{"id":34604,"date":"2016-08-15T08:24:38","date_gmt":"2016-08-15T06:24:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604"},"modified":"2016-08-15T08:24:38","modified_gmt":"2016-08-15T06:24:38","slug":"hinweise-des-tages-2688","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h01\">Zehn Thesen zum Putschversuch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h02\">Innere Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h03\">Not und Spiele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h04\">Politik in den H&auml;nden von Oligarchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h05\">Why a Tax on Wall Street Trades is an Even Better Idea Than You Know<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h06\">Bundesregierung rechtfertigt Erneuerung von EU-Freihandelsvertrag mit Mexiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h07\">Die Angst der M&auml;chtigen vor der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h08\">Wie sozial ist unsere Marktwirtschaft? Eine transatlantische Perspektive auf eine Politik sozialer Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h09\">Wutanfall wegen Wuchermieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h10\">Rechtspopulismus und &bdquo;Terrorabwehr&ldquo; im progressiven Vakuum &ndash; die Erkenntnisresistenz geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h11\">Westliche Demokratien sind bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h12\">Islamkritiker beziehen gemeinsam Stellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h13\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h14\">Gesellschaftskritik: &ldquo;Lauter kleine Narzissten, auf Wettbewerb getrimmt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h15\">T&uuml;rkische Staatsanwaltschaft beantragt 5 Jahre Haft f&uuml;r HDP Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h16\">Schl&uuml;sselwort &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo;? &ndash; Des Westens neue Medienkrieg-Strategie gegen Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h17\">Rechts regiert in Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h18\">Labour: 130.000 Neumitglieder d&uuml;rfen nicht w&auml;hlen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zehn Thesen zum Putschversuch<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei hat jetzt kein simples Erdogan-Bashing verdient, sondern genaues Hinschauen. Die Lage ist komplizierter, als viele uns glauben machen wollen.<br>\nDie T&uuml;rken schauen in diesen Tagen so intensiv wie selten auf die Berichterstattung des Auslands beziehungsweise auf das, was ihnen ihre Medien davon pr&auml;sentieren. Sie wollen wissen, wie der Rest der Welt das Land nach dem Putschversuch sieht, und wir sollten ihnen &ndash; und vor allem uns &ndash; den Gefallen tun, nicht nur mit bequemem Erdogan-Bashing zu reagieren, sondern mit gewissenhaften Abw&auml;gungen und echter Neugier. Deshalb im Folgenden zehn &Uuml;berlegungen zu diesem noch l&auml;ngst nicht aufgekl&auml;rten Putschversuch, seiner Vorgeschichte und seinen Folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-08\/tuerkei-putschversuch-recep-tayyip-erdogan-akp-kurden-guelen-bewegung-eu\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>dazu: Illiberale Demokratie oder Faschismus in der T&uuml;rkei?<\/strong><br>\nWohin steuert die T&uuml;rkei nach dem Putschversuch und den harschen Reaktionen der AKP-Regierung? Auf der Suche nach einem demokratischen Ausweg.<br>\nMedien und Politik neigen seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 zur Pathologisierung des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan als unzurechnungsf&auml;higem &bdquo;Diktator&ldquo;. Es dominiert das Narrativ von einem gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten, der als Demokrat startete und sp&auml;testens nach dem fehlgeschlagenen Putsch vollends zum Autokraten mit wahnhaften Z&uuml;gen wurde. Aber ist diese Erz&auml;hlung wirklich zutreffend? Wieviel Ressentiments bedienen auch Linke, wenn sie von einem neuen &bdquo;Sultanat&ldquo; in der T&uuml;rkei sprechen?<br>\nDie Strafma&szlig;nahmen der t&uuml;rkischen Regierung scheinen derartige Urteile zu belegen: die Massenverhaftungen, der Ausnahmezustand, die Gleichschaltung der Presse, die permanente gewaltf&ouml;rmige Mobilisierung der Stra&szlig;e, der anhaltende Krieg in den kurdischen Gebieten &ndash; &uuml;berhaupt die autorit&auml;re Tendenz, gesellschaftliche Widerspr&uuml;che sofort und milit&auml;risch durch eine Quasi-Ausmerze l&ouml;sen zu wollen ohne auch nur den Anschein einer vermittelnden Instanz.<br>\nMittlerweile k&ouml;nnen Verhaftete wieder wie in den schlimmsten Zeiten der Milit&auml;rdiktatur bis zu 30 Tage ohne Rechtsbeistand inhaftiert bleiben. Die Berichte mehren sich, dass die Folter, die nie wirklich abgeschafft war, wieder verst&auml;rkt zum Einsatz kommt. Hinzu kommt die immer dominantere Rolle der Religion in der Sprache der aktuell herrschenden politischen Klasse. All das spricht f&uuml;r die Etablierung eines religi&ouml;sen F&uuml;hrerstaates: ein klarer Versto&szlig; gegen die Werte von Demokratie und Aufkl&auml;rung. In den Augen der deutschen und allermeisten europ&auml;ischen Medien zeigt sich hier erneut, dass diese T&uuml;rkei nicht &bdquo;reif f&uuml;r Europa&ldquo; ist &ndash; auch wenn die Regierungen mit ihr in der Fl&uuml;chtlingsfrage aus Gr&uuml;nden der eigenen Demokratier&auml;son paktieren. Soweit der allgemeine Tenor der Berichterstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/illiberale-demokratie-oder-faschismus-in-der-tuerkei-16512\/\">medico international<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Innere Sicherheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Wahlkampf hat begonnen<\/strong><br>\nDe Maizi&egrave;res &ldquo;Anti-Terror-Paket&rdquo; soll mehr Sicherheit schaffen &ndash; aber vor allem soll es eines signalisieren: Er reagiert schnell und hat alles im Griff. Tats&auml;chlich gehen die Ma&szlig;nahmen fast ausnahmslos an der Sache vorbei. (&hellip;)<br>\nWie die Anschl&auml;ge in Ansbach und W&uuml;rzburg Mitte Juli gezeigt haben, ist auch Deutschland gegen terroristische Angriffe nicht immun. Die Politik muss darauf reagieren, was allerdings nicht ganz leicht ist. Sie muss zum einen den B&uuml;rgern &ndash; und W&auml;hlern &ndash; Sicherheit im Land signalisieren, zum anderen aktive Vorschl&auml;ge zur Terrorbek&auml;mpfung machen. Sie muss auf Problembereiche aufmerksam machen wie die Radikalisierung im Internet, in Schulen und im Fl&uuml;chtlingsheim. Sie muss zugleich aber auch der menschenw&uuml;rdigen Behandlung von Fl&uuml;chtlingen und deren Integration in Deutschland gerecht werden.