{"id":34501,"date":"2016-08-05T08:40:34","date_gmt":"2016-08-05T06:40:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501"},"modified":"2016-08-05T08:40:34","modified_gmt":"2016-08-05T06:40:34","slug":"hinweise-des-tages-2682","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h01\">Kiews &raquo;Stille Amerikaner&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h02\">Libyen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h03\">Deutschland ist viertgr&ouml;&szlig;ter Entwickler von Spitzeltechnik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h04\">Gegen-Aufkl&auml;rung und Selbst-Entfremdung im Namen der Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h05\">Varoufakis: Wir brauchen eine &raquo;progressive Internationale&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h06\">Post: Rekordgewinn auf Kosten der Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h07\">Fragw&uuml;rdiges Angebot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h08\">CSU will Solidar-Rente kippen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h09\">Bayern klagt gegen VW: Eine verdiente Ohrfeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h10\">Bahn dr&uuml;ckt sich vor dem n&auml;chsten Offenbarungseid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h11\">Teuer und f&uuml;r manche kaum zu bew&auml;ltigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h12\">Von Kanake zu Kanake<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h13\">&raquo;Verfassungsrechtlich kaum zu rechtfertigen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h14\">F&uuml;r einen linken Populismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h15\">Corbyn setzt auf Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34501#h16\">Die Story im Ersten: Die Sportfalle<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kiews &raquo;Stille Amerikaner&laquo;<\/strong><br>\nDass sich an der Front des ukrainischen B&uuml;rgerkrieges US-amerikanische K&auml;mpfer herumtreiben, wurde im Winter 2014\/15 erstmals unwiderleglich bewiesen. Damals rannten Uniformierte durch eine Fernsehreportage von einem Raketeneinschlag in Mariupol und riefen der Journalistin in akzentfreiem US-Englisch &raquo;No pictures!&laquo; zu &ndash; mach die Kamera aus. Schon vorher hatten die Volksmilizen der Aufstandsgebiete tote Gegner mit amerikanischen P&auml;ssen pr&auml;sentiert &ndash; aber das konnte ja noch inszeniert sein. Die Rede war damals von Angeh&ouml;rigen privater Milit&auml;rfirmen, nicht jedoch offiziellen Soldaten.<br>\nNeue Erkenntnisse best&auml;rken die Vermutung eines solchen verdeckten US-amerikanischen Engagements. Eine Hackergruppe namens &raquo;Sprut&laquo; machte Kopien von Reisep&auml;ssen und anderen Dokumenten &ouml;ffentlich, die auf eine solche Zusammenarbeit hindeuten. Die Dokumente lagen auf dem Server des ukrainischen Verteidigungsministeriums und enthalten f&uuml;r sich genommen keine Hinweise auf den Charakter der Mission der US-Amerikaner.<br>\nDie im Zuge der allgemeinen Geschw&auml;tzigkeit im Internet zu findenden pers&ouml;nlichen Profile der Betreffenden legen aber offen, dass es sich um teilweise noch aktive Offiziere des US-Milit&auml;rs handelt. Ein Edward N. Johnson etwa, dessen Pass die Gruppe ins Netz stellte, r&uuml;hmt sich seiner &raquo;aktuellen T&auml;tigkeit&laquo; f&uuml;r die Presseabteilung der Pioniertruppe (US Army Corps of Engineers) und seiner Erfahrungen in &raquo;Krisenkommunikation&laquo;, Marketing und &raquo;media relations&laquo;. Ein anderer Amerikaner namens John M. Krause wechselte nach 20 Jahren in der Marineinfanterie in den Dienst einer &raquo;Agentur f&uuml;r Verteidigungssicherheitskooperation&laquo;, die sich offenbar mit der Abstimmung der Bem&uuml;hungen verschiedener privater Milit&auml;rfirmen besch&auml;ftigt, deren S&ouml;ldner gelegentlich durchs Fernsehbild laufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-05\/025.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Libyen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bereit f&uuml;r den Einmarsch<\/strong><br>\nDie US-Streitkr&auml;fte haben am Montag eine Serie von Luftangriffen gegen die Hochburg des &raquo;Islamischen Staates&laquo; (IS) in der libyschen Stadt Sirte begonnen. Ziel sei es, so die offizielle Begr&uuml;ndung des Pentagon, die vollst&auml;ndige R&uuml;ckeroberung der Stadt durch die gegen&uuml;ber der &raquo;Einheitsregierung&laquo; in Tripolis loyalen Kr&auml;fte zu erm&ouml;glichen. Diese, haupts&auml;chlich getragen von miteinander verb&uuml;ndeten Milizen aus der Stadt Misrata, hatten am 12. Mai eine Offensive gegen den IS begonnen und stehen nach schweren Verlusten nur noch wenige hundert Meter von dessen Hauptquartier in dem unter Muammar Al-Ghaddafi erbauten Ouagadougou-Kongresszentrum entfernt.