{"id":3448,"date":"2008-09-10T09:14:35","date_gmt":"2008-09-10T07:14:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3448"},"modified":"2008-09-10T09:34:02","modified_gmt":"2008-09-10T07:34:02","slug":"hinweise-des-tages-730","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3448","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Bradford DeLong: Liegen wir mit der Inflationsbek&auml;mpfung richtig?<\/li>\n<li>Immer weniger Vollzeitstellen<\/li>\n<li>Regierung kauft Bundesdruckerei zur&uuml;ck<\/li>\n<li>nat&uuml;rlich auch heute wieder: Die Lage der SPD<\/li>\n<li>HartzIV-Hatz<\/li>\n<li>Bildungspolitik: &ldquo;Diese Studien werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben&rdquo;<\/li>\n<li>R&uuml;stung hat wieder Konjunktur<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3448&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Liegen wir mit der Inflationsbek&auml;mpfung richtig?<\/strong><br>\nDie Federal Reserve und andere Zentralbanken werden dieser Tage von zwei Seiten unter Druck gesetzt: Von links wird Druck auf sie ausge&uuml;bt, etwas zu tun, um die Nachfrage anzukurbeln und die globale Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen; von rechts wird Druck auf sie ausge&uuml;bt, die Nachfrage zu drosseln, um die Inflation im Zaum zu halten. Diese Situation wird uns bald einigen &Auml;rger bescheren, denn eine dieser beiden Diagnosen muss falsch sein. Wenn die Zentralbanken weltweit die Zinss&auml;tze erh&ouml;hen, obwohl die unzureichende globale Nachfrage das Hauptproblem ist, k&ouml;nnten sie eine Depression ausl&ouml;sen. Wenn sie die Zinss&auml;tze nicht anheben, obwohl die Inflation das Hauptproblem ist, k&ouml;nnte dies zu Preisspitzen f&uuml;hren, wodurch Inflationserwartungen aufkommen und sich eine hartn&auml;ckige Lohn-Preis-Spirale entwickelt, die nur mit einer sp&auml;teren, tieferen Depression wieder gerade gebogen werden kann. \n<p>Dieses Mal hat meiner Ansicht nach die Linke Recht &ndash; bezogen auf das nachindustrielle nordatlantische Zentrum der Weltwirtschaft. Die Vereinigten Staaten erleben derzeit eine durch die Verluste der Hypothekenkrise ausgel&ouml;ste Finanzschmelze, die sie bei einer normalen Geldpolitik in eine ernsthafte Rezession oder Depression f&uuml;hren w&uuml;rde. Von J. Bradford DeLong, Professor f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley und ehemaliger Staatssekret&auml;r im US-Finanzministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/print_commentary\/delong81\/German\">Project Syndicate<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>W&auml;hrungsfonds sieht kein Ende der Finanzkrise<\/strong><br>\nIWF-Vizedirektor John Lipsky bekr&auml;ftigte Sch&auml;tzungen des Fonds, wonach dem gesamten Finanzsystem weltweit Belastungen von rund 1,1 Billionen Dollar drohen. Bislang h&auml;tten Banken in den USA und Europa gut 500 Mrd. Dollar abgeschrieben und mehr als 360 Mrd. Dollar an frischem Kapital eingesammelt. &laquo;Der Gegenwind f&uuml;r die Geldh&auml;user nimmt weiter zu&raquo;, sagte Lipsky. Der Wirtschaftsabschwung, die sinkenden Kurse an den Aktienm&auml;rkten und steigende Refinanzierungskosten machten den Instituten zu schaffen. Zudem drohten sinkende Ertr&auml;ge und Gewinne, etwa im Investmentbanking. Die Probleme der Banken wiederum belasten dem IWF zufolge das Wachstum der Weltwirtschaft. Die Geldh&auml;user reduzierten ihre Bilanzen um riskantere Positionen, was die Kreditvergabe einschr&auml;nken k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/waehrungsfonds_sieht_kein_ende_der_finanzkrise_1.827514.