{"id":34554,"date":"2016-08-10T08:34:45","date_gmt":"2016-08-10T06:34:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554"},"modified":"2016-08-10T08:43:26","modified_gmt":"2016-08-10T06:43:26","slug":"hinweise-des-tages-2685","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h01\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h02\">Nach der Querfront gegen Erdogan endlich die Stunde der Vermittler?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h03\">T&uuml;rkisch-russische Ann&auml;herung: Korrektur oder Wende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h04\">Die Einkommensungleichheit ist in Deutschland heute &ldquo;weit h&ouml;her&rdquo; als noch vor 20 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h05\">Subventionen f&uuml;r deutsche Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h06\">Jusos k&uuml;ndigen Nein zu Freihandelsabkommen Ceta an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h07\">Wieso durften Krisenbanken Dividenden aussch&uuml;tten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h08\">Gerechtigkeitsfragen f&uuml;r Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h09\">Rheinmetall: H&ouml;henflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h10\">Researchers or Corporate Allies? ThinkTanks Blur the Line<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h11\">Daumen waagerecht: In den USA mehren sich die kritischen Stimmen gegen&uuml;ber der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h12\">Weltsozialforum: Aktivisten str&ouml;men nach Montr&eacute;al<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h13\">Gesellschaft im Wandel: Taub und blind gegen&uuml;ber dem Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h14\">Deutsche Fl&uuml;chtlingspolitik: Abschrecken, Abweisen, Abschieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h15\">Hochschulpolitik: Lidls verl&auml;ngerte Werkbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h16\">Die kriegen den Kanal nie voll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34554#h17\">Ex-CIA-Mann McMullin tritt als Unabh&auml;ngiger gegen Trump an<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abschied von Amerika<\/strong><br>\nIn der ersten Folge seiner ZEIT-Kolumne erkl&auml;rt Can D&uuml;ndar, warum die T&uuml;rkei sich mit Russland und der islamischen Welt verb&uuml;nden k&ouml;nnte &ndash; und den Westen verschm&auml;ht. (&hellip;) Werfen wir einen kurzen Blick ins t&uuml;rkische Geschichtsbuch, ein Leckerbissen f&uuml;r Verschw&ouml;rungstheoretiker, bevor wir uns m&ouml;glichen strategischen Konsequenzen widmen: 1960 kam es zur ersten Milit&auml;rintervention unter Premierminister Menderes. Die Beziehungen zum Westen steckten in einer Sackgasse, neue Kredite wurden verweigert. Menderes wandte sich gen Norden und setzte auf der Suche nach neuen Krediten f&uuml;r den Monat Juni eine Moskau-Reise an. Kurz davor, am 27. Mai, wurde er gest&uuml;rzt. Der zweite Coup richtete sich 1971 gegen Premier Demirel. Mitte der sechziger Jahre hatten die USA eine t&uuml;rkische Milit&auml;rintervention auf Zypern verhindert, antiamerikanische Stimmung kochte hoch, Demirel reiste 1967 nach Moskau und unterzeichnete Abkommen &uuml;ber Gro&szlig;investitionen. 1971 wurde er gest&uuml;rzt. Manche glauben, Washington verzeihe nicht, wenn man auf Moskau als Alternative setze. F&uuml;r sie stecken die USA hinter dem Putschversuch, der genau 18 Tage stattfand nachdem Erdogan Russland den Friedenszweig gereicht hatte. Ihre Frage lautet: &ldquo;Sind die Putschisten &lsquo;Amerikas Jungs&rsquo;?&rdquo; Dieser Ausdruck stammt von 1980. Der Diplomat, der den CIA-T&uuml;rkeichef Paul Henze vom Putsch unterrichtete, sagte damals: &ldquo;Your boys have done it.&rdquo; Dieser Satz ist in der T&uuml;rkei unvergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/33\/tuerkische-aussenpolitik-tuerkei-russland-beziehungen-westen-meine-tuerkei\">Can D&uuml;ndar bei Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Tats&auml;chlich deutet inzwischen einiges auf eine Beteiligung von Amerikanern beim j&uuml;ngsten Putschversuch in der T&uuml;rkei. Brisante Details zu diesem Verdacht finden sich zum Beispiel in der t&uuml;rkischen Presse <a href=\"http:\/\/www.yenisafak.com\/en\/news\/us-commander-campbell-the-man-behind-the-failed-coup-in-turkey-2499245\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.yenisafak.com\/en\/news\/cias-clandestine-meeting-in-istanbul-on-coup-night-2499850\">hier<\/a>. Auch ein <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article157491643\/Die-seltsamen-Tweets-aus-der-Nacht-des-Putsches.html\">aktueller Bericht<\/a> in der WELT stellt kritische Fragen in dieser Richtung. Eine l&auml;ngere und lesenswerte Einsch&auml;tzung findet sich f&uuml;r interessierte Leser dar&uuml;berhinaus <a href=\"http:\/\/www.globalresearch.ca\/erdogans-checkmate-cia-backed-coup-in-turkey-fails-upsets-global-chessboard\/5538735\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Willy Wimmer hat diese Vermutung schon sehr viel fr&uuml;her ge&auml;u&szlig;ert. Am 22. Juli schickte er mir folgende Mail: <\/em><br>\n<em>&hellip; zum gescheiterten Putsch in der T&uuml;rkei, dem Abschu&szlig; des russischen Kampfflugzeuges und den Auswirkungen auf die t&uuml;rkische Politik gegen&uuml;ber des Russischen F&ouml;deration, den USA und dem Nahen Osten habe ich mit Ken Jebsen ein Gespr&auml;ch gef&uuml;hrt.