,"date":"2016-07-21T08:35:15","date_gmt":"2016-07-21T06:35:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303"},"modified":"2016-07-21T08:35:15","modified_gmt":"2016-07-21T06:35:15","slug":"hinweise-des-tages-2671","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h02\">W&uuml;rzburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h03\">Die Hochsicherheitsrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h04\">Europ&auml;isch-kanadisches Freihandelsabkommen: Ceta erlaubt Klagen gegen &ouml;ffentliche Versorger in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h05\">Lebensstandard sichern: So retten wir die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h06\">Zweifel an der Trendwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h07\">Bankenkrise in Italien: Gro&szlig;banken versuchen Haftung der Gl&auml;ubiger zu umgehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h08\">Brexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h09\">Mindestpersonalschl&uuml;ssel in der Pflege: Utopie oder Wirklichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h10\">Stuttgart 21 in der Fu&szlig;ballfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h11\">Wie neu ist die &ldquo;Neue Rechte&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h12\">&ldquo;Anti-ISIS-Koalition&rdquo; t&ouml;tet 85 Zivilisten in Syrien: Bundesregierung steckt Kopf in den Sand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h13\">Eklat in Cleveland: Ted Cruz l&auml;sst Trump-Parteitag implodieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h14\">Zu guter Letzt: Hinz your Lebenslauf!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was der Ausnahmezustand f&uuml;r die T&uuml;rkei bedeutet<\/strong><br>\nDie t&uuml;rkische Verfassung gibt dem Kabinett unter Vorsitz des Staatspr&auml;sidenten das Recht, nach Beratungen mit dem Nationalen Sicherheitsrat den Ausnahmezustand f&uuml;r maximal sechs Monate zu verh&auml;ngen. Ausl&ouml;ser k&ouml;nnen nach Artikel 120 &ldquo;weit verbreitete Gewaltakte zur Zerst&ouml;rung der freiheitlich-demokratischen Ordnung&rdquo; oder ein &ldquo;gravierender Verfall der &ouml;ffentlichen Ordnung&rdquo; sein. Darauf beruft sich nun Pr&auml;sident Erdo&#287;an. Die Regierung betont, dass nicht das Volk, sondern der Staat betroffen ist. Das allt&auml;gliche Leben der B&uuml;rger werde nicht beeinflusst. Auch die Arbeit des Parlaments soll unber&uuml;hrt bleiben. Doch Artikel 15 der t&uuml;rkischen Verfassung erlaubt nun, Grundrechte einzuschr&auml;nken oder sie sogar auszusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-putschversuch-was-der-ausnahmezustand-fuer-die-tuerkei-bedeutet-1.3088177\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu: T&uuml;rkei: Tod einer Demokratie<\/strong><br>\nJetzt der gescheiterte Putschversuch und in der Folge ein drei Monate geltender Ausnahmezustand, was nichts anderes ist, als das schamlose Aus-dem-Weg-R&auml;umen aller Kritiker und Gegner von Erdogan. Bislang hat der Staatspr&auml;sident, der unbedingt eine Pr&auml;sidialdemokratie einf&uuml;hren will und deshalb eine Verfassungs&auml;nderung fordert, autorit&auml;r geherrscht. Jetzt nimmt er diktatorische Z&uuml;ge an. Man werde sich, nat&uuml;rlich, an rechtsstaatliche Ma&szlig;st&auml;be halten und die Demokratie st&auml;rken. In der Realit&auml;t sieht das zum Beispiel so aus: Menschen werden im Internet aufgefordert, Verd&auml;chtige zu melden. Auf den ersten Blick versteht die Regierung darunter all jene, die sich positiv &uuml;ber die Putschisten &auml;u&szlig;ern, aber die Aktion richtet sich in Wahrheit gegen alle Kritiker Erdogans und seiner Partei AKP. Denunziantentum ist jetzt Bestandteil t&uuml;rkischer Regierungspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/tuerkei-und-der-ausnahmezustand-tod-einer-demokratie-a-1103935.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der gelungene Coup<\/strong><br>\nNach dem gescheiterten Putsch einiger hochrangiger Milit&auml;rs in der T&uuml;rkei vollendet der autorit&auml;re Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan seinen eigenen Staatsstreich.<br>\nDer Versuch, die AKP-Regierung in Ankara mit milit&auml;rischen Mitteln zu st&uuml;rzen, der am vergangenen Freitag um 21.30 Uhr Ortszeit begonnen hatte, dauerte in etwa 4 Stunden, bevor absehbar war, dass er scheitern w&uuml;rde. Er ging so kl&auml;glich zu Ende, dass seitdem dar&uuml;ber spekuliert wird, ob die Putschisten wahlweise verraten oder sogar staatlich angeleitet wurden.<br>\n&Uuml;berhaupt nicht erfolglos verl&auml;uft dagegen ein Staatsstreich, der seit vielen Jahren &ndash; hervorragend geplant und mit Augenma&szlig; umgesetzt &ndash; in der T&uuml;rkei vor sich geht. Das Ziel dieses Coups formulierte der zun&auml;chst als Premier, dann als Staatspr&auml;sident regierende Autokrat Recep Tayyip Erdogan &ouml;ffentlich: &bdquo;Es gibt einen Pr&auml;sidenten, der de facto die Macht in diesem Land hat, nicht einen symbolischen Pr&auml;sidenten. (&hellip;) Ob man es akzeptiert oder nicht, das administrative System der T&uuml;rkei hat sich ver&auml;ndert. Nun sollten wir die Verfassung dieser De-Facto-Situation anpassen&ldquo;, erkl&auml;rte er bereits im August 2015.