{"id":34521,"date":"2016-08-08T08:35:29","date_gmt":"2016-08-08T06:35:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521"},"modified":"2016-08-08T08:35:29","modified_gmt":"2016-08-08T06:35:29","slug":"hinweise-des-tages-2683","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h01\">Olympische Spiele in Rio<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h02\">Anschl&auml;ge\/Amokl&auml;ufe in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h03\">Globalization and its New Discontents<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h04\">&raquo;Die Hoffnung der Kritiker ruht auf dem Bundesrat&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h05\">Finanzialisierung und Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h06\">&bdquo;Notfalls die Deutsche Bank verstaatlichen!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h07\">Walter-Borjans ist der Robin Hood der Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h08\">11 h&auml;ufige Argumente gegen Betriebsr&auml;te &ndash; die alle falsch sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h09\">Arbeitsbereit auf Knopfdruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h10\">Akademikerjobs bringen 1,25 Millionen Euro mehr als Helferjobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h11\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h12\">Ex-Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts: &bdquo;BND-Zugriff auf Internet-Knoten wie DE-CIX ist insgesamt rechtswidrig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h13\">America Must Be Ready to Nuke First<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h14\">USA ver&ouml;ffentlichen Drohnen-Richtlinien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h15\">Die Stunde der Manipulatoren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h16\">Lateinamerika biegt rechts ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h17\">Die AfD und die demokratische Grundordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34521#h18\">&Ouml;ffentlich-rechtliche Sender: Reflexionsniveau einer Streichholzschachtel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Olympische Spiele in Rio<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Erwischt werden die armen Trottel&ldquo;<\/strong><br>\nDass Russland das schlimmste Doping betreibe, sei sehr unwahrscheinlich, sagt Perikles Simon. Im Westen st&uuml;nden Athleten genauso unter Druck. (&hellip;)<br>\nBei den Spielen in London haben Sie bereits von voraussichtlich 60 Prozent gedopten Athleten gesprochen, j&uuml;ngst nun von den gedoptesten Spielen aller Zeiten, die uns in Rio erwarten.<br>\nMit meiner Aussage beziehe ich mich nicht auf den Prozentsatz der Doper. Der hat sich vielleicht in den letzten 20 Jahren nicht gro&szlig; ver&auml;ndert. Es geht um das System. Wenn Leichtathletik-Top-Funktion&auml;re russische Dopingproben unter den Tisch kehren und sich daf&uuml;r auch noch bezahlen lassen, ist ein neues Level erreicht.<br>\nDer Antidopingkampf scheint nach dem aufgedeckten systemischen Doping in Russland vor einer neuen Herausforderung zu stehen?<br>\nEs ist sehr unwahrscheinlich, dass Russland das schlimmste Doping betreibt. Das beweisen auch Untersuchungen, die uns der Leichtathletikweltverband als Auftraggeber verbietet zu ver&ouml;ffentlichen. Bei der WM in Daegu 2011 haben 30 Prozent der Athleten bekannt, schon manipuliert zu haben.<br>\nWarum steht Russland aber nun allein im Fokus?<br>\nDas war &uuml;ber investigativen Journalismus m&ouml;glich. In unserem System, ob das Deutschland oder England ist, k&ouml;nnen Sie Doping in so einer einfachen Form des Journalismus &uuml;ber einzelne Whistleblower nicht offenlegen. Da m&uuml;ssen Sie mit staatlichen Ma&szlig;nahmen ran.<br>\nIst systemisches Doping nicht schlimmer als individuell organisiertes?<br>\nDer Athlet in der westlichen Sph&auml;re steht genauso unter Druck. Es w&auml;re l&auml;cherlich zu sagen, er h&auml;tte eine freie Entscheidung.<br>\nWie unterscheiden sich die beiden Formen des Betrugs?<br>\nEs wird in der westlichen Hemisph&auml;re sicherlich deutlich vorsichtiger und mit Hightechdoping agiert. Den Russen ist auch zum Verh&auml;ngnis geworden, dass sie geglaubt haben, sie k&ouml;nnten noch alte Ladenh&uuml;ter wie Anabolika einsetzen. Aber warum diskutiert man nicht, weshalb Deutsche und Engl&auml;nder es eigentlich schaffen konnten, diese Athleten aus dem Dopingsystem Russlands immer wieder zu schlagen.<br>\nDas wird auch in Rio so sein.<br>\nIch bef&uuml;rchte, wenn es in Rio russische Athleten aufs Treppchen schaffen, dass sie dann auch ausgebuht werden. Die Zeit ist noch nicht reif f&uuml;r die Erkenntnis, dass wir ein fl&auml;chendeckendes Problem haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Sportmediziner-ueber-Doping-bei-Olympia\/!5328668\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die neuesten &bdquo;armen Trottel&ldquo;, die den Preis f&uuml;r die internationale Doping-Praxis im Leistungssport zahlen m&uuml;ssen, sind &uuml;brigens die behinderten russischen Sportler, die an den Paralympics teilnehmen wollten. Da kann man eigentlich nur mit dem Kopf sch&uuml;tteln &hellip; SPIEGEL Online findet das jedoch &ndash; wie kaum anders zu erwarten &ndash; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/sonst\/paralympics-die-sperre-fuer-russland-ist-eine-ohrfeige-fuer-das-ioc-a-1106530.html\">toll<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fackel mit Blutspuren<\/strong><br>\nDie Gewalt in den Favelas macht auch w&auml;hrend der Olympischen Spielen nicht halt. Die Polizei t&ouml;tet vor allem schwarze junge M&auml;nner. [&hellip;]<br>\nIn Brasilien stirbt alle 23 Minuten ein schwarzer Jugendlicher zwischen 15 und 29 Jahren, 23.100 jedes Jahr, so das Ergebnis einer Arbeitsgruppe des Senats in der Hauptstadt Bras&iacute;lia. Doch w&auml;hrend in den USA Tausende Menschen der &bdquo;Black lives matters&ldquo;-Bewegung auf die Stra&szlig;e gehen, um gegen Gewalt und Ermordungen der schwarzen Bev&ouml;lkerung zu demons&shy;trieren, kommt der Aufschrei hier von nur wenigen.