{"id":34539,"date":"2016-08-09T08:24:44","date_gmt":"2016-08-09T06:24:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539"},"modified":"2016-08-09T08:24:44","modified_gmt":"2016-08-09T06:24:44","slug":"hinweise-des-tages-2684","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h01\">Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h02\">Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union will B&uuml;rger um 30 Milliarden Euro entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h03\">Einkommen und Verm&ouml;gen, Armut und Reichtum &ndash; die h&auml;ufigsten Fragen auf den Punkt beantwortet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h04\">Besch&auml;ftigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h05\">Neue Berechnungen: So teuer w&uuml;rden Seehofers Rentenpl&auml;ne f&uuml;r die Jungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h06\">Fahrverbot f&uuml;r s&auml;umige Unterhaltszahler und &ldquo;Hater&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h07\">Experten fordern sch&auml;rferes Antidiskriminierungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h08\">Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche braucht mehr als eine Spezialeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h09\">TPP: US-Vormacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h10\">Besetzt, gerettet &ndash; Zukunft ungewiss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h11\">Spanische Auszubildende in Deutschland: Die Sprache ist oft das gr&ouml;&szlig;te Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h12\">Wir befinden uns nicht im Krieg: GdP lehnt Einsatz der Bundeswehr im Innern ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h13\">Immer mehr Gefl&uuml;chtete verklagen Beh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h14\">&bdquo;Ich bin live.&ldquo; &ndash; &bdquo;Das ist ganz schlecht.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h15\">Rechtsruck in Europa: Zur&uuml;ck ins 19. Jahrhundert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h16\">Gerechtigkeitsfragen f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h17\">Friedensfahrt nach Moskau gestartet &ndash; F&uuml;r die V&ouml;lkerverst&auml;ndigung 4.200 Kilometer durch sechs L&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h18\">FC Bayern M&uuml;nchen: Uli Hoene&szlig; wird wieder Pr&auml;si&hellip; &auml;h stellt sich zur Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34539#h19\">Tief in der Nacht: Bundesregierung schleust Fl&uuml;chtlingsmassen &uuml;ber Flugh&auml;fen ein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europa ist keine Shopping-Mall<\/strong><br>\nEine EU, die sich auf den Binnenmarkt konzentriert &ndash; daf&uuml;r pl&auml;dierten hier vier &Ouml;konomen. Peter Bofinger findet: So ein Europa braucht kein Mensch.<br>\nNach dem Brexit steht die Europ&auml;ische Union am Scheideweg. Meine Kollegen aus dem Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Wirtschaft, Christoph Schmidt, Lars Feld, Isabel Schnabel und Volker Wieland, haben vor zwei Wochen in der ZEIT daf&uuml;r pl&auml;diert, dass die Mitgliedsstaaten nun wieder mehr Eigenverantwortung in der Wirtschaftspolitik &uuml;bernehmen sollten. Au&szlig;erdem solle ein Insolvenzmechanismus f&uuml;r die Mitgliedsstaaten die Glaubw&uuml;rdigkeit des Nicht-Beistands-Gebots in der W&auml;hrungsunion st&auml;rken. Europa wird von den Autoren so letztlich auf den Binnenmarkt reduziert, der es den Unternehmen und Haushalte erm&ouml;gliche, &ldquo;sich an die Herausforderungen der Globalisierung anzupassen&rdquo;. F&uuml;r dieses Modell von Europa passt der von Wolfgang Sch&auml;uble immer verwendete Spruch: &ldquo;Ein jeder kehre vor seiner T&uuml;r &ndash; sauber ist das Stadtquartier.&rdquo;<br>\nDoch wozu braucht man ein Europa, das lediglich eine Shopping-Mall des Weltmarkts sein will? Wozu braucht man ein Europa, das nicht sch&uuml;tzt vor der Globalisierung, sondern die Menschen auffordert, sich der Globalisierung anzupassen? Solch ein Europa hat keine Zukunft. (&hellip;)<br>\nEs sollte daher in unserem Interesse liegen, die W&auml;hrungsunion so zu gestalten, dass sie auch ohne die Notfallhilfen der EZB &uuml;berlebensf&auml;hig sein kann. Dies geht nicht ohne fiskalpolitische Integration. Die W&auml;hrungsunion ben&ouml;tigt einen Finanzminister, der im Krisenfall &uuml;ber finanzielle Mittel verf&uuml;gt und in normalen Zeiten f&uuml;r eine &Uuml;berwachung der nationalen Haushaltspolitiken sorgt.<br>\nBei einem Europa des Binnenmarktes stellte sich au&szlig;erdem die Frage, ob es wirklich in der Lage w&auml;re, &ldquo;Europa durch seinen wirtschaftlichen Erfolge so attraktiv zu machen, dass die B&uuml;rger seine Vorteile besser verstehen&rdquo;. Das Grundproblem liegt darin, dass die zunehmende globale Arbeitsteilung und der wachsende Welthandel zwar den Wohlstand der Nationen erh&ouml;hen, dass die Vorteile jedoch sehr ungleich verteilt werden. Globalisierung darf man nicht mit &ldquo;Wohlstand f&uuml;r alle&rdquo; gleichsetzen. Ein Europa des Binnenmarktes l&auml;uft Gefahr, dass sich die Unzufriedenheit vieler B&uuml;rger &uuml;ber ihre wirtschaftliche Situation zunehmend gegen Europa richtet.