{"id":3447,"date":"2008-09-09T08:53:48","date_gmt":"2008-09-09T06:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3447"},"modified":"2008-09-09T08:56:24","modified_gmt":"2008-09-09T06:56:24","slug":"hinweise-des-tages-729","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3447","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Wird ein Wort zur SPD erwartet? Im Ernst?<\/li>\n<li>Olaf Scholz: Wohlfeiles Draufschlagen<\/li>\n<li>The Worsening Debt Crisis: Who Got Us into This Mess and What are the Real Political Options?<\/li>\n<li>Mega-Banken: Pleite verboten<\/li>\n<li>Breite Mehrheit f&uuml;r K&uuml;ndigungsschutz<\/li>\n<li>Verbrauchersch&uuml;tzer warnen vor R&uuml;rup-Falle<\/li>\n<li>Kliniken vorm Kollaps<\/li>\n<li>Lage im Kaukaus bleibt hochgef&auml;hrlich<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3447&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Wird ein Wort zur SPD erwartet? Im Ernst?<\/strong><br>\nFranziska Drohsel (immerhin auch noch SPD!) hat k&uuml;rzlich v&ouml;llig zutreffend festgestellt, Hartz IV habe mitnichten zu irgendeinem realen Fortschritt beim sog. Arbeitslosenproblem gef&uuml;hrt (Statistik-Fakes sind uninteressant!), sondern blo&szlig; zu gebrochenen Menschen. (&hellip;)\n<p>W&auml;re die SPD kampfeslustig, sie w&uuml;rde diese Krise &ndash; und zwar ein St&uuml;ck weit zu Recht! &ndash; die Hans-Werner-Sinn-BILD-Krise nennen, denn es waren ja jene, die uns die v&ouml;llige Entfesselung des Finanzmarkts wieder und wieder als Segen f&uuml;r alle angedient haben. Stattdessen: Wegducken, Unterwerfungsgesten. Und das hat Gr&uuml;nde: Denn so sehr die Entfesselung des Finanzmarkts nat&uuml;rlich ein rechtes Projekt war&hellip;die Agenda-SPD war Sattelbursch. Rot-gr&uuml;n, wir wollen es nicht verschweigen, hat mitgemacht, hat sogar &ldquo;nachgebessert&rdquo;, z.B. im Steuerrecht. Als Bildungsb&uuml;rger zitiere ich Goethe: Denn alle Schuld r&auml;cht sich auf Erden&hellip; Das eben ist der Fluch der b&ouml;sen Tat. Hat die SPD wirklich geglaubt, sie k&ouml;nne Erwerbslose, Geringverdiener (&ldquo;Leichtlohngruppen&rdquo;), Gehandicapte, &auml;ltere, st&auml;ndig von irgendwelchen &ldquo;&Uuml;bernahmen&rdquo; bedrohte Arbeiter&hellip;kurz: Ihr Klientel wieder und wieder folgenlos vor den Kopf sto&szlig;en? Waren und sind die sog. think-tanks innerhalb der SPD wirklich so dumm? Wussten sie nicht, dass man sich mit solch einer Haltung, wie man so sagt, in Schuld verstrickt? Die SPD ist seit 10 Jahren Regierungspartei. V&ouml;llig zu Recht bekommt sie die derzeitige Entwicklung eingeschenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kritik-und-kunst.blog.de\/2008\/09\/08\/spd-4699591\">Hartmut Finkeldeys Blog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Gut gesehen, nur bei M&uuml;ntefering liegt meiner Meinung nach eine Fehleinsch&auml;tzung vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wohlfeiles Draufschlagen<\/strong><br>\nGeht&lsquo;s noch populistischer als die Bild-Zeitung? Durchaus. Arbeitsminister Olaf Scholz hat es geschafft, die Hetze gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger auf ein neues Niveau zu heben. Sein neuester Vorschlag in den Medien: Er will den Zoll besser ausstatten, um &ldquo;noch effizienter&rdquo; die Schwarzarbeit aufzudecken. Langzeitarbeitslose, so wird suggeriert, t&auml;uschten ihre Erwerbslosigkeit nur vor, um den Sozialstaat auszubeuten. Flugs wird die Massenarbeitslosigkeit zu einer optischen T&auml;uschung: Eigentlich seien die meisten besch&auml;ftigt &ndash; nur eben allzu viele schwarz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/wohlfeiles-draufschlagen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>The Worsening Debt Crisis: Who Got Us into This Mess and What are the Real Political Options?