{"id":3473,"date":"2008-09-24T10:05:44","date_gmt":"2008-09-24T08:05:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3473"},"modified":"2008-09-24T14:20:27","modified_gmt":"2008-09-24T12:20:27","slug":"hinweise-des-tages-739","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3473","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>EU fasst Banken mit Samthandschuhen an<\/li>\n<li>Einst&uuml;rzende Weltbilder<\/li>\n<li>Nouriel Roubini: Der Tod der Schattenbanken<\/li>\n<li>&ldquo;Unglaubliche Blau&auml;ugigkeit&rdquo; &ndash; Interview mit Hengsbach<\/li>\n<li>Staatsstreich mit Plan P<\/li>\n<li>Und weitere Infos aus dem Kasino<\/li>\n<li>&bdquo;Keine Rezession herbeireden&ldquo; (Axel Weber)<\/li>\n<li>&bdquo;Es wird eine tiefe Rezession kommen&ldquo; Chefstratege Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale<\/li>\n<li>Krise ist kein Grund f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung<\/li>\n<li>S&uuml;dafrika<\/li>\n<li>Pro und Contra Netzwerk Recherche<\/li>\n<li>Noch eine Kampagnensendung: Unter den Linden<\/li>\n<li>Unis nagen am harten Knochen<\/li>\n<li>Bachelor-Studium eine Sackgasse?<\/li>\n<li>Offenlegung Kontenbewegung Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/li>\n<li>Ostseepipeline mit Russland ist im deutschen Interesse<\/li>\n<li>Krankenhausgesellschaft warnt vor Kliniksterben<\/li>\n<li>SPD reagiert allergisch auf Kritik\/Beispiel Wiesbaden<\/li>\n<li>Privatisierung &ndash; Jobverluste &uuml;berwiegen<\/li>\n<li>Mal wieder Propaganda f&uuml;r die private Rente<\/li>\n<li>Bespitzelung bei Telekom<\/li>\n<li>Bertelsmann Stiftung &uuml;bergibt &ldquo;SEIS&rdquo; an L&auml;nderkonsortium<\/li>\n<li>Artikelserie &ldquo;Abitur verkauft&rdquo; im Bildungswirt sorgt f&uuml;r Bewegung in Hessen.<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3473&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<strong>Neues aus dem Kasino:<\/strong>\n<li><strong>EU fasst Banken mit Samthandschuhen an<\/strong><br>\nWeil europ&auml;ische Banken leichtfertig Milliarden verzockten, sollten die Regeln in der EU urspr&uuml;nglich deutlich sch&auml;rfer werden. Doch pl&ouml;tzlich rudern die Politiker zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/finanzkrise-eu-fasst-banken-mit-samthandschuhen-an_aid_335177.html?drucken=1\">FOCUS<\/a><\/li>\n<li><strong>Einst&uuml;rzende Weltbilder<\/strong><br>\nMit der Inbrunst der Unfehlbarkeit wurde die Freiheit der reinen Marktwirtschaft gepriesen. Jetzt, wo diese Freiheit ihr h&ouml;hnisch grinsendes Fratzengesicht zeigt, werden die Verluste noch rapider verstaatlicht, als die Gewinne privat eingeheimst worden waren.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite-Finanzkrise;art692,2621109\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Wenn das so ist, warum geht der Berliner Tagesspiegel dann nicht auf eine konsequentere Linie gegen die neoliberale Ideologie? Er k&ouml;nnte zum Meinungsf&uuml;hrer im orientierungslos und deutschen Medienzirkus werden. Spiegel, Zeit, Stern &hellip;  haben das Feld der kritischen Begleitung des Geschehens ger&auml;umt. Welch eine Chance!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nouriel Roubini: Der Tod der Schattenbanken<\/strong><br>\nEin gro&szlig;er Run zerst&ouml;rt immer neue Teile des Finanzsystems. In der n&auml;chsten Phase wird es einen Run gegen Tausende hoch verschuldeter Hedge-Fonds geben. Nach kurzer Sperrfrist k&ouml;nnen die Investoren hier ihre Einlagen quartalsweise abziehen. Hunderte kleinerer, j&uuml;ngerer Fonds sind mit ihrer Verschuldung exzessive Risiken eingegangen, die schlechter gef&uuml;hrten Fonds k&ouml;nnten kollabieren. Wahrscheinlich wird die aufgebl&auml;hte Branche in den n&auml;chsten zwei Jahren schrumpfen. Selbst Private-Equity-Firmen mit ihren stark fremdfinanzierten &Uuml;bernahmen werden nicht ungeschoren bleiben. Die Private-Equity-Blase f&uuml;hrte zu Leveraged Buyouts (LBOs) im Wert von &uuml;ber 1000 Mrd. $, die nie h&auml;tten stattfinden d&uuml;rfen. Da diese Kredite zum Teil besonders lockere Konditionen f&uuml;r den Fall von Zahlungsproblemen haben, wird der Run etwas gebremst; Schuldner k&ouml;nnen Zinszahlungen aufschieben und weitere Schulden anh&auml;ufen. Doch das verschiebt die Refinanzierungskrise nur und macht den sp&auml;teren Bankrott umso h&auml;sslicher. Selbst sehr gro&szlig;e LBOs wie GMAC und Chrysler sind mittlerweile gef&auml;hrdet.