<\/em><br>\n<em>Das Gespr&auml;ch ist <a href=\"https:\/\/Kenfm.de\/willy-wimmer-putsch-tuerkei\/\">hier<\/a> abzurufen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der oben verlinkte Artikel aus der &bdquo;t&uuml;rkischen Presse&ldquo; gibt mehr oder weniger 100% die offizielle Sprachregelung der Erdogan-Regierung wieder. Was auch kein Wunder ist, da <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Yeni_%C5%9Eafak\">Yeni &#350;afak<\/a> als treue und bedingungslose Unterst&uuml;tzerin der AKP bekannt ist. Und auch der Artikel von Eric Draitser auf Globalresearch.com wirft mehr Fragen auf, als er beantwortet. Wir bewegen uns hier im Reich der Spekulationen; statt &bdquo;Beweise&ldquo; haben wir nur fragw&uuml;rdige Indizien. Die NachDenkSeiten verlinken diese Indizien, so dass Sie sich ihr eigenes Bild machen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Neuanfang &ndash; und ein Signal an den Westen<\/strong><br>\nAnderthalb Stunden haben Russlands Pr&auml;sident Putin und sein t&uuml;rkischer Amtskollege beraten, die Botschaft nach dem Treffen ist deutlich: Beide wollen nach einer kritischen Phase wieder enger Zusammenarbeiten &ndash; und senden ein deutliches Signal an den Westen. (&hellip;) Erdogan k&ouml;nnte Beobachtern zufolge eine weitere Ann&auml;herung an Moskau auch dazu nutzen, um seine Position in diversen Streitigkeiten mit den USA und der EU zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/russland-tuerkei-123.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutscher PEN zur Lage t&uuml;rkischer Autoren &ndash; Appell von Can D&uuml;ndar<\/strong><br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen den Kontakt mit der anderen T&uuml;rkei halten&rdquo;, fordert Regula Venske, Autorin und Generalsekret&auml;rin des deutschen PEN. Politisch Verfolgte wie Can D&uuml;ndar br&auml;uchten nicht nur Asyl, sondern auch juristische sowie finanzielle Unterst&uuml;tzung. (&hellip;) Venske hatte am Montag den zu einer mehrj&auml;hrigen Haftstrafe verurteilten, t&uuml;rkischen Journalisten Can D&uuml;ndar an einem geheimen Ort in seinem Exil im Ausland getroffen. Er wurde Ende Juli zusammen mit Erdem G&uuml;l mit dem Hermann-Kesten-Preis des PEN ausgezeichnet werden. D&uuml;ndar wisse derzeit noch nicht, ob er politisches Asyl beantragen wolle, berichtete Venske von diesem Gespr&auml;ch: &ldquo;Er ist sehr hin- und hergerissen im Moment, was man ja auch gut verstehen kann. Die T&uuml;rkei ist seine Heimat. Und er m&ouml;chte schon gern zur&uuml;ck. Und es ist auch nicht leicht, jetzt in seinem Alter &uuml;ber Asyl und Exil nachzudenken. Das ist eine sehr, sehr schwere Entscheidung, vor der er im Moment steht.&rdquo; (&hellip;) D&uuml;ndar habe sich daf&uuml;r ausgesprochen, den t&uuml;rkischen Kollegen m&ouml;glichst viele Ver&ouml;ffentlichungsm&ouml;glichkeiten zu geben, sagte Venske: &ldquo;Dann hat er gesagt: &lsquo;Wir brauchen juristische Unterst&uuml;tzung, anwaltlichen Beistand.&rsquo; Dann hat er gesagt: &lsquo;Reist in die T&uuml;rkei. Besucht die Kollegen im Gef&auml;ngnis. Es ist unbeschreiblich, wie einsam man sich im Gef&auml;ngnis f&uuml;hlt.'&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/deutscher-pen-zur-lage-tuerkischer-autoren-verfolgte.1013.de.html?dram:article_id=362554\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nach der Querfront gegen Erdogan endlich die Stunde der Vermittler?<\/strong><br>\nAnalysten h&auml;tten besseres zu tun, als einzig Thesen der Rechten zu &uuml;bernehmen<br>\nIn den letzten Tagen schien es die ganz gro&szlig;e Querfront gegen Erdogan zu geben. Da musste man schon sehr genau zwischen den Zeilen lesen, um einen Unterschied zwischen den vielen Presseerkl&auml;rungen von Politikern der Linkspartei, der Gr&uuml;nen oder der Union zu finden. Sie vermittelten alle den Eindruck,  als w&uuml;rden sich Erdogan und seine AKP anschicken, die Macht in Deutschland zu &uuml;bernehmen.