<br>\nDas angestrebte Pr&auml;sidentialsystem ist das zentrale Element des AKP-Putsches: Die parlamentarische Demokratie in der T&uuml;rkei soll zugunsten eines Systems &uuml;berwunden werden, in dem die gesamte exekutive, judikative und legislative Macht letzten Endes in einer Hand zusammenl&auml;uft. Weitere Elemente sind die au&szlig;enpolitische Orientierung auf eine Vormachtstellung der T&uuml;rkei in einem erneuerten osmanischen Reich in der Region sowie die schrittweise Zerst&ouml;rung des von der Staatsgr&uuml;ndung her stark verankerten Laizismus im Land. Vor Kurzem er&ouml;rterte der einflussreiche AKP-Parlamentarier &#304;smail Kahraman &ouml;ffentlich die M&ouml;glichkeit der Abschaffung des Laizismus in der T&uuml;rkei: &bdquo;Wir sind ein muslimisches Land. Deshalb brauchen wir eine religi&ouml;se Verfassung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201607204057\/politik\/welt\/der-gelungene-coup.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Halber Putsch, ganzer Staatsstreich<\/strong><br>\nGegenw&auml;rtig wird jene dialektische Kausalit&auml;t durch eine t&uuml;rkische Episode erg&auml;nzt, Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass auf einen halben Putsch ein kompletter Staatsstreich folgt. Tayyip Erdogan instrumentalisiert die Ereignisse, um sich totaler Macht zu versichern. Die Armee, der &ouml;ffentliche Dienst, die Justiz werden von unerw&uuml;nschtem Personal ges&auml;ubert (die Listen m&uuml;ssen schon l&auml;nger vorgelegen haben, um sie nun so schnell abarbeiten zu k&ouml;nnen). Die ohnehin nur noch fragilen Reste von Rechtsstaat und Demokratie weichen pr&auml;sidialer Selbsterm&auml;chtigung.<br>\nMan kann das verdammen, verw&uuml;nschen, verachten, verfluchen, verurteilen &ndash; ignorieren l&auml;sst sich dieses Land so wenig wie sein Staatschef und jener Teil seines Anhangs, der sich dazu aufhetzen l&auml;sst, eigene Soldaten zu lynchen. Was wird davon im kollektiven Ged&auml;chtnis bleiben und sich fr&uuml;her oder sp&auml;ter bemerkbar machen?<br>\nWenig &uuml;berraschend lebt in dieser Situation die Debatte um die EU-Kompatibilit&auml;t der T&uuml;rkei wieder auf, als werde deren Mitgliedschaft noch ernsthaft erwogen, als sei sie nicht l&auml;ngst ad absurdum gef&uuml;hrt.<br>\nEs ist ein falsches Spiel, bei dem sich Br&uuml;ssel scheut, einen vorl&auml;ufigen, aber eindeutigen Schlussstrich zu ziehen, und so Erdogan dazu verhilft, mit dieser Indifferenz zu spielen. Er kann darauf beharren, in Europa vorgelassen zu werden, ohne dies wirklich zu wollen, geschweige denn zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/halber-putsch-ganzer-staatsstreich\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer nicht f&uuml;r Erdo&#287;an ist, verschanzt sich und schweigt<\/strong><br>\nMehr will niemand sagen. Zumindest nicht am Telefon und auch nicht per Mail. Wenn Erdo&#287;an ungefragt SMS sendet, dann zapft der Staat auch Handys an &ndash; so die Bef&uuml;rchtung. Tats&auml;chlich arbeiten die Telekommunikationsgesellschaften eng mit der Regierung zusammen. Wenn man sich in der T&uuml;rkei eine Handykarte kauft, muss man sich offiziell registrieren lassen. Ergo sind alle Nummern und Personen registriert &ndash; und die gesammelten Nummern wurden jetzt genutzt: f&uuml;r die SMS von Erdo&#287;an &ndash; aber m&ouml;glicherweise eben auch zum Abh&ouml;ren.<br>\nMehrere Quellen berichten, dass die Polizei inzwischen willk&uuml;rlich Personen kontrolliert und deren Whatsapp-Nachrichten sowie SMS checkt, dass bei der Ausreise aus der T&uuml;rkei Laptops auf &ldquo;verr&auml;terische&rdquo; Chatverl&auml;ufe &uuml;berpr&uuml;ft werden. Das klingt alles so unfassbar, dass man inzwischen glauben mag, der Putschversuch sei wirklich der willkommene Brandbeschleuniger zur Gleichschaltung von Justiz, Parlament und Gesellschaft &ndash; der &ldquo;ein Geschenk Gottes&rdquo; sei, wie Erdo&#287;an noch in der Nacht des Putschversuches sagte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-dem-putschversuch-wer-nicht-fuer-erdoan-ist-verschanzt-sich-und-schweigt-1.3087113\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Schriftsteller f&uuml;rchten &Uuml;bergriffe &ndash; und schweigen<\/strong><br>\nNach der Niederschlagung des Milit&auml;rputsches in der T&uuml;rkei sind die t&uuml;rkischen Schriftsteller verstummt. Sie haben Angst vor Verhaftungen und &Uuml;bergriffen. Der &Uuml;bersetzer Recai Hallac spricht von einer &ldquo;Lynchstimmung gegen die Intellektuellen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Die einen sind w&uuml;tend und fassungslos und sagen, sie haben im Moment nicht die n&ouml;tige Distanz&rdquo;, sagte der &Uuml;bersetzer Racai Hallac im Deutschlandradio Kultur. Andere Autoren h&auml;tten einfach Angst. Hallac hatte dabei geholfen, Schriftsteller f&uuml;r Interviews anzufragen, die sich aber nach der Niederschlagung des Milit&auml;rputsches in der T&uuml;rkei mit Kommentaren sehr zur&uuml;ckhalten. Selbst der t&uuml;rkische Literatur-Nobelpreistr&auml;ger Orhan Pamuk meldete sich dieser Tage nur mit einem kurzen Kommentar zu Wort und sagte weitere Anfragen ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/tuerkei-schriftsteller-fuerchten-uebergriffe-und-schweigen.1270.de.html?dram:article_id=360527\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>W&uuml;rzburg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die IS-Fahne als Dekor<\/strong><br>\nDas Sichere ist nicht sicher. Dieser Satz ist nicht tr&ouml;stlich, aber er ist wahr und er galt auch schon in der Zeit, als es den IS-Terror noch nicht gab; aber seitdem es diesen Terror gibt, hat man das Gef&uuml;hl, dass die Unsicherheit epidemisch ist. Die IS-Terroristen steigern dieses Gef&uuml;hl dadurch, dass sie auf jede Wahnsinnstat, die ein Muslim begeht, ihre Briefmarke kleben. Es geh&ouml;rt zum Kalk&uuml;l des IS, noch mehr Verbrechen, als sie ohnehin begehen, f&uuml;r sich zu reklamieren und auch auf diese Weise Panik zu erzeugen. Wer sich davon anstecken l&auml;sst, macht Terroristen zu Machthabern.