{"id":34741,"date":"2016-08-25T08:23:11","date_gmt":"2016-08-25T06:23:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741"},"modified":"2016-08-25T08:23:11","modified_gmt":"2016-08-25T06:23:11","slug":"hinweise-des-tages-2696","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h01\">Hilfe: Der Russe steht vor der T&uuml;r!!!!!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h02\">18, 5 Mrd Euro Mehreinnahmen &ndash; die Zeit der faulen Ausreden ist vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h03\">Ein-Euro-Jobs heben die Besch&auml;ftigungschancen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h04\">Im Westen st&auml;rkste Gewerkschaftsbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h05\">Armut h&auml;lt viele vom Zahnarzt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h06\">Renten rauf, Steuern rauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h07\">Allianz Leben &ndash; 90 Prozent des Neugesch&auml;ftes ohne Garantiezins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h08\">Die sparsame &Ouml;konomie des Terrors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h09\">Wirtschaftsweiser gegen Niedrigzinspolitik: &ldquo;Es bauen sich Risiken auf&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h10\">Verlass auf Bei&szlig;hemmungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h11\">Schief la France<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h12\">Ein gespaltenes Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h13\">SPD-Spitzenpolitiker unterst&uuml;tzen Bef&uuml;rworter Gabriel gegen Parteilinke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h14\">Das neue Direktorium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h15\">Wir Primark-Studenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h16\">Gina-Lisa Lohfink: H&auml;tten Sie gern Popcorn dazu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h17\">AfD bindet relativ viele Nichtw&auml;hlerInnen und Personen aus dem rechten Lager an sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34741#h18\">Zu guter Letzt: Neues Zivilschutzkonzept: Deutsche sollen K&ouml;rperfettreserven f&uuml;r zehn Tage anlegen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hilfe: Der Russe steht vor der T&uuml;r!!!!!<\/strong><br>\nWenn heute das Merkel-Kabinett tagt, wird wohl &ouml;fters ein Minister aufstehen und die T&uuml;r aufmachen, um zu sehen, ob der Russe schon davor steht. Im Sicherheitskonzept der Regierung ist die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht ein Thema. Generell geht es in dem Entwurf um das Szenario, dass Deutschland zum Beispiel im Rahmen von Nato-Eins&auml;tzen das B&uuml;ndnisgebiet an dessen Au&szlig;engrenzen verteidigen muss.<br>\nDa es wohl nicht um Kanada, Mexiko und auch nicht um den Hindukusch geht, ahnen wir: Wie Jahrzehnte im Kalten Krieg steht wieder der Russe vor der T&uuml;r.<br>\nZu Recht sagte Michail Gorbatschow: &bdquo;Sie sprechen nur &uuml;ber Verteidigung, aber im Grunde treffen sie Vorbereitungen f&uuml;r Angriffshandlungen&hellip; Von einem Kalten Krieg geht die Nato zu den Vorbereitungen f&uuml;r einen hei&szlig;en Krieg &uuml;ber.&ldquo;<br>\nDer US-Imperialismus z&uuml;ndelt weiter an der russischen Grenze und die europ&auml;ischen &bdquo;Staatenlenker&ldquo; mit Merkel an der Spitze sind nicht in der Lage, Europas Interessen durchzusetzen: Frieden in Europa gibt es nur mit und nicht gegen Russland.<br>\nNicht vergessen. Die Nato gibt 13mal so viel Geld f&uuml;rs Milit&auml;r aus wie Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>18,5 Mrd Euro Mehreinnahmen &ndash; die Zeit der faulen Ausreden ist vorbei<\/strong><br>\nBund, L&auml;nder, Gemeinden und Sozialkassen hatten im ersten Halbjahr nach vorl&auml;ufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 18,5 Milliarden Euro Mehreinnahmen. Die Zeit der faulen Ausreden ist vorbei &ndash; die Bundesregierung muss liefern: Investitionen in Infrastruktur und das Gemeinwohl sind l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, erkl&auml;rt Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE.<br>\nMit dem Milliarden-&Uuml;berschuss muss Vizekanzler Gabriel seinen Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit jetzt Taten folgen lassen. Es w&auml;re &ouml;konomisch und politisch grundverkehrt, wenn die Bundesregierung nun die 18,5 Milliarden Euro einstreicht und weiter &ldquo;business as usual&rdquo; macht.<br>\nDie Schwarze Null ist f&uuml;r die Entwicklung des Landes so sinnvoll wie ein Kropf &ndash; erst Recht in Zeiten von Negativ-Zinsen. Stattdessen gilt es, mutig in die Zukunft zu investieren. Falls SPD und Union nicht wissen, was man mit 18,5 Milliarden Euro Sinnvolles tut, helfen wir ihnen gern auf die Spr&uuml;nge: Wir brauchen 100.000 Pflegekr&auml;fte in diesem Land und Hunderttausende bezahlbarer Wohnungen. Das w&auml;re ein Anfang.<br>\nPrek&auml;re Besch&auml;ftigung und Niedrigl&ouml;hne befeuern die soziale Spaltung. Jedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland w&auml;chst in Armut auf. Die K&uuml;rzungspolitik, mit der Deutschland auf Verschlei&szlig; gefahren wird, muss begraben werden. Das Einzige was sich die Menschen hierzulande nicht mehr leisten k&ouml;nnen ist ein Bundesfinanzminister, der wider jede &ouml;konomische Vernunft an der K&uuml;rzungsideologie festh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/18-5-mrd-euro-mehreinnahmen-die-zeit-der-faulen-ausreden-ist-vorbei\/\">Die Linke.