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer weniger Vollzeitstellen<\/strong><br>\nSchlechte Nachrichten f&uuml;r Arbeitnehmer und Erwerbslose: Auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind in den vergangenen zehn Jahren vor allem befristete und geringf&uuml;gige Stellen sowie Teilzeit- und Leiharbeitsjobs entstanden. Die als atypisch bezeichneten Besch&auml;ftigungsformen h&auml;tten 2007 schon ein gutes Viertel der Besch&auml;ftigung ausgemacht, berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Frankfurt. Die Zahl der Betroffenen stieg in den Jahren 1997 bis 2007 um 2,6 Millionen auf 7,68 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Arbeitsmarkt;art271,2610706\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Neue Besch&auml;ftigungsformen pr&auml;gen Arbeitsmarktentwicklung<\/strong><br>\n Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute im Rahmen eines Pressegespr&auml;chs in Frankfurt am Main mitteilte, hat die Zunahme neuer Besch&auml;ftigungsformen die Besch&auml;ftigungsentwicklung der vergangenen zehn Jahre in Deutschland ma&szlig;geblich gepr&auml;gt. Zu diesen neuen oder h&auml;ufig auch als atypisch bezeichneten Besch&auml;ftigungsformen geh&ouml;ren befristete oder geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung, Teilzeitarbeit sowie Zeitarbeit. W&auml;hrend die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in sogenannten Normalarbeitsverh&auml;lt&shy;nissen von 1997 bis 2007 um 1,5 Millionen gesunken ist, stieg die Anzahl der Personen in neuen oder atypischen Besch&auml;ftigungsformen in diesem Zeitraum um 2,6 Millionen an. Insgesamt ergibt sich f&uuml;r alle abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten eine Zunahme um 1,1 Millionen. Wie Wolfgang Strohm, Leiter der Abteilung &bdquo;Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt&ldquo; des Statistischen Bundesamtes, weiter mitteilte, ist trotz dieser Entwicklung das Normalarbeitsverh&auml;ltnis nach wie vor die dominierende Form abh&auml;ngiger Besch&auml;ftigung. Knapp drei Viertel (22,5 Millionen) der 30,2 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Bildung oder Ausbildung waren, befanden sich 2007 in einem Normalarbeitsverh&auml;ltnis. Demgegen&uuml;ber standen 7,7 Millionen Personen in neuen Besch&auml;ftigungsformen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/09\/PD08__340__132,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pk\/2008\/Arbeitsmarkt\/Pressebroschuere__Arbeitsmarkt,property=file.pdf\">destatis (Begleitmaterial) [PDF &ndash; 868 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schon h&auml;ufig ist auf den NachDenkSeiten kritisiert worden, dass das Statistische Bundesamt allzu regierungsnah der Politik nach dem Munde redet und brisante Entwicklungen in Ihrer Berichterstattung versteckt oder sch&ouml;nredet. Im Gesetz &uuml;ber die Statistik f&uuml;r Bundeszwecke wird die Beh&ouml;rde zur Objektivit&auml;t, Neutralit&auml;t und wissenschaftlicher Unabh&auml;ngigkeit verpflichtet und nicht dazu, jede Meldung, die Anlass zur Kritik der Bundesregierung und ihrer Politik geben k&ouml;nnte, so zu formulieren, dass der B&uuml;rger bestenfalls leicht verwirrt zur&uuml;ckbleibt. Nat&uuml;rlich liest sich atypische Besch&auml;ftigungsformen in der Titelung schon beunruhigender, das Wort prek&auml;r wird ganz vermieden. <\/em><\/p>\n<p>Ganz objektiv steht da nichts anderes, als dass die Zunahme an Besch&auml;ftigung im genannten Zeitraum durch eine Zunahme an miesen, schlechtbezahlten Arbeitspl&auml;tzen erkauft worden ist, durch eine zunehmende Amerikanisierung des Arbeitsmarktes. Leider muss man immer noch explizit sagen, wer daf&uuml;r in hohem Ma&szlig;e verantwortlich ist: Die gleiche Schr&ouml;der-Clique, die sich durch ihren j&uuml;ngsten Coup die Pl&auml;tze an den Tr&ouml;gen der gro&szlig;en Koalition f&uuml;r die n&auml;chste Legislaturperiode gesichert hat, und, was unter den Schlaglichtern der aktuellen Berichterstattung fast untergeht, die Mannschaft  um uns Angela.