{"id":34565,"date":"2016-08-11T08:44:07","date_gmt":"2016-08-11T06:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565"},"modified":"2016-08-11T08:44:07","modified_gmt":"2016-08-11T06:44:07","slug":"hinweise-des-tages-2686","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h01\">Versch&auml;rfung von Sicherheitsgesetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h02\">Putin-Erdogan. Das Spiel ist noch nicht zu Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h03\">Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; absurd und popul&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h04\">Weltsozialforum in Montreal: Was wird aus der &ldquo;Robin-Hood-Steuer&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h05\">&Auml;rmer als die Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h06\">&ldquo;Die Parole &lsquo;Wohlstand f&uuml;r Alle&rsquo; ist l&auml;ngst vergessen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h07\">Die Rente muss zum Leben reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h08\">Prantl verteidigt Gabriel gegen die Vernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h09\">&raquo;Gest&ouml;rte Einzelt&auml;ter&laquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h10\">R&uuml;ckblick: Kein &bdquo;Tag der Bundeswehr&ldquo; 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h11\">Australische Fl&uuml;chtlingspolitik: Die H&ouml;lle auf Nauru<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h12\">AfD wiedervereint im Kampf gegen Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h13\">Gro&szlig;verdiener im Parlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34565#h14\">Der Fall Hinz und seine Folgen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Versch&auml;rfung von Sicherheitsgesetzen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>De Maizi&egrave;re will &auml;rztliche Schweigepflicht lockern<\/strong><br>\nNach den Anschl&auml;gen will die Union schnellere Abschiebungen erm&ouml;glichen, mehr als 15.000 neue Polizisten einstellen, die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft abschaffen &ndash; und &Auml;rzte in bestimmten F&auml;llen zum Sprechen bringen.<br>\nAls Reaktion auf die j&uuml;ngsten Anschl&auml;ge in Deutschland will Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) nach einem Bericht der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung die &auml;rztliche Schweigepflicht aufweichen. Dies sei ein Punkt seines Ma&szlig;nahmenkatalogs zur Erh&ouml;hung der Sicherheit in Deutschland, der am Donnerstag vorgestellt werden soll. Danach soll es eine Gesetzes&auml;nderung &Auml;rzten k&uuml;nftig erm&ouml;glichen, die Beh&ouml;rden &uuml;ber geplante Straftaten ihrer Patienten rechtzeitig zu informieren.<br>\nDe Maizi&egrave;re will dem Bericht zufolge zudem erreichen, dass ausl&auml;ndische Gef&auml;hrder und straff&auml;llige ausreisepflichtige Ausl&auml;nder schneller abgeschoben werden k&ouml;nnen. Daf&uuml;r solle es k&uuml;nftig Schnellverfahren bei der Entscheidung &uuml;ber Abschiebungen und &uuml;ber Asylantr&auml;ge geben.<br>\nDem &bdquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&ldquo; (Online) zufolge will de Maizi&egrave;re ein Paket vorlegen, das noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll und der Zustimmung des Bundesrates nicht bedarf. Das Blatt beruft sich auf f&uuml;hrende Koalitionskreise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/innere-sicherheit-de-maiziere-will-aerztliche-schweigepflicht-lockern-14380353.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht k&ouml;nnte ja auch die &auml;rztliche Schweigepflicht von Mitgliedern der Bundesregierung bzw. des Deutschen Bundestages gelockert werden. Angesichts derartiger Vorschl&auml;ge k&ouml;nnte das gerechtfertigt erscheinen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die AfD l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\nDie CDU will ihre W&auml;hler mit neuer H&auml;rte begeistern. Hoffentlich sind sich wenigstens die Gr&uuml;nen daf&uuml;r zu schade.<br>\nAn dem Vorsto&szlig; von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re ist so vieles durchsichtiges Kalk&uuml;l, dass man gar nicht wei&szlig;, wo man anfangen soll mit der Kritik. Aber eins ist schon jetzt klar: Die CDU will wieder lieb gehabt werden von ihren W&auml;hlerInnen. Und sie will jene umstimmen, die dar&uuml;ber nachdenken, bei den Landtagswahlen und der Bundestagswahl in diesem und im n&auml;chsten Jahr ihr Kreuzchen bei der AfD zu machen. (&hellip;)<br>\nDie bekannt gewordenen Vorschl&auml;ge zeigen, dass der CDU buchst&auml;blich der Arsch auf Grundeis geht. In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin f&uuml;hlen sich gro&szlig;e W&auml;hlergruppen offenbar aufgerufen, diesmal &bdquo;Protest&ldquo; zu w&auml;hlen. Dem will die CDU entgegen steuern. Ginge es nach ihr, m&uuml;ssten Schleier tragende Frauen dann einfach in ihren Wohnungen bleiben. &Auml;rztInnen w&uuml;rden zu Dealern der Seele. Und selbst bei Ladendiebstahl &ndash; Straff&auml;llige k&ouml;nnten ihre Koffer packen. Die AfD l&auml;sst sch&ouml;n gr&uuml;&szlig;en.