{"id":34816,"date":"2016-08-31T09:07:51","date_gmt":"2016-08-31T07:07:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816"},"modified":"2016-08-31T09:07:51","modified_gmt":"2016-08-31T07:07:51","slug":"hinweise-des-tages-2700","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h01\">Apple muss bis zu 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen &ndash; Konzern droht Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h02\">&bdquo;Arrogant und unjournalistisch&ldquo; &ndash; J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer gewinnt Rechtsstreit mit dem Spiegel, sein Sohn rechnet ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h03\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h04\">&lsquo;Dirty 30&rsquo; diesel cars mostly approved in carmakers&rsquo; home countries &ndash; report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h05\">Neoliberalismus: Von der Aufkl&auml;rung zur Gegenaufkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h06\">Wie Studienkredite Amerikas Wirtschaft bedrohen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h07\">Fast eine Million Rentner haben Minijobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h08\">Hartz-IV-Regels&auml;tze steigen 2017 zum Teil deutlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h09\">Zahlreiche Fl&uuml;chtlinge arbeiten schwarz f&uuml;r Hungerl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h10\">Niedrigzinsen: Altersvorsorge in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h11\">Bundeswehr: Aufstandsbek&auml;mpfung im urbanen Raum teurer als geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h12\">Bundeswehr probt mit Polizei den Terrorfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h13\">U.S. Military Now Says ISIS Leader Was Held in Notorious Abu Ghraib Prison<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h14\">US-Wahlkampf: Why the Military-Industrial Complex Loves Hillary<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h15\">Br&uuml;ssel will Verlagen im Streit gegen Google beistehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34816#h16\">Alltagssprache: Hier verlassen Sie den Bulettensektor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Apple muss bis zu 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen &ndash; Konzern droht Europa<\/strong><br>\nApple-Chef Tim Cook hat sich stets deutlich ge&auml;u&szlig;ert. Der Konzern trickse nicht bei seinen Steuerzahlungen, beteuerte Cook immer wieder. &ldquo;Was wir machen, ist legal&rdquo;, sagte er gerade. In einem Interview nannte er die Steuervorw&uuml;rfe mal &ldquo;politischen Schei&szlig;&rdquo;. Die Europ&auml;ische Kommission sieht das anders. Sie hat nun entschieden: Apple muss in Europa bis zu 13 Milliarden Euro Steuern nachzahlen. Zinsen kommen noch dazu. Die Kommission hat sich die Jahre 2003 bis 2014 angesehen und entschieden, dass die Steuerdeals zwischen Irland und Apple in dieser Zeit illegal waren. Dublin habe Apple einen unfairen Vorteil gew&auml;hrt. Das verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Recht. 