{"id":34691,"date":"2016-08-19T15:33:13","date_gmt":"2016-08-19T13:33:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691"},"modified":"2016-08-19T15:33:13","modified_gmt":"2016-08-19T13:33:13","slug":"hinweise-des-tages-ii-261","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h01\">Debatte &uuml;ber Eintrittsalter: Rente mit 69 &ndash; geht doch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h02\">&ldquo;Steinmeiers Geheimdiplomatie ist verantwortungslos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h03\">Fl&uuml;chtlinge: Wo sind sie denn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h04\">Berufsausbildung: Azubis h&auml;nderingend gesucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h05\">Pflegekr&auml;fte: Sklavinnen, die uns pflegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h06\">Pflegegrad statt Pflegestufe: Eigenanteil an Heimkosten steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h07\">Immobilien: Bauboom in Deutschland h&auml;lt an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h08\">Wie Wohnungseigent&uuml;mer ganz legal Mieten explodieren lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h09\">Funkst&ouml;rungen &ndash; wenn 4 Millionen Menschen t&auml;glich reisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h10\">Die Regelung der Reparationsfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h11\">Dunkel-&Ouml;sterreich h&auml;tte gerne pazifische Inseln f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h12\">Afghanistan: &ldquo;Sch&uuml;ler geraten zwischen die Fronten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h13\">&Auml;rzte ohne Grenzen geben Kliniken im Jemen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h14\">Brasilien wollte Uruguay im Streit um Venezuelas Vorsitz im Mercosur bestechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h15\">US-Wahl: Wird Jill f&uuml;r Hill zum Stolperstein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h16\">Programmbeschwerde gegen ARD-Tagesschau: Desinformation zur Lage in Aleppo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h17\">Die Hetze gegen Russland geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h18\">Der olympische Geist ist in der Flasche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34691#h19\">Das Letzte: Kostenlos nur f&uuml;r Gutverdiener: Postbank schr&auml;nkt Gratiskonten ein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber Eintrittsalter: Rente mit 69 &ndash; geht doch<\/strong><br>\n&ldquo;Eine bekloppte Idee&rdquo;, sagt Sigmar Gabriel. &Ouml;konomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll weiter steigen, so ihre Empfehlung. Wer hat recht?<br>\nBei der Rente verfolgt die Politik das Ziel, die Lasten des demografischen Wandels gerecht zwischen den Generationen aufzuteilen. Bis 2030 soll das Rentenniveau deshalb nicht unter 43 Prozent fallen. Zugleich werden aber auch Anstiege der Rentenbeitragss&auml;tze auf maximal 22 Prozent begrenzt, um die j&uuml;ngeren Generationen nicht zu stark zu belasten.<br>\nDie Prognosen der Bundesregierung enden im Jahr 2030. Der demografische Wandel nimmt dann aber erst so richtig Fahrt auf. Bis 2040 gehen die &ldquo;Babyboomer&rdquo; in Rente, die besonders gro&szlig;en Geburtsjahrg&auml;nge von Anfang der Sechzigerjahre. Nach Berechnungen des Prognos-Instituts drohen die Beitragss&auml;tze dann auf bis zu 26 Prozent zu steigen.<br>\nDas w&uuml;rde nicht nur die J&uuml;ngeren belasten, sondern auch den Arbeitsmarkt. Experten gehen davon aus, dass um einen Prozentpunkt h&ouml;here Rentenbeitr&auml;ge erfahrungsgem&auml;&szlig; 100.000 Jobs kosten. Axel B&ouml;rsch-Supan vom Max-Planck-Institut f&uuml;r Sozialrecht und Sozialpolitik in M&uuml;nchen h&auml;lt auch den kurzen Planungshorizont f&uuml;r einen Fehler: &ldquo;Die Amerikaner rechnen ihre Prognosen auf 75 Jahre in die Zukunft.&rdquo; In Deutschland dagegen sei die Zeitspanne in den vergangenen Jahren k&uuml;rzer geworden. Zufall? Nein, das reflektiere &ldquo;die Angst der Regierenden vor der Wahrheit&rdquo;, sagt B&ouml;rsch-Supan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rente-mit-69-geht-das-was-experten-sagen-a-1108197.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL ist in diesem Januar 69 Jahre alt geworden, und da kann man nur sagen: Rente mit 69 &ndash; geht doch. Irgendwann wird man starrsinnig und pr&auml;sentiert immer denselben neoliberalen M&uuml;ll (z. B. vom &ldquo;Jobfresser Sozialabgaben&rdquo; &ndash; mehr Nachfrage durch h&ouml;here L&ouml;hne ist offenbar unbekannt) und immer dieselben Versicherungslobbyisten mit Professorentitel, nur weil die INSM das will. Die Wahrheit aber, da&szlig; von niedrigeren Rentenbeitr&auml;gen nicht die J&uuml;ngeren profitieren, sondern ausschlie&szlig;lich die Arbeitgeberseite, und da&szlig; die L&ouml;hne und die Renten heute schon viel zu niedrig sind, die wird das alte Schlachtro&szlig; nie mehr lernen. Insofern sollte sich der SPIEGEL endlich zur Ruhe setzen, stimmt schon.