{"id":34340,"date":"2016-07-22T16:45:26","date_gmt":"2016-07-22T14:45:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340"},"modified":"2016-07-22T16:45:26","modified_gmt":"2016-07-22T14:45:26","slug":"hinweise-des-tages-ii-257","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h01\">Die Rolle der USA und Deutschlands beim Putsch in der T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h02\">Woher kommt der Terror?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h03\">Deutscher Schuldenberg: Nicht so schlimm, dass wir zweitausendneunundvierzig Milliarden Euro Schulden haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h04\">Die Betriebsrente wird zur Betrugsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h05\">Wie die Jobcenter Arbeitslose in die Insolvenz dr&auml;ngen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h06\">Die Osteurop&auml;er nach dem Brexit: Br&uuml;ssel im Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h07\">TTIP and Jobs &ndash; Studie verkauft alten Wein in neuen Schl&auml;uchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h08\">14 Cent mehr sichern Existenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h09\">Lobbyregister-Gesetz: Ihre Meinung ist gefragt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h10\">&raquo;Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r unseren Streik h&auml;lt an&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h11\">B&uuml;ndnis mit Tradition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h12\">Zur Werbekampagne der Bundesregierung: &bdquo;Integration, die allen hilft. Deutschland kann das.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h13\">&bdquo;Amerikanismus, nicht Globalismus ist unser Credo&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h14\">Er l&auml;sst sich nicht wegekeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h15\">Eine soziologische Analyse: Der AfD-W&auml;hler &ndash; das unbekannte Wesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34340#h16\">Petra Hinz: Wenn Parteien Versorgungsvereine werden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Rolle der USA und Deutschlands beim Putsch in der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nVerfolgt man die Reaktionen der amerikanischen und der deutschen Regierung auf den gescheiterten Putsch in der T&uuml;rkei, kann es kaum Zweifel geben, dass sie die Putschisten politisch unterst&uuml;tzt und auf ihren Erfolg gesetzt haben. Sowohl Washington wie Berlin lie&szlig;en sich viel Zeit, bis sie den Putsch in knappen Worten verurteilten. Sie &auml;u&szlig;erten sich erst eindeutig, als sich das Scheitern der Putschisten abzeichnete.<br>\nAls erster hatte sich in der Putschnacht um 23 Uhr der amerikanische Au&szlig;enminister John Kerry aus Moskau zu Wort gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt sah es noch so aus, als k&ouml;nnte der Putsch Erfolg haben, und Kerry vermied es sorgf&auml;ltig, sich festzulegen. Er rief lediglich allgemein zur &bdquo;Stabilit&auml;t und Kontinuit&auml;t in der T&uuml;rkei&ldquo; auf. Erst nachdem Erdogan die Bev&ouml;lkerung eine halbe Stunde sp&auml;ter &uuml;ber FaceTime zum Widerstand aufgerufen hatte und sich die Lage zu wenden begann, sprachen sich Kerry und Pr&auml;sident Obama f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der &bdquo;demokratisch gew&auml;hlten Regierung der T&uuml;rkei&ldquo; aus. [&hellip;]<br>\nH&auml;tte der Putsch Erfolg gehabt, h&auml;tten ihn Washington und Berlin unterst&uuml;tzt, so wie sie sich vor drei Jahren hinter den Umsturz in der Ukraine und den blutigen Putsch in &Auml;gypten stellten. S&auml;&szlig;e Erdogan jetzt wie der ehemalige &auml;gyptische Pr&auml;sident Mohammed Mursi, der ebenfalls demokratisch gew&auml;hlt worden war, im Gef&auml;ngnis, h&auml;tten sie keine demokratischen Skrupel. Das Argument der Demokratie bringen sie nur dann auf, wenn es in ihr politisches Kalk&uuml;l passt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2016\/07\/19\/turk-j19.html\">wsws<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Woher kommt der Terror?<\/strong><br>\nIn der Zeitung &bdquo;Die Welt&ldquo; wurde gestern &uuml;ber die Ursachen des Terrors diskutiert. Fazit: Was haben alle Terroristen gemeinsam? Sie sind Muslime.<br>\nDer Historiker Michael St&uuml;rmer schreibt: &bdquo;Die Kolonialreiche, die das 19. Jahrhundert bestimmten, haben abgedankt.&ldquo; Er sieht ein neues &bdquo;Zeitalter aus Revolution und Religion, eingeschlossen Todeskult und Opferbereitschaft. Was den Truppen des Ayatollah an Technik des T&ouml;tens mangelte, ersetzten sie durch Menschenopfer. Welche Kraft au&szlig;er dem Glauben h&auml;tte das folgende Massensterben bewirken k&ouml;nnen? Tugend und Terror wurden Brandbeschleuniger einer neuen, anderen Weltrevolution, deren Hohe Priester die Hand nach Raketen und Atomsprengk&ouml;pfen recken&hellip;&ldquo;<br>\nUnfreiwillig offenbaren die &bdquo;Welt&ldquo;-Autoren die Irrt&uuml;mer der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo;: Die Kolonialreiche haben noch lange nicht abgedankt. Immer noch f&uuml;hren die westlichen &bdquo;Kolonialherren&ldquo; Kriege um &Ouml;l, Rohstoffe und Absatzm&auml;rkte. Gemeinsam haben die muslimischen &bdquo;Terroristen&ldquo;, dass sie aus L&auml;ndern kommen, in denen die &bdquo;Kolonialherren&ldquo; sich austobten oder immer noch austoben indem sie Kriege f&uuml;hren.