{"id":34714,"date":"2016-08-23T08:48:30","date_gmt":"2016-08-23T06:48:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714"},"modified":"2016-08-23T08:48:30","modified_gmt":"2016-08-23T06:48:30","slug":"hinweise-des-tages-2694","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h01\">Steuerdebatte in Bildern: Hier h&auml;ngt der Mittelstandsbauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h02\">Europa soll mehr f&uuml;r die Verteidigung tun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h03\">Wie aus Linken Rechte werden &ndash; Der vermeidbare Aufstieg des Front National<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h04\">Feudalisierung f&uuml;r jeden &ndash; Die neuen Diener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h05\">The death of neoliberalism and the crisis in western politics<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h06\">Morddrohungen gibt es regelm&auml;&szlig;ig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h07\">Weitere Kampagnen-Artikel zur Rentendebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h08\">Gro&szlig;demonstrationen in Chile: Zigtausende gegen Rentensystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h09\">Bedingungsloses Grundeinkommen: NEIN, Grundrecht auf soziale Teilhabe: JA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h10\">Hannelore Kraft sagt Ja zu Ceta und bleibt skeptisch bei TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h11\">Streit um Einflussnahme von Boehringer Ingelheim auf die Uniklinik Mainz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h12\">Konfrontation als Ziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h13\">GR&Uuml;NE treiben das Schlachten in Syrien voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h14\">Gr&uuml;n-schwarzes Gemauschel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h15\">Corbyn makes pledge to strengthen union negotiating powers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h16\">Behaupten, behaupten, einfach nur behaupten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34714#h17\">Zu guter Letzt: Die Ertr&auml;ge &ouml;ffentlicher Pensionsfonds brechen ein<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steuerdebatte in Bildern: Hier h&auml;ngt der Mittelstandsbauch<\/strong><br>\nDeutschland diskutiert &uuml;ber Steuersenkungen &ndash; im Wahlkampf d&uuml;rfte das Thema dominieren. Doch was steckt hinter Begriffen wie Mittelstandsbauch, kalte Progression oder Flat Tax?<br>\nBei der Auswahl ihrer Urlaubslekt&uuml;re d&uuml;rften sich auch in diesem Sommer die wenigsten Deutschen f&uuml;r ein sch&ouml;nes Steuerkonzept entschieden haben. Den meisten reicht es wohl, sich einmal im Jahr durch ihre Steuererkl&auml;rung zu qu&auml;len. Zumal die Regeln des deutschen Fiskus in einer oft gruselig verst&uuml;mmelten Sprache niedergelegt sind &ndash; vom Pauschbetrag bis zur degressiven AfA.<br>\nDoch in den kommenden Monaten lohnt die Besch&auml;ftigung mit der sperrigen Materie besonders. Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass Steuerentlastungen eines der wichtigsten Themen im Bundestagswahlkampf werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-so-sieht-der-mittelstandsbauch-gezeichnet-aus-a-1108480.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Da greift der SPIEGEL ja ein ganz hei&szlig;es Eisen des &ldquo;Bundes der Steuerzahler&rdquo; auf &ndash; das untote Gerede von den Steuersenkungen wird doch sonst nur alle paar Wochen von Union und FDP aufs Tapet gebracht. Immerhin wird dargestellt, da&szlig; die vom Wirtschaftsfl&uuml;gel der Union geforderten Steuersenkungen und die Flat Tax von Paul Kirchhof &auml;u&szlig;erst sozial ungerecht sind und ausschlie&szlig;lich den Besser- und Bestverdienenden n&uuml;tzen. Das Problem mit der kalten Progression hat der SPIEGEL (nat&uuml;rlich oder absichtlich?) v&ouml;llig mi&szlig;verstanden: beim SPIEGEL soll der Lohn anscheinend nur mit der Inflationsrate und nicht, wie es vern&uuml;nftig und richtig w&auml;re, mit Zielinflationsrate (2 Prozent) plus Produktivit&auml;tszuwachs (mindestens 1 Prozent), also mit mindestens 3, besser 4 Prozent pro Jahr steigen, und dann h&auml;tten die Arbeitnehmer trotz kalter Progression netto mehr in der Tasche. Und vor allem werden hier wieder Randthemen aufgebauscht und nicht die wirklich dringenden Probleme thematisiert: da&szlig; die L&ouml;hne in Deutschland um mindestens 20 Prozent zu niedrig sind und eine entsprechende Erh&ouml;hung, kalte Progression hin oder her, den B&uuml;rgern viel mehr helfen w&uuml;rde (es geht um mehrere hundert Milliarden Euro im Jahr). Da&szlig; die Steuergeschenke an Kapitalgesellschaften durch die radikalen K&ouml;rperschaftsteuersenkungen von Schr&ouml;der (30 Milliarden Euro im Jahr ab 2001) und die faktische Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben nicht bezahlbar sind. Und da&szlig; unser Staat vors&auml;tzlich und chronisch unterfinanziert ist, Infrastruktur und Bildung verrotten, und noch eine Steuersenkung f&uuml;r Gutverdiener das letzte ist, was unser Gemeinwesen braucht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Steuern runter! &ndash; Spiegel Ausgabe 34\/2016<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160823_bild-spiegel.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein vollgefressener Bundesadler als Sinnbild des gierigen Staates. Das ist reinste neoliberale Metaphorik. Wieder macht der Spiegel seinen Ruf als neoliberales Kampagnenmedium alle Ehre. Offenbar l&auml;uft sich die Spiegel-Redaktion schon einmal f&uuml;r den Bundestagswahlkampf 2017 warm und schreibt dazu ganz unschuldig. &bdquo;Denn schon jetzt zeichnet sich ab, dass Steuerentlastungen eines der wichtigsten Themen im Bundestagswahlkampf werden.