<br>\nDas hei&szlig;t nicht, dass Europa nun zu einem Bollwerk gegen die Globalisierung ausgebaut werden muss. Aber wenn die Globalisierung eine Zukunft haben soll, kommt es darauf an, ihr ein menschlicheres Antlitz zu verleihen. Genau darin k&ouml;nnte Europa seine Zukunft sehen. Unsere Gesellschaften stehen vor der Frage, ob wir unter dem Diktat globalisierter G&uuml;ter-, Dienstleistungs- und Finanzm&auml;rkte leben werden, oder ob es gelingen wird, Formen der staatlichen Organisation zu schaffen, mit denen wir die Kontrolle &uuml;ber die M&auml;rkte behalten. Die Nationalstaaten sind damit eindeutig &uuml;berfordert. Nur die Europ&auml;ische Union w&auml;re im globalen Kr&auml;ftefeld gemeinsam mit den anderen gro&szlig;en Nationen dazu f&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/31\/binnenmarkt-eu-europa-brexit\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Lost in Krisenmodus<\/strong><br>\nAm Montag war mal wieder Europatag, doch niemand war zum Feiern zumute. Denn die EU steckt nicht nur in der &ldquo;Polykrise&rdquo; &ndash; sie verstrickt sich auch immer mehr in Widerspr&uuml;che. Hier ein paar aktuelle Beispiele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/lost-in-krisenmodus\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Milliardenhilfen &ndash; trotz allem?<\/strong><br>\nSeit 2005 gibt es Verhandlungen zwischen der Europ&auml;ischen Union und der T&uuml;rkei &uuml;ber einen Beitritt des Landes. Mit sogenannten &ldquo;Vorbeitrittshilfen&rdquo; sollte das Land in vielen Bereichen auf europ&auml;ischen Standard gebracht werden, doch in entscheidenden Punkten hat das nicht geklappt. Rund f&uuml;nf Milliarden Euro flossen bereits von Br&uuml;ssel nach Ankara, ein &auml;hnlicher Betrag soll folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tuerkei-eu-milliardenhilfen-trotz-allem.1818.de.html?dram:article_id=362446\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Fortschritt beim sozialen Zusammenhalt in Europa<\/strong><br>\nEuropas politischer Zusammenhalt br&ouml;ckelt &ndash; nicht zuletzt angesichts der Krise des sozialen Zusammenhalts. Menschen aus armen L&auml;ndern str&ouml;men in reichere, in denen viele ihre Einkommens- und Lebenschancen durch die Immigration bedroht sehen. Diese Bef&uuml;rchtungen vermischen sich mit Zorn und Frustration &uuml;ber die steigende gesellschaftliche Polarisierung. In der Europ&auml;ischen Union (EU) best&auml;tigen die aktuellen Daten f&uuml;r 2014 den besorgniserregenden Trend, der seit 2011 zu beobachten ist: Die Einkommensungleichheit h&auml;lt sich hartn&auml;ckig auf dem Niveau, auf das sie 2010 angestiegen war. 2009 hatte sie nach deutlichen Fortschritten in den Vorjahren ihren niedrigsten Wert erreicht.<br>\nDie hier erfassten Einkommensdaten beruhen auf Haushaltsbefragungen und geben verf&uuml;gbare Einkommen an, also nach Abzug der Steuern und unter Ber&uuml;cksichtigung von Transferzahlungen (z.B. Rente, Arbeitslosenunterst&uuml;tzung oder Sozialhilfe). Die S80\/S20-Quote, die das Verh&auml;ltnis dieser Einkommen im reichsten Quintil (=F&uuml;nftel) zum &auml;rmsten Quintil angibt, lag damals bei einem Wert von etwa 8,5 (gemessen in Euro zu jeweiligen Wechselkursen) und 5,6 (gemessen in Kaufkraftst&auml;rken &ndash; KKS). Seit 2011 bewegen sich die Werte zwischen neun und zehn in Euro bzw. sechs und sieben in KKS (vgl. Grafik 1). Gegen&uuml;ber 2013 ist ein minimaler Anstieg zu beobachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/kein-fortschritt-beim-sozialen-zusammenhalt-in-europa\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union will B&uuml;rger um 30 Milliarden Euro entlasten<\/strong><br>\nDas Konzept des Wirtschaftsfl&uuml;gels sieht drei Stufen vor, mit denen die B&uuml;rger bis zum Jahr 2020 um gut 30 Milliarden Euro entlastet werden sollen.<br>\nBeispielsweise soll der Spitzensteuersatz k&uuml;nftig erst ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 60 000 Euro greifen, bisher liegt die Grenze bei 53 666 Euro.<br>\nIn einem weiteren Schritt soll 2020 der Kinderfreibetrag auf den Wert f&uuml;r Erwachsene angehoben werden und das Kindergeld erh&ouml;ht werden.<br>\nDer Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union will den Stillstand in der Steuerpolitik beenden und an diesem Montag ein eigenes Reformkonzept pr&auml;sentieren. Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT), Carsten Linnemann, sagte der S&uuml;ddeutschen Zeitung, die Union habe in den vergangenen Jahren &ldquo;die dringend n&ouml;tige Steuerreform leider immer wieder mit dem Verweis auf andere wichtige Themen vertagt&rdquo;, das m&uuml;sse &ldquo;jetzt ein Ende haben&rdquo;. Die Politik stecke &ldquo;bei diesem Thema in einer Glaubw&uuml;rdigkeitsfalle, weil wir seit Langem eine Reform versprechen, diese aber nicht geliefert haben&rdquo;. Das solle sich nun &ndash; auch wegen der Rekord-Steuereinnahmen &ndash; &auml;ndern. &ldquo;Wir m&uuml;ssen den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die den Staat mit ihren Steuern st&uuml;tzen, jetzt einen Teil der Mehreinnahmen zur&uuml;ckgeben&rdquo;, sagte&nbsp;Linnemann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/steuerreform-wirtschaftsfluegel-der-union-will-buerger-um-milliarden-euro-entlasten-1.3111135\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vom Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union ist wohl nichts anderes zu erwarten, als die weitere Schw&auml;chung des Staates um seine finanziellen Mittel. Dem d&uuml;rfte&nbsp;bald der Ruf nach&nbsp;weiteren K&uuml;rzungen&nbsp;der Sozialausgaben folgen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Einkommen und Verm&ouml;gen, Armut und Reichtum &ndash; die h&auml;ufigsten Fragen auf den Punkt beantwortet<\/strong><br>\n&Ouml;ffnet sich die soziale Schere in Deutschland oder nicht? Das ist auch unter Fachleuten nicht unumstritten. Wo gibt es &uuml;berhaupt aussagekr&auml;ftige Zahlen zur Ungleichheit, wo fehlen sie und warum? Was kann man auf der Basis der vorliegenden Daten &uuml;ber die Entwicklung von Ungleichheit sagen? St&auml;rkt oder schw&auml;cht Ungleichheit das Wirtschaftswachstum? Wohin geht der Trend angesichts von Fl&uuml;chtlingszuwanderung auf der einen und Mindestlohn auf der anderen Seite? Und was sollten Politik und Wirtschaft tun? Die h&auml;ufigsten Fragen rund um Einkommen, Verm&ouml;gen, Armut und Reichtum beantworten die &bdquo;FAQs Ungleichheit&ldquo;, ein neues Angebot der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nF&uuml;r die Antworten haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) und des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Stiftung die relevanten Quellen zusammengefasst. Sie sind auch f&uuml;r Laien verst&auml;ndlich, und sie beschr&auml;nken sich auf eine Seite &ndash; inklusive einer zentralen Grafik, deren Daten heruntergeladen werden k&ouml;nnen. Das neue Angebot findet sich im Verteilungsmonitor des WSI der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_66707.