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> Und wieder trommelt der Spiegel f&uuml;r eine &ldquo;Rentenreform&rdquo; &ndash; ganz wie in alten Zeiten. Und wieder wird dabei mit der Alterung der Gesellschaft argumentiert &ndash; &ldquo;.wie sollen die Jungen das alles nur schaffen&rdquo;. Und wieder werden dabei Experten mit einschl&auml;giger Vergangenheit wie INSM-Aktivist Axel B&ouml;rsch-Supan bem&uuml;ht. Und wieder wird dabei systematisch vergessen, die Effekte des Produktivit&auml;tswachstums in die Rechnung mit einzubeziehen &ndash; oder dass die demografischen Prognosen sich bisher jedesmal als falsch erwiesen haben (bei einer Verl&auml;ngerung des Prognosezeitraums d&uuml;rfte die Irrelevanz der Prognosen entsprechend noch zunehmen). Und dann hei&szlig;t es, die Erh&ouml;hung des Rentenbeitrages um 1% koste erfahrungsgem&auml;&szlig; 100.000 Stellen. Wo bitte sind die Belege? Und selbst wenn man eine solche Behauptung aufstellt, m&uuml;&szlig;te man dann nicht Entlastungseffekte bei den anderen Zweigen der Sozialversicherung gegenrechnen, etwa der Arbeitslosenversicherung? Ergo: es ist dieselbe Kampagne wie in den zweitausender Jahren, bei der es letztlich auch um dasselbe gehen d&uuml;rfte, wie damals: um eine faktische Rentenk&uuml;rzung und damit einen weiteren Deal f&uuml;r die Finanzindustrie und auch darum, den Anteil der Arbeitgeber an der Rentenversicherung unter gar keinen Umst&auml;nden steigen zu lassen, egal was passiert. Um das Wohl der betroffenen Menschen geht es jedenfalls nicht!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Grund f&uuml;r die aktuelle Diskussion d&uuml;rfte wohl eher darin liegen, die bereits durchgesetzte Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre abzusichern. Denn w&auml;hrend eine Debatte &uuml;ber die Rente mit 69 l&auml;uft, fallen die <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/nachrichten\/a-ltere-erwerbslose-werden-immer-weniger-vermittelt\/\">aktuellen Zahlen<\/a> zur Erwerbslosigkeit &auml;lterer Menschen durch das Raster der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit. Insofern hat Bundesbank-Chef Jens Weidmann mit seinem <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Themen\/2016\/2016_08_15_monatsbericht_august.html?startpageId=Startseite-DE&amp;startpageAreaId=Teaserbereich&amp;startpageLinkName=2016_08_15_monatsbericht_august+376844\">Vorsto&szlig; im Monatsbericht<\/a> seiner ehemaligen Chefin Merkel einen Gefallen getan.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Steinmeiers Geheimdiplomatie ist verantwortungslos&rdquo;<\/strong><br>\nEs w&auml;re nicht das erste Mal, dass von der Regierung oder der Verwaltung Informationen zu Kleinen Anfragen einer Oppositionspartei an die &Ouml;ffentlichkeit gegeben w&uuml;rden, sagte Dagdelen. Damit solle der Opposition die M&ouml;glichkeit zur ersten Reaktion genommen werden. Dagdelen kritisierte die Haltung des Ausw&auml;rtigen Amtes. Diese Informationen der deutschen &Ouml;ffentlichkeit und dem Bundestag vorenthalten zu wollen, sei skandal&ouml;s. Die &ldquo;Geheimdiplomatie&rdquo; des Au&szlig;enministers in Sachen Erdogan sei verantwortungslos, sagte Dagdelen. Schlie&szlig;lich sei auch die deutsche Bev&ouml;lkerung betroffen, wenn ein Nato-Partner und EU-Beitrittskandidat den Terror f&ouml;rdere.<br>\nDie Politikerin wehrte sich auch gegen Vorw&uuml;rfe, die Linken in Deutschland und auch sie selbst w&uuml;rden den Terror unterst&uuml;tzen, indem sie sich f&uuml;r die Interessen der verbotenen PKK einsetzten. Entspreche &Auml;u&szlig;erungen hatte der AKP-Politiker Mustafa Yeneroglu im Deutschlandfunk ge&auml;u&szlig;ert. Dagdelen sprach von einem B&uuml;ndel faustdicker L&uuml;gen des Abgeordneten. Es gebe eine klare Strategie der T&uuml;rkei, alle Kritiker und Oppositionellen in die Ecke des Terrorismus zu dr&auml;ngen. Jetzt w&uuml;rden offenbar auch Bundestagsabgebordete in diese Ecke gestellt, das sei typisch f&uuml;r das Erdogan-Regime.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streit-um-tuerkei-einschaetzung-steinmeiers.694.de.html?dram:article_id=363492\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge: Wo sind sie denn?<\/strong><br>\nDieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender des Automobilkonzerns Daimler, steht im September 2015 auf einer B&uuml;hne in Frankfurt am Main. Es ist mal wieder IAA, die gro&szlig;e Automesse, aber Zetsche spricht nicht &uuml;ber Autos, er spricht &uuml;ber Menschen. Jene, die damals zu Tausenden t&auml;glich &uuml;ber die Grenze kommen: Fl&uuml;chtlinge. Zetsche tr&auml;gt ein gl&auml;nzend graues Jackett, er hat die H&auml;nde gefaltet, er sagt, es k&ouml;nne schwer werden, so viele Menschen aufzunehmen. Dann sagt er einen Satz, der an ihm haften bleiben wird: &ldquo;Im besten Fall kann es auch eine Grundlage f&uuml;r das n&auml;chste deutsche Wirtschaftswunder werden &ndash; so wie die Millionen von Gastarbeitern in den f&uuml;nfziger und sechziger Jahren ganz wesentlich zum Aufschwung der Bundesrepublik beigetragen haben.