{"id":34801,"date":"2016-08-30T08:30:27","date_gmt":"2016-08-30T06:30:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801"},"modified":"2016-08-30T08:30:27","modified_gmt":"2016-08-30T06:30:27","slug":"hinweise-des-tages-2699","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h01\">Pl&auml;doyers f&uuml;r eine neue politische und soziale Ordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h02\">Millionen Familien k&ouml;nnen sich keinen Urlaub leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h03\">Jeder achte Berliner Haushalt hoch verschuldet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h04\">Die Schw&auml;chung der Demokratie f&auml;ngt in der Mitte an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h05\">Steuerdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h06\">Brasilien &ndash; Der letzte Akt im Fall Rousseff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h07\">TTIP offenbart tiefen Riss in Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h08\">Neues vom schillernden &Ouml;konom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h09\">Ein System der Gier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h10\">Deutschlands Angst vor dem Volkswillen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h11\">Wir leben Aggressivit&auml;t vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h12\">Eine Million Chilenen protestieren gegen privates Rentensystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h13\">Obama und die Welt als Schachbrett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h14\">Emily Thornberry accuses Labour NEC of trying to quash Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h15\">Dubiose Finanzquellen: Die AfD ver&auml;ppelt die W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h16\">Lobbyismus im Klassenzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34801#h17\">Das Letzte &ndash; Merkel mutet uns viel zu &ndash; und das ist gut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pl&auml;doyers f&uuml;r eine neue politische und soziale Ordnung<\/strong><br>\nSeit der Occupy-Bewegung, aber sp&auml;testens mit dem US-Wahlkampf und dem bemerkenswerten Abschneiden des demokratischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Bernie Sanders scheint ein Teil der amerikanischen Linken aus einem Dornr&ouml;schenschlaf erwacht zu sein. Radikale linke Stimmen, die gesellschaftliche Alternativen aufzeigen, werden lauter.<br>\nAm Sozialismus f&uuml;hrt kein Weg mehr vorbei &ndash; und zwar im Vorzeigeland des Kapitalismus, den Vereinigten Staaten. Dass dies kein schlechter Scherz ist, das finden zumindest einige junge amerikanische Linke. Sp&auml;testens der aktuelle Wahlkampf um das Pr&auml;sidentenamt hat ihnen gezeigt: So wie es ist, kann es nicht weitergehen. Und das nicht nur, weil sich der bekennende Sozialist Bernie Sanders hartn&auml;ckig als linker Gegenspieler von Hillary Clinton profiliert hat. Die Journalistin Sarah Leonard schreibt:<br>\n&ldquo;Das Absurdeste an der US-Pr&auml;sidentschaftswahl 2016 ist die l&auml;cherlich geringe Bandbreite an L&ouml;sungsans&auml;tzen, die von den Spitzenkandidaten f&uuml;r Probleme von historischer Tragweite vorgeschlagen werden. Im Get&ouml;se des Wahlkampfs geht vollkommen unter, dass sich mit keinem der auch nur halbwegs aussichtsreichen Kandidaten die Hoffnung auf eine grundlegend gerechtere Gesellschaft verbindet.&rdquo;<br>\nLeonard ist leitende Redakteurin des linksliberalen Politikmagazins The Nation. In dem Band &ldquo;Die Zukunft, die wir wollen. Radikale Ideen f&uuml;r eine neue Zeit&rdquo; sammeln sie und der Autor Bhaskar Sunkara kluge Beitr&auml;ge, die sich mit M&ouml;glichkeiten und Perspektiven einer linkeren Zukunft f&uuml;r die Vereinigten Staaten befassen. Die Journalisten, Aktivisten und Wissenschaftler, die im Buch zu Wort kommen, fordern tats&auml;chlich nicht weniger als einen sozialistischen Wandel f&uuml;r die Vereinigten Staaten; einen Sozialismus, wie Leonard ausf&uuml;hrt, der dem Begriff &ldquo;Demokratie&rdquo; wieder essenziellen Wert zuschreibt und zugleich auf einer &ndash; Zitat &ndash; &ldquo;massenhaften Umverteilung&rdquo; basiert. Leonard und ihre Mitstreiter sind sich dabei der Unterst&uuml;tzung eines Gro&szlig;teils ihrer Generation &ndash; also der Amerikaner in den Zwanzigern und Drei&szlig;igern &ndash; sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/linke-in-den-usa-plaedoyers-fuer-eine-neue-politische-und.1310.de.html?dram:article_id=364372\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Millionen Familien k&ouml;nnen sich keinen Urlaub leisten<\/strong><br>\nNicht mal eine einw&ouml;chige Urlaubsreise k&ouml;nnen sich Millionen von Familien in Deutschland leisten, rund 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind betroffen. Allerdings hat sich die Lage gebessert, anders als im Rest der EU.<br>\nDie Ferienzeit geht langsam zu Ende, doch viele Familien d&uuml;rften die schulfreien Wochen Zuhause verbracht haben. Rund 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Haushalten, die sich nicht einmal eine einw&ouml;chige Urlaubsreise leisten k&ouml;nnen. Das zeigen Zahlen der Europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde Eurostat, wonach 23,8 Prozent aller unter Achtzehnj&auml;hrigen in Deutschland betroffen sind &ndash; jeder vierte aus der Altersgruppe.<br>\nInsgesamt leben 16,7 Millionen Menschen in Deutschland in Haushalten, die zu arm f&uuml;r Urlaubsreisen sind. Das hatte die stellvertretende Linken-Fraktionsvorsitzende Sabine Zimmermann bei Eurostat erfragt und ver&ouml;ffentlicht. &ldquo;Kinder und Jugendliche bekommen h&auml;ufig zu sp&uuml;ren, was Armut bedeutet&rdquo;, sagt Zimmermann. &ldquo;Besonders in der Ferienzeit ist es nat&uuml;rlich bitter, wenn sie gerne verreisen w&uuml;rden, es aber nicht geht.&rdquo;<br>\nEin genauerer Blick auf die Eurostat-Zahlen zeigt allerdings auch: Die Lage hat sich in den vergangenen Jahren gebessert &ndash; jedenfalls in Deutschland. Der Wert schwankte in den vergangenen zehn Jahren, lag aber mit 23,8 Prozent im Jahr 2014 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) deutlich unter den 34,7 Prozent aus dem Jahr 2006. Europaweit hat sich dagegen kaum etwas ge&auml;ndert. Der Wert f&uuml;r die 28 EU-Mitgliedstaaten schwankt seit zehn Jahren um die 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-3-4-millionen-kinder-sind-zu-arm-fuer-urlaub-a-1109854.