<br>\nDer Diktion Barack Obamas zufolge ist die erneute Milit&auml;rintervention in dem nordafrikanischen Staat durch das &raquo;nationale Sicherheitsinteresse&laquo; der USA motiviert. Er k&ouml;nne nicht zulassen, so der US-Pr&auml;sident, dass der IS sich dort ein St&uuml;tzpunktgebiet schafft. Dieses Argument schien allerdings bisher keine Rolle zu spielen, obwohl die Terrororganisation schon im Fr&uuml;hjahr 2015 die Herrschaft &uuml;ber gro&szlig;e Teile von Sirte &uuml;bernommen hatte und zeitweise angeblich einen Streifen von jeweils 200 Kilometern westlich und &ouml;stlich der Stadt kontrollierte. Das entspr&auml;che nahezu einem Viertel der gesamten K&uuml;stenlinie. Auff&auml;llig ist, dass das State Department erst genau eine Woche nach dem Beginn des Vormarsches der Milizen auf Sirte, am 19. Mai, die libysche Filiale des IS in die Liste der &raquo;ausl&auml;ndischen Terrororganisationen&laquo; aufnahm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-05\/012.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Fl&uuml;chtlinge berichten von Folter und extremer Gewalt in Libyen&rdquo;<\/strong><br>\nIn dem B&uuml;rgerkriegsland gebe es Menschenhandel, Zwangsprostitution, Entf&uuml;hrungen und Vergewaltigungen, teilte die Hilfsorganisation mit. Zahlreiche Gerettete h&auml;tten gewaltbedingte Verletzungen, etwa durch Schl&auml;ge oder Macheten.<br>\nDie meisten Fl&uuml;chtlinge, die versuchen, von Afrika aus &uuml;ber das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, steigen in Libyen in Schlepperboote. Im ersten Halbjahr haben nach Angaben des Fl&uuml;chtlingswerks der Vereinten Nationen &uuml;ber 200.000 Menschen versucht, &uuml;ber das Mittelmeer nach Europa zu fliehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/aerzte-ohne-grenzen-fluechtlinge-berichten-von-folter-und.447.de.html?drn:news_id=641723\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Bomben-Premiere in Libyen<\/strong><br>\n&bdquo;Es war eine Premiere, die der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums zu verk&uuml;nden hatte&ldquo;, teilt uns die TAGESSCHAU in diesen Tagen &uuml;ber den Auftakt eines US-Bombardements in Libyen mit. Also eine Erstauff&uuml;hrung war es nicht, in dieser Gegend kennt man US-Bomber aus dem Jahr 2011, als sie die Stadt Sirte schon einmal bombardierten, damals noch eine Hochburg des Gaddafi-Clans. Was soll das internationale Bomber-Publikum dazu sagen? Tats&auml;chlich, es ist wieder der beliebte Rockwell B-1-Langstreckenbomber. Der wirft gern Cluster-Bomben, Streubomben ab, da hat dann die Zivilbev&ouml;lkerung wirklich was davon. Aber eine Premiere? Da kann der Streumunitions-Beobachter nur m&uuml;de l&auml;cheln, hat doch das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten erst 2008 anordnen m&uuml;ssen, dass diese Bomben auch wirklich alle explodieren, damit nachher nicht so viele Blindg&auml;nger rumliegen. Nach 2018 sollen aber mindestens 99 Prozent der Sprengs&auml;tze einer Cluster-Bombe explodieren, sonst ist das Pentagon sauer und der Waffenindustrie wird eine schwere R&uuml;ge erteilt werden!<br>\nEs war keine Premiere, als eine Koalition von NATO-Staaten schon im M&auml;rz 2011 Libyen von seinem Pr&auml;sidenten &bdquo;befreite&ldquo;. Befreit wurden viele Libyer auch von regelm&auml;&szlig;igem ordentlichen Schulbesuch, von einer beachtlichen Menge an Frauenrechten f&uuml;r ein arabisches Land, von der Nationalisierung der Rohstoffgewinne und vor allem von einem ziemlich weitgehenden Frieden im Land. Und es war insofern keine Premiere, als eine &auml;hnliche Koalition schon Afghanistan vom Terror befreite, und den Irak von Giftgas. Die erheblichen Erfolge in all diesen L&auml;ndern sind bekannt. &Uuml;berall dauert der Krieg an, keines der Kriegsziele ist auch nur ann&auml;hernd erreicht, gerade werden in Syrien Terroristen unterst&uuml;tzt &ndash; die in deutschen Medien zu gern &bdquo;Rebellen&ldquo; oder &bdquo;Opposition&ldquo; hei&szlig;en &ndash; die Syrien endg&uuml;ltig in den Libyen-Zustand versetzen sollen: Vom Laizismus und einem weitgehenden Minderheitenschutz befreit, soll das Land auch noch von einem russischen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt erl&ouml;st werden, um Platz f&uuml;r eine Gas-Pipeline von Katar durch Syrien in die T&uuml;rkei zu schaffen. Viel mehr an Freiheit ist kaum zu erreichen. Aber Neuigkeiten auf dem Bombensektor? Sind einfach nicht festzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/bomben-premiere-in-libyen.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland ist viertgr&ouml;&szlig;ter Entwickler von Spitzeltechnik<\/strong><br>\nNach einer Untersuchung der Menschenrechtsorganisation &raquo;Privacy International&laquo; ist Deutschland der weltweit viertgr&ouml;&szlig;te Produzent von &Uuml;berwachungstechnik. 42 hiesige Unternehmen w&uuml;rden demnach im Land Programme zur Bespitzelung und Abh&ouml;rung entwickeln und auch ins Ausland exportieren. Nur die USA (122), Gro&szlig;britannien (104) und Frankreich (45) verf&uuml;gen &uuml;ber eine gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;berwachungsindustrie.