<br>\nNoch kennt man die Hintergr&uuml;nde des Axt-Attentats nicht gewiss: Das Sichere ist eben nicht sicher. Der Nahverkehrszug ist nicht sicher. Die Promenade am Mittelmeer ist es nicht. Und um zu wissen, dass auch die Schule kein sicherer Ort ist, muss man nicht in die USA schauen. Am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt erschoss 2002 ein ehemaliger Sch&uuml;ler erst 16 Menschen und dann sich selbst. An der Albertville-Realschule in Winnenden t&ouml;tete 2009 ein 17-J&auml;hriger 15 Sch&uuml;ler, Lehrer und Passanten und dann sich selbst. Diese T&auml;ter waren keine Fl&uuml;chtlinge aus Afghanistan; es waren junge Menschen, die wom&ouml;glich vor sich selbst geflohen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/attentate-die-is-fahne-als-dekor-1.3085333\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahrnehmung von Attentaten: Wir sind Terroregozentriker<\/strong><br>\nAnhand der Reaktionen in sozialen Medien stelle ich die These auf, dass dieser Terroregozentrismus &uuml;berall ist, in allen K&ouml;pfen &ndash; in sehr unterschiedlichen Auspr&auml;gungen. Das w&uuml;rde nebenbei auch die geringe Anteilnahme der deutschen &Ouml;ffentlichkeit an den Anschl&auml;gen in der T&uuml;rkei erkl&auml;ren. Ich habe mit t&uuml;rkischen Deutschen gesprochen, die verwundert bis verletzt waren, dass fast alle Paris und Br&uuml;ssel waren, aber kaum jemand ohne t&uuml;rkische Wurzeln war Istanbul oder Ankara. Was war noch mal in Ankara? Ja, exakt. In den letzten neun Monaten wurden allein in Ankara mit drei Bombenattentaten fast 200 Menschen ermordet. Das ist nicht nur ein Zeichen des mangelnden Integrationswillens der deutschen &Ouml;ffentlichkeit, was die &uuml;ber drei Millionen T&uuml;rkischst&auml;mmigen in Deutschland angeht. Es verdeutlicht auch, wie fl&auml;chendeckend selbstbezogen die Wahrnehmung des Terrors ist. Terroregozentrik ist aber bis zu einem gewissen Grad normal. Denn die erste Reaktion ist die &Uuml;berpr&uuml;fung der potenziellen Selbstbetroffenheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/attentate-wir-sind-alle-terroregozentriker-a-1103888.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Hochsicherheitsrepublik<\/strong><br>\nDie politische Rechte in Frankreich ist im Terrortaumel. &raquo;Totaler Krieg&laquo; gegen nicht definierten Gegner<br>\nFranzosen, die das Wort &raquo;Vernunft&laquo; noch nicht aus ihrem Wortschatz verbannt haben, blicken mit Sorge auf das Jahr 2017. Was ihnen bis zur Pr&auml;sidentschaftswahl im kommenden Mai &ndash; und vor allem danach &ndash; bl&uuml;hen k&ouml;nnte, ist eine Hochsicherheitsrepublik Frankreich: Verlust der B&uuml;rgerrechte, Schlie&szlig;ung der Grenzen, totale &Uuml;berwachung. Die im Terrortaumel befindliche politische Rechte ist haushoher Favorit an den Urnen &ndash; ob rassistisch-faschistischer Front National (FN) der Marine Le Pen oder &raquo;Les R&eacute;publicains&laquo; (LR), die &raquo;Republikaner&laquo; des fr&uuml;heren Staatschefs Nicolas Sarkozy. Die Rechte wei&szlig; die Mehrheit hinter sich und bestimmt die politische Agenda. Die sieht sp&auml;testens seit dem Anschlag von Nizza und den 84 dort zu beklagenden Toten schauerlich aus.<br>\nDie Leichen der &raquo;Promenade des Anglais&laquo; waren noch nicht identifiziert, da lie&szlig; sich LR-General Sarkozy von TF 1, dem Fernsehkanal seines Spezis Martin Bouygues, zum abendf&uuml;llenden Interview bitten. Was er der v&ouml;llig &uuml;berforderten Moderatorin Audrey Crespo-Mara in harschem Ton vor den Kopf knallte, brachte selbst die um b&ouml;se Worte selten verlegene FN-F&uuml;hrerin Le Pen in Zugzwang. &raquo;Wir sind im Krieg &ndash; wir sind im totalen Krieg&laquo;, erkl&auml;rte der selbsternannte H&uuml;ter der &raquo;christlichen Tradition Frankreichs&laquo; dem Volk und dem nicht n&auml;her definierten Gegner in reinster Goebbels-Demagogie. &raquo;Unsere Feinde haben keine Tabus, keine Grenzen, keine Prinzipien.&laquo; Starke Worte seien n&ouml;tig, &raquo;denn es hei&szlig;t: wir oder sie&laquo;; &raquo;Frankreich kann sich seine Kinder nicht einfach ermorden lassen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-20\/033.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass Frankreich das &ldquo;menschliche Versuchslabor&rdquo; f&uuml;r EU- und NATO-Staaten ist &ndash; bez&uuml;glich der aufgeladenen Rhetorik und der angewendeten Ma&szlig;nahmen gegen den &ldquo;Terror&rdquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europ&auml;isch-kanadisches Freihandelsabkommen: Ceta erlaubt Klagen gegen &ouml;ffentliche Versorger in Deutschland<\/strong><br>\nTrotz Nachbesserungen am europ&auml;isch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta kann die Bundesregierung nicht ausschlie&szlig;en, dass Investoren k&uuml;nftig gegen &ouml;ffentliche Dienstleistungen wie die Wasserversorgung klagen. Das geht aus einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. [&hellip;]<br>\nAls &ldquo;Durchbruch&rdquo; feierte die SPD diese &Auml;nderungen, die vor allem auf Druck der Parteibasis zur&uuml;ckgingen. Juristen sehen das Abkommen jedoch weiter skeptisch. So kritisiert der Deutsche Richterbund, weder das Ernennungsverfahren von ICS-Richtern noch deren Stellung gen&uuml;gten internationalen Anforderungen an die Unabh&auml;ngigkeit von Gerichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ceta-erlaubt-klagen-gegen-wasserwirtschaft-a-1103741.