<br>\nDas mit Abstand Irrwitzigste aber w&auml;re die Abschaffung der doppelten Staatsb&uuml;rgerschaft. Zum einen, weil Zuwanderern von Seiten der Politik &ndash; wieder &ndash; nachdr&uuml;cklich klar gemacht w&uuml;rde, dass dieses Deutschland gut und gern auf sie verzichtet. Die Aufhebung k&auml;me einem lauten Nein zur Integration gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Terrorabwehr\/!5329760\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Stunde der Scharfmacher<\/strong><br>\nDie Innenminister von CDU und CSU denken &uuml;ber ein Burka-Verbot nach. Ein Blick nach Frankreich zeigt, dass ein Bann der Vollverschleierung vor allem eines bringt: eine Polarisierung der Gesellschaft. [&hellip;]<br>\nDie Erfahrungen, die Frankreich mit dem Burka-Verbot gesammelt hat, sollten sich all jene in der CDU\/CSU vor Augen f&uuml;hren, die gerade einem Verbot der Vollverschleierung das Wort reden. Es stimmt, Burkas sind mit Sicherheit alles andere als ein Symbol der Frauenbefreiung. Aber vermutlich geht es denen, die jetzt innerhalb der Union die Diskussion &uuml;ber ein Burka-Verbot anzetteln, gar nicht so sehr um die Rolle der Frau in der islamischen Welt. Wohl viel eher geht es ihnen darum, vor den anstehenden Abgeordnetenhaus- und Landtagswahlen ein paar Punkte zu sammeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/burka-verbot-stunde-der-scharfmacher\/13992730.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahlkampfget&ouml;se aus dem CDU-Bundesvorstand statt Probleml&ouml;sungen zur Inneren Sicherheit<\/strong><br>\n&Uuml;berf&auml;llig sind mehr Polizei, funktionierender Informationsaustausch und ein Digitalfunk auch in Bahnh&ouml;fen<br>\nDie CDU l&auml;uft sich warm f&uuml;r den Wahlkampf. Von der Leyen, Verteidigungsministerin und Mitglied im CDU-Parteipr&auml;sidium, hatte den Boden bereitet mit ihrem &bdquo;Angebot&ldquo; zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin lie&szlig; sich majest&auml;tisch viel Zeit nach dem Amoklauf von M&uuml;nchen und den Anschl&auml;gen von W&uuml;rzburg und Ansbach, bevor sie ihren Ma&szlig;nahmenplan zur Inneren Sicherheit mit neun Punkten pr&auml;sentierte. Jetzt legt Bundesinnenminister De Maizi&egrave;re, Mitglied im Bundesvorstand der CDU, nach: Er arbeitet an einer Liste von weiteren &bdquo;Anti-Terror-Ma&szlig;nahmen&ldquo;. Die will er bei einem Treffen am 18. und 19. August mit den Innenministern der Union als &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; verabschieden, jedoch schon am 11.8. der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentieren. [&hellip;]<br>\nEs findet sich in diesen Vorschl&auml;gen allerdings nichts Neues. Schon gar nicht Vorschl&auml;ge, die mehr als den kurzfristig populistischen Erfolg im Auge h&auml;tten. Oder die auf Ursachen f&uuml;r Terrorismus oder Herausforderungen bei der Integration von Fl&uuml;chtlingen eingingen. Das Ganze ist ein Sammelsurium von W&uuml;nschen, die sich in einem &ldquo;Faktenpapier&rdquo; des CDU-Bundesvorstands von Ende Juli finden und die mit dem Koalitionspartner noch nicht in allen Punkten durchgesetzt werden konnten; es sind Scheinl&ouml;sungen und l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Selbstverst&auml;ndlichkeiten, sowie schlecht verhohlene Hetze gegen Ausl&auml;nder und Asylsuchende, wie sie vor allem der Bundesinnenminister schon seit Monaten immer wieder betreibt. [&hellip;]<br>\nDie &bdquo;Berliner Erkl&auml;rung&ldquo; ist nichts anderes als eine PR-Aktion. Gerichtet an Mitb&uuml;rger, die uninformiert sind oder noch immer die Worth&uuml;lsen glauben, die Politiker ihnen vorsetzen. Sie kann jedoch nicht l&auml;nger dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Innere Sicherheit in diesem Land fahrl&auml;ssig vernachl&auml;ssigt worden ist. Nicht etwa, weil vers&auml;umt wurde, die Risiken eines Terroranschlags zu &bdquo;bek&auml;mpfen&ldquo;, gegen den es ohnehin keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Sondern weil ganz allt&auml;glichen Risiken nicht mehr ad&auml;quat begegnet werden kann: Beispiele gef&auml;llig?! Personalzahlen: Selbst nach den jetzt angek&uuml;ndigten 15.000 zus&auml;tzlich einzustellenden Polizisten ist die Gesamtzahl in Bund und L&auml;ndern geringer als 1998! Der von De Maizi&egrave;re beschworene polizeiliche Informationsaustausch funktioniert nur durch x-faches h&auml;ndisches Eintippen der gleichen Informationen, von fl&auml;chendeckendem elektronischem Informationsaustausch keine Spur &ndash; das ist Steinzeit! Und der BOS-Digitalfunk f&uuml;r Polizei und Rettungskr&auml;fte wird hoffentlich nicht in gro&szlig;en Bahnh&ouml;fen gebraucht: Dort funktioniert er n&auml;mlich gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/wahlkampfgetoese-des-bundesinnenministers-statt-problemloesungen\">POLICE-IT<\/a><\/li>\n<li><strong>Anti IS Protection Sicherheitspaket<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160811-heute-show.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160811-heute-show-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute-show.de\/zdf\/artikel\/135736\/anti-is-protection-sicherheitspaket.html\">ZDF heute show<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Putin-Erdogan. Das Spiel ist noch nicht zu Ende<\/strong><br>\nWilly Wimmer: &ldquo;Die Welt ist in Bewegung geraten. Wohin das alles f&uuml;hrt? &ndash; Die Frage zu beantworten, ist es noch zu fr&uuml;h&rdquo;<br>\nWilly Wimmer: Das ist, aus meiner Sicht, f&uuml;r Erdogan der Tanz auf dem Vulkan. Das muss man, glaube ich, in aller Deutlichkeit sagen. Es ist nicht die Position des russischen Pr&auml;sidenten Putin, der aus seiner Sicht das Beste f&uuml;r sein Land zu machen versucht und dabei auch auf den t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan gesto&szlig;en ist, der in den letzten Jahren mehrere Dinge in Bewegung gesetzt hat. Er war einer der Ausl&ouml;ser der kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien. Dann war er auch derjenige, der &uuml;ber eine Million Migranten nach &Ouml;sterreich, Deutschland und Schweden geschickt hat. Das darf man in diesem Zusammenhang nicht vergessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.world-economy.eu\/pro-contra\/details\/article\/putin-erdogan-das-spiel-ist-noch-nicht-zu-ende\/\">World Economy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; absurd und popul&auml;r<\/strong><br>\nNachdem die Kritik an deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen vor allem international in den letzten Jahren immer lauter geworden ist, wird in Deutschland etwas weniger oft vom Exportweltmeister geschw&auml;rmt. Aber von der Einsicht, dass es ein &bdquo;Weiter wie bisher&ldquo; nicht geben kann, sind wir hierzulande immer noch meilenweit entfernt.