{"id":34390,"date":"2016-07-27T08:46:29","date_gmt":"2016-07-27T06:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390"},"modified":"2016-07-27T08:46:29","modified_gmt":"2016-07-27T06:46:29","slug":"hinweise-des-tages-2675","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h01\">Linkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h02\">Morde von M&uuml;nchen: Was treibt Amokl&auml;ufer an?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h03\">Bekommt Deutschland eine Nationalgarde?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h04\">Bernie Sanders: Die beste Rede seines Lebens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h05\">Corbyn, Labour, der Brexit und Immigration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h06\">T&uuml;rkei: Die Hexenjagd hat begonnen &ndash; SOS!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h07\">Die Folgen des EU-T&uuml;rkei-Deals: Griechenland im Griff der Fl&uuml;chtlingskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h08\">Debatte um Panama Papers: Quellensteuer gegen Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h09\">K&uuml;rzer oder l&auml;nger arbeiten &ndash; nicht einmal die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten kann Arbeitszeitw&uuml;nsche verwirklichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h10\">Urteil des Bundessozialgerichts: Elterngeld z&auml;hlt f&uuml;r Geringverdiener als Einkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h11\">Debatte um sp&auml;teren Renteneintritt: IW fordert Rente mit 73<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h12\">Terror und der Spalt in meinem Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h13\">These Qaddafi Henchmen Are Wanted For Stealing Millions, And We Found Them In Britain<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h14\">Norwegen: Wie es der Arbeiterpartei gelingt, sich als st&auml;rkste politische Kraft Norwegens zu behaupten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h15\">Portugal: Entgegen den Erwartungen ist die Linksallianz in Portugal erstaunlich solide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h16\">Hochschulfinanzierung: Ein Fahrstuhleffekt f&uuml;r die Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h17\">Medien, Politik und Terror: &bdquo;Durchschaubare Reflexe&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34390#h18\">Wie man Terrorexperte wird<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linkspartei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufstand gegen Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nNach den Anschl&auml;gen in Ansbach erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht das &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; der Kanzlerin f&uuml;r gescheitert. In der Linkspartei tobt daraufhin ein Sturm der Entr&uuml;stung gegen die wenig linken Einlassungen der Fraktionschefin. Sahra Wagenknecht muss es irgendwie bemerkt haben. &ldquo;Meine gestrige Stellungnahme zum Selbstmordattentat in Ansbach hat, wie die Kommentare zeigen, offenbar zu Missverst&auml;ndnissen gef&uuml;hrt&rdquo;, schreibt Wagenknecht bei Facebook. Sie wolle ihre &Auml;u&szlig;erungen deshalb richtigstellen. Die Linken-Fraktionschefin ist um Schadensbegrenzung bem&uuml;ht, doch daf&uuml;r war es am Dienstagmittag schon zu sp&auml;t. In der Linkspartei w&auml;chst der Unmut &uuml;ber die Chefin der eigenen Bundestagsfraktion. Die popul&auml;re wie streitbare Frontfrau steht einmal mehr heftig unter Beschuss.<br>\nAusl&ouml;ser ist dieses Statement vom Montag: &ldquo;Die Ereignisse der letzten Tage zeigen, dass die Aufnahme und Integration einer gro&szlig;en Zahl von Fl&uuml;chtlingen und Zuwanderern mit erheblichen Problemen verbunden und schwieriger ist, als Merkels leichtfertiges &lsquo;Wir schaffen das&rsquo; uns im letzten Herbst einreden wollte&rdquo;, so hatte sich Wagenknecht erkl&auml;rt. &ldquo;Der Staat muss jetzt alles daf&uuml;r tun, dass sich die Menschen in unserem Land wieder sicher f&uuml;hlen k&ouml;nnen. Das setzt voraus, dass wir wissen, wer sich im Land befindet und nach M&ouml;glichkeit auch, wo es Gefahrenpotentiale gibt.&rdquo; Sprach hier wirklich eine Linke? Den Reaktionen zufolge haben sich das auch viele Abgeordnete der Partei gefragt. So etwa Jan van Aken. Aus seinem Urlaub forderte der 55-J&auml;hrige, bei der Bundestagswahl 2013 einer der Spitzenkandidaten der Partei, den R&uuml;cktritt Wagenknechts. &ldquo;Sie sollte zur&uuml;cktreten&rdquo;, da sie in zentralen Fragen das Gegenteil der Parteiposition vertrete, forderte er im Interview mit n-tv.de. Wagenknecht stelle Fl&uuml;chtlinge unter Generalverdacht. &ldquo;Es ist immer linke Position der gesamten Partei gewesen, mit Ausnahme von Sahra Wagenknecht offenbar, dass Menschen das Recht haben, vor Krieg, Gewalt und Not zu fliehen.&rdquo; Auch der Ruf nach mehr &Uuml;berwachung von Fl&uuml;chtlingen sei keine linke Position. &ldquo;Ich glaube, dass Sahra Wagenknecht manchmal einen eher nationalistischen Blick auf Dinge hat, als es der Rest der Linken hat&rdquo;, sagt van Aken und fordert Konsequenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Aufstand-gegen-Sahra-Wagenknecht-article18277941.