{"id":34492,"date":"2016-08-04T08:39:15","date_gmt":"2016-08-04T06:39:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492"},"modified":"2016-08-04T08:39:15","modified_gmt":"2016-08-04T06:39:15","slug":"hinweise-des-tages-2681","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h01\">Die Totengr&auml;ber Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h02\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h03\">Staatsangeh&ouml;rigkeit, Besch&auml;ftigung, Hartz IV: zwei Abbildungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h04\">Deutsche Arbeitnehmer sind krank wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h05\">Pervertierter Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h06\">Die &ldquo;Rettung&rdquo; der Monte die Paschi: Augenwischerei f&uuml;r Ahnungslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h07\">&Uuml;bernahme: Post verkauft Fernbusgesch&auml;ft an Flixbus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h08\">Bundeswehr im Innern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h09\">Grotesker und gespenstischer kann es nicht kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h10\">Die dunkle Seite der &bdquo;Gemeinde&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h11\">Im Jagdmodus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h12\">Wie die AfD vom Anti-Terror-Krieg profitiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h13\">Berichterstattung: Die &ldquo;Wahrheit &uuml;ber Aleppo&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h14\">Storytelling in der ARD-Griechenlandberichterstattung 2015<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Totengr&auml;ber Europas<\/strong><br>\nDas Volk ist das Problem, nicht die Elite. So sagt es der Bundespr&auml;sident, so denken und handeln viele Politiker. Sie opfern das Soziale dem Gott der &Ouml;konomie und begraben damit ein Europa, das einst &ldquo;Wohlstand f&uuml;r die V&ouml;lker&rdquo; (Adenauer) bringen sollte. Ein Essay.<br>\nNein, so hat Europa nicht werden wollen. Nein, so h&auml;tte Europa nicht werden sollen. So zerrissen. So hoffnungslos. Der Traum der Europ&auml;ischen Gemeinschaft, das wird in den historisch-hysterischen Tagen nach dem Brexit immer klarer, ist eine Lebensl&uuml;ge. Die Urgro&szlig;v&auml;ter der EU und die Politiker, die nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs den Kontinent befrieden und einigen wollten, sie wollten nicht das Paradies auf Erden, nicht die klassenlose Gesellschaft, das gewiss nicht. Aber sie wollten sehr Konkretes: &ldquo;Wohlstand f&uuml;r die V&ouml;lker&rdquo; (Konrad Adenauer), ein Europa &ldquo;der sozialen Gerechtigkeit&rdquo; (Carlo Schmid). Man h&auml;tte sich begeistern k&ouml;nnen f&uuml;r diese Vision, ja, man hat sich begeistert &ndash; deutsche und franz&ouml;sische Jugendliche rissen vor 60 Jahren, befl&uuml;gelt von dieser europ&auml;ischen Vision, gemeinsam Grenzz&auml;une ein. Aber sie lebt nicht mehr, diese Vision. Sie ist erloschen. Heute werden in Europa wieder Grenzz&auml;une hochgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/279\/die-totengraeber-europas-3791.html\">Arno Luik auf Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Menschenrechtsbeauftragte stellt Anti-Asyl-Deal infrage<\/strong><br>\nDer umstrittene Anti-Asyl-Deal mit der T&uuml;rkei kann nach Ansicht der Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, B&auml;rbel Kofler, nicht so beibehalten werden. &raquo;Das Abkommen setzt Rechtsstaatlichkeit auf allen Seiten voraus. In der T&uuml;rkei ist diese zurzeit nicht gegeben. Da ist es falsch, wenn wir rechtsstaatliche Entscheidungen dorthin auslagern&laquo;, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. &raquo;Im Lichte der aktuellen Entwicklungen in der T&uuml;rkei m&uuml;ssen wir umdenken&laquo;, betonte Kofler mit Blick auf die Welle von Verhaftungen und Entlassungen in dem Land und forderte: &raquo;Es braucht eine Neubewertung des EU-T&uuml;rkei-Fl&uuml;chtlingsabkommens.&laquo;<br>\nZwar habe die T&uuml;rkei viele Anstrengungen zur Versorgung der drei Millionen Syrer im Land unternommen. Auch sei es richtig, dass Deutschland und die EU sich finanziell daran beteiligten. &raquo;Vieles an dem Fl&uuml;chtlingsabkommen funktioniert jedoch nicht&laquo;, sagte Kofler und beklagte &raquo;verschwindend geringe&laquo; Zahlen von Syrern, die seit der Unterzeichnung des Abkommens im M&auml;rz legal aus der T&uuml;rkei in die EU eingereist seien. Problematisch sei zudem die Asylantragstellung in der T&uuml;rkei: &raquo;Wir wissen, dass die Bearbeitung der Asylantr&auml;ge von Afghanen, Irakern und Iranern in der T&uuml;rkei nicht nach rechtsstaatlichen Regeln erfolgt. Dar&uuml;ber kann die EU, dar&uuml;ber k&ouml;nnen auch wir nicht einfach hinwegsehen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020845.menschenrechtsbeauftragte-stellt-anti-asyl-deal-infrage.