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Viertel der Jugendlichen unter 18 hat zu wenig Geld f&uuml;r eine Woche Urlaub pro Jahr &ndash; aber auch das kann man im reichen Deutschland sch&ouml;n reden. Schlie&szlig;lich ist es im von der deutschen Exportdampfwalze und von Sch&auml;uble und Merkel ruinierten Rest der EU noch schlimmer. Na dann!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jeder achte Berliner Haushalt hoch verschuldet<\/strong><br>\nTrotz Rekordsteuereinnahmen, mehr Start-up Investitionskapital als in jeder anderen deutschen Stadt und explodierenden Mietpreisen: Berlin ist arm. Mehr als jeder achte Haushalt hat hohe Schulden, vielfach leben Kinder darin.<br>\nMehr als jeder achte Berliner Haushalt (13 Prozent also rund 200.000) hat einer neuen Senatsstudie zufolge hohe Schulden. In jedem vierten der Haushalte leben auch Kinder, wie aus dem Bericht hervorgeht, der der B.Z. vorliegt. Am Dienstag soll der rot-schwarze Senat diesen Armutsbericht der Zeitung zufolge beschlie&szlig;en.<br>\nNirgendwo sonst ist der Anteil Alleinerziehender so gro&szlig; wie in Berlin &ndash; und auch in Brandenburg liegt er &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt. Laut einer Studie besteht f&uuml;r Kinder aus diesen Familien auch immer ein h&ouml;heres Armutsrisiko. F&uuml;r s&auml;umige Unterhaltszahler schl&auml;gt Bundesfamilienministerin Schwesig im rbb eine ganz neue L&ouml;sung vor.<br>\nJeder f&uuml;nfte Berliner verdient weniger als 841 Euro im Monat und gilt damit als arm. Diese Quote hatte der Parit&auml;tische Gesamtverband im vergangenen Jahr bereits errechnet. In Neuk&ouml;lln ist der Anteil armer Berliner am gr&ouml;&szlig;ten, in Pankow am kleinsten. Demgegen&uuml;ber gelten 9,6 Prozent der Berliner den Angaben zufolge als reich, sie haben ein Pro-Kopf-Einkommen von mehr als 2.679 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2016\/08\/armutsbericht-berlin-verschuldung-haushalte.html\">rbb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wir schaffen das und uns geht es allen gut. Wobei sich in dieser Meldung wieder die in Deutschland, gerade auch von den &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; gezielt betriebene Verschleierung von wirklichen Reichtum wiederspiegelt. Jemanden mit einem Pro-Kopf-Einkommen von mehr als 2.679 Euro bereits als &bdquo;reich&ldquo; zu bezeichnen ist l&auml;cherlich und ein Ablenkungsman&ouml;ver. Zumal der entscheidende Faktor, der Verm&ouml;gensbesitz, v&ouml;llig unerw&auml;hnt bleibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Schw&auml;chung der Demokratie f&auml;ngt in der Mitte an<\/strong><br>\nDie offensichtliche Verletzung demokratischer Prozesse im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise 2007 und 2008, die ein echter Epochenbruch war, vergleichbar mit der Gro&szlig;en Depression und allem, was danach kam, durch Institutionen mit fehlender demokratischer Legitimierung, was bis zum Sturz von gew&auml;hlten Regierungen ging, mitten in Europa &ndash; das geht dem Rechtsruck voraus, der den Kontinent in weiten Teilen erfasst hat.<br>\nDie radikale Rechte kam nicht aus dem Nichts, und auch die nicht so radikale Rechte oder alle, die ihre Antwort in autorit&auml;ren Bewegungen suchen, bis hin zu einem Kandidaten Trump, sind einerseits aus den speziellen Umst&auml;nden heraus zu verstehen. Dazu geh&ouml;rt auch ein origin&auml;rer Rassismus, der die Jahre der Demokratie scheinbar unbeschadet &uuml;berstanden hat. Aber gerade das Beispiel Trump zeigt ja, wie viel komplizierter die Antworten tats&auml;chlich sind.<br>\nDer Widerstand etwa, den viele Trump-Unterst&uuml;tzer gerade aus der Arbeiterschicht demonstrieren, ist ein Widerstand gegen eine neoliberale Globalisierungspolitik, die als alternativlos proklamiert wurde und die Gesellschaft zu krass und zu offensichtlich und eben zu alternativlos in Gewinner und Verlierer unterteilt.<br>\nIn manchem sind die &Auml;ngste der Trump-Unterst&uuml;tzer linke &Auml;ngste, &Auml;ngste von Menschen, die sich sozial abgeh&auml;ngt f&uuml;hlen. In Europa wird das nicht anders sein &ndash; und die Parteien, die sich selbst als links sehen, sollten erkennen, dass sie dieses Terrain vor vielen Jahren freiwillig aufgegeben haben: Die linke Ratlosigkeit hat ihren Ursprung in der fehlenden Antwort auf die neoliberale Revolution der Achtzigerjahre und auf den Fall der Mauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/zukunft-der-demokratie-das-ping-pong-der-meinungen-kolumne-a-1109771.html\">Georg Diez auf SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerdebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die CDU und ihre gebrochenen Wahlkampfversprechen<\/strong><br>\nEin Jahr vor der Bundestagswahl hat der Wahlkampf begonnen. CDU und CSU werben mit dem Versprechen von Steuersenkungen. Nicht zum ersten Mal. Doch bislang hatten die Steuerzahler nie etwas davon.STEUERN18:10 Die CDU und ihre gebrochenen Wahlkampfversprechen Ein Jahr vor der Bundestagswahl hat der Wahlkampf begonnen. CDU und CSU werben mit dem Versprechen von Steuersenkungen. Nicht zum ersten Mal. Doch bislang hatten die Steuerzahler nie etwas davon. [&hellip;]<br>\nDer CDU-Politiker ist nicht das einzige hochrangige Unionsmitglied, das derzeit mit dem Versprechen von Steuersenkungen f&uuml;r die Partei Wahlwerbung macht. Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium, ist ebenfalls der Meinung, es sei jetzt an der Zeit, die B&uuml;rger zu entlasten: Mit Kauders Aussagen sei klar, dass sp&uuml;rbare Steuersenkungen im Wahlprogramm von CDU und CSU stehen w&uuml;rden, sagt er der &ldquo;Welt&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir wollen nach 2017 den Spielraum nutzen, Steuern zu senken, ohne uns daf&uuml;r verschulden zu m&uuml;ssen.&rdquo; Die Wirtschaft laufe, die Steuereinnahmen seien gut: &ldquo;Da sollten wir den Polizisten, Pflegekr&auml;ften und Arbeitern, also all denen, die den Laden am Laufen halten, auch mehr von ihrem hart erarbeiteten Geld lassen&rdquo;, so Spahn. [&hellip;]<br>\nNach einer aktuellen Studie der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in der die 34 Mitgliedstaaten verglichen wurden, betr&auml;gt das Jahresgehalt eines alleinstehenden Vollzeitarbeitnehmers in Deutschland 47.042 Euro. Davon m&uuml;ssen hierzulande 49,4 Prozent Steuern und Abgaben gezahlt werden. Dieser Wert ist seit 2010 beinahe konstant. Mit dem Prozentsatz belegt Deutschland einen Spitzenplatz, nur in Belgien (55,3 Prozent) und &Ouml;sterreich (49,5 Prozent) muss mehr abgef&uuml;hrt werden. Im OECD-Durchschnitt sind es nur 35,9 Prozent.