{"id":34679,"date":"2016-08-19T08:52:21","date_gmt":"2016-08-19T06:52:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679"},"modified":"2016-08-19T08:52:21","modified_gmt":"2016-08-19T06:52:21","slug":"hinweise-des-tages-2692","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h01\">Ertr&auml;ge der staatlichen Pensionsfonds brechen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h02\">Zynismus als Staatsr&auml;son<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h03\">Noch nicht kapiert? Deutschland geht es gut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h04\">Mittelschicht: &ldquo;Uns geht es deutlich besser&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h05\">Gleichberechtigung: AGG: Zehn Jahre und ein bisschen weiser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h06\">Tausche CETA gegen TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h07\">Ex-US-Handelsbeauftragter Zoellick: TTIP kommt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h08\">Im Dauerregen der Probleme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h09\">CCC-Stellungnahme: Staatstrojaner sind Hochrisiko-Schadsoftware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h10\">Der Pok&eacute;mon-Wahnsinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h11\">Reden, wir m&uuml;ssen reden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h12\">Die Scham des Scheiterns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h13\">Agrargift zerst&ouml;rt Tierged&auml;chtnis &ndash; Ursache f&uuml;r Sterben der Wildbienen gekl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h14\">Bundeswehreins&auml;tze im Inneren gef&auml;hrden die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h15\">In Ecuadors Botschaft: Schweden d&uuml;rfen Assange verh&ouml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h16\">Yemen Press Reader<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h17\">Trotz VW-Aff&auml;re: Hoene&szlig; will Winterkorn als Bayern-Aufsichtsrat behalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34679#h18\">Versuch eines Nachrufs auf Herbert Schui: Theoriegewaltiger Kapitalismuskritiker<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ertr&auml;ge der staatlichen Pensionsfonds brechen ein<\/strong><br>\nWegen der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt sind die Ertr&auml;ge der staatlichen Pensionsfonds in Deutschland drastisch abgest&uuml;rzt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der S&uuml;ddeutschen Zeitung bei den Finanzministerien der 16 Bundesl&auml;nder. Danach haben sich die Renditen der Fonds im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 teilweise auf unter zwei Prozent halbiert. 2016 hat sich der negative Trend fortgesetzt. In den Pensions- beziehungsweise Versorgungsfonds der L&auml;nder wird Geld zur&uuml;ckgelegt, das f&uuml;r die Auszahlung von Beamtenpensionen verwendet werden soll.<br>\nDie Bundesl&auml;nder sind verpflichtet, R&uuml;cklagen f&uuml;r die Altersversorgung ihrer Beamten zu bilden. Zus&auml;tzlich k&ouml;nnen sie mit Geld aus dem eigenen Landeshaushalt Versorgungsfonds gr&uuml;nden, was aber nur zum Teil geschieht. In Niedersachsen, Berlin, Saarland, Schleswig-Holstein oder Bremen gibt es zum Beispiel keine solchen Einrichtungen. Die L&auml;nder mit solchen Fonds legen das Geld in festverzinslichen Wertpapieren wie Staatsanleihen oder Pfandbriefen, teilweise auch in Immobilien- und Aktienfonds an. Die k&uuml;nftigen Pensionslasten lassen sich mit den R&uuml;cklagen aber nur zum Teil stemmen. Ein Gro&szlig;teil der Beamtenpensionen wird auch in Zukunft aus Steuermitteln finanziert werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/beamtenversorgung-ertraege-der-staatlichen-pensionsfonds-brechen-ein-1.3125003\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Kein Finanzmarktpoker mit der Altersvorsorge<\/strong><br>\n&bdquo;Man darf jetzt nicht gro&szlig;e Tr&auml;nen dar&uuml;ber weinen, dass Geld sich nicht mehr verwertet. Der Einbruch der Pensionskassen sollte vielmehr Anlass sein, die Altersvorsorge dem privaten Kapitalmarkt zu entrei&szlig;en&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, einen Bericht der S&uuml;ddeutschen Zeitung, dem zufolge die derzeitigen Niedrigzinsen die Ertr&auml;ge staatlicher Pensionsfonds abst&uuml;rzen lassen. Demnach sind die Renditen der Fonds 2015 teilweise auf unter zwei Prozent gesunken. 