<\/strong><br>\nWhen you look at the balance sheet of U.S. assets available for foreign central banks to buy with the $2.5 to $3.5 trillion of surplus dollars they hold, real estate is the only asset category large enough to absorb the balance-of-payments outflows that U.S. military spending, foreign trade and investment-capital flight are throwing off. When the U.S. military spends money abroad to fight the New Cold War, these dollars are recycled increasingly into U.S. mortgage-backed securities, because there is no other market large enough to absorb the sums involved. Remember, we do not permit foreigners &ndash; especially Asians &ndash; to buy high-tech, &ldquo;national security&rdquo; or key infrastructure. (&hellip;)\n<p>The CEOs claimed to pay themselves for &ldquo;innovation.&rdquo; In today&rsquo;s Orwellian vocabulary financial &ldquo;innovation&rdquo; means the creation of special rent-extracting privilege. &hellip; The government&rsquo;s auditors are now finding out that their other innovation was to cook the accounting books, Enron-style. As mortgage arrears and defaults mounted up, Fannie and Freddie did not mark down their mortgage holdings to realistic prices. They said they would do this in a year or so &ndash; by 2009, after the Bush Administration&rsquo;s deregulators have left office. The idea was to blame it all on Obama when they finally failed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/whitney09082008.html\">Counterpunch vom 8.9.2008<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pleite verboten<\/strong><br>\nDer Vorhang ist gefallen. Der erste Akt der globalen Finanzkrise ist beendet. Die US-Regierung verstaatlicht die beiden Mega-Banken Fannie Mae und Freddie Mac. Das Publikum reibt sich verdutzt die Augen. Denn die Rettung kann den US-Steuerzahler locker 300 Milliarden Dollar kosten. Dagegen sind die acht Milliarden Euro (11,5 Milliarden Dollar), die Deutschland in die Mittelstandsbank IKB gepackt hat, im wahrsten Sinne des Wortes Peanuts.\n<p>Bei aller Fassungslosigkeit: So funktioniert der Kapitalismus. Klar h&auml;tte Amerika seine beiden Immobilienbanken, die gut 5,5 Billionen &ndash; oder um es anschaulicher zu machen 5500 Milliarden &ndash; Dollar an Hypotheken refinanzieren, pleitegehen lassen k&ouml;nnen. Doch dann h&auml;tten die Banken heute rund um den Globus geschlossen, k&auml;men die Menschen nicht mehr an ihr Geld, die Firmen nicht mehr an ihre Kredite ran und die Finanzminister weltweit hockten in Krisensitzungen. Die Rettung entspricht dem Lehrbuchbeispiel des &ldquo;too big, to fail&rdquo;, zu gro&szlig;, um pleitegehen zu d&uuml;rfen.<\/p>\n<p>Der Kapitalismus ist ein System, das auf Schulden, auf Kredit fu&szlig;t. Damit es funktioniert, braucht es Vertrauen. Vertrauen in das Regelwerk, vor allem aber in die Banken, dass sie jederzeit ihren Verpflichtungen nachkommen k&ouml;nnen. Das konnten Fannie und Freddie nicht mehr. Deshalb musste der Staat ran. Deshalb sind Banken auch keine normalen Unternehmen, unterliegen einer strengeren &Uuml;berwachung. Sie sind alle quasi-&ouml;ffentliche Institute, weil in letzter Instanz immer der Steuerzahler haftet. Das m&uuml;ssen allm&auml;hlich auch die Liberalen einsehen, die dem Markt stets mehr vertrauen als dem Staat. Bei Banken greift das &uuml;bliche Prinzip, dass der, der versagt, aus dem Markt ausscheidet, nicht. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1591105_Pleite-verboten.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>2. Quartal 2008: Arbeitskosten + 1,1%, Lohnnebenkosten &ndash; 0,3%<\/strong><br>\nNach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zahlten Arbeitgeber im zweiten Quartal 2008 im Produzierenden Gewerbe und im gesamten Dienstleistungsbereich kalenderbereinigt + 1,1% mehr f&uuml;r eine geleistete Arbeitsstunde als in dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten entwickelten sich unterschiedlich: Die Bruttol&ouml;hne und &ndash;geh&auml;lter stiegen um 1,6%. D&auml;mpfend wirkte dagegen das Absinken der Lohnnebenkosten um 0,3%. Hier spiegelt sich vor allem der zum 1. Januar 2008 von 2,10% auf 1,65% gesenkte Beitrags&shy;satz der Arbeitgeber zur Arbeitslosenversicherung wider. Im Vergleich zum Vorquartal blieben die Arbeitskosten saison- und kalenderbereinigt unver&auml;ndert (&ndash; 0,0%).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/09\/PD08__335__624,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die Hungerdi&auml;t f&uuml;r den Binnenmarkt setzt sich fort. Kerninflation plus Produktivit&auml;tssteigerung ist die Zielmarke, um die Spirale nach unten zu durchbrechen, und davon war Deutschland auch im Miniaufschwung weit entfernt gewesen. Die Folgen sehen Sie hier:<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im Juli 2008: Real &ndash; 0,8% zum Vorjahr<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe nach vorl&auml;ufigen Angaben arbeitst&auml;glich bereinigt im Juli 2008 einen realen Umsatzr&uuml;ckgang von 0,8% gegen&uuml;ber dem Juli 2007 (nach revidiert + 1,4% im Juni 2008). Der Inlandsumsatz fiel im Vergleichszeitraum um 0,7%, die Erl&ouml;se im Gesch&auml;ft mit ausl&auml;ndischen Abnehmern nahmen um 1,0% ab. Dabei lag der Umsatz mit den L&auml;ndern der Eurozone um 1,9% unter dem Vorjahresniveau, w&auml;hrend beim Absatz in das &uuml;brige Ausland ein Minus von 0,3% zu verzeichnen war. Inerhalb der umsatzm&auml;&szlig;ig wichtigsten Wirtschaftszweige schnitt im Juli 2008 die Rundfunk- und Nachrichtentechnik mit einer Zuwachsrate von 4,9% am besten ab (Inland: + 0,4%, Ausland: + 8,0%), gefolgt vom Maschinenbau mit einem Plus von 3,7% (Inland: + 6,8%, Ausland: + 1,3%). Deutlich schlechter fiel das Ergebnis bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen aus, wo ein R&uuml;ckgang um 6,8% (Inland: &ndash; 2,9%, Ausland: &ndash; 8,9%) hingenommen werden musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/09\/PD08__334__421,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Breite Mehrheit f&uuml;r K&uuml;ndigungsschutz<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit der Arbeitnehmer h&auml;lt den K&uuml;ndigungsschutz f&uuml;r unverzichtbar: 55 Prozent m&ouml;chten die bestehenden Regelungen behalten, 27 Prozent wollen sie st&auml;rken. Arbeitslose pl&auml;dieren sogar zu einem guten Drittel f&uuml;r einen Ausbau des K&uuml;ndigungsschutzes.\n<p>&ldquo;Sollte man den gesetzlichen K&uuml;ndigungsschutz weiter ausbauen, unver&auml;ndert beibehalten, eher einschr&auml;nken oder ganz abschaffen?