2003 habe der Konzern nur einen effektiven Steuersatz von einem Prozent gezahlt. &ldquo;Bis 2014 ging dieser Steuersatz weiter auf 0,005 Prozent zur&uuml;ck&rdquo;, sagte die zust&auml;ndige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. &ldquo;Wenn mein Steuersatz bei 0,005 Prozent l&auml;ge, w&uuml;rde ich mich fragen, ob meine Steuererkl&auml;rung korrekt ist&rdquo;, sagte sie. Der Mini-Steuersatz bedeutet: F&uuml;r jede Milliarde Euro Gewinn hat Apple in Irland nur 50 000 Euro Steuern gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-kommission-apple-muss-bis-zu-milliarden-euro-steuern-nachzahlen-konzern-droht-europa-1.3141673\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Oups! Daran l&auml;sst sich erkennen wieviel Mittel der Allgemeinheit durch die aggressiven Steuervermeidungspraktiken der Gro&szlig;konzerne vorenthalten werden. Wie man aber sieht geh&ouml;ren dazu immer zwei. Ein Unternehmen, das keine Steuern zahlen m&ouml;chte und eine Regierung, die das Spiel mitspielt. Der Steuerdumpingwettbewerb war ja bisher durchaus im Sinn der neoliberalen Br&uuml;sseler Eliten. Die zwei gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen der EU hei&szlig;en immer noch Luxemburg und Niederlande. Eine weitere Frage in diesem Zusammenhang w&auml;re, ob ein Unternehmen im Rahmen der Freihandelsabkommen TTIP und Ceta bei Steuererh&ouml;hungen wegen Wettbewerbsnachteilen klagen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was f&uuml;r eine absurde Situation. Da beschert die EU-Kommission dem eigentlich finanziell ja auch nicht gerade auf Rosen gebetteten Irland eine f&uuml;r irische Verh&auml;ltnisse unvorstellbar hohe Finanzspritze. Und was macht die irische Regierung? Sie ist tief ver&auml;rgert und will zusammen mit Apple gegen die EU-Kommission klagen. Die Entscheidung der Kommission ist juristisch sicher durchdacht, aber &ouml;konomisch und auch moralisch fragw&uuml;rdig. Wenn Irland nun im Nachhinein Steuernachzahlungen bekommt, wird damit indirekt auch das irische Steuerdumping abgesegnet und das ist wenig &uuml;berraschend, da die EU ja sehr viel vom &bdquo;Steuerwettbewerb&ldquo; h&auml;lt. Nicht Irland, sondern die Staaten, in denen Apple tats&auml;chlich Gewinne erwirtschaftet hat m&uuml;ssten in einer gerechteren Welt nun Nachzahlungen aus Cupertino erhalten. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Has the European Commission&rsquo;s Apple decision signalled the beginning of the end of tax wars?<\/strong><br>\nToday, the European Commission has ruled that two tax rulings issued by the Irish tax administration on the tax treatment of Apple&rsquo;s corporate profits represent illegal state aid under EU law. As a consequence, Apple has to pay up to &euro;13 billion of taxes plus interest to Ireland. This sum due to the Irish exchequer can be reduced if other countries from Europe, Africa, the Middle East or India or the United States decide to claim a share of those profits. This lays bare the core of a global problem: secretive tax rulings issued by tax haven states are not an instrument for the avoidance of double taxation, but a tool for the achievement of non-taxation of profits. In practice such rulings destroy fair market competition and undermine the tax sovereignty of democratic states. (&hellip;) Markus Meinzer, a director of Tax Justice Network, said: &ldquo;Today&rsquo;s decision backfires on what can be only described as boundless greed, where even after an investigation by the US Senate, Apple continued to further reduce its tax rate from 0,05% to 0,005% in 2014. It is time for Apple to smell the coffee and realise that what is unethical cannot forever remain legal. Now it is high time for tax administrations in Europe, Africa, the Middle East and India to claim a share of that pot of untaxed profits.