<br>\n&bdquo;Mit entsprechendem Profit wird Kapital k&uuml;hn. Zehn Prozent sicher, und man kann es &uuml;berall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; f&uuml;r 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fu&szlig;; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.&ldquo; (Karl Marx)<br>\nDamit beantwortet Marx die Frage, welche Kraft au&szlig;er dem Glauben Massensterben bewirkt. Solange die &bdquo;westliche Wertegemeinschaft&ldquo; mit dem Finger auf die Muslime zeigt, weisen drei Finger auf sie zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Terrorismus als Spiegelbild &ndash; Wenn der &sbquo;Kampf gegen&lsquo; tats&auml;chlich der &sbquo;Aufbau von&lsquo; ist<\/strong><br>\nNach dem Anschlag in W&uuml;rzburg und dem Lastwagenattentat in Frankreich darf man ja darum bangen, wie in Zeiten beobachtbarer Radikalisierung und ihrer Oberfl&auml;chenerscheinungen die politischen Hardliner nach und nach als Trendsetter in Sachen Weniger-Demokratie-wagen fungieren (Erdogan erprobt unter einem anderen Vorwand ja gerade die Grenzen dieser Transformationsf&auml;higkeit).<br>\nAbgesehen von den platten Bestrebungen der Hardliner nach Machterhalt und Machtausbau ist ein Element, das sie dazu bef&auml;higt, ihre Vorstellungen umzusetzen, das Denken in Kategorien direkter Kausalit&auml;t und dieses Denken hat sich leider in jenem Bereich chronifiziert, wo es am relevantesten ist, n&auml;mlich bei politisch-gesellschaftlichen Zusammenh&auml;ngen. Ursachen werden hier n&auml;mlich einfach dort gesucht (oder propagiert), wo ihre Effekte in Erscheinung treten.<br>\nAls bei den Anschl&auml;gen vom 13. November letzten Jahres in Paris Attent&auml;ter mit schwerer Bewaffnung mordeten, wurde einfach an dem n&auml;chst vorgelagerten Glied der Kausalkette f&uuml;r die Therapie angesetzt. Es wurden der Ausnahmezustand verh&auml;ngt und schwer bewaffnete Soldaten auf die Stra&szlig;e geschickt, damit sie sich potentiellen weiteren Attent&auml;tern mit m&ouml;glichst gro&szlig;er Feuergewalt entgegenstellen k&ouml;nnen. Es wurden Bombardements auf vermutete IS-Stellungen in Syrien durchgef&uuml;hrt, um &bdquo;unerbittlich gegen&uuml;ber den Barbaren von Daesh [zu] sein&ldquo;, bzw. &bdquo;&uuml;ber die Barbarei zu triumphieren&ldquo; (Hollande zu den Anschl&auml;gen vom 13. November). Pr&auml;sident Hollande spricht von einem &bdquo;Krieg&ldquo;, in dem sich Frankreich befinde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=10999\">Maskenfall<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: &Ouml;konomie des Terrors<\/strong><br>\nVorabdruck. Der &raquo;Islamische Staat&laquo; ist ein Multimillionen-Dollar-Unternehmen. In seinen skrupellosen Finanzierungspraktiken unterscheidet er sich von anderen dschihadistischen Organisationen lediglich in der Gesch&auml;ftsbilanz<br>\nIn der ersten Augustwoche erscheint im K&ouml;lner Papy-Rossa-Verlag der Band &raquo;Islamischer Staat und Co.&laquo; des Politikwissenschaftlers Werner Ruf. Wir ver&ouml;ffentlichen daraus vorab das Unterkapitel zu den Finanzierungspraktiken des &raquo;IS&laquo;.<br>\nMit dem Ende des bipolaren internationalen Systems ging auch die Privatisierung von Gewalt einher. Vor allem in den USA, aber auch in Gro&szlig;britannien und Israel entstanden zahlreiche private milit&auml;rische Unternehmen, die gr&ouml;&szlig;tenteils in den Bereichen der Logistik, Ausbildung oder Bewachung t&auml;tig sind, teilweise aber auch direkt in das Kampfgeschehen eingreifen, wie etwa die ber&uuml;chtigte Firma Blackwater (die inzwischen Academi hei&szlig;t), die seit 2004 bei den K&auml;mpfen im Irak mindestens 27 Mann verlor. Insgesamt waren im Irak circa 50.000 Staatsangeh&ouml;rige der USA im Rahmen privater milit&auml;rischer Unternehmen t&auml;tig. Dabei wird die Konkurrenz untereinander sch&auml;rfer: In einem im April ausgestrahlten d&auml;nischen Dokumentarfilm (&raquo;The Child Soldier&rsquo;s New Job&laquo;) wird berichtet, dass die britische Firma Aegis Defence Services ehemalige Kindersoldaten aus Sierra Leone f&uuml;r einen Tagessold von 16 US-Dollar rekrutiert habe. Der Firmenchef James Ellery erkl&auml;rte das so: &raquo;Alles, was wir uns jetzt noch leisten k&ouml;nnen, sind Afrikaner.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-21\/054.