{"id":3464,"date":"2008-09-18T08:59:54","date_gmt":"2008-09-18T06:59:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3464"},"modified":"2008-09-18T08:59:55","modified_gmt":"2008-09-18T06:59:55","slug":"hinweise-des-tages-736","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3464","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Neues aus dem Kasino<\/li>\n<li>KPMG-Studie: EU hat die niedrigsten Unternehmenssteuern, senkt diese am schnellsten und langt bei Verbrauchern am kr&auml;ftigsten zu<\/li>\n<li>Mit Robin Hood aus der Krise<\/li>\n<li>Einzelhandel kann sich die Kaufunlust der Kunden noch immer nicht erkl&auml;ren<\/li>\n<li>Managergeh&auml;lter steigen kr&auml;ftig<\/li>\n<li>Noch etwas zu Klaus F. Zimmermanns Gef&auml;lligkeitsstudie<\/li>\n<li>Schulbildung: Kein Geld, keine Chance<\/li>\n<li>Hessen: Tausende Kinder &ldquo;Illegaler&rdquo; d&uuml;rfen bald in Unterricht<\/li>\n<li>Private hessische Haftpl&auml;tze teurer als behauptet<\/li>\n<li>Die Bahn baut ab, der Bund nickt ab<\/li>\n<li>Gr&uuml;ne Senatorin knickt ein: Kohlekraftwerk Moorburg kommt<\/li>\n<li>Mindestlohndebatte: Streit um Zeitarbeit eskaliert<\/li>\n<li>Grundregeln der Kriegf&uuml;hrung<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3464&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li>Neues aus dem Kasino:\n<p><strong>Der absehbare Kollaps<\/strong><br>\nWas treibt Scharen scheinbar seri&ouml;ser Banker und B&ouml;rsianer dazu, so riskante Gesch&auml;fte zu machen, dass sie hinterher alle wie dumme Kinder im Brunnen liegen und nach dem Staat um Hilfe schreien?<\/p>\n<p>Die Kapitalm&auml;rkte funktionieren anders als der Handel mit Kartoffeln und Maschinen. Dort kommt bei den &ldquo;wirklich gro&szlig;en Spielen&rdquo; um Zinsen, Wechselkurse, Aktien, Hauspreise und Rohstoffe eine Handvoll privilegierter Akteure zusammen, die alle nicht mehr wissen, als jede gut informierte Abteilung eines Ministeriums oder einer Zentralbank wissen kann. Alle sind ferngesteuert von ein paar Informationen, die f&uuml;r jeden zug&auml;nglich permanent &uuml;ber die Bildschirme jagen und von allen Beteiligten in &auml;hnlicher Weise gedeutet werden. Wenn also bestimmte Ereignisse eintreten wie beispielsweise eine Rohstoffpreishausse, dann springen fast alle Spieler gleichzeitig auf diesen Zug und versuchen sich eine goldene Nase zu verdienen. Das geht genau so lange gut, bis sie den Preis weit weg von dem Wert getrieben haben, den die reale Welt, also die richtigen Menschen, zu zahlen in der Lage sind. Dann aber kollabiert das ganze Spielsystem. <\/p>\n<p>Dieses Spiel wird dadurch noch absurder, dass die gierigen Finanzmarktzocker und ihre Banker alle paar Jahre auf die grandiose Idee kommen, man k&ouml;nne die eigenen Gewinne dadurch so richtig in die H&ouml;he jubeln (auf Herrn Ackermanns ber&uuml;hmte 25 Prozent Eigenkapitalrendite etwa), indem man den Gro&szlig;teil der Spekulation mit Schulden finanziert. Man leiht sich also zu dem Geld, das man ohnehin schon in der Tasche hat, noch viel mehr Geld dazu und investiert es in Anlagen, die eine etwas h&ouml;here Rendite erbringen als der Zins, den man den anderen Banken oder den braven Anlegern zahlt. Das ist der gro&szlig;e Hebel, mit dem Banken, Hedgefonds und sogenannte Private-Equity-Fonds die Rendite auf das Eigenkapital in ungeahnte H&ouml;hen treiben k&ouml;nnen, wenn sie nur gen&uuml;gend Kredit bekommen. <\/p>\n<p>W&uuml;rden alle Spekulanten mit dem geliehenen Geld lediglich ins Spielkasino gehen, w&auml;re der Spuk