\n<p>Realwirtschaftlich wird es eine schwere US-Rezession geben. Dominoeffekte, der starke Euro, sinkende US-Importe, das Platzen der H&auml;userblasen in Europa, teures &Ouml;l und die Politik der EZB-Falken werden eine Rezession in der Euro-Zone, Gro&szlig;britannien und den meisten Industriel&auml;ndern ausl&ouml;sen. Europas Finanzinstitute sind bedroht durch hohe Verluste bei den toxischen Finanzprodukten, die sie in den USA gekauft haben; durch eine hohe Verschuldung; einen Liquidit&auml;tsengpass, der durch Dollar-Knappheit und die Kreditkrise versch&auml;rft wird; durch das Platzen der heimischen Immobilienblasen; durch Privat- und Firmeninsolvenzen im Zuge der Rezession; durch Verluste, die aufgrund laxer Regulierung versteckt wurden. Banken aus Schweden, &Ouml;sterreich und Italien haben sich im Baltikum, in Island und in S&uuml;deuropa engagiert, wo die fremdw&auml;hrungsfinanzierten Immobilien- und Kreditblasen laut platzen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Nouriel-Roubini-Der-Tod-der-Schattenbanken\/417156.html?mode=print\">ftd<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lange Zeit wurde Nouriel Roubini nicht ernst genommen, bis alle seine d&uuml;steren Prognosen  von der Realit&auml;t best&auml;tigt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Unglaubliche Blau&auml;ugigkeit&rdquo;<\/strong><br>\nM&ouml;gen die Wall-Street-H&auml;ndler aus Gier gehandelt haben &ndash; die Schuld an der Finanzmarktkrise tragen andere. Das befindet der Wirtschaftsethiker Friedhelm Hengsbach. Im Interview erkl&auml;rt er, welchem Denkfehler Finanz- wie Politikeliten verfallen sind und warum der milliardenschwere Krisenplan der USA nur an den Symptomen kuriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,579817,00.html\">Manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatsstreich mit Plan P<\/strong><br>\n<em>Winfried Wolf<\/em><br>\nNoch in dieser Woche soll im US-Kongre&szlig; ein Gesetz beschlossen werden, das nach au&szlig;en als &raquo;Plan zur Rettung des Finanzsystems&laquo; verkauft wird. In Wirklichkeit handelt es sich um eine der gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensumverteilungen in der Wirtschaftsgeschichte zugunsten des Finanzsektors, zu Lasten der Steuerzahlenden und der Bev&ouml;lkerung. Wenn dieses Gesetz wie absehbar mit einigen &Auml;nderungen beschlossen wird, dann kommt dies einem kalten Staatsstreich gleich. US-Finanzminister Henry Paulson wird mit seinem &raquo;Plan P&laquo; zum Finanzdiktator. \n<p>In dem Entwurf f&uuml;r das Gesetz hei&szlig;t es in &raquo;Section 2&laquo;: &raquo;Der Minister ist erm&auml;chtigt, Hypothekenbezogene Wertpapiere von jedem denkbaren Finanzinstitut, das sein Hauptquartier in den USA hat, zu Bedingungen, die das Finanzministerium festlegt, zu kaufen.&laquo; Diese K&auml;ufe k&ouml;nnen in einem Umfang und Ma&szlig; stattfinden, &raquo;wie das Finanzministerium dies f&uuml;r erforderlich h&auml;lt&laquo;, wobei es daf&uuml;r &raquo;keinerlei Beschr&auml;nkungen gibt&laquo;. Die allgemein verbreitete Behauptung, es gehe um 700 Milliarden US-Dollar, ist irref&uuml;hrend, im Text steht explizit &raquo;without limitation&laquo;. In &raquo;Section 8&laquo; wird die Aufhebung der Demokratie auf den Punkt gebracht: &raquo;Entscheidungen des Finanzministeriums in Verfolgung dieses Gesetzes (&hellip;) unterliegen der Geheimhaltung. Sie k&ouml;nnen von keinem Gericht und von keiner Regierungsbeh&ouml;rde angefochten werden.&laquo;<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-24\/001.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Mutter aller Bailouts?<\/strong><br>\n&bdquo;Das Finanzsystem steht kurz vor der Kernschmelze&ldquo; sagte Chris Dodd, der Vorsitzende des Bankenausschusses des US-Senats, am Samstag unheilsschwanger. Nach mehreren st&uuml;tzenden Eingriffen der FED und der US-Regierung war es nun an der Zeit, einen gigantischen Rettungsplan vorzulegen, der dem Finanzsystem die n&ouml;tige Stabilit&auml;t gibt, um diese Kernschmelze zu verhindern. FED-Pr&auml;sident Ben Bernanke ist zweifelsohne ein ausgewiesener Fachmann f&uuml;r Finanz- und Wirtschaftskrisen. Der ehemalige &Ouml;konomieprofessor, der in Princeton und Stanford unterrichtete, verfasste mehrere Abhandlungen &uuml;ber die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren. Zusammen mit dem ehemaligen Goldman-Sachs CEO Henry Paulson, der seit zwei Jahren Finanzminister im Bush-Kabinett ist, entwarf er am letzten Wochenende einen Aktionsplan, der aufgrund seines Finanzvolumens von mindestens 700 Mrd. US$ alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. Bis zum Ende der Woche soll der &bdquo;Bernanke-Paulson Plan&ldquo; vom US-Kongress gebilligt werden. Bislang liegt nur eine Rohfassung des Plans vor, die mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Der &bdquo;Bailout, der alle Bailouts beenden soll&ldquo; (Nicholas von Hoffman) k&ouml;nnte sich als gigantische Umverteilung von Steuergeldern in die Taschen der Wallstreet-Banker und der Aktion&auml;re der Wallstreet-Banken herausstellen. Ein Sozialismus f&uuml;r Reiche, in dem Gewinne privatisiert und Verluste verstaatlicht werden.\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/402\/die-mutter-aller-bailouts\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Erg&auml;nzung zu den Daten zur extremen Verschuldung der USA (Siehe Beitrag Casino-Croupiere Merkel von gestern) &ndash; R&uuml;ckerinnerung an Schulden der DDR<\/strong><br>\n<em><strong>Kommentar eines NDS-Lesers:<\/strong> Dem, was Sie schreiben, kann ich nur zustimmen.