{"id":34345,"date":"2016-07-25T08:26:41","date_gmt":"2016-07-25T06:26:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345"},"modified":"2016-07-25T13:12:41","modified_gmt":"2016-07-25T11:12:41","slug":"hinweise-des-tages-2673","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h01\">M&uuml;nchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h02\">Soziale Medien hysterisieren die Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h03\">Transcript: Donald Trump on NATO, Turkey&rsquo;s Coup Attempt and the World<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h04\">Europoly<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h05\">Lagarde muss vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h06\">Dow Chemical\/DuPont &ndash; neue Qualit&auml;t von Monopol<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h07\">Die Aktionen haben gewirkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h08\">Trotz steigender Erwerbszahlen auch 2015 keine Wende in Sicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h09\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h10\">Geleakte E-Mails sorgen bei US-Demokraten f&uuml;r Zoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h11\">S&uuml;dkoreaner protestieren gegen THAAD-Stationierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h12\">K&uuml;nstler_innen und Attac bringen Neoliberalismus ins Museum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h13\">IWF will mehr Ma&szlig;nahmen zur Wirtschaftsankurbelung sehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h14\">Ende der Wohlstands-&Auml;ra: Die Jungen werden &auml;rmer als ihre Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h15\">Machteliten: Von der gro&szlig;en Illusion des pluralistischen Liberalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h16\">Reform der Dual-Use-Verordnung: EU-Kommission plant Exportkontrollen f&uuml;r &Uuml;berwachungstechnologien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h17\">Ende der Meritokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34345#h18\">Albig startet neue Debatte um Kanzlerschaft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&uuml;nchen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir wollen ja nicht spekulieren<\/strong><br>\nas Fernsehen zeigt bei der Berichterstattung zu dem Massenmord im Olympia-Einkaufszentrum, wozu es in der Lage ist. Es erkl&auml;rt Dinge, ohne zu wissen, was vor sich geht. Nur einer tritt beiseite und erkl&auml;rt, was das Wesen von Terror und Gewalt ist. [&hellip;]<br>\nDas ist die Stunde der Experten, von Leuten wie Georg Mascolo im Ersten und dem stellvertretenden Chefredakteur des ZDF, Elmar Theve&szlig;en. Sie sollen die Deutungsmacht &uuml;ber ein Geschehen behaupten, dessen Konturen noch im Unklaren liegen.<br>\nIhnen bleibt also gar nichts anderes &uuml;brig, als zu spekulieren. Dazu werden sie von den Moderatoren im Studio gedr&auml;ngt, die &ndash; wie Thomas Roth in der ARD oder Claus Kleber im ZDF -, schon im n&auml;chsten Augenblick sagen, es bringe gar nichts, jetzt zu spekulieren. Sekunden sp&auml;ter bitten sie um die n&auml;chste Deutung im Konjunktiv. Sie ringen um eine Sicherheit, die es gar nicht geben kann und drehen sich, schneller und schneller, im Kreis. [&hellip;]<br>\nDoch was der Polizeisprecher wohlweislich nicht in die Welt setzt, greifen die Experten im Studio aus der Luft: &bdquo;Es k&ouml;nnte sich um eine terroristische Tat handeln&ldquo;, &bdquo;es k&ouml;nnten Rechtsradikale in Frage kommen&ldquo;, &bdquo;wenn es sich bei dem aufgefundenen Toten um den Mann mit dem roten Rucksack handelt, k&ouml;nnte es sein, dass es sich um den T&auml;ter handelt&ldquo;. Das Video, dass wom&ouml;glich diesen oder wom&ouml;glich einen T&auml;ter im Wortwechsel mit einem Anwohner zeigt, und in dem der T&auml;ter unter anderem sagt, er sei Deutscher, wird wieder und wieder analysiert. Mal schl&auml;gt das Interpretationspendel Richtung Islamismus, dann wieder Richtung fremdenfeindliche Tat, dann Richtung verwirrter Einzelt&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/anschlag-in-muenchen-wir-wollen-ja-nicht-spekulieren-14353716.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Unverantwortliche Angstmacherei mit &laquo;Terror&raquo;<\/strong><br>\nDer Amokl&auml;ufer brachte es zu vielen Schlagzeilen &laquo;TERROR IN M&Uuml;NCHEN&raquo;. Der Isis und die rechtsnationalen Parteien freuen sich.<br>\nEin &laquo;TERRORANSCHLAG&raquo; bringt h&ouml;here Einschaltquoten und Zeitungsverk&auml;ufe als ein &laquo;Amokl&auml;ufer&raquo;. Den verantwortlichen Redaktoren scheint egal zu sein, dass ihre LeserInnen und ZuschauerInnen &laquo;Terror&raquo; mit dem Isis, mit Ausl&auml;ndern und mit der Immigration in Verbindung bringen. Auf jeden Fall fl&ouml;sst ein &laquo;Terrorist mit m&ouml;glichen Verbindungen zum Isis&raquo; bedeutend mehr Angst ein als die Tat eines &laquo;Amokl&auml;ufers&raquo;. Entsprechend gerne und vorschnell berichteten Medien auch, dass der Isis die &laquo;Verantwortung&raquo; f&uuml;r den &laquo;Terrorakt&raquo; in M&uuml;nchen &uuml;bernommen habe. Der Isis kann sich freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Isis-Munchen-Unverantwortliche-Angstmacherei-mit-Terror\">Infosperber<\/a><\/li>\n<li><strong>Bei Horst Seehofer kann man derzeit sehen, auf welch perfide Weise Populisten mit Sprache umgehen.<\/strong><br>\nDer erste Absatz seines Facebookseintrags ist wie folgt aufgebaut: 1.) Trauer und Entsetzen, 2.) Gedenken und Mitgef&uuml;hl, 3.) Dankbarkeit f&uuml;r Anteilnahme, 4.) Bem&uuml;hen um Aufkl&auml;rung&hellip; Soweit mag man da noch mitgehen und den Post vielleicht sogar teilen&hellip;<br>\nDoch im zweiten Absatz dreht Seehofer mit ein paar Formulierungen das eben Gesagte in seine Richtung.<br>\nUnd das hei&szlig;t bei ihm: Unterschwellig &Auml;ngste und Ressentiments sch&uuml;ren und sich selbst als tatkr&auml;ftigen Law-and-Order-Mann ins Spiel bringen!