{"id":34442,"date":"2016-07-29T16:29:21","date_gmt":"2016-07-29T14:29:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442"},"modified":"2016-07-29T18:14:14","modified_gmt":"2016-07-29T16:14:14","slug":"hinweise-des-tages-ii-258","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h01\">Abe-san investiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h02\">Streit &uuml;ber TTIP: Vergesst den Freihandel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h03\">Die Bundeskanzlerin, der IS-Terror und die Fl&uuml;chtlingspolitik: Alternativlos &ndash; was sonst!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h04\">Aussagen zur Fl&uuml;chtlingspolitik: Wut der Linken auf Wagenknecht w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h05\">Arbeitsmarkt im Juli 2016: L&auml;ndervergleich (Insgesamt, Frauen, M&auml;nner, Rechtskreise)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h06\">Leiharbeit auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h07\">Applaus aus Sachsen f&uuml;r den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h08\">&raquo;Soziales an erster Stelle&laquo;: Clinton lobt Sanders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h09\">Wie der Slum-Tourismus bei der Reduzierung der globalen Ungleichheit helfen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h10\">Job befiel, wir folgen dir!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h11\">Nichts gelernt: JC Wuppertal schon in der Vergangenheit zu Verschuldenskosten wegen mutwilliger Verschleppung eines Verfahrens verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h12\">Es ging nie um die Frauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h13\">Die Story im Ersten: Erledigt! &ndash; Deutsche Justiz im Dauerstress<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h14\">&raquo;Colonia Dignidad&laquo;: BND seit 1966 im Bilde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h15\">Araber haben kaum Sympathien f&uuml;r Islamischen Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h16\">Mission Creep im Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h17\">Ausstellung in Genua: &ldquo;Migration ist der Motor unserer Gesellschaft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34442#h18\">Krys ist tot<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abe-san investiert<\/strong><br>\nAnders als die deutsche, hat die japanische Regierung unter Premierminister Shinzo Abe begriffen, dass es keinen Wohlstand ohne &ouml;ffentliche Investitionen gibt. Noch erstaunlicher: Man begreift auch, dass die Investitionen des Staates nicht vom absoluten Stand der staatlichen Schulden abh&auml;ngig gemacht werden d&uuml;rfen. Woher kommt die kollektive Begriffsstutzigkeit in Deutschland und Europa?<br>\nDer japanische Premierminister Shinzo Abe ist seit Beginn seiner Amtszeit dadurch aufgefallen, dass er sich nicht scheute, herrschende &ouml;konomische Dogmen &uuml;ber den Haufen zu werfen (wir haben das unter anderem hier ausf&uuml;hrlich erl&auml;utert). Man hat folglich eine ganze volkswirtschaftliche Ausrichtung nach ihm benannt: Abenomics. Das war im Prinzip ein sehr erfolgversprechender Ansatz, aber auch er ist letztlich nicht erfolgreich gewesen, weil es Shinzo Abe nicht gelungen ist, die Lohndeflation in seinem Land zu durchbrechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/07\/abe-san-investiert\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Streit &uuml;ber TTIP: Vergesst den Freihandel!<\/strong><br>\nDie Industrie poltert, wie schlimm ein Scheitern des TTIP-Abkommens w&auml;re. Dabei haben wir gerade Wichtigeres zu tun, als eine Globalisierung zu forcieren, die so vielen Angst macht. Seit Jahren wird verhandelt und protestiert und weiter verhandelt. Jetzt mehren sich die Zeichen, dass das gro&szlig;e euro-amerikanische Freihandelsabkommen doch nichts wird. Zumindest, wie manche w&auml;hnen, habe jetzt auch der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel aufgegeben, das TTIP-Ding durchzuboxen. Seither poltert es aus den Chefetagen der hiesigen Wirtschaft und ist kein drohender Untergang zu schade. Industrie-Alarm.<br>\nDabei l&auml;sst sich mit einigerma&szlig;en gro&szlig;er Sicherheit sagen, dass die Welt nach einem Scheitern nicht implodieren wird &ndash; nicht einmal die deutsche Industrie. Der Nutzen, den TTIP f&uuml;r Land und Wirtschaft br&auml;chte, k&ouml;nnte sich n&uuml;chtern betrachtet sogar als so bescheiden erweisen, dass uns ein Verschwinden (auch industrie&ouml;konomisch) relativ egal sein kann. Die Frage ist im Gegenteil, ob es in diesen dramatischen Wochen weise ist, eine Art Globalisierung zu forcieren, die vielen schon jetzt so viel Angst vor Entzug und Kontrollverlust macht &ndash; und schr&auml;gen Populisten Freude bereitet, weil es ihnen so viele Frustrierte zutreibt.