{"id":3470,"date":"2008-09-23T08:57:11","date_gmt":"2008-09-23T06:57:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3470"},"modified":"2008-09-23T12:41:39","modified_gmt":"2008-09-23T10:41:39","slug":"hinweise-des-tages-738","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3470","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Finanzkrise gef&auml;hrdet Rentenpolicen<\/li>\n<li>Privatisierungen: Jobverluste &uuml;berwiegen<\/li>\n<li>Uniklinik Gie&szlig;en-Marburg: Gro&szlig;er Frust nach Privatisierung<\/li>\n<li>Gesundheitswesen: Zuzahlungen wirken wie ein Bumerang<\/li>\n<li>Agenda 2010 &ndash; ein Streitgespr&auml;ch<\/li>\n<li>Nie wieder Basta!<\/li>\n<li>Praktisch, dass es eine Finanzkrise gibt<\/li>\n<li>Schelsky beriet bis zu 40 Unternehmen<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3470&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Neues aus dem Kasino<\/strong>\n<p><strong>Krise versch&auml;rft Ertragslage von Banken<\/strong><br>\nWegen der Turbulenzen an den Finanzm&auml;rkten nach Ansicht der Bundesbank m&uuml;ssen die deutschen Banken um ihre Gewinne bangen. Einige inl&auml;ndische Institute bleiben von der Krise allerdings weitgehend unber&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Bundesbank-Krise-versch%E4rft-Ertragslage-von-Banken\/416751.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie auch in vielen anderen Medien wird heute ganz selbstverst&auml;ndlich von der IKB als &ldquo;Tochter&rdquo; der staatlichen KfW-Bankengruppe gesprochen. Dabei war die IKB einst ein rein privates Institut, das in der Krise 2001\/2002 &ndash; vielleicht erinnert sich noch jemand daran &ndash; zu 38% an die KfW gekommen ist. Warum Hans Eichel die Anteile vom Allianz und M&uuml;nchener R&uuml;ck &uuml;bernahm,  ist zwar kaum nachvollziehbar, aber die IKB war danach immer noch mehrheitlich privat. Zu den Eigent&uuml;mern geh&ouml;rten mit 12 % die Stiftung Industrieforschung, die Privatbank Sal. Oppenheim  mit 5 % und viele kleinere Anleger, Fonds und Versicherungen. <\/em><\/p>\n<p>Als die IKB sich verspekulierte, sa&szlig;en im Aufsichtsrast &uuml;berwiegend Private wie die Exvorstandschefs von Thyssen und Eon, der fr&uuml;here Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Michael Rogowski, und die Chefs mehrerer mittelst&auml;ndischer Unternehmen wie Tchibo und Rodenstock, also eine staatsferne in der Privatwirtschaft gereifte Mannschaft. Der fr&uuml;here E.on-Chef Ulrich Hartmann  sitzt &uuml;brigens auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, die an die IKB &uuml;ber die Jahre die heute viel beachteten verbriefte Ramschhypotheken verscherbelte, welche dann zur Krise beitrugen. <\/p>\n<p>Staatlicherseits geh&ouml;rten zu den 21 Aufsichtsr&auml;ten ein Abteilungsleiter des Bundesfinanzministeriums und ein Wirtschaftsstaatssekret&auml;r aus NRW, dazu noch ein Vertreter der KfW. Warum die KfW auf Weisung des Finanzministers in der Krise einsprang und nicht die Privatwirtschaft, geh&ouml;rt vor eine bisher verweigerte Untersuchungskommission. Besonders albern war die Begr&uuml;ndung  Steinbr&uuml;cks, dass &ldquo;die Folgen eines Zusammenbruchs der IKB f&uuml;r den Finanzplatz Deutschland und Europa unabsehbar&rdquo; seien. Gerade wenn es stimmen sollte, dass die private Kreditwirtschaft Einlagen von rund 24 Milliarden Euro gehalten habe, stellt sich die Frage, warum diese sich zur&uuml;ckhalten durfte. &ndash;  Au&szlig;er nat&uuml;rlich, wenn alle Beteiligten schon damals wussten, was heute offensichtlich ist.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Banken: Schwarzbrot, schwer verdaulich <\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat ein Gesch&auml;ft popul&auml;rer gemacht denn je: das Privatkundengesch&auml;ft. So zahlt die Commerzbank gut 9 Mrd. Euro f&uuml;r den Erwerb der Dresdner Bank, w&auml;hrend die Deutsche Bank sich einen Anteil von zun&auml;chst 30 Prozent an der Postbank rund 2,8 Mrd. Euro kosten l&auml;sst. In den USA suchen angeschlagene Investmentbanken ihre Rettung, indem sie sich selbst bei Retailbanken zum Kauf anbieten. Es lockt die Stabilit&auml;t, die die Retailinstitute dank der Kundeneinlagen in ihren Bilanzen haben. So viel Appetit wie in diesen Tagen hatte die Branche selten auf das angestammte Brot-und-Butter-Gesch&auml;ft. Ausgerechnet jetzt warnt die auf den Finanzsektor spezialisierte Beratung Zeb: Die Ertragsaussichten im deutschen Privatkundengesch&auml;ft sind insgesamt allerdings alles andere als rosig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Deutsche-Banken-Schwarzbrot-schwer-verdaulich\/416054.