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Langsam fragt man sich ob es noch Sinn macht? Sanders f&auml;llt um, was auch immer man ihm angedroht hat. Gegen Corbyn wird geputscht. Nun ist Sarah Wagenknecht dran. Allen ist gemeinsam, die gef&auml;hrlichen Angriffe kommen aus dem eigenen politischen Umfeld. Merken die Kritiker aus der Linken nicht, dass sie die Gesch&auml;fte der herrschenden Eliten erledigen? Mit der bedingungslosen Unterst&uuml;tzung der Fl&uuml;chtlingspolitik Merkels katapultiert sich die Linke selbst ins Aus. Merkels Grenz&ouml;ffnung im Herbst letzten Jahres war ein genialer innenpolitischer Coup. Man schl&auml;gt zwei Fliegen mit einer Klappe: die Linke ist paralysiert, jeder sozial konnotierte Protest, der sich an der Fl&uuml;chtlingsfrage entz&uuml;ndet, l&auml;sst sich sofort als rechts und fremdenfeindlich delegitimieren. Das Protestpotential greift die AfD ab und macht es damit kontrollierbar.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers:<\/strong> Wenn die eigene Fraktion auf Corbyn eindrischt, stehen drau&szlig;en 20 000 Parteileute und demonstrieren f&uuml;r ihn. Wenn in der Linken die Reformer, Realos und Netzwerker auf Wagenknecht dreschen, passiert gar nichts und das obwohl zumindest im Netz die Mehrheit der Linken hinter Wagenknecht steht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: das Statement von Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nMeine gestrige Stellungnahme zum Selbstmordattentat in Ansbach hat, wie die Kommentare zeigen, offenbar zu Missverst&auml;ndnissen gef&uuml;hrt. Es ging mir weder darum, die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen zu kritisieren noch alle in Deutschland lebenden Fl&uuml;chtlinge unter Generalverdacht zu stellen. Das habe ich weder gesagt noch gemeint. Im Gegenteil, ich habe schlie&szlig;lich nur einen Tag zuvor im ZDF Sommerinterview unmissverst&auml;ndlich gesagt, dass das Asylrecht verteidigt werden muss und es keine Obergrenzen geben kann. Rassistische Parolen und pauschale Verd&auml;chtigungen von Schutzsuchenden habe ich immer wieder mit aller Deutlichkeit kritisiert. Es ging mir darum deutlich zu machen, dass die Integration einer derart gro&szlig;en Zahl von Menschen eine der gr&ouml;&szlig;ten Herausforderungen der letzten Jahre ist und um die Kritik an Merkel, die im letzten Herbst zwar ihr &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; flei&szlig;ig gepredigt, bis heute aber unterlassen hat, die notwendigen sozialen und politischen Voraussetzungen zu schaffen, die gebraucht werden, damit Integration gelingen kann. Der Staat, seine Kommunen, sein Sozialwesen, seine Fr&uuml;hwarnsysteme wie die Soziale Arbeit, die Bildungseinrichtungen, die Verwaltung vor Ort, der soziale Wohnungsbau und auch die Polizei: das alles wurde in den zur&uuml;ckliegenden Jahren weggespart und abgebaut. Und auch seit letzten Herbst ist ausgesprochen wenig geschehen, diese Fehlentwicklungen zu korrigieren. Ich war davon ausgegangen, dass man nicht in jeder Stellungnahme alles noch einmal sagen muss, aber offenbar hat das zu den Fehlinterpretationen gef&uuml;hrt. Deshalb m&ouml;chte ich das hiermit ausdr&uuml;cklich richtig stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1369615796389147\">Sahra Wagenknecht auf Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Es geht auch ohne Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht hat  zwei Gesichter. Das eine Gesicht ist das f&uuml;r die Talkshows, in denen sie sich zunehmend smart gibt und  nicht mehr so streng wirkt wie fr&uuml;her. Die Vorsitzende der Linksfraktion, die sich stets energisch f&uuml;r die Entrechteten in die Bresche wirft, hat  dazu gelernt. Das Motto scheint nunmehr zu lauten: &bdquo;Bitte l&auml;cheln!&ldquo; Das zweite Gesicht ist das, das Partei und Fraktion erleben.  Es tr&auml;gt Z&uuml;ge einer gerissenen Machtpolitikerin, die eine feindselige Haltung zur Westbindung Deutschlands und zum Euro unterh&auml;lt und deren Liebesdienerei gegen&uuml;ber Russland und deren Ablehnung von allzu vielen Fl&uuml;chtlingen nach Rechtsau&szlig;en problemlos anschlussf&auml;hig sind. Es ist kein Zufall, dass AfD-Politiker sich immer wieder lobend &uuml;ber die 47-J&auml;hrige &auml;u&szlig;ern &ndash; und diese immer wieder durchblicken l&auml;sst, dass AfD-Anh&auml;nger berechtigte Sorgen artikulierten. F&uuml;r Wagenknechts Mangel an Anstand  ist es denn auch symptomatisch, dass sie die Trag&ouml;dien von W&uuml;rzburg, Reutlingen und Ansbach eiskalt ausnutzt, um gegen die abwartende Haltung der Kanzlerin zu punkten. Dies geht vor allem auf Kosten der Fl&uuml;chtlinge und beweist hier wie dort eines: fehlendes Verantwortungsbewusstsein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/die-linke-es-geht-auch-ohne-sahra-wagenknecht,1472602,34545944.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Hetzjagd beginnt. Ein Beitrag von unglaublicher Infamie.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Morde von M&uuml;nchen: Was treibt Amokl&auml;ufer an?<\/strong><br>\nIch-Schw&auml;che, Depression, Migrationshintergrund: Der Psychiater und Amoklauf-Experte Harald Dre&szlig;ing, Leiter der Forensischen Psychiatrie am Zentralinstitut f&uuml;r seelische Gesundheit, kritisiert manche &Auml;u&szlig;erung von Politik und Staatsanwaltschaft zur Tat von M&uuml;nchen. Bei Amokt&auml;tern l&auml;ge meist eine ganze Reihe bestimmter Risikofaktoren vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spektrum.de\/news\/was-treibt-amoklaeufer-an\/1417430\">Spektrum der Wissenschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.L.:<\/strong> Ein Pl&auml;doyer gegen einfache Antworten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bekommt Deutschland eine Nationalgarde?