<br>\nDie L&auml;nder-Innenminister der CDU und CSU sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re haben Gesetzesversch&auml;rfungen angek&uuml;ndigt: Von einem Verbot der Vollverschleierung war zun&auml;chst die Rede, die doppelte Staatsb&uuml;rgerschaft solle erschwert werden. Von diesen Forderungen der Innenminister distanzierte sich de Maizi&egrave;re bei seiner gestrigen Erkl&auml;rung jedoch wieder. Straff&auml;llig gewordene Ausl&auml;nder sollen schneller abgeschoben, Waffenk&auml;ufe im Internet strenger &uuml;berwacht werden. Die Polizei soll mehr personelle und technische Unterst&uuml;tzung erhalten. Als eigenen Vorschlag f&uuml;hrt Thomas de Maizi&egrave;re eine Einschr&auml;nkung der &auml;rztlichen Schweigepflicht an, sodass &Auml;rzte schneller &uuml;ber potentielle Terroristen informieren k&ouml;nnen.Mit den Forderungen geht der Innenminister haupts&auml;chlich einer der oben genannten Aufgaben nach. Er liefert schnelle Vorschl&auml;ge, die zeigen sollen: Er k&uuml;mmert sich aktiv um die Terrorabwehr, er hat alles im Griff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/der-wahlkampf-hat-begonnen\/\">Katapult<\/a><\/li>\n<li><strong>Innere Sicherheit: Musterhaft auf dem Weg zu mehr Repression<\/strong><br>\nWie der Fetisch Sicherheit von allen Parteien bedient wird<br>\nDa k&ouml;nnen Erdogan und Putin noch etwas lernen. In Frankreich wurde ein Internetnutzer zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er in letzter Zeit besonders h&auml;ufig gewaltverherrlichende islamistische Internetseiten aufgerufen haben soll (Zwei Jahre Haft f&uuml;r den Besuch von Dschihad-Webseiten). Als in der T&uuml;rkei die islamistischen Beh&ouml;rden w&auml;hrend der Geziproteste Twitter sperren lie&szlig;en, war die Emp&ouml;rung auch hierzulande gro&szlig;.<br>\nWenn nun in Frankreich bereits das Aufrufen inkriminierter Seiten zu Haftstrafen f&uuml;hrt, besch&auml;mt der sogenannte Westen in der Tat die Autokraten am Bosporus und wo auch immer, da man diesen einmal wieder ein St&uuml;ck voraus ist bei der Repression. Die Grundlage f&uuml;r die Verurteilung war &uuml;brigens ein erst k&uuml;rzlich verabschiedetes Gesetz (Frankreich: Zwei Jahre Freiheitsstrafe f&uuml;r Besucher von Terror-Webseiten), das im Zuge des Ausnahmezustands ohne gr&ouml;&szlig;ere wahrnehmbare Proteste im In- und Ausland durch das Parlament gewinkt und schon kurz danach angewandt wurde.<br>\nDie Zeiten, in denen Notstandsgesetze noch wie in den 1960er Jahren in der BRD als Schubladengesetze bezeichnet wurden, die erst in zuk&uuml;nftigen Zeiten einer prek&auml;ren Sicherheit zur Anwendung kommen, sind also offensichtlich vorbei. (&hellip;)<br>\nDoch auch in Deutschland &uuml;berbieten sich in den letzten Tagen die Politiker wieder einmal in Vorschl&auml;gen f&uuml;r den Abbau der Demokratie. Die Stichworte sind nicht neu, sondern eigentlich so altbekannt und berechenbar, dass es doch erstaunlich ist, dass sie immer wieder pr&auml;zise nach dem gleichen Muster ablaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49111\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass Frankreich lediglich der erneute Beginn eines &bdquo;menschlichen Versuchslabors&ldquo; f&uuml;r EU- und NATO-Staaten ist &ndash; bez&uuml;glich der aufgeladenen Rhetorik und der angewendeten Ma&szlig;nahmen gegen den &bdquo;Terror&ldquo;?<\/em><br>\n<em>In diesem Zusammenhang sei an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><br>\n<em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<\/em><br>\n<em>Artikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;<\/em><\/li>\n<li><em>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;<\/em><\/li>\n<li><em>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Und weiter:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. So nachlesbar im <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Feur-lex.europa.eu%2FLexUriServ%2FLexUriServ.do%3Furi%3DOJ%3AC%3A2007%3A303%3A0017%3A0035%3ADE%3APDF&amp;ei=nZrEVImKKcTvUIunhNAD&amp;usg=AFQjCNHFGr4vIf65rlY6tnn6ogM5r5Tk3g&amp;bvm=bv.84349003,d.d24\">Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Bundeswehr in den Stra&szlig;en?<\/strong><br>\nIn der aktuellen Terrorhysterie hat Verteidigungsministerin von der Leyen mit ihrer Aussage, w&auml;hrend eines f&uuml;r einen Anschlag gehaltenen Amoklaufs in M&uuml;nchen(1) w&auml;ren Bundeswehreinheiten in Alarmbereitschaft versetzt worden, die mediale Aufmerksamkeit im Sommerloch erobert.<br>\nDie Intervalle zwischen entsprechenden Vorst&ouml;&szlig;en der Union, die Bundeswehr &ndash; zur Not auch mit Grundgesetz&auml;nderung &ndash; der Polizei als Ordnungsfaktor im Inland an die Seite zu stellen, werden k&uuml;rzer.<br>\nNeu ist dieser Diskurs allerdings nicht. Bereits 1993, im Kontext kurdischer Proteste gegen t&uuml;rkische Einrichtungen in Deutschland, forderte Wolfgang Sch&auml;uble, damaliger Fraktionsvorsitzender der CDU\/CSU, die M&ouml;glichkeiten des Inlandseinsatzes der Bundeswehr auszuweiten.(2) Seit dem werden die Graue Eminenz der Bundesregierung und weitere Mitglieder seiner Fraktion nicht m&uuml;de, dieses Thema bei jeder f&uuml;r sie passenden Gelegenheit auf die Agenda zu setzen. So auch in der Debatte um die Silvesternacht 2015\/16 in K&ouml;ln.(3) Die Sto&szlig;richtung variiert dabei der jeweiligen Situation entsprechend. W&auml;hrend 2006, 2007 und 2014 &uuml;ber den m&ouml;glichen Abschuss von entf&uuml;hrten Passagierflugzeugen debattiert wurde, sind aktuell Eins&auml;tze von Fu&szlig;soldaten zur Terrorabwehr in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten gefragt.<br>\nDiese sollen, so die Vorstellung der Verteidigungsministerin und h&ouml;herer Bundeswehroffiziere, im Falle eines Terroranschlags mit ihren in Auslandseins&auml;tzen erlernten F&auml;higkeiten der Polizei unter die Arme greifen. So geh&ouml;ren laut Generalleutnant Schelleis, Inspekteur der Streitkr&auml;ftebasis, die &bdquo;Organisation von Checkpoints&ldquo; und der Umgang mit &bdquo;Sprengstoffbedrohungen oder Objektschutz&ldquo; zu den ausgewiesenen F&auml;higkeiten der Feldj&auml;ger, auf die der Staat auch im Inland im Fall der F&auml;lle nicht verzichten sollte.(4)<br>\nAuch wenn eine Grundgesetz&auml;nderung zugunsten eines ausgeweiteten Inlandseinsatzes und damit die pr&auml;ventive Pr&auml;senz der Bundeswehr auf deutschen Stra&szlig;en im Moment unwahrscheinlich erscheint, sollte die aktuelle Diskussion, auch in Anbetracht der Entwicklungen in den europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern, durchaus ernst genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/08\/12\/bundeswehr-in-den-strassen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Not und Spiele<\/strong><br>\nDie Vergabe der Olympischen Spiele an Brasilien wurde von vielen als Symbol f&uuml;r einen &bdquo;linken&ldquo; wirtschaftlichen Aufstieg Brasiliens erachtet. Zum Zeitpunkt der Austragung der  Olympiade aber ist das linke Modell von Wachstum mit Umverteilung am Ende. Was ist passiert?<br>\nBrasilien 2009: Rio erh&auml;lt den Zuschlag zur Austragung der Olympiade 2016.  