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sehr sch&ouml;n angesichts dramatisch  gefallener Kurse an allen B&ouml;rsen der Welt ist der Hinweis der Zeb-Experten, wo auch im Brot-und-Butter-Gesch&auml;ft Ertragspotenziale zu orten  seien: Da die Banken im Jahr 2006 rund 42% mit dem Verkauf von Anlageprodukten, verdient hatten, davon die H&auml;lfte mit dem Verkauf von Vorsorgeprodukten, sei das beste Rezept f&uuml;r die Banken daher die Konzentration auf den Verkauf von Kapitalmarktprodukten. Wir d&uuml;rfen also mit weiteren Aktionen der &uuml;blichen Verd&auml;chtigen rechnen, die die kapitalgedeckte Rente &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee loben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Der globale Finanzsektor im Sturmtief (I)<\/strong><br>\n<strong>In Erwartung sch&auml;rferer regulatorischer Auflagen (II)<\/strong><br>\nDer globale Finanzsektor ist in der vergangenen Woche durch neue Hiobsbotschaften und offizielle Rettungsman&ouml;ver hin und her gerissen worden. Wie aber wird, wenn sich der Pulverdampf einmal gelegt hat, die Zukunft aussehen? Die Autoren erwarten, dass die Zeit der branchendominierenden Goliaths vorbei sei und die Beh&ouml;rden aus R&uuml;cksicht auf Marktstabilit&auml;t und Aktion&auml;re zu sch&auml;rferer Regulierung gezwungen seien.<br>\nQuelle (I): <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/der_globale_finanzsektor_im_sturmtief_1.862124.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle (II): <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/in_erwartung_schaerferer_regulatorischer_auflagen_1.862247.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Britische Finanzaufsicht verbietet Wetten auf fallende Kurse<\/strong><br>\nWegen der Turbulenzen auf dem Finanzmarkt hat die britische Finanzaufsicht B&ouml;rsenwetten auf fallende Kurse einen Riegel vorgeschoben. Seit Mitternacht sind so genannte Leerverk&auml;ufe auf Finanztitel vor&uuml;bergehend verboten. Auch die amerikanische B&ouml;rsenaufsicht (SEC) hat am Freitag Leerverk&auml;ufe zeitweise verboten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/britische_finanzaufsicht_verbietet_wetten_auf_fallende_kurse__1.857288.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Deutschland beschr&auml;nkt Leerverk&auml;ufe<\/strong><br>\nAm sp&auml;ten Freitagabend hat die deutsche Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) Leerverk&auml;ufe von elf Titeln aus der Finanzbranche untersagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/deutschland_beschraenkt_leerverkaeufe_1.861621.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In welch luftigen H&ouml;hen  sich die &ldquo;innovative&rdquo;  Finanzbranche  bewegt, wird klar, wenn man sich die sch&ouml;ne Definition eines Leerverkaufs in obigem Artikels auf der Zunge zergehen l&auml;&szlig;t: &ldquo;des Verkaufs einer Aktie, die man nicht besitzt&rdquo;. Ob nun wirklich die b&ouml;sen Leerverk&auml;ufer schuld sind, sei dahingestellt, aber erstaunlich ist doch, dass ein Nationalstaat nach dem anderen nach regulatorischen Mitteln greift, die bisher als unvereinbar mit der Globalisierung, gerade der Finanzm&auml;rkte, galt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Finanzkrise gef&auml;hrdet Rentenpolicen<\/strong><br>\nDie Turbulenzen in der Bankenbranche werden auch private Renten- und Lebensversicherungen belasten und Kreditgesch&auml;fte in Deutschland drastisch verteuern, prognostiziert das Wirtschaftsinstitut HWWI.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:D%E4mpfer-f%FCr-Versicherte-Finanzkrise-gef%E4hrdet-Rentenpolicen\/416169.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><strong>Verluste bei Pensionskassen: Die Zeche zahlen die Jungen<\/strong><br>\nSeit einem Jahr haben die B&ouml;rsen weltweit im Schnitt rund 20% verloren. Wie die Baisse die Schweizer Pensionskassen rein mathematisch trifft, rechnet Professor Martin Janssen von Ecofin in Z&uuml;rich vor. &laquo;Bei einem Aktienanteil von rund 30% bedeutet das &ndash; bezogen auf das Gesamtverm&ouml;gen von 650 Mrd. Fr. &ndash; einen Verlust von 6%, also etwa 40 Mrd. Fr.