<br>\nDer Blog &raquo;Netzpolitik.org&laquo; hatte zuerst die umfangreiche Datenbank ausgewertet, die die Menschenrechtsorganisation zuvor ver&ouml;ffentlichte. Die Informationen des &raquo;Surveillance Industry Index (SII)&laquo; stammen von Journalisten, Aktivisten, Forschern sowie aus &ouml;ffentlichen Berichten. Die Organisation erkl&auml;rte aber, dass sie nur von England, Finnland und der Schweiz verl&auml;ssliche Daten erhalten habe. Nur wenige Informationen h&auml;tte sie auf Anfrage bekommen. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche Unternehmen weiterhin unerkannt im Verborgenen arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020980.deutschland-ist-viertgroesster-entwickler-von-spitzeltechnik.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: Globale &Uuml;berwachungsindustrie: Deutschland ist auf Platz vier der L&auml;nder mit den meisten &Uuml;berwachungs-Firmen<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es &uuml;ber 40 Firmen, die &Uuml;berwachungs-Technologien produzieren und in die ganze Welt verkaufen. Das geht aus einer neuen Datenbank hervor, die Privacy International heute ver&ouml;ffentlicht. Die Menschenrechtsorganisation fordert, diese Industrie analog zur R&uuml;stungsindustrie zu regulieren.<br>\nDie britische Menschenrechtsorganisation Privacy International ver&ouml;ffentlicht heute eine Datenbank zur Globalen &Uuml;berwachungsindustrie:<br>\nDer vollst&auml;ndig durchsuchbare Index der &Uuml;berwachungsindustrie (Surveillance Industry Index &ndash; SII), enth&auml;lt &uuml;ber 1.500 Brosch&uuml;ren und Daten zu mehr als 520 &Uuml;berwachungs-Firmen sowie &uuml;ber 600 gemeldete einzelne Exporte spezifischer &Uuml;berwachungstechnologien aus offenen Quellen, einschlie&szlig;lich investigativer und technischer Berichte sowie Datenbanken staatlicher Exportlizenzen. Diese Datenbank hilft &Ouml;ffentlichkeit, Aktivisten, Journalisten und politischen Entscheidungstr&auml;gern, die modernen &Uuml;berwachungs-Industrien und -Technologien besser zu verstehen.<br>\nKlickt euch selbst durch die Daten: <a href=\"http:\/\/sii.transparencytoolkit.org\">sii.transparencytoolkit.org<\/a>. (&hellip;)<br>\nLaut dieser Datenquelle ist Deutschland auf Platz vier der weltweiten &Uuml;berwachungs-Firmen. In der Datenbank kann man die &uuml;ber 40 Firmen mit Sitz in Deutschland genauer inspizieren. Darunter sind einige bekannte Firmen wie FinFisher, Rheinmetall, Rohde &amp; Schwarz, Siemens und Trovicor &ndash; aber auch weniger bekannte Firmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/globale-ueberwachungsindustrie-deutschland-ist-auf-platz-vier-der-laender-mit-den-meisten-ueberwachungs-firmen\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gegen-Aufkl&auml;rung und Selbst-Entfremdung im Namen der Freiheit<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus ist das erfolgreichste Projekt der Gegen-Aufkl&auml;rung. Vom 18. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre haben DenkerInnen in Europa und den USA die Grundlagen f&uuml;r den &bdquo;Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unm&uuml;ndigkeit&ldquo; (Kant) erarbeitet. So unterschiedlich die Erkenntnisinteressen und damit die Theorien von Hume, Smith, Kant, Rousseau, Ricardo, Mill, Marx oder Keynes auch sind, gemeinsam war ihnen das Ziel einer Emanzipation der Menschen von &bdquo;h&ouml;heren Wesen&ldquo; und den intellektuellen, moralischen und politischen Autorit&auml;ten als ihren (irdischen) VertreterInnen. Es wird Zeit, dass StaatenlenkerInnen wieder den &bdquo;Ausgang aus der selbstverschuldeten Unm&uuml;ndigkeit&ldquo; finden, sich also von ihrer &bdquo;Marktreligiosit&auml;t&ldquo; emanzipieren, in der der Mensch zum selbst entfremdeten Objekte der Entscheidungen &bdquo;der M&auml;rkte&ldquo; wird.<br>\nDie (partielle) Umsetzung der Ziele von Aufkl&auml;rung und Emanzipation erfolgte in m&uuml;hsamen K&auml;mpfen von der Gr&uuml;ndung der USA (1776), den b&uuml;rgerlichen Revolutionen in Frankreich (1789) und in vielen L&auml;ndern Europas (1848), der Organisation der Arbeiterbewegung und der Schaffung des Sozialstaats im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis zur Entwicklung des Europ&auml;ischen Sozialmodells in der Prosperit&auml;tsphase der 1950er und 1960er Jahre.<br>\nR&uuml;ckschl&auml;ge wie die Restauration der &bdquo;ancien regimes&ldquo; (1815 bis 1848) oder die Depressionen nach den B&ouml;rsenkrachs 1873 und 1929, bildeten die Basis f&uuml;r Emanzipationsschritte in der nachfolgenden Periode (wie die Begr&uuml;ndung des Sozialstaats und die nachfolgende &bdquo;belle &eacute;poque&ldquo; 1895\/1914 bzw. die Schaffung der Sozialen Marktwirtschaft im &bdquo;golden age of capitalism&ldquo; 1950\/1971).