<\/strong><br>\nLaut Grundgesetz darf die Bundeswehr nicht im Inneren eingesetzt werden. Um im Krisenfall trotzdem schnell reagieren zu k&ouml;nnen, hat die Bundesregierung offenbar Pl&auml;ne zur Aufstellung einer Reservisten-Armee in der Schublade. Nach den islamistisch motivierten Anschl&auml;gen von Ansbach und W&uuml;rzburg und dem Amoklauf von M&uuml;nchen gibt es einem Medienbericht zufolge innerhalb der Bundesregierung &Uuml;berlegungen f&uuml;r ein neues nationales Sicherheitskonzept. Zur Unterst&uuml;tzung der Polizei k&ouml;nnte etwa eine &ldquo;Reservisten&rdquo;-Truppe eingesetzt werden, berichtete &ldquo;Bild&rdquo; unter Berufung auf Regierungskreise. Dabei solle es sich um Freiwillige mit milit&auml;rischer oder polizeilicher Ausbildung handeln. Als Vorbild k&ouml;nnten die Nationalgarde in den USA, der Reservedienst in Frankreich und die Reserve-Armee in Gro&szlig;britannien dienen. Die bayerische Landesregierung will bei ihrer mehrt&auml;gigen Klausurtagung, die am Dienstag beginnt, eine Reihe von Sicherheitsma&szlig;nahmen beschlie&szlig;en und auch Forderungen gegen&uuml;ber der Bundesregierung erheben. In diesem Zusammenhang zeigte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann offen f&uuml;r den umstrittenen Einsatz der Bundeswehr im Innern. In Extremf&auml;llen sei dieser auch mit dem Grundgesetz im Einklang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Bekommt-Deutschland-eine-Nationalgarde-article18272596.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> &hellip; minimal ausgebildet, unter Umst&auml;nden nicht ge&uuml;bt in Konflikt- und Stressituationen (wie auch die neuen &ldquo;Hilfspolizisten&rdquo;, die im Gespr&auml;ch sind) und dann Waffen tragend in unseren St&auml;dten wie zur Zeit der Unruhen der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts oder im Israel der Neuzeit? Wollen wir das? Statt wieder auf derartige Mittel zu setzen um der schwarzen Null willens, sollten wir vielleicht die seit 2005 fast 100.000 Polizeistellen wiederaufbauen, die aus Spargr&uuml;nden wegrationalisiert wurden. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust auf eine weitere Militarisierung unserer Gesellschaft &hellip;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Viele bl&ouml;dsinnige Ideen im Umlauf&rdquo;: Polizeivertreter &auml;rgert Sicherheitsdebatte<\/strong><br>\nVertreter der Polizeigewerkschaften haben sich nach den Anschl&auml;gen von Ansbach und W&uuml;rzburg sowie nach dem Amoklauf von M&uuml;nchen gegen Vorschl&auml;ge einer Nationalgarde sowie des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren gewendet. &ldquo;Da sind viele bl&ouml;dsinnige Ideen im Umlauf&rdquo;, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt n-tv. Es bed&uuml;rfe nicht der Bundeswehr, &ldquo;weil wir uns nicht im Krieg befinden, sondern wir brauchen qualifizierte Polizisten&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Polizeivertreter-aergert-Sicherheitsdebatte-article18278431.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bernie Sanders: Die beste Rede seines Lebens<\/strong><br>\nFast w&auml;re der Demokraten-Parteitag im Chaos versunken. Doch dann trat Bernie Sanders ans Rednerpult. (&hellip;) Es ist das dramatische Finale eines dramatischen Tages in Philadelphia, wo die US-Demokraten diese Woche zusammengekommen sind, um Hillary Clinton zu ihrer Pr&auml;sidentschaftskandidatin zu ernennen. Doch zuvor muss noch ein l&auml;stiger Tagesordnungspunkt abgehakt werden: Bernie Sanders, der unterlegene Vorwahlrivale, dessen fanatische Anh&auml;nger seine Niederlage bis heute nicht akzeptieren und, fallen sie nicht ins Glied, Clintons Chancen zu untergraben drohen. Also hat die Regie Sanders als Schlusspunkt dieses ersten Tages gesetzt. Als Br&uuml;cke zwischen dem, was war, und dem, was kommt. Und der Sozialist, der bis 2015 nicht mal Parteimitglied war, meistert diesen emotionalen Spagat brillant &ndash; f&uuml;r sich selbst und f&uuml;r die bangen Demokraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/demokraten-parteitag-in-usa-bernie-sanders-abschied-a-1104698.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man beachte den Tenor dieses Beitrages. Jetzt, da Sanders trotz der Enth&uuml;llungen, dass die F&uuml;hrung der Demokraten explizit gegen ihn gearbeitet hat, Clinton unterst&uuml;tzt, ist er toll, in Topform, r&uuml;hrt die Menschen zu Tr&auml;nen. Vorher hat man noch anders berichtet, da war er ein &ldquo;selbsternannter Sozialist&rdquo;, ein Wirrkopf, ein Populist, ein alter Trottel in schlecht sitzenden Anz&uuml;gen, den man nicht ganz ernst nehmen kann. Leider l&auml;sst sich Sanders vorbehaltloses Eintreten f&uuml;r Clinton aus der fernen europ&auml;ischen Perspektive nicht nachvollziehen. Clinton zu w&auml;hlen, nur um Trump zu verhindern ist zu wenig, gerade wenn man bedenkt welche Bewegung gegen den Neoliberalismus Sanders in Gang gebracht hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Verst&auml;ndlicherweise sind viele nun mehr als entt&auml;uscht von Sanders Entscheidung und <a href=\"http:\/\/usuncut.com\/politics\/thanks-bernie\/\">bleiben skeptisch<\/a>. Welche Bedingungen Sanders gegen&uuml;ber Clinton f&uuml;r seine Unterst&uuml;tzung erhoben hat, ist bislang nicht bekannt. Man kann annehmen, dass Clinton hinter den Kulissen konkrete politische Zugest&auml;ndnisse im Tausch f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung durch Sanders gemacht hat. Man kann auch argumentieren, dass Sanders eine langfristiger orientierte strategische Entscheidung getroffen hat. W&uuml;rde er gegen Clinton antreten und Trump dann durch die Spaltung des Lagers der Demokratischen Partei gewinnen, so w&uuml;rde man das in der &Ouml;ffentlichkeit Sanders und seiner gesamten Bewegung anlasten. Gewinnt hingegen Clinton mit Sanders&acute; Unterst&uuml;tzung, so wird sie angesichts der verfahrenen politischen Situation als Pr&auml;sidentin wohl kaum punkten k&ouml;nnen, so dass Sanders und seine Bewegung voraussichtlich auf l&auml;ngere Sicht