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/2016\/08\/30\/apple\/\">Tax Justice Network<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&bdquo;Arrogant und unjournalistisch&ldquo; &ndash; J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer gewinnt Rechtsstreit mit dem Spiegel, sein Sohn rechnet ab<\/strong><br>\nIm Januar ver&ouml;ffentlichte der Spiegel unter dem Titel &ldquo;Der M&auml;rchenonkel&rdquo; einen Artikel &uuml;ber den Publizisten J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer und seine Reise zum so genannten Islamischen Staat. In dem Artikel kam ein Mitreisender ausf&uuml;hrlich zu Wort, der sich mit Todenh&ouml;fer und seinem Sohn Frederic zerstritten hat und scharfe Kritik an deren Methoden &uuml;bte. Todenh&ouml;fer ging juristisch gegen den Text vorund hat nun vor dem Hamburger Landgericht gewonnen. In einem Gastbeitrag rechnet Frederic Todenh&ouml;fer nun mit den Methoden des Magazins ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/08\/30\/arrogant-und-unjournalistisch-juergen-todenhoefer-gewinnt-rechtsstreit-mit-dem-spiegel-sein-sohn-rechnet-ab\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Streit um TTIP-Verhandlungen: USA widersprechen Gabriel<\/strong><br>\nDie USA haben irritiert auf die TTIP-Kritik von Wirtschaftsminister Gabriel reagiert: Es gebe sehr wohl Fortschritte, widersprach ein US-Handelsvertreter dem SPD-Chef. Der hatte TTIP j&uuml;ngst als &ldquo;de facto gescheitert&rdquo; bezeichnet. Eine Einsch&auml;tzung, die offenbar in Paris geteilt wird. Der Streit um das Freihandelsabkommen TTIP geht in eine neue Runde: Sind die Verhandlungen &ldquo;de facto gescheitert&rdquo;, wie Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel j&uuml;ngst sagte, oder gibt es &ldquo;Fortschritte&rdquo;? &Uuml;ber diese Frage scheint es deutlich unterschiedliche Auffassungen zu geben. Der stellvertretende US-Handelsbeauftragte Matt McAlvanah jedenfalls widersprach Gabriel deutlich: Bei den TTIP-Verhandlungen w&uuml;rden sehr wohl Fortschritte erzielt. Es liege aber nun einmal in der Natur solcher Verhandlungen, dass nichts vereinbart werde, bis man sich in allen Punkten einig sei. (&hellip;) In Europa scheint man das anders zu sehen. Nach Gabriel &auml;u&szlig;erte sich nun auch die Regierung in Paris kritisch: &ldquo;Es gibt keine politische Unterst&uuml;tzung in Frankreich mehr f&uuml;r diese Verhandlungen&rdquo;, sagte der f&uuml;r das Abkommen zust&auml;ndige franz&ouml;sische Au&szlig;enhandelsstaatssekret&auml;r Matthias Fekl. &ldquo;Frankreich fordert den Stopp dieser Verhandlungen.&rdquo; (&hellip;) In den USA hat sich die anfangs positive Einstellung zu TTIP inzwischen deutlich verschlechtert. Schuld daran sind die protektionistischen T&ouml;ne im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf. Sowohl Donald Trump als auch Bernie Sanders lie&szlig;en kein gutes Haar an den Freihandelsabkommen. Auch Hillary Clinton &auml;u&szlig;erte sich zuletzt kritisch &uuml;ber den Freihandel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ttip-streit-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Der Streit um TTIP ist die Nebelkerze, die gez&uuml;ndet wird, damit CETA als Freihandelsabkommen durchgemogelt werden kann. Das Man&ouml;ver von Sigmar Gabriel ist Wahlkampf-bedingt. Er gef&auml;llt sich in der Pose des &ldquo;auf zum letzten Gefecht&rdquo; gegen TTIP Rufenden, w&auml;hrend er in der SPD darauf hin arbeitet, die Delegierten auf dem Parteikonvent am 19.9. zur Zustimmung zum Freihandelsabkommen CETA mit Kanada zu n&ouml;tigen. Dieses Kaspertheater ist vielen Medien daher wohl die Berichterstattung wert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Freihandel mit Amerika: Illoyaler Gabriel<\/strong><br>\nEin Wirtschaftsminister m&uuml;sste