{"id":34624,"date":"2016-08-16T08:28:36","date_gmt":"2016-08-16T06:28:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624"},"modified":"2016-08-16T08:28:36","modified_gmt":"2016-08-16T06:28:36","slug":"hinweise-des-tages-2689","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h01\">Was ist los auf der Krim?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h02\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h03\">Anleitung zum Nationalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h04\">Das tun die Konzerne f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h05\">Migrationsexperte Kleinschmidt: &ldquo;Mehr Menschen schaffen mehr Arbeit, mehr Handel, mehr Umsatz&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h06\">Wall Street abschaffen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h07\">Gelingt die Sozialdemokratisierung der Weltwirtschaft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h08\">Wohl eher doch kein Wohlstands-Motor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h09\">&Auml;ltere Erwerbslose werden immer weniger vermittelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h10\">Zusatzbeitr&auml;ge der Krankenkassen steigen drastisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h11\">SPD schl&auml;gt Freibetr&auml;ge f&uuml;r Sozialabgaben vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h12\">Oben und unten im Imperialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h13\">Journalismus ist kein Verbrechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h14\">Desinteresse auf beiden Seiten &ndash; Die Unionsparteien haben erlaubt, AfD zu w&auml;hlen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h15\">Zu guter Letzt: Trump schm&auml;ht Clinton als &bdquo;Angela Merkel Amerikas&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was ist los auf der Krim?<\/strong><br>\nMoskau spricht von Sabotageversuchen an der Grenze zur Ukraine. Es sei zu Gefechten gekommen, die zwei Menschen das Leben gekostet h&auml;tten (andere Quellen sprechen von vier Toten, zwei auf jeder Seite). Nach einer Gro&szlig;fahndung habe man Verd&auml;chtige festgesetzt und insgesamt vierzig Kilogramm Sprengstoff beschlagnahmt.<br>\nKiew bestreitet jede Beteiligung an diesem Vorfall, h&auml;lt das Ganze f&uuml;r eine russische Provokation als Vorwand f&uuml;r weitere Aggressionen gegen die Ukraine und  versetzt die Streitkr&auml;fte in Alarmbereitschaft.<br>\nDas ist das, was man h&ouml;rt. Gesichert ist bislang nichts. Doch die Schuldigen stehen bereits fest. Die Russen, wer sonst? Das kann ja sein. Aber w&auml;re es nicht sinnvoll, den Dingen zun&auml;chst auf den Grund zu gehen?<br>\nAus der Ferne gibt es dazu zwei Methoden. Als erstes die Analyse von Interessen. Wer profitiert von dem, was da gerade passiert? In der Kriminalistik &ndash; stellenweise durchaus vergleichbar mit journalistischer Arbeit &ndash; nennt man das die Suche nach einem Motiv. Es gilt, die Plausibilit&auml;t von denkbaren M&ouml;glichkeiten zu &uuml;berpr&uuml;fen. Die zweite Methode besteht darin, Fragen zu stellen, selbst wenn man wei&szlig; oder mit Recht vermuten kann, dass man keine Antworten darauf bekommt. Aber besser Nachdenklichkeit statt Kriegsgeschrei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/russlandkontrovers.de\/was-ist-los-auf-der-krim\/\">Gabriele Krone-Schmalz auf RusslandKontrovers.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kein Vertrauen in die t&uuml;rkische Justiz<\/strong><br>\nCan D&uuml;ndar ist als Chefredakteur der regierungskritischen t&uuml;rkischen Zeitung &ldquo;Cumhuriyet&rdquo; zur&uuml;ckgetreten. Nach dem Putschversuch und zahlreichen Entlassungen auch am Berufungsgericht habe er kein Vertrauen mehr in die t&uuml;rkische Justiz, schrieb D&uuml;ndar in seiner &ldquo;Cumhuriyet&rdquo; -Kolumne. Darin schrieb er auch, er werde nicht in die T&uuml;rkei zur&uuml;ckkehren, solange der Ausnahmezustand anhalte. Seinen Posten als Chefredakteur werde er an seinen bisherigen Vertreter Oguz G&uuml;ven abtreten. D&uuml;ndar will jedoch weiter Kolumnen in der &ldquo;Cumhuriyet&rdquo; schreiben.<br>\nDer Journalist war zusammen mit dem Leiter des &ldquo;Cumhuriyet&rdquo;-Hauptstadtb&uuml;ros, Erdem G&uuml;l, im Mai zu f&uuml;nf Jahren und zehn Monaten beziehungsweise f&uuml;nf Jahren Haft verurteilt worden. Beiden wird vorgeworfen, sie h&auml;tten geheime Dokumente ver&ouml;ffentlicht, die Waffenlieferungen an Islamisten in Syrien 2015 belegen sollen. Ein weiteres Verfahren gegen D&uuml;ndar steht noch aus.