{"id":34534,"date":"2016-08-08T16:55:14","date_gmt":"2016-08-08T14:55:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34534"},"modified":"2016-08-08T19:02:37","modified_gmt":"2016-08-08T17:02:37","slug":"interessante-leserinnenmails-zu-us-fondsgesellschaften-im-dienste-des-imperiums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34534","title":{"rendered":"Interessante Leser\/Innenmails zu \u201eUS-Fondsgesellschaften im Dienste des Imperiums?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag hatte ich in diesem Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34515\">Und hier frei Haus die Verschw&ouml;rungstheorie f&uuml;rs Wochenende: US-Fondsgesellschaften im Dienste des Imperiums?<\/a> NDS-Leserinnen und Leser darum gebeten, von ihren Erfahrungen zum Einfluss von Fondsgesellschaften auf deutsche Unternehmen zu berichten. Es kamen eine Reihe von weiterf&uuml;hrenden und informativen Berichten. Als eine Art Fazit zitiere ich einen Leserbriefschreiber: &bdquo;&hellip; im Dienste des Imperiums? Ich glaube eher, die dahinterstehenden Netzwerke SIND das Imperium&ldquo;. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWir geben Ihnen eine Auswahl zur Kenntnis. Ungek&uuml;rzt, nicht redigiert und nicht kommentiert. <\/p><p>Teilweise sind die Berichte lang. Nehmen Sie sich bitte ein bisschen Zeit. Es lohnt sich. Den Verfassern der folgenden Mails herzlichen Dank:<\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>warum ein Fragezeichen hinter dem Titel ihres Artikels vom 6.8.?<\/p><p>Die <strong>11 gr&ouml;&szlig;ten Fondsgesellschaften f&uuml;r &bdquo;institutionelle Anleger&ldquo;<\/strong> &bdquo;verwalteten&ldquo; <strong>2013 ca. 22,6 Billionen Dollar<\/strong>, alleine Blackrock muss Jahr f&uuml;r Jahr Zinsen und Dividenden auf etwas mehr als <strong>11 Billionen Dollar<\/strong> AUM (assets under management) erwirtschaften.<\/p><p>Blackrock gilt als <strong>Schattenbank<\/strong>, sein gr&ouml;&szlig;ter Anteileiseigner (ca. 23%) ist die PNC Financial Services aus Pittsburgh, 2 Gro&szlig;banken aus Pittsburgh, die fusionierten.<\/p><p>Zu institutionelle Anlegern geh&ouml;ren auch Staaten, aber wem sage ich das, schlie&szlig;lich sind Sie &Ouml;konom.<\/p><p>Neben den <strong>&bdquo;Verm&ouml;gensverwaltern&ldquo; f&uuml;r institutionelle<\/strong> Anleger (also das ganz gro&szlig;e Geld) gibt es die <strong>Verm&ouml;genmsverwalter f&uuml;r private Kunden<\/strong>. In 2014 brachten die 15 gr&ouml;&szlig;ten Firmen ein <strong>Volumen von etwa 11 Billionen Dollar<\/strong> AUM zustande.<\/p><p>Alle Zahlen habe ich aus Wikipedia, als ich damals auf meiner <a href=\"https:\/\/allesnursatire.wordpress.com\/\">eigenen Website<\/a> &nbsp;meine unwissenschaftlichen Gedanken zur Macht des gro&szlig;en Geldes im Text: &bdquo;<a href=\"https:\/\/allesnursatire.wordpress.com\/2016\/02\/08\/es-ist-einfach-zu-viel-geld-im-spiel\/\">Es ist einfach zuviel Geld im Spiel<\/a>&ldquo; im Februar 2016 zusammenfasste.<\/p><p>Meine Meinung, ohne dazu gro&szlig;artig Beweise sammeln zu wollen: die Fondsverwalter dieser Welt sind bereits <strong>das IMPERIUM, haben das einstige Primat der Politik<\/strong> bereits ausgehebelt und nutzen ihre Macht, die auf den Verm&ouml;gen anderer Leute beruht, um die Welt umzubauen, kaufen Mehrheitsanteile an Konzernen und weltweit agierenden Unternehmen aus der Realwirtschaft, installieren genehme Vorst&auml;nde durch ihre Mehrheiten in den Firmen, kaufen Politiker, sind der <strong>bestimmende Teil des MIC<\/strong> in den USA geworden. <\/p><p>Sie haben diese Welt bereits drastisch umgebaut und tun es weiterhin, denn nur in <strong>v&ouml;llig dereguliertem Zustand<\/strong> k&ouml;nnen sie ihr Versprechen, Jahr f&uuml;r Jahr Zinsen und Dividenden auf <strong>Billionen Dollar Verm&ouml;gen<\/strong> zu besorgen, einhalten.<\/p><p>Heutige Politiker, Abgeordnete sind selbst zu Lobbyisten verkommen, werden sie doch bereits in jungen Jahren, am Anfang der &bdquo;Karriere&ldquo; durch Interessengruppen gesponsert, unterst&uuml;tzt und gef&ouml;rdert. Pofalle, Gabriel, Nahles und jeder CxU&rsquo;ler haben ihre G&ouml;nner und werden im Laufe der Zeit zu Experten und Sprechern f&uuml;r &bdquo;irgendetwas&ldquo;.<\/p><p>Auf <a href=\"http:\/\/www.voltairenet.org\">voltairenet.org<\/a>, k&ouml;nnen sie nachlesen, was dort zu General a.D. David Petraeus und seinem &bdquo;G&ouml;nner&ldquo; Henry Kravis von KKR geschrieben steht. Kravis z&auml;hlt zwar zu den gr&ouml;&szlig;ten Heuschrecken, also kein Fondsverwalter, aber auch diese unterschiedlichen &bdquo;Gesch&auml;ftsideen&ldquo; sind untereinander verwoben. Ein Beispiel f&uuml;r das Zusammenwirken des MIC mit dem &bdquo;gro&szlig;en Geld&ldquo;, Hand in Hand.