&raquo; Das sei ein Durchschnitt; einzelne Kassen st&uuml;nden viel schlechter da, manche auch besser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/verluste_bei_pensionskassen_die_zeche_zahlen_die_jungen_1.866435.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Soviel zur kapitalgedeckten Rentenfinanzierung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Alle Kassen im Schrank<\/strong><br>\nAm Montag wird alles anders. Peinliche M&auml;nner in billigen Anz&uuml;gen werden im Empfangsbereich gro&szlig;er H&auml;user der Wall Street vorsprechen, umst&auml;ndlich mit Formularen auf Umweltpapier und Billigkugelschreibern hantieren, sich ihre Fahrkarte aus Washington quittieren lassen und erkl&auml;ren, das sei hier nun alles &ouml;ffentlicher Dienst. Die Limousine hei&szlig;t jetzt Subway, und Kokain gibt&rsquo;s nur noch gegen Vorlage eines Attests. Dann ziehen sie durch jedes Stockwerk und nehmen denen, die fr&uuml;her an der Uni die besseren Noten hatten, die schicken Finanzinstrumente aus den verschwitzten H&auml;nden. Eine Szene wie aus einem Wahlwerbespot von Margaret Thatcher oder der FDP: So grau wird es, wenn die Kommunisten kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E5998DCD7C2D64B858CCA57AE2D8C24E8~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Heuschrecken-Investoren: Kaufen, pl&uuml;ndern, wegwerfen<\/strong><br>\nOb die Kaufhauskette Hertie, der Modelleisenbahnbauer M&auml;rklin oder der N&auml;hmaschinenhersteller Pfaff &ndash; immer wieder geraten deutsche Unternehmen, die von Heuschrecken-Investoren aufgekauft wurden, in die Krise. Leidtragende sind vor allem die Arbeitnehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Heuschrecken-Investoren-Kaufen%2C\/639662.html\">STERN<\/a><\/p>\n<p><strong>Merkel gibt US-Regierung Mitschuld an Finanzkrise<\/strong><br>\nDas milliardenschwere Rettungspaket der US-Regierung kommt nach Ansicht von Angela Merkel viel zu sp&auml;t. Die Kanzlerin warf den USA im Zusammenhang mit der Kreditkrise Missmanagement vor &ndash; die Regierung Bush habe mit ihrer Sturheit die Krise erst angeheizt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,579541,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar von Roger Strassburg:<\/strong> Dass die US-Regierungen seit fast drei&szlig;ig Jahren Anh&auml;nger von Deregulierungen sind, ist nicht neu. Dass die laxe Kontrollen in den USA f&uuml;r die jetzige Misere ma&szlig;geblich verantwortlich sind, ist auch nicht neu. Neu ist, dass die Merkel-Regierung diesen Kurs f&uuml;r einen Irrweg h&auml;lt. Hei&szlig;t es nicht seit mindestens zwanzig Jahren in Deutschland, dass Deregulierung das Allheilmittel sei, und dass der staatliche &ldquo;Regulierungswahn&rdquo; Teufelszeug sei? War nicht jahrzehntelang die deutsche und europ&auml;ische Gesetzgebung im Bezug auf Transparanz auf den Finanzm&auml;rkten ziemlich lasch im Vergleich zu den amerikanischen Vorschriften?  Diese neuen T&ouml;ne aus dem Kanzleramt klingen mehr als scheinheilig. Man bl&auml;st die ganze Zeit ins gleiche Horn der Deregulierung, dann auf einmal will man immer f&uuml;r strengere Regeln gewesen sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz: &bdquo;Der amerikanische Staat ist schuld<\/strong><br>\n<em>Wie bewerten Sie die Verstaatlichungswelle in Amerika? <\/em><\/p>\n<p>Das ist alles sehr bedenklich, denn die Lasten muss der Steuerzahler tragen. Wir reden hier &uuml;ber eine Gesamtsumme von mehr als 900 Milliarden Dollar. K&uuml;rzlich konnte Pr&auml;sident Georg Bush nicht einmal einige Milliarden Dollar lockermachen, als es um Gelder f&uuml;r kranke Kinder ging, die keine Krankenversicherung haben. Ich frage mich: Was ist das f&uuml;r eine Gesellschaft, in der wir zwar 85 Milliarden Dollar f&uuml;r AIG haben, aber nicht f&uuml;r kranke Kinder? Das macht mich w&uuml;tend.<\/p>\n<p><em>Wie lassen sich solche Krisen verhindern? Die amerikanische Regierung pr&auml;sentiert einen Rettungsplan und &uuml;bernimmt faule Kredite. . .