<br>\nSeehofer macht dies sowohl &uuml;ber das, WAS er sagt und WIE er es sagt. Also wechselt er zum Thema &ldquo;Sicherheit&rdquo;, obwohl diese bei einem laut Polizeiangaben psychisch erkrankten Amokl&auml;ufer\/Einzelt&auml;ter keine Rolle spielt. Weil sich eine offene Gesellschaft nicht vor derartigen Taten sch&uuml;tzen kann&hellip;<br>\nDiese Sicherheit, die hier thematisch wohlgemerkt nicht hingeh&ouml;rt, muss laut Seehofer nicht etwa &ldquo;verbessert&rdquo; o.&auml;. werden, sondern &ldquo;verteidigt&rdquo; werden. Warum nicht &ldquo;verbessert&rdquo;, sondern &ldquo;verteidigt&rdquo;? Weil im Wort &ldquo;verteidigt&rdquo; unausgesprochen ein &ldquo;Angriff&rdquo; enthalten ist.<br>\nNachdem nun also klar ist, dass es um Angriff und Verteidigung geht, ist die Tatkraft des Landesherrn gefragt. Seehofer beruft also eine Sondersitzung des Kabinetts ein, in der beraten werden soll, &ldquo;welche Folgerungen aus diesem Anschlag zu ziehen sind&rdquo;.<br>\n(Erinnert Ihr Euch? Der erste Absatz endete noch mit dem ergebnisoffenen Wunsch nach Aufkl&auml;rung. Also nach Beantwortung der Frage: Amoklauf ohne politischen Hintergrund oder terroristischer Anschlag? Im zweiten Absatz hat Seehofer die Sache einfach f&uuml;r uns entschieden: Nat&uuml;rlich handelte es sich um einen Anschlag!)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/lorenz.meyer.der.charismatische.guru.das.bin.ich\/posts\/1229181773768599%20\">Lorenz Meyer via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Horst Seehofer<\/strong><br>\nDie brutale und menschenverachtende Bluttat erf&uuml;llt uns alle mit Trauer und Entsetzen. Das ist ein schwerer Schicksalsschlag f&uuml;r die Landeshauptstadt und f&uuml;r ganz Bayern. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Opfern und ihren Angeh&ouml;rigen. F&uuml;r die Solidarit&auml;t und das Mitgef&uuml;hl, das wir weltweit erfahren haben, sind wir dankbar. Das gibt uns Trost und Kraft. Jetzt gilt es, den Hintergrund der Morde schnellstm&ouml;glich aufzukl&auml;ren.<br>\nWir m&uuml;ssen alles daf&uuml;r tun, um unsere Sicherheit zu verteidigen. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit. Allen Einsatzkr&auml;ften der Polizei und der Rettungsdienste sage ich meinen Dank f&uuml;r ihren schnellen und professionellen Einsatz. In der heutigen Sondersitzung des Kabinetts werden wir beraten, welche Folgerungen aus diesem Anschlag zu ziehen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/HorstSeehofer\/posts\/10153782193973034%20\">Horst Seehofer via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Feldj&auml;ger standen bereit<\/strong><br>\nW&auml;hrend des Amoklaufs in M&uuml;nchen sind am Freitagabend Feldj&auml;ger der Bundeswehr in Bereitschaft versetzt worden. Das sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;. Die Bereitschaft sei aufrecht erhalten worden, solange das Ausma&szlig; des Anschlags nicht klar war. &Uuml;ber einen Einsatz der Soldaten h&auml;tte die Polizei entschieden. &ldquo;Sie beobachten die Entwicklung einer Terrorlage und wissen genau, wann die eigenen Kr&auml;fte an ihre Grenzen kommen oder spezielle F&auml;higkeiten gefragt sind, &uuml;ber die nur die Bundeswehr verf&uuml;gt&rdquo;, sagte die CDU-Politikerin.<br>\nBundeswehreins&auml;tze bei Terroranschl&auml;gen im Inneren sind umstritten. Seit Jahren wird &uuml;ber eine Grundgesetz&auml;nderung diskutiert, um solche Eins&auml;tze zu erleichtern. Die Union ist daf&uuml;r, die SPD wehrt sich aber dagegen. In dem erst in der vergangenen Woche vom Kabinett verabschiedeten neuen Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik verst&auml;ndigte man sich auf den Kompromiss, das Grundgesetz so zu interpretieren, dass die Bundeswehr bei gr&ouml;&szlig;eren Anschl&auml;gen, zum Beispiel zur Evakuierung, eingesetzt werden kann.<br>\nDer Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, kritisierte, dass die Bundeswehr in Einsatzbereitschaft versetzt wurde. Ein solcher Einsatz w&auml;re weder notwendig gewesen, noch von der Verfassung gedeckt, sagte er bei n-tv. &ldquo;Wir haben hervorragend ausgebildete Spezialkr&auml;fte&rdquo;, die auch bei einem anderen Verlauf des Abends ausgereicht h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Feldjaeger-standen-bereit-article18262176.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf diesen Kompromiss der Koalition zugunsten von Bundeswehreins&auml;tzen im Inneren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33571#h09\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Soziale Medien hysterisieren die Gesellschaft<\/strong><br>\nBei Onlinemedien liegen Fluch und Segen nah beieinander, best&auml;tigt Medienwissenschaftler Lutz Hachmeister im Gespr&auml;ch mit Deutschlandradio Kultur. Zwar seien die Sozialen Medien strukturell schneller, tragen aber auch zur Hysterisierung bei.<br>\n&ldquo;Twitter l&auml;dt dazu ein, schnell zu reagieren&rdquo;, sagt Lutz Hachmeister, Direktor am Institut f&uuml;r Medien- und Kommunikationspolitik in K&ouml;ln. Deswegen w&uuml;rden selbst Politiker auch fragw&uuml;rdige Tweets posten. Ohne detaillierte Recherchen werden Inhalte deswegen emotionalisiert wiedergegeben. &ldquo;Die Sozialen Medien tragen zu einer Hysterisierung der Gesellschaft bei &ndash; bei allen Vorteilen&rdquo;, sagt Hachmeister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/muenchen-als-mediales-ereignis-soziale-medien-hysterisieren.2165.de.html?dram:article_id=360985\">DeutschlandradioKultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Transcript: Donald Trump on NATO, Turkey&rsquo;s Coup Attempt and the World<\/strong><br>\nDonald J. Trump, the Republican presidential nominee, discussed his views on foreign policy in Cleveland on Wednesday with David E. Sanger and Maggie Haberman of The New York Times during the Republican National Convention. The following is an edited transcript of their interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/07\/22\/us\/politics\/donald-trump-foreign-policy-interview.html%20\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten auf die aktuellen au&szlig;enpolitischen &Auml;u&szlig;erungen Trumps bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34325#h14\">hingewiesen<\/a>. Es lohnt allerdings, das Interview, das Trump der New York Times vor wenigen Tagen gegeben hat, direkt zu lesen. Besonders interessant ist die Gegenposition zu Trump, die der Chefkorrespondent der New York Times, David Sanger, im Gespr&auml;ch einnimmt. Sanger ist der amerikanischen Elite eng verbunden, ist Mitglied im Council on Foreign Relations sowie der Aspen Group. Als Trump im Interview andeutet, dass er als US-Pr&auml;sident nicht um jeden Preis Truppen im Ausland stationiert lassen w&uuml;rden, entgegnet Sanger:<\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Ich denke, viele in Ihrer Partei w&uuml;rden sagen, dass der Grund, warum wir Truppen in Europa haben (&hellip;) der ist, dass es in unserem Interesse liegt, offene Handelsverbindungen zu bewahren, (&hellip;) dass unsere F&uuml;hrerschaft nach dem zweiten Weltkrieg auf unserer F&auml;higkeit beruhte, &uuml;berall auf der Welt unsere Macht zum Ausdruck zu bringen (&lsquo;to project power around the world&rsquo;)&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Der elitennahe Journalist versucht also, Trump die Grundregeln des amerikanischen Imperiums recht offen zu erkl&auml;ren, doch diesen interessiert das offenbar kaum. Trump argumentiert eher gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig und sagt sinngem&auml;&szlig;, die USA k&ouml;nnten sich ihr Imperium im Moment eben nicht mehr leisten. Ob er diese Position beibehalten will und kann, bleibt abzuwarten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europoly<\/strong><br>\nPRIVATISIERUNG UNTER DER TROIKA &ndash; Milliarden-Immobilien werden verschleudert, Wasserwerke gegen den Willen der Bev&ouml;lkerung an Konzerne vertickt, ganze Banken gehen zum Billigpreis an dubiose K&auml;ufer &ndash; in den Krisenl&auml;ndern Europas steht das &ouml;ffentliche Eigentum zum Verkauf. Oligarchen und Finanzinvestoren spielen ein gigantisches Monopoly. Die Gl&auml;ubiger haben die Regeln zu Gunsten der Zocker ge&auml;ndert: Im Europoly stehen die Verlierer von Beginn an fest. Eine Anleitung in drei Kapiteln. (&hellip;)<br>\nDie Regeln der Troika<br>\nDas Spiel beginnt 2010: Wer Geld verleiht, diktiert die Regeln. Wer welches leiht, muss sich an die Regeln halten. Vor der Euro-Krise haben vor allem Entwicklungsl&auml;nder diese Erfahrung mit internationalen Geldgebern gemacht, doch nun trifft es auch Europa. Die &ldquo;Troika&rdquo; verlangt als Bedingung f&uuml;r ihre Notkredite gro&szlig;fl&auml;chige Privatisierungen. Unter den Hammer kommt in den Krisenl&auml;ndern unter hohem Zeitdruck alles, was der Staatsbesitz so hergibt: Wasserwerke, Banken, Str&auml;nde, Flugh&auml;fen, Stromnetze, H&auml;fen, Pal&auml;ste und sogar Heilquellen. Die Bank in diesem Spiel will schnell Geld eintreiben. F&uuml;r Investoren ist der Einsatz niedrig, die Gewinnchancen sind hoch. Das erste Kapitel stellt die Geldgeber, Mitspieler und Spielregeln vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europoly.tagesspiegel.de\/%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lagarde muss vor Gericht<\/strong><br>\nIWF-Chefin Christine Lagarde muss sich vor Gericht verantworten. Es geht um eine umstrittene Entsch&auml;digungszahlung aus ihrer Zeit als franz&ouml;sische Finanzministerin.<br>\nDie Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Christine Lagarde, muss sich vor Gericht verantworten. Der Oberste Gerichtshof in Frankreich machte am Freitag in Paris den Weg f&uuml;r das Verfahren frei. Dabei geht es um eine umstrittene Entsch&auml;digungszahlung in Millionenh&ouml;he f&uuml;r den Gesch&auml;ftsmann Bernard Tapie im Jahr 2008, die Lagarde in ihrer Zeit als franz&ouml;sische Finanzministerin erm&ouml;glichte.<br>\nDer Schadenersatz wurde Tapie im Zusammenhang mit dem Verkauf von Aktien des deutschen Sportartikelherstellers Adidas gezahlt. Die Ermittler werfen der heute 60-j&auml;hrigen Lagarde Nachl&auml;ssigkeit im Umgang mit &ouml;ffentlichen Geldern vor. Der IWF-Chefin drohen in dem Prozess theoretisch ein Jahr Haft und eine Geldstrafe von 15.000 Euro<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/iwf-chefin-lagarde-muss-vor-gericht,1472596,34531500.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unabh&auml;ngig wie das Verfahren endet: Auch hierzulande k&ouml;nnte &uuml;berlegt werden, ob ehemalige (oder auch amtierende) Entscheidungstr&auml;ger sich vor Gericht verantworten m&uuml;ssen. An Beispielen f&uuml;r &ldquo;Nachl&auml;ssigkeit im Umgang mit &ouml;ffentlichen Geldern&rdquo; d&uuml;rfte es wohl kaum mangeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dow Chemical\/DuPont &ndash; neue Qualit&auml;t von Monopol<\/strong><br>\nDie Chemie-Riesen DOW CHEMICAL und DuPont halten heute jeweils eine au&szlig;erordentliche Hauptversammlung ab, um &uuml;ber ihre geplante Mega-Fusion abstimmen zu lassen. Durch den Zusammenschluss mit DuPont entsteht ein neuer Chemie-Gigant, der mit bisher unbekannten Monopol-Strukturen den bisherigen Marktf&uuml;hrer BASF vom Thron st&uuml;rzen wird. Das wird nicht nur f&uuml;r Politik, Wirtschaft und Handel Gefahr mit sich bringen, sondern verheerende Auswirkungen f&uuml;r Mensch und Umwelt. Die Forderungen nach Sanierung des von DOW verursachten Ruins der &Ouml;kologie in aller Welt und nach Entsch&auml;digung der Opfer der Bhopal-Katastrophe, des AGENT ORANGE Verbrechens und anderer Desaster belasten bereits heute den Konzern-Zusammenschluss. Die Vorstandsvorsitzenden von DOW CHEMICALund DuPont sind heute in Kapitalkreisen wohl die M&auml;nner der Stunde. Sie wollen auf ihren au&szlig;erordentlichen Hauptversammlungen ihre Aktion&auml;r_Innen &uuml;ber ihre geplante Mega-Fusion abstimmen lassen. Ein Zusammenschluss, der die Profite und die Aktienkurse steigen l&auml;sst. Beide Konzerne sind bekannt f&uuml;r ihre Verbrechen an Mensch und Umwelt. Dazu z&auml;hlen Genmanipulation, Steuerhinterziehung, Parteifinanzierungen, radioaktive Verstrahlungen, Kriegstreiberei, Preismanipulation, Bestechungen und die F&auml;lschungen von Messungen. Die Vorst&auml;nde Andrew Liveris und James Ringler sowie die Gro&szlig;aktion&auml;r_Innen von DOW CHEMICAL wurden von ethecon &ndash; Stiftung Ethik &amp; &Ouml;konomie wegen ihres &bdquo;schockierenden Beitrags zu Ruin und Zerst&ouml;rung unseres Blauen Planeten&ldquo; (aus der Begr&uuml;ndung) mit dem Internationalen ethecon Black Planet Award 2014\/2015 an den Pranger gestellt. Die Vorst&auml;nde und Gro&szlig;aktion&auml;r_Innen von DuPont stehen dem kaum nach, sie werden mit Umweltproblemen insbesondere im Bereich der Gentechnik in Verbindung gebracht. Entsprechend wird auch der neue Konzern sich unmittelbar mit der Verantwortung f&uuml;r zahlreiche Katastrophen und Verbrechen konfrontiert sehen, u.a. mit der Verantwortung f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Chemiekatastrophe in Bhopal\/Indien und das unvorstellbare AGENT ORANGE Verbrechen in Vietnam.