<\/p><p>Warum k&ouml;nnen diese &bdquo;Verm&ouml;gensverwalter&ldquo; machen was sie wollen? Weil die Politiker <strong>gekauft wurden<\/strong>, angefangen bei diesem uns&auml;glichen Schnarchsack und B-Schauspieler Reagan, einer komplett und mit jeder Faser ihres Lebens asozial ausgerichteten Thatcher, die dem Neoliberalismus die politischen Tore ab den 80ern &ouml;ffneten.<\/p><p>Neoliberalimus ist m.M.n. nichts anderes als Monopolbildung, wie sie durch Rockefeller, Carnegie und vor allem, J. P. Morgan ab Ende des US-amerikanischen B&uuml;rgerkrieges bis zum Anfang des 20 Jahrhunderts in den USA betrieben wurden, dabei die notwendige politische Unterst&uuml;tzung durch gekaufte Politiker, wie W. McKinley erhielten, vormals Gouverneur von Ohio und ein Knecht der Industrie. <\/p><p>Bis Roosevelt kam, den die vorgenannten Herren noch als Vizepr&auml;sidenten unter William McKinleys 2. Amtszeit ruhig stellen wollten. <\/p><p>Dumm nur, das McKinley ein knappes halbes Jahr nach Antritt der 2en Pr&auml;sidentschaft erschossen wurde, somit der vom damaligen US-Gro&szlig;kapital verhasste&nbsp; Roosevelt sich daran machen konnte, die Trusts zu zerschlagen. Davon soll sich JP Morgan, auf dessen Mist die Idee mit Roosevelt als Vizepr&auml;sident gewachsen sein soll, jahrelang nicht so richtig erholt haben.<\/p><p>Es <strong>w&auml;re<\/strong> auch heute wieder m&ouml;glich, die Trusts zu zerschlagen, es gibt <strong>nur keine Politiker mit R&uuml;ckgrat<\/strong>, wie es Frau Wagenknecht in ihrem Interview mit ihnen richtig bemerkte. Sie hat es so nicht gesagt, aber ich fasse es so auf und die Dame hat Recht.<\/p><p>Die heutigen Trusts haben dazu gelernt und ihre medialen Kampagnen verfeinert, lassen durch die Macht des Ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden Geldes, m&ouml;gliche wirklich gef&auml;hrliche politische Gegner erst gar nicht mehr &bdquo;gro&szlig;&ldquo; werden. Diese Leute machen &bdquo;Meinung&ldquo;.<\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, das alles, was in ihrem Artikel benannt wurde, sind keine Verschw&ouml;rungstheorien. Solche &bdquo;Einw&uuml;rfe&ldquo; sollten sie geflissentlich &uuml;berh&ouml;ren, unkommentiert lassen, was einem intelligenten Menschen schwer f&auml;llt, wenn er Missst&auml;nde aufdeckt, und dann mit einem dumpfen &bdquo;VT&rsquo;ler&ldquo; belegt wird. <\/p><p>Es nagt zwar an der Reputation, denn zu viele B&uuml;rger h&ouml;ren lieber auf ein knappes &bdquo;VT&ldquo;, als sich mit langen Texten auseinanderzusetzen, aber f&uuml;r die m&uuml;hsamen Versuche von Gegendarstellungen Zeit zu verschwenden, ist doch der Sinn des knappen Vorwurfes. Also besser ignorieren.<\/p><p>Mich wundert nur, das es so lange gedauert hat, bis die <strong>st&auml;rksten Verursacher<\/strong> f&uuml;r Armut, Kriege und Elend endlich mal benannt wurden. <\/p><p>Man braucht sich doch nur anzusehen, <strong>wieviel Geld diesen Leuten zur Verf&uuml;gung steht<\/strong>, dazu verstehen, das wirtschaftliches &bdquo;Wachstum&ldquo; sehr wohl endlich ist und dann verstehen, das das <strong>Gesch&auml;ftsmodell ewig sprudelnder Zinsen und Dividenden<\/strong> auch an seine Grenzen stossen muss, nicht mit dem endlichen Wachstum korrellieren kann.<\/p><p>Um das Modell weiter betreiben zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen <strong>neue Einnahmequelllen her<\/strong>, u.a. eben auch und vermehrt durch Kriege.<\/p><p>Da ist in den vergangenen 40 Jahren unkontrolliert eine ungeheuere Macht entstanden, die nicht mehr von Staaten, von Politikern gelenkt wird, sondern von einseitig begabten Finanzhaien. <\/p><p>Dazu habe ich noch die Worte des Herrn Dr. Sch&auml;uble in Erinnerung, der in der <strong>Beweihr&auml;ucherungs-&bdquo;Doku&ldquo; der ARD<\/strong>, &bdquo;Sch&auml;uble &ndash; Macht und Ohnmacht&ldquo; anl&auml;&szlig;lich einen Treffens mit ihm und Vertretern der Verm&ouml;gensverwalter in New York lapidar bemerkte: &bdquo;Och, das sind ja nur Leute, die Geld vedienen wollen&ldquo;. Der misslungene und tief blickende Versuch eines verbitteterten Politikers, die <strong>tats&auml;chliche allumfassende Macht<\/strong> dieser &bdquo;Leute&ldquo; herunterspielen zu wollen.<\/p><p>Eine pers&ouml;nliche Anmerkung:<\/p><p>Ich lese oft auf <a href=\"http:\/\/www.voltairenet.org\">Voltairenet.org<\/a>, um mehr Informationen des weltweiten Geschehens zu erhalten. Das Thierry Meyssan als VT&rsquo;ler diskreditiert wird, schenke ich mir. <\/p><p>Dort schreiben viele Wissenschaftler und Journalisten aus Asien, Arabien und Lateinamerika, helfen mir pers&ouml;nlich dabei, die neoliberalen Missst&auml;nde in Asien, Afrika und Lateinamerika zu erfassen. <\/p><p>Vielleicht schauen sie dort mal vorbei, vielleicht ist eine Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Mr. Meyssan m&ouml;glich. Sicher sind die NDS auf Deutschland fokussiert, es gibt ja <strong>hier bereits zu viele Mauern der Einfalt<\/strong> zu besch&auml;digen, aber vielleicht sind viele deutsche Leser auch an einer nicht-neoliberalen Informationssite interessiert, die sich mit anderen Gegenden der Welt besch&auml;ftigt. <\/p><p>Alleine die Texte von Prof. Jalife-Rahme von der nationalen, autonomen Unversit&auml;t von Mexico sind lesenswert. Mich wundert nur, das der Mann noch im Amt ist, gerade in Mexico&hellip;..