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/gegen-aufklaerung-und-selbst-entfremdung-im-namen-der-freiheit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Varoufakis: Wir brauchen eine &raquo;progressive Internationale&laquo;<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund des europaweiten Aufstiegs rechter Parteien und der Krise des etablierten Politikbetriebs hat der fr&uuml;here griechische Finanzminister Yanis Varoufakis mehr Anstrengungen zur Schaffung &raquo;einer internationalen progressiven Bewegung&laquo; gefordert. &raquo;Die Politik in den Industriel&auml;ndern des Westens steckt inmitten eines politischen Umbruchs, wie man ihn seit den 1930er Jahren nicht erlebt hat&laquo;, schreibt der &Ouml;konom im &raquo;Project Syndicate&laquo;. Die auf beiden Seiten des Atlantiks um sich greifende Gro&szlig;e Deflation sorge &raquo;f&uuml;r eine Wiederbelebung politischer Kr&auml;fte, von denen man seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nichts mehr geh&ouml;rt hat&laquo;.<br>\nDie Rechte nutze dabei &raquo;den berechtigten Zorn und die entt&auml;uschten Hoffnungen der Opfer aus, um ihre widerliche Agenda voranzutreiben&laquo;, warnt Varoufakis. Grund f&uuml;r die wachsende Zustimmung f&uuml;r Parteien wie den &raquo;Front National&laquo; in Frankreich oder die Rechtsau&szlig;en-AfD in Deutschland sei nicht zuletzt die Politik der neoliberalen Deregulierung, der Bruch mit der internationalen W&auml;hrungsordnung von Bretton Woods, die &raquo;den politischen Konsens der Nachkriegszeit pr&auml;gte und auf einer &rsaquo;gemischten&lsaquo; &Ouml;konomie, Beschr&auml;nkungen der Ungleichheit und starker Finanzregulierung beruhte&laquo;, so Varoufakis.<br>\nDas sich heute verbreitende Elend und die wachsende soziale Spaltung seien &raquo;nat&uuml;rliche Auswirkungen der Implosion zentristischer Politik aufgrund einer Krise des weltweiten Kapitalismus, im Rahmen derer ein Finanzcrash zu einer Gro&szlig;en Rezession und anschlie&szlig;end zur Gro&szlig;en Deflation von heute f&uuml;hrte&laquo;. Das Resultat der von Neoliberalen vorangetriebenen &raquo;extremen Finanzialisierung&laquo; der &Ouml;konomie seien &raquo;enorme Ungleichheit und umfassende Schutzlosigkeit&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020848.varoufakis-wir-brauchen-eine-progressive-internationale.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Post: Rekordgewinn auf Kosten der Arbeitnehmer<\/strong><br>\nIn verschiedenen Zeitungen wurde gestern &uuml;ber neuen Rekordgewinnerwartungen bei der deutschen Post berichtete. Die Medien berichteten &uuml;ber hohe Gewinne durch Portoerh&ouml;hungen und aus dem Paketgesch&auml;ft, dass die Ursache des Gewinnanstiegs auch mit Ausgliederungen und niedrigen L&ouml;hnen f&uuml;r Besch&auml;ftigte zu tun hat, wurde nicht thematisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/wirtschaft\/post-rekordgewinn-auf-kosten-der-arbeitnehmer\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ein Hoch auf den Busfahrer, Busfahrer&hellip;<\/strong><br>\nDie Deutsche Post hat ihre Fernbussparte an den Marktf&uuml;hrer Flixbus verkauft. Flixbus erhofft sich durch den Zukauf einen j&auml;hrlichen Gewinnzuwachs von bis zu 20 Millionen Euro. Doch wie steht es um die Rechte der dort Besch&auml;ftigten?<br>\nDie Meldung &uuml;ber die &Uuml;bernahme ist nun bereits ein paar Tage alt. Der Branchenprimus baute mit dieser &Uuml;bernahme seinen Marktanteil auf 80 Prozent aus, eine Monopolstellung. Und &uuml;berall wo Monopole entstehen, geht es den Arbeiterinnen und Arbeitern zumeist an den Kragen. Auch bleibt offen, wie viele Menschen durch das Zusammenlegen der Verwaltung ihren Job verlieren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/wirtschaft\/ein-hoch-auf-den-busfahrer-busfahrer\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdiges Angebot<\/strong><br>\nPersonalmanager, Unternehmensberatungen und Versicherungsunternehmen werben kr&auml;ftig f&uuml;r betriebliche Krankenversicherungen (bKV): Diese betriebliche Sozialleistung biete sowohl Arbeitgebern als auch Besch&auml;ftigten diverse Vorz&uuml;ge. Zwei Wissenschaftler der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung haben sich die Angebote und Argumente genauer angesehen. Sie kommen zu dem Schluss, dass Besch&auml;ftigte und ihre Vertreter gut beraten sind, die Produkte auf Herz und Nieren zu pr&uuml;fen. Zudem bef&uuml;rchten die Experten weitergehende gesundheitspolitische Folgen. Susanne Eva Schulz und Florian Blank stellen in ihrer Analyse zun&auml;chst fest, dass belastbare wissenschaftliche Daten zu dem Thema noch fehlen und sie daher nur einen ersten &Uuml;berblick liefern k&ouml;nnen. Was sie herausgefunden haben, stimmt jedoch skeptisch.