{"id":34464,"date":"2016-08-02T08:24:43","date_gmt":"2016-08-02T06:24:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464"},"modified":"2016-08-02T08:24:43","modified_gmt":"2016-08-02T06:24:43","slug":"hinweise-des-tages-2679","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h02\">US-Wahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h03\">Bundeswehr im Innern: Einsatz k&uuml;nftig frei nach Schnauze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h04\">Europa erzeugt die Fl&uuml;chtlinge selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h05\">Die neue Macht der Fondsgesellschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h06\">The rule of the market in East-Central Europe is absolute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h07\">Die unheimliche Macht der Tech-Giganten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h08\">Justizskandal im Fall Rudolf Elmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h09\">Vorw&auml;rts in die Vergangenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h10\">Milliardengewinn dank neuer Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h11\">Sit-In im Jobcenter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h12\">Spaniens Zimmerm&auml;dchen klagen &uuml;ber Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h13\">Trotz Kritik: Vermittlung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in Leiharbeit h&auml;lt unvermindert an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h14\">Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windr&auml;der Film von Claudia Butter und Achim Reinhardt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h15\">Bittere Pille f&uuml;r den Frieden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h16\">Von Stimmungen, Entt&auml;uschungen und Fehlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h17\">Thousands turn out to support Labour leader Jeremy Corbyn in Liverpool<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h18\">Wie Google das Werk eines Schriftstellers einfach zerst&ouml;rte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34464#h19\">Das Letzte &ndash; Im Schatten der Frau W.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sie werden sterben wie Kanalratten<\/strong><br>\nAus den Worten von Nihat Zeybek&ccedil;i, dem Wirtschaftsminister der T&uuml;rkei, hallt die &ldquo;totale Finsternis&rdquo; wider, in die das Land gerissen wird. Als er sich in Denizli und U&#351;ak an die Massen wandte, nahm er in Bezug auf die inhaftierten Putschisten kein Blatt vor den Mund: &ldquo;Wir werden sie so hart bestrafen, dass sie flehen werden: ,Lasst uns sterben, damit wir erl&ouml;st werden!&rsquo; Wir werden sie zwingen, uns anzuflehen. Wir werden sie in so tiefe L&ouml;cher werfen, dass sie kein Sonnenlicht mehr sehen, solange sie atmen. ,T&ouml;tet uns&rsquo;, werden sie uns anflehen. Selbst wenn wir sie hinrichteten, f&auml;nde mein Herz keinen Frieden. Sie werden in zwei Quadratmeter gro&szlig;en L&ouml;chern sterben wie Kanalratten.&rdquo;<br>\nKemal K&#305;l&#305;&ccedil;daro&#287;lu, Vorsitzender der kemalistischen Oppositionspartei, der CHP, ist in einer &auml;u&szlig;erst schwierigen Situation. Er hatte geschworen, Pr&auml;sident Erdo&#287;an nach dem Putsch niemals in seinem Palast zu besuchen. Nachdem er in den vergangenen Tagen mitansehen musste, wie brachial der Staat umstrukturiert wird, sagte er nun der H&uuml;rriyet: &ldquo;Drei bis vier Leute entscheiden alles allein, und wir sprechen von Entscheidungen, die noch weit &uuml;ber den Ausnahmezustand hinausreichen. Das Parlament w&auml;re hierf&uuml;r eigentlich die Instanz. Was momentan geschieht, ist inakzeptabel. Man kann einen Staat nicht unter der Begr&uuml;ndung eines Putschversuchs komplett umgestalten, indem man alle sozialen Gruppen ausschlie&szlig;t, die sich diesem Putsch widersetzt haben.&rdquo;<br>\nNiemand wei&szlig; genau, was Erdo&#287;an mit der T&uuml;rkei im Sinn hat<br>\nDer springende Punkt dabei ist, dass die Opposition als Ganze der AKP gegen&uuml;ber ziemlich hilflos und zersprengt ist. Erdo&#287;an hat das Sagen und niemand wei&szlig; genau, was er mit der T&uuml;rkei im Sinn hat.<br>\nRecep Tayyip Erdo&#287;an Ankara bestellt deutschen Gesandten wegen K&ouml;lner Demo ein<br>\nSelbst der eine vermeintliche Silberstreif am Horizont hat sich mittlerweile eingedunkelt: Vor zwei Tagen erkl&auml;rte Erdo&#287;an, dass er alle Beleidigungsklagen fallen lassen werde, aber dann teilten seine Anw&auml;lte mit, dass davon alle F&auml;lle ausgenommen seien, die von der prokurdischen HDP ausgegangen waren. Das gesamte politische Lager der Kurden, das sich ohnehin schon lange unbehaglich f&uuml;hlt, wurde au&szlig;erdem von der Neuigkeit &uuml;berrascht, dass in Erzurum mindestens 65 Lokalpolitiker der HDP verhaftet und unter Arrest gestellt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/tuerkisches-tagebuch-xiii-sie-werden-sterben-wie-kanalratten-1.3102899\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Demonstration schadet der deutsch-t&uuml;rkischen Community<\/strong><br>\nEs ist gerade einmal zwei Wochen her, als ein Putschversuch die T&uuml;rkei in einen kollektiven Schockzustand versetzt hat. Nicht nur die T&uuml;rkei, sondern auch die in Deutschland lebenden t&uuml;rkeist&auml;mmigen Menschen. In dieser Nacht machten die Deutsch-T&uuml;rken kein Auge zu und verfolgten &uuml;ber die t&uuml;rkischen Fernsehsender, die sozialen Medien und &uuml;ber Verwandte die Entwicklungen. Es war ein traumatisches Erlebnis. Die Bilder von Panzern und Kampfflugzeugen, die Zivilisten angriffen und viele Menschen t&ouml;teten, haben sich in die K&ouml;pfe der Menschen festgesetzt. Da die t&uuml;rkeist&auml;mmigen Menschen in Deutschland nicht einfach nur zusehen wollten, w&auml;hrend Freunde und Verwandte in der T&uuml;rkei auf den Stra&szlig;en den Putschisten Widerstand leisteten, versammelten sie sich spontan vor den t&uuml;rkischen Konsulaten und Botschaften in Deutschland, um ein Zeichen der Solidarit&auml;t zu setzen, unabh&auml;ngig davon ob man AKP-Anh&auml;nger ist oder nicht. Von Seiten der deutschen Medien und Politiker gab es dazu kein Verst&auml;ndnis, stattdessen wurden durch einseitige Berichterstattung und unbedachte Aussagen seitens einiger Politiker, die schon fast traurig waren, dass der Putsch scheiterte, die Deutsch-T&uuml;rken vor den Kopf gesto&szlig;en.<br>\nAn diesem Sonntag wird in K&ouml;ln jetzt nach zwei Wochen zu einer Gro&szlig;demonstration aufgerufen. Das Motto lautet &bdquo;Ja zur Demokratie. Nein zum Staatsstreich.