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sch&ouml;n w&auml;re es, wenn die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung insbesondere den Bundesau&szlig;enminister in dieser Angelegenheit &uuml;berzeugen k&ouml;nnte. Der wird mit S&auml;tzen wie &raquo;Wir sollten uns an das halten, was vereinbart worden ist.&laquo;, &raquo;Es gibt Bedingungen f&uuml;r die Visafreiheit, und diese sind allen Seiten bekannt. Die T&uuml;rkei hat sich dazu verpflichtet, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um diese Bedingungen zu erf&uuml;llen. Das ist momentan allerdings noch nicht der Fall und die T&uuml;rkei hat da noch Arbeit vor sich.&laquo; und &raquo;Verbindungen kappen, das ist das denkbar schlechteste Mittel von Politik.&laquo; <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020691.linkspartei-fordert-sanktionen-gegen-erdogan.html\">zitiert<\/a>. Offenbar sieht er eine &ldquo;rote Linie&rdquo; auch zur Rechtsstaatlichkeit erst dann als &uuml;berschritten an, wenn die T&uuml;rkei die Todesstrafe tats&auml;chlich eingef&uuml;hrt hat. Die Frage nach dem Rechtsverst&auml;ndnis von Herrn Steienmeier, einem gelernten Juristen, liegt da nahe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir brauchen z&uuml;gige Verfahren der legalen Weiterreise&rdquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht des Europa-Beauftragten von Pro Asyl, Karl Kopp, ist es das Gebot der Stunde, in menschenw&uuml;rdige Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte zu investieren und legale Wege f&uuml;r eine Weiterreise zu er&ouml;ffnen. Die Migranten lebten in Griechenland unter zum Teil elendigen Bedingungen, sagte er im DLF.<br>\nDie Schutzsuchenden, die in Griechenland fests&auml;&szlig;en, seien die &ldquo;Leidtragenden des Fl&uuml;chtlingsdeals&rdquo;, die &ldquo;Opfer einer zynischen Politik&rdquo;, sagte der Europa-Beauftragte von Pro Asyl, Karl Kopp, im DLF. Im Rahmen des Fl&uuml;chtlingsdeals mit der T&uuml;rkei habe man aus &ldquo;offenen Lagern&rdquo; &uuml;ber Nacht &ldquo;Haftlager&rdquo; gemacht. Die Leute k&ouml;nnten nicht vor und nicht zur&uuml;ck und h&auml;tten keine Klarheit, ob sie legal nach Westeuropa weiterreisen k&ouml;nnten. &ldquo;Von daher ist das eine desastr&ouml;se Situation&rdquo;, zumal die griechische Bev&ouml;lkerung zunehmend feindlich reagiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-in-griechenland-wir-brauchen-zuegige-verfahren.694.de.html?dram:article_id=361949\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Syrische Fl&uuml;chtlingskinder: &ldquo;Wenn ich zur Schule ginge, h&auml;tten wir kein Essen&rdquo;<\/strong><br>\nKrieg, Flucht und nicht gen&uuml;gend Unterst&uuml;tzung durch reiche L&auml;nder: Rund eine Million syrische Fl&uuml;chtlingskinder k&ouml;nnen vermutlich nicht zur Schule gehen. Hilfsorganisationen warnen vor einer &ldquo;verlorenen Generation&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/fluechtlinge-kinder-aus-syrien-koennen-nicht-zur-schule-gehen-a-1105911.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist grotesk, anstatt dem t&uuml;rkischen Diktator Erdogan Milliarden f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingsabwehr hinterher zu werfen, sollte man das Geld lieber f&uuml;r Bildungsangebote f&uuml;r Fl&uuml;chtling verwenden. Auch die Ursache der Fl&uuml;chtlingswelle des vergangenen Jahres lag darin, dass den Hilfsorganisationen das Geld f&uuml;r die Lebensmittelversorgung, der in den an Syrien grenzenden Staaten lebenden Fl&uuml;chtlinge ausging.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Straftaten gegen Asylunterk&uuml;nfte<\/strong><br>\nIm ersten Halbjahr wurden dreimal so viele Straftaten gegen Asylunterk&uuml;nfte begangen wie 2015<br>\nOffenbar spielt keine Rolle, wie viele Fl&uuml;chtlinge nach Deutschland kommen, die Gewalt gegen sie bleibt hoch. Nach dem Bundeskriminalamt wurden im ersten Halbjahr 2016 665 Straftaten gegen Asylunterk&uuml;nfte begangen. Das ist dreimal so viel wie im ersten Halbjahr 2015. Allerdings ist erst dann die &ldquo;Fl&uuml;chtlingswelle&rdquo; angekommen &ndash; mitsamt Merkels Spruch: &ldquo;Wir schaffen das.