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein-Euro-Jobs heben die Besch&auml;ftigungschancen nicht<\/strong><br>\nZuletzt waren im Juli 2016 knapp 400.000 Menschen in &Ouml;sterreich arbeitslos gemeldet. Nicht weil sie einen verl&auml;ngerten Urlaub im Sommer machen oder gar &bdquo;Geld f&uuml;rs nichts tun erhalten wollen&ldquo;, wie manche Politiker phantasieren. Vielmehr sind sie aufgrund des niedrigen Wirtschaftswachstums, der nicht ausreicht, um den anhaltend starken Zustrom auf dem Arbeitsmarkt zu bew&auml;ltigen, ohne Arbeit. Die Pensionsreform, der starke Zuzug ausl&auml;ndischer Arbeitskr&auml;fte aus den EU-L&auml;ndern  sowie der Arbeitsmarktzugang von Asylberechtigten versch&auml;rfen die Situation weiters. Derzeit kursieren Vorschl&auml;ge, wie die Einf&uuml;hrung von Ein-Euro-Jobs, deren arbeitsmarktpolitische Auswirkungen hinterfragt werden m&uuml;ssen. (&hellip;)<br>\nVorurteile, Falschinformationen bis zur Hetze dominieren Debatten &uuml;ber arbeitslose Menschen, die angeblich nicht arbeitswillig sind. Arbeitslosigkeit, die damit einhergehende Verarmung und soziale Ausgrenzung werden nicht als Auswirkung des fehlenden Wirtschaftswachstums und der damit einhergehenden Arbeitsmarktprobleme gesehen, sondern vielmehr als Folge individueller Defizite. Betroffene werden f&uuml;r ihr Schicksal verantwortlich gemacht, an den Rand der Gesellschaft gedr&auml;ngt und marginalisiert. Dementsprechend fallen auch die Handlungsempfehlungen aus, sie betreffen mehrfach die Arbeitslosen und nicht den Arbeitsmarkt. (&hellip;)<br>\nDie offizielle Bezeichnung f&uuml;r Ein-Euro-Jobs in Deutschland lautet: &bdquo;Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentsch&auml;digung&ldquo;. Es handelt sich hierbei um eine mit &ouml;ffentlichen Mitteln gef&ouml;rderte Ma&szlig;nahme zur Eingliederung der Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II (auch Harz IV genannt) in den Arbeitsmarkt. Wobei es sich bei diesen Jobs nicht um ein Arbeitsverh&auml;ltnis handelt. Arbeitslosengeld II ist in Deutschland die Grundsicherungsleistung f&uuml;r erwerbsf&auml;hige Personen. Betroffene m&uuml;ssen w&auml;hrend dem Arbeitslosengeld-Bezug Ein-Euro-Jobs annehmen, wobei ihnen f&uuml;r diese T&auml;tigkeit eine Mehraufwandsentsch&auml;digung im Ausma&szlig; von 1,00 Euro und 2,50 Euro pro Stunde ausbezahlt wird. Davon m&uuml;ssen die Ein-Euro-Jobber allerdings auch ihren Mehraufwand, wie z.B. Arbeitskleidung oder Fahrtkosten, bestreiten. Wenn sie krank sind, k&ouml;nnen sie zwar zu Hause bleiben, wenngleich sie dann keine Mehraufwandsentsch&auml;digung erhalten.<br>\nDieses Modell ist f&uuml;r Ein-Euro-Jobber mit vielfachen Nachteilen verbunden. Zum einen will man Arbeitslose auch gegen ihren Willen zu T&auml;tigkeiten verpflichten. Wer sich weigert, einen Ein-Euro-Job anzunehmen, muss mit Sanktionen rechnen &ndash; dann wird die Grundsicherung entweder gek&uuml;rzt oder ganz gestrichen. Zum anderen erhalten die Erwerbslosen in den Ma&szlig;nahmen keinen Arbeitsvertrag, das hei&szlig;t, sie gelten auch nicht als Arbeitnehmer im arbeitsrechtlichen Sinne, was wiederum Auswirkungen auf ihre Rechte und Pflichten hat. Und sie erwerben keine Anspr&uuml;che in der Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung, obwohl sie ganz normal arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/ein-euro-jobs-heben-nicht-die-beschaeftigungschancen\/#more-14520\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Im Westen st&auml;rkste Gewerkschaftsbindung<\/strong><br>\nIm Westen Deutschlands ist die Bindung der Arbeitnehmer an Gewerkschaften am st&auml;rksten. Der h&ouml;chste Organisationsgrad sei regional in den Bundesl&auml;ndern Saarland (28,2 Prozent) und Bremen (24,8 Prozent) festzustellen, berichtet das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie.<br>\nIW-Tarifexperte Hagen Lesch wies auf die &ouml;ffentlich-rechtlichen Arbeitskammern in Bremen und im Saarland hin, in denen Arbeitnehmer automatisch Mitglied sein m&uuml;ssen. Sie f&uuml;hren zwar keine Tarifverhandlungen und d&uuml;rfen auch nicht streiken, arbeiten aber eng mit den Gewerkschaften zusammen. Dies d&uuml;rfte die Beitrittsneigung steigern, schrieb Lesch.<br>\nAuch im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (17,9 Prozent) und im VW-Stammland Niedersachsen (19,3 Prozent) waren zum Jahresende 2014 &uuml;berdurchschnittlich viele Menschen Mitglied in einer der acht Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Der Bundesschnitt lag bei 15,9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=274&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=15461&amp;cHash=5974f5f547f0134b2c04370330d828fa\">Ihre-Vorsorge.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armut h&auml;lt viele vom Zahnarzt ab<\/strong><br>\nArmut sieht man an den Z&auml;hnen. Und das betrifft offenbar immer mehr Menschen: Knapp die H&auml;lfte (48,3 Prozent) derjenigen, die im Jahr 2014 auf einen notwendigen Zahnarztbesuch verzichteten, tat dies aus finanziellen Gr&uuml;nden &ndash; das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Laut der amtlichen Haushaltsbefragung &raquo;Leben in Europa&laquo; spielten f&uuml;r die anderen 43,6 Prozent andere Gr&uuml;nde eine Rolle, nicht zum Zahnarzt zu gehen &ndash; unter anderem: zu lange Wartezeiten, zu weite Wege zum Zahnarzt, Angst vor &Auml;rzten und medizinischen Behandlungen. Die Linkenpolitikerin Sabine Zimmermann forderte mit Blick auf die Zahlen, die Zuzahlungen abzuschaffen. Gegen&uuml;ber der Deutschen Presse-Agentur sagte sie: &raquo;Die Eigenanteile f&uuml;r medizinisch notwendigen oder h&ouml;herwertigen Zahnersatz k&ouml;nnen viele Menschen nicht aufbringen. Selbst die Regelversorgung ist f&uuml;r viele nicht erschwinglich. Das Zuschusssystem beim Zahnersatz sorgt daf&uuml;r, dass man einkommensschwache Menschen am Zustand ihrer Z&auml;hne erkennt.