<br>\n&bdquo;Brasilien ist extrem rassistisch&ldquo;, sagt der Menschenrechtsaktivist Raul Santiago, 27, der im Complexo do Alem&atilde;o lebt, einem der gr&ouml;&szlig;ten Favelakomplexe im Norden von Rio de Janeiro. Rund 200.000 Menschen wohnen in den Ziegelh&auml;uschen, die sich auf den H&uuml;geln des Areals dr&auml;ngen. Dazwischen l&auml;rmen Hunde, W&auml;sche schaukelt, Kinder lassen Drachen steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Polizeigewalt-in-Brasilien\/!5324134\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Zaung&auml;ste eines abstrakten Kapitalismus<\/strong><br>\nVor Olympia war der Staudamm: Filmemacher Martin Ke&szlig;ler &uuml;ber die eigentlichen Nutznie&szlig;er der Gro&szlig;bauprojekte in Brasilien<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/christian-fueller\/zaungaeste-eines-abstrakten-kapitalismus\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>17 US-Geheimdienste w&auml;hrend Olympischer Spiele in Brasilien aktiv<\/strong><br>\nOperationen sollen Sicherheit von gut 10.000 Sportlern sichern. Beistand wegen politischer Lage und Polizeigewalt im Land heikel<br>\nW&auml;hrend der Olympischen Sommerspiele in Brasilien sind die USA mit Vertretern aller ihrer 17 Geheimdienste vor Ort, um Polizei und Milit&auml;r in dem s&uuml;damerikanischen Land zu unterst&uuml;tzen. Berichtet hatte der US-Sender NBC &uuml;ber die laufenden Operationen in den Austragungsorten in Brasilien. Dabei geht es darum, die rund 10.000 Athleten aus aller Welt zu sch&uuml;tzen.<br>\nNBC zitiert aus einem US-Regierungsdokument, dem zufolge die US-Beh&ouml;rden mit &uuml;ber 1.000 Agenten in Brasilien pr&auml;sent sind. Die massive Entsendung ist offensichtlich eine Reaktion auf die schwere Staatskrise dem Land nach dem sogenannten Parlamentsputsch gegen die gew&auml;hlte Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff ( In Brasilien herrschen jetzt Alte, Reiche, Wei&szlig;e und Rechte).<br>\nNoch kurz vor Er&ouml;ffnung der Veranstaltung hatten Polizisten und Feuerwehrleute mit Streiks gedroht, weil sie nicht mehr bezahlt wurden. Um die so entstandene L&uuml;cke zu f&uuml;llen, seien &ldquo;mehr als ein Dutzend hoch trainierte Kommandos der Navy und des Marine-Korps in Brasilien&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nDie US-Armee habe zudem gr&ouml;&szlig;ere Einheiten in Bereitschaft versetzt, um im Fall einer notwendigen Rettungsmission oder eines Antiterroreinsatzes entsendet werden zu k&ouml;nnen. &ldquo;Der als Verschlusssache eingestufte Bericht skizziert eine Operation unter Beteiligung aller 17 US-Geheimdienstbeh&ouml;rden, eingeschlossen der Milit&auml;rgeheimdienste und unter Einbezug von personellen Eins&auml;tzen, Spionage-Satelliten, Lauschangriffen sowie Cyber- und Social-Media-Beobachtung&rdquo;, berichtet NBC. &ldquo;US-Geheimdienstbeh&ouml;rden arbeiten eng mit Vertretern brasilianischer Dienste zusammen, um sie bei der Abwehr m&ouml;glicher Gefahren f&uuml;r die Olympischen Spiele zu unterst&uuml;tzen&rdquo;, sagte Richard Kolko, der Sprecher des US-Geheimsdienstkoordinators James Clapper.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/17-US-Geheimdienste-waehrend-Olympischer-Spiele-in-Brasilien-aktiv-3289519.html\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Anschl&auml;ge\/Amokl&auml;ufe in Deutschland<\/strong><br>\nAnmerkungen zu W&uuml;rzburg und Ansbach:<br>\nAls ich in den Nachrichten las, in W&uuml;rzburg h&auml;tte ein Mann mit einer Axt Mitreisende in einem Zug schwer verletzt und get&ouml;tet, war das erste, was ich dachte, wo ist eigentlich mein Patient Herr Sowieso, wollte der nicht nach S&uuml;ddeutschland f&uuml;r eine Woche?<br>\nWenn Herr Sowieso seine Neuroleptika absetzt, was er regelm&auml;&szlig;ig tut, da er unter ihren Nebenwirkungen leidet, f&auml;ngt er an kommentierende Stimmen zu h&ouml;ren und seine Wahrnehmung von Welt verr&uuml;ckt sich. Er wird dann im eigentlichen Sinne des Wortes verr&uuml;ckt. Wegen der Stimmen, aber auch aus anderen Gr&uuml;nden, die mit dieser Verr&uuml;ckung zu tun haben, hatte er auch schon h&auml;ufiger eine Axt bereit gestellt, wobei er regelm&auml;&szlig;ig androhte, mit ihrer Hilfe sein Recht auf Ruhe und Reizarmut in einer Welt nachdr&uuml;cklich durchsetzen zu wollen, die f&uuml;r den L&auml;rm und die Reizflut in ihm nichts konnte. Wenn das passiert, trifft sich unmittelbar eine ganze Schar aus Mitarbeitern der Sozialpsychiatrie, um zu beraten, was zu tun sei. Wie sich wenig sp&auml;ter herausstellte, war es Herr Sowieso nicht gewesen. Ich atmete auf.  Wir hatten nicht versagt, nichts &uuml;bersehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/logon-echon.com\/2016\/08\/01\/anmerkungen-zu-wuerzburg-und-ansbach\/\">Gert Ewen Ungar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Globalization and its New Discontents<\/strong><br>\nFifteen years ago, I wrote a little book, entitled Globalization and its Discontents, describing growing opposition in the developing world to globalizing reforms. It seemed a mystery: people in developing countries had been told that globalization would increase overall wellbeing. So why had so many people become so hostile to it?<br>\nNow, globalization&rsquo;s opponents in the emerging markets and developing countries have been joined by tens of millions in the advanced countries. Opinion polls, including a careful study by Stanley Greenberg and his associates for the Roosevelt Institute, show that trade is among the major sources of discontent for a large share of Americans. Similar views are apparent in Europe.<br>\nHow can something that our political leaders &ndash; and many an economist &ndash; said would make everyone better off be so reviled?<br>\nOne answer occasionally heard from the neoliberal economists who advocated for these policies is that people are better off. They just don&rsquo;t know it. Their discontent is a matter for psychiatrists, not economists.<br>\nBut income data suggest that it is the neoliberals who may benefit from therapy. Large segments of the population in advanced countries have not been doing well: in the US, the bottom 90% has endured income stagnation for a third of a century. Median income for full-time male workers is actually lower in real (inflation-adjusted) terms than it was 42 years ago. At the bottom, real wages are comparable to their level 60 years ago.