2016 habe sich der Negativtrend fortgesetzt. [&hellip;]<br>\nDie Rente muss als &ouml;ffentliches Umlagesystem organisiert sein. Das hat sich &uuml;ber Jahrzehnte bew&auml;hrt, das sollte f&uuml;r alle Erwerbst&auml;tigen gelten. Private Sondersysteme und Finanzmarktpoker sollten f&uuml;r die Altersvorsorge schlicht abgeschafft werden. Auch die geplante Reform der Betriebsrente &auml;ndert am Dilemma nichts. Der Flop der Riesterrente hat bewiesen, dass private Versorgungssystem zun&auml;chst dem Interesse des Finanzmarktes dienen, und die decken sich nicht mit den Interessen von Erwerbst&auml;tigen f&uuml;r ihre Altersvorsorge. Man darf den gleichen Fehler nicht zweimal machen, sondern muss die gesetzliche Rentenversicherung f&uuml;r alle &ouml;ffnen und &uuml;ber die Anhebung des Leistungsniveaus wieder wetterfest machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/kein-finanzmarktpoker-altersvorsorge\/\">Klaus Ernst (MdB, die Linke)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zynismus als Staatsr&auml;son<\/strong><br>\nAleppo: Die Freundin der Terror-Paten<br>\nZynismus wirft die Bundeskanzlerin der russischen Regierung vor. In den K&auml;mpfen um das syrische Aleppo seien die von Russland einger&auml;umten Feuerpausen zu kurz, &bdquo;um eine Versorgung der verzweifelten Menschen wirklich aufzubauen.&rdquo; Wer sitzt denn da im Glashaus und wirft mit Dynamitst&auml;ben? Das ist jene Dame, die noch als Oppositionsf&uuml;hrerin den m&ouml;rderischen US-Krieg gegen den Irak bef&uuml;rwortete, in dessen Ergebnis unter anderem der &bdquo;Islamische Staat&ldquo; den Nahen Osten terrorisiert. Das ist jene Dame, die auf dem Scho&szlig; islamistischer Staaten wie Katar und Saudi Arabien sitzt, die in Syrien den Krieg finanzieren und Hauptverantwortliche f&uuml;r das Leid der syrischen Bev&ouml;lkerung sind. Das ist jene Dame, die dem t&uuml;rkischen Terror-Paten Erdogan das H&auml;ndchen h&auml;lt, um ihr fatales Fl&uuml;chtlingsversprechen zu kaschieren. Das ist jene Frau, hinter deren harmlosem Hausfrauenl&auml;cheln der Zynismus zur deutschen Staatsr&auml;son geworden ist,<br>\nEine ganze Medienfront im teuren Dreiteiler wei&szlig; sich kaum zu lassen, vor lauter Friedens-Emp&ouml;rung gegen Russland: Die &bdquo;armen Menschen in Syrien&ldquo;, rufen deutsche Hundeseelen aus den sicheren Redaktionsr&auml;umen, der &bdquo;brutale Assad!&ldquo; st&ouml;hnen sie auf, um ein rituelles &bdquo;gr&auml;&szlig;licher Putin!&ldquo; hinterherzuschicken. Das ist jene korrupte Front, die den Krieg im Irak bis zu seinem bittern Ende als irgendwie notwendig charakterisierte und die bis heute die 50.000 Toten im Ergebnis des libyschen Krieges als Kollateralschaden ignoriert und in Syrien nur tapfere Oppositionelle, k&uuml;hne Rebellen und edle Aktivisten gegen das Assad-Regime erkennen will, w&auml;hrend an der Seite der syrischen Regierung im Spiegel deutscher Medien nur Gewohnheitsverbrecher unterwegs sind.<br>\nDie &bdquo;Oppositionellen&ldquo; rund um Aleppo und in anderen Gegenden Syriens hei&szlig;en Al-Nusra-Front, Jabhat Fatah al-Sham, oder Al&ndash;Kaida, sogenannte Dschihadisten, deren angeblicher Glaubenskampf im Rauben, Morden und brutaler Unterdr&uuml;ckung besteht. Ein Verbrechergesindel, dem man in deutschen Redaktionen das Blut abwischt, die hassverzerrten Z&uuml;ge &uuml;berschminkt und deren feige Finanziers nicht Drecksbande hei&szlig;en d&uuml;rfen sondern mit K&ouml;nig oder Emir betitelt werden. Ihre Komplizen hei&szlig;en mit b&uuml;rgerlichem Namen Mister President oder Frau Kanzler und stehen im Ruche der Wohlanst&auml;ndigkeit, w&auml;hrend ihr &bdquo;oppositionelles&ldquo; Fu&szlig;volk in Syrien den Gestank von Giftgas verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/zynismus-als-staatsraeson.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte schauen Sie sich dazu erneut das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31313#h02\">Kulturzeit-Gespr&auml;ch mit G&uuml;nter Meyer<\/a> von Februar 2016 an. Waffenstillstand war auch damals das Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Noch nicht kapiert? Deutschland geht es gut<\/strong><br>\nDas Jammern ist eine Meister&uuml;bung in Deutschland. Aber wir haben eigentlich keinen Grund: In kaum einem anderen Land dieser Welt geht es der Bev&ouml;lkerung im Durchschnitt so gut wie hierzulande.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article157744737\/Noch-nicht-kapiert-Deutschland-geht-es-gut.