Lula &ndash;  der charismatischste linke Pr&auml;sident, den Brasilien je hatte &ndash; h&auml;lt sichtlich bewegt eine Ansprache an sein Volk:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Brasilien ist aufgestiegen von einem Land zweiter Klasse in ein Land erster Klasse. Brasilien hat die Chance bekommen, die es im 20. Jahrhundert nicht bekam&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr an der &ouml;konomischen und sozialen Gr&ouml;&szlig;e und an unserer F&auml;higkeit, ein koh&auml;rentes Regierungsprogramm zu pr&auml;sentieren&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Brasilien 2016: Die Wirtschaft Brasiliens befindet sich im freien Fall: minus 3,8% Wachstum letztes Jahr. Der IWF hofft, dass es dieses Jahr &bdquo;nur noch&ldquo; minus 3,3% werden. Die Stadt Rio hat kurz vor der Er&ouml;ffnung der olympischen Spiele den &bdquo;finanziellen Notstand&ldquo; ausgerufen. Der nationale Haushalt, selbst im Modus eines drastischen Sparprogramms, musste einspringen, damit die Stadt die Polizisten wieder bezahlen kann, die f&uuml;r die Sicherheit der Sportler und Touristen sorgen sollen, aber auch ihre Lehrer, &Auml;rzte und Feuerwehrleute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/not-und-spiele-brasilien-ist-das-linke-modell-von-wachstum-mit-umverteilung-ende\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Politik in den H&auml;nden von Oligarchen<\/strong><br>\nRobert B. Reich will den amerikanischen Kapitalismus vor den Oligarchen retten. Denn die ungleichen Einkommen zwischen Armen und Reichen f&uuml;hrt er auf den politischen Einfluss von Konzernen und Banken zur&uuml;ck.<br>\nDeutschland gehe den Weg der Vereinigten Staaten, warnt er in einem eigenen Vorwort seine deutschen Leser. Auch hierzulande w&uuml;rden die Einkommen stagnieren. Zwar seien sie seit Ende der 90er Jahre deutlich gestiegen, aber &ndash; so sein Hauptargument &ndash; die Ungleichheit wachse. Oben w&uuml;rden Einkommen und Verm&ouml;gen schneller wachsen als unten. In diesem Befund unterscheide sich also Deutschland nicht von den USA.<br>\nDer Politikprofessor, Jahrgang 1946, unterrichtet derzeit an der Berkeley University, war davor in Harvard und an der Brandeis University und fr&uuml;her Rhodes-Stipendiat in Oxford. Er ist also mit allen wissenschaftlichen Ehren ausgestattet &ndash; und ein ausgesprochener Linker, setzt er sich doch f&uuml;r ein bedingungsloses staatliches Grundeinkommen in den USA ein.<br>\nBereits vor 20 Jahren hat er f&uuml;r eine deutliche Erh&ouml;hung des Mindestlohns pl&auml;diert. Damals war er erst wirtschaftspolitischer Berater, dann Arbeitsminister unter Bill Clinton, von 1993 bis 1997. In den Vorwahlen 2016 zum Pr&auml;sidentenamt unterst&uuml;tzte er nicht dessen Ehefrau Hillary, sondern Bernie Sanders, den Linkspopulisten, der sich selbst als demokratischer Sozialist bezeichnet. (&hellip;)<br>\nIn den vergangenen 30 Jahren h&auml;tten wirtschaftliche Eliten politische Entscheidungen forciert, die sie beg&uuml;nstigten, den einfachen Arbeitnehmer jedoch Risiken aufb&uuml;rdeten.<br>\nSo k&ouml;nnten sich amerikanische Konzerne der Insolvenz bedienen, um Verpflichtungen aus l&auml;stigen Tarifvertr&auml;gen loszuwerden. Ehemaligen Studenten sei es jedoch nicht erlaubt, sich ihres Studienkredites durch eine Privatinsolvenz zu entledigen. Er beklagt also, dass Chancen und Risiken nicht nur sozial und wirtschaftlich, sondern in erster Linie politisch ungleich verteilt seien. Damit einher laufe die schwindende Macht der Gewerkschaften.<br>\nRobert B. Reich geht von einem Idyll der 50er und 60er Jahre aus: Damals habe das Einkommen eines Lehrers oder eines Automechanikers gereicht, um eine vierk&ouml;pfige Familie zu ern&auml;hren, f&uuml;r ein Haus und Auto. Das sei heute nicht mehr der Fall. Durch Globalisierung und technologischen Fortschritt h&auml;tten die meisten Arbeitnehmer an Wettbewerbsf&auml;higkeit eingeb&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/robert-b-reich-rettet-den-kapitalismus-politik-in-den.1270.de.html?dram:article_id=363010\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Why a Tax on Wall Street Trades is an Even Better Idea Than You Know<\/strong><br>\nOne of Bernie Sanders&rsquo;s most important proposals didn&rsquo;t receive enough attention and should become a law even without a president Sanders. Hillary Clinton should adopt it for her campaign.<br>\nIt&rsquo;s a tax on financial transactions.<br>\nPutting a small tax on financial transactions would:\n<ol>\n<li>reduce incentives for high speed trading, insider deal making and short term financial betting. Buying and selling stocks and bonds in order to beat others who are buying stocks and bonds is a giant zero sum game. It wastes countless resources, uses up the talents of some of the nation&rsquo;s best and brightest and subjects financial markets to unnecessary risk.<\/li>\n<li>generate lots of revenue. Even a one tenth of 1% transaction tax would raise $185 billion over 10 years according to the non-partisan Tax Policy Center. It could thereby finance public investments that enlarge the economic pie rather than merely rearranging its slices. Investments like better schools and access to college. <\/li>\n<li>it&rsquo;s fair. After all, Americans pay sales taxes on all sorts of goods and services, yet Wall Street traders pay no sales tax on the stocks and bonds they buy, which helps explain why the financial industry generates about 30% of America&rsquo;s corporate profits, but pays only about 18% of corporate taxes.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/robertreich.org\/post\/148746866860\">Robert Reich<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundesregierung rechtfertigt Erneuerung von EU-Freihandelsvertrag mit Mexiko<\/strong><br>\nIn der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hat die Bundesregierung Stellung zum Freihandel mit Mexiko, dortigen Menschenrechten sowie zu bestehenden und m&ouml;glichen Absprachen des neuen Globalabkommens zwischen Mexiko und der EU (MEUFTA) genommen. Das Abkommen ist bereits seit 15 Jahren in Kraft und soll nun modifiziert werden. Momentan befinden sich beide Parteien in Verhandlungen.<br>\nBez&uuml;glich der Frage nach dem Umgang mit den 60.000 Toten zwischen 2007 und 2012 sowie offiziell 27.659 Verschwundenen in dem lateinamerikanischen Land verweist die Bundesregierung auf die kritische &Auml;u&szlig;erung zur Menschenrechtslage von Au&szlig;enminister Steinmeier bei seinem Mexiko-Besuch im Juni diesen Jahres. Des Weiteren seien Rechtsstaatlichkeit und Transparenz zentrale Themen in den bilateralen Beziehungen zu Mexiko, so die Bundesregierung. (&hellip;)<br>\nIm geplanten neuen Globalabkommen sollen erneut private Schiedsgerichte etabliert werden. Details seien nicht vorgegeben und werden somit erst im Laufe der Verhandlungen konkretisiert werden, so die Bundesregierung. Bereits 2015 erkl&auml;rten beide Verhandlungsseiten beim EU-Mexiko-Gipfel in Br&uuml;ssel, dass die Abkommen TTIP (USA) und CETA (Kanada) als Vorbilder dienten. (&hellip;)<br>\nObwohl zahlreiche Studien belegen, dass eine Versch&auml;rfung der Handelsregelungen im Sinne von TTIP und CETA keine klare wirtschaftliche Verbesserung und selbst negative Folgen f&uuml;r die Menschenrechte in Mexiko mit sich ziehen kann, hat die Bundesregierung bisher keine Stellung zu m&ouml;glichen menschenrechtlichen und sozialwirtschaftlichen Folgen genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/08\/157822\/neues-globalabkommen-eu-mexiko\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Angst der M&auml;chtigen vor der Deutschen Bank<\/strong><br>\nDie Schw&auml;che des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Geldhauses ist be&auml;ngstigend. In der Bundespolitik gehen Krisenszenarien um. Doch die gebeutelte Bank ist immer noch zu wichtig, um sie scheitern zu lassen.