schnell zu Ende. Die extrem einfallslose Methode, die Renditen zu hebeln, funktioniert f&uuml;r das gesamte globale Finanzsystem nur dann eine Weile, wenn alle Spieler bestimmte Objekte finden, bei denen sie sich mit einer gewissen Plausibilit&auml;t einreden k&ouml;nnen, sie w&uuml;rden hohe Renditen bei geringem Risiko bieten. Von Heiner Flassbeck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/der-absehbare-kollaps\/\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Deutsche zahlen f&uuml;r Wall-Street-Pleiten<\/strong><br>\nDie US-Bankenkrise richtet in Deutschland Sch&auml;den in Milliardenh&ouml;he an. Wegen einer Panne bei der staatlichen F&ouml;rderbank KfW muss wom&ouml;glich auch der Staat mit Steuergeldern einspringen. Zudem wird der Einlagensicherungsfonds der privaten Banken wohl mit mehreren Milliarden Euro belastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2616831?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><strong>900 Milliarden Dollar gegen die Finanzkrise<\/strong><br>\nDie amerikanische Regierung springt dem angeschlagenen Versicherungsriesen AIG mit einem Kredit von 85 Mrd. Dollar zur Seite. Insgesamt haben die USA damit mittlerweile rund 900 Mrd. Dollar zur Bew&auml;ltigung der Krise auf den Tisch gelegt. Wie viel von dem Geld irgendwann wieder zur&uuml;ck in die Staatskasse flie&szlig;t, ist ungewiss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Folgen der Lehman-Pleite: Kreditklemme l&auml;hmt Russland<\/strong><br>\nDer russische Leitindex RTS bricht auch am dritten Tag der versch&auml;rften Finanzkrise drastisch ein. Daraufhin macht Moskau die B&ouml;rse dicht. Die Banken misstrauen einander und leihen sich gegenseitig kein Geld mehr. Und der erste Broker kann schon nicht mehr zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Folgen-der-Lehman-Pleite-Kreditklemme-l%E4hmt-Russland\/414866.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>KPMG-Studie: EU hat die niedrigsten Unternehmenssteuern, senkt diese am schnellsten und langt bei Verbrauchern am kr&auml;ftigsten zu<\/strong><br>\n&raquo;Ich glaube, da&szlig; wir im internationalen Wettbewerb nach wie vor zu hohe Steuern haben&laquo;, hatte CDU-Generalsekret&auml;r Roland Pofalla vor zwei Jahren im Spiegel orakelt. Dies war Teil der propagandistischen Begleitmusik zur Mitte M&auml;rz 2007 beschlossenen Unternehmenssteuerreform. Dank derer werden die BRD-Konzerne seit 2008 j&auml;hrlich um mindestens acht Milliarden Euro entlastet. Zur Rechtfertigung erkl&auml;rte SPD-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck damals: &raquo;Unsere Firmen bleiben damit international wettbewerbsf&auml;hig. Au&szlig;erdem wird der Wirtschaftsstandort Deutschland interessanter f&uuml;r neue Investitionsentscheidungen.&laquo; \n<p>In keiner Region der Welt sind die Steuers&auml;tze, die Kapitalgesellschaften entrichten m&uuml;ssen, derart stark gesunken wie in Europa, so das Res&uuml;mee der KPMG. Die Beratungsgesellschaft vergleicht seit 16 Jahren regelm&auml;&szlig;ig die Steuerpolitik von rund einhundert Staaten. W&auml;hrend die Abgabenlast von Anfang 1999 bis April 2008 weltweit von 31,4 auf 25,9 Prozent sank, fiel sie in der Europ&auml;ischen Union von 34,8 auf 23,2 Prozent. Als besonders eifrig erwiesen sich dabei die deutschen Regierungen, sowohl die sogenannte rot-gr&uuml;ne als auch die &raquo;schwarz-rote&laquo;. Gemeinsam schafften sie es, die Steuerbelastung der Unternehmen von 52,3 auf 29,5 Prozent zu senken. Schon die erste &raquo;Reform&laquo; f&uuml;hrte