<br>\nBegonnen hat das Laborieren an der Steuer schon 2005 mit der ersten schwarz-roten Koalition unter Angela Merkel. Steuern senken wollte sie zwar ausdr&uuml;cklich nicht. Das System aber auf gesunde Beine stellen, die Komplexit&auml;t reduzieren, das wollte sie schon. &ldquo;Steuern: einfach, wettbewerbsf&auml;hig und gerecht&rdquo;, hatte die Union in ihrem &ldquo;Regierungsprogramm&rdquo; geworben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article157897134\/Die-CDU-und-ihre-gebrochenen-Wahlkampfversprechen.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Viele L&uuml;gen, viele Halbwahrheiten, der &uuml;bliche Unsinn &uuml;ber die angeblich zu hohe Steuerbelastung &ndash; und doch der interessante Hinweis auf die hohen staatlichen Haushaltsdefizite aufgrund der unverantwortlichen Steuergeschenke der Schr&ouml;der-Regierung.<\/em><br>\n<em>Ich jedenfalls w&uuml;rde gerne mal wissen, wie die OECD die Abgabenlast des erw&auml;hnten &ldquo;alleinstehenden Vollzeitarbeitnehmers&rdquo;. Das Durchschnittsgehalt von 47.000 Euro findet man auch z. B. bei <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/themen\/293\/durchschnittseinkommen\/\">statista<\/a>, aber bspw. nettolohn.de rechnet einem daf&uuml;r &ndash; inklusive Kirchensteuerzahlung! &ndash; jeweils etwa 20,5 Prozent Steuern und Abgaben aus, was auf 47.000 Euro Bruttolohn 41 Prozent Steuern und Abgaben ergibt, aber nicht die erschreckenden 49,4 Prozent. Dann hat Schwarz-Rot seit 2005 tats&auml;chlich die ungerechte Mehrwertsteuer stark erh&ouml;ht, aber auch, was hier verschwiegen wird, den K&ouml;rperschaftststeuersatz von 25 auf 15 Prozent gesenkt und die Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben praktisch abgeschafft &ndash; halt Umverteilung von unten nach oben in Reinform. Und Jens Spahn k&ouml;nnte man fragen, warum er nicht h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r die &ldquo;Polizisten, Pflegekr&auml;ften und Arbeiter[.]&rdquo; fordert, was erheblich zielgerichteter w&auml;re als eine Steuersenkung, die zu 90 Prozent wieder den Beziehern hoher und h&ouml;chster Einkommen zugute kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neoliberaler Mythos: Warum hohe Steuern der Wirtschaft nicht schaden m&uuml;ssen<\/strong><br>\nHohe Steuern schaden der Wirtschaft &ndash; und Steuersenkungen finanzieren sich selbst. Das zumindest behaupten Neoliberale seit Jahrzehnten. Doch was ist wirklich dran an diesem Mythos?<br>\nDer wohl ber&uuml;hmteste Steuermythos lautet: Hohe Steuern schaden der Wirtschaft, sie reduzieren die Leistungsbereitschaft und kosten Wachstum und Arbeitspl&auml;tze. Das ist eine neoliberale Plattit&uuml;de, die bis heute reflexhaft aus der Wirtschaft oder von wirtschaftsnahen Politikern vorgetragen wird, wenn Unternehmen oder Wohlhabende h&ouml;here Steuern zahlen sollen.<br>\nDie FDP hat sich unter ihrem fr&uuml;heren Vorsitzenden Guido Westerwelle sehr stark auf dieses Thema fokussiert und damit 2009 ein sensationelles Wahlergebnis eingefahren, um danach umso tiefer abzust&uuml;rzen.<br>\nDer Mythos wurde seit den Siebzigerjahren mit der sogenannten Laffer-Kurve popularisiert, benannt nach dem &Ouml;konomen Arthur Laffer. Der Legende nach soll er sie beim Dinner mit den damaligen Nixon-Beratern Donald Rumsfeld und Dick Cheney auf die Serviette gemalt haben. Die Idee: Wenn Steuern ein bestimmtes Niveau &uuml;bersteigen, weichen ihnen die Steuerzahler immer st&auml;rker aus. Bei weiter steigenden Steuers&auml;tzen erh&ouml;hen sich die Steuereinnahmen kaum noch und sinken ab einem bestimmten Punkt sogar. Umgekehrt gilt demnach: Steuersenkungen bedeuten geringere Steuerausf&auml;lle, als es zun&auml;chst scheint. [&hellip;]<br>\nSteuern runter, dann l&auml;uft die Wirtschaft besser und die Steuerausf&auml;lle halten sich in Grenzen. Das war das Mantra der angebots&ouml;konomischen und neoliberalen Steuerpolitik seit den Achtzigerjahren. Ronald Reagan in den USA und Maggie Thatcher in Gro&szlig;britannien haben so Politik gemacht. Und die deutsche FDP hat noch bis zuletzt daran geglaubt.<br>\nDer Erfolg dieser Politik war aber durchwachsen. Die Selbstfinanzierung der Steuerausf&auml;lle durch mehr Wachstum klappte nur zum kleinen Teil, und die Haushaltsdefizite stiegen. Prim&auml;r wurden wohlhabende B&uuml;rger und Unternehmen bei Einkommensteuerspitzens&auml;tzen, Unternehmensteuern, Kapitaleinkommensteuern und Verm&ouml;gensteuern entlastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/steuermythen-warum-hohe-steuern-der-wirtschaft-nicht-schaden-muessen-a-1109623.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Investitionen wirksamer als Steuersenkung<\/strong><br>\nLange Zeit war ein aktiver Eingriff des Staates in die konjunkturelle Entwicklung &ndash; die sogenannte diskretion&auml;re Fiskalpolitik &ndash; verp&ouml;nt. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise legten jedoch viele L&auml;nder Konjunkturprogramme zur Stabilisierung des Wachstums auf. Und siehe da: Nach tiefen Einbr&uuml;chen erholte sich die Konjunktur zumindest in Deutschland und China schneller als erwartet. Gleichwohl schwenkten die USA und viele europ&auml;ische Staaten noch vor dem Abklingen der Krise auf einen teilweise drastischen Sparkurs um. Die Folge: In den L&auml;ndern mit den h&auml;rtesten Konsolidierungsprogrammen brach die Wirtschaft erneut ein.<br>\nGrund genug, die Wirkung von staatlichen Eingriffen genauer zu untersuchen. Das IMK habt deshalb 104 internationale Studien zum Thema statistisch ausgewertet, deren Datengrundlage von den 1930ern bis heute reicht. Ihr Interesse galt dem so genannten Fiskalmultiplikator, der die Wirkung eines staatlichen Konjunkturpakets oder Sparprogramms auf die wirtschaftliche Entwicklung misst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46800_46815.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Brasilien &ndash; Der letzte Akt im Fall Rousseff<\/strong><br>\nIm qu&auml;lend lange, z&auml;hen Amtsenthebungsverfahren gegen Dilma Rousseff beginnt heute endg&uuml;ltig der letzte Akt. Seit Mai ist die Pr&auml;sidentin vom Amt suspendiert. Nun findet die entscheidende Sondersitzung des Senats statt. Er muss kl&auml;ren, ob er Rousseff endg&uuml;ltig absetzt oder sie wieder in ihr Amt einsetzt. Aber danach sieht es nicht aus. Die Stimmungslage im Senat ist ziemlich eindeutig.