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Gerechtigkeitsfragen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nPrek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nehmen zu, der soziale Aufstieg ist nicht mehr selbstverst&auml;ndlich. Der Soziologe Oliver Nachtwey beschreibt im Interview mit dem Deutschlandfunk, wie sich daraus Ungerechtigkeitserfahrungen, gesellschaftliche Konflikte und politische Probleme ergeben. Verlierer hat es in der Gesellschaft immer gegeben. Das Modell der sozialen Marktwirtschaft versprach im Nachkriegsdeutschland dagegen ausgleichende Gerechtigkeit: Alle konnten an Wachstum und Wohlstand teilnehmen. Heute aber nehmen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abstiegsgesellschaft-gerechtigkeitsfragen-fuer-deutschland.911.de.html?dram:article_id=362421\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &Auml;rmer als die Eltern &ndash; Wissenschaftliche Studie zeigt neuen Trend auf<\/strong><br>\nEs einmal besser zu haben als die Eltern &ndash; das ist seit Jahrzehnten eines der fundamentalen Versprechen moderner Gesellschaften, das jede neue Generation mit auf den Weg bekommt. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Versprechen f&uuml;r die Mehrheit in den meisten hochentwickelten L&auml;ndern auch eingel&ouml;st. Die Kinder sollten es einmal besser haben als man selbst, und hatten es in der Regel auch &ndash; von historischen Ausnahmef&auml;llen einmal abgesehen.<br>\nDieser Optimismus verliert seine Basis. Eine neue Studie, ausgerechnet vom elit&auml;ren McKinsey-Institute, mit dem Titel &bdquo;Poorer than their parents?&ldquo; zeigt einen ganz neuen Trend auf. Die Aussagen sind so deutlich und umfassend, dass kaum Zweifel bleiben: Es beginnt ein Zeitalter ohne das &bdquo;Ihr-habt-es-einmal-besser-Versprechen.&ldquo;<br>\nDie Studie kommt zum Ergebnis: Im vergangenen Jahrzehnt hatten in den westlichen Industriegesellschaften rund zwei Drittel der Menschen stagnierende oder sinkende Realeinkommen zur Verf&uuml;gung. Laut Studie betr&auml;gt der Anteil zwischen 65 und 70 Prozent. Zwar gleichen das Steuersystem sowie Sozialleistungen diese Kluft wieder etwas aus. Aber trotzdem, auch wenn man diese Effekte der Sozial- und Steuerpolitik ber&uuml;cksichtigt, haben 20 bis 25 Prozent der Haushalte keine Einkommenszuw&auml;chse gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201608084080\/wirtschaft\/wirtschaft-welt\/aermer-als-die-eltern.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Praktika sind anf&auml;llig f&uuml;r Mindestlohn-Missbrauch&rdquo;<\/strong><br>\nFaktencheck: Praktikum und Mindestlohn<br>\nSeit Anfang 2015 gilt der Mindestlohn &ndash; auch f&uuml;r viele Praktikantinnen und Praktikanten. Wie hat sich seitdem die Situation der Praktikanten ge&auml;ndert? Und wie wirken sich die massiven Ausnahmen aus, die der Gesetzgeber zugelassen hat? Diesen Fragen ist die DGB-Jugend in einer Studie nachgegangen. Ein Ergebnis: &ldquo;Die Arbeitgeber sind sehr kreativ, wenn es darum geht, bei einem Praktikum den Mindestlohn zu umgehen.&rdquo;<br>\nRund 60.000 Praktika werden jedes Jahr in Deutschland absolviert. Knapp drei Viertel davon finden im Rahmen des Studiums statt und sind damit als Pflichtpraktikum in der Regel vom Mindestlohn ausgenommen. Trotzdem hat sich seit der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns die finanzielle Situation der Praktikanten verbessert: Vorher bekamen sie im Schnitt weniger als 800 Euro brutto im Monat, das entspricht einem Stundenlohn von weniger als 4,61 Euro. (&hellip;)<br>\nDamit sch&uuml;tzt der Mindestlohn nicht nur vor Ausbeutung, er tr&auml;gt auch zur Verbesserung der Qualit&auml;t der Praktika bei. Trotzdem ist f&uuml;r die Politik noch einiges zu tun. &bdquo;Die Studie belegt, dass Praktika nach wie vor anf&auml;llig f&uuml;r Missbrauch sind&ldquo;, so Florian Haggenmiller, DGB-Bundesjugendsekret&auml;r. Unternehmen w&uuml;rden zum Beispiel freiwillige Praktika als Pflichtpraktika deklarieren, um den Mindestlohn zu umgehen, oder bei der Arbeitszeit und der Anrechnung von Sachleistungen auf das Praktikumsentgelt tricksen. (&hellip;)<br>\nDie Folge: &Uuml;ber 78 Prozent aller PrakikantInnen machen sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation, viele klagen &uuml;ber hohe psychische Belastungen. &bdquo;Praktika sind Teil eines insgesamt unsicheren Berufseinstiegs f&uuml;r junge Menschen&ldquo;, kritisiert Florian Haggenmiller. &bdquo;Die Gewerkschaftsjugend fordert, die Ausnahmen beim Mindestlohn gerade f&uuml;r freiwillige Praktika w&auml;hrend des Studiums zu schlie&szlig;en und eine generelle Einf&uuml;hrung eines Mindestentgelts f&uuml;r Pflichtpraktika analog zum jeweiligen BAf&ouml;G-H&ouml;chstsatz.