&ldquo;. Auch wenn behauptet wird, dass zahlreiche t&uuml;rkische Vereine und Verb&auml;nde an dieser Demonstration mitwirken, ist jedem klar, dass es die UETD ist, die diese Demonstration organisiert. Im Vorfeld dieser Demonstration gab es hitzige Debatten dar&uuml;ber, ob sie stattfinden soll oder nicht. Politiker gaben Statements ab, dass eine Pro-Erdogan-Demonstration in Deutschland keinen Platz haben d&uuml;rfe.  Andere legten den Teilnehmern an dieser Demonstration nahe, doch das Land zu verlassen, wenn sie Erdogan so sehr lieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/erenguevercin.wordpress.com\/2016\/07\/30\/die-demonstration-schadet-der-deutsch-tuerkischen-community\/\">grenzg&auml;ngerbeatz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US-Wahlen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Trumps Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Krim-Annexion<\/strong><br>\nNoch ist die Aufregung um Trumps Aufforderung an russische Hacker, weiter nach Clintons E-Mails zu suchen, nicht verklungen. Schon legt er nach: Im Fall eines Wahlsiegs kann er sich die Anerkennung der russischen Krim-Annexion vorstellen.<br>\nDer US-Pr&auml;sidentschaftskandidat Donald Trump hat in einem Fernsehinterview mit dem Sender ABC angek&uuml;ndigt, im Falle eines Wahlsiegs eine Anerkennung der russischen Annexion der Krim in Erw&auml;gung zu ziehen. &ldquo;Nach dem, was ich geh&ouml;rt habe, wollen die Leute auf der Krim lieber bei Russland sein&rdquo;, sagte Trump. &ldquo;Wenn unser Land gut mit Russland ausk&auml;me, w&auml;re das eine gro&szlig;e Sache.&rdquo; Die US-Regierung und ihre Verb&uuml;ndeten betrachten die Krim-Annexion als v&ouml;lkerrechtswidrig und erkennen sie nicht an.<br>\nAuch eine Aufhebung der Sanktionen gegen Russland kann sich der Republikaner Trump als US-Pr&auml;sident vorstellen. Seine weiteren &Auml;u&szlig;erungen im Interview lie&szlig;en den Schluss zu, dass ihm die milit&auml;rische Intervention Russlands unter Pr&auml;sident Wladimir Putin im Nachbarland Ukraine m&ouml;glicherweise nicht vollst&auml;ndig bekannt ist.<br>\nTrump sagte an den Moderator gewandt: &ldquo;Putin wird nicht in die Ukraine gehen, ja, nur damit Sie das verstehen. Er wird nicht in die Ukraine gehen, okay? Das k&ouml;nnen Sie so festhalten.&rdquo; Der Moderator reagierte mit dem Einwand: &ldquo;Aber er ist doch schon dort, oder nicht?&rdquo; Trump erwiderte daraufhin: &ldquo;Okay, na gut, er ist auf gewisse Weise dort. Aber ich bin nicht dort.&rdquo;<br>\nDas Wahlkampfteam von Trumps demokratischer Gegenkandidatin Hillary Clinton reagierte besorgt auf die &Auml;u&szlig;erungen. Clintons au&szlig;enpolitischer Berater Jake Sullivan nannte sie &ldquo;unheimlich&rdquo;. In seiner Erkl&auml;rung hie&szlig; es: &ldquo;&Uuml;ber was redet er da? &Uuml;ber was sonst noch wei&szlig; er nicht Bescheid? Trump beherrscht nicht einmal das Grundwissen &uuml;ber die Weltlage, aber er beherrscht Putins Argumentation zur Ukraine.&rdquo; Clinton selbst unterstellte Trump eine &ldquo;absolute Ergebenheit&rdquo; gegen&uuml;ber Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/trump-krim-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hm, ist Trump wirklich so irre wie er von den deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; immer hingestellt wird? Seine Position zu Russland klingt um L&auml;ngen vern&uuml;nftiger, als die der Kriegstreiberin Clinton. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch auf den NachDenkSeiten<\/strong>: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30660\">Wer ist hier der Radikale? Donald Trump?<\/a>&ldquo; , &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31836\">Veit Medick und der verr&uuml;ckte Mr. Trump<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32448\">Trump und der &bdquo;dritte Weltkrieg&ldquo; &hellip; sch&ouml;ner manipulieren mit der FAZ<\/a>&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Hillary Clintons Au&szlig;enpolitik als Pr&auml;sidentin<\/strong><br>\nGareth Porter vermutet anhand der Berater der demokratischen Kandidatin ein milit&auml;risches Eingreifen zugunsten eines Regimewechsels in Syrien<br>\nDie demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidatin Hillary Clinton konzentriert sich derzeit auf ihr Image als Mutter, Gro&szlig;mutter und identit&auml;tspolititisches Symbol. Politische &ndash; vor allem au&szlig;enpolitische &ndash; Inhalte spart sie dagegen weitgehend aus (vgl. Demokraten k&uuml;ren Hillary Clinton zur Kandidatin). Der Gellhorn-Investigativjournalismuspreistr&auml;ger Gareth Porter hat sich deshalb andere Quellen dazu angesehen, die R&uuml;ckschl&uuml;sse auf ihre Au&szlig;enpolitik zulassen. Und er kommt zum Ergebnis, dass es wahrscheinlich ein milit&auml;risches Eingreifen zugunsten eines Regimewechsels in Syrien geben wird, wenn sich die Amerikaner am 8. November f&uuml;r die Ex-Pr&auml;sidentengattin entscheiden.<br>\nDas entnimmt er unter anderem den &Auml;u&szlig;erungen von Mich&egrave;le Flournoy, die der Washington Post zufolge eine &ldquo;sehr sehr hei&szlig;e&rdquo; Anw&auml;rterin auf den Posten einer Verteidigungsministerin unter Clinton ist. Flournoys Think Tank Center for New American Security (CNAS), der vor neun Jahren gegr&uuml;ndet wurde, um die Zustimmung f&uuml;r den Irak- und den Afghanistankrieg zu f&ouml;rdern, fordert &ldquo;begrenzte milit&auml;rische Schl&auml;ge&rdquo; in Syrien &ndash; und zwar nicht nur gegen den IS oder die unl&auml;ngst von al-Nusra-Front in Fatah al-Sham umbenannte syrische al-Qaida-Tochter (vgl. Jabat al-Nusra hei&szlig;t jetzt Jabat Fatah al-Sham), sondern gegen die syrische Armee, die diese beiden Terrorgruppen bek&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49004\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut Hillary Clinton, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31687\">die Lieblingskandidatin der Kriegspartei<\/a>. Zu bef&uuml;rchten ist, dass es nicht lediglich bei einem Eingreifen in Syrien bleibt. Mehr Kriege &ndash; und insbesondere wenn Merkel weiterhin Bundeskanzlerin bleiben sollte &ndash; mit deutscher Beteiligung w&auml;ren wohl sehr wahrscheinlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie bei US-Wahlen betrogen wird<\/strong><br>\nn-tv.de: Viele Beobachter sagen, dass Donald Trump die Wahlen nicht gewinnen kann, weil er Schwarze und Hispanics verprellt. Ihr Buch &ldquo;Gern geschehen, Mr. President!