eigentlich den Freihandel seines Landes f&ouml;rdern wollen. Stattdessen betreibt der SPD-Chef Parteipolitik. Minister sind immer auch Anw&auml;lte ihrer Ressorts: Die Umweltministerin k&auml;mpft f&uuml;rs Klima, der Verkehrsminister f&uuml;r Stra&szlig;en und Schienen und die Familienministerin f&uuml;r die Eltern. Egal wie man das im einzelnen findet: Die Loyalit&auml;ten sind klar, und am Kabinettstisch werden die Interessen dann (hoffentlich) ausbalanciert. Nur der Bundeswirtschaftsminister scheint seit geraumer Zeit Schwierigkeiten mit seiner Rolle als vorderster Streiter f&uuml;r deutsche Wirtschaft zu haben. Wie sonst soll man es verstehen, dass Sigmar Gabriel beinahe im Wochenrhythmus das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP f&uuml;r tot erkl&auml;rt? Ja, die Verhandlungen zwischen der EU und Amerika sind heikel und z&auml;h. Das Abkommen aber schon vor der Zeit verbal zu beerdigen, ist vollkommen unn&ouml;tig &ndash; und eines Anwalts der deutschen Wirtschaft unw&uuml;rdig. Deutschland lebt vom freien Handel. Da m&uuml;sste es doch eigentlich in der DNA eines Wirtschaftsministers verankert sein, die Spielregeln der Globalisierung mitbestimmen zu wollen, auch wenn es unpopul&auml;r und hakelig ist. Gabriel aber ist auch SPD-Chef. Und ein Jahr vor der Bundestagswahl gilt seine Loyalit&auml;t offenbar nur noch seiner Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/ttip-illoyaler-gabriel-14411302.html\">FAZ.net<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ meint also, der Wirtschaftsminister m&uuml;sste die Interessen &ldquo;der Wirtschaft&rdquo; vertreten, d. h. die Interessen von Gro&szlig;unternehmen (und meinetwegen auch Mittelst&auml;ndlern). Eine spannende Sichtweise. Soweit ich wei&szlig;, ist der Bundeswirtschaftsminister wie jeder andere per Eid dem Wohl des deutschen Volkes verpflichtet, und das deutsche Volk ist der Souver&auml;n und Auftraggeber der Regierung.<\/em><\/p>\n<p><strong>und: Freihandelspakt: Steinmeier sieht noch &ldquo;viel Arbeit&rdquo; bei TTIP<\/strong><br>\nSigmar Gabriel erkl&auml;rt TTIP f&uuml;r gescheitert, Frankreich droht mit dem Abbruch der Gespr&auml;che, die USA geben sich irritiert. Jetzt &auml;u&szlig;ert sich Au&szlig;enminister Steinmeier zum umstrittenen Handelsabkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/frank-walter-steinmeier-sieht-eu-und-usa-bei-ttip-verhandlungen-weit-auseinander-a-1110064.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man fragt sich, f&uuml;r wie d&auml;mlich die SPD-F&uuml;hrung eigentlich die B&uuml;rger dieses Landes h&auml;lt? Gabriel beerdigt das TTIP, Steinmeier sieht das etwas anders. Was soll das sein? Das Bad Cop, Good Cop Spiel? Und beide sind f&uuml;r Ceta. Klingelt es? Je mehr Get&ouml;se um das TTIP, desto ger&auml;uschloser geht das Ceta &uuml;ber die B&uuml;hne. Das Ziel w&auml;re damit erreicht, die Durchsetzung eines parallelen, &uuml;ber den nationalen Rechtsstaat stehenden Rechtssystems, im Interesse der transnationalen Gro&szlig;konzerne. Jeder Konzern, der einen Ableger in Kanada hat, k&ouml;nnte dann entsprechend klagen. Das TTIP w&auml;re dazu nicht notwendig. Wobei sich die Frage stellt, wessen Interessen sich deutsche Minister verpflichtet f&uuml;hlen? Denen des Volkes sicher nicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Um die besondere Bedeutung von Ceta zu verstehen, sollten Sie &ndash; sofern noch nicht geschehen &ndash; sich unbedingt den Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33314%20durchlesen\">Europa tappt in die