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++39ff68c6-5d4d-11e6-8c2f-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Firmen m&uuml;ssen den Arbeitsalltag &auml;ndern<\/strong><br>\nImmer mehr Besch&auml;ftigte werden immer l&auml;nger krank. &bdquo;Sichzusammenrei&szlig;en&ldquo; hilft da nicht. Die Unternehmen sind gefragt. (&hellip;)<br>\nMehr als jeder dritte (37 Prozent) Berufst&auml;tige wurde im ersten Halbjahr 2016 mindestens einmal krankgeschrieben. Im Schnitt dauerte eine Erkrankung 12,3 Tage. So viel krankgeschrieben wurde das letzte Mal vor mehr als zwanzig Jahren. Es fehlt nat&uuml;rlich nicht an den &uuml;blichen Kommentaren: Krankgeschriebensein und Kranksein sind zweierlei. Die &uuml;blichen Schlauberger erkl&auml;ren, der Anstieg der Krankschreibungen sei kein Alarmzeichen, sondern ein deutlicher Hinweis darauf, wie kr&auml;ftig die Konjunktur wieder anziehe. Wer um seinen Arbeitsplatz f&uuml;rchte, der bei&szlig;e lieber die Z&auml;hne zusammen, als zum Arzt zu gehen.<br>\nNat&uuml;rlich wei&szlig; niemand genau, wie viel Prozent der Krankgeschriebenen Simulanten sind. Aber die Tatsache, dass auch die Dauer der Krankschreibungen in die H&ouml;he gegangen ist, weist darauf hin, dass es um Ernsteres geht als um die schnell mal dazwischen geschobene Erk&auml;ltung. Man sollte die Konjunktur-Erkl&auml;rung ruhig mal bei Seite schieben und einen Blick auf die Erkrankungen werfen. Da wird man schnell nachdenklich. (&hellip;)<br>\nJe dichter unser Arbeitstag wird, je selbstverst&auml;ndlicher wir jederzeit ansprechbar sein m&uuml;ssen, desto mehr fehlen unserer Seele die Auszeiten. Die Minuten, in denen wir an andere Dinge als Arbeit denken. Manche arbeiten besser, wenn sie dabei singen. Andere m&ouml;chten immer mal aufspringen wie Hans Rosenthal es seinerzeit tat oder auch mal in der Nase bohren.<br>\nDas alles geht nicht mehr. Wir stehen ununterbrochen unter Aufsicht. Das macht krank. Wir verlieren uns, wenn wir nicht mehr wir selbst sein k&ouml;nnen. Frauen, denen das Leben von der Gesellschaft sowieso schon schwerer gemacht wird, fehlten &uuml;brigens im vergangenen Halbjahr aus psychischen Gr&uuml;nden fast doppelt so h&auml;ufig wie M&auml;nner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/krankschreibungen-firmen-muessen-den-arbeitsalltag-aendern,29607566,34591352.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34492#h04\">hier<\/a> auf den erh&ouml;hten Krankenstand der Arbeitnehmerschaft in Deutschland hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausgepflegt<\/strong><br>\nTausende Pfleger in Deutschland sind ausgebrannt und geben auf. Menschenw&uuml;rde im Heim? Oft unm&ouml;glich. Das System erdr&uuml;ckt Bewohner und Betreuer. Zwei Pfleger berichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2016-08\/altersheime-pflege-personal-mangel-arbeitsbedingungen\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So traurig das alles ist: f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne oder einen besseren Pflegeschl&uuml;ssel, also f&uuml;r die Menschenw&uuml;rde, ist einfach kein Geld da, das m&uuml;ssen die Pfleger doch einsehen. Das Geld wird schlie&szlig;lich schon f&uuml;r Bankenrettungen und noch mehr Steuersenkungen f&uuml;r Gutverdiener ben&ouml;tigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gegen die Empfehlung<\/strong><br>\nWeil der Staat die M&uuml;ll-Abholung nicht organisieren kann, soll das laut Bremer Senats-Beschluss weiterhin eine Privatfirma machen. Gutachter sahen das anders. In der Politik ist es wie in einem guten Chor: Am Ende m&uuml;ssen alle gemeinsam singen. Der Kompromiss, den Gr&uuml;ne und SPD im Juli f&uuml;r die Zukunft der M&uuml;llabfuhr gefunden haben, sei eine &bdquo;sehr gute und in die Zukunft weisende Weichenstellung&ldquo;, meinte der SPD-Abgeordnete Arno Gottschalk. Der Kompromiss sorge f&uuml;r eine &bdquo;zuverl&auml;ssige M&uuml;llabfuhr mit stabilen Geb&uuml;hren&ldquo;, erkl&auml;rte die Gr&uuml;nen-Sprecherin Maike Schaefer.<br>\nEs ging um die Frage, ob die M&uuml;llabfuhr wieder kommunal werden soll oder weiterhin privat organisiert bleibt. Sie bleibt gr&ouml;&szlig;tenteils privat: Mit 51,1 Prozent der Anteile soll die unternehmerische F&uuml;hrung bei dem privaten Partner liegen, so der Kompromiss, mit 49,9 Prozent der Anteile soll die Kommune mehr Einfluss bekommen als bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-um-Muell-Rekommunalisierung-in-Bremen\/!5324388\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der privatisierte M&uuml;llmann kostet also 41% weniger als der &ouml;ffentliche M&uuml;llmann &ndash; bzw. bekommt nur 59% des eigentlich korrekten Lohns. Au&szlig;erdem macht der private Betreiber 2 x 3 = 6 Millionen Euro Gewinn &ndash; schon toll, so eine Privatisierung. Also wenigstens f&uuml;r einige. Wenigstens auf die Gr&uuml;nen ist Verla&szlig;; die sind konsequent inkonsequent, wobei mir der fr&uuml;here Widerstand gegen die Privatisierung besser gef&auml;llt als der heutige Widerstand gegen die Rekommunalisierung. &ldquo;Die Vertr&auml;ge, mit denen die M&uuml;llabfuhr 1998 privatisiert wurde, seien auff&auml;llig schlecht, hei&szlig;t es da.&rdquo; Zum Ausgleich ist die Gutachtert&auml;tigkeit zur Rekommunalisierung angemessen teuer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitslosigkeit, Armut und Tristesse<\/strong><br>\nDeutschland ist ein reiches Land, mit einer boomenden Wirtschaft. Davon kommt allerdings im Ruhrgebiet &ndash; der ehemals wichtigen Stahl- und Kohleregion &ndash; nichts an. Hier gibt es viele bed&uuml;rftige Menschen, vor allem so viele bed&uuml;rftige Kinder, wie sonst nirgendwo in Deutschland. Und es geht seit Jahren immer mehr bergab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ruhrgebiet-arbeitslosigkeit-armut-und-tristesse.724.de.html?dram:article_id=362393\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Berechnungen: So teuer w&uuml;rden Seehofers Rentenpl&auml;ne f&uuml;r die Jungen<\/strong><br>\nW&uuml;rden sich CSU-Chef Horst Seehofer oder sein SPD-Kollege Sigmar Gabriel mit ihrer Forderung durchsetzen, das Rentenniveau auf dem heutigen Stand einzufrieren und nicht weiter absinken zu lassen, k&ouml;nnte das bis zum Jahr 2040 fast 600 Milliarden Euro kosten. Das geht aus Berechnungen hervor, die das Basler Prognos-Institut f&uuml;r den SPIEGEL erstellt hat. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rente-festhalten-an-rentenniveau-wuerde-fast-600-milliarden-euro-kosten-a-1106305.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL hat nicht nur die Zerschlagung der Sozialsysteme ma&szlig;geblich journalistisch begleitet und vorbereitet, sondern bleibt das beste Pferd im Stall der Arbeitgeberverb&auml;nde, ein neoliberaler Wolf im angeblich linksliberalen Schafspelz. Zun&auml;chst kann man leicht ausrechnen, da&szlig; die genannten 600 Milliarden Euro in jedem der 24 Jahre (2016 bis 2040) gerade mal 25 Milliarden Euro pro Jahr ausmachen, nicht einmal ein Prozent des Bruttosozialprodukts. Heute fordert die CDU-Mittelstandsvereinigung Steuersenkungen, die haupts&auml;chlich Gutverdienern n&uuml;tzen w&uuml;rden und nicht, wie h&ouml;here Renten, allen, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-unions-wirtschaftspolitiker-legen-entlastungskonzept-vor-a-1106606.html\">in H&ouml;he von 30 Milliarden Euro j&auml;hrlich<\/a>. Die vehemente Kritik des SPIEGEL an diesem Irrsinnsvorschlag entf&auml;llt.<\/em><br>\n<em>Wahrscheinlich ist die Prognos-Rechnung nicht einmal inflationsbereinigt, also geht es wohl um wesentlich bescheidenere Betr&auml;ge. Dann m&uuml;ssen die genannten Kosten nicht von &ldquo;den J&uuml;ngeren&rdquo; getragen werden, sondern zur H&auml;lfte von den Unternehmen, die der SPIEGEL gerne noch mehr beg&uuml;nstigen m&ouml;chte. Die J&uuml;ngeren dagegen w&uuml;rden enorm davon profitieren, eine (halbwegs) ausk&ouml;mmliche Rente zu erhalten, f&uuml;r die sie auch noch weniger zahlen m&uuml;&szlig;ten als nach den bisherigen Planungen, denn die &ldquo;eigene Altersvorsorge&rdquo; aus dem Nettogehalt k&ouml;nnte entfallen. Das Ganze ist eine bewu&szlig;te Falschdarstellung des SPIEGEL, basierend auf einer eigenen Auftragsstudie. Auch liest man im SPIEGEL nicht die &uuml;berf&auml;llige Forderung nach deutlichen Lohnerh&ouml;hungen in Deutschland, sondern da wird weiter von Wettbewerbsf&auml;higkeit schwadroniert. Ein ganz furchtbares Blatt und f&uuml;r BDI\/BDA wertvoller als der offensichtliche PR-Verein INSM, der &auml;hnliche Thesen vertritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fahrverbot f&uuml;r s&auml;umige Unterhaltszahler und &ldquo;Hater&rdquo;<\/strong><br>\nJustizminister Maas k&uuml;ndigt noch f&uuml;r dieses Jahr einen Gesetzesentwurf zur &ldquo;juristischen Allzweckwaffe&rdquo; an. Daran h&auml;ngen sich, wie jedes Mal, auch absurde Forderungen [&hellip;]<br>\nJetzt ist wieder Sommerloch und der Justizminister spricht erneut vom Referentenentwurf zur &Auml;nderung des &sect; 44 StGB, der bald Gesetz werden soll. Aber jetzt, so der Fachmann f&uuml;r juristische Kommentare bei der SZ, Heribert Prantl, &ldquo;wird es ernst&rdquo;.<br>\nDie &ldquo;juristische Allzweckwaffe&rdquo; k&ouml;nnte jetzt tats&auml;chlich kommen, l&auml;sst Prantl verstehen. Auch er hebt darauf ab, dass die Sanktion effektiv ist, weil sie sp&uuml;rbar ist. Sie w&uuml;rde der Fantasielosigkeit des bisherigen Sanktionensystems mit Geld-und Freiheitsstrafen sprengen. Fahrverbot schmerze lange, wohingegen eine Geldstrafe meist schnell bezahlt sei und die Verurteilung auf Bew&auml;hrung schnell vergessen. Ob man das tats&auml;chlich so &uuml;ber einen Kamm scheren kann, ist fraglich.<br>\nF&uuml;r Prantl ist das Argument der Ungleichbehandlung wichtiger. Hier verl&auml;sst er sich ganz auf die bisherige Handhabung des Fahrverbots durch die Richter. Sie h&auml;tten schon beim Entzug der Fahrerlaubnisse bei Verkehrsdelikten darauf achten m&uuml;ssen, dass die Strafe unterschiedliche Auswirkungen auf unter unterschiedliche Lebensverh&auml;ltnisse habe. Jetzt werde von den Richtern eben &ldquo;noch mehr Gef&uuml;hl f&uuml;r individuelle Gerechtigkeit&rdquo; verlangt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49067\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Experten fordern sch&auml;rferes Antidiskriminierungsgesetz<\/strong><br>\nWer eine Behinderung oder die vermeintlich falsche Religion hat, wird bei der Wohnungs- oder Jobsuche h&auml;ufig benachteiligt. Experten wollen nun das Gleichbehandlungsgesetz versch&auml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/agg-experten-fordern-schaerferes-antidiskriminierungsgesetz-a-1106564.html\">Karriere Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist ein grunds&auml;tzliches Dilemma gerade linker Politik, es geht fast ausschlie&szlig;lich um die Bek&auml;mpfung m&ouml;glicher Benachteiligung auf Grund von Rasse, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung. Die grunds&auml;tzliche Frage nach den sozialen Verh&auml;ltnissen, nach den Besitzverh&auml;ltnisse und der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums wird &uuml;berhaupt nicht mehr gestellt. Dabei ist die, der kapitalistischen Gesellschaft immanente Diskriminierung auf Grund der sozialen Herkunft, die nach wie vor schlimmste Form der Diskriminierung &uuml;berhaupt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche braucht mehr als eine Spezialeinheit<\/strong><br>\n&bdquo;Der Wechsel der Financial Intelligence Unit (FIU) vom BKA zum Zoll und deren personeller Ausbau ist sinnvoll, l&ouml;st aber das Problem von Geldw&auml;sche in Deutschland nicht&ldquo;, erkl&auml;rt Frank Tempel, f&uuml;r DIE LINKE stellvertretender Vorsitzender des Innenausschusses, anl&auml;sslich der heute bekanntgewordenen Pl&auml;ne von Finanzminister Sch&auml;uble zur Aufstockung und Neuorganisation der Financial Intelligence Unit. Tempel weiter:<br>\n&bdquo;Gegen die weitverbreitete Geldw&auml;sche kann nur ein B&uuml;ndel von Ma&szlig;nahmen helfen, da ist es mit einer Spezialeinheit von 160 Mitarbeitern nicht getan.