{"id":3452,"date":"2008-09-12T09:34:10","date_gmt":"2008-09-12T07:34:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3452"},"modified":"2008-09-12T09:36:13","modified_gmt":"2008-09-12T07:36:13","slug":"hinweise-des-tages-732","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3452","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Rezessionsgefahr: Deutschland auf Autopilot<\/li>\n<li>Steinmeier und M&uuml;ntefering: Die Meister der Phrase<\/li>\n<li>Zum EuGH: &ldquo;Kritik ist nicht berechtigt&rdquo;<\/li>\n<li>Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium<\/li>\n<li>Abwandern kann teuer werden<\/li>\n<li>Endlagerung in Schweden: Ein Atomm&uuml;llkonzept mit Rissen<\/li>\n<li>Bernhard Bueb &ndash; Allmachtsphantasien aus der Mottenkiste<\/li>\n<li>Der Abstieg (von Deutschland)<\/li>\n<li>Endlagerung in Schweden: Ein Atomm&uuml;llkonzept mit Rissen<\/li>\n<li>Autoindustrie: Es geht noch schlimmer<\/li>\n<li>Der falsche Krieg &ndash; sieben Jahre nach den Anschl&auml;gen vom 11.September<\/li>\n<li>Postbank<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3452&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Rezessionsgefahr: Deutschland auf Autopilot<\/strong><br>\nEine Rezession wird wahrscheinlicher. Andere europ&auml;ische Regierungen steuern dagegen &ndash; doch die deutsche nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/38\/Rezession?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Meister der Phrase<\/strong><br>\nFrank-Walter Steinmeier ist ein Meister der Phrase. Den &ldquo;Blick nach vorn&rdquo; will er richten, wenn er gefragt wird, wie er die SPD zu f&uuml;hren gedenkt. Oder er k&uuml;ndigt f&uuml;r die Zukunft an, &ldquo;Antworten f&uuml;r die Zukunft&rdquo; zu suchen. Fehlt nur, dass er dem Wahlvolk erkl&auml;rt, dass die Zukunft die Zukunft sei. Das w&auml;re die knappste Form dieses Dadaismus.\n<p>Steinmeier ist durchaus kreativ, wenn es gilt, den eigenen Unsinn zu variieren. Wird er nach Pl&auml;nen gefragt, verspricht er &ldquo;Konzepte und Ideen&rdquo;. Soll er seine Politik erl&auml;utern, will er &ldquo;Entscheidungen treffen&rdquo;. Und Kanzler m&ouml;chte er &uuml;brigens werden, weil er sich das &ldquo;zutraut&rdquo;. So werden Synonyme zum Inhalt und Tautologien zum Prinzip. Damit ist Steinmeier der perfekte Kanzlerkandidat f&uuml;r die SPD. Der Au&szlig;enminister ist nicht der Retter der Sozialdemokraten, sondern das passende Symptom f&uuml;r ihre Krise. Er verk&ouml;rpert eine maximale Unbestimmtheit, die auch den Rest der Partei befallen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008\/09\/11\/a0078&amp;cHash=fba3a5f30d&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Hut ab vor Ulrike Herrmann. Genau getroffen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Abstieg<\/strong><br>\nDie Chinesen erfanden unter anderem den Kompass (4. Jh. v. Chr.), das Papier (ca. 2. Jh. v. Chr.), das Porzellan (620 n. Chr.), den Buchdruck (erste H&auml;lfte des 8. Jh. n. Chr.), das Schie&szlig;pulver (850 n. Chr.) und die Kanone (um 1250 n. Chr.). Sie konnten bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. (!) mit ihren Hoch&ouml;fen Gusseisen erzeugen und produzierten Ende des 11. Jahrhunderts 125.000 Tonnen Roheisen (Gro&szlig;britannien erreichte dieses Quantum erst 700 Jahre sp&auml;ter). Schon im 5. Jahrhundert n. Chr. entwickelten sie ein Verfahren zur Stahlherstellung, mit dem das Siemens-Martin-Verfahren von 1864 vorweggenommen wurde. Im 12. Jahrhundert nutzten sie mit Wasserkraft