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ethecon.org\/download\/160720%20Medienerkl%E4rung%20DOW%20DUPONT.pdf%20\">Stiftung Ethik &amp; &Ouml;konomie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Aktionen haben gewirkt<\/strong><br>\nAusgliederung in Servicegesellschaft und Billiglohn-Tochter am Klinikum verhindert<br>\nWenn von Kliniken gesprochen wird, denken viele sofort an &Auml;rztinnen und &Auml;rzte, Krankenschwestern und Pfleger. Doch genauso wichtig sind die Besch&auml;ftigten in der K&uuml;che, in der Reinigung, Versorgung und Hauswirtschaft. Diese Servicebereiche stehen bei vielen Kliniken immer dann ganz oben auf der Liste, wenn gespart werden soll. Und wann soll es das nicht? Die Besch&auml;ftigten werden mit schlechterem Tarifvertrag oder ganz ohne Vertrag ausgegliedert; in Service-GmbHs erhalten sie niedrigere L&ouml;hne, die betriebliche Altersversorgung wird meist gestrichen. So war es auch beim Klinikum Augsburg geplant. Doch die Besch&auml;ftigten haben sich mit Hilfe von ver.di gewehrt. Und sie hatten Erfolg: Sie konnten die Servicegesellschaft und weitere Teilprivatisierungen an ihrem Klinikum verhindern. (&hellip;)<br>\nNach der Berechnung des Personalrats w&auml;ren die Besch&auml;ftigten sp&auml;ter, bei ihrem Eintritt in die Rente, nach 45 Jahren Arbeit in Vollzeit auf Grundsicherung angewiesen, wenn sie keine betriebliche Altersversorgung erhalten. Diskussionen &uuml;ber die Gr&uuml;ndung von Servicegesellschaften seien immer auch sozialpolitische Auseinandersetzungen in den betroffenen Kommunen, sagt ver.di-Gewerkschaftssekret&auml;r Stefan Jagel. &ldquo;Wir d&uuml;rfen diese Verschiebung von sozialer Verantwortung im &ouml;ffentlichen Dienst nicht auf Dauer zulassen.&rdquo;<br>\nEbenso wie die Personalr&auml;te am Klinikum Augsburg ist Stefan Jagel davon &uuml;berzeugt, dass es sich h&auml;ufig &uuml;berhaupt nicht rechnet, Bereiche aus dem &ouml;ffentlichen Dienst auszugliedern, &ldquo;wenn man diese sp&auml;teren Kosten bei den Servicegesellschaften von Anfang an in die Rechnung mit einbeziehen w&uuml;rde&rdquo;. Die Erfahrung in Augsburg zeige: &ldquo;Wir brauchen deshalb viele Kolleginnen und Kollegen, die den Trend umkehren und ausgegliederte Bereiche wieder in die Kliniken und damit in den &ouml;ffentlichen Dienst zur&uuml;ckf&uuml;hren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2016\/ausgabe-05\/gewerkschaft\/gewerkschaft\/seite-6\/A1%20\">ver.di publik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Trotz steigender Erwerbszahlen auch 2015 keine Wende in Sicht<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt hat weitere Ergebnisse des Mikrozensus zur Entwicklung der Erwerbst&auml;tigkeit 2015 vorgelegt. Danach hat die atypische Besch&auml;ftigung 2015 wieder etwas zugenommen. Bedingt durch das Wachstum bei den Normalarbeitsverh&auml;ltnissen blieb ihr Anteil an den Kernerwerbst&auml;tigen aber nahezu konstant.<br>\nSeit den 1990er Jahren haben atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wie Leiharbeit, Befristungen, Teilzeitbesch&auml;ftigung oder Minijobs gegen&uuml;ber dem sog. Normalarbeitsverh&auml;ltnis (vollzeitnahe, unbefristete Besch&auml;ftigung ohne Leiharbeit) stetig an Bedeutung gewonnen. Das Statistische Bundesamt dokumentiert dies regelm&auml;&szlig;ig anhand einer Auswertung von Daten des Mikrozensus zur Entwicklung der Kernerwerbst&auml;tigkeit nach einzelnen Erwerbsformen.<br>\nDESTATIS zufolge hatte der Anteil atypisch Besch&auml;ftigter an allen Kernerwerbst&auml;tigen 1991 bei 12,8 Prozent gelegen. Seitdem ist er nahezu kontinuierlich gestiegen, um bis 2007 seinen bislang h&ouml;chsten Wert von 22,6 Prozent zu erreichen. Mit Ausnahme des Jahres 2009 ist die Zahl der atypischen Jobs noch bis 2011 weiter angestiegen, weil aber auch die Zahl der Normalarbeitsverh&auml;ltnisse (unbefristete Jobs au&szlig;erhalb der Leiharbeit ab 20 Wochenstunden aufw&auml;rts) nach Jahren des Schrumpfens seit 2007 allm&auml;hlich wieder zulegte, blieben die Anteile in etwa gleich.<br>\n2013 konnte das Amt erstmals eine leicht positive Entwicklung vermelden. 2012 war die Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten seit Jahren endlich mal gesunken, wenn auch nur um magere 1,8 Prozent (siehe 28.08.2013). In den Jahren 2013 (siehe 26.11.2014) und 2014 (siehe 21.08.2015) setzte sich dieser Trend fort: leichte R&uuml;ckg&auml;nge bei den atypisch Besch&auml;ftigten gingen einher mit Zuw&auml;chsen bei der Normalarbeit, was in der Folge zu einem Anteilsr&uuml;ckgang atypischer Jobs auf unter 21 Prozent f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/21-07-16\/\">miese Jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundeswehr will Fl&uuml;chtlinge einstellen<\/strong><br>\nDie Bundeswehr will sich k&uuml;nftig f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge &ouml;ffnen. Diese sollten in zivilen F&auml;higkeiten ausgebildet werden, so Verteidigungsministerin von der Leyen. Dabei denkt die Ministerin auch an die Zukunft Syriens. (&hellip;)<br>\nEs gehe um Handwerk, Technik, Medizin und Logistik. &ldquo;Die Idee ist, dass sie eines Tages nach Syrien zur&uuml;ckgehen und beim Aufbau helfen.