&rdquo;<br>\nEs ist die Zeit, in der die Fl&uuml;chtlingsz&uuml;ge aus Ungarn nach Deutschland rollen. Die Aufnahmelager sind &uuml;berf&uuml;llt, in Turnhallen und notd&uuml;rftig aufgeschlagenen Zelten dr&auml;ngen sich die Menschen. Und Zetsche, der Chef des Dax-Konzerns Daimler, klingt, als habe er auf sie gewartet: &ldquo;Genau solche Menschen suchen wir bei Mercedes und &uuml;berall in unserem Land&rdquo;, sagt er. Andere stimmen mit ein: &ldquo;Die deutschen Unternehmen sind bereit, ihr M&ouml;glichstes zu tun&rdquo;, sagte Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer wenig sp&auml;ter in Berlin. Damals im Herbst ruft Dieter Zetsche dazu auf, die Fl&uuml;chtlinge nicht als Gefahr zu begreifen, sondern ihnen eine Chance zu geben. Es scheint damals, als wolle er, Dieter Zetsche selbst, dazu einen Beitrag leisten: &ldquo;Ich k&ouml;nnte mir vorstellen, dass wir in den Aufnahmezentren die Fl&uuml;chtlinge &uuml;ber M&ouml;glichkeiten und Voraussetzungen informieren, in Deutschland oder bei Daimler Arbeit zu finden.&rdquo;<br>\nUnd heute, ein knappes Jahr sp&auml;ter? Arbeiten bei Daimler gerade mal neun Fl&uuml;chtlinge. Auch in anderen Dax-Konzernen gibt es kaum Stellen f&uuml;r Menschen, die nach Deutschland geflohen sind. Gerade einmal 54 Fl&uuml;chtlinge z&auml;hlte die FAZ Anfang Juli in den Dax-Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/35\/fluechtling-arbeitsmarkt-buerokratie-unternehmen-versprechen\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Berufsausbildung: Azubis h&auml;nderingend gesucht<\/strong><br>\nWie gut ist die Aussicht junger Menschen auf dem Ausbildungsmarkt? Der Anteil an Betrieben, die ausbilden, wird geringer. Doch die verbliebenen Unternehmen reagieren und bieten mehr Pl&auml;tze an &ndash; und locken mit deutlich h&ouml;herer Verg&uuml;tung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen-erhoehen-verguetung-bei-auszubildenden-14391383.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J.A.:<\/strong> Wow, deutlich h&ouml;here Verg&uuml;tung, statt 485 jetzt 500 Euro im Monat. Das &uuml;bliche Gejammere vom Fachkr&auml;ftemangel, kombiniert mit dem Zugest&auml;ndnis, da&szlig; nur noch 20 Prozent der Betriebe &uuml;berhaupt ausbilden. Und 2\/3 der freien Ausbildungsstellen finden sich dann im B&auml;ckerei- und Fleischfachverkauf sowie in der Gastronomie, also in den Branchen, die denen die niedrigsten L&ouml;hne zwanglos mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen und l&auml;ngsten Arbeitszeiten kombiniert sind. Gesucht sind doch weniger Auszubildende als ganz ganz billige Arbeitskr&auml;fte. Da k&ouml;nnen die Betriebe gerne weiter mit den H&auml;nden ringen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pflegekr&auml;fte: Sklavinnen, die uns pflegen<\/strong><br>\nBeleidigt, geschlagen, keine Freizeit: Hunderttausende Osteurop&auml;erinnen versorgen in deutschen Haushalten Menschen. Das ist meist verboten, wird aber selten verfolgt.<br>\nRund um die Uhr, unterbezahlt und unversichert.&rdquo;Pflegesklavinnen&rdquo; nennen manche diese Menschen, oft aus Osteuropa, die teilweise weniger als 800 Euro im Monat verdienen &ndash; f&uuml;r einen Job, f&uuml;r den es eigentlich drei Pflegekr&auml;fte br&auml;uchte. Die Frauen, selten M&auml;nner, arbeiten als 24-Stunden-Kr&auml;fte, auch &ldquo;Live-Ins&rdquo; genannt, in Privathaushalten. Von dort aus versorgen sie Menschen Tag und Nacht, gehen einkaufen, kochen, geben Tabletten und sind Gespr&auml;chspartner. Und weil sie keine Rechte haben, werden sie oft mit F&uuml;&szlig;en getreten.<br>\nRassistische Beleidigungen, sexuelle &Uuml;bergriffe, Schl&auml;ge, ein Leben im Keller ohne Fenster oder zu wenig zu essen. Das passiert t&auml;glich. Wie viele Frauen derzeit in Deutschland in solchen Verh&auml;ltnissen leben, wei&szlig; niemand genau. Experten sch&auml;tzen, dass es zwischen 100.000 und 300.000 sind. Eine Studie f&uuml;r das polnische Arbeitsministerium geht davon aus, dass 94 Prozent dieser Frauen illegal in Deutschland arbeiten. [&hellip;]<br>\nZum einen ist das Lohngef&auml;lle zwischen Deutschland und den osteurop&auml;ischen Nachbarn sehr steil. Die Fahrtstrecken sind vergleichsweise kurz, die Anreize hoch. Dazu hat die Pflege im eigenen Zuhause in Deutschland eine besondere Bedeutung, die es so in anderen L&auml;ndern nicht gibt. [&hellip;]<br>\nIn anderen nordeurop&auml;ischen L&auml;ndern ist das anders. In Skandinavien, aber auch in Belgien, den Niederlanden oder Frankreich. &ldquo;Dort ist die station&auml;re Pflege auch finanziell viel besser ausgestattet&rdquo;, sagt Hagedorn. In Deutschland ist der Anteil am Bruttoinlandsprodukt, der f&uuml;r Pflege ausgegeben wird, zum Teil nur etwa halb so hoch wie in Nordeuropa.