betriebene Maschinen zum Spinnen von Hanf (rund 500 Jahre vor der britischen Textilindustrie). China war also in vielen Bereichen f&uuml;hrend. \n<p>Warum, so lautet die berechtigte Frage, haben dann die Europ&auml;er die Welt erobert und nicht die Chinesen? Die Antwort ist komplex, aber eine Ursache ist zweifellos im Bildungsverfall zu suchen. Das Reich der Mitte beschloss n&auml;mlich, die See-Expeditionen aufzugeben und sich von der Au&szlig;enwelt weitgehend abzuschotten. China gen&uuml;gte sich selbst und verpasste so den Anschluss: Entwicklungen in anderen Regionen wurden nicht wahrgenommen bzw. bewusst ignoriert, die Wissenschaft aufgrund gesellschaftlicher Erstarrung und politischer Despotie nicht konsequent genug weiterentwickelt. Kurzum, es waren die Chinesen selbst, die ihren enormen Vorsprung verspielten. Sie fielen daher &ndash; relativ zu anderen &ndash; zur&uuml;ck, was sich sp&auml;ter bitter r&auml;chen sollte, als die lernbereiten Europ&auml;er als Eroberer auftraten.<\/p>\n<p>Deutschland, nach wie vor Exportweltmeister und in zahlreichen Branchen mit an der Spitze der Entwicklung (Autoindustrie, Maschinenbau, Chemie etc.), droht ebenfalls den Anschluss zu verlieren. Nicht, weil man hierzulande beschlossen h&auml;tte, sich zu isolieren, sondern weil man in puncto Bildung gegen&uuml;ber anderen mehr und mehr zur&uuml;ckf&auml;llt. Deutschland steigt peu &agrave; peu ab. Wir unterliegen, &auml;hnlich wie einst die Chinesen, ideologischen Beschr&auml;nkungen. Letztere ist die eigentliche Ursache die Bildungsmisere. Die Unternehmen haben in den zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnten nicht nur die Ausbildung str&auml;flich vernachl&auml;ssigt, sie konnten sich obendrein mit ihrer Forderung nach umfassender Steuerentlastung durchsetzen. Wohlgemerkt: Steuerentlastung f&uuml;r Unternehmen und Besserverdienende, Arbeitnehmer gingen dabei gr&ouml;&szlig;tenteils leer aus. Zwar beklagen die Arbeitgeber einerseits fortw&auml;hrend den zunehmenden Bildungsverfall, andererseits denken sie nicht im Traum daran, auch die f&uuml;r eine hinreichende Ausstattung der Bildungseinrichtungen notwendigen Steuern zu bezahlen. Das sollen gef&auml;lligst andere &uuml;bernehmen. Ihre L&ouml;sung: Studiengeb&uuml;hren. Alles zum Wohle des Standorts Deutschland, versteht sich. In Wahrheit ist das Ganze leider furchtbar kurzsichtig und langfristig f&uuml;r eine Wissensgesellschaft absolut t&ouml;dlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schoefer.de\/artikel\/ms0608.html\">Michael Sch&ouml;fer<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium<\/strong><br>\nDie Unterschichtsbremse f&uuml;r die Oberschulen greift h&ouml;chst zuverl&auml;ssig: Viertkl&auml;ssler aus armen Familien bekommen viel seltener eine Empfehlung f&uuml;rs Gymnasium als Kinder betuchter Eltern &ndash; bei gleichen Noten. Eine Wiesbadener Studie offenbart, wie ungerecht Lehrer entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,577485,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><strong>Abwandern kann teuer werden<\/strong><br>\nFranz&ouml;sisches Arbeitsgericht: Bademodenhersteller Arena muss 96 ehemaligen Besch&auml;ftigte je 50.000 Euro zahlen. Die Firma hatte sie entlassen, um in China billiger zu produzieren. Strafe f&uuml;r Abwanderung in ein Niedriglohnland: Der Bademodenhersteller Arena &ndash; weltweit Nummer zwei der Branche &ndash; muss 96 ehemaligen ArbeiterInnen je 50.000 Euro Entsch&auml;digung zahlen, weil er sie &ldquo;ohne echten