<\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung kauft Bundesdruckerei zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Bundesdruckerei wird wieder staatlich. Aus sicherheitspolitischen Gr&uuml;nden kauft die Bundesregierung das Unternehmen von einem Investor zur&uuml;ck &ndash; es ist der Endpunkt einer misslungenen Pleite-Privatisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-577300,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch <\/em><\/p>\n<p><strong><a href=\"?p=1829#more-1829\">Die verscherbelte Bundesdruckerei<\/a><\/strong><br>\n<em><strong>Kommentar:<\/strong> Die Bahn wird trotz dieser Erfahrung weiter verscherbelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD<\/strong>\n<p><strong>Klaus von Dohnanyi: &ldquo;Er war &uuml;berfordert&rdquo; <\/strong><br>\nDer SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi hat seiner Partei vorgeworfen, sie habe sich in den letzten zwei Jahrzehnten nicht den ver&auml;nderten Bedingungen der Weltwirtschaft gestellt. Die Arbeitszeit in Deutschland sei zu kurz und die St&uuml;ckkosten zu hoch. Kurt Beck sei an der R&uuml;ckw&auml;rtsgewandtheit eines Drittels der SPD-Mitglieder gescheitert, die &ldquo;glauben, eine Welt vor sich zu haben, die wie die Welt vor 50 Jahren aussieht&rdquo;, so von Dohnan<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/843500\/\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung G.G.:<\/strong> Solange die SPD solche geistgesalbten Durchblicker und Wegweiser hat, m&uuml;ssen sich die &ldquo;herrschenden Kreise&rdquo; keine Sorgen machen, dass die &ldquo;dumme Linke&rdquo; (Dohnanyi) Einfluss gew&ouml;nne. Warum auch? Laut &ldquo;Agenda-Mann&rdquo; Arnulf Baring ist das Gerede von der &ldquo;ber&uuml;hmten Gerechtigkeitsl&uuml;cke&rdquo; &ldquo;alles Humbug&rdquo;: &ldquo;Es ist doch nicht wahr, dass dieses Land unter zunehmender sozialer Ungerechtigkeit leidet.&rdquo; <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe\/H&ouml;re dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Kontrovers &ldquo;Notbremse oder Befreiungsschlag &ndash; quo vadis SPD ?&rdquo; <\/strong><br>\nStreitgespr&auml;ch mit Arnulf Baring, Historiker, Publizist, Warnfried Dettling, Publizist, Parteienexperte, Johanno Strasser, Pr&auml;sident Deutsches PEN-Zentrum Mitglied der SPD-Grundwertekommission<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2008\/09\/08\/dlf_20080908_1010_18e305da.mp3\">Deutschlandfunk [MP3, 26 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Beachten Sie, wie Johanno Strasser Steinbr&uuml;ck ohne jeglichen Beleg hochlobt. Er plappert einfach nach, was Steinbr&uuml;ck ihm hat vorsagen lassen. Traurig.