&rdquo; legt den Verdacht nahe, dass er trotzdem gewinnen k&ouml;nnte, weil er deren Stimmen gar nicht braucht.<br>\nGreg Palast: So ist es. Landesweit wird Hillary Clinton auf jeden Fall die meisten Stimmen bekommen. Aber um Pr&auml;sidentin zu werden, braucht sie die Mehrheit im &ldquo;electoral college&rdquo;, dem Gremium der Wahlm&auml;nner und -frauen. Daf&uuml;r muss sie in einigen Swing States gewinnen. Die zwei Schl&uuml;sselstaaten sind Ohio und North Carolina. Ich war vor ein paar Tagen in Ohio, die Umfragen dort sind sehr knapp. Wei&szlig;e M&auml;nner m&ouml;gen Hillary Clinton nicht, weil sie Freihandelsabkommen unterst&uuml;tzt hat, die in Staaten wie Ohio und North Carolina viele Arbeitspl&auml;tze vernichtet haben. In beiden Bundesstaaten [die von republikanischen Gouverneuren regiert werden] wird sehr hart daran gearbeitet, W&auml;hler von den Wahlurnen fernzuhalten.<br>\nW&auml;hler werden an der Wahl gehindert? Warum?<br>\nMeist sind es die Republikaner, die so etwas machen, denn sie erhalten nur sehr wenige Stimmen von Minderheiten &ndash; von Schwarzen, Hispanics, von asiatischen Amerikanern oder auch von jungen Leuten. Also versuchen sie, diese Gruppe an der Wahl zu hindern.<br>\nWie l&auml;uft das ab?<br>\nDa gibt es unterschiedliche Methoden: W&auml;hler werden aus Wahlverzeichnissen gestrichen, das W&auml;hlen wird erschwert oder Stimmen werden nicht gez&auml;hlt, wie im Jahr 2000 in Florida. In Ohio habe ich mit einem W&auml;hler gesprochen, einem Schwarzen. Er wurde aus dem W&auml;hlerverzeichnis gestrichen, weil er von einem Programm namens &ldquo;Crosscheck&rdquo; erfasst wurde. Crosscheck [zu Deutsch: &ldquo;Gegenprobe&rdquo;] ist ein zwischenstaatliches System, das verhindern soll, dass W&auml;hler zwei Mal zur Wahl gehen. Der Mann hei&szlig;t Donald Alexander Webster. Angeblich ist er identisch mit einem W&auml;hler namens Donald Eugene Webster in Virginia. Es gibt Namen in den USA, die typisch f&uuml;r Schwarze sind, Webster geh&ouml;rt dazu, auch Johnson oder Brown. Bei Latinos ist es nat&uuml;rlich noch einfacher. Crosscheck erfasst diese Namen, und die republikanischen Politiker, die f&uuml;r die W&auml;hlerverzeichnisse in den Bundesstaaten zust&auml;ndig sind, streichen sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wie-bei-US-Wahlen-betrogen-wird-article18316756.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundeswehr im Innern: Einsatz k&uuml;nftig frei nach Schnauze<\/strong><br>\nDie Bundesregierung&#8203; will die Bundeswehr&#8203; k&uuml;nftig in Deutschland einsetzen. Nicht nur wie bisher bei Naturkatastrophen, sondern ab sofort auch bei &ldquo;Ausnahmesituationen&rdquo; bzw. &ldquo;terroristischen Gro&szlig;lagen&rdquo;. Doch was hei&szlig;t das &uuml;berhaupt? Was soll eine &ldquo;terroristische Gro&szlig;lage&rdquo; sein, wo es die Bundeswehr braucht? Stellt sich raus: Man kann nicht sagen, was das hei&szlig;t. Es soll k&uuml;nftig je nach Einzelfall entschieden werden. Tilo erkl&auml;rt: Das ist Willk&uuml;r und stellt eine gef&auml;hrliche Entwicklung dar&hellip;<br>\nVerteidigungsministerium:<br>\n*Einsatz der Bundeswehr im Innern*<br>\nzu Ihrer Frage in der heutigen Regierungspressekonferenz nach der Definition eines Terrorangriffs katastrophischer Dimension &uuml;bersende ich Ihnen nachstehend die Antwort des Bundesministeriums der Verteidigung:<br>\n&ldquo;Ob ein Terrorangriff eine &bdquo;katastrophische Dimension&ldquo; hat und damit einen besonders schweren Ungl&uuml;cksfall im Sinne des Artikel 35 Abs. 2 S. 2 oder Abs. 3 GG darstellt, kann nur anhand der konkreten Umst&auml;nde im jeweiligen Einzelfall bewertet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PabPPCBHR8k\">jung &amp; naiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europa erzeugt die Fl&uuml;chtlinge selbst<\/strong><br>\nPolitiker versprechen, die Fluchtursachen in den armen L&auml;ndern zu bek&auml;mpfen. Gleichzeitig versucht die EU, in Afrika ein verheerendes Freihandelsabkommen durchzusetzen.<br>\nEigentlich hat Angela Merkel recht: Die Fl&uuml;chtlinge, die in Europa ankommen, sind nicht so zahlreich, als dass dieser reiche Kontinent nicht w&uuml;rdevoll mit ihnen umgehen k&ouml;nnte. Doch die EU stellt derzeit jeden Tag ihre Unf&auml;higkeit unter Beweis, die Situation angemessen zu bew&auml;ltigen.<br>\nDie Armutsmigration treibt die europ&auml;ischen L&auml;nder auseinander, sie untergr&auml;bt das Recht auf Bewegungsfreiheit und gef&auml;hrdet das gesamte europ&auml;ische Projekt. Auch wenn die Fl&uuml;chtlinge aus kriegsgeplagten L&auml;ndern wie Syrien und Afghanistan derzeit die Schlagzeilen bestimmen, kommen die meisten Migranten nach wie vor aus Westafrika.<br>\nIn diesem Moment verhandelt die Europ&auml;ische Union ein Wirtschaftsabkommen mit den westafrikanischen L&auml;ndern, das unter dem Namen EPA firmiert. Und eigentlich sollte man annehmen, dass es ein gemeinsames Interesse an einer Vereinbarung gibt, die der Wirtschaft in diesen L&auml;ndern auf die Beine hilft. Schlie&szlig;lich ist es gerade die wirtschaftliche Aussichtslosigkeit, die die afrikanischen Migranten nach Europa treibt. Wenn sie in ihren eigenen L&auml;ndern Aussicht auf eine anst&auml;ndige Arbeit h&auml;tten, k&auml;men sie gar nicht erst auf die Idee, ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um nach Europa zu gelangen.<br>\nAllein: Das Abkommen, das die EU vorschl&auml;gt, enth&auml;lt nicht viel mehr als die altbekannten Konzepte, die zu nichts f&uuml;hren werden, au&szlig;er dem immer gleichen Teufelskreis. Es verspricht kurzfristige Profite f&uuml;r europ&auml;ische Konzerne und Beteiligungen f&uuml;r eine kleine afrikanische Elite. Mit den bekannten Folgen: steigende Ungleichheit in der Region, grassierende Armut, schwelende Konflikte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-07\/westafrika-freihandelsabkommen-eu-fluechtlinge-hafsat-abiola\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die neue Macht der Fondsgesellschaften<\/strong><br>\nIn gro&szlig;em Stil kaufen riesige amerikanische Fondsgesellschaften Unternehmensanteile &ndash; und b&uuml;ndeln die Eigentumsrechte ganzer Branchen. Das bringt ganz neue Probleme.<br>\nAdam Smith hat erkannt, dass traditionelles Unternehmertum dem Gemeinwohl dient. Ein B&auml;cker, der im Wettbewerb den Gewinn seiner B&auml;ckerei maximiert, orientiert sich, so gut er kann, an den Bed&uuml;rfnissen seiner Kunden. So tr&auml;gt der Egoismus des Einzelnen zum &bdquo;Wohlstand der Nationen&ldquo; bei, wie Adam Smith in seinem gleichnamigen Opus Magnum es beschreibt.