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zu sch&ouml;n, alle Bef&uuml;rchtungen bez&uuml;glich der Freihandelsabkommen sind berechtigt. Die Nachbesserungen zu den Schiedsgerichten sind reine Augenwischerei. Sowohl Kanada als auch alle Mitglieder der EU sind Rechtsstaaten. Es steht jedem Unternehmen &uuml;ber eine entsprechende Dependance im jeweiligen Land jeder Zeit offen den Rechtsweg zu beschreiten. Weshalb sollte daf&uuml;r ein paralleles Rechtssystem notwendig sein? <\/em><br>\n<em>Leider muss wieder einmal die Frage gestellt werden welche Interessen Gabriel, Kretschmann &amp; Co eigentlich vertreten, wenn sie sich so f&uuml;r die Durchsetzung der Freihandelsabkommen einsetzen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Kurz erkl&auml;rt: Welche Gefahren drohen durch CETA?<\/strong><br>\nWas macht das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada so problematisch? Vier Brosch&uuml;ren des DGB, des &Ouml;sterreichischen Gewerkschaftsbundes (&Ouml;GB) und der Kammer f&uuml;r Arbeiter und Angestellte Wien (AK Wien) erl&auml;utern das kurz, knapp und pr&auml;gnant.<br>\nBrosch&uuml;re 1: Arbeitnehmerrechte und Arbeitsstandards<br>\nBedroht ein Freihandelsabkommen wie CETA eigentlich Arbeitnehmerrechte und Arbeitsstandards? Ausgeschlossen ist das nicht. Die Brosch&uuml;re &ldquo;CETA &ndash; Keine Agenda zur Sicherung unserer Arbeitsstandards&rdquo; macht deutlich:<\/p>\n<ul>\n<li>&ldquo;Es ist zu bef&uuml;rchten, dass durch eine gegenseitige Anerkennung oder Harmonisierung wichtige Verbote oder Regelungen zum Schutz der Gesundheit, der ArbeitnehmerInnen oder der Lebensmittelsicherheit gelockert oder gar aufgehoben werden.&rdquo;<\/li>\n<li>Weiteres Problem: Verst&ouml;&szlig;e gegen Arbeitnehmerrechte bleiben in CETA straffrei. Zwar sieht das Abkommen Straf- und Sanktionsm&ouml;glichkeiten vor, wenn gegen die CETA-Regelungen versto&szlig;en wird. Aber: Die Kapitel zu Handel und Arbeit, Umwelt und nachhaltiger Entwicklung sind davon ausgenommen.<\/li>\n<li>Zwar enth&auml;lt CETA den Hinweis, dass die ILO-Kernarbeitsmormen &ldquo;zu respektieren, zu f&ouml;rdern und zu realisieren&rdquo; sind. Aber&nbsp;ein Bekenntnis zu den ILO-Kernarbeitsnormen reicht nicht aus, wenn sie nicht gleichzeitig ratifiziert und in nationales Recht umgesetzt werden.&nbsp;In Kanada wurden allerdings die Normen zum Vereinigungsrecht und zum Recht auf Kollektivverhandlungen immer noch nicht ratifiziert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++40d9d5d6-4cff-11e6-bb1d-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lebensstandard sichern: So retten wir die Rente<\/strong><br>\nSinkende Rentenleistungen, unstete Erwerbsbiografien: Immer mehr Menschen droht im Alter der Gang zum Sozialamt. Selbst Durchschnittsverdiener m&uuml;ssen mit einer Mager-Rente rechnen. Schuld ist eine verfehlte Rentenpolitik. Wie sich das Renten-Fiasko verhindern l&auml;sst. Nennen wir sie Birgit. Birgit lebt in der Zukunft. 2030 wird sie in Rente gehen. Was sie dann hinter sich hat: Ein Leben voller Arbeit. 45 Beitragsjahre, in denen sie immer einen Durchschnittslohn verdient hat.<br>\nUnd nun? Geht es nach den Pl&auml;nen der Bundesregierung wird Birgit eine Rente erhaltenen, die bei 43 Prozent des vergleichbaren Durchschnittslohns liegt. Heute w&auml;ren das 1240&nbsp;Euro &ndash; brutto, wohlgemerkt. Davon gehen noch Beitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab und das Geld muss teilweise noch versteuert werden. Kleine Rente trotz langem Erwerbsleben? F&uuml;r die IG Metall ist die Demontage der gesetzlichen Rente ein Skandal. Sie hat jetzt ein Konzept vorgestellt: F&uuml;r einen solidarischen Neuaufbau der Alterssicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.igmetall.de\/rentenkonzept-der-igmetall-22359.htm\">IG Metall<\/a>\n<p><strong>Dazu: IG Metall fordert h&ouml;here Renten<\/strong><br>\nMit deutlichen Rentenerh&ouml;hungen ist es bald vorbei &ndash; oder doch nicht? Die IG Metall will ihr ganzes Gewicht f&uuml;r eine St&auml;rkung der gesetzlichen Rente in die Waagschale werfen.<br>\nDie IG Metall fordert h&ouml;here Bez&uuml;ge f&uuml;r alle Rentner. N&ouml;tig sei ein grundlegender, solidarischer Neuaufbau der Alterssicherung, sagte IG-Metall-Chef J&ouml;rg Hofmann am Mittwoch in Berlin. Private Vorsorge k&ouml;nne die durch ein sinkendes Rentenniveau entstehende L&uuml;cke nicht schlie&szlig;en. Ein neues&nbsp;Konzept der in der Rentenpolitik einflussreichen Gewerkschaft sieht einen Umbau der Berechnungsmethode vor, ein h&ouml;heres Rentenniveau, h&ouml;here Beitr&auml;ge sowie Betriebsrenten f&uuml;r alle Arbeitnehmer. Die Arbeitgeber kritisierten das Konzept als unbezahlbar. [&hellip;]<br>\nDie IG Metall fordert die Einbeziehung aller k&uuml;nftigen Selbstst&auml;ndigen, Beamten und Politiker in die Rentenversicherung. Das soll Selbstst&auml;ndige besser absichern und mehr Geld in die Rentenkasse sp&uuml;len. Die Rentenversicherung soll auch eine gr&ouml;&szlig;ere Zukunftsreserve aufbauen als heute gesetzlich vorgesehen. Zudem soll der Beitragssatz &ndash; heute 18,7 Prozent &ndash; st&auml;rker steigen als heute angenommen. Maximal sieht das IG-Metall-Konzept 25 Prozent im Jahr 2030 vor. Derzeit geht man von gut 21,5 Prozent bis dahin aus.