{"id":34641,"date":"2016-08-17T08:20:24","date_gmt":"2016-08-17T06:20:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641"},"modified":"2016-08-17T08:20:24","modified_gmt":"2016-08-17T06:20:24","slug":"hinweise-des-tages-2690","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h01\">Enth&uuml;llungen &uuml;ber Chefberater: Trumps geheime Russland-Connection<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h02\">Olympia 2016: Das gro&szlig;e Geraune<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h03\">Mit AAA in die Pleite &ndash; Europa unterwirft sich weiter den US-Ratingagenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h04\">Eurogruppe: Hinterzimmerpolitik im Herzen Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h05\">Schweden: Bargeldloses Bezahlen entzweit die Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h06\">Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h07\">L&auml;nger arbeiten: Bundesbank fordert Rente mit 69<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h08\">Arbeitslosigkeit steigt wegen Fl&uuml;chtlingen wieder an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h09\">Entlastung durch Sozial-Freibetrag: SPD-Pl&auml;ne k&ouml;nnten teuer werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h10\">Wohnungsmarkt: Hendricks will mit Grundgesetz&auml;nderung sozialen Wohnungsbau f&ouml;rdern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h11\">Bundeswehr im Inneren: Wir f&uuml;hren eine alberne Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h12\">Fl&uuml;chtlinge in Italien: Am Limit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h13\">Generation Y: Sie erf&uuml;llen die Erwartungen einfach nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h14\">Ecuador: US-Gericht spricht &Ouml;lkonzern Chevron von Zahlung f&uuml;r Umweltverschmutzung frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h15\">Griechische Reparationsforderungen: &ldquo;Wir werden bis zum Schluss k&auml;mpfen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h16\">Trump, die beleidigende Leberwurst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h17\">Anti-Terror-Kampf: Vorsicht, dieser Artikel k&ouml;nnte verbotene Informationen enthalten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34641#h18\">Zu Guter Letzt: Schlussakkord dem Drohnenmord<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Enth&uuml;llungen &uuml;ber Chefberater: Trumps geheime Russland-Connection<\/strong><br>\nDonald Trump hat ein Faible f&uuml;r Wladimir Putin. Nun kommt heraus: Sein Wahlkampfchef soll Millionen Dollar von Kreml-freundlichen Kr&auml;ften erhalten haben. Die dubiose N&auml;he zu Moskau wird zum Problem. (&hellip;) Im Mittelpunkt der j&uuml;ngsten Aufregung steht Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort: Die &ldquo;New York Times&rdquo; berichtete, dass dem Top-Berater des republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten von Kreml-freundlichen Kr&auml;ften fast 13 Millionen Dollar Schwarzgeld zugesprochen worden seien. Offen war allerdings, ob Manafort diese Summen tats&auml;chlich erhalten hat. Manafort dementierte das als &ldquo;haltlos&rdquo;. Trotzdem berichteten die US-Medien am Montag zu Recht von nichts anderem &ndash; gerade als Trump versuchte, mit seinen Anti-Terror-Parolen das Thema zu wechseln. (&hellip;) Trumps Dr&auml;hte nach Moskau bleiben geheimnisumwittert, ebenso Manaforts Gesch&auml;ftsbeziehungen zu Russland. Die neuesten, von der &ldquo;New York Times&rdquo; aufgedeckten Details bringen nach und nach Licht ins Dunkel &ndash; die Ger&uuml;chte drohen zum handfesten Skandal auszuwachsen. Demnach stie&szlig;en Korruptionsermittler in der Ukraine auf Geheimakten, in denen Manaforts Name auftaucht, verbunden mit 12,7 Millionen Dollar an &ldquo;verdeckten Cash-Zahlungen&rdquo;. Manafort war Berater des 2014 gest&uuml;rzten ukrainischen Pr&auml;sidenten und Putin-Freundes Wiktor Janukowytsch. Unklar war bisher allerdings, was er &ndash; wom&ouml;glich rechtswidrig &ndash; damit verdiente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-kassierte-chefberater-millionen-von-prorussischen-kraeften-a-1107861.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der Tenor ist mittlerweile bekannt: Alles b&ouml;se kommt aus Moskau &ndash; nun also auch das Geld f&uuml;r Trump und seine Helfer. Doch liest man <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/08\/15\/us\/politics\/paul-manafort-ukraine-donald-trump.html?_r=0\">den originalen Artikel in der New York Times<\/a> genau, auf den Spiegel Online sich hier bezieht, dann sehen die Anschuldigungen schon dubioser aus. &bdquo;Der Zweck der Zahlungen ist nicht klar&ldquo;, hei&szlig;t es da, &bdquo;ebensowenig wie ihre Ausf&uuml;hrung, da die handgeschriebenen Eintr&auml;ge nicht mit Kontoausz&uuml;gen verglichen werden k&ouml;nnen und die Unterschriften zur Quittierung noch nicht verifiziert worden sind&ldquo;. Man wei&szlig; derzeit also nicht einmal, ob tats&auml;chlich Geld geflossen ist und hat die Informationen dazu &bdquo;noch nicht verifiziert&ldquo;. Zum Ver&ouml;ffentlichen reicht es aber offenbar. Die omin&ouml;sen handschriftlichen Aufzeichnungen entdeckt hat, so erf&auml;hrt man, ein neugegr&uuml;ndetes ukrainisches &bdquo;Nationales Antikorruptionsb&uuml;ro&ldquo; unter Petro Poroschenko, das, wie die New York Times im Artikel nebenbei erw&auml;hnt, durch amerikanische Gelder unterst&uuml;tzt wird und auch ein Datenaustauschprogramm mit dem FBI unterh&auml;lt &ndash; wie praktisch. In einer ersten Variante des Spiegel-Artikels stand &uuml;brigens am Textbeginn statt &bdquo;Kreml-freundliche Kr&auml;fte&ldquo; noch &bdquo;prorussische Kr&auml;fte&ldquo;. Das wurde interessanterweise rasch und lautlos ge&auml;ndert. Vielleicht, weil &bdquo;prorussisch&ldquo; in diesem Zusammenhang doch zu offenkundig nach Propaganda klingt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Olympia 2016: Das gro&szlig;e Geraune<\/strong><br>\nDie sind doch alle gedopt!&rdquo; Solche Unterstellungen liest man w&auml;hrend der Olympischen Spiele jeden Tag. Kaum ein Sieger, dem nicht Betrug unterstellt wird. Hilfreich ist das nicht.<br>\nGleich zwei deutsche Gewichtheber haben am Dienstag in deutlichen Worten die Wettk&auml;mpfe in Rio de Janeiro als irregul&auml;r bezeichnet. J&uuml;rgen Spie&szlig; gab der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; ein Interview, Almir Velagic der &ldquo;Welt&rdquo;. Spie&szlig; sagt: &ldquo;Wir werden von vorn bis hinten verarscht&rdquo;, der Iraker Salwan Jasim Abbood, der ihn in der Klasse bis 105 Kilogramm besiegt hatte, sei bereits einmal wegen Dopings gesperrt gewesen.