&rdquo;<br>\nVon den 665 Angriffen auf Asylunterk&uuml;nfte seien 613 eindeutig rechts motiviert. Bei den &uuml;brigen k&ouml;nne eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden. Man kann sich allerdings fragen, wer sonst Asylunterk&uuml;nfte angreifen sollte, abgesehen von Fl&uuml;chtlingen selbst, die mit Brandanschl&auml;gen gegen ihre Unterbringungsbedingungen protestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49027\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Staatsangeh&ouml;rigkeit, Besch&auml;ftigung, Hartz IV: zwei Abbildungen<\/strong><br>\nWie hoch ist der Anteil der Bev&ouml;lkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahre, der sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt ist (svB-Quote) und wie hoch der Anteil der Bev&ouml;lkerung im entsprechenden Alter, der auf Arbeitslosengeld II angewiesen ist, beantragt hat und erh&auml;lt (ELB-Quote)? Wie stellt sich dies f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung mit deutscher Staatsangeh&ouml;rigkeit und wie mit einer anderen Staatsangeh&ouml;rigkeit (ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit) im April 2016 (und April 2015) dar? Siehe dazu die beiden unkommentierten BIAJ-Abbildungen mit ausgew&auml;hlten Staatsangeh&ouml;rigkeiten aus dem Migrations-Monitor der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Die BIAJ-Abbildungen vom 2. August 2016 finden Sie hier: Download (PDF: zwei Seiten)<br>\nWarnung: Die Gr&uuml;nde f&uuml;r niedrige svB-Quoten und hohe ELB-Quoten, deren Ver&auml;nderungen im Vorjahresvergleich (April 2015 &ndash; April 2016) und die Relation (das Verh&auml;ltnis) dieser beiden Quoten zueinander sind vielf&auml;ltig. Anregung zu Abbildung 1 (April 2016): Vergleiche z.B. Iran und Bulgarien mit gleich hoher ELB-Quote von etwa 26 Prozent und Pakistan, Nigeria, T&uuml;rkei mit gleich hoher ELB-Quote von etwa 20 Prozent! Und siehe dazu die svB-Quoten von etwa 43 Prozent bzw. 42 Prozent der Menschen im erwerbsf&auml;higen Alter mit bulgarischer bzw. t&uuml;rkischer Staatsangeh&ouml;rigkeit und ohne deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit. Und am Rande: vergleiche Bulgarien und Rum&auml;nien, die vielfach in einem Atemzug genannt werden. Nur eine Anregung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/802-staatsangehoerigkeit-beschaeftigung-hartz-iv-zwei-abbildungen.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Arbeitnehmer sind krank wie nie<\/strong><br>\nDie Krankschreibungen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2016 eine Rekordmarke erreicht. In diesem Zeitraum betrug der Krankenstand 4,4 Prozent, wie die gesetzliche Krankenkasse DAK-Gesundheit am Mittwoch berichtete. Er lag damit um 0,3 Prozentpunkte h&ouml;her als im ersten Halbjahr 2015.<br>\nHintergrund des Trends sind vor allem mehr Fehltage wegen psychischer Leiden und Muskel-Skelett-Erkrankungen wie R&uuml;ckenschmerzen. Bei diesen Diagnosen stieg die Zahl der Fehltage um je 13 Prozent.<br>\nDer Krankenstand bezeichnet die Zahl der Arbeitnehmer, die in einem bestimmten Zeitraum bei einem Arbeitgeber krankgemeldet sind. Mehr als jeder dritte Berufst&auml;tige (37 Prozent) wurde demnach mindestens einmal krankgeschrieben. Im Schnitt dauerte eine Erkrankung 12,3 Tage, im Vorjahreszeitraum waren es 11,7 Tage, so das Ergebnis der aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/gesundheit-deutsche-arbeitnehmer-sind-krank-wie-nie\/13962816.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass die hier lebende Arbeitnehmerschaft auch durch ihre Arbeit und insbesondere deren Bedingungen erkranken? Als medizinische Diagnose w&uuml;rden vermutlich ebenfalls u.a. Psychische Erkrankungen und R&uuml;ckenschmerzen vermerkt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pervertierter Kapitalismus<\/strong><br>\nDie niedrigen Zinsen haben jetzt dazu gef&uuml;hrt, dass Verm&ouml;gende dem deutschen Staat ihr Geld anvertrauen und daf&uuml;r Negativ-Zinsen akzeptieren beziehungsweise auf eine vollst&auml;ndige R&uuml;ckzahlung ihres verliehenen Geldes verzichten. Die Rendite f&uuml;r eine zehnj&auml;hrige Bundesanleihe sank erstmals unter null. Wie erkl&auml;rt sich ein derartig pervertierter Kapitalismus, in dem Verm&ouml;gende f&uuml;r ihren angeblichen Konsumverzicht durch Sparen nicht mehr mit einem Ertrag aus der gesamtwirtschaftlichen Wertsch&ouml;pfung entsch&auml;digt werden wollen?<br>\nZun&auml;chst einmal sollte sich die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber in Grenzen halten, dass Verm&ouml;gende f&uuml;rs Nichtstun keine Zinsen mehr erhalten. Der gr&ouml;&szlig;te Teil des weltweit v&ouml;llig ungleich verteilten Verm&ouml;gens, das wissen wir endg&uuml;ltig durch den franz&ouml;sischen &Ouml;konomen Thomas Piketty, wurde nur geerbt. Erben haben f&uuml;r ihre Erbschaft selbst nichts geleistet. Zinsen sind zudem ein Ausbeutungs- und Umverteilungsinstrument, weil Zinsempf&auml;nger immer andere Menschen f&uuml;r sich arbeiten lassen. Schlie&szlig;lich muss hinter jedem Euro Zinsen menschliche Arbeitskraft in der einzig wertschaffenden produzierenden Realwirtschaft stehen, w&auml;hrend die Finanzindustrie die Zinsen &uuml;ber den Banken- und Versicherungsapparat lediglich verteilt. Werden dabei die Gelder tempor&auml;r nicht in der produzierenden Wirtschaft, sondern auch auf den hoch spekulativen Finanzm&auml;rkten in sogenannten Bank- und Versicherungsprodukten angelegt und &raquo;zwischengeparkt&laquo;, ist es immer nur eine Frage der Zeit, bis die dadurch entstehende Verm&ouml;genspreisblase platzt. Wie naiv sind viele Menschen, die offensichtlich glauben, dass ihre Lebensversicherungen oder in Pensionsfonds angelegten Gelder f&uuml;r eine Rente sicher sind und sich v&ouml;llig losgel&ouml;st von der produzierenden Wirtschaft verwerten lassen und &Uuml;bersch&uuml;sse abwerfen k&ouml;nnen. Nein, so funktioniert Wirtschaft nicht!