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutscher Schuldenberg: Nicht so schlimm, dass wir zweitausendneunundvierzig Milliarden Euro Schulden haben<\/strong><br>\nPsychologisch wichtig w&auml;re, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass es gar keinen Termin gibt, an dem Kinder und Enkel alle Schulden zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen, die der Staat gemacht hat. Das nimmt noch etwas Druck. Daf&uuml;r sei erstens der Finanzminister zust&auml;ndig. Zweitens leihe sich der Staat immer wieder Geld und zahle es zur&uuml;ck. Das geht auch so weiter. Aufatmen. Es gibt auf der Welt auch niemanden, der jemals alle (Staats-) Schulden zur&uuml;ckbezahlt hat, nicht einmal, sagen wir, die Kinder in der Schweiz.<br>\nMacht auch keinen Sinn, schon weil es viele Menschen (und Banken) gibt, die ihre Geld gern in sichere Anleihen stecken, also darauf angewiesen sind, dass der Staat solche ausgibt, sich also verschuldet (sp&auml;testens ab hier w&auml;re es hilfreich, wenn ihr Kind in der Kita zumindest einen Basiskurs Volkswirtschaftslehre belegt hat). In Japan ist die Staatsschuldenquote mittlerweile drei Mal so hoch wie bei uns. Klingt krass. Wichtig sei, die Sache einigerma&szlig;en unter Kontrolle zu halten. Vertrauenssache. Ein erstes L&auml;cheln.<br>\nJetzt k&ouml;nnen Sie argumentativ noch einen drauf legen und erkl&auml;ren, was es bedeuten w&uuml;rde, wenn der Staat pl&ouml;tzlich ganz viel Geld nutzen w&uuml;rde, um Schulden zur&uuml;ckzuzahlen, und es nicht mehr auszugeben &ndash; um damit angeblich die Kinder und Enkel zu erfreuen. Dass dann (noch) weniger in die Reparatur kaputter Stra&szlig;en und wackliger Br&uuml;cken investiert w&uuml;rde. Und weniger in die Rettung des Klimas. Dass uns dann noch mehr Polizisten fehlten, die uns vor Terror sch&uuml;tzen. Und Lehrer (Achtung, das Argument z&auml;hlt nur in den ersten Klassen). Und dass eine gute Infrastruktur aller Erfahrung nach wichtig ist, damit die Wirtschaft w&auml;chst und Jobs f&uuml;r junge Leute schafft und Steuern zahlen kann. Und der Staat dann weniger Schulden machen muss. Merke: Wer kein Geld verdient, kann auch keine Schulden zur&uuml;ckzahlen. Der Enkel dankt.<br>\nUrlaub gerettet? Noch nicht ganz? Dann haben Sie noch einen Joker (f&uuml;r Fortgeschrittene). Erkl&auml;ren Sie mit einfachen Worten, was es zinstechnisch bedeutet, wenn der Staat keine neuen Schuldtitel mehr ausgibt &ndash; es aber noch mindestens genau so viel Leute gibt, die ihr Erspartes sicher anlegen wollen. Angebot und Nachfrage. Dann sinkt auch der Erl&ouml;s, den man auf die Ersparnis noch kriegen kann. Rums: noch l&auml;nger noch niedrigere Zinsen. Ob auf Opis Staatsanleihe oder Max&rsquo; Sparbuch. Na, herzlichen Gl&uuml;ckwunsch. So bringt man Generationen wieder zusammen. Sch&ouml;nen Urlaub.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/schulden-wie-sie-ihre-kinder-aufs-abbezahlen-vorbereiten-kolumne-a-1104170.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Betriebsrente wird zur Betrugsrente<\/strong><br>\nEs gibt durchaus Betriebsrenten, die ihren Namen verdienen. Direktzusagen der Unternehmen oder die vbl f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst in den alten Bundesl&auml;ndern, sind solche Versorgungswerke. Die Betriebe zahlen hier 80% bis 100% der Vorsorgebeitr&auml;ge und haften zu 100% f&uuml;r die Rentenzusagen. Die gesetzlich seit 2002 geltende betriebliche Alterversorgung (bAV) und vor Allem die jetzt absehbare &Auml;nderung des Gesetzes haben mit solchen Renten nichts mehr zu tun.<br>\nNach alter und wohl auch demn&auml;chst reformierter Gesetzeslage basieren diese Renten auf Entgeltumwandlung. Die Unternehmen leiten aus den individuellen Bruttol&ouml;hnen bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze (max. 2.976&euro;) an eine Versicherung weiter. Diese Weiterleitung kostet die Betriebe nichts, im Gegenteil, sie behalten ihren Anteil an den sonst f&auml;lligen Sozialversicherungsbeitr&auml;gen. Das sind bei einem Duchschnittseinkommen von derzeit 36.000&euro; und einer Entgeltumwandlung von 4% rund 300&euro; je Besch&auml;ftigten.<br>\nDas Wort Betriebsrente wird so zur Etikettenl&uuml;ge. Betriebsbereicherungsrente w&auml;re die richtige Bezeichnung. Die MetallRente wirbt z.B. damit, solche Betriebsrenten als Sanierungsbeitrag der Besch&auml;ftigten abzuschliessen. Auch wenn in dem reformierten Gesetz (oder einem Tarifvertrag) die Betriebe verpflichtet w&uuml;rden, die eingesparten Versicherungsbetr&auml;ge an das Versorgungswerk abzuf&uuml;hren, w&auml;re es immer noch eine zu 100% aus dem Brottoentgelt bezahlte Versicherung. Das da noch, vor allem von Politikern, von einer &bdquo;arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung&ldquo; gesprochen wird, hat schon Orwellsche Neusprech-Dimension (&bdquo;Krieg ist Frieden&ldquo;; &bdquo;zwei + zwei = f&uuml;nf&ldquo;).