<br>\nVelagic geht noch weiter: &ldquo;Ich w&uuml;rde mir w&uuml;nschen, dass man uns alle ein halbes Jahr vorher einsperrt.&rdquo; Velagic suggeriert: &ldquo;Ich glaube, dass wir Deutschen dann ganz woanders w&auml;ren.&rdquo; Auf die Nachfrage des Interviewers, ob denn die Deutschen alle &ldquo;wirklich sauber&rdquo; seien, reagiert Velagic ver&auml;rgert: &ldquo;Du arbeitest wirklich ehrlich, und nicht mal die eigenen Leute glauben dir das.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/sonst\/olympia-2016-doping-kampf-wird-durch-unterstellungen-beschaedigt-a-1107914.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Heute geben sich die Medien ja alle erdenkliche M&uuml;he, dass man beim Thema Doping zuallererst an die j&uuml;ngst aufgedeckte Doping-Praxis in Russland denkt. War da nicht mal was mit &bdquo;unseren&ldquo; Helden Jan Ulrich und Erik Zabel? Der letzte Doping-Skandal dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung ist noch nicht einmal zehn Jahre alt und betraf die deutsche Profi-Radsportmannschaft &bdquo;Team Telekom&ldquo; und damit auch die Sportmediziner einer angesehen deutschen Uniklinik. Wer sagt uns eigentlich, dass heute ausgerechnet die deutschen Sportler nicht gedopt sind? Und wer immer noch denkt, Doping sei f&uuml;r deutsche Sportler kein Thema, dem sei ein Interview mit dem angesehenen <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/olympia-dopingforscher-simon-russland-ist-ueberall-1.3087997\">deutschen Doping-Experten Perikles Simon empfohlen<\/a>. Derlei Expertisen gehen bei der Hexenjagd der Selbstgerechten leider allzu schnell ins Vergessen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mit AAA in die Pleite &ndash; Europa unterwirft sich weiter den US-Ratingagenturen<\/strong><br>\nEuropas Finanzaufseher nutzen die Urteile von Ratingagenturen immer st&auml;rker &ndash; trotz erkl&auml;rter Vors&auml;tze und schlechter Erfahrungen. Das ist ironisch, wenn man sieht, was die USA tun, wo die Ratingagenturen ihren Sitz haben. Die Folgen sind schlimm, die Gr&uuml;nde liegen auf der Hand. (&hellip;) Dass die Agenturen so gro&szlig;es Unheil anrichten k&ouml;nnen, liegt nicht zuletzt an den Regulierern. Diese machen Banken, Versicherern und Kapitalanlagegesellschaften Vorschriften, die auf die Urteile der Agenturen Bezug nehmen. Dadurch sind die Finanzkonzerne gezwungen, sich nach dem Urteil der Ratingagenturen zu richten &ndash; ob sie diesen nun vertrauen oder nicht. Wenn eine gewisse Rating-Schwelle unterschritten wird, d&uuml;rfen manche Institute das betreffende Wertpapier nicht mehr halten. Andere m&uuml;ssen mehr Eigenkapital vorweisen, wenn sie es tun. (&hellip;) Seit Jahrzehnten gibt es Bem&uuml;hungen der deutschen und europ&auml;ischen Finanzbranche und dar&uuml;ber hinaus, eine europ&auml;ische Ratingagentur zu gr&uuml;nden. Die entsprechenden Projekte sind alle aus schwer erkennbaren Gr&uuml;nden in den Schubladen verschwunden. Fragt man, Wem n&uuml;tzt es?, so landet man schnell bei den USA, die &uuml;ber die dort beheimateten Rating-Agenturen massiven Einfluss auf die europ&auml;ischen Finanzm&auml;rkte und die europ&auml;ische Geld- und Wirtschaftspolitik nehmen k&ouml;nnen, wenn sie wollen. Ob sie es tun, ist nicht beweisbar. Seit Anfang der 2000er Jahre gibt es die kleine kanadische Agentur DBRS. Diese kleine Agentur darf derzeit regelm&auml;&szlig;ig das Z&uuml;nglein an der Waage spielen. Die EZB hat sie in den Kreis der f&uuml;r ihre Politik relevanten Agenturen &ndash; den es eigentlich nicht mehr geben d&uuml;rfte &ndash; aufgenommen. Und regelm&auml;&szlig;ig gibt sie in kritischen F&auml;llen in Europa als Einziges ein besseres Urteil ab, als die gro&szlig;en Drei aus den USA, etwa derzeit im Fall Portugal und im Fall Italien. Man darf spekulieren, dass die DBRS einen Kompromiss zwischen Washington und Br&uuml;ssel\/Frankfurt darstellt, in Form einer nicht-US-Agentur auf die die Europ&auml;er im Tagesgesch&auml;ft einen gewissen Einfluss aus&uuml;ben d&uuml;rfen, die aber, wenn wichtige nordamerikanische Interessen tangiert werden, wei&szlig;, wo ihr Brot gebuttert ist. Alles unbewiesene Spekulation, selbstverst&auml;ndlich. Die Europ&auml;er haben es nicht an Willensbekundungen fehlen lassen, dass man sich emanzipieren wolle. So verabschiedeten EU-Parlament und EU-Rat im Mai 2013 Regeln, die den Marktteilnehmern auftragen, sich nicht &ldquo;allein und mechanisch&rdquo; auf Urteile der Agenturen zu verlassen. Regulierer und Aufseher sollen keine Bez&uuml;ge zu Ratings herstellen, die dazu f&uuml;hren k&ouml;nnten, dass sich die Marktteilnehmer automatisch nach den Ratings richten. Doch w&auml;hrend etwa die Bank von England Bez&uuml;ge auf externe Ratings aus ihren Regulierungen gestrichen hat, zeigt die EZB keine Ambition, dies zu tun. (&hellip;) Betrachtet man das gr&ouml;&szlig;ere geopolitische Bild, dann ist es nicht allzu erstaunlich, dass sich Europa auch in Sachen Rating-Agenturen nicht vom amerikanischen Einfluss emanzipieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/670-rating#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurogruppe: Hinterzimmerpolitik im Herzen Europas<\/strong><br>\nEines der m&auml;chtigsten Gremien der europ&auml;ischen Politik tagt bislang im Geheimen: Die Eurogruppe &ndash; eine informelle Arbeitsgruppe des Rats der EU &ndash; entscheidet zwar &uuml;ber Griechenland-Rettungspakete. Doch die intern laufenden Abstimmungen werden der &Ouml;ffentlichkeit vorenthalten. Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, dass der Rat und seine Arbeitsgruppen endlich Transparenz und demokratische Kontrolle brauchen. Die Eurogruppe ist eine informelle Arbeitsgruppe des Rats der Europ&auml;ischen Union. In ihr koordinieren die f&uuml;r Finanzen zust&auml;ndigen Minister der Euro-L&auml;nder die Wirtschaftspolitik innerhalb des W&auml;hrungsraumes. Der Wirtschafts- und W&auml;hrungskommissar der Europ&auml;ischen Kommission und die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) nehmen in der Regel ebenfalls an den Treffen teil. In der Eurogruppe werden zwar formal keine Entscheidungen getroffen. Aber faktisch werden sie dort gef&auml;llt und dann im Rat der EU-Finanzminister (ECOFIN) beziehungweise in einzelnen F&auml;llen von den nationalen Parlamenten durchgewunken. Die haushalts- und wirtschaftspolitische &Uuml;berwachung der Staaten der Eurozone findet in diesem informellen Gremium statt. Hier werden Staatsverschuldung, Sparma&szlig;nahmen und Rettungspakete f&uuml;r die vom Finanzcrash am h&auml;rtesten