<\/em><\/p>\n<p>. . . das sind nur kurzfristige L&ouml;sungen. Man legt die riskanten Anlagen in die H&auml;nde der Steuerzahler. Denn sonst will sie ja niemand. Es ist so, als ob man eine neue Firma aufmacht &ndash; mit dem Namen &bdquo;Steuerzahler&ldquo; und gibt ihr diese Anlagen. Vielen Dank! Kein privater Investor will diese Anlagen haben, aber dem Steuerzahler dr&uuml;ckt man sie auf. Das ist ungeheuerlich.<\/p>\n<p><em>Hat Amerikas Finanzsystem seine Glaubw&uuml;rdigkeit verloren? <\/em><br>\nJa, ich denke schon. Ende der 90er Jahre hatten wir die Asien-Krise. Das amerikanische Finanzministerium prahlte einmal und sagte den Koreanern: Lasst amerikanische Banken einfach eure Banken kaufen, denn wir wissen, wie man Risiken managt. Wenn man dies heute den Koreanern sagen w&uuml;rde, dann w&uuml;rden sie die Amerikaner nur noch auslachen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D\/Doc~EF79D68090A1F47A8ADDA232B1FD0AB67~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Joseph Stiglitz: &ldquo;Das Unbehagen im globalisierten Kapitalismus&rdquo;<\/strong><br>\nIm Schweizer Fernsehen l&auml;uft eine Sendereihe &ldquo;Sternstunde Philosophie&rdquo;, die den Titel &ldquo;Das Unbehagen im globalisierten Kapitalismus&rdquo; tr&auml;gt. Als erster kam Joseph Stiglitz dabei zu Wort und prangerte die gravierenden Fehlentwicklungen in USA und globalen Institutionen an.<\/p>\n<p>Die erste Sendung (und vermutlich nach der Ausstrahlung auch die weiteren) ist per podcast oder video on demand beim Schweizer Fernsehen abrufbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcastsource.sf.tv\/media\/sf\/podcast\/sternstundephilosophie\/2008\/09\/sternstundephilosophie_20080914_043924_526k.m4v\">Schweizer Fernsehen<\/a><\/p>\n<p><strong>Folgen des Wall-Street-Bebens: Anarchie der M&auml;rkte<\/strong><br>\nBanken zerschellen, der Mythos Wall Street verblasst und der Neoliberalismus hat keine Antwort. Doch die Krise k&ouml;nnte eine Chance sein &ndash; wenn der Kapitalismus gez&auml;hmt wird.<br>\nEin Kommentar von Heribert Prantl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/216\/311139\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Privatisierungen<\/strong>\n<p><strong>Jobverluste &uuml;berwiegen<\/strong><br>\nDie seit &uuml;ber 15 Jahren laufende Liberalisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen hat einige hunderttausend Stellen gekostet. Arbeitsbedingungen und Geh&auml;lter haben sich vielfach verschlechtert. Mit der Liberalisierung und Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen sind in Deutschland seit Anfang der 90er-Jahre mindestens 600.000 Arbeitspl&auml;tze verloren gegangen. Das ergibt sich aus einer Studie der WSI-Forscher Torsten Brandt und Thorsten Schulten. Zwar existiert den Wissenschaftlern zufolge bislang keine vollst&auml;ndige Erhebung &uuml;ber die Besch&auml;ftigungsentwicklung in allen betroffenen Wirtschaftsbereichen. Dennoch ist es ihnen gelungen, mithilfe verschiedener Statistiken eine erste Bilanz zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_92699.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p>\n<p><strong>Uniklinik: Gro&szlig;er Frust nach Privatisierung<\/strong><br>\nVor zweieinhalb Jahren hat der Krankenhausbetreiber Rh&ouml;n Klinikum die Uniklinik Gie&szlig;en-Marburg &uuml;bernommen. Wirtschaftlich geht es dort seither bergauf &ndash; Klagen kommen dagegen von den Mitarbeitern. <\/p>\n<p>Im Februar 2006 hatte die Rh&ouml;n Klinikum AG 95 Prozent der Kliniken mit zusammen mehr als 2.000 Betten f&uuml;r 112 Millionen Euro erworben. Es war die bundesweit erste Privatisierung einer Uniklinik &ndash; ein Prestigeobjekt der damaligen CDU-Alleinregierung. Seither konnte der private Betreiber die Bilanz umdrehen: Verbuchten beide H&auml;user im Jahr 2005 noch einen Verlust von 15 Millionen Euro, erwirtschafteten sie 2007 bereits einen Gewinn von 1,1 Millionen; f&uuml;r 2008 wird mit einem Plus von rund zwei Millionen gerechnet. Auch f&uuml;r das Land scheint sich der Deal zu lohnen: Bereits im Jahr 2006 hatte Rh&ouml;n mit 57 Millionen Euro schon fast dreimal so viel investiert wie das Land 2005. Bis 2012 will der Betreiber an beiden Standorten mindestens 485 Millionen Euro verbauen, unter anderem f&uuml;r eine neue Kinderklinik