im Jahr 2001 zu der paradoxen Situation, da&szlig; die Finanz&auml;mter mehr K&ouml;rperschaftssteuer erstatten mu&szlig;ten als sie einnahmen. Nicht zuletzt, weil sich Firmen dank der Systemumstellung angesammelte Guthaben vielfach auf einen Schlag ausbezahlen lie&szlig;en. Infolge der guten konjunkturellen Entwicklung lag das K&ouml;rperschaftssteueraufkommen 2006 und 2007 mit jeweils knapp 23 Milliarden Euro nominell leicht &uuml;ber der Summe von 1999 (ohne Inflationsausgleich). F&uuml;r dieses Jahr, dem ersten nach Inkrafttreten der zweiten Unternehmenssteuerreform, wird allerdings erneut ein R&uuml;ckgang um satte 17,9 Prozent erwartet. F&uuml;r 2009 erhofft sich die Regierung auf reduzierter Grundlage dann wieder ein Plus von f&uuml;nf Prozent bzw. 20 Milliarden Euro Einnahmen aus diesem Posten. Angesichts der aufziehenden Rezession eine gewagte Prognose.<\/p>\n<p>Die Untersuchung des in der Schweiz ans&auml;ssigen KPMG-Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft, die mit ca. 123300 Mitarbeitern in 145 L&auml;ndern und einem Umsatz von 19,8 Milliarden US-Dollar einer der Branchenf&uuml;hrer ist, r&auml;umt dar&uuml;ber hinaus auch mit der neoliberalen M&auml;r auf, der Steuerwettbewerb sei eine unumg&auml;ngliche Folge der Globalisierung und dem Dumping der aufstrebenden neuen Wirtschaftsnationen in Asien und Lateinamerika geschuldet. Tats&auml;chlich wird im asiatisch-pazifischen Raum mit 28,4 Prozent derzeit durchschnittlich die h&ouml;chste Unternehmenssteuer erhoben. Verglichen mit der EU fiel die Senkung seit 1999 mit 3,4 Prozentpunkten au&szlig;erdem sehr bescheiden aus, w&auml;hrend die S&auml;tze in Lateinamerika (1999: 27,9 Prozent, 2008: 26,6 Prozent) sogar fast stagnierten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-18\/015.php\">junge welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit Robin Hood aus der Krise<\/strong><br>\nEin Blick &uuml;ber die Alpen k&ouml;nnte sich ausgesprochen bezahlt machen. Dort hat soeben die italienische Regierung eine regelrechte &bdquo;Robin-Hood-Steuer&ldquo; durchgesetzt &ndash; eine Idee, die umgehend vom demokratischen US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten Barack Obama aufgegriffen wurde. Im Mittelpunkt stehen die Gewinner der Preisexplosion auf den Energiem&auml;rkten. Sie, die Energieriesen, kassieren n&auml;mlich &uuml;ber die &Ouml;l-, Gas- und vor allem Strompreise gigantische Extraprofite. \n<p>Das Weltwirtschaftsinstitut in Hamburg hat f&uuml;r die ARD-Sendung &bdquo;Monitor&ldquo; Folgendes errechnet: Durch die Verdopplung des Roh&ouml;lpreises seit 2007 (von 70 auf 150 Dollar pro Barrel) haben die Energiemultis in Deutschland, die sogenannten gro&szlig;en Vier (RWE, EON, EnBW und Vattenfall), die den deutschen Markt unter sich aufteilen, bereits heute Extraprofite in H&ouml;he von 2,5 Mrd. Euro erzielt. Steigt der Roh&ouml;lpreis, wie von der Studie angenommen, bis 2010 pro Fass weiter auf 200 Euro, werden es sogar 10,8 Mrd. Euro sein.