<br>\nThe effects of the economic pain and dislocation that many Americans are experiencing are even showing up in health statistics. For example, the economists Anne Case and Angus Deaton, this year&rsquo;s Nobel laureate, have shown that life expectancy among segments of white Americans is declining. Things are a little better in Europe &ndash; but only a little better.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/globalization-new-discontents-by-joseph-e--stiglitz-2016-08?utm_source=Project+Syndicate+Newsletter&amp;utm_campaign=08101a7e86-Stiglitz_Globalization_New_Discontents_7_8_2016&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_73bad5b7d8-08101a7e86-104286309\">Joseph E. Stiglitz auf Project Syndicate<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&raquo;Die Hoffnung der Kritiker ruht auf dem Bundesrat&laquo;<\/strong><br>\nGr&uuml;ner Europa-Abgeordneter widerspricht positiver Einsch&auml;tzung des SPD-Politikers Bernd Lange zum Handelsabkommen mit Kanada. Ein Gespr&auml;ch mit Sven Giegold<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-08\/007.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Finanzialisierung und Ungleichheit<\/strong><br>\nDer Aufstieg des Finanzsektors gilt als eine Hauptursache zunehmender Ungleichheit. Gleichzeitig lesen wir gerade t&auml;glich von zur&uuml;ckgehenden Gewinnen bei Commerzbank und Deutscher Bank. Wie passt das zusammen? (&hellip;)<br>\nDie Rede ist vom Prozess der Finanzialisierung, also dem Bedeutungszuwachs von Finanzmotiven, Finanzinstitutionen und Finanzeliten in Wirtschaft und Gesellschaft. Dieser Prozess hat viele Facetten. Er reicht von der Orientierung am Shareholder Value in der Produktionswirtschaft &uuml;ber die innere Transformation des Finanzsektors (zum Beispiel Aufstieg des Investmentbankings) bis hin zur Einbeziehung privater Haushalte in die Finanzm&auml;rkte, etwa durch die kapitalmarktorientierte Altersversorgung (hier).<br>\nWenn wir den westlichen Kapitalismus der drei Jahrzehnte der Nachkriegszeit mit dem heutigen vergleichen, wird deutlich, dass hier gravierende Ver&auml;nderungen stattgefunden haben, insbesondere seit dem Zusammenbruch des Bretton Woods-Systems sowie der folgenden Liberalisierung des Finanzsektors.<br>\nQuantitativ abbilden l&auml;sst sich diese Entwicklung besonders anschaulich durch den Anteil des Finanzsektors an den Gesamtprofiten in den USA. Dabei wird deutlich, dass dieser Anteil heute mehr als doppelt so hoch liegt wie in den 1950er\/1960er Jahren. Seit der Finanzkrise ist der Anteil des Finanzsektors zwar leicht r&uuml;ckl&auml;ufig, liegt aber auf historisch immer noch hohem Niveau  (hier). Zudem erfasst dieser Indikator weitere Aspekte von Finanzialisierung noch nicht. Dazu geh&ouml;rt insbesondere die stark zunehmende Rolle von Profiten, die Unternehmen des Produktionssektors an Finanzm&auml;rkten erwirtschaften, etwa durch Konsumfinanzierung und Direktbanken (BMW Bank, Volkswagen Bank) oder durch Finanzspekulationen (Porsche in der &Auml;ra H&auml;rter\/Wiedeking).<br>\nKritisch diskutiert wird der Prozess der Finanzialisierung bisher vor allem in Bezug auf dessen Krisenanf&auml;lligkeit, die nicht zuletzt im Kontext der Subprime-Krise deutlich wurde (hier). Weniger bekannt sind die Auswirkungen auf sozio-&ouml;konomische Ungleichheit. Quantitative Studien sch&auml;tzen, dass Finanzialisierung seit 1970 in den USA f&uuml;r etwa die H&auml;lfte des zur&uuml;ckgehenden Anteils des Faktors Arbeit am Nationaleinkommen verantwortlich ist, deutlich mehr als Globalisierung, technologischer Wandel und institutionelle Faktoren zusammen (hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/finanzialisierung-und-ungleichheit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Notfalls die Deutsche Bank verstaatlichen!&ldquo;<\/strong><br>\nWenn ein systemrelevantes Geldhaus in Not ist, muss notfalls der Staat &uuml;bernehmen, sagt einer der angesehensten Banken-Fachleute im Gespr&auml;ch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Aber: Nicht alles in der Branche l&auml;uft schlecht.<br>\nNach den f&uuml;r die deutschen Banken entt&auml;uschenden Stresstests und einem dramatischen Einbruch der Kurse von Bankaktien gibt es unter Fachleuten radikale &Uuml;berlegungen dazu, wie Kreditinstitute in Not gerettet werden k&ouml;nnten. Wenn eine Bank erhebliche Systemrisiken mit sich bringe, m&uuml;sse der Staat sie &uuml;bernehmen, sagt der Bonner Max-Planck-&Ouml;konom Martin Hellwig im Gespr&auml;ch mit der &bdquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&ldquo;.<br>\nAusdr&uuml;cklich nennt Hellwig dabei die Deutsche Bank. &bdquo;Wenn ein Engagement des Staats als unvermeidlich erscheint, sollte der Bund Aktien &uuml;bernehmen und die damit verbundenen Kontrollfunktionen aus&uuml;ben.&ldquo; Hellwig gilt als einer der angesehensten &Ouml;konomen Deutschlands und ist ausgewiesener Banken-Fachmann. Seit der Finanzkrise setzt er sich daf&uuml;r ein, die Kreditinstitute mit deutlich mehr Eigenkapital auszustatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/oekonom-hellwig-sagt-notfalls-die-deutsche-bank-verstaatlichen-14375040.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Was war anderes von den Finanz-Experten zu erwarten? Die Spekulationsgesch&auml;fte wurden alle mit dem Hintergedanken abgewickelt: die Steuerzahler haften &ndash; so oder so! Statt die verantwortlichen Bankster hinter Schloss und Riegel zu setzten, werden diese noch zu Geburtstagspartys von Frau Merkel auf Kosten der Steuerzahler eingeladen.<\/em><br>\n<em>Wenn abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte Gelder veruntreuen werden sie gefeuert, und dies mit Recht; wenn Bankster krumme Gesch&auml;fte &ndash; z.B. Todeswette der Deutschen Bank i.d. USA &ndash; einf&auml;deln, werden Sie von der Kanzlerin hofiert!