<\/em>\n<p>Irgendwo ist die ganze Sache irre. St&auml;ndig ist man stolz &ldquo;Exportweltmeister&rdquo; zu sein und andererseits glaubt man &hellip;,  dem &uuml;brigen Volk wei&szlig;machen zu k&ouml;nnen, dass diese ganze Geschichte ohne Folgen f&uuml;r uns sein soll. Meine Kinder w&uuml;rden da neudeutsch aber sagen: &ldquo;aber hallo!&rdquo;.<\/p>\n<p>Was mich betroffen macht, sind die Gr&ouml;&szlig;enordungen dieser Zahlen, mit denen jongliert wird. Ich habe dieser Tage in der Jungen Welt einen Artikel von Egon Krenz zur Staatsverschuldung der DDR gelesen. Man mu&szlig; kein Freund von Krenz sein, das was er schrieb kann man objektiv nachlesen. Er bezog sich hierbei auf den Abschlu&szlig;bericht der Bundesbank. Es ist gut, da&szlig; solche Dokumente zug&auml;nglich sind, ich habe unter <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/presse\/publikationen\/zahlungsbilanz_ddr.pdf\">bundesbank.de<\/a>[PDF &ndash; 228 KB] Nachgelesen: In der Bilanz war die DDR 1989 dem damaligen nichtsozialistischen W&auml;hrungsgebiet 19,9 Miliarden Valutamark schuldig. Damit wurde immer eine drohende Zahlungsunf&auml;higkeit in den Raum gestellt. Ohne die ganze Sache weiter werten zu wollen &ndash; rechnen Sie das mal in EUR um.<\/p>\n<p>Da wird einem a) bei den jetzigen Verlusten einfach schwindlig (- erst recht in Erwartung, was noch kommt) , b) relativieren sich die 10 Milliarden IKB und c) stellt sich die Frage, ob das jetzige Verschleudern von Volksverm&ouml;gen Bundesrepublik eine Fortsetzung des Verschleudern des Verm&ouml;gens DDR ist (Thema Treuhand&hellip;), nachdem dort nichts mehr zu holen war&hellip;..  und das Ergebnis den vielen kleinen Steuerzahlern insbesondere im Westen auf&rsquo;s Auge gedr&uuml;ckt wurde. <\/p>\n<p>Und warten wir erstmal die Landtagswahl in Bayern ab, mal sehen was nach den Wahlen in der Landesbank noch f&uuml;r &Uuml;berraschungen bereitgehalten werden!<br>\nDa w&uuml;rde mich die Meinung der Frau Merkel &ndash; welche nun beide Seiten kennen sollte &ndash; doch sehr, sehr stark interessieren&hellip;H.-P. F. <\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Keine Rezession herbeireden&ldquo; <\/strong><br>\nWeber warnt in Finanzkrise vor &Uuml;berregulierung<br>\nIm Kampf gegen die globale Finanzkrise hat Bundesbankpr&auml;sident Axel Weber vor einer &Uuml;berregulierung der M&auml;rkte gewarnt. Er sehe zwar Bedarf, bei der Aufsicht der Finanzm&auml;rkte nachzusteuern, sagte Weber nach einer Unterrichtung der CDU\/CSU-Fraktion in Berlin. &ldquo;Aber wir sollten nicht &uuml;berregulieren.&rdquo; Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte nach der Sitzung, Weber habe davor gewarnt, eine Rezession herbeizureden. Es gebe keinen Grund zur Panik und zur Sorge, dass in Deutschland Vergleichbares wie in den USA geschehen k&ouml;nnte, denn die Verh&auml;ltnisse seien in beiden L&auml;ndern unterschiedlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/weber-warnt-in-finanzkrise-vor-ueberregulierung;2046705\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Eine m&ouml;gliche &Uuml;berregulierung ist wahrscheinlich aktuell das wichtigste Problem&hellip; Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Interview mit Albert Edwards, Chefstratege der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale <\/strong><br>\n&bdquo;Es wird eine tiefe Rezession kommen&ldquo;<br>\nDer Chefstratege der franz&ouml;sischen Gro&szlig;bank Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale Albert Edwards sagt eine schwere Rezession f&uuml;r die USA und Teile des Euro-Raum voraus. Im Interview mit Handelsblatt.com nimmt Edwards Stellung zur Zukunft des Dollars und der Finanzindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/rohstoffe\/es-wird-eine-tiefe-rezession-kommen;2046212\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Man muss nicht jedem Satz zustimmen &hellip; interessant zu lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke &uuml;ber die &bdquo;K&ouml;nner&ldquo; an der Spitze (AM)<\/strong><br>\n&ldquo;Wir l&ouml;sen die Probleme dann, wenn sie da sind.&rdquo; \/Peer Steinbr&uuml;ck am 20. Juli zur Gefahr einer Konjunkturkrise und m&ouml;glichen Konjunkturpaketen. &ldquo;Bessere Regeln helfen nicht, weil die Krise bereits da ist.&rdquo; \/Ein Sprecher von Peer Steinbr&uuml;ck gestern zu m&ouml;glichen Reaktionen auf die aktuelle Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?blodId=10&amp;op=Template&amp;show=authors#author_5\">ftd<\/a>\n<p><em>Manches bedarf keiner weiterer Kommentare. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krise ist kein Grund f&uuml;r Lohnzur&uuml;ckhaltung<\/strong><br>\nDie Forderung der IG Metall nach einem Lohnplus von acht Prozent mutet nur auf den ersten Blick &uuml;bertrieben an. Schon seit Wochen h&auml;lt die internationale Finanzkrise die Welt in Atem. Der Euro steigt, ebenso der &Ouml;lpreis &ndash; beides belastet die deutsche Wirtschaft stark. Doch sind die Gewerkschafter weit davon entfernt, ihren Sinn f&uuml;r die Realit&auml;t zu verlieren. Gerade der als ausgesprochener Pragmatiker geltende Gewerkschaftschef Berthold Huber wird es kaum riskieren, sich nur um des Effektes Willen in vollkommen &uuml;berzogene Forderungen zu verrennen, die er am Ende nicht durchsetzen kann. Huber sieht die Belastungen der Wirtschaft, aber er sieht auch einen Nachholbedarf der Besch&auml;ftigten: Um 220 Prozent beziffert er das Gewinnplus der Unternehmen in der Aufschwungphase zwischen 2004 und 2007. Das Einkommen der Arbeitnehmer sei im gleichen Zeitraum lediglich um effektiv 8,7 Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/0924\/meinung\/0086\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Betrifft S&uuml;dafrika:<\/strong>\n<p><strong>Mbeki vom ANC zum R&uuml;cktritt gezwungen<\/strong><br>\nDie s&uuml;dafrikanische Regierungspartei ANC hat Pr&auml;sident Mbeki ihr Vertrauen entzogen und ihn gezwungen, seinen R&uuml;cktritt einzureichen. Damit hat sich der ANC-Pr&auml;sident Zuma gegen seinen Rivalen durchgesetzt. Er will aber das Pr&auml;sidentenamt noch nicht &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/mbeki_vom_anc_zum_ruecktritt_gezwungen_1.874487.html?printview=true\">Neue Z&uuml;richer Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>S&uuml;dafrikas Regierung zerf&auml;llt<\/strong><br>\nElf Minister des s&uuml;dafrikanischen Kabinetts haben sich dem R&uuml;cktritt von Pr&auml;sident Thabo Mbeki angeschlossen, unter ihnen Finanzminister Trevor Manuel. Damit widersetzen sie sich dem ausdr&uuml;cklichen Wunsch der Regierungspartei ANC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/suedafrikas_regierung_zerfaellt__1.894383.html?printview=true%0A\">Neue Z&uuml;richer Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Ruchloses R&auml;nkespiel gegen Mbeki<\/strong><br>\nZum Verh&auml;ngnis ist Mbeki der Versuch geworden, ein Strafverfahren vom tief im Korruptionssumpf steckenden damaligen Vizepr&auml;sidenten Zuma abzuwenden und diesem eine langj&auml;hrige Gef&auml;ngnisstrafe zu ersparen. Sein Justizminister intervenierte, wie ein Richter j&uuml;ngst angedeutet hat, in verfassungswidriger Weise bei der Strafverfolgungsbeh&ouml;rde, damit diese trotz den belastenden Indizien kein Verfahren einleitete. Erst als Zuma sich weigerte, sich diskret von der politischen B&uuml;hne zu verabschieden, besann sich die Strafverfolgungsbeh&ouml;rde eines Besseren und setzte eine Anklageschrift auf. Aber damit gab sie dem auf Rache sinnenden Widersacher Mbekis paradoxerweise gerade ein Mittel in die Hand, den Spiess umzukehren und mit dem Hinweis auf die verfassungswidrige Einmischung des Pr&auml;sidenten in die Angelegenheiten der Justiz dessen Sturz und sein eigenes Comeback zu betreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/ruchloses_raenkespiel_gegen_mbeki_kommentar_1.874645.html?printview=true\">Neue Z&uuml;richer Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ob des Zusammenbruchs der Wall Street gehen leider dramatische Entwicklungen wie z.B. in S&uuml;dafrika in der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung fast unter. Hatte sich schon Mbeki beispielsweise im Umgang  mit Robert Mugabe f&uuml;r die bedingungslose Solidarit&auml;t mit einem  F&uuml;hrer der nationalen Befreiungsbewegungen im s&uuml;dlichen Afrika  entschieden, so steht zu bef&uuml;rchten, dass ein Politikertyp wie Jacob Zuma  in schwierigen Zeiten sehr schnell jede Opposition im eigenen Land zum Lakaien  restaurativer Kr&auml;fte, der Apartheid oder des Kolonialsystem, abstempeln und jagen wird. Simbabwe ante portas &ndash; auch in S&uuml;dafrika.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Netzwerk Recherche<\/strong>\n<p><strong>Pro:<\/strong><br>\n<strong>Gesch&auml;ft mit Halbwahrheiten<\/strong><br>\n&ldquo;Speichelleckend&rdquo; werfen sich Journalisten an Lobbyisten heran, um so bequem an Informationen zu kommen. Das war nicht die einzige Kritik auf einer Tagung des Netzwerks Recherche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/geschaeft-mit-halbwahrheiten\/\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Und contra:<\/strong><br>\n<strong>Das Netzwerk Pippi Langstrumpf<\/strong><br>\nWenn Lobbyisten &uuml;ber Lobbyisten lobbyieren, dann lobbyieren Lobbyisten &uuml;ber Lobbyisten. Oder so &auml;hnlich. Auf jeden Fall ist es tragikomisch, wenn das Netzwerk Recherche, ein Journalistengeheimbund, der sich teilweise auf dem Niveau des F&auml;hnchen Fieselschweifs bewegt, zu einer Tagung &uuml;ber Lobbyismus einl&auml;dt &ndash; obwohl doch der Netzwerk-Vorsitzende selbst das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen mit PR-Beitr&auml;gen unterwandert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.de\/indiskretion\/eintrag.php?id=1934\">blog.handelsblatt <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Noch eine Kampagnensendung: Unter den Linden, Montag, 22.09.08, 22.15 &ndash; 23.00 Uhr<\/strong><br>\nChristoph Minhoff diskutiert mit Sahra Wagenknecht (DIE LINKE) und Dirk Martin (Bundesvorsitzender der jungen Unternehmer) zum Thema: &ldquo;Besteuern, Verstaatlichen, Enteignen &ndash; wie weit gehen die Pl&auml;ne der Linken?