<br>\nEs braucht eine deutliche personelle Aufstockung beim unterbesetzten Zoll und die Konzentration der polizeilich agierenden Mitarbeiter in einer Bundesfinanzpolizei. Das w&uuml;rde die Schlagkraft deutlich erh&ouml;hen.<br>\nDes Weiteren ist ein Ausbau der Steuerfahndungen der L&auml;nder unabdingbar, da Betriebspr&uuml;fungen viel zu selten durchgef&uuml;hrt werden.<br>\nNicht zuletzt w&uuml;rde ein Strafrecht mit sch&auml;rferen Sanktionen gegen Banken und Kanzleien, die Assistenz zu Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung leisten, das Beihilfeumfeld von Geldw&auml;schern austrocknen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/bekaempfung-geldwaesche-braucht-mehr-spezialeinheit\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TPP: US-Vormacht<\/strong><br>\nMehr oder weniger direkt r&auml;umt Robert Manning vom Atlantic Council im Interview ein, dass es beim Transpazifischen Partnerschaftsabkommen, TPP, dem Gegenst&uuml;ck zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft, TTIP, um den Ausschluss Chinas und die Sicherung der US-Vormachtstellung dreht: &ldquo;A failure to ratify TPP would mark an inflection point for the US role in Asia [&hellip;] It would cede the playing field to China, which is pursuing a regional agreement&mdash;the Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP)&mdash;with far lower standards [&hellip;] There is a danger that if US economic involvement in Asia diminishes, the demonstrable benefits of the US strategic role in Asia will diminish and with it, the public&rsquo;s and Congress&rsquo; support for a predominant US security role.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/08\/07\/tpp-us-vormacht\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Geht es beim TTIP nicht auch um die Sicherung der US-Vormacht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Besetzt, gerettet &ndash; Zukunft ungewiss<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren halten Arbeiter den kleinen Betrieb Viome in Thessaloniki besetzt. Der Besitzer hatte 2011 Konkurs angemeldet und wollte den Betrieb dichtmachen. Doch die Arbeiter bildeten eine Kooperative und setzen Teile der Produktion fort. Rechtlich steht ihr Erfolg aber weiter auf schwachen F&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/arbeiterselbstverwaltung-in-griechenland-besetzt-gerettet.795.de.html?dram:article_id=362452\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Spanische Auszubildende in Deutschland: Die Sprache ist oft das gr&ouml;&szlig;te Problem<\/strong><br>\nIm Herbst 2013 hatten 32 junge Spanierinnen und Spanier eine Ausbildung im Handwerk in Mittelhessen begonnen. Jetzt stehen weniger als die H&auml;lfte kurz vor ihrer Gesellenpr&uuml;fung. Der Rest hat abgebrochen. Vor allem Azubis unter 20 hatten Schwierigkeiten, in Deutschland Fu&szlig; zu fassen. Als Hindernis erwies sich oft die Berufsschule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spanische-auszubildende-in-deutschland-die-sprache-ist-oft.680.de.html?dram:article_id=362482\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Viele werden schwer vermittelbar bleiben<\/strong><br>\nDie schlimmsten Zeiten der Wirtschaftskrise scheint Spanien zwar &uuml;berwunden zu haben, aber die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor hoch &ndash; besonders bei den jungen Menschen. Eine feste Anstellung haben nur wenige, viele Vertr&auml;ge werden nur f&uuml;r Monate, Wochen oder sogar wenige Tage abgeschlossen. Und Besserung ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jugendarbeitslosigkeit-in-spanien-viele-werden-schwer.680.de.html?dram:article_id=362471\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wir befinden uns nicht im Krieg: GdP lehnt Einsatz der Bundeswehr im Innern ab<\/strong><br>\nDie Stimmen vor allem aus Unionskreisen, zur Terrorabwehr die Bundeswehr auch im Innern einzusetzen, verstummen nicht. Oliver Malchow, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), lehnt das strikt ab.<br>\nManchen Politikern geht der Ruf nach dem Einsatz der Bundeswehr im Innern schnell von den Lippen. Das ruft bei meinen Kolleginnen und Kollegen nur Kopfsch&uuml;tteln hervor. Ich habe kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r diese jetzt neu entfachte Diskussion. Gerade nach dem allerorten gelobten Einsatz der Polizei im Zusammenhang mit dem M&uuml;nchner Amoklauf verbieten sich solche alten Kamellen. Wir befinden uns nicht im Krieg, auch wenn Terroristen und immer mehr Politiker das behaupten. Wir haben auch keinen Staatsnotstand.<br>\nDie Bundeswehr soll ja nur unterst&uuml;tzen, schr&auml;nkt die Fraktion der Bef&uuml;rworter sofort ein, um aufkommenden politischen Gegenwind die Kraft zu nehmen. Dabei haben diejenigen, die das fordern, eigentlich nicht unrecht. Ja, die Polizei ben&ouml;tigt Unterst&uuml;tzung. Sie braucht mehr gut ausgebildetes Personal, sie braucht modernere Streifenwagen, eine bessere Schutzausstattung, zeitgem&auml;&szlig;e IT-Technik, kompatible IT-Str&auml;nge und, und, und. Was davon aber soll ihr die Bundeswehr in einer kritischen Lage geben?