<br>\nEs wirkt unfreiwillig komisch, wenn BDI-Chef Ulrich Grillo &uuml;ber die &ldquo;Angstmacher und Vereinfacher&rdquo; schimpft, die gegen TTIP sind &ndash; um dann zu warnen, wie &ldquo;brandgef&auml;hrlich&rdquo; es w&auml;re, das Abkommen scheitern zu lassen, und dies im Wesentlichen damit zu begr&uuml;nden, dass Freihandel, wie sollen wir sagen: gut ist. Blo&szlig; nicht vereinfachen. Zur Realsatire wird das beim kuriosen Chef der Familienunternehmer, der &ldquo;mehr Wettbewerb und Wohlstand und weniger Ideologie&rdquo; will &ndash; an ideologiefreier N&uuml;chternheit und Stringenz nat&uuml;rlich schwer zu schlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/ttip-vergesst-den-freihandel-kolumne-von-thomas-fricke-a-1105233.html#ref=rss\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Bundeskanzlerin, der IS-Terror und die Fl&uuml;chtlingspolitik: Alternativlos &ndash; was sonst!?<\/strong><br>\nTerroristen sind in ihrem Element, wenn die &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit gro&szlig; ist. Terroranschl&auml;ge, Attentate und Amokl&auml;ufe sorgen auf grausame Weise f&uuml;r diese Aufmerksamkeit. Ihr Ziel ist es, dass sich niemand mehr sicher f&uuml;hlen kann. Genau dieses Gef&uuml;hl der Sicherheit droht nun, nach drei Anschl&auml;gen innerhalb k&uuml;rzester Zeit, auch in der deutschen Bev&ouml;lkerung verloren zu gehen. Sicherlich ist es noch nicht verloren gegangen. Aber es herrscht Verunsicherung. Die Bundeskanzlerin ist wegen dieser Anschl&auml;ge einmal mehr unter Druck geraten, sich und ihre Politik zu erkl&auml;ren. Genauer gesagt muss sie auf die Anschl&auml;ge reagieren und auf Vorw&uuml;rfe, die einen Zusammenhang zwischen der Fl&uuml;chtlingspolitik und den Anschl&auml;gen der letzten Tage, Wochen und Monate in Frankreich sowie nun eben auch in Deutschland sehen. [&hellip;]<br>\nDie von Bundeskanzlerin Angela Merkel betriebene &bdquo;Willkommenspolitik&ldquo; und ihre Losung &bdquo;Wir schaffen das!&ldquo; standen deswegen schon von Beginn an unter einem schlechten Stern. Diese Politik h&auml;tte gepasst, bef&auml;nde sich die EU in einer Phase der wirtschaftlichen Prosperit&auml;t in der es tats&auml;chlich &ndash; wie Ludwig Erhard es seinerzeit propagierte &ndash; &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; gibt. Aber das ist eben nicht die europ&auml;ische Realit&auml;t und, um es ganz klar zu sagen, nicht einmal die Deutschlands.<br>\nEs ist die virtuelle Realit&auml;t, die sich die Kanzlerin in der Politikkapsel, in der sich das bundespolitische Berlin abzuspielen scheint, offenbar geschaffen hat. Das grenzt inzwischen beinahe an Realit&auml;tsverweigerung &ndash; nicht nur in der Fl&uuml;chtlingspolitik, sondern unter anderem auch in der Euro- und Schulden-Krisenpolitik.<br>\nEuropa ist keine bl&uuml;hende Landschaft, es ist zunehmend tiefer gespalten, die EU bei den B&uuml;rgern so unpopul&auml;r wie noch nie. Von wirtschaftlichem Aufschwung in Europa kann keine Rede sein, wenn man bedenkt wie tief der Einbruch nach 2008 war, wie schwach die Wachstumsraten nach wie vor sind und dass es in Krisenl&auml;ndern mithin immer noch darum geht, das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen. Dar&uuml;ber hinaus hat sich auch die Schuldensituation keineswegs entspannt. Bei Wahlen werden die gro&szlig;en etablierten Parteien, die diese Verh&auml;ltnisse in Europa geschaffen haben und nicht zum Besseren zu ver&auml;ndern verm&ouml;gen, abgestraft. Es entstehen immer h&auml;ufiger politische Pattsituationen wie z.B. in Spanien, die die Regierungsbildung sehr schwierig machen und das anschlie&szlig;ende Regieren noch mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/die-bundeskanzlerin-der-is-terror-und-die-fluechtlingspolitik-alternativlos-was-sonst\/\">Querschuesse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aussagen zur Fl&uuml;chtlingspolitik: Wut der Linken auf Wagenknecht w&auml;chst<\/strong><br>\nIn der Linkspartei h&auml;lt der &Auml;rger wegen Sahra Wagenknechts umstrittener &Auml;u&szlig;erung zu Fl&uuml;chtlingen an. Bis zum Freitagmittag haben mehr als hundert Kritiker der Linksfraktionschefin einen Aufruf mit dem Titel &ldquo;Sahra, es reicht&rdquo; unterzeichnet. &ldquo;Eine Linke, die rechts blinkt, ist nicht mehr auf dem richtigen Kurs&rdquo;, hei&szlig;t es darin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sahra-wagenknecht-wut-der-linken-wegen-fluechtlings-aussagen-waechst-a-1105315.