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Steht es wirklich so schlimm? Aus einer einzigen mehr als dubiosen Bertelsmann-Studie macht die WELT am selben Tag gleich *zwei* Artikel &uuml;ber die tolle Lage in Deutschland (der zweite Artikel, &ldquo;Warum es Deutschland so gut geht wie noch nie&rdquo;, ist <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157738115\/Warum-es-Deutschland-so-gut-geht-wie-noch-nie.html\">hier<\/a>. Wenn es die Deutschen im Durchschnitt wirklich so gut h&auml;tten, dann w&uuml;&szlig;ten sie das selbst, und man m&uuml;&szlig;te es ihnen nicht jeden Tag mehrfach einbl&auml;uen. Diese Flut von Propaganda-Artikeln &auml;hnelt immer fataler den hohlen SED-Parolen in der Endphase der DDR.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Studie: Soziale Ungleichheit in Industriestaaten nimmt zu<\/strong><br>\nPopulistische Str&ouml;mungen, die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise und schw&auml;chelnde Skandinavier: Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeichnet ein zum Teil d&uuml;steres Bild der Industrienationen weltweit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/studie-soziale-ungleichheit-in-industriestaaten-nimmt-zu\/a-19481516\">Deutsche Welle<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn das nicht wieder der Br&uuml;ller ist. &ldquo;Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeichnet ein zum Teil d&uuml;steres Bild der Industrienationen weltweit.&rdquo; Genau jener neoliberale Think Tank, der einer der Hauptantreiber bei der Durchsetzung der Agenda 2010 war, beklagt sich nun &uuml;ber die Folgen der Durchsetzung der neoliberalen Agenda.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mittelschicht: &ldquo;Uns geht es deutlich besser&rdquo;<\/strong><br>\nDie Angst vor dem sozialen Abstieg ist in Deutschland stark gesunken, sagt der Soziologe Holger Lengfeld. Den Erfolg von Pegida und AfD m&uuml;sse man anders erkl&auml;ren.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Lengfeld, Sie besch&auml;ftigen sich seit Jahren mit der Gef&uuml;hlslage der Deutschen. Wie geht es uns gerade?<br>\nHolger Lengfeld: Uns geht es deutlich besser. Die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz ist in der Mittelschicht geradezu dramatisch zur&uuml;ckgegangen. Im Jahr 2005 haben sich noch 64 Prozent in der Mitte davor gef&uuml;rchtet, ihren Job zu verlieren. 2014 waren es nur noch 41 Prozent. In den neuen Bundesl&auml;ndern war der R&uuml;ckgang noch st&auml;rker. Die Abstiegsangst ist insgesamt &uuml;ber alle Schichten hinweg deutlich zur&uuml;ckgegangen. Das zeigt die Langzeitanalyse, die wir in unserem Team mit meiner Mitarbeiterin Jessica Ordemann erarbeitet haben.<br>\nZEIT ONLINE: Sind 41 Prozent nicht trotzdem f&uuml;r ein relativ reiches Land wie Deutschland ein hoher Wert?<br>\nLengfeld: Da haben Sie recht. Verglichen mit anderen wohlhabenden L&auml;ndern sind diese Sorgen bei uns viel mehr verbreitet. Offenbar ist das Teil unserer deutschen Mentalit&auml;t, wir sehnen uns stark nach Sicherheit. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-08\/mittelschicht-deutschland-einkommen-abstieg-rechtspopulismus\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sch&ouml;n, da&szlig; wir mal wieder die gute alte &ldquo;Reform&rdquo;-Luft schnuppern d&uuml;rfen: Minijobs und befristete Arbeitsvertr&auml;ge sind Ergebnis der &ldquo;zunehmende[n] Globalisierung&rdquo; und des &ldquo;Wettbewerbsdruck[s] f&uuml;r die deutschen Firmen&rdquo;, nicht von intensiver Lobbyarbeit und einer korrupten Schr&ouml;der-Regierung. &ldquo;Aber die Welt geht ja nicht unter, wenn man nur einen befristeten Vertrag bekommt&rdquo;; &ldquo;die j&uuml;ngere Generation [&hellip;] musste lernen, mit dieser neuen Unsicherheit umzugehen&rdquo;. Das scheint funktioniert zu haben, denn wenn die Leute keine Angst mehr vor dem Abstieg haben, der nach allen statistischen Daten objektiv erfolgt ist (90 Prozent der Menschen geht es heute schlechter als im Jahr 2000, teilweise deutlich schlechter), dann haben die Menschen vielleicht deshalb keine Angst mehr vor dem Abstieg, weil sie gar nicht mehr absteigen k&ouml;nnen oder schon resigniert haben. &ldquo;Umverteilung&rdquo; und &ldquo;Gleichheit&rdquo; sind out, stattdessen bietet Lengfeld das INSM-Placebo &ldquo;Chancengerechtigkeit&rdquo; an &ndash; neoliberal durchkonditioniert bis zum Gehtnichtmehr.