und eine innovative Partikeltherapie gegen Tumore. <\/p>\n<p>Doch die sch&ouml;ne neue Klinikwelt hat auch ihre Kehrseite. Der Betreiber mache &ldquo;seine Profite durch das Auspressen der Besch&auml;ftigten&rdquo;, kritisierte der Gesamtbetriebsrats-Chef Dirk Gehrke: &ldquo;Die Stimmung ist nicht gut&rdquo;. Seit 2006 seien &ndash; trotz des zugesicherten Verzichts auf betriebsbedingte K&uuml;ndigungen bis 2010 &ndash; zwischen 250 und 300 Stellen abgebaut worden, bis zum Auslaufen der Frist rechnet der Betriebsrat mit etwa noch mal so vielen wegfallenden Stellen. &ldquo;Die Leistungsverdichtung ist enorm, wir erwirtschaften mit weniger Personal deutlich h&ouml;here Erl&ouml;se.&rdquo; Erst Anfang August wurden weitere 520 Besch&auml;ftigte in K&uuml;che und Fahrdienst in eine Servicegesellschaft ausgegliedert, wo sie sich &ldquo;zu Arbeitnehmern zweiter Klasse mit sich abzeichnender Lohnk&uuml;rzung degradiert f&uuml;hlen&rdquo;, so Gehrke. <\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=3058&amp;key=standard_document_35267340\">Hessischer Rundfunk (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?key=standard_document_35267340&amp;jmpage=1&amp;type=v&amp;rubrik=3058&amp;jm=1&amp;mediakey=fs\/hessenschau\/20080918_uniklinik\">Hessischer Rundfunk (Video)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Im Aufsichtsrat des Betreibers Rh&ouml;n-Klinikum AG sind Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach (MdB SPD) sowie Dr. Brigitte Mohn (Vorstand Bertelsmann Stiftung).<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.rhoen-klinikum-ag.com\/rka\/cms\/rka_2\/deu\/33360.html\">Rh&ouml;n-Klinikum AG<\/a><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dienstag, 23. September, ab 23:05 Uhr auf ARTE: Themenschwerpunkt Privatisierung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Privatisierung: Ausverkauf des Staates<\/li>\n<li>Der gro&szlig;e Ausverkauf: Dokumentarfilm von Florian Opitz<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/programm\/242,date=23\/9\/2008.html\">ARTE<\/a><\/p>\n<p>Eine Filmbesprechung von &bdquo;Der gro&szlig;e Ausverkauf&ldquo; gibt es z.B. <a href=\"?p=2330\">hier<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Agenda 2010<\/strong>\n<p><strong>Agenda 2010 &ndash; die Abrechnung<\/strong><br>\nHaben Hartz IV und die anderen Reformen mehr Arbeit gebracht &ndash; oder mehr Armut? Die SPD-Linken Karl Lauterbach und Ottmar Schreiner im Streitgespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1599593&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Bestens geeignet, sich einen Eindruck von Lauterbachs Ansichten &uuml;ber andere Themen als die Privatisierung des Gesundheitswesens zu machen. Ihn als &bdquo;SPD-Linken&ldquo; zu bezeichnen, erschien zuvor schon zweifelhaft, nun jedoch &hellip; aber lesen Sie selbst: &bdquo;In Harvard hat er beim US-Nobelpreistr&auml;ger Amartya Sen promoviert. Sen erfand das Konzept der Teilhabegerechtigkeit, das auch der Agenda 2010 zugrunde liegt.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Kindergeld f&uuml;r HartzIV Empf&auml;nger &ndash; nur Verbesserung in der Statistik !<\/strong><br>\nAb dem 1. Oktober 2008 tritt eine Ver&auml;nderung des Zuschlags zum Kindergeld f&uuml;r arme Familien in Kraft. Die meisten werden dadurch allerdings nicht mehr Geld haben als zuvor mit Hartz IV &ndash; es bedeutet f&uuml;r die betroffenen Familien und deren Kinder weiterhin Armut auf Hartz IV-Niveau. Verbessern wird sich lediglich die Hartz IV-Statistik.<\/p>\n<p>Einige werden sogar weniger haben als zuvor: der Zuschlag f&uuml;r den &Uuml;bergang von Alg I in ALG II (&sect; 24 SGB II) w&uuml;rde wegfallen, zus&auml;tzliche Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt, Klassenfahrten, Wegfall der GEZ-Befreiung, der Mehrbedarfe f&uuml;r Alleinerziehende. Schwangere, Behinderte oder bei krankheitsbedingter Zusatzkost, von freiwilligen kommunalen Leistungen<\/p>\n<p>(Schulausstattung) und Weiterem. Je nach H&ouml;he der Wohnungskosten, H&ouml;he des eigenen Einkommens und Alter und Anzahl der Kinder kann ein Verbleib in Hartz IV als &ldquo;Aufstocker&rdquo; sinnvoller sein.<\/p>\n<p>Wenn man sich mit dem Kinderzuschlag (+ ggf. Wohngeld) schlechter stellt als mit Hartz IV-Leistungen ist niemand zu einem solchen Wechsel verpflichtet.