{"id":3456,"date":"2008-09-15T09:22:43","date_gmt":"2008-09-15T07:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3456"},"modified":"2008-09-15T09:22:43","modified_gmt":"2008-09-15T07:22:43","slug":"hinweise-des-tages-733","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3456","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Gespr&auml;ch mit Richard Sennett: &rdquo;Amerika befindet sich im Niedergang&rdquo;<\/li>\n<li>Amerika braucht einen Marshall-Plan<\/li>\n<li>Lissabon-Strategie in der Praxis: So funktioniert die Umverteilung von unten nach oben<\/li>\n<li>Lehman-Drama: Peinlich f&uuml;r die Analysten<\/li>\n<li>Privatisierung staatlicher Aktivit&auml;ten: &ldquo;Die Begeisterung ist vorbei&rdquo;<\/li>\n<li>Verkauf der IKB<\/li>\n<li>Verkauf der Postbank<\/li>\n<li>Verkauf der Bahn<\/li>\n<li>Zukunft des Emissionshandels: Unionsfraktion &uuml;berbietet selbst Forderungen der Industrie-Lobbyisten<\/li>\n<li>Militarisierung der Gesellschaft<\/li>\n<li>Die Berichterstattung &uuml;ber Bolivien<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3456&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Gespr&auml;ch mit Richard Sennett: &rdquo;Amerika befindet sich im Niedergang&rdquo; <\/strong><br>\nAbrechnung mit den USA: Der Soziologe Sennett erkl&auml;rt, warum die Amerikaner den Glauben an den Kapitalismus und die Zukunft ihres Landes verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/90\/310023\/text\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM (zu Hinweis 1 &ndash; 3):<\/strong> Lesenswert, auch wenn Richard Sennett die tats&auml;chliche Lage in Europa und in Deutschland verkl&auml;rt. Sozialstaatlichkeit und Mitbestimmung pr&auml;gen die Lage in unserem Land um vieles weniger als Sennett meint. Aber im Prinzip hat er recht damit, dass die sozialstaatlichen Strukturen erhaltenswert sind.<br>\nDies passt wie aufs Auge zu den Vorstellungen, die in den europ&auml;ischen Gremien vorherrschen. Siehe den n&auml;chsten Link und Beitrag &uuml;ber das Treffen der Finanzminister des Euro-Raums. Der wiedergew&auml;hlte Vorsitzende dieses Gremiums, der auch schon als Pr&auml;sident Europas gehandelt wird, Jean-Claude Juncker, rechtfertigt die Absage an ein europ&auml;isches Konjunkturprogramm und empfiehlt stattdessen &bdquo;Strukturreformen&ldquo;. So nennt man das, was die neoliberale Ideologie uns seit Jahren empfiehlt und aufdr&uuml;ckt.<br>\nWozu das in der Praxis f&uuml;hrt, wird in einer Ausgabe von &bdquo;Lissabon-Strategie in der Praxis&ldquo; beschrieben. Siehe Hinweis Nr. 3: &bdquo;So funktioniert die Umverteilung von unten nach oben&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Absage an europ&auml;isches Konjunkturprogramm<\/strong><br>\nAus Sicht der Finanzminister des Euro-Raums erfordert die Wirtschaftsflaute kein Konjunkturprogramm. Stattdessen wollen die Mitgliedstaaten die &laquo;automatischen Stabilisatoren&raquo; spielen lassen.<br>\nDie Finanzminister der Euro-Zone (Euro-Gruppe) wollen auf die &uuml;berraschend starke Wachstumsabschw&auml;chung nicht mit einem gro&szlig;angelegten finanzpolitischen Konjunkturprogramm nach US-Muster reagieren. Eine Reihe von europ&auml;ischen Staaten h&auml;tten in der Vergangenheit mit derartigen Programmen schlechte Erfahrungen gemacht, sagte der Vorsitzende der Euro-Gruppe, der Luxemburger Premier und Finanzminister Jean-Claude Juncker, nach einer Euro-Gruppen-Sitzung in Nizza. Sie h&auml;tten die Staatsdefizite und die Verschuldung in die H&ouml;he getrieben und zugleich nur sehr kurzfristig gewirkt. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Euro-Zone ist im zweiten Quartal gegen&uuml;ber dem Vorquartal real um 0,2% geschrumpft. Im ganzen Jahr d&uuml;rfte es laut der j&uuml;ngsten Prognose der EU-Kommission um 1,3% und damit nur noch halb so kr&auml;ftig wachsen wie 2007. Zugleich liegt die Inflation mit zuletzt 3,8% (August) weit &uuml;ber dem mit Preisstabilit&auml;t verbundenen Niveau.<br>\nJuncker betonte aber, man befinde sich nicht am Rande einer Rezession. Es sei zwischen einer Rezession und einer technischen Rezession zu unterscheiden. Laut der erw&auml;hnten Kommissionsprognose d&uuml;rfte das BIP 2008 in einzelnen EU-Staaten w&auml;hrend zweier Quartale hintereinander sinken, was als &laquo;technische Rezession&raquo; gilt.