<br>\nDie Folge: Viele Menschen werden daheim betreut. Doch in der ambulanten Pflege bleibt oft nicht genug Zeit, denn abgerechnet wird in Minuten. Meist &uuml;bernehmen Frauen oder T&ouml;chter den Rest der Pflege. Die Belastung ist riesig. Das Pflegegeld, das Angeh&ouml;rige bekommen, liegt bis heute unter dem Existenzminimum. Und eine legale, ambulante Pflege, die eine Vollversorgung wie im Heim garantieren w&uuml;rde, w&auml;re f&uuml;r die meisten unbezahlbar. Oft scheinen 24-Stunden-Pfleger aus Osteuropa die einzige Alternative zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2016-08\/pflegekraefte-bundesregierung-osteuropa-illegal-hausangestellte\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In Deutschland ist halt die Umverteilung von unten nach oben heilig. Nat&uuml;rlich w&auml;ren bei einer anderen Verteilung auch eine Verdopplung der Ausgaben f&uuml;r die Pflege vorhanden, aber eben nicht im real existierenden deutschen Kapitalismus. Im &Uuml;brigen stehen die genannten L&auml;nder, Belgien, die Niederlande, Frankreich, die skandinavischen L&auml;nder, nicht im globalen Wettbewerb und k&ouml;nnen sich deshalb diesen ganzen Sozialismus von Menschenw&uuml;rde usw. leisten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pflegegrad statt Pflegestufe: Eigenanteil an Heimkosten steigt<\/strong><br>\nWer plant, demn&auml;chst in ein Pflegeheim zu ziehen, sollte sich beeilen, denn n&auml;chstes Jahr kann es teurer werden. Im Zuge der Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade sinken manche Zusch&uuml;sse, gleichzeitig steigt der Eigenanteil an den Heimkosten. Wer Hilfe beim Gang zur Toilette braucht, beim Waschen und beim An- und Ausziehen; wer also seinen Alltag teilweise nicht mehr selbstst&auml;ndig bew&auml;ltigen kann, wird heute in die Pflegestufe 1 gruppiert. Mehrere Hunderttausend Menschen mit solchen Einschr&auml;nkungen leben zurzeit zu Hause. Wer plant, demn&auml;chst in ein Pflegeheim zu ziehen, sollte das Vorhaben nicht auf die lange Bank schieben, r&auml;t Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. &ldquo;Wer heute beispielsweise zu Hause ist, die Pflegestufe 1 hat, der sollte &uuml;berlegen, ob er nicht schon in diesem Jahr in ein Pflegeheim geht. Dann erh&auml;lt er weiterhin die Leistung von fast 1.000 Euro durch die Pflegekasse, die er im Gegensatz dazu, wenn er die Entscheidung im n&auml;chsten Jahr trifft, nicht bekommen w&uuml;rde. Dann sind es nur 700 Euro.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflegegrad-statt-pflegestufe-eigenanteil-an-heimkosten.735.de.html?dram:article_id=363326\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immobilien: Bauboom in Deutschland h&auml;lt an<\/strong><br>\nIn den ersten sechs Monaten des Jahres haben die Beh&ouml;rden in Deutschland den Bau von 182.800 Wohnungen genehmigt. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts 30,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum &ndash; und der h&ouml;chste Stand seit 2000. Am st&auml;rksten stiegen die Genehmigungen f&uuml;r Wohnungen in Wohnheimen: Hier verzeichneten die Statistiker ein Plus von 174,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Zu dieser Kategorie z&auml;hlen auch Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte. Gro&szlig;e Zuw&auml;chse gab es auch bei Mehrfamilienh&auml;usern (plus 30,7 Prozent), Zweifamilienh&auml;usern (plus 18,3 Prozent) und Einfamilienh&auml;usern (plus 12 Prozent).<br>\nBeschleunigt wird der Bauboom von niedrigen Zinsen und der Unterbringung Hunderttausender Fl&uuml;chtlinge. Trotz der hohen Zahl der Baugenehmigungen bleibt der Bedarf an neuen Wohnungen jedoch sehr hoch: Bundesregierung und Immobilienwirtschaft sch&auml;tzen den j&auml;hrlichen Neubaubedarf auf 350.000 bis 400.000 pro Jahr. Im vergangenen Jahr wurde das Ziel mit 250.000 neuen Wohnungen verfehlt. Mieterbund und der GdW-Bundesverband der Wohnungsunternehmen fordern deshalb mehr &ouml;ffentliche Gelder f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau, attraktivere F&ouml;rderbedingungen und die &Uuml;berarbeitung gesetzlicher Vorgaben, die das Bauen einschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/immobilien-bauboom-in-deutschland-haelt-an-a-1108275.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In Deutschland boomt es ja immer irgendwo, bei aktuell knapp &uuml;ber 1 Prozent Wirtschaftswachstum, wenn auch die Bauaktivit&auml;t seit 20 Jahren nicht einmal mehr ausreicht, um nur den <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/ZahlenFakten\/Wirtschaftsbereiche\/Bauen\/Bautaetigkeit\/Bautaetigkeit.html\">Ersatzbedarf zu decken<\/a>. Oder weniger sarkastisch ausgedr&uuml;ckt: obwohl die Bev&ouml;lkerung um 1 Prozent gewachsen ist und die Hypothekenzinsen weit unter dem langj&auml;hrigen Durchschnitt liegen, obwohl die Nachfrage in den Gro&szlig;st&auml;dten st&auml;ndig w&auml;chst, wird viel zu wenig gebaut. Wo soll da ein Boom sein????