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/579dd63993ff3\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Staat spart sich kaputt &ndash; f&uuml;r die alten W&auml;hler<\/strong><br>\nDeutschland f&auml;hrt Verschlei&szlig;: Um Rentner-W&uuml;nsche zu erf&uuml;llen, geizt der Staat mit Investitionen f&uuml;r die Zukunft, so &Ouml;konomen. Marode Br&uuml;cken oder Schulen geh&ouml;ren zu den Folgen dieser Klientelpolitik.<br>\nRiesige Schlagl&ouml;cher, gesperrte Br&uuml;cken, Schulen, in denen die Eltern in den Sommerferien zum Renovieren anr&uuml;cken &ndash; die Infrastruktur in Deutschland weist immer gr&ouml;&szlig;ere M&auml;ngel auf. Seit Jahren investiert der Staat zu wenig, weil ein wachsender Anteil der &ouml;ffentlichen Ausgaben in den Konsum, vor allem in Sozialleistungen, geht.<br>\nAuch 2015 fuhr Deutschland auf Verschlei&szlig;: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren die Abschreibungen auf die bestehenden Anlagen im vergangenen Jahr mit 67,22 Milliarden Euro h&ouml;her als die Summe der von Bund, L&auml;ndern, Gemeinden und Sozialversicherungen aufgewandten Investitionen, die bei 66,59 Milliarden lag. Vor allem die Kommunen kommen mit der Instandhaltung nicht hinterher. Zwar entfallen auf St&auml;dte und Gemeinden mehr als ein Drittel aller &ouml;ffentlichen Investitionen. Doch seit Jahren &uuml;bersteigt die Abschreibungssumme die H&ouml;he der von den Kommunen geleisteten Infrastrukturausgaben deutlich.<br>\nEin wichtiger Grund f&uuml;r die str&auml;fliche Vernachl&auml;ssigung der Infrastruktur liegt in dem steigenden Anteil &auml;lterer Menschen an der hiesigen Bev&ouml;lkerung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts (RWI). Danach sinkt die Investitionsquote in der Bundesrepublik seit vier Jahrzehnten stetig, w&auml;hrend gleichzeitig der Anteil der &Auml;lteren immer gr&ouml;&szlig;er geworden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157457183\/Der-Staat-spart-sich-kaputt-fuer-die-alten-Waehler.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dorothea Siems schreibt sonst schon die unglaublichsten M&auml;rchen, aber das toppt alles. Hier wird aus einer tats&auml;chlich existierenden Korrelation &ndash; die Deutschen werden im Durchschnitt &auml;lter, die Investitionsquote sinkt &ndash; ein urs&auml;chlicher Zusammenhang konstruiert, f&uuml;r den es, abgesehen von den herbei phantasierten Begr&uuml;ndung, nicht einmal einen empirischen Beleg gibt. Die Japaner sind im Durchschnitt &auml;lter als die Deutschen, aber ihre Infrastruktur wird viel besser finanziert und gepflegt; umgekehrt sind z. B. die US-Amerikaner deutlich j&uuml;nger, aber die Infrastruktur noch viel kaputter. Die wenigen aus Steuern gezahlten Sozialleistungen f&uuml;r Rentner (z. B. M&uuml;tterrente, Grundsicherung im Altern), ein paar Milliarden Euro im Jahr, werden durch den vorangegangenen Sparkurs der Regierung(en) auf Kosten der Rentner mehrfach aufgewogen. Die tats&auml;chlich gruselige Verrottung der Infrastruktur ist vor allem in den unfa&szlig;baren Steuergeschenken der Regierung Schr&ouml;der (60 Milliarden Euro an Kapitalgesellschaften und Bestverdiener) und dem in Deutschland weit verbreiteten Wahn von der &ldquo;Schwarzen Null&rdquo; begr&uuml;ndet und sonst gar nichts. Siems ist eine reine Lobbyistin und Propagandistin gegen Sozialstaat und Arbeitnehmer. Nicht verstehbar, da&szlig; sie z. B. in &ouml;ffentlich-rechtlich finanzierten Phoenix-Talkrunden immer wieder als Expertin auftreten darf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die &ldquo;Rettung&rdquo; der Monte die Paschi: Augenwischerei f&uuml;r Ahnungslose<\/strong><br>\nAm vergangenen Freitag wurden die Ergebnisse des europ&auml;ischen Bankenstresstests bekannt gegeben. 51 Banken aus 15 europ&auml;ischen L&auml;ndern waren von der Europ&auml;ischen Bankenaufsicht (EBA) zusammen mit der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) auf verschiedene Krisenszenarien hin &uuml;berpr&uuml;ft worden. Der Test dient &ndash; wie seine Vorg&auml;nger &ndash; in erster Linie dazu, die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit in Sicherheit zu wiegen und ihr eine im Kern gesunde Bankenwelt vorzugaukeln. Aus diesem Grund wurden weder der &ldquo;Brexit&rdquo;, noch die Einf&uuml;hrung von Negativzinsen einbezogen, griechische und portugiesische Banken gar nicht erst ber&uuml;cksichtigt.