getroffenen L&auml;nder diskutiert. (&hellip;) Da ist etwa die Arbeitsgruppe, welche die Sitzungen der Eurogruppe vorbereitet, die sogenannte Eurozone Working Group: Sie tagt weiter komplett im Geheimen. (&hellip;) Die Geheimhaltung erlaubt Regierungen ein doppeltes Spiel auf Kosten der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler. Insider sagen: In den Ratsgruppen setzen sich Regierungen immer wieder f&uuml;r Vorschl&auml;ge ein, die von den B&uuml;rgern ihres Landes nicht gewollt werden, aber den Regierungsvertretern oder ihnen nahestehenden Lobbyisten von Vorteil sind. Zuhause verkaufen sie dann das selbst herbeigef&uuml;hrte Ergebnis als ungeliebtes Diktat aus Br&uuml;ssel, gegen das sie sich leider nicht durchsetzen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/08\/eurogruppe-hinterzimmerpolitik-im-herzen-europas\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Eurogruppe ist praktisch die EU-Wirtschaftsregierung. Yanis Varoufakis wies vor einiger Zeit im <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7kLS06QtWNE&amp;feature=youtu.be&amp;t=42m\">Interview<\/a> mit Dirk Pohlmann von KenFM auf die wichtige Rolle des IWF dort hin: &bdquo;Es ist der IWF, der die wesentliche Rolle bei allen Themen spielt, nicht nur, wenn es um Griechenland geht. (&hellip;) Das hei&szlig;t, die Eurogruppe entscheidet gar nichts, zumindest nicht die Finanzminister. Alle Entscheidungen werden von Leuten getroffen, die weder von einem Deutschen, noch einem Franzosen, Slowenen oder Griechen gew&auml;hlt worden sind. (&hellip;) Auf diese Art wird regiert &ndash; keine Regeln, Finanzminister sind machtlos und wiederholen nur das Mantra. (&hellip;) Das ist wie bei der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion. Breschnew kam ins Politb&uuml;ro &ndash; und alle hoben gemeinsam die Hand.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schweden: Bargeldloses Bezahlen entzweit die Gesellschaft<\/strong><br>\nIn Schweden sind heute viele Gesch&auml;fte und Restaurants nicht mehr auf Bargeld eingestellt. Selbst geringe Summen werden elektronisch bezahlt oder per Smartphone &uuml;berwiesen. Es sind vor allem die Banken, die die Abkehr von Scheinen und M&uuml;nzen forcieren &ndash; aus Eigeninteresse. (&hellip;) Die schwedischen Finanzinstitute besitzen und kontrollieren &ndash; anders als in Deutschland &ndash; durch eine gemeinsame und ausgelagerte Gesellschaft alle Geldautomaten des Landes. Ihre Bankomat Bolaget ist somit konkurrenzlos. Dadurch konnten die schwedischen Banken in den vergangenen Jahren die Anzahl der Geldautomaten um fast die H&auml;lfte reduzieren und &ndash; ebenso landesweit &ndash; die Auszahlungssumme von einstmals 5.000 Kronen &ndash; etwas mehr als 500 Euro &ndash; auf h&auml;ufig nur noch 1.000 Kronen begrenzen. Damit nicht genug: Inzwischen weigern sich die meisten Banken, &uuml;berhaupt Bargeld anzunehmen. Logischerweise gibt es deshalb bei den Bankautomaten auch keine Deposit-Funktion. Es sind also &ndash; wiederum anders als in Deutschland &ndash; keine Einzahlungen m&ouml;glich. Obwohl die Schwedische Krone unver&auml;ndert ein gesetzlich g&uuml;ltiges Zahlungsmittel ist. F&uuml;r die Einzelh&auml;ndler und Kleinunternehmer bedeutet dies: Sie werden ihre Tageseinnahmen kaum noch los. Es sei denn, sie unterziehen sich einem m&uuml;hsamen Deklarations-Prozess, in dem sie die rechtm&auml;&szlig;ige Herkunft des Bargelds nachweisen und versichern, dass es sich nicht um Schwarzgeld handelt. Einen &auml;hnlichen Prozess k&ouml;nnen auch Privatpersonen erleben. Etwa, wenn eine Gro&szlig;mutter ihrem Enkelkind 2.000 Kronen schenken m&ouml;chte &ndash; 200 Euro &ndash; oder wenn ein Verein f&uuml;r den n&auml;chsten Ausflug sammelt oder das Geld bei der Bank deponieren m&ouml;chte. Das Vorgehen der schwedischen Banken h&auml;tte in Deutschland vermutlich l&auml;ngst schon das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. In Schweden herrscht an dieser Stelle indes eine seltsame Funkstille und die Banken betreiben eine Politik der verschlossenen Auster: Sie &auml;u&szlig;ern sich nicht und diskutieren nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schweden-bargeldloses-bezahlen-entzweit-die-gesellschaft.724.de.html?dram:article_id=363172\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Sch&ouml;ne neue bargeldlose Welt. Die Indizien daf&uuml;r, dass es sich bei den Bestrebungen, das Bargeld abzuschaffen, um eine gezielte &ndash; und internationale &ndash; Kampagne handelt, hat der Journalist Norbert H&auml;ring <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/616-niemand-hat-die-absicht#weiterlesen\">hier<\/a> zusammengetragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat<\/strong><br>\nDer Herr im Jobcenter &ndash; mein &bdquo;Arbeitsvermittler&ldquo; &ndash; sch&uuml;ttelt mir freundlich-abwartend die Hand. M&ouml;glicherweise ist er etwas nerv&ouml;s angesichts meines Doktortitels, den er auch sofort pflichtschuldig ausspricht (woran mir &uuml;berhaupt nichts liegt). Er wei&szlig;, dass er mir au&szlig;er Zwangsma&szlig;nahmen, Callcenter und Saisonarbeit (Erdbeeren pfl&uuml;cken) nichts zu bieten hat. (&hellip;) Anfangs studiert mein Arbeitsvermittler fahrig meinen zehnseitigen Lebenslauf, h&ouml;rt mir eine Weile zu und macht sich Notizen. Dann k&uuml;ndigt er an, ohne mir in die Augen schauen zu k&ouml;nnen, dass ich entweder eine der angebotenen Hilfst&auml;tigkeiten annehmen oder an einer &bdquo;Ma&szlig;nahme&ldquo; (sein Vorschlag lautet auf Umschulung zur kaufm&auml;nnischen Fachkraft, sprich: Sekret&auml;rin) teilnehmen m&uuml;sse (womit ich prompt aus der Statistik fiele), damit wir die &bdquo;Eingliederungsvereinbarung&ldquo; unterschreiben k&ouml;nnten. Ich frage, in was ich eingegliedert werden soll. Wie er meinem Lebenslauf entnehmen k&ouml;nne, sei ich bereits vollst&auml;ndig in das akademische Leben eingegliedert, werbe immer wieder erfolgreich Forschungsgelder ein, habe lange an verschiedenen Hochschulen unterrichtet, publiziere regelm&auml;&szlig;ig, halte international Vortr&auml;ge, arbeite an einem Buch, organisiere aktuell eine internationale Konferenz. Nur eben immer wieder ohne einen Cent Gehalt. Nicht weil ich besch&auml;ftigungslos sei, sondern weil ich selbstst&auml;ndig, das hei&szlig;t nicht als Mitarbeiterin eines professoral gef&uuml;hrten Teams, Projekte einwerbe, der Kampf um Drittmittel in der Abwesenheit von Stellen und der anst&auml;ndigen Bezahlung f&uuml;r Lehre immer absurder werde, und damit die Abst&auml;nde zwischen bewilligten Projekten immer l&auml;nger, s&auml;&szlig;e ich hier. Was er mir