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gleichberechtigung: AGG: Zehn Jahre und ein bisschen weiser<\/strong><br>\nAls im Winter 2005 die rote-gr&uuml;ne Bundesregierung den Entwurf des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vorlegte, beschworen Arbeitgeberverb&auml;nde und Versicherungswirtschaft das Ende der Privatautonomie und den Beginn einer Klageflut vor den Gerichten. Zivilgesellschaftliche Organisationen wiederum kritisierten den Entwurf als zu schwach, um auf Diskriminierung rechtlich effektiv und wirksam reagieren zu k&ouml;nnen. Der DGB begr&uuml;&szlig;te, dass endlich &bdquo;Benachteiligungen wirksam bek&auml;mpft&ldquo; werden k&ouml;nnten und Arbeitgeber verpflichtet w&uuml;rden &bdquo;die erforderlichen Ma&szlig;nahmen zu ergreifen und im Betrieb darauf hinzuwirken, dass Benachteiligungen unterbleiben.&ldquo; Die Gewerkschaften kritisierten aber auch&sbquo; dass durch zahlreiche und weitergehende Ausnahmeregelungen (wegen beruflicher Anforderungen, Religion, Weltanschauung, Alter) der Rechtsschutz durchl&ouml;chert werde. Die schwarz-rote Bundesregierung der folgenden Legislaturperiode verabschiedete dann im August 2006 das Gesetz, das zum 18. August 2006 als politischer Kompromiss in Kraft trat.<br>\nZehn Jahre sp&auml;ter lassen sich sowohl Bef&uuml;rchtungen als auch Wirksamkeit des Gesetzes realistischer einsch&auml;tzen. &bdquo;Von einer Klageflut kann keine Rede sein&ldquo; fasst DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zusammen. &bdquo;Das Gesetz hat vielmehr gezeigt, dass auf gesetzlichem Wege Diskriminierung sanktioniert oder beseitigt werden kann. Die Rechtspraxis zeigt, wie Diskriminierung im Sinne des Gesetzes verstanden wird und bietet den Betroffenen die M&ouml;glichkeit, sich dagegen zu wehren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++98ab3b88-6514-11e6-b2b6-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tausche CETA gegen TTIP<\/strong><br>\nWenige Wochen vor ihrem Parteikonvent spitzt sich innerhalb der SPD das Thema Freihandel zu. Noch scheint Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel &uuml;berzeugt, dass er die Parteilinke in Sachen CETA auf Linie bringen kann. Unterst&uuml;tzt wurde er dabei am Mittwoch von seinem Parteikollegen Martin Schulz, der von einem &raquo;europ&auml;isch-kanadischen Fortschrittsprojekt&laquo; sprach. Nicht endg&uuml;ltig festlegen wollte sich sein Parteikollege Stephan Weil, dessen Stimme als Ministerpr&auml;sident von Niedersachsen f&uuml;r die Beratung im Bundesrat Gewicht hat. &raquo;CETA ist sicherlich wesentlich akzeptabler, als es TTIP gewesen w&auml;re. TTIP ist aus heutiger Sicht gescheitert&laquo;, erkl&auml;rte er am Mittwoch und gab damit eine m&ouml;gliche Kompromisslinie vor: CETA statt TTIP.<br>\nNun ist es einfach, etwas zu den Akten zu legen, das bereits im Papierkorb gelandet ist. Auch als 1998 unter Kanzler Kohl das Multilaterale Investitionsabkommen (MAI) am Widerstand aus Frankreich gescheitert war, holten es die Sozialdemokraten nicht wieder ans Licht. Das MAI hatte ebenso wie CETA und TTIP das Primat der Politik in Frage gestellt, hatte doch die Wirtschaft weitreichenden Investitionsschutz gefordert.<br>\nSollte TTIP tats&auml;chlich in den Schubladen verschwinden &ndash; die Sozialdemokraten w&auml;ren gut beraten, sich nicht auf das vermeintlich bessere Abkommen zur&uuml;ckzuziehen. Denn in Ziel und Wirkung unterscheiden sie sich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1022564.tausche-ceta-gegen-ttip.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33314\">Europa tappt in die TTIP-Falle<\/a>. Wollen Gabriel und Schulz in diese Falle hineintappen oder liegen Angebote aus Unternehmen oder Lobbyverb&auml;nden f&uuml;r einen Anschluss nach der politischen Karriere vor?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gabriel will durch die Wand<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Gabriel will unbedingt ein Ja der SPD zum Handelsabkommen Ceta &ndash; doch der Widerstand aus den eigenen Reihen wird immer st&auml;rker. Vorsichtshalber kommen die Delegierten rund 200 Kilometer entfernt von der Hauptstadt zusammen. Wenn der Parteikonvent der SPD am 19. September in Wolfsburg tagt, sind Journalisten nicht zugelassen. M&ouml;glichst unauff&auml;llig soll die Positionierung der Partei zum umstrittenen europ&auml;isch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta nach dem Willen der Verantwortlichen &uuml;ber die B&uuml;hne gehen. Doch daraus wird nichts werden. W&auml;hrend SPD-Chef Sigmar Gabriel vehement f&uuml;r Ceta wirbt, wird der Widerstand in den eigenen Reihen immer st&auml;rker. Der kleine Parteitag droht f&uuml;r den Wirtschaftsminister zum Showdown zu werden.