<br>\nUm dem Test einen Hauch von Glaubw&uuml;rdigkeit zu verleihen, wurde dem interessierten Publikum zumindest ein schwarzes Schaf pr&auml;sentiert: die drittgr&ouml;&szlig;te italienische Bank Monte dei Paschi, die in den letzten Jahren faule Kredite in H&ouml;he von 45 Mrd. Euro angeh&auml;uft hat und &uuml;ber extrem geringes Eigenkaptal verf&uuml;gt, das bei dem Test unter Stressbedingungen auf den katastrophalen Wert von -2,44 % (gefordert waren mindestens +5,5 %) abfiel. Um niemanden zu sehr zu verschrecken, wurde der Bank am Tag der Ver&ouml;ffentlichung auch gleich ein Rettungspaket mit auf den Weg gegeben. Betrachtet man dieses Paket allerdings genauer, so hat es mit dem Wort &ldquo;Rettung&rdquo; recht wenig zu tun, umso mehr aber mit dem Wort &ldquo;Wunschdenken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49032\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Uuml;bernahme: Post verkauft Fernbusgesch&auml;ft an Flixbus<\/strong><br>\nAuf dem deutschen Fernbusmarkt gehen die Nummer eins und Nummer zwei zusammen: Marktf&uuml;hrer Flixbus &uuml;bernimmt nach eigenen Angaben das Gesch&auml;ft des Konkurrenten Postbus. Die Zahl der Fernbusanbieter in Deutschland schrumpft weiter. Der Marktf&uuml;hrer Flixbus &uuml;bernimmt das Gesch&auml;ft des Konkurrenten Postbus. Die ersten Linien der Fernbus-Sparte der Deutschen Post sollen ab November in das Flixbus-Netz integriert werden. Das sagte Flixbus-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Andr&eacute; Schw&auml;mmlein der Deutschen Presse-Agentur. Ende Juni hatte Flixbus den britischen Konkurrenten Megabus &uuml;bernommen und damit seine europaweite Expansion vorangetrieben. Anfang des Jahres besa&szlig; das im Februar 2013 gegr&uuml;ndete Unternehmen nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Iges in Deutschland einen Marktanteil von 71 Prozent &ndash; vor Postbus mit zehn Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/fernbus-post-verkauft-geschaeft-an-flixbus-a-1105890.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das kombinierte Unternehmen wird einen Marktanteil von 81% haben. Ist das kein Fall f&uuml;r das Kartellamt? Und sollte die Erlaubnis des Fernbusbetriebs nicht f&uuml;r mehr Wettbewerb sorgen, sowohl zur Bahn (das langweilige Quasi-Monopolunternehmen) als auch untereinander?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundeswehr im Innern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von der Leyens schleichende Katastrophe<\/strong><br>\nEs gibt, bildlich gesprochen, laute Katastrophen und leise Katastrophen. Laut sind diejenigen, die ihr Zerst&ouml;rungswerk mit einem Schlag anrichten: St&uuml;rme, Fluten, Explosionen &ndash; darunter auch solche, die von Terroristen verursacht worden sind. Die leisen Katastrophen sind diejenigen, die man zuerst vielleicht gar nicht sp&uuml;rt, weil sie eher schleichend etwas zerst&ouml;ren, das man so lange nicht sieht oder f&uuml;hlt, bis der Schaden angerichtet ist.<br>\nWenn die Strategie der deutschen Verteidigungsministerin aufgeht, dann wird es ihr gelingen, eine dieser leisen, aber nicht weniger gef&auml;hrlichen Katastrophen anzurichten. Sie ist n&auml;mlich unter dem Beifall ihrer Unions-Parteifreunde dabei, die Grenzen f&uuml;r den Einsatz der Bundeswehr im Inneren auszudehnen. Sie greift damit einen der wichtigsten rechtsstaatlichen Grunds&auml;tze an, bei dem es sich noch dazu um eine Lehre aus der fatalen Gefolgschaft der damaligen Wehrmacht zu Adolf Hitler handelt.<br>\nEs geht um das Prinzip, dass die Bundeswehr f&uuml;r &auml;u&szlig;ere Gefahren zust&auml;ndig ist und die Polizei f&uuml;r die Sicherheit im Inneren. Und es wird nicht besser dadurch, dass CDU und CSU zur Durchsetzung ihrer Pl&auml;ne die lauten Katastrophen missbrauchen, die der Terrorismus anzurichten vermag.<br>\nWarum w&auml;re der Einsatz der Armee im Inneren eine Katastrophe? Und gibt es nicht ohnehin schon F&auml;lle, in denen er erlaubt ist? Ja, diese F&auml;lle gibt es, und das Bundesverfassungsgericht hat den Einsatz sogar f&uuml;r Terroranschl&auml;ge mit sehr schwerwiegenden Folgen f&uuml;r das ganze Land zugelassen (zu denen M&uuml;nchen und Ansbach nach Karlsruher Definition keineswegs geh&ouml;ren). (&hellip;)<br>\nMan muss den Eindruck haben, dass viele Verantwortliche nur danach trachten, den Leuten im akuten Schadensfall sagen zu k&ouml;nnen: Wir haben doch alles getan, sogar Soldaten geschickt! F&uuml;r den langfristigen Schaden dagegen scheinen sie sich nicht zu interessieren. Und das ist eine Katastrophe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/bundeswehr-im-innern-von-der-leyens-schleichende-katastrophe,30085308,34569990.html\">Stephan Hebel auf FR Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die absolut stabile Idiotie<\/strong><br>\nDa ist