und ernstzunehmenden Grund&rdquo; entlassen hat. Insgesamt kostet das Arena also fast f&uuml;nf Millionen Euro. Diese Entscheidung hat das Arbeitsgericht in der s&uuml;dwestfranz&ouml;sischen Stadt Libourne in dieser Woche gef&auml;llt. Arena hatte seine Fabrik in Libourne im M&auml;rz vergangenen Jahres geschlossen, die K&uuml;ndigungen als &ldquo;betriebsbedingt&rdquo; begr&uuml;ndet und die Produktion nach China verlagert. Dort ist der Gestehungspreis pro Badeanzug 0,64 Euro niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/abwandern-kann-teuer-werden\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Endlagerung in Schweden: Ein Atomm&uuml;llkonzept mit Rissen<\/strong><br>\nVor 30 Jahren galt in Schweden ein Atomm&uuml;ll-Endlager im Urgestein als sichere L&ouml;sung. Doch neue Forschungsergebnisse stellen das Konzept in Frage. In den Tiefen der Ozeane versenken oder einfach ins Eis der Antarktis packen. Angesehene ForscherInnen waren es, die vor vier Jahrzehnten in Schweden beim dortigen Einstieg ins Zeitalter der Atomenergie solche Vorschl&auml;ge pr&auml;sentierten, wie man den beim Betrieb von Atomkraftwerken anfallenden radioaktiven M&uuml;ll loswerden sollte. Wird in einigen Jahren das jetzt offiziell verfolgte Endlagerkonzept als &auml;hnlich unwissenschaftlich und verantwortungslos bestaunt oder verurteilt werden m&uuml;ssen, wie diese L&ouml;sungsvorschl&auml;ge? Das schwedische Konzept der Atomm&uuml;llendlagerung baut darauf, abgebrannte Brennelemente im Urgestein einzulagern. Um sie dann f&uuml;r immer vergessen zu k&ouml;nnen. Es gilt weltweit bislang als eines der ausgereiftesten und sichersten und wird &auml;hnlich auch in Finnland, den USA und der Schweiz verfolgt. Doch parallel mit dem Versinken der deutschen Atomm&uuml;lllagerpl&auml;ne in der Salzlauge der Asse zeigt nun auch das Urgesteinkonzept immer tiefere Risse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/ein-atommuellkonzept-mit-rissen\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Um das deutsche Endlagerkonzept, die Einlagerung in Salzst&ouml;cken, steht es auch nicht besser: &bdquo;Vor einigen Jahren beabsichtigte man auch in den Niederlanden, den hochradioaktiven Abfall in Salzst&ouml;cken endzulagern. Das Institut f&uuml;r Feststoffphysik von Professor den Hartog in Groningen erhielt den Auftrag, die grunds&auml;tzliche Eignung eines Salzstocks f&uuml;r diesen Zweck zu pr&uuml;fen. Seit nunmehr &uuml;ber 15 Jahren arbeitet das Institut daran und hat alarmierende Ergebnisse vorzuweisen, die darauf deuten, dass eine Endlagerung in Salz zu unerwarteten und vermutlich unbeherrschbaren Gefahren f&uuml;hren kann: Salz wird durch radioaktive Bestrahlung zersetzt und dabei hochexplosiv!<\/em><\/p>\n<p>In den Pl&auml;nen der niederl&auml;ndischen Regierung steht deshalb der Passus, dass &ldquo;die Probleme in Verbindung mit der radioaktiven Sch&auml;digung von Salz nicht gel&ouml;st sind&rdquo;. In Deutschland ist man hinsichtlich einer radiolytisch bedingten explosiven Zersetzung von Salz nicht auf dem neuesten Informationsstand und h&auml;lt diese Gefahr deshalb f&uuml;r nicht gegeben. Das k&ouml;nnte sich als gef&auml;hrlicher Irrtum erweisen, wenn man die neueste Arbeit von Professor den Hartog liest (Ver&ouml;ffentlicht in: Radiation Effects and Defects in Solids&rdquo; Heft 152\/2000, Seiten 23 bis 37).