&laquo; Die Vizevorsitzende der Linken im Bundestag forderte, &raquo;medizinisch notwendiger Zahnersatz in guter Qualit&auml;t muss f&uuml;r die Patientinnen und Patienten kostenfrei sein&laquo;. Dass dies derzeit nicht so sei, sei f&uuml;r eines der reichsten L&auml;nder der Erde besch&auml;mend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1023225.armut-haelt-viele-vom-zahnarzt-ab.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Renten rauf, Steuern rauf<\/strong><br>\nDer Sozialverband Deutschlands will der Altersarmut begegnen und schl&auml;gt dazu ein Milliardenprogramm vor. Zahlen sollen es die Reichen<br>\nHunderttausenden droht die Altersarmut, warnt der Sozialverband Deutschlands (SoVD). Arbeiter und Angestellte, die nun prek&auml;r besch&auml;ftigt sind, w&uuml;rden sp&auml;ter nur kleine Renten erhalten. Oft werde nicht einmal das Niveau der Grundsicherung erreicht. Am Dienstag stellte der SoVD in Berlin sein Programm zur &raquo;Bek&auml;mpfung von Altersarmut&laquo; vor. N&ouml;tig sei eine Anhebung des Rentenniveaus wie auch der Mindestl&ouml;hne.<br>\n&raquo;Altersarmut beginnt nicht erst mit dem Renteneintritt, sie nimmt ihren Lauf, wenn man jung ist&laquo;, sagte SoVD-Pr&auml;sident Adolf Bauer. Deshalb w&uuml;rden im Positionspapier nicht nur Forderungen nach h&ouml;heren Renten erhoben. Vielmehr gehe es dem Sozialverband darum, schon w&auml;hrend der Erwerbst&auml;tigkeit anzusetzen. Hier wolle man gegen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse vorgehen. &raquo;Bereits seit Anfang der 1990er Jahre&laquo; &ndash; also noch vor dem Inkrafttreten der sogenannten Hartz-Reformen &ndash; habe es in der Bundesrepublik eine Ausweitung des Niedriglohnsektors gegeben. Seitdem h&auml;tten Leiharbeit, befristete Vertr&auml;ge und Minijobs weiter zugenommen. Der niedrige Lohn in diesem Bereich w&uuml;rde ma&szlig;geblich zu den geringen Rentenanspr&uuml;chen beitragen, die viele Bezieher im Alter h&auml;tten. Steuere man nun nicht gegen, w&uuml;rden viele Besch&auml;ftigte in &raquo;diese Falle&laquo; getrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/08-24\/020.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Von Protest gegen Rentenpolitik keine Spur<\/strong><br>\nDie Jugendorganisationen der Parteien zeigen sich langm&uuml;tig. Wichtig ist: Das Niveau der Altersbez&uuml;ge darf nicht weiter sinken<br>\nBis zu einer Viertelmillion Menschen gingen im vergangenen Herbst in Berlin gegen TTIP auf die Stra&szlig;e, viele von ihnen junge Leute. Dabei w&auml;ren die Auswirkungen des transatlantischen Freihandelsabkommens f&uuml;r viele im Alltag gar nicht gro&szlig; wahrnehmbar. Vollkommen langm&uuml;tig verh&auml;lt sich Deutschlands Jugend dagegen gegen&uuml;ber einem politischen Projekt, das nahezu jeden im Laufe des Lebens tangieren wird: die Rentenpolitik der gro&szlig;en Koalition. Diese Gleichg&uuml;ltigkeit oder Lethargie umfasst auch die Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien, obwohl deren Mitglieder, meist j&uuml;nger als 35 Jahre, die Suppe auf die eine oder andere Weise ausl&ouml;ffeln werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/welt_kompakt\/print_wirtschaft\/article157836547\/Von-Protest-gegen-Rentenpolitik-keine-Spur.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.G.:<\/strong> Interessante und richtige Beobachtung der WELT, nat&uuml;rlich mit falschen Pr&auml;missen und Schlussfolgerungen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Allianz Leben &ndash; 90 Prozent des Neugesch&auml;ftes ohne Garantiezins<\/strong><br>\nDie Allianz Leben setzt mittlerweile 90 Prozent der Neuvertr&auml;ge mit neuen Lebens- und Rentenversicherungen um, die keinen Garantiezins mehr bieten. Das erkl&auml;rte Thomas Wiesemann, Vorstand des Maklervertriebs bei Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem Lebensversicherer, im Interview mit Focus Online. Dar&uuml;ber hinaus gew&auml;hrte der Allianz-Vorstand Einblicke, wie der Versicherer in Zeiten des Niedrigzinses sein Geld anlegt.<br>\nKlassische Lebensversicherung ade! Die Allianz Leben, Deutschlands Marktf&uuml;hrer in der privaten Lebens- und Rentenversicherung, vertreibt im Neugesch&auml;ft kaum noch Policen mit Garantiezins, wie Thomas Wiesemann, Chef des Maklervertriebs, best&auml;tigt.&bdquo;Wir empfehlen die klassische Lebensversicherung nicht mehr&ldquo;<br>\nThomas Wiesemann, Mitglied im Vorstand der Allianz Leben. Quelle: Screenshot Youtube \/ Fakult&auml;t f&uuml;r Mathematik und Wirtschaftswissenschaften der Uni Ulm &bdquo;Wir haben die klassische Lebensversicherung zwar noch, aber wir empfehlen sie nicht und weisen die Kunden darauf hin, dass wir neue Formen der Lebensversicherung geschaffen haben&ldquo;, sagt Wiesemann in einem Interview mit Focus Online. Und erg&auml;nzt: &ldquo;90 Prozent der neu abgeschlossenen Vertr&auml;ge in der privaten Altersvorsorge gehen in diese neuen Formen.&ldquo; Diese bieten die Garantie, dass mindestens die eingezahlten Beitr&auml;ge zum Rentenbeginn erhalten bleiben &ndash; bei einem &bdquo;h&ouml;heren Anteil chancenorientierter Anlagen&ldquo;.<br>\n[&hellip;]<br>\nWelche Anlagen bevorzugt dann aber die Allianz Leben? Wiesemann spricht in diesem Zusammenhang von &bdquo;Substanzwerten&ldquo;. Damit seien nicht nur Aktien gemeint, sondern auch Immobilien und Infrastruktur-Projekte. Schon fr&uuml;h habe die Allianz begonnen, neue Anlageklassen zu erschlie&szlig;en, erkl&auml;rt der Vorstand. Und gibt einen kleinen Einblick, welche das sind.