TTIP-Falle<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&uuml;ndnis bringt Verfassungsbeschwerde gegen Handelsabkommen Ceta auf den Weg<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wird sich mit dem Freihandelsabkommen Ceta zwischen der Europ&auml;ischen Union und Kanada befassen m&uuml;ssen. In Erfurt schickten die Nichtregierungsorganisationen Campact, Foodwatch und Mehr Demokratie am Dienstag einen Lastwagen mit mehr als 125.000 Vollmachten f&uuml;r eine Beteiligung an einer Verfassungsbeschwerde &ldquo;Nein zu Ceta&rdquo; auf den Weg. Die &uuml;ber 70 Kartons mit den Vollmachten sollen am Mittwoch an das Gericht &uuml;bergeben werden. Den Angaben der Organisationen zufolge handelt es sich um die gr&ouml;&szlig;te B&uuml;rgerklage in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach Auffassung der Kl&auml;ger verst&ouml;&szlig;t das geplante Abkommen zwischen der EU und Kanada in vier Punkten gegen das Grundgesetz. So sollten etwa europ&auml;isch-kanadische Aussch&uuml;sse durch Ceta so weitreichende Befugnisse erhalten, dass sie den Vertrag unter Umgehung der Parlamente auslegen und ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Die in dem Abkommen geplanten Investitionsgerichte w&uuml;rden au&szlig;erdem eine unzul&auml;ssige Paralleljustiz mit Sonderrechten f&uuml;r kanadische Investoren einrichten. Neben der Klage will das B&uuml;ndnis in Karlsruhe zudem eine einstweilige Anordnung beantragen. Damit solle der deutsche Vertreter &ndash; wohl Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) &ndash; aufgefordert werden, im EU-Handelsministerrat gegen die geplante vorl&auml;ufige Anwendung von Ceta zu stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/newsticker\/news1\/article157904416\/Buendnis-bringt-Verfassungsbeschwerde-gegen-Handelsabkommen-Ceta-auf-den-Weg.html\">Welt.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&lsquo;Dirty 30&rsquo; diesel cars mostly approved in carmakers&rsquo; home countries &ndash; report<\/strong><br>\nThree quarters of a &lsquo;Dirty 30&rsquo; list of cars with suspicious emissions behaviour compiled by Transport &amp; Environment (T&amp;E) were approved for sale in Europe by the &lsquo;home&rsquo; national authorities [1]. These type approval authorities refuse to take any action to bring carmakers to account, instead blaming Brussels for &lsquo;vague&rsquo; legal definitions.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160831_Dirty30_infographic_0.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160831_Dirty30_infographic_0-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.transportenvironment.org\/press\/%E2%80%98dirty-30%E2%80%99-diesel-cars-mostly-approved-carmakers%E2%80%99-home-countries-%E2%80%93-report\">Transport&amp;Environment<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.B.:<\/strong> Wer sich diese Meldung vom Juni (!) durchlie&szlig;t und wei&szlig;, dass sie allen Politikern in einem Zusammenkommen vorlag, wer jetzt noch wei&szlig;, dass EPA-T2 in den USA wesentlich strenger ist als EURO6, der kann erahnen um was f&uuml;r ein Au&szlig;ma&szlig; es bei der Diesel-Abgaswerte-Betr&uuml;gerei wirklich geht! Lie&szlig;t man sich die einzigen bisher erstellten 3 Berichte genau durch und erstellt ein Ranking von insgesamten Abgasmengen unter EURO5 und EURO6 im Vergleich zu EPA-T2 verstehe ich ehrlich gesagt die Welt nicht mehr. Denn eine bis zu 20-fache (!) Abweichung unter EURO5 ist insgesamt so eine riesige Menge! So eine Abweichung ist mit keiner technischen Erkl&auml;rung der Welt mehr zu rechtfertigen! Und