<br>\nNormalerweise ist Wolfgang Sch&auml;uble kein sehr schweigsamer Mensch. Journalisten, die ihn nach politischen Entwicklungen fragen, bekommen meist eine Antwort &ndash; manchmal eine eher unbrauchbar philosophische, aber immerhin eine Antwort. Wer dem Bundesfinanzminister derzeit eine &Auml;u&szlig;erung zur schwierigen Lage der Deutschen Bank abringen will, erntet dagegen nur ein Schulterzucken, wie zuletzt bei seiner Reise zum G-20-Treffen in Chengdu. &ldquo;Dazu sage ich nichts&rdquo;, brummte er da.<br>\nAngst ist oft kein guter Ratgeber. In der Hauptstadt aber geht sie derzeit um. Die Angst vor einer drohenden Schieflage der Deutschen Bank. &ldquo;Auf jeder politischen Sommerparty in Berlin, bei der auch Wirtschaftsleute dabei sind, ist das ein Thema&rdquo;, erz&auml;hlt einer, der auf vielen dieser Festivit&auml;ten zu Gast ist. Die Angst sei f&ouml;rmlich mit den H&auml;nden zu greifen &ndash; obwohl oder vielleicht sogar weil kein Mensch au&szlig;erhalb der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Bank wirklich wei&szlig;, wie es um das Geldhaus steht. Und Nichtwissen verunsichert.<br>\nSeit Jahren befindet sich der Branchenf&uuml;hrer unter den deutschen Banken in einem Umbauprozess. Gesch&uuml;ttelt von teuren Prozessen, Wirren im Management und einem politischen Umfeld, das Europas Banken hart reguliert, suchen die Frankfurter nach einem Weg. Der Bank scheint der Kompass abhandengekommen zu sein, so sieht man es in Berlin. Die schlechten Quartalszahlen von Mitte dieser Woche best&auml;tigen die Beobachter noch mal in dieser Ansicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157639673\/Die-Angst-der-Maechtigen-vor-der-Deutschen-Bank.html\">Die Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34486\">Die Deutsche Bank ist die gef&auml;hrlichste Bank der Welt &ndash; warum wird dies von der Politik ignoriert?<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie sozial ist unsere Marktwirtschaft? Eine transatlantische Perspektive auf eine Politik sozialer Gerechtigkeit<\/strong><br>\nUnser System der &bdquo;sozialen Marktwirtschaft&ldquo; gilt als soziale Alternative zum US-Kapitalismus. Betrachtet man lediglich Markteinkommen, so tr&uuml;gt dieses Bild angesichts &auml;hnlich ungleich verteilter Einkommen geh&ouml;rig, wie dieser Beitrag zeigt. Erst in einem zweiten Schritt wird durch den Staat hierzulande deutlich mehr zu einkommensschw&auml;cheren Haushalten umverteilt. Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch und kann man in einer solchen Situation &uuml;berhaupt von &bdquo;sozialer Gerechtigkeit&ldquo; sprechen?<br>\nDas Soziale an der Marktwirtschaft kommt vom Staat, nicht vom Markt<br>\nDeutschland und &Ouml;sterreich preisen sich gerne als Paradebeispiele einer &bdquo;sozialen Marktwirtschaft.&ldquo; Aus diesem Begriff ergibt sich der Trugschluss, dass wir es hierzulande mit einer besonders sozialen Variante des Marktes zu tun h&auml;tten.<br>\nDie Realit&auml;t sieht allerdings anders aus: betrachtet man Markt-Einkommen vor Steuern und sozialer Umverteilung, so zeigen OECD-Statistiken, dass es mit der sozialen Marktwirtschaft auf dieser Seite des Atlantiks nicht weit her ist. So verdiente etwa ein Drittel der Bev&ouml;lkerung in &Ouml;sterreich (32%) bzw. Deutschland (33%) 2013 weniger als die H&auml;lfte des mittleren Einkommens. Damit lag dieser Wert, der oft als Armutsma&szlig; verwendet wird, deutlich &uuml;ber den USA (28%) und auch &uuml;ber dem Durchschnitt der anderen OECD-L&auml;nder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/wie-sozial-ist-unsere-marktwirtschaft-eine-transatlantische-perspektive-auf-eine-politik-sozialer-gerechtigkeit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wutanfall wegen Wuchermieten<\/strong><br>\nImmer mehr Mieter werden ausgequetscht. Einfach nur, weil es geht. Ich w&uuml;nsche allen, die da mitmachen, Mundgeruch und Bl&auml;hungen.<br>\nWenn ich mich mit Immobilien besch&auml;ftige, bekomme ich Wutanf&auml;lle. Das liegt daran, dass ich derzeit eine Mietwohnung in Berlin suche. Und ich werde das Gef&uuml;hl nicht los, dass man mich ausquetschen m&ouml;chte. Einfach so, weil es geht. Der Immobilienmarkt in Gro&szlig;st&auml;dten ist nur noch f&uuml;r Investoren da, die sich eine goldene Penisverl&auml;ngerung verdienen wollen. Im Namen des freien Marktes.<br>\nMerkt irgendjemand, was sich da f&uuml;r ein Frust aufbaut? 35 Millionen Deutsche wohnen zur Miete und m&uuml;ssen sich das zynische Gequatsche von Boomm&auml;rkten, besten Investitionschancen und renditestarken Objekten in bester Wohnlage anh&ouml;ren, w&auml;hrend sie einen immer gr&ouml;&szlig;eren Teil ihres stagnierenden Einkommens f&uuml;r eine schlichte Wohnung hinbl&auml;ttern m&uuml;ssen.<br>\nMir bleibt nichts weiter, als die verbale Mistgabel zu schwingen. Momentan ist das menschliche Grundbed&uuml;rfnis nach einem netten Zuhause eine riesige Umverteilungsmaschine von unten nach oben. Wer Kohle hat, freut sich an seiner Traummarge. Dass man dazu Geringverdienern immer mehr Geld aus der Tasche ziehen muss, ist egal &ndash; der Markt gibt es her und der kennt keine Moral, nur Mechanismen.<br>\nFalls Sie das lesen und sich gerade &uuml;berlegen, in Berlin eine Wohnung zu kaufen, als Geldanlage, sichere Renditen dank steigender Mieten: F&uuml;r Sie schmei&szlig;t jemand die alten Bewohner raus. F&uuml;r Ihre Rendite werden Menschen an den Stadtrand gedr&auml;ngt. Und h&ouml;ren Sie auf, von Niedrigzinsen zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kolumne-Kapitalozaen\/!5329837\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechtspopulismus und &bdquo;Terrorabwehr&ldquo; im progressiven Vakuum &ndash; die Erkenntnisresistenz geht weiter<\/strong><br>\nEs ist wirklich eine ung&uuml;nstige Zeit daf&uuml;r, dass konservatives Denken Europa fest im Griff hat. Und das hat es, sehr fest sogar, so fest, dass die meisten Menschen es nicht bemerken, sie wissen n&auml;mlich nicht mehr, wie ein progressives Pendant in &ouml;konomischen, innen- und au&szlig;enpolitischen Angelegenheiten auss&auml;he. Zudem ist auf der dicken, verkrusteten Schicht von &Uuml;berwachungs-, Konkurrenz- und Militarisierungsstaat eine glitzernde Schicht moderner Dienstleistungen, technischer M&ouml;glichkeiten und partieller Gleichberechtigungsentwicklungen aufgetragen. Frauen, Homosexuelle, ethnische Minderheiten&hellip; hier gab es tats&auml;chlich deutlich progressive Entwicklungen, die jedoch zugleich die politische und gesellschaftliche Ausrichtung in Hinblick auf die identit&auml;tsfernen Themen, die klassischen Systemfragen, weitgehend verdeckt haben.