sie wieder, die Forderung. Alle paar Jahre wird sie wieder ins Programm aufgenommen. Es ist ein bisschen so, als bek&auml;men die Sicherheitspolitiker und solche, die sich f&uuml;r solche halten, gelegentlich einen fieberhaften Schub und dann muss sie raus, diese Forderung. Einige Jahre war nun Ruhe, nun geht es wieder mal um die Bundeswehr, die im Inneren endlich mal eine Einsatzberechtigung erhalten soll. Diesmal haben die Damen und Herren der nationalen Sicherheit den Herrn Herrmann aus dem Fr&auml;nkischen vorgeschickt. &raquo;Wir leben nicht in Zeiten der Weimarer Republik. Wir haben eine absolut stabile Demokratie&laquo;, behauptete er in einem Interview. Da k&ouml;nne man also die Vorbehalte aufgeben. Soso, eine stabile Demokratie. Der Mann lebte immer schon in dieser parteipolitischen Parallelwelt, die von der Wirklichkeit da drau&szlig;en eher so eine eingeschr&auml;nkte Ahnung hat. Trotzdem darf man doch sicher mal nachfragen, was eine Bundeswehr gegen &Auml;xte und\/oder Amokl&auml;ufe auszurichten vermag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/08\/die-absolut-stabile-idiotie.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Leyen: Bundeswehr darf Polizei bei schwerem Anschlag helfen<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin von der Leyen will f&uuml;r Bundeswehr-Eins&auml;tze im Inland nicht die Verfassung &auml;ndern: Der Einsatz sei zul&auml;ssig, sagt von der Leyen, und begr&uuml;ndete ihre Entscheidung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/von-der-leyen-fuer-bundeswehr-einsatz-im-inland-bei-anschlag-14370254.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zum x-ten Mal kann man nur fragen, was das soll. Wie und warum soll die Bundeswehr aufmarschieren nach Anschl&auml;gen wie in Ansbach (vorbei, nachdem sich der Attent&auml;ter in die Luft gesprengt hat), W&uuml;rzburg (Angriff eines einzelnen Fl&uuml;chtlings mit einer Axt; nach wenigen Minuten beendet durch die Polizei), Reutlingen (Beziehungstat) oder M&uuml;nchen (Amoklauf eines Einzelnen), also in Situationen, die durch die Polizei innerhalb kurzer oder &uuml;berschaubarer Zeit voll beherrscht waren und in denen lediglich Einzelt&auml;ter zugange waren? Gerade diese Anschl&auml;ge sind der beste Beleg f&uuml;r die v&ouml;llige Unn&ouml;tigkeit einer solchen Diskussion, gar eines Bundeswehreinsatzes im Innern. Selbst f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;eren und tats&auml;chlichen Terroranschl&auml;ge in Br&uuml;ssel oder Paris war die dortige Polizei nicht nur besser und ad&auml;quater ausger&uuml;stet, sondern sie waren ebenfalls vorbei, bevor die Armee auch nur h&auml;tte aktiviert werden k&ouml;nnen. Soll noch mehr bei der Polizei gespart werden, oder wozu soll der unzureichende, schlechte Ersatz durch die Bundeswehr dienen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Grotesker und gespenstischer kann es nicht kommen<\/strong><br>\nHeute sind es zwei Frauen an der Macht, die unverbl&uuml;mt und direkt f&uuml;r einen Nuklearkrieg &ndash; etwa gegen den Iran oder Russland &ndash; eintreten: Hillary Clinton, m&ouml;glicherweise bald erster weiblicher Pr&auml;sident der USA, und Theresa May, die neue britische Premierministerin nach der Abstimmung f&uuml;r einen Brexit. Was bedeutet das? Was ist da zu tun? Was sagt die Frauenbewegung dazu? Wollen solche Frauen heute beweisen, dass sie noch kaltschn&auml;uziger als M&auml;nner sein k&ouml;nnen? Ist das mit &bdquo;Gender&ldquo; gemeint? Sind Frauen heute die noch besseren Handlanger des Milit&auml;risch-Industriellen Komplexes, des Patriarchats und der 1 Prozent?<br>\nDer unten stehende Bericht des Kollegen Prof. Chossudovsky aus Kanada zeigt das Problem auf: Wer einen 3. Weltkrieg, der auch nuklear ausgetragen w&uuml;rde, nicht will, muss ab sofort &ouml;ffentlich gegen Frau Clinton und Frau May protestieren! Frau Clinton darf auf keinen Fall US-Pr&auml;sidentin werden! Und Frau May darf auf keinen Fall durch ein m&ouml;gliches sp&auml;teres W&auml;hlervotum im Amt best&auml;tigt werden! Denn diese Frauen haben &ouml;ffentlich erkl&auml;rt, dass sie einen nuklearen Holocaust anordnen w&uuml;rden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=23000\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die dunkle Seite der &bdquo;Gemeinde&ldquo;<\/strong><br>\nDass Erdo&#287;an rigoros G&uuml;len-Anh&auml;nger bek&auml;mpft, macht diese nicht zu Demokraten. Intrigen und kriminelle Methoden zeichnen die Sekte aus.<br>\nVor einigen Tagen war der baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident Winfrid Kretschmann zu einem eher abwegigen Thema im Fernsehen zu sehen. Es ging um einige Schulen im Lande, die nach Meinung des t&uuml;rkischen Generalkonsulats in Stuttgart doch einmal genauer unter die Lupe genommen werden sollten. Ob die sich denn auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung bewegen, wollten die T&uuml;rken wissen. Bebend vor Zorn wies Kretschmann diese Zumutung aus Ankara zur&uuml;ck. Die T&uuml;rkei habe sich in deutsche Belange, in deutsche Schulbelange zumal, nicht einzumischen.