<br>\nModell &Ouml;sterreich &ndash; oder wie sogenannte Mitte rechte Thesen &uuml;bernimmt<br>\nDie Parteien rechts von der Union konnten sich angesichts der Anti-Erdogan-Front nicht profilieren. Besonders deutlich wurde das in diesen Tagen in &Ouml;sterreich, wo demn&auml;chst die Pr&auml;sidentenwahl wiederholt werden muss. Um dem FP&Ouml;-Kandidaten Hofer den Wind aus den Segeln zu nehmen, &uuml;bernimmt die Front seiner Gegner die schrillen T&ouml;ne gegen Erdogan und tut so, als st&uuml;nden die T&uuml;rken erneut vor Wien.<br>\nIn der Presse wird offen das Ziel dieses Anti-Erdogan-Kurses angesprochen. Nicht um Menschenrechte geht es, sondern darum, der FP&Ouml; m&ouml;glichst wenig Bet&auml;tigungsfelder zu lassen. Ob das Kalk&uuml;l aufgeht, wird sich am Wahlabend zeigen. Immer aber siegt die rechte Politik. Entweder w&auml;hlt die Mehrheit gleich das Original  und Hofer wird noch Pr&auml;sident. Oder sein Gegenkandidat siegt erneut knapp und setzt dann die FP&Ouml;-Politik light um.<br>\nAuch in Deutschland wird im Alltag schon l&auml;ngst ziemlich unwidersprochen die T&uuml;rkei-Politik umgesetzt, die rechts von der Union immer gefordert wird.  Das wurde deutlich, als Tausende in Deutschland lebende Menschen mit t&uuml;rkischen Hintergrund eine Demonstration in K&ouml;ln anmeldeten und es tats&auml;chlich wagten, den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten, der gerade einen Putsch &uuml;berstanden hatte, per Liveschaltung sprechen lassen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49082\/1.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>T&uuml;rkisch-russische Ann&auml;herung: Korrektur oder Wende<\/strong><br>\nRussland erwartet einen radikalen Paradigmenwechsel in der t&uuml;rkischen Syrienpolitik<br>\nRusslands Pr&auml;sident Wladimir Putin kann seinem t&uuml;rkischen Amtskollegen Tayyip Erdogan nicht unterstellen, dass er allein aus Frustration &uuml;ber den Westen, wegen dessen mangelnder Solidarit&auml;t nach dem Putschversuch &ndash; so die t&uuml;rkische Sicht der Dinge -, seine N&auml;he sucht: Die Wiederann&auml;herung Ankaras an Moskau begann bereits vor Erdogans &ldquo;Geschenk Gottes&rdquo;, hat aber danach rasant an Fahrt aufgenommen. Die T&uuml;rkei bekam aus Russland, was ihr USA und EU vorenthielten: bedingungslose Unterst&uuml;tzung und keine dummen Fragen nach dem Zustand der t&uuml;rkischen Demokratie.<br>\nEin &ldquo;Geschenk Gottes&rdquo; ist der Putschversuch deshalb auch f&uuml;r Putin, der nie eine machtpolitische Chance ausl&auml;sst. Im Falle der T&uuml;rkei wird ihm jedoch das &ldquo;divide et impera&rdquo; nicht ausreichen, im Gegenteil, er wird ein wachsames Auge darauf haben, dass ihn Erdogan nicht nur dazu ausn&uuml;tzt, Nato und EU zu erpressen. Putin und Erdogan haben pers&ouml;nlich einiges gemeinsam, ihre autokratischen Z&uuml;ge, ihren Nationalismus, ihren Machismo. Aber noch mehr trennt sie &ndash; n&auml;mlich ihre Interessen &ndash; dort, wo sie sich heute gegen&uuml;berstehen: an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000042610162\/Tuerkisch-russische-Annaeherung-Korrektur-oder-Wende\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Solch unaufgeregte Analysen gibt es offenbar nur in der &ouml;sterreichischen Presse. In den deutschen Medien wurde das Treffen vornehmlich geifernd aggressiv kommentiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Einkommensungleichheit ist in Deutschland heute &ldquo;weit h&ouml;her&rdquo; als noch vor 20 Jahren<\/strong><br>\nHans-B&ouml;ckler-Stiftung geht davon aus, dass &ldquo;Ausma&szlig; der Ungleichheit insgesamt untersch&auml;tzt wird&rdquo;. (&hellip;) Insbesondere sei &ldquo;zwischen 1999 und Mitte der 2000er Jahre &hellip; die Ungleichverteilung der verf&uuml;gbaren Haushaltseinkommen deutlich&rdquo; angestiegen. Die Einkommensungleichheit habe zwar 2005 zun&auml;chst ihren H&ouml;hepunkt erreicht, worauf eine Phase folgte, in der der Anstieg sich nicht fortgesetzt habe bzw. leicht zur&uuml;ck gegangen sei. Allerdings: Seit 2010 steige, laut Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die Ungleichheit wieder an und &ldquo;trotz zwischenzeitlicher Erholungsphasen zeigt der langfristige Trend der Einkommensungleichheit &hellip; nach oben&rdquo;. In der Eurozone ist Deutschland das Land mit der zweith&ouml;chsten Verm&ouml;gensungleichheit. Die Wissenschaftler verweisen &uuml;berdies darauf, dass sehr hohe Einkommen &ldquo;tendenziell untererfasst&rdquo; seien, da &ldquo;superreiche Haushalte relativ selten und oft sehr auf Diskretion bedacht sind&rdquo;. Sie gehen daher davon aus, &ldquo;dass das Ausma&szlig; der Ungleichheit insgesamt untersch&auml;tzt wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49070\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Subventionen f&uuml;r deutsche Konzerne<\/strong><br>\nDie deutsche Entwicklungshilfe nutzt vor allem europ&auml;ischen Agrarkonzernen. Das sagt eine neue Untersuchung von Oxfam. Die Entwicklungsorganisation hat drei &ouml;ffentlich-private Partnerschaften unter die Lupe genommen, mit denen die Ern&auml;hrungssituation lokaler Bev&ouml;lkerung in Afrika und Asien verbessert werden soll.