gest&auml;rkt werden, ohne dabei kompromittiert zu sein. Die Unterst&uuml;tzerbewegung, die durch Sanders&acute; Kandidatur entstanden und gewachsen ist, wird mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit ein politischer Faktor in den n&auml;chsten Jahren bleiben &ndash; ganz egal, wer nun in diesem Jahr zum US-Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt werden wird. <\/em><br>\n<em>Zwei &uuml;beraus sehenswerte Video-Debatten von klugen K&ouml;pfen zu der Frage, wie Sanders sich verhalten sollte, finden sich <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Rj_-OJDicmQ\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2016\/7\/26\/who_should_bernie_voters_support_now\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Neue Email-Aff&auml;re belastet US-Demokraten<\/strong><br>\nDer Parteivorstand der Demokraten hat im Vorwahlkampf entgegen der gebotenen Neutralit&auml;t insgeheim Hillary Clinton unterst&uuml;tzt, wie von Wikileaks ver&ouml;ffentlichte Emails belegen. Clintons Wahlkampfteam macht Russland f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung verantwortlich. Was der demokratische Sozialist Bernie Sanders und seine Anh&auml;nger schon lange vermutet hatten, hat sich nun best&auml;tigt: Mitglieder des Parteivorstands der Demokraten, dem Democratic National Committee (DNC), hatten trotz gebotener Neutralit&auml;t einseitig Partei f&uuml;r Hillary Clinton im Vorwahlkampf ergriffen. Das geht aus der Email-Korrespondenz des Parteivorstands hervor, die am Wochenende von Wikileaks ver&ouml;ffentlicht wurde. Knapp zwanzigtausend Emails wurden online gestellt, die der Enth&uuml;llungsplattform durch einen Hacker zugespielt worden seien. N&auml;here Angaben zur Herkunft der Daten machte Wikileaks nicht. Aus den Emails geht unter anderem hervor, dass Mitglieder des DNC im Vorfeld der Vorwahlen in West Virginia und Kentucky &uuml;berlegten, das Ger&uuml;cht zu streuen, der Jude Sanders sei in Wirklichkeit Atheist &ndash; was auf die als sehr religi&ouml;s geltende Bev&ouml;lkerung der beiden Bundesstaaten abschreckend wirken sollte. &Uuml;berlegt wurde auch, wie Journalisten beeinflusst werden k&ouml;nnen, damit diese Sanders&lsquo; Wahlkampagne in ein schlechtes Licht r&uuml;cken. An der Intrige zugunsten Clintons war allen voran die Parteichefin Debbie Wasserman Schultz beteiligt, die in einer Email einen Sanders-Vertrauten einen &bdquo;verdammten L&uuml;gner&ldquo; nannte. Inzwischen hat Wasserman Schultz ihren R&uuml;cktritt erkl&auml;rt. Das Sanders-Lager hatte ihr schon vor Monaten vorgeworfen, dem Senator aus Vermont Steine in den Weg gelegt zu haben. (&hellip;)<br>\nDerweil tritt das Clinton-Lager in der E-Mail-Aff&auml;re die Flucht nach vorne an. Dahinter stecke Russland, so Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook am Sonntag in einem CNN-Interview. Moskau habe die E-Mails gestohlen und nun &uuml;ber Wikileaks in der Absicht ver&ouml;ffentlicht, Donald Trump zu helfen, sagte Mook unter Berufung auf &bdquo;Experten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201607254065\/politik\/welt\/neue-email-affaere-belastet-us-demokraten.html\">Hintergrund<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Geht es noch bl&ouml;der? Der b&ouml;se Russe war&rsquo;s. Der Skandal ist doch, dass die Parteif&uuml;hrung der Demokraten versucht hat Sanders zu torpedieren, da er sich klar gegen die neoliberale Agenda und somit gegen die Interessen der US-Finanzoligarchie positioniert hat und nicht, dass wom&ouml;glich russische Hacker die Sache ans Licht gebracht haben. Man kann nur hoffen das Publikum ist in der Lage das zu reflektieren und hoffentlich wird damit auch klar, wessen Interessen Clinton vertritt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: IT-Experten vermuten, dass russische Hacker die Demokraten angegriffen haben<\/strong><br>\nDie amerikanische Bundespolizei FBI hat die Ermittlungen im Fall der so genannten DNC-Leaks &uuml;bernommen. (&hellip;) Wer steckt hinter dem Hack? Es gibt Anhaltspunkte, die auf Russland hindeuten. Die IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike ver&ouml;ffentlichte im Juni einen Bericht, demzufolge zwei verschiedene russische Hackergruppen in die Systemen der US-Demokraten eingedrungen waren. Crowdstrike nennt die Gruppen APT28 und APT29. Die 28er sollen im Auftrag des Geheimdienstes FSB handeln, die 29er im Auftrag des Milit&auml;rnachrichtendienstes GRU. Dieser Bericht wurde in der Zwischenzeit von zwei weiteren IT-Sicherheitsfirmen best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/us-wahl-it-experten-vermuten-dass-russiche-hacker-die-demokraten-angegriffen-haben-1.3095532\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar gibt es lediglich (fragw&uuml;rdige?) Hinweise, jedoch keine echten Beweise f&uuml;r eine russische Verwicklung in diese Email-Aff&auml;re der US-Demokraten. Dennoch schreibt die &ldquo;SZ&rdquo; von &ldquo;&uuml;berzeugendsten Beweis&rdquo; und &ldquo;forensischen Beweismaterial&rdquo;. Oft genug wiederholt k&ouml;nnte auch die gr&ouml;&szlig;te L&uuml;ge als Wahrheit erscheinen. Bitte lesen Sie dazu erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3846\">Wer Herr &uuml;ber sein eigenes Denken bleiben will, muss die Methoden der Meinungsmache kennen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Corbyn, Labour, der Brexit und Immigration<\/strong><br>\nSeit Jeremy Corbyn Vorsitzender der Labour-Partei wurde, hat die Oligarchie des rechten Parteifl&uuml;gels mehr Energie darauf verwendet, Corbyn zu attackieren und sich gegen ihn zu verschw&ouml;ren, als gegen die Politik der Konservativen zu opponieren.Einst