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wow, mehr als hundert Kritiker der Linksfraktionschefin haben einen Aufruf unterzeichnet. Das &ldquo;Qualit&auml;tsmedium&rdquo; SPIEGEL bl&auml;st dies nat&uuml;rlich zum allumfassende Aufstand gegen Sarah Wagenknecht auf. Ohne den SPIEGEL w&uuml;sste wahrscheinlich niemand etwas von dieser Petition. Somit die Frage an die &ldquo;Kritiker&rdquo;, ob sie &uuml;berhaupt begreifen aus welcher Ecke sie hier Beifall erhalten? Der Einfachheit halber sei die Antwort vorweggenommen, diese Damen und Herren erledigen die Drecksarbeit f&uuml;r die herrschenden Eliten. Solche &ldquo;Linke&rdquo; hat die deutsche Oligarchie gern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn man bedenkt, dass SPON diese Aktion vor zwei oder drei Tagen verlinkt und damit de facto mitinitiiert hat, ist die Zahl der Unterschriften extrem lausig.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Juli 2016: L&auml;ndervergleich (Insgesamt, Frauen, M&auml;nner, Rechtskreise)<\/strong><br>\n4,985 Millionen &bdquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II) im Juli 2016, darunter 4,305 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen). 4,804 Millionen Arbeitsuchende, darunter 2,661 Millionen registrierte Arbeitslose (arbeitslose Arbeitsuchende), davon 805.000 (30,3 Prozent) bei den 156 Agenturen f&uuml;r Arbeit und 1,856 Millionen (69,7 Prozent) bei den 408 Jobcentern.<br>\nDie Ver&auml;nderungsraten der registrierten Arbeitslosen (Juli 2015 &ndash; Juli 2016) reichen im L&auml;ndervergleich von -9,7 Prozent in Th&uuml;ringen bis +1,0 Prozent in Niedersachsen.<br>\nDie gesamte BIAJ-Kurzmitteilung vom 28. Juli 2016 zum Arbeitsmarkt im Juli 2016 finden Sie hier: Download (2 Textseiten und 8 Seiten mit Tabellen und Abbildungen)<br>\nErg&auml;nzend dazu siehe: Arbeitsuchende in den Rechtskreisen SGB III und SGB II (Hartz IV): L&auml;ndervergleich Juli 2016 (hier1) &ndash; bei den Arbeitsuchenden reichen die Ver&auml;nderungsraten von -7,2 Prozent in Sachsen bis +8,3 Prozent imSaarland &ndash; und Vergleich der bremischen St&auml;dte (hier2)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/799-arbeitsmarkt-im-juli-2016-laendervergleich-insgesamt-frauen-maenner-rechtskreise.html\">BIAJ<\/a>\n<p><strong>dazu: Arbeitsuchende in den Rechtskreisen SGB III und SGB II (Hartz IV): L&auml;ndervergleich Juli 2016<\/strong><br>\nEin Blick auf die Arbeitsuchenden im Juli 2016 &ndash; die 4,804 Millionen Arbeitsuchenden insgesamt und davon die 2,661 Millionen arbeitslosen Arbeitsuchenden (Arbeitslose) und die 2,143 Millionen nichtarbeitslosen Arbeitsuchenden (gem&auml;&szlig; amtlicher Statistik). Wie verteilen sie sich auf die beiden Rechtskreise (SGB III: Agenturen f&uuml;r Arbeit; SGB II: Jobcenter) und die 16 Bundesl&auml;nder und wie stellt sich dies im Vergleich zum Juli 2015 dar. Siehe dazu die drei unkommentierten BIAJ-Tabellen: insgesamt, SGB III und&nbsp; SGB II (Hartz IV). Download (PDF: 3 Seiten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/798-arbeitsuchende-in-den-rechtskreisen-sgb-iii-und-sgb-ii-hartz-iv-laendervergleich-juli-2016.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Leiharbeit auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nDie nun ver&ouml;ffentlichte Jahresstatistik 2015 bringt Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles in Erkl&auml;rungsnot<br>\nGerne erz&auml;hlen Arbeitgeber die M&auml;r von der Leiharbeit, auf die man angewiesen sei, um Auftragsspitzen abzudecken. Doch l&auml;ngst dienen die Arbeitsverh&auml;ltnisse auf Zeit ganz anderen Zwecken. Im Vorwort der Studie zum &laquo;Funktionswandel der Leiharbeit&raquo; der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung hei&szlig;t es dazu: &laquo;F&uuml;r gleiche Arbeit wird ein ungleicher Lohn gezahlt. Belegschaften erster und zweiter Klasse entstehen, Tarifvertr&auml;ge werden unterlaufen, Mitbestimmung reduziert. Billigere Leiharbeiter verunsichern und disziplinieren als Druck- und Drohpotenzial Stammarbeitskr&auml;fte.&raquo;<br>\nVor wenigen Tagen ver&ouml;ffentlichte nun die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) die Zahlen zur Zeitarbeit f&uuml;r das Jahr 2015. Der Bericht belegt, dass das Verleihmodell sich immer gr&ouml;&szlig;erer Beliebtheit erfreut. &laquo;Die Anzahl der Leiharbeitnehmer ist im langfristigen Vergleich in der Tendenz mit hoher Dynamik gewachsen&raquo;, schreiben die BA-Autoren.<br>\nIm Dezember 2015 waren demnach 951 000 Menschen in Deutschland als Leiharbeiter besch&auml;ftigt. Das waren etwa drei Prozent aller Besch&auml;ftigten in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 67 000. Sollte dieser Trend 2016 anhalten, dann wird man in diesem Jahr erstmals die Millionengrenze &uuml;berschreiten.