<br>\nNach Angaben von Juncker hat sich die Euro-Gruppe auf Prinzipien f&uuml;r den Umgang mit dem &laquo;gemeinsamen Schock&raquo; geeinigt. So d&uuml;rfe die Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten nicht von den Regeln des Stabilit&auml;tspakts abweichen. Staaten mit ausreichendem finanziellem Spielraum w&uuml;rden allerdings die &laquo;automatischen Stabilisatoren&raquo; spielen lassen. Damit ist gemeint, dass konjunkturbedingte Steuerausf&auml;lle und Mehrausgaben nicht kompensiert werden, sondern dass die daraus resultierende Verschlechterung des Haushalts-Saldos hingenommen wird. Der Euro-Gruppen-Chef erinnerte zudem an fr&uuml;here Vereinbarungen zur Unterst&uuml;tzung der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Inflation, etwa durch Zur&uuml;ckhaltung bei der Erh&ouml;hung von indirekten Steuern. Es sei keine Frage, jetzt die Staatsdefizite in die H&ouml;he schnellen zu lassen, fasste er zusammen. Die Haushaltkonsolidierung und die Strukturreformen m&uuml;ssten fortgesetzt werden.<br>\nAuch EZB-Pr&auml;sident Jean-Claude Trichet grenzte sich in Nizza vom US-Vorgehen ab (dort spielten neben dem Stimulierungspaket auch Zinssenkungen eine Rolle). Die EZB halte ihre derzeitige Geldpolitik f&uuml;r angemessen, um mittelfristig Preisstabilit&auml;t zu erreichen, sagte er. Die Konjunktur-Debatte wird am Samstag im Kreise der Finanzminister der ganzen EU fortgesetzt. Dabei wird auch ein Vorschlag zur Sprache kommen, &uuml;ber die Europ&auml;ische Investitionsbank die (Kredit-)Finanzierung von KMU zu verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/panorama\/absage_konjunkturprogramm__1.830301.html?printview=true\">NZZ Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Lissabon-Strategie in der Praxis: So funktioniert die Umverteilung von unten nach oben<\/strong><br>\nEin Vergleich der Lohnquoten und des Arbeitsvolumens veranschaulicht die eigentlichen Ziele der europ&auml;ischen Wirtschafts- und Sozialpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-im-blick.de\/spip.php?article120\">&ldquo;Europa im Blick&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><strong>Amerika braucht einen Marshall-Plan<\/strong><br>\nParag Khann, Mitarbeiter des Weltwirtschaftsforums in Davos und des Washingtoner Think-Tanks &bdquo;New American Foundation&ldquo;, hat die Zweite Welt bereist &ndash; und dabei sein Heimatland USA wiedererkannt. Denn er sieht dort eine Kombination von Extremen am Werke, wie sie typisch ist f&uuml;r die Zweite Welt: Seit 30 Jahren haben die amerikanischen Arbeiter keine realen Lohnzuw&auml;chse verzeichnet. Ihr Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Wertsch&ouml;pfung schrumpft, w&auml;hrend ihre Zahl zunimmt. Ein F&uuml;nftel der Kinder w&auml;chst in Armut auf. Die Gesamtzahl der Armen betr&auml;gt allm&auml;hlich fast 40 Millionen. Die Zahl der Bandenmitglieder ist so hoch wie die der Polizisten &ndash; rund 750 000. Das &ouml;ffentliche Verkehrssystem befindet sich in einem prek&auml;ren Zustand. Die Verbreitung von Breitband-Internetzug&auml;ngen ist geringer als in Europa. Mobiltelefonnetze sind technisch nicht auf dem neuesten Stand. Heute sind die Wasserrohre verrottet und die Kraftwerke heruntergewirtschaftet, was zu Blei- und Quecksilbervergiftungen und sporadischen, aber massiven Stromausf&auml;llen f&uuml;hrt. Die Sanierung von Stadtvierteln mit gro&szlig;en Minderheitsproblemen bezeichnet Khanna als einen Euphemismus f&uuml;r Stadterneuerung, die weitgehend auf die gleiche radikale Slumbeseitigung hinausl&auml;uft, wie er sie in der Zweiten und Dritten Welt angetroffen hat. &ndash; F&uuml;r die meisten Japaner oder Deutschen w&auml;re es ein R&uuml;ckschritt, wenn sie wie die Amerikaner leben w&uuml;rden. Ihre L&auml;nder h&auml;lt er nach seiner Reise f&uuml;r die beiden reichsten und fortschrittlichsten, am wenigsten von sozialer Ungerechtigkeit betroffenen Staaten der Welt. Die amerikanische Demokratie hingegen funktioniert nach Khannas Urteil in der Theorie besser als in der Praxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/literatur\/;art138,2614548?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Schockwelle am Finanzmarkt bef&uuml;rchtet<\/strong><br>\nDie Rettungsgespr&auml;che begannen am Freitag mit einem Krisengipfel in der New Yorker Notenbank mit Finanzminister Paulson. Das Treffen war mit den Chefs unter anderem von Goldman Sachs, Morgan Stanley, Merrill Lynch, J.P. Morgan und Citigroup au&szlig;ergew&ouml;hnlich hochkar&auml;tig besetzt. Vor zehn Jahren hatte die Branche bei einer &auml;hnlich spektakul&auml;ren Krisensitzung in New York eine teure Rettung f&uuml;r den Hedge-Fonds Long Term Capital Management (LTCM) eingeleitet.