als unw&auml;hlbar angesehen, gewann Corbyn im letzten Jahr die Wahl zum Parteivorsitz mit 62 Prozent der Stimmen. Seitdem hat sich die Mitgliederzahl der Partei etwa verdoppelt: nahezu 184.000 Menschen haben sich ihr seit dem 5. Mai 2015 angeschlossen. Die Partei z&auml;hlt nun 370.000 Mitglieder, die der konservativen Tories gerade einmal 150.000. UKIP hat nur 47.000. Alleine in der Woche nach dem Brexit gewann Labour 60.000 Mitglieder hinzu. Diese Neumitglieder wollen Corbyn vor dem Putsch der Parlamentsfraktion sch&uuml;tzen. In der Woche nach dem Referendum hat die Situation einen weiteren Siedepunkt erreicht. Die Blairisten haben zwei Pl&auml;ne entwickelt, um Corbyn zu vernichten &ndash; jeweils einer f&uuml;r ein m&ouml;gliches Resultat. Die Parlamentsfraktion stellte ein Misstrauensvotum: 179 Abgeordnete stimmten gegen, 40 f&uuml;r Corbyn. Doch die Sache ist noch lange nicht abgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/07\/corbyn-labour-der-brexit-und-immigration\/\">Will Denayer auf Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese Analyse des Portals Makroskop enth&auml;lt auch Passagen, die kontrovers debattiert werden d&uuml;rften, wie etwa: &bdquo;Im Grunde genommen hat sich Labour auf den wohlfeilen Diskurs des Sozialdumpings herabgelassen &#8210; ein Ph&auml;nomen welches, wie Untersuchungen beweisen, einmal abgesehen von den untersten Einkommen nicht existiert. Jede Bem&uuml;hung, Migration zu begrenzen, verst&auml;rkt ein Privileg der Geburt und Staatsb&uuml;rgerschaft, das f&uuml;r Labour irrelevant sein sollte. (&hellip;) Darum muss Labour den rechten Diskurs des Sozialdumpings bek&auml;mpfen, der ein besonders giftiger Begriff ist, um arme migrantische Arbeiter zu desavouieren.&ldquo; M&ouml;glicherweise macht es sich der Autor mit dieser Analyse zu einfach. Eine Debatte zu Sozialdumping kann man sicher nicht per se als &bdquo;rechten Diskurs&ldquo; bezeichnen. Die popul&auml;re Strategie, Positionen, die sich nicht gut mit dem eigenen Weltbild vertragen, pauschal als &bdquo;rechts&ldquo; auszugrenzen und damit undiskutierbar zu machen, erschwert eine sachliche Auseinandersetzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Die Hexenjagd hat begonnen &ndash; SOS!<\/strong><br>\nGestern morgen wurde ich sehr fr&uuml;h durch ein &ldquo;Pling&rdquo; geweckt. Ein Kollege hatte eine SMS geschickt: &ldquo;Anscheinend geht der Gro&szlig;angriff los. Haftbefehl f&uuml;r Nazl&#305; Il&#305;cak, sie suchen nach ihr.&rdquo; Das war das, was viele Journalisten seit Tagen bef&uuml;rchtet hatten. Nazl&#305; Il&#305;cak ist mit ihren 72 Jahren eine Veteranin. Eine scharfz&uuml;ngige Journalistin, die gerade erst durch die Schlie&szlig;ung der liberalen Tageszeitung &Ouml;zg&uuml;r D&uuml;&#351;&uuml;nce ihren Job verloren hat. Ich sprang aus dem Bett und versuchte, verschiedene Anw&auml;lte anzurufen. Bald war klar: Es kursiert eine Liste mit den Namen von 42 Journalisten, die alle verhaftet werden sollen, weil ihnen vorgeworfen wird, dem &ldquo;medialen Ableger der Terrororganisation FET&Ouml;&rdquo; (Fethullah&ccedil;&#305; Ter&ouml;r &Ouml;rg&uuml;t&uuml;, zu Deutsch: Terror-Organisation der Fethullah-Anh&auml;nger, Anm. d. Red.) anzugeh&ouml;ren, was bedeutet, dass sie angeblich der G&uuml;len-Bewegung nahestehen. Die bef&uuml;rchtete Hexenjagd hat begonnen. W&auml;hrend ich dies schreibe, sind mindestens 19 der 42 entweder verhaftet worden oder sie haben sich freiwillig gestellt. Wo Il&#305;cak gerade ist, wissen wir nicht. Elf Kollegen sind anscheinend im Ausland. Die Liste ist bemerkenswert. Sie liest sich wie ein Who&rsquo;s who des seri&ouml;sen Journalismus. Die meisten der Gesuchten sind mutige Reporter, von der Rechten wie von der Linken, sie alle haben &uuml;ber Korruption, Machtmissbrauch und den Niedergang der Demokratie recherchiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/tuerkisches-tagebuch-vii-die-hexenjagd-hat-begonnen-sos-1.3093582\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Folgen des EU-T&uuml;rkei-Deals: Griechenland im Griff der Fl&uuml;chtlingskrise<\/strong><br>\nSeit die EU den Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei verhandelt hat, sitzen tausende Menschen in Griechenland fest. Sie werden die EU wahrscheinlich wieder verlassen m&uuml;ssen &ndash; doch Griechenland ist mit den R&uuml;ckf&uuml;hrungen b&uuml;rokratisch &uuml;berfordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/die-folgen-des-eu-tuerkei-deals-griechenland-im-griff-der.979.de.html?dram:article_id=361132\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Debatte um Panama Papers: Quellensteuer gegen Steuerflucht<\/strong><br>\nMit Quellensteuern und Verm&ouml;genssteuern w&uuml;rde der Wiesbadener &Ouml;konom Lorenz Jarass gern auf die Enth&uuml;llungen der Panama Papers antworten. Nur so k&ouml;nnte der Fiskus Steuerflucht uninteressant machen &ndash; auch im nationalen Alleingang. (&hellip;) Superreiche deponieren es (das Kapital) nicht etwa in einem geheimen Speicher und lassen es dort liegen. Ihr Kapital wird in einer Steueroase wie Panama nur formaljuristisch verwaltet. Investiert ist das Kapital jedoch in Industriestaaten und Schwellenl&auml;ndern, weil es nur dort Ertr&auml;ge erzielen kann. Und deswegen sollte es auch dort besteuert werden. Deutschland hat wie jedes Land dazu schon heute die M&ouml;glichkeit. Es kann unilateral handeln, also ohne jeweils eine internationale Harmonisierung abzuwarten. Konzerne und Fonds pflegen wirtschaftlichen Erfolg gern steuermindernd in Kosten zu verwandeln. Also stellen sie inl&auml;ndischen Niederlassungen und Beteiligungen Schuldzinsen und Lizenzgeb&uuml;hren in