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dolchsto&szlig; ohne Legende: Die rechte Agenda der SPD<\/strong><br>\nBeck ist weg und M&uuml;nte ist Beck. So steht sie da, die SPD am Tag eins nach ihrem Putsch von rechts. Aber f&uuml;hrt der Weg in die Vergangenheit wirklich vorw&auml;rts in die Zukunft? Steinmeier und M&uuml;ntefering sollen die politischen Fl&uuml;gel wieder zusammen bringen, die schon immer in verschiedene Richtungen fliegen wollen. Das wird den beiden so wenig gelingen wie dem abgetretenen Kurt Beck. Die n&auml;chste Bundes-tagswahl ist f&uuml;r die SPD schon verloren. Nicht so schlimm, bisher hat es sowieso kaum ein sozialdemokratischer Kanzlerkandidat bis an die Spitze des Landes gepackt. 2013 k&ouml;nnte es ja wieder was werden, wie w&auml;re es dann mit Klaus Wowereit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/hronline\/mp3\/podcast\/derTag\/dolchstoss_ohne_legende__die_rechte_agenda_der_spd.mp3?tl=html\">Hessicher Rundfunk [Podcast, ca. 53 Minuten, ca. 18 MB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Die SPD kasteit sich selber<\/strong><br>\nDie Freude der deutschen Sozialdemokraten &uuml;ber ihren Befreiungsschlag h&auml;lt sich in Grenzen. An der Basis und auf dem linken Parteifl&uuml;gel wird bereits heftige Kritik am Sieg der Schr&ouml;derianer Steinmeier und M&uuml;ntefering laut, der die Seelenlage der Partei nicht reflektiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/die_spd_kasteit_sich_selber_1.827082.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert in diesem ausl&auml;ndischen Kommentar ist die Tatsache, dass sie der ver&ouml;ffentlichten Meinung in Deutschland nicht &uuml;ber den  Weg traut: &ldquo;Wer auf die Stimmen von der Parteibasis h&ouml;rt oder eine der unz&auml;hligen Radio-Talkshows einschaltet, welche die geringste Arrhythmie im politischen Puls des Landes konstatieren, dem konnte nicht verborgen bleiben, dass der da und dort als Befreiungsschlag gefeierte Neuanfang im Grunde fast nur Konsternation ausl&ouml;ste.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>HartzIV-Hatz<\/strong>\n<p><strong>divide et impera<\/strong><br>\nDie Herbstoffensive nimmt Fahrt auf. Nun wechselt man die Sto&szlig;richtung und widmet sich jenen &ldquo;Guten&rdquo;, die lieber f&uuml;r eine Handvoll Reis arbeiten, als ALG II beziehen w&uuml;rden. Diese Taktik ist noch infamer, als das Vorf&uuml;hren irgendwelcher Deppen, die stolz darauf sind, dass sie es (angeblich) st&auml;ndig schaffen &ldquo;den Staat zu beschei&szlig;en&rdquo;. Denn obwohl man hier ja gar keine Hartz IV Empf&auml;nger ins BILD setzt &ndash; man trifft sie um so &auml;rger. Und man trifft sie alle, weil sich so zeigen l&auml;sst: von ALG II zu leben ist zutiefst unmoralisch und wer auch nur einen Funken Anstand im Leib hat, der geht lieber f&uuml;r 8 Euro Treppen putzen als zum Arbeitsamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/notatio.blogspot.com\/2008\/09\/divide-et-impera.html\">notatio<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Eigentlich wollte man urspr&uuml;nglich die Leistungen f&uuml;r Hartz IV erh&ouml;hen. Dann wurde das Gutachten aus Chemnitz bestellt. Und jetzt sind die Arbeitslosen auch dank der Kampagne von Bild froh, wenn sie keine K&uuml;rzungen zu erwarten haben. <\/em><\/p>\n<p><strong>Kritik der &bdquo;Studie&ldquo; der TU Chemnitz &bdquo;Die H&ouml;he der sozialen Mindestsicherung&ldquo;  <\/strong><br>\nEs wird schon von Beginn an von falschen Pr&auml;missen ausgegangen, die einzelnen Bestandteile des vorgeschlagenen Regelsatzes halten weder in Inhalten, veranschlagten Mengen noch zugrunde gelegten Preisen einer Pr&uuml;fung stand. Stattdessen offenbaren sich gr&ouml;&szlig;tenteils eklatante Widerspr&uuml;che, die in den scheinbar zuvor gew&uuml;nschten Ergebnissen der Regelsatzh&ouml;hen in den beschriebenen Versionen von Minimum- und