<br>\nDie Allianz Leben partizipiere zum Beispiel an den Einnahmen aus den Parkuhren in Chicago und sei der gr&ouml;&szlig;te Finanzinvestor weltweit in erneuerbaren Energien. &bdquo;Wir haben &uuml;ber 50 Windkraftanlagen in Europa. Wir finanzieren Autobahnen in Frankreich und den USA, wir haben die Rastst&auml;ttenkette Tank &amp; Rast erworben, wir haben Gaspipelines und wir finanzieren den neuen Abwasserkanal in London, der 25 Kilometer lang sein wird&ldquo;. All das verspreche h&ouml;here Renditen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsbote.de\/id\/4844679\/Allianz-Leben-Neugeschaeft-ohne-Garantiezins\/\">Versicherungsbote<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Halten wir einmal fest: Die umlagefinanzierte Gesetzliche Rente wurde abgebaut, weil sie angeblich marode war. Private Vorsorge und Kapitaldeckung sollten alle Probleme l&ouml;sen (ob das billiger ist, interessiert bis heute keinen). Nun gibt die private Vorsorge keine Garantiezinsen mehr und w&auml;lzt das gesamte Kapitalmarktrisiko auf den Kunden ab &ndash; chancenorientiert ist eine nette Umschreibung f&uuml;r &ldquo;risikokreicher&rdquo;. Lediglich eine Beitragsgarantie gibt es noch. Die Gesetzliche Rente hat nach wie vor eine Rendite von 2-3% auch f&uuml;r j&uuml;ngere Jahrg&auml;nge und gew&auml;hrt soziale Komponenten ohne Gesundheitspr&uuml;fung.<\/em><br>\n<em>Und obendrein gibt die Allianz einen Einblick, dass sie weiterhin in Infrastrukturprojekte investieren m&ouml;chte. So ein Zufall aber auch, dass unsere Regierung eine Wohnungsgesellschaft nach der anderen verramscht und die Planungen f&uuml;r eine Privatisierung von Autobahnen und Bundesstra&szlig;en weiter vorantreibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die sparsame &Ouml;konomie des Terrors<\/strong><br>\nWer heute ins Gesch&auml;ft kommen will, der braucht m&ouml;glichst wenig Kostenfaktoren. Ein B&uuml;ro reicht oft schon, Werkshallen, Verwaltungsangestellte und eine Kantine braucht man nicht. Ja, nicht mal zu verrichtende Arbeit ist zwingend notwendig. Jemand anders kann die Arbeit ja haben und erteilen. Und dann erteilt man seiner stillen Leiharbeiterreserve nur noch Marschbefehl. Alles ist outsourcbar, alles haben andere parat. Selbst muss man nichts mehr mitbringen. Nicht mal besonders Know-How, wenn man ehrlich ist. Man klingelt nur mal schnell durch, sagt man hat da jemand an der Hand und verdient spartanisch ausgestattet seinen Lebensunterhalt. So geht &Ouml;konomie heute. Man spult sie billig und ohne hohen Einsatz ab, sie gibt sich effizient und bar von jeder Verantwortung. Feste Mitarbeiter braucht man keine. Man entleiht. Mehrwerte schaffen ohne etwas herzustellen. Das ist hochgradig arbeitsteilig. Ist die Hyperarbeitsteilung unserer Zeit. Keiner tr&auml;gt mehr Verantwortung, die leidige Kosten verursacht. Alles ganz unverbindlich und kostenminimiert. Das ist modern. Das ist mond&auml;n.<br>\nViviane Forrester nannte diese Entwicklung einst einen &raquo;Terror der &Ouml;konomie&laquo;. Damit meine sie Sozialabbau, Untergrabung von Arbeitnehmerrechten, ja diese ganze effektive Sparzwangwirtschaft. Das hat sich nun gleich noch verkehrt, denn es gibt nun ganz offenbar auch eine &raquo;&Ouml;konomie des Terrors&laquo;, die sich ganz nach den Leitlinien dieser sch&ouml;nen neuen Arbeitswelt ausrichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/08\/die-sparsame-okonomie-des-terrors.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser gegen Niedrigzinspolitik: &ldquo;Es bauen sich Risiken auf&rdquo;<\/strong><br>\nDie Kritik an der lockeren Geldpolitik der EZB wird vehementer. Jetzt greift auch ein Wirtschaftsweiser Linie von Mario Draghi an &ndash; die W&auml;hrungsh&uuml;ter w&uuml;rden &ldquo;mehr und mehr Teil des Problems&rdquo;. [&hellip;]<br>\nZuvor hatte auch Deutsche-Bank-Chef John Cryan vor &ldquo;fatalen Folgen&rdquo; der Niedrigzinspolitik gewarnt. Die lockere Geldpolitik richte inzwischen mehr Schaden an als dass sie nutze, schreibt der Chef der Deutschen Bank. Die EZB habe in der Krise viel daf&uuml;r getan, Europa zu stabilisieren. &ldquo;Inzwischen aber wirkt die Geldpolitik den Zielen entgegen, die Wirtschaft zu st&auml;rken und das europ&auml;ische Bankensystem sicherer zu machen&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Gastbeitrag von Cryan f&uuml;r das &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/john-cryan-deutsche-bank-chef-attackiert-ezb-niedrigzinspolitik-a-1109208.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soll das ein Witz sein? Die Niedrigzinspolitik der EZB ist eine direkte Folge der Bankenkrise von 2007. Ausgel&ouml;st von Figuren wie Cryan. Und die Frage ist, welchen Schaden Cryan meint. Er hat dabei sicher nicht die Interessen der Allgemeinheit im Hinterkopf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verlass auf Bei&szlig;hemmungen<\/strong><br>\nIn Deutschland emp&ouml;rte sich pflichtschuldig die CDU, die CSU sch&auml;umte und die FDP sch&auml;umte mit. Au&szlig;erhalb der deutschen Grenzen freilich hielt sich die Aufregung in Grenzen. Das Strafverfahren der EU gegen die Mitgliedsl&auml;nder Spanien und Portugal wegen ihrer Haushaltss&uuml;nden endet ohne Bestrafung der S&uuml;nder. Ein Affront f&uuml;r Konservative und Liberale, die &uuml;ber Finanz- und Geldpolitik lieber moralisieren, anstatt nachzudenken. Die beiden Euro-Staaten hatten im Vorjahr die Defizitmarke von drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) deutlich verfehlt &ndash; mit 5,1 beziehungsweise 4,4 Prozent Neuverschuldung. Deshalb er&ouml;ffnete die EU-Kommission ein Strafverfahren. Nach den Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts w&auml;ren nun Bu&szlig;gelder in H&ouml;he von 0,2 oder sogar 0,5 Prozent des BIP f&auml;llig gewesen &ndash; im g&uuml;nstigsten Fall also 2,1 Milliarden Euro f&uuml;r Spanien und 358 Millionen f&uuml;r Portugal. Die EU-Kommission hatte &ndash; mit Blick auf die am 26. Juni neuerlich anstehende Parlamentswahl in Spanien und die m&uuml;hsame wirtschaftliche Regeneration beider L&auml;nder &ndash; jedoch schon im Juni Milde walten lassen. [&hellip;]<br>\nAls w&auml;hrend der Weltfinanzkrise 2008\/09 alle Eurol&auml;nder Konjunkturprogramme auflegten und mit zus&auml;tzlichen Schulden finanzierten, hagelte es Defizitverfahren, zeitweilig angestrengt gegen 23 Mitgliedsl&auml;nder der Union. Vor zwei Jahren hat die Kommission die letzten dieser Tranche &ndash; sie liefen noch gegen sechs Staaten &ndash; eingefroren. Tats&auml;chlich sind noch nie Strafzahlungen verh&auml;ngt worden. Dass Spanien und Portugal zum Nulltarif davonkommen, kann insofern niemanden &uuml;berraschen. Und genau das, was die neoliberalen Doktrin&auml;re aller Parteien und Staaten beklagen, ist das Gute an dieser Entscheidung: Sie zeigt, dass &ouml;konomische und politische Umst&auml;nde wichtiger sein k&ouml;nnen als v&ouml;llig willk&uuml;rlich und falsch gesetzte Regeln des Maastricht-Vertrages beziehungsweise des Stabilit&auml;tspaktes. EU-Kommission und sogar die Euro-Finanzminister haben den Schein gewahrt, aber den famosen Pakt und dessen Regeln weiter aufgeweicht. [&hellip;]<br>\nWie das Leben so spielt, mehren sich zwischenzeitlich die Stimmen, die das ganze Konzept der Austerit&auml;t, Kernst&uuml;ck eines neoliberalen Weltbilds, in Zweifel ziehen. Sie bedenken die neoliberalen Patentrezepte mit wachsender Skepsis. Selbst Christine Lagarde, die Chefin des IWF, hat in j&uuml;ngster Zeit mehrfach ihre Vorbehalte gegen&uuml;ber einem harten Austerit&auml;tskurs im Fall Griechenland artikuliert. Die deutschen Austerianer f&uuml;hlten sich davon nicht sonderlich begl&uuml;ckt.<br>\nNun haben einige der f&uuml;hrenden IWF-&Ouml;konomen in einer hochoffiziellen Publikation des W&auml;hrungsfonds nachgelegt, betitelt mit: Neoliberalismus: &uuml;bersch&auml;tzt? Die Kritik an den S&auml;ulen neoliberaler Wirtschafts- und Finanzpolitik, an der (Kapital-)Marktliberalisierung und der Haushaltskonsolidierung durch Schuldenabbau auf Teufel komm raus ist nicht neu. Sie wurde seit der Asienkrise in den 90er Jahren oft ge&auml;u&szlig;ert, intendiert aber keinen prinzipiellen Politikwechsel des IWF, wie dessen Chef&ouml;konom Maurice Obstfeld sich zu versichern beeilt.<br>\nUnd doch wird zusehends offenbar, wie aufgekl&auml;rte Mainstream-&Ouml;konomen (keine Ideologen), die nicht empirier-resistent sind, &uuml;ber zentrale Dogmen der Austerit&auml;tspolitik denken. Sie halten die namentlich bei Merkel und Sch&auml;uble beliebte Idee, es gebe eine Einheitsversion von ein f&uuml;r allemal g&uuml;ltigen Regeln, die man nur strikt genug anwenden m&uuml;sse, f&uuml;r verheerend und t&ouml;richt. Eine empirisch gut begr&uuml;ndete Einsicht, die sich aus dem Verlauf der Eurokrise ergibt und weiter herumzusprechen scheint. Nur nicht in deutschen Regierungskreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/verlass-auf-beisshemmungen\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schief la France<\/strong><br>\nFrankreich will sich um jeden Preis bedroht sehen. Dabei verliert es sich selbst.<br>\n&bdquo;Eine merkw&uuml;rdige, oppressive Stimmung hat sich &uuml;ber Frankreich gelegt, eine Art erstickende, alles umfassende Verzweiflung, durchmischt mit Funken von Aufbegehren,&ldquo; schreibt Michel Houellebecq in seinem Bestseller-Roman von 2015 &bdquo;Die Unterwerfung&ldquo;. Der Roman zeichnet ein schauriges Bild von Frankeich: Bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2022 schlie&szlig;en sich die b&uuml;rgerlichen Parteien der rechten und linken Mitte mit der Muslimbruderschaft zusammen, um einen Wahlsieg des rechtsextremem Front National (FN) zu verhindern &ndash; und handeln sich damit die Islamisierung Frankreichs ein, finanziert durch die Saudis. Inzwischen ist man geneigt, dem Roman, der zwischen Ironie und Zynismus changiert, durchaus eine ernsthafte Portion gesellschaflichen Sp&uuml;rsinns zu attestieren. Frankreich ist m&ouml;glicherweise vom Houellebecq&rsquo;schen Szenario nicht mehr so weit entfernt, wie man glauben m&ouml;chte.<br>\nDas Land hat sich verkrampft, fast verkeilt, in einen Kampf gegen den Terror, der Sicherheit zum wichtigsten, fast einzigen Wahlkampftthema macht, &uuml;ber das sich die franz&ouml;sische Gesellschaft noch mobilisieren, gar einen l&auml;&szlig;t. Sicherheit wird damit zum einzigen patriotischen Ventil &ndash; und alles wird dementsprechend ausgelegt. Dabei ist beim Amoklauf in Nizza vom Juli die Urheberschaft des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; (IS) bis heute nicht erwiesen.