<br>\nDoch die heutige Welt der Wirtschaft ist eine andere. Viele B&auml;ckereien geh&ouml;ren nicht mehr den B&auml;ckern. Fondsgesellschaften sind zu den gr&ouml;&szlig;ten Anteilseignern unz&auml;hliger Unternehmen geworden &ndash; oft auch von konkurrierenden Unternehmen derselben Branche. [&hellip;]<br>\nDas B&auml;ckerbeispiel beschreibt, was in den globalen Finanzm&auml;rkten zunehmend im gro&szlig;en Stil passiert. Einige, meist amerikanische Fondsgesellschaften erh&ouml;hen schrittweise ihre Anteile an zahlreichen Unternehmen und lassen so gemeinsame Eigent&uuml;merstrukturen zwischen (ehemaligen) Konkurrenten entstehen. Dadurch erlangen sie nahezu unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; und oft unbehelligt von Wettbewerbsbeh&ouml;rden &ndash; Einfluss auf das strategische Verhalten in wichtigen M&auml;rkten. [&hellip;]<br>\nSo teilen sich Blackrock und die anderen Fondsgesellschaften weltweit die oberen Rangpl&auml;tze in der Liste der gr&ouml;&szlig;ten Anteilseigner vieler Unternehmen untereinander auf. Die &bdquo;Deutschland AG&ldquo; verschwindet.<br>\nWenn aber eine Bank den &bdquo;wahren shareholder value&ldquo; ihrer Eigent&uuml;mer maximieren m&ouml;chte, l&auml;sst sie die Wettbewerber lieber in Ruhe und konzentriert sich auf M&auml;rkte und Produkte, in denen sie nicht mit Unternehmen konkurriert, an denen ihre gr&ouml;&szlig;ten Anteilseigner wirtschaftliches Interesse haben. [&hellip;]<br>\nAlles funktioniert also bestens, ganz genau wie im Lehrbuch &ndash; und doch kommt es gewisserma&szlig;en automatisch zu Marktversagen: Die mit dem Wachstum der Fondsgesellschaften verbundenen Wettbewerbseinschr&auml;nkungen f&uuml;hren zu h&ouml;heren Unternehmensgewinnen. Von diesen profitieren haupts&auml;chlich die amerikanischen Investoren, die dadurch immer weiter wachsen k&ouml;nnen &ndash; was wiederum das Wettbewerbsproblem weiter versch&auml;rft. Obwohl sich also alle beteiligten Parteien marktgerecht verhalten, droht die steigende Macht der Gro&szlig;investoren im Finanzmarkt die Fundamente der Marktwirtschaft auszuh&ouml;hlen. [&hellip;]<br>\nOb sich gro&szlig;e Fondsgesellschaften letztlich als Segen oder Fluch erweisen, wird davon abh&auml;ngen, ob es gelingt, den zu beobachtenden Trend zu hochkonzentrierten Eigent&uuml;merrechten in den H&auml;nden weniger einflussreicher Gesellschaften rechtzeitig zu stoppen. Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, erstmal das Bewusstsein daf&uuml;r zu sch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/fondsgesellschaften-schaden-dem-wettbewerb-14361696.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen Albrecht M&uuml;ller:<\/strong><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Zun&auml;chst einmal: das ist ein sehr interessanter Artikel. Darauf wird in einem redaktionellen Beitrag noch einmal gesondert einzugehen sein.<\/em><br>\n<em>Vorab:<\/em><\/li>\n<li><em>Der Beitrag in der FAZ zeigt im Kern, dass Markt und Wettbewerb nicht so funktionieren, wie sich das die Ideologen der reinen Marktwirtschaft vorstellen. Macht- und Marktkonzentration auf den Finanzm&auml;rkten f&uuml;hrt zu oligopolartigen Strukturen. Die beiden &Ouml;konomen sprechen immerhin von Marktversagen. Die Vorstellung, dass die Orientierung am Shareholder Value optimale Ergebnisse zeitige, wird nebenbei erledigt.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Autoren untersch&auml;tzen die Rolle des Staates und die Rolle des Zusammenspiels zwischen Finanzwirtschaft und Politik. Zum Beispiel nennen sie zwar die &bdquo;Aufl&ouml;sung der Deutschland AG&ldquo;. Aber sie verkennen, dass diese bewusst gef&ouml;rdert worden ist und bis heute durch Steuerverg&uuml;nstigungen gef&ouml;rdert wird &ndash; die 2002 eingef&uuml;hrte Steuerfreiheit f&uuml;r Gewinne beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen gibt es immer noch. <\/em><\/li>\n<li><em>Und sie untersuchen nicht, welchen Zusammenhang es zwischen den daf&uuml;r entscheidenden Politikern, konkret zum Beispiel Gerhard Schr&ouml;der und Wolfgang Clement, und der US-amerikanischen Finanzwirtschaft gibt bzw. gegeben hat. Jedenfalls ist es kein Wunder, dass die beiden Autoren besonders viel an Heilung von den Regulierungsbeh&ouml;rden erwarten. Das ist angesichts der Machtballung in den H&auml;nden der Fondgesellschaften ziemlich blau&auml;ugig.<\/em><\/li>\n<li><em>Richtig s&uuml;&szlig; ist der letzte Satz: &bdquo;Die Aufgabe der Wissenschaft ist es, erst mal das Bewusstsein &hellip; zu schaffen.&ldquo; Zur richtigen Einordnung dieser Aussage brauche ich nur einen Satz aus dem Text des Beitrags der beiden Wissenschaftler zu zitieren: &bdquo;Die Wirtschaftswissenschaft hat solche Einfl&uuml;sse lange Zeit verschlafen.&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>F&uuml;r NachDenkSeiten-LeserInnen und Leser von &bdquo;Meinungsmache&ldquo; musste das nicht gelten. Dort, in meinem Buch &bdquo;Meinungsmache&ldquo; es ein Kapitel 18: &bdquo;Kapitalmarkt als Casinobetrieb und die Pl&uuml;nderung deutscher Unternehmen&ldquo;, in dem ich auf die Gefahren hinweise. Das war 2009.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The rule of the market in East-Central Europe is absolute<\/strong><br>\nJaroslav Fiala speaks to Gasp&aacute;r M. Tam&aacute;s about the brutality of capitalism, Orb&aacute;n&rsquo;s Hungary, and the failure of the European system.<br>\nRecently, Europe has been experiencing dangerous times: the crisis of the Eurozone, terrorist attacks, the rise of the far right, Brexit, and so on. Is liberal democracy in peril?<br>\nNobody can say that liberal democracy has not liberated some people and that some kinds of servitude have not been obliterated. But the current system has run into a number of contradictions. We are experiencing a serious crisis of liberal democracy, which coincides with the &ldquo;death&rdquo; of socialism. The necessary condition of liberal democracy was the existence of the workers&rsquo; movement. It was the result of a compromise in which, in exchange for inner peace and stability, social democracy had given up some of its revolutionary demands and had become part of the bourgeois state. As a result, the lower classes were represented. The inner balance between classes within Western welfare states, with privileges for the proletariat, its trade unions, social democratic and communist parties and the international equilibrium between reformed and limited capitalism and the Soviet bloc led to what we today call &ldquo;liberal democracy&rdquo;, which existed between 1945 and 1989. Western European labour legislation has followed Soviet and socialist legal patterns from the 1920s, so have legal measures concerning gender equality and family law. This is proven by recent legal-historical scholarship.