Maximumfall kulminieren. Alle daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen entbehren demzufolge jeglicher Grundlage. <\/p>\n<p>Ziel der Studie, so scheint es, ist es nicht, Argumente zu liefern, den Hartz-IV-Regelsatz zu k&uuml;rzen, zu grotesk scheint die Vorstellung, dies wirklich durchzuf&uuml;hren. Hintergrund d&uuml;rfte es vielmehr sein, den Sozialgerichten in Zukunft &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Sch&uuml;tzenhilfe zu leisten bei der Ablehnung von Verfahren, bei denen es um die H&ouml;he von Sozialleistungen geht. Diese Vermutung findet man in der Einf&uuml;hrung der Studie best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080910%20Beachtung%20einer%20Studie%20der%20TU%20Chemnitz.pdf\">Lutz Hausstein und Florian Krahmer [PDF &ndash; 48 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Eine kompakte und &uuml;berzeugende Kritik mit nachvollziehbaren &Uuml;berlegungen &uuml;ber den wahrscheinlichen Zweck.<\/em><\/p>\n<p><strong>Peugeot in Frankreich: Fabrikarbeiter soll wegen Fehlzeiten gek&uuml;ndigt werden<\/strong><br>\nLaut CGT verschickte die Betriebsleitung j&uuml;ngst an &raquo;Dutzende Angestellte&laquo;, die sich im Krankenstand befanden, &auml;hnliche Briefe wie an El Haouari. Dies zeige, da&szlig; eine &raquo;wahrhafte Jagd auf die Kranken&laquo; im Gange sei. &raquo;Man will dadurch erreichen, da&szlig; sie noch h&auml;rtere Arbeitsbedingungen akzeptieren und sich dann nicht &auml;rztlich behandeln lassen, weil sie sonst eine K&uuml;ndigung bef&uuml;rchten m&uuml;ssen&laquo;, sagte Julien, der ein arbeitsrechtliches Gerichtsverfahren im Falle El Haouaris ank&uuml;ndigte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-09\/002.php\">jungewelt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers K.F.:<\/strong> Bis jetzt wird bei uns offen nur Jagd auf Hartz 4-Empf&auml;nger gemacht. Die Kranken k&ouml;nnten die N&auml;chsten sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bildungspolitik<\/strong>\n<p><strong>Kommentar: Deutschland ist abgeh&auml;ngt<\/strong><br>\nDie Botschaft der OECD ist dramatisch: Die von der Kanzlerin ausgerufene Bildungsrepublik verdient diesen Namen weniger denn je. Trotz kleiner Fortschritte f&auml;llt Deutschland international immer weiter zur&uuml;ck. Unsere Konkurrenznationen stecken einen weit gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres Reichtums in die Bildung. Das fatale Ergebnis ist: Bei der Ausbildung von Hochqualifizierten sind wir fast schon abgeh&auml;ngt. Damit ist der Wirtschaftsstandort im Kern bedroht.<\/p>\n<p>N&ouml;tig ist mehr Geld allemal, denn es gibt nicht nur zu wenig Akademiker. Es fehlt an Kindergartenpl&auml;tzen, an gut ausgebildeten Erzieherinnen und an individueller F&ouml;rderung der Kinder in den Schulen. Gerade weil aber Bildung L&auml;ndersache ist, gibt es schon rein rechtlich wenig sinnvolle M&ouml;glichkeiten f&uuml;r den Bund.<\/p>\n<p>Ohne mehr Geld geht nichts, wegen der F&ouml;deralismusreform darf der Bund aber nicht einmal mehr Investitionen bezahlen. Als Kr&uuml;cke entstand die Idee, der Bund solle die Sozialarbeiter an Schulen finanzieren. Dass diese ein selbstverst&auml;ndlicher Teil des Personals werden m&uuml;ssen, ist unbestritten. Ihre Finanzierung muss dann aber auf Dauer geregelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/handelsblatt-kommentar\/kommentar-deutschland-ist-abgehaengt;2035159\">handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Diese Studien werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben&rdquo;<\/strong><br>\nBildungsforscherin Gundel Sch&uuml;mer kritisiert, dass in Deutschland internationale Schulvergleichsstudien wie PISA &uuml;bersch&auml;tzt werden &ndash; und auch politisch missbraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28678\/1.html\">heise<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Zwei meiner Geschwister sind Lehrer. Sie sagen immer:  Traue keinem Pisa-Test, den du nicht selbst gef&auml;lscht hast.