&rdquo; Sollte es in dem Land wieder eine verantwortungsvolle Regierung geben, k&ouml;nne Deutschland auch die Ausbildung von Sicherheitskr&auml;ften in dem Land unterst&uuml;tzen. Als Soldaten sollten Personen mit syrischer Staatsangeh&ouml;rigkeit bei der Bundeswehr jedoch nicht eingesetzt werden.<br>\nErst vor kurzem hatte die Ministerin mit der Ank&uuml;ndigung f&uuml;r Aufsehen gesorgt, dass die Bundeswehr k&uuml;nftig nicht nur deutsche Staatsb&uuml;rger, sondern in bestimmten F&auml;llen auch EU-Ausl&auml;nder f&uuml;r den Dienst an der Waffe einsetzen will. Damit war sie innerparteilich auf Widerstand gesto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bundeswehr-will-Fluechtlinge-einstellen-article18262366.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> &hellip; es wird immer bekloppter. Der Arbeitgeber bombt dann im Heimatland &amp; wir verpflichten die Opfer zur Mithilfe im zivilen Bereich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlingskrise? &ndash; Ein Appell f&uuml;r eine Erweiterung des Blickwinkels<\/strong><br>\nDie mediale und politische Konzentration auf die  Fl&uuml;chtlingskrise schafft eine nur eingeschr&auml;nkte Perspektive, f&uuml;hrt zur Polarisierung und ist letztendlich Teil der aktuellen Problemlage selbst. Wir m&ouml;chten den Blick daher erweitern und pl&auml;dieren f&uuml;r einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel.<br>\nDie St&uuml;tzung des Finanzsektors mit &ouml;ffentlichen Geldern im Zuge der Finanzkrise widersprach nicht nur dem Gerechtigkeitssinn, sondern ersch&uuml;tterte auch das Weltbild vieler Menschen und das Vertrauen in die Politik. Der Finanzkrise folgte eine schwere Wirtschaftskrise. W&auml;hrend aber die Neugestaltung des Finanzsektors kaum in Gang kam, wurde eine Krisenbek&auml;mpfung mit aktiver Konjunkturpolitik durch strikte Regeln f&uuml;r &ouml;ffentlichen Haushalte massiv eingeschr&auml;nkt. Zus&auml;tzlich konzentrierte man sich weiter einseitig auf preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit, was L&ouml;hne und Arbeitsbedinungen stark unter Druck brachte. (&hellip;)<br>\nSomit ist es nicht erstaunlich, dass sich die EU in einer tiefen politischen, wirtschaftlichen, sozialen aber auch gesellschaftlichen Krise befindet. Die Herausforderungen spiegeln sich in hoher Arbeitslosigkeit, drastischer Ungleichverteilung und den &ouml;ffentlichen Haushalten wider. In diesem angespannten Klima kam es 2015 zur &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo;. Die Notsituation tausender Menschen wurde dann auch noch dazu missbraucht, um ohnehin benachteiligte Gruppen innerhalb der Gesellschaft gegeneinader auszuspielen. Von neoliberaler Seite schon seit Jahrzehnten erhobene Forderungen nach K&uuml;rzung der sozialstaatlichen Leistungen wurden nun mit &bdquo;Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;men&ldquo; begr&uuml;ndet. Bei vielen Menschen entstand das Gef&uuml;hl bzw. verst&auml;rkt, dass ihre wirtschaftliche Situation von &bdquo;anderen&ldquo; bedroht wird. Der Zulauf zu (weit) rechtsgerichteten Bewegungen, die angesichts hochkomplexer Zusammenh&auml;nge eindimensionale, n&auml;mlich herkunftsspezifische, Erkl&auml;rungen anbieten und bei der Bek&auml;mpfung der so entstehenden (Feind-)Bilder St&auml;rke signalisieren, wurde damit vorprogrammiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/fluechtlingskrise-ein-appell-fuer-eine-erweiterung-des-blickwinkels\/#more-14183\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Geleakte E-Mails sorgen bei US-Demokraten f&uuml;r Zoff<\/strong><br>\nKurz vor dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten sorgt ein Leak mit tausenden parteiinternen E-Mails f&uuml;r Wirbel &ndash; denn sie legen nahe, dass die Parteif&uuml;hrung gegen&uuml;ber den linken Pr&auml;sidentschaftsbewerber Bernie Sanders voreingenommen war. Die Enth&uuml;llungsplattform Wikileaks hatte am Freitag mehr als 19.000 E-Mails ver&ouml;ffentlicht, die sieben Mitglieder der Parteif&uuml;hrung versendet oder erhalten hatten (siehe auch diesen Bericht bei &raquo;The Intercept&laquo;). Die E-Mails legten den Verdacht nahe, die Parteif&uuml;hrung habe &raquo;ihr Gewicht f&uuml;r Clinton in die Waagschale geworfen&laquo;, sagte Sanders&rsquo; Wahlkampfleiter Jeff Weaver dem Sender ABC. Die Parteif&uuml;hrung der Demokraten m&uuml;sse gem&auml;&szlig; ihrer Satzung in den Vorwahlen neutral bleiben &ndash; &raquo;sie war es aber ganz eindeutig nicht.&laquo; Die Verantwortlichen m&uuml;ssten sich nun erkl&auml;ren, forderte Weaver.<br>\nIn einer von Wikileaks ver&ouml;ffentlichten E-Mail vom 5. Mai fragt der Finanzvorstand der Partei, Brad Marshall, ob jemand eine namentlich nicht genannte Person, mutma&szlig;lich Sanders, in den konservativen Bundesstaaten Kentucky und West Virginia nach seinen religi&ouml;sen &Uuml;berzeugungen fragen k&ouml;nne. &raquo;Glaubt er an Gott?&laquo;, hei&szlig;t es in der E-Mail. &raquo;Ich glaube, ich habe gelesen, er sei Atheist.&laquo; Das Hervorheben dieses Umstands k&ouml;nnte beim Wahlergebnis in den religi&ouml;sen Bundesstaaten &raquo;einige Prozentpunkte Unterschied machen&laquo;. Marshall sagte nun der Nachrichtenseite &raquo;Intercept&laquo;, er k&ouml;nne sich an diese E-Mails nicht erinnern. Die E-Mail m&uuml;sse sich auch nicht unbedingt auf Sanders beziehen, sondern k&ouml;nnte auch einen seiner Unterst&uuml;tzer gemeint haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1019715.geleakte-e-mails-sorgen-bei-us-demokraten-fuer-zoff.html%20\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Jede\/r kann sich eine Vorstellung davon machen, was wohl geschehen w&uuml;rde, wenn solche Ereignisse in Russland passiert w&auml;ren, oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>S&uuml;dkoreaner protestieren gegen THAAD-Stationierung<\/strong><br>\nS&uuml;dkorea und die USA haben am 13. Juli bekannt gegeben, dass das THAAD-Raketenabwehrsystem in der Pr&auml;fektur Seongju-gun stationiert werden soll. Seitdem sind starke Proteste innerhalb der Bev&ouml;lkerung aufgekommen. Die s&uuml;dkoreanische Pr&auml;sidentin Park Geun-Hye betonte am Donnerstag auf einer Sitzung &uuml;ber die nationale Sicherheit erneut die Wichtigkeit der Stationierung des Systems. Sie erkl&auml;rte, einige Politiker und Medienvertreter forderten die Regierung auf, die Entscheidung &uuml;ber die Stationierung des Raketenabwehrsystems aufzuheben. Angesichts der st&auml;ndigen Bedrohung aus Nordkorea sollten die Gegner eine andere Methode zum Schutz der Bev&ouml;lkerung vor nordkoreanischen Raketenangriffen vorstellen. Trotz aller Skepsis und Proteste gab Park Geun-Hye bekannt, dass das THAAD-System unbeirrt stationiert werde. Die Bewohner der Pr&auml;fektur k&ouml;nnten durch Dialoge und Konsultationen eine bessere L&ouml;sung des Problems finden und an den entsprechenden Regierungsaufgaben aktiv mitwirken.