&rdquo; Das fragten die Meinungsforscher von polis + sinus im April und Mai dieses Jahres mehr als 2.000 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Untersuchung im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigt: Die meisten Besch&auml;ftigten sind dagegen, die geltenden Schutzbestimmungen im Arbeitsrecht einzuschr&auml;nken. &Uuml;ber alle Berufsgruppen hinweg sind die Bef&uuml;rworter des K&uuml;ndigungsschutzes in der Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_92386.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verbrauchersch&uuml;tzer warnen vor R&uuml;rup-Falle<\/strong><br>\nDie Verbraucherzentrale Hamburg hat wegen des Risikos eines Beitrags-Totalverlusts bei R&uuml;rup-Produkten gegen den Versicherer Aspecta geklagt. Die Verbrauchersch&uuml;tzer wollten damit erreichen, dass die sogenannte Beitragsfreistellungsklausel aus allen R&uuml;rup-Vertr&auml;gen<br>\nverschwinde, erkl&auml;rte die Verbraucherzentrale. \n<p>Das Verfahren habe grunds&auml;tzliche Bedeutung f&uuml;r die gesamte Branche, denn &auml;hnliche Klauseln f&auml;nden sich in fast allen R&uuml;rup-Vertr&auml;gen. Das Risiko, mit einem R&uuml;rup-Vertrag Geld zu verlieren, sei enorm hoch, warnten die Verbrauchersch&uuml;tzer. Fazit der Verbrauchersch&uuml;tzer: Angesichts der Tatsache, dass gut drei Viertel aller Vertr&auml;ge mit einer Laufzeit von 30 Jahren storniert w&uuml;rden, sollten Verbraucher die Finger von R&uuml;rup-Vertr&auml;gen lassen. &ldquo;Auch eventuelle Steuervorteile wiegen das hohe Risiko des Totalverlustes<br>\nnicht auf&rdquo;, erkl&auml;rte die Verbraucherzentrale.<br>\nQuelle 1:<a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/1019548.html?050920081640\">N-TV<\/a><br>\nQuelle 2:<a href=\"http:\/\/www.umweltjournal.de\/fp\/archiv\/AfA_geldfinanz\/14610.php\">Umweltjournal<\/a><br>\nQuelle 3:<a href=\"http:\/\/altersvorsorge-rente.t-online.de\/c\/16\/10\/74\/96\/16107496.html\">T-Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kliniken vorm Kollaps<\/strong><br>\nKrankenh&auml;user schlagen Alarm: Die Unterfinanzierung gef&auml;hrdet umfassende medizinische Versorgung der Bev&ouml;lkerung. In der Gesundheitswirtschaft steht vielen Akteuren das Wasser bis zum Hals, und unbestreitbar haben die Leitungen der gro&szlig;en kommunalen Kliniken und die dort Besch&auml;ftigten das gemeinsame Interesse, die Finanzierung der Krankenh&auml;user auf eine dauerhaft tragf&auml;hige Basis zu stellen. Die vollversorgenden Kliniken haben die Standards besonders im Pflegebereich immer weiter zur&uuml;ckfahren zu m&uuml;ssen. Viele private Krankenhausbetreiber picken sich dagegen die Rosinen raus: Sie beschr&auml;nkten sich, so der N&uuml;rnberger Klinikdirektor Alfred Estelmann, auf diejenigen Fachgebiete, in denen sich gut wirtschaften lie&szlig;e, wie zum Beispiel Orthop&auml;die oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einige Betreiber verzichteten auch weitgehend auf die Ausbildung von Fach&auml;rzten und w&uuml;rden statt dessen in kommunalen Klinken ausgebildete Spezialisten regelrecht abwerben, da sie &ndash; anders als die Vollversorger &ndash; in der Lage seien, au&szlig;ertarifliche Zulagen zu zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-09\/069.