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch aus &bdquo;linken Kreisen&ldquo; h&ouml;rt man immer wieder die Forderung, man solle die Gro&szlig;banken &ndash; freilich in einem ganz anderen Kontext &ndash; verstaatlichen. Wenn man bedenkt, dass die Deutsche Bank an der B&ouml;rse gerade einmal 15 Milliarden Euro &bdquo;wert&ldquo; ist und dabei eine Bilanzsumme von mehr als 1,8 Billionen Euro vor sich hinschleppt, sollten da jedoch die Alarmglocken klingeln. Eine kontrollierte Abwicklung, bei der die Anteilseigner und Gl&auml;ubiger Abschreibungen vornehmen m&uuml;ssen, erscheint da als bessere Alternative. Ansonsten k&ouml;nnte das Unternehmen &bdquo;Banken&uuml;bernahme&ldquo; f&uuml;r den Steuerzahler ein extrem teures Unterfangen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Walter-Borjans ist der Robin Hood der Steuerzahler<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalen gilt im Kampf gegen Steuerhinterziehung als Vorreiter. Das liegt vor allem an Finanzminister Walter-Borjans. Der SPD-Mann ist mittlerweile in ganz Europa ber&uuml;hmt &ndash; und ber&uuml;chtigt.<br>\nSteuerbetr&uuml;ger d&uuml;rften eine tiefe Abneigung gegen ihn hegen. Denn seit Norbert Walter-Borjans 2010 als nordrhein-westf&auml;lischer Finanzminister ins Amt gekommen ist, m&uuml;ssen sie sich warm anziehen. Unter dem 63-j&auml;hrigen SPD-Politiker hat das Land in den vergangenen Jahren rund ein Dutzend CDs oder USB-Sticks mit Daten mutma&szlig;licher Steuers&uuml;nder gekauft. Der Druck auf Inhaber von Schwarzgeldkonten im Ausland w&auml;chst. NRW ist zum Vorreiter im Kampf gegen Steuerhinterziehung geworden &ndash; und Walter-Borjans hat es auch in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu einiger Bekanntheit gebracht. (&hellip;)<br>\nAnfangs verpassten Kritiker Nobert Walter-Borjans &ndash; kurz &ldquo;Nowabo&rdquo; &ndash; noch den wenig schmeichelhaften Beinamen &ldquo;der Hehler von D&uuml;sseldorf&rdquo;. Denn bei den erworbenen Informationen handelte es sich oft um gestohlene Daten. Der SPD-Mann blieb stur. F&uuml;r den Fiskus hat sich das ausgezahlt: Bundesweit wurden seit 2010 rund sechs Milliarden Euro zus&auml;tzlich eingenommen &ndash; durch Selbstanzeigen und Bu&szlig;gelder von Banken als Folge des Ankaufs der Datentr&auml;ger.<br>\nAuch Banken r&uuml;cken immer st&auml;rker ins Visier<br>\nSeit einiger Zeit h&ouml;rt man eher &ldquo;Robin Hood der Steuerzahler&rdquo;, wenn vom Finanzminister aus D&uuml;sseldorf die Rede ist. Er nimmt immer st&auml;rker auch Banken, Finanzinstitute, eine &ldquo;Umgehungs- und Hinterziehungsindustrie&rdquo; ins Visier. National wie international fordert er mehr Tempo. Gebe es das &ldquo;Schmarotzertum&rdquo; so nicht, k&ouml;nnten viele L&auml;nder in Europa mit ausgeglichenem Haushalt wirtschaften, glaubt der Minister. Dabei mag er sein eigenes Land mit im Blick haben. NRW ist hoch verschuldet und kommt auch im Wahljahr 2017 nicht ohne neue Kredite aus. Die Opposition wirft dem Minister eine unsolide Haushaltspolitik vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article157516719\/Walter-Borjans-ist-der-Robin-Hood-der-Steuerzahler.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit s&uuml;ffisanter Ironie geschrieben (&ldquo;Robin Hood der Steuerzahler&rdquo;) &ndash; dabei erledigt der Mann gesetzestreu seinen Job und tut das, wof&uuml;r er bezahlt wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Finanzministern, die entweder keine Ahnung von der Materie haben oder Steuerhinterzieher leicht davon kommen lassen oder beides. Warum also diese Ironie? Weil die rot-gr&uuml;ne NRW-Regierung blo&szlig; keine Punkte sammeln darf in der WELT?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>11 h&auml;ufige Argumente gegen Betriebsr&auml;te &ndash; die alle falsch sind<\/strong><br>\nIhr wollt eure Kolleginnen und Kollegen davon &uuml;berzeugen, wie wichtig ein Betriebsrat ist? Aber ihr trefft immer wieder auf Aussagen wie &ldquo;Das bringt doch eh nichts.&rdquo; oder &ldquo;Der Chef ist doch nett.&rdquo;? Dann haben wir was f&uuml;r euch: Wir zeigen, warum die h&auml;ufigsten Argumente gegen Betriebsr&auml;te schlicht und einfach falsch sind &ndash; und warum mit Betriebsrat alle gewinnen<br>\nArgument 1: &bdquo;Wir haben hier flache Hierarchien &ndash; einen Betriebsrat brauchen wir nicht.&ldquo;<br>\nEin Argument, das Arbeitgeber in der Start-Up-Szene gerne anf&uuml;hren. Das Problem: Die flachen Hierarchien funktionieren in der Regel nur, solange das Start-Up klein bleibt. Wenn der wirtschaftliche Erfolg kommt und die Firma w&auml;chst, ist oft Schluss mit den flachen Hierarchien.<br>\nIn Start-Ups mit Betriebsrat kann dieser &Uuml;bergang gemeinsam von Belegschaft und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung gut gestaltet werden &ndash; denn der Betriebsrat entscheidet bei vielen Themen mit, die in einer wachsenden Firma immer wieder neu geregelt werden m&uuml;ssen: zum Beispiel bei Teamarbeit, Leistungskontrollen, neuen Lohnstrukturen oder Versetzungen. In Start-Ups ohne Betriebsrat kommt sp&auml;testens dann das b&ouml;se Erwachen, wenn in der wachsenden Firma zwar viele wichtige Entscheidungen getroffen werden m&uuml;ssen, aber das alte System der flachen Hierarchien nicht mehr funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++72019754-4dbb-11e6-96fa-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mitbestimmung f&uuml;r Arbeitnehmer: Das muss sich verbessern<\/strong><br>\nVorschl&auml;ge zur Weiterentwicklung der Mitbestimmung<br>\nIn Deutschland bestimmen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Arbeitsplatz mit. &Uuml;ber Betriebsr&auml;te, Personalr&auml;te und Aufsichtsr&auml;te bringen sie ihre Interessen in Betriebe, Verwaltungen und in Unternehmen ein. Doch die Arbeitswelt wandelt sich rasant. Und die Mitbestimmungsrechte der Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen Schritt halten.<br>\nDer DGB-Bundesvorstand hat Vorschl&auml;ge zur Weiterentwicklung der Mitbestimmung gemacht. Den gesamten Beschluss als PDF zum Download gibt es hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b7c9951e-5885-11e6-9b6c-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitsbereit auf Knopfdruck<\/strong><br>\nSchnell und &bdquo;on demand&ldquo;: Mittlerweile wird eine betr&auml;chtliche F&uuml;lle an Dienstleistungsarbeit &uuml;ber online-Plattformen an (anonyme) Arbeitskr&auml;fte im Internet vermittelt. Hier ein kurzer &Uuml;berblick dar&uuml;ber, wie online-Plattformen (digitale) Arbeit formen, welche Konsequenzen dies mit sich bringt und was sich an der Debatte rund um plattform-vermittelte Arbeit &auml;ndern sollte.