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/unter_den_linden\/2008\/09\/22\/0\/201762.1.htm\">Phoenix (mit Videostream)<\/a>\n<p><em><strong>Dazu schrieb uns NDS-Leser J.S.:<\/strong> &bdquo;Aufh&auml;nger dieser Diskussionsrunde war die &Auml;u&szlig;erung Lafontaines zur Beteiligung der Arbeitnehmer am Betriebsverm&ouml;gen. Das einzig erfreuliche an ihr war, dass die beiden Herren Frau Wagenknecht, die auf die Wachsenden Missst&auml;nde Deutschlands, wie etwa die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich hinwies, argumentativ nicht gewachsen waren. Das st&ouml;rte aber leider das Publikum nicht, das gegen Frau Wagenknecht gerichtete Publikumsfragen beklatschte, woraufhin der Moderator auch noch s&uuml;ffisant anmerkte, jetzt w&uuml;rden bereits die Fragen beklatscht werden, und rhetorisch fragte, ob das bei (Frau Wagenknechts) Antworten wohl dann auch so sein werde.<\/em><\/p>\n<p>Diese Sendung ist meines Erachtens einmal wieder ein sehr erschreckendes Beispiel daf&uuml;r, wie das verfassungsrechtlich durch die Ewigkeitsklausel gesicherte Sozialstaatsprinzip, die Sozialbindung des Eigentums sowie die &ouml;ffentlich-rechtliche Daseinsvorsorge als Ausgestaltung des Sozialstaatsprinzip in die N&auml;he des Kommunismus ger&uuml;ckt werden. Noch erschreckender finde ich, dass offenbar auch beim Wahlvolk (siehe Publikum bei Phoenix) das Wissen um den Sinn und Zweck &ouml;ffentlicher Einrichtungen verloren gegangen ist.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Unis nagen am harten Knochen<\/strong><br>\nBerlins Universit&auml;ten f&uuml;rchten um 15.000 Studienpl&auml;tze, wenn das Land seine Zusch&uuml;sse ab 2010 nicht erh&ouml;ht. Wissenschaftssenator Z&ouml;llner sieht das &auml;hnlich. Doch Finanzsenator Sarrazin will derzeit nicht einmal verhandeln.Hochschulen f&uuml;rchten um ihre Finanzen. 15.000 Studienpl&auml;tze seien in Gefahr, rechneten die Pr&auml;sidenten der vier Berliner Universit&auml;ten am Montag vor. Die ihrer Meinung nach einzig m&ouml;gliche Rettung: 160 Millionen Euro j&auml;hrlich mehr vom Land ab 2010. Doch das Geld ist alles andere als sicher. Zwar sieht Wissenschaftssenator J&uuml;rgen Z&ouml;llner (SPD) den Mehrbedarf der Unis. Doch Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) sieht nicht einmal Verhandlungsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/regional\/berlin\/aktuell\/artikel\/1\/unipraesidenten-nagen-am-harten-knochen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bachelor-Studium eine Sackgasse?<\/strong><br>\nDer Deutsche Hochschulverband, der als bundesweite Berufsvertretung der Universit&auml;tsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses derzeit mehr als 23.000 Mitgliedern vereint, hat seine Kritik Anfang des Monats pr&auml;zisiert und durch Alternativvorschl&auml;ge erg&auml;nzt. Neun Jahre nach dem Start und gut ein Jahr vor der geplanten Vollendung des Bologna-Prozesses sieht der Verband die ehrgeizige Strukturreform als &ldquo;weitgehend misslungen&rdquo; an. Die wichtigsten Ziele seinen &ldquo;bestenfalls partiell und in Ans&auml;tzen&rdquo; erreicht worden, weil es bislang nicht gelungen sei, einige der wichtigsten Aufgaben zufriedenstellend zu l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28737\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Das nachtr&auml;gliche Feigenblatt<\/strong><br>\nEin Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes sieht die Offenlegung der Kontenbewegungen bei ALGII-Empf&auml;ngern als zul&auml;ssige und notwendige Mitwirkung des Arbeitslosen an. Die Einschr&auml;nkungen wirken zun&auml;chst beruhigend, sind jedoch nur ein Placebo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28783\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kalter Krieg um Energie<\/strong>\n<p><strong>Die Ostseepipeline mit Russland ist im deutschen Interesse<\/strong><br>\n(&hellip;) Nat&uuml;rlich steigt die Abh&auml;ngigkeit Deutschlands und Europas von Energieimporten, insbesondere auch von Importen aus Russland. Deshalb werden massive Anstrengungen auf politischer Ebene unternommen, um zum Beispiel &uuml;ber Fl&uuml;ssiggas neue Transportwege aus alternativen Bezugsl&auml;ndern zu er&ouml;ffnen. Hier sind die USA &uuml;brigens schon viel weiter als wir und machen genau das, was sie uns jetzt vorwerfen, n&auml;mlich Erdgas aus Russland beziehen. Die USA bekommen schon jetzt fl&uuml;ssiges Erdgas aus den russischen Erdgasfeldern in Sachalin und demn&auml;chst auch noch aus Westsibirien. <\/p>\n<p>Die amerikanische &bdquo;Anti-Pipeline-Annonce&ldquo; ist kein einmaliger Ausrutscher. Die USA bek&auml;mpfen die Pipeline im Hintergrund schon lange, auch in Abstimmung mit Polen und den baltischen Staaten. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Ostseepipeline-Energie;art141,2621045\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Extrem angespannte finanzielle Lage&rdquo;<\/strong><br>\nKrankenhausgesellschaft warnt vor Kliniksterben<br>\nDie f&uuml;r 2009 vom Bund zugesagte Finanzhilfe f&uuml;r Kliniken von zus&auml;tzlich zwei Milliarden Euro reicht nach Einsch&auml;tzung der Deutschen Krankenhausgesellschaft nicht aus, um ein &ldquo;Kliniksterben&rdquo; in naher Zukunft zu verhindern. Mit dem Geld sei &ldquo;nur ein Teil der 6,7 Milliarden Euro Kostenl&uuml;cke&rdquo; gedeckt, sagte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Georg Baum im Frontal21-Interview.\n<p>So werde es weitere Schlie&szlig;ungen, weitere Fusionen von Krankenh&auml;usern und weiteren Arbeitsplatzabbau geben, warnt Baum. Schon jetzt m&uuml;ssten j&auml;hrlich bis zu zwei Prozent der Krankenh&auml;user schlie&szlig;en, &ldquo;so dass wir binnen f&uuml;nf Jahren durchaus zehn Prozent der Krankenh&auml;user verlieren, also an die 200 H&auml;user.&rdquo;<\/p>\n<p>Gestiegene Kosten<br>\nDeutschlands Krankenh&auml;user seien in einer extrem angespannten finanziellen Lage. &Uuml;ber ein Drittel der rund 2100 Kliniken mache Verluste. Und diejenigen Krankenh&auml;user, die &ldquo;Plus-Minus-Null&rdquo; erwirtschafteten, k&ouml;nnten dies nur unter sehr schwierigen Bedingungen &ndash; zum Teil nur, indem sie Tarifl&ouml;hne nicht voll bezahlten und viel rationalisierten, so Baum. Das bek&auml;men dann nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Patienten in vielen Krankenh&auml;usern zu sp&uuml;ren.<\/p>\n<p>Gerade in den vergangenen Jahren machten den Kliniken die gestiegenen Kosten bei Energie und Lebensmitteln sowie Lohnsteigerungen zu schaffen, meint Baum. Hier liege der Kostenzuwachs bei &uuml;ber acht Milliarden Euro. Das ist eine Belastung, die die Krankenh&auml;user mit dem derzeitigen Finanzierungsmodell nicht mehr abfangen k&ouml;nnen. Die Krankenkassen geben den Kliniken f&uuml;r alle Leistungen feste vorgegebene Verg&uuml;tungen. Die steigen aber im Vergleich zu den Kosten nur minimal. &ldquo;Wenn man das gegeneinander rechnet, wird deutlich, dass wir eine Finanzierungsl&uuml;cke von 6, 7 Milliarden Euro haben&rdquo;, erkl&auml;rt Baum.<\/p>\n<p>Sparen auf Kosten der Patienten<br>\nSeit Jahren setzt die Politik die Krankenh&auml;user auf Di&auml;t. Die Folge: In den meisten Krankenh&auml;usern muss schon jetzt extrem gespart werden &ndash; vor allem beim Personal. Wer nicht vom Personalabbau betroffen ist, k&auml;mpft mit einem st&auml;ndig wachsenden Arbeitspensum: In vielen Kliniken werden Stationen zusammengelegt. F&uuml;r die Pflegekr&auml;fte bedeutet das, noch mehr Patienten zu versorgen. Auch &Auml;rzte arbeiten zunehmend unter extremem Zeitdruck: Immer mehr Untersuchungen und Operationen m&uuml;ssen in k&uuml;rzester Zeit durchgef&uuml;hrt werden. Unter dem Stress des Klinikpersonals leiden vor allem die Patienten &ndash; Zeit f&uuml;r die individuelle Ansprache bleibe &Auml;rzten und Pflegepersonal kaum noch, kritisiert Baum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/8\/0,1872,7381448,00.html\">frontal21<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD reagiert allergisch<\/strong><br>\nNach einem monatelangen Konflikt um die Verdr&auml;ngung regul&auml;rer, tariflich bezahlter Stellen in &ouml;ffentlichen Einrichtungen durch &raquo;Ein-Euro-Jobs&laquo; hat die SPD-Fraktion in der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung am Montag abend den profilierten Hartz-IV-Kritiker Veit Wilhelmy aus ihren Reihen ausgeschlossen. In den letzten Monaten hatte Wilhelmy, der hauptberuflich &ouml;rtlicher Sekret&auml;r der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist und ehrenamtlich auch als &ouml;rtlicher Vorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen (AfA) fungiert, wiederholt &ouml;ffentlich den Umgang mit &raquo;Ein-Euro-Jobbern&laquo; in Wiesbaden kritisiert. Wilhelmy wies nach, da&szlig; etwa beim Gr&uuml;nfl&auml;chenamt heute zahlreiche &raquo;Ein-Euro-Jobber&laquo; regul&auml;re Arbeit verrichten, wie sie vor Jahren noch von tariflich bezahlten Kr&auml;ften geleistet worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-24\/019.php?print=1\">junge Welt <\/a><\/li>\n<li><strong>Privatisierung &ndash; Jobverluste &uuml;berwiegen<\/strong>\n<p>Die seit &uuml;ber 15 Jahren laufende Liberalisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen hat einige hunderttausend Stellen gekostet. Arbeitsbedingungen und Geh&auml;lter haben sich vielfach verschlechtert. <\/p>\n<p>Mit der Liberalisierung und