&ldquo; Nachzulesen in <a href=\"http:\/\/www.castor.de\/material\/broschuere\/zursache9.html\">Zur Sache Nr. 9, Fachtagung Endlager Gorleben, April 2000<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zum EuGH: &ldquo;Kritik ist nicht berechtigt&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die Gewerkschaften ist die Sache klar. Mit verschiedenen Urteilen bef&ouml;rdere der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) Dumpingl&ouml;hne. Erstmals bezieht nun der EuGH-Richter Thomas von Danwitz Stellung.\n<p><strong>taz: <\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Herr von Danwitz, was ist f&uuml;r den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) wichtiger, die Freiheit der Unternehmer im Binnenmarkt oder die sozialen Rechte der Besch&auml;ftigten?<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Thomas von Danwitz: <\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Da gibt es keine Rangfolge. In den EU-Vertr&auml;gen ist beides stark verankert. Gewerkschafter haben den Eindruck, der EuGH f&uuml;hre so etwas wie ein &ldquo;Grundrecht auf ungest&ouml;rtes Sozialdumping&rdquo; ein. Das stimmt nat&uuml;rlich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der EU-Gerichtshof je die sozialen Aspekte der Integration vernachl&auml;ssigen w&uuml;rde &ndash; schon wegen der Akzeptanz seiner Urteile in der Bev&ouml;lkerung. Hat der EuGH zuletzt nicht bei einigen Urteilen das Recht der Unternehmen, sich mit Billigangeboten neue M&auml;rkte in anderen EU-Staaten zu erschlie&szlig;en, besonders hoch bewertet?<\/p>\n<p>Wenn man die Urteile genau ansieht, erkennt man, dass es keine derart einseitige Linie gibt. Nehmen wir das Viking-Urteil, das in meinen Augen die grunds&auml;tzlichste Bedeutung hat. Hier wurde klar das Streikrecht der Gewerkschaften als Grundrecht anerkannt. Zwar werden Streiks als potenzieller Eingriff in die Binnenmarkt-Grundfreiheiten der Unternehmen eingestuft, laut EuGH sind Streiks aber grunds&auml;tzlich gerechtfertigt, wenn sie f&uuml;r die Verteidigung von Arbeitnehmerinteressen notwendig sind. <\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/kritik-ist-nicht-berechtigt\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Ein Abschnitt verweist auf die Handlungsspielr&auml;ume innerhalb der EU-L&auml;nder, von denen viele behaupten, dass es sie nicht mehr gebe: &bdquo;Wenn ein Staat die M&ouml;glichkeiten der Richtlinie nutzen will, kann er doch weiterhin Mindestl&ouml;hne einf&uuml;hren oder Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r allgemein verbindlich erkl&auml;ren. Man sollte nicht den EuGH kritisieren, nur weil man in Deutschland mit diesen M&ouml;glichkeiten unzufrieden ist.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volkswagen: &ldquo;Wir erleben neoliberalen Kahlschlag&rdquo;<\/strong><br>\nVW-Konzernbetriebsratschef Osterloh attackiert Br&uuml;ssel: Die EU wolle das Volkswagen-Gesetz von der &ldquo;Landkarte der sozialen Rechte wegradieren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra3m1\/wirtschaft\/782\/309717\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;hrungskr&auml;fte beklagen schlechte Arbeitsatmosph&auml;re<\/strong><br>\nUm das Arbeitsklima in deutschen Unternehmen ist es schlecht bestellt. Das ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage des Online-Stellenportals StepStone, an der alleine in Deutschland 6.183 Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;fte teilnahmen.\n<p>Laut der Umfrage sprechen nur 19 Prozent der befragten Arbeitnehmer von einem guten Arbeitsklima, das sich positiv auf ihre t&auml;gliche Motivation auswirkt. 