<br>\nBetriebliche Krankenversicherungen garantieren wie private Krankenzusatzversicherungen Leistungen, die die der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erg&auml;nzen sollen. Finanziert werden diese Gruppenversicherungen durch Arbeitgeber und Besch&auml;ftigte. Manche Versicherer bewerben die bKV nach Beobachtung der Forscher offensiv, etwa als &bdquo;sinnvolle Alternative zu einer Gehaltserh&ouml;hung&ldquo;. Die in den Tarifen enthalten Leistungen umfassen dabei unterschiedliche Bereiche und k&ouml;nnen unterschiedlich kombiniert werden: Sie enthalten etwa volle Kostenerstattung f&uuml;r Zahnf&uuml;llungen oder einen Anspruch auf Chefarztbehandlung. Andere bieten Krankentagegeld und Auslandsversicherung.<br>\nDie Tarife erg&auml;nzen die Leistungen der GKV nicht nur, die Wissenschaftler haben auch &Uuml;berschneidungen mit dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen gefunden &ndash; und damit Angebote, die f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte &uuml;berfl&uuml;ssig sind. So listeten Anbieter betrieblicher Krankenversicherungen zum Beispiel die freie Krankenhaus- und Arztwahl als zus&auml;tzliche Leistungen ihres bKV-Angebots auf &ndash; obwohl diese ohnehin schon gesetzlich oder faktisch zu den regul&auml;ren Leistungen der GKV z&auml;hlen. Ein Anbieter wirbt mit der &bdquo;Kosten&uuml;bernahme der Differenz bei erh&ouml;hten Pfleges&auml;tzen in Deutschland&ldquo;. Doch nach einer Umfrage der Zeitschrift &bdquo;Soziale Sicherheit&ldquo; werden gesetzlich Versicherten solche Mehrkosten in der Regel gar nicht in Rechnung gestellt. &bdquo;Auch Tarife zur bKV, die zum Beispiel alternative Heilmethoden umfassen, bringen etlichen GKV-Versicherten keinen Zusatznutzen, wenn diese Heilmethoden bereits zu den freiwilligen Satzungsleistungen ihrer Krankenkasse geh&ouml;ren&ldquo;, konstatieren Schulz und Blank.<br>\nZudem wird ein Teil der Leistungen &ndash; wie viele Gesundheitsleistungen &ndash; meist erst in einem h&ouml;heren Alter ben&ouml;tigt. &bdquo;Zwar kann eine bKV von Arbeitnehmern auch mit dem Renteneintritt weitergef&uuml;hrt werden, doch liegen hier die Kosten h&ouml;her und gehen allein zu Lasten der Versicherten&ldquo;, so Schulz und Blank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/66264_66282.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>CSU will Solidar-Rente kippen<\/strong><br>\nBayerns CSU-Regierung stellt die von der gro&szlig;en Koalition in Berlin vereinbarte Einf&uuml;hrung der solidarischen Lebensleistungsrente offen infrage. &ldquo;Wir lehnen sie ab. Sie ist unwirksam zur Vermeidung von Altersarmut und ungerecht, weil sie keine Breitenwirkung entfaltet&rdquo;, sagte die bayerische Sozialministerin Emilia M&uuml;ller am Mittwoch in M&uuml;nchen. Sie wisse zwar, dass die Union und die SPD im Bund die Einf&uuml;hrung im Koalitionsvertrag verankert h&auml;tten, &ldquo;das macht es aber nicht besser&rdquo;. Aus Regierungskreisen in M&uuml;nchen hie&szlig; es, die Koalitionsvereinbarung m&uuml;sse in dem Punkt erneut diskutiert werden.<br>\nAuch die bedingungslose Grundsicherung im Alter lehne die CSU ab, so M&uuml;ller. &ldquo;Wer erst sp&auml;t nach Deutschland kommt, soll auch keine Grundsicherung bekommen.&rdquo; Die CSU sei dar&uuml;ber bereits mit der CDU im Gespr&auml;ch. &ldquo;Noch sind wir auf einer sehr guten gemeinsamen Linie.&rdquo;<br>\nDie CSU-Landesgruppe im Bundestag hatte vor zwei Wochen in einem Diskussionspapier vorgeschlagen, statt der Lebensleistungsrente Zuschl&auml;ge auf die Grundsicherung im Alter einzuf&uuml;hren. &ldquo;Wir wollen einen Vorsorgebonus von 100 Euro auf den individuellen Grundsicherungsbedarf einf&uuml;hren f&uuml;r Menschen, die sich ein Leben lang angestrengt haben und f&uuml;r das Alter vorgesorgt haben&rdquo;, hie&szlig; es laut Medienberichten in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=55&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=15296&amp;cHash=629a5aa3112415de10b1a744cf553a55\">Ihre-Vorsorge.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bayern klagt gegen VW: Eine verdiente Ohrfeige<\/strong><br>\nVW muss sich wegen des Dieselskandals in mehreren L&auml;ndern vor Gericht verantworten. Jetzt klagt auch der Freistaat Bayern auf Schadensersatz. Die Summe von 700.00 Euro sei f&uuml;r VW jedoch ein Klacks, meint Silke Hahne. Bedrohlicher seien die politischen Signale, die Bayerns Klage gegen Volkswagen aussende. VW m&uuml;sse jetzt damit rechnen, dass auch andere &ouml;ffentliche Investoren nachziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bayern-klagt-gegen-vw-eine-verdiente-ohrfeige.720.de.html?dram:article_id=361943\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;und damit auch gegen den eigenen Parteigenossen, der als Verkehrsminister bisher wenig zur Aufkl&auml;rung beigetragen hat!