<\/p><p>Zuletzt, ihr Interview mit Frau Wagenknecht hat mich <strong>gut<\/strong> informiert. Schade, das diese pragmatische Frau so von ideologisch verblendeten &bdquo;Genossen&ldquo; demontiert wird, weil einige LINKEn-Vorst&auml;nde endlich &bdquo;mitregieren&ldquo; wollen und das Parteiprogramm der LINKEN bereits vegessen haben.<\/p><p>Sie merken, ich bin ein Freund einfacher Diktion und Wortwahl. Ich hoffe trotzdem, Sie nicht gelangweilt zu haben.<\/p><p>Alles Gute f&uuml;r Sie.<\/p><p>Mit freundliche Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM. R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>ich wundere mich, da&szlig; Sie in Zusammenhang mit dem FAZ-Artikel nicht auf die Ergebnisse der Schweizer Studie (ETH Z&uuml;rich) zur Beteiligungsstruktur von Multinationalen Unternehmen eingehen. Ich wollte bei der FAZ einen entsprechenden Kommentar schreiben, aber die Funktion wurde vorher geschlossen. Ich frage mich, ob Sie diese Studie nicht kennen?<\/p><p>Sie findet sich <a href=\"http:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0025995\">hier<\/a>.<\/p><p>Das Ergebnis in Kurzform:<\/p><p>Aus einer OECD-Unternehmensdatenbank mit rund 30 Mio Unternehmen wurden rund 43.000 Transnationale Unternehmen identifiziert. Deren Beteiligungsverh&auml;ltnisse wurden ausgewertet. Dabei stellt sich heraus,&nbsp;da&szlig; 737 Top-Konzerne &uuml;ber direkte und indirekte Besitzverh&auml;ltnisse 80 % der Ums&auml;tze aller TNC kontrollieren.<\/p><p>Innerhalb dieser 737 Konzerne gibt es wiederum eine hochvernetzte Kerngruppe von 147 Konzernen, die in gro&szlig;em Umfang Anteile an Gruppenmitgliedern halten und dar&uuml;ber hinaus etwa 40 % des Umsatzes aller transnationalen Konzerne kontrollieren. Diese Konzerne sind in der Studie benannt, sie sind zu einem hohen Anteil in der (amerikanischen) Finanzwirtschaft angesiedelt. (Es gibt Blogger, die sich diese Unternehmen n&auml;her angesehen haben und denen sich das, was &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo; genannt wird als Realilt&auml;t dargeboten hat.)<\/p><p>Die in der FAZ vorgestellte Studie stellt deshalb meiner Meinung nach nur einen Teileaspekt des Problems der weltweiten Konzentration dar.<\/p><p>Ob derartige Strukturen tats&auml;chlich zur Ausschaltung von Wettbewerb genutzt werden bin ich mir nicht sicher.<\/p><p>Durch die Dominanz in Verb&auml;nden und anderen politischen Einflu&szlig; k&ouml;nnte auf jeden Fall die Politik in einigen L&auml;ndern in eine dem Konglomerat genehme Richtung gelenkt werden. Hierbei denke ich u.a. auch an die Haltung zu TTIP und &uuml;berhaupt den vielen Freihandelsabkommen, mit denen der Erdball derzeit &uuml;berzogen wird. Diese Entwicklung ist meiner Einsch&auml;tzung nach nicht auf partnerschaftliche Entwicklung der weltweiten Wirtschaftsentwicklung ausgerichtet, sondern auf Dominanz und individuelle Vorteile.<\/p><p>Ich hoffe, einen f&uuml;r Sie interessanten Gedanken beigesteuert zu haben &hellip;&ldquo;<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP. B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>zu Ihrem ironischen Umgang mit dem Vorwurf der Verschw&ouml;rungstheorie (wie am gestrigen Freitag) m&ouml;chte ich Sie begl&uuml;ckw&uuml;nschen. Indem Sie sich selbst den Hut aufsetzen, sieht jeder, dass er nicht passt.<\/p><p>Der Vorwurf richtet sich gegen die Person und fungiert als Kinderschreck. Mit dem Vorwurf der pathologischen Falschinterpretation kehrt man auch die Fakten unter den Tisch.<\/p><p>Die spannende Frage bleibt, wie die realistischen Katastrophenszenarien des Politischen, die Sie seit Jahren &ndash; und wie mir scheint mit zunehmender Intensit&auml;t &ndash; liefern und das von Ihnen vertretene politische Leitbild des autonomen (aufgekl&auml;rten) Individuums zusammenpassen.<\/p><p>Wenn Sie die Akteure hinter den genannten Szenarien &ndash; und sei es auch nur in zweiter, dritter oder letzter Reihe &ndash; tats&auml;chlich f&uuml;r autonom halten, w&auml;re da nicht doch Verschw&ouml;rung automatisch die passende Kategorie?<\/p><p>Wenn umgekehrt keine Verschw&ouml;rung vorliegt &ndash; was folgt daraus f&uuml;r die Autonomie der Akteure?