<br>\nDie Tat des M&ouml;rders von Nizza ist nat&uuml;rlich abscheulich und unentschuldbar. Aber war es wirklich Terror? Frankreich h&auml;lt in Medien- und Berichterstattung hartn&auml;ckig daran fest, von Terror zu sprechen. Es will sich offensichtlich &bdquo;angegriffen&ldquo; f&uuml;hlen. Braucht Frankreich den &bdquo;Terror&ldquo;, um sich als Nation zu sp&uuml;ren? Oder braucht es ihn, um nicht hinschauen zu m&uuml;ssen, was aus der Grande Nation geworden ist? Ein gespaltenes Land n&auml;mlich, in Arm und Reich, Stadt und Land, Franzosen und Muslime, FN-W&auml;hler und solche, die den FN f&uuml;rchten. Dazwischen befinden sich verunsicherte Mittelschichten, eine desillusionierte (und kaum vernehmbare) Jugend und eine ebenso zerstrittene wie entmutigte Linke, die erst k&uuml;rzlich mit den Nuits debouts eine kraftlose Revolte wagte, die mittlerweile im Sande verlaufen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/schief-la-france-1583\/\">IPG Journal<\/a>\n<p><strong>dazu: Wahlkampf mit Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht<\/strong><br>\nWehrpflicht, Reservistenarmee, Nationalgarde: In Frankreich werden diese m&ouml;glichen Antworten auf die Terrorbedrohung derzeit viel diskutiert &ndash; und zwar nicht gerade mit sorgf&auml;ltig formulierten Argumenten. Im Wahlkampf geht es einzig darum, beim ver&auml;ngstigten Volk Zustimmung zu finden. Besonnene Stimmen haben immer gr&ouml;&szlig;ere M&uuml;he, geh&ouml;rt zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-wahlkampf-mit-wiedereinfuehrung-der-wehrpflicht.795.de.html?dram:article_id=363926\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein gespaltenes Land<\/strong><br>\nDer Generalverdacht gegen alles sichtbar Muslimische vergiftet das gesellschaftliche Klima in Frankreich. Der Laizismus des Landes ist gescheitert. [&hellip;]<br>\nDie Szene vom Strand in Nizza ist ein Sinnbild f&uuml;r das Scheitern des franz&ouml;sischen Laizismus. Denn das Burkini-Verbot gilt nur an &ouml;ffentlichen Str&auml;nden. Was an den vielen Privatstr&auml;nden an der franz&ouml;sischen Riviera geschieht, entzieht sich staatlichem Zugriff. Sommerfrischler vom Golf, die dort Villen besitzen, k&ouml;nnen dort weiter im Burkini oder gar Schleier baden. Eine &auml;hnliche Spaltung gilt f&uuml;r das Bildungssystem. An Frankreichs staatlichen Schulen herrscht ein striktes Kopftuchverbot; die Religion soll au&szlig;en vor bleiben. Doch wohlhabende religi&ouml;se Eltern schicken ihre Kinder auf konfessionelle Privatschulen. Mit anderen Worten: Wer es sich leisten kann, darf seine Religion frei ausleben. Wer, wie viele franz&ouml;sische Muslime, sozial marginalisiert ist und abgedr&auml;ngt in den Banlieues lebt, dem wird signalisiert, dass er mitsamt seiner Religion unerw&uuml;nscht ist. Das f&uuml;hrt zu einem religi&ouml;sen Zweiklassensystem und versch&auml;rft soziale Konflikte, indem es sie mit einem Kulturkampf vermengt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Frankreich-und-Burkini\/!5330699\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD-Spitzenpolitiker unterst&uuml;tzen Bef&uuml;rworter Gabriel gegen Parteilinke<\/strong><br>\nIm Streit um das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen erh&auml;lt SPD-Chef Gabriel R&uuml;ckendeckung aus mehreren Landesverb&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ceta-abkommen-spd-spitzenpolitiker-unterstuetzen.447.de.html?drn:news_id=648585\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel: &bdquo;Ceta ist eben nicht TTIP&ldquo;<\/strong><br>\nHerr Sch&auml;fer-G&uuml;mbel, nachdem das europ&auml;isch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP in weite Ferne ger&uuml;ckt ist, konzentriert sich der Protest der Nichtregierungsorganisationen auf das Abkommen Ceta mit Kanada. Ein breites B&uuml;ndnis fordert den sofortigen Stopp der Verhandlungen. Verstehen Sie den massiven Widerstand?<br>\nIch halte diese Fundamentalkritik nicht f&uuml;r richtig. Aber es gibt ein berechtigtes Unbehagen an der bisherigen Art der Globalisierung. Damit sie wirklich allen Menschen Chancen er&ouml;ffnet, muss es Ver&auml;nderungen geben. Die Einw&auml;nde von Gewerkschaften sowie Umwelt- und Sozialverb&auml;nden sind dazu richtige Fingerzeige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/thorsten-schaefer-guembel--ceta-ist-eben-nicht-ttip-,1472596,34669664.html\">FR Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Das wird nichts mehr. Die EU-Kommission wird CETA vorl&auml;ufig in Kraft setzen und die nationalen Parlamente (allen voran der Bundestag), so sie denn zust&auml;ndig sind, werden dem Vertragswerk zustimmen. Selbst einzelne Ablehnungen werden die Karawane nicht aufhalten. Beim Parteikonvent wird man noch ein wenig Text-Kosmetik betreiben und die gro&szlig;en Industriegewerkschaften &ndash; damit auch der DGB &ndash; haben schon genickt. Sch&auml;fer-G&uuml;mbel hat den Unterschied zwischen Freihandel und fairem Handel nicht verstanden, sonst h&auml;tte er sich der vern&uuml;nftigeren Vokabel bedient. Und wie will eine SPD, die dem Merkantilismus fr&ouml;nt, sich jetzt auch glaubw&uuml;rdig neu positionieren? Da werden weiterhin die selbstgeschaffenen Sachzw&auml;nge dilettantisch verwaltet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das neue Direktorium<\/strong><br>\nNach dem Treffen des informellen neuen EU-&ldquo;Direktoriums&rdquo; Merkel\/Hollande\/Renzi am Montag setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Donnerstag ihre Europa-Rundreise zur Vorbereitung einer Neustrukturierung der EU fort. &Auml;u&szlig;erer Anlass ist der bevorstehende Austritt Gro&szlig;britanniens, der Verschiebungen bei den Machtverh&auml;ltnissen innerhalb des Staatenbundes zur Folge hat. Dazu geh&ouml;rt, dass Berlin die bisherigen exklusiven Absprachen mit Frankreich durch ein deutsch-franz&ouml;sisch-italienisches Dreier-&ldquo;Direktorium&rdquo; zu ersetzen sucht. Zugleich setzt die Kanzlerin mit ihrer aktuellen Reisediplomatie darauf, die zerstrittenen EU-Staaten in Interessengruppen aufzuspalten und diese jeweils getrennt in die Neustrukturierung einzubinden. Diesem Ziel dienen etwa die morgigen Treffen mit den Staaten der Visegrad-Gruppe und anschlie&szlig;end mit den EU-Mitgliedstaaten aus Nordeuropa. Die strukturellen Umbr&uuml;che werden von Berlin mit einer weiteren