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europa soll mehr f&uuml;r die Verteidigung tun<\/strong><br>\nDeutschland, Frankreich und Italien wollen die Sicherheit der Europ&auml;ischen Union in Zeiten von Terrorgefahr und Fl&uuml;chtlingsandrang auch mit mehr Milit&auml;rkooperation st&auml;rken. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Montag nach einem Gespr&auml;ch mit Italiens Regierungschef Matteo Renzi und dem franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande auf dem Flugzeugtr&auml;ger &ldquo;Garibaldi&rdquo;: &ldquo;Wir sp&uuml;ren angesichts des islamistischen Terrors, angesichts des B&uuml;rgerkrieges in Syrien, dass wir mehr f&uuml;r unsere innere und &auml;u&szlig;ere Sicherheit tun m&uuml;ssen.&rdquo; Die Europ&auml;ische Union stehe aktuell vor &ldquo;riesigen Herausforderungen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/print_politik\/article157812298\/Europa-soll-mehr-fuer-die-Verteidigung-tun.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein Dreiergipfel auf einem Flugzeugtr&auml;ger. Was f&uuml;r ein Signal. Gegenwart und Zukunft der Europ&auml;ischen Union werden l&auml;ngst nicht mehr in der Gemeinschaft aller Mitgliedsstaaten an einem runden Tisch in ziviler Atmosph&auml;re verhandelt, sondern bei kleinen Treffen, mit gro&szlig;em milit&auml;rischem Ger&auml;t als (Droh)Kulisse. Dieser Hintergrund soll wohl Entschlossenheit suggerieren, um gleichzeitig davon ablenken zu k&ouml;nnen, dass nach wie vor gro&szlig;e Uneinigkeit herrscht. So h&auml;lt Merkel weiterhin an ihrem Mantra der Wettbewerbsf&auml;higkeit fest, w&auml;hrend Renzi und Hollande vor einer Spaltung der EU warnen und neue Impulse verlangen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Baustellen statt Visionen<\/strong><br>\nAuf einem Flugzeugtr&auml;ger beginnen drei Staatschefs mit den Planungen f&uuml;r eine attraktive Post-Brexit-EU. Die Probleme sind gravierend. Erst die Schuldenkrise in Griechenland, dann die Fl&uuml;chtlingskrise, nun auch noch der Brexit: Die EU kommt nicht zur Ruhe. Um den drohenden Zerfall zu verhindern, treffen sich die 28 Staats- und Regierungschefs nun in kleinen Runden, um Reformen vorzubereiten und die EU attraktiver zu machen. Nicht immer geht es dabei so spektakul&auml;r zu wie am Montag, als sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatschef Francois Hollande und Italiens Premier Matteo Renzi auf einem Flugzeugtr&auml;ger vor der K&uuml;ste von Neapel trafen.<br>\nRenzi und Hollande h&auml;tten das zwar gerne einen &bdquo;Neustart&ldquo; der EU mit mehr Investitionen, weniger strikten Budgetregeln und einer expansiveren Wirtschaftspolitik. Doch Merkel steht auf der Bremse. Nicht &bdquo;mehr Europa&ldquo;, sondern eine bessere EU-Politik hei&szlig;t ihr Motto. Aktuell lassen sich f&uuml;nf Reform-Baustellen ausmachen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Dreiergipfel-auf-Flugzeugtraeger\/!5326634\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie aus Linken Rechte werden &ndash; Der vermeidbare Aufstieg des Front National<\/strong><br>\nIn meiner Kindheit ist meine gesamte Familie &bdquo;kommunistisch&ldquo; gewesen, und zwar in dem Sinn, dass die Bindung an die Kommunistische Partei als eine Art politisches Ordnungsprinzip den Horizont des Verh&auml;ltnisses zur Politik &uuml;berhaupt bestimmte. Wie aber konnte es dazu kommen, dass man in derselben Familie wenig sp&auml;ter rechte oder rechtsextreme Parteien w&auml;hlte und dies sogar manchmal als die &bdquo;nat&uuml;rliche&ldquo; Wahl empfand? Was war geschehen, dass nun so viele den Front National w&auml;hlten, die ihn zuvor intuitiv als Klassenfeind betrachtet und seine Vertreter gen&uuml;sslich beleidigt hatten, sobald sie auf dem Fernsehschirm auftauchten (eine seltsame und doch wirksame Art, sich in dem zu best&auml;tigen, was man ist und woran man glaubt)? Und wie kam es dazu, dass ein erheblicher Teil dieser W&auml;hler im zweiten Wahlgang einem Kandidaten der zuvor ge&auml;chteten b&uuml;rgerlichen Rechten seine Stimme gab oder sogar schon im ersten Wahlgang jenen Hampelmann der Business-Bourgeoisie unterst&uuml;tzte, der schlie&szlig;lich ins Pr&auml;sidentenamt aufstieg? Und vor allem: Welch riesigen Anteil an dieser Entwicklung hatte die offizielle Linke &ndash; und all jene, die ihr politisches Engagement der 1960er und 70er Jahre gar nicht schnell genug als Jugends&uuml;nde abtun und in &Auml;mter und Machtpositionen aufsteigen konnten, wo sie rechtem Denken Vorschub leisteten mit ihrem Versuch, das Wesens- und sogar Gr&uuml;ndungsmerkmal der Linken vergessen zu machen, das seit dem 19. Jahrhundert darin besteht, soziale Antagonismen und Unterdr&uuml;ckungsmechanismen zu thematisieren oder ganz einfach den Beherrschten eine politische Stimme zu geben?<br>\nWas aus der politischen Repr&auml;sentation und den kritischen Diskursen verschwand, war nicht nur die Arbeiterbewegung mit ihren K&auml;mpfen und Traditionen, es waren die Arbeiter selbst, ihre Kultur, ihre spezifischen Lebensbedingungen, ihre Hoffnungen und W&uuml;nsche.<br>\nWenn ich aber sehe, was aus denen geworden ist, die sich damals am Mythos des proletarischen Aufstands berauschten und den B&uuml;rgerkrieg predigten, wie k&ouml;nnte ich da behaupten, dass mein Vater falsch lag? Sie sind genauso selbstsicher und vehement wie fr&uuml;her, verurteilen heute jedoch (mit wenigen Ausnahmen) all das, was auch nur von Weitem nach einem Protest der &bdquo;popul&auml;ren Klassen&ldquo; aussieht.