Rechnung, die an einen ausl&auml;ndischen Firmensitz &uuml;berwiesen werden &ndash; dorthin, wo Steuers&auml;tze g&uuml;nstiger als in Deutschland sind.Deshalb sollte der deutsche Fiskus eine Quellensteuer auf alle gezahlten Schuldzinsen und Lizenzgeb&uuml;hren erheben, soweit diese in Deutschland steuermindernd als Kosten geltend gemacht werden.Im Gegenzug sollte der deutsche Gesetzgeber alle Kapitalentgelte, die von inl&auml;ndischen Investoren im Ausland erwirtschaftet wurden, weitgehend steuerfrei stellen, da sonst deren Kapitalverwaltung ins Ausland abwanderte. Das w&uuml;rde den Finanzplatz Deutschland st&auml;rken und ihn zugleich davor sch&uuml;tzen, steuerlich umgangen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/debatte-um-panama-papers-quellensteuer-gegen-steuerflucht.1005.de.html?dram:article_id=361049\">Lorenz Jarass im Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>K&uuml;rzer oder l&auml;nger arbeiten &ndash; nicht einmal die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten kann Arbeitszeitw&uuml;nsche verwirklichen<\/strong><br>\nMillionen Besch&auml;ftigte w&uuml;rden gern k&uuml;rzer oder l&auml;nger arbeiten als ihre momentane Arbeitszeit vorsieht. Doch nur einer Minderheit gelingt es, diesen Wunsch umzusetzen, zeigt eine aktuelle Studie. Gut die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten ist mit ihrer aktuellen Wochenarbeitszeit unzufrieden. Das geht aus der Untersuchung einer Forschungsgruppe um den Arbeitszeitexperten Dr. Hartmut Seifert, Senior Research Fellow im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, hervor. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben im Rahmen eines von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Forschungsprojekts Daten des Sozio-oekonomischen Panels der Jahre 2011 bis 2014 ausgewertet. In jedem Beobachtungsjahr wurden mehr als 10.000 Besch&auml;ftigte befragt; die Ergebnisse sind repr&auml;sentativ f&uuml;r die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. K&uuml;rzer arbeiten w&uuml;rden am liebsten rund 40 Prozent der Befragten in allen Beobachtungsjahren, wobei nur die gez&auml;hlt wurden, deren Wunscharbeitszeiten um mehr als f&uuml;nf Wochenstunden von den tats&auml;chlichen B&uuml;ro- oder Fabrikstunden. Darunter sind besonders viele Besch&auml;ftigte, meist M&auml;nner, die &uuml;ber 40 Stunden pro Woche arbeiten. Die Besch&auml;ftigten w&auml;ren bereit, f&uuml;r eine Arbeitszeitreduzierung entsprechend auf Einkommen zu verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_66591.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Urteil des Bundessozialgerichts: Elterngeld z&auml;hlt f&uuml;r Geringverdiener als Einkommen<\/strong><br>\nF&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger gilt Elterngeld weiter als Einkommen, ebenso f&uuml;r Geringverdiener. Dies urteilte jetzt das Bundessozialgericht und wies damit zwei Klagen ab. Ein Vater ist vor dem Bundessozialgericht in Kassel mit dem Versuch gescheitert, die Elterngeld-Regeln f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger zu kippen. F&uuml;r sie z&auml;hlt Elterngeld auch weiter als Einkommen.Die Klage des Vaters wurde vom h&ouml;chsten deutschen Sozialgericht als unzul&auml;ssig verworfen. Der vierte Senat musste sich also inhaltlich nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Die gesetzlichen Anforderungen seien nicht erf&uuml;llt, sagte der Vorsitzende Richter in Kassel.Auch bei Geringverdienern wird das Elterngeld f&uuml;r die Berechnung des Kinderzuschlags als Einkommen angerechnet. Wie das Bundessozialgericht entschied, verst&ouml;&szlig;t die Regelung nicht gegen das Recht auf ein menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/hartz-iv-elterngeld-zaehlt-fuer-empfaenger-weiter-als-einkommen-a-1104814.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Debatte um sp&auml;teren Renteneintritt: IW fordert Rente mit 73<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble will es, die Junge Union will es, die Versicherungswirtschaft und nun auch das Wirtschaftsinstitut IW. Der Druck w&auml;chst, noch l&auml;nger zu arbeiten. Das IW fordert die Rente ab 73. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) pl&auml;diert f&uuml;r eine weitere Heraufsetzung des Rentenalters &ndash; und bekommt daf&uuml;r teils scharfe Kritik zu h&ouml;ren. Nur durch l&auml;ngeres Arbeiten k&ouml;nnten steigende Rentenbeitr&auml;ge und ein sinkendes Rentenniveau vermieden werden, sagte IW-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Hubertus Bardt der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung. &bdquo;Wenn nicht st&auml;rker privat und betrieblich vorgesorgt wird, m&uuml;sste das Eintrittsalter weiter erh&ouml;ht werden: bis 2030 auf 69 Jahre und bis 2041 auf 73 Jahre. (&hellip;)<br>\nDas Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstandsmitglied der IG Metall, Hans-J&uuml;rgen Urban, erkl&auml;rte: &bdquo;Bekanntlich f&uuml;hrt die Anhebung der Regelaltersgrenze nicht zu einem l&auml;ngeren Verbleib in den Betrieben, sondern zu drastischen Rentenk&uuml;rzungen.&ldquo; Dass die Rentenbezugszeiten l&auml;nger w&uuml;rden, sei ein bekannter Trend, der den Rentenreformen der letzten Jahre zugrunde liege. Wer jetzt eine drastische Anhebung des Renteneintrittsalters fordere, versuch &bdquo;ein bekanntes Ph&auml;nomen zu skandalisieren&ldquo;.<br>\nDie Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, kritisierte: &bdquo;Solche Vorschl&auml;ge gehen vollkommen an der Realit&auml;t vorbei. Die Besch&auml;ftigungssituation f&uuml;r &Auml;ltere ist nach wie vor kritisch. Die meisten haben doch schon M&uuml;he, ihren Job bis 65 oder gar 67 auszu&uuml;ben. &Auml;ltere Menschen m&uuml;ssen am Arbeitsmarkt bessere Chancen bekommen.