\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wenn Deutschland diesen Export&uuml;berschuss, an den es sich 30 Jahre lang gew&ouml;hnt hat und den wir durch alle m&ouml;glichen Sozialleistungen verfr&uuml;hst&uuml;ckt haben, wenn wir den nicht halten, dann bricht alles zusammen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit diesen markigen Worten reagierte auf einem IMK-Konjunkturforum im M&auml;rz 2011 Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Pr&auml;sident des BDI, auf die Kritik an Deutschlands immensen &Uuml;bersch&uuml;ssen im Au&szlig;enhandel. Nach der teilweise harschen internationalen Kritik an den permanenten deutschen Handels- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen ist die Begeisterung in Deutschland etwas zur&uuml;ckhaltender geworden.<br>\nWurden noch vor wenigen Jahren die Export&uuml;bersch&uuml;sse von den herrschenden Medien und weiten Teilen der Politik als Beleg der hohen Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands gefeiert, wie etwa von Joachim Pfeiffer, dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Energie der CDU:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Deutschland ist wettbewerbsf&auml;hig. Wir sollten das nicht verstecken. Wir k&ouml;nnen vielmehr auf unsere Export&uuml;bersch&uuml;sse stolz sein.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>und Kritik als purer Neid abgetan:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Erfolg schafft Neider. Deutschland hat schon seit  Jahren einen hohen Export&uuml;berschuss. Das ist kein Erfolg der Politik der Bundesregierung, sondern der cleveren Unternehmen&ldquo;, S&uuml;dwest Presse, 14.11.2013,\n<\/p><\/blockquote>\n<p>so mischen sich nun zumindest vereinzelt kritische Stimmen in die breite Unterst&uuml;tzung des deutschen &Uuml;berschussmodells (vgl. hier).<br>\nAn der &uuml;berwiegenden Bewunderung der deutschen &bdquo;Exporterfolge&ldquo; hat sich indes wenig ver&auml;ndert (vgl. z.B. hier). Selbst von kritischen, gewerkschaftsnahen Autoren werden hohe Export- resp. Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse (die Leistungsbilanz umfasst neben dem Warenhandel und den Dienstleistungen auch noch die Prim&auml;r- und Sekund&auml;reinkommen; ihr Saldo wird aber bei Industriel&auml;ndern haupts&auml;chlich durch den Au&szlig;enhandel bestimmt) immer noch als Zeichen einer positiven &ouml;konomischen Entwicklung interpretiert &ndash; auf einer Stufe etwa mit niedrigen Arbeitslosenquoten (vgl. erst j&uuml;ngst hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/das-deutsche-ueberschussmodell-absurd-aber-weiterhin-populaer\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen und sehen Sie dazu auch K&uuml;nftig mehr Videos in den NachDenkSeiten. Heute zum Denkfehler &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34559\">Export&uuml;bersch&uuml;sse sind prima<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weltsozialforum in Montreal: Was wird aus der &ldquo;Robin-Hood-Steuer&rdquo;?<\/strong><br>\nDie Idee zu einer Finanztransaktionssteuer, die man zum Beispiel auf den Handel mit W&auml;hrungen erhebt, gibt es schon lange. Bef&uuml;rworter wie das Netzwerk Attac hoffen auf hohe Einnahmen, die f&uuml;r soziale Zwecke verwendet werden k&ouml;nnten. Die j&uuml;ngste Initiative zu ihrer Einf&uuml;hrung wurde gerade wieder vertagt. [&hellip;]<br>\nDie Gegner f&uuml;rchten, dass der Handel &uuml;berm&auml;&szlig;ig behindert werden, und Finanzpl&auml;tze wie London oder New York leiden k&ouml;nnten. Und die Gegner haben bis heute die Oberhand behalten, sagt Fabio de Masi, der f&uuml;r die Linkspartei im Europaparlament sitzt.\n<blockquote><p>\n&ldquo;Ich glaube, dass die wesentlichen Lehren aus der Finanzkrise nicht gezogen wurden&rdquo;, meint de Masi. &ldquo;Und die Finanzlobby ist Sturm gelaufen. Die gro&szlig;en Banken &ndash; Goldman Sachs, Deutsche Bank &ndash; haben die Abgeordneten, die nationalen Regierungen bombardiert, mit, h&auml;ufig auch falschen, Argumenten gegen diese Steuer. Je l&auml;nger die Erinnerung auch in der &Ouml;ffentlichkeit an diese Finanzkrise weg ist und verblasst, desto geringer ist die Chance, eine solche Steuer gegen diese m&auml;chtige Finanzlobby durchzusetzen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die j&uuml;ngste konkrete Initiative Richtung Transaktionssteuer haben zehn EU-Staaten um Frankreich und Deutschland immer wieder vertagt. Immer gab es irgendwo einen Bedenkentr&auml;ger, aber bis heute kein Ergebnis. Zuletzt &uuml;berraschte Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble auf dem G-20-Gipfel der gr&ouml;&szlig;ten Industrie- und Schwellenl&auml;nder mit dem Vorschlag, es stattdessen demn&auml;chst auf weltweiter Ebene zu versuchen. Was im kleinen europ&auml;ischen Kreis nicht gelang, soll mit noch mehr Verhandlungspartnern klappen?