<br>\nDie sozialistische Linke unterzog sich einer radikalen, von Jahr zu Jahr deutlicher werdenden Verwandlung und lie&szlig; sich mit fragw&uuml;rdiger Begeisterung auf neokonservative Intellektuelle ein, die sich unter dem Vorwand der geistigen Erneuerung daran machten, den Wesenskern der Linken zu entleeren. Es kam zu einer regelrechten Metamorphose des Ethos und der intellektuellen Koordinaten. Nicht mehr von Ausbeutung und Widerstand war die Rede, sondern von &bdquo;notwendigen Reformen&ldquo; und einer &bdquo;Umgestaltung&ldquo; der Gesellschaft. Nicht mehr von Klassenverh&auml;ltnissen oder sozialem Schicksal, sondern von &bdquo;Zusammenleben&ldquo; und &bdquo;Eigenverantwortung&ldquo;. Die Idee der Unterdr&uuml;ckung, einer strukturierenden Polarit&auml;t zwischen Herrschenden und Beherrschten, verschwand aus dem Diskurs der offiziellen Linken und wurde durch die neutralisierende Vorstellung des &bdquo;Gesellschaftsvertrags&ldquo; ersetzt, in dessen Rahmen &bdquo;gleichberechtigte&ldquo; Individuen (gleich? was f&uuml;r ein obsz&ouml;ner Witz) auf die Artikulation von Partikularinteressen zu verzichten (das hei&szlig;t zu schweigen und sich von den Regierenden nach deren Gusto regieren zu lassen) h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/august\/wie-aus-linken-rechte-werden\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Pointierter kann man den Verrat der eigenen Grunds&auml;tze und Programmatik durch ehemals linke und sozialdemokratische Parteien nicht darstellen und in Anlehnung an Max Horkeimer l&auml;sst sich formulieren: Wer vom Neoliberalismus nicht reden will, sollte auch vom Rechtspopulismus schweigen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Feudalisierung f&uuml;r jeden &ndash; Die neuen Diener<\/strong><br>\nAlle sind so aufgeschlosssen, fair und korrekt. Aber da gibt es die Polin, die die Wohnung putzt. Die Eink&auml;ufe tr&auml;gt der Bote die Treppe hoch, und abends kommt der Lieferdienst mit dem Essen. F&uuml;r Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege suchen wir uns am einfachsten im Internet Personal.<br>\nDas hat &Uuml;berhand genommen, meint Christoph Bartmann. Besonders in New York , wo er lebt. Hier ist das Servicesystem bereits voll ausgearbeitet, erkl&auml;rt der Autor des Buches &ldquo;Die R&uuml;ckkehr der Diener&rdquo;. Allein Pops&auml;nger Sting besch&auml;ftigt 100 Leute &ndash; ein echter Hofstaat. Aber es geht gar nicht um die Entourage der Reichen und Superreichen, sondern um die Leute aus der Mittelschicht, denen alles zu viel wird.<br>\nH&auml;usliche Dienstleistungen aller Art werden f&uuml;r sie das Ventil, das f&uuml;r Entlastung sorgen soll. Weil sie sich einfach &uuml;bernehmen, mit dem, was sie tun, meint Christoph Bartmann. Die Gesellschaft wird geteilt in putzen und putzen lassen. Und das Leben wird getrennt in Arbeit und die &ldquo;Qualitytime&rdquo; mit Weekend-Yoga und Party. Um den Schmutz sollen sich die anderen k&uuml;mmern. Die Neofeudalisierung passiert schleichend dort, wo man sich scheinbar aufgekl&auml;rt gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dradiowissen.de\/beitrag\/die-neue-servicegesellschaft-das-macht-faul-und-dumm\">DRadio Wissen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Titel ist etwas unpr&auml;zise. Die wenigsten werden sich die neuen Dienstboten leisten k&ouml;nnen. Das Thema verweist aber auf eine Entwicklung deren Grundlage mit der Agenda 2010 und der Einf&uuml;hrung des Hartz-IV Systems gelegt wurde und welche die Heuchelei und Verlogenheit des linksliberalen Juste Milieus entlarvt, das nat&uuml;rlich sehr gerne die Dienstleistungen der Billigl&ouml;hner und prek&auml;r Besch&auml;ftigten f&uuml;r einen angenehmen Lebensstandard nutzt und sich dabei noch aufgekl&auml;rt und kosmopolitisch vorkommt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: B&uuml;rgerliche Befehlshaber<\/strong><br>\nChristoph Bartmann &uuml;bt in &ldquo;Die R&uuml;ckkehr der Diener&rdquo; scharfe Kritik am Zynismus des neuen B&uuml;rgertums, der sich im Umgang mit dem Hauspersonal manifestiere. Deren Besch&auml;ftigung zementiere in vielen F&auml;llen das soziale Gef&auml;lle und werfe Fragen zu Ungerechtigkeit auf.<br>\nNein, der Vorstand eines gut situierten Mittelschicht-Haushalts tut der portugiesischen Putzhilfe oder dem kroatischen Kinderm&auml;dchen keinen Gefallen, wenn er ihre Arbeitskraft nutzt, sie vermeintlich anst&auml;ndig bezahlt (meist am Finanzamt vorbei) und die Dienstleisterin vielleicht sogar noch zur Mitreise in den Familienurlaub einl&auml;dt.<br>\nIm Gegenteil: Er beutet sie aus, er zementiert ein soziales Gef&auml;lle, verhindert die Integration, die er zu f&ouml;rdern vorgibt, und ist sich meist sogar bewusst, in einem moralischen Dilemma versagt zu haben. Niemand legt sich im Morgenmantel faul aufs Sofa, w&auml;hrend die Haushaltsperle den Fu&szlig;boden davor schrubbt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/christoph-bartmann-die-rueckkehr-der-diener-buergerliche.950.de.html?dram:article_id=363694\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>The death of neoliberalism and the crisis in western politics<\/strong><br>\nThe western financial crisis of 2007-8 was the worst since 1931, yet its immediate repercussions were surprisingly modest. The crisis challenged the foundation stones of the long-dominant neoliberal ideology but it seemed to emerge largely unscathed. The banks were bailed out; hardly any bankers on either side of the Atlantic were prosecuted for their crimes; and the price of their behaviour was duly paid by the taxpayer. Subsequent economic policy, especially in the Anglo-Saxon world, has relied overwhelmingly on monetary policy, especially quantitative easing. It has failed. The western economy has stagnated and is now approaching its lost decade, with no end in sight.<br>\nAfter almost nine years, we are finally beginning to reap the political whirlwind of the financial crisis. But how did neoliberalism manage to survive virtually unscathed for so long? Although it failed the test of the real world, bequeathing the worst economic disaster for seven decades, politically and intellectually it remained the only show in town. Parties of the right, centre and left had all bought into its philosophy, New Labour a classic in point. They knew no other way of thinking or doing: it had become the common sense. It was, as Antonio Gramsci put it, hegemonic. But that hegemony cannot and will not survive the test of the real world.