42 Prozent registrieren dagegen eine entt&auml;uschende Arbeitsatmosph&auml;re in ihrem Unternehmen, w&auml;hrend 39 Prozent im Gro&szlig;en und Ganzen zwar zufrieden sind, bisweilen aber auch schlechte Tage diesbez&uuml;glich erleben.<\/p>\n<p>Im internationalen Vergleich ist das Arbeitsklima nur in italienischen Unternehmen noch schlechter als in deutschen. So bewerten hier nur 14 Prozent der Befragten ihre Arbeitsatmosph&auml;re positiv. Am besten ist diese in Norwegen, wo 35 Prozent von einem t&auml;glich motivierenden Arbeitsklima in ihrem Unternehmen berichten. Zusammengefasst bewerten 20 Prozent der europ&auml;ischen Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;fte die Arbeitsatmosph&auml;re in ihrem Unternehmen positiv, w&auml;hrend 38 Prozent ein schlechtes Arbeitsklima beklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haufe.de\/SID101.ameK90jIprc\/personal\/newsDetails?newsID=1220527120.2&amp;d_start:int=0&amp;topic=Personalmanagement&amp;topicView=HR-Management&amp;&amp;printPage=true\">Haufe online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rentenexperte: &ldquo;Es gibt keinen Weg zur&uuml;ck&rdquo;<\/strong><br>\nEine R&uuml;cknahme der Rentenreformen der vergangenen zwei Jahrzehnte ist nach Ansicht des Jenaer Sozialrechtlers und Rentenexperten Eberhard Eichenhofer kaum noch m&ouml;glich. Einerseits w&uuml;rde damit der staatlich gef&ouml;rderten betrieblichen und privaten Altersvorsorge &ldquo;die Grundlage entzogen&rdquo;. Zudem sei &uuml;berall in Europa ein &ldquo;Umbau der Alterssicherung&rdquo; hin zu einer Altersvorsorge aus mehreren Einkunftsquellen und einer St&auml;rkung der einkommensbezogenen Rentenversicherung zu beobachten. &ldquo;Es gibt daher kein realistisches Zur&uuml;ck&rdquo;, hei&szlig;t es in einem gerade ver&ouml;ffentlichten Beitrag Eichenhofers f&uuml;r die Zeitschrift &ldquo;Deutsche Rentenversicherung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Eichenhofer-zur-Armutsdiskussion.html?session=3d42496161a2e104a684f848c63c1fd5\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Was w&auml;re so schlimm daran, der staatlich gef&ouml;rderten betrieblichen und privaten Altersvorsorge, also der staatlichen Subventionierung der Gesch&auml;fte von Versicherungen und Finanzdienstleistern, &ldquo;die Grundlage zu entziehen&ldquo;? Als es darum ging, der Gesetzlichen Rente die F&auml;higkeit zum Schutz vor Altersarmut zu nehmen, gab es diese Bei&szlig;hemmung nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Autoindustrie: Es geht noch schlimmer<\/strong><br>\nJetzt bekommt die Autoindustrie auch noch Schwierigkeiten in China und Indien. Die beiden L&auml;nder mit ihren Milliardenv&ouml;lkern galten bis vor kurzem noch als Hoffnung der gebeutelten Branche &ndash; denn auf den angestammten M&auml;rkten in Europa und Nordamerika wachsen die Absatzsorgen. Aber auch in China und Indien hinterlassen der &Ouml;lpreis und die US-Immobilienkrise ihre Spuren. Die Autoindustrie taumelt weiter Richtung Abgrund. Nach einer Prognose des Center Automotive Research (CAR) werden die Verk&auml;ufe 2008 in Westeuropa, den USA und Kanada sowie Japan so schlecht wie zuletzt vor 15 Jahren ausfallen. Kurzarbeit gibt es bereits, nicht nur den Werken deutscher Hersteller in den USA, sondern auch in Frankreich. . Bisher konnten Russland, China und Indien als neue Wachstumsm&auml;rkte die Absatzschw&auml;che auffangen, jetzt aber halten sich auch dort die Autok&auml;ufer zunehmend zur&uuml;ck. In Indien ist der PKW-Verkauf im Juli zum ersten Mal seit drei Jahren zur&uuml;ckgegangen. In China fielen im August die Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 11,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/autoindustrie-es-geht-noch-schlimmer;2036230\">Handelsblatt<\/a>\n<p>VW-Konzernbetriebsratschef Osterloh attackiert Br&uuml;ssel: Die EU wolle das Volkswagen-Gesetz von der &ldquo;Landkarte der sozialen Rechte wegradieren.