&ldquo; Die Vize-Vorsitzende der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, forderte, die &bdquo;rentenpolitische Geisterfahrt&ldquo; zu stoppen. &bdquo;Diese schwachsinnige Diskussion muss sofort beendet werden.&ldquo;<br>\nVor kurzem hatte die deutsche Versicherungswirtschaft deutlich gemacht, dass die B&uuml;rger k&uuml;nftig l&auml;nger bis zur Rente arbeiten m&uuml;ssten als heute. Denn ohne deutlich sp&auml;tere Rente drohten eine enorme Belastung der Steuerzahler und ein rapides Absinken des Rentenniveaus. Auch die Jugendorganisation der CDU, die Junge Union, dringt darauf, die Rente zukunftsfest zu machen. Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) trat f&uuml;r eine Koppelung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/debatte-um-spaeteren-renteneintritt-iw-fordert-rente-mit-73\/13925762.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Terror und der Spalt in meinem Kopf<\/strong><br>\nUnsere Doppelstandards an den islamistischen Terror und den Staatsterror des Westens<br>\nUnsere westliche Wahrnehmung auf den Terrorismus ist von Doppelstandards gepr&auml;gt. Wir leiden unter einer gesamtgesellschaftlichen kognitiven Dissonanz. W&auml;hrend wir auf Terroranschl&auml;ge im Westen mit Islamophobie, gesellschaftlicher Spaltung und Vergeltungsschl&auml;gen reagieren, legen wir gegen&uuml;ber den Millionen Toten des westlichen Staatsterrors in L&auml;ndern des Orients eine apathische Gleichg&uuml;ltigkeit an den Tag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/terror-und-der-spalt-meinem-kopf\/\">justicenow<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>These Qaddafi Henchmen Are Wanted For Stealing Millions, And We Found Them In Britain<\/strong><br>\nThree of the former Libyan dictator&rsquo;s top officials are living comfortably in Britain despite being wanted in Tripoli for allegedly embezzling millions from the collapsed state &ndash; and the UK authorities have done nothing to help investigate.<br>\nA ring of Colonel Muammar al-Qaddafi&rsquo;s henchmen &ndash; including military commanders linked to the bloody suppression of the Libyan uprising &ndash; have been found living in Britain by BuzzFeed News.<br>\nThe three men &ndash; who all deny any wrongdoing &ndash; are on a target list of former regime figures wanted by prosecutors in Tripoli for allegedly fleeing the country with stolen state assets following the collapse of Qaddafi&rsquo;s dictatorship in 2011. BuzzFeed News can reveal that they have been given safe haven in the UK despite being accused of laundering millions of pounds through British banks and property deals.<br>\nGeneral Ahmed Mahmoud Azwai, who maintained Qaddafi&rsquo;s missile stockpile, is suspected of laundering millions through properties in the Home Counties via a network of offshore companies. BuzzFeed News found him living in an affluent part of Surrey.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buzzfeed.com\/janebradley\/qaddafi-henchmen-in-britain?utm_term=.pjlMewgVl#.rvDJMbw2Z\">Buzzfeed<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Norwegen: Wie es der Arbeiterpartei gelingt, sich als st&auml;rkste politische Kraft Norwegens zu behaupten<\/strong><br>\nWir befinden uns im Jahr 2016 n. Chr. In ganz Europa ist die Sozialdemokratie im Niedergang &hellip; Ganz Europa? Nein, in einem kleinen, unbeugsamen Land im Norden Europas leistet die sozialdemokratische Arbeiterpartei (AP) Widerstand. Die Zustimmungswerte der norwegischen AP sind hoch und steigen weiter. Aktuell liegen sie bei 34 bis 36 Prozent. Auch ihre Mitgliederzahlen wachsen (2015 um zehn Prozent), und die Chancen stehen gut, dass die Arbeiterpartei nach der n&auml;chsten Wahl im Jahr 2017 die Regierung anf&uuml;hrt. Nachdem die AP 2013 mit 30,8 Prozent ein vergleichsweise schlechtes Wahlergebnis eingefahren und die Regierungsmacht an eine Koalition aus konservativer H&oslash;yre und rechtspopulistischer Fortschrittspartei verloren hatte, durchlief sie einen umfassenden Erneuerungsprozess. Kern der Neuorientierung bildet der Partei-Slogan &bdquo;Alle skal med&ldquo;. Hinter dem mit &bdquo;Niemand bleibt zur&uuml;ck&ldquo; freier &uuml;bersetzten Zentralmotiv steht ein konsequent verfolgter, egalit&auml;tsorientiert-inklusiver Policy-Mix, aber auch eine st&auml;rkere Einbindung und Mobilisierung der Parteimitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/die-linke-global-wo-funktioniert-es\/artikel\/detail\/gegen-den-strom-1526\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Portugal: Entgegen den Erwartungen ist die Linksallianz in Portugal erstaunlich solide<\/strong><br>\nIn Portugal haben sich die Parteien links der Mitte gro&szlig;e Spr&uuml;nge vorgenommen. Hierf&uuml;r mussten sie aber erst einmal &uuml;ber ihre eigenen Schatten springen. Im November 2015 gelang damit, was vorher 40 Jahre lang undenkbar erschien. So bekam das Land eine Minderheitsregierung der Partido Socialista (PS) unter Ministerpr&auml;sident Ant&oacute;nio Costa, die im Parlament auf den R&uuml;ckhalt von Linksblock (Bloco de Esquerda, BE), Kommunisten (PCP) und Gr&uuml;nen (Os Verdes) z&auml;hlt. (&hellip;) M&ouml;glich wurde diese Alternative zun&auml;chst, weil die Sozialisten ernsthaft nach Alternativen zur harten Austerit&auml;t suchten, ohne jedoch am Ziel eines Haushaltsdefizits von unter drei Prozent zu r&uuml;tteln. Sie gaben sich dabei weniger &bdquo;brav&ldquo; als zuvor und beharrten darauf, dass eine &Uuml;berdosis an neoliberal inspirierter Austerit&auml;t die Wirtschaft stranguliert habe. Es gelte, fanden sie, die