<br>\nThe first inkling of the wider political consequences was evident in the turn in public opinion against the banks, bankers and business leaders. For decades, they could do no wrong: they were feted as the role models of our age, the default troubleshooters of choice in education, health and seemingly everything else. Now, though, their star was in steep descent, along with that of the political class. The effect of the financial crisis was to undermine faith and trust in the competence of the governing elites. It marked the beginnings of a wider political crisis.<br>\nBut the causes of this political crisis, glaringly evident on both sides of the Atlantic, are much deeper than simply the financial crisis and the virtually stillborn recovery of the last decade. They go to the heart of the neoliberal project that dates from the late 70s and the political rise of Reagan and Thatcher, and embraced at its core the idea of a global free market in goods, services and capital. The depression-era system of bank regulation was dismantled, in the US in the 1990s and in Britain in 1986, thereby creating the conditions for the 2008 crisis. Equality was scorned, the idea of trickle-down economics lauded, government condemned as a fetter on the market and duly downsized, immigration encouraged, regulation cut to a minimum, taxes reduced and a blind eye turned to corporate evasion.<br>\nIt should be noted that, by historical standards, the neoliberal era has not had a particularly good track record. The most dynamic period of postwar western growth was that between the end of the war and the early 70s, the era of welfare capitalism and Keynesianism, when the growth rate was double that of the neoliberal period from 1980 to the present.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/aug\/21\/death-of-neoliberalism-crisis-in-western-politics\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn der Autor bez&uuml;glich des Endes der neoliberalen Ideologie nicht zu optimistisch ist. Die politische Hegemonie dieser ist zumindest in Deutschland ungebrochen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Morddrohungen gibt es regelm&auml;&szlig;ig<\/strong><br>\nJens Spahn ist 36 Jahre alt &ndash; und geh&ouml;rt trotz seines jungen Alters bereits zum politischen Inventar der Republik. Seit 2002 ist er Mitglied des Bundestags, erst als Gesundheitspolitiker, bis er ins Bundesfinanzministerium als Staatssekret&auml;r aufr&uuml;ckte. &Uuml;ber die Rente, sein Lieblingsthema, redet er aber immer noch gern, obwohl er deshalb schon als &ldquo;Hosenschei&szlig;er&rdquo; beschimpft wurde und &ldquo;regelm&auml;&szlig;ig&rdquo; Morddrohungen bekomme.<br>\n&Uuml;ber die Rente wird derzeit viel diskutiert. Bekommen die Alten zu wenig Geld? &ldquo;Den Rentnern geht es doch so gut wie noch nie&rdquo;, sagt Spahn im Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung. Das Rentenniveau sei mit derzeit 47,5 Prozent eines Durchschnittslohns besser als erwartet. Auch 2020 und 2030 werde das Niveau &uuml;ber dem politisch festgelegten Mindestmarken von 46 beziehungsweise 43 Prozent liegen.<br>\nAuch zur umstrittenen Riester-Rente &auml;u&szlig;ert sich Spahn &ndash; und fordert Reformen. &ldquo;Wir sollten pr&uuml;fen, ob wir die Entscheidung &uuml;ber die Zulagen nicht doch bei den Finanz&auml;mtern ansiedeln k&ouml;nnen. Die pr&uuml;fen ja ohnehin schon, ob dem Riester-Sparer Steuervorteile zustehen&rdquo;, sagt Spahn. Nach Ansicht des CDU-Politikers m&uuml;sste es auch die Zulagen f&uuml;r die staatlich gef&ouml;rderte private Altersvorsorge automatisch geben, und nicht erst nach Antrag. &ldquo;Viele f&uuml;llen die komplizierten Formulare heute gar nicht aus&rdquo;, sagt Spahn.<br>\nSpahn kritisiert die laufende Debatte um die Altersversorgung. &ldquo;Einige Politiker und Gewerkschafter haben das Kunstst&uuml;ck geschafft, im Jahr der gr&ouml;&szlig;ten Rentenerh&ouml;hung seit 23 Jahren eine Debatte &uuml;ber Altersarmut vom Zaun zu brechen&rdquo;, sagt er. &ldquo;Zu viele haben das falsche Bild einer drohenden massenhaften Altersarmut im Kopf. Das ist &ndash; bei allem Respekt &ndash; totaler Quatsch.&rdquo;<br>\nSpahn ist &uuml;berzeugt, dass viele Arbeitnehmer l&auml;nger arbeiten wollen. Sein Vater, der mal Prokurist war, w&uuml;rde jetzt &ldquo;immer mal wieder&rdquo; als Fahrer Geld dazu verdienen, weil er das Nichts-Tun als Rentner zu Hause nicht aushalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/rentendebatte-morddrohungen-gibt-es-regelmaessig-1.3130504\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es f&auml;llt einem schwer zum dummen und zynischen Gefasel von Spahn noch &uuml;berhaupt etwas zu sagen. Vor allem da dieser als Finanzstaatssekret&auml;r verkleidete Pharma- und Finanzindustrielobbyist von Dingen redet, von denen er &uuml;berhaupt keine Ahnung hat. Spahn sitzt seit 2002 im Bundestag, sprich der Mann hat in seinem ganzen Leben, sieht man von seiner Banklehre ab, noch nie wirklich gearbeitet. Um seine Altersversorgung braucht sich Spahn allerdings keinerlei Sorgen machen, er kann als Parlamentarier und Staatssekret&auml;r auf einen luxuri&ouml;se Altersvorsorge zur&uuml;ckgreifen f&uuml;r die nat&uuml;rlich der Steuerzahler aufkommt. Da kann man anderen schon einmal empfehlen, l&auml;nger zu arbeiten. Dabei ist es heute so, dass man bereits mit Ende vierzig faktisch keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hat. Es ist grotesk, solche Figuren sollen politische Entscheidungen &uuml;ber die Altersbez&uuml;ge von Millionen B&uuml;rgern treffen.<\/em><br>\n<em>Es ist allerdings interessant zu sehen wie die neue Kampagne der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; zur Rente mit 69 Fahrt auf nimmt und wie reibungslos die Zusammenarbeit der Politik mit den Kampagnen-Journalisten funktioniert. Losgetreten wurde die Kampagne durch die Bundesbank, die sich solcher Einmischungen in die &ouml;ffentliche politische Debatte eigentlich zu enthalten hat. Es w&auml;re deshalb naiv zu glauben, dass diese Kampagne nicht aus der obersten Etage des Kanzleramtes abgesegnet w&auml;re.