<br>\nEr hatte im Juli eine Auszeit in Europa angek&uuml;ndigt und sich vor&uuml;bergehend als Chefredakteur vertreten lassen. Anfang Juli nahm D&uuml;ndar in Deutschland den Leuchtturm-Preis des Netzwerks Recherche in Hamburg entgegen. Das war vor dem Putschversuch. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte D&uuml;ndar betont, man sei als Journalist in der T&uuml;rkei nicht sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/duendar-ruecktritt-101.html\">tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Cumh&uuml;riyet-Chefredakteur Can D&uuml;ndar &bdquo;Und Angela Merkel sagte nichts&ldquo;<\/strong><br>\nCan D&uuml;ndar wirkt m&uuml;de. Der Journalist ist auf der Durchreise. Oder soll man sagen: auf Dauerreise? Seit Verh&auml;ngung des Ausnahmezustands h&auml;lt D&uuml;ndar es erst einmal f&uuml;r keine gute Idee nach seinem Urlaub in die T&uuml;rkei zur&uuml;ckzukehren. Am Tag vor unserem Gespr&auml;ch traf er Vizekanzler Sigmar Gabriel in Hannover zum Mittagessen, bevor er nach Berlin kam, um dem deutschen PEN-Zentrum f&uuml;r die Verleihung des diesj&auml;hrigen Hermann-Kesten-Preises zu danken, mit dem er und sein Kollege Erdem G&uuml;l als &bdquo;mutige K&auml;mpfer f&uuml;r die Meinungsfreiheit&ldquo; ausgezeichnet wurden. Wir treffen ihn in den Berliner B&uuml;ros von &bdquo;Reporter ohne Grenzen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur\/medien\/cumhueriyet-chefredakteur-can-duendar--und-angela-merkel-sagte-nichts--24544642\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Anleitung zum Nationalismus<\/strong><br>\nAuch in Europa entsteht Nationalismus nicht einfach von selbst. Er ist ein zartes Pfl&auml;nzchen, das viel Pflege braucht. Mit diesen zehn Tipps gelingt er garantiert.<br>\nSie sind ein europ&auml;ischer Politiker oder m&ouml;chten einer werden? In Ihrer Staatengemeinschaft haben Rechtspopulisten, Nationalisten und Rassisten keinen nennenswerten Einfluss? Sie langweilen sich? Ihnen fehlen die Herausforderungen? Dann haben wir etwas f&uuml;r Sie: Eine kleine Anleitung zum Aufbau des Nationalismus.<br>\n1.Der erste Schritt ist der wichtigste, hier werden die Grundlagen gelegt. Setzen Sie eine Gemeinschaftsw&auml;hrung auf, verzichten Sie aber unbedingt auf eine Fiskalunion. Damit schlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Gegen den Dollar kann Ihre neue W&auml;hrung nur bestehen, wenn sie absolut stabil ist. Wenn aber ein Land &ndash; sagen wir: Griechenland &ndash; Ihre W&auml;hrung in Schwierigkeiten bringt, kann Ihre Zentralbank dort jetzt die Renten k&uuml;rzen und das Sozialsystem verw&uuml;sten, ohne irgendein Parlament fragen zu m&uuml;ssen. Gut gemacht! Genehmigen Sie sich eine Zigarette. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-08\/europaeische-union-nationalismus-populismus-anleitung\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sehr treffend!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das tun die Konzerne f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nVon Mitarbeitern wie Mohsen br&auml;uchte viele Firmen mehr, findet Bundeskanzlerin Angela Merkel: Sie will die gro&szlig;en Konzerne bei der Arbeitsmarktintegration st&auml;rker in die Pflicht nehmen, sagt sie nun. Und in einem Interview mit der &ldquo;Schw&auml;bischen Zeitung&rdquo; wurde die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Kl&ouml;ckner noch deutlicher: &ldquo;Den Worten aus der Wirtschaft, man br&auml;uchte die vielen Fl&uuml;chtlinge wegen des Arbeitsmarkts, sind nicht wirklich allzu viele Taten gefolgt.&rdquo; Die Unternehmen m&uuml;ssten sich beteiligen &ndash; &ldquo;auch wenn es Kraft kostet&rdquo;.<br>\nAber wie viele Fl&uuml;chtlinge haben tats&auml;chlich bisher auf dem Arbeitsmarkt Fu&szlig; fassen k&ouml;nnen? Das l&auml;sst sich gar nicht so leicht sagen.<br>\nMohsen zum Beispiel war nicht Teil eines vom Konzern aufgelegten Fl&uuml;chtlingsprogramms: &ldquo;F&uuml;r mich gab es keine besondere Behandlung&rdquo;, sagt er. Dabei hat der Autobauer durchaus Sonderprogramme aufgelegt: Bei Daimler absolvierten im ersten Halbjahr 2016 etwa 300 Menschen ein Praktikum inklusive Deutschkurs.