<br>\nUntersucht wurden die Better Rice Initiative Asia, die Competitive African Rice Initiative und die Potato Initiative Africa (PIA). Insgesamt flossen etwa 30 Millionen Euro in die Projekte. Alle drei wurden 2012 ins Leben gerufen und laufen zum Teil im n&auml;chsten Jahr aus.<br>\nOxfam kritisiert, dass bei den Projekten Aspekte der &ouml;kologischen Nachhaltigkeit vernachl&auml;ssigt worden seien. Au&szlig;erdem wird die Zielgruppenauswahl kritisiert. Als Beispiel f&uuml;hrt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam, die afrikanische Kartoffelinitiative an.<br>\nDiese soll Kleinbauern und -b&auml;uerinnen in Kenia und Nigeria dabei unterst&uuml;t&shy;zen, effizienter zu arbeiten und h&ouml;here Ertr&auml;ge zu erzielen. Daf&uuml;r stellten die Bundesregierung sowie Agrarkonzerne &ndash; darunter Bayer, der Schweizer Konzern Syngenta und der Hamburger Kartoffelz&uuml;chter Solana &ndash; 1,4 Millionen Euro bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Studie-zu-Entwicklungshilfe-in-Afrika\/!5328833\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es d&uuml;rfte auch dem Bundesentwicklungsministerium klar sein, dass Konzerne nicht aus altruistischen Zwecken und zugunsten Anderer &ndash; hier den Bev&ouml;lkerungen in Afrika und Asien &ndash;, sondern aus Interessen der Profitorientierung handeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jusos k&uuml;ndigen Nein zu Freihandelsabkommen Ceta an<\/strong><br>\nDie Jungsozialisten wollen auf dem SPD-Parteikonvent Mitte September gegen das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen Ceta votieren und entsprechende Protestdemonstrationen unterst&uuml;tzen. (&hellip;) Die Jusos wollten einen Neustart von Ceta und fairen Handel. &ldquo;Damit vertreten wir die Mehrheitsmeinung an der Basis der SPD&rdquo;, sagte Uekermann. Mit ihrer Ablehnung positionieren sich die Jusos gegen SPD-Chef Sigmar Gabriel, der f&uuml;r Ceta wirbt. Der kleine Parteitag der SPD soll am 19. September &uuml;ber das Freihandelsabkommen abstimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.donaukurier.de\/nachrichten\/wirtschaft\/Deutschland-Kanada-EU-Handel-Parteien-Jusos-kuendigen-Nein-zu-Freihandelsabkommen-Ceta-an;art154664,3252350\">Donaukurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wieso durften Krisenbanken Dividenden aussch&uuml;tten?<\/strong><br>\nVielen Banken in Europa fehlt Kapital, um dauerhaft stabil zu sein. Trotzdem erhalten die Aktion&auml;re weiter Dividenden. Damit steigt die Gefahr, dass am Ende wieder der Steuerzahler einspringen muss. (&hellip;) Die Tragweite macht eine Untersuchung von drei Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten deutlich: Sie haben die seit 2011 ausgezahlten Dividenden der europ&auml;ischen Gro&szlig;banken ins Verh&auml;ltnis zu den auf Dauer erwarteten Kapitall&uuml;cken gesetzt, die sich nicht zuletzt aus den Ergebnissen des Ende Juli ver&ouml;ffentlichten Stresstests der Europ&auml;ischen Bankenaufsicht ableiten lassen. Ihr Ergebnis: H&auml;tte die jeweilige Finanzaufsicht den Banken in den vergangenen Jahren jegliche Dividendenaussch&uuml;ttung untersagt, w&auml;re der langfristige Kapitalbedarf der Institute heute im Durchschnitt nur halb so gro&szlig;. (&hellip;) Wenn man es genau nehme, bedeute die beobachtete Praxis sogar einen Wohlstandstransfer von Steuerzahlern zu Aktion&auml;ren. Schlie&szlig;lich m&uuml;ssten die Steuerzahler trotz des neuen Bankenrettungsmechanismus auch k&uuml;nftig am Ende helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article157566906\/Wieso-durften-Krisenbanken-Dividenden-ausschuetten.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Wie an anderer Stelle hier auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33149#h05\">schon einmal betont<\/a>: Dividenden sind leistungslose Einkommen. In Deutschland werden in diesem Jahr laut Handelsblatt insgesamt mehr als <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/maerkte\/aktien\/anlage-dividenden-sind-die-bessere-miete\/13409294.html?mwl=ok\">40 Milliarden Euro ausgesch&uuml;ttet<\/a>. Die einzige Leistung der Empf&auml;nger besteht darin, &uuml;ber Besitz zu verf&uuml;gen, genauer, &uuml;ber Anteile an Kapitalgesellschaften. Sahra Wagenknecht ist nicht die Einzige, die in diesem Zusammenhang &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48034\/1.html\">neue Formen des Eigentums an Unternehmen nachdenkt<\/a>, um solch eine ma&szlig;lose Wertabsch&ouml;pfung bereits an der Quelle zu stoppen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> &bdquo;Dividenden sind leistungslose Einkommen&ldquo; ist eine etwas einfach gestrickte Aussage. Dass dies zu einfach dargestellt ist, kann man schon daran erkennen, dass gerade die erw&auml;hnte Sahra Wagenknecht gegen die Null-Zinspolitik ank&auml;mpft. Siehe <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/091\/1809126.pdf\">hier<\/a> mit einem Antrag im Deutschen Bundestag:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Antrag der Abgeordneten Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch, Jan Korte, Heike H&auml;nsel, Matthias W. Birkwald, Heidrun Bluhm, Sevim Dagdelen, Michael Leutert, Dr. Alexander S. Neu, Alexander Ulrich und der Fraktion DIE LINKE.