<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Wohnungseigent&uuml;mer ganz legal Mieten explodieren lassen<\/strong><br>\nDie M&ouml;glichkeit, sich von einer unwirtschaftlichen energetischen Sanierung befreien zu lassen, hat der Gesetzgeber aber nur f&uuml;r den Eigent&uuml;mer vorgesehen. Mieter wie die Schumms m&uuml;ssen immer zahlen, auch wenn die W&auml;rmed&auml;mmung praktisch keine Ersparnis bringt. Das best&auml;tigt auch ein Urteil des Bundesgerichtshofs, wonach es keine gesetzliche Grundlage daf&uuml;r gibt, dass die Mieterh&ouml;hung von einer Heizkostenersparnis abh&auml;ngig ist. F&uuml;r den Architekten und Sachverst&auml;ndigen Konrad Fischer ist das ein unhaltbarer Zustand:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Es ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Skandale &uuml;berhaupt, dass man hier wirklich wirtschaftlichen und technischen Unsinn treibt und sich im gro&szlig;en Stil bei den betroffenen Mietern bedient.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Gesetzesgeber m&uuml;sste also die Rechte der Mieter st&auml;rken, sodass sie nur zahlen m&uuml;ssen, wenn sie auch entsprechend Heizkosten einsparen. Doch der aktuelle Referentenentwurf aus dem Bundesjustizministerium sieht diesen Schritt nicht vor: Die Modernisierungsumlage soll lediglich von elf auf acht Prozent abgesenkt werden, doch schon dieser Minischritt wird derzeit von der CDU abgelehnt. Ob die Modernisierung tats&auml;chlich zu Heizkosteneinsparungen f&uuml;hrt, bleibt weiter unerheblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/mietexplosion-durch-fragwuerdige-sanierung-100.html\">plusminus<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Funkst&ouml;rungen &ndash; wenn 4 Millionen Menschen t&auml;glich reisen<\/strong><br>\nSind Sie einer von den 8,5 Millionen Reisenden, die t&auml;glich mit der Deutschen Bahn AG reisen? Geh&ouml;ren Sie gar zu den knapp 4 Millionen Reisenden, die einen der ganz gro&szlig;en Bahnh&ouml;fe nutzen m&uuml;ssen, im Bahnjargon &bdquo;Kategorie 1-Bahnhof&ldquo; genannt?! Also Berlin-HBF, -Gesundbrunnen oder -Ostbahnhof, D&uuml;sseldorf, Duisburg oder Essen-HBF, Frankfurt-, Hamburg-, M&uuml;nchen- oder K&ouml;ln-HBF?! Dann sollten Sie die dort relevanten Notrufnummern von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz in Ihr Handy aufnehmen. Denn das Vertrauen darauf, dass die Bundespolizei im Bahnhof omnipr&auml;sent vertreten ist und im Bedarfsfall rasch Verst&auml;rkung rufen und Rettung alarmieren kann: Dieses Vertrauen ist durch die aktuellen Gegebenheiten nicht gedeckt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/funkstoerungen-wenn-4-millionen-menschen-taeglich-reisen-3577\">Cives<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.B.:<\/strong> W&auml;hrend Politik und Presse die Sicherheit in Deutschland durch ein Burka-Verbot erh&ouml;hen wollen, wird &uuml;ber tats&auml;chliche Sicherheitsl&uuml;cken geflissentlich hinweggesehen: 4 Millionen Reisende t&auml;glich nutzen die gro&szlig;en Bahnh&ouml;fe der Deutschen Bahn AG. Funkverkehr f&uuml;r die Polizisten in den Geb&auml;uden oder die Alarmierung von Rettungsdiensten ist eine Sache des Zufalls. [&hellip;]<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Regelung der Reparationsfrage<\/strong><br>\nDer griechische Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras stellt eine neue Initiative zur Erzwingung deutscher Reparations- und Entsch&auml;digungszahlungen an Griechenland in Aussicht. Wie Tsipras am Dienstag w&auml;hrend der Gedenkfeier f&uuml;r die Opfer eines Wehrmachts-Massakers in dem westgriechischen Dorf Kommeno ank&uuml;ndigte, wird Athen &ldquo;auf diplomatischer und falls n&ouml;tig auf gerichtlicher Ebene&rdquo; gegen Berlin vorgehen, sollte die Bundesregierung sich weiterhin weigern, in Reparationsverhandlungen einzutreten. Anfang September soll das griechische Parlament &uuml;ber einen k&uuml;rzlich fertiggestellten Bericht diskutieren, der die deutsche Reparationsschuld auf 269 Milliarden Euro beziffert. Behauptungen der Bundesregierung, die Reparationsfrage sei &ldquo;erledigt&rdquo;, treffen nicht zu: Tats&auml;chlich ist die Zahlung einer 1946 verbindlich anerkannten Reparationssumme mit dem Londoner Schuldenabkommen vom Februar 1953 zwar gestundet, aber nicht aufgehoben worden; nur ein Bruchteil von ihr wurde beglichen. Wie Horst Teltschik, ein ehemaliger Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl, best&auml;tigt, hat Bonn sich der Reparationspflicht zu entziehen versucht, indem es den Zwei-plus-Vier-Vertrag explizit nicht als &ldquo;Friedensvertrag&rdquo; einstufte. Man habe bef&uuml;rchtet, mit einem Friedensvertrag pl&ouml;tzlich &ldquo;Reparationsforderungen von &uuml;ber 50 Staaten auf dem Tisch&rdquo; zu haben, erkl&auml;rt Teltschik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59422\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dunkel-&Ouml;sterreich h&auml;tte gerne pazifische Inseln f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Konservative favorisieren eine australische L&ouml;sung der Asylpolitik<br>\nDie &raquo;pazifische L&ouml;sung&laquo; soll Europa wieder zu einer Insel der Seeligen werden lassen. Ohne Fl&uuml;chtlinge. So jedenfalls schwebt es den europ&auml;ischen Konservativen vor. Menschenrechtsbeauftragte, wo ist dein Einspruch?