<br>\nEuropapolitiker Fabio de Masi ist skeptisch: &ldquo;Ich vermute, die Chancen sind geringer. Vielleicht hat Herr Sch&auml;uble aber auch im Kopf, dass er eine &lsquo;Finanztransaktionssteuer light&rsquo;, eine Minivariante, durchsetzen will, um sich endlich dieser leidigen Diskussion zu entledigen und zu Hause sagen zu k&ouml;nnen &ndash; ich habe meine Hausaufgaben gemacht.&rdquo;<br>\nDie EU-Finanzminister haben sich bis zu einem Gipfel im September eine letzte Chance f&uuml;r das Projekt gegeben. Eigentlich sollte die Aussicht auf neue Einnahmequellen attraktiv genug sein, um sich zu einigen. Aber da die Wirtschaftslage in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern wackelig ist, ist auch die Skepsis gro&szlig;, ein Experiment mit nicht genau absehbaren Auswirkungen auszuprobieren. Und so bleibt die Robin-Hood- oder Tobin-Steuer vorerst, was sie seit 44 Jahren ist: eine gro&szlig;e Idee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/weltsozialforum-in-montreal-was-wird-aus-der-robin-hood.2165.de.html?dram%3Aarticle_id=362656\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Auml;rmer als die Eltern<\/strong><br>\nEs einmal besser zu haben als die Eltern &ndash; das ist seit Jahrzehnten eines der fundamentalen Versprechen moderner Gesellschaften, das jede neue Generation mit auf den Weg bekommt. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Versprechen f&uuml;r die Mehrheit in den meisten hochentwickelten L&auml;ndern auch eingel&ouml;st. Die Kinder sollten es einmal besser haben als man selbst und hatten es in der Regel auch &ndash; von historischen Ausnahmef&auml;llen einmal abgesehen.<br>\nDieser Optimismus verliert seine Basis. Eine neue Studie, ausgerechnet vom elit&auml;ren McKinsey-Institute, mit dem Titel &bdquo;Poorer than their parents?&ldquo; zeigt einen ganz neuen Trend auf. Die Aussagen sind so deutlich und umfassend, dass kaum Zweifel bleiben: Es beginnt ein Zeitalter ohne das &bdquo;Ihr-habt-es-einmal-besser-Versprechen.&ldquo;<br>\nDie Studie kommt zum Ergebnis: Im vergangenen Jahrzehnt hatten in den westlichen Industriegesellschaften rund zwei Drittel der Menschen stagnierende oder sinkende Realeinkommen zur Verf&uuml;gung. Laut Studie betr&auml;gt der Anteil zwischen 65 und 70 Prozent. Zwar gleichen das Steuersystem sowie Sozialleistungen diese Kluft wieder etwas aus. Aber trotzdem, auch wenn man diese Effekte der Sozial- und Steuerpolitik ber&uuml;cksichtigt, haben 20 bis 25 Prozent der Haushalte keine Einkommenszuw&auml;chse gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201608084080\/wirtschaft\/wirtschaft-welt\/aermer-als-die-eltern.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><strong>Dazu: Armutsrisiko in M&uuml;nchen deutlich h&ouml;her als gedacht<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Eine aktuelle Studie zeigt: In vielen St&auml;dten ist das Armutsrisiko deutlich h&ouml;her als gedacht.<\/li>\n<li>Das liegt an den Lebenshaltungskosten. Sie f&uuml;hren dazu, dass das Armutsrisiko in M&uuml;nchen h&ouml;her ist als in Teilen Sachsens.<\/li>\n<\/ul>\n<p>M&uuml;nchen mag eine der wohlhabendsten St&auml;dte Deutschlands sein. Aber der Wohlstand hat auch eine Kehrseite: Das Armutsrisiko ist in M&uuml;nchen laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) besonders hoch. 18 Prozent der M&uuml;nchner B&uuml;rger sind laut der Studie, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, armutsgef&auml;hrdet &ndash; beinahe doppelt so viele wie in offiziellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts angegeben.<br>\nDer Grund: Die offiziellen Zahlen vergleichen lediglich das Haushaltsnettoeinkommen mit dem deutschlandweiten Mittelwert. Wer h&ouml;chstens 60 Prozent des bundesweiten Durchschnitts verdient, gilt als armutsgef&auml;hrdet. Nach dieser Berechnung fallen nur etwa zehn Prozent der M&uuml;nchner unter diese Schwelle, in Ostsachsen hingegen sind es fast 20 Prozent.<br>\nNach Ansicht der IW-Forscher hat diese offizielle Methode aber entscheidende Schw&auml;chen. Denn die regionalen Unterschiede beim Durchschnittseinkommen werden in der Berechnung ebenso vernachl&auml;ssigt wie die Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten. Die Studie des IW bereinigt die offiziellen Zahlen um diese Faktoren. Und das Ergebnis sind dann deutlich anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/iw-studie-armutsrisiko-in-muenchen-deutlich-hoeher-als-gedacht-1.3113857\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Die Parole &lsquo;Wohlstand f&uuml;r Alle&rsquo; ist l&auml;ngst vergessen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Steuerexperte des globalisierungskritischen Netzwerks Attac, Detlev von Larcher, hat die Vorschl&auml;ge der Union f&uuml;r Entlastungen kritisiert. Die Steuerpl&auml;ne f&uuml;hrten zu mehr Ungleichheit, sagte er im Deutschlandfunk. Reiche Menschen w&uuml;rden st&auml;rker beg&uuml;nstigt als arme. Deutschland sei auf dem Weg zur Klassengesellschaft.<br>\nVon Larcher kritisierte, &ldquo;die Parole &lsquo;Wohlstand f&uuml;r Alle&rsquo; ist l&auml;ngst vergessen&rdquo;. Die soziale Spaltung in Deutschland nehme immer mehr zu, was auch politische Auswirkungen habe. Als Beispiel nannte er die schwache Wahlbeteiligung in Gegenden, in denen &auml;rmere Menschen wohnten. Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete mahnte, die Erfolge der Rechten seien darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die soziale Spaltung immer tiefer werde. Er wundere sich, dass das bei der Politik noch nicht angekommen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/steuerpolitik-die-parole-wohlstand-fuer-alle-ist-laengst.694.de.html?dram:article_id=362642\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Rente muss zum Leben reichen<\/strong><br>\nVdK-Forderungen f&uuml;r ein gerechtes Rentensystem<br>\n&bdquo;Der Sozialverband VdK ist die gr&ouml;&szlig;te deutsche Rentnerorganisation. Wir setzen unsere Kr&auml;fte daran, die politischen Weichen f&uuml;r ein gerechteres Rentensystem zu stellen&ldquo;, sagte die Pr&auml;sidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, heute in M&uuml;nchen bei der Vorstellung der rentenpolitischen VdK-Forderungen zur Bundestagswahl. &bdquo;Die Rente muss zum Leben reichen und darf nicht den Charakter eines Almosens bekommen&ldquo;, betonte sie.<br>\nDas Problem der Altersarmut versch&auml;rft sich aus Sicht des VdK weiter und muss endlich gel&ouml;st werden. &bdquo;Daher muss der Gesetzgeber weitere Aufgaben anpacken. Die Realisierung der Forderungen des Sozialverbands VdK nutzt allen, auch den k&uuml;nftigen Generationen von Rentnerinnen und Rentnern&ldquo;, erkl&auml;rte die VdK-Pr&auml;sidentin.<br>\nZur Verbesserung der Situation von Rentnerinnen und Rentnern stellt der Sozialverband VdK folgende rentenpolitische Forderungen auf:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdk.de\/deutschland\/pages\/presse\/vdk-pressemeldung\/71581\/die_rente_muss_zum_leben_reichen_-_vdk-forderungen_fuer_ein_gerechtes_rentensystem\">VdK<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was fr&uuml;her selbstverst&auml;ndlich war &ndash; dass z.B. die Rente auch lediglich eines Erwerbst&auml;tigen in einer Familie ausreichte &ndash; wird heute und in naher Zukunft (vor allem im Zuge der Rentenminderungen) zu einem gesellschaftspolitischen Problem.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prantl verteidigt Gabriel gegen die Vernunft<\/strong><br>\nSigmar Gabriel hat sich im Kartellverfahren um die Fusion von EDEKA mit Tengelmann-Kaiser&rsquo;s in einem unsinnigen Arbeitsplatzargument verrannt. Das hat das Oberlandesgericht D&uuml;sseldorf aufgegriffen und unter anderem deswegen die Ministererlaubnis zur Fusion kassiert. Zur Verteidigung des Ministers f&auml;hrt die SZ gro&szlig;e Gesch&uuml;tze auf. Leider zielen sie in die falsche Richtung.<br>\nIn meinem Kommentar zum Fall Gabriel-Tengelmann am 22.07. (hier) hatte ich das D&uuml;sseldorfer Oberlandesgericht daf&uuml;r gelobt, dass es logisch stringent argumentiert hat und zeigen konnte, dass das Arbeitsplatzerhaltungsargument, auf das der Bundeswirtschaftsminister ganz wesentlich seine Ministererlaubnis gest&uuml;tzt hatte, hinf&auml;llig ist.<br>\nDie Richter hatten argumentiert, dass es bei &bdquo;lebensnaher und kaufm&auml;nnisch vern&uuml;nftiger Betrachtung&ldquo; unwahrscheinlich sei, dass durch die Ministererlaubnis per Saldo (also nach Ablauf aller Anpassungsprozesse) tats&auml;chlich Arbeitspl&auml;tze gesichert w&uuml;rden, weil bei dem &bdquo;Gemeinwohlbelang &bdquo;Arbeitsplatzsicherung&ldquo; selbstverst&auml;ndlich nur die unter dem Strich verbleibende Zahl der gesicherten Arbeitspl&auml;tze ber&uuml;cksichtigt werden&ldquo; d&uuml;rfen, denn es k&ouml;nne ja sein, dass bei Tengelmann alle Arbeitspl&auml;tze erhalten werden, gleichzeitig aber bei EDEKA fusionsbedingt in einem signifikanten Umfang Stellen abgebaut werden.<br>\nDas Gericht hatte folglich argumentiert, dass es nicht zu erwarten ist, dass der Minister mit seiner Entscheidung sein eigenes Ziel, n&auml;mlich die Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen erreicht. Ich hatte zu bedenken gegeben, dass es aus &ouml;konomischer Sicht schlicht unm&ouml;glich ist, dass die Ma&szlig;nahme des Ministers ihr Gemeinwohlziel, die &bdquo;Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen&ldquo;, erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/prantl-verteidigt-gabriel-gegen-die-vernunft\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Gest&ouml;rte Einzelt&auml;ter&laquo;?<\/strong><br>\nAmok und Terror k&ouml;nnten zur Signatur des &shy;neoliberalen Zeitalters werden<br>\nAmok ist ein geheimnisvolles Ph&auml;nomen. Wir alle sind erschrocken, wenn sich hierzulande ein Amoklauf ereignet, und sagen dann im Brustton der &Uuml;berzeugung: &raquo;Ich k&ouml;nnte das nicht! Der T&auml;ter muss ein Wahnsinniger sein!&laquo; In Gedanken aber sind wir alle schon einmal Amok gelaufen. Wer hat nicht gelegentlich ein Gef&uuml;hl von Klaustrophobie und versp&uuml;rt die Lust, das grausame Spiel zu beenden und die Figuren mit einer w&uuml;tenden Handbewegung vom Brett zu fegen? Im Internet kann man T-Shirts mit dem Aufdruck bestellen: &raquo;Ich lauf&rsquo; hier gleich Amok&laquo; &ndash; wohl einer der h&auml;ufigsten stillen oder halblauten Sto&szlig;seufzer in B&uuml;ros, Fabrikhallen und auf den G&auml;ngen von Beh&ouml;rden. &raquo;Ich liege Amok&laquo;, ruft in einem der Romane von Gerhard Roth eine Frau aus, die einschlafen m&ouml;chte, vom fortw&auml;hrenden L&auml;rm aus der Nachbarwohnung aber daran gehindert wird.<br>\n&raquo;Fanatiker&laquo;, hat Georg Christoph Lichtenberg gesagt, &raquo;sind zu allem f&auml;hig, sonst aber zu nichts.