<br>\nSenator Cassio Cunha Lima von den gem&auml;&szlig;igten Konservativen beschwert sich: &ldquo;Wir sitzen jetzt schon seit Monaten hier herum, und au&szlig;erhalb dieses Saals erleidet Brasilien eine Krise ohne gleichen. Ihretwegen m&uuml;ssen wir jetzt sagen: Schluss, es reicht.&rdquo;<br>\nRosseffs Gegner brauchen eine Zwei-Drittel-Mehrheit, also 54 von 81 Stimmen im Senat. 48 Senatoren haben sich schon zum Impeachment bekannt. Und bei einer ersten Abstimmung Anfang August stimmten 59 Senatoren daf&uuml;r, das Verfahren fortzusetzen. Selbst fr&uuml;here Anh&auml;nger haben sich l&auml;ngst von ihr abgewandt und ihre Gegner haben die Macht l&auml;ngst neu aufgeteilt. Es gibt also kaum Zweifel daran, dass das Verfahren n&auml;chste Woche mit der Absetzung der Pr&auml;sidentin enden wird.<br>\nDie wandte sich vergangene Woche noch einmal an die Senatoren und an das Volk. &ldquo;Ich bin unschuldig&rdquo;, betonte Dilma Rousseff. &ldquo;Politisches Misstrauen gen&uuml;gt nicht, um eine Pr&auml;sidentin abzusetzen.&rdquo; Womit sie formell recht hat. Der Senat muss ihr eine konkrete Amtspflichtverletzung nachweisen. Der Vorwurf lautet in ihrem Fall, Haushaltszahlen gesch&ouml;nt zu haben. Was angesichts der grassierenden Korruption in Brasilien ein ziemlich geringes Vergehen scheint.<br>\n&ldquo;Im Gegensatz zu denen, die diesen ungerechten Prozess eingeleitet haben, habe ich keine geheimen Konten im Ausland, habe ich mich oder Dritte nicht mit einem Centavo pers&ouml;nlich bereichert und ich habe noch nie Schmiergeld kassiert&rdquo;, sagt Rousseff zu ihrer Verteidigung. Aber mit der formal-juristischen Argumentation, dass die Begr&uuml;ndung nicht f&uuml;r eine Amtsenthebung ausreicht, d&uuml;rfte sie nicht durchkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amtsenthebung-brasilien-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Berichterstattung anderer &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; unterscheidet sich im Tenor nicht wesentlich von diesem Beitrag. F&uuml;r die &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; scheint es eine ausgemachte Sache, dass die Putschisten In Brasilien obsiegen und Dilma Rousseff ihr Amt verliert. Eine objektive Berichterstattung mit Recherche der Hintergr&uuml;nde sucht man vergebens. Stattdessen wird suggeriert, die Mehrheit der Brasilianer stehe hinter dem, durch die alten Eliten des Landes initiierten, Amtsenthebungsverfahren, anstatt darauf hinzuweisen, dass der Massenprotest wesentlich durch die Medienoligarchen Brasiliens inszeniert wurde.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu etwas differenzierter: K&auml;mpfen bis zum Schluss<\/strong><br>\nDas Problem von Rousseff ist, dass diese Geschichte sich v&ouml;llig unterschiedlich darstellt &ndash; je nachdem, wen man im Lande fragt. Brasilien ist ungef&auml;hr 50:50 in zwei Lager gespalten, die jeweils ihre ganz eigene Lesart der vergangenen 15 Jahre in Brasilien haben. Die beiden Seiten stehen sich so erbittert gegen&uuml;ber, dass die Polizei vor dem Senat in Bras&iacute;lia eine Barriere vorbereitet hatte: links die Anh&auml;nger der Rousseff, rechts ihre Gegner.<br>\nF&uuml;r die Anh&auml;nger der sich verteidigenden Pr&auml;sidentin sieht es ungef&auml;hr so aus: Seit ihr politischer Ziehvater Lula da Silva 2003 Pr&auml;sident wurde und seit er ihr 2011 dieses Amt als gew&auml;hlter Nachfolgerin &uuml;bergab, ist Brasilien von einem problemgesch&uuml;ttelten Schwellenland zu einer Weltmacht aufgestiegen, die spektakul&auml;re Fortschritte in Sachen sozialer Gerechtigkeit gemacht hat. Rousseff war schon unter Lula f&uuml;r die technische Umsetzung der vielen Sozialprogramme zust&auml;ndig &ndash; technokratische Massenprogramme, bei denen Sozialhilfe an Familien mit Kindern verteilt wurde, Stromanschl&uuml;sse in Armutsgebiete verlegt wurden, Sozialwohnungen aus dem Boden gestampft wurden. Je nach Berechnung haben 20 bis 40 Millionen Brasilianer es unter Lula da Silva und Dilma Rousseff aus der Armut in den bescheidenen Wohlstand der unteren Mittelschicht geschafft.<br>\nDie Art und das Tempo des Fortschritts erz&uuml;rnten die konservativen Kr&auml;fte des Landes &ndash; die traditionellen Eliten und die angestammten Mittelschichten, die ihren Status bedroht sahen. Es war nun schwieriger und teurer, eine Hausangestellte zu besch&auml;ftigen, weil diese neue Anspr&uuml;che hatte. In Shoppingzentren, an Flugh&auml;fen und in Restaurants begegnete man nun diesen aufsteigenden Schichten, den emergentes, was vielen wohlhabenden Brasilianern gegen den Strich ging.<br>\nLula da Silva hatte in seiner Amtszeit viel Gl&uuml;ck, weil die Wirtschaft des Landes au&szlig;ergew&ouml;hnlich rund lief: Er konnte den sozialen Frieden wahren, indem er den Armen wie auch den Reichen Zugest&auml;ndnisse machte. Dilma Rousseff hatte Pech: In ihre Amtszeit fielen die schwersten Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, sodass sie zu harten Entscheidungen gezwungen war. Sie entschied sich &uuml;berwiegend f&uuml;r die Beibehaltung der Sozialhilfen &ndash; und brachte Unternehmer, Reiche, Anh&auml;nger der oberen Mittelschichten gegen sich auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-08\/brasilien-dilma-rousseff-absetzung-senat-anhoerung?cid=8580189#cid-8580077\">Zeit<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu nochmals: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34764\">Brasilien &ndash; Der mediale Anschlag auf den Rechtsstaat<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist es nicht ein Armutszeugnis f&uuml;r die &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;, dass die NDS hier fundierter und differenzierter berichten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP offenbart tiefen Riss in Regierung<\/strong><br>\nInnerhalb der Bundesregierung kommt der Streit &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP in Fahrt. Nachdem Vizekanzler Sigmar Gabriel dem Projekt schon den Stecker ziehen will, h&auml;lt Bundeskanzlerin Angela Merkel einen erfolgreichen Abschluss der Gespr&auml;che mit den USA trotz gro&szlig;er Meinungsunterschiede noch f&uuml;r m&ouml;glich. &ldquo;Noch sind die Verhandlungen nicht zu Ende&rdquo;, sagte ihr Sprecher Steffen Seibert. &ldquo;Zwischenbeurteilungen sind das eine&rdquo;. Am Ende werde es darauf ankommen abzuw&auml;gen, ob die Vorteile f&uuml;r die EU die Nachteile &uuml;berw&ouml;gen. &ldquo;Es ist durchaus auch in Gespr&auml;chen in der letzten Runde das Entscheidende passiert&rdquo;, hob der Regierungssprecher hervor.