<br>\n&bdquo;Wenn Gabriel mit dem Kopf durch die Wand will, wird die Wand st&auml;rker sein&ldquo;, formuliert es ein Mitglied der Parteispitze im Gespr&auml;ch mit der Frankfurter Rundschau ebenso offen wie schonungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/handelsabkommen-ceta-gabriel-will-durch-die-wand,1472596,34643724.html\">FR Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: CETA in der derzeitigen Form ablehnen<\/strong><br>\nDie SPD hat stets auf Verhandlungen gesetzt, ohne pauschal Ja oder Nein zu dem Vertrag zu sagen. Sozialdemokraten haben wichtige &Auml;nderungen erreicht. Allerdings konnten die grunds&auml;tzlichen Probleme nicht beseitigt werden &ndash; es wurden lediglich so genannte Klarstellungen eingezogen, die letztlich zu weiterer Rechtsunsicherheit f&uuml;hren und nicht die Qualit&auml;t erreichen, die f&uuml;r einen fairen Handel n&ouml;tig ist. In zentralen Bereichen wie Investitionsschutz, &ouml;ffentlicher Daseinsvorsorge und Verbraucherschutz sind die von der SPD gezogenen roten Linien klar &uuml;berschritten worden. Aus meiner Sicht kann kein sozialdemokratisches Mitglied eines Parlaments CETA in der vorliegenden Fassung zustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/matthias-miersch.de\/aktuell\/nachrichten\/2016\/487413.php?y=&amp;m=&amp;tid=&amp;page=1\">Matthias Miersch (MdB, SPD)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ex-US-Handelsbeauftragter Zoellick: TTIP kommt nicht<\/strong><br>\nRobert Zoellick, ehemaliger Pr&auml;sident der Weltbank und US-Handelsbeauftragter glaubt nicht an eine Einigung beim umstrittenen TTIP-Abkommen zwischen den USA und der EU. &bdquo;Das halte ich f&uuml;r sehr unwahrscheinlich&ldquo;, sagte Zoellick der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo;. Zoellick ist sogar f&uuml;r die Jahre danach skeptisch: &bdquo;Theoretisch reicht die Erm&auml;chtigung zum Aushandeln des Abkommens bis ins Jahr 2018. Aber ich f&uuml;rchte, dass Freihandelsgegner auch unter einer Pr&auml;sidentin Clinton viele Gr&uuml;nde gegen TTIP finden werden &ndash; einfach weil sie den Wettbewerb scheuen.&ldquo; Zoellick sprach sich stattdessen f&uuml;r ein Freihandelsabkommen zwischen Gro&szlig;britannien und den USA aus: &bdquo;So ein Abkommen m&uuml;sste sich ja gar nicht gegen den Rest der EU richten, sondern w&uuml;rde im Gegenteil sicherstellen, dass uns die Briten als internationaler Akteur erhalten bleiben&ldquo;, so Zoellick. &bdquo;Nat&uuml;rlich w&uuml;rde es lange dauern, das auszuhandeln, weil die Briten ja erst mal ihren Status nach dem Brexit kl&auml;ren m&uuml;ssen. Aber &uuml;berhaupt dar&uuml;ber nachzudenken, k&ouml;nnte auch endlich einen Schub f&uuml;r TTIP bedeuten -&ndash; weil die Europ&auml;er vielleicht begreifen, was ihnen bl&uuml;ht, wenn sie nicht in die G&auml;nge kommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/ausland\/ex-us-handelsbeauftragter-zoellick-ttip-kommt-nicht\/14024066.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Der Widerstand gegen TTIP ist auch in den USA gro&szlig;, und zwar quer durch alle Lager. Im US-Wahlkampf konnten sowohl Trump als auch Sanders mit ihrer Ablehnung einer Ausweitung des Freihandels so stark punkten, dass auch Kandidatin Clinton mittlerweile <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/freihandelsabkommen-ttip-skepsis-bei-us.766.de.html?dram:article_id=361128\">vorsichtig zur&uuml;ckrudert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im Dauerregen der Probleme<\/strong><br>\nBeim Gauck-Besuch in Chile wurde der Bundespr&auml;sident noch von einer strahlenden Pr&auml;sidentin empfangen. Wenige Wochen sp&auml;ter steht Bachelet das Wasser bis zum Hals. [&hellip;]<br>\nAuch beim zweiten Reformpaket sieht sich Bachelet wachsendem &ouml;ffentlichen Druck ausgesetzt, ohne dass sie &uuml;ber die politische Gestaltungskraft verf&uuml;gen w&uuml;rde, um das aus der Zeit der neoliberalen Wirtschaftspolitik unter Pinochet in den achtziger Jahren geerbte Rentensystem grundst&auml;ndig &uuml;berarbeiten zu k&ouml;nnen. Ende Juli demonstrierten in Chile insgesamt rund 750.000 Menschen f&uuml;r ein Ende des privaten Rentensystems. Unter dem Motto &bdquo;F&uuml;r eine w&uuml;rdige Rente&ldquo; hatten Gewerkschaften und Sozialverb&auml;nde zu den Protesten in mehr als vierzig St&auml;dten aufgerufen. Die Demonstranten forderten auch ein Ende der Privilegien f&uuml;r Milit&auml;rs und hohe Staatsangestellte, die mit teilweise sehr hohen Pensionen in den Ruhestand gehen. Chile ist eines der wenigen L&auml;nder weltweit, das sein Sozialversicherungssystem fast vollst&auml;ndig privatisiert hat. Arbeitnehmer m&uuml;ssen monatlich 13 