<\/em><br>\n<em>Kalte Enteignung der Sparer stoppen<\/em><br>\n<em>Der Bundestag wolle beschlie&szlig;en: I. Der Deutsche Bundestag stellt fest: Die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), ma&szlig;geblich umgesetzt durch den regelm&auml;&szlig;igen Ankauf von Anleihen sowie die Absenkung des Hauptrefinanzierungssatzes auf 0 Prozent und des Einlagesatzes auf -0,4 Prozent, f&uuml;hrt dazu, dass insbesondere Kleinsparer fast keine Zinsen mehr auf ihre Sparguthaben erhalten. Oft liegt inzwischen der Zinssatz auf Sparguthaben unter der Inflationsrate. Im Ergebnis sinkt dann der reale Wert der Sparguthaben. &hellip;&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gerechtigkeitsfragen f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nPrek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse nehmen zu, der soziale Aufstieg ist nicht mehr selbstverst&auml;ndlich. Der Soziologe Oliver Nachtwey beschreibt im Interview mit dem Deutschlandfunk, wie sich daraus Ungerechtigkeitserfahrungen, gesellschaftliche Konflikte und politische Probleme ergeben.<br>\nVerlierer hat es in der Gesellschaft immer gegeben. Das Modell der sozialen Marktwirtschaft versprach im Nachkriegsdeutschland dagegen ausgleichende Gerechtigkeit: Alle konnten an Wachstum und Wohlstand teilnehmen. Heute aber nehmen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zu.<br>\nDer &Ouml;konom und Soziologe Oliver Nachtwey nennt das Ph&auml;nomen auch in seinem gleichnamigen Buch  &ldquo;Abstiegsgesellschaft&rdquo;. Er ist am Frankfurter Institut f&uuml;r Sozialforschung t&auml;tig. Bei den Kulturfragen beginnt damit eine lose Serie &uuml;ber Gerechtigkeitsfragen in der Gegenwart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abstiegsgesellschaft-gerechtigkeitsfragen-fuer-deutschland.911.de.html?dram:article_id=362421\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rheinmetall: H&ouml;henflug<\/strong><br>\nDer deutsche Panzerbauer Rheinmetall verbuchte kr&auml;ftige Umsatzsteigerungen, wie die ARD erichtet: &bdquo;Die D&uuml;sseldorfer sind mit der Entwicklung von beiden Konzernsparten zufrieden. Vor allem mit dem Segment Defence: Rheinmetall produziert hier Waffen, Panzer und Munition. Hier verbuchte der Konzern einen hohen Auftragseingang im gesamten ersten Halbjahr, 42 Prozent mehr als im Vorjahr.&ldquo; Weitere Steigerungen verspricht sich die Firma u.a. davon, an die T&uuml;rkei neue Panzer zub liefern, wie die Welt berichtet: &bdquo;Die deutsche R&uuml;stungsindustrie macht sich anscheinend keine Sorgen &uuml;ber den politischen Kurs des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan. Im Gegenteil: Es winkt sogar neues Gesch&auml;ft. So beteiligt sich nach Recherchen der &sbquo;Welt&lsquo; der deutsche R&uuml;stungskonzern Rheinmetall an einer neuen deutsch-malaysisch-t&uuml;rkischen Gemeinschaftsfirma mit Sitz in der T&uuml;rkei. Die Firma soll sich auf den Bau und die Vermarktung gepanzerter Fahrzeuge auf R&auml;dern oder Ketten konzentrieren. [&hellip;] Laut einer Meldung des Branchendienstes &bdquo;Defense News&ldquo; k&ouml;nnte das jetzt gegr&uuml;ndete deutsch-malaysisch-t&uuml;rkische Gemeinschaftsunternehmen an der Serienproduktion des k&uuml;nftigen t&uuml;rkischen Panzers Altay beteiligt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/08\/05\/rheinmetall-hoehenflug\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wollte Bundeswirtschaftsminister Gabriel den Export von Waffen nicht reduzieren &ndash; insbesondere in Krisenregionen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Researchers or Corporate Allies? ThinkTanks Blur the Line<\/strong><br>\nThink tanks are seen as independent, but their scholars often push donors&rsquo; agendas, amplifyinga culture of corporate influence in Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/08\/08\/us\/politics\/think-tanks-research-and-corporate-lobbying.html?emc=edit_ta_20160807&amp;nlid=63173934&amp;ref=cta&amp;_r=0\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese lange und gr&uuml;ndlich recherchierte Reportage zur dubiosen Rolle von vermeintlich politisch unabh&auml;ngigen Denkfabriken als bezahlte