<br>\nIn welchem Ausma&szlig; sich das &laquo;Hire and Fire&raquo; vollzieht, zeigen die Zahlen der BA: Im zweiten Halbjahr 2015 wurden demnach 691 000 Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse neu abgeschlossen und 717 000 beendet. Das spiegelt sich auch in der Arbeitslosenstatistik wider: W&auml;hrend der Anteil der Leiharbeiter bundsweit nur drei Prozent betrug, machten sie &laquo;15 Prozent der Zug&auml;nge in Arbeitslosigkeit&raquo; aus. (&hellip;)<br>\nBesonders unangenehm f&uuml;r Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist folgender Satz aus dem BA-Bericht: &raquo;Mehr als die H&auml;lfte der Leiharbeitsverh&auml;ltnisse endet nach weniger als drei Monaten.&laquo; Damit w&auml;re ihr Gesetzentwurf zur Leiharbeit, den das Bundeskabinett im Juni verabschiedet hatte, weitgehend wirkungslos. Mit dem Entwurf wollte Nahles erreichen, &raquo;dass gute Arbeit auch fair bezahlt wird&laquo;. Er sieht vor, dass Leiharbeiter im Betrieb nach neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie vergleichbare Stammarbeitnehmer. Die Statistik der Bundesagentur macht aber deutlich, dass kaum ein Besch&auml;ftigter so lange in einer Firma bleibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020308.leiharbeit-auf-dem-vormarsch.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Mit anderen Worten: Jetzt hat Bundesministerin Nahles einen deutlichen Beleg daf&uuml;r erhalten, dass sie f&uuml;r diesen Job nicht geeignet ist. Ihre Reden erweisen sich als &ldquo;hohles Geschw&auml;tz&rdquo;. Die SPD kann in dieser Koalition f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft nichts Positives bewirken. W&auml;re das ernsthafte Bem&uuml;hen um progressive Alternativen nicht endlich an der Zeit?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Applaus aus Sachsen f&uuml;r den Mindestlohn<\/strong><br>\nEine Studie soll beweisen, dass die bef&uuml;rchteten Arbeitsplatzverluste ausgeblieben sind. Die Wirtschaft h&auml;lt dagegen.<br>\nDie Einf&uuml;hrung des Mindestlohns hat in Deutschland zu weniger Entlassungen gef&uuml;hrt als bef&uuml;rchtet. Bundesweit seien rund 60.000 Stellen verlorengegangen oder nicht entstanden, sagte Lutz Bellmann vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung N&uuml;rnberg (IAB) am Donnerstag in Dresden. Zugleich sei allein in Sachsen in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten um 66000 gestiegen, darunter besonders stark im Gastgewerbe (plus 15 Prozent) sowie im Sozial- und Gesundheitswesen (plus 12 Prozent).<br>\n&bdquo;Das zeigt, dass die bef&uuml;rchteten Arbeitsplatzverluste, vor allem im Dienstleistungsgewerbe, nicht einmal ansatzweise eingetreten sind&ldquo;, sagte Stefan Brangs (SPD), Staatssekret&auml;r im s&auml;chsischen Wirtschaftsministerium, das die Studie in Auftrag gegeben hatte. Sachsen ist das Bundesland, in dem der Mindestlohn am st&auml;rksten wirkt. Brangs zufolge liegt das an der jahrzehntelangen Lohnzur&uuml;ckhaltung hier und einer Wirtschaftspolitik, die mit niedrigen L&ouml;hnen im Freistaat geworben habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/lohnuntergrenze-applaus-aus-sachsen-fuer-den-mindestlohn-14361596.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Generell ist der Mindestlohn zu niedrig und leider nicht &ndash; wie von der SPD urspr&uuml;nglich versprochen &ndash; fl&auml;chendeckend. Die NachDenkSeiten haben oftmals auf die Vorurteile der Unternehmerseite bzw. ihrer Lobbyisten hingewiesen &ndash; dazu wenige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23672\">Gezeter &uuml;ber den Mindestlohn<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26443\">Mindestlohn: Wie das &bdquo;Institut f&uuml;r Weltwirtschaft&ldquo; Arbeitsplatz-Verluste herbeiphantasiert<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34026\">Ein weiterer verzweifelter Versuch, den Mindestlohn schlechtzureden<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Soziales an erster Stelle&laquo;: Clinton lobt Sanders<\/strong><br>\nDie demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat bei einer Schlussrede auf dem Parteitag in Philadelphia dem linken Senator und Mitbewerber Bernie Sanders die Hand gereicht. &raquo;Bernie, Deine Kampagne hat Millionen von Amerikanern inspiriert, die Herz und Seele in unsere Vorwahlen investiert haben&laquo;, sagte Clinton unter dem Jubel der Delegierten. &raquo;Du hast wirtschaftliche und soziale Themen ins Zentrum und an die erste Stelle gesetzt, dort, wo sie hingeh&ouml;ren&laquo;, f&uuml;gte sie hinzu. Clinton erkl&auml;rte ferner, sie werde im Falle ihrer Wahl zur Pr&auml;sidentin gemeinsam mit Sanders daraufhinarbeiten, Studiengeb&uuml;hren abzuschaffen.