<br>\n&Auml;hnliche Projekte gibt es bei anderen Konzernen. Bei Siemens wurden im M&auml;rz mehr als 60 Pl&auml;tze f&uuml;r eine sechsmonatige Ausbildungsvorbereitung zur Verf&uuml;gung gestellt. 15 von ihnen werden auch eine Ausbildung bekommen, der Rest wird bei ihren Bewerbungen in anderen Unternehmen unterst&uuml;tzt. Dazu kommen in diesem Jahr rund 100 Praktikumspl&auml;tze.<br>\nAuch die Deutsche Bahn bietet bis Jahresende noch etwa 120 Pl&auml;tze zur beruflichen Qualifizierung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge an. Neben Einstiegspraktika werden auch Migranten mit Berufserfahrung umgeschult. Bei BASF in Ludwigshafen haben im vergangenen Jahr 53 Fl&uuml;chtlinge an einem Programm teilgenommen, das auf den deutschen Arbeitsmarkt vorbereiten soll. Etwa zwei Drittel seien noch dabei. Das Programm soll in diesem Jahr fortgef&uuml;hrt werden.<br>\nMehr als 60, rund 100 &ndash; das sind sehr kleine Zahlen. &ldquo;Es ist ein trauriges Bild&rdquo;, sagt ein Sprecher von ProAsyl. Die Erfahrung zeige, dass die meisten Jobangebote &uuml;ber pers&ouml;nliche Kontakte bei kleineren Firmen zustande k&auml;men. Die Zahlen bei den Gro&szlig;unternehmen seien ern&uuml;chternd nach der Euphorie, die unter deutschen Konzernlenkern geherrscht habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/arbeitsmarkt-was-tun-die-konzerne-fuer-fluechtlinge-a-1105028.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &Uuml;ber alle DAX-Konzerne hinweg immerhin dreistellige Zahlen von Fl&uuml;chtlingen, die ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz bekommen haben. Angesichts von 1 Million Fl&uuml;chtlingen nicht einmal ein Tropfen auf dem hei&szlig;en Stein, aber das Geschw&auml;tz vom Arbeitskr&auml;ftemangel wird leider trotzdem nicht aufh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Migrationsexperte Kleinschmidt: &ldquo;Mehr Menschen schaffen mehr Arbeit, mehr Handel, mehr Umsatz&rdquo;<\/strong><br>\nKleinschmidt: Es gibt einen demografischen Bedarf an Menschen in Europa, in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. In den n&auml;chsten 20, 30 Jahren brauchen wir etwa 50 Millionen mehr Menschen, weil unsere Geburtenraten nach unten gehen und wir &uuml;beraltern. Nun kommen Menschen aus anderen Kulturkreisen. Aber ist der Kulturschock gr&ouml;&szlig;er als in den F&uuml;nfziger- und Sechzigerjahren bei den italienischen oder griechischen Gastarbeitern? Oder bei den Portugiesen, die aus dem finstersten S&uuml;den Europas kamen, wo sie damals noch mit dem Ochsen gepfl&uuml;gt haben? Wir m&uuml;ssen lernen, dass die Welt sich durch die Globalisierung verkleinert hat. Es gibt mehr Bewegung, Vernetzung, Austausch. Nat&uuml;rlich braucht jedes Zusammenkommen von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen eine Gew&ouml;hnungszeit. Auch die Europ&auml;er, die nach Amerika oder Australien auswanderten, brauchten Zeit, um sich zu integrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/migrationsexperte-mehr-menschen-mehr-arbeit-mehr-handel-mehr-umsatz-a-1107378.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Migrationsexperte Kleinschmidt&rdquo;, der einfach die offizielle neoliberale Propaganda multipliziert. Solche Experten haben die herrschenden Eliten gerne. Es gibt auch ganz andere Stimmen, die prophezeien, dass durch weiter fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung bis zu 30 Prozent aller Arbeitspl&auml;tze wegfallen werden. Auch wenn es manchen langweilen mag, sei es noch einmal betont, Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik war und ist ein genialer Schachzug zur weiteren Durchsetzung der neoliberalen Agenda. Seit nun mehr einem Jahr dominiert das Thema Fl&uuml;chtlinge, auch dank der Berichterstattung der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;, den &ouml;ffentlichen politischen Diskurs. Andere Themen, au&szlig;er der ebenfalls gezielt nach vorne gespielten Themen &ldquo;islamistischer Terror&rdquo; und der Konflikt mit Russland existieren f&uuml;r die &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;berhaupt nicht. Gerade die Themen soziale Gerechtigkeit, die weiter voranschreitende soziale Polarisierung der Gesellschaft und die ungeheure Verm&ouml;genskonzentration sind aus dem politischen Bewusstsein v&ouml;llig verschwunden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wall Street abschaffen!