<br>\nMittlerweise basieren die Gesch&auml;ftsmodelle zahlreicher online-Plattformen darauf, Dienstleistungsarbeit &bdquo;on demand&ldquo; zu vermitteln. Anzahl und Umfang solcher Plattformen haben dabei besonders in den letzten Jahren sukzessive zugenommen. Das Tun und Lassen dieser &bdquo;Knotenpunkte&ldquo; im Web wird &uuml;beraus zwiesp&auml;ltig gesehen. Einerseits werden zukunftsweisende &ouml;konomische, &ouml;kologische sowie gesellschaftliche Potenziale erkannt. Die web-basierte Vermittlungspraxis bietet auch tats&auml;chlich neue M&ouml;glichkeiten, Ressourcen effizienter und folglich &ouml;kologisch vertr&auml;glicher zu verteilen und zu nutzen. Au&szlig;erdem ergeben sich durch diese Plattformen neue Erwerbschancen f&uuml;r marginalisierte Gruppen &ndash; z.B. f&uuml;r Personen mit Beeintr&auml;chtigungen oder auch f&uuml;r Menschen aus dem globalen S&uuml;den. Diese Plattformen w&uuml;rden &ndash; so die Gro&szlig;erz&auml;hlung &ndash;  als Repr&auml;sentantInnen einer vernetzten, intelligenten und &sbquo;empowernden&lsquo; Wirtschaft, eine immense Sprengkraft positiver Innovation und Erneuerung in sich bergen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/arbeitsbereit-auf-knopfdruck\/\">Mosaik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Akademikerjobs bringen 1,25 Millionen Euro mehr als Helferjobs<\/strong><br>\nJe h&ouml;her der Abschluss, desto h&ouml;her das Gehalt &ndash; das stimmt meistens, aber nicht immer. Mit Akademikert&auml;tigkeiten verdienen Vollzeitbesch&auml;ftigte auf das ganze Berufsleben gerechnet im Durchschnitt gut 1,25 Millionen Euro mehr als mit Helfert&auml;tigkeiten. Jobs f&uuml;r Fachkr&auml;fte, bei denen also in der Regel eine Berufsausbildung vorausgesetzt wird, bringen rund 330.000 Euro mehr als Helferjobs, und Jobs, die einen Meister-, Techniker- oder anderen Fortbildungsabschluss erfordern, ein Plus von 910.000 Euro gegen&uuml;ber Helferjobs. Aber es gibt auch Akademikerstellen, die schlechter bezahlt werden als T&auml;tigkeiten auf Fachkraftniveau. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nAuf das gesamte Erwerbsleben gerechnet bekommen Besch&auml;ftigte in Helferjobs gut 1,1 Millionen Euro brutto, in Jobs auf Fachkraftniveau knapp 1,5 Millionen Euro, auf Meister- oder Technikerniveau rund 2,0 Millionen Euro und in Akademikerjobs fast 2,4 Millionen Euro.<br>\nJe nach Berufsgruppe unterscheiden sich die Einkommen aber deutlich. Bei Akademikerstellen in medizinischen Gesundheitsberufen betr&auml;gt der Bruttoverdienst im Lebensverlauf im Durchschnitt mehr als 2,8 Millionen Euro, in Tourismus-, Hotel- und Gastst&auml;ttenberufen dagegen weniger als 1,5 Millionen Euro. Fachkr&auml;ftestellen in Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufen sind mit fast 2,2 Millionen deutlich h&ouml;her bezahlt. Auch Fachkraft-T&auml;tigkeiten im Bereich Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung sind mit einem durchschnittlichen Lebenseinkommen von mehr als zwei Millionen Euro verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb1716.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Das IAB hat festgestellt, dass sich berufliche Qualifikation lohnt, weil sie zu einem h&ouml;heren Lebenseinkommen beitragen kann. Dann stellt sich aber die Frage, warum die Zumutbarkeitskriterien im SGB II keinerlei R&uuml;cksicht auf das Qualifikationsniveau oder gar den &uuml;berwiegend ausge&uuml;bten Beruf nehmen &ndash; es reicht einzig und allein, &ldquo;erwerbsf&auml;hig&rdquo; zu sein. Der Software-Entwickler kann vom Fallmanager theoretisch zu ungelernten Hilfsarbeiten an der M&uuml;llpresse gezwungen werden. Lohnt es sich wirklich, private Zeit und privates Geld in Zusatzqualifikationen zu investieren, wenn sie nach nur 1 Jahr Arbeitslosigkeit wertlos werden? Ist das keine Gefahr f&uuml;r den Standort Deutschland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;berbr&uuml;ckungsgeld statt Hartz IV f&uuml;r Ausl&auml;nder: Verfassungswidrig<\/strong><br>\n&ldquo;EU-Ausl&auml;nder sollen von Hartz IV ausgeschlossen werden&rdquo;, titelten im April die Medien. Tats&auml;chlich plant die Bundesregierung ein Gesetz, nach dem auch EU-Ausl&auml;nder erst nach f&uuml;nf Jahren bei Sozialleistungen wie Hartz IV mit Inl&auml;ndern gleichgestellt werden. Stattdessen soll es &ldquo;&Uuml;berbr&uuml;ckungsleistungen&rdquo; geben. Ein Rechtsgutachten im Auftrag des DGB zeigt jetzt: Das verst&ouml;&szlig;t gegen das Grundgesetz. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Sollte der Referentenentwurf so kommen, d&uuml;rfte das letzte Wort in Karlsruhe gesprochen werden&rdquo;, erkl&auml;rte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. &ldquo;Das Gutachten zeigt, dass mit Schnellsch&uuml;ssen nichts f&uuml;r eine Probleml&ouml;sung und die Diskussion der k&uuml;nftigen Gestalt des europ&auml;ischen Sozialrechts gewonnen ist.&rdquo;<br>\nDas Gutachten der beiden Sozialrechtlerinnen Prof. Dr. Stamatia Devetzi von der Hochschule Fulda und Prof. Dr. Constanze Janda von der SRH Hochschule Heidelberg zeigt: &Uuml;berbr&uuml;ckungsleistungen f&uuml;r ausl&auml;ndische Personen, die vom Grundsicherungsbezug (Hartz IV) ausgeschlossen werden, versto&szlig;en gegen das Recht auf Sicherung einer menschenw&uuml;rdigen Existenz, das sich aus den Grundgesetzartikeln 1 und 20 ergibt. Denn der Staat w&uuml;rde sich damit von jedweder Verantwortung f&uuml;r diesen Leistungsanspruch, der die Gew&auml;hrleistung der entsprechenden Grundrechte garantiert, freisprechen &ndash; so das Gutachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++6de57114-5a44-11e6-bf9d-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Ethnisch sortiert<\/strong><br>\nArbeitsagentur meldet mehr ausl&auml;ndische Hartz-IV-Bezieher, Hardliner fordern h&auml;rtere Gangart gegen sie (&hellip;)<br>\nDerart genaues Listen und Aussondern freut vor allem die Presse. &raquo;Hartz IV f&uuml;r Ausl&auml;nder: Die meisten Empf&auml;nger kommen aus diesen beiden L&auml;ndern&laquo;, titelte Focus online am Dienstag. Im Tagesspiegel hie&szlig; es: &raquo;Jeder vierte Hartz-IV-Empf&auml;nger ist Ausl&auml;nder.