Privatisierung &ouml;ffentlicher Dienstleistungen sind in Deutschland seit Anfang der 90er-Jahre mindestens 600.000 Arbeitspl&auml;tze verloren gegangen. Das ergibt sich aus einer Studie der WSI-Forscher Torsten Brandt und Thorsten Schulten. Zwar existiert den Wissenschaftlern zufolge bislang keine vollst&auml;ndige Erhebung &uuml;ber die Besch&auml;ftigungsentwicklung in allen betroffenen Wirtschaftsbereichen. Dennoch ist es ihnen gelungen, mithilfe verschiedener Statistiken eine erste Bilanz zu ziehen. (&hellip;)<\/p>\n<p>Zwischen 1991 und 2006 fielen im &ouml;ffentlichen Dienst mehr als 2,1 Millionen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse weg. Das war fast ein Drittel aller Stellen im Staatsdienst. Im Gegenzug entstanden zwar auch neue Jobs in privaten Firmen, zum Beispiel bei den Konkurrenten der ehemals staatlichen Telekom oder bei privaten Briefdienstleistern. Der Gesamteffekt sei jedoch negativ, so die Wissenschaftler. &Auml;hnliches sei auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern festzustellen. Die von der EU ge&auml;u&szlig;erte Erwartung, die Liberalisierung der Wirtschaftszweige Telekommunikation, Post, Transport und Energie werde in Europa eine Million zus&auml;tzliche Stellen schaffen, habe sich nicht erf&uuml;llt. Brandt und Schulten haben die Besch&auml;ftigungsentwicklung in Deutschland f&uuml;r wichtige Teile der staatlichen oder vormals staatlichen Wirtschaft nachgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Energie- und Wasserwirtschaft:<\/strong> Von Anfang der 90er-Jahre bis 2005 gingen hier 127.000 Stellen verloren, der gr&ouml;&szlig;te Teil in der Stromwirtschaft. Dies sei auf Marktkonzentrations- und Rationalisierungsprozesse im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes sowie auf Privatisierungen kommunaler Versorgungsunternehmen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, schreiben die Wissenschaftler<\/p>\n<p><strong>Telekommunikation:<\/strong> Von 1994 bis 2007 baute die Telekom im Inland 77.000 Jobs ab &ndash; fast die H&auml;lfte aller Stellen. Seit der Markt&ouml;ffnung f&uuml;r Wettbewerber 1998 konnten neue Anbieter keinen Ausgleich schaffen: Sie richteten bis 2007 nur knapp 14.000 neue Arbeitspl&auml;tze ein. Und der H&ouml;hepunkt ist anscheinend schon &uuml;berschritten: In den letzten Jahren war die Besch&auml;ftigungsentwicklung bei der Telekom-Konkurrenz wieder r&uuml;ckl&auml;ufig. <\/p>\n<p><strong>Post:<\/strong> Die Besch&auml;ftigten der Deutschen Post erlebten vor und nach der Privatisierung 1995 einen dramatischen Besch&auml;ftigungsabbau im Inland. Allein von 1989 bis 1998 gingen rund 139.000 Stellen verloren. Bei den Wettbewerbern entstanden von 1999 bis 2006 nur etwa 30.000 neue Jobs. Allerdings seien diese nicht mit den gestrichenen Post-Arbeitspl&auml;tzen zu vergleichen, schr&auml;nken die Wissenschaftler ein. Die H&auml;lfte seien niedrig bezahlte Minijobs.<\/p>\n<p><strong>Verkehr:<\/strong> Seit 1994 hat die Deutsche Bahn rund 170.000 Jobs im Inland gestrichen. Der Personalabbau begann jedoch schon fr&uuml;her. Bereits in den 80er-Jahren waren bei der Bundesbahn 69.000 Arbeitspl&auml;tze weggefallen, zu Beginn der 90er-Jahre setzte sich der Abbau fort. Von 1990 bis 1993 entfielen zudem 88.000 Jobs bei der Reichsbahn.<\/p>\n<p><strong>Krankenh&auml;user:<\/strong> Deutsche Spit&auml;ler haben seit Anfang der Neunziger Jahre Personal abgebaut und Vollzeit- durch Teilzeitjobs ersetzt. Der R&uuml;ckgang des Besch&auml;ftigungsvolumens entsprach 84.000 Vollzeitstellen. Komplett gestrichen wurden 48.000 Arbeitspl&auml;tze. Weitere von Stellenabbau betroffene Sektoren waren den WSI-Forschern zufolge die Entsorgungswirtschaft sowie kommunale Sport-, Bildungs- und Kultureinrichtungen.<\/p>\n<p>Privatisierung und Liberalisierung haben das Tarifsystem destabilisiert. Durch Privatisierungen wurden viele Besch&auml;ftigte vom Tarifvertragssystem des &ouml;ffentlichen Dienstes abgekoppelt, stellen die Autoren fest. Wo sich neue, heterogene Tarifstrukturen etablieren, gehe die &ldquo;klassische Funktion des Fl&auml;chentarifvertrags, durch einheitliche Mindeststandards Lohn- und Arbeitskostenkonkurrenz zu begrenzen&rdquo; verloren. In der Folge komme es oft zu einem &ldquo;offenen sozialen Unterbietungswettbewerb&rdquo;. Gerade in arbeitsintensiven Branchen wie Post, Nahverkehr oder Gesundheitswesen werde der Wettbewerb &uuml;ber die Arbeitskosten ausgetragen.<\/p>\n<p>Nach der Analyse der Wissenschaftler ist in einigen der betrachteten Wirtschaftszweige inzwischen eine &ldquo;Zwei-Klassen-Tarifstruktur&rdquo; entstanden: Auf der einen Seite stehen die Stammbelegschaften ehemaliger Monopolisten, die von tariflichen Besitzstandsklauseln profitieren. Auf der anderen Seite stehen die zu schlechteren Bedingungen neu eingestellten Kollegen und die Besch&auml;ftigten der neuen Wettbewerber. Brandt und Schulten schlagen verschiedene Instrumente vor, um eine weitere Zersplitterung zu verhindern: europakonforme Tariftreueregeln, Mindestlohn und allgemeinverbindlich erkl&auml;rte Branchentarifvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_92699.html\">Hans Boeckler Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hier mal wieder Propaganda f&uuml;r die private Rente<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article2482829\/Ohne-private-Vorsorge-droht-Armut-im-Alter.