<br>\nDer Arbeitgeberverband BDA warf der IG Metall vor, leichtfertig die Finanzierbarkeit der Rentenversicherung aufs Spiel zu setzen. &bdquo;Sie kann nicht noch zus&auml;tzliche milliardenschwere Belastungen verkraften.&ldquo; Gesamtmetall-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Oliver Zander lobte die geforderte St&auml;rkung der betrieblichen Altersvorsorge. &bdquo;Falsch, v&ouml;llig illusion&auml;r und unbezahlbar ist eine Festschreibung oder gar Anhebung des Rentenniveaus&ldquo;, sagte Zander zugleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/ig-metall-fordert-hoehere-renten-14349392.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Endlich und lange &uuml;berf&auml;llig, nachdem man von der IG Metall seit den Rentenk&uuml;rzungen 2000\/2001 sehr, sehr wenig zum Thema geh&ouml;rt hat. Warum zu der Forderung eine betriebliche Altersvorsorge, also wieder ein &ldquo;privater&rdquo;, &ldquo;kapitalgedeckter&rdquo; Anteil geh&ouml;ren soll, ist mir schleierhaft; ich hoffe mal, es hat nichts damit zu tun, da&szlig; die IG Metall in Form der &ldquo;MetallRente&rdquo; selber ein solches Produkt vertreibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zweifel an der Trendwende<\/strong><br>\nUnstrittig ist: Die Einkommen in der Bundesrepublik sind heute deutlich ungleicher verteilt als vor 20 oder 25 Jahren. Das liegt daran, dass die Abst&auml;nde in den sp&auml;ten 1990er- und besonders in den fr&uuml;hen 2000er-Jahren gewachsen sind, wie zahlreiche Studien zeigen. So konstatierte etwa die Industriel&auml;nderorganisation OECD, dass die wirtschaftliche Ungleichheit in Deutschland in diesem Zeitraum st&auml;rker zugenommen habe als in den meisten anderen Mitgliedsl&auml;ndern. Eine wichtige Rolle dabei spielten Deregulierungen am Arbeitsmarkt und die starke Ausbreitung von Niedrigl&ouml;hnen, w&auml;hrend die Einkommen aus Kapitalanlagen und Unternehmensgewinnen kr&auml;ftig wuchsen.<br>\nWeniger klar ist hingegen, was im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 passiert ist. Bislang gingen viele Wissenschaftler davon aus, dass sich die Einkommensungleichheit nach 2005 nicht weiter erh&ouml;ht hat, sondern etwas zur&uuml;ckgegangen ist &ndash; ohne allerdings das niedrigere Niveau der 1990er-Jahre wieder zu erreichen, schreiben Kai-Daniel Schmid vom IMK sowie Andreas Peichl und Moritz Drechsel-Grau vom ZEW. Diese Interpretation st&uuml;tzt sich auf Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), einer Wiederholungsbefragung von mehr als 10.000 Haushalten. Der auf SOEP-Basis berechnete Gini-Koeffizient, das verbreitetste Ma&szlig; f&uuml;r die Ungleichheit, stieg bei den Markteinkommen von 2000 bis 2005 deutlich an. Danach ging er bis 2010 wieder leicht zur&uuml;ck. Die auf den ersten Blick geringf&uuml;gigen Ver&auml;nderungen stellen signifikante Verschiebungen in einem relativ kurzen Zeitraum dar. Den im SOEP gemessenen R&uuml;ckgang der Ungleichheit erkl&auml;ren Wissenschaftler in erster Linie mit dem positiven Trend auf dem Arbeitsmarkt nach 2005.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/62226_62242.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bankenkrise in Italien: Gro&szlig;banken versuchen Haftung der Gl&auml;ubiger zu umgehen<\/strong><br>\nDas italienische Bankensystem schiebt faule Papiere mit einem Volumen von etwa 350 Milliarden Euro vor sich her und steht vor dem Kollaps. Premierminister Renzi will Bankenrettungen auf den Weg bringen, doch seit Anfang 2016 gelten neue EU-Regeln, die eine Rettung wie 2008\/2009 verbieten und die Beteiligung der Gl&auml;ubiger fordern. Doch sieht die Regelung ein Schlupfloch vor, dass die italienische Regierung zu nutzen versucht, indem sie die angeschlagene Bank Monte dei Paschi di Siena mit einem verw&auml;sserten Stresstext f&uuml;r solvent erkl&auml;ren will. F&uuml;r die Rettung der italienischen Banken setzen sich vor allem die Deutsche Bank, Blackrock und Societ&eacute; G&eacute;n&eacute;ral ein, die erhebliche Einlagen in den gef&auml;hrdeten Instituten halten. Es sei entscheidend, dass diese Gl&auml;ubiger nun haften, so Sven Giegold, damit Banken nicht mehr mit einem Freibrief rechnen k&ouml;nnen. Kleinanleger dagegen k&ouml;nnten entsch&auml;digt werden, da der Verkauf von Risikopapieren an sie ohnehin illegal war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/bankenkrise-italien-grossbanken-versuchen-haftung-der-glaubiger-zu-umgehen\">Kontext TV<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Brexit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Neugruppierung des politischen Establishments<\/strong><br>\nDrei Wochen nach dem Brexit-Votum ist am 13. Juli die bisherige britische Innenmisterin Theresa May ins Amt der Premierministerin gewechselt. Das Amt fiel ihr zu, weil sie aus dem Kreise der Tory-Abgeordneten im britischen Zentralparlament zur neuen Vorsitzenden der Konservativen Partei gek&uuml;rt worden war.<br>\nZuvor hatten die KonkurrentInnen vom rechtspopulistischen Fl&uuml;gel der Konservativen Partei ihre Bewerbungen um den Parteivorsitz nicht geltend gemacht oder zur&uuml;ckgezogen, sodass eine Urwahl durch die knapp 150.000 Mitglieder der Konservativen Partei abgesagt werden konnte.