vorschlage, sei faktisch eine Zwangsausgliederung aus dem wissenschaftlichen Leben. Der Arbeitsvermittler fummelt an seinem Computer und sagt, das SGB II kenne keinen Berufsschutz, und so k&auml;men wir nicht zusammen. Das ist mir bereits klar, und ich beginne, den Spie&szlig; weiter umzudrehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/august\/exzellente-entqualifizierung-das-neue-akademische-prekariat\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Die Autorin beschreibt eindr&uuml;cklich am eigenen Schicksal das Dilemma der jungen Intelligenz und die desastr&ouml;se Bildungspolitik des Staates, der (wie &uuml;blich) durch monstr&ouml;se Schau- und Sch&ouml;nsprecheffekte ein Exzellenzanstrich verpasst wird, der nichts anderes als ein Offenbarungseid ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>L&auml;nger arbeiten: Bundesbank fordert Rente mit 69<\/strong><br>\nDie Bundesbank schaltet sich in die Rentendebatte ein: Um das Niveau der Alterssicherung zu halten, m&uuml;ssten die Menschen l&auml;nger arbeiten. H&ouml;here Beitr&auml;ge gibt es sowieso. (&hellip;) Aus den Berechnungen der Bundesbank geht hervor, dass die Politik zwei Schl&uuml;sselziele der Rentenpolitik zu verpassen droht: Bis 2030 soll das Rentenniveau nicht unter 43 Prozent fallen, die Rentenbeitr&auml;ge gleichzeitig aber auch nicht &uuml;ber 22 Prozent steigen. Laut Berechnungen der Bundesbank k&ouml;nnte das Versorgungsniveau der gesetzlichen Rente aber bis 2060 auf 40,5 Prozent sinken. Derzeit liegt es bei 47,5 Prozent. Um den R&uuml;ckgang des Rentenniveaus zu bremsen, pl&auml;diert die Bundesbank daf&uuml;r, bis zum Jahr 2060 das Renteneintrittsalter Schritt f&uuml;r Schritt auf 69 Jahre zu erh&ouml;hen. (&hellip;) Die Regierung wies den Vorschlag der Bundesbank zur&uuml;ck. &ldquo;Die Bundesregierung steht zur Rente mit 67&rdquo;, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesbank-fordert-rente-mit-69-a-1107732.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.H.:<\/strong> Die Vertreter der Bundesbank haben absolut kein Mandat, sich in dieser politischen Frage zu &auml;u&szlig;ern! &Auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen sie sich gern zum Thema Geldpolitik, aber das war&rsquo;s dann auch. Und selbst wenn sie ein Mandat h&auml;tten, sich zu einer Unterfinanzierung des Rentensystems zu &auml;u&szlig;ern, dann w&auml;re es nach wie vor eine POLITISCHE Frage au&szlig;erhalb ihrer Zust&auml;ndigkeit, wie diese denn behoben werden sollte! Und neben der Erh&ouml;hung des Rentenalters gibt es da noch so einige andere M&ouml;glichkeiten. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Sahra Wagenknecht zur Rentendebatte<\/strong><br>\nDie Diskussion um eine noch weitere Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters h&ouml;rt nicht auf. Alle Antreiber f&uuml;r ein l&auml;ngeres Arbeiten im Alter m&ouml;gen bitte die von uns neu erfragten Zahlen zu Erwerbslosigkeit &auml;lterer Menschen zur Kenntnis nehmen. Dann w&uuml;rden sie hoffentlich nicht weiter irgendwelchen Unsinn quatschen, um ihre unsoziale Forderung zur Durchsetzung zu bringen. Fakt ist: Zwischen 2011 und 2015 ist die Zahl der &uuml;ber 58j&auml;hrigen Erwerbslosen, die mehr als 12 Monate ohne Vermittlung in eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle blieben von 106.500 Personen auf 162.754 Personen, d.h. um &uuml;ber 50 Prozent angestiegen. An Fachkr&auml;ften mit gro&szlig;er Expertise und Erfahrung besteht also keinerlei Mangel &ndash; wohl aber an entsprechenden Jobangeboten bzw. an Betreuung und Vermittlung durch die Bundesagentur. Das Renteneintrittsalter geh&ouml;rt vorgezogen &ndash; statt immer l&auml;ngere Schufterei zu propagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit steigt wegen Fl&uuml;chtlingen wieder an<\/strong><br>\nDie Bundesregierung stellt sich darauf ein, dass die Arbeitslosigkeit wegen der Fl&uuml;chtlingskrise erstmals seit Jahren wieder steigen wird. Das Bundesfinanzministerium gehe davon aus, dass die Zahl der Erwerbslosen im kommenden Jahr um durchschnittlich 110.000 auf dann 2,86 Millionen zulegen werde, berichtete die &ldquo;Bild&rdquo;. Als Grund f&uuml;r den Anstieg sehe das Ministerium die &ldquo;starke Migration&rdquo;. Es w&auml;re der erste Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt seit 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157692415\/Arbeitslosigkeit-steigt-wegen-Fluechtlingen-wieder-an.html\">welt.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Entlastung durch Sozial-Freibetrag: SPD-Pl&auml;ne k&ouml;nnten teuer werden<\/strong><br>\nDie SPD &uuml;berlegt, kleine und mittlere Einkommen durch einen Freibetrag bei den Sozialabgaben zu entlasten. Experten vom Institut der Wirtschaft sowie dem Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung sind skeptisch. (&hellip;)&bdquo;Die entscheidende Frage ist, welche Anspr&uuml;che an die Sozialversicherung gibt es bei einem Freibetrag&ldquo;, sagte DIW-Experte Bach. &bdquo;Vor allem bei Rente und Arbeitslosenversicherung sind die Leistungen eng mit der Beitragsh&ouml;he verbunden. Da passt ein Freibetrag nicht richtig rein. Freibetrag hei&szlig;t immer: Man zahlt nichts, bekommt aber auch nichts.&ldquo; (&hellip;)Die Ausgestaltung ihres Freibetrages hat die SPD bisher offengelassen &ndash; genauso, ob er &uuml;berhaupt kommt. Parteichef Sigmar Gabriel hatte im Juni eine Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen angek&uuml;ndigt, die Wege offengelassen: &bdquo;Ob man das &uuml;ber die Steuerpolitik macht oder &uuml;ber andere Instrumente, das werden wir beraten.&ldquo; Bei den Sozialdemokraten liegt aber die Annahme nahe, dass ein Freibetrag bei den Sozialbeitr&auml;gen nicht mit Leistungsk&uuml;rzungen verbunden w&uuml;rde. Die Beitragsausf&auml;lle m&uuml;ssten also gegenfinanziert werden. Mindereinnahmen in Milliardenh&ouml;he k&ouml;nnten weder Kranken-, Renten- noch Arbeitslosenversicherung verkraften: Sie machten 2015 gerade noch einen &Uuml;berschuss von 1,2 Milliarden Euro.Damit bleibt ungewiss, ob die SPD am Ende einen Weg zur Abgabenentlastung findet, den sie beschreiten will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/entlastung-durch-sozial-freibetrag-spd-plaene-koennten-teuer-werden\/14016352-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34624#h11\">SPD schl&auml;gt Freibetr&auml;ge f&uuml;r Sozialabgaben vor<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungsmarkt: Hendricks will mit Grundgesetz&auml;nderung sozialen Wohnungsbau f&ouml;rdern<\/strong><br>\nBisher gilt: Der Bund darf die L&auml;nder im sozialen Wohnungsbau nur bis 2019 finanziell unterst&uuml;tzen. Die Bundesbauministerin schl&auml;gt eine &Auml;nderung des Grundgesetzes vor. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will den Bau neuer Wohnungen voranbringen und hat deshalb eine &Auml;nderung des Grundgesetzes ins Gespr&auml;ch gebracht. &ldquo;Wir brauchen die Grundgesetz&auml;nderung, um als Bundesregierung wirksam dort helfen zu k&ouml;nnen, wo die Wohnungsnot am gr&ouml;&szlig;ten ist&rdquo;, sagte Hendricks den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Nur dann k&ouml;nnte sich der Bund dauerhaft st&auml;rker beim Wohnungsbau engagieren. Seit der F&ouml;deralismusreform sei der Wohnungsbau L&auml;ndersache, bemerkte Hendricks. &ldquo;Aber der Bedarf ist so riesig, dass die L&auml;nder das auf Dauer nicht alleine stemmen k&ouml;nnen&rdquo;, f&uuml;gte sie hinzu. Nach jetziger Regelung darf der Bund die L&auml;nder im sozialen Wohnungsbau nur noch bis zum Jahr 2019 finanziell unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-08\/hendricks-sozialer-wohnungsbau-grundgesetzaenderung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die F&ouml;deralismusreform von 2006, ein Ergebnis der jahrelangen neoliberalen &ldquo;Reform&rdquo;-Diskussion, sollte ja durch die Neuverteilung der Finanzen und der Zust&auml;ndigkeiten den Wettbewerb zwischen den L&auml;ndern anheizen nach dem Motto, &ldquo;was bekomme ich f&uuml;r meine Steuern?&rdquo; Die ganze Idee ist in einem zusammenh&auml;ngenden Bundesstaat schon an sich v&ouml;llig irre und war angesichts der Finanzierungsprobleme der Bundesl&auml;nder von Anfang an kritisiert worden. Hier eines der vielen Beispiele, welche negativen Ergebnisse diese &ldquo;Reform&rdquo; f&uuml;r die B&uuml;rger gebracht hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Im Schnitt kein Wohnproblem<\/strong><br>\nIm Umgang mit Zahlen ist das IW un&uuml;bertroffen. Nun hat das Institut nachgewiesen, dass mit den Mieten alles zum besten steht. Die Politik soll sich raushalten. Berlin vor der Wahl kennt erstaunlich wenige Themen. &raquo;Rauf mit den L&ouml;hnen, runter mit den Mieten&laquo;, hei&szlig;t es etwa auf Plakaten der Deutschen Kommunistischen Partei. Derselbe Spruch, wenn auch mit umgedrehter Teilsatzreihenfolge, prangt auch auf Schildern von Die Linke. Zudem wirbt die Partei mit der &raquo;Mietrebellin Oma Anni&laquo;. Die ist bekennende SPD-W&auml;hlerin, worauf wiederum die &ouml;rtlichen Sozialdemokraten gen&uuml;sslich hinweisen. Wer derzeit durch die Hauptstadt schlendert, dem springt die Mietenfrage also ins Gesicht. Und das schlimmste daran ist: Die Aufregung ist ganz umsonst, denn &raquo;auch in den St&auml;dten mit den gr&ouml;&szlig;ten Mietsteigerungen sind keine erheblichen Verwerfungen in den Wohnkostenrelationen zu erkennen&laquo;. Das Wohnen bleibt also leistbar. Sch&ouml;n. Zu diesem &uuml;berraschenden Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln. In einem am Montag ver&ouml;ffentlichten Kurzbericht &raquo;Mieten und Einkommen gehen meist Hand in Hand&laquo; ist zwar von teils drastischen Mieterh&ouml;hungen seit 2010 die Rede. Die L&ouml;hne seien aber ebenfalls gestiegen, die meisten Haushalte k&ouml;nnten sich in der Folge heute mehr Wohnraum leisten als vor sechs Jahren. Zudem verlaufe die Entwicklung regional sehr unterschiedlich. Deshalb solle die Politik &raquo;nicht fl&auml;chendeckend in Aktion treten&laquo; &ndash; will hei&szlig;en: den Wohnungsmarkt strengeren Gesetzen unterwerfen &ndash;, so das IW. Die Mietentwicklung in den Gro&szlig;st&auml;dten sei &raquo;rasant&laquo;, hei&szlig;t es im Kurzbericht. Zwischen 2010 und 2016 seien die Mieten in einigen Metropolen sehr stark gestiegen. &raquo;Angef&uuml;hrt wird die Liste von Berlin mit 26 Prozent, gefolgt von W&uuml;rzburg und Offenbach mit jeweils 22 Prozent.&laquo; &Auml;hnlich verhielte es sich in den zentrumsnahen Teilen von Hamburg, M&uuml;nchen und K&ouml;ln. Jedoch sei von den besonders hohen Mehrkosten nur ein Teil der Bev&ouml;lkerung betroffen, da die Mieten &raquo;in weiten Teilen der Republik&laquo; kaum zugelegt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-16\/021.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf dieses Lobby-Institut k&ouml;nnen sich die hiesigen Unternehmer und ihre Lobbyverb&auml;nde verlassen. Die NachDenkSeiten haben die Behauptungen dieses &ldquo;Instituts&rdquo; stets kritisch begleitet &ndash; dazu drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17287\">Gerechtigkeit &ndash; Das &bdquo;Institut der deutschen Wirtschaft&ldquo; m&uuml;sste in den Medien jegliche Glaubw&uuml;rdigkeit verloren haben<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3985\">Institut der deutschen Wirtschaft: Soziale Umverteilung von oben nach unten?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1504\">Das arbeitgebernahe &bdquo;Institut der Deutschen Wirtschaft&ldquo; (IW) betreibt mit einer neuen Arbeitskostenstatistik ziemlich plumpe Arbeitgeberpropaganda<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die blo&szlig;e Erkenntnis, dass es in der Fl&auml;che kein ernstes Problem mit zu teurem oder zu knappen Wohnraum gibt, ist ebenso richtig wie profan. Doch was nutzt es jemanden, der in Berlin, M&uuml;nchen oder Hamburg lebt und arbeitet, wenn es in der Eifel, im Harz oder in der S&auml;chsischen Schweiz gen&uuml;gend preiswerte Wohnungen gibt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundeswehr im Inneren: Wir f&uuml;hren eine alberne Debatte<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Koalition streitet um einen Einsatz der Armee im Inneren bei Terrorgefahren. Mit ziemlich albernen Argumenten &ndash; aus f&uuml;nf Gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-08\/bundeswehr-im-inneren-einsatz-spd-5vor8\">Theo Sommer bei Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leider keine Albernheit ist der geballte Irrsinn des Transatlantikers Sommer, der zwar die Bundespropagandaministerin von der Leyen ohne Argumente exkulpiert (&ldquo;Eine Albernheit ist es auch, Ursula von der Leyen blo&szlig; Karrieregeilheit zu unterstellen&rdquo;), aber exakt keinen einzigen Grund daf&uuml;r nennen kann, warum die Bundeswehr im Inneren auch nur *brauchbar* und nicht sch&auml;dlich w&auml;re. Das einzige korrekte Beispiel, der damals verfassungswidrige Einsatz der Bundeswehr bei der Hamburger Sturmflut von 1962, ist doch von allen schon lange als richtige Ma&szlig;nahme akzeptiert und seitdem auch per Grundgesetz explizit erlaubt. Interessant auch, da&szlig; zwar das Wirken des Unholds Gustav Noske 1918\/1919 debattiert wird, aber