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/politicalcritique.org\/cee\/hungary\/2016\/the-rule-of-the-market-in-east-central-europe-is-absolute-interview\/\">Political Critique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die unheimliche Macht der Tech-Giganten<\/strong><br>\nApples Quartalsgewinn w&uuml;rde reichen, um Griechenlands Schulden auszugleichen. Auch die anderen gro&szlig;en Tech-Firmen k&ouml;nnen es mit der Wirtschaftskraft ganzer Staaten aufnehmen. Was macht sie so m&auml;chtig?<br>\nIn den vergangenen Tagen bewiesen die gr&ouml;&szlig;ten US-Techkonzerne einmal mehr, wie sehr sie ihre Branche dominieren. Die j&uuml;ngsten Quartalszahlen zeigen: Apple, Google, Microsoft, Facebook und Amazon sind in ihren Marktsegmenten uneinholbar Marktf&uuml;hrer. Doch wie gro&szlig; sind die Konzerne inzwischen wirklich?<br>\nEin Vergleich mit den Leistungen ganzer Volkswirtschaften zeigt, welche Dimensionen sie erreicht haben: Der addierte Quartalsumsatz der f&uuml;nf Firmen betr&auml;gt 122,1 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als die Quartalswirtschaftsleistung von Polen oder Belgien und nur knapp weniger als die von Schweden, dem asiatischen Tech-Mekka Taiwan oder dem bev&ouml;lkerungsreichsten Staat Afrikas, Nigeria.<br>\nApples Quartalsgewinn allein w&uuml;rde ausreichen, um das griechische Staatsdefizit im Krisenjahr 2014 von gut sechs Milliarden Euro auszugleichen. Gemeinsam k&ouml;nnten die Firmen mit ihren Gewinnen nach Steuern von 18 Milliarden die Quartals-Neuverschuldung der Euro-Krisenstaaten Griechenland, Spaniens und Portugal problemlos schultern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157395712\/Die-unheimliche-Macht-der-Tech-Giganten.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eindrucksvoll. Alleine der Volkswagen-Konzern hat jedoch rund die H&auml;lfte des Umsatzes der im Artikel genannten f&uuml;nf &bdquo;Tech-Giganten&ldquo; und auch der Gewinn w&uuml;rde ohne R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Folgen des Manipulationsskandals mehr als die H&auml;lfte des Gewinnes der &bdquo;Tech-Giganten&ldquo; entsprechen. Und w&uuml;rden die &bdquo;Tech-Giganten&ldquo; &auml;hnlich wie Volkswagen Steuern zahlen, w&auml;re deren kombinierter Gewinn wohl sogar geringer als der des Wolfsburger Automobilbauers.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Justizskandal im Fall Rudolf Elmer<\/strong><br>\nIm Fall um den in Rorbas lebenden Ex-Banker Rudolf Elmer sind Beweise aufgetaucht, welche den Whistleblower entlasten. Die Staatsanwaltschaft hat die Dokumente seit 2009 zur&uuml;ckgehalten.<br>\nEs ist ein Justizskandal, der die Steuerzahler teuer zu stehen kommen k&ouml;nnte. Die &laquo;SonntagsZeitung&raquo; hat in ihrer aktuellen Ausgabe aufgedeckt, dass die Staatsanwaltschaft im Fall Rudolf Elmer jahrelang entlastende Dokumente zur&uuml;ckgehalten hat.<br>\nDer heute in Rorbas lebende Rudolf Elmer ist als Whistleblower bekannt geworden, nachdem er bei der Bank Julius Baer auf den Cayman Islands vertrauliche Kundendaten von Steuers&uuml;ndern mitgenommen und den Steuerbeh&ouml;rden, Medien sowie der Enth&uuml;llungsplattform WikiLeaks &uuml;berreicht hatte. Elmer wurde 2005 verhaftet und seither zweimal wegen der Verletzung des Schweizer Bankgeheimnisses verurteilt. Er bestritt stets, dass er w&auml;hrend seiner Anstellung f&uuml;r die Bank auf den Cayman Islands einen Schweizer Vertrag hatte. Ohne diesen w&auml;re eine Verurteilung wegen Bankgeheimnisverletzung aber gar nicht erst m&ouml;glich.<br>\nNun zeigt sich: Rudolf Elmer hatte tats&auml;chlich keinen Schweizer Vertrag, sondern war von der Cayman Islands Niederlassung der Bank Julius Baer direkt angestellt, mit lokalem Vertrag und lokaler Bezahlung. Und: Die Staatsanwaltschaft wusste seit 2009 davon, hat die ihr vorliegenden Beweise aber zur&uuml;ckgehalten, wie die &laquo;SonntagsZeitung&raquo; weiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zsz.ch\/ueberregional\/Justizskandal-im-Fall-Rudolf-Elmer\/story\/24240203\">Z&uuml;richsee-Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Lesen Sie dazu auch den NachDenkSeiten-Artikel<\/strong> &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9097\">Ein verh&auml;ngnisvoller Deal<\/a>&ldquo; aus dem Jahre 2011.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorw&auml;rts in die Vergangenheit<\/strong><br>\nDie Reichen werden immer reicher, die Armen immer &auml;rmer. Auch in Deutschland ist die Verm&ouml;gensungleichheit enorm ausgepr&auml;gt. Dabei wurde an den &Uuml;bergang von der Industrie- zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft mal die Hoffnung gekn&uuml;pft, dass die Kluft zwischen Arm und Reich kleiner werden w&uuml;rde. Fehlanzeige! Stattdessen fallen wir in eine Art vormoderne St&auml;ndegesellschaft zur&uuml;ck, meint Sighard Neckel.<br>\n&ldquo;In zahlreichen westlichen L&auml;ndern findet gegenw&auml;rtig ein sozialer Wandel statt, der neofeudale Privilegien f&uuml;r verm&ouml;gende Klassen etabliert, w&auml;hrend pr&auml;karisierte soziale Gruppen mit Verarmung und Exklusion konfrontiert sind&rdquo;, beobachtet der Hamburger Soziologe. Auch in Deutschland l&auml;sst sich das beobachten: Die reichsten 10 Prozent in Deutschland besitzen fast 60 Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens hierzulande, so eine Statistik der Deutschen Bundesbank aus dem Jahr 2014, die durch zahlreiche andere Statistiken best&auml;tigt wird. Diese Kluft, die gegenw&auml;rtig gr&ouml;&szlig;er wird statt kleiner, besteht allerdings nicht nur in Verm&ouml;gensverteilung, so Sighard Neckel, sondern generell in unseren Teilhabechancen.<br>\nIn Anlehnung an J&uuml;rgen Habermas begreift er diesen Prozess als Refeudalisierung und beschreibt diese gegenl&auml;ufige Entwicklung von kapitalistischer Modernisierung auf der einen und sozialstrukturellem R&uuml;ckschritt auf der anderen Seite als Paradox: Vorw&auml;rts in die Vergangenheit kurz gesagt. An der Spitze der Sozialstruktur sei eine neue Reichtumsoligarchie entstanden, die auf einem historisch einmaligen Verm&ouml;genszuwachs basiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dradiowissen.de\/beitrag\/hoersaal-vorwaerts-in-die-vergangenheit\">DRadio Wissen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das w&auml;re das Thema f&uuml;r linke Politik und nicht die Jagd auf vermeintliche Rechtspopulisten in den eigenen Reihen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Milliardengewinn dank neuer Schulden<\/strong><br>\nDeutsche Staatsanleihen sind so gefragt, dass die Anleger dem Bund seit Monaten sogar etwas daf&uuml;r bezahlen, dass sie ihm Geld leihen d&uuml;rfen. Die Konsequenz: Der Bund machte im ersten Halbjahr 1,5 Milliarden Euro Gewinn mit der Aufnahme neuer Schulden.