Prozent ihres Lohns in einen privaten Rentenfonds zahlen, doch viele Rentner rutschen in die Altersarmut, weil das ausgezahlte Ruhestandsgeld oftmals unter dem Niveau des gesetzlichen Mindestlohns liegt. Die durchschnittliche Rente aus dem privaten Fonds f&uuml;r Arbeiter und Angestellte betr&auml;gt dagegen umgerechnet nur rund 437 Euro. Etwa eine Million Ruhest&auml;ndler erhalten nur eine Mindestrente von gerade einmal etwa 125 Euro monatlich. Bachelet strebt die Schaffung eines parallelen staatlichen Pensionssystems an, das auf dem Solidarprinzip beruht und f&uuml;r bed&uuml;rftige Senioren eine ausreichende Mindestrente garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/amerika\/warum-chiles-praesidentin-michelle-bachelet-in-krise-ist-14389605.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Spannend, in der FAZ zu lesen, da&szlig; das privatisierte Rentensystem in Chile eine Katastrophe ist, teuer und gleichzeitig armutsf&ouml;rdernd. Warum fordert die FAZ dann ohne Unterla&szlig; so ein System f&uuml;r Deutschland?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CCC-Stellungnahme: Staatstrojaner sind Hochrisiko-Schadsoftware<\/strong><br>\nAnders als die Justizministerkonferenz spricht sich der Chaos Computer Club gegen eine Ausweitung des Einsatzes von Staatstrojanern aus. Der CCC begr&uuml;ndet seine Ablehnung mit den entstehenden technischen Gefahren und unvermeidbaren Interessenkonflikten.<br>\nDer Chaos Computer Club hat heute auf Anfrage der Linksfraktion im Th&uuml;ringer Landtag eine Stellungnahme zum Staatstrojaner ver&ouml;ffentlicht. Der Club kommentiert darin die Forderung der Justizministerkonferenz vom Juni 2016, den Einsatz der Spionagesoftware auszuweiten.<br>\nDie Analyse des CCC bezieht sich auf die so genannte Quellen-TK&Uuml; (Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung), also einen staatlichen Trojaner zum Abh&ouml;ren von Kommunikation direkt auf dem Computer von Betroffenen. Das informationstechnische System wird daf&uuml;r infiltriert, um danach unbemerkt Kommunikationsinhalte an Ermittlungsbeh&ouml;rden auszuleiten. (&hellip;)<br>\nDer CCC argumentiert, dass die Kommunikations&uuml;berwachung mit Spionagesoftware eine Reihe sicherheitsrelevanter Risiken, aber auch beweistechnische und rechtliche Probleme erzeugt. Seit der CCC-Analyse des DigiTask-Trojaners zur &bdquo;Quellen-TK&Uuml;&ldquo; vor f&uuml;nf Jahren hat sich allerdings auch der kommerzielle Handel mit &Uuml;berwachungssoftware gewandelt. Der CCC verweist in seiner Stellungnahme daher auf die inh&auml;renten Interessenkonflikte des Staates, wenn er f&uuml;r die Trojanisierung Sicherheitsl&uuml;cken aufkauft oder nutzt:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/ccc-stellungnahme-staatstrojaner-sind-hochrisiko-schadsoftware\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Pok&eacute;mon-Wahnsinn<\/strong><br>\n&bdquo;Die Pok&eacute;mon-J&auml;ger verbindet &uuml;berhaupt keine Idee, die diesen Namen verdient. Sie sind Kinder des Konsumismus; Lemminge, die sich auf Kommando von der digitalen Klippe st&uuml;rzen; Hanswurste der Ger&auml;te, hinter denen sie herlaufen und in deren Anh&auml;ngsel sie sich verwandeln&ldquo;, meint Landbote-Autor G&ouml;tz Eisenberg. Mit Pok&eacute;mon-Go w&uuml;rden &bdquo;die &Uuml;berfl&uuml;ssigen bei Laune gehalten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/landbote.info\/absurder-alltag\/#more-4982\">G&ouml;tz Eisenberg auf Der neue Landbote<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Reden, wir m&uuml;ssen reden<\/strong><br>\n&Uuml;ber Depressionen m&uuml;ssen wir reden. Jetzt! Das fand der &raquo;Stern&laquo; nachdem bekannt wurde, dass der M&uuml;nchner Amokl&auml;ufer psychische Probleme hatte. So m&uuml;ssen wir das also? M&uuml;ssen wir wieder mal dar&uuml;ber reden, ja? Machen wir das dann so wie damals, als sich ein Nationaltorh&uuml;ter das Leben nahm, indem er sich vor einen fahrenden Zug stellte? Da wollten wir auch reden, ganz viel reden. Jede Zeitung trug ihr Scherflein dazu bei, dass diese kalte Republik sich endlich mal durch Reden therapiert von dem Vorurteil, dass Depressionen nur ein Ausdruck individueller Charakterschw&auml;che seien. Nein, wir sollten dar&uuml;ber reden, dass wir es hier mit einer Krankheit zu tun haben. Mit einer, die Leidensdruck verursacht. Einer, die einer physischen Sache ebenb&uuml;rtig ist. Und diese K&auml;lte, der Leistungs- und Erfolgsdruck sollte auf den Pr&uuml;fstand. Hierzu sollten wir &uuml;ber Depressionen reden m&uuml;ssen, hie&szlig; es auch damals. Nun ist es wieder mal so weit, wir sollten wieder mal dar&uuml;ber reden.