<\/strong><br>\nSie m&ouml;chten die Polizei abschaffen und die Wall Street gleich mit: In Sarah Leonard und Bhaskar Sunkaras Buch geben 17 US-Autoren teils radikalen Antworten auf die dr&auml;ngendsten Probleme der USA. Patentrezepte liefern sie nicht, aber spannende Denkanst&ouml;&szlig;e.<br>\nWir wissen nicht, was da noch kommt im US-Wahlkampf. Aber schon jetzt ist klar: Die Stimmung ist aufgeladen, aggressiv &ndash; und nicht gerade ermutigend. Und das gilt nicht nur f&uuml;r die Politik, sondern f&uuml;r die ganze Gesellschaft der USA.<br>\nIn diese Zeit hinein ver&ouml;ffentlichen Sarah Leonard und Bhaskar Sunkara eine ziemlich aktuelle Textsammlung. Sie ist leitende Redakteurin des politischen Wochenmagazins &ldquo;The Nation&rdquo; und er Gr&uuml;nder der Zeitschrift &ldquo;Jacobin&rdquo;; beide leben in New York.<br>\n&ldquo;Wie wir erreichen k&ouml;nnen, dass schwarze Leben endlich wirklich z&auml;hlen&rdquo;, fragen sich beispielsweise die beiden Aktivisten Jesse A. Myerson und Mychal Denzel Smith. Zur Erinnerung: Die Ermordung von zwei Afroamerikanern durch die Polizei und die darauf folgende T&ouml;tung von f&uuml;nf Polizisten durch einen schwarzen Heckensch&uuml;tzen liegen keine sechs Wochen zur&uuml;ck.<br>\nInsgesamt 17 Autorinnen und Autoren melden sich in diesem 200-Seiten-Buch zu Wort, dessen St&auml;rke darin besteht, die Finger in sehr viele, sehr offene Wunden zu legen. In ein Bildungssystem, das viele Kinder aus sozial schwachen Schichten benachteiligt. In Arbeitsverh&auml;ltnisse, die gerade f&uuml;r junge Leute immer prek&auml;rer und unsicherer werden. Vor allem aber in eine Diskriminierung, die immer wieder zwei gro&szlig;e Gruppen trifft: Schwarze und Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/sarah-leonard-bhaskar-sunkara-die-zukunft-die-wir-wollen.1270.de.html?dram:article_id=362969\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gelingt die Sozialdemokratisierung der Weltwirtschaft?<\/strong><br>\nDie Konzerne f&uuml;rchten sich vor der &ldquo;Revolte der Verlierer&rdquo; &ndash; jener, die von der globalen Wirtschaft nicht profitieren. N&ouml;tig w&auml;re aber ein radikales Umdenken in der Politik. von Harald Schumann<br>\nEine neue Angst geht um in den F&uuml;hrungsetagen der globalisierten Wirtschaft, die Angst vor den W&auml;hlern. Seitdem die Briten gegen die EU votierten und Amerikas Konservative den Hassprediger Donald Trump zum Pr&auml;sidentschaftskandidaten k&uuml;rten, befassen sich die Konzernstrategen mit ungewohnten Themen.<br>\nDa warnt etwa Joachim Fels, Chef&ouml;konom von Pimco, einer Tochterfirma des Allianz-Konzerns mit 1,5 Billionen Dollar Anlageverm&ouml;gen, das Brexit-Votum sei Teil eines &bdquo;gr&ouml;&szlig;eren globalen Aufstands gegen das Establishment, die wachsende Ungleichheit und die Globalisierung&ldquo;.<br>\nOder die Bank of America berichtet vom &bdquo;Krieg gegen die Ungleichheit&ldquo; und warnt, es sei mit &bdquo;populistischen Antworten der Politik zu rechnen&ldquo;. Und auch mehr als die H&auml;lfte der von der Bank befragten Fondsmanager nannte &bdquo;Populismus&ldquo; das derzeit gr&ouml;&szlig;te wirtschaftliche Risiko.<br>\nDie Alarmstimmung ist berechtigt. Mit dem Aufstieg der neuen Nationalisten in Amerika und Europa steht das ganze bisherige Modell der Globalisierung in Frage. Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung, das waren die Instrumente, mit denen die Regierungen des Westens &uuml;ber vier Jahrzehnte die Verschmelzung von Unternehmen und Kapitalfl&uuml;ssen &uuml;ber alle Grenzen hinweg vorangetrieben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/finanzpolitik-gelingt-die-sozialdemokratisierung-der-weltwirtschaft\/14015796.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wohl eher doch kein Wohlstands-Motor<\/strong><br>\nEs muss einen Grund geben, warum ausgerechnet viele IT-Pioniere aus dem Silicon Valley zu den Verfechtern eines bedingungslosen Grundeinkommens geh&ouml;ren. Ist es wirklich so, dass Menschen, die nicht unbedingt arbeiten m&uuml;ssen, um zu leben, kreativer sind als andere? Oder trauen die Start-up-Milliard&auml;re ihren eigenen Gesch&auml;ftsmodellen nicht &ndash; und ahnen schon, dass sie mit ihren virtuellen Welten niemals f&uuml;r jenen Wohlstand sorgen k&ouml;nnen, an den sich die Menschen seit Jahrzehnten gew&ouml;hnt haben?