<\/p>\n<p>Eine Steuer auf diese Zufallsgewinne (&bdquo;Windfall-Profits&ldquo;) ist machbar und sinnvoll. Zum einen werden auf diese Weise ungerechtfertigte Extraprofite der Energiekonzerne durch den Staat abgesch&ouml;pft, zum anderen k&ouml;nnen die dadurch erzielten Einnahmen den Einkommensschwachen zukommen. <\/p>\n<p>Dieses Prinzip zeigt sich derzeit in Italien: Dort hat die Gewinnsteigerung um 3,3 Mrd. Euro im ersten Quartal dieses Jahres beim &Ouml;lkonzern ENI (mit der dazugeh&ouml;rigen Tankstellenmarke Agip) die &bdquo;Robin-Hood-Steuer&ldquo; entscheidend motiviert. Geplant sind insgesamt &ouml;ffentliche Zusatzeinnahmen in H&ouml;he von vier Mrd. Euro, die in einem Rentner-Fonds eingesetzt werden sollen. &Uuml;ber ein Rabattsystem werden die Betroffenen 400 Euro erhalten. Mit bestechender Wirkung: Denn die ausgegebenen Rabattmarken werden nicht nur beim Strom- und Gasbezug Verwendung finden, sondern durch die freigesetzten Finanzmittel auch den allgemeinen Konsum erheblich ankurbeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2897\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und interanationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stimmung im Einzelhandel getr&uuml;bt<\/strong><br>\nDer deutsche Einzelhandel rechnet nicht mit einem Aufschwung: Hohe Energiekosten, teurere Lebensmittel und die abgeschw&auml;chte wirtschaftliche Lage tr&uuml;ben die Kauflaune der Verbraucher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Einzelhandel-Finanzkrise;art271,2616735\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Und noch immer tappt der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) auf der Suche nach den Gr&uuml;nden im Dunkeln: &bdquo;Die &ldquo;anhaltende und teilweise aufgeheizte Diskussion&rdquo; um Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln habe den Verbrauchern die Kauflaune &ldquo;gr&uuml;ndlich verdorben&rdquo;&ldquo;, hei&szlig;t es etwa. &bdquo;Hinzu k&auml;men Schlagzeilen &uuml;ber eine sich verschlechternde wirtschaftliche Lage. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich das Konsumklima bald wieder aufhelle.&ldquo; Auch wenn wir uns wiederholen: Diese Entwicklung geht solange weiter, wie der Anteil der L&ouml;hne und Geh&auml;lter am Volkseinkommen sinkt. Auch die Politik tr&auml;gt hierzu weiterhin ihren Teil bei, z.B. indem sie bei der Umstellung auf den Gesundheitsfonds den Zusatzbeitrag den Versicherten allein aufb&uuml;rdet und die Unternehmen schrittweise aus der parit&auml;tischen Finanzierung entl&auml;sst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DIW-Studie: Billige Tricks mit der Datenbasis<\/strong><br>\nAussagekr&auml;ftig werden die Statistiken erst, wenn zwei Aufschwungszyklen miteinander verglichen werden &ndash; und dann f&auml;llt die Bilanz der rot-gr&uuml;nen Regierungszeit verheerend aus. Denn absolut gesehen gab es 2006 immer noch 14 Millionen Arme &ndash; und damit 4 Millionen mehr als im Jahr 2000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F09%2F17%2Fa0086&amp;cHash=893969ad7f&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Halbe Sache<\/strong><br>\nBetrachtet man nur die L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten, so stellt das DIW fest: Die durchschnittlichen Reall&ouml;hne sind zwischen 2006 und 2007 gesunken. Immerhin habe die Lohnspreizung nicht weiter zugenommen. Auch der Niedriglohnsektor sei nicht weiter gewachsen: 2007 waren demnach 23 Prozent aller Besch&auml;ftigten Geringverdiener, sie erhielten weniger als zwei Drittel des mittleren Lohns. Allerdings stieg im Zuge des Jobaufbaus die absolute Zahl der Niedrigl&ouml;hner &ndash; und das mitten im Aufschwung. Dieser Befund sei &ldquo;deprimierend&rdquo;, sagt der Niedriglohn-Experte der Uni Duisburg-Essen, Gerhard Bosch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1595285_Halbe-Sache.