<br>\nDer deutsche Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck rechnete mit einer schnellen Entscheidung &uuml;ber die Zukunft von Lehman. &bdquo;Wir erwarten eine L&ouml;sung vor &Ouml;ffnung der asiatischen M&auml;rkte am Montag&ldquo;, sagte er am Samstag in Nizza. &bdquo;Die Nachrichten aus den USA sind sehr schlecht&ldquo;, warnte Steinbr&uuml;ck bei dem EU-Finanzministertreffen. Deutschland stehe in unmittelbarem Kontakt mit den amerikanischen Beh&ouml;rden, um &uuml;ber die Entwicklung auf dem Laufenden zu sein. Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber sprach von einer &bdquo;neuen Runde von Anspannungen und Unsicherheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~ECBB9F1729E3145B2A962B123894D7950~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Lehman-Drama: Peinlich f&uuml;r die Analysten<\/strong><br>\nDie Probleme der Investmentbank werfen ein unvorteilhaftes Licht auf die Analystenzunft. Die meisten hochbezahlten Experten empfahlen die Aktie des Brokerhauses bis vor kurzem noch zum Kauf. Jetzt r&uuml;cken sie vom Urteil ab &ndash; viel zu sp&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Lehman-Drama-Peinlich-f%FCr-die-Analysten\/413054.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisierung staatlicher Aktivit&auml;ten: &ldquo;Die Begeisterung ist vorbei&rdquo;<\/strong><br>\nFTD-Interview mit dem Juristen Andreas Musil, Professor f&uuml;r &ouml;ffentliches Recht, insbesondere Verwaltungs- und Steuerrecht, an der Universit&auml;t Potsdam: &bdquo;&nbsp;Immer wenn unmittelbare Sicherheitsinteressen ber&uuml;hrt sind, ist Privatisierung nicht angezeigt. Ein weiteres Beispiel ist der Aufgabenbereich der Bundeswehr. Au&szlig;erdem eignen sich Bereiche nicht, in denen Marktversagen eintritt, wenn sich der Staat zur&uuml;ckzieht. Das kann etwa dann der Fall sein, wenn sich das Erbringen einer Dienstleistung in der Fl&auml;che f&uuml;r Private nicht gewinnbringend organisieren l&auml;sst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Privatisierung-staatlicher-Aktivit%E4ten-Die-Begeisterung-ist-vorbei\/412277.html\">FTD<\/a><\/li>\n<p><strong>Volksabstimmungen bei Privatisierungs-Vorhaben gefordert<\/strong><br>\nDer Solinger Stadtrat hat am Donnerstag (11. September) ein B&uuml;rgerbegehren gegen ein Privatisierungs-Vorhaben f&uuml;r unzul&auml;ssig erkl&auml;rt. Die Initiatoren des B&uuml;rgerbegehrens wollten erreichen, dass Bereiche &ldquo;&ouml;ffentlicher Daseinsvorsorge&rdquo; wie Kliniken, Abfallentsorgung, Stadtbibliothek, Volkshoch- und Musikschule im Besitz der Stadt bleiben. Sie hatten daf&uuml;r im Juni fast 7000 Unterschriften eingereicht. Die Ratsmehrheit h&auml;lt das B&uuml;rgerbegehren jedoch f&uuml;r rechtswidrig, weil es im Erfolgsfall die Handlungsf&auml;higkeit des Rates zu sehr einschr&auml;nke. Die Initiative &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo; fordert jetzt, dass Pl&auml;ne zur Privatisierung &ouml;ffentlicher Unternehmen generell den B&uuml;rgern zur Abstimmung vorgelegt werden m&uuml;ssen. &ldquo;Vorhaben, die auf die Gr&uuml;ndung, Rechtsstatus&auml;nderung oder den Verkauf von &ouml;ffentlichen Unternehmen zielen, sollten obligatorisch vors Volk gebracht werden&rdquo;, forderte Alexander Slonka von der Initiative &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo; am Freitag (12. September) in K&ouml;ln. &ldquo;In der Schweiz ist es ganz selbstverst&auml;ndlich, dass die B&uuml;rger hier das letzte Wort haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=18591\">ngo<\/a><\/p>\n<li><strong>Verkauf der IKB<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Ex-IKB-Chefs wollen Boni behalten<\/strong><br>\nDie ehemaligen F&uuml;hrungskr&auml;fte der an den Finanzinvestor Lone Star verkauften Mittelstandsbank&nbsp;IKB&nbsp;gehen gegen die verlangte R&uuml;ckzahlung der f&uuml;r 2006\/2007 gezahlten Boni vor. Alle betroffenen Mitglieder h&auml;tten die R&uuml;ckzahlung abgelegt, sagte IKB-Aufsichtsratschef Werner Oerter am Donnerstag auf der Hauptversammlung. Der Ende Juli 2007 geschasste Vorstandschef Stefan Ortseifen habe das im Rahmen eines laufenden Prozesses geltend gemacht. Ortseifen klagt zudem gegen seine K&uuml;ndigung vor gut einem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Hauptversammlung_Ex_IKB_Chefs_wollen_Boni_behalten\/406687.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Die Bew&auml;ltigung der Krise war f&uuml;r die IKB &auml;u&szlig;erst kostspielig &ndash; auch au&szlig;erhalb von Verlusten mit Wertpapieren. Die Bank habe Anwaltskanzleien, Wirtschaftspr&uuml;fern, Kommunikationsberatern und Banken bislang 46 Mio. Euro Beraterkosten gezahlt, sagte Vorstandschef G&uuml;nther Br&auml;unig.