<br>\nMit der Konservativen Partei hat sich vorerst nur eine der drei Parteien, die das politische Kr&auml;fteverh&auml;ltnis im Vereinigten K&ouml;nigreich ma&szlig;geblich beeinflussen, in einen Windschatten retten k&ouml;nnen. Der politische Sturm &ndash; einer der heftigsten seit Etablierung des parlamentarischen Regierungssystems in der Glorious Revolution 1689 &ndash; r&uuml;ttelt nach wie vor an der rechtspopulistischen Str&ouml;mung rechts der Konservativen (UKIP und Leave.EU) und an der Labour-Bewegung mit der Labour Party als ihrem politischen Zentrum. Zudem bem&uuml;ht sich die F&uuml;hrung der Liberaldemokraten um die Neuformierung einer Zentrumspartei.<br>\nDie neue Premierministerin hat insgesamt acht Kabinettsposten neu besetzt und drei Ministerien neu geschaffen. Die Personalentscheidungen f&uuml;r das 22k&ouml;pfige Kabinett senden das klare Signal, dass in der Frage der Gestaltung des Austritts aus der EU die politischen Optionen des rechtspopulistischen Minderheitsfl&uuml;gels der Tory-Parlamentsfraktion den Ton angeben sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/neugruppierung-des-politischen-establishments\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Oder doch kein zweites Referendum?<\/strong><br>\nIn Schottland bleibt nach der Brexit-Entscheidung eine Abspaltung vom Vereinigten K&ouml;nigreich zwar Thema. Doch inzwischen fragt sich nicht nur Regierungschefin Nicola Sturgeon, ob nicht andere M&ouml;glichkeiten sinnvoller w&auml;ren. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Es ist m&ouml;glich, &uuml;ber Alternativen nachzudenken. &Uuml;ber das umgekehrte Gr&ouml;nland-Modell zum Beispiel. Gr&ouml;nland verl&auml;sst die EU, geh&ouml;rt aber politisch weiter zu D&auml;nemark. Oder Schottland bleibt in der EU und England geht raus. Das erfordert aber viel an politischer Flexibilit&auml;t, an Vorstellungskraft und politischem Willen. Daran aber mangelt es in der EU und Politik immer.&rdquo; Professor Pittock h&auml;lt deswegen die schottische Unabh&auml;ngigkeit am Ende doch f&uuml;r die beste L&ouml;sung. Nicola Sturgeon werde diese Karte aber erst ganz am Schluss ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schottland-oder-doch-kein-zweites-referendum.795.de.html?dram:article_id=360612\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Druckmittel Sezession<\/strong><br>\nBerlin und London setzen trotz des britischen Austritts aus der EU auf eine weiterhin enge &ouml;konomische Kooperation. Dies erkl&auml;rten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die britische Premierministerin Theresa May am gestrigen Mittwoch. Berlin tr&auml;gt mit dieser Ank&uuml;ndigung Forderungen der deutschen Wirtschaft Rechnung, deren drittwichtigster Markt und zweitgr&ouml;&szlig;ter Investitionsstandort Gro&szlig;britannien ist; einen &ldquo;h&auml;sslichen Scheidungskrieg&rdquo; d&uuml;rfe man keinesfalls riskieren, hei&szlig;t es in Wirtschaftskreisen. Allerdings beh&auml;lt Berlin spezielle Druckmittel gegen London in der Hand. Berliner Politiker befeuern den schottischen Separatismus; EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz hat Gespr&auml;che mit der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon aufgenommen, obwohl mindestens ein EU-Mitglied, Spanien, ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt hat, sein Veto gegen einen EU-Beitritt Schottlands nach einer etwaigen Abspaltung von Gro&szlig;britannien einzulegen. Kanzlerin Merkel hat dar&uuml;ber hinaus begonnen, mit dem irischen Ministerpr&auml;sidenten Enda Kenny Gespr&auml;che &uuml;ber die Gestaltung der Beziehungen zwischen Dublin und London nach dem britischen Austritt zu f&uuml;hren. Beide Politikfelder sind eskalationsf&auml;hig und bieten Berlin die M&ouml;glichkeit, Gro&szlig;britannien bei Bedarf existenziellen Schaden zuzuf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59416\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mindestpersonalschl&uuml;ssel in der Pflege: Utopie oder Wirklichkeit<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte in den &ouml;sterreichischen Alten- und Pflegeheimen klagen, dass die Arbeit immer dichter wird und st&auml;ndig neue oft pflegeferne Aufgaben dazu kommen. Es bleibt &ndash; so Schilderungen &ndash; immer weniger Zeit f&uuml;r die Bewohner\/-innen. Grund daf&uuml;r: Personalausstattungen, die teils seit &uuml;ber 20 Jahren nicht ver&auml;ndert wurden und oft als H&ouml;chstschl&uuml;ssel ausgelegt werden. Der Beitrag gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen und zeigt Handlungsfelder anhand einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Ober&ouml;sterreich.<br>\n&bdquo;Mobil vor station&auml;r&ldquo;, ein politischer Grundsatz, der derzeit im deutschsprachigen Raum weit verbreitet ist. Dass auch in Zukunft Einrichtungen der station&auml;ren Langzeitpflege nicht komplett substituierbar sein werden, zeigt nicht zuletzt eine Wifo-Studie aus dem Jahr 2014.  