<br>\nDem Neoliberalismus ist es gelungen, diese Doppelschichtung politischer Entwicklung und damit die progressive Illusion zu erzeugen. Die Konservativen wurden an die langfristige Macht gesp&uuml;lt, indem er die Sozialdemokratie ihnen nacheifern und damit sich selbst aufgeben lie&szlig;. In &ouml;konomischer Hinsicht und damit auf der zentralen Handlungsebene verlor sie jegliche ernsthafte Gestaltungsmacht, und nun steht sie da und wei&szlig; den Konservativen (und ihrem Denken) nichts entgegenzusetzen als &ndash; in der deutschen Variante &ndash; den Ruf nach mehr Kitas, gleichgeschlechtlicher Ehe und ein bi&szlig;chen mehr Steuern f&uuml;r Reiche.<br>\nDabei m&uuml;ssen wir alle mitansehen, wie die tiefere Systemschicht &ndash; bei deren Ver&auml;nderung die Sozialdemokratie Mitt&auml;ter war, handele es sich nun um die neoliberale Ausgestaltung der EU-Vertr&auml;ge mit ihrem &bdquo;Diktat der M&auml;rkte&ldquo; (Stichworte: Maastricht- und Lissabon-Vertrag, die die Fiskalpolitik und somit staatliche Gestaltung stark einschr&auml;nken und die EU zu einem Wettbewerbsregime zementieren), die Umkrempelung der Sozialstaatlichkeit (hierzulande: Agenda 2010, Hartz-Reform), Finanzmarktderegulierung mit Krisengarantie, oder ein Krisenregime mit Verarmungs- und Dem&uuml;tigungsgarantie (Stichwort: Troika) &ndash; die glitzernde progressive Schicht der Gleichberechtigungserscheinungen allm&auml;hlich absorbiert. Was wir mit dem europaweiten Aufkommen des Rechtspopulismus an reaktion&auml;rer Energieentladung erleben, kann man lesen als den erneuten Vormarsch der Idee der Ungleichwertigkeit, die &ndash; auf &ouml;konomischer Ebene bislang von den M&auml;rkten bestimmt &ndash; nun ihren &Uuml;bertrag auf die gesellschaftliche Ebene findet, wo sie schlie&szlig;lich wieder durch die &bdquo;Volksgemeinschaft&ldquo; bestimmt wird, als die sich vornehmlich jene Menschen sehen wollen, die zu den &bdquo;Modernisierungsverlierern&ldquo; im Neoliberalismus geh&ouml;ren, jene Menschen, die der M&ouml;glichkeit einer w&uuml;rdigen Identit&auml;tsbildung beraubt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=11058\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Westliche Demokratien sind bedroht<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei, Russland, Polen und Ungarn vollziehen derzeit einen dramatischen &Uuml;bergang zur Autokratie. Doch auch im Westen sind die Demokratien in ernster Gefahr.<br>\nIn der T&uuml;rkei ereignet sich derzeit ein dramatischer &Uuml;bergang von einer &ndash; immerhin &uuml;ber lange Zeit leidlich funktionierenden &ndash; Demokratie zu einer Diktatur. Bis auf Weiteres wird sich diese Entwicklung dort nicht umkehren lassen. Blickt man zudem auf die Verh&auml;ltnisse in Russland, Ungarn oder Polen, so scheint die Demokratie als Regierungsform gegenw&auml;rtig durchaus gef&auml;hrdet zu sein. Daran heftet sich unmittelbar eine weitere Kernfrage, die uns westliche Insulaner inmitten einer immer turbulenteren politischen Umwelt mehr als bisher besch&auml;ftigen sollte. Sie lautet: Wie gef&auml;hrdet sind die westlichen Kernl&auml;nder der Demokratie?<br>\nEs gibt eine aus der Geschichte bekannte Konstellation, die f&uuml;r eine Demokratie besonders gef&auml;hrlich ist. Sie entsteht dann, wenn sich auf ihrem Boden extremistische Kr&auml;fte bilden, die sich einerseits gegenseitig bek&auml;mpfen, die am Ende aber auch die Demokratie selbst treffen wollen. Fast alle europ&auml;ischen Demokratien in der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg sahen sich einem solchen Zweifronten-Konflikt gegen&uuml;ber.<br>\nDas gleichzeitige Aufkommen starker kommunistischer und extrem nationalistischer Bewegungen erzeugte eine latente B&uuml;rgerkriegsatmosph&auml;re und verengte den Handlungsspielraum der Demokraten. Zugleich brachte dies vor allem auf Seiten der politischen Rechten neue Gefahren mit sich: die Versuchung n&auml;mlich, aus der Konstellation Kapital zu schlagen und mit Extremisten zum Zwecke der eigenen Machterweiterung zu kollaborieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/extremismus-die-westlichen-demokratien-duerfen-sich-nicht-zu-sicher-fuehlen-1.3111325\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Herr Wirsching k&ouml;nnte es besser wissen, wenn er <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/extremismus-die-westlichen-demokratien-duerfen-sich-nicht-zu-sicher-fuehlen-1.3111325\">diesen Text auf Makroskop<\/a> gelesen h&auml;tte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Islamkritiker beziehen gemeinsam Stellung<\/strong><br>\nIn einer gemeinsamen Erkl&auml;rung fordern bekannte Islamkritiker einen politischen Kurswechsel der deutschen Regierung. Nicht nur der islamistische Terrorismus, sondern auch die dahinterstehende Ideologie des politischen Islam m&uuml;sse entschieden bek&auml;mpft werden. (&hellip;)<br>\nDie Antwort ist der S&auml;kularismus<br>\nErst wenn in Deutschland die Gesetze und Regeln konsequent auf Basis des S&auml;kularismus aufgestellt sind, wird es eine Hoffnung f&uuml;r die L&ouml;sung der heutigen Konflikte geben. Nur so werden unsere Kinder ohne Hass und Brutalit&auml;t in einer menschlicheren und friedlicheren Gesellschaft zusammen aufwachsen k&ouml;nnen. Nur so lassen sich Fanatismus und Radikalisierung verhindern.<br>\nDaf&uuml;r ist die Erf&uuml;llung der folgenden Bedingungen erforderlich:\n<ul>\n<li>Eine vollst&auml;ndige Trennung von Religion und Staat<\/li>\n<li>Kein Einfluss von religi&ouml;sen Partikularinteressen auf das Bildungssystem, das Gesundheitswesen, die Medien und die wissenschaftliche Forschung<\/li>\n<li>Die Abschaffung der religi&ouml;sen Gesetze im Familien-, Zivil- und Strafrecht<\/li>\n<li>Ein Ende der Diskriminierung von LGBTIs, weltanschaulichen Minderheiten, Frauen, Freidenkern, Ex-Muslimen und anderen<\/li>\n<li>Die Freiheit der Weltanschauungen sowie die Freiheit, Religionen kritisieren zu d&uuml;rfen<\/li>\n<li>Die Gleichstellung aller Menschen vor dem Gesetz<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sollte der deutsche Staat seine Politik &auml;ndern und diese Bedingungen erf&uuml;llen, wird nicht nur die reaktion&auml;re islamische Bewegung, sondern auch das fremdenfeindliche Lager in der Gesellschaft zur&uuml;ckgedr&auml;ngt. Denn die rassistischen Kr&auml;fte in Europa konnten sich nur durch den Missbrauch der vielen unbeantworteten Probleme als Sprachrohr der Unzufriedenen verkaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/artikel\/islamkritiker-beziehen-gemeinsam-stellung-13414\">Humanistischer Pressedienst<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sehr interessant. Das sollte jedoch nicht auf den Islam beschr&auml;nkt bleiben, sondern f&uuml;r alle Religionen gelten.