Lobbyisten f&uuml;r Konzerne best&auml;tigt, was viele schon lange ahnten oder wussten: Think Tanks erm&ouml;glichen es immer wieder, dass zielgerichtete Propaganda und Meinungsbeeinflussung im Sinne einflussreicher Sponsoren einen wissenschaftlichen (Tarn-)Mantel bekommt &ndash; und damit auch zitierf&auml;hig f&uuml;r die Presse wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Daumen waagerecht: In den USA mehren sich die kritischen Stimmen gegen&uuml;ber der Ukraine<\/strong><br>\n&raquo;Ukrainische Realit&auml;tsverweigerung&laquo; ist der Titel eines Beitrags, der Anfang dieses Monats in der renommierten US-Fachzeitschrift Foreign Policy erschien. Der Autor, der aus dem Umfeld des Propagandasenders Radio Liberty bekannte Askold Krushelnycky, fordert darin die Kiewer F&uuml;hrung mit gro&szlig;em Nachdruck auf, endlich &raquo;Reformen&laquo; in Gang zu setzen und bei der Korruptionsbek&auml;mpfung voranzukommen. Kiew sei der Auffassung, so Krushelnycky, es sei f&uuml;r den Westen so wichtig, dass sich dieser ein Scheitern des Projekts der Euromaidan-Ukraine nicht leisten k&ouml;nne. Dies sei aber ein gro&szlig;er Irrtum. Es k&ouml;nne gut sein, so der Mahnruf aus Washington, dass sich die Ukraine allein auf weiter Flur finde, wenn sie einmal wirklich Hilfe brauche. Wenige Tage zuvor hatte die in Kiew erscheinende und unter den im Lande t&auml;tigen westlichen Experten und Beratern vielgelesene englischsprachige Wochenzeitschrift Kyiv Post einen Namensartikel des Parlamentsabgeordneten Sergej Leschtschenko unter dem Titel &raquo;Zur&uuml;ck in die Familie. Wie Poroschenko seinen Clan aufbaut&laquo; ver&ouml;ffentlicht. Leschtschenko geh&ouml;rt der Fraktion des &raquo;Blocks Petro Poroschenko&laquo; (BPP) an, war aber vor seinem Einzug ins Parlament ein bekannter investigativer Journalist, der der Korruption im Machtapparat nachsp&uuml;rte. Unter Nennung konkreter Namen &ndash; allen voran der des BPP-Fraktionsvorsitzenden Igor Kononow &ndash; warf Leschtschenko Pr&auml;sident Petro Poroschenko vor, die Oligarchie nicht zu bek&auml;mpfen, sondern f&uuml;r sich und seine Umgebung einen Platz in ihren Reihen zu schaffen. (&hellip;) Die Gesamtheit dieser gegen&uuml;ber dem ukrainischen System kritischen Ver&ouml;ffentlichungen in der US-Presse l&auml;sst mehrere Interpretationen zu, die sich nicht ausschlie&szlig;en m&uuml;ssen. Erstens dass den USA und den &uuml;brigen westlichen Geldgebern der Ukraine langsam die Geduld mit ihren Kiewer Proteg&eacute;s ausgeht, zumal es ein offenes Geheimnis ist, dass auch ein erheblicher Teil der Finanzhilfe an die Ukraine dort schlicht und einfach veruntreut wird. Gerade wenn man die Beziehung zwischen Kiew und dem Westen als Klientelverh&auml;ltnis sieht, ist es klar, dass die Patrone irgendwann einmal den Gegenwert ihrer Unterst&uuml;tzung sehen wollen. Und der liegt sicherlich nicht in der Bereicherung des einen oder anderen ukrainischen Politikers. Zweitens ist die Ukraine f&uuml;r Russland sicherheitspolitisch so zentral wichtig wie f&uuml;r die USA Mexiko &ndash; f&uuml;r die USA aber von so relativer Bedeutung wie Mexiko f&uuml;r Russland. Die russische Strategie, einen westlichen Klientelstaat vor seiner Haust&uuml;r auf keinen gr&uuml;nen Zweig kommen zu lassen und sich gleichzeitig an anderer Stelle f&uuml;r den Westen wenn nicht unentbehrlich, so doch unignorierbar zu machen, w&auml;re damit kurz vor dem Aufgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-09\/012.php\">Reinhard Lauterbach in Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weltsozialforum: Aktivisten str&ouml;men nach Montr&eacute;al<\/strong><br>\nArmut, Umweltschutz, Steuerflucht, Fl&uuml;chtlingspolitik sind Themen des Weltsozialforums. Erstmals findet das Treffen in einer Stadt des reichen Nordens &ndash; in Montr&eacute;al. Die Wahl des Austragungsortes ist umstritten. (&hellip;) Vom heutigen Dienstag an treffen sich in Montr&eacute;al sch&auml;tzungsweise 50 000 Angeh&ouml;rige von 5000 globalisierungskritischen Gruppen f&uuml;r sechs Tage zum Weltsozialforum 2016. Ihr Motto: &bdquo;Wir brauchen eine andere Welt&ldquo;. Mit Hunderten Diskussionsforen und Aktionen ist es die weltgr&ouml;&szlig;te Veranstaltung ihrer Art. Vor 16 Jahren war das Weltsozialforum als Gegenentwurf zum Weltwirtschaftsforum in Davos gegr&uuml;ndet worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/weltsozialforum-aktivisten-stroemen-nach-montr-al,1472596,34596210.