<br>\nAlle sieben Jahre scheint das ein Thema zu werden. So lange ist es her, dass Robert Enke aus dem Leben schied. Zwischenzeitlich haben wir dar&uuml;ber wenig gesprochen. Selbst als ein Bundesliga-Schiedsrichter versuchte, sich aus dem Leben zu nehmen und sp&auml;ter als Motiv Depressionen angab, haben wir nicht mehr dar&uuml;ber gesprochen. Wir hatten keine Zeit dazu. Der Druck auf den M&auml;rkten hat seither nicht abgenommen und wir haben sogar akzeptiert, dass der Markt ein Recht dazu hat, uns unter Druck zu setzen. Die Arbeitswelt brennt die Arbeitnehmer aus, psychische Erkrankungen sind massiv angestiegen, nur wer leistet, bekommt gesellschaftliche Anerkennung. Psyche hin, Psyche her. Wir haben, wenn &uuml;berhaupt, so nur ganz kurz davon gesprochen &ndash; und es gleich wieder vergessen oder verdr&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/08\/reden-wir-mussen-reden.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Scham des Scheiterns<\/strong><br>\nAfghanen werden in Deutschland nur noch selten als Asylberechtigte anerkannt. Manche kehren in ihre Heimat zur&uuml;ck, bevor sie zur&uuml;ckgeschickt werden. Wenn sie dort ankommen, ist ein Neuanfang schwierig. Ihnen schl&auml;gt Misstrauen und Feindschaft entgegen. Ein Entwicklungshelfer erz&auml;hlt. Ein afghanischer Entwicklungshelfer f&uuml;r internationalen Hilfsorganisationen, 33 Jahre, Jurist mit Bachelor-Abschluss. Das ist mein Gespr&auml;chspartner. Nennen wir ihn Farhad, zu seinem Schutz. Er erz&auml;hlt: &ldquo;Zwei meiner guten Freunde sind j&uuml;ngst zur&uuml;ckgekehrt. Der eine aus Bielefeld, der andere aus einem Vorort von Stuttgart. (&hellip;) Beide waren die Fremde nicht gewohnt. Der eine ist aus Shindand, in der afghanischen Provinz. Der andere hatte in Afghanistan studiert, kannte nur den Iran. Beide waren fast ein Jahr in Deutschland, haben Deutsch gelernt. Aber sie merkten: Es wird sehr lange dauern, bis sie Fu&szlig; fassen. Kann ich jemals als Arzt hier arbeiten?, fragte sich der eine. Bis sie realisiert haben: lass uns zur&uuml;ckgehen. Beide sind erwachsene Singles. Sie haben Familie, Eltern und Geschwister vermisst. Auch deshalb sind sie zur&uuml;ck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-die-scham-des-scheiterns.886.de.html?dram:article_id=363355\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Agrargift zerst&ouml;rt Tierged&auml;chtnis &ndash; Ursache f&uuml;r Sterben der Wildbienen gekl&auml;rt<\/strong><br>\nLange Zeit waren die Ursachen f&uuml;r das weltweit verbreitete Bienensterben nicht gekl&auml;rt. Neueste Untersuchungen k&ouml;nnen nun den Grund benennen. Es ist derselbe, der auch die Schmetterlingspopulationen schrumpfen l&auml;sst.<br>\nPflanzenschutzmittel aus der Gruppe der Neonikotinoide k&ouml;nnen Studien zufolge nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen und Schmetterlinge gef&auml;hrden. Ihre Ergebnisse ver&ouml;ffentlichten zwei Forscherteams jetzt in Fachjournalen. Eine Studie des britischen Zentrums f&uuml;r &Ouml;kologie und Hydrologie (NERC) legt einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Neonikotinoiden und dem R&uuml;ckgang von Wildbienen-Populationen nahe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wissen\/Ursache-fuer-Sterben-der-Wildbienen-geklaert-article18429956.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundeswehreins&auml;tze im Inneren gef&auml;hrden die Demokratie<\/strong><br>\nNach den Gewalttaten von M&uuml;nchen, Ansbach und W&uuml;rzburg hat Ministerin von der Leyen angek&uuml;ndigt, gemeinsame Antiterror-&Uuml;bungen von Bundeswehr und Polizei noch in diesem Herbst abhalten zu wollen. Seit langem findet ein politischer Streit um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren statt. &Uuml;ber den Amtshilfe-Artikel 35 GG wurden bereits in der Vergangenheit die Eins&auml;tze der Bundeswehr im Inneren stets weiter ausgebaut, bis hin zu Eins&auml;tzen gegen Demonstrierende, etwa beim G-8-Gipfel in Heiligendamm.<br>\nBislang verbietet das Grundgesetz Bundeswehreins&auml;tze im Inneren bis auf wenige Ausnahmeregelungen strikt. Amtshilfe-Eins&auml;tze d&uuml;rften h&ouml;chstens mit polizeilichen Mitteln durchgef&uuml;hrt werden. Vor einer Grundgesetz&auml;nderung ist man bislang zur&uuml;ckgeschreckt, da die daf&uuml;r notwendigen Mehrheiten wohl nicht zustande kommen w&uuml;rden. Stattdessen beruft man sich jetzt auf einen rechtlich h&ouml;chst umstrittenen Plenar-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 3. Juli 2012 (2 PbvU 1\/11).