nicht der Beitrag der Reichswehr zum Ende der Weimarer Republik und ihre Rolle im Dritten Reich (1930 bis 1945 ist wahrscheinlich zu lange her). Es gibt weder Neues zu regeln noch irgendeinen Bedarf f&uuml;r Bundeswehrsoldaten im Innern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge in Italien: Am Limit<\/strong><br>\nZwar sind seit fast einem Jahr Kriegsschiffe der EU im Einsatz, um Schlepper zu &uuml;berf&uuml;hren &ndash; trotzdem ist die Zahl der Fl&uuml;chtlinge, die in Europa ankommen, nicht kleiner geworden. Die Lager in Italien sind restlos &uuml;berf&uuml;llt. Viele Fl&uuml;chtlinge wollen weiter in andere L&auml;nder, aber d&uuml;rfen es nicht. Dazu kommt der Protest der Einheimischen. Achike Onyesue kam vor einem halben Jahr auf einem Boot nach Sizilien und wartet seither in Palermo auf den Asylbescheid. Jeden Tag sieht er Neuank&ouml;mmlinge in seiner Behelfsunterkunft, andere dagegen verschwinden &uuml;ber Nacht. &ldquo;Das sind jene, die es in dem Lager nicht mehr aushalten und auch nicht auf der Stra&szlig;e enden wollen. Sie fliehen weiter, nach Frankreich oder Deutschland, wo sie Angeh&ouml;rige haben. Das ist ihr Ziel.&rdquo; Doch das ist immer schwerer zu erreichen. Die Grenzen in Norditalien werden genauer kontrolliert. Grenzsch&uuml;tzer in &Ouml;sterreich, Frankreich und der Schweiz fangen viele der Fl&uuml;chtlinge ab und schicken sie t&auml;glich zu Hunderten nach Italien zur&uuml;ck, so wie es die Dublin-Regeln vorschreiben. (&hellip;) Seit Jahresbeginn sind etwa 100.000 Migranten, viele von ihnen Fl&uuml;chtlinge aus afrikanischen Krisengebieten, in Sizilien an Land gegangen. Etwa so viele wie im Vorjahr. Doch w&auml;hrend 2015 ein gro&szlig;er Teil in andere europ&auml;ische L&auml;nder weiterzog, muss sich Italien seit der l&uuml;ckenlosen Registrierung in den Hotspots und der systematischen Zur&uuml;ckweisung aus den Nachbarl&auml;ndern nun praktisch alleine um die neu ankommenden Migranten k&uuml;mmern. Die bestehenden Lager in S&uuml;ditalien und speziell in Sizilien sind bereits voll. Im Norden weigern sich viele Gemeinden, die Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen. Deshalb wird die Zahl derer, die aus Italien weiter ziehen wollen, wohl steigen, meint Achike Onyesue in Palermo. Was oft auch Sinn ergebe, sagt er: &ldquo;Hier f&uuml;hlt man sich bei der Ankunft erst mal wie ein kleines Kind. Man muss die Sprache lernen und die fremde Kultur. Und das f&auml;llt umso schwerer, wenn jemand Angeh&ouml;rige in Europa hat, zu denen er aber nicht weiterreisen darf. Wie viel einfacher w&auml;re der Neuanfang, wenn man bei der eigenen Familie sein k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-in-italien-am-limit.795.de.html?dram:article_id=363203\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Generation Y: Sie erf&uuml;llen die Erwartungen einfach nicht<\/strong><br>\nLange konnte sich die US-Wirtschaft auf den Nachwuchs verlassen. Die Millennials aber machen den Konzernen das Leben schwer: Warum nur wollen sie kein Haus und kein Auto? [&hellip;] Skeptiker des Wandels tun die derzeitige Entwicklung dagegen als Folge der prek&auml;ren wirtschaftlichen Lage vieler junger Amerikaner ab. Hohe Schulden aus der Ausbildung, ein unsicherer Job-Markt und unstete Lebensl&auml;ufe sorgten schlicht daf&uuml;r, dass die Millennials gro&szlig;e Anschaffungen in die Zukunft verschieben und l&auml;nger bei ihren Eltern wohnen. Auch die New York Times warf der Regierung vor wenigen Tagen vor, zu wenig Anreize und Hilfestellungen zu schaffen. Die Autobranche hofft, dass fallende Benzinpreise und bessere Jobs die Trendwende einleiten k&ouml;nnten und verweisen auf zuletzt steigende Verkaufszahlen. Analyst Wong ist skeptisch. Die Entwicklung sei nur zum Teil auf die &ouml;konomische Realit&auml;t zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. &ldquo;Wir erleben eine Generation mit ganz anderen Erwartungen&rdquo;, sagt der &Ouml;konom. Was das hei&szlig;e, werde sich erst in ein paar Jahren wirklich zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-08\/generation-y-millennials-usa-wirtschaft-konsum\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was beim Au&szlig;enhandels&uuml;berschu&szlig;weltmeister Deutschland grunds&auml;tzlich als &uuml;berfl&uuml;ssiger Schnickschnack abgetan wird, n&auml;mlich die Bedeutung und die Entwicklung des Binnnenmarkts (gegen&uuml;ber dem Export), wird in den USA offenbar sehr viel ernster genommen. Die Erkl&auml;rungen hier m&auml;andern aber um kulturelle Unterschiede und neue Werte &ndash; das ist alles sicher nicht ganz falsch, aber im Gegensatz zu New York oder Silicon Valley ist man bspw. im Mittleren Westen und &uuml;berhaupt im allergr&ouml;&szlig;ten Teil der USA, kulturelle Einstellung hin oder her, bei nicht-existierendem &ouml;ffentlichen Nahverkehr auf ein Auto angewiesen. Insofern wird das mit der &ldquo;prek&auml;ren wirtschaftlichen Lage vieler junger Amerikaner&rdquo; oft der entscheidendere Grund sein, hier aber gleich wegdiskutiert. Sonst k&ouml;nnten die Deutschen, die den Artikel lesen, auf die dumme Idee kommen, da&szlig; die Umverteilung von unten nach oben krasse Ausma&szlig;e angenommen hat und umgedreht werden m&uuml;&szlig;te und da&szlig; es den jungen Menschen von heute mitten im tollsten Jobwunder seit Menschengedenken &uuml;berhaupt nicht gut geht, sowohl in den USA als auch in Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ecuador: US-Gericht spricht &Ouml;lkonzern Chevron von Zahlung f&uuml;r Umweltverschmutzung frei<\/strong><br>\nEin US-Berufungsgericht hat unl&auml;ngst ein Urteil zugunsten des &Ouml;lkonzerns Chevron im Streit mit dem Staat Ecuador gef&auml;llt. Damit muss das Unternehmen vorerst nicht f&uuml;r die massive Verschmutzung in Ecuadors Regenwald aufkommen. (&hellip;) 2013 hatte das Oberste Gericht des s&uuml;damerikanischen Landes den &Ouml;lmulti zu einer Zahlung von 9,5 Milliarden US-Dollar verurteilt. Hintergrund ist die Verschmutzung von 450.000 Hektar Fl&auml;che im ecuadorianischen Amazonasgebiet, die das &Ouml;lf&ouml;rderunternehmen Texaco zwischen 1976 und 1992 zu verantworten hatte. Texaco wurde im Jahr 2001 von Chevron &uuml;bernommen. Die Sch&auml;den im Regenwald sind auch &uuml;ber zwei Jahrzehnte nach dem R&uuml;ckzug des Unternehmens aus Ecuador betr&auml;chtlich. 