<br>\nF&uuml;r den Bund erweist sich die Aufnahme neuer Schulden als Milliardengesch&auml;ft. Die Bundesregierung profitiert dabei von den Negativzinsen f&uuml;r neu ausgegebene deutsche Staatsanleihen. Wegen der hohen Sicherheit des Bundeswertpapiere, der Niedrigzinspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank und deren Anleihekaufprogramm akzeptieren Anleger sogar, dass sie dem deutschen Staat nicht nur zinslos Geld leihen, sondern ihm sogar daf&uuml;r noch eine Pr&auml;mie zahlen. Im ersten Halbjahr 2016 habe der Bund auf diese Weise 1,5 Milliarden Euro von seinen Geldgebern kassiert, berichtete die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium.<br>\nIn den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres summierten sich die Zinsausgaben des Bundes &ndash; einschlie&szlig;lich der Zahlungen f&uuml;r alle schon seit Jahren laufenden Kredite &ndash; auf nur noch 7,03 Milliarden Euro. Das bedeutete einen R&uuml;ckgang um 27,3 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Juni 2015 hatte der Bund noch 9,68 Milliarden Euro f&uuml;r Zinszahlungen ausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/zinsausgaben-des-bundes-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sit-In im Jobcenter<\/strong><br>\nDie Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist bekannterma&szlig;en &auml;u&szlig;erst angespannt, selbst halbwegs gut Verdienende haben gro&szlig;e Schwierigkeiten ein Dach &uuml;ber dem Kopf zu finden. F&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;ngerInnen zeigt sich die Lage angesichts der v&ouml;llig unrealistischen Vorgaben der JobCenter f&uuml;r &bdquo;angemessene Kosten der Unterkunft&ldquo; nahezu aussichtslos.<br>\nDie letzten Hoffnungen als Hartz-IV-BezieherIn doch noch zu einer Wohnung zu kommen, werden h&auml;ufig von den JobCentern zu Nichte gemacht. Wer entgegen aller Wahrscheinlichkeit doch eine Wohnung angeboten bekommt, muss beim JobCenter eine Umzugsgenehmigung beantragen. Dies geht nur mit Termin. Bis das JobCenter sich dann endlich mit unserem Antrag befasst und entscheidet ist die Wohnung l&auml;ngst weg. Ein Missstand, der sich durch alle JobCenter Berlins zieht.<br>\nDas JobCenter in Berlin-Wedding hat sich zus&auml;tzlich noch eine ganz besondere Sparma&szlig;nahme ausgedacht. Mietkautionen bei Untermietvertr&auml;gen werden gegen jedes Recht grunds&auml;tzlich nicht &uuml;bernommen. Mehrere SachbearbeiterInnen haben uns &uuml;bereinstimmend darauf hingewiesen, dass es hierzu eine &bdquo;interne Dienstanweisung&ldquo; gibt.Wir haben dem JobCenter M&uuml;llerstrasse mehrere Briefe geschickt mit der Bitte um Stellungnahme, vor allem aber mit der Forderung nach Abschaffung dieser rechtswidrigen Schikane. Eine Antwort haben wir nie erhalten.<br>\nAm Montag dem 28. Juli reicht es uns. Mit etwa 40 Menschen und bewaffnet mit Transparenten, Kaffee und Kuchen besetzen wir die Eingangszone des JobCenters. Allem Anschein nach sind wir nicht willkommen. Die Polizei verleiht binnen einer viertel Stunde unserer Aktion mehr Masse und das Personal des JobCenters l&auml;sst sich zu ungeahnten Serviceleistungen hinreissen. Um uns von den Wartenden zu trennen, werden heute die Wartemarken f&uuml;r neu Ankommende zuvorkommend von der Security gezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/basta.blogsport.eu\/2016\/07\/31\/sit-in-im-jobcenter-videobericht\/\">BASTA!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spaniens Zimmerm&auml;dchen klagen &uuml;ber Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nSpaniens Tourismus boomt wie noch nie: Das K&ouml;nigreich erwartet 2016 einen neuen Urlauberrekord mit 70 Millionen ausl&auml;ndischen G&auml;sten, die Hotelbranche macht blendende Gesch&auml;fte &ndash; doch die Arbeitsbedingungen der Zimmerm&auml;dchen werden immer schlechter. &bdquo;Wir sind Arbeitnehmerinnen, keine Sklavinnen&ldquo;, beklagen sie und sprechen von &bdquo;wachsender Ausbeutung&ldquo;.<br>\nIn Mallorcas Inselhauptstadt Palma gingen die Zimmerm&auml;dchen auf die Stra&szlig;e. Eine von ihnen berichtete vom harten Alltag dieser guten Geister, die f&uuml;rs Bettenmachen, Toilettenputzen und Aufr&auml;umen zust&auml;ndig sind. Ein Knochenjob, f&uuml;r den nur wenig gezahlt wird. &bdquo;Wir werden von allen am schlechtesten entlohnt.&ldquo;<br>\nRund 1000 Euro monatlich verdienen die Zimmerm&auml;dchen &ndash; soweit sie direkt vom Hotel angestellt sind. Wenn sie von externen Reinigungs- oder Zeitarbeitsfirmen kommen, was immer h&auml;ufiger vorkommt, erhalten sie kaum mehr als den gesetzlichen Mindestlohn von 655 Euro. Daf&uuml;r m&uuml;ssen sie im Akkord G&auml;ster&auml;ume in Ordnung bringen. Bis zu 30 Zimmer am Tag. Wer sein Pensum nicht schaffe, weil G&auml;ste einen Schweinestall hinterlie&szlig;en, m&uuml;sse unbezahlte &Uuml;berstunden machen.<br>\n&bdquo;Wir haben nicht einmal Zeit, um auf Toilette zu gehen&ldquo;, sagte Shirley. &bdquo;Oft machen wir keine Essenspause, um fertig zu werden.&ldquo; Viele w&uuml;rden den Arbeitstag nur durchhalten, weil sie Tabletten nehmen. Das Schicksal der Zimmerm&auml;dchen bewegt inzwischen die Nation. Die Besch&auml;ftigten berichten im Fernsehen, wie sie &bdquo;mit Hungerl&ouml;hnen abgespeist werden&ldquo;. Wie sie gefeuert werden, wenn sie mit R&uuml;ckenschmerzen krank werden.<br>\nDer Aufschrei der Zimmerm&auml;dchen &ndash; die in Wirklichkeit keine M&auml;dchen, sondern gestandene Frauen sind, die oftmals schon Jahrzehnte im Zimmerservice schuften &ndash; besch&auml;ftigt inzwischen die Politik. Das Regionalparlament der Baleareninseln, zu denen Mallorca geh&ouml;rt, forderte bessere Arbeitsbedingungen. Und den Zimmerm&auml;dchen jene Anerkennung zu verschaffen, die sie verdienen. Sie seien die &bdquo;wahren Stars der Hotels&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/vor-allem-auf-mallorca-spaniens-zimmermaedchen-klagen-ueber-arbeitsbedingungen\/13952144.