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Markus S&ouml;der hatte es mal wieder eilig<\/strong><br>\nDie Klage des bayerischen Finanzministers gegen Volkswagen h&auml;tte noch Zeit gehabt. Aber S&ouml;der wollte sich endlich wieder ins Gespr&auml;ch bringen. Es gab einmal einen SPD-Kanzlerkandidaten, der von sich sagte, er springe nicht in jede Hose, die man ihm hinh&auml;lt. Peer Steinbr&uuml;ck ist dann auch nicht Kanzler geworden. Bayerns Finanzminister Markus S&ouml;der, der unbedingt Ministerpr&auml;sident werden will, verfolgt seit Jahren ein anderes Rezept: Er springt in jede Hose, auch wenn man sie ihm gar nicht hinh&auml;lt. So ist er der bekannteste deutsche Hosenspringer geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bayerns-klage-gegen-vw-markus-soeder-hatte-es-mal-wieder-eilig-1.3105101\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bahn dr&uuml;ckt sich vor dem n&auml;chsten Offenbarungseid<\/strong><br>\nAls grobe Verantwortungslosigkeit bezeichnet B&uuml;ndnissprecher Dr. Eisenhart von Loeper, die Entscheidung der Deutschen Bahn AG, das Thema Stuttgart 21 und seine Kostenentwicklung auf die Aufsichtsratssitzung im Dezember zu verschieben und gleichzeitig unger&uuml;hrt weiter zu bauen und weitere Kosten auflaufen zu lassen.<br>\nDie Kosten von Stuttgart 21 liegen l&auml;ngst &uuml;ber 10 Milliarden Euro und &uuml;bertreffen damit bei weitem selbst die von der Bahn ma&szlig;los &uuml;bertriebenen Ausstiegskosten. Auf 9,8 Milliarden Euro kam bereits im Dezember 2015 das Verkehrsplanungsb&uuml;ro Vieregg &amp; R&ouml;ssler aus M&uuml;nchen. Die Spatzen pfeifen es von den D&auml;chern: auch der Bundesrechnungshof rechnet in einem von Verkehrsminister Dobrindt seit Monaten zur&uuml;ck gehaltenen Gutachten mit 10 Milliarden Euro. Ein einfacher Kostenvergleich mit den IST-Kosten des k&uuml;rzlich fertiggestellten Gotthard-Basistunnel, der nach Angabe des Schweizer Bundesamts f&uuml;r Verkehr umgerechnet 12,8 Milliarden gekostet hat, belegt empirisch ebenfalls: Umgerechnet auf die L&auml;nge der Tunnel von Stuttgart 21 summieren sich allein die Kosten f&uuml;r den Tunnelbau auf 7,65 Milliarden Euro  &ndash; und das im Vergleich zum Gotthard-Tunnel unter erheblich schwierigeren Bedingungen (starke Steigungen, riskante Geologie, sehr begrenzter Einsatz einer Tunnelbohrmaschine).<br>\nDer Bahn sei dringend zu raten, sich zur Wahrheit zu bekennen statt &bdquo;sehenden Auges auf Kosten einer guten Bahn und letztlich des Steuerzahlers Milliarden Euro zu verschleudern&ldquo;. Auch Stadt und Land sollten sich allm&auml;hlich von ihren Zuschauerpl&auml;tzen erheben und dieses unw&uuml;rdige Schwarze-Peter-Spiel beenden. Dazu Ministerpr&auml;sident Kretschmann: &ldquo;Man kann doch allgemein nicht zulassen, dass man Bauprojekte macht, deren Finanzierung nicht gekl&auml;rt ist. Darum muss das jetzt gekl&auml;rt werden.&ldquo; Das war 2013 (ARD plusminus 20.7.2016).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/bahn-drueckt-sich-vor-dem-naechsten-offenbarungseid\/\">K21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Teuer und f&uuml;r manche kaum zu bew&auml;ltigen<\/strong><br>\nSchulranzen, Sporttasche, Federm&auml;ppchen &ndash; zur Einschulung muss einiges angeschafft werden und das kostet Geld. In einkommensschwachen Familien muss oft extra daf&uuml;r gespart werden. In Bremen ist die Kinderarmut im Vergleich zu den anderen Bundesl&auml;ndern am h&ouml;chsten. Dort haben einige Familien Gl&uuml;ck und bekommen die erste Ausstattung geschenkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schulstart-in-bremen-teuer-und-fuer-manche-kaum-zu.680.de.html?dram:article_id=362161\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Von Kanake zu Kanake<\/strong><br>\nHabe ich es immer gesagt oder habe ich es gesagt? In diesem Land an einem Prozess namens Integration teilzunehmen, das funktioniert bestenfalls bruchst&uuml;ckhaft. Man bleibt immer ein Fremdk&ouml;rper. Selbst wenn man h&auml;lftig zu den Deutschen geh&ouml;rt, ist man eben ein Kanake. Ein Deutsch-Iraner, Deutsch-Spanier, Deutsch-Er-geh&ouml;rt-nicht-ganz-in-dieses-Land. Auf Dauer nervt das ganz sch&ouml;n. Es pr&auml;gt den Alltag von &raquo;Halbdeutschen&laquo;, zumal man ja auf der anderen Seite auch nur als ein &raquo;Halbspanier&laquo; oder &raquo;Halbperser&laquo; angesehen wird. Dass der junge Mann, der M&uuml;nchen mit seinem Amoklauf &uuml;berschattete, sogar besonders stolz auf seinen gemeinsamen Geburtstag mit Adolf Hitler gewesen sein soll, sich gar als Arier f&uuml;hlte (was er mit seinen iranischen Wurzeln wohl eher war als all diese Aryan Brothers zusammen), &uuml;berrascht mich Deutsch-Spanier jetzt &uuml;berhaupt nicht. Das ist nicht das Motiv von Verzweiflung, es ist nur ein Symptom.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1020976.von-kanake-zu-kanake.