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Rente: Wo geriestert wird, fallen Jens&lsquo; Sp&auml;hne<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/133223\/rente-wo-geriestert-wird-fallen-jens-spaehne\">Der Spiegelfechter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weitere Kampagnen-Artikel zur Rentendebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rente mit 73<\/strong><br>\nDie Deutschen leben immer l&auml;nger. Und immer ges&uuml;nder. Was spricht dagegen, auch immer l&auml;nger zu arbeiten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/was-spricht-eigentlich-gegen-die-rente-mit-73-14398020.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Was brauchen wir eigentlich im Alter?<\/strong><br>\nViele Menschen f&uuml;rchten um ihren Lebensstandard. Vielleicht wird die Angst davor geringer, wenn man mal eine grunds&auml;tzliche Frage stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/leben-im-alter-was-brauchen-wir-eigentlich-im-alter-1.3128162\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine weiterer, von Zynismus strotzender, Beitrag zur Kampagne f&uuml;r die Rente mit 69. Seltsam, dass die Frage, was man eigentlich so braucht im Leben, sich immer nur die Menschen stellen sollen, welchen es materiell sowieso nicht bestens geht. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gro&szlig;demonstrationen in Chile: Zigtausende gegen Rentensystem<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Rentenkassen stammt noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur. Die Rentenauszahlungen liegen weit unter den zugesagten Betr&auml;gen.<br>\nHunderttausende Menschen haben am Sonntag in der chilenischen Hauptstadt Santiago und anderen Teilen des Landes gegen das noch aus der Zeit der Pinochet-Diktatur stammende System der privaten Rentenkassen demonstriert.<br>\nAllein in der Hauptstadt Santiago gingen den Veranstaltern zufolge 600.000 Demonstranten auf die Stra&szlig;e. Nach Angaben der Polizei waren es 80.000. Die Kundgebungen fanden auch in rund 50 weiteren St&auml;dten statt.<br>\nDer Protest richtete sich gegen das unter der Milit&auml;rdiktatur von Augusto Pinochet 1981 eingef&uuml;hrte System, mit dem die Altersvorsorge privatisiert wurde. Vor allem die neoliberalen Wirtschaftsberater des Diktators, die &bdquo;Chicago-Boys&ldquo;, dr&auml;ngten damals zu dem Schritt. Ihnen ging es nicht nur darum, den drohenden Bankrott des staatlichen Pensionssystems abzuwenden, sondern auch um eine h&ouml;here Sparquote.<br>\nVon dem System sind etwa zehn Millionen Besch&auml;ftigte betroffen. Die ausgezahlten Rentenbetr&auml;ge liegen weit unter den zugesagten 70 Prozent des letzten Einkommens. Nach Angaben der staatlichen Aufsichtsbeh&ouml;rde der Pensionskassen beziehen die chilenischen Pension&auml;re durchschnittlich 197.726 Pesos (265 Euro).<br>\nUnter dem Druck anhaltender Proteste hatte die chilenische Pr&auml;sidentin Michelle Bachelet vor zwei Wochen eine Reform des Rentensystems angek&uuml;ndigt. Bachelets Zustimmungswerte in der Bev&ouml;lkerung liegen derzeit Umfragen zufolge bei 15 Prozent. Das ist der niedrigste Wert f&uuml;r ein Staatsoberhaupt in Chile seit dem Ende der Pinochet-Herrschaft (1973 bis 1990).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Grossdemonstrationen-in-Chile\/!5332382\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In Chile ist man offenbar schon weiter als in Deutschland. Vor allem will man dort wieder zur&uuml;ck zu einem &ouml;ffentlich finanzierten Rentensystem.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bedingungsloses Grundeinkommen: NEIN, Grundrecht auf soziale Teilhabe: JA<\/strong><br>\nDie deutsche Sprache ist eine sehr pr&auml;zise Sprache, die es erforderlich macht, Sachverhalte korrekt zu beschreiben. Die Begrifflichkeit &bdquo;bedingungsloses Grundeinkommen&ldquo; ist einerseits eine &bdquo;Unm&ouml;glichkeit&ldquo; und andererseits eine sachlich falsche Beschreibung. Hier bewegen wir uns auf dem Gebiet sprachlicher &bdquo;Schlampigkeit&ldquo;, die daf&uuml;r sorgt, dass Sachverhalte verschleiert werden und damit missbraucht werden k&ouml;nnen.<br>\nEin Beispiel dieser Kategorie ist das Bezeichnungspaar &bdquo;Arbeitgeber\/Arbeitnehmer&ldquo;. Hier wird n&auml;mlich die wahre Bedeutung des dahinter stehenden Sachverhalts, wer etwas &bdquo;gibt&ldquo; und wer etwas &bdquo;nimmt&ldquo;, verschleiert. Der &bdquo;Arbeitgeber&ldquo; gibt &bdquo;Kapital&ldquo;, der &bdquo;Arbeitnehmer&ldquo; gibt seine Arbeitsleistung, genommen wird das damit erzielbare &bdquo;Einkommen&ldquo;, wobei man &uuml;ber die angemessene Aufteilung trefflich streiten kann. Streit ist insbesondere dann kaum zu vermeiden, wenn man der Frage nachgeht, wie &bdquo;Kapital&ldquo; entsteht und wieso daf&uuml;r ohne weitere Leistungserbringung ein &bdquo;Einkommen&ldquo; gezahlt wird.<br>\nDie Unm&ouml;glichkeit des Begriffes &bdquo;bedingungsloses Grundeinkommen&ldquo; liegt zun&auml;chst in dem &bdquo;bedingungslos&ldquo;. Einfach nichts auf dieser Welt ist bedingungslos, sonst g&auml;be es keine Naturgesetze wie z.B. die &bdquo;Fliehkraft&ldquo; oder andere.<br>\nAber auch der Begriff &bdquo;Grundeinkommen&ldquo; ist f&uuml;r etwas, f&uuml;r das niemand etwas tun soll, zumindest irref&uuml;hrend. Einkommen ist immer das Ergebnis des Einsatzes der Produktivfaktoren Boden, Arbeit und Kapital. Das Teilwort &bdquo;Grund&hellip;&ldquo; deutet eher auf den Verwendungszweck des Einkommens, hat aber mit der Erlangung von Einkommen nichts zu tun.