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gesellschaft im Wandel: Taub und blind gegen&uuml;ber dem Anderen<\/strong><br>\nNicht Entfremdung und Verbote machen den Menschen krank, konstatiert der Philosoph Byung-Chul Han, sondern &Uuml;berkommunikation und &Uuml;berinformation. Auf der Strecke bleibe dabei der Dialog mit dem Anderen. Er gehe in einer Welt, in der alles nivelliert und kommerzialisiert werde, verloren. Byung-Chul Han h&auml;lt uns einen Spiegel vor. Der in S&uuml;dkorea geborene Byung-Chul Han m&ouml;chte den &ldquo;Anderen&rdquo; wieder mehr in unser Bewusstsein r&uuml;cken; den Anderen als R&auml;tsel, als Schmerz oder Begehren. Verschwunden sei der Andere wegen der gewandelten Wahrnehmung. Grenzen verschwimmen, damit auch Abgrenzungen. Der Philosoph argumentiert mit dem Eindruck des immer Gleichen. &ldquo;Die Wahrnehmung selbst nimmt heute die Form von Binge Watching, Komaglotzen, an. Es bezeichnet den Konsum von Videos und Filmen ohne jede zeitliche Beschr&auml;nkung. Den Konsumenten werden fortw&auml;hrend jene Filme und Serien angeboten, die ganz ihrem Geschmack entsprechen, die ihnen also gefallen. Sie werden wie Konsumvieh gem&auml;stet mit dem immer neuen Gleichen.&rdquo; Das sind harte, wohl auch treffende Worte f&uuml;r ein Verhalten, das, m&ouml;chte man meinen, nicht nur von Jugendlichen bedenkenlos &uuml;bernommen wird. Wo die N&auml;he zum Anderen, zum anderen Menschen fehlt, wird sie suggeriert durch eine immer verf&uuml;gbare digitale Welt, in der alles, was man sich w&uuml;nscht, auch verf&uuml;gbar zu sein scheint. Doch h&ouml;rt man genau in sich hinein, sp&uuml;rt man die fehlende Resonanz und es bleibt ein Verwiesensein auf sich selbst, ein Selbstgespr&auml;ch, eine Selbstbespiegelung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gesellschaft-im-wandel-taub-und-blind-gegenueber-dem-anderen.1310.de.html?dram:article_id=362464\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutsche Fl&uuml;chtlingspolitik: Abschrecken, Abweisen, Abschieben<\/strong><br>\nDeutschland verwehrt immer mehr Fl&uuml;chtlingen die Einreise<br>\nNoch vor einem Jahr lie&szlig; sich Deutschland als Willkommensweltweitet feiern. Heute erreicht die Bundesrepublik nur noch bei der Zahl von Abschiebungen und Abweisungen Rekordwerte. Die Zahl jener Menschen, die weltweit Schutz vor Krieg, Gewalt und Armut suchen, ist unterdessen h&ouml;her denn je.<br>\nFast ein Jahr ist es her, als im September 2015 t&auml;glich tausende Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber die deutschen Grenzen str&ouml;mten und Deutschland weltweit f&uuml;r seine Willkommenskultur gefeiert wurde. Elf Monate sp&auml;ter sind die Meldungen &uuml;ber immer neue H&ouml;chstwerte an Fl&uuml;chtlingen l&auml;ngst Vergangenheit. Neue fl&uuml;chtlingspolitische Rekorde stellt die Bundesrepublik nur noch in anderer Hinsicht auf: Mehr Fl&uuml;chtlinge als je zuvor wurden im ersten Halbjahr 2016 an deutschen Grenzen abgewiesen. Dies gab die Bundesregierung am Montag auf eine parlamentarische Anfrage bekannt.<br>\nDie Linke-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke hatte bei der Bundesregierung nach den aktuellen Fl&uuml;chtlingszahlen gefragt. Die Antwort des Bundesinnenministeriums: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verweigerten deutsche Beh&ouml;rden 13.324 Menschen entweder an der deutschen Grenze oder an Flugh&auml;fen die Einreise. Trotz wesentlich weniger Fl&uuml;chtlinge, die es &uuml;berhaupt bis zur deutschen Grenze schaffen, wurden damit bereits im ersten Halbjahr 2016 50 Prozent mehr Menschen abgewiesen als im Jahr zuvor. Damals wurden 8.913 Schutzsuchende zur&uuml;ckgeschickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49079\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hochschulpolitik: Lidls verl&auml;ngerte Werkbank<\/strong><br>\nMit Geheimvertr&auml;gen kapert die Stiftung des Lidl-Gr&uuml;nders Dieter Schwarz die gr&ouml;&szlig;te Hochschule Baden-W&uuml;rttembergs. Kein vermeidbarer Unfall, sondern Folge der Hochschulpolitik von Ministerin Theresia Bauer. (&hellip;) Die vom Lidl-Chef Dieter Schwarz gegr&uuml;ndete Stiftung tritt an der DHBW als gener&ouml;ser M&auml;zen auf und hat dem stetig expandierenden Campus Heilbronn Tausende Quadratmeter Land und ein Ensemble moderner Seminargeb&auml;ude spendiert. Im Gegenzug lie&szlig; die DHBW gegen erbitterten Widerstand der anderen Akademien immer mehr Institute nach Heilbronn ziehen. Die Stiftung leiste nur den Anschub, hie&szlig; es damals, nach f&uuml;nf Jahren &uuml;bernehme die Hochschule allein die finanzielle Regie. Man berief sich auf die geheim gehaltenen Vertr&auml;ge zwischen Land und Sponsor. Das Land kann die private Finanzspritze gebrauchen. (&hellip;) Die Causa Geilsd&ouml;rfer ist auch eine Niederlage f&uuml;r die gr&uuml;ne Landespolitik, die offensichtlich M&uuml;he hat, eigenn&uuml;tzige Stifterabsichten zu erkennen. Ministerpr&auml;sident Kretschmann: &bdquo;Die Schwarz-Stiftung ist allerfeinstes M&auml;zenatentum.