Versch&auml;rfung bei der &auml;u&szlig;eren Militarisierung und der inneren Repression verbunden. Vorbild der Aufr&uuml;stung, die neben dem Milit&auml;r auch die Geheimdienste betrifft, sind die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59426\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wir Primark-Studenten<\/strong><br>\nMorgens st&uuml;rmen wir die Bibliothek, kloppen uns nicht um Kleidung, sondern um Bildung. M&ouml;glichst billig soll die sein, aber f&uuml;r den Moment h&uuml;bsch anzusehen. Es ist 9.50 Uhr, vor mir eine Menschenmasse. Punkt zehn &ouml;ffnet sich die T&uuml;r, der Schwarm rennt, st&uuml;rzt ins Geb&auml;ude. Schaulustige filmen die Szene mit ihrem Handy. Nein, hier wird kein neuer Primark er&ouml;ffnet, der von Tausenden Teenies gest&uuml;rmt wird, die die neuesten Billigklamotten kaufen wollen. Es ist ein Sonntag mitten in der Klausurenphase und hundert Studenten k&auml;mpfen mit mir um die Arbeitspl&auml;tze in der Bibliothek.<br>\nUnser Kennzeichen ist nicht die braune Papiert&uuml;te, wir tragen die durchsichtigen Plastikbeutel der Bib. Eine Freundin hat mir vor Kurzem ein Video geschickt. Es ist nur 16 Sekunden lang. Zwei Jungs pr&uuml;geln sich um einen Arbeitsplatz in der Bibliothek, am Ende fliegt ein Laptop durch die Luft, das Sicherheitspersonal kommt. Wut, Verbissenheit, Aggression. Warum?<br>\nWir Primark-Studenten kloppen uns nicht um Kleidung, sondern um Bildung. Wir brauchen m&ouml;glichst viel davon, so billig wie m&ouml;glich, trotzdem h&uuml;bsch im Lebenslauf anzusehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2016-08\/studieren-stress-bibliothek-ausbildung-druck\">Zeit Campus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier bewahrheitet sich wieder das alte Bonmot: Ein Student ist eine Ware, die denkt, die heute mehr denn je an der neoliberalen Verwertungslogik ausgerichtet ist. Das ist schrecklich, aber man kann dies den jungen Menschen nur bedingt zum Vorwurf machen, kennen diese nur noch die neoliberale Agenda, der &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;, dass der &rdquo; Markt&rdquo;, der einzige lebensbstimmende Imperativ ist. Kritisches Denken und die Reflektion der gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse in denen man lebt, ist das Letzte was in der &ldquo;marktkonformen&rdquo; Demokratie gew&uuml;nscht wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat<\/strong><br>\nDer Herr im Jobcenter &ndash; mein &bdquo;Arbeitsvermittler&ldquo; &ndash; sch&uuml;ttelt mir freundlich-abwartend die Hand. M&ouml;glicherweise ist er etwas nerv&ouml;s angesichts meines Doktortitels, den er auch sofort pflichtschuldig ausspricht (woran mir &uuml;berhaupt nichts liegt). Er wei&szlig;, dass er mir au&szlig;er Zwangsma&szlig;nahmen, Callcenter und Saisonarbeit (Erdbeeren pfl&uuml;cken) nichts zu bieten hat. Wir beide wissen &ndash; und wissen, dass der andere es wei&szlig; &ndash;, dass er von seinen Vorgesetzten darauf angesetzt wurde, die in der &bdquo;Tagesschau&ldquo; verk&uuml;ndete Arbeitsmarktstatistik zu exekutieren, die sich selbst und der Welt vorgaukelt, dass Deutschland Vorreiter in der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit sei. Deutschland Superland, Land der Ideen und der Forschung, engagiert im &bdquo;Wettbewerb um die besten K&ouml;pfe&ldquo;, Bildungsrepublik, Wirtschaftsmacht, Exportweltmeister, historisch niedrige Arbeitslosenquote (und Fu&szlig;ball-Macht nat&uuml;rlich auch noch). In der medial gepr&auml;gten Buzzword-Rhetorik von &bdquo;Brand Germany&ldquo; spiegelt sich die neoliberale Exzellenz-Logik, die alle Relationen aus dem Blick verloren hat, unter anderem die, dass man sich in einer stark gebeutelten europ&auml;ischen und globalen Umgebung trefflich als Hoffnungs-Leitwolf inszenieren kann, nicht nur in dem, was beharrlich &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; genannt wird (als w&auml;ren die Fl&uuml;chtlinge daran schuld).<br>\nWenn sich aber der (scheinbar nur) Ein&auml;ugige von den Blinden zum K&ouml;nig machen l&auml;sst, zeigt sich darin eher ein allgemeiner Realit&auml;tsverlust denn eine Erfolgsgeschichte. Doch auch Akademikerinnen wachen erst auf, wenn sie an die Decke sto&szlig;en, und selbst die verm&ouml;gen gerade sie, herangezogen in der unhinterfragten Selbstverst&auml;ndlichkeit ihres Privilegs zu lernen und zu lehren, oft noch lange ungl&auml;ubig zu ignorieren.<br>\nTats&auml;chlich hat sich die Decke aber l&auml;ngst immer weiter gesenkt, und sie bietet immer weniger Luftl&ouml;cher. Mein Arbeitsvermittler, so zeigt sich schnell, kann und soll nicht wirklich mehr etwas f&uuml;r mich tun. Es geht nicht mehr um F&ouml;rdern, sondern nur noch um Fordern &ndash; und also um die Verletzung schon des ersten Kapitels des SGB II (Grundsatz F&ouml;rdern und Fordern). Gleichzeitig zeigt sich das unmittelbar anh&auml;ngende Problem eines nicht vorhandenen akademischen und eingebrochenen alternativen Arbeitsmarktes f&uuml;r Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen. Es offenbart sich der eigentliche Druck, unter dem der neoliberalisierte Staat operiert. Das Ziel ist die Erf&uuml;llung einer imagin&auml;ren Arbeitslosenstatistik ohne entsprechende Grundlage. Das aber funktioniert im Fall von Akademikerinnen nur noch, indem sich die Arbeitsvermittlerinnen als berufsm&auml;&szlig;ige Entqualifizierer bet&auml;tigen. Damit wird es zunehmend kafkaesk.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/august\/exzellente-entqualifizierung-das-neue-akademische-prekariat\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gina-Lisa Lohfink: H&auml;tten Sie gern Popcorn dazu?