<br>\nIn diesem Fall haben die Betroffenen das Recht, gegen&uuml;ber der Kindergeldkasse zu erkl&auml;ren; den Anspruch auf Kinderzuschlag nicht geltend machen zu wollen. Die Kindergeldkasse informiert dann die ARGE, Hartz IV-Leistungen werden dann ggf. weitergew&auml;hrt. Die Erkl&auml;rung kann mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft widerrufen werden, wenn Ver&auml;nderungen in den Einkommensverh&auml;ltnissen eintreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/0344e19b1c0a11601.php%20\">Gegen Hartz<\/a><\/p>\n<p><strong>Nie wieder Basta!<\/strong><br>\nBerliner Jusos haben in der vergangenen Woche auf einen Aufruf www.nie-wieder-basta.de.vu ins Web gestellt: &bdquo;Immerhin sind mit Steinmeier und M&uuml;ntefering zwei M&auml;nner an die Spitze der Partei ger&uuml;ckt, die neben Gerhard Schr&ouml;der f&uuml;r die Agenda 2010 und die Basta-Politik der vergangenen Jahre stehen.<br>\nDieser Politikstil hat zusammen mit den politischen Inhalten die SPD als linke Volkspartei in eine desolate Lage gebracht. Mit dem neuen F&uuml;hrungsduo besteht die Gefahr, dass eben diese Politik wiederbelebt werden k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>All diejenigen unter euch (egal, ob SPD-Mitglied oder nicht), die die Politik der sozialen K&auml;lte und der nicht vorhandenen innerparteilichen Demokratie ablehnen, sind eingeladen unseren Aufruf &ldquo;Neuanfang richtig: F&uuml;r eine linke, sozialdemokratische SPD!&rdquo; hier zu unterst&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nie-wieder-basta.de.vu\/\">nie-wieder-basta.de.vu<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das Impressum weist drei stellvertretende Juso-Landesvorsitzende aus. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Marktver&auml;chter triumphieren zu fr&uuml;h<\/strong><br>\nKapitalismuskritiker wie Oskar Lafontaine sehen die Marktwirtschaft wegen der Finanzkrise bereits am Abgrund. Doch sie irren sich. Das System lernt aus den schlimmsten Depressionen und hat noch jedes Mal bewiesen: Das N&uuml;tzliche &uuml;berlebt. Berlin &ndash; Oskar Lafontaine und Gregor Gysi sind in diesen Tagen erf&uuml;llt von klammheimlicher Freude. Bei jedem ihrer Auftritte, ob im Bundestag oder auf Wahlkampftrib&uuml;nen in Bayern, ist ihnen ihr innerer Triumph anzumerken. Haben sie es nicht immer geahnt, nein gewusst? Der Kapitalismus schaufelt sich sein eigenes Grab. Die Weltfinanzm&auml;rkte erleben gerade die gr&ouml;&szlig;te Krise seit 80 Jahren. Jeder Tag bringt neue Hiobsbotschaften von den B&ouml;rsen, jeder Tag scheint sie aufs Neue zu best&auml;tigen. Von Christian Reiermann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-579638,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Eigentlich nicht lesenswert. Aber beispielhaft: Ein Dokument der Naivit&auml;t und Ahnungslosigkeit oder blinder Gefolgschaft und Bereitschaft zur Agitation. Zugleich ein weiterer Beleg f&uuml;r den unfassbaren Niedergang des Spiegel. &Uuml;brigens in Kontinuit&auml;t. Der Beitrag Reiermanns vom vergangenen Montag hatte eine &auml;hnliche &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo;. Dass sich der Spiegel solche Mitarbeiter leistet, ist schon beachtlich.<\/em><\/p>\n<p>Alleine schon die Behauptung, das Internet sei Wachstumstreiber, weil es zuvor die Internet-Blase gegeben habe, ist abwegig. Und auch die anderen Rechtfertigungen von Spekulationen sind einfach aus irgendwelchen Lehrb&uuml;chern abgeschrieben.<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem hat dieser Autor &uuml;berhaupt noch nicht mitbekommen, dass Kritiker aus der linken Ecke nicht prinzipiell &bdquo;Marktver&auml;chter&ldquo; sind. Ich bin sehr f&uuml;r Wettbewerb, ich bin allerdings gegen das Laufenlassen von Spekulation und gegen Monopole und Oligopole. Der Autor hat aber nicht mitbekommen, dass vieles, was heute mit Recht kritisiert wird, daraus folgt, dass sich m&auml;chtige Interessen mit Minderheitsstatus in Unternehmen den Zugriff auf das gesamte Unternehmen ergaunern. Was hat das mit Markt zu tun? <\/p><\/li>\n<li><strong>Praktisch, dass es eine Finanzkrise gibt<\/strong><br>\nSeit Wochen mehren sich die Anzeichen daf&uuml;r, dass in Deutschland die Konjunktur abst&uuml;rzt. Jetzt sind der Schuldigen gefunden: es sind die furchtbaren Amerikaner und ihre Finanzkrise. Eine ebenso naheliegende wie absurde Ausrede.