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/804\">Grundrechtekomitee<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In Ecuadors Botschaft: Schweden d&uuml;rfen Assange verh&ouml;ren<\/strong><br>\nSchwedische Staatsanw&auml;lte d&uuml;rfen den WikiLeaks-Gr&uuml;nder Julian Assange nach langem Hin und Her in Ecuadors Botschaft in London zu einem Vergewaltigungsvorwurf befragen. Die ecuadorianischen Beh&ouml;rden h&auml;tten einem Verh&ouml;r zu dem Vorwurf aus dem Jahr 2010 zugestimmt, sagte eine Sprecherin der Anklage. Zwischen Ecuador und der schwedischen Staatsanwaltschaft werde ein Termin vereinbart werden, teilte das Au&szlig;enministerium in Quito mit.<br>\nSchon letztes Jahr schien es kurz so, als k&ouml;nnten die schwedischen Beh&ouml;rden Assange in der Botschaft Quitos in London vernehmen. Dazu kam es aber nicht, da Ecuador den Fragenkatalog der Schweden zur&uuml;ckgewiesen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/julian-assange-schweden-duerfen-wikileaks-gruender-verhoeren-a-1107141.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.W.:<\/strong> Das ehemalige investigative Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet, die Verz&ouml;gerungen der Befragung gehen auf das Konto von Assange und Ecuador, die schwedische Staatsanwaltschaft d&uuml;rfe ihn &ldquo;endlich&rdquo; dort verh&ouml;ren: Unglaublich. Wer das ganze verfolgt hat, wei&szlig;: Jahrelang hatte sich die schwedische StA geweigert! Hingegen <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/media\/2016\/aug\/11\/julian-assange-to-be-questioned-inside-embassy-as-ecuador-agrees-to-set-date\">der Guardian (UK)<\/a>: Danach lag es an der Schwedischen Staatsanwaltschaft, dass es so lange gedauert hat. Hier wird auch vollst&auml;ndig &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde (UNO-Beschlu&szlig;) berichtet, nicht aber im ehemaligen investigativen Nachrichtenmagazin aus Deutschland, das die Nachrichtenlage sogar ins Gegenteil verkehrt. Richtig &uuml;bel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Yemen Press Reader<\/strong><br>\nJemen: Die schlimmste humanit&auml;re Krise &ndash; Jemens neue Regierung &ndash; UN: saudis wieder auf Schwarze Liste? &ndash; &ldquo;Westliche Werte&rdquo; und Jemen &ndash; Amerikas journalistische Heuchler<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/dklose\">Dietrich Klose auf freitag.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dietrich Kloses Projekt &ldquo;Yemen Reader&rdquo; erscheint nun bereits in der 185. Ausgabe! Klose hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hinweise und Links &uuml;ber ein Thema zu sammeln, das in den deutschen Medien fast vollkommen ignoriert wird: der grausame Krieg im Jemen. Wenn Sie mehr &uuml;ber dieses Thema in Erfahrung bringen wollen, schauen Sie doch einfach mal vorbei. Die NachDenkSeiten ziehen den Hut vor dieser akribischen Zusammenstellung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Trotz VW-Aff&auml;re: Hoene&szlig; will Winterkorn als Bayern-Aufsichtsrat behalten<\/strong><br>\nEx-VW-Chef Martin Winterkorn bekommt R&uuml;ckendeckung von Uli Hoene&szlig;. Der k&uuml;nftige Bayern-M&uuml;nchen-Pr&auml;sident will den gefallenen Top-Manager im Aufsichtsrat behalten &ndash; und r&auml;t ihm, sich nicht zu verstecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/uli-hoeness-martin-winterkorn-bleibt-bayern-aufsichtsrat-a-1108341.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Nach Beckenbauer (Steuerfl&uuml;chtling), Rummenigge (Uhrenschmuggler), Hoene&szlig; (Steuerbetr&uuml;ger) jetzt der gescheiterte VW-Manager Martin Winterkorn: Beim FC Bayern w&auml;chst zusammen, was zusammengeh&ouml;rt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Versuch eines Nachrufs auf Herbert Schui: Theoriegewaltiger Kapitalismuskritiker<\/strong><br>\nAls die Nachricht vom Tod Herbert Schuis sich verbreitete, war die Betroffenheit gro&szlig;. Seine Mitstreiter, seine Freunde, aber auch diejenigen, die er in der Wirtschaftswissenschaft und Politik scharfzu&#776;ngig kritisiert hatte, wissen, ein gro&szlig;er O&#776;konom in der Tradition der kritischen Politischen O&#776;konomie steht fu&#776;r die dringend notwendige Aufkla&#776;rung nicht mehr zur Verfu&#776;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160819-herbert-schui-nachruf.pdf\">Rudolf Hickel, Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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