<\/strong><br>\nF&uuml;r viele ist klar: Gina-Lisa hat sich vor Gericht als Opfer inszeniert. Dabei haben Journalisten ihren Teil zur &ldquo;Gina-Lisa-Show&rdquo; beigetragen. Und so ein abschreckendes Beispiel f&uuml;r andere Frauen geschaffen. [&hellip;]<br>\nPl&ouml;tzlich sind alle Experten und Expertinnen f&uuml;r den Fall Lohfink. Sie betonen, dass es ja wohl &auml;u&szlig;erst merkw&uuml;rdig sei, dass Lohfink mit einem der Beschuldigten auch einvernehmlichen Sex gehabt habe &ndash; eine &ldquo;Ungereimtheit&rdquo;. Auch ein im Gericht geladener Sachverst&auml;ndiger, ein Facharzt f&uuml;r Pharmakologie und Toxikologie, bezog sich auf diese Tatsache. Eigentlich sollte er kl&auml;ren, ob Lohfink K.-o.-Tropfen bekommen hatte. Das sei mit hoher Wahrscheinlichkeit &ndash; allerdings nicht hundertprozentig &ndash; ausgeschlossen, befand er, aber er &auml;u&szlig;erte sich auch dazu, dass es zuvor einvernehmlichen Sex gegeben habe und der Mann demnach davon ausgehen konnte, dass das wieder so sein werde. Als w&uuml;rde ein Mensch nach einmaligem Sex jeder weiteren Penetration durch diese Person zustimmen. Als k&ouml;nnte es Vergewaltigung nicht sogar in Beziehungen geben, in denen vorher sehr vieles gut lief. Und als w&uuml;rden Vergewaltigungen nicht in den meisten F&auml;llen im sozialen Nahbereich passieren und nicht wie im Vorabendkrimi nach dem Modell &ldquo;Opfer l&auml;uft nachts nach Hause, T&auml;ter springt hinter Baum hervor&rdquo;. Doch auch Menschen, die in Gerichten arbeiten, sind nicht frei von den Stereotypen.<br>\nWir sind in dem auff&auml;llig widerspr&uuml;chlichen Zustand, dass Frauen seit ihrer Schulzeit lernen, wie sie sich verhalten sollen, damit sie nicht vergewaltigt werden &ndash; nicht zu viel trinken, nicht zu kurzer Rock, nicht zu einsamer Heimweg &ndash; aber wenn es ihnen passiert, m&uuml;ssen sie nicht selten h&ouml;ren, dass sie sich alles nur ausdenken oder &uuml;bertreiben. Staatsanw&auml;ltin Corinna G&ouml;gge erkl&auml;rte in ihrem Pl&auml;doyer, falsche Verd&auml;chtigungen k&auml;men h&auml;ufiger vor als gedacht. In der derzeitigen Debatte gie&szlig;t man mit derart diffusen &Auml;u&szlig;erungen &Ouml;l ins Feuer: Wer ohnehin schon dachte, Falschbeschuldigen seien ein h&auml;ufiges Ph&auml;nomen und ein eigenartiges Hobby rachs&uuml;chtiger, aufmerksamkeitsgeiler Frauen, kann jetzt denken, es sei eigentlich noch viel schlimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/margarete-stokowski-zum-fall-gina-lisa-a-1109025.html\">Margarete Stokowski auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>AfD bindet relativ viele Nichtw&auml;hlerInnen und Personen aus dem rechten Lager an sich<\/strong><br>\nStudie auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels: Die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) findet zunehmend Zuspruch im rechten politischen Lager und bei Nichtw&auml;hlerInnen &ndash; Anh&auml;ngerInnen geben an, unzufrieden mit der Demokratie zu sein und sich um Zuwanderung zu sorgen<br>\nDie Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) zieht derzeit vor allem M&auml;nner, B&uuml;rgerInnen in den neuen Bundesl&auml;ndern, Personen mit geringer und mittlerer Bildung, ArbeiterInnen und Arbeitslose sowie junge Personen unter 30 Jahren an. Das geht aus einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) hervor. DIW-Experte Martin Kroh hat daf&uuml;r gemeinsam mit Karolina Fetz vom Berliner Institut f&uuml;r Empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universit&auml;t die im SOEP erfragte Parteibindung untersucht. Diese bildet l&auml;ngerfristige Trends in der Unterst&uuml;tzung von Parteien ab und ist nicht mit einer konkreten Wahlabsicht oder -entscheidung zu verwechseln, die auch auf kurzfristigen Einfl&uuml;ssen und Erw&auml;gungen beruhen kann. Kroh und Fetz fanden heraus, dass sich das Anh&auml;ngerprofil der AfD seit der Parteigr&uuml;ndung ver&auml;ndert hat. &bdquo;Die AfD bindet der Befragung zufolge immer mehr fr&uuml;here Nichtw&auml;hlerInnen und W&auml;hlerInnen rechtsextremer Parteien an sich sowie Personen, die sich auch tats&auml;chlich als politisch rechts oder sehr rechts verorten. Aber auch aus dem Kreis ehemaliger FDP- oder Linken-W&auml;hlerInnen gewinnt sie Anh&auml;ngerInnen&ldquo;, sagt Fetz. &bdquo;Zudem scheint sie zunehmend f&uuml;r j&uuml;ngere Menschen attraktiv zu sein.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.541624.de\">DIW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Neues Zivilschutzkonzept: Deutsche sollen K&ouml;rperfettreserven f&uuml;r zehn Tage anlegen<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Wie gut sind Deutschlands B&uuml;rger auf den Ernstfall vorbereitet? Diese Frage will die Bundesregierung nicht dem Zufall &uuml;berlassen: In einem neuen Leitfaden r&auml;t das Bundesamt f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) jedem Deutschen dazu, pers&ouml;nliche K&ouml;rperfettreserven f&uuml;r mindestens zehn Tage anzulegen.<br>\nDie Beh&ouml;rde empfiehlt einen Body-Mass-Index von mindestens 30, um im Ernstfall bis zu zehn Tage ohne Nahrung auszukommen. &ldquo;K&ouml;rperfett ist viel effizienter als das Anlegen von Vorr&auml;ten&rdquo;, erkl&auml;rt BBK-Pr&auml;sident Christoph Unger. &ldquo;Man hat es immer bei sich, es verdirbt nicht und es kann einem nicht weggenommen werden.&rdquo; Nicht ohne Grund spreche der Laie bei Fettpolstern auch von &ldquo;Rettungsringen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2016\/08\/fettreserven.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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