60 Milliarden Liter giftiges Wasser wurden in Fl&uuml;sse abgeleitet, Hunderte mit Roh&ouml;l verseuchte offene Abfallgruben zur&uuml;ckgelassen. Aufgrund einer Sammelklage von Betroffenen entschied das Oberste Gericht Ecuadors, Chevron m&uuml;sse f&uuml;r die Beseitung der Sch&auml;den aufkommen und Schadenersatz zahlen. (&hellip;) Das jetzige Urteil des Berufungsgerichts in Manhattan bedeutet, dass das ecuadorianische Urteil in den USA nicht vollzogen werden kann. Damit sch&uuml;tzen die Richter Chevron vor einem allf&auml;lligen Zugriff auf seine Verm&ouml;genswerte. Da der Konzern nicht mehr in Ecuador operiert, haben die Anw&auml;lte der Gesch&auml;digten bereits mehrfach versucht, in anderen L&auml;ndern die Konfiszierung von Chevron-Verm&ouml;genswerten zu erreichen. Ecuadors Pr&auml;sident Rafael Correa geht derweil hart mit dem US-Konzern ins Gericht. Chevron sei &ldquo;eine korrupte Firma&rdquo; und habe in Ecuador Verbrechen begangen, sagte er vor einigen Tagen gegen&uuml;ber dem lateinamerikanischen Fernsehsender Telesur.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/08\/157823\/us-gericht-chevron-ecuador\">amerika21.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ecuador zu Millionenzahlung an Chevron verurteilt<\/strong><br>\nEcuadors Staatspr&auml;sident Rafael Correa hat bei einem internationalen Pressegespr&auml;ch das Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA gegen Ecuador kritisiert. Dieses hatte am 6. Juni eine Berufung des Landes zugunsten des US-amerikanischen Erd&ouml;lunternehmens Chevron zur&uuml;ckgewiesen. Der Konzern hatte das s&uuml;damerikanische Land auf eine Zahlung von 96 Millionen Dollar plus Zinsen wegen Versto&szlig;es gegen das bestehende Investitionsschutzabkommen verklagt und Recht bekommen. Ecuador hatte in dem Rechtstreit bereits vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag und dem Berufungsgericht in Columbia, USA verloren. Die Regierung in Quito verteidigte sich stets mit dem Argument,  dass zum Zeitpunkt der angeblichen Vertragsverletzung das bilaterale Abkommen noch gar nicht in Kraft gewesen sei. Correa kritisierte die Investitionsschutzvertr&auml;ge, da sie den L&auml;ndern gro&szlig;en Schaden zuf&uuml;gten. &ldquo;Jedes transnationale Unternehmen kann uns vor den einseitigen Gerichten verklagen, ohne nationale Gerichte vorher einzubeziehen. Das bedeutet, dass das Kapital mehr Rechte als die Menschen hat&rdquo;, so Correa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/06\/154057\/chevron-urteil-ecuador\">amerika21.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.H.:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r m&ouml;gliche Folgen von TTIP oder CETA: Internationale Gro&szlig;konzerne m&uuml;ssen sich offenbar nicht an Recht und Gesetze halten und k&ouml;nnen unbestraft die Umwelt und Menschen nach belieben ausbeuten. Tats&auml;chlich scheinen Gesetze und Vertr&auml;ge nur zu gelten dann, wenn sie f&uuml;r den Konzern g&uuml;nstig sind. Der internationale US-Gro&szlig;konzern Texaco begeht immense Umweltverschmutzungen In Ecuador, deren Beseitigungsosten auf etwa 10 bis 20 Milliarden USD gesch&auml;tzt werden. Dieser Konzern fusioniert danach mit mit dem US-&Ouml;lriesen Chevron. Chevron wird entsprechend verurteilt, erkennt das Urteil jedoch nicht an und weigert sich &uuml;ber Jahre die Strafe zu bezahlen. Schlie&szlig;lich erwirkt er dank eines bilateralen Abkommens vor einem Schiedsgericht eine Kompensationszahlung von &uuml;ber 96 Million Dollar wegen entgangener Gewinne von dem ausgebeuteten Land. Kurz darauf spricht ein heimisches US-Berufungsgericht den Konzern von jeglicher Schuld frei. Ende der Geschichte. Ecuador, ein Land das in den letzten Jahren stark in den sozialen Bereich investiert hat, fehlen nur nun viele Milliarden USD im Haushalt, w&auml;hrend es selbst f&uuml;r die Beseitigung der Umweltsch&auml;den aufkommen muss.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Griechische Reparationsforderungen: &ldquo;Wir werden bis zum Schluss k&auml;mpfen&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenlands Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras hat seine Forderung nach deutschen Reparationszahlungen an einem symboltr&auml;chtigen Ort erneuert. &ldquo;Wir werden bis zum Schluss daf&uuml;r k&auml;mpfen, auf diplomatischem und, wenn notwendig, auch auf rechtlichem Weg&rdquo;, sagte er bei einer Gedenkfeier im Ort Komeno in Westgriechenland.In Komeno hatte die deutsche Wehrmacht am 16. August 1943 mehr als 300 Einwohner ermordet. Tsipras ist der erste griechische Ministerpr&auml;sident, der das Dorf besucht. Zwischen Berlin und Athen herrscht Streit &uuml;ber das Thema Reparationen. Griechenland fordert, die Bundesregierung m&uuml;sse endlich umfassend f&uuml;r NS-Verbrechen auf griechischem Boden aufkommen. Die Summe liegt je nach Berechnung zwischen 269 und 332 Milliarden Euro. Darin enthalten sind sowohl Entsch&auml;digungen f&uuml;r Kriegsverbrechen und -sch&auml;den als auch eine Zwangsanleihe, die Griechenland der Deutschen Reichsbank w&auml;hrend des Krieges gew&auml;hren musste. Die Bundesregierung vertritt dagegen den Standpunkt, die Reparationsfrage sei &ldquo;politisch und juristisch abgeschlossen&rdquo;. Berlin verweist auf Nachkriegsvereinbarungen, im Zuge derer Griechenland 115 Millionen D-Mark bekommen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/griechenland-fordert-von-deutschland-reparationen-fuer-zweiten-weltkrieg-a-1107953.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Trump, die beleidigende Leberwurst<\/strong><br>\n&ldquo;Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden&rdquo;, sagt der US-Republikaner. Er wird stilbildend f&uuml;r eine neue Form der Au&szlig;enpolitik: beleidigend im Ton, d&uuml;mmlich in der Sache. Kanzlerin Merkel musste schon f&uuml;r einige mehr oder weniger schmeichelhafte Vergleiche herhalten: Von Margaret Thatcher (die sich als vermeintliches Vorbild h&auml;lt) bis Adolf Hitler (dessen Barttracht die Kanzlerin in der Euro-Krise schm&uuml;ckte) ist da in elf Regierungsjahren ein nettes Gruselkabinett zusammengekommen. Nun also erweitert Donald Trump sein Beleidigungs-Repertoire um den Vergleich zwischen Kanzlerin und Hillary Clinton. Diesmal sieht die Rollenverteilung vor, dass Merkel das abschreckende Beispiel liefert, w&auml;hrend Clinton mit dem Bild von der naiven Einwanderungs-Mutti aus Deutschland besch&auml;digt werden soll. Wenn die Trump&rsquo;sche Dreckschleuder rotiert, dann nutzt keine Deckung mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-wahlkampf-trump-die-beleidigende-leberwurst-1.3122654\">Stefan Kornelius in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Auch der transatlantisch bestens vernetzte Stefan Kornelius schreibt gegen Trump. Die Kampagne der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; gegen Trump scheint doch im Interesse der US-Oligarchie zu sein, der eine Marionette Clinton allemal lieber ist als ein unberechenbarer Donald Trump. Ganz nebenbei best&auml;tigt Kornelius auch, wie wichtig Merkel f&uuml;r die herrschenden Eliten ist und welche zentrale Rolle die Fl&uuml;chtlingspolitik spielt. Man muss schwer mit sich ringen um nicht doch der These etwas abzugewinnen, Merkels Grenz&ouml;ffnung sei von au&szlig;en befohlen worden um Europa als globalen Machtfaktor zu paralysieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Anti-Terror-Kampf: Vorsicht, dieser Artikel k&ouml;nnte verbotene Informationen enthalten!