wie die Liste zeigt, mischen alle flei&szlig;ig mit und einige die bisher nicht namentlich in Deutschland gro&szlig; aufgetaucht sind wohl in einem Au&szlig;ma&szlig; das einem h&ouml;ren und sehen vergeht wenn man die mg-Gesamtmengen betrachtet! Beim &ldquo;Negativ-ranking&rdquo; unter EURO6 wird dies auch klar. Warum technisch sehrwohl m&ouml;glich ist, was oft bestritten wird, aber alle nat&uuml;rlich noch abstreiten zeigt <a href=\"http:\/\/www.theicct.org\/blogs\/staff\/opels-admissions-defeat-device-calibrations\">folgender Artikel<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neoliberalismus: Von der Aufkl&auml;rung zur Gegenaufkl&auml;rung<\/strong><br>\nWie brillante K&ouml;pfe &bdquo;den Markt&ldquo; zum &bdquo;h&ouml;heren Wesen&ldquo; der Postmoderne erhoben, dem wir uns unterwerfen m&uuml;ssen. Aus dem Primat der Politik wurde der Primat des Markts (gemacht) &ndash; ein kleiner Beitrag zur &bdquo;neuen Aufkl&auml;rung&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/meinung\/gastkommentar\/5076952\/Von-der-Aufklaerung-zur-Gegenaufklaerung\">Stephan Schulmeister in Die Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie Studienkredite Amerikas Wirtschaft bedrohen<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt &auml;chzt unter einem Berg an Studienkrediten und die Ausfallraten steigen. Jetzt warnt eine Ratingagentur vor Gefahren f&uuml;r die gesamte Konjunktur. (&hellip;) &bdquo;Die Studienkredite in den Vereinigten Staaten betragen nun mehr als 1,3 Billionen Dollar und diese Zahl d&uuml;rfte in absehbarer Zeit weiter zunehmen&ldquo;, sagt Moody&rsquo;s-Analyst Charles O&rsquo;Shea. &bdquo;Studienkredite sind nach Hypotheken mittlerweile die zweitgr&ouml;&szlig;te Schuldenquelle der amerikanischen Haushalte&ldquo;, erl&auml;utert Expertin Susan Dynarski von der Brookings Institution. Sieben Millionen Kreditnehmer k&ouml;nnten ihre Schulden nicht mehr bedienen und Millionen mehr seien in Zahlungsverzug. Das Hochschulsystem in den Vereinigten Staaten ist f&uuml;r Studenten deutlich teurer als etwa in Deutschland. 2015 wurden an privaten Colleges im Schnitt 32.405 Dollar pro Jahr an Geb&uuml;hren f&auml;llig. Auch die &ouml;ffentlichen Einrichtungen gehen ins Geld. Je nachdem, ob amerikanische B&uuml;rger im eigenen Bundesstaat oder in einem anderen studieren, liegen die j&auml;hrlichen Kosten durchschnittlich bei 9410 oder 23.893 Dollar. Diese Summen kann kaum ein Student aus eigener Tasche stemmen. Wer keine reichen Eltern hat, die bereit sind zu zahlen, nimmt deshalb in der Regel einen Kredit auf. (&hellip;) Die Studienkredite, die vielfach gar nicht in einem Berufsleben abbezahlt werden k&ouml;nnen und mit in die Rente genommen werden m&uuml;ssen, zehren aber am verf&uuml;gbaren Einkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/1-3-billionen-schulden-wie-studienkredite-die-amerikanische-wirtschaft-bedrohen-14412247.html\">FAZ.net<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fast eine Million Rentner haben Minijobs<\/strong><br>\nLaut Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium &uuml;bten Ende vergangenen Jahres 943.000 Senioren ab 65 Jahren eine geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung aus. Insgesamt leben in Deutschland fast 17 Millionen Menschen, die &auml;lter als 65 Jahre sind. Die Zahl der Rentner-Minijobber stieg laut der Funke-Mediengruppe seit 2010 um 22 Prozent und im Vergleich zu 2005 sogar um 35 Prozent. Vor zehn Jahren arbeiteten noch weniger als 700.000 Senioren in einem Minijob. Einen besonders gro&szlig;en Zuwachs gibt es den Angaben zufolge bei den Rentnern ab 75 Jahren. Ende vergangenen Jahres waren mit knapp 176.000 Senioren dieser Altersgruppe mehr als doppelt so viele in einem sogenannten 450-Euro-Job besch&auml;ftigt als im Jahr 2005.