&ldquo;<br>\nWho pays? Es ist die staatseigene F&ouml;rderbank KfW, welche den &uuml;berwiegenden Teil der Milliarden Euro teuren Rettung tr&auml;gt. Auch die Berater wurden also &uuml;berwiegend aus Steuermitteln finanziert. Auch daf&uuml;r werden sie IKB-Aufsichtsratsmitglied Asmussen, Ministerialdirektor im Bundesfinanzministerium (BMF), gewiss dankbar sein (siehe <a href=\"?p=3068\">&bdquo;IKB-Skandal durch Ministerialdirektor im BMF mitveranlasst &ndash; In solchen F&auml;llen m&uuml;sste Privathaftung verlangt werden k&ouml;nnen&ldquo;<\/a>).<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Transparenz Fehlanzeige &ndash; Milliarden Steuergelder f&uuml;r die Industriebank<\/strong><br>\nBis jetzt sind es fast 11 Milliarden Euro &ouml;ffentliche Mittel zur Rettung der privaten Industriebank (IKB). Doch genaue Hintergr&uuml;nde des Finanzdeals bleiben geheim. Selbst die Abgeordneten des Deutschen Bundestages erfahren kaum etwas. Der Wirtschaftsminister schiebt die Verantwortung von sich, der Finanzminister will in der Sache nicht reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_jsp\/key=rbb_beitrag_7947211.html\">RBB<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Verkauf der Postbank<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Postbank &ndash; sehr wohl ein politischer Deal<\/strong><br>\n&ldquo;Das ist kein politischer Deal&rdquo;, hat Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann mit Blick auf den Einstieg seines Instituts bei der Postbank versichert. Seiner treuherzigen Bekundung ist nur schwer zu glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Postbank-sehr-wohl-ein-politischer-Deal\/413143.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Dies ist interessant: &ldquo;Besonders die Art der Finanzierung sollte zu denken geben. Die Deutsche Bank muss bereits jene 2,7 Mrd. Euro, die sie f&uuml;r die ersten 29,75 Prozent zahlt, fast komplett &uuml;ber eine Kapitalerh&ouml;hung finanzieren. Das ist ebenso &uuml;berraschend wie bedenklich. 2,7 Mrd. Euro waren in guten Zeiten der Gewinn eines Quartals &ndash; jetzt kann die Bank diesen Betrag nicht einmal aus eigener Kraft aufbringen, sondern muss ihre Aktion&auml;re zur Kasse bitten.&rdquo; Ackermann &ndash; der Werte schuf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die neue Geldmaschine<\/strong><br>\nNach dem Milliarden-Deal brechen f&uuml;r die Postbank-Kunden schwere Zeiten an. St&auml;rker als zuvor werden ihnen k&uuml;nftig Zusatzprodukte angepriesen &ndash; die mehr versprechen, als sie halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/74\/310007\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Verkauf der Bahn<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Die Bahn ist nicht Ryanair<\/strong><br>\nMit einem Bedienzuschlag imitiert der Bahnchef, was seine sch&auml;rfsten Konkurrenten auf der Fernstrecke, die Fluggesellschaften, seit Jahren praktizieren. Sie zerlegen die Preise aus Marketingkalk&uuml;l (London ab zehn Euro) und schlagen dann Kerosin- und Sicherheitszuschl&auml;ge, Geb&uuml;hren und Abgaben drauf, rechnen Fr&uuml;hbucherrabatte wieder raus und schwuppdiwupp kostet der Flug nach London nicht zehn, sondern 180 Euro. Das Gesch&auml;ftsmodell von Ryanair beruht auf diesem Prinzip. Dennoch hat Mehdorn mit dem Bedienzuschlag einen grandiosen Fehler gemacht. Er hat mal wieder &uuml;bersehen, dass die Bahn keine Airline ist, dass beim Schienenkonzern die Emp&ouml;rung der Kunden und der Fahrgastverb&auml;nde sich ganz schnell in politische Forderungen kanalisieren kann. So wie es sich in den vergangenen Tagen bei der Diskussion &uuml;ber das Extra f&uuml;r den Verkauf am Schalter zutrug, was dann zwangsl&auml;ufig im Aus des Bedienzuschlags m&uuml;ndete. Der Manager h&auml;tte es besser wissen m&uuml;ssen. Er wollte die Speisewagen abschaffen und fiel damit auf die Nase, er wollte das gesamte Preissystem dem der Airlines anpassen und fiel auf die Nase.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1593361&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> All die sch&ouml;nen kritischen Kommentare von Politikern und in der Presse sind sehr heuchlerisch. Die Bahn wird nach dem B&ouml;rsengang ein Unternehmen wie jedes andere sein, n&auml;mlich rein profitorientiert. Dass Mehdorn ungeschickt agiert und Serviceleistungen am Schalter nicht automatisch in die gesamte Preisgestaltung einbezieht, ist einfach t&ouml;richt. Wer jetzt noch auf die besondere Verantwortung der Bahn in der &ouml;ffentlichen Vorsorge hinweist, ist sehr naiv oder eben heuchlerisch. Er h&auml;tte fr&uuml;hzeitig vor der Privatisierung und dem B&ouml;rsengang der Bahn warnen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bahn geh&ouml;rt in die Hand des Staates<\/strong><br>\nDie Bahn ist zu wichtig als &ouml;kologisches Verkehrsmittel, das Mobilit&auml;t f&uuml;r alle sicherstellen muss. Es geh&ouml;rt deshalb in die Hand des Staates und der Regierung.