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Einer bezahlt immer im Kapitalismus. Eigentlich sollte klar sein, dass eine Woche &bdquo;Malle&ldquo; f&uuml;r 221 &euro;  nicht anders zu realisieren ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Trotz Kritik: Vermittlung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in Leiharbeit h&auml;lt unvermindert an<\/strong><br>\nSeit 2010 nun schon besteht das von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) erfasste Angebot an offenen Stellen zu mehr als einem Drittel aus Jobofferten aus der Leiharbeitsbranche. Die BA reagierte schnell: Auf z&auml;hlbare Vermittlungserfolge aus, dr&uuml;ckte sie die Menschen in Leiharbeit &ndash; und geriet dar&uuml;ber in Verruf. Trotz auch interner Kritik hat sich an dieser Vermittlungsparxis bis heute kaum etwas ge&auml;ndert, wie aktuelle Zahlen belegen.<br>\nIm Jahr 2010 hatte sich das von der Bundessagentur f&uuml;r Arbeit (BA) unter anderem auf ihrer Jobb&ouml;rse ver&ouml;ffentlichte Angebot an offenen Stellen auff&auml;llig und nachhaltig ver&auml;ndert: Pl&ouml;tzlich waren mehr als ein Drittel der Jobofferten Angebote aus dem Bereich der Arbeitnehmer&uuml;berlassung. Der damals nach der Finanzkrise wieder einsetzende Boom der Branche und die allgemeine Belebung am Arbeitsmarkt allein konnten dieses Ph&auml;nomen nicht ausreichend erkl&auml;ren. Stattdessen wurde damals schon vermutet, dass immer mehr Betriebe dazu &uuml;bergegangen waren, Stammbesch&auml;ftigte durch Leiharbeiter\/innen zu ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1928\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windr&auml;der Film von Claudia Butter und Achim Reinhardt<\/strong><br>\nDie Windkraft ist eines der emotionalsten Streitthemen der aktuellen Zeit: politisch forciert, finanziell stark gef&ouml;rdert, getragen von weitreichenden &ouml;konomischen und &ouml;kologischen Erwartungen &ndash; und zugleich mit gro&szlig;en &Auml;ngsten besetzt. F&uuml;r die einen bedeutet Windkraft saubere Energie, die Atomkraft und Kohle ersetzen und unser Klima retten soll, f&uuml;r die anderen steht sie f&uuml;r die Zerst&ouml;rung von Naturlandschaften und Profitinteressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programm.ard.de\/TV\/Programm\/Sender\/?sendung=2810618114244872\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es lohnt, diese gute Reportage &uuml;ber Windkraft anzuschauen. Eine Ohrfeige f&uuml;r viele Kommunalpolitiker und f&uuml;r den BUND!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bittere Pille f&uuml;r den Frieden?<\/strong><br>\n10 Jahre hat man warten m&uuml;ssen, bis das neue Wei&szlig;buch letztlich am 13. Juli erschien. Dabei gab es schon seit &uuml;ber einem Jahr vorsichtige Versuche, Ideen in einer Debatte zu platzieren, die sich den Anschein eines Beteiligungsprozesses gab [2], wie j&uuml;ngst die Vorstellung einer Europ&auml;ischen Globalstrategie (28.6.2016) [3] und, unmittelbar vor Ver&ouml;ffentlichung des Wei&szlig;buches, die Abschlusserkl&auml;rung des NATO-Gipfels in Warschau (9.7.2016) [4]. Der zeitliche Vor- und Ablauf hat die Erwartungen an das Wei&szlig;buch steigen lassen.<br>\nDas Wei&szlig;buch, so der eigene Anspruch, soll Auskunft &uuml;ber die Ziele und Inhalte der deutschen Sicherheitspolitik geben. Es soll aufkl&auml;ren, wo die deutsche Regierung ihre Handlungsfelder sieht und mit welchen Ma&szlig;nahmen sie ihre Interessen zu erf&uuml;llen gedenkt. Es wird federf&uuml;hrend vom Verteidigungsministerium erstellt und mit anderen Ressorts abgesprochen, bevor es als Dokument der Regierung im Kabinett verabschiedet und ver&ouml;ffentlicht wird. Das Wei&szlig;buch soll die Grundlage weiterer Feinplanungen f&uuml;r die Bundeswehr sein. Als Strategiedokument gedacht ist das Wei&szlig;buch 2016 aber wohl mehr eine PR-Brosch&uuml;re geworden, die vieles wiederholt und nur wenig Konkretes bereith&auml;lt. Im Folgenden sollen ein paar Schlaglichter gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/08\/01\/bittere-pille-fuer-den-frieden\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Von Stimmungen, Entt&auml;uschungen und Fehlern<\/strong><br>\nSeit 1990 hat sich die Mitgliederzahl der SPD halbiert, die Umfrageergebnisse befinden sich im freien Fall &ndash; zu farblos, keine klaren Standpunkte, kein Profil. Diese Kritik kommt nicht nur von Ex-Mitgliedern, sondern auch aus den eigenen Reihen. Ein Ziel der Kritik: der SPD-Vorsitzende und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel. Sind die Tage der SPD als Volkspartei gez&auml;hlt?<br>\nDer Chef der Sozialdemokraten ist in Not. Weil seine Partei in Not ist. Die &auml;lteste und prototypische deutsche Partei verf&uuml;gt &uuml;ber immer weniger verl&auml;ssliche Milieus, beziehungsweise findet kaum noch W&auml;hler jenseits dieser Milieus.<br>\nMit einem 74-Prozent-Wahlergebnis haben die Funktion&auml;re der SPD Gabriel beim letzten Parteitag abgewatscht. Aber die Partei hat schon immer gern ihre Vorsitzenden gequ&auml;lt. Thomas Brych, der Landrat von Goslar, findet das fies. Mildert seinen &Auml;rger aber vorm Mikrofon ab.<br>\n&ldquo;Viele der Menschen, die in der SPD sind, wissen, was sie an Sigmar Gabriel haben. Ohne Wenn und Aber. Die SPD ist ja von jeher eine Partei, die sehr diskussionsfreudig ist, und auch &ouml;ffentlich sehr diskussionsfreudig ist. Also ich h&auml;tte mir mehr Loyalit&auml;t ihm gegen&uuml;ber gew&uuml;nscht.&rdquo;<br>\nAndererseits gibt es auch niemanden anderen, der Gabriels Job &uuml;bernehmen und die SPD raus aus dem Tal der Tr&auml;nen f&uuml;hren m&ouml;chte. Vor genau einem Jahr war Gabriel noch &uuml;berzeugt, dass die SPD ihre sozialpolitischen Anspr&uuml;che nur mit einer mittigen Mehrheit durchsetzen kann. Als Wirtschaftsminister gibt er den Pragmatiker. Derzeit strebt er symbolisch zur&uuml;ck zu einer &ldquo;Politik f&uuml;r die kleinen Leute&rdquo;. Rot-Rot-Gr&uuml;n wird ins Spiel gebracht. Zwei Schritte vor, einer zur&uuml;ck. Gabriel laviert und taktiert. Wie soll da die &ldquo;Erkennbarkeit&rdquo; &ndash; neuer Slogan aus dem Willy-Brandt-Haus &ndash; besser werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-von-stimmungen-enttaeuschungen-und-fehlern.724.de.html?dram:article_id=361803\">Deutschlandradio<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Thousands turn out to support Labour leader Jeremy Corbyn in Liverpool<\/strong><br>\nThousands of people packed on to St George&rsquo;s Plateau as Labour leader Jeremy Corbyn brought his campaign to keep control of the party to Liverpool.