<br>\nHintergrund der Anfrage war, dass die fraglichen Schulen dem Umkreis der islamischen G&uuml;len-Bewegung zugerechnet werden. Die t&uuml;rkische Regierung beschuldigt diese Sekte, hinter dem blutigen Putschversuch vom Juli mit mehreren hundert Toten zu stecken.<br>\nNun ist es das gute Recht eines Ministerpr&auml;sidenten, sich eine Einmischung von au&szlig;en in seine Schulhoheit zu verbitten. Allein: Mit welcher Verve Winfried Kretschmann reagierte, &uuml;berraschte dann doch. Als alter Maoist sollte er wissen, dass nicht alles immer so ist, wie es scheint. Die G&uuml;len-Bewegung strebt einen islamischen Staat an &ndash; demokratisch, tolerant oder s&auml;kular sind ihre Ziele keineswegs.<br>\nAllerdings ist Winfried Kretschmann mit seiner Haltung nicht allein. In Deutschland und in den USA, wo der Guru der Sekte, Fethullah G&uuml;len, seit Ende der 90er Jahre im Exil lebt, tun viele Politiker und Journalisten jetzt so, als seien die G&uuml;len-Anh&auml;nger tats&auml;chlich so offen und dialogbereit, wie sie sich nach au&szlig;en geben. Da erscheinen Journalisten der G&uuml;len-Zeitung Zaman pl&ouml;tzlich als verfolgte Demokraten. Und der Sektenf&uuml;hrer selbst wird in der liberalen US-&Ouml;ffentlichkeit &ndash; allen vorweg von der New York Times &ndash; behandelt wie ein Sufiweiser, der angeblich das positive Gesicht des Islams der Zukunft darstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wie-Guelen-zum-Staatsfeind-Nr-1-wurde\/!5323191\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re es nicht besser, Staat &ndash; wozu auch die Schulen geh&ouml;ren &ndash; und Religion zu trennen? Vorbild k&ouml;nnte Frankreich sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Im Jagdmodus<\/strong><br>\nDie Polemik gegen Sahra Wagenknecht in der Linkspartei zeugt vom Verzicht auf linke Realpolitik und wirkt wie pr&auml;ventive Personalpolitik<br>\nMan sollte schon wissen, was es bedeutet, ein Jahr vor der n&auml;chsten Bundestagswahl das beste Pferd im Stall zu schlachten. Will hei&szlig;en, die Kampagne in der Linkspartei gegen die Aussagen von Sahra Wagenknecht zur Fl&uuml;chtlings- und Integrationspolitik der Bundeskanzlerin nimmt befremdende, teils groteske Ausma&szlig;e an. Sie zeugt vom Verzicht auf linke Realpolitik, falls es bei den Angriffen auf die Fraktionsvorsitzende tats&auml;chlich um den Umgang mit Hilfesuchenden aus Nordafrika, dem arabischen Raum und Mittelasien geht &ndash; und nicht um pr&auml;ventive Personalpolitik innerhalb der Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/im-jagdmodus\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wagenknecht-Kritik deletet<\/strong><br>\nAufruf &ldquo;Sahra es reicht&rdquo; ist aus dem Netz verschwunden, Tausende hatten zugleich f&uuml;r Linken-Fraktionsvorsitzende votiert, Medien berichteten einseitig<br>\nKritiker der Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, haben einen Aufruf aus dem Netz genommen, der &Auml;u&szlig;erungen der Politikerin zur Fl&uuml;chtlingspolitik beanstandet hat. Die WordPress-Seite &ldquo;Sahra es reicht&rdquo; war von den Betreibern am Mittwoch offline genommen worden. Auf einem Platzhalter des Bloganbieters hei&szlig;t es, der Text sei nicht l&auml;nger erreichbar: &ldquo;The authors have deleted this site.&rdquo; (Die Autoren haben diese Seite gel&ouml;scht.)<br>\nZuvor waren die Initiatoren in die Kritik geraten, weil zumindest eine Mitzeichnung gef&auml;lscht und andere nicht nachvollziehbar waren. Der Kleinunternehmer Freke Over, der f&uuml;r die Linke bis vor zehn Jahren dem Berliner Abgeordnetenhaus angeh&ouml;rte, best&auml;tigte die L&ouml;schung gegen&uuml;ber Telepolis. Man habe Wagenknecht den Text zugeleitet. Zwei Gegenaufrufe, die sich f&uuml;r Wagenknechts Positionen aussprechen, laufen im Netz derweil weiter und f&uuml;hren inzwischen &uuml;ber 10.000 Namen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49034\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie die AfD vom Anti-Terror-Krieg profitiert<\/strong><br>\nNeue Rechte Der Kampf gegen den Terror bereitet den Rechten das Feld. Mit Pauschalurteilen wird Islamhass salonf&auml;hig. Hinzu kommt ein erschreckendes Arsenal an &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen<br>\n&bdquo;AfD w&auml;hlen!