&laquo; Zunehmend seien Fl&uuml;chtlinge und &raquo;Leute aus dem EU-Ausland&laquo; auf Grundsicherung angewiesen. Beim MDR formulierte man: &raquo;Der Fl&uuml;chtlingsansturm auf Deutschland hat auch die Jobcenter erreicht.&laquo;<br>\nIn den Kommentarspalten unter den Onlineartikeln sorgte die ethnische Sortierung Hartz-IV-Beziehender f&uuml;r Unmut bei w&uuml;tenden Nutzern. Beim Tagesspiegel witterte ein Leser die Schuld bei &raquo;integrationsunwilligen&laquo; Roma und Sinti. Ein weiterer Kommentator wetterte &uuml;ber &raquo;Einwanderung in die Sozialsysteme&laquo; statt Aufnahme von &raquo;hochqualifiziertem Personal&laquo;. Andere verlangten mehr und h&auml;rtere Abschiebungen.<br>\nDieselbe Melodie spielt indes die Bundesregierung seit Monaten. Mit zwei &raquo;Asylpaketen&laquo; entrechtete die Koalition Gefl&uuml;chtete. Die Liste &raquo;sicherer Herkunftsl&auml;nder&laquo; wurde erneut erweitert. Abschieben steht auf der Tagesordnung. Das umstrittene Integrationsgesetz ist inzwischen ebenfalls verabschiedet worden. Damit k&ouml;nnen Asylsuchende wie Hartz-IV-Beziehende mittels Sanktionen zur Annahme jeder Ma&szlig;nahme und jedes Jobs verpflichtet werden. Kommunen d&uuml;rfen auch anerkannten Fl&uuml;chtlingen Wohnorte zuweisen. Vergangene Woche forderte der CDU-Abgeordnete Armin Schuster in der Welt eine &raquo;Abschiedskultur&laquo;.<br>\nDie Bef&uuml;rworter einer harten Gangart gegen Arme nutzen nun das Zahlenmaterial f&uuml;r ihre Zwecke. CDU\/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs sagte am Dienstag der Bild, das &raquo;Problem der hohen Hartz-IV-Quote von Fl&uuml;chtlingen&laquo; lasse sich &raquo;nur durch Integration l&ouml;sen&laquo;. Deshalb m&uuml;sse die Gew&auml;hrung von Grundsicherung &raquo;an den Integrationswillen gekoppelt&laquo; werden. Tats&auml;chlich ist das bereits der Fall. Daf&uuml;r sorgt eine am 1. August in Kraft getretene Reform von Hartz IV. Die war &uuml;brigens von der Fraktion, der Michael Fuchs angeh&ouml;rt, zusammen mit der SPD auf den Weg gebracht worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-04\/021.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Zeitung: 52 Prozent der Hartz-IV-Aufstocker sind Fachkr&auml;fte<\/strong><br>\n52 Prozent und damit mehr als die H&auml;lfte der Hartz-IV-Aufstocker mit sozialversicherungspflichtigen Jobs haben einem Zeitungsbericht zufolge eine abgeschlossene Berufsausbildung und arbeiten als Fachkr&auml;fte. Weitere vier Prozent arbeiten in gehobenen Experten- oder Spezialistenpositionen und 44 Prozent in Helferpositionen, wie die &ldquo;Rheinische Post&rdquo; am Samstag unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) berichtete, die von der Linksfraktion ausgewertet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2016-08\/06\/deutschland-zeitung-52-prozent-der-hartz-iv-aufstocker-sind-fachkraefte-06101005%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mehrheit der Hartz-Aufstocker gut qualifiziert<\/strong><br>\nDie Zahlen zeigen aber insgesamt, dass Aufstocken oft kein Problem zu geringer Qualifikation ist, sondern mehrheitlich gut Ausgebildete von Lohndumping betroffen sind, das mit staatlichen Leistungen kompensiert werden muss. Viele sind auch gezwungen, Teilzeit zu arbeiten, etwa als Alleinerziehende. &raquo;Gerade in diesen Branchen arbeiten viele Teilzeit, die eigentlich Vollzeit arbeiten wollen&laquo;, sagte die Linkenpolitikerin Sabine Zimmermann. &raquo;Wir brauchen eine St&auml;rkung des Normalarbeitsverh&auml;ltnisses.&laquo;<br>\nDie Zahl der Aufstocker ist den Zahlen zufolge durch die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns Anfang 2015 nur geringf&uuml;gig um gut 50.000 auf 998.000 im Jahresdurchschnitt 2015 gegen&uuml;ber 2014 gesunken. Laut der Zahlen arbeiten die meisten Aufstocker im Lebensmittel- und Gastgewerbe, in der Logistik (jeweils 15 Prozent), im Reinigungswesen und im Einzelhandel (jeweils 14 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1021242.mehrheit-der-hartz-aufstocker-gut-qualifiziert.html%20\">neues deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein weiteres Indiz daf&uuml;r, dass die These vom sog Fachkr&auml;ftemangel &ndash; abgesehen vielleicht von wenigen Ausnahmen &ndash; im Grunde lediglich eine hartn&auml;ckige Legende ist. Denn Fachkr&auml;fte m&uuml;ssten einen so hohen Lohn (bzw. Gehalt) erzielen, dass sie die Aufstocker-Leistungen nicht ben&ouml;tigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SGB II-Eingliederungsmittel und deren Aussch&ouml;pfung im ersten Halbjahr 2016 (L&auml;nder: JC gE)<\/strong><br>\nDie 303 Jobcenter gE (JC gE: &ldquo;gemeinsame Einrichtungen&rdquo;) haben im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 993 Millionen Euro f&uuml;r &ldquo;Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II&rdquo; (Hartz IV) ausgegeben. Dies waren 50 Millionen Euro weniger (!) als im ersten Halbjahr 2015. 50 Millionen Euro weniger, obwohl diesen 303 Jobcentern (JC gE) vom Bund im laufenden Haushaltsjahr 222 Millionen Euro mehr f&uuml;r &bdquo;SGB II-Eingliederungsleistungen&ldquo; (EGL) zugeteilt wurden als im Vorjahr (2015), darunter 183 Millionen Euro f&uuml;r &bdquo;fl&uuml;chtlingsinduzierte Mehrbedarfe&ldquo; (BMAS). Gemessen an den zugeteilten Bundesmitteln f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II&ldquo; im Haushaltsjahr 2016 &ndash; insgesamt 2,919 Milliarden Euro &ndash; wurden im ersten Halbjahr 2016 lediglich 34,0 Prozent der zugeteilten Mittel f&uuml;r diese Leistungen ausgegeben.