<br>\nThe embattled Labour leader faces a challenge to his leadership from Welsh MP Owen Smith but said Liverpool had brought out the largest crowds of supporters yet . Despite rain at the outset of the rally massive crowds &ndash; one estimate put the numbers at between 7 &ndash; 10,000 &ndash; turned up cheering and carrying banners. The crowds spilled out from the steps of St George&rsquo;s Hall and Lime Street had to be closed.<br>\nMr Corbyn had been preceded on stage by speeches from some Liverpool Labour councillors and was then introduced by Walton MP Steve Rotheram who joked that he has tried to get Mr Corbyn to &ldquo;button his shirt and straighten his tie&rdquo; and praised the leader&rsquo;s integrity.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.liverpoolecho.co.uk\/news\/liverpool-news\/watch-thousands-turn-out-support-11692191\">Liverpool Echo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> In Gro&szlig;britannien tut sich etwas hinter den Kulissen der Berichterstattung deutscher Medien. Die Kundgebung f&uuml;r Corbyn in Liverpool fand bei str&ouml;menden Regen statt und hatte nur drei Tage &bdquo;Vorwarnzeit&ldquo;. Dennoch kamen rund 10.000 begeisterte Anh&auml;nger. Und dies ist kein Einzelfall, fast t&auml;glich finden in Gro&szlig;britannien solche &bdquo;Liverpools&ldquo; statt. Kann man da bereits von einer politischen Revolution sprechen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wie Google das Werk eines Schriftstellers einfach zerst&ouml;rte<\/strong><br>\nDa erscheint nur noch diese Mitteilung von Google: &ldquo;Das Blog wurde entfernt. Hast du hier deinen Blog erwartet? Lies dazu: &lsquo;Ich finde meinen Blog nicht. Woran liegt das?'&rdquo; Tja, woran liegt das? Das fragte sich der hierzulande relativ unbekannte Dennis Cooper Mitte letzten Monats. Da erschien diese Mitteilung als das Einzige, was von seinem fast anderthalb Jahrzehnte betriebenen Blog &uuml;brig geblieben war.<br>\nCooper, Jahrgang 1953, ein geb&uuml;rtiger Kalifornier, ist eine schillernde K&uuml;nstlerpers&ouml;nlichkeit. Er gr&uuml;ndete in der britischen Punkszene Mitte der Siebzigerjahre das Little Caesar Magazin, aus dem sp&auml;ter der Verlag &ldquo;Little Caesar Press&rdquo; hervorging. Er gewann mit seinen Romanen Preise f&uuml;r schwule Literatur, arbeitet mit Musikern wie John Zorn, Peter Rehberg und Malern wie Pari Pittman zusammen. Vielleicht kennt man seine f&uuml;nfteilige Romanreihe &ldquo;George Miles&rdquo;.<br>\nDer &ouml;sterreichische Schriftsteller Clemens Setz hat &uuml;ber das Verschwinden von Coopers Blog in der taz berichtet. Er nennt Coopers Arbeiten &ldquo;Meisterwerke&rdquo;. Im New Yorker hat Cooper nun dargelegt, wie er diesen verst&ouml;renden Moment erlebte: Er wurde ohne vorherige Benachrichtigung, die Google zweifelsfrei m&ouml;glich gewesen w&auml;re, aus einer laufenden Sitzung geworfen. Nachfragen bei Google wurden schlichtweg ignoriert. Dabei, wie er beteuert, habe er doch gar nichts Sexuelles gepostet.<br>\nAlso woran liegt es? Wie immer liegt es nat&uuml;rlich daran, dass die Betreiber von &ldquo;Blogger&rdquo;, der &ouml;ffentlichen Plattform f&uuml;r Blogs, die zum Imperium des Internetgiganten Google geh&ouml;rt, das Blog abgeschaltet haben. Verschwinden und Verlust sind also keinem Versehen, Netzwerkzusammenbruch oder Festplattencrash geschuldet, sondern einer beabsichtigten Aktion: der gewollten L&ouml;schung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/internet-zensur-wie-google-das-werk-eines-schriftstellers-einfach-zerstoerte-1.3103057\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Im Schatten der Frau W.<\/strong><br>\nKipping kann das ziemlich gut: Br&uuml;cken bauen. In ihren vier Jahren als Parteivorsitzende hat sie es geschafft, die hoffnungslos zerstrittene Partei nach au&szlig;en erstaunlich zu befrieden. Die 38-J&auml;hrige gilt als flexibel und wenig dogmatisch. Kritiker sagen, das habe seinen Preis: schiere Langweile.<br>\nScheinwerfer, Aufmerksamkeit, Berichterstattung generiert die andere Frontfrau der Linken: Sahra Wagenknecht. Sie ist das Gesicht in den Talkshows, bei ihren Auftritten im Bundestag h&ouml;ren auch die Koalitionsfraktionen meist genauer hin. Sie punktet auch bei Bankern, Unternehmern und CDU-Anh&auml;ngern. Wagenknecht wei&szlig; um ihre Strahlkraft und spielt sie aus. Immer offener will sie die Spielregeln diktieren. Immer gr&ouml;&szlig;ere Teile der Partei finden, Wagenknecht spaltet.<br>\nAktuelles Beispiel: Nach der Gewaltserie in Bayern stichelt die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Angela Merkels offene Asylpolitik, das &ldquo;Wir schaffen das&rdquo;, sei &ldquo;leichtfertig&rdquo; gewesen. Der Staat m&uuml;sse &ldquo;alles daf&uuml;r tun&rdquo;, dass sich die Menschen wieder sicher f&uuml;hlen. Es sei wichtig, zu &ldquo;wissen, wer sich im Land befindet&rdquo;. Nun geh&ouml;ren Attacken auf die Kanzlerin zum Kerngesch&auml;ft der gr&ouml;&szlig;ten Oppositionspartei im Bundestag, aber nicht wenige Parteifreunde sahen in dem Alleingang auch einen Angriff auf die eigene Parteilinie. Unabgesprochen &ndash; und rechts au&szlig;en.<br>\nNach einem Aufschrei quer durch die Partei ruderte Wagenknecht zur&uuml;ck &ndash; sie sei &ldquo;missverstanden worden&rdquo;. Doch ihrem Kurs werde sie weiterhin treu bleiben, mutma&szlig;t ein einflussreiches Parteimitglied. Ihr innerer Kompass sei eben nicht die Parteilinie, sondern das Gespr&auml;ch am heimischen K&uuml;chentisch mit Ehemann Oskar Lafontaine. Beide definierten die Linke in erster Linie als Protestpartei. Und in dieser Logik m&uuml;sse man Protestw&auml;hler eben auch mal mit AfD-Slogans bei Stange halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kipping-linke-sommerinterview-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Geht die Meinungsmache noch dreister? Kipping gilt als Br&uuml;ckenbauerin, Sahra Wagenknecht als Spalterin.  Wieder einmal Diffamierung, Hetze und Parteinahme in der &ouml;ffentlich-rechtlichen ARD. Wieder einmal echter &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo;. Was lernen wir daraus? Eine &bdquo;Linke&ldquo; wie Kipping haben die herrschenden Eliten gerne, da k&ouml;nnte es auch was werden mit rot-rot-gr&uuml;n. Vorher muss man aber noch Sahra Wagenknecht entsorgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34464","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34464"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34467,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34464\/revisions\/34467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}