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Managergeh&auml;lter steigen kr&auml;ftig<\/strong><br>\nLahmende Konjunktur hin oder her &ndash; Manager in Deutschland m&uuml;ssen sich &uuml;ber Ebbe auf ihren Konten keine Sorgen machen. Seit 2005 stiegen ihre Jahresgeh&auml;lter im Schnitt um acht Prozent. Manager der gr&ouml;&szlig;ten deutschen b&ouml;rsennotierten Unternehmen haben einer Studie zufolge im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 904.000 Euro verdient. Etwa 39 Prozent der Vorst&auml;nde strichen mehr als eine Million Euro ein, rund 19 Prozent mehr als zwei Millionen Euro. Das durchschnittliche Grundgehalt der Vorst&auml;nde stieg seit 2005 j&auml;hrlich um drei Prozent und betrug 2007 rund 351.000 Euro, hie&szlig; es in der Studie weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Managergehaelter-Studie;art271,2616522\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Schulbildung: Kein Geld, keine Chance<\/strong><br>\nMainzer Soziologen weisen den Einflu&szlig; der sozialen Herkunft auf den Bildungsweg nach. Arme Kinder sind selbst bei gleicher Leistung benachteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-18\/048.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Hessen: Tausende Kinder &ldquo;Illegaler&rdquo; d&uuml;rfen bald in Unterricht<\/strong><br>\nDie Leiter der Frankfurter Schulen k&ouml;nnen aufatmen. K&uuml;nftig d&uuml;rfen sie auch Kinder ohne g&uuml;ltige Meldebescheinigung unterrichten, ohne eine Strafe bef&uuml;rchten zu m&uuml;ssen. Der Kultur-Ausschuss des hessischen Landtags hat beschlossen, dass alle Kinder unabh&auml;ngig von ihrem Aufenthaltsstatus freien Zugang zu schulischer Bildung erhalten sollen &ndash; als einzige Fraktion stimmte die CDU gegen entsprechende Antr&auml;ge von Gr&uuml;nen und FDP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/frankfurt\/1595819_Tausende-Kinder-Illegaler-duerfen-bald-in-Unterricht.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Private hessische Haftpl&auml;tze teurer als behauptet <\/strong><br>\nBundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) lehnt weitere Privatisierungen &ouml;ffentlicher Aufgaben in Deutschland entschieden ab. Dies werde &ldquo;schon gar nicht in der Justiz&rdquo; gebraucht, sagte Zypries am Dienstag in der ersten Lesung ihres Etatentwurfs 2009 im Bundestag. Die Vorlage sieht im Vergleich zu 2008 eine Ausgabensteigerung um 6,8 Prozent auf gut 500 Millionen Euro vor. Die Vorstellung, dass alles schneller, billiger und besser gehe, wenn es Private erledigen, habe sich in vielen F&auml;llen als &ldquo;blanke Ideologie&rdquo; erwiesen und auch als kostspielige Fehlentscheidung f&uuml;r den Staat, argumentierte die SPD-Politikerin. In Hessen sei beispielsweise die teilweise Privatisierung eines Gef&auml;ngnisses vollst&auml;ndig gescheitert. So sei einger&auml;umt worden, dass die privaten Haftpl&auml;tze zum Teil deutlich teurer seien als die staatlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=18610\">ngo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Kommt die SPD doch langsam zur Vernunft?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bahn baut ab<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Zusch&uuml;sse f&uuml;r den Erhalt des Schienennetzes um 500 Millionen Euro pro Jahr kappen. Als unverantwortlich lehnen Kritiker auch eine zweite Passage der  Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung ab. Danach darf das 34 000-Kilometer-Netz um bis zu drei Prozent gekappt werden, ohne dass der Bund seine Zusch&uuml;sse k&uuml;rzt. &ldquo;Damit gibt die Regierung der DB faktisch gr&uuml;nes Licht, die Stilllegung von weiteren 1017 Kilometer Schieneninfrastruktur zu beantragen&rdquo;, warnt Chef des B&uuml;ndnisses Allianz pro Schiene, Dirk Flege.