\n<p>Wenn Deutschlands Wirtschaft zuletzt (trotzdem) so herbe abst&uuml;rzte (und die US-Wirtschaft ja immer noch wuchs), l&auml;sst sich das durch &ldquo;die&rdquo; Finanzkrise kaum ernsthaft erkl&auml;ren. Und das macht wirtschaftspolitisch einen gewaltigen Unterschied. Neben hohen &Ouml;lpreisen trugen zum deutschen Abschwung auch so Dinge bei wie die Abschaffung der degressiven Abschreibungen f&uuml;r Investitionen, die einen regelrechten Einbruch bei den Investitionen ausgel&ouml;st haben. Oder das Ausbleiben jedes Konjunkturpakets, wie es das in den USA gab. Oder der Anstieg der Leitzinsen im Euro-Raum. Oder der zwischenzeitlich drastisch verteuerte Euro-Kurs. Oder die Sp&auml;tfolgen einer Mehrwertsteuererh&ouml;hung, die im Aufschwung jede Konsumdynamik verhindert und so die Anf&auml;lligkeit f&uuml;r R&uuml;ckschl&auml;ge erh&ouml;ht hat. Von Thomas Fricke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1565&amp;blogId=10\">FTD-Blog Wirtschaftswunder<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zuzahlungen wirken wie ein Bumerang<\/strong><br>\nPraxis- und Rezeptgeb&uuml;hren sollen &ldquo;Verschwendung&rdquo; im Gesundheitswesen verhindern. Oft f&uuml;hren sie aber zu Mehrkosten, weil Kranke Behandlungen einsparen.<br>\nEine Auswertung wissenschaftlicher Literatur der letzten vier Jahrzehnte liefert keinen Beleg f&uuml;r die weit verbreitete Annahme, dass Versicherte medizinische Leistungen &uuml;berm&auml;&szlig;ig ausnutzen, wenn diese kostenfrei sind (Moral-Hazard-These). Im Gegenteil: Die Einf&uuml;hrung von Patienten-Zuzahlungen scheint eine angemessene Versorgung zu untergraben, denn Patienten verzichten eher auf notwendige Ma&szlig;nahmen und lassen sich davon abhalten, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1599585&amp;em_loc=11&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/&amp;em_ivw=fr_doku\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Schelsky beriet bis zu 40 Unternehmen<\/strong><br>\nDie Aff&auml;re um die vom Siemens-Konzern finanzierte Betriebsr&auml;teorganisation AUB weitet sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins &ldquo;Der Spiegel&rdquo; aus. In den Ermittlungsakten der N&uuml;rnberger Sonderkommission &ldquo;Amigo&rdquo; seien dubiose Kontakte zu den Spitzen von fast 40 Firmen dokumentiert, darunter die Metro, die Metro-Tochter Saturn, der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich und &ndash; in weitaus gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig; als bisher bekannt &ndash; der Discounter Aldi Nord. \n<p>Dar&uuml;ber hinaus seien die Fahnder auch auf Dokumente gesto&szlig;en, die den Verdacht nahelegen, dass Siemens in den achtziger und neunziger Jahren auch einen Vertreter der IG Metall im Aufsichtsrat mit Sonderzahlungen gef&uuml;gig gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1598535&amp;em_loc=31\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Ethikunterricht ist unersetzlich<\/strong><br>\nDer Staat hat die Aufgabe, Sch&uuml;lern Dialogf&auml;higkeit beizubringen, und zwar gemeinsam mit Grundkenntnissen &uuml;ber die Verfassung. Nur der Ethikunterricht kann das leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F09%2F22%2Fa0084&amp;cHash=cbc28b3814&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Oskar Lafontaine und Spiegel Online<\/strong><br>\nMan &uuml;berzeuge sich selbst. Lafontaine ist dort in einer Art Podiumsdiskussion. Er kritisiert, dass die Arbeitnehmerschaft, die ja ma&szlig;geblich am Erfolg des Unternehmens beigetragen hat, nicht am Betriebsverm&ouml;gen beteiligt ist. Das will er &auml;ndern. Jemand legt ihm den Begriff Enteignung in den Mund. Er reagiert polemisch, dass schon das Horten des Kapitals des Unternehmers ohne Beteiligung der Arbeitnehmer eine Art Enteignung sei. Das war&rsquo;s. Das war alles. Keine Forderung von irgendwas. Kein programmatisches Get&ouml;se zur Enteignung von irgendwem. Eine polemische Zuspitzung im Argumentationsgefecht, sonst nichts.