&laquo; Da sie bereit sind, ihr Leben in die Waagschale zu werfen, lassen sich unsere zeitgen&ouml;ssischen Fanatiker durch nichts von ihrem Vorhaben, auszul&ouml;schen und zu zerst&ouml;ren, abbringen. Aufkl&auml;rung, Verbote und Strafandrohungen reichen in ihre hermetisch abgeriegelte Welt nicht hinein und bleiben wirkungslos. Stefan Zweig sprach in seiner Erz&auml;hlung &raquo;Der Amokl&auml;ufer&laquo; aus dem Jahr 1922 von &raquo;diesem furchtbaren Blick geradeaus&laquo;, den man an den Amokl&auml;ufern in Indonesien beobachten k&ouml;nne. Sie kennen keine Handlungsalternativen mehr, blenden alles Irritierende aus und sind voll und ganz auf das Ziel der Vernichtung m&ouml;glichst vieler anderer ausgerichtet. Im gesamten s&uuml;dostasiatischen Raum besa&szlig; der Amoklauf den Status eines kulturellen Musters, einer &raquo;Ventilsitte&laquo;, wie es in der Ethnologie genannt wird. Ventilsitten fungieren als sozialpsychologische Schleusen, durch die Gesellschaften ihren Spannungs- und Panikpegel und den ihrer Mitglieder regulieren. Wer einen nicht zu verkraftenden Gesichtsverlust, eine au&szlig;erordentliche Kr&auml;nkung, ein schweres Trauma erlitten hat, dem stellte die Kultur den Ausweg zur Verf&uuml;gung, nach einer Phase des sozialen R&uuml;ckzugs und &raquo;Br&uuml;tens&laquo; mit dem Ruf &raquo;Amok! Amok!&laquo; und mit &raquo;verdunkeltem Blick&laquo; auf die Stra&szlig;e zu st&uuml;rzen und mit seinem Dolch auf jeden einzustechen, der seinen Weg kreuzt. Auf diesen Ruf, so der Ethnopsychoanalytiker Georges Devereux, reagierten die Malaien etwa so, wie wir auf eine Alarmsirene. An den Stra&szlig;enecken hatten die Beh&ouml;rden Lanzen aufgestellt, mittels derer die Passanten versuchen konnten, sich den Amokl&auml;ufer vom Leib zu halten. Der Amoklauf endete im Regelfall mit dem Tod des Angreifers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-11\/054.php\">G&ouml;tz Eisenberg auf junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>R&uuml;ckblick: Kein &bdquo;Tag der Bundeswehr&ldquo; 2016<\/strong><br>\nAn 16 Standorten feierte die deutsche Armee am 11. Juni 2016 sich selbst. Auch in diesem Jahr war der &bdquo;Tag der Bundeswehr&ldquo; wieder das zentrale Werbeevent, an dem die Bundeswehr um Zustimmung f&uuml;r ihre Eins&auml;tze und schon Kinder als Nachwuchs warb &ndash; unwidersprochen blieb das nicht: Ein R&uuml;ckblick zum &bdquo;Tag der Bundeswehr&ldquo; 2016.<br>\nDie Armee lobte den Tag als gro&szlig;en Erfolg und gab die Zahl von 260.000 Besucherinnen und Besuchern bei den 16 Veranstaltungen heraus &ndash; das w&auml;ren sogar noch mehr Menschen als beim &bdquo;Tag der Bundeswehr&ldquo; 2015.[1] Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte 2015 den Tag im Rahmen ihrer Attraktivit&auml;tsagenda &bdquo;Aktiv.Attraktiv.Anders&ldquo;  als j&auml;hrlich wiederkehrend eingef&uuml;hrt. Wie viele Menschen 2016 tats&auml;chlich zum Armee-Werbetag kamen, ist allerdings nicht bekannt: So besuchten die Luftwaffen in Neuburg an der Donau nur 20.000 statt der erwarteten 70.000 Besucherinnen und Besucher;[2] die &bdquo;Wehrtechnische Dienststelle&ldquo; bei Trier hatte wiederum 10.000 Menschen erwartet &ndash; nur 7.000 kamen;[3] beim &bdquo;Tag der Bundeswehr&ldquo; in Hohn (Schleswig-Holstein) konnte die Armee nur 37.000 statt der zuvor prognostizierten 60.000 Besucherinnen und Besucher z&auml;hlen.[4] Bereits 2015 hatte die Bundeswehr 400.000 Menschen erwartet und &bdquo;nur&ldquo; 250.000 kamen offiziell.[5] In jedem Fall &uuml;bertreibt die Armee in ihren Berichten &uuml;ber ihren Werbetag, auch wenn die Besuchszahlen nichtsdestotrotz eine besorgniserregende H&ouml;he erreicht.  Die Proteste allerdings werden von der Bundeswehr in G&auml;nze verschwiegen, der vermeintliche militaristische Konsens soll wohl nicht durch Proteste gest&ouml;rt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/08\/09\/rueckblick-kein-tag-der-bundeswehr-2016\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Australische Fl&uuml;chtlingspolitik: Die H&ouml;lle auf Nauru<\/strong><br>\nAustralien verfolgt eine rigide Fl&uuml;chtlingspolitik. Wer versucht, das Land per Boot zu erreichen und dabei aufgegriffen wird, landet im Camp &ndash; zum Beispiel auf Nauru &ndash; einige Tausende Kilometer vom australischen Festland entfernt. Die Zust&auml;nde in diesen Camps sind so miserabel, dass niemand von uns auch nur einen Tag dort verbringen wollte. Das hat jetzt der Guardian enth&uuml;llt. Er hat Akten eingesehen, die die australische Regierung selbst &uuml;ber die Zust&auml;nde im Fl&uuml;chtlingscamp erstellt hat. Nauru, knapp vor dem &Auml;quator. Es ist br&uuml;llend hei&szlig; und es w&auml;chst fast gar nichts, weil auf der Insel fr&uuml;her Phosphat abgebaut wurde. Seit diesen Tagen ist die Insel vollkommen verarmt &ndash; auch deshalb haben sich die Insulaner auf Australiens Angebot eingelassen, dort gegen Geld auf Fl&uuml;chtlinge aufzupassen. Wer nach Nauru verfrachtet wird, muss dort in der Hitze in Zelten oder Wellblechh&uuml;tten ausharren. Selbst nachts findet wegen der Hitze fast niemand Schlaf, erz&auml;hlt unsere Korrespondentin Lena Bodewein. Besonders bitter: Diese Zust&auml;nde m&uuml;ssen die Fl&uuml;chtlinge jahrelang ertragen, ohne dass ihnen jemand sagt, wie es weiter geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dradiowissen.de\/beitrag\/australische-fluechtlingspolitik-die-hoelle-auf-nauru\">DRadio Wissen<\/a>\n<p><strong>dazu: Nauru: Die Kehrseite der Fl&uuml;chtlingspolitik Australiens<\/strong><br>\nAuf der Pazifik-Insel Nauru ist man nicht gerade offen f&uuml;r Besuche von Journalisten oder UN-Emiss&auml;ren. Journalisten m&uuml;ssen 8.000 US-Dollar f&uuml;r ein Visum berappen, die Genehmigung zieht sich hin. UN-Vertretern wird die Einreise verweigert oder so erschwert, dass sie aufgeben. Zu lesen ist das in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International von Anfang August dieses Jahres &uuml;ber die Zust&auml;nde in dem Fl&uuml;chtlingsaufnahmelager in Nauru. Kapitel&uuml;berschriften lauten &ldquo;Schweigemauer&rdquo; und &ldquo;Angriffe, sexuelle Gewalt und Straflosigkeit&rdquo;.