<br>\nWorum es bei diesem Thema eigentlich geht, ist die Aus&uuml;bung eines &bdquo;Grundrechts auf soziale Teilhabe&ldquo; in unserer Gesellschaft. Da dies im Kapitalismus nun mal nur mit &bdquo;Geld&ldquo; m&ouml;glich ist, geht es letztendlich um eine angemessene Verteilung! Wenn die f&uuml;r das Einkommen erforderliche Leistung erbracht wird, Indikator daf&uuml;r w&auml;re ein steigendes BIP, muss man fragen, wie das Einkommen verteilt werden soll, so dass das Grundrecht auf Teilhabe gew&auml;hrleistet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/bedingungsloses-grundeinkommen-nein-grundrecht-auf-soziale-teilhabe-ja\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hannelore Kraft sagt Ja zu Ceta und bleibt skeptisch bei TTIP<\/strong><br>\n&ldquo;Mein Wunsch w&auml;re, dass Ceta gelingt&rdquo;, sagte die SPD-Politikerin bei einem Besuch unserer Redaktion. Grunds&auml;tzlich begr&uuml;&szlig;e sie Freihandelsabkommen. &ldquo;Entscheidend ist jedoch, was drinsteht&rdquo;, betonte Kraft.<br>\nSie habe sich &uuml;ber das intransparente Verfahren bei Ceta wie auch bei dem umstrittenen Abkommen der EU mit den USA (TTIP) ge&auml;rgert, sagte die Ministerpr&auml;sidentin. &ldquo;Aber bei Ceta haben sich die Kanadier ja noch einmal bewegt.&rdquo; Die Bundes-SPD habe &ldquo;rote Linien&rdquo; definiert, die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rften. Die Frage der au&szlig;erordentlichen Gerichtsbarkeit sei nun geregelt, bei TTIP aber gebe es keine Bewegung.<br>\nZu den Bef&uuml;rwortern von Ceta geh&ouml;rt auch der Bundeswirtschaftsminister, SPD-Chef Sigmar Gabriel. Laut &ldquo;Spiegel&rdquo; will er seine Partei auf einem Konvent am 19. September in Wolfsburg f&uuml;r das Abkommen gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/nrw\/landespolitik\/hannelore-kraft-sagt-ja-zu-ceta-und-bleibt-skeptisch-bei-ttip-aid-1.6204418\">rp-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist hoffnungslos. Vielleicht erkl&auml;rt uns Frau Kraft ja einmal den grunds&auml;tzlichen Unterschied zwischen TTIP und Ceta? Der endg&uuml;ltige Text von CETA enth&auml;lt sehr wohl weiterhin ein st&auml;ndiges Schiedsgericht au&szlig;erhalb der nationalen Rechtssysteme.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: CETA und TTIP sind voll super!!! &ldquo;Lobbyist&rdquo; Max Uthoff redet Klartext<\/strong><br>\nWas ist eigentlich so schlimm an den Freihandelsabkommen CETA und TTIP? Gar nichts, findet unser &ldquo;Lobbyist&rdquo; Max Uthoff &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/Gv85Qj3anfI\">YouTube<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streit um Einflussnahme von Boehringer Ingelheim auf die Uniklinik Mainz<\/strong><br>\nDer Pharmakonzern Boehringer Ingelheim ist in der Forschung sehr aktiv. Um internationale Spitzenforscher ins Rhein-Main-Gebiet zu locken, hat die konzernnahe private Boehringer-Ingelheim-Stiftung der Johannes-Gutenberg-Universit&auml;t Mainz 150 Millionen Euro f&uuml;r die Biologie bis 2023 versprochen.<br>\nUm die Vereinbarung, in der diese Kooperation festgehalten wurde, gibt es Streit. Die Universit&auml;t hatte die Vertr&auml;ge mit der Boehringer-Ingelheim-Stiftung lange unter Verschluss gehalten &ndash; bis SPIEGEL ONLINE und einige andere Journalisten schlie&szlig;lich hineinschauen durften. Kritiker warfen der Hochschule vor, nicht transparent zu machen, ob die Pharmaindustrie ungeb&uuml;hrend Einfluss auf die Forschung nimmt.<br>\nSchlie&szlig;lich zwang SWR-Reporter Thomas Leif die Hochschule per Gericht, auch ihm Einblick in den Vertrag zu gew&auml;hren.<br>\nDaraus geht unter anderem hervor, dass das Institut nur von Wissenschaftlern geleitet werden kann, mit denen die Stiftung einverstanden ist. Einfluss auf wissenschaftliche Publikationen nehme man nicht, teilte die Stiftung mit.<br>\nNach heftiger Kritik hatte Uni-Pr&auml;sident Georg Krausch jedoch einger&auml;umt, dass der Vertrag Fehler enthalte. Derzeit liefen Gespr&auml;che mit der Stiftung &uuml;ber &ldquo;m&ouml;gliche &Auml;nderungen potenziell missverst&auml;ndlicher Passagen&rdquo;, teilt die Hochschule mit.<br>\nInzwischen gibt es zudem neuen &Auml;rger &uuml;ber einen Vertrag, den die Uniklinik Mainz mit dem Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim vor einigen Jahren geschlossen hat. Dabei geht es um die Gutenberg-Gesundheitsstudie, ein &ldquo;universit&auml;res Leuchtturmprojekt&rdquo;, wie es auf der Website hei&szlig;t.<br>\nF&uuml;r die Langzeitstudie wurden zwischen 2007 und 2012 mehr als 15.000 Menschen aufwendig untersucht. In den kommenden Jahren wollen Forscher ihre gesundheitliche Entwicklung dokumentieren.<br>\nBoehringer Ingelheim f&ouml;rdert die Studie mit drei Millionen Euro bis Ende 2017. Auch dieser Vertrag ist geheim. Einen Anhang zur internen Gesch&auml;ftsordnung konnte SWR-Reporter Leif jedoch in Teilen erhalten. Er wirft der Uniklinik vor zuzulassen, dass der Pharmakonzern mit Sonderprivilegien in die im Grundgesetz garantierte Forschungsfreiheit eingreifen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/uniklinik-mainz-weist-vorwurf-der-boehringer-einflussnahme-zurueck-a-1108324.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Konfrontation als Ziel<\/strong><br>\nVor der russischen Duma-Wahl diskutiert das au&szlig;enpolitische Establishment der Bundesrepublik &uuml;ber die k&uuml;nftige Au&szlig;enpolitik Russlands und &uuml;ber die angemessenen westlichen Reaktionen. Hintergrund ist die Beobachtung, dass die au&szlig;enpolitischen Analyseapparate das russische Vorgehen sowohl im Ukraine-Konflikt als auch im Syrien-Krieg nicht vorausgesehen haben, wie die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in einer aktuellen Studie konstatiert. Die Ursachenanalyse der SWP bietet Hinweise, dass Politiker und Experten eigenen Propaganda-Behauptungen aufgesessen sind und durch &ldquo;schablonenhafte&rdquo; Interpretationen &ldquo;blind&rdquo; f&uuml;r die tats&auml;chliche Entwicklung wurden. Wie es in einem Diskussionsbeitrag hei&szlig;t, den ein namhafter russischer Experte verfasst hat, sei davon auszugehen, dass