<br>\nDer Kern des bAV-Gesetzes von 2002 besteht darin, die Unternehmen zusehends von den Kosten der gesetzlichen Rentenversicherung zu entlasten und ein Riesengesch&auml;ft f&uuml;r die Versicherungswirtschaft zu generieren. Das Gesetz ist ein Baustein der Agenda 2010. Die in Arbeit befindlichen &Auml;nderungen des Gesetzes sollen die Agenda-Absichten jetzt vollenden. Wie das geschehen soll haben Bert R&uuml;rup und das Prognos-Institut im Auftrag des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einem Konzeptpapier vor zwei Jahren entwickelt. (siehe Artikel &bdquo;Nach dem Riester-Flop jetzt der Betriebsrenten-Turbo?&ldquo;)<br>\nMit der bAV-Reform soll der Riester-Flop kompensiert werden. Die bAV soll verbindlich f&uuml;r alle werden, sie soll die Unternehmen nicht belasten und aus der Haftung nehmen und sie soll den Anteil der privaten Altersvorsorge von 20% auf 30% erh&ouml;hen. Das gegenw&auml;rtige Renditedesaster soll &uuml;ber staatlich garantierte Investitionsertr&auml;ge behoben werden (Allianz baut Autobahnen &ndash; Rendite mind. 7%). Alle diese Elemtente finden sich in den aktuellen Regierungsprojekten wieder. Der GDV begleitet das die ganze Zeit intensiv und wohlwollend. Die Gewerkschaften &auml;u&szlig;ern sich dagegen nur in allgemeinen Sprechwolken und wirken ziemlich hilf- und orientierungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/die-betriebsrente-wird-zur-betrugsrente\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie die Jobcenter Arbeitslose in die Insolvenz dr&auml;ngen<\/strong><br>\nWer seinen Job verliert und pl&ouml;tzlich auf sein Gehalt verzichten muss, der macht schnell Schulden. Arbeitslosigkeit ist die wichtigste Ursache f&uuml;r &Uuml;berschuldung, f&uuml;r jeden f&uuml;nften deutschen Schuldner war sie im vergangenen Jahr der Hauptausl&ouml;ser f&uuml;r ihre finanzielle Notlage, erhob das Statistische Bundesamt. Zugleich verhindern Schulden oft, dass ein Arbeitsloser wieder einen Job findet: Arbeitgeber schreckt es meist ab, wenn ihr Bewerber in einem Insolvenzverfahren steckt. Dies sei &ldquo;nat&uuml;rlich ein absolutes Vermittlungshemmnis&rdquo;, sagt eine Sprecherin der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Nicht umsonst schicken viele Jobcenter die Hartz-IV-Empf&auml;nger zur Schuldnerberatern. Deren Aufgabe ist es, mit den Gl&auml;ubigern der Menschen zu verhandeln und sich mit ihnen auf kleinere Summen zu einigen.<br>\nGanz anders verh&auml;lt sich die Arbeitsagentur jedoch, wenn sie selbst die Gl&auml;ubigerin ist und auf einen Teil ihres Geldes verzichten m&uuml;sste, um einem &uuml;berschuldeten Arbeitslosen zu helfen. Ein Papier aus dem Haus von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), das der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, schreibt der Agentur vor, dass sie sich nicht mehr auf au&szlig;ergerichtliche Einigungen einlassen darf &ndash; au&szlig;er in besonderen H&auml;rtef&auml;llen. Damit ist bei allen verschuldeten Arbeitslosen, die auch bei der Arbeitsagentur in der Kreide stehen, ein Insolvenzverfahren programmiert. Denn bei diesen vorgerichtlichen Einigungen gilt: Entweder machen alle Gl&auml;ubiger mit &ndash; oder keiner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hartz-iv-wie-die-jobcenter-arbeitslose-in-die-insolvenz-draengen-1.3088836\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Osteurop&auml;er nach dem Brexit: Br&uuml;ssel im Visier<\/strong><br>\nNach dem Brexit wollen die Osteurop&auml;er wieder Macht von Br&uuml;ssel auf die nationalstaatliche Ebene zur&uuml;ckholen. Es ist eine der vielen Turbo-Entwicklungen, die sich in diesen Tagen abspielen. Von Lenin stammt der Ausspruch, es gebe Dekaden, in denen nichts passiert. Und dann gibt es dem Lenin-Bonmot zufolge wieder Wochen, in denen sich ganze Dekaden abspielen. Diese Tage fallen in die letzte Kategorie. Es ist selten, dass sich Geschichte derart verdichtet, wie es derzeit der Fall ist: Der Brexit, die zahlreichen aufbrechenden Konflikte in der amerikanischen Gesellschaft, die Terrorangst in Frankreich und Deutschland und jetzt auch noch der autorit&auml;re Gegen-Putsch des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan. Als normaler Nachrichtenkonsument hat man es gelegentlich schwer, den &Uuml;berblick zu behalten.<br>\nIn die Kategorie der gro&szlig;en Beschleunigungen, die in diesen Tagen ablaufen, geh&ouml;rt auch &ndash; etwas unterhalb der ganz gro&szlig;en Schlagzeilen &ndash; ein Treffen, das am Donnerstag in Warschau stattfand. Dort versammelten sich die Regierungschefs der Visegrad-Staaten Polen, Tschechien, Ungarn und Slowakei, um &uuml;ber die Folgen des Brexit-Votums in Gro&szlig;britannien zu reden. Die vier Staaten stehen bekanntlich einer Verteilung der Fl&uuml;chtlinge auf die EU-Staaten, wie sie die EU-Kommission und Kanzlerin Angela Merkel gefordert haben, ablehnend gegen&uuml;ber. Diese ablehnende Haltung, die Ungarns Regierungschef Viktor Orban auch am Donnerstag in Warschau noch einmal zum Ausdruck brachte, w&auml;re nicht weiter tragisch, wenn sich ein neuerlicher Anstieg der Fl&uuml;chtlingszahlen in der EU und damit auch eine Neuauflage des Streits um die Verteilung der Migranten ausschlie&szlig;en lie&szlig;e. Doch das ist nicht der Fall: Fl&uuml;chtlinge aus Westafrika und vom Horn von Afrika nutzen in diesem Jahr verst&auml;rkt die Route von Libyen nach Italien. Die Frage einer gerechten Verteilung der Migranten in der EU bleibt also auf der Agenda.