Derzeit leben in &Ouml;sterreich knapp 77.000 Menschen in rund 890 Alten-und Pflegeheimen. Diese werden laut &ouml;sterreichischem Pflegevorsorgebericht von cirka 40.510 Besch&auml;ftigten gepflegt. Sie leisten wertvolle Arbeit und das 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Die Besch&auml;ftigten, mit einem Frauenanteil von derzeit rund 85 % haben hohe Anspr&uuml;che an sich und ihre T&auml;tigkeit. Nicht selten sto&szlig;en sie aber an pers&ouml;nliche Grenzen bzw. zahlen mit einem hohen Preis &ndash; ihrer eigenen Gesundheit. Eine der wesentlichen Gr&uuml;nde, warum es immer schwieriger wird hochwertige und sinnstiftende Arbeit zu erbringen sind Personalausstattungen, die meist in den 1990er-Jahren erarbeitet wurden und seither kaum eine Anpassung erfahren haben, so das Fazit einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer Ober&ouml;sterreich zum Mindestpflegepersonalschl&uuml;ssel in den &Ouml;O. Alten- und Pflegeheimen. Bereits 2013 erarbeitete ein bundesweites Pflegekonsilium unter Federf&uuml;hrung der Arbeiterkammer Steiermark ein konkretes Forderungspaket aus. Erste Forderungen werden &ndash; zumindest in der Steiermark derzeit teilweise umgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/mindestpflegepersonalschluessel-in-alten-und-pflegeheimen-utopie-oder-wirklichkeit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und wie ist die Situation in Deutschland? Auch hierzulande gibt es Pflegepersonal, das sich &uuml;ber die beruflichen Zust&auml;nde beklagt &ndash; ein Beispiel: <a href=\"http:\/\/www.pflege-am-boden.de\/\">Pflege am Boden<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stuttgart 21 in der Fu&szlig;ballfalle<\/strong><br>\nDer Tiefbahnhof im Bundestag, es geht um milliardenschwere Kostenexplosionen und gef&auml;hrliche Sicherheitsm&auml;ngel. Ein dr&auml;ngendes Thema, ein schlechter Zeitpunkt: Denn um 21 Uhr liefen Jogis Jungs zum Halbfinale auf. Im Schatten eines L&auml;nderspiels wurde schon so manche Abstimmung z&uuml;gig durchgewinkt. F&uuml;r S 21 blieben 25 Minuten. [&hellip;]<br>\nDer CDU-Abgeordnete Steffen Bilger sparte sich seinen Redeauftritt gar, wohl um nicht zu sp&auml;t vorm Fernseher zu sitzen. Er gab, ebenso wie sein Parteikollege Alexander Funk, seinen Debattenbeitrag zu Protokoll. Wer sich die M&uuml;he macht, Bilgers Rede im elektronischen Archiv des Bundestags herauszufischen, erf&auml;hrt Aufschlussreiches. M&ouml;gliche Kostensteigerungen h&auml;lt der CDU-Verkehrsexperte zwar auch f&uuml;r m&ouml;glich. Doch um &ldquo;nur&rdquo; 500 Millionen Euro, auf Baukosten von insgesamt rund 6,5 Milliarden Euro. Es sind genau die Zahlen, die der Bahnvorstand zuletzt im vergangenen Juni dem Aufsichtsrat des Konzerns als aktualisierte Kostenberechnung einr&auml;umte.<br>\nBilger bereiten die bislang offiziell bekannten Mehrkosten offenbar keine gro&szlig;en Sorgen. Denn sie seien nur h&auml;lftig baubedingt oder einem verbesserten Brandschutz geschuldet, betont er in seiner ungehaltenen Rede. Als wahre Kostentreiber identifiziert der Vorsitzende des CDU-Bezirksverbands Nordw&uuml;ttemberg den Naturschutz: &ldquo;10 000 Eidechsen, die allesamt umgesiedelt und anschlie&szlig;end 30 Jahre lang beaufsichtigt werden m&uuml;ssen. Kostenpunkt: 8600 Euro pro Eidechse&rdquo;, hei&szlig;t es im Redemanuskript. In einem fr&uuml;heren Kontext-Interview hatte der M&uuml;nchner Verkehrsplaner Martin Vieregg die urspr&uuml;nglich von der Bahn gestreute Kostentreiber-Geschichte des Reptilienschutzes als wenig glaubw&uuml;rdig kritisiert.<br>\nDaneben beruft sich Bilger auf die Volksabstimmung vom 27. November 2011, die weiter gelte. Die Baden-W&uuml;rttemberger hatten sich damals mehrheitlich gegen einen Ausstieg des Landes aus dem Tiefbahnhofprojekt entschieden. Damals war das Jahrhundertprojekt allerdings nach offizieller Lesart noch f&uuml;r zwei Milliarden Euro g&uuml;nstiger zu haben. Zuletzt bem&uuml;ht Bilger in seiner Rede ein Uralt-Argument der S-21-Bef&uuml;rworter, das l&auml;ngst widerlegt ist: Durch den Tiefbahnhof w&uuml;rden 109 Hektar nicht mehr ben&ouml;tigte Gleisfl&auml;chen mitten in der Innenstadt frei, auf denen 11 000 Menschen Wohnraum finden und 24 000 Arbeitspl&auml;tze entstehen w&uuml;rden. Tats&auml;chlich sind es nur rund 20 Hektar, die durch Stuttgart 21 zus&auml;tzlich verf&uuml;gbar werden. Alle anderen Fl&auml;chen wie das Europaviertel sind bereits frei und neu bebaut oder k&ouml;nnten auch bei Erhalt des Kopfbahnhofs freigemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/277\/stuttgart-21-in-der-fussballfalle-3769.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie neu ist die &ldquo;Neue Rechte&rdquo;?<\/strong><br>\n&ldquo;Konservative Revolution&rdquo; &ndash; dieser Sammelbegriff steht f&uuml;r die antiliberalen und antidemokratischen Str&ouml;mungen in der Weimarer Republik. Diese Ideologien greift heute die &ldquo;Neue Rechte&rdquo; wieder auf. Welche K&ouml;pfe nimmt sie sich zum Vorbild? Und wie ist das zu bewerten? (&hellip;)<br>\nSagt Volker Wei&szlig;, Historiker und Publizist aus Hamburg. Die &ldquo;Konservative Revolution&rdquo; ist erfunden worden, um eine rechte Theorielinie jenseits des Nationalsozialismus in die heutige Bundesrepublik zu retten? Klingt steil, diese These. Doch selbst, wenn man in den Schriften der Neuen Rechten selbst nachliest, findet man diese Erkl&auml;rung. Wenn auch etwas h&uuml;bscher verpackt: Ein &ldquo;Syntagma&rdquo; von Armin Mohler, also ein Art zusammengesetzter Sammelbegriff, nennt etwa Karlheinz Wei&szlig;mann die &ldquo;Konservative Revolution&rdquo; in einem Sammelband zum Thema. Wei&szlig;mann ist Mitbegr&uuml;nder des Instituts f&uuml;r Staatspolitik, Autor rechter Publikationen wie der &ldquo;Jungen Freiheit&rdquo; und &ldquo;Sezession. (&hellip;)<br>\nAuch wenn die konservative Revolution ein nachtr&auml;gliches Konstrukt ist: Es gibt diese Intellektuellen, auf die sich die &ldquo;Neue Rechte&rdquo; bezieht. Der Schriftsteller Ernst J&uuml;nger, der Geschichtsphilosoph Oswald Spengler und der Staatsrechtler Carl Schmitt sind die