<br>\nClinton will zudem die Schaffung von gut bezahlten Arbeitspl&auml;tze zu Schwerpunkten ihrer Amtsf&uuml;hrung machen. In ihrer ersten Rede als offizielle Kandidatin f&uuml;r das Wei&szlig;e Haus k&uuml;ndigte sie am Donnerstagabend an, die US-Wirtschaft so voranbringen zu wollen, &raquo;dass jeder, der einen gut bezahlten Job will, ihn bekommen kann&laquo;. Clinton sagte, sie wolle in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit das massivste Konjunkturprogramm seit Ende des Zweiten Weltkrieges auf die Beine stellen. Dadurch sollten Arbeitspl&auml;tze unter anderem im Bereich der &Ouml;ko-Energien, der Infrastruktur und der kleinen Unternehmen geschaffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020326.soziales-an-erster-stelle-clinton-lobt-sanders.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re ein entsprechendes Konjunkturprogramm f&uuml;r Deutschland so abwegig?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Nachtigall, ick h&ouml;r Dir trapsen! &bdquo;Darauf hinarbeiten&ldquo;, d&uuml;rfte wohl nichts anderes hei&szlig;en, als dass gar nichts geschieht. Und ein immenses Konjunkturprogramm, das &bdquo;Arbeit schafft&ldquo; w&uuml;nscht sich sicher auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Denkbar w&auml;re hier etwa ein massiver Ausbau der R&uuml;stungsindustrie mit Tagel&ouml;hnern, deren Geld f&uuml;r die Miete nicht reicht. Was ich damit sagen will: Man h&uuml;te sich davor, Propaganda oder Demagogie f&uuml;r die Wirklichkeit zu halten. Diese Worte hier bedeuten &hellip; alles oder nichts. Die Zukunft wird zeigen, ob es unter Clinton auch nur einem einzigen Amerikaner wirklich besser oder vielleicht sogar vielen schlechter geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie der Slum-Tourismus bei der Reduzierung der globalen Ungleichheit helfen kann<\/strong><br>\nDas sogenannte &bdquo;Slumming&ldquo; ist zur&uuml;ck: Verm&ouml;gende Westler streifen massenhaft durch die Armenviertel unserer Welt. Diese Form des Tourismus mag vielen als moralisch problematisch oder sogar grundfalsch erscheinen &ndash; kann aber auch dazu beitragen, den Einwohnern der Slums mehr politische und soziale Aufmerksamkeit zu verschaffen. (&hellip;)<br>\nTrotz der globalen Anti-Armuts-Rhetorik ist es doch eindeutig, dass einige Menschen von der weitverbreiteten Armut profitieren. In diesem Zusammenhang ist das Verschleiern von Armut und Armutsvierteln politisch relevant. Unsichtbarkeit bedeutet, dass die Einwohner der Armenviertel Schwierigkeiten haben, Forderungen nach angemessener Unterbringung, st&auml;dtischer Infrastruktur und Sozialleistungen zu artikulieren. Sie stehen als billige Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung, aber haben keine vollen sozialen und politischen Rechte. (&hellip;)<br>\nAllerdings hat der Slum-Tourismus gegen&uuml;ber dem &bdquo;virtuellen Slumming&ldquo; einen entscheidenden Vorteil: Er bringt Menschen zusammen. Wenn wir wollen, dass der Tourismus einen Beitrag gegen die globale Ungleichheit leistet, dann sollten wir fragen, wo er grenz&uuml;berschreitende Begegnungen erm&ouml;glicht und wo er Touristen dazu ermutigt, lokale Probleme an die Oberfl&auml;che zu bringen und sich global im Kampf gegen Ungleichheit zu vernetzen. Dies bedeutet auch, sich von landl&auml;ufigen Vorstellungen des Tourismus als rein &ouml;konomischer Transaktion zu verabschieden und seine politischen und sozialen Potentiale zu realisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/makronom.de\/wie-der-slum-tourismus-bei-der-reduzierung-der-globalen-ungleichheit-helfen-kann-16221\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Job befiel, wir folgen dir!<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich konnte man lesen, dass die Jungen Alternativen, das Jungvolk des Altersstarrsinn f&uuml;r Deutschland, keine Identit&auml;ren mehr in den eigenen Reihen haben m&ouml;chten. Parteib&uuml;cher f&uuml;r V&ouml;lkische soll es nicht mehr geben. Deren Ethnopluralismus, diese softe v&ouml;lkische Variante nach dem Credo &raquo;In Vielfalt getrennt und jedes Volk f&uuml;r sich&laquo;, soll offiziell keinen Platz mehr bei der AfD finden. Bei einer Demo in Wien seien noch &raquo;Einzelpersonen&laquo; aus der Partei gesichtet worden. Die beiden Bundesvorsitzenden der jungen Altersnativen missbilligen das ausdr&uuml;cklich. Na also, eigentlich ist es doch wie bei allen Jugendverb&auml;nden, die &uuml;berholen die Mutterpartei immer von links &ndash; nun ja, links von der &auml;u&szlig;ersten Rechten -, sind aufgekl&auml;rter, idealistischer als die Ollen halt. Was also da nachkommt, hat nichts mehr von Gauleiter und Konsorten. Wenn die Jungmannen erst mal am Ruder sind, dann weicht der Panzerkreuzer vom Kurs ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/07\/job-befiel-wir-folgen-dir.