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Lage im Kaukaus bleibt hochgef&auml;hrlich. Georgien-Konflikt war Stellvertreterkrieg. Ein Gespr&auml;ch mit Wolfgang Gehrcke<\/strong><br>\nIch bin selten von einer Auslandsreise so bedr&uuml;ckt und sorgenvoll zur&uuml;ckgekommen wie von dieser. Es konzentriert sich in der Tat jetzt alles auf die Ukraine. Das hat strategische Hintergr&uuml;nde: Durch dieses Land laufen die &Ouml;l- und Gaspipelines Richtung Westen. Und auf der zur Ukraine geh&ouml;renden Krim ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert &ndash; vertraglich abgesichert bis 2017. Das alles ist brisant, denn die Russen werden nicht hinnehmen, dass die Ukraine Mitglied der NATO wird &ndash; ebenso wenig, wie sie es f&uuml;r Georgien akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-08\/022.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Der hier wiedergegebene Eindruck widerspricht implizit den eher optimistischen Einsch&auml;tzungen von Egon Bahr, Fritz Pleitgen und anderen bei Anne Will vor 10 Tagen. Aber diese kritische Einsch&auml;tzung muss nicht falsch sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krieg in Afghanistan<\/strong>\n<p><strong>Krieg ist Ansichtssache<\/strong><br>\nDer Tod zehn franz&ouml;sischer Soldaten in Afghanistan hat eine Debatte &uuml;ber den franz&ouml;sischen Einsatz und die westliche Kriegsf&uuml;hrung ausgel&ouml;st.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/36\/22584.html\">Jungle World<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutsche Afghanistanbilanz: &bdquo;Unbefriedigend&ldquo;<\/strong><br>\nSchlechte Noten erteilen die Autoren eines vom Ausw&auml;rtigen Amt sowie vom Innen-, Verteidigungs- und Entwicklungsministerium erstellten Konzepts auch der Regierungspraxis in dem Kriegsland. So seien afghanische Regierungsstellen oft unf&auml;hig, den Wiederaufbauprozess &bdquo;eigenst&auml;ndig auszugestalten&ldquo;. Durchsetzungswilligen Gouverneuren in den Provinzen fehlten finanzielle Ressourcen und Fachberatung. Die Gesetzgebung im Parlament sei &bdquo;oft langwierig und z&auml;h&ldquo;, Korruption verbreitet. Die Defizite seien &bdquo;eine wichtige Ursache f&uuml;r ein sinkendes Vertrauen&ldquo; der Afghanen in die Regierung sowie in den guten Willen der internationalen Gemeinschaft. Die Entwicklung der Drogenwirtschaft wird als &bdquo;unver&auml;ndert problematisch&ldquo; beschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2610354?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bleibt nur die Frage, was die Beseitigung dieser M&auml;ngel mit einer Aufstockung der Soldaten von 1000 auf  4500 zu  tun hat. Die Studie scheint, wie auch der Tagesspiegel schreibt, nur einem einzigen Zweck zu dienen:  Entscheidungen der Koalition festzuschreiben, &ldquo;die sich schon vor Wochen abgezeichnet hatten.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bundeswehr in Afghanistan: Wer wirft als Erster die Flinte weg?<\/strong><br>\nAuch wenn der Verteidigungsminister und viele Fachpolitiker immer wieder die Erfolge des Bundeswehrengagements preisen, wissen sie, welche Botschaft zu Hause ankommt: Fast drei&szlig;ig deutsche Soldaten sind bisher ums Leben gekommen. Und die Gefahr, dass deutsche Soldaten afghanische Zivilisten t&ouml;ten, w&auml;chst.