\n<p>Man kann dar&uuml;ber streiten. &Uuml;ber Lafontaines Polemik. Seine zugespitzten Ansichten. &Uuml;berhaupt sein ganzes Weltbild. Wor&uuml;ber man nicht streiten kann, ist die Existenz einer medialen Hetze. Ein &uuml;bertriebenes Geschrei, ein hysterisches herumfuchteln. Eine alles andere als sachlich gef&uuml;hrte Debatte.<\/p>\n<p>Und da wird mir klar, dass Lafontaine tats&auml;chlich gef&auml;hrlich sein muss. Jedenfalls scheint man eine riesen Angst vor ihm zu haben. In den Parteien, wie in den Medien. Ich kann aber nichts be&auml;ngstigendes finden. Jedenfalls nicht, wenn ich selber hinschaue, mich nicht auf die aufgebrachte Rezeption der Medien verlasse. Ihre Verdrehungen, &Uuml;berspitzungen, ja, Desinformationen. Mir scheint, Lafontaine ist nur f&uuml;r sie gef&auml;hrlich. Nicht f&uuml;r mich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mspro.blogspot.com\/2008\/09\/oskar-lafontaine-und-spon.html\">mspro.blogspot<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Oswald Metzger scheitert auch im zweiten Anlauf an der Basis<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Gr&uuml;nen-Politiker Oswald Metzger ist erneut mit dem Versuch gescheitert, &uuml;ber ein Direktmandat der CDU in den Bundestag zur&uuml;ckzukehren. Bei der Nominierung des CDU-Direktkandidaten im Bodenseekreis unterlag Metzger in der Nacht zum Samstag dem B&uuml;rgermeister von Herdwangen-Sch&ouml;nach (Kreis Sigmaringen), Lothar Riebsamen. Der 53-J&auml;hrige &auml;u&szlig;erte sich anschlie&szlig;end entt&auml;uscht und beurteilte nun die Chancen f&uuml;r eine Fortsetzung seiner politischen Laufbahn skeptisch. In der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; beklagte Metzger, dass es &ldquo;Leute mit Ecken und Kanten im Politikbetrieb so schwer&rdquo; h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/welt_print\/article2475438\/Oswald-Metzger-scheitert-auch-im-zweiten-Anlauf-an-der-Basis.html?print=yes\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Vielleicht war den dortigen CDU-Delegierten auch einfach klar, dass Metzger ein INSM-Lobbyist ist und ein politisches Mandat f&uuml;r eigene Zwecke instrumentalisieren m&ouml;chte. Wenn das so ist, spricht es f&uuml;r die Parteibasis.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Raus aus Afghanistan: Chronik einer angek&uuml;ndigten Niederlage<\/strong><br>\nMilit&auml;risch hat die NATO den Krieg um Afghanistan l&auml;ngst verloren. Immer mehr Soldaten bringen dem Land immer weniger Sicherheit. Mehr als 70000 Soldaten der Koalitionstruppen haben au&szlig;erhalb ihrer Milit&auml;rbasen nur sehr punktuell so etwas wie Bewegungsfreiheit, und die Zahl der &raquo;Sicherheitszwischenf&auml;lle&laquo; nimmt kontinuierlich zu. Das politische Eingest&auml;ndnis dieser Niederlage wird jedoch durch immer h&auml;rtere Milit&auml;rschl&auml;ge und durch den massiven Ausbau der Truppenpr&auml;senz m&ouml;glichst lange hinausgeschoben. Die Frage, die sich heute stellt, ist nicht, ob es einen milit&auml;rischen Sieg geben kann, sondern wie viele Zehntausende zus&auml;tzliche Soldaten noch in das Land am Hindukusch geschickt werden, wie viele Milliarden an Steuergeldern f&uuml;r diesen Krieg noch ausgegeben werden und, vor allem, wie viele Zivilisten mit ihrem Leben f&uuml;r die r&uuml;cksichtslose Machtpolitik der NATO-Staaten zahlen m&uuml;ssen, bis die NATO-F&uuml;hrung ihre Niederlage endlich eingesteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-20\/037.php?sstr=Afghanistan\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung T.K.:<\/strong> Eine lesenswerte Zusammenfassung, &bdquo;was bisher geschah&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Finanzkrise gef&auml;hrdet Rentenpolicen<\/li>\n<li>Privatisierungen: Jobverluste &uuml;berwiegen<\/li>\n<li>Uniklinik Gie&szlig;en-Marburg: Gro&szlig;er Frust nach Privatisierung<\/li>\n<li>Gesundheitswesen: Zuzahlungen wirken wie ein Bumerang<\/li>\n<li>Agenda 2010 &ndash; ein Streitgespr&auml;ch<\/li>\n<li>Nie wieder Basta!<\/li>\n<li>Praktisch, dass es eine Finanzkrise gibt<\/li>\n<li>Schelsky beriet bis zu 40 Unternehmen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3470\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3470"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3470\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}