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nichts gelernt: JC Wuppertal schon in der Vergangenheit zu Verschuldenskosten wegen mutwilliger Verschleppung eines Verfahrens verurteilt<\/strong><br>\nIm April dieses Jahres hat das Sozialgericht D&uuml;sseldorf das Jobcenter Wuppertal wegen absichtlicher und rechtsmissbr&auml;uchlicher Fortf&uuml;hrung eines Verfahrens zu einer Rechtsmissbrauchsgeb&uuml;hr verurteilt. Nun zeigt sich die mangelnde Lernf&auml;higkeit: Bereits vor Jahren gab es einen &auml;hnlichen Fall.<br>\nMit Presseerkl&auml;rung vom 19. Juli dargestellt, wurde das Jobcenter Wuppertal am 27. April dieses Jahres vom Sozialgericht D&uuml;sseldorf (SG) zu einer Missbrauchsgeb&uuml;hr in H&ouml;he von 150 Euro verurteilt. Das Gericht argumentierte in seiner Urteilsbegr&uuml;ndung, dass das Jobcenter &ldquo;das Verfahren sinnloserweise fortgef&uuml;hrt und damit absichtlich bei Gericht Kosten verursacht&rdquo; habe.<br>\nBrisant ist nun, dass bereits im September 2012 ebenfalls vor dem SG D&uuml;sseldorf ein ganz &auml;hnliches Urteil zu Ungunsten des Jobcenter gef&auml;llt wurde. Damals verklagte ein Leistungsbezieher das Jobcenter, da dieses unrechtm&auml;&szlig;ig die &Uuml;bernahme der tats&auml;chlichen Kosten der Unterkunft verweigerte. Obwohl das SG D&uuml;sseldorf im Rahmen des Klageverfahrens das Jobcenter explizit darauf hinwies, &ldquo;dass die Klage Erfolg hat&rdquo; und eindeutig feststellte, dass ein &ldquo;verst&auml;ndigter Beklagter&hellip; eine Anerkenntnis abgegeben [h&auml;tte]&rdquo;, verlangte das Jobcenter ein Urteil. Das Gericht hielt dazu in aller Deutlichkeit fest, dass diese Reaktion, &ldquo;das Verfahren aber zu Lasten des Kl&auml;gers in die L&auml;nge zu ziehen&rdquo;, &ldquo;mutwillig&rdquo; gewesen sei. Das Gericht verurteile das Jobcenter damals schon zu Verschuldenskosten in H&ouml;he von 500 Euro.<br>\n&ldquo;Damit zeigt sich, dass das Jobcenter Wuppertal immer wieder trotz besseren Wissens und deutlicher Warnung durch das Gericht ganz bewusst gegen das Gesetz verst&ouml;&szlig;t und den Leistungsbeziehern ihnen zustehende Anspr&uuml;che nicht zuerkennt.  Dabei muss gesagt werden, dass jeder noch so kleine Betrag, den ein Hartz IV-Empf&auml;nger nicht hat, f&uuml;r ihn immer einen erheblichen Betrag darstellt. Das Jobcenter nimmt offensichtlich f&uuml;r seinen Rechtsbruch Strafen in Kauf, die weit &uuml;ber dem eigentlichen Streitwert liegen&rdquo;, kommentiert Harald Thom&eacute; von Tacheles e.V. das Urteil.<br>\n&ldquo;Zudem ist es bedenklich, dass das Jobcenter auch nach dieser unmissverst&auml;ndlichen R&uuml;ge durch das Gericht ungeniert seine rechtsmissbr&auml;uchliche Praxis fortgesetzt hat und nun im vergangenen April erneut zu Mutwillkosten verurteilt wurde. Ein Lernprozess hat offensichtlich nicht stattgefunden. Dieser immer wieder vorkommende Rechtsbruch durch das Jobcenter Wuppertal muss unverz&uuml;glich aufh&ouml;ren &ldquo;, fordert Thom&eacute; abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wuppertal.tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/2041\/\">Tacheles e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es ging nie um die Frauen<\/strong><br>\nFeministin zu sein bedeutet, kritisch zu bleiben, auch wenn alle anderen in einen Freudentaumel verfallen. Wie zum Beispiel Anfang Juli, als &bdquo;Nein hei&szlig;t nein&ldquo; endlich im Sexualstrafrecht verankert wurde.<br>\nIn verschiedensten Medien feiern Feminist*innen das neue Gesetz. F&uuml;r mich als Feministin gibt es keinen Grund zu feiern. Und alle Feminist*innen, die, wie ich, wei&szlig; sind und das neue Gesetz als historischen Erfolg verbuchen, sollten aufh&ouml;ren, sich so zu nennen.<br>\nMit dem neuen Gesetz werden feministische Forderungen instrumentalisiert, um Abschiebung und rassistische Diskriminierung zu rechtfertigen. Wenn wir als Feminist*innen Gleichheit fordern, muss das Gleichheit f&uuml;r alle hei&szlig;en.<br>\nAlles andere ist nicht Feminismus, sondern h&ouml;chstens eine Erm&auml;chtigung der eigenen (wei&szlig;en) Gruppe auf Kosten der weiteren Unterdr&uuml;ckung einer anderen (nicht wei&szlig;en). Und genau das ist es, worauf das neue Sexualstrafgesetz beruht.<br>\nEs geht um zwei Aspekte, die in der Beurteilung der Reform oft nicht beachtet werden. Erstens wird das Aufenthaltsrecht weiter eingeschr&auml;nkt: Eine Person ohne deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft, die nach dem ver&auml;nderten Strafrechtsparagrafen 177 verurteilt wird, kann in Zukunft leichter abgeschoben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Nein-heisst-nein\/!5322228\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34112#h10\">die (fragw&uuml;rdige) Gesetzes&auml;nderung hingewiesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Story im Ersten: Erledigt! &ndash; Deutsche Justiz im Dauerstress<\/strong><br>\nIn der Sendung &ldquo;Die Story im Ersten: Erledigt! &ndash; Deutsche Justiz im Dauerstress&rdquo; reden Richter und Betroffene erstmals Klartext. Sie meinen, Deutschland mit seinem Justizsystem w&uuml;rde derzeit nicht einmal mehr in die EU aufgenommen. Offen sprechen sie &uuml;ber ihre Arbeitswelt und die teils unw&uuml;rdigen Bedingungen, unter denen hierzulande Recht gesprochen wird. Im europ&auml;ischen Ranking der Besoldung l&auml;ge Deutschland auf einem der letzten Pl&auml;tze, knapp vor Armenien oder Albanien, beklagen Mitglieder des Deutschen Richterbundes. In der 45-min&uuml;tigen Dokumentation ist es den Autoren Gesine Enwaldt und Holger Trzeczak gelungen, mit der Kamera tief einzusteigen in den Arbeitsalltag deutscher Richter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Story-im-Ersten-Erledigt-Deutsch\/Das-Erste\/Video?bcastId=799280&amp;documentId=36761174\">ARD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Colonia Dignidad&laquo;: BND seit 1966 im Bilde<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) soll bereits seit 1966 von &raquo;KZ-&auml;hnlichen&laquo; Methoden in der von Deutschen gegr&uuml;ndeten Sektensiedlung &raquo;Colonia Dignidad&laquo; in Chile gewusst haben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion vom Mittwoch hervor. Allerdings will der BND dies nur aus lokalen Presseberichten erfahren haben. In der Antwort des Staatssekret&auml;rs im Ausw&auml;rtigen Amt, Stephan Steinlein, wird einger&auml;umt, dass die Regierung bis 1987 Menschenrechtsverletzungen ignoriert und sich sch&uuml;tzend vor die &raquo;Colonia Dignidad&laquo; gestellt habe.<br>\nIn dem hermetisch abgeriegelten Lager wurde Kindern ab 1961 systematisch sexuelle Gewalt angetan. Zudem folterte Chiles Geheimdienst dort w&auml;hrend der Pinochet-Diktatur Oppositionelle. Die sp&auml;ter in &raquo;Villa Baviera&laquo; umbenannte Siedlung wirbt heute mit bayerischer Folklore um Touristen. F&uuml;r einen Eklat sorgte j&uuml;ngst die Anwesenheit des als Mitt&auml;ter zu einer Bew&auml;hrungsstrafe verurteilten Reinhard Zeitner beim Empfang der Deutschen Botschaft f&uuml;r Bundespr&auml;sident Joachim Gauck in Chile (jW berichtete).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-29\/003.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Araber haben kaum Sympathien f&uuml;r Islamischen Staat<\/strong><br>\nWeder Ziele noch propagierte Gewalt sto&szlig;en auf Zustimmung, nur bei Marokkanern und Pal&auml;stinensern ist die Affinit&auml;t zum IS etwas h&ouml;her<br>\nNicht erst seitdem sich Anschl&auml;ge von IS-Anh&auml;ngern auch in Europa h&auml;ufen, diskutieren Medien, Politiker und Wissenschaftler dar&uuml;ber, wie die Terrormiliz zu solcher Macht kommen konnte. Vor allem zwei Erkl&auml;rungsvarianten konkurrieren dabei: Die eine sieht den IS als Produkt der gesellschaftlichen Umst&auml;nde in den jeweiligen arabischen L&auml;ndern, als Reaktionen auf sektiererische und repressive Politik der eigenen Regierungen. Der IS als Sammelbecken der Ausgesto&szlig;enen und Verzweifelten kranker arabischer Gesellschaften. Die andere Erkl&auml;rung sieht den IS als Konsequenz geopolitischen Machtkalk&uuml;ls und globaler Steilvertreterkriege. Ihr zufolge &uuml;berfiel der IS die betroffene arabischen Gesellschaften so unvermittelt wie eine Armee Au&szlig;erirdischer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48974\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Mission Creep im Mittelmeer<\/strong><br>\nDas unm&ouml;gliche Mandat: Seenotrettung, Embargo, Statebuilding und Terrorbek&auml;mpfung<br>\nNach den eher vorsichtigen Angaben des Missing Migrants Projects der International Organization for Migration (IOM) sind im Jahr 2014 3.297, 2015 3.673 und 2016 allein bis 21. Juli 2.997 Menschen beim Versuch, das Mittelmeer nach Europa zu &uuml;berqueren, umgekommen. Allein im April 2015 waren es 1.147. Daraufhin entsandte die Bundeswehr zwei Kriegsschiffe zwischen Italien und Libyen ins Mittelmeer, woraufhin die Zahl der Opfer im Mai und Juni 2015 zun&auml;chst auf insgesamt 105 fiel. Die Schiffe der Bundeswehr wurden daraufhin in die eilig eingerichtete EU-Marinemission EUNAVFOR MED (&bdquo;Sophia&ldquo;) eingegliedert. Daraufhin stieg die Zahl der Todesopfer wieder deutlich auf 230 im Juli und 686 im August 2015. Im Mai 2016 &ndash; ein knappes Jahr nach dem Beginn der EU-Mission &ndash; erreichte die Zahl der Todesopfer in einem einzigen Monat mit 1.138 wieder fast das Rekordhoch vom April des Vorjahres.