<br>\nDass es noch Meinungsunterschiede gebe, nannte Seibert &ldquo;offensichtlich&rdquo;. Positionen der Verhandlungspartner wichen in wichtigen Fragen durchaus voneinander ab. [&hellip;] &ldquo;Anstatt das Abkommen aus parteitaktischen Gr&uuml;nden aufzugeben, gilt es die Anstrengungen f&uuml;r einen guten Abschluss zu verst&auml;rken&rdquo;, sagte Matthias Wissmann, Pr&auml;sident des Verbands der Automobilindustrie (VDA) und Vizepr&auml;sident des Industrieverbands BDI. Dessen Chef Ulrich Grillo zeigte sich &ldquo;erstaunt&rdquo; ob des erkl&auml;rten Endes von TTIP. &ldquo;So etwas ist politisch fragw&uuml;rdig, denn es nimmt unseren Unternehmen wie B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern gro&szlig;e Vorteile, die solch ein Abkommen erm&ouml;glichen w&uuml;rde&rdquo;, monierte Grillo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/TTIP-offenbart-tiefen-Riss-in-Regierung-article18520431.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vielleicht erkl&auml;rt uns Herr Grillo einmal, wo genau er f&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern die gro&szlig;en Vorteile der Freihandelsabkommen sieht? Das vehemente eintreten der Industrielobbyisten und Kapitalvertreter f&uuml;r das TTIP zeigt mehr als deutlich wo die gro&szlig;en Profiteure zu verorten sind. Im &Uuml;brigen ist Gabriels verbale Beerdigung des TTIP kein Indikator daf&uuml;r, dass durch die Regierung ein tiefer Riss geht, sondern es scheint das &uuml;bliche politische Schmierentheater zu sein, welches das Publikum hinters Licht f&uuml;hren soll. Wei&szlig; doch jeder, dass Gabriel das Freihandelsabkommen mit Kanada, das Ceta unverhohlen bef&uuml;rwortet. Auch hier muss uns Gabriel erkl&auml;ren was am Ceta so viel anders als am TTIP sein soll?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu Sahra Wagenknecht:<\/strong> Nun, Herr Gabriel. Sch&ouml;n, dass Sie endlich einsehen, dass das Konzernschutzabkommen TTIP wohl keine Unterst&uuml;tzung verdient. Dann sollten Sie aber endlich auch damit aufh&ouml;ren, CETA zu verteidigen, mit dem TTIP durch die Hintert&uuml;r durchgesetzt wird. TTIP und CETA geh&ouml;ren beide gleicherma&szlig;en gestoppt. Sie sind ein Angriff auf Demokratie, Sozialstaat und klare Standards im Umweltrecht und im Verbraucherschutz. Au&szlig;er Gro&szlig;konzernen und Superreichen hat niemand ein Interesse daran. Und genau deshalb, werden wir am 17. September bundesweit gegen diesen gef&auml;hrlichen Unsinn demonstrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Informationen &uuml;ber die Demonstration am 17. September finden Sie <a href=\"http:\/\/ttip-demo.de\/home\/\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neues vom schillernden &Ouml;konom<\/strong><br>\nYanis Varoufakis ist ein &Ouml;konom mit gro&szlig;en Ideen und noch gr&ouml;&szlig;erem Selbstbewusstsein. Das neue Buch des ehemaligen griechischen Finanzministers ist suggestiv, forsch und provokant. Und es kennt nur einen Helden: Yanis Varoufakis selbst. Ganz falsch sind seine Thesen aber nicht.<br>\nYanis Varoufakis schrieb gerade an einem Buch &uuml;ber die europ&auml;ische W&auml;hrungskrise, als ihn der Ruf des sp&auml;teren griechischen Premierministers Alexis Tsipras erreichte. Der schillernde &Ouml;konom Varoufakis legte das halbfertige Manuskript beiseite und wurde zuerst Berater und dann Finanzminister unter Alexis Tsipras.<br>\nF&uuml;nf Monate sp&auml;ter war der Pop-Star unter den Finanzministern Europas gescheitert; nachdem Tsipras ein Abkommen mit den Br&uuml;sseler Institutionen ausgehandelt hatte, das sein Chef&ouml;konom ablehnte. Varoufakis kehrte an seinen Schreibtisch zur&uuml;ck und grub das Manuskript wieder aus. Mit einigen Aktualisierungen wurde es im Fr&uuml;hjahr in englischer Sprache publiziert, jetzt ist es auch auf Deutsch erschienen.<br>\nVaroufakis denkt lieber gro&szlig;. Er beklagt eine weltweite Verschw&ouml;rung des Kapitals gegen die Schwachen. In Europa sind es f&uuml;r ihn die Deutschen, die ihre wirtschaftlichen Erfolge auf Kosten der L&auml;nder des S&uuml;dens erringen. Eifrige Helfer seien schon immer die franz&ouml;sischen B&uuml;rokraten gewesen, die sich mit sch&ouml;nen Posten und Pr&auml;sidenten-&Auml;mtern h&auml;tten korrumpieren lassen. Die USA schauten dem Treiben gelassen zu, solange die Wall Street nicht leide. Die Wall Street selbst beschreibt Varoufakis als rasenden Minotaurus, der immer neue Opfer fordert &ndash; und sie bekommt.<br>\nSo weit die gro&szlig;e Geschichte, die Varoufakis entwirft. Gegen viele Teile seiner Analyse w&uuml;rden heute auch Konservative oder Liberale nichts einwenden. Zum Beispiel: Eine gemeinsame W&auml;hrung kann ohne eine gemeinsame Politik nicht dauerhaft funktionieren. Es war ein Fehler, den Euro einzuf&uuml;hren, ohne die politische Voraussetzungen daf&uuml;r zu schaffen. Der Euro sollte Europa einen, er hat es aber auseinandergetrieben. Europa leidet an einem Demokratiedefizit. Bei der Griechenland-Rettung wurden viele Fehler gemacht.<br>\nDie meisten, die diese Thesen unterschreiben w&uuml;rden, w&uuml;rden allerdings auch anmerken, dass man immer erst hinterher wei&szlig;, dass und warum etwas schief gegangen ist. Varoufakis aber unterstellt Absicht. Griechenland sei das Versuchslabor gewesen, bei dem man beispielsweise fiskalisches Waterboarding und andere Foltermethoden ausprobiert habe, um zu strafen, zu vergelten und die Armen zu zwingen, ihr Los zu ertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/yanis-varoufakis-das-euro-paradox-neues-vom-schillernden.950.de.html?dram:article_id=364286\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was bitte, ist an der These falsch, dass Griechenland das Freiluftlabor des Neoliberalismus ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ein System der Gier<\/strong><br>\n&ldquo;Muss ein Hartz-IV-Empf&auml;nger am Potsdamer Platz wohnen?&rdquo;, fragt einer der Protagonisten im Dokumentarfilm &ldquo;Die Stadt als Beute&rdquo;. Filmemacher Andreas Wilcke hat vier Jahre lang den Immobilienboom in Berlin beobachtet &ndash; und zeigt eindringlich, wie Wohnraum zur Ware verkommt.