<br>\nBeides sagt schon einiges aus &uuml;ber die Kehrseite des australischen Modells der Fl&uuml;chtlingszur&uuml;ckweisung. Bootsfl&uuml;chtlinge werden systematisch abgefangen und zur Umkehr gezwungen. Nicht zur&uuml;ckgewiesene Fl&uuml;chtlinge kommen in Auffanglager auf den Inseln Nauru und Manus (im Norden von Papua-Neuguinea). Die Bedingungen im Fl&uuml;chtlingslager sind alles andere als menschenw&uuml;rdig, so der Bericht von Amnesty International.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49092\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>AfD wiedervereint im Kampf gegen Linke<\/strong><br>\nDer Plan f&uuml;r die Zusammenarbeit muss offenbar schon seit einigen Wochen diskutiert worden sein. Wie der SWR berichtet, habe die AfD-Restfraktion bereits in der vergangenen Woche f&uuml;r den Untersuchungsausschuss gestimmt, die ABW gab diesen Mittwoch gr&uuml;nes Licht. Wie sehr k&ouml;nnen zwei Gruppen tats&auml;chlich zerstritten sein, die solch ein Projekt starten wollen?<br>\nFakt ist n&auml;mlich: Ein von den AfD-Fraktionen beantragter Untersuchungsausschuss &raquo;Linksextremismus in Baden-W&uuml;rttemberg&laquo; hat sehr wahrscheinlich nur deshalb Aussicht auf Erfolg, weil es &uuml;berhaupt zu einer Spaltung kam. Um einen Ausschuss ins Leben zu rufen, m&uuml;ssen entweder 25 Prozent der Mitglieder des Stuttgarter Landtags daf&uuml;r votieren oder der Antrag von mindestens zwei Fraktionen unterst&uuml;tzt werden. Von ersterer M&ouml;glichkeit war die AfD nach der Wahl im Fr&uuml;hjahr trotz starker 15,1 Prozent (23 von 143 Sitzen) deutlich entfernt, die zweite Option wurde nur m&ouml;glich, weil sich die AfD-Parlamentarier offiziell verkrachten. In den Reihen von SPD, Gr&uuml;nen, FDP und CDU war unl&auml;ngst gemunkelt worden, die Rechtspartei k&ouml;nnte die Spaltung f&uuml;r eben solche F&auml;lle wie jetzt ausnutzen. Eine rechtliche Handhabe gegen die Zusammenarbeit d&uuml;rfte allerdings schwierig werden. Ein vom Landtag in Auftrag gegebenes Gutachten hatte erst k&uuml;rzlich die Rechtm&auml;&szlig;igkeit beider Fraktionen best&auml;tigt. Und die d&uuml;rfen zusammenarbeiten, wie alle anderen Fraktionen eben auch. Am Ende k&ouml;nnte der Fall vor dem Verfassungsgericht landen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1021675.afd-wiedervereint-im-kampf-gegen-linke.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Keine Alternative f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nIn acht Landtagen sitzt die AfD inzwischen. Allein im S&uuml;dwesten vertrauten den Rechtspopulisten am 13. M&auml;rz mehr als 800 000 Menschen ihre Stimme an. Vor allem, wie Demoskopen wissen, in der Hoffnung auf einen neuen Politikstil. Den bekommen sie: In allen Parlamenten, in denen die selbst ernannten Retter der Republik sitzen, geht es drunter und dr&uuml;ber. [&hellip;]<br>\nZur Stimmungsmache gegen den real existierenden Parlamentarismus gesellt sich auffallendes Desinteresse am eigenen konkreten politischen Tun. Viele Abgeordnete verwechseln das Posten vorgefertigter Parolen mit ernsthaftem politischem Tun. Das Wahlprogramm f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg ist 64 Seiten stark und prall gef&uuml;llt mit Versprechungen. Es b&ouml;te eine breite Basis f&uuml;r jede Menge Initiativen. Infratest dimap hat herausgefunden, dass fast 80 Prozent die M&ouml;chtegern-Erneuerer gew&auml;hlt haben aus Entt&auml;uschung &uuml;ber das angebliche Nichtstun anderer Parteien in zentralen Fragen. Keineswegs nur beim Thema Fl&uuml;chtlinge, sondern auch in Fragen der sozialen Gerechtigkeit oder der inneren Sicherheit. Und dass sich viele der &ldquo;W&auml;hler und W&auml;hlerinnen aus Protest&rdquo; sehr kurzfristig entschieden h&auml;tten.<br>\nWie gro&szlig; muss jetzt die Entt&auml;uschung &uuml;ber die AfD und deren Abspaltung ABW (Alternative f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg) sein. Denn bei so viel Selbstbespiegelung bleibt keine Zeit f&uuml;r die eigentlichen &ndash; und bekanntlich gut bezahlten &ndash; Aufgaben einer Opposition. Zusammen bringen es beide Fraktionen im Stuttgarter Landtag seit ihrem Start Mitte Mai bisher auf l&auml;cherliche 32 Kleine Anfragen an die Landesregierung. Aber: keine Antr&auml;ge, schon gar keine Gesetzesentw&uuml;rfe, keine Vorst&ouml;&szlig;e zu inhaltlichen Fragen. Und dazu stammt mehr als die H&auml;lfte der Kleinen Anfragen aus der Feder eines einzigen Abgeordneten. Lars Patrick Berg (Tuttlingen), der fr&uuml;here Pressesprecher des Landratsamts Sigmaringen, ist besonders emsig und schreibt sogar seine Pressemitteilungen selber. 14 der 23 AfD- und ABW-Mandatare haben dagegen noch kein einziges Mal die Hand ger&uuml;hrt, um jedenfalls diesem Teil ihrer Volksvertreterpflichten nachzukommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/280\/keine-alternative-fuer-deutschland-3804.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gro&szlig;verdiener im Parlament<\/strong><br>\nDer Laie denkt: Die Arbeit im Berliner Parlament ist ein Vollzeitjob, und zwar einer, der mehr Einsatz verlangt als ein gew&ouml;hnlicher. Die Spitzenverdiener unter den Bundestagsabgeordneten zeigen, dass man locker noch ein paar zehntausend Euro nebenbei &raquo;verdienen&laquo; kann. Am Dienstag ver&ouml;ffentlichte die Organisation Abgeordnetenwatch einen aktuellen Bericht zu den Nebeneink&uuml;nften der Abgeordneten &uuml;ber die Di&auml;ten in H&ouml;he von derzeit 9.300 Euro monatlich hinaus. Danach haben die Mitglieder des Bundestages seit der letzten Wahl im September 2013 mehr als 18 Millionen Euro nebenbei kassiert. Jeder vierte der 630 Abgeordneten gibt f&uuml;r die laufende Legislaturperiode zus&auml;tzliche Einkommen von mehr als 1.000 Euro im Monat an, wie die Transparenzinitiative mitteilte.