Inlandsnachfrage zu erh&ouml;hen. Unterdessen stellten die kleineren Parteien &ndash; die bis dahin die Sozialisten gern mit den b&uuml;rgerlichen Parteien tendenziell in einen Topf geworfen hatten &ndash; ihre grunds&auml;tzlichen Bedenken gegen EU und Euro zur&uuml;ck. In einer pragmatischen Haltung akzeptierten sie das Programm der Sozialisten als Ausgangspunkt, um Zugest&auml;ndnisse finanzieller und sozialpolitischer Natur auszuhandeln. Hatten die Sozialisten etwa die seit 2011 wirksamen Gehaltsk&uuml;rzungen im Staatsdienst innerhalb von zwei Jahren annullieren wollen, so ist dies nun schon f&uuml;r 2016 geplant. Ein krisenbedingter Aufschlag auf die Einkommenssteuer soll 2017 entfallen. Zudem wurde der gesetzliche Mindestlohn von 505 auf 530 Euro monatlich erh&ouml;ht. Im Juli wurde zudem eine Erh&ouml;hung der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit im Staatsdienst von 35 auf 40 Stunden annulliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/schraeges-konstrukt-1543\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Hochschulfinanzierung: Ein Fahrstuhleffekt f&uuml;r die Wissenschaft<\/strong><br>\nMarode Bauten, schlecht bezahlte Forscher: Die L&auml;nder investieren zu wenig in die Hochschulen. Der Bund k&ouml;nnte ihre Blockade &uuml;berwinden. Deutschland steht hinsichtlich seiner Hochschulpolitik vor einem strategischen Dilemma: Die Finanzierung und Steuerung der Hochschulen ist L&auml;ndersache, aber das Grundrecht auf Berufswahlfreiheit ist, garantiert durch das Grundgesetz, ein bundesweit g&uuml;ltiges Rechtsgut. In diesem System hat den gr&ouml;&szlig;ten finanziellen Vorteil, wer am wenigsten in seine Hochschulen investiert, zum Schaden f&uuml;r die Wissenschaft und den gesellschaftlichen Wohlstand. Nur der Bund k&ouml;nnte diese Rationalit&auml;tsfalle aufl&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/bundeslaender-investieren-zu-wenig-in-die-hochschulen-14346891.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Bildung, insbesondere die Hochschulbildung, ist chronisch und absichtlich krass unterfinanziert. Keine neue Erkenntnis, aber trotzdem gut, wenn darauf immer wieder hingewiesen und Abhilfe vorgeschlagen wird. Nur wer hat noch einmal das hier zu Recht beklagte Kooperationsverbot in der Bildung <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/F%C3%B6deralismusreform#Bildungspolitik\">grundgesetzlich verankert<\/a>? Und wieso werden mit Blick auf die kommende Bundestagswahl trotz weiterer Versch&auml;rfung der Finanznot wieder Steuersenkungen versprochen statt eine R&uuml;cknahme z. B. der vielen Steuergeschenke an Kapitalgesellschaften oder eine Wiedereinf&uuml;hrung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Firmenerben? Der Artikel hier schl&auml;gt eine starke Ausweitung der Finanzierung durch den Bund vor, dr&uuml;ckt sich aber um die Frage, wie der Bund h&ouml;here Kosten finanzieren k&ouml;nnte. Wie soll das gehen im Zeitalter von Schuldenbremse und Austerit&auml;tswahn?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Medien, Politik und Terror: &bdquo;Durchschaubare Reflexe&ldquo;<\/strong><br>\nProf. Dr. Klaus Beck lehrt am Institut f&uuml;r Publizistik und Kommunikationsforschung der Freien Universit&auml;t Berlin. Wir haben mit ihm &uuml;ber Reflexe in der Terrorberichterstattung und politischen Diskurs im Krisenmodus gesprochen &ndash; und ihn gefragt, wie hilfreich das Twittern von Katzenbildern ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/medien-politik-und-terror-durchschaubare-reflexe\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie man Terrorexperte wird<\/strong><br>\nWieso uns das Fernsehen immer wieder die gleichen Personen als Fachleute f&uuml;r alles und jedes pr&auml;sentiert &ndash; insbesondere das &ouml;ffentlich-rechtliche.<br>\nDen Vogel schoss dieses Mal CNN ab: In der M&uuml;nchner Schreckensnacht holte der amerikanische Nachrichtensender den fr&uuml;heren Nato-Oberbefehlshaber Wesley Clark auf den Bildschirm, um das Geschehen im fernen Deutschland zu kommentieren und geh&ouml;rig durch zu spekulieren. Auf die Idee muss man erst mal kommen! Was bef&auml;higt einen General, der fr&uuml;her einmal milit&auml;rische Gro&szlig;verb&auml;nde f&uuml;hrte, sich mit den m&ouml;glichen Motiven einer Gewalttat in M&uuml;nchen zu besch&auml;ftigen? Nichts, aber auch gar nichts.<br>\nDas Erste pr&auml;sentierte zur gleichen Stunde den fr&uuml;heren Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo als &bdquo;ARD-Terrorexperten&ldquo;. Dieser Titel war mir neu. Bisher kannte man Mascolo nur als &bdquo;Leiter des Rechercheverbunds&ldquo;, den NDR und WDR gemeinsam mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bilanz.de\/leben\/terrorexperte-muenchen\">Bilanz<\/a>\n<p><strong>Dassend dazu: Der CIA-Agent, der nur T&uuml;rsteher war<\/strong><br>\nWayne Simmons trat regelm&auml;ssig als &laquo;Terror-Experte&raquo; beim US-Sender Fox News auf &ndash; bis sein Schwindel eines Tages aufflog.<br>\nEin Gericht in Alexandria im US-Staat Virginia hat Wayne Simmons (62) zu 33 Monaten Haft verurteilt. Simmons war jahrelang als &laquo;Terror-Experte&raquo; auf dem Sender Fox News aufgetreten, hatte jedoch bei den Angaben zu seinem Lebenslauf gelogen: Er war kein ehemaliger CIA-Agent, sondern zeitweise T&uuml;rsteher in einem Nachtlokal, Buchmacher, Manager eines Whirlpool-Mietservices, Hypotheken-Makler und Verteidiger beim Football-Team der New Orleans Saints.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.20min.ch\/panorama\/news\/story\/11001916\">20 Minuten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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