<br>\nSie w&auml;ren jetzt gerne eine Insel. Und das im Herzen Europas. Ausgerechnet &Ouml;sterreich, abgeschnitten von allen Weltmeeren, schm&uuml;ckt sich mit einem Au&szlig;enminister, der ein Asylmodell herbeisehnt, wie es sich die Kontinentalinsel Australien verwirklicht hat. &Ouml;sterreich ist zwar bei der Verteilung von Meer zu kurz gekommen, und Kurz hei&szlig;t dann auch jener Au&szlig;enminister, aber hier sieht man mal wieder, wie sehr die europ&auml;ische Idee von Zusammenhalt fruchtet: Selbst dieses Dunkel-&Ouml;sterreich, das Europa ablehnt, greift als Unionsmitglied gerne mal nach dem Meer der Nachbarn und verf&uuml;gt &uuml;ber dessen potenzielle Zukunft als Asylunterkunft mit breitem Wassergraben. Australien mache das ja auch so. Und sind die Australier nicht eigentlich coole Surfer und Crocodile Dundees? Die machen doch nichts Fieses &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1022584.dunkel-oesterreich-haette-gerne-pazifische-inseln-fuer-fluechtlinge.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Afghanistan: &ldquo;Sch&uuml;ler geraten zwischen die Fronten&rdquo;<\/strong><br>\nAn einen normalen Schulalltag ist f&uuml;r viele afghanische Kinder und Jugendliche nicht zu denken. Immer wieder werden Klassenr&auml;ume besetzt &ndash; von Taliban-K&auml;mpfern oder von Regierungstruppen. Oft kommt es zu Schie&szlig;ereien in den Geb&auml;uden, sagte der Direktor von Human Rights Watch in Deutschland, Wenzel Michalski, im DLF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/afghanistan-schueler-geraten-zwischen-die-fronten.680.de.html?dram:article_id=363345\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Auml;rzte ohne Grenzen geben Kliniken im Jemen auf<\/strong><br>\nIm Nordwesten des Jemen wurde am Mittwoch-Nachmittag ein von &Auml;rzte ohne Grenzen unterst&uuml;tztes Krankenhaus bei einem Luftangriff getroffen. Mindestens 11 Menschen starben, darunter ein Mitarbeiter von &Auml;rzte ohne Grenzen. Mindestens 19 Personen wurden verletzt. Das Krankenhaus in Abs (Hadscha), welches &Auml;rzte ohne Grenzen seit Juli 2015 unterst&uuml;tzt, wurde teilweise zerst&ouml;rt. Die verbliebenen Geb&auml;ude wurden evakuiert und Patienten und Mitarbeiter in Sicherheit gebracht. Wie in anderen F&auml;llen waren die GPS-Koordinaten des Krankenhauses wiederholt allen Konfliktparteien mitgeteilt worden, auch der von Saudi-Arabien gef&uuml;hrten Milit&auml;rallianz. Dies ist der vierte Angriff in weniger als 12 Monaten auf eine von &Auml;rzte ohne Grenzen im Jemen unterst&uuml;tzte Einrichtung.<br>\nTeresa Sancrist&oacute;val, Koordinatorin der Notfalleins&auml;tze im Jemen, sagte dazu: &ldquo;Wieder einmal erleben wir heute die tragischen Folgen der Bombardierung eines Krankenhauses. Wieder einmal wurde ein funktionierendes Krankenhaus voll mit Patienten und lokalen und internationalen Mitarbeitern von &Auml;rzte ohne Grenzen in einem Krieg bombardiert, der keinen Respekt vor medizinischen Einrichtungen oder Patienten zeigt.&rdquo;<br>\nSelbst die j&uuml;ngste Resolution der Vereinten Nationen, die ein Ende der Angriffe auf medizinische Einrichtungen fordert, und die Verpflichtungserkl&auml;rungen zum internationalen humanit&auml;ren Recht, scheinen nicht dazu beizutragen, dass Konfliktparteien im Jemen medizinisches Personal und Patienten respektieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/artikel\/aerzte-ohne-grenzen-geben-kliniken-im-jemen-13434\">HPD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Brasilien wollte Uruguay im Streit um Venezuelas Vorsitz im Mercosur bestechen<\/strong><br>\nUruguays Regierung hat der De-facto-F&uuml;hrung von Brasilien einen Bestechungsversuch vorgeworfen, um die Stimme des Landes im Streit um die Pr&auml;sidentschaft von Venezuela im s&uuml;damerikanischen Handelsb&uuml;ndnis Mercosur zu kaufen. Die F&uuml;hrung von Brasilien und die rechtsgerichteten Regierungen von Argentinien und Paraguay lehnen den Vorsitz Venezuelas aus politischen Gr&uuml;nden ab. Venezuela argumentiert, dass der Vorsitz entsprechend den Mercosur-Statuten automatisch und in alphabetischer Reihenfolge wechselt und h&auml;lt an dem Amt fest. Die sozialistische Regierung in Caracas wird dabei von Ecuador, Bolivien und Uruguay unterst&uuml;tzt. Vor diesem Hintergrund soll Brasiliens De-facto-Regierung unter F&uuml;hrung des ehemaligen Vizepr&auml;sidenten Michel Temer versucht haben, die Stimme Uruguays zu kaufen, um das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zuungunsten Venezuelas zu ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/08\/158320\/uruguay-brasilien-mercosur\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Wahl: Wird Jill f&uuml;r Hill zum Stolperstein?