<br>\nDie Organisation beruft sich bei ihren Berechnungen auf die Selbstausk&uuml;nfte der Parlamentarier. Allerdings m&uuml;ssen die Abgeordneten die H&ouml;he ihrer monatlichen Nebeneinnahmen nicht auf den Euro genau, sondern nur in bestimmten Stufen angeben. Die unterste umfasst etwa den Bereich von 1.000 bis 3.500 Euro, die zehnte und h&ouml;chste Stufe Einnahmen ab 250.000 Euro &ndash; ohne Obergrenze. Die gesch&auml;tzte Gesamtsumme ist laut Abgeordnetenwatch daher nur ein Minimalwert. Es k&ouml;nnten auch bis zu 33,6 Millionen Euro sein. Nur sechs Personen wiesen Nebeneink&uuml;nfte in der h&ouml;chsten Stufe aus.<br>\n&raquo;Die Abgeordneten m&uuml;ssen endlich s&auml;mtliche Nebeneink&uuml;nfte offenlegen, und zwar vom ersten Euro bis zum letzten Cent&laquo;, forderte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Abgeordnetenwatch, Gregor Hackmack. Bei Freiberuflern und Selbst&auml;ndigen wie Landwirten, Rechtsanw&auml;lten oder Unternehmensberatern sei nicht einmal bekannt, woher die Eink&uuml;nfte stammten. Vertragspartner oder Mandanten, die sie auf der Parlamentshomepage &uuml;ber ihre Zuverdienste auff&uuml;hren m&uuml;ssten, blieben nach den derzeitigen Ver&ouml;ffentlichungsregeln namenlos. Laut Abgeordnetenwatch stammen mindestens 3,3 Millionen Euro aus anonymen Quellen. Nur wenige Abgeordnete wie die Landwirte Philipp Graf Lerchenfeld (CSU) und Albert Stegemann legen demnach freiwillig offen, wer ihre Gesch&auml;ftspartner sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-10\/028.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann eigentlich noch von einer &ldquo;repr&auml;sentativen Demokratie&rdquo; die Rede sein, wenn die Bev&ouml;lkerungsmehrheit, die Arbeitnehmerschaft, immer weniger im Parlament vertreten ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Fall Hinz und seine Folgen<\/strong><br>\nIn einem Interview der &ldquo;Westdeutschen Zeitung&rdquo; hat Petra Hinz ihr Schweigen gebrochen. Zun&auml;chst spricht sie in Zusammenhang mit ihrem gef&auml;lschten Lebenslauf von &ldquo;einem gro&szlig;en Fehler&rdquo;. Landeskorrespondent Moritz K&uuml;pper bef&uuml;rchtet, dass die Schlammschlacht in der SPD erst begonnen hat &ndash; und deutliche Auswirkungen auf die Landtagswahlen in neun Monaten haben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/spd-in-nordrhein-westfalen-der-fall-hinz-und-seine-folgen.1773.de.html?dram:article_id=362650\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Ekel vor dem Proletariat<\/strong><br>\nDer Fall der Bundestagsabgeordneten und Hochstaplerin Petra Hinz zeigt, wie die Akademisierung die SPD innerlich vergiftet und politisch ruiniert. Die Essener Sozialdemokratin Petra Hinz, so wurde ruchbar, hat es mit falschen biografischen Angaben zur Bundestagsabgeordneten gebracht. Viele Details sind inzwischen bekannt geworden, ihre Anw&auml;lte schreiben: &bdquo;In der R&uuml;ckschau vermag es Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gr&uuml;nde sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe &uuml;ber ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen f&uuml;r weitere unzutreffende Behauptungen &uuml;ber ihre juristische Ausbildung und T&auml;tigkeit.&ldquo; Ein Armutszeugnis, das trist die anwaltlich zu Sch&uuml;tzende der L&auml;cherlichkeit preisgibt: Als ob Politiker*innen je aus dem Blick verl&ouml;ren, was &uuml;ber sie gesagt und notiert wird, zumal auf einer offiziellen Seite. [&hellip;]<br>\nAber m&uuml;sste die Sozialdemokratie nicht ganz anders mit ihr und ihrem (buchst&auml;blichen) Fall umgehen? Tats&auml;chlich w&auml;re die Causa Petra Hinz Anlass f&uuml;r eine sozialdemokratische Selbstreflexion. Etwa zur Frage: Wie konnte es so weit kommen, dass eine Sozialdemokratin glaubt, sich f&uuml;r eine parteipolitische Karriere eine akademische Biografie zulegen zu m&uuml;ssen? Es sagt viel &uuml;ber die einst von der Arbeiterbewegung gepr&auml;gte Partei aus, wenn heute so gut wie alle Mandatstr&auml;ger*innen einen Universit&auml;tsabschluss vorweisen k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nDer Fall Hinz verweist erst in zweiter Linie auf die Not einer Politikerin, die sich an ihr Mandat klammert, weil sie nichts anderes gelernt hat, als sich in Gremien durchzusetzen und das politische Leben mit zu verwalten. In erster Linie zeigt es jedoch die Abgr&uuml;nde einer Partei, die sozialdemokratische Traditionen bei Festlichkeiten beschw&ouml;rt und in Sommer&shy;interviews herauskehrt wie gerade erst Parteichef Sigmar Gabriel, aber im Alltag mit dem P&ouml;bel weder Kontakt haben noch sich f&uuml;r ihn verwenden will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Debatte-Reaktion-der-SPD-auf-Petra-Hinz\/!5324490\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Hinz legt Bundestagsmandat zum 31. August nieder<\/strong><br>\nEinen Tag nach einem Interview mit einer Regionalzeitung hat die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz angek&uuml;ndigt, ihr Mandat zum 31. August niederzulegen. Im Gespr&auml;ch mit der Westdeutschen Zeitung hatte Hinz erkl&auml;rt, sie werde ihren Sitz im Parlament erst nach ihrer Entlassung aus station&auml;rer Behandlung aufgeben. Mitglieder ihrer Partei hatten sie daf&uuml;r kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nach-interview-hinz-legt-bundestagsmandat-zum-august-nieder-1.3116833\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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