<\/p><p>Nehmen wir an, es g&auml;be keine absolute Autonomie, sondern nur relative Autonomie der Individuen im Verh&auml;ltnis zueinander und der gesamte wirtschaftliche, soziale und politische Prozess best&uuml;nde in entsprechenden Positionsk&auml;mpfen (wie das Adam Smith an einer Stelle seiner theory of moral sentiments postuliert).<\/p><p>Dann w&auml;ren selbst die mit der gr&ouml;&szlig;ten relativen Autonomie immer noch nur mit dem weiteren Ausbau ihrer relativen Autonomie besch&auml;ftigt.<\/p><p>Wer aber ist dann f&uuml;r den Zustand der Welt verantwortlich? Muss es nicht (absolut autonome) Verantwortliche geben, damit wir gegen sie (und sei es notfalls wie Don Quijote) k&auml;mpfen k&ouml;nnen? <\/p><p>Brauchen wir nicht doch wenigstens eine klitzekleine Verschw&ouml;rungstheorie?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nE. J.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und hier frei Haus die Verschw&ouml;rungstheorie f&uuml;rs Wochenende: US-Fondsgesellschaften im Dienste des Imperiums?<\/strong><br>\nDa hab&rsquo; ich <a href=\"http:\/\/www.globalresearch.ca\/plans-for-redrawing-the-middle-east-the-project-for-a-new-middle-east\/3882\">auch noch eine<\/a>:<br>\n<em>This article first published by GR in November 2006 is of particular relevance&nbsp; to an understanding of the ongoing process of destabilization and political fragmentation of Iraq, Syria and Yemen.&nbsp;<\/em><br>\ngegi<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r das Aufmerksammachen auf den FAZ-Beitrag zu den Fondsgesellschaften und deren wachsende Rolle Rolle und Macht. Das ist wirklich sehr interessant und spannend, auch erschreckend, aber gleichzeitig nicht &uuml;berraschend. Als ich es las, kam mir manches sehr bekannt vor, aus Schule (in der DDR) und Studium (in der BRD): Es ist eben Kapitalismus. Sie kennen sicher auch noch die bundesdeutschen &ldquo;Stamokap&rdquo;-Diskussionen um den staatsmonopolitischen Kapitalismus. Sind nicht diese Fondsgesellschaften ein weiteres Beispiel daf&uuml;r? Die Formen und konkreten Erscheinungen &auml;ndern sich, aber die Prozesse und Strukturen bleiben. W&auml;re es anders, w&auml;re es auch &uuml;berraschend: Es ist eben Kapitalismus.<\/p><p>Auf <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftslexikon24.com\">wirtschaftslexikon24.com<\/a> wird zum Monopolkapitalismus Folgendes dargelegt: &ldquo;Bezeichnung des Marxismus-Leninismus f&uuml;r eine Phase des Sp&auml;tkapitalismus, deren Beginn mit den 70er Jahren des 19. Jh. angesetzt wird. Als kennzeichnend daf&uuml;r werden einerseits die Konzentration der Produktion in immer gr&ouml;sseren Betrieben und des Kapitals in immer weniger H&auml;nden und andererseits die Verschmelzung des Bankkapitals mit dem Industriekapital zur &ldquo;Finanzoligarchie&rdquo; angesehen. Wladimir I. Lenin deutet die daraus gefolgerte beispiellose Monopolisierung der Wirtschaft als &ldquo;gigantischen Fortschritt in der Vergesellschaftung der Produktion&rdquo;, d.h. auf dem Weg des unaufhaltsamen Niedergangs des Kapitalismus. Lenin geht dabei von der marxistischen Annahme aus, dass die fallende Tendenz der Profitrate (Mehrwerttheorie) nicht nur eine Quelle der Ausbeutung ist, sondern zugleich die Konzentration des Kapitals beschleunigt, indem unter versch&auml;rften Konkurrenzbedingungen die kleinen Kapitalisten immer mehr von den gro&szlig;en, vor allem in Aktiengesellschaften organisierten Eigent&uuml;mern &ldquo;geschluckt&rdquo; werden. Gleichzeitig entwickelt sich nach Karl Marx in den Aktiengesellschaften eine wachsende Autonomie der angestellten Manager, die die Kapitaleigent&uuml;mer zu funktionslosen, &ouml;konomisch &uuml;berfl&uuml;ssigen &ldquo;Geldkapitalisten&rdquo; degradieren. In dem Masse, in dem &ldquo;Privatproduktion ohne die Kontrolle des Privateigentums&rdquo; betrieben wird, b&uuml;sst es seine Lenkungs- und Kontrollfunktion in der Marktwirtschaft ein. Ihre Wettbewerblichkeit nimmt im Gefolge von Konzentrations- und Dezentralisationsprozessen ab. &hellip;&rdquo; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftslexikon24.com\/d\/monopolkapitalismus\/monopolkapitalismus.htm\">wirtschaftslexikon24.com<\/a>)<\/p><p>Die Autoren des Lexikons meinen dazu noch: &ldquo;Schl&uuml;ssige Nachweise hierf&uuml;r werden nicht geliefert.&rdquo;<\/p><p>Ich meine, das in der FAZ Beschriebene passt sehr gut dazu und m&uuml;sste in dem Zusammenhang mit dem Etikett &ldquo;W.z.b.w.&rdquo; (Was zu beweisen war) versehen werden, das ich auch in der Schule lernte.