<br>\nDies w&auml;re dann ein Beleg f&uuml;r Robert Gordons These: Jene Phase gro&szlig;er technologischer Errungenschaften, die bis in die 70er-Jahre hinein reichte und f&uuml;r breiten Wohlstand sorgte, ist zu Ende, und es w&auml;re klug, sich auf langfristig kleinere Wachstumsraten einzustellen. Trotz Industrie 4.0, Big Data und der gro&szlig;en Digitalisierung der Gesellschaft. Auch wenn die Helden des Silicon Valley etwas anderes behaupten. Gordon nennt sie daher &ldquo;Techno-Optimisten&rdquo;:<br>\n&ldquo;Sie ignorieren sowohl das langsame Produktivit&auml;tswachstum wie auch die Kraft der Gegenwinde. Stattdessen prognostizieren sie eine Zukunft mit spektakul&auml;r schnellerem Wachstum, das auf einem exponentiellen Anstieg der k&uuml;nstlichen Intelligenz basiert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/digitalisierung-wohl-eher-doch-kein-wohlstands-motor.1310.de.html?dram:article_id=363068\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Auml;ltere Erwerbslose werden immer weniger vermittelt<\/strong><br>\nDie Zahl der Erwerbslosen, die das 58. Lebensjahr vollendet haben und denen seitens des zust&auml;ndigen Jobcenters seit mindestens 12 Monaten kein Angebot zu einer sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstelle gemacht wurde, ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Z&auml;hlten zu dieser Gruppe im Jahre 2011 noch 106.500 Personen, waren es 2015 bereits 162.754 (+56.254 oder 53%).<br>\nAuch die Zahl der mindestens 58 Jahre alten Leistungsbeziehenden im SGB II-Bereich, die als arbeitslos gez&auml;hlt wurden, stieg von 117.554 auf 166.766 (+49.212 oder 42%).<br>\nGleichzeitig ging die Zahl der &uuml;58 Erwerbslosen, die an aktivierenden Ma&szlig;nahmen teilnehmen oder einen Ein-Euro-Job verrichten von 357.359 auf 310.999 zur&uuml;ck (-46.360 oder 17%), w&auml;hrend die Zahl der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten im Alter &uuml;58 in den Jahren 2011 bis 2015 nahezu gleich blieb und 2015 mit 477.766 Personen nur um 2.853 zunahm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/nachrichten\/a-ltere-erwerbslose-werden-immer-weniger-vermittelt\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zusatzbeitr&auml;ge der Krankenkassen steigen drastisch<\/strong><br>\nDas deutsche Gesundheitssystem z&auml;hlt zu den teuersten der Welt &ndash; und d&uuml;rfte bald wohl noch teurer werden. Experten warnen vor neuen Kosten, die vor allem f&uuml;r die Versicherten zur Belastung werden.<br>\nDie Gesundheitsausgaben steigen schneller als die Einkommen der Versicherten, sagt Gesundheits&ouml;konom J&uuml;rgen Wasem. Der Professor f&uuml;r Medizinmanagement an der Universit&auml;t Duisburg-Essen hat hochgerechnet, was das f&uuml;r Krankenversicherte bedeutet: Die den Versicherten abverlangten Zusatzbeitr&auml;ge werden sich innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppeln. &Ouml;konomen und Opposition fordern ein Umlenken. Ihre Sorge: Der erkennbare Ausgabenzuwachs ist erst der Anfang.<br>\nHintergrund ist die Finanzierungsstruktur der Krankenkassen: Sie erhalten pro Versichertem Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. Weil die Kosten stark steigen, reicht dieses Geld allerdings nicht aus. Laut Wasems Analyse fehlen bereits jetzt 14,4 Milliarden Euro, im Jahr 2020 werden es 36,7 Milliarden Euro sein.<br>\nDie Kassen m&uuml;ssen diese Differenz ausgleichen, indem sie von ihren Versicherten Zusatzbeitr&auml;ge verlangen, die sich nach dem jeweiligen Einkommen richten. &ldquo;Der gro&szlig;e Kostenanstieg rollt erst an&rdquo;, warnt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Das Gesundheitssystem stehe vor wesentlich st&auml;rkeren Reformen als das Rentensystem.<br>\nBundesgesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he habe mehr als ein Dutzend Gesundheitsgesetze gemacht, kritisiert G&uuml;nter Neubauer, Direktor des Instituts f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomik in M&uuml;nchen. &ldquo;An den wesentlichen Strukturen jedoch wurde wenig ge&auml;ndert. Das ist ein Flickwerk.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/krankenversicherung-so-teuer-werden-die-zusatzbeitraege-a-1107249.