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Programmatisch war zumindest die SPD bez&uuml;glich dieser Thematik schon mal weiter. <a href=\"https:\/\/www.marxists.org\/deutsch\/geschichte\/deutsch\/spd\/1925\/heidelberg.htm\">Im Heidelberger Programm (1925)<\/a> ist u.a. zu lesen: &bdquo;Die &ouml;ffentlichen Einrichtungen f&uuml;r Erziehung, Schulung, Bildung und Forschung sind weltlich. Jede &ouml;ffentlich-rechtliche Einflu&szlig;nahme von Kirche, Rehgions- und Weltanschauungsgemeinschaften auf diese Einrichtungen ist zu bek&auml;mpfen. Trennung von Staat und Kirche, Trennung von Schule und Kirche, weltliche Volks-, Berufs- und Hochschulen. Keine Aufwendung aus &ouml;ffentlichen Mitteln f&uuml;r kirchliche und religi&ouml;se Zwecke.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Migration<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gefangen im B&uuml;rokratendschungel<\/strong><br>\nDer Albaner Hysen Gjoka hat aufgegeben. Seine Hoffnungen in Deutschland haben sich nicht erf&uuml;llt. Er will so schnell wie m&ouml;glich zur&uuml;ck. Aber die deutschen Beh&ouml;rden haben seinen Pass bei der Einreise eingezogen &ndash; und verloren. Kein Einzelfall, wie unsere Recherchen zeigen.<br>\nHysen Gjoka sitzt an seinem kleinen Schreibtisch und plant seine Flucht. Doch irgendetwas l&auml;uft hier verkehrt. Denn er &uuml;berlegt nicht, wie er am besten nach Deutschland kommt, sondern wie er ohne Pass zur&uuml;ck kann &ndash; in seine Heimat, nach Tirana in Albanien. Flucht anders herum. &ldquo;&Uuml;ber Italien k&ouml;nnte es funktionieren, dann &uuml;bersetzen nach Albanien&rdquo;, meint er. Es ist bizarr: Ein Albaner versucht, irgendwie Deutschland zu verlassen, m&ouml;glichst bald. Seit fast zwei Monaten wartet er auf seinen Pass, den er bei seiner Einreise bei der Bundespolizei abgeben musste. Das ist f&uuml;r jeden Asylsuchenden gesetzlich vorgeschrieben.<br>\nVor zwei Monaten hatte er seinem Sachbearbeiter im Ausl&auml;nderamt D&uuml;sseldorf mitgeteilt, dass er gerne nach Hause m&ouml;chte. Seitdem wird er alle 14 Tage vorgeladen, nur um die Info zu bekommen, dass sein Pass immer noch nicht auffindbar sei. Jedes Mal bekommt er ein neues Dokument: &ldquo;Aufenthalt f&uuml;r zwei weitere Wochen geduldet.&rdquo; Alle 14 Tage trifft er vor der Beh&ouml;rde viele Landsleute, die das gleiche Problem haben. Sie wollen nach Hause, k&ouml;nnen aber nicht. &ldquo;Inzwischen kennen wir uns schon; der Frust ist bei uns allen sehr gro&szlig;&rdquo;, sagt Hysen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/paesse-fluechtlinge-deutschland-101.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Ist&rsquo;s Wahnsinn auch, so hat es doch Methode.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was ist blo&szlig; mit den deutschen Beh&ouml;rden los? Mal wird offenbar geschreddert, mal &ndash; wie in diesem konkreten Fall &ndash; sind Dokumente nicht auffindbar. Und das sind vermutlich lediglich die bekannt gewordenen F&auml;lle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel l&auml;dt Konzernchefs ins Kanzleramt<\/strong><br>\nArbeit gilt neben dem Spracherwerb als einer der wichtigsten Faktoren bei der Integration von Fl&uuml;chtlingen. Vor allem bei mittelst&auml;ndischen Unternehmen kommen viele Neuank&ouml;mmlinge in Lohn und Brot. Von den Dax-Konzernen w&uuml;nscht sich die Kanzlerin in dieser Frage mehr Engagement und bittet zum Gespr&auml;ch.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat die wichtigsten deutschen Konzernchefs zu einem Fl&uuml;chtlingsgipfel eingeladen. Bei dem Treffen am 14. September im Kanzleramt solle es um die bessere Integration von Fl&uuml;chtlingen in den Arbeitsmarkt gehen, berichtete die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Merkel wolle die Unternehmen dazu bringen, mehr Lehrstellen und Jobs f&uuml;r Migranten anzubieten. Au&szlig;erdem sollten Konzerne wie Siemens, Evonik, Opel, RWE und VW dar&uuml;ber berichten, was sie bislang erreicht haben.<br>\nSiemens-Personalchefin Janina Kugel hatte erst k&uuml;rzlich mitgeteilt, der Elektrokonzern habe 100 Praktikumsstellen geschaffen und 66 Fl&uuml;chtlinge zur Vorbereitung auf eine m&ouml;gliche Ausbildung in F&ouml;rderklassen eingestellt. F&uuml;r ungelernte Fl&uuml;chtlinge gebe es jedoch kaum M&ouml;glichkeiten in ihrem Unternehmen. Nach Ausbildung und Qualifikation erg&auml;ben sich langfristig Impulse, &ldquo;aber unser Fachkr&auml;fteproblem werden die Fl&uuml;chtlinge auch nicht von einem Tag auf den anderen l&ouml;sen&rdquo;.<br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte die Chefs der deutschen Top-Konzerne bereits aufgefordert, mehr Fl&uuml;chtlinge einzustellen. Es sei der Eindruck entstanden, dass das Engagement der gro&szlig;en Firmen hinter dem des Mittelstands zur&uuml;ckbleibe, schrieb Gabriel Mitte Juli an die Vorst&auml;nde der im Dax gelisteten 30 Konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merkel-laedt-Konzernchefs-ins-Kanzleramt-article18410531.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass Fl&uuml;chtlinge lediglich als &bdquo;billige Arbeitskr&auml;fte&ldquo;  f&uuml;r die deutsche Wirtschaft dienen sollen? In Verbindung mit den Ausnahmen beim Mindestlohn klingen &bdquo;Praktikumsstellen&ldquo; und &bdquo;Vorbereitung auf eine m&ouml;gliche Ausbildung&ldquo; nicht nach einer fairen und gut bezahlten Arbeit, sondern k&ouml;nnten bei vielen Arbeitnehmern den zus&auml;tzlichen &ndash; z.B. neben Zeitarbeitern und Werkvertr&auml;gen &ndash; Eindruck einer &bdquo;Billigkraft&ldquo; erwecken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Minister Gr&ouml;hes Fl&uuml;chtlingsplan macht &Auml;rger<\/strong><br>\nDas Kabinett will f&uuml;r die Gesundheitsversorgung der Asylbewerber den Gesundheitsfonds anzapfen. Sozialpolitiker sind dagegen: Daf&uuml;r solle der Finanzminister zahlen.<br>\nGesundheitspolitiker der Koalition &auml;u&szlig;ern fraktions&uuml;bergreifend Kritik an den Pl&auml;nen der Bundesregierung, Beitragsgelder der gesetzlichen Krankenversicherung f&uuml;r die Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern zu verwenden. Sie reagieren damit auf einen Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he (CDU), dem das Kabinett in der vorigen Woche zugestimmt hat. Demnach sollen die Krankenkassen n&auml;chstes Jahr 1,5 Milliarden Euro zus&auml;tzlich aus der Reserve des Gesundheitsfonds bekommen, um daraus Zusatzkosten auch f&uuml;r die Asylbewerber zu bezahlen. Diese wird aus Beitragsgeldern finanziert. Zuvor hatte es aus dem Ministerium gehei&szlig;en, f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge gebe es eine Milliarde Euro zus&auml;tzlich.