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/rentner-minijobs-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hartz-IV-Regels&auml;tze steigen 2017 zum Teil deutlich<\/strong><br>\nAm st&auml;rksten erh&ouml;hen sich die S&auml;tze f&uuml;r Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Auch f&uuml;r Langzeitarbeitslose steigt der monatliche Betrag. Hartz-IV-Bezieher sollen vom kommenden Jahr mehr Geld bekommen. So soll der monatliche Regelsatz f&uuml;r alleinstehende Langzeitarbeitslose von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat steigen, f&uuml;r Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner. Die gr&ouml;&szlig;te Steigerung gibt es mit 21 Euro mehr bei den 6- bis 13-J&auml;hrigen auf dann 291 Euro im Monat. Das sieht ein Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vor, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/hartz-iv-regelsaetze-steigen-2017-zum-teil-deutlich-14412107.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> F&uuml;r die Kinder eine Erh&ouml;hung von extrem wenig auf sehr, sehr wenig, f&uuml;r die Erwachsenen gibt es gerade mal 1 Prozent mehr, eine solche Erh&ouml;hung nennt die FAZ &ldquo;zum Teil deutlich&rdquo;. Da wird ja der Anlagenotstand bei den Hartz-IV-Betroffenen ins Unermessliche steigen &hellip; F&uuml;r die Betroffenen gibt der Staat dann vielleicht 1 Milliarde Euro mehr aus &ndash; mehr ist angeblich nicht drin, derweil die Politik weiter ernsthaft Steuersenkungen von 15 Milliarden Euro und mehr diskutiert oder Unternehmenserben weiter von der Steuer befreien will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zahlreiche Fl&uuml;chtlinge arbeiten schwarz f&uuml;r Hungerl&ouml;hne<\/strong><br>\nIn Asylbewerberheimen sind offenbar zahlreiche Vermittler unterwegs, die Fl&uuml;chtlingen unangemeldete Jobs anbieten. Hunderttausende k&ouml;nnten einer Studie zufolge schwarz arbeiten. Die offiziellen Zahlen sind weitaus kleiner. (&hellip;) Nach Erkenntnissen von NDR Info werden Fl&uuml;chtlinge oftmals von Besuchern oder sogar von Mitarbeitern der Unterk&uuml;nfte in Schwarzarbeit vermittelt. (&hellip;) Sozialarbeiter und Fl&uuml;chtlingshelfer berichten von &auml;hnlichen Strukturen in Berlin und Hamburg. Auch dort seien in Unterk&uuml;nften Vermittler unterwegs, die Bewohnern gegen Geld Jobs, Wohnungen oder andere Dienste anb&ouml;ten. (&hellip;) Sozialarbeiter und Fl&uuml;chtlingshelfer kritisieren, dass Fl&uuml;chtlinge in der Schwarzarbeit h&auml;ufig ausgebeutet w&uuml;rden. Auf legalem Wege k&ouml;nnten sie nur schwer Arbeit finden. Viele aber m&uuml;ssten Geld verdienen, um es nach Hause zu schicken oder Kosten f&uuml;r Schlepper zu bezahlen. &bdquo;Ich will eigentlich nicht schwarz arbeiten&ldquo;, erz&auml;hlt ein Mann aus Burkina Faso, der seit zwei Jahren auf seinen Asylentscheid wartet, &bdquo;aber anders finde ich keinen Job.&ldquo; Nima K. von der Berliner Willkommensinitiative berichtet von teils nur 80 Cent Stundenlohn und von angemeldeten 400-Euro-Jobs, hinter denen aber eine illegale Vollzeitbesch&auml;ftigung stehe. Um Schwarzarbeit zu finden, verlassen viele Asylbewerber nach Recherchen von NDR Info ihre zugewiesene Unterkunft und ziehen zeitweise in gr&ouml;&szlig;ere St&auml;dte, wo sie auf Matratzenlagern oder bei Freunden schlafen. Sie arbeiten dann schwarz als Tellerw&auml;scher, Tapezierer, Putzkr&auml;fte oder beladen Container.