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nachdem die SPD die parit&auml;tische Finanzierung abgeschafft hat, werden also die Arbeitnehmer alleine h&ouml;her belastet &ndash; &Uuml;berraschung, dabei war das doch der Plan. Au&szlig;er den absolut richtigen Vorschl&auml;gen, die Parit&auml;t wieder herzustellen und die Beitragsbemessungsgrenze an- oder aufzuheben, w&auml;re aber die allerwichtigste Ma&szlig;nahme eine deutliche Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r alle. Bei 20 Prozent h&ouml;heren L&ouml;hnen, absolut angemessen und notwendig, betr&uuml;ge der Beitragssatz zu GKV (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil zusammen) nur etwa 13 Prozent. Aber nat&uuml;rlich sind vor allem die Geh&auml;lter im Gesundheitsbereich selber viel zu niedrig, sonst g&auml;be es dort keinen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD schl&auml;gt Freibetr&auml;ge f&uuml;r Sozialabgaben vor<\/strong><br>\nDie SPD will Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen bei den Sozialabgaben entlasten. Dazu schl&auml;gt der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel Freibetr&auml;ge f&uuml;r Sozialabgaben analog zum Steuerfreibetrag vor. Das w&auml;re &ldquo;ein Instrument, das wirklich hilft&rdquo;, sagte er der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;.<br>\nHaushalte mit niedrigen Einkommen seien n&auml;mlich &uuml;berproportional stark von Sozialabgaben belastet. &ldquo;Auch eine Reduzierung der Sozialabgaben f&uuml;r Familien mit Kindern w&auml;re denkbar&rdquo;, sagte der SPD-Vize.<br>\nSch&auml;fer-G&uuml;mbel sieht im heraufziehenden Wahlkampf &ldquo;eine gro&szlig;e, mutige Einkommensteuerreform&rdquo;, die die Bezieher von niedrigen und mittleren Einkommen entlastet, als einen der Schwerpunkte f&uuml;r seine Partei. Zur Gegenfinanzierung will er unter anderem Steuerbetrug wirksamer bek&auml;mpfen. &ldquo;Hilfreich w&auml;re dabei eine Art Finanz-T&Uuml;V&rdquo;, sagte Sch&auml;fer-G&uuml;mbel. Unternehmen, die ein neues Steuersparmodell anwenden wollten, m&uuml;ssten es sich erst vom Staat genehmigen lassen. Au&szlig;erdem pocht er auf &ldquo;eine leistungsgerechtere Beteiligung h&ouml;herer Einkommen und Verm&ouml;gen&rdquo;. [&hellip;]<br>\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DBG) begr&uuml;&szlig;te Sch&auml;fer-G&uuml;mbels Vorschlag. &ldquo;Die Entlastung niedriger Einkommen ist richtig und notwendig&rdquo;, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. &ldquo;Wenn die SPD &uuml;ber eine Entlastung bei den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen nachdenkt, geht das aber nur, wenn die Beitragsausf&auml;lle aus Steuermitteln vollst&auml;ndig gegenfinanziert werden.&rdquo; Nur dadurch sei sichergestellt, dass es keine Nachteile bei der sp&auml;teren Rente gebe und der Sozialversicherung nicht hohe Einnahmen entgingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spd-schlaegt-freibetraege-fuer-sozialabgaben-vor-a-1107744.html%20\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wir kennen das schon zu Gen&uuml;ge. Nach 20 Jahren &ldquo;Reform&rdquo;-Propaganda und 17 Jahren neoliberaler Niedriglohnpolitik und Steuergeschenke an Gro&szlig;unternehmen hat die SPD immer noch nicht verstanden, da&szlig; Geringverdiener deutlich h&ouml;here Bruttol&ouml;hne brauchen und die L&ouml;hne in Deutschland viel zu niedrig sind. Bei Sch&auml;fer-G&uuml;mbel ist dazu die Gegenfinanzierung noch unklar &ndash; oder sollen die Leute dann einfach (noch) weniger Arbeitslosengeld und noch weniger Rente bekommen? Unklar ist ebenfalls, ob auch der Sozialabgabenteil der Arbeitgeberseite gesenkt werden soll. Der DGB dagegen springt sofort begeistert auf den falschen Zug auf und unterst&uuml;tzt noch die Umverteilung im Armenhaus, denn die geforderten Steuern zur Gegenfinanzierung kommen zu 80 Prozent ebenfalls von den Arbeitnehmern (Lohn- und Umsatzsteuern).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Oben und unten im Imperialismus<\/strong><br>\n&ldquo;Der franz&ouml;sische Imperialismus&hellip; hat sich daran gew&ouml;hnt, sich auf fremde Schutzherren zu verlassen, auf st&auml;rkere imperialistische M&auml;chte, entweder auf Deutschland oder auf die USA&hellip; Zwischen 1940 und 1944 war es so: zun&auml;chst die Vormundschaft Deutschlands, dann die Koexistenz zwischen den beiden Gro&szlig;m&auml;chten Deutschland und USA, danach der Wechsel zu den USA&hellip; In gewissem Sinne hatten die USA und de Gaulle gleiche Interessen, n&auml;mlich den Vorrang des Privateigentums. Aber, was den USA &uuml;berhaupt nicht passte: De Gaulle wollte Frankreich als