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-osteuropaeer-nach-dem-brexit-bruessel-im-visier\/13910712.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP and Jobs &ndash; Studie verkauft alten Wein in neuen Schl&auml;uchen<\/strong><br>\nDie Website der Europ&auml;ischen Kommission zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (Transatlantic Trade and Investment Partnership &ndash; kurz TTIP) verspricht uns EU-weite Besch&auml;ftigungs- und Wachstumsimpulse, Preissenkungen und eine gr&ouml;&szlig;ere Auswahl f&uuml;r Verbraucher. Im Zuge der Lekt&uuml;re einer im Auftrag des Europaparlaments erstellten Studie geht der Autor der Frage nach, was wirklich hinter diesen Versprechungen steckt. (&hellip;)<br>\nAus dem Newsletter des Europaparlaments (EP) flatterte eine neue Studie zu den Auswirkungen von TTIP in meinen Briefkasten. Die Studie schien sich mit der Frage zu befassen, wie sich TTIP auf die Arbeitsm&auml;rkte in Europa auswirken w&uuml;rde. Diese wurde vom Ausschuss des EP f&uuml;r Besch&auml;ftigung und soziale Fragen in Auftrag gegeben und das Abstract am Anfang stellte ein paar zusammenfassende Eckpunkte fest: Wir w&uuml;rden eine &bdquo;substanzielle&ldquo; Umverteilung von Jobs in und zwischen Branchen sehen, L&ouml;hne k&ouml;nnten in der Exportwirtschaft etwas steigen und Arbeitsmarkteffekte w&auml;ren h&ouml;chst ungewiss. Auch wenn diese Arbeitsmarkteffekte nicht gro&szlig; w&auml;ren, wird es ausreichende Geldmittel f&uuml;r Ausgleichsma&szlig;nahmen brauchen.<br>\nIch war bis dahin gewohnt, von Besch&auml;ftigungsimpulsen, quasi einem &bdquo;Jobmotor TTIP&ldquo;, zu lesen und hatte eher keine n&uuml;chterne Bilanz, gar unter der Nennung potenzieller &bdquo;Anpassungskosten&ldquo;, erwartet. Die Thematik Freihandel und TTIP mit fundierten volkswirtschaftlichen Studien aufzuarbeiten ist f&uuml;r die AK nichts Neues. Die meistzitierten Studien (CEPR 2013, ECORYS 2009, ECORYS 2010 &ndash; alle abrufbar unter http:\/\/trade.ec.europa.eu\/ und Bertelsmann\/Ifo) zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von TTIP werden einerseits schon l&auml;nger seitens der AK kritisch bewertet (eine komplette Zusammenfassung der Argumente ist im Positionspapier zu TTIP und CETA ab Seite 12 verf&uuml;gbar), andererseits lieferten selbst diese Studien keine Anhaltspunkte, um in TTIP einen Jobmotor zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ttip-and-jobs-studie-zum-freihandelsabkommen\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>14 Cent mehr sichern Existenz<\/strong><br>\nSchon ein geringer Lohnaufschlag k&ouml;nnte f&uuml;r Besch&auml;ftigte in S&uuml;dasien viel bewirken. H&auml;ndler wie KiK wehren sich gegen eine Initiative.<br>\nDie Idee klingt super. Mit nur 14 Eurocent Preisaufschlag pro T-Shirt k&ouml;nnten die ArbeiterInnen einer indischen Textilfabrik existenzsichernde L&ouml;hne erhalten. Sie liegen um gut 50 Prozent &uuml;ber dem gegenw&auml;rtigen Niveau. Das hat die britische Firma Continental Clothing gemeinsam mit der Unternehmensberatung BSD berechnet &ndash; und verlangt von ihren K&auml;ufern einen entsprechend h&ouml;heren Preis.<br>\nDas ist eine Herausforderung f&uuml;r konventionelle Hersteller. Der Verein Fair Fashion Network, ein Zusammenschluss ethisch orientierter Firmen, sammelt Unterschriften. Einige tausend Unterzeichner sprechen sich daf&uuml;r aus, dass auch die Besch&auml;ftigten der Zulieferbetriebe von Konzernen wie H&amp;M und KiK h&ouml;here L&ouml;hne bekommen.<br>\nArbeiterInnen in Indien, Bangladesch und anderen L&auml;ndern der Textilproduktion erhalten oft nur Geh&auml;lter zwischen 50 und 100 Euro pro Monat, die sich an staatlichen Mindestl&ouml;hnen orientieren. Diese decken meist nur die Grundbed&uuml;rfnisse wie Essen und Unterkunft ab. Eine existenzsichernde Bezahlung m&uuml;sste viel h&ouml;her sein, damit Besch&auml;ftigte sich etwa medizinisch behandeln lassen und ihre Kinder zur Schule schicken k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Loehne-in-der-Textilindustrie\/!5321046\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lobbyregister-Gesetz: Ihre Meinung ist gefragt!<\/strong><br>\nLobbyismus in Deutschland spielt sich weitgehend im Dunkeln ab &ndash; anders als in anderen L&auml;ndern, wo Lobbyisten gesetzlich verpflichtet sind, ihre Aktivit&auml;ten und Hintergr&uuml;nde offenzulegen. Seit Jahren fordern wir, dass auch hierzulande der Gesetzgeber endlich nachzieht. Doch w&auml;hrend die Berliner Lobbyszene immer neue Bl&uuml;ten treibt, herrscht in der Politik Stillstand.