<br>\nAls jetzt beides zusammenkam, erst ein Patrouillenf&uuml;hrer der Bundeswehr durch einen Anschlag starb und anschlie&szlig;end ein deutscher Soldat an einer Stra&szlig;ensperre durch ein Missverst&auml;ndnis eine Frau und zwei Kinder erschoss, versuchte Verteidigungsminister Franz Josef Jung sofort, eine Debatte &uuml;ber einen deutschen Abzug zu unterdr&uuml;cken. Wer das tue, gef&auml;hrde die Sicherheit der Soldaten im Einsatz, sagt er. Dahinter steht die Vermutung, dass die Attent&auml;ter mit ihren Anschl&auml;gen genau diese Debatte befl&uuml;geln wollen<\/p>\n<p>Doch die Diskussion &uuml;ber den Sinn des Einsatzes am Hindukusch l&auml;uft in Deutschland l&auml;ngst nicht mehr nur in der Opposition, sondern ebenso in der Koalition, vor allem in der SPD-Fraktion. Von den Unions-Abgeordneten stemmen sich nur wenige gegen den Einsatz. Doch die Nervosit&auml;t steigt auch hier. Sowohl CDU- als auch SPD-Parlamentarier best&auml;tigen, dass die Abstimmung im Bundestag &uuml;ber eine Verl&auml;ngerung und Erweiterung des Isaf-Mandats und den Einsatz von Awacs-Flugzeugen nur deswegen in den Oktober geschoben worden sei, weil das unangenehme Thema von der bayerischen Landtagswahl Ende September ferngehalten werden solle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~E7C21EE70C8944086AC3A6DB3AEEAE7AF~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bin Ladens Islamisten oder Sch&auml;ubles Maulw&uuml;rfe? J&uuml;rgen Els&auml;sser widerspricht der offiziellen Verschw&ouml;rungstheorie<\/strong><br>\nDas Bizarre: Je weniger eine terroristische Struktur unter den hiesigen Moslems nachgewiesen werden kann, um so mehr gilt das als Beweis f&uuml;r die von ihnen ausgehende Gefahr. &raquo;Das ist die Feinderkl&auml;rung an eine inl&auml;ndische religi&ouml;se Minderheit, wie man sie seit den drei&szlig;iger Jahren nicht mehr gelesen hat&laquo;, spitzt Els&auml;sser zu. Das Dramatische: Nicht einmal Linke wehren sich dagegen. Islamisten haben keine Lobby. Ihre Prozesse finden praktisch ohne &Ouml;ffentlichkeit statt. Els&auml;ssers Buch ist als eine Art Enzyklop&auml;die aller &raquo;islamistischen&laquo; Anschl&auml;ge und Anschlagsversuche in Europa ein erstes Korrektiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-08\/001.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>T&ouml;dliches Erbe<\/strong><br>\nDie Gefahr, dass Kernwaffen Terroristen in die H&auml;nde fallen, w&auml;chst. Deswegen ist es klug, diese Waffen ganz abzuschaffen. Doch nicht alle Politiker sehen das so.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1591071&amp;em_loc=11&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/&amp;em_ivw=fr_doku\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p>Die &Auml;rzte zum Todkranken: &bdquo;Wir haben hier eine v&ouml;llig neue Medizin &ndash; die wird dich wieder munter machen!!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20080908_Medizin.gif\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Wird ein Wort zur SPD erwartet? Im Ernst?<\/li>\n<li>Olaf Scholz: Wohlfeiles Draufschlagen<\/li>\n<li>The Worsening Debt Crisis: Who Got Us into This Mess and What are the Real Political Options?<\/li>\n<li>Mega-Banken: Pleite verboten<\/li>\n<li>Breite Mehrheit f&uuml;r K&uuml;ndigungsschutz<\/li>\n<li>Verbrauchersch&uuml;tzer warnen vor R&uuml;rup-Falle<\/li>\n<li>Kliniken vorm Kollaps<\/li>\n<li>Lage im Kaukaus bleibt hochgef&auml;hrlich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3447\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3447","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3447\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}