<br>\nDer stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union Georg N&uuml;&szlig;lein (CSU) kritisierte, die Gesundheitskosten der Fl&uuml;chtlinge m&uuml;ssten vom Bund aus Steuergeldern finanziert werden und nicht aus Beitragsgelder der Versicherten. &bdquo;&Uuml;ber das Thema m&uuml;ssen wir noch einmal reden&ldquo;, sagte N&uuml;&szlig;lein dieser Zeitung. Sein Kollege aus der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, hatte sich &auml;hnlich ge&auml;u&szlig;ert. Man d&uuml;rfe den Gesundheitsfonds nicht pl&uuml;ndern, hatte er in der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/versorgung-von-fluechtlingen-durch-gesundheitsfond-14381625.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Es ist schon merkw&uuml;rdig &ndash; solange es um die parit&auml;tische Finanzierung oder den Leistungskatalog der GKV geht, hei&szlig;t es stets, dass die Versicherten Verschlechterungen hinzunehmen h&auml;tten, weil alles andere die Lohnnebenkosten erh&ouml;he. Wenn der Finanzminister aber per Haushaltsbegleitgesetz seinen Bundeszuschuss sachgrundlos senkt (allein 2013-2015 insgesamt 8,5 Mrd. &euro;) oder aber die GKV-Beitr&auml;ge f&uuml;r ALG I\/ALG II-Empf&auml;nger einseitig zu niedrig ansetzt, spielen die &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; nie eine Rolle. Der &ldquo;regul&auml;re&rdquo; Bundeszuschuss von 14 Mrd. &euro; deckt schon heute nicht die &ldquo;versicherungsfremden Leistungen&rdquo; der GKV, die sich laut GKV-Spitzenverband auf ca. 34 Mrd. &euro; belaufen. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gesellschaftskritik: &ldquo;Lauter kleine Narzissten, auf Wettbewerb getrimmt&rdquo;<\/strong><br>\nWer sich fr&uuml;her im Job anpasste und anstrengte, stieg auf. Heute sind wir freier in unseren Entscheidungen &ndash; aber die Sicherheit ist weg. &Ouml;konom Oliver Nachtwey warnt vor gef&auml;hrlichen Konsequenzen. (&hellip;)<br>\nIn den F&uuml;nfzigern waren 90 Prozent aller Arbeitsverh&auml;ltnisse sogenannte Normalarbeitsverh&auml;ltnisse &ndash; wobei es den Begriff damals gar nicht gab, weil man ohnehin davon ausging, dass alle Jobs unbefristet sind. Heute hingegen sind ein Drittel unsichere Jobs: Menschen h&auml;ngen in Werkvertr&auml;gen fest, sind befristet angestellt, verdingen sich als Leiharbeiter oder als Selbstst&auml;ndige. Wir leben in einer prek&auml;ren Vollerwerbsgesellschaft, wie es der Jenaer Soziologe Klaus D&ouml;rre genannt hat. Au&szlig;erdem sinkt die Lohnquote, das hei&szlig;t der Anteil der Arbeitnehmer am gesamten Wohlstand hat abgenommen. Unsere Wirtschaft w&auml;chst zwar seit 50 Jahren best&auml;ndig. Aber die Einkommen der Arbeitnehmer entwickeln sich nicht mehr entlang dieses Produktivit&auml;tszuwachses. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Wie kam es zu dieser Entwicklung?<br>\nNachtwey: Es gibt nicht den einen historischen Umschlagspunkt. Aber einige zentrale Einschnitte, die die soziale Moderne beendeten. 1971 k&uuml;ndigte Nixon die Goldbindung des Dollar auf, die flexiblen Wechselkurse produzierten neue Instabilit&auml;ten, und es begann der globale Aufschwung der Finanzm&auml;rkte. Damals wurden in Deutschland Arbeitsmarktkrisen noch mit keynesianischen Programmen bek&auml;mpft. Diese Programme fruchteten aber in der Folge immer weniger. (&hellip;)<br>\nNachtwey: Bis in die Achtziger stieg die Arbeitslosigkeit, aber zumindest der sozialstaatliche Grundkonsens hielt noch, bis sich, auch durch die zunehmende Skepsis gegen&uuml;ber dem Keynesianismus, der Neoliberalismus als Idee mehr und mehr durchsetzte. Unter Helmut Kohl wurde in den Achtzigern das Streikrecht eingeschr&auml;nkt, die Kampff&auml;higkeit der Gewerkschaften nahm ab, in diesen Jahren sank auch zum ersten Mal die Lohnquote. Zuletzt wurde durch die Agenda 2010 der Druck auf alle Menschen erh&ouml;ht, ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis anzunehmen. Mehr Leute akzeptieren heute Jobs, die sie vor 30 Jahren mit ihren Qualifikationen nicht angenommen h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/kapitalismuskritik-was-macht-die-angst-vorm-abstieg-mit-uns-a-1106577.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>T&uuml;rkische Staatsanwaltschaft beantragt 5 Jahre Haft f&uuml;r HDP Politiker<\/strong><br>\nDie Bundesregierung muss die deutschen Sonderbeziehungen zur T&uuml;rkei einfrieren. Das hei&szlig;t konkret: Die Zusammenarbeit mit dem Milit&auml;r, der Polizei, der Justiz und dem Geheimdienst m&uuml;ssen beendet werden. Die EU-Beitrittsverhandlungen und der schmutzige Fl&uuml;chtlings-Deal m&uuml;ssen aufgek&uuml;ndigt werden. Journalistinnen und Journalisten der linken Zeitung Evrensel wurden festgenommen, die B&uuml;ros der HDP in Istanbul von Polizeieinheiten gest&uuml;rmt und verw&uuml;stet. Der Krieg von (Spezial-) Polizeieinheiten und der Armee gegen die Zivilbev&ouml;lkerung in den kurdischen Gebieten geht unvermindert weiter. Das Milit&auml;r, die Polizei, die Justiz, das Bildungssystem, die Wirtschaft, viele Einrichtungen und Menschen sind in der T&uuml;rkei einer beispielslosen Repressionswelle unterworfen. Die Zahl der Festgenommenen oder Entlassenden erreicht bald 100.000 Menschen. Diese T&uuml;rkei ist inzwischen ein autorit&auml;res Regime &ndash; das darf die Bundesregierung nicht weiter unterst&uuml;tzen. Der &ldquo;Dialog&rdquo; &agrave; la Frank-Walter Steinmeier und die &ldquo;Freundschaft&rdquo; &agrave; la Angela Merkel mit Erdogan sind endg&uuml;ltig gescheitert. Was muss denn noch passieren, bevor diese Bundesregierung endlich ihr Verhalten gegen&uuml;ber der t&uuml;rkischen Regierung und dem Despoten Erdogan &auml;ndert?<br>\nDIE LINKE ist solidarisch mit den in der T&uuml;rkei Verfolgten, darunter sind nicht wenige politische Kooperationspartnerinnen und -partner der LINKEN. DIE LINKE unterst&uuml;tzt weiterhin intensiv die HDP, ihren Ko-Vorsitzenden Selahattin Demirtas, den stellvertretenden HDP-Vorsitzenden Sirri S&uuml;reyya &Ouml;nder und viele weitere Oppositionelle in der T&uuml;rkei, bei ihrer wichtigen politischen Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/tuerkische-staatsanwaltschaft-beantragt-5-jahre-haft-fuer-hdp-politiker\/\">Die Linke.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was bereits vor dem Putschversuch vermutet worden ist, wird nun bittere Realit&auml;t: Das Erdogan-Regime rechnet auch mit der HDP ab und l&auml;sst durch die vermutlich nicht unabh&auml;ngige Staatsanwaltschaft Haftstrafen beantragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schl&uuml;sselwort &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo;? &ndash; Des Westens neue Medienkrieg-Strategie gegen Moskau<\/strong><br>\nEin Think-Tank aus Washington und ein sogenanntes unabh&auml;ngiges Institut aus London haben Empfehlungen f&uuml;r ein Update im Informationskrieg gegen Russland ausgearbeitet und in einem gemeinsamen Leitfaden ver&ouml;ffentlicht. Staatliche Zugriffe auf die Medien sind das Kernelement des &bdquo;neuen&ldquo; Ma&szlig;nahmenkatalogs.<br>\nRusslands Ziel sei nicht der Sieg &bdquo;im Krieg um das Bewusstsein der Europ&auml;er&ldquo;, sondern &bdquo;der Angriff auf die Demokratie und die europ&auml;ischen Werte&ldquo;, betonen die Experten vom Washingtoner Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Politikstudien CEPA und ihre Kollegen vom Londoner &bdquo;Legatum Institute&ldquo;. Angesichts dessen ben&ouml;tigten die kleineren Staaten Europas Unterst&uuml;tzung, wie die Verfasser des Leitfadens betonen.