<br>\nAm gleichen Tag protestierten etwa 2.000 S&uuml;dkoreaner aus der Pr&auml;fektur Seongju-gun in der Hauptstadt Seoul gegen die Stationierung des US-amerikanischen Raketenabwehrsystems in ihrer Heimat. Die Protestler trugen dabei Kopft&uuml;cher mit der Aufschrift &bdquo;Gegen THAAD&rdquo;, hielten Transparente mit den Worten &bdquo;THAAD nur &uuml;ber meine Leiche&rdquo; und &bdquo;Amis haut aus S&uuml;dkorea ab&rdquo; in die Luft und &auml;u&szlig;erten ihre Unzufriedenheit durch den Ruf von Parolen. Auch der Pr&auml;fektur-Vorsteher und der lokale Parlamentschef nahmen an den Demonstrationen teil und brachten durch das Abrasieren ihrer Haare ihren Protest gegen die Regierung zum Ausdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2016\/07\/22\/1s253871.htm%20\">CRI online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar auch auf anderen Kontinenten wird die Gefahr von Konfrontationskursen erkannt. Wer profitiert eigentlich am meisten von diesem Kurs &ndash; und hier im konkreten Fall von der Stationierung des Raketenabwehrsystems?<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Stehen wir in Europa nicht vor einem &auml;hnlich gelagerten Problem durch die Stationierung eines Raketenabwehrsystems?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>K&uuml;nstler_innen und Attac bringen Neoliberalismus ins Museum<\/strong><br>\n&ldquo;Neoliberalismus ins Museum!&rdquo; lautet das Motto einer politisch-satirischen Performance am 8. August in D&uuml;sseldorf. Voraussichtlich 200 bis 300 Menschen werden durch die Altstadt ziehen und dabei Kunstwerke pr&auml;sentieren wie eine &ldquo;Original-Handtasche von Margaret Thatcher&rdquo; oder das drei Meter hohe Abbild eines &ldquo;Homo Oeconomicus&rdquo;. Die Performance wird von einer Gruppe von Journalist_innen und Kulturschaffenden vorbereitet, unterst&uuml;tzt von Attac.<br>\n&ldquo;Was ist absurdere Kunst als ein System, das behauptet: Wenn jeder den anderen niederkonkurriert, entsteht f&uuml;r alle das Beste?&rdquo;, fragt Thomas Pfaff von Attac. &ldquo;Wir wollen das seltsame Wirtschaftsmodell des Neoliberalismus hinterfragen &ndash; und die ihm innewohnende Komik herausarbeiten.&rdquo; Sp&auml;testens mit der Weltfinanzkrise von 2008 habe der Neoliberalismus seinen Offenbarungseid geleistet Thomas Pfaff: &ldquo;Es ist h&ouml;chste Zeit, ihn dorthin zu bef&ouml;rdern, wo er hingeh&ouml;rt &ndash; ins Museum.&rdquo;<br>\nDer Direktor des NRW-Forums, Alain Bieber, hat bereits zugesagt, die Performance-Kunstwerke entgegenzunehmen. Sie sollen Teil der aktuellen Ausstellung &ldquo;Planet B&rdquo; werden. &ldquo;Mit Planet B wollen wir neue Impulse f&uuml;r eine neue Welt setzen. Es geht um die gro&szlig;en sozialen, gesellschaftlichen Fragen unseres Jahrzehnts: Wie werden wir leben? Wo werden wir wohnen? Um was werden wir k&auml;mpfen? Wir freuen uns, dass dazu auch das Projekt &lsquo;Neoliberalismus ins Museum&rsquo; neue Denkanst&ouml;&szlig;e liefert&rdquo;, sagt Alain Bieber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/kuenstler-innen-und-attac-bringen-neoliberalismus-ins-museum\/%20\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>IWF will mehr Ma&szlig;nahmen zur Wirtschaftsankurbelung sehen<\/strong><br>\nIn einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Bericht sprach sich der IWF f&uuml;r eine optimierte Geld- und Finanzpolitik sowie f&uuml;r Umstrukturierungen in betreffenden Staaten aus.<br>\nNach dem Brexit-Votum hatte der IWF seine Wachstumsprognosen f&uuml;r die Weltwirtschaft gesenkt. F&uuml;r dieses Jahr und das n&auml;chste Jahr rechne man nur noch mit einem globalen Wachstum um 3,1 beziehungsweise 3,4 Prozent, teilte die Organisation am Dienstag in Washington mit.<br>\nAm kommenden Samstag und Sonntag tagen im chinesischen Chengdu die G20-Finanzminister und -Notenbankpr&auml;sidenten. Im Fokus der Gespr&auml;che stehen Nachhaltigkeit und F&auml;higkeiten zur Abwehr von Risiken f&uuml;r die Weltwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2016\/07\/22\/1s253841.htm\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ende der Wohlstands-&Auml;ra: Die Jungen werden &auml;rmer als ihre Eltern<\/strong><br>\nMcKinsey hat die Haushaltseinkommen in 25 Industriestaaten untersucht. Das Ergebnis ist schockierend: Zwei Drittel m&uuml;ssen mit einem realen Nullwachstum oder einem schrumpfenden Budget zurechtkommen. Der l&auml;nder&uuml;bergreifende Megatrend hei&szlig;t Verarmung.<br>\nBye bye Wachstum. Die Jungen sind &auml;rmer als ihre Eltern. Die Zeiten, des &ldquo;Unsere Kinder sollen es einmal besser haben&rdquo; sind vorbei, stattdessen leben wir im Zeitalter des &ldquo;Unsere Kinder werden es sicher&rdquo; haben. Die These, dass es f&uuml;r viele wirtschaftlich nicht vorangeht, ist nicht neu, aber nun wurde sie von McKinsey auf eine solide Datenbasis gestellt. (Poorer than their parents? Flat or falling incomes in advanced economies) (&hellip;)<br>\nUnd: Die Unternehmensberater stehen nicht in dem Ruf von vornherein arbeitnehmerfreundlich zu sein. Ihre Untersuchung bezieht sich nicht auf Teilaspekte wie &ldquo;Opas Rente frisst meine Zukunft auf&rdquo;. McKinsey hat die &ouml;konomische Entwicklung in 25 Industriestaaten zwischen 2005 und 2014 untersucht. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Bei zwei Dritteln aller Haushalte stagnierte das reale Einkommen in diesem Zeitraum oder es ist sogar zur&uuml;ckgegangen.<br>\nDer damit verbundene soziale Abstieg erreicht also keineswegs nur randst&auml;ndige Gruppen, er umfasst die komplette Mitte der Gesellschaft. Anpassungen des Steuersystems und direkte Transferzahlungen lindern diesen Abstieg etwas, aber selbst wenn man diese Momente mit ber&uuml;cksichtigt, fallen immer noch 25 Prozent der Haushalte die Wohlstands-Leiter herunter. (&hellip;)<br>\nAnders ist es mit den Bedingungen im Arbeitsmarkt. In den meisten L&auml;ndern hat es hier Entwicklungen gegeben, die die Einkommen der Arbeitnehmer belasten. In Deutschland w&auml;ren etwa die Zunahme von Zeitarbeit und befristeten Vertragsverh&auml;ltnissen zu nennen.<br>\nNamentlich in der Studie wurde eine deutsche Besonderheit aufgef&uuml;hrt: Teilzeitkr&auml;fte, die auf Abruf arbeiten m&uuml;ssen. Das sieht so aus: Die Betroffenen m&uuml;ssen wegen drohender Hartz-IV-Sanktionen eine meist schlecht bezahlte Teilzeitstelle annehmen. F&uuml;r den 15-Stunden-Job m&uuml;ssen sie sich aber t&auml;glich auf Abruf f&uuml;r die gesamte Laden&ouml;ffnungszeit bereithalten. Sie haben also keine Chance, mit weiteren T&auml;tigkeiten das Einkommen aufzubessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/mckinsey-studie--die-jungen-werden-aermer-als-ihre-eltern-6971346.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider bem&auml;ngelt &bdquo;stern&ldquo; lediglich, dass politische Folgen nicht im Fokus der Untersuchung seien. Viel gravierender d&uuml;rfte jedoch zu bem&auml;ngeln sein, dass nicht einmal ein Zusammenhang mit den politischen Ursachen f&uuml;r die Entwicklung in den untersuchten Staaten hergestellt worden ist. Oder denken die Leute der Unternehmensberatung und von &bdquo;stern&ldquo;, die zunehmende Verarmung sei vom Himmel gefallen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Machteliten: Von der gro&szlig;en Illusion des pluralistischen Liberalismus<\/strong><br>\nAuch 60 Jahre nach seinem Erscheinen hat Charles Wright Mills&rsquo; Buch &ldquo;The Power Elite&rdquo; nichts an Brisanz verloren<br>\nSein Name: Charles Wright Mills. Sein Geburtsort: Austin, Texas. Sein Beruf: Soziologe. Seine Berufung: Seine Aufgabe als kritischer Gesellschaftswissenschaftler ernst zu nehmen.<br>\nWer kennt heute noch den Namen dieses Mannes, der 1956 durch sein Buch &ldquo;The Power Elite&rdquo; die Machtelitentheorie begr&uuml;ndete? Obwohl Mills l&auml;ngst ein Klassiker der Soziologie ist, scheint die Arbeit des unangepassten Professors von der Columbia Universit&auml;t in Vergessenheit geraten zu sein. Das ist bedauerlich, denn: Mills hat nichts Geringeres getan, als den demokratischen Charakter der USA auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Dabei erkannte Mills: Trotz formal vorhandener demokratischer Strukturen hat sich eine Machtelite formiert, der es gelingt, demokratische Prozesse auszuhebeln.<br>\nDie Theorie der Machtelite ist heute, 60 Jahre nach ihrer Ver&ouml;ffentlichung, aktueller denn je. In ihr finden sich die Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis einer aus guten Gr&uuml;nden gerade sehr aktuellen Diskussion &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zwischen Eliten und Bev&ouml;lkerung.<br>\n&ldquo;Das vorliegende Buch von C. Wright Mills ist vielleicht das aufschlu&szlig;reichste, das nach dem Kriege &uuml;ber die Vereinigten Staaten von Amerika geschrieben wurde.&rdquo; Mit diesen Worten beginnt eine Vorbemerkung des Verlages zur deutschen Ausgabe von Mills&rsquo; Werk &uuml;ber die Machtelite, das 1962 hierzulande auf dem Markt erschien. Die Aussage scheint hochgegriffen, doch wer das Buch des Professors, der eine Vorliebe f&uuml;r Motorr&auml;der hegte, liest, wird schnell feststellen: Hier hat jemand eine so grundlegende Arbeit geleistet, dass die Meinung des Verlages nicht einfach von der Hand zu weisen ist.<br>\nMills hat es gewagt, sich der vorherrschenden Gelehrtenmeinung im Hinblick auf die Demokratie in seinem Land zu widersetzen. Er, der in dem Jahr, in dem sein Buch auf Deutsch erschienen ist, im Alter von 46 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb, hat das getan, was eine kritische Soziologie eigentlich immer leisten sollte, was sie aber schon seit vielen Jahren kaum noch tut: Bestehende Herrschaftsverh&auml;ltnisse zu hinterfragen, einen kritischen Blick auf die Weichensteller in den Gesellschaften zu werfen und die verborgenen Mechanismen der Macht freizulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48800\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reform der Dual-Use-Verordnung: EU-Kommission plant Exportkontrollen f&uuml;r &Uuml;berwachungstechnologien<\/strong><br>\nAutorit&auml;re Regime weltweit nutzen europ&auml;ische &Uuml;berwachungssoftware zum Aussp&auml;hen von Oppositionellen. Nach &ouml;ffentlichem Druck plant die EU-Kommission den Export der Sp&auml;hprogramme st&auml;rker zu reglementieren. Das geht aus einem heute geleakten Entwurf hervor.<br>\nSeit Jahren machen europ&auml;ische Firmen gute Gesch&auml;fte mit dem Verkauf von &Uuml;berwachungssoftware an autorit&auml;re Regime. In der Vergangenheit haben sie ihre Produkte unter anderem an &Auml;gypten, Uganda und &Auml;thiopien verkauft, wo sie zur Unterdr&uuml;ckung von Oppositionsgruppen und Menschenrechtsaktivisten genutzt wurden. Auch deutsche Firmen profitieren von dem Millionengesch&auml;ft. Wir haben dar&uuml;ber mehrfach berichtet.