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Verfassungsrechtlich kaum zu rechtfertigen&laquo;<\/strong><br>\nMehr als 280 Menschen haben sich im Rahmen einer Erkl&auml;rung mit Michael Csaszk&oacute;czy solidarisiert. Der Heidelberger Lehrer wird seit nunmehr 25 Jahren wegen seines antifaschistischen Engagements vom sogenannten Verfassungsschutz &uuml;berwacht und war jahrelang mit Berufsverbot belegt, obwohl der Verwaltungsgerichtshof Mannheim und das Kultusministerium Baden-W&uuml;rttemberg bereits im Jahr 2007 eingestehen mussten, dass keinerlei Zweifel an seiner Verfassungstreue bestehen. Unter den Unterzeichnern der Solidarit&auml;tserkl&auml;rung, die am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wurde, finden sich verschiedene Gemeinder&auml;te aus der Region von der Linkspartei bis hin zur CDU, aber auch zahlreiche Gewerkschafter, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Wissenschaftler und Kulturschaffende. So beispielsweise die Schriftstellerin Daniela Dahn, die ehemalige Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel, der Soziologe Dario Azzellini und der DKP-Vorsitzende Patrik K&ouml;bele.<br>\nAuch viele Linke, die fr&uuml;her selbst Opfer von Berufsverboten, staatlicher Repression und &Uuml;berwachung wurden, haben sich der Erkl&auml;rung f&uuml;r Csaszk&oacute;czy angeschlossen. &raquo;Von einem Geheimdienst, der immer noch nicht bereit ist, seine Verstrickungen mit dem NSU offenzulegen, der fremdenfeindlichen Organisationen wie AfD und Pegida beharrlich Persilscheine ausstellt und stattdessen antifaschistisches Engagement kriminalisiert, werden wir uns nicht vorschreiben lassen, mit wem wir politisch zusammenarbeiten und mit wem wir solidarisch sind&laquo;, stellen die Unterzeichnenden darin unter anderem klar.<br>\nErst vor knapp zwei Wochen hatte das Verwaltungsgericht Karlsruhe die gegen Csaszk&oacute;czy gerichtete Schn&uuml;ffelpraxis der Schlapph&uuml;te sowie das Unter-Verschluss-Halten der gesammelten Daten als rechtens best&auml;tigt und die Urteilsbegr&uuml;ndung zugestellt. Damit der Geheimdienst gegen&uuml;ber der Wahrnehmung von B&uuml;rgerrechten abgeschirmt bleibt, d&uuml;rfe Csaszk&oacute;czy keinesfalls alle &uuml;ber ihn gesammelten Daten sehen. Er k&ouml;nne aber nicht die L&ouml;schung von Daten verlangen, die er nicht genau benennen k&ouml;nne, hie&szlig; es seitens des Gerichts (jW berichtete).<br>\nUnter diesen Bedingungen sei es jedoch unm&ouml;glich, ein rechtsstaatliches Verfahren gegen den Inlandsgeheimdienst zu f&uuml;hren, konstatierte das Solidarit&auml;tskomitee f&uuml;r Csaszk&oacute;czy.<br>\nDie Solidarit&auml;tserkl&auml;rung kann noch immer unterzeichnet werden. Sie findet sich mit diversen Hintergrundmaterialien zu dem besagten Fall auf der Internetseite gegen-berufsverbote.de.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/07-29\/013.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>F&uuml;r einen linken Populismus<\/strong><br>\nAngesichts der j&uuml;ngsten Wahlerfolge rechtsradikaler Parteien in Gestalt der AfD und der FP&Ouml; und angesichts der inzwischen nur als fatal zu bezeichnenden politischen Verh&auml;ltnisse, ist eine strategische Diskussion, wie die politische Linke dieser Entwicklung etwas entgegensetzen kann dringend geboten. Die katastrophale politische und gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte beruht auf der politischen Hegemonie des Neoliberalismus. Alle im Bundestag und in den Landesparlamenten vertretenen Parteien, inklusive der AfD, mit Ausnahme von Teilen der Partei &ldquo;DIE LINKE&rdquo;, vertreten diese neoliberale Ideologie und somit die Interessen der herrschenden Eliten. Jeder Versuch des Widerstandes gegen die neoliberale Ideologie wird sofort durch die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; und den politischen Apparat der &ouml;ffentlichen Diffamierung &uuml;berantwortet. Eine Kostprobe davon ist die aktuelle Kampagne gegen Sahra Wagenknecht, die durch die opportunistische Karrierefraktion ihrer eigenen Partei, unter kr&auml;ftiger Mithilfe der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;, initiiert wurde. Besonders elend ist dabei die Tatsache, dass sich die parteiinternen &bdquo;Kritiker&ldquo; bereitwillig zu Stichwortgebern der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; machen, obwohl diese die Linke bisher entweder totgeschwiegen oder diffamiert haben.<br>\n&sbquo;Wer, wie Sahra Wagenknecht, Fragen nach den Gr&uuml;nden oder Folgen der, von der Regierung Merkel betriebenen Einwanderungspolitik stellt, wom&ouml;glich gar vermutet, dass dahinter ein klares innenpolitisches Kalk&uuml;l steckt, dass Fl&uuml;chtlinge und Migranten gegen Erwerbslose, Hartz-IV Bezieher und prek&auml;r Besch&auml;ftigte ausgespielt und so von den Folgen der neoliberalen Politik ablenken soll, wird umgehend in die &bdquo;rechte Ecke&ldquo; gestellt. Hier ersetzt moralische Verurteilung eine angemessene politische Analyse. Dass sich das sonst so kritisch gebende linke und linksliberale Milieu diese Sichtweise aktuell zu eigen gemacht hat, kann nur als politisches Versagen desselben bezeichnet werden, das von zunehmender politischer Orientierungslosigkeit und der Unterwerfung unter die politische Hegemonie des Neoliberalismus zeugt.