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wir m&uuml;ssen gezielt in den Schulen f&uuml;r ein Studium werben<\/strong><br>\nInterview mit der Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2611185?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Warum sollte die Wirtschaft st&auml;rker als bisher den Beweis erbringen, dass man mit dem Bachelor auf dem Arbeitsmarkt bestehen kann. K&ouml;nnte es nicht sein, dass die Wirtschaft nicht glaubt, dass die zeitliche Straffung des Studiums ohne eine entsprechende K&uuml;rzung des Lehrstoffes einhergegangen sei bzw. die Studenten &uuml;berfordere?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;stung<\/strong>\n<p><strong>R&uuml;stung hat wieder Konjunktur<\/strong><br>\nZwei Dekaden nach dem Ende des &bdquo;Kalten Krieges&ldquo; sieht die deutsche R&uuml;stungsbranche guten Zeiten entgegen. Nach Jahren der Stagnation stockt die Bundeswehr ihren Beschaffungsetat auf, gr&ouml;&szlig;ter Profiteur ist die EADS. Gute Gesch&auml;fte erwartet der von Airbus dominierte Konzern auch mit der inneren Sicherheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/ruestung-hat-wieder-konjunktur;2034930\">handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><strong>Dem Milit&auml;r-Industrie-Komplex in die Suppe spucken<\/strong><br>\nZum f&uuml;nften Mal veranstaltet die angesehene Wirtschaftszeitung &ldquo;Handelsblatt&rdquo; in Berlin eine Konferenz zu aktuellen Problemen der Sicherheitspolitik. Daran nehmen hochkar&auml;tige Vertreter (so gut wie keine Vertreterinnen) aus deutscher und internationaler Politik und interessierter Wirtschaft teil. Die Liste der Referenten und Podiumsteilnehmer liest sich fast wie ein &ldquo;Who is Who?&rdquo; der R&uuml;stungslobby. Das vorliegende Programm erweckt den Eindruck, als handle es sich bei dieser Konferenz um eine Berliner Ausgabe der &ldquo;M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz&rdquo;, die 2008 zum letzten Mal unter Horst Teltschik in M&uuml;nchen stattfand und ab 2009 unter neuer Leitung vermutlich in Berlin stattfinden wird. Ein solches &ldquo;Networking&rdquo; aus Politik, Industrie und Milit&auml;r vertr&auml;gt sich nicht mit einem zivilen demokratischen Gemeinwesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-kassel.de\/fb5\/frieden\/regionen\/Afghanistan\/handelsblatt-konferenz.html\">Uni Kassel, AG Friedensforschung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Bradford DeLong: Liegen wir mit der Inflationsbek&auml;mpfung richtig?<\/li>\n<li>Immer weniger Vollzeitstellen<\/li>\n<li>Regierung kauft Bundesdruckerei zur&uuml;ck<\/li>\n<li>nat&uuml;rlich auch heute wieder: Die Lage der SPD<\/li>\n<li>HartzIV-Hatz<\/li>\n<li>Bildungspolitik: &ldquo;Diese Studien werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben&rdquo;<\/li>\n<li>R&uuml;stung hat wieder Konjunktur<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3448\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3448","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3448\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}