unabh&auml;ngige Nation erhalten, einschlie&szlig;lich seiner Kolonien. Er wollte auch keinen dominierenden Einfluss US-amerikanischer Banken und Konzerne&hellip; Mit de Gaulle traf die imperialistische US-Klasse&hellip; zum ersten Mal auf eine politisch eigenst&auml;ndige Pers&ouml;nlichkeit, die gro&szlig;en R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung hatte&hellip;&rdquo; Das sind &Auml;u&szlig;erungen aus dem Interview mit der franz&ouml;sischen Historikerin Annie Lacroix-Riz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=23018\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Journalismus ist kein Verbrechen<\/strong><br>\n&bdquo;Journalismus ist kein Verbrechen!&ldquo; Das sollte eigentlich eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sein. Nicht in der T&uuml;rkei: Derzeit ist es unverzichtbar, immer wieder darauf hinzuweisen, dass die Freiheit der Presse zu den Grundlagen einer demokratischen Gesellschaft geh&ouml;rt. T&uuml;rkische wie internationale Medien, Journalistinnen und Journalisten sowie die internationalen Journalistengewerkschaften beteiligen sich deshalb an der Aktion &bdquo;Journalismus ist kein Verbrechen!&ldquo;. Sie soll deutlich machen, unter welchem Druck der Journalismus und die Medien, als ein Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft, in der T&uuml;rkei stehen. Schon seit Jahren sitzen mehrere Dutzend Kolleginnen und Kollegen unter zum Teil unw&uuml;rdigen Bedingungen in Haft. Sie werden unter Terrorismusverdacht ohne rechtstaatlichen Prozess im Gef&auml;ngnis mundtot gemacht. Nach dem Putschversuch vom 15. Juli hat sich die Situation der Pressefreiheit noch einmal dramatisch versch&auml;rft.<br>\nNach Informationen des European Journalism Observatory (EJO) &ndash; ejo-online.eu &ndash; erscheinen viele der t&uuml;rkischen Medien, die noch kurze Zeit zuvor die Feststellung &bdquo;Journalismus ist kein Verbrechen!&ldquo; publizierten, jetzt nicht mehr. Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan und seine Regierung sehen das offenbar anders. Die t&uuml;rkische Regierung lie&szlig;, nachdem sie den Ausnahmezustand verh&auml;ngt hatte, der den Rechtsstaat vollends au&szlig;er Kraft setzt, kurzerhand missliebige Medien schlie&szlig;en und weitere Journalistinnen und Journalisten ins Gef&auml;ngnis werfen. EJO spricht von der Schlie&szlig;ung von 16 Fernsehsendern, 23 Radiosendern, drei Nachrichtenagenturen, 45 Tageszeitungen, 15 Magazinen und 29 Verlagen. Gegen 107 Journalistinnen und Journalisten sollen Haftbefehle erlassen und 64 davon bereits vollstreckt worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/37-2016\/++co++a3cbbcfc-62cd-11e6-bd7c-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Desinteresse auf beiden Seiten &ndash; Die Unionsparteien haben erlaubt, AfD zu w&auml;hlen.<\/strong><br>\nDer Erfolg neuer Parteien, zun&auml;chst der Linken, dann der Piraten und nun der AfD zeigt: Mit sehr unterschiedlichen politischen Anspr&uuml;chen formiert sich Protest gegen die materiellen Ziele der vorherrschenden Politik, gegen die Art und Weise, wie regiert wird. Der Regierung, den etablierten Parteien wird vorgeworfen, selbstherrlich zu sein. Zu diesem Urteil kommen nicht nur AfD-W&auml;hler. Dies zeigt eine Umfrage des Instituts f&uuml;r Demoskopie Allensbach: Den Befragten wird die Feststellung vorgelegt: &bdquo;Ich bin nicht f&uuml;r die AfD, finde es aber gut, dass sie bei den vergangenen Landtagswahlen so gut abgeschnitten hat.&ldquo; 46 Prozent sagen dazu: &bdquo;Ja, das sehe ich auch so.&ldquo; Die Ergebnisse der Landtagswahlen werden als Denkzettel f&uuml;r die etablierten Parteien eingeordnet  &ndash; mit der Hoffnung, dass dies dort eine kritische Selbstreflexion ausl&ouml;st. Wer vom &bdquo;Denkzettel&ldquo; als wesentlichem Motiv bewegt wird, w&auml;hlt diejenige Denkzettelpartei, die den meisten L&auml;rm macht und die gr&ouml;&szlig;ten hysterischen Reaktionen bei den anderen Parteien ausl&ouml;st. Dies kann die W&auml;hlerwanderung von der Linkspartei zur AfD mit erkl&auml;ren.