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1595837&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Kosten der Asse-II-Sanierung laut Gabriel noch nicht absehbar<\/strong><br>\nDie Kosten f&uuml;r die &ldquo;Sanierung&rdquo; der Schachtanlage Asse II in Niedersachsen sind nach Ansicht von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) noch nicht absehbar. Fest stehe, dass die finanzielle Verantwortung daf&uuml;r beim Bund liege, sagte Gabriel am Dienstag (16. September) in einer gemeinsamen &ouml;ffentlichen Sondersitzung des Umweltausschusses und des Ausschusses f&uuml;r Bildung, Forschung und Technikfolgenabsch&auml;tzung. Anlass daf&uuml;r war der vom nieders&auml;chsischen Umweltministerium vorgelegte Statusbericht zu Asse II, das zuletzt als Forschungsbergwerk firmierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=18604\">ngo<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Warum werden die Kosten der Endlagerung eigentlich nicht von der Atomwirtschaft getragen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hessen: Vacuumschmelze lenkt ein<\/strong><br>\nJubel bei der Streikleitung der Vacuumschmelze (VAC), betroffene Gesichter bei den Arbeitgebervertretern. Betriebsratsvorsitzende Conny Gramm strahlte &uuml;ber beide Backen: Das Landesarbeitsgericht Frankfurt hat gestern in letzter Instanz abgelehnt, den Arbeitskampf mit einer einstweiligen Verf&uuml;gung zu untersagen. Im Tarifstreit mit der IG Metall lenkte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung daraufhin ein: Die Belegschaft wird k&uuml;nftig wieder nach dem g&uuml;ltigen Fl&auml;chentarifvertrag bezahlt, k&uuml;ndigte das Unternehmen am Mittwoch, dem sechsten Streiktag an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1595647_Vacuumschmelze-lenkt-ein.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers K.F.:<\/strong> Gl&uuml;ckwunsch an die IG-Metall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne Senatorin knickt ein: Kohlekraftwerk Moorburg kommt<\/strong><br>\nDas umstrittene Kraftwerk wird wohl Ende des Monats von Hamburgs gr&uuml;ner Umweltsenatorin genehmigt. So verlieren die Gr&uuml;nen ein Hauptargument f&uuml;r Schwarz-Gr&uuml;n im Bund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/kohlekraftwerk-moorburg-kommt\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestlohndebatte: Streit um Zeitarbeit eskaliert<\/strong><br>\nMit einem &ldquo;Schwarz-Wei&szlig;-Buch&rdquo; zur Leiharbeit er&ouml;ffnet die IG Metall eine neue Runde im Konflikt um Mindestl&ouml;hne. Der Arbeitgeberverband h&auml;lt die Forderung der Gewerkschaft f&uuml;r &uuml;berzogen. Die verweist jedoch auf Betriebe, die freiwillig mehr zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Mindestlohndebatte-Streit-um-Zeitarbeit-eskaliert\/414946.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Nahrungsmittel: Br&uuml;ssel will Armen helfen, doch Berlin winkt ab<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union will bed&uuml;rftigen Menschen zwischen Nord- und Mittelmeer helfen &ndash; aber die Bundesregierung zeigt sich nicht interessiert an solcher Unterst&uuml;tzung. Um zwei Drittel auf 500 Millionen Euro will Br&uuml;ssel jene Mittel erh&ouml;hen, mit denen die Mitgliedstaaten Nahrungsmittel f&uuml;r Arme bereitstellen k&ouml;nnen.