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/37-2016\/++co++3541bdb4-5d4f-11e6-9310-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Immer mehr Gefl&uuml;chtete verklagen Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nZwei Jahre oder l&auml;nger wartet manch Gefl&uuml;chteter, um zu erfahren, ob ihm Deutschland Asyl gew&auml;hrt. Viele wollen das nicht hinnehmen. Die Anzahl der Klagen wegen Unt&auml;tigkeit hat sich in den vergangenen drei Monaten beinahe verdoppelt. Immer mehr Gefl&uuml;chtete klagen gegen das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF), weil ihnen die Asylverfahren zu lange dauern. Nach Informationen von hr-iNFO waren Ende Mai bundesweit knapp 6000 sogenannte Unt&auml;tigkeitsklagen gegen das Amt anh&auml;ngig. Damit hat sich die Zahl der Klagen allein von M&auml;rz bis Mai dieses Jahres fast verdoppelt. F&uuml;r Ende M&auml;rz hatte die Bundesregierung in der Fragestunde des Bundestags k&uuml;rzlich von 3271 Klagen gesprochen. Auf Anfrage erkl&auml;rte das Bundesamt, dass diese Zahl bis Ende Mai auf 5805 gestiegen sei. Das entspricht einer Steigerung von 80 Prozent innerhalb von zwei Monaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/klagen-fluechtlinge-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Ich bin live.&ldquo; &ndash; &bdquo;Das ist ganz schlecht.&ldquo;<\/strong><br>\nIn Saarbr&uuml;cken ist am Sonntag etwas passiert.<br>\nDie Polizei hat dort am Vormittag einen Teil der Innenstadt abgesperrt. Ein Sondereinsatzkommando ist anger&uuml;ckt, Journalisten sind herbeigeeilt, einige Schaulustige auch. Und dann standen sie nahe eines Restaurants, in dem sich angeblich ein Mann verschanzt hatte, bewaffnet und blut&uuml;berstr&ouml;mt. Als das SEK den Laden st&uuml;rmte, fand es den Mann im Keller des Lokals.<br>\nUnbewaffnet. Leicht verletzt. Er schlief.<br>\nEs ist das beruhigende Ende einer Geschichte, die insgesamt beunruhigend ist, weil sie zeigt, was schief laufen kann, wenn Menschen und Medien derzeit mitbekommen, dass irgendwer eine Waffe hat. Auch wenn er keine hat.<br>\nDie erste Meldung kam vormittags von &bdquo;Bild&ldquo;, andere Medien zogen rasch nach. Und dann ging das Ausmalen los: Dass der Mann geblutet habe und eine Waffe bei sich trug, wollten Zeugen gesehen haben. Es hie&szlig; auch, er habe das Lokal betreten und Angestellte weggeschickt. Schnell wurde daraus, er habe das Lokal &bdquo;gest&uuml;rmt&ldquo;, aus &bdquo;blutverschmiert&ldquo; wurde &bdquo;blut&uuml;berstr&ouml;mt&ldquo;. Als der Mann sp&auml;ter abgef&uuml;hrt wurde, trug er eine helle, saubere Hose. Dabei hatte es doch angeblich auch eine Geiselnahme gegeben. Und Sch&uuml;sse.<br>\nAlles Unsinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/7168\/ich-bin-live-das-ist-ganz-schlecht\/\">&Uuml;berMedien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Rechtsruck in Europa: Zur&uuml;ck ins 19. Jahrhundert<\/strong><br>\nNationalistische und rechtspopulistische Parteien sind in vielen L&auml;ndern Europas im Aufwind. Sie profitieren von inneren und &auml;u&szlig;eren Krisen und einer unglaubw&uuml;rdig gewordenen Idee der Europ&auml;ischen Union. Einer komplexen Welt und ihren Problemen stellen sie ein Idyll der Vergangenheit entgegen. Die europ&auml;ische Integration zeigt ernsthafte Aufl&ouml;sungserscheinungen. Die Regierungen Polens und Ungarns stellen die Grundideen der Europ&auml;ischen Union offen infrage. In der Fl&uuml;chtlingskrise zeigen sich strukturelle Fehler der europ&auml;ischen Konstruktion und verhindern eine solidarische Aufteilung der Fl&uuml;chtenden. In S&uuml;deuropa ringen die Gesellschaften mit den sozialen und &ouml;konomischen Folgen der Wirtschafts-, Banken- und Finanzkrisen. Tausende junge Menschen verabschieden sich aus ihren L&auml;ndern und oft auch von einer positiven Vision europ&auml;ischer Integration. An die Stelle eines sozialen und empathischen Europas trat in ihren Augen die Dominanz eines kalten und b&uuml;rokratischen Hegemons unter F&uuml;hrung Deutschlands, das lieber kalt sanieren lie&szlig;, anstatt warmherzig zu helfen. In Gro&szlig;britannien stimmt die Bev&ouml;lkerung sogar &uuml;ber den Austritt aus der Europ&auml;ischen Union ab. Dies sind vor allem interne Faktoren.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160809-Bild_Katapult.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160809-Bild_Katapult-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/zurueck-ins-19-jahrhundert\/\">Katapult Magazin<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: So gef&auml;hrdet sind westliche Demokratien<\/strong><br>\nDie Demokratie in Deutschland sei akut in Gefahr, warnt der Historiker Andreas Wirsching in der &ldquo;SZ&rdquo;. Alle westlichen Gesellschaften h&auml;tten derzeit erhebliche Identit&auml;tsprobleme, die extremistische Staatsformen beg&uuml;nstigen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wie gef&auml;hrdet sind die westlichen Kernl&auml;nder der Demokratie?&rdquo;, fragt Wirsching. Seine Antwort vorweg: Erheblich. Oder in seinen Worten: &ldquo;Worauf wir uns jetzt vielmehr besinnen m&uuml;ssen, ist, dass es tats&auml;chlich schon f&uuml;nf vor zw&ouml;lf sein k&ouml;nnte.&rdquo; Und so kommt der Professor f&uuml;r Neueste Geschichte zu seinem Urteil: Historisch betrachtet, habe die Stunde des Extremismus meistens dann geschlagen, wenn drei Voraussetzungen erf&uuml;llt gewesen seien:<br>\n&ldquo;Wenn &ndash; erstens &ndash; Identit&auml;ten noch nicht gesichert sind oder erst etabliert werden m&uuml;ssen; wenn &ndash; zweitens &ndash; bestehende Identit&auml;ten kultureller Ver&auml;nderung ausgesetzt sind und damit als akut bedroht empfunden werden; und wenn &ndash; drittens &ndash; zur Identit&auml;tsunsicherheit &ouml;konomisch begr&uuml;ndete Statusunsicherheit tritt.