<\/p><p>Jeder kann ja von Wladimir Illjitsch Lenin halten was er will. Aber solche Aussagen von ihm wie die folgende finde ich in dem Zusammenhang doch sehr interessant: &rdquo; Bei Aufrechterhaltung des Privateigentums an den Produktionsmitteln gehen alle diese Schritte in Richtung einer gr&ouml;&szlig;eren Monopolisierung und gr&ouml;&szlig;eren Verstaatlichung der Produktion unweigerlich Hand in Hand mit einer immer st&auml;rkeren Ausbeutung der werkt&auml;tigen Massen, mit der Verst&auml;rkung der Unterdr&uuml;ckung, der Erschwerung des Widerstands gegen die Ausbeuter, dem Erstarken der Reaktion und des Milit&auml;rdespotismus, und zugleich f&uuml;hren sie unweigerlich zu einem ungeheuren Anwachsen der Profite der Gro&szlig;kapitalisten auf Kosten aller &uuml;brigen Bev&ouml;lkerungsschichten, zur Versklavung der werkt&auml;tigen Massen auf viele Jahrzehnte durch Tribute, die sie in Form von Milliardenzinsen f&uuml;r die Anleihen der Kapitalisten entrichten m&uuml;ssen.&rdquo; Das schrieb Lenin 1917 (nachlesbar u.a. hier in der Onlinewiedergabe einer <a href=\"http:\/\/www.triller-online.de\/k0799.htm\">Beilage der Zeitung junge Welt vom 15.4.15 zum Thema Marxismus<\/a>)<\/p><p>Und wie stellte doch Siegfried Stadler in einem FAZ-Beitrag vom 10.2.2000 beim Blick in die DDR-Lehrb&uuml;cher &uuml;ber Politische &Ouml;konomie des Kapitalismus erstaunt fest: &ldquo;Wer jetzt noch einmal in ihnen bl&auml;ttert, k&ouml;nnte die erstaunliche Entdeckung machen, dass nicht alles falsch war. Wenn man die Winkelz&uuml;ge &uuml;berliest, die zur Rechtfertigung des realen Sozialismus die Seiten durchzogen, bleiben da Merks&auml;tze stehen wie die von der globalen Kapitalkonzentration und Monopolbildung bei gleichzeitiger Zunahme der Arbeitslosenzahl. Zwangsl&auml;ufig, so steht es in den B&uuml;chern, laufe der Kapitalismus darauf hinaus. Ebenso zwangsl&auml;ufig nehme in seinem letzten, faulenden und parasit&auml;ren Stadium die Korruption &ldquo;einen bedeutenden Umfang an&rdquo;. Man liest von &ldquo;so genannten Lobbyisten&rdquo;, deren Aufgabe es sei, &ldquo;Staatsbeamte und Parlamentarier durch Bestechung und andere Methoden zugunsten der Monopolgesch&auml;fte zu beeinflussen&rdquo;. Mehr oder weniger verdeckt tr&auml;fen die Konzerne &ldquo;Absprachen mit der Regierung, mit Abgeordneten sowie mit den Spitzengremien der von ihnen wesentlich finanzierten Parteien&rdquo;. Wenn nur ein wenig von dem h&auml;ngen blieb, was Generationen von DDR-B&uuml;rgern eingetrichtert wurde, und davon muss man ausgehen, so ist jetzt die Stunde des Erinnerns gekommen. &hellip;&rdquo; Sie finden die Kopie des Stadler-Beitrages im Anhang.<\/p><p>F&uuml;r mich sind die von der FAZ nun erneut best&auml;tigten Entwicklungen und Erscheinungen allerdings keine des &ldquo;Imperiums&rdquo;, sondern eben des Kapitalismus im fortgeschrittenen Entwicklungstadium des Imperialismus. Das meine ich ganz wertfrei und n&uuml;chtern. Die Entwicklung menschlicher Gesellschaftsordnungen hin zum Kapitalismus ist gewisserma&szlig;en aus der Sache heraus bedingt, nicht dem Wirken b&ouml;ser Menschen oder M&auml;chte geschuldet. Zur Rolle der USA dabei f&auml;llt mir immer wieder ein, was Dieter Senghaas bereits vor mehr als 40 Jahren in seinem Vorwort zu Ellsbergs 1973 auch in deutsch ver&ouml;ffentlichtem Buch &ldquo;Papers on the war&rdquo; von 1972 (dt: &ldquo;Ich erkl&auml;re den Krieg&rdquo;) schrieb: &ldquo;Wie Ellsberg betont, sind die USA in den Vietnam-Krieg nicht einfach hineingeschlittert, und die amerikanische Eskalation ist nicht das Produkt blinder Besessenheit. Von Anfang an war die langfristige Perspektive f&uuml;r die US-Au&szlig;enpolitik, die gleichzeitig immer auch als Au&szlig;enwirtschaftspolitik zu begreifen ist, klar, wie schwierig ihre Konkretisierung in der Tagespolitik sich auch darstellte: Die Vereinigten Staaten von Amerika hatten als einzige aus dem Zweiten Weltkrieg intakt hervorgegangene kapitalistische Gro&szlig;macht in Wahrnehmung gesamtkapitalistischer Interessen der drohenden Ausweitung der seit 1917 und 1949 der internationalen Bourgeoisie laufend zugef&uuml;gten Verluste an politischem Terrain ein f&uuml;r alle Mal Einhalt zu gebieten. Ihre in jeder Hinsicht ernstgemeinte konter-revolution&auml;re Politik rund um den Erdball, einschlie&szlig;lich ihrer Politik der Bef&ouml;rderung gesellschaftspolitischer Restauration in West- und S&uuml;deuropa nach 1945, war auf diese strategische Sto&szlig;richtung inhaltlich eingeschworen: auf die Konsolidierung des internationalen gesellschaftspolitischen Status quo.&rdquo;<\/p><p>Und wieder zur FAZ: Auf deren Seite 1 war am 2. Januar 2008 <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/fundstuck-nr.-22\">zu lesen<\/a>: &ldquo;Manchem wird erst jetzt bewusst, wie sehr die Konkurrenz des Kommunismus, solange sie bestand, auch den Kapitalismus geb&auml;ndigt hat.&rdquo; Den Beitrag finden Sie als Kopie ebenfalls im Anhang. Das best&auml;tigte gewisserma&szlig;en andersrum Robert J. Eaton, Ex-Vorstandsvorsitzender des Ex-Konzerns DaimlerChrysler, als er am 1.7.1999 in Berlin &uuml;ber den globalen Kapitalismus mit Blick auf die Ereignisse 1989\/90 in Europa sagte: &ldquo;Das, was wir heute &lsquo;globalen Kapitalismus&rsquo; nennen, war von der Leine gelassen, und nichts konnte ihn mehr aufhalten.