<br>\n&ldquo;Die Stadt als Beute&rdquo; hei&szlig;t ein neuer Dokumentarfilm, der den Immobilienboom in Berlin schildert. Der Filmemacher Andreas Wilcke hat internationale Makler, Investoren und Kaufinteressenten bei ihrer Schn&auml;ppchenjagd begleitet und kontrastiert dies mit der Situation von Mietern, die mehr und mehr aus den attraktiven Innenstadtbezirken verdr&auml;ngt werden.<br>\nVor vier Jahren ist Wilcke das erste Mal mit der Kamera losgezogen. Damals sei &ldquo;noch von einem entspannten Wohnungsmarkt die Rede&rdquo; gewesen, erz&auml;hlt der Filmemacher, der seit 20 Jahren in Friedrichshain lebt.<br>\nAuf Immobilienkongressen traf er Makler und Spekulanten, die sich &uuml;ber die Verwertung des Immobilien-Marktes ausgetauscht haben: &ldquo;Muss ein Hartz-IV-Empf&auml;nger am Potsdamer Platz wohnen?&rdquo;, fragt einer der Protagonisten im Film. &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht an den Schw&auml;chsten der Gesellschaft ausrichten, wie sich die Stadt entwickeln soll&rdquo;, lautet eine andere Aussage.<br>\nF&uuml;r Wilcke spiegeln diese Aussagen letztendlich nur das wieder, &ldquo;womit wir alle leben&rdquo;. Denn: &ldquo;Es ist ein Klassendenken vorhanden, bei jedem von uns. Wir werden ja darauf trainiert, unsere Ellenbogen einzusetzen, uns zu optimieren, rationalisieren. Das finde ich das Haarstr&auml;ubende.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/dokumentarfilm-ueber-immobilienboom-ein-system-der-gier.1013.de.html?dram:article_id=364302\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutschlands Angst vor dem Volkswillen<\/strong><br>\nAn fast jede Volksabstimmung in Europa schliesst sich in Deutschland eine Diskussion &uuml;ber Sinn, Nutzen und Gef&auml;hrlichkeit von Volksbefragungen an. Vor allem aus Sicht der Berliner Politik und derer, die &uuml;ber sie tagt&auml;glich schreiben und nachdenken, ist die Bundesrepublik das Musterbeispiel einer repr&auml;sentativen parlamentarischen Demokratie. Je weniger Sach-, aber auch Personalentscheidungen &ndash; auch die Wahl des Bundespr&auml;sidenten &ndash; direkt vom Volk ausgehen, desto wohler f&uuml;hlen sie sich. Und jedes Plebiszit und jede Volkswahl im Ausland, die weithin f&uuml;r Kontroversen sorgt, ist f&uuml;r sie die Best&auml;tigung ihrer eigenen Sichtweise.<br>\nNach Grossbritanniens Volksabstimmung &uuml;ber den Austritt aus der Europ&auml;ischen Union herrschte in Deutschland vor allem in der Regierung und den im Bundestag vertretenen Parteien Entsetzen dar&uuml;ber, dass die Mehrheit auf der Insel f&uuml;r den Brexit gestimmt hatte. Mindestens so sehr ereiferten sie sich dar&uuml;ber, dass zu einer derart einschneidenden Frage &uuml;berhaupt das Volk befragt wurde. Realpolitikerin genug, verfiel Bundeskanzlerin Angela Merkel immerhin nie der Hoffnung, die Abstimmung werde einfach wiederholt oder ignoriert. Manche Politiker geben sich diesen Illusionen hin, die einiges dar&uuml;ber aussagen, wie ernst sie Willensbekundungen des Wahlvolks nehmen.<br>\nZahllose Kommentatoren f&uuml;hlten sich in ihrer Ablehnung von Plebisziten vollauf best&auml;tigt und schrieben in erm&uuml;denden, sich wiederholenden Beitr&auml;gen, wie gross die Gefahr des Populismus und die Tyrannei der Mehrheit sei. Gleichzeitig wurden die Tugenden der repr&auml;sentativen Demokratie beschworen &ndash; fachkundige Abgeordnete, die akribisch Akten studieren, um danach nach bestem Wissen und Gewissen verantwortungsvolle Entscheidungen f&uuml;r das Land zu treffen. Dass auch deutsche Parlamentarier oft mit mangelhafter Kenntnis der Materie &uuml;ber Gesetzesvorlagen abstimmen und es gewiss kein Ausdruck besten gelebten Parlamentarismus ist, wenn Bundestagssitzungen mitunter bis nach Mitternacht dauern, diese Tatsache wird dabei stets &uuml;bergangen. Eine beliebte Formulierung ist die Feststellung, Abstimmungen wie jene &uuml;ber den Brexit seien &laquo;zu komplex&raquo; f&uuml;r die B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa\/debatte-ueber-plebiszite-deutschlands-angst-vor-dem-volkswillen-ld.113295\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir leben Aggressivit&auml;t vor<\/strong><br>\nAuch in modernen Gesellschaften sei Gewalt allgegenw&auml;rtig, meint der Soziologe Harald Welzer. Der &ldquo;kampfbereite und siegerprobte Einzelk&auml;mpfer&rdquo; werde in der Wirtschaft gefeiert und der &ldquo;Ego-Shooter&rdquo; zum Idealtypus erhoben. Bei der Suche nach den Ursachen von Terror und Amok werde das gern &uuml;bersehen.<br>\nWenn Terror und Amokl&auml;ufe Angst und Schrecken verbreiten, erfolgt umstandslos die Suche nach Ursachen und Motiven. Aber man sucht sie in den Personen der T&auml;ter, nicht in der Welt, in der sie leben und die sie so ungeheuer destruktiv und m&ouml;rderisch ablehnen.<br>\nMenschen in modernen Gesellschaften f&uuml;rchten nichts mehr als diese unberechenbare, ungebundene, erkl&auml;rungslose Form von Gewalt. Schlie&szlig;lich ist ihr legitimatorisches Fundament Erwartungssicherheit: Die Menschen der Moderne rechnen damit, dass Risiken kalkulierbar sind und ihre Erwartungen an Sicherheit, Wohlstand, Gesundheit, Teilhabe eingel&ouml;st werden. Amok und Terror bilden die Antithese zur Erwartungssicherheit &ndash; und deshalb wirken sie gerade in modernen Gesellschaften so sehr schnell zersetzend, weit &uuml;ber das Ma&szlig; ihrer faktischen Bedrohlichkeit hinaus.<br>\nVielleicht muss man aber nur woanders hinschauen als auf die einzelne Person, die zum M&ouml;rder wird. Denn Gewalt ist ja auch in modernen Gesellschaften nicht abgeschafft, sondern findet in vielf&auml;ltigen Gestalten allt&auml;glich statt, und wie mir scheint, heute intensiver als noch vor wenigen Jahren.<br>\nEine kleine Ph&auml;nomenologie der Gegenwart findet jedenfalls ein au&szlig;erordentliches Ma&szlig; an Aggression und Gewaltrhetorik in der Normalgesellschaft, zum Beispiel in der Wirtschaft. Wird da nicht ohne Unterlass jemand &ldquo;angegriffen&rdquo;, ein Unternehmen &ldquo;attackiert&rdquo;, ein anderes &ldquo;feindlich &uuml;bernommen&rdquo;, ein Sektor &ldquo;zerst&ouml;rt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/motivation-von-attentaetern-und-amoklaeufern-wir-leben.2162.de.html?dram%3Aarticle_id=364264\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Eine Million Chilenen protestieren gegen privates Rentensystem<\/strong><br>\nDie Koordination der landesweiten Bewegung gegen das private Rentensystem in Chile &ldquo;No+AFP&rdquo; (&lsquo;No mas AFP&rsquo; &ndash; Kein privates Rentensystem mehr) hat Pr&auml;sidentin Michelle Bachelet in einem offenen Brief zu einem Treffen aufgefordert. Man wolle ihr Vorschl&auml;ge der Bewegung zur Reform des Rentensystems vorstellen, so der Sprecher der Kampagne, Luis Mesina. Zuvor waren Zusammenk&uuml;nfte mit Innenminister Mario Fern&aacute;ndez und Sozialminister Marcos Barraza ergebnislos geblieben.