Moskau, aber auch die westlichen M&auml;chte vorl&auml;ufig die au&szlig;enpolitische Konfrontationspolitik weiterf&uuml;hren w&uuml;rden; dies entspreche ihren Interessen: Beide Seiten w&uuml;rden damit versuchen, ihre B&uuml;ndnisse und ihr immer st&auml;rker gespaltenes Inneres zu konsolidieren. Im Westen belege das die gebetsm&uuml;hlenartige &ldquo;Erw&auml;hnung von Putin in den Kampagnen und Wahlk&auml;mpfen der &lsquo;Parteien des Establishments'&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59423\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>GR&Uuml;NE treiben das Schlachten in Syrien voran<\/strong><br>\nEin kleiner Junge blickt ins Nichts: Omran Daqneesh aus Aleppo. Das Nichts seiner Zukunft in einem Syrien des Krieges. Verloren sitzt er in der Ambulanz, einer der vielen Kriegsverlierer. Sein Bild ging um die westliche Welt. Seine Botschaft, manchmal im Kommentar zu lesen, machmal im antrainierten Reflex des Betrachters l&auml;ngst freigeschaltet: Der Russe war&acute;s, Assad war&acute;s. Lange Jahre gut ger&uuml;steter Medienarbeit zahlen sich aus: Schon die schlichte &Uuml;berlegung, dass es in jedem Krieg zwei Seiten gibt, ist dem gew&ouml;hnlichen Medien-Konsumenten aus dem Hirn amputiert. Die Frage nach Beweisen, nach Umst&auml;nden, nach Ursachen gar, liegt ihm inzwischen so fern, wie die Entscheidungszentren, in denen dieser Krieg gemacht wird.<br>\nTage sp&auml;ter, nachdem Omrans Foto seine Wirkung getan hat, gibt es in einigen wenigen Medien, nicht mehr ganz vorn, eher hinten im Nebens&auml;chlichen, eine Notiz zum Fotografen des anr&uuml;hrenden Kinderbildes: Es hat ein Mann geschossen, der selbst schon auf einem Foto zu sehen war. Das zeigt ihn, wie er grinsend mit K&auml;mpfern der Zenki-Milizen posiert. Das sind die Verbrecher, die ein anderes syrisches Kind enthauptet haben. Dieses Foto vom 5. August, das nicht ann&auml;hernd die Popularit&auml;t des Fotos mit dem kleinen Omran erlangte, zeigt sie: Die zweite Seite im syrischen Krieg. Die sogenannten Rebellen, Oppositionellen, Aktivisten. Auch der inzwischen weltber&uuml;hmte Fotograf des Omran-Fotos wird in den einschl&auml;gigen Medien zu den &bdquo;Aktivisten&ldquo; gez&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/luftbruecke-in-den-krieg.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gr&uuml;n-schwarzes Gemauschel<\/strong><br>\nVertrauliches zum Koalitionsvertrag bereitet in Baden-W&uuml;rttemberg Gr&uuml;n-Schwarz zunehmend Probleme. Jetzt werden neue Geheimabsprachen bekannt.<br>\nDie gr&uuml;n-schwarze Koalition in Baden-W&uuml;rttemberg will Personal abbauen, Steuern erh&ouml;hen und das Budget der Kommunen k&uuml;rzen &ndash; hat diesen Plan zun&auml;chst aber sowohl der &Ouml;ffentlichkeit als auch den eigenen Abgeordneten verheimlicht. Wie die Ulmer S&uuml;dwest Presse berichtet, sind die Ma&szlig;nahmen Teil geheimer Nebenabsprachen zum Koali&shy;tions&shy;vertrag. Die Dokumente tragen laut Bericht die Unterschriften von Ministerp&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) und seinem Stellvertreter Thomas Strobl (CDU).<br>\nDie beiden Parteien hatten zwar auch im &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Koalitionsvertrag festgeschrieben, den Haushalt konsolidieren zu wollen, welche konkreten Ma&szlig;nahmen daf&uuml;r infrage kommen, war bislang aber nicht bekannt. Laut den Nebenabsprachen erw&auml;gen die Koalitionsspitzen im Einzelnen, die Grunderwerbsteuer um 1,5 Prozentpunkte auf sechs Prozent zu erh&ouml;hen, bis 2020 insgesamt 5.000 &ouml;ffentliche Stellen abzubauen und j&auml;hrlich bis zu 300 Millionen Euro von den St&auml;dten und Gemeinden abzuzwacken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Koalitionsvertrag-in-Baden-Wuerttemberg\/!5326443\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die Konservativen regieren, ob nun original schwarz oder gr&uuml;n oder SPD-rosa lackiert, dann geht es immer gegen die Arbeitnehmer, die Kommunen und &ldquo;die kleinen Leute&rdquo;. Insofern k&ouml;nnen die Baden-W&uuml;rttemberger nicht &uuml;berrascht sein, da&szlig; die von ihnen gew&auml;hlte Regierung die Umverteilung von unten nach oben versch&auml;rft, zumal es jetzt mit der Schuldenbremse ernst wird. Besonders dreist sind Kretschmann und Strobel aber darin, &ouml;ffentlich weiterhin niedrige Steuern f&uuml;r Unternehmen und noch mehr Privilegien f&uuml;r Unternehmenserben zu <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5017057\/\">fordern<\/a>, aber den Plan, sich das Geld von den normalen B&uuml;rgern wieder zu holen, geheim zu halten. Baden-W&uuml;rttemberg hatte z. B. im Jahr 2015 Erbschaftsteuereinnahmen von <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/stuttgart-mehr-steuereinnahmen-durch-erbschaften\/-\/id=1622\/did=17850794\/nid=1622\/1oa169s\/\">850 Millionen Euro<\/a>, die sich mit einer vern&uuml;nftig reformierten Erbschaftsteuer leicht verdoppeln lie&szlig;en. Solange man noch &ouml;ffentliche Angestellte entlassen und die Kommunen schr&ouml;pfen kann, kann man nat&uuml;rlich weiter Superreiche beschenken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Corbyn makes pledge to strengthen union negotiating powers<\/strong><br>\nJeremy Corbyn has signalled he would work to strengthen the bargaining powers of trade unions if he is returned as Labour leader.<br>\nWith the first ballot papers in the leadership contest due to go out today, Corbyn pledged that in government Labour would introduce new &ldquo;collective and individual rights&rdquo; in the workplace.<br>\nThe measures would include mandatory collective bargaining in firms with more than 250 employees, the election of staff representatives to executive remuneration committees, and the introduction of &ldquo;sectoral union bargaining rights&rdquo;.<br>\nThe Labour leader said the changes would form part of a wider package of reforms to &ldquo;democratise our country from the ground up&rdquo; and give people a &ldquo;real say&rdquo; in their workplaces and communities.