<br>\nWeitere Informationen zu den Ausgaben im Bund und in den L&auml;ndern (Jobcenter gE) im ersten Halbjahr der Haushaltsjahre 2015 und 2016 (und im Haushaltsjahr 2015 insgesamt) finden Sie in den BIAJ-Materialen vom 05. August 2016: Download (PDF: 2 Text und 17 Tabellenseiten, jeweils eine f&uuml;r den Bund und die 16 L&auml;nder)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/804-sgb-ii-eingliederungsmittel-und-deren-ausschoepfung-im-ersten-halbjahr-2016-laender-jc-ge.html\">BIAJ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts: &bdquo;BND-Zugriff auf Internet-Knoten wie DE-CIX ist insgesamt rechtswidrig&ldquo;<\/strong><br>\nDie Massen&uuml;berwachung des BND an Internet-Knoten ist illegal. Zu diesem Fazit kommt Jura-Professor Hans-J&uuml;rgen Papier in einem Gutachten f&uuml;r den Frankfurter Knoten DE-CIX. Der Geheimdienst kann Gesetze weder rechtlich noch tats&auml;chlich einhalten und &bdquo;missachtet und &uuml;berschreitet&ldquo; Grunds&auml;tze der Verfassung. [&hellip;]<br>\nIm Rahmen seiner gesetzlichen Aufgabenstellung und der daraus folgenden technischen Aufkl&auml;rung f&uuml;hrt der Bundesnachrichtendienst (BND) strategische Beschr&auml;nkungen in Bezug auf den internationalen Telekommunikationsverkehr durch. Diese Ma&szlig;nahmen der &Uuml;berwachung und Aufzeichnung betreffen nach den allgemein zug&auml;nglichen Informationen auch die Datenaustauschpunkte, die so genannten Internetexchangepoints (IXP). Internetexchangepoints sind zentrale Austauschpunkte der IP-Carrier zwischen ihren Netzen. Der nachfolgende Beitrag besch&auml;ftigt sich mit der Frage, ob diese &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen mit den f&uuml;r den BND geltenden einfach-gesetzlichen Bestimmungen und mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vereinbar sind. Dabei wird vor allem darauf eingegangen, inwieweit die bestehenden gesetzlichen Erm&auml;chtigungen, insbesondere im G-10-Gesetz, den aus Art. 10 GG folgenden verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/ex-praesident-des-bundesverfassungsgerichts-bnd-zugriff-auf-internet-knoten-wie-de-cix-ist-insgesamt-rechtswidrig\/\">netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>America Must Be Ready to Nuke First<\/strong><br>\nA recent article in the Washington Post disclosed the White House&rsquo;s evident determination to implement new nuclear policies in the final months of the Obama presidency to add to his disarmament legacy. The president declared in his 2009 Prague speech his determination to seek the &ldquo;peace and security of a world without nuclear weapons.&rdquo; However, one of the proposals being seriously considered is to declare &ldquo;no first use&rdquo; (NFU). This is unwise, inherently dangerous and could very well have the opposite effect by substantially weakening the ability of the United States and its allies to effectively deter aggression.<br>\nProposals for NFU have been around for a long time. During the Cold War they were a recurring element of Soviet propaganda. Russia, unlike the Soviet Union, has rejected a no-first-use policy, no doubt because of its inherent unverifiability and the fact that it was a chimera. It was later discovered after the Soviet Union&rsquo;s collapse that the Warsaw Pact, even though it enjoyed conventional superiority, had first-use operational war plans calling for the massive use of nuclear and chemical weapons on the first day of conflict with NATO forces.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nationalinterest.org\/feature\/america-must-be-ready-nuke-first-17233\">The National Interest<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>USA ver&ouml;ffentlichen Drohnen-Richtlinien<\/strong><br>\nWegen Drohnenangriffen mit zivilen Opfern steht die US-Regierung auch im eigenen Land in der Kritik, nun hat sie eine bisher geheime Anleitung f&uuml;r deren Einsatz ver&ouml;ffentlicht. Dieser m&uuml;sste so &ldquo;gezielt und pr&auml;zise wie vern&uuml;nftigerweise m&ouml;glich&rdquo; erfolgen.<br>\nAuf Druck einer B&uuml;rgerrechtsorganisation hat die US-Regierung ihre bisher geheime Anleitung f&uuml;r Drohnenangriffe au&szlig;erhalb der offiziellen Kriegsgebiete ver&ouml;ffentlicht. Das 18-seitige Handbuch der Regierung von Pr&auml;sident Barack Obama, das von der B&uuml;rgerrechtsorganisation ACLU ver&ouml;ffentlicht wurde, enth&auml;lt neue Einzelheiten zur Genehmigung der Angriffe mit unbemannten Flugzeugen in L&auml;ndern wie Pakistan, Libyen, Somalia und dem Jemen, in denen die US-Streitkr&auml;fte nicht offiziell Krieg f&uuml;hren. (&hellip;)<br>\nDie US-Regierung hatte im Juni erstmals Sch&auml;tzungen zur Zahl der Opfer der 473 Drohnenangriffe zwischen 2009 und 2015 ver&ouml;ffentlicht. Demnach wurden dabei neben 2581 K&auml;mpfern auch 64 bis 116 Zivilisten get&ouml;tet. (&hellip;)<br>\nKritiker halten diese Angaben jedoch f&uuml;r viel zu niedrig und gehen von mehreren 100 zivilen Toten aus. Der ACLU-Vertreter Jameel Jaffer erkl&auml;rte, das Handbuch gebe &ldquo;entscheidende Informationen zu einer Politik, die zum Tod von Tausenden Menschen, darunter Hunderte Nicht-Kombattanten, gef&uuml;hrt hat, und zu der B&uuml;rokratie, welche die Obama-Regierung errichtet hat, um diese Politik zu &uuml;berwachen und umzusetzen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-drohnen-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Stunde der Manipulatoren<\/strong><br>\nCyber-Angriffe werden zu einem immer gr&ouml;sseren politischen Faktor. Nachrichtendienste nutzen die neuen Technologien zur Beeinflussung der &Ouml;ffentlichkeit und zur Sabotage.<br>\nPropaganda f&uuml;r die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und ein &uuml;ber Stunden lahmgelegter Sendebetrieb sorgten im Fr&uuml;hjahr 2015 bei der franz&ouml;sischen Fernsehstation TV5 Monde und weit dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r Aufsehen. Experten sprachen von Hinweisen auf ein mysteri&ouml;ses &laquo;Cyber-Kalifat&raquo;, in dessen Namen der Hackerangriff erfolgt war. Die Angst vor islamistischem Cyber-Terror schien nicht unbegr&uuml;ndet. Denn wie wirkungsm&auml;chtig die Internetpropaganda des IS ist, hatte dieser bereits bewiesen, indem er professionell gestaltete Videos &uuml;ber das angeblich abenteuerliche und verlockende Leben im nah&ouml;stlichen Herrschaftsgebiet verbreitet hatte. Der Schritt zu einer offensiven Cyber-Strategie gegen westliche Medien oder Regierungsstellen schien durchaus plausibel. (&hellip;)<br>\nDie Strategien der Nachrichtendienste &ndash; Spionage, Sabotage, Desinformation &ndash; haben sich nicht grundlegend gewandelt. Durch die Digitalisierung, die immer mehr Lebensbereiche umfasst, haben sich die M&ouml;glichkeiten und Risiken aber erweitert. Burkhard Even, im Bundesverfassungsschutz zust&auml;ndig f&uuml;r die Spionageabwehr, sprach j&uuml;ngst an der gemeinsamen Jahrestagung von Verfassungsschutz und Allianz f&uuml;r Sicherheit in der Wirtschaft (ASW-Bundesverband) in