&ldquo; Lohnenswert ist das Engagement zumindest f&uuml;r die Stiftung, die dem Konzern mit &ouml;ffentlichen Geldern eine verl&auml;ngerte Werkbank vor der Haust&uuml;r verschafft. (&hellip;) Zur F&ouml;rdersumme will sich auch das Ministerium auf Nachfrage nicht &auml;u&szlig;ern. Man sch&auml;tze weiter &bdquo;das Engagement der Dieter Schwarz Stiftung&ldquo; und &bdquo;w&uuml;rde es begr&uuml;&szlig;en, wenn sich die Stiftung auch in Zukunft weiterhin engagiert. Au&szlig;erdem wei&szlig; das Ministerium sehr zu sch&auml;tzen, dass die Dieter Schwarz Stiftung sich jeglicher Intervention in interne Angelegenheiten der Hochschule bisher komplett enthalten hat und die wissenschaftliche Unabh&auml;ngigkeit der Hochschule stets respektiert.&ldquo; Rechnet man zu dieser respektvollen Distanz auch, dass der Pressesprecher der Stiftung, Markus Schwarzer, hauptberuflich Professor an der DHBW ist? Auf der Stiftungs-Website wird weder die Doppelfunktion noch sein Professorentitel erw&auml;hnt. Auch dies sei, so Renner, &bdquo;keine Interessenvermischung&ldquo;. Die Hochschule steht heute vor einem Scherbenhaufen. (&hellip;) Ministerin Bauer, vom Hochschulverband zweimal hintereinander zur Ministerin des Jahres gew&auml;hlt, steht vor der Frage, ob ihr Amtsverst&auml;ndnis und ihre Wachstumspolitik noch im Einklang mit dem gr&uuml;nen Leitbild der transparenten, f&ouml;deralen Hochschule stehen, und wie sie sich die Kooperation mit Unternehmen vorstellt, die mehr als Partner sein wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/hochschulpolitik-lidls-verlaengerte-werkbank-14377921.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ.net<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die kriegen den Kanal nie voll<\/strong><br>\nARD und ZDF senden dreihundert Stunden live von den Olympischen Spielen, tausend Stunden streamen sie im Netz. Doch lohnt es sich &uuml;berhaupt, das durchgedopte Spektakel aus Brasilien zu zeigen? [&hellip;]<br>\nIm Begleitprogramm liefern sich die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen einen Schlagabtausch mit dem Sender Discovery &uuml;ber die Rechte an den Olympischen Spielen der Jahre 2018 bis 2024, welche die Amerikaner f&uuml;r 1,3 Milliarden Euro gekauft haben und f&uuml;r die ARD und ZDF als Sublizenznehmer nicht den Preis zahlen wollen, den sich Discovery vorstellt. Dass die Sache nicht mit einem &bdquo;Olympia-Aus&ldquo; von ARD und ZDF endet, k&ouml;nnen wir uns freilich denken. Es ist alles eine Frage des Geldes, und davon haben die Sender bekanntlich mit Beitragseinnahmen von rund 8,5 Milliarden Euro pro Jahr genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/in-diesen-kommunizierenden-roehren-geht-es-nicht-sauber-zu-14373783.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ex-CIA-Mann McMullin tritt als Unabh&auml;ngiger gegen Trump an<\/strong><br>\n&ldquo;Donald Trump spricht die schlimmsten &Auml;ngste der Amerikaner an&rdquo;, beklagt Evan McMullin: Unterst&uuml;tzt vom konservativen Lager geht der fr&uuml;here CIA-Offizier ins Rennen um das US-Pr&auml;sidentenamt. Er k&ouml;nnte Trump schaden. (&hellip;) Offenbar getragen von Trump-Gegnern im konservativen Lager erkl&auml;rte McMullin, es sei an der Zeit, dass &ldquo;eine neue F&uuml;hrungsgeneration&rdquo; aufstehe, und er stelle sich dieser Herausforderung. Spekuliert wird &uuml;ber eine Unterst&uuml;tzergruppe mit Verbindungen zu Mitt Romney, dem gescheiterten Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Republikaner von 2012. McMullin arbeitete von 2001 bis 2011 f&uuml;r die CIA. Ab 2013 beriet er den au&szlig;enpolitischen Ausschuss des Repr&auml;sentantenhauses. Er galt als Anti-Terror-Experte des Auslandsgeheimdienstes. (&hellip;) Die Kandidatur McMullins gilt als weiteres Indiz daf&uuml;r, dass Trumps Nominierung die Republikaner nach wie vor tief spaltet. Dies wurde auch durch einen gemeinsamen Brief von 50 Republikanern dokumentiert, die fr&uuml;her wichtige Funktionen in der US-Regierung innehatten. &ldquo;Niemand von uns wird Donald Trump w&auml;hlen&rdquo;, hie&szlig; es in dem von der &ldquo;New York Times&rdquo; ver&ouml;ffentlichten Schreiben. Der Milliard&auml;r w&auml;re demnach &ldquo;der gef&auml;hrlichste Pr&auml;sident der amerikanischen Geschichte&rdquo;. Zu den Unterzeichnern geh&ouml;rten Ex-CIA-Chef Michael Hayden und der ehemalige Vize-Au&szlig;enminister und Weltbank-Pr&auml;sident Robert Zoellick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/ex-cia-mann-mcmullin-tritt-als-unabh%C3%A4ngiger-gegen-trump-an\/a-19459610\">Deutsche Welle<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine skurrile Personalie, die aber zeigt, dass offenbar selbst Teile der konservativen Elite im Zweifel eher Hillary Clinton zur Pr&auml;sidentin machen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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