<\/p><p>Das ist die Kernbotschaft meiner Ausf&uuml;hrungen: Nichts kann den globalen Kapitalismus mehr aufhalten!<\/p><p>Menschen, Unternehmen, selbst Regierungen k&ouml;nnen es versuchen. Sie k&ouml;nnen versuchen, ihn f&uuml;r ihre Interessen zu instrumentalisieren. Sie k&ouml;nnen versuchen, die mit ihm verbundenen Verpflichtungen zu begrenzen und die Sanktionen und Lasten zu vermeiden. Aber es wird ihnen nicht gelingen.&rdquo;&nbsp;<\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, ich will Sie gar nicht belehren oder &Auml;hnliches oder erkl&auml;ren, was Sie sicher noch viel besser wissen als ich. Das ist ja auch alles nichts Neues. Das sind nur meine Gedanken zum Thema, angeregt durch Ihren und den Beitrag der FAZ. Ob ich richtig liege, wei&szlig; ich nicht. Da scheint aber manches zu passen. und es bleibt weiter spannend, ganz n&uuml;chtern betrachtet. Anders betrachtet kann einem angst und bange werden.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nIhr T. G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>&nbsp;<\/p><p><strong>im Dienste des Imperiums? Lieber Herr M&uuml;ller, ich glaube eher, die dahinterstehenden Netzwerke SIND das Imperium,<\/strong> ohne Imperator, aber sie herrschen durch Gleichklang Ihrer Interessen an absoluter Geldmacht, vielleicht so wie einstmals r&ouml;mische Senatoren, &uuml;ber die Fondsgesellschaften und &uuml;ber die U.S. gleichermassen.<\/p><p>Hierzu sind u.a.&nbsp;<\/p><ul>\n<li>Paul Craig Roberts, How America was lost;<\/li>\n<li>John Perkins, Economic Hit Man und<\/li>\n<li>Nomi Prins, All the President&rsquo;s Bankers<\/li>\n<\/ul><p>aufkl&auml;rende Lekt&uuml;re.&nbsp;<\/p><p>Die Telekom-Geschichte habe ich seinerzeit <a href=\"http:\/\/www.t-blog.de\/blog\/die-virtuelle-rede-zur-telekom-hauptversammlung\">hier zusammengefasst<\/a>.<\/p><p>Geben sie auch mal &ldquo;Goldman&rdquo; in die Suchmaske ein.<\/p><p>Der finanzielle und in der Folge auch Know-How-m&auml;ssige Niedergang der Telekom (und Zerst&ouml;rung der zuliefernden &nbsp;Telekommunikationsequipmentindustrie, man denke z.B. an die US-verfolgten) Siemens-Skandale, Nokia-Microsoft etc) ist in diesem Zusammenhang besonders interessant, weil er ganz offenkundig dem strategischen Interesse einer k&uuml;nftig auch technisch 100%igen &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeit durch IT und Telekommunikation durch die einschl&auml;gigen angloamerikanischen Geheimdienste diente. Das d&uuml;rfte kein Zufall gewesen sein!<\/p><p>Auch das Absaugen des europ&auml;ischen digitalen Mobilfunk-Know Hows diente diesem Interesse (2000 war Europa noch darin absolut f&uuml;hrend &ndash; heute gibt es fast nichts mehr!!! Smartphones sind vom Know How her wie die gesamte IuK US dominiert). Bei der Bundespost legte man noch Wert auf eine zumindest technisch gew&auml;hrleistete Herrschaft &uuml;ber Artikel 10 GG, auch beim Aufbau des digitalen Mobilfunks&hellip; das ist nun Geschichte und die volkswirtschaftliche F&auml;higkeit in D und Europa dazu ist im Verschwinden begriffen!<\/p><p>Dieses massive strategische Interesse in bezug auf D hat Brzezinski in seinem Buch &ldquo;The Grand Chessboard&rdquo; nicht verschwiegen. Es ist wichtig f&uuml;r die finanzielle Weltherrschaft! Weshalb wir eigentlich auch &uuml;ber verschl&uuml;sselte E-Mail kommunizieren sollten&hellip; :-)<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Liebes NDS Team,<\/p><p>Zum Verh&auml;ltnis von Finanzfonds, Unternehmenssteuerung, Finanz- und Wirtschaftspolitik empfehle ich die soziologische Diskussion um &ldquo;Finanzmarktkapitalismus&rdquo;. Es zeigt sich, dass es keine Verschw&ouml;rungen sind, sondern verschiedene harte und weniger harte Mechanismen der Macht und Einflussnahme (Exit, Voice, verschiedenste Formen des Lobbyismus etc.), die sich aus den &ouml;konomischen Strukturen und Strukturzw&auml;ngen ergeben und deren Verbindungen zur Politik.<br>\nDie Finanzmarktakteure nutzen nat&uuml;rlich ihre Einflussm&ouml;glichkeiten auf die Politik aller L&auml;nder und Regierungen. Ob deutsche oder amerikanische Fonds, ob amerikanische oder deutsche Gro&szlig;konzerne, sie sind alle Getriebene der gleichen Finanzmarkt, bzw. Weltmarktlogik und haben selbstverst&auml;ndlich ein Interesse an Freihandelsabkommen wie TTIP. Zur m&ouml;glichen geopolitischen Dimension sagt diese Forschung dagegen relativ wenig, zeigt aber wie die Entwicklung des Finanzmarktkapitalismus von US\/UK aus globalisiert wurde.