<br>\nDie Frage, die diesbez&uuml;glich zu stellen ist, ist vor allem jene, welches politische Konzept es erm&ouml;glicht, die politische Hegemonie des Neoliberalismus zu brechen und die Menschen f&uuml;r den Widerstand gegen diese menschenverachtende Ideologie und ihre Ausw&uuml;chse zu mobilisieren. Ein m&ouml;gliches politisches Konzept soll im Folgenden zur Diskussion gestellt werden und einen Denkansto&szlig; liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JournalistJensWernicke\/posts\/883900435048458:0\">Joachim Keiser via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Corbyn setzt auf Arbeit<\/strong><br>\nJeremy Corbyn hat im Wahlkampf um die Wiederwahl zum Chef der britischen oppositionellen Labour-Partei erstmals sein politisches Programm f&uuml;r die kommenden Jahre offengelegt. In einer Rede in Dagenham im Osten Londons stellte er am Donnerstag seine zehn Programmpunkte vor, mit denen er Gro&szlig;britannien &raquo;wieder aufbauen und transformieren&laquo; m&ouml;chte.<br>\nCorbyn versprach eine Million neue Arbeitspl&auml;tze, die durch massive Investitionen in die Infrastruktur geschaffen werden sollen. Arbeitnehmerrechte m&ouml;chte er st&auml;rken, das staatliche Gesundheitssystem frei von Einfl&uuml;ssen des privaten Sektors halten. Vor Hunderten Anh&auml;ngern sagte Corbyn: &raquo;Wir k&ouml;nnten alle bereicherte Leben f&uuml;hren in einer nachhaltigen, wohlhabenderen und f&uuml;rsorglicheren Gesellschaft.&laquo;<br>\nCorbyn muss seinen Parteivorsitz gegen den Abgeordneten Owen Smith verteidigen, der ihn vom Posten des Parteichefs st&uuml;rzen m&ouml;chte. Sowohl Corbyn als auch Smith reisen derzeit durch das Land, um ihre politischen Vorstellungen zu pr&auml;sentieren. Die Mitglieder stimmen per Briefwahl &uuml;ber die Parteif&uuml;hrung ab. Das Ergebnis wird Ende September erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1021014.corbyn-setzt-auf-arbeit.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: Corbyn sets out 10-point vision for Britain<\/strong><br>\nJeremy Corbyn has set out a 10-point programme for Britain&rsquo;s future, based on a huge public investment programme and a commitment to equality.<br>\nHe has also dismissed the idea Labour could split if he is re-elected leader.<br>\nAt a business park in Dagenham, east London, on Thursday, Corbyn pledged about &pound;500bn in public spending, which would be used to build new homes, boost the NHS and education and reduce income divisions.<br>\nAnswering media questions after the event, Corbyn said there was no chance of the party separating if he defeats Owen Smith in the party&rsquo;s leadership election. Smith, who will enter his first head-to-head debate with Corbyn at a leadership hustings in Cardiff on Thursday evening, warned this week it was likely that the party would split or even &ldquo;bust apart and disappear&rdquo; if Corbyn won.<br>\nThe Labour leader said on Thursday: &ldquo;I&rsquo;m sure no Labour MP would even dream of breaking away from the family of the Labour party, the family of the Labour party that helped to put them into parliament.&rdquo; Cheers from supporters watching the speech drowned out the rest of the answer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/aug\/04\/jeremy-corbyn-10-point-vision-britain-labour-split\">The Guardian<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Britischer Arbeitsmarkt bricht ein<\/strong><br>\nDie Zahl neuer unbefristeter Stellen ist in Gro&szlig;britannien so stark gefallen wie zuletzt zur Rezession 2009. Der Arbeitsmarkt sei wegen des Brexit-Votums im freien Fall, warnen Experten in einer neuen Analyse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/britischer-arbeitsmarkt-bricht-nach-brexit-votum-ein-14372867.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Story im Ersten: Die Sportfalle<\/strong><br>\nDer Film zeigt, wie Olympia und Co. bisher der Demokratie schaden, die Steuerzahler betr&uuml;gen, den lokalen Sport ausbremsen und die Volkswirtschaft besch&auml;digen. Und welche Visionen diejenigen haben, die das &auml;ndern wollen. Olympische Spiele in Rio &ndash; bei den B&uuml;rgern herrscht keine gro&szlig;e Feierlaune. Die Brasilianer leiden unter einer Staats- und Wirtschaftskrise. Und dar&uuml;ber hinaus sind die Wunden der Fu&szlig;ball-WM 2014 noch lange nicht verheilt. Leerstehende, vergammelnde Stadien, wohin man schaut, f&uuml;r deren Kosten die Steuerzahler aufkommen m&uuml;ssen. Zig Prozesse wegen Korruption und &uuml;berh&ouml;hter Rechnungen. Hohe Summen an Schmiergeld sind f&uuml;r die Bauauftr&auml;ge zwischen Firmen und Politikern verschoben worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/die-sportfalle-112.html\">ARD<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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