<br>\nIn Chile finden derzeit massive Proteste gegen das private Rentensystem statt. Allein in der Hauptstadt Santiago waren unl&auml;ngst &uuml;ber 600.000 Demonstranten auf der Stra&szlig;e. In mehr als 50 St&auml;dten und vor dem Sitz der Vereinten Nationen in der Schweiz richteten sich Demonstrationen gegen das seit der Milit&auml;rdiktatur unter Augusto Pinochet (1973-1990) bestehende System privater Altersvorsorge, das unter dem Namen AFP (Administradoras de Fondo de Pensiones) bekannt ist. Dieses produziere Reichtum f&uuml;r wenige und Altersarmut f&uuml;r die breite Bev&ouml;lkerung, so die Kritik. Auf rund eine Millionen Menschen sch&auml;tzte Mesina die Zahl der Protestierenden, die am 21. August landesweit auf die Stra&szlig;e gingen. Die Bewegung &ldquo;No+AFP&rdquo; verbindet breite Sektoren der Bev&ouml;lkerung von jung bis alt und organisiert die landesweiten Demonstrationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/08\/158921\/renten-chile-protest\">amerika 21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Idee, die B&uuml;rger zur Einzahlung in eine private Rentenversicherung zu zwingen, geistert ja auch durch die Hirne deutscher Politiker. In Chile war noch blutiger Milit&auml;rputsch n&ouml;tig um die neoliberale Agenda durchzusetzen. Da ist man in Europa schon weiter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Obama und die Welt als Schachbrett<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident denkt &ndash; das Kapital lenkt: Ist das die Bilanz der Pr&auml;sidentschaft Barack Obamas?<br>\nGeradezu euphorisch sahen viele Menschen und Medien dem ersten Afroamerikaner im Wei&szlig;en Haus entgegen. &bdquo;Yes, we can&ldquo; weckte auch in Europa Hoffnungen und wurde durch Obamas Buch &bdquo;Hoffnung wagen&ldquo; best&auml;rkt. Der Politikwissenschaftler Ekkehart Krippendorff schrieb in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik, Ausgabe 1\/2009, Enthusiasmus sei obligatorisch &uuml;ber diesen &bdquo;ersten politischen Superstar unseres Zeitalters&ldquo;. Krippendorff r&uuml;hmte seine menschliche W&auml;rme, seine Demut und Bescheidenheit und hob besonders zwei Gr&uuml;nde f&uuml;r Hoffnung hervor: Obama sch&auml;rfe &bdquo;das Bewusstsein f&uuml;r Ungerechtigkeiten und Chancenungleichheit&ldquo; und er besitze die &bdquo;F&auml;higkeit zu Empathie, zum Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen in den Anderen&ldquo;.<br>\nHeute, zwei Wahlperioden sp&auml;ter, k&ouml;nnen wir sagen: F&uuml;r eine Prognose der politischen Entwicklung in den USA und in der ganzen Welt w&auml;re die Lekt&uuml;re eines anderen Artikels in den Bl&auml;ttern wesentlich treffender und aussagekr&auml;ftiger gewesen. Schon damals, in Ausgabe 7\/2008, konnte man n&auml;mlich im Beitrag &bdquo;Die Welt als Schachbrett&ldquo; von Hauke Ritz den geradezu furchterregend genauen Masterplan f&uuml;r die derzeitige katastrophale Weltlage nachlesen. Die Strategie f&uuml;r die Geopolitik der Supermacht hatte der au&szlig;enpolitische Berater mehrerer US-Pr&auml;sidenten, Zbigniew Brzezinski, entworfen und in zwei B&uuml;chern &ouml;ffentlich gemacht. Schon der Titel des ersten war Programm: &bdquo;The Grand Chessboard. American Primacy And Its Geostrategic Imperatives&ldquo; (deutscher Titel: &bdquo;Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft&ldquo;). Es geht um Vorherrschaft und um die Welt als Schachbrett.<br>\nDas Ziel der USA-Politik bedarf nach Brzezinski gar keiner Diskussion, es wird als selbstverst&auml;ndlich vorausgesetzt: Es ist, so fasst Hauke Ritz zusammen, &bdquo;die unangefochtene Vormachtstellung der USA in Eurasien, um die Welt in eine post-nationalistische Ordnung unter US-amerikanischer Hegemonie zu &uuml;berf&uuml;hren&ldquo;. Als notwendig daf&uuml;r erachte Brzezinski die EU-Erweiterung nach Osten in Verbindung mit der Osterweiterung der NATO, um die ehemaligen Sowjetrepubliken in die westliche Einflusszone zu integrieren. Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Einverleibung seien die in vielen L&auml;ndern bereits erprobten und bew&auml;hrten Methoden: &Ouml;ffnung der L&auml;nder f&uuml;r ausl&auml;ndisches Kapital, Sicherung der Rohstoffvorkommen f&uuml;r die eigenen Interessen und Einfluss auf die &ouml;ffentliche Meinung durch die Kontrolle der Medien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2016\/08\/obama-und-die-welt-als-schachbrett-37044.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Emily Thornberry accuses Labour NEC of trying to quash Corbyn<\/strong><br>\nEmily Thornberry, the shadow foreign secretary, accused senior Labour figures of trying to &ldquo;quash&rdquo; Jeremy Corbyn&rsquo;s mandate, as she threw her weight behind him in the leadership race.<br>\nMy plea to all Labour members: stop this chaos and unite to fight the Tories | Emily Thornberry<br>\nThornberry, who has remained in Corbyn&rsquo;s shadow cabinet despite scores of resignations and more than three-quarters of Labour MPs backing a vote of no confidence against him, claimed the party&rsquo;s national executive committee (NEC) had deliberately set the rules of the leadership race to &ldquo;put members back in their box&rdquo;.<br>\nThornberry, whose Islington South and Finsbury constituency neighbours Corbyn&rsquo;s, used a post on her Facebook page on Sunday to break her silence on the issue, as the row continues within Labour over what the shadow chancellor, John McDonnell, has called a &ldquo;rigged purge&rdquo; of party members by the NEC.<br>\nBoundary changes could affect up to 200 Labour seats, says analysis<br>\nA growing number of Labour members or supporters are coming forward to claim that they have been denied a vote by the NEC&rsquo;s panel for unspecified comments on social media or for being a member or supporter of another party.