<\/p><p>F&uuml;r eine idealtypische Darstellung des Finanzmarktkapitalismus und dem Verh&auml;ltnis von Finanzwirtschaft (institutionelle Anleger etc.) und Realwirtschaft (produzierende Unternehmen) sowie Politik (Finanz-, Wirtschafts-, und Au&szlig;enpolitik) empfehle ich:<br>\nDeutschmann, Christoph. (2005). <a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=tB43wEzMgfMC&amp;pg=PA5&amp;lpg=PA5&amp;dq=deutschmann+finanzmarktkapitalismus+und+wachstumskrise&amp;source=bl&amp;ots=DxYluiT2Dc&amp;sig=bo9R6kPsmh8-OeZXh6L4Vp5G5-w&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwjEubWq2qrOAhXqA8AKHflDAnEQ6AEIJTAA#v=onepage&amp;q=deutschmann%20finanzmarktkapitalismus%20und%20wachstumskrise&amp;f=false\">Finanzmarkt-Kapitalismus und Wachstumskrise<\/a>. <em>K&ouml;lner Zeitschrift f&uuml;r Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft<\/em> (2005), H. 45, 58-84.<\/p><p>Ich bitte darum anonym zu bleiben.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nH. R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Betreff: Die Verschw&ouml;rungstheorie am Wochenende.<br>\n5.8.2016<br>\nWer zahlt, schafft an? &ndash; Beeinflussen Geldgeber nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Politik?<\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Redaktion,<\/p><p>mir ist schon lange der Verdacht gekommen, dass nicht nur deutsche Wirtschaftsunternehmen von US-Interessen bestimmt werden, sondern sogar die deutsche Innen- und Au&szlig;enpolitik &nbsp;&bdquo;beeinflusst&ldquo; wird.<\/p><p>Ich recherchierte im Netz und stie&szlig; auf das <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/davidnoack\/5945735209\">hier<\/a>, eine interessante Graphik &uuml;ber die Vernetzungen der Gr&uuml;nen. Beachten Sie, dass da steht, dass die Allianz gr&ouml;&szlig;ter Einzelspender der Partei war, &uuml;ber 50 000 von 2002 bis 2011.:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Allianz- wirtschaftliches Zentrum des deutschen und mitteleurop&auml;ischen Atlantizismus. <\/p>\n<ul>\n<li>wirtschaftlich verflochten mit JP MorganChase und Goldman Sachs<\/li>\n<li>gr&ouml;&szlig;ter Einzelspender der Partei (87, 3 % aller Unternehmensspenden &uuml;ber 50 000 &euro; in der Zeit von 2002 bis 2011)&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote><p>Wer zahlt, schafft an &ndash; Ich &uuml;berlegte, was die Gr&uuml;nen f&uuml;r politische Entscheidungen getroffen haben, die der Allianz gefallen haben k&ouml;nnten. Was haben denn die Gr&uuml;nen politisch mitgetragen? Sie haben 1999 dem Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien zugestimmt und 2002 die Liberalisierung der Prostitution auf den Weg gebracht &ndash; mit so verheerenden Folgen, wie der Legalisierung des Bordellbetriebs etc, wodurch der Betrieb von Gro&szlig;bordellen erst m&ouml;glich wurde. Die Prostitution wurde als &bdquo;Dienstleistung wie jede andere&ldquo; entstigmatisiert. War das tats&auml;chlich etwas, was der Allianz gefallen haben k&ouml;nnte? Das folgende Zitat l&auml;sst darauf schlie&szlig;en: Es ist aus der EMMA Printausgabe Nr. &nbsp;1\/2015, S. 35, Zitat: &rdquo;<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&hellip; In der Pressemitteilung des bdde zur Gala stand au&szlig;erdem: &ldquo;Als Partner sind beim bdde namhafte Unternehmen mit an Bord. Zum Beispiel die Allianz-Versicherung. &ldquo;bdde-Partner&rdquo; Allianz habe ein spezielles Altersabsicherungskonzept mit flexibler Pr&auml;mienzahlung&rdquo; f&uuml;r Prostituierte entwickelt.&rdquo; Zitatende. (bdde = Bundesverband des Deutschen Erotikgewerbes e.V.)\n<\/p><\/blockquote><p>Die Legalisierung von Bordellbetrieben und die &bdquo;Entstigmatisierung&ldquo; der Prostitution &ndash; nur deshalb, weil ein gro&szlig;er Versicherungskonzern auf der Suche nach neuen Versicherungsnehmerinnen war? Und eventuell auch auf neue Geb&auml;udeversicherungen aus war (Gro&szlig;bordelle)? <\/p><p>Die Allianz spielt auch in anderer Hinsicht eine bedeutsame Rolle. Uwe Kr&uuml;ger, der Autor des Buches: &bdquo;Meinungsmacht&ldquo; hat in <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38515\/1.html\">einem Interview bei Heise<\/a> das Folgende gesagt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&hellip;Zum Beispiel sieht man, dass der Au&szlig;enpolitik-Chef der S&uuml;ddeutschen Zeitung, Stefan Kornelius, st&auml;ndig Wolfgang Ischinger &uuml;ber den Weg lief, <strong>dem Cheflobbyisten des Versicherungskonzerns Allianz<\/strong>, der auch die <strong>M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz<\/strong> veranstaltet.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Parteispenden der Allianz an die Gr&uuml;nen, Einf&uuml;hrung einer liberalen Prostitutionsgesetzgebung, Entwicklung von flexiblen Versicherungspolicen f&uuml;r Prostituierte, Wolfgang Ischinger als Cheflobbyist der Allianz und Organisator der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz! Und dann noch Verflechtung der Allianz mit GP Morgan Chase und Goldmann Sachs!