<br>\nDoch ihre Einflussm&ouml;glichkeiten auf die Deutsche Bahn hat die gro&szlig;e Koalition mit der Privatisierung des Unternehmens ohne Not aus der Hand gegeben. Ist die Bahn erst an der B&ouml;rse, sind politische Interventionen wie jetzt gegen den Bedienzuschlag nicht mehr m&ouml;glich. Denn die Bahn wird dann letztlich nur noch nach ihrer Gewinn- und Verlustrechnung beurteilt und nicht mehr nach &ouml;kologischen oder sozialen Kriterien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/kurzstrecken-politik\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Diese Einsicht kommt zu sp&auml;t. Leider.<\/em><\/p><\/li>\n<li><em>Wie auch dieser Beitrag von Arno Luik:<\/em><br>\n<strong>Deutsche Bahn: Minimaler Service f&uuml;r maximale Rendite<\/strong><br>\nIm Kampf gegen den Bedienzuschlag der Deutschen Bahn gibt sich die Politik partei&uuml;bergreifend volksnah. Doch egal wie laut sie aufschreit, es ist doch nur pure Heuchelei. Denn die wichtigste Frage stellen sich in Berlin nur wenige: Warum wird Volksverm&ouml;gen so billig verschleudert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Deutsche-Bahn-Minimaler-Service-Rendite\/638916.html\">STERN<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Teure Gesundheit<\/strong><br>\nDie Prognose des Kassenchefs ist d&uuml;ster &ndash; zumindest f&uuml;r die Versicherten. In wenigen Jahren, so prophezeit der AOK-Vorstandsvorsitzende Hans-J&uuml;rgen Ahrens, w&uuml;rden s&auml;mtliche Krankenkassen von ihren Versicherten nicht nur den ohnehin kr&auml;ftig gestiegenen Beitrag, sondern auch noch eine Zusatzpr&auml;mie von einem Prozent ihres Bruttolohns kassieren. &bdquo;Insgesamt werden die Kassenmitglieder dann also 1,9 Beitragssatzpunkte ohne Arbeitgeberbeteiligung aufbringen m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Ahrens. Von einer parit&auml;tischen Finanzierung k&ouml;nne bei solcher Lastenverteilung keine Rede mehr sein.&nbsp;<br>\nTats&auml;chlich wurde die Parit&auml;t von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in der gesetzlichen Krankenversicherung schon vor drei Jahren aufgegeben &ndash; mit dem Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten, den die Versicherten seither allein aufbringen. Bei ihren Beitragsprognosen hat die Regierung diesen Eigenanteil bislang nur gerne herausgerechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/Krankenversicherung-Beitraege;art771,2613330\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Zukunft des Emissionshandels: Unionsfraktion &uuml;berbietet selbst Forderungen der Industrie-Lobbyisten<\/strong><br>\nDie Unionsfraktion geht in ihrem j&uuml;ngsten Beschluss zur Energiepolitik noch weiter. Nicht nur die energieintensiven Industrien, sondern das gesamte herstellende Gewerbe soll die Emissionszertifikate kostenlos erhalten: &ldquo;Wir fordern deshalb, dass das Produzierende Gewerbe im Rahmen der dritten Handelsperiode ab 2013 von der Verpflichtung ausgenommen wird, Emissionszertifikate zu ersteigern.&rdquo; Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sieht darin den Versuch, den europ&auml;ischen Emissionshandel zu unterminieren. &ldquo;Eigentlich m&uuml;sste die Bundeskanzlerin wissen, dass das in der EU keine Chance auf Mehrheiten hat&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung des Umweltministeriums, und weiter: &ldquo;Das ist reine Propaganda vor der Bayern-Wahl und das Gegenteil einer ambitionierten Klimaschutzpolitik.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28695\/1.html\">heise<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD-Linke im Interview: &bdquo;&bdquo;Die Agenda 2010 ist keine Monstranz&ldquo;<\/strong><br>\nDie Agenda 2010 ist keine Monstranz, die wir bis in alle Zukunft vor uns hertragen sollten. Sondern es geht darum zu bilanzieren, wie sich unsere Politik der letzten Jahre unter Verteilungsgesichtspunkten ausgewirkt hat. Und vor diesem Hintergrund sollten wir nicht vergessen, dass der SPD in den letzten Jahren viele Mitglieder den R&uuml;cken gekehrt haben, weil sie nicht einverstanden waren. Deshalb kann es nur eine Antwort geben: Die SPD muss die Gerechtigkeit wieder in den Mittelpunkt der Politik r&uuml;cken. Wir brauchen eine Politik, mit der wir Armut bek&auml;mpfen, durch die jeder von seiner Arbeit leben kann und Menschen mit hohen Verm&ouml;gen st&auml;rker an der Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben beteiligt werden. Grundlage hierf&uuml;r ist das Programm von Hamburg, nicht die Agenda 2010.