<br>\nDie ben&ouml;tigte Hilfe l&auml;sst derweil nicht lange auf sich warten und kommt von den Autoren der Empfehlungen selbst: Ein Konzept f&uuml;r den Umgang mit Russland in einem Informationskrieg. Darin wird angemahnt:<br>\nStaatliche Regulierungsbeh&ouml;rden m&uuml;ssten daf&uuml;r sorgen, dass in Europa der &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo;* gedeiht, raten die Experten. Das schaffen die kleinen Europ&auml;er in Russlands N&auml;he nicht allein, also m&uuml;sse ein einheitliches Organ geschaffen werden, welches die Regierungen dieser L&auml;nder beraten und entsprechende Standards f&uuml;r lokale Medien ausarbeiten k&ouml;nne.<br>\nFerner sollten staatliche oder staatsnahe Informationsagenturen entstehen. Diese w&uuml;rden den Informationsfluss zwischen den Medien und den staatlichen Strukturen sicherstellen, damit der Staat dabei helfen k&ouml;nne, &bdquo;Russlands Propaganda blo&szlig;zustellen&ldquo;, hei&szlig;t es weiter. In die gleiche Kerbe muss nach Ansicht der Analysten eine internationale Organisation, vergleichbar mit &bdquo;Transparency International&ldquo;, schlagen: Sie w&uuml;rde Russlands Propaganda entlarven und &bdquo;gute&ldquo; russische Medien durch westliche Sponsoren unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20160812\/312092161\/westens-medienkrieg-strategie.html\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rechts regiert in Ungarn<\/strong><br>\nArmut und wachsende Ungleichheit. Entt&auml;uschte Hoffnungen. Schamlose Bereicherung und Korruption der Machtelite. Das alles kommt so bekannt vor. Was in Ungarn seit Jahren zu beobachten ist, stellt in der Europ&auml;ischen Union keine Ausnahme dar. Und auch die Magyaren reagieren &uuml;berwiegend mit Resignation und einer ganzen Menge Ressentiments. Nicht nur die faschistische Hasspropaganda in sozialen Medien versucht die Stimmung in ihrem Sinn anzuheizen; die autorit&auml;re Orb&aacute;n-Regierung wei&szlig; die Ressentiments emotional aufzuladen, zu kanalisieren und f&uuml;r sich zu nutzen.<br>\nSeit Wochen prangt in den Metrostationen in Budapest neben Konzernwerbung ein gro&szlig;fl&auml;chiger Aufruf: &raquo;N&eacute;pszavaz&aacute;s 2016 a k&eacute;nyszerbetelepit&eacute;s ellen. &Uuml;zenj&uuml;k Br&uuml;sszelnek, hogy &ouml;k is meg&eacute;rts&eacute;k!&laquo; (Volksabstimmung 2016 gegen die Zwangsansiedlung. Lasst uns ein Signal an Br&uuml;ssel senden, damit sogar die dort es verstehen!). Mit &raquo;Zwangsansiedlung&laquo; ist die von der EU beschlossene Aufnahme von 2300 Fl&uuml;chtlingen gemeint. Bei der suggestiven Fragestellung der geplanten Abstimmung (&raquo;Wollen Sie, dass die Europ&auml;ische Union auch ohne Zustimmung des Parlaments die Ansiedlung nichtungarischer Staatsb&uuml;rger in Ungarn vorschreibt?&laquo;) ist eine breite Mehrheit f&uuml;r das Referendum sicher. Damit nutzt die rechte Orb&aacute;n-Regierung die Fremdenfeindlichkeit in Teilen der Bev&ouml;lkerung ebenso, wie sie sie radikalisiert. Die Entt&auml;uschung &uuml;ber die EU wird umgem&uuml;nzt in Stimmungsmache gegen die Ignoranten in Br&uuml;ssel. Und damit lenkt sie von Armut und Ungleichheit ebenso ab wie von der Repression seitens der Regierung und der Korruptheit des Personals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/15-2016&amp;textfile=3605\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Labour: 130.000 Neumitglieder d&uuml;rfen nicht w&auml;hlen<\/strong><br>\nIn der britischen Labour-Partei hat der linker Fl&uuml;gel um den Vorsitzenden Jeremy Corbyn eine juristische Niederlage erlitten. Drei Richter eines Berufungsgerichts entschieden am Freitag, dass 130.000 neue Labour-Mitglieder, die der Partei in den sechs Monaten bis zum 12. Juli beitraten, nicht an der Wahl des Labour-Chefs teilnehmen d&uuml;rfen. Am Montag hatte ein Gericht zugunsten der neuen Mitglieder entschieden, bei denen es sich gr&ouml;&szlig;tenteils um Corbyn-Unterst&uuml;tzer handelt.<br>\nEin Sprecher der Corbyn-Kampagne bezeichnete die Gerichtsentscheidung als &raquo;falsch&laquo; &ndash; aus rechtlicher und aus demokratischer Sicht. F&uuml;r den Kampf gegen die regierenden Konservativen werde eine &raquo;gro&szlig;e, geschlossene Partei&laquo; mit innerparteilicher Demokratie ben&ouml;tigt. Bei der Wahl des Parteivorsitzenden, deren Ergebnis am 24. September bekannt gegeben werden soll, gilt Corbyn als Favorit gegen&uuml;ber dem wenig bekannten Labour-Abgeordneten Owen Smith. Bei einer Vertrauensabstimmung in der Parlamentsfraktion hatten Ende Juni drei Viertel der Labour-Abgeordneten gegen Corbyn gestimmt. Hinter der Auseinandersetzung stehen Differenzen um den politischen Kurs der Partei. An der Parteibasis genie&szlig;t Corbyn gro&szlig;e Zustimmung. Er war im September 2015 bei einer Urwahl mit gro&szlig;er Mehrheit zum Vorsitzenden gew&auml;hlt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1022024.labour-neumitglieder-duerfen-nicht-waehlen.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was die 130.000 Neumitglieder von dieser Entscheidung halten, kann nur vermutet werden. F&uuml;r die meisten d&uuml;rfte sie jedoch ein &bdquo;Schlag ins Gesicht&ldquo; sein, da sie wohl Corbyn unterst&uuml;tzen wollen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Labour members will not take leadership vote challenge to supreme court<\/strong><br>\nFive new Labour members who took the party to court over their right to vote in the leadership election will not take their fight to the supreme court after losing the case in the court of appeal.<br>\nLabour&rsquo;s national executive committee (NEC) ruled in July that only members with six months&rsquo; continuous membership could vote in the contest between Jeremy Corbyn and Owen Smith.<br>\nA crowdfunded legal case was brought against Labour by Christine Evangelou, the Rev Edward Leir, Hannah Fordham, Chris Granger and FM, a teenage member, in an attempt to argue that the ruling was a breach of their contract with the party.<br>\nAlthough the high court ruled in favour of the members, Labour brought the case to the court of appeal, which overturned the decision and ruled that the NEC &ldquo;has the power to set the criteria for members to be eligible to vote in the leadership election in the way that it did&rdquo;.<br>\nCourt of appeal judges also ordered the five to pay legal costs and refused the right to appeal to the supreme court, meaning that they would have to ask the supreme court if it would hear the case. The decision means that about 130,000 members who joined less than six months ago will not be able to vote in the election.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/aug\/14\/labour-party-members-leadership-election-challenge-supreme-court%20\">the guardian<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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