<br>\nWenn aber der eigentliche Grund f&uuml;r das Unbehagen an den &bdquo;Alt&ldquo;-Parteien und ihren Regierungen darin besteht, dass diese ihre Politik nicht am Interesse der Bev&ouml;lkerung ausrichten, zwar viel Schein inszenieren, aber so gut wie nichts unternehmen gegen Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Unsicherheit, dann fragt sich, warum sich der Protest gegen die vorherrschende Politik nicht in einer linken Partei zusammenfindet. Dazu trauen sich viele nicht. Warum aber ist es leicht, die Folgerungen, die aus Entt&auml;uschung und Dem&uuml;tigung gezogen werden, politisch nach rechts zu lenken? Psychologen, die sich mit dieser Frage ausf&uuml;hrlicher befassen, erkl&auml;ren dies damit, dass viele Leute offenbar eine Erlaubnis ben&ouml;tigen, bevor sie sich politisch festlegen.  &hellip;.<br>\nDie Erlaubnis, an wem die Wut abreagiert werden darf, haben viele Politiker der CSU, aber auch der CDU erteilt, lange bevor es eine AfD gegeben hat. Einige Beispiele: 1991 wendet sich der bayerische Ministerpr&auml;sident Edmund Stoiber gegen eine &bdquo;durchmischte und durchrasste Gesellschaft&ldquo;. &bdquo;Kinder statt Inder&ldquo; ist eine Parole von J&uuml;rgen R&uuml;ttgers (CDU) im Landtagswahlkampf  in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2000. Roland Koch (CDU) fordert im Landtagswahlkampf in Hessen 2008: &bdquo;Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen!&ldquo; (Allemal sind Ausl&auml;nder und Kommunisten unser Ungl&uuml;ck.) 2006 wendet sich Stoiber gegen die &bdquo;schleichende Islamisierung&ldquo;; man d&uuml;rfe nicht zulassen, &bdquo;dass Moscheen das Gesicht unserer St&auml;dte dominieren&ldquo;.  Beatrix von Storch von der AfD sieht das zehn Jahre sp&auml;ter genauso. Ihr Anliegen: Der Parteitag der AfD am 30.4. soll in das Parteiprogramm diesen Punkt aufnehmen: &bdquo;Wir sind f&uuml;r ein Verbot von Minaretten, von Muezzins und f&uuml;r ein Verbot der Vollverschleierung&ldquo;. Im beschlossenen Parteiprogramm hei&szlig;t es dann: &bdquo;Das Minarett lehnt die AfD als islamisches Herrschaftssymbol ebenso ab wie den Muezzinruf (&hellip;).&ldquo;  Zwar tritt die AfD gegen die Unionsparteien auf, dennoch entscheiden die Autorit&auml;ten von CDU\/CSU schon seit Langem ma&szlig;geblich dar&uuml;ber, gegen wen sich die aufgestaute Wut richten darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.herbert-schui.de\/desinteresse-auf-beiden-seiten\/\">Hubert Schui<\/a>\n<p><strong>dazu: Herbert Schui ist tot<\/strong><br>\nLinker &Ouml;konom, Politiker ohne Attit&uuml;den: der WASG-Gr&uuml;nder und Memogruppen-Sch&ouml;pfer starb im Alter von 76 Jahren<br>\nDer Linkenpolitiker und &Ouml;konom Herbert Schui ist tot. Wie am Montag bekannt wurde, starb der Wissenschaftler und fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete im Alter von 76 Jahren. Schui, der in K&ouml;ln aufwuchs und in der Eifel die Schule abschloss, hatte sich zun&auml;chst f&uuml;r die volkswirtschaftliche Laufbahn entschlossen &ndash; er studierte in der Domstadt, forschte sp&auml;ter in Konstanz &uuml;ber Geldtheorie und Geldpolitik, Studienaufenhalte in Frankreich und den USA folgten. 1972 promovierte er mit einer Arbeit &uuml;ber &raquo;Geld- und Kreditpolitik in einer planifizierten Wirtschaft&laquo;, die das franz&ouml;sische Beispiel in den Fokus stellte. Ab Mitte der 1970er Jahre war Schui dann an verschiedenen Hochschulen als Professor t&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1022241.herbert-schui-ist-tot.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em>Die NachDenkSeiten bedauern diesen Verlust zutiefst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Trump schm&auml;ht Clinton als &bdquo;Angela Merkel Amerikas&ldquo;<\/strong><br>\nDer republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidat hat sich eine neue Beleidigung f&uuml;r seine Konkurrentin Hillary Clinton ausgedacht: Diese wolle &bdquo;die Angela Merkel Amerikas werden&ldquo;. Dabei sei die Fl&uuml;chtlingspolitik der Kanzlerin zur Katastrophe f&uuml;r die Deutschen geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/wahl-in-amerika\/fluechtlingspolitik-trump-schmaeht-clinton-als-angela-merkel-amerikas-14390078.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das &bdquo;Angela Merkel&ldquo; f&uuml;r die FAZ eine Schm&auml;hung oder gar Beleidigung ist, erstaunt dann doch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34624","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34624"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34626,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34624\/revisions\/34626"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}