bekanntesten, daneben der Publizist Arthur Moeller van den Bruck und der Politiker Edgar Julius Jung. Obwohl es innerhalb des konservativ-revolution&auml;ren Kanons gro&szlig;e inhaltliche Unterschiede gibt, l&auml;sst sich ein gemeinsamer Kern erkennen. (&hellip;)<br>\nWei&szlig;: &ldquo;Armin Mohler war Privatsekret&auml;r von Ernst J&uuml;nger und Ernst J&uuml;nger geh&ouml;rte eben genau in jenen Kanon den Armin Mohler da zusammenstellte und er ist nat&uuml;rlich eine Schl&uuml;sselfigur im &lsquo;heroischen Nationalismus&rsquo;. Und dieser Armin Mohler ist wiederum der pers&ouml;nliche Lehrer von Karlheinz Wei&szlig;mann, einem sehr zentralen Autor der Jungen Freiheit, und andrerseits von G&ouml;tz Kubitschek, der das Institut f&uuml;r Staatspolitik betreibt, das er mit Karlheinz Wei&szlig;mann begr&uuml;ndet hat. Tja, und der jetzt tats&auml;chlich bei PEGIDA, LEGIDA auf der B&uuml;hne aufgetaucht ist, sondern auch direkten Umgang pflegt mit Bj&ouml;rn H&ouml;cke von der AfD beispielsweise.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWei&szlig;: &ldquo;Man darf jetzt nicht den Fehler machen zu glauben, Pegida sei ein Produkt der Neuen Rechten. Es ist umgedreht. Str&ouml;mungen wie die Sezession, das Institut f&uuml;r Staatspolitik, die Junge Freiheit sind auf die Massenbewegung Pegida und teilweise AfD aufgesprungen, man hat sich angedient. Ich denke der wesentliche Punkt sind da nicht die Arbeit des Instituts f&uuml;r Staatspolitik oder die Junge Freiheit gewesen, der wesentliche Katalysator daf&uuml;r war Thilo Sarazzin.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/nationalistische-intellektuelle-wie-neu-ist-die-neue-rechte.976.de.html?dram:article_id=360697\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Anti-ISIS-Koalition&rdquo; t&ouml;tet 85 Zivilisten in Syrien: Bundesregierung steckt Kopf in den Sand<\/strong><br>\n85 get&ouml;tete Zivilisten: Die von der Bundesregierung unterst&uuml;tzte &ldquo;Anti-ISIS-Koalition&rdquo; hat bei einer Bombardierung in Syrien gestern mindestens 85 unschuldige Menschen get&ouml;tet. Die Bundesregierung hat davon geh&ouml;rt, aber hat dazu &ldquo;keine eigenen Erkenntnisse&rdquo;. Man bem&uuml;ht sich darum auch nicht. Wie konnte das passieren, wenn doch die Bundeswehr-&ldquo;Aufkl&auml;rung&rdquo; das T&ouml;ten von Zivilisten verhindern soll? Bedauert die Bundesregierung den massenhaften Tod? Verteidigungsministerium &amp; Ausw&auml;rtiges Amt stecken den Kopf in den Sand&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 20. Juli 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=33EuASm8hQ4\">Jung und naiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Eklat in Cleveland: Ted Cruz l&auml;sst Trump-Parteitag implodieren<\/strong><br>\nTed Cruz redet &uuml;ber alles, was Republikaner gerne h&ouml;ren. Freiheit, Werte und das Recht auf Waffenbesitz. Es ist die Rede eines Mannes, der wirken will, als h&auml;tte er Amerikas Konservatismus erfunden. Nur &uuml;ber einen Mann spricht er praktisch nicht: Den Pr&auml;sidentschaftskandidaten. Cruz ist kurz vor dem Ende seines Auftritts, als viele Delegierte die Geduld mit dem texanischen Senator verlieren. Unruhe im Saal. &ldquo;Unterst&uuml;tz&rsquo; Trump&rdquo;, br&uuml;llen sie. &ldquo;Unterst&uuml;tz&rsquo; Trump!&rdquo;<br>\nDoch Ted Cruz bleibt stur bei seinem Manuskript. &ldquo;W&auml;hlt im November nach Euren Gewissen!&rdquo;, ruft er. Welch ein Satz! Er soll hei&szlig;en: W&auml;hlt, wen ihr wollt. Ich gebe keine Empfehlung ab. Schon gar nicht f&uuml;r Donald Trump, mit dem ich im Vorwahlkampf so sehr aneinander geraten bin. Im Saal breitet sich Entsetzen aus. Weite Teile der versammelten Delegierten buhen Cruz aus, manche werfen ihm Schimpfw&ouml;rter entgegen, Cruz verl&auml;sst kalt l&auml;chelnd die B&uuml;hne.<br>\nDieser Parteitag der US-Republikaner ist reich an Fehlern und Skandalen, aber der Auftritt von Cruz hat das gr&ouml;&szlig;te Potential, gravierende Folgen f&uuml;r die Zukunft der Partei zu haben. Cruz zelebriert auf offener B&uuml;hne die Spaltung der Republikaner und ganz Amerika wird zur besten Sendezeit Zeuge. Auf dramatische Weise wird deutlich, dass die alt-ehrw&uuml;rdige Partei mit einem Spitzenkandidaten in den Wahlkampf zieht, der von wichtigen Teilen der Konservativen abgelehnt, ja, gehasst wird. Der Parteitag, der Donald Trump eigentlich R&uuml;ckenwind geben sollte f&uuml;r den Hauptwahlkampf, droht f&uuml;r ihn mehr und mehr zu einem politischen Desaster zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-erhaelt-keine-unterstuetzung-von-ted-cruz-in-cleveland-a-1103990.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Dressurst&uuml;ck in Cleveland<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160721_stuttmann_trump.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6112\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Hinz your Lebenslauf!<\/strong><br>\nAbitur, Jurastudium, Zweites Staatsexamen, was darf&rsquo;s alles sein? Hinz it! Wir generieren den perfekten Lebenslauf. Daten eingeben, Knopf dr&uuml;cken, ausdrucken, bewerben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2016-07\/petra-hinz-faelschung-lebenslauf-generator\">Zeit Campus<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34303"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34306,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34303\/revisions\/34306"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}