<\/strong><br>\nDie Studie &bdquo;Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Average Citizens&ldquo; der US-Universit&auml;t Princeton aus dem Jahr 2014 kam zu dem Ergebnis, dass die USA von der Wirtschaftslobby und einer kleinen Zahl einflussreicher Amerikaner regiert wird. Trotzdem steht im Zweiparteiensystem der USA &ndash; auch deutsche Konzerne spenden regelm&auml;&szlig;ig an die beiden f&uuml;hrenden US-Parteien &ndash; im November die 58. Wahl des Pr&auml;sidenten an. F&uuml;r die Demokraten wurde Multimillion&auml;rin Hillary Clinton nominiert. Ihr Wahlb&uuml;ro teilte vor Kurzem mit, dass die Clintons in den Jahren 2007 bis 2014 knapp 141 Millionen Dollar eingenommen haben. F&uuml;r die Republikaner tritt Donald Trump, nach eigenen Angaben mehrfacher Milliard&auml;r, an. Die restlichen Kandidaten sind bedeutungslos. Eigentlich. Wie Jill Stein, die Pr&auml;sidentschaftskandidatin der Gr&uuml;nen Partei.<br>\nStein kandidiert nach der Wahl im Jahr 2012 zum zweiten Mal f&uuml;r das h&ouml;chste US-Amt. Damals wurde die Menschenrechtsaktivistin, zusammen mit ihrer Vizepr&auml;sidentschaftskandidatin Cheri Honkala, bei dem Versuch verhaftet, bei der zweiten Fernsehdebatte zwischen Barack Obama und Mitt Romney an der Hofstra Universit&auml;t in Hempstead teilzunehmen. Es w&auml;re nicht fair gewesen, sie auszusperren. Die W&auml;hler h&auml;tten verdient, mehr &uuml;ber die Kandidaten und ihre Themen zu h&ouml;ren und welche Wahl sie h&auml;tten. Es sei eine Verh&ouml;hnung der Demokratie, so Stein damals. Durch den Ausschluss aus Medienberichten und Debatten w&uuml;rden oppositionelle Parteien und Stimmen vorab eliminiert. Stein, sich selbst zu den &bdquo;99 Prozent&ldquo; z&auml;hlend und mit der Erfahrung als Mutter, Job und Haus gegen ein Leben im Auto tauschen zu m&uuml;ssen, forderte eine neue, nicht gekaufte Partei, die integre Leute ins Amt bringt. Sie kam auf 0,37 Prozent der W&auml;hlerstimmen.<br>\nSlavoj &#381;i&#382;ek h&auml;lt das Zweiparteiensystem lediglich f&uuml;r die &bdquo;Erscheinung einer Wahlm&ouml;glichkeit, die es im Grunde gar nicht gibt&ldquo;. Beide Seiten gleichen sich in ihrer Wirtschaftspolitik so sehr, dass die Unterschiede letztlich nur noch auf gegens&auml;tzliche kulturelle Einstellungen, wie multikulturelle, sexuelle oder sonstige &bdquo;Offenheit&ldquo; kontra traditionelle &bdquo;Familienwerte&ldquo; beschr&auml;nkt w&uuml;rden. &Auml;hnlich einem Placebo, um das Gef&uuml;hl zu vermitteln, durch die Wahl zwischen Demokraten und Republikanern mitbestimmen oder etwas ver&auml;ndern zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201608184086\/politik\/welt\/us-wahl-wird-jill-fuer-hill-zum-stolperstein.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Programmbeschwerde gegen ARD-Tagesschau: Desinformation zur Lage in Aleppo<\/strong><br>\nDer ehemalige Tagesschau-Redakteur Volker Br&auml;utigam hat gemeinsam mit Friedhelm Klinkhammer, Ex-Vorsitzender des ver.di-Betriebsverbandes NDR, erneut Programmbeschwerde gegen die ARD eingereicht. Sie werfen der ARD Desinformation und &ldquo;propagandistisch aufgezogene Halbinformation&rdquo; &uuml;ber den Krieg in Syrien und insbesondere die Situation in Aleppo vor. RT Deutsch dokumentiert die Programmbeschwerde im Wortlaut.\n<blockquote><p>\nSehr geehrter Herr Marmor,<br>\nARD-aktuell gl&auml;nzt weiter mit propagandistisch aufgezogener Halbinformation &uuml;ber den Krieg in Syrien. Diesmal wird der zwar werbewirksame, ansonsten jedoch folgenlose und lediglich  &bdquo;menschelnde&ldquo;, nicht aber menschenfreundliche Vorschlag Bundesau&szlig;enminister Steinmeiers berichtet, nach Aleppo eine Luftbr&uuml;cke zur Versorgung der Bev&ouml;lkerung mit Hilfsg&uuml;tern einzurichten. Die Meldung verst&ouml;&szlig;t gegen die staatsvertragliche Verpflichtung, wonach ARD-aktuell umfassend und vollst&auml;ndig zu berichten hat.<br>\nZur Vollst&auml;ndigkeit des Berichts &uuml;ber Steinmeiers populistischen Vorsto&szlig; h&auml;tte der Hinweis geh&ouml;rt, dass in Aleppo zwei sehr unterschiedliche Stadtteile der Versorgung bed&uuml;rften: ein gr&ouml;&szlig;erer, von der syrischen Armee befreiter und gehaltener Teil, den die vom Westen unterst&uuml;tzten S&ouml;ldner und Terroristen belagern; im &ouml;stliches Aleppo ein Quartier, in dem die syrische Armee die S&ouml;ldner und Terroristen des Westens bek&auml;mpft.  