Berlin von &laquo;Politikgestaltung mit unredlichen Mitteln&raquo;, die die Schw&auml;chung anderer Staaten und die Verunsicherung der Bev&ouml;lkerung zum Ziel habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa\/cyber-bedrohungen-die-stunde-der-manipulatoren-ld.109391\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lateinamerika biegt rechts ab<\/strong><br>\nLinksregierungen haben sich den zunehmenden Widerstand teilweise selbst zuzuschreiben<br>\nLateinamerikas Rechte holt nach vielen Jahren in der Opposition zum Gegenschlag aus. Die Linksregierungen stehen unter Druck oder wurden bereits gest&uuml;rzt. In Argentinien ist die gem&auml;&szlig;igt linke Regierung Geschichte, in Brasilien Dilma Rousseff vorerst aus dem Amt gedr&auml;ngt, und in Venezuela sammelt die Opposition Unterschriften f&uuml;r ein Abwahlreferendum gegen Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro. Das Land hat seit dem Amtsantritt des 2013 verstorbenen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez im Jahr 1999 von allen lateinamerikanischen Staaten die radikalsten Umbruchversuche unternommen.<br>\nHeute ist die Versorgungslage in Venezuela schlecht, der Strom knapp und die Inflation hoch. Dass die Stromknappheit sowohl mit einer seit drei Jahren andauernden D&uuml;rre &ndash; das Land ist stark von der Wasserkraft als Hauptstromlieferant abh&auml;ngig &ndash; als auch mit einem erh&ouml;hten Bedarf zu tun hat, der wiederum mit dem gestiegenen Lebensstandard zusammenh&auml;ngt, wird dabei oft &uuml;bersehen. Die sozialpolitischen Errungenschaften der vergangenen Jahre, aber auch die Erfolge der lateinamerikanischen Integration werden von der aktuellen Krise bedroht.<br>\nEs zeigt sich, dass die Erfolge der Linksregierungen alles andere als nachhaltig waren, weil sie vor allem durch den Rohstoffboom der vergangenen Jahre finanziert worden sind. Wie wenig vorausschauend geplant wurde, verdeutlicht als eines von vielen Beispielen der Strommangel in Venezuela. Zweifellos war der Umbau des Landes nach der vorangegangenen neoliberalen Periode eine Herkulesaufgabe. Allerdings greift es zu kurz, wenn Regierungen wie die venezolanische die Opposition beschuldigen, in Verbindung mit den USA Putschversuche zu planen. Meist wird die eigene Rolle in der Krise &uuml;bersehen und die eigene Schuld ignoriert. Selbstkritik wird nicht ge&uuml;bt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201608054077\/politik\/welt\/lateinamerika-biegt-rechts-ab.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die AfD und die demokratische Grundordnung<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der AfD, J&ouml;rg Meuthen, zugleich Landesvorsitzender in Baden-W&uuml;rttemberg freut sich &uuml;ber den Zustrom an Mitgliedern: &raquo;Je schlimmer die Terror- und Asylkrise sich entwickelt und je deutlicher dar&uuml;ber hinaus wird, dass Frau Merkel keine L&ouml;sungen hat, desto mehr Menschen kommen zu uns, da wir als einzige und erste Partei ganz fr&uuml;h das Problem erkannt haben.&laquo;<br>\nKurzzeitig erlebte die rechtspopulistische Partei in allen Umfragen einen Abw&auml;rtstrend. Grund war der massive Konflikt &uuml;ber einen Abgeordneten im Landtag von Baden-W&uuml;rttemberg, dessen Fraktionsausschluss nur um den Preis einer Spaltung der Fraktion durchgesetzt werden konnte.<br>\nNach den j&uuml;ngsten Umfragen hat sich die Partei wieder auf 12 bis 13% erholen k&ouml;nnen. Auch bei den anderen Parteien zeigen sich die bekannten Werte: CDU\/CSU verharren bei 35%, die SPD bei 23% und die FDP bei 5%. Die Gr&uuml;nen und die Linkspartei b&uuml;&szlig;en aktuell jeweils einen Punkt ein und kommen auf 11% bzw. 9%.<br>\nAuch bei den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern sehen die Werte f&uuml;r die Rechtspopulisten gut aus. Umfragen sehen die AfD bei 19%, im Osten des Bundeslandes k&ouml;nnte die Partei sogar bis zu 30% erreichen. In der Parteif&uuml;hrung tr&auml;umen die Funktion&auml;re davon, st&auml;rkste Partei zu werden. Die SPD ist landesweit von mehr als 35% bei der Wahl 2011 auf 22% abgerutscht. Die CDU steht bei 25%.<br>\nVor allem bei vielen Sozialdemokraten herrscht Panik und Hilflosigkeit. Das Bundesland hat in den letzten Jahren wirtschaftlich leicht zugelegt: Die offiziell registrierte Arbeitslosigkeit wurde in zehn Jahren auf 9,0% halbiert, der Nordosten ist damit nicht mehr Schlusslicht. Aber die Einkommensverh&auml;ltnisse und die Zukunftsperspektiven zeigen nach wie vor keine gute Entwicklung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-afd-und-die-demokratische-grundordnung\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlich-rechtliche Sender: Reflexionsniveau einer Streichholzschachtel<\/strong><br>\nDas &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen ist zur Simplifizierungsmaschine verkommen. Es muss sich grundlegend wandeln, wenn es der komplexen Gegenwart gerecht werden will.<br>\nIch habe so oft &uuml;ber das deutsche Fernsehen geschrieben in den vergangenen Jahren, und immer wieder stellte sich dabei die Frage, was das kulturelle Versagen besonders der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender mit den politischen Verschiebungen in diesem Land zu tun hat.<br>\nEs ging dabei oft um die Unf&auml;higkeit der Nachrichtensendungen, sich von der staatstreuen Dackelhaltung der F&uuml;nfzigerjahre zu l&ouml;sen, journalistisch im fr&uuml;hen 21. Jahrhundert anzukommen und eine eigene Rolle in einem neuen Land zu definieren.<br>\nDas sture Einfach-Weitermachen und das Wir-fragen-am-liebsten-Politiker und das Sich-vor-den-Reichstag-stellen-und-so-tun-als-sei-das-Politik hat seine Berechtigung verloren und ist grunds&auml;tzlich gef&auml;hrlich geworden, gef&auml;hrlich f&uuml;r die Demokratie, weil sie auf das Reflexionsniveau einer Streichholzschachtel reduziert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/oeffentlich-rechtliches-fernsehen-reflexniveau-einer-streichholzschachtel-a-1106348.html\">Georg Diez auf SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34521"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34524,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34521\/revisions\/34524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}