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/SPD-Linke-Agenda-2010;art122,2611894\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Sittenwidrig &ndash; Wie Arbeitnehmer um Lohn betrogen werden<\/strong><br>\nTarifl&ouml;hne sollen Chancengleichheit f&uuml;r die Arbeitgeber und gerechte Bezahlung f&uuml;r die Arbeitnehmer schaffen. Doch w&auml;hrend die Gewerkschaft ver.di noch um Sp&auml;tarbeitszuschl&auml;ge f&uuml;r die Besch&auml;ftigten im Einzelhandel k&auml;mpft, haben einige Unternehmen bereits gehandelt: so genannte Logistik-Firmen ersetzen am Abend die komplette Belegschaft von Superm&auml;rkten &ndash; und das f&uuml;r weniger als die H&auml;lfte des Tariflohns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_jsp\/key=rbb_beitrag_7947207.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich weine noch immer&rdquo;<\/strong><br>\nDer innerparteiliche Kampf sei mit dem R&uuml;cktritt von Kurt Beck nicht vorbei, meint SPD-Sozialexperte Rudolf Dre&szlig;ler. Steinmeier und M&uuml;ntefering h&auml;tten ihren Teil zu der Kultur der Intrige und des Misstrauens in der Partei beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008\/09\/13\/a0113&amp;cHash=b8a8bbc56d&amp;type=98\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Militarisierung der Gesellschaft <\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Propaganda f&uuml;r die Bundeswehr<\/strong><br>\nDurch die leicht abstehenden Ohren des in seinem Tarnanzug steckenden Offiziers Kowalke scheint die afghanische Sonne. Der ziemlich kahl rasierte Mensch l&auml;chelt milde in die Kamera und l&auml;sst uns in einem Satz oberhalb seines freundlichen Kopfes wissen, was er so denkt in Afghanistan: &ldquo;Wenn mir meine Frau schreibt, dann ist die Heimat ganz nah. Selbst, wenn ich 5.000 Kilometer weg von Deutschland bin.&rdquo; Zitat Ende. Unterschrift des Plakats: &ldquo;Deutsche Post. Die Post f&uuml;r Deutschland.&rdquo;<br>\nAuf der Suche nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r die Post-Teilhabe an k&uuml;nftigen Kollateralsch&auml;den in Afghanistan und anderswo f&auml;llt ein Termin ins Auge: Zeitgleich mit dem Beginn der Plakatkleberei endet die Bewerbungsfrist eines Teilnahmewettbewerbs der Bundeswehr. Es geht um &ndash; Zitat &ndash; &ldquo;eine Kooperation im Bereich Lagerhaltung &amp; Distribution&rdquo;, zu deutsch: Verteilung. Gefordert sind Angebote zur &ldquo;Lagerung und Bewirtschaftung von Material der Bundeswehr in der BRD und Transportleistungen f&uuml;r Material in der BRD sowie zwischen BRD und Dienststellen der Bundeswehr oder &uuml;bender Truppe im Ausland.&rdquo;<br>\nIn den kommenden Wochen pr&uuml;ft die Bundeswehr also, welcher der Bewerber f&uuml;r diesen Milliardenauftrag den Zuschlag bekommen soll. Da erleichtert es die Entscheidungsfindung, wenn die Post, so gelb und gut, der k&auml;mpfenden Truppe kameradschaftlich um den Bart streicht. Kundenpflege nennt man das.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28696\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Terror mit Wirkung &ndash; Der Propagandakrieg der afghanischen Taliban<\/strong><br>\nNach jedem Anschlag auf Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan wird in Deutschland der Abzug der deutschen Truppen gefordert. Ein Erfolg f&uuml;r die Taliban. auch durch ihre Propagandastrategie. Gezielt machen die Taliban westliche Medien zu ihrem Sprachrohr. Talibanf&uuml;hrer geben Zeitungen &ldquo;Exklusivinterviews&rdquo;. Unkommentierte Drohungen der Taliban werden so zu Meldungen. Bilder, die ihre Gr&auml;ueltaten zeigen, kommen oft nicht an die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_jsp\/key=rbb_beitrag_7947208.html\">RBB<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers T.K.:<\/strong> Der Beitrag geht in dieselbe Richtung, die wir von Verteidigungsminister Jung kennen: &bdquo;jede Debatte &uuml;ber Sinn oder Unsinn des Afghanistan-Einsatzes der BW schw&auml;cht und gef&auml;hrdet die humanit&auml;re Mission und st&auml;rkt die Taliban&ldquo;. Die Kriegsgegner werden zu unfreiwilligen Helfern der Terroristen erkl&auml;rt.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Journalisten-Verband setzt sich f&uuml;r Erhalt der K&uuml;nstlersozialkasse ein<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne zur Abschaffung der K&uuml;nstlersozialkasse haben nach Ansicht des Deutschen Journalisten-Verbandes keine Aussicht auf Erfolg. Die Ministerpr&auml;sidenten mehrerer Bundesl&auml;nder h&auml;tten in den letzten Tagen erkl&auml;rt, dass sie keine politischen Initiativen unterst&uuml;tzten, die das Ende der K&uuml;nstlersozialkasse zum Ziel h&auml;tten. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass auf der Bundesratssitzung am 19. September die Abschaffung der K&uuml;nstlersozialversicherung auf der Tagesordnung stehen sollte. Ein entsprechender Beschlussvorschlag werde von den Bundesl&auml;ndern Baden-W&uuml;rttemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt unterst&uuml;tzt. Gegen den Vorsto&szlig; hatte unter anderem der Deutschen Journalisten-Verband Front gemacht. &ldquo;Unser Protest war erfolgreich&rdquo;, sagte DJV-Vorsitzender Michael Konken. &ldquo;Wir m&uuml;ssen aber weiter wachsam bleiben, weil die K&uuml;nstlersozialkasse Teilen der Wirtschaft ein Dorn im Auge ist.&rdquo; Konken kritisierte insbesondere den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der nicht m&uuml;de werde, gegen die soziale Absicherung von K&uuml;nstlern und Publizisten zu polemisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=18592\">ngo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> &bdquo;Der Deutsche Kulturrat sowie die Journalistengewerkschaften dju und DJV warnen: Eine Abschaffung der K&uuml;nstlersozialversicherung w&uuml;rde das Ende des freien Journalismus in Deutschland bedeuten.&ldquo; (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/K%C3%BCnstlersozialversicherung\">Wikipedia<\/a>, Stand 14.9.2008)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warnung vor BKA-Gesetz <\/strong><br>\nBei der &Uuml;berwachung von Journalisten, Psychotherapeuten und anderen Berufsgruppen soll es eine &raquo;Pr&uuml;fung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit&laquo; geben. Bei Medienvertreter sollen das &raquo;&ouml;ffentliche Interesse&laquo; an der abh&ouml;rfreien journalistischen Arbeit einerseits und das am Erkenntnisgewinn des BKA andererseits gegeneineinander abgewogen werden. Davon betroffen w&auml;ren Telefongespr&auml;che, aber auch der E-Mail-Verkehr. Die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitspr&uuml;fung soll das BKA selbst vornehmen. Dabei bestehe, so schreiben die Medienverb&auml;nde, die Gefahr, da&szlig; das Amt &raquo;Werturteile&laquo; &uuml;ber die journalistischen Arbeiten vornehme&laquo;. &raquo;Faktisch tritt die Pressefreiheit hinter die Ermittlungen des BKA zur&uuml;ck, und der Informantenschutz wird aufgegeben&laquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten, das jW vorliegt.<br>\nDie vorgesehene Regelung w&uuml;rde insbesondere investigative Recherchen praktisch unm&ouml;glich machen, weil sich Informanten nicht mehr auf den Schutz vor Aufdeckung verlassen k&ouml;nnen, wenn Journalisten online ausgesp&auml;ht oder vom BKA mit Zwangsgeldern, Beugehaft und Durchsuchungen bedroht w&uuml;rden. Die Verb&auml;nde appellieren an den Bundestag, &raquo;diesen Weg nicht weiter zu verfolgen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-13\/052.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Bachelor-Abschluss f&uuml;hrt zu Studienabbruch<\/strong><br>\nDer Stoff aus vier Jahren Magister wurde einfach in drei Jahre Bachelor gepackt. Die Folge: v&ouml;llig &uuml;berfrachtete Lehrpl&auml;ne, unz&auml;hlige Pr&uuml;fungen &ndash; kaum machbar. Wer dann noch arbeiten muss oder wie Jenny ein Kind hat, ist schnell am Ende seiner Kr&auml;fte. Jetzt sind die ersten offiziellen Statistiken zu den Studienabbruchquoten in den neuen Bachelorstudieng&auml;ngen herausgekommen. Das Ergebnis ist erschreckend: Der Anteil der Studienabbrecher liegt insgesamt bei 21 Prozent. In den neuen Bachelorstudieng&auml;ngen brechen dagegen 30 Prozent ihr Studium vorzeitig ab.<br>\nDen meisten Schwund verzeichnen die Fachhochschulen. Dort werfen sogar 39 Prozent der Bachelorstudenten vorzeitig das Handtuch. Vor allem in den Ingenieurwissenschaften verlassen scharenweise Bachelorstudenten die Hochschule. Und das bei drohendem Fachkr&auml;ftemangel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=3220424\/byvd14\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>Musterland ist abgebrannt: In nur zwei Jahren hat Schwedens Regierung den Sozialstaat amputiert<\/strong><br>\n&nbsp;Schweden wird momentan vom unpopul&auml;rsten Kabinett der Nachkriegszeit regiert. Die b&uuml;rgerliche Vier-Parteien-Regierung wird nur noch von 40 Prozent der W&auml;hler unterst&uuml;tzt &ndash; das ist die niedrigste Zustimmungsrate seit 1972, als das statistische Zentralb&uuml;ro mit den Erhebungen begann. Dabei waren die Voraussetzungen gl&auml;nzend, als sie vor genau zwei Jahren die Wahlen gewann: der Haushalt verzeichnete &Uuml;bersch&uuml;sse, Arbeitslosigkeit und Staatsschulden sanken rapide. Es bedurfte schon eines besonderen Ehrgeizes, um eine solche vorteilhaft Ausgangslage in so ein katastrophales Umfragetief zu verwandeln. Und an Tatendrang hat es Fredrik Reinfeldts Ministern wahrlich nicht gefehlt.