<\/strong> So viele Zuf&auml;lle gibt es doch nicht. <\/p><p>Steht wom&ouml;glich etwas ganz anderes hinter der Liberalisierungsgesetzgebung? Ging es um einen &bdquo;Gefallen&ldquo;, den die Gr&uuml;nen ihrem gr&ouml;&szlig;ten Einzelspender machen wollten? <\/p><p>Und welchen &bdquo;Gefallen&ldquo; k&ouml;nnte die Allianz den amerikanischen Gro&szlig;banken G.P.Morgan Chase und Goldmann Sachs tun? Etwa, die Gr&uuml;nen zu f&ouml;rdern, deren Chef, Joschka Fischer, unter dem Einfluss von Madeleine Albright, den Jugoslawien-Krieg aktiv vorangetrieben hat (Ausschwitz-L&uuml;ge)?<\/p><p>Ich glaube, dass G.P.Morgan Chase&nbsp; unter dem Einfluss von Skull &amp; Bones steht und dass diese Investment-Gro&szlig;bank (um die medial viel weniger Rummel gemacht wird, als um Goldman Sachs, was ein Zeichen ihrer Macht ist!) geopolitische Interessen der US-Eliten f&ouml;rdert. Aber das ist eine Vermutung meinerseits &ndash; ich habe daf&uuml;r keine Belege. Aber G.P. Morgan war &nbsp;schon in der ersten H&auml;lfte des Zwanzigsten Jahrhunderts &uuml;ber Tochterfirmen geopolitisch aktiv und mit Skull &amp; Bones-Leuten verbunden, wie Harold Stanley, Davison und Cochran und in der damals noch von ihr getrennten Chase-Bank war damals Percy Rockefeller leitend, ebenfalls ein S&amp;B-Mitglied. Mit Tochter-Firmen, wie dem Guaranty Trust wurden die Sowjets unterst&uuml;tzt, w&auml;hrend Filialen der Chase-Bank mit den Nazis kollaborierten (Nachzulesen bei Antony Sutton: America&rsquo;s Secret Establishment &ndash; An Introduction to the Order of Skull &amp; Bones.) Ich glaube nicht, dass sich der Orden S&amp;B die Einflussm&ouml;glichkeiten auf diese Investment-Gro&szlig;bank hat nehmen lassen &ndash; und deshalb glaube ich, dass GPMorgan Chase heute noch eine der m&auml;chtigsten Banken der Welt ist und dass der m&auml;chtigste Orden der Welt, S&amp;B, heute noch Einflussm&ouml;glichkeiten auf sie hat.<\/p><p>Es w&uuml;rde sich also in Bezug auf die Gr&uuml;nen folgende Einflusskette ergeben &ndash; nur mal so als Hypothese:<\/p><p>Skull &amp; Bones &ndash; G.P.Morgan Chase &ndash; Ischinger &ndash; Joschka Fischer &ndash; Gr&uuml;ne.<\/p><p>Wird deutsche Politik in Amerika bestimmt?<\/p><p>Wer zahlt, schafft an &ndash; so hei&szlig;t es doch, oder?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAngelika E.<br>\n&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr M&uuml;ller, liebes Redaktionsteam,<\/p><p>zum heutigen Artikel<\/p><p><strong>Und hier frei Haus die Verschw&ouml;rungstheorie f&uuml;rs Wochenende: US-Fondsgesellschaften im Dienste des Imperiums?<\/strong><\/p><p>eine kleine Nachfrage. Habt ihr <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/finanz-staatssekretaer-heribert-zitzelsberger-wechselte-von-bayer-in-die-regierung--jetzt-hilft-er-deutschlands-konzernen-beim-steuersparen-alles-legal-16780956?dmcid=sm_em\">diese Zeitungsmeldung vergessen<\/a>? Die erkl&auml;rt doch vieles.<br>\n&nbsp;<br>\nIch freue mich trotzdem fast t&auml;glich &uuml;ber die Nachdenkseiten, auch wenn ich schon mal als Verschw&ouml;rungstheoretiker bezeichnet werde. Kl&auml;rt bitte weiter auf. Ich versuchs in meinem Umfeld auch.<br>\nBayern und Pfalz, Gott erhalts: Ich machs in den n&auml;chsten Wochen mit Riesling vom Bopparder Hamm.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDr. S. E.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Freitag hatte ich in diesem Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34515\">Und hier frei Haus die Verschw&ouml;rungstheorie f&uuml;rs Wochenende: US-Fondsgesellschaften im Dienste des Imperiums?<\/a> NDS-Leserinnen und Leser darum gebeten, von ihren Erfahrungen zum Einfluss von Fondsgesellschaften auf deutsche Unternehmen zu berichten. Es kamen eine Reihe von weiterf&uuml;hrenden und informativen Berichten. Als eine Art Fazit zitiere ich einen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34534\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[131,136,127],"tags":[224,872,284,293,714,895,497,841,842],"class_list":["post-34534","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-oekonomie","category-banken-boerse-spekulation","category-lobbyismus-und-politische-korruption","tag-allianz","tag-blackrock","tag-deregulierung","tag-finanzwirtschaft","tag-fischer-joschka","tag-freihandel","tag-goldman-sachs","tag-reagan-ronald","tag-thatcher-margaret"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34534"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34534\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34538,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34534\/revisions\/34538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}