Welchem Stadtteil Steinmeiers Luftbr&uuml;cke Entlastung bringen soll, hat er wohl kenntlich gemacht. ARD-aktuell hingegen berichtete nicht, [&hellip;]\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/40057-programmbeschwerde-gegen-ard-tagesschau-desinformation\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Hetze gegen Russland geht weiter<\/strong><br>\nDie Bundesregierung forderte eine l&auml;ngere Waffenruhe in Aleppo und warf dem Kreml Zynismus vor. Das war wieder Wasser auf die M&uuml;hlen der Atlantiker-Medien. In der S&uuml;ddeutschen Zeitung schrieb Stefan Kornelius, Leiter des au&szlig;enpolitischen Ressorts und Mitglied der Atlantik-Br&uuml;cke: &bdquo;In Aleppo wird die Welt Zeuge von Verbrechen an der Menschlichkeit unter massiver russischer Mitwirkung. Moskau befeuert eine milit&auml;rische Auseinandersetzung, die Assoziationen an die Tr&uuml;mmerschlachten des Zweiten Weltkriegs ausl&ouml;st. Deswegen sind die &ouml;ffentliche Mahnung und die Forderung nach einem Waffenstillstand das Mindeste, was man Russland antun kann. Die Welt soll wissen, dass es vor allem in Moskaus Macht liegt, die humanit&auml;re Katastrophe zu verhindern &hellip; Mahnende Worte reichen freilich nie aus, um eine Kriegspartei zur Einsicht zu bewegen.&ldquo; Also: Krieg gegen Russland?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201608194087\/hintergrund\/medien\/die-hetze-gegen-russland-geht-weiter.html\">Wolfgang Bittner, Hintergrund<\/a>\n<p><strong>Dazu: 25 Jahre Putsch in Moskau: Kaviar als Notration<\/strong><br>\n1991 verteidigten die Moskauer ihre neuen Freiheiten gegen Hardliner des Sowjetsystems. Der imperiale Erbe der Putschisten ist heute Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/25-Jahre-Putsch-in-Moskau\/!5326106\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In diesem von Vorurteilen und Klischees gepr&auml;gten Beitrag des Moskau Korrespondenten der TAZ erf&auml;hrt man mehr &uuml;ber dieses Blatt und den Korrespondenten, als &uuml;ber das Geschehen in Russland vor 25 Jahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der olympische Geist ist in der Flasche<\/strong><br>\nKonkurrenzdruck bringt schlechte Eigenschaften in Menschen hervor &ndash; das erkl&auml;rt zumindest zum Teil das unsportliche Verhalten einiger Athleten. Aber das brasilianische Publikum tr&auml;gt zum Eindruck bei, dass es bei diesen Spielen unfairer zugeht als bei anderen. Das IOC taugt als gutes Vorbild leider nicht. &ldquo;Im Namen aller Athleten verspreche ich, dass wir an den Olympischen Spielen teilnehmen und dabei die g&uuml;ltigen Regeln respektieren und befolgen und uns dabei einem Sport ohne Doping und ohne Drogen verpflichten, im wahren Geist der Sportlichkeit, f&uuml;r den Ruhm des Sports und die Ehre unserer Mannschaft.&rdquo; So lautet der Olympische Eid, den ein aktiver Sportler stellvertretend bei den Olympischen Spielen f&uuml;r alle anderen Athleten abgibt. In diesem Jahr war es der brasilianische Segler Robert Scheidt, der die Zeilen bei der Er&ouml;ffnungsfeier vortrug.<br>\nNat&uuml;rlich ist das zun&auml;chst ein Lippenbekenntnis. Vor vielen gro&szlig;en Wettk&auml;mpfen, zum Beispiel Fu&szlig;ball-L&auml;nderspielen, werden Fair-Play-Gel&uuml;bde verlesen, ohne dass sie anschlie&szlig;end das Spiel sichtbar zum Positiven beeinflussen. Doch bei diesen Olympischen Spielen von Rio findet die Missachtung des Eids auf verschiedenen Ebenen statt &ndash; bis in die oberste. Der vielfach beschworene Olympische Geist ist ein Flaschengeist, der nur gelegentlich in Erscheinung tritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abgefackelt-der-olympische-geist-ist-in-der-flasche.890.de.html?dram:article_id=363340\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte: Kostenlos nur f&uuml;r Gutverdiener: Postbank schr&auml;nkt Gratiskonten ein<\/strong><br>\nWegen extrem niedriger Zinsen: Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Privatkundenbank f&uuml;hrt Geb&uuml;hren f&uuml;r die bislang kostenlosen Girokonten ein. Ausgenommen sind nur junge Leute und Gutverdiener.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/postbank-schraenkt-gratiskonten-ein-a-1108471.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> &ldquo;Es soll zwar nach wie vor auch ein kostenloses Girokonto geben, allerdings nur f&uuml;r &hellip;. Kunden mit einem Geldeingang von 3000 Euro pro Monat.&rdquo; Bravo, 3000 Euro netto muss man erst einmal haben, d.h. den Menschen in prek&auml;rer Besch&auml;ftigung und in Niedriglohnjobs werden auch noch Geb&uuml;hren abgekn&ouml;pft. Nebenbei sei erw&auml;hnt, dass die Postbank seit 2015 eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank ist. Einzige richtige Konsequenz: Konto k&uuml;ndigen. Das zynische daran, die niedrigen Zinsen sind eine unmittelbare Folge der, durch zockende Banken ausgel&ouml;ste, Finanzkrise von 2007. Die Banken lassen also wieder einmal andere f&uuml;r das von ihnen verursachte Desaster zahlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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