<\/p>\n<p>Der Konzernbetriebsratschef von Volkswagen, Bernd Osterloh, hat die geplante Klage gegen das VW-Gesetz vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof durch EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy scharf kritisiert.<\/p>\n<p>&ldquo;Die EU-Kommission will das Volkswagengesetz von der Landkarte der sozialen Rechte wegradieren&rdquo;, schrieb Osterloh in einem der Berliner Zeitung vorliegenden Brief an die Belegschaft. <\/p>\n<p>&ldquo;Wir brauchen dieses Gesetz, weil es uns Schutz bietet.&rdquo; Es habe dem Konzern &ldquo;seit 48 Jahren Mitspracherechte gegeben, wenn es um Verlagerung und Neugr&uuml;ndung von Produktionsst&auml;tten ging.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/782\/309717\/text\/?CMP=NLC-SDE071022&amp;nlsource=taeglich\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bernhard Bueb &ndash; Allmachtsphantasien aus der Mottenkiste<\/strong><br>\nDie Republik diskutiert ernsthaft &uuml;ber Bildung; Bund und L&auml;nder bereiten sich auf den nationalen Bildungsgipfel vor, die Bundeskanzlerin reist bildungsbeflissen durchs Land (reisen soll bekanntlich bilden) und Massenbl&auml;tter lancieren ihre Positionen und p&auml;dagogischen Lieblinge. Die FAZ &ndash; wie k&ouml;nnte es anders sein &ndash; puscht den Disziplinmatador und ehemaligen Internatsleiter Bernhard Bueb. &ldquo;Deutschlands strengster Lehrer&rdquo; (die Bildzeitung &uuml;ber Bueb) wiederholt, was er seit Jahren vertritt in neuem Gewand. Aus der Buebschen Mottenkiste wird im Jahr 2006 zuerst &bdquo;Lob der Disziplin&ldquo; hervorgeholt und jetzt, im September 2008, mit dem neuen Buch &bdquo;Von der Pflicht zu f&uuml;hren. Neun Gebote der Bildung&ldquo; nachgeladen. Warum nicht gleich 10 Gebote, in Stein gemei&szlig;elt, vom Bueb-Moses-Internat zur erzieherischen Heilung der deutschen Jugend? \n<p>Erziehung ist f&uuml;r Bueb wesentlich F&uuml;hrung und Gefolgschaft, immer mit den besten Absichten, versteht sich von selbst. Ansonsten tischt Bueb Binsenweisheiten und oberfl&auml;chlichen bildungspolitischen Konsens auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildungswirt.de\/2008\/09\/08\/130\">Der Bildungswirt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Vom Dornr&ouml;schen zur Perle<\/strong><br>\nWie sich die Postbank von einer gem&auml;chlichen Sparbuchbank zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten der deutschen Finanzbranche entwickelt[e]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1592955&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><strong>Neue Kunden f&uuml;r Ackermann<\/strong><br>\nDie Deutschen Banken ordnen sich neu &ndash; die Konzentration nimmt zu. Der Kauf der Postbank ist eine Reaktion auf die Finanzkrise. Die Banken entdecken wieder den Heimatmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-Postbank-Deutsche-Bank;art130,2612594?