<br>\nDen Stillstand &uuml;berwinden<br>\nVor allem die Union blockiert: Mehr Transparenz sei unn&ouml;tig, nicht machbar oder gar sch&auml;dlich, h&ouml;rt man aus ihren Reihen. Oft wird beim Stichwort &bdquo;Lobbytransparenz&ldquo; auch schlicht aneinander vorbeigeredet &ndash; weil sich darunter jede\/r etwas anderes vorstellen will. Damit endlich eine konstruktive Debatte in die G&auml;nge kommt, zeigen wir jetzt, wie ein Lobbyregister-Gesetz konkret aussehen kann. Zusammen mit Abgeordnetenwatch.de und juristischem Beistand haben wir einen Gesetzentwurf entwickelt, den wir heute der &Ouml;ffentlichkeit vorstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/07\/lobbyregister-gesetz-ihre-meinung-ist-gefragt\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r unseren Streik h&auml;lt an&laquo;<\/strong><br>\nNeun Wochen Streik haben die Besch&auml;ftigten der Ameos-Kliniken in Osnabr&uuml;ck und Hildesheim hinter sich (siehe jW vom 13. Juni). Am 24. Mai begann der Ausstand, der bis zum heutigen Tag fortgesetzt wird. Rufen Sie uns noch einmal in Erinnerung, worum es bei diesem Arbeitskampf geht.<br>\nUnsere Gewerkschaft ver.di hatte den bestehenden Tarifvertrag gek&uuml;ndigt und Ameos zu Verhandlungen &uuml;ber eine neue Regelung aufgerufen. Doch die sind nach geraumer Zeit gescheitert. Wir hatten etwa eine Anpassung der Entgelte verlangt, um sie auf das Level des Tarifvertrags des &ouml;ffentlichen Diensts, TV&ouml;D, zu bringen. Auch f&uuml;r die Leiharbeiter in unseren H&auml;usern wollten wir Regelungen finden. Bei uns in Osnabr&uuml;ck werden etwa 150 eingesetzt, in Hildesheim sind es &auml;hnlich viele. Wir wollen auch den auslaufenden K&uuml;ndigungsschutz verl&auml;ngern. Das w&uuml;rde vielen im Betrieb Halt geben. Mit einem geltenden K&uuml;ndigungsschutz w&uuml;rde es f&uuml;r Ameos schwieriger, die Besch&auml;ftigten in ausgegliederte Tochterfirmen zu versetzen &ndash; sie k&ouml;nnten uns nicht so leicht loswerden. Zu Beginn der Verhandlungen haben wir die Forderung aufgestellt, den K&uuml;ndigungsschutz zehn weitere Jahre gelten zu lassen. Das war aber unsere Maximalforderung. Mindestens m&uuml;sste er f&uuml;r die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags gelten. Zudem braucht es f&uuml;r Kollegen &uuml;ber 40, die seit mehr als 15 Jahren im Betrieb sind, besondere Regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-22\/005.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wieder ein Beleg f&uuml;r den schlechten Zustand in der Pflege. K&uuml;rzlich haben die NachDenkSeiten auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34303#h09\">Mindestpersonalschl&uuml;ssel in der Pflege: Utopie oder Wirklichkeit<\/a> hingewiesen. Die aktuelle Situation in den Kliniken ist ein &ldquo;Erbe&rdquo; der Wulff-Landesregierung, die die ehemaligen Landeskrankenh&auml;user privatisiert hat &ndash; mit dem Versprechen, es werde keinem schlechter gehen. Heute scheint das Gegenteil der Fall: Beispielsweise ist die Leiharbeit ausgeweitet worden. Offenbar verf&uuml;gen auch nicht mehr alle Besch&auml;ftigten &uuml;ber die notwendigen Qualifikationen, um die Psychiatrie-Patienten optimal und zur Zufriedenheit versorgen zu k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>B&uuml;ndnis mit Tradition<\/strong><br>\nDeutschland hat das faschistische Regime des spanischen Generals Franco, dessen Putsch sich diese Woche zum achtzigsten Mal j&auml;hrte, nicht nur vor, sondern auch nach 1945 systematisch unterst&uuml;tzt. W&auml;hrend Berlin den Franco-Truppen schon im Spanischen B&uuml;rgerkrieg unter die Arme griff und etwa mit der Bombardierung der Stadt Guernica sogar milit&auml;risch auf ihrer Seite intervenierte, nahm die Bundesrepublik bereits 1952 die diplomatischen Beziehungen zu Madrid wieder auf. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits bundesdeutsch-spanische R&uuml;stungsgesch&auml;fte abgewickelt, die ihren Ursprung in Abmachungen aus dem Zweiten Weltkrieg hatten. Die in den 1950er Jahren gestartete Westintegration Spaniens wurde von Bonn umf&auml;nglich gef&ouml;rdert; Pl&auml;doyers hochrangiger Politiker, die Kooperation mit Madrid auszuweiten, wurden lediglich aus Furcht vor Gegenma&szlig;nahmen der Westalliierten abgelehnt. Ende der 1950er Jahre preschte die Bundesregierung sogar mit dem Pl&auml;doyer f&uuml;r die Aufnahme des faschistischen Spanien in die EWG voran, konnte sich damit allerdings nicht durchsetzen. Noch Mitte der 1950er Jahre lobte der damalige Bundesjustizminister Francos Putsch als Beitrag zum &ldquo;Kampf gegen den Kommunismus&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59417\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zur Werbekampagne der Bundesregierung: &bdquo;Integration, die allen hilft. Deutschland kann das.&ldquo;<\/strong><br>\nEin NachDenkSeiten Leser schrieb letzte Nacht: Rechts oben auf der Seite der S&uuml;ddeutschen heute Nacht gegen 01:10 Uhr eine Anzeige der Bundesregierung. Der Text: Der vom Aspekt her Migrant sagt: &ldquo;Mein Deutsch ist noch nicht perfekt.