<br>\nPlanm&auml;&szlig;ig besteht die EU-Marinemission aus sieben Schiffen, einem U-Boot, zwei Hubschraubern und vier Seefernaufkl&auml;rern. Zwar wird dieser Umfang in der Praxis meist nicht erreicht &ndash; Mitte Juli 2016 etwa waren &bdquo;nur&ldquo; f&uuml;nf Schiffe, mehrere Hubschrauber und zwei Aufkl&auml;rungsflugzeuge beteiligt &ndash; trotzdem d&uuml;rfte die &bdquo;Aufkl&auml;rungsdichte&ldquo; zwischen Italien und Libyen alleine durch den EU-Einsatz enorm sein und diese Region zu den am besten &uuml;berwachten weltweit z&auml;hlen. Hinzu kommt allerdings, dass neben dem EU-Flottenverband noch 15 Schiffe, drei Hubschrauber und vier Flugzeuge im Rahmen der Frontex-Mission Triton, zahlreiche Nichtregierungsorganisationen wie die &Auml;rzte ohne Grenzen und Sea Watch e.V. sowie Schiffe und Flugzeuge unter nationalem Kommando aktiv sind. Au&szlig;erdem findet ein enger Informationsaustausch zwischen EUNAVFOR MED und der eigentlich zur Terrorbek&auml;mpfung im Mittelmeer aktiven NATO-Marinemission Active Endeavour statt. Ende 2013 hatte das Grenz&uuml;berwachungssystem Eurosur seinen Betrieb aufgenommen, das f&uuml;r etwa 250 Mio. Euro eine &Uuml;berwachung der Au&szlig;engrenzen in Echtzeit in Aussicht stellte und f&uuml;r das bereits zuvor von der EU enorme Summen in Forschungsprojekte f&uuml;r &Uuml;berwachungstechnologie und Data Fusion verausgabt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/07\/27\/mission-creep-im-mittelmeer\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ausstellung in Genua: &ldquo;Migration ist der Motor unserer Gesellschaft&rdquo;<\/strong><br>\nHistorisch betrachtet ist Migration nicht der Ausnahmezustand, sondern der Normalfall der Geschichte. Das zeigt eine Ausstellung im Museo del Mare in Genua, die unser Italienkorrespondent Jan-Christoph Kitzler f&uuml;r uns besucht hat.<br>\nVielleicht kann es so eine Ausstellung nur in einer Hafenstadt geben, wo schon immer die Fremden kamen und gingen. In Genua kommen schon seit Jahrhunderten die Schiffe aus der ganzen Welt an &ndash; und mit ihnen die Menschen von &uuml;berall. Und es tut ganz gut, in einer aufgeheizten Diskussion, in der unsch&ouml;ne Worte wie &ldquo;Migrationswellen&rdquo; oder &ldquo;Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me&rdquo; die Runde machen, in der von einer &ldquo;Flut&rdquo; die Rede ist, wie von einer biblischen Plage, sich zur&uuml;ckzulehnen und zur&uuml;ckzublicken. Denn das, was da gerade passiert, ist kein Ausnahmezustand, eher ein Normalfall der Geschichte, sagt Pierangelo Campodonico, der die Ausstellung konzipiert hat: \n<blockquote><p>\n&ldquo;Wir reden nicht einfach nur &uuml;ber Aus- oder Einwanderung, sondern wir sprechen von Migration. Das ist der Motor f&uuml;r unsere Gesellschaft, ob uns das nun passt oder nicht. In der Geschichte der Menschheit spielt Migration eine sehr wichtige Rolle. Das hei&szlig;t, wir m&uuml;ssen raus aus den alten Schemata &ndash; wir sprechen von Migranten.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Um es gleich vorweg zu sagen: Es wird nichts besch&ouml;nigt. Die Zahl der Einwanderer ist in Italien gerade in den letzten Jahren massiv angestiegen, auf jetzt rund sechs Millionen Menschen, also zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung. Seit 1973 schon ist Italien kein Auswandererland mehr, sondern ein Einwandererland. Aber es bleibt nicht bei diesen Nummern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ausstellung-in-genua-migration-ist-der-motor-unserer.2165.de.html?dram:article_id=361481\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Krys ist tot<\/strong><br>\nHans J&uuml;rgen Krysmanski war ein gro&szlig;er Soziologe und Herrschaftskritiker<br>\nCarl Schmitt, der reaktion&auml;re Bef&uuml;rworter des staatlichen Ausnahmezustands, schrieb 1953: &raquo;Elite sind diejenigen, deren Soziologie keiner zu schreiben wagt.&laquo; Keiner? Nein! Es gibt einige wenige. Einer, der einen gro&szlig;en Teil seines akademischen Lebens damit verbracht hat, die Geschichte der Machteliten zu erforschen, war der Soziologe Hans J&uuml;rgen Krysmanski, der am 9. Juni im Alter von 80 Jahren gestorben ist.<br>\n&raquo;Die wahre Machtelite, die Superreichen, die sich Politiker kaufen k&ouml;nnen, das sind eher 0,01 Prozent&laquo;, so Krysmanski, &ndash; die 0,1 Prozent im Titel seines 2012 erschienenen Buches &raquo;0,1 % &ndash; Das Imperium der Milliard&auml;re&laquo;, waren eine Idee des Verlages. Krysmanski war als linker Kapitalismuskritiker und Professor f&uuml;r Soziologie an der Universit&auml;t in M&uuml;nster eine herausragende Pers&ouml;nlichkeit. W&auml;hrend ihn der Stern und andere als &raquo;Reichtumsforscher&laquo; titulierten, verstand er sich selbst als Macht- und Herrschaftsforscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-05\/049.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em>Die NachDenkSeiten bedauern den Verlust.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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