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bleibt die Frage, warum die Post ein recht solides Gesch&auml;ft &uuml;berhaupt ver&auml;u&szlig;ert, zumal die Kurse von Bankaktien darnieder liegen. Es l&auml;uft also eher auf ein Schn&auml;ppchen der &ldquo;Deutschen&rdquo; Bank hinaus. Auch wenn der Kaufpreis f&uuml;r die erste Tranche (30 Prozent) &uuml;ber dem Marktpreis liegt. Welche Motive Mister 25 Prozent treiben, bleibt eigentlich auch unklar, auch den B&ouml;rsianern, denn die Kurse beider Banken fielen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium<\/strong><br>\nDie Unterschichtsbremse f&uuml;r die Oberschulen greift h&ouml;chst zuverl&auml;ssig: Viertkl&auml;ssler aus armen Familien bekommen viel seltener eine Empfehlung f&uuml;rs Gymnasium als Kinder betuchter Eltern &ndash; bei gleichen Noten. Eine Wiesbadener Studie offenbart, wie ungerecht Lehrer entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,577485,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><strong>Was hat Wohnen mit Arbeit zu tun?<\/strong><br>\nWenig, sagt Steinbr&uuml;ck und verteidigt die K&uuml;rzung der Pendlerpauschale &ndash; aber die Richter sind kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2611930?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der grunds&auml;tzlichen Frage f&auml;llt auf, dass die CSU die Gelegenheit nicht wahrgenommen hat, Ihre Position vor einem ernstzunehmenden Gremium zu erl&auml;utern. Der Verdacht liegt nahe, dass die CSU die Wiedereinf&uuml;hrung der alten Pendlerpauschale nur entdeckt hat um im Wahlkampf zu punkten, aber kein ehrliches Interesse an einer Realisierung. hat. Hier zeichnet sich eine bewu&szlig;te T&auml;uschung des W&auml;hlers ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der falsche Krieg &ndash; sieben Jahre nach den Anschl&auml;gen vom 11.September <\/strong><br>\nSieben Jahre nach den Anschl&auml;gen vom 11. September zeigt ein Blick auf die Welt : Das Primat des Milit&auml;rischen hat neue Probleme geschaffen, die gef&auml;hrlicher anmuten als die alten. Vor allem ist es Washington nicht gelungen im Verlaufe von immerhin sieben Jahren, eine klare einfache Botschaft zu vermitteln : Wir verteidigen uns gegen den Terror, aber wir f&uuml;hren keinen Kreuzzug gegen den Islam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1592353_Der-falsche-Krieg.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Letzte:<\/strong><br>\nJonas und Richling gestern Abend im Scheibenwischer unter aller S.. . &Uuml;belster Stammtisch. Armer Dieter Hildebrandt &ndash; was machen die mit Deiner Sch&ouml;pfung!\n<\/li>\n<li>Zur Erholung am Di 16.9. 22.15 bis 23.00 im ZDF<br>\n<strong>Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nPolitsatire mit Priol und Schramm<br>\nZu einem satirisch-therapeutischen Kurzaufenthalt sind Josef Hader, Hagen Rether und Djjango As&uuml;l eingeladen. <\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Rezessionsgefahr: Deutschland auf Autopilot<\/li>\n<li>Steinmeier und M&uuml;ntefering: Die Meister der Phrase<\/li>\n<li>Zum EuGH: &ldquo;Kritik ist nicht berechtigt&rdquo;<\/li>\n<li>Lehrer lassen arme Kinder zu selten ans Gymnasium<\/li>\n<li>Abwandern kann teuer werden<\/li>\n<li>Endlagerung in Schweden: Ein Atomm&uuml;llkonzept mit Rissen<\/li>\n<li>Bernhard Bueb &ndash; Allmachtsphantasien aus der Mottenkiste<\/li>\n<li>Der Abstieg (von Deutschland)<\/li>\n<li>Endlagerung in<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3452\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3452","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3452","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3452"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3452\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}