&rdquo; Und genau diese drei Bedingungen seien zurzeit eindeutig erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/aus-den-feuilletons-so-gefaehrdet-sind-westliche-demokratien.1059.de.html?dram:article_id=362425\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gerechtigkeitsfragen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nPrek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nehmen zu, der soziale Aufstieg ist nicht mehr selbstverst&auml;ndlich. Der Soziologe Oliver Nachtwey beschreibt im Interview mit dem Deutschlandfunk, wie sich daraus Ungerechtigkeitserfahrungen, gesellschaftliche Konflikte und politische Probleme ergeben.<br>\nVerlierer hat es in der Gesellschaft immer gegeben. Das Modell der sozialen Marktwirtschaft versprach im Nachkriegsdeutschland dagegen ausgleichende Gerechtigkeit: Alle konnten an Wachstum und Wohlstand teilnehmen. Heute aber nehmen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zu.<br>\nDer &Ouml;konom und Soziologe Oliver Nachtwey nennt das Ph&auml;nomen auch in seinem gleichnamigen Buch  &ldquo;Abstiegsgesellschaft&rdquo;. Er ist am Frankfurter Institut f&uuml;r Sozialforschung t&auml;tig. Bei den Kulturfragen beginnt damit eine lose Serie &uuml;ber Gerechtigkeitsfragen in der Gegenwart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abstiegsgesellschaft-gerechtigkeitsfragen-fuer-deutschland.911.de.html?dram:article_id=362421\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Friedensfahrt nach Moskau gestartet &ndash; F&uuml;r die V&ouml;lkerverst&auml;ndigung 4.200 Kilometer durch sechs L&auml;nder<\/strong><br>\nGestern ist die Friedensfahrt nach Moskau in Berlin gestartet. Initiatoren sind Dr. Rainer Rothfu&szlig; und Friedensaktivist Owe Schattauer. Ein Autokonvoi mit etwa 250 Aktivisten startete gestern nach einer Auftakt-Kundgebung vor dem Brandenburger Tor die 4.200 Kilometer lange Reise durch sechs L&auml;nder, um f&uuml;r Frieden zwischen Deutschland und Russland zu werben, nachdem in Medien und Politik stetig Russland d&auml;monisiert wird und die NATO-sich zunehmend an Russlands Grenze konzentriert.<br>\nZwischenstopps sind in Kaliningrad, Pskow, St.Petersburg, Moskau, Minsk und Posen geplant. Schattauer erkl&auml;rte gestern bei der Auftakt-Veranstaltung, dass mit dieser Aktion dem Keil, den die NATO, die USA sowie Politiker und Medien zwischen Russland und Deutschland treiben, auf B&uuml;rgerebene entgegen gewirkt werden soll. Auch der ehemalige verteidigungspolitische Sprecher der CDU\/CSU sowie Parlamentarischer Staatssekret&auml;r beim Bundesminister der Verteidigung Willy Wimmer hielt vor dem Brandenburger Tor eine unterst&uuml;tzende Rede.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/kurzclips\/39871-friedensfahrt-nach-moskau-gestartet-\/\">RT Deutsch<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.druschba.info\/\">druschba.info<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>FC Bayern M&uuml;nchen: Uli Hoene&szlig; wird wieder Pr&auml;si&hellip; &auml;h stellt sich zur Wahl<\/strong><br>\nUli Hoene&szlig; kommt zur&uuml;ck: Der 64-J&auml;hrige will beim FC Bayern M&uuml;nchen ein Comeback als Pr&auml;sident feiern. Im November soll er gew&auml;hlt werden &ndash; Gegenkandidaten gibt es bisher praktischerweise nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/uli-hoeness-kandidiert-als-praesident-des-fc-bayern-muenchen-a-1106643.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ohne Worte! Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Fans, der sich seine Dauerkarte vielleicht m&uuml;hsam zusammenspart. Man muss in Deutschland kriminelle Gesch&auml;fte nur im gro&szlig;en Stil betreiben &ndash; siehe auch Deutsche Bank &ndash; schon ist man sakrosankt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Tief in der Nacht: Bundesregierung schleust Fl&uuml;chtlingsmassen &uuml;ber Flugh&auml;fen ein<\/strong><br>\nOffiziell entspannt sich die Fl&uuml;chtlingskrise in Deutschland: Immer weniger spazieren &uuml;ber die Balkanroute, man sieht kaum noch Sonderz&uuml;ge oder Busse. Kein Wunder: Offenbar reisen sie mit dem Flugzeug an. Bei Nacht und Nebel landet Sonderflug um Sonderflug an deutschen Flugh&auml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.kopp-verlag.de\/hintergruende\/deutschland\/markus-maehler\/tief-in-der-nacht-bundesregierung-schleust-fluechtlingsmassen-ueber-flughaefen-ein.html\">Kopp Verlag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was der Kopp Verlag hier meldet, sieht eher nach Realsatire aus. Die &bdquo;Sonderfl&uuml;ge&ldquo; sind bei n&auml;herer Betrachtung ganz normale Linienfl&uuml;ge (z.B. <a href=\"http:\/\/www.airportia.com\/flights\/xq112\/antalya\/cologne\">SQ112 Antalya-K&ouml;ln<\/a>) t&uuml;rkischer Fluggesellschaften, die zu n&auml;chtlicher Zeit &bdquo;traditionell&ldquo; Urlauber transportieren, die sehr preisbewusst unterwegs sind. Das als Bestandteil des &bdquo;Merkel-Plans&ldquo; auch vereinzelt Fl&uuml;chtlinge <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fluechtlinge-in-deutschland-erstes-flugzeug-mit-syrern-in-hannover-gelandet\/13397936.html\">mit dem Flugzeug<\/a> nach Deutschland kommen, ist freilich richtig. Wer zwischen den Zeilen aber jeden Urlaubsflieger zu einem &bdquo;Sonderflug&ldquo; macht, mit dem angeblich &bdquo;Fl&uuml;chtlingsmassen&ldquo; eingeschleust werden, erledigt das Handwerk rechter Hetzer. Gerade der Kopp-Verlag spart ja nicht mit Kritik an &bdquo;der L&uuml;genpresse&ldquo;. Warum hat Kopp nicht einmal beim Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge angefragt, wie viele Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber den Luftweg in den letzten Wochen nach Deutschland kamen? Warum hat sich ein Kopp-&bdquo;Journalist&ldquo; nicht einmal einen der &bdquo;Sonderfl&uuml;ge&ldquo; vor Ort in K&ouml;ln\/Bonn oder Hannover angeschaut? Am knappen Budget kann es ja nicht liegen. Nachrichten zu &uuml;berpr&uuml;fen ist aber journalistisches Handwerk.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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