<\/strong><br>\nWir sind bemerkenswert genau dar&uuml;ber unterrichtet, mit wem die Attent&auml;ter von W&uuml;rzburg und Ansbach vor ihrer Tat in Kontakt standen. Hat sich mal jemand gefragt, woher diese Informationen wohl kommen? Bevor der 17-J&auml;hrige Riaz Ahmadzai vor W&uuml;rzburg einen Regionalzug bestieg, um dem IS seine Ergebenheit zu zeigen, setzte er &uuml;ber sein Handy eine Nachricht ab. &ldquo;Ich werde heute in Deutschland mit einer Axt einen Anschlag begehen&rdquo;, schrieb er einem Bekannten mit saudi-arabischer Nummer.&rdquo;Bruder, w&auml;re es nicht besser, es mit einem Auto durchzuf&uuml;hren&rdquo;, schrieb der Bekannte zur&uuml;ck. &ldquo;So wird die ganze Welt erneut aufgew&uuml;hlt werden.&rdquo; Er k&ouml;nne leider nicht Auto fahren, antwortete Riaz. &ldquo;Du solltest es lernen&rdquo;, empfahl sein Kontakt, &ldquo;der Schaden w&auml;re auch erheblich gr&ouml;&szlig;er&rdquo;. Riaz blieb bei der Axt. (&hellip;) Eine Frage blieb dabei allerdings unbeantwortet: Woher wissen die Beh&ouml;rden das alles so genau? In den Zeitungen stand etwas von den Mobiltelefonen, die von der Polizei sichergestellt worden seien. Aber im Gegensatz zu den detaillierten Angaben &uuml;ber den verschl&uuml;sselten Chat-Verkehr der Attent&auml;ter blieben die Hinweise, wie die Verschl&uuml;sselung umgangen wurde, merkw&uuml;rdig vage. Ich habe jemanden gefragt, der sich mit solchen Dingen auskennt. Es sieht so aus, als ob die Informationen vom FBI stammen. Woher das FBI so genau im Bilde ist, was zwei in Deutschland lebende Fl&uuml;chtlinge mit Leuten zu besprechen haben, die &uuml;ber saudi-arabische Nummern verf&uuml;gen: Darauf erh&auml;lt man ein vielsagendes L&auml;cheln. Die Vermutung ist, dass hinter dem FBI die NSA steckt, jene Spionageeinrichtung, die bei uns als die Zentrale des B&ouml;sen gilt. Es w&auml;re nicht das erste Mal, dass die NSA aushilft. (&hellip;) Es gibt im Lebensmittelrecht eine Kennzeichnungspflicht. Ich bin normalerweise dagegen, die Leute mit immer neuen Vorschriften zu qu&auml;len. Aber in dem Fall scheint es mir ausnahmsweise sinnvoll, eine solche Informationspflicht einzuf&uuml;hren, und sei es nur zu Erziehungszwecken: Jedesmal, wenn uns die NSA geholfen hat, muss das entsprechend vermerkt werden. Dann k&ouml;nnen wir entscheiden, ob wir in Zukunft auf Hinweise aus den USA verzichten wollen, weil uns die Quelle nicht koscher erscheint. Oder ob wir angesichts der Terrorlage vielleicht doch ganz dankbar sind, wenn man bei der NSA auch &uuml;ber uns Deutsche eine sch&uuml;tzende Hand h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/geheimdienste-und-politik-wenn-cia-und-nsa-helfen-kolumne-a-1107705.html\">Jan Fleischhauer bei Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Der gro&szlig;e Bruder sch&uuml;tzt uns. Orwellsches Neusprech in Reinform. Ob Fleischhauer sich dieser Ironie bewu&szlig;t ist?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Spiegel-Autor Jan Fleischhauer unterstellt eine sch&uuml;tzende Hand, doch die Anschl&auml;ge fanden ja statt, wurden also gerade nicht verhindert. Schon die reine Logik stimmt hier also nicht. Davon abgesehen stellt er in seinem Beitrag eine berechtigte Frage: &bdquo;Woher wissen die Beh&ouml;rden das alles so genau?&ldquo; Bislang ist wenig aufgekl&auml;rt und nur <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/saudi-arabien-terrorismus-103.html\">via saudischer Botschaft in Berlin bekannt geworden<\/a>, dass der omin&ouml;se Kontaktmann sich wohl nicht in Saudi-Arabien befindet, sondern &bdquo;in einem vom IS kontrollierten Gebiet&ldquo;. Das vermittelt den Eindruck, eine Festnahme des Gesuchten sei nicht zu erwarten. Wenn dem so ist, dann hei&szlig;t das wohl auch, dass die &Ouml;ffentlichkeit sich ein weiteres Mal damit zufrieden geben soll, dass Terroranschl&auml;ge (die politisch instrumentalisiert werden) unaufgekl&auml;rt bleiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu Guter Letzt: Schlussakkord dem Drohnenmord<\/strong><br>\nDas AFRICOM in Stuttgart-M&ouml;hringen ist seit 2008 die Oberkommandozentrale der US-Streitkr&auml;fte f&uuml;r s&auml;mtliche Milit&auml;reins&auml;tze in Afrika. Dabei spielt es auch eine zentrale Rolle im Drohnenkrieg. Weltweit unterh&auml;lt die US-Armee sechs solcher Zentralen, in denen milit&auml;rische Eliten Kriegseins&auml;tze planen und koordinieren. Allein zwei davon sind in Stuttgart. Im AFRICOM werden Drohnenziele definiert, ermittelt und direkt an den US-Pr&auml;sidenten zur Unterschrift gegeben. Menschen, die auf einer solchen Todesliste stehen, werden dann gejagt und durch Drohnenangriffe ohne Anklage und Urteil gezielt get&ouml;tet. Die Bundesregierung ist f&uuml;r das v&ouml;lkerrechtswidrige T&ouml;ten von deutschem Boden aus mitverantwortlich. (&hellip;) Der Widerstand gegen bewaffnete Drohnen, Aufr&uuml;stung der Bundeswehr und weltweite Kriegseins&auml;tze zur Ausweitung von &ouml;konomischen und milit&auml;rischen Einflusssph&auml;ren ist noch klein &ndash; aber beharrlich. Am 29. August 2016 werden Orchester und Chor der <a href=\"http:\/\/www.lebenslaute.net\/\">Lebenslaute<\/a> mit einer Konzertblockade das AFRICOM dicht machen. Wir fordern: Schluss mit dem Drohnenkrieg! Keine Kampfdrohnen f&uuml;r die Bundeswehr! Schlie&szlig;ung des AFRICOM und aller Milit&auml;r-Kommandozentralen! Fluchtursachen bek&auml;mpfen! Keine Kriege von deutschem Boden aus! (&hellip;) Wir suchen S&auml;ngerInnen und Orchester-MusikerInnen, die bereit sind, ihren Part vor der Aktion zu Hause zu &uuml;ben, und sehr gerne auch Unterst&uuml;tzerInnen f&uuml;r die Logistik!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lebenslaute.net\/?page_id=3086\">Lebenslaute<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34641","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34641"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34644,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34641\/revisions\/34644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}