&ldquo;, zwitscherte der Presseprecher der AfD am Abend des M&uuml;nchener Amoklaufs euphorisch. Nach Wochen peinlicher Debatten &uuml;ber die Spalter-Fraktion in Baden-W&uuml;rttemberg wollen die Rechtspopulisten nun Kapital aus Terror-Debatten schlagen. Diese Hoffnung ist nicht unberechtigt. Schlie&szlig;lich war der &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo; einst wichtigster Geburtshelfer f&uuml;r die neue islamfeindliche Rechte in Europa. Mit undifferenzierten Pauschalurteilen in Medien und Politik wurde Islamhass salonf&auml;hig gemacht. Die unter dem Deckmantel der Terror-Bek&auml;mpfung vollzogene Entkernung der Grundrechte hat unsere Gesellschaft zugleich blind gemacht f&uuml;r die Kennzeichen autorit&auml;rer Regime. Es ist eine fatale Mischung.<br>\nWer in der Geschichte der westlichen Welt f&uuml;nfzehn Jahre zur&uuml;ckbl&auml;ttert, wird sich in einer mittelm&auml;&szlig;igen Fantasy-Verfilmung w&auml;hnen. Eine &bdquo;Achse des Guten&ldquo; erkl&auml;rte einer &bdquo;Achse des B&ouml;sen&ldquo; den Krieg. In einer &uuml;berschaubaren, schwarz-wei&szlig;en Welt wurde ein neuer &bdquo;Kampf der Kulturen&ldquo; heraufbeschworen. Menschenrechte waren pl&ouml;tzlich nicht nur in Guantanamo und Abu Ghraib verhandelbar. Ausl&auml;ndische Studierende aus &bdquo;verd&auml;chtigen L&auml;ndern&ldquo; mussten in Deutschland Gesinnungstest bestehen. Die Einf&uuml;hrung eines &bdquo;Feindstrafrechts&ldquo;, Folter und Racial Profiling wurden auch hierzulande als legitimes Mittel des Rechtsstaats diskutiert. Die Rote Linie des Mach- und Sagbaren wurde seit 2001 radikal verschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wie-die-afd-vom-anti-terror-krieg-profitiert\">Katharina Nocun, der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Berichterstattung: Die &ldquo;Wahrheit &uuml;ber Aleppo&rdquo;<\/strong><br>\nDie hierzulande ansonsten gef&uuml;rchtete IS- und al-Qaida-Propaganda darf sich, wenn es um Syrien geht, verbreiten: &ldquo;Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung&rdquo; [&hellip;]<br>\nEs ist schwer nachzuvollziehen, warum das Nachrichten-Magazin das Rebranding der al-Qaida-Miliz al Nusra mitmacht und tats&auml;chlich den neuen Namen verwendet, der genau daf&uuml;r vorgesehen ist, n&auml;mlich die Verbindung zur al-Qaida zu verstecken. Nicht nur die Ideologie, auch die Verbindungen zur al-Qaida-F&uuml;hrung ist davon nicht ber&uuml;hrt. Die Absicht des Rebranding besteht darin, die Front zu vergr&ouml;&szlig;ern, weil sich noch auch andere Gruppen anschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Die Umbenennung dient nebenbei auch dazu, solche Aufrufe zur Unterst&uuml;tzung, wie sie der Spiegel verbreitet, zu f&ouml;rdern.<br>\nZumal wie im erst genannten Artikel alles M&ouml;gliche &uuml;ber einen Kamm geschert wird: &ldquo;Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung&rdquo;. F&uuml;r den Teil der Stadt, der von der Regierung gehalten wird, trifft dies mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit nicht so unbedingt zu. Nicht jeder B&uuml;rger Aleppos m&ouml;chte die Herrschaft der Dschihadisten und Salafisten austesten, zumal wenn sie oder er einer anderen Konfession als der sunnitischen angeh&ouml;rt. Dazu bemerkt sei auch, dass die Viertel, die nicht unter dem Diktat der Scharia, sondern unter dem Schutz der syrischen Regierung vor den Takfiris stehen, den weitaus gr&ouml;&szlig;eren Teil der Bev&ouml;lkerung Aleppos ausmachen. Vieles stimmt an dem Satz &ldquo;Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung&rdquo; nicht; einzig stimmig ist, seine Verwendung als Reklame f&uuml;r die Sache der al-Qaida-Milizen und ihrer Verb&uuml;ndeten.<br>\nDass es zu solchen paradoxen Parteinahmen kommt, liegt an der Verwechslung von Ursache und Wirkung wie der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und Vorsitzender des Nato-Milit&auml;rausschusses, Harald Kujat, im Deutschlandfunk erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49031\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Storytelling in der ARD-Griechenlandberichterstattung 2015<\/strong><br>\nIn K&uuml;rze startet ein umfangreiches Medienprojekt der Publikumskonferenz zur Griechenlandberichterstattung der ARD im Jahr 2015. Anhand von 20 Einzelbeispielen innerhalb eines Zeitraumes von nur einen Monat werden wir nachweisen, dass die ARD staatsnah, verf&auml;lscht, in Teilen verhetzend und manipulativ zu Lasten der (damals neuen) griechischen Regierung und der einfachen Bev&ouml;lkerung unseres krisengesch&uuml;ttelten Nachbarlandes Griechenland berichtete bzw. Geschichten nach Gutd&uuml;nken konstruierte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tVCBuxYUno8\">St&auml;ndige Publikumskonferenz via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34492","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34492"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34492\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34495,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34492\/revisions\/34495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}