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Kommentar:<\/strong><em> Interessanter Absatz: <\/em><\/p>\n<p>&ldquo;Angesichts der j&uuml;ngsten Turbulenzen an den B&ouml;rsen mag die Alternative zur gesetzlichen Rente vielen nicht besonders verlockend erscheinen. Ist das privat angelegte Geld f&uuml;rs Alter wirklich so gut an den Kapitalm&auml;rkten aufgehoben, fragt sich so mancher.&rdquo; <\/p>\n<p>Ja, das fragt sich so mancher. Jahrelang hat man uns das von den Medien und Politikern eingeredet. Jetzt haben wir die Finanzkrise. Also welche Argumente bleiben noch &uuml;ber, um uns zu erkl&auml;ren, warum die private Rente nun doch nocj so gut ist. Die erstaunliche Antwort:<\/p>\n<p>&ldquo;Eine aktuelle Studie l&auml;sst keinen Zweifel daran. Die gesetzliche Rente reicht bei weitem nicht.&rdquo;<\/p>\n<p>Ach ja die Kapitalm&auml;rkte sind gut, weil die gesetzliche Rente zu klein ist. Auf die verwegene Idee zu kommen, dass man auch die gesetzliche Rente erh&ouml;hen k&ouml;nnte und unabh&auml;ngig von den globalisierten Finanzm&auml;rkten wird kommt die Redaktion leider nicht.<\/p>\n<p>Der Rest des Artikels bringt nichts Neues.<br>\nInteressant sind auch die relativ vern&uuml;nftigen Kommentare (die Ausnahme bei welt.de). Die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Riester-Rente-Verarschung hat schon Fr&uuml;chte getragen. Weitermachen!<\/p><\/li>\n<li><strong>Telekom-Aff&auml;re<\/strong><br>\n<strong>Auch DGB-Chef wurde bespitzelt<\/strong><br>\nDie Telekom hat Telefonverbindungsdaten des Chefs des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Michael Sommer, durchleuchten lassen. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Ren&eacute; Obermann, habe ihn &uuml;ber entsprechende Erkenntnisse der Bonner Staatsanwaltschaft informiert, sagte Sommer. \n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Telekom-Aff%E4re-Auch-DGB-Chef\/640062.html\">Stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann Stiftung &uuml;bergibt &ldquo;SEIS&rdquo; an L&auml;nderkonsortium<\/strong><br>\nHildesheim wird Sitz der Gesch&auml;ftsstelle f&uuml;r Selbstevaluation in Schulen<br>\nDr. J&ouml;rg Dr&auml;ger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, &uuml;bergibt das SEIS-Instrument an die Repr&auml;sentantin des L&auml;nderkonsortiums, die Nieders&auml;chsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann.\n<p>Das von der Bertelsmann Stiftung entwickelte Instrument zur Selbst&shy;evaluation in Schulen (SEIS) wird ab Oktober dieses Jahres von sieben Bundesl&auml;ndern und dem Bundesverwaltungsamt &ndash; Zentralstelle f&uuml;r das Auslandsschulwesen weitergef&uuml;hrt. Bei einer Konfe&shy;renz in Berlin &uuml;bergab Dr. J&ouml;rg Dr&auml;ger, Mitglied im Vorstand der Bertelsmann Stiftung, das SEIS-Instrument heute offiziell an die Repr&auml;sentantin eines L&auml;nderkonsortiums, die Nieders&auml;chsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_90047.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Artikelserie &ldquo;Abitur verkauft&rdquo;<\/strong><br>\nLiebe Nachdenk-Leute,\n<p>die Artikelserie <a href=\"http:\/\/www.bildungswirt.de\/2008\/09\/23\/146\">&ldquo;Abitur verkauft&rdquo;<\/a> im Bildungswirt sorgt f&uuml;r Bewegung in Hessen. K&ouml;nnt ihr den neuesten Stand ver&ouml;ffentlichen? Ihr habt uns bisher gut geholfen.<\/p>\n<p>Zus&auml;tzlich w&auml;re es gut, wenn ihr auf die <a href=\"http:\/\/www.bildungswirt.de\/2008\/09\/18\/135\">&ldquo;10 Pr&uuml;fsteine f&uuml;r einen guten Unterricht &ndash; eine Alternative zu Spickmich&rdquo;<\/a> verweisen k&ouml;nntet<\/p>\n<p>V. S.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>EU fasst Banken mit Samthandschuhen an<\/li>\n<li>Einst&uuml;rzende Weltbilder<\/li>\n<li>Nouriel Roubini: Der Tod der Schattenbanken<\/li>\n<li>&ldquo;Unglaubliche Blau&auml;ugigkeit&rdquo; &ndash; Interview mit Hengsbach<\/li>\n<li>Staatsstreich mit Plan P<\/li>\n<li>Und weitere Infos aus dem Kasino<\/li>\n<li>&bdquo;Keine Rezession herbeireden&ldquo; (Axel Weber)<\/li>\n<li>&bdquo;Es wird eine tiefe Rezession kommen&ldquo; Chefstratege Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale<\/li>\n<li>Krise ist kein Grund f&uuml;r<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3473\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3473","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3473"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3473\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}