\n<p>Sofern deren Regierungen das EU-Programm wollen. Denn nur sie k&ouml;nnen das aus dem Agraretat stammende Geld in Empfang nehmen, um es dann an karitative Verb&auml;nde und Sozialdienste in ihren Staaten weiterzuleiten. Die Verb&auml;nde wiederum kaufen daf&uuml;r Brot, Fleisch, Obst und Gem&uuml;se und stellen die Verteilung sicher.<\/p>\n<p>Solche Hilfen hat die EU schon 1987 eingef&uuml;hrt, nach einem extrem harten Winter damals. Zun&auml;chst verteilte Br&uuml;ssel landwirtschaftliche &Uuml;bersch&uuml;sse. Als die Butter-, Milch und Apfelberge kleiner wurden, stellte die Union zunehmend Geld f&uuml;r den Kauf von Nahrungsmitteln zur Verf&uuml;gung. Zuletzt nahmen 19 der 27 Mitgliedstaaten das Programm in Anspruch &ndash; die Bundesrepublik geh&ouml;rt seit 1989 nicht dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1595842_Bruessel-will-Armen-helfen-doch-Berlin-winkt-ab.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Krieg von der Stange<\/strong><br>\nFeldmarschall Montgomery hat die ersten drei Grundregeln der Kriegf&uuml;hrung einmal folgenderma&szlig;en definiert: Erstens &bdquo;Russland nicht angreifen!&ldquo;, zweitens &bdquo;Russland nicht angreifen!&ldquo; und drittens: dito. In einer aktuellen Fu&szlig;note w&auml;re anzumerken, dass die strittigen Teile Georgiens &ndash; S&uuml;dossetien und Abchasien &ndash; zwar heute nicht zu Russland geh&ouml;ren, aber gestern dazu geh&ouml;rten und es morgen wahrscheinlich wieder tun werden, oder &uuml;bermorgen. Die meisten, die heute dort wohnen, haben russische P&auml;sse, und in beiden Gebieten stehen russische Truppen.\n<p>Eine vierte Regel k&ouml;nnte so lauten: &bdquo;Lass dich von niemandem verleiten, Russland anzugreifen.&ldquo;<\/p>\n<p>In Georgien und der Ukraine waren ready-made wars &ndash; Kriege sozusagen von der Stange &ndash; absehbar, und von der NATO kann und sollte nicht erwartet werden, dass sie mit diesen Konflikten fertig wird. In beiden F&auml;llen handelt es sich um ethnisch und kulturell gespaltene Nationen, deren ganze Geschichte der Kampf zwischen ihren Bestandteilen oder innerhalb derselben durchzieht.<\/p>\n<p>Aus einem Konflikt, bei dem es sich um ein ungel&ouml;stes und m&ouml;glicherweise unl&ouml;sbares internes Problem der Ukraine handelt, hat sich die NATO unbedingt herauszuhalten. Die Allianz kann von Gl&uuml;ck reden, dass Deutschland und Frankreich im Fr&uuml;hjahr eine offizielle Einladung Georgiens in die NATO blockiert haben. H&auml;tten sie dies nicht getan, bef&auml;nde die Allianz sich heute in einer Situation, in der sie entweder Russland Krieg angedroht oder Artikel F&uuml;nf des NATO-Vertrages diskreditiert h&auml;tte, der jedem ihrer Mitglieder im Angriffsfalle milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2901\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und interanationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Neues aus dem Kasino<\/li>\n<li>KPMG-Studie: EU hat die niedrigsten Unternehmenssteuern, senkt diese am schnellsten und langt bei Verbrauchern am kr&auml;ftigsten zu<\/li>\n<li>Mit Robin Hood aus der Krise<\/li>\n<li>Einzelhandel kann sich die Kaufunlust der Kunden noch immer nicht erkl&auml;ren<\/li>\n<li>Managergeh&auml;lter steigen kr&auml;ftig<\/li>\n<li>Noch etwas zu Klaus F. Zimmermanns Gef&auml;lligkeitsstudie<\/li>\n<li>Schulbildung:<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3464\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3464","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3464"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3464\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}