<br>\n&ldquo;We need to break open the closed circle of Westminster and Whitehall, and of the boardrooms too,&rdquo; he said in a statement.<br>\n&ldquo;Decisions in Britain are overwhelmingly taken from the top down. And that&rsquo;s crucial to why our country is run in the interests of a privileged few.<br>\n&ldquo;Labour under my leadership will listen to ideas from the bottom up &ndash; and take radical action to transform and rebuild our country so that no one and no community is left behind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/aug\/22\/corbyn-makes-pledge-to-strengthen-union-negotiating-powers\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Behaupten, behaupten, einfach nur behaupten<\/strong><br>\nNeulich hat jemand die &raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&laquo; (INSM) auf Facebook besucht und denen gesteckt, dass sie enttarnt seien. Die &raquo;NachDenkSeiten&laquo; h&auml;tten n&auml;mlich schon lange ausgerechnet, dass diese Initiative h&ouml;chst unseri&ouml;s sei. Wahrscheinlich weil sie mit falschen Berechnungen versuche, die Politik und die Medien zu beeinflussen. Nur einige Stunden sp&auml;ter eine Stellungnahme seitens der INSM in Kommentarform: &raquo;Die NachDenkSeiten sind h&ouml;chst unseri&ouml;s.&laquo; Punkt. Das ist mal ein Argument. Handfest. Inhaltsvoll. Es ist hingegen keines, das irgendwie &uuml;berrascht. Denn genau so ist das Muster, das diese Herrschaften immer schon angewandt haben. Insofern ist dieser unbedeutende Vorfall nicht weniger als eine Darstellung der eigenen g&auml;ngigen Praxis in nuce.<br>\nDie &raquo;Argumentationen&laquo; der INSM beruhten immer nur auf Behauptungen. Auf unbegr&uuml;ndete Aussagen, die man gef&auml;lligst hinzunehmen habe. Man setzte ein Ger&uuml;cht in die Welt und wiederholte, wiederholte, wiederholte es. Argumentationslinien lieferte man eher nicht. Bestenfalls unzureichend. Man musste ja nichts mehr begr&uuml;nden, argumentativ darlegen. Durch die Wiederholung war die L&uuml;ge ja l&auml;ngst zur Wahrheit geworden, die die Gesellschaft auf allen Ebenen beeinflusste. Ob nun Renten- oder Demographiedebatte, die steilen Thesen dieser Denkfabrik waren dem Land in Fleisch und Blut &uuml;bergegangen. Man musste da gar nichts mehr erkl&auml;ren, denn dass die Rente nicht sicher sei und die Deutschen aussterben w&uuml;rden, das wusste man bereits so sicher, wie dass ein Bleistift Richtung Boden f&auml;llt, wenn man einfach die Finger, zwischen denen er klemmte, auseinanderspreizt. Nach oben f&auml;llt er nicht. Diese Empirie aus Gewohnheit, so philosophierte Hume schon zu seiner Zeit, verfestige sich zu Gewissheit und erlaube uns Routine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/08\/behaupten-behaupten-einfach-nur.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Ertr&auml;ge &ouml;ffentlicher Pensionsfonds brechen ein<\/strong><br>\nStaatliche Pensionsfonds geraten unter Druck. Die Renditen sinken. Nun stellt man fest, dass das mit dem Zur&uuml;cklegen von Geld nicht so einfach ist und schon bricht Panik aus. Was l&auml;uft da falsch? Wissen Sie, was ein staatlicher Pensionsfonds ist? Wenn nicht, ist das eine entscheidende Wissensl&uuml;cke. Weil n&auml;mlich staatliche Pensionsfonds die genialste menschliche Idee seit der Erfindung des Rades sind. Besonders anf&auml;llig f&uuml;r diese grandiose Idee sind solche deutschen Landesregierungen, die ihren geistigen Horizont freiwillig dadurch beschr&auml;nken, dass sie die schw&auml;bische Hausfrau zu ihrem wichtigsten &ouml;konomischen Ratgeber machen. Ein Brett vor dem Kopf reicht da nicht, da m&uuml;ssen schon ganz dicke Balken her. [&hellip;]<br>\nJa, es ist der Staat selbst. Weil er keine Zinsen mehr zahlt auf die Anleihen, die er begibt, bekommt er auch selbst keine Zinsen mehr f&uuml;r die Fonds, die er f&uuml;r seine Beamten angelegt hat. Da werden sie jetzt das zur&uuml;ckgelegte Geld vermehrt in Aktien &bdquo;investieren&ldquo;. Zwar steigen die Gewinne der Unternehmen auch nicht, wenn mehr Aktien gekauft werden, aber es sieht doch gut aus, wenn die Kurse kr&auml;ftig nach oben gehen. Wenn der n&auml;chste Aktiencrash kommt &ndash; und der kommt mit Sicherheit &ndash; dann muss allerdings der Staat (oder die Zentralbank) nicht nur die Banken retten, er muss dann auch all die im Wert fallenden Aktien aufkaufen, um die Pensionen der Beamten krisenfest zu sichern.<br>\nMan sieht, das mit dem &bdquo;Zur&uuml;cklegen&ldquo; des Geldes hat seine T&uuml;cken. Man fragt sich nicht nur, wie die schw&auml;bische Hausfrau das eigentlich macht, sondern auch, wieso es bei den Eichh&ouml;rnchen so gut klappt. Hunderttausende von Jahren legen die schon ihre N&uuml;sse zur&uuml;ck und man hat noch nie geh&ouml;rt, dass bei denen die Zinsen unter Druck geraten w&auml;ren oder es gar einen Finanzcrash gegeben h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/die-ertraege-oeffentlicher-pensionsfonds-brechen-ein\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Leibhaftige Finanzminister sind nicht f&auml;hig, in gesamtwirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen zu denken<\/strong><br>\nUnd die Moral von der Geschicht&rsquo;? Gesamtwirtschaftlich gibt&rsquo;s kein Sparen nicht. Wann immer einer mehr sparen will, braucht er einen, der sich h&ouml;her verschulden will. Wenn das der Staat selbst ist, kann er sich die Sparanstrengung vollst&auml;ndig sparen, denn er gibt nur unsinnigerweise Geld aus f&uuml;r die Verwaltung eines Pensionsfonds, der nichts, aber auch gar nichts zur Absicherung der Pensionen oder zur sp&auml;teren Entlastung des Staates beitr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3077\">Albrecht M&uuml;ller auf den NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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