<br>\nDie EU-Kommission plant nun, diese Gesch&auml;fte mittels einer Reform der Dual-Use-Verordnung st&auml;rker zu reglementieren. Das geht aus einem von Euractiv ver&ouml;ffentlichten Entwurf hervor. Wir haben einen ersten Blick auf das Dokument (OCR-Version) geworfen und fassen die wichtigsten Punkte zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/reform-der-dual-use-verordnung-eu-kommission-plant-exportkontrollen-fuer-ueberwachungstechnologien\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ende der Meritokratie<\/strong><br>\nEine Gesellschaft, die Lebenschancen vor allem aufgrund intellektueller Leistung verteilt, untergr&auml;bt ihre Grundlagen. Donald Trump ist der Anf&uuml;hrer einer westlichen Revolution gegen die Internationale der Leistungstr&auml;ger<br>\nSoll niemand sagen, er sei nicht gewarnt worden. Den Aufstand gegen die Eliten hat der britische Soziologe Michael Dunlop Young vor &uuml;ber 50 Jahren vorhergesagt &ndash; freilich erst f&uuml;r das Jahr 2034. Young nannte seinen Roman &ldquo;The Rise of the Meritocracy&rdquo;. Seiner Meinung nach w&uuml;rde die Zuteilung von Lebenschancen auf der Grundlage von &ldquo;merits&rdquo; &ndash; also Intelligenz und Kompetenz &ndash; zur Herrschaft einer &ldquo;Meritokratie&rdquo; f&uuml;hren, die gerade deshalb unertr&auml;glich w&auml;re, weil sie mit gutem Gewissen ausge&uuml;bt w&uuml;rde. Die Elite w&auml;re ja &ndash; anders als in fr&uuml;heren Herrschaftsformen &ndash; nachweislich leistungsf&auml;higer als die Unterschichten. Den Abgeh&auml;ngten freilich bliebe eine Waffe gegen die Leistungstr&auml;ger: die Demokratie<br>\nUnsere meritokratische Gesellschaft, so Young, ist die erste, die dank der allgemeinen Schulpflicht jedem Einzelnen vor Augen f&uuml;hrt, wo er in der Hierarchie des K&ouml;nnens und Leistens steht. Wer trotz &ldquo;Kuschelp&auml;dagogik&rdquo; und F&ouml;rderprogrammen das Klassenziel verfehlt, bekommt als Kind und Jugendlicher tagt&auml;glich bescheinigt, dass sein Platz unten ist. Nicht weil er kein Aristokrat ist oder Bourgeois. Nicht weil sein Dialekt oder sein Geschlecht, seine Religion oder Rasse gegen ihn sprechen. Sondern weil ihm die Intelligenz oder der Leistungswille fehlen, die &ndash; so suggerieren es Hollywood, die Politik und die Lehrer &ndash; die Schl&uuml;ssel sind, die ihm die Welt seiner Tr&auml;ume aufschlie&szlig;en. Jede Aufstiegsgeschichte zeigt ihm: Du bist ja selber schuld, dass du unten bist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/debatte\/article157239110\/Ende-der-Meritokratie.html\">Alan Posener in der WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine lachhafte Rechtfertigung der immer schlimmeren Spaltung der Gesellschaft in Multimillion&auml;re und Habenichtse, in bester sozialdarwinistischer, libert&auml;rer Tradition &aacute; la Ayn Rand, und genauso dummdreist. Die gro&szlig;en Manager, hohe Politiker sind allein durch Verdienst an ihre Position gekommen und nicht (auch) durch Beziehungen, Zufall und\/oder Korruption? Es gewinnt immer der Beste, und die &ldquo;Abgeh&auml;ngten&rdquo; (ein interessanter Begriff: wovon abgeh&auml;ngt, und durch wen oder was?) sind an ihrer Lage selbst schuld, auch wenn eine Fabrik ohne ihr Zutun schlie&szlig;t oder der Arbeitgeber mehr Arbeit f&uuml;r weniger Lohn erpre&szlig;t &ndash; die Politik kann und soll offenbar nicht eingreifen&hellip; Mehr und bessere Bildung hilft, eventuell auch die Abschaffung von Demokratie und Gleichheit vor dem Recht&hellip; das &uuml;bliche ABC der Neoliberalen. Eigentlich l&auml;cherlich und unbedeutsam, aber leider scheint dieser Artikel genau die vorherrschenden Vorurteile unserer selbsternannten Eliten wiederzugeben, die zu dieser weitverbreiteten desastr&ouml;sen Politik f&uuml;hrt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Albig startet neue Debatte um Kanzlerschaft<\/strong><br>\nMitregieren kann man doch auch als Juniorpartner: Schleswig-Holsteins Ministerpr&auml;sident Torsten Albig findet, die SPD braucht gar nicht unbedingt einen Kanzlerkandidaten. Andere SPD-Gr&ouml;&szlig;en reagieren mit Befremden. (&hellip;)<br>\nZudem lehnte Albig Planspiele f&uuml;r ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis auf Bundesebene ab und lobte die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Dem widersprach der SPD-Fraktionsvize im Bundestag, Axel Sch&auml;fer, vehement: &bdquo;Wer nicht &uuml;ber einen SPD-Kanzlerkandidaten sprechen will, der kann sich 2017 den Wahlkampf sparen&ldquo;, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. &bdquo;Rot-rot-gr&uuml;n muss zudem eine Perspektive sein.&ldquo;<br>\nAlbig hatte vor genau einem Jahr eine &auml;hnliche Debatte angesto&szlig;en, als er infrage stellte, ob die SPD 2017 &uuml;berhaupt einen Kanzlerkandidaten brauche. Damals war ihm von Parteifreunden vehement widersprochen worden, eine Diskussion &uuml;ber m&ouml;gliche Kanzlerkandidaten der SPD war die Folge. Jetzt wiederholte Albig seine Position: &bdquo;Erstes Ziel muss deshalb eine Regierungsbeteiligung sein, nicht eine Fixierung auf das Kanzleramt&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/spd-albig-startet-neue-debatte-um-kanzlerschaft\/13917756.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Albig scheint es sich zur Hauptaufgabe gemacht zu haben, seiner eigenen Partei noch mehr Schaden zuf&uuml;gen zu wollen als sie bereits ohne solche offenbar wenig &uuml;berlegten Meinungsbekundungen hat. F&uuml;hlt er sich in der SPD eigentlich noch wohl? Weshalb lobt er eigentlich eine Kanzlerin von der konservativen Konkurrenz, deren Leistung eben nicht positiv ausf&auml;llt &ndash; bitte lesen Sie dazu erneut: <\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31801\">Merkels Popularit&auml;t gr&uuml;ndet auf Vergessen, Ausblenden und dem Wunsch, dazu zu geh&ouml;ren<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34006\">Die Indizien daf&uuml;r, dass Angela Merkel eine gef&uuml;hrte F&uuml;hrungsperson ist, h&auml;ufen sich<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34284\">Die K&ouml;rpersprache von Frau Merkel sagte schon 2002 sehr viel dar&uuml;ber, wie frei die sp&auml;tere Bundeskanzlerin sein wird<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34345","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34345"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34357,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34345\/revisions\/34357"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}