<br>\nLange galt Schweden als Beispiel, dass sich anst&auml;ndige L&ouml;hne mit Wettbewerbsf&auml;higkeit und relativ niedriger Arbeitslosigkeit verbinden lassen. Doch das ist vorbei. Mit eiserner Hand schafft der Staat nun einen Niedriglohnsektor, wie er aus Gro&szlig;britannien &ndash; und seit einigen Jahren auch aus Deutschland &ndash;&nbsp;bekannt ist. Dazu geh&ouml;rt, dass die Leistungen der Krankenkassen, der Arbeitslosenversicherungen und f&uuml;r Eltern gesenkt und die Bezugsdauer reduziert wurde.&nbsp;<br>\nSollte sich der Abschwung verst&auml;rken und Jobs verloren gehen, dann werden mehr Menschen von der Sozialhilfe leben m&uuml;ssen. Was sie dort erwartet, wurde in der vergangenen Woche bekannt: Langzeitarbeitslose m&uuml;ssen k&uuml;nftig einfache Arbeiten &uuml;bernehmen, sonst verlieren sie ihre Sozialhilfe. So hat nun auch Schweden seine 1-Euro-Jobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/musterland-ist-abgebrannt\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Oberfl&auml;chliche Einlassungen gegen Ende, als g&auml;be es keine Alternative zur konservativen Reformpolitik. Das klingt wie in GB und bei uns: TINA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Berichterstattung &uuml;ber Bolivien<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Spirale des Hasses<\/strong><br>\nDem US-Botschafter die T&uuml;r weisen &ndash; das ist schon starker Tobak. Aber La Paz verd&auml;chtigt den Amerikaner der Kumpanei mit der Autonomiebewegung. Ihn auszuweisen ist aber allemal leichter, als mit der Opposition fertig zu werden. Auf deren Konto geht eindeutig die neue Eskalation der Gewalt und des Hasses. In dubiosen Abstimmungen haben sich die Autonomisten ein Votum f&uuml;r mehr Unabh&auml;ngigkeit ihrer relativ reichen Provinzen im &ouml;stlichen Tiefland besorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1593525&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Gerade in Erinnerung eines anderen Gedenktages, des Putsches am 11. September 1973 in Chile, sollten unsere Redaktionen mit mindestens so gro&szlig;er Aufmerksamkeit wie &uuml;ber Georgien &uuml;ber Bolivien berichten. So dankenswert die wenigen Zeilen der FR sind, es geht nicht um eine Spirale des Hasses, sondern um klare Interessengegens&auml;tze. Im &uuml;brigen hat es sich die bolivianische Regierung nicht leicht gemacht, die Ausweisung erfolgte nach sechs vorausgegangenen Zurechtweisungen durch den Au&szlig;enminister Boliviens.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu der (seiner Linie treu bleibende) SPIEGEL:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ch&aacute;vez sch&uuml;rt den Kampf gegen die Yankees<\/strong><br>\nFlugh&auml;fen besetzt, Pipelines gesprengt, Regierungsgeb&auml;ude gest&uuml;rmt: In Bolivien herrschen Zust&auml;nde wie im B&uuml;rgerkrieg. Elf Tote forderte der Kampf zwischen &ldquo;Collas&rdquo; und &ldquo;Cambas&rdquo;, den Bewohnern von Hoch- und Flachland bislang. Und Venezuelas Pr&auml;sident Ch&aacute;vez nutzt das Chaos f&uuml;r seine eigenen Zwecke. Von Jens Gl&uuml;sing, Buenos Aires.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-577973,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Solche oberfl&auml;chlichen Korrespondenten hat der Spiegel in anderen L&auml;ndern. Das passt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gespr&auml;ch mit Richard Sennett: &rdquo;Amerika befindet sich im Niedergang&rdquo;<\/li>\n<li>Amerika braucht einen Marshall-Plan<\/li>\n<li>Lissabon-Strategie in der Praxis: So funktioniert die Umverteilung von unten nach oben<\/li>\n<li>Lehman-Drama: Peinlich f&uuml;r die Analysten<\/li>\n<li>Privatisierung staatlicher Aktivit&auml;ten: &ldquo;Die Begeisterung ist vorbei&rdquo;<\/li>\n<li>Verkauf der IKB<\/li>\n<li>Verkauf der Postbank<\/li>\n<li>Verkauf der Bahn<\/li>\n<li>Zukunft des<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3456\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3456","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3456"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3456\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}