<br>\nThornberry condemned the NEC&rsquo;s decisions to impose a minimum requirement of six months&rsquo; membership to be allowed to vote in the leadership ballot and a &pound;25 fee for registered supporters.<br>\n&ldquo;Here we are now, less than a year after Jeremy&rsquo;s overwhelming victory, and the party hierarchy &ndash; through decisions of the national executive committee &ndash; is attempting to overturn that result, quash Jeremy&rsquo;s mandate, and put the party&rsquo;s members back in their box. And they are doing so in the most naked way,&rdquo; she wrote.<br>\nThornberry also became embroiled in a public spat with Labour&rsquo;s deputy leader, Tom Watson. She accused members of the last Labour government, including Watson, of deliberately picking a fight with the membership on issues including terrorism, in a show of strength to impress the rightwing press. She claimed he &ldquo;growled&rdquo; at her that she was a traitor in 2005 when she opposed 90-day detention without trial for suspected terrorists.<br>\n&ldquo;Who exactly was I betraying? Just a party hierarchy and a party leadership who were trying to shore up their relationship with the rightwing press by &lsquo;taking on&rsquo; their members, and trying to outflank the Tories on security,&rdquo; she wrote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/aug\/29\/emily-thornberry-tom-watson-labour-leadership-race-nec-voting-members\">the guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dubiose Finanzquellen: Die AfD ver&auml;ppelt die W&auml;hler<\/strong><br>\nDie AfD muss noch vor der Landtagswahl am 4. September den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern sagen, woher ihre Untergrundgelder stammen und wer in der Bundes- und Landespartei davon wusste.<br>\nUwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord): &bdquo;Die AfD betreibt W&auml;hlert&auml;uschung, wenn sie sich als Anwalt der &bdquo;kleinen Leute&ldquo; aufspielt, sich aber tats&auml;chlich von den Reichsten der Reichen sponsern l&auml;sst. Wer sind die zw&ouml;lf anonymen Million&auml;re, die zu den Gro&szlig;spender der Partei z&auml;hlen? Welcher Funktion&auml;r in Berlin und Schwerin wusste von den gro&szlig;fl&auml;chigen Wahlkampfunterst&uuml;tzung durch den &bdquo;Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der b&uuml;rgerlichen Freiheiten&ldquo;, der seinen Sitz im Schwabenland hat? Die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in Mecklenburg-Vorpommern lassen sich von der AfD nicht ver&auml;ppeln. Herr Holm sollte aufh&ouml;ren, sich als Schutzpatron der toten Briefk&auml;sten zu aufzuf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nWenn die Landespartei und ihr Spitzenkandidat mit diesen Fragen nicht klarkommen, dann sollte sie mit staatsanwaltschaftlicher Hilfe zu kl&auml;ren, wer von der dubiosen Finanzierung ihres Wahlkampfes gewusst hat, so der DGB Nord. Gerade f&uuml;r Geringverdiener und Arbeitnehmer sei es interessant, aus welchen Finanzquellen die AfD unterst&uuml;tzt werde. J&uuml;ngst war bekannt geworden, dass der Stuttgarter Verein offenbar mit riesigen Summen den Wahlkampf AfD in Mecklenburg-Vorpommern finanziert, darunter gro&szlig;e Werbeaufsteller und ein an zahlreiche Haushalte geliefertes &bdquo;Extrablatt&ldquo; mit offener AfD-Reklame.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nord.dgb.de\/presse\/++co++7a1729ee-6dc9-11e6-bfd6-525400e5a74a\">DGB Bezirk Nord<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lobbyismus im Klassenzimmer<\/strong><br>\nB&uuml;cher, Brosch&uuml;ren, Referenten: Deutsche Unternehmen werden in den Schulen immer aktiver. Eine kostenlose Hilfe f&uuml;r die Lehrer, sagen die einen. Versteckte Werbung, sagen die Kritiker. Wie stark ist der PR-gef&auml;rbte Einfluss auf die Sch&uuml;ler inzwischen?<br>\nWas auf dem Lehrplan steht, legen die Kultusministerien fest &ndash; zumindest offiziell. Denn l&auml;ngst haben im Klassenzimmer auch Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde Platz genommen.<br>\nGeschickt engagieren sie sich im Bildungsbereich, um Einfluss auf die Konsumenten von morgen zu nehmen und das eigene Image zu polieren &ndash; durch kostenloses Lehrmaterial, Sch&uuml;lerwettbewerbe oder Experten, die den Unterricht besuchen.<br>\nDie Hoffnung der Lobbyisten: Was einmal in den K&ouml;pfen der Kinder ist, wirkt ein Leben lang. Viele Schulleitungen gehen gelassen mit dem unternehmerischen Eifer in den Klassenzimmern um, denn der Bildungsbereich ist chronisch klamm und Unterst&uuml;tzung willkommen.<br>\nOrganisationen wie LobbyControl und auch viele Lehrer f&uuml;rchten jedoch, dass die verdeckte Meinungsmache bei den Kindern zu Verzerrungen bei Urteilsbildung und Kritikf&auml;higkeit f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/unternehmen-und-schule-lobbyismus-im-klassenzimmer.976.de.html?dram:article_id=364146\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Merkel mutet uns viel zu &ndash; und das ist gut<\/strong><br>\nWas wurde Angela Merkel fr&uuml;her nicht alles vorgeworfen: Sie sei mutlos, immer nur in Trippelschritten unterwegs, sie drehe ihr F&auml;hnchen nach dem Wind. Kalt, pragmatisch &ndash; aber irgendwie auch berechenbar und damit f&uuml;r viele angenehm unaufgeregt. Die verl&auml;ssliche Ruhe selbst eben.<br>\nDas ist Merkel zwar geblieben &ndash; eine, die nicht mit den Fl&uuml;geln schl&auml;gt und keinen Schaum vor dem Mund hat. Aber genau vor einem Jahr hat sich &ndash; mit den Fl&uuml;chtlingen &ndash; doch eine neue Kanzlerin gezeigt. Eine mit Emotionen; eine, die Humanit&auml;t dem Chaos vorzieht. &ldquo;Wir schaffen das!&rdquo; &ndash; das war und ist in erster Linie ein Aufmunterungsruf, der wohl eher gegen Merkels Willen zum Slogan ihrer Kanzlerschaft emporstieg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kommentar-merkel-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unsere Leserinnen und Leser m&ouml;gen die Wortwahl verzeihen, aber hier &uuml;berf&auml;llt einem einfach nur noch der Brechreiz. Welche Art von Journalismus soll das sein? Anders kann es in Nordkorea auch nicht klingen. Vielleicht sollte sich Frau Ulrich bei Kim Jong-un als Regierungssprecherin bewerben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34801"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34804,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34801\/revisions\/34804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}