&ldquo; und sein Betreuer\/Lehrmeister (?) sagt: &bdquo;Aber seine Motivation.&ldquo;<br>\nDas ist genau die Linie der Arbeitgeberverb&auml;nde, die den jungen, ehrgeizigen (hungrigen) Migranten gegen den &sbquo;satten&lsquo; deutschen Arbeitnehmer ausspielen wollen. Wundert sich da noch jemand, dass viele &sbquo;einfache&lsquo; Deutsche, die jeden Tag um ihren Job und ihren kleinen Wohlstand f&uuml;rchten m&uuml;ssen, die Zuwanderung als Bedrohung empfinden?<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160722_hwt_bild_1.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschland-kann-das.de\/Webs\/DEKD\/DE\/Menschen\/Geschichte-3\/_node.html\">Kampagne der Bundesregierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Danke vielmals f&uuml;r die interessante Beobachtung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Amerikanismus, nicht Globalismus ist unser Credo&ldquo;<\/strong><br>\nDonald Trump hatte seine Rede auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner in Cleveland kaum beendet, da brach das Get&ouml;se der Kritiker und Sp&ouml;tter los &ndash; in Deutschland fast noch schneller als in den USA selbst. W&auml;hrend seine Thesen zur Innenpolitik, zum Kampf gegen Kriminalit&auml;t, zur Einschr&auml;nkung der Einwanderung nicht mehr besonders &uuml;berraschen konnten, st&uuml;rzten sich die Kommentatoren in Zeitungen und sozialen Netzen nun auf die Au&szlig;enpolitik. &bdquo;Demontage  der NATO&ldquo; und &bdquo;Angriff auf das NATO-Herz&ldquo;, entsetzt sich die S&uuml;ddeutsche Zeitung.<br>\nWas hat Trump gesagt?<br>\nZun&auml;chst z&auml;hlte er in seiner Rede das Scheitern der US-Au&szlig;enpolitik der vergangenen Jahre auf, &bdquo;eine Dem&uuml;tigung nach der anderen&ldquo; sei diese gewesen. Amerika sei heute weniger sicher und die Welt weniger stabil als vor acht Jahren. 2009 sei Libyen stabil gewesen, &Auml;gypten friedlich, ISIS nicht einmal abzusehen gewesen und Syrien &bdquo;irgendwie unter Kontrolle&ldquo;. Vier Jahre sp&auml;ter, in denen Hillary Clinton Au&szlig;enministerin war, habe sich ISIS in der Region und der ganzen Welt ausgebreitet, sei Libyen in Ruinen, &Auml;gypten in die H&auml;nde der Muslimbr&uuml;der geraten, was das Milit&auml;r gezwungen habe, die Kontrolle zu &uuml;bernehmen. Irak sei im Chaos, Syrien versunken in einen B&uuml;rgerkrieg und eine Fl&uuml;chtlingskrise bedrohe die Welt. Bis dahin ist die ziemlich treffende Analyse auf seine Gegenkandidatin Clinton gerichtet. Dann aber sagt Trump: &bdquo;Nach 15 Jahren der Kriege in Mittleren Osten, Kosten in H&ouml;he von Billionen Dollars und Tausenden verlorener Leben ist die Situation schlimmer als je zuvor.&ldquo; Das geht weit &uuml;ber eine Kritik an Obama und Clinton hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201607224061\/politik\/welt\/amerikanismus-nicht-globalismus-ist-unser-credo.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Er l&auml;sst sich nicht wegekeln<\/strong><br>\nSeit Corbyn Labour-Chef ist, sind Hunderttausende der Partei beigetreten. Obwohl Establishment und Medien ihn diskreditieren, gibt ihn die Basis nicht auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-07\/jeremy-corbyn-labour-party-grossbritannien-brexit\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Am&uuml;sant die Verwunderung im Tenor des Artikels dar&uuml;ber, dass die Mitgliederzahl von Labour mit Corbyn stieg, w&auml;hrend die, der SPD in Deutschland best&auml;ndig sinkt. Nun, muss man sich wirklich wundern, wenn man sich den Parteivorsitzenden der SPD ansieht? Dieser steht symptomatisch f&uuml;r die Sozialdemokratie nicht nur in Deutschland und f&uuml;r die sogenannte Politik der Mitte, was nichts anderes ist, als ein Euphemismus f&uuml;r die Durchsetzung der neoliberalen Agenda im Sinne der herrschenden Eliten. Corbyn hat sich seit jeher gegen den Neoliberalismus positioniert und ist f&uuml;r die Opfer der neoliberalen Politik eingetreten, ein wesentlicher Grund f&uuml;r seinen Erfolg.<\/em><br>\n<em>Die Haltung der britischen Parlamentsabgeordneten, die sich offensichtlich den Interessen der britischen Oligarchie mehr verpflichtet f&uuml;hlen als den Bed&uuml;rfnissen der B&uuml;rger des Vereinigten K&ouml;nigreiches, d&uuml;rfte sich dabei nur nuanciert von der ihrer deutschen Genossen unterscheiden. Im Einklang mit den englischen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; versuchen diese Corbyn zu eliminieren und zeigen, wem ihre Verachtung gilt, indem sie versuchen gerade Menschen aus prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen von der Partizipation auszuschlie&szlig;en. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eine soziologische Analyse: Der AfD-W&auml;hler &ndash; das unbekannte Wesen<\/strong><br>\nDie AfD ist vor allem eine M&auml;nnerpartei, wird eher von &auml;lteren gew&auml;hlt und ihre W&auml;hler eint die Angst vor dem Abstieg &ndash; so res&uuml;mieren Meinungsforscher. Soziologen und Demoskopen hatten die Wahlerfolge der &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; so nicht vorhergesehen. Doch wer sind ihre W&auml;hler? Der Versuch einer soziologischen Analyse des &ldquo;typischen&rdquo; AfD-W&auml;hlers anhand dreier Landesverb&auml;nde. [&hellip;]<br>\nKaum einer will laut und &ouml;ffentlich sagen, warum die &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; gerade zwischen Halle, Leipzig und Dessau so beliebt und erfolgreich ist. Zur Erinnerung: Bei den Landtagswahlen am 13. M&auml;rz hat die AfD in Bitterfeld aus dem Stand 31,9 Prozent der Stimmen erhalten. Damit hat fast jeder dritte Bitterfelder die AfD gew&auml;hlt. Ein bundesweiter Spitzenwert. [&hellip;]<br>\nViele Menschen im S&uuml;den Sachsen-Anhalts, auch in der Region Bitterfeld-Wolfen sind &uuml;berfordert, sehen sich abgeh&auml;ngt. Und gerade f&uuml;r diejenigen, so Begrich weiter, h&auml;lt die AfD die Botschaft bereit: du kannst so bleiben wie du bist. Zur Erinnerung: Nach dem Mauerfall haben in Bitterfeld und Umgebung rund 31.000 Menschen ihren Job verloren. Dann keimte Ende der 1990er-Jahre Hoffnung. Westberliner Solar-Enthusiasten versprachen ein Klimam&auml;rchen: das Solar-Valley. Rund um die Uhr wurden Solarmodule produziert. Lastwagen kamen im Minutentakt, um die leuchtend blauen Paneele einzuladen. Es gab einen hauseigenen Kindergarten, einen kostenfreien Shuttleservice zwischen Bahnhof und Werk. Von der Goldgr&auml;berstimmung ist heute nichts mehr zu sp&uuml;ren.<br>\nDie Werkshallen stehen leer, daneben w&auml;chst der Raps. So erlebte die einst so stolze Industrie-Region im wiedervereinigten Deutschland ihren zweiten Niedergang. Zu viel f&uuml;r die Menschen in diesem Landstrich. Sie lehnen Zuwanderer ab, weil sie sich benachteiligt, von der Politik im Stich gelassen f&uuml;hlen. Auch wenn es in der Gegend bisher kaum Fl&uuml;chtlinge gibt.<br>\nIn der AfD sehen viele Menschen im S&uuml;den Sachsen-Anhalts &ndash; so beschreibt es der Stendaler Politologe und Psychologe Thomas Kliche &ndash; eine Art Klassensprecher f&uuml;r ihre Probleme. Eine Partei, die zuerst die einheimischen Deutschen und niemand anderen &ndash; schon gar nicht Fl&uuml;chtlinge oder Migranten &ndash; im Blick habe:<br>\n&ldquo;Im Norden haben wir eine andere Entwicklung. Da haben wir eine Orientierung an Arbeitspl&auml;tzen, die au&szlig;erhalb des Landes liegen, vor allen Dingen in Wolfsburg und Berlin. Und dadurch ist mehr Konstanz in den sozialen Beziehungen, in den l&auml;ndlichen Gef&uuml;gen, aber auch in der wirtschaftlichen Orientierung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eine-soziologische-analyse-der-afd-waehler-das-unbekannte.724.de.html?dram:article_id=360821\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Petra Hinz: Wenn Parteien Versorgungsvereine werden<\/strong><br>\nIn unserem Idealbild sind Parteien Organisationen, in denen sich Menschen versammeln, die eine politische Idee verbindet, in denen sich Menschen f&uuml;r Ideale und ihre Umsetzung engagieren. Der Fall Petra Hinz zeigt eine ganz andere Seite des Parteiensystems. Es belohnt Anpasser und verschleisst Menschen. Das Petra Hinz ihr Mandat niedergelegt hat und nicht mehr im Bundestag sitzt ist eine Selbstverst&auml;ndlichkeit. Dass sie ihren Lebenslauf in gro&szlig;en Teilen erfunden hat, ist nicht zu entschuldigen. Aber Menschen wie Hinze gibt es viele in den Parteien. Nicht weil sie Abitur und akademischen Titel erfunden hat, wie andere ihre Doktorarbeiten gef&auml;lscht haben. Sondern weil sie offenbar sehr fr&uuml;h auf eine berufliche Laufbahn in der Politik setzte und sich in vollkommene Abh&auml;ngigkeit ihrer Partei begab.<br>\nIn ihrer Erkl&auml;rung ist ein Satz, der mich aufhorchen lie&szlig;:\n<blockquote><p>\nMitte der 1990er Jahre unternahm sie den Versuch, auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen und so zumindest einen Teil ihrer bio-grafischen Falschangaben zu heilen. Aufgrund ihrer zeitlichen Beanspruchung als Mitglied im Rat der Stadt Essen und ihre ehrenamtlichen politischen Engagements musste sie diesen Versuch jedoch bereits nach etwa einem Jahr wieder aufgeben.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn mal vieles was Hinz gesagt hat nicht glauben muss, der Satz wird wahrscheinlich stimmen. Und er zeigt, dass viele, die sich scheinbar politischen engagieren, dies nur tun, um Karriere in der Partei zu machen, um ihren Lebensunterhalt mit der Politik bestreiten zu k&ouml;nnen. Und es zeigt, wie die Parteien und Fraktionen solche Lebensentw&uuml;rfe zulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/petra-hinz-wenn-parteien-versorgungsvereine-werden\/130665#\">Ruhrbarone<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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