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/arbeitsmarkt-zahlreiche-fluechtlinge-arbeiten-schwarz-fuer-hungerloehne-14411994.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ist das nicht genau das, was sich &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; von den Fl&uuml;chtlingen w&uuml;nscht, billige Arbeitskr&auml;fte? Und was ist an einem Stundenlohn von 80 Cent verkehrt, wenn die Arbeits- und Sozialministerin 100.000 solcher 1-Euro-Jobs schaffen will?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bereits im Januar schrieb die &ldquo;Welt&rdquo;, dass mit dem &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article151378108\/Mit-Fluechtlingsansturm-nimmt-Schwarzarbeit-zu.html\">Fl&uuml;chtlingsanstrum<\/a>&rdquo; die Schwarzarbeit zunehme und im Februar schrieb der &ldquo;stern&rdquo;: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/schwarzarbeit-unter-fluechtlingen-weit-verbreitet-6678334.html\">Bis zu 300.000 Fl&uuml;chtlinge arbeiten schwarz<\/a>.<\/em><br>\n<em>Konnte mit solchen Zust&auml;nden nicht gerechnet werden? Betrifft das lediglich Fl&uuml;chtlinge, die aktuell &ndash; vor allem im letzten Jahr &ndash; nach Deutschland gekommen sind? Betrifft das nicht auch &ndash; neben nicht wenigen Einheimischen &ndash; auch viele zugereiste Menschen z.B. aus Bulgarien und Rum&auml;nien, wenn sie hierzulande kaum Chancen auf eine regul&auml;res Einkommen haben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Niedrigzinsen: Altersvorsorge in Gefahr<\/strong><br>\nDie niedrigen Zinsen machen alle Pl&auml;ne f&uuml;r den Ruhestand hinf&auml;llig. Wir m&uuml;ssen neu rechnen. Wer mehr spart und h&ouml;here Risiken eingeht, kommt gut &uuml;ber die Runden. (&hellip;) Wer dauerhaft neue Tagesgeldkonten &uuml;ber Jahrzehnte hinweg er&ouml;ffnet, bekommt wenigstens ein paar Zinsen. Es m&uuml;ssen auch nicht immer Bundesanleihen sein, die gar keine Rendite mehr einbringen. Es gibt Unternehmensanleihen, die noch zwei oder drei Prozent abwerfen. Oder Staatsanleihen im Ausland, zum Beispiel amerikanische. Etwas mehr Risiko m&uuml;ssen die Sparer dabei nat&uuml;rlich eingehen, sei es, das Ausfallrisiko von Unternehmen auszuhalten oder W&auml;hrungsverluste bei ausl&auml;ndischen Papieren. Solche Umschichtungen lindern etwas das Dilemma, aber sie reichen noch nicht aus. &bdquo;Anleger m&uuml;ssen sich davon verabschieden, nur auf verzinste Anlagen zu setzen. Aktien geh&ouml;ren zwingend zur Altersvorsorge dazu&ldquo;, sagt Tom Friess. &bdquo;Nur sie bringen die n&ouml;tigen Renditen.&ldquo; Sieben Prozent im Jahr sind es im Schnitt der vergangenen Jahrzehnte. Und doch lassen sich die meisten Deutschen diese Gewinne entgehen. Nur eine kleine Minderheit besitzt &uuml;berhaupt Aktien, sei es direkt oder &uuml;ber Fonds. Denn die Sorge vor Verlusten ist gro&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/geldanlage-trotz-niedrigzinsen\/niedrigzinsen-altersvorsorge-in-gefahr-14409015.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ beschreibt die unendlichen Schwierigkeiten, eine gleichzeitig sichere und rentierliche private Altersvorsorge zu finden, erw&auml;hnt beil&auml;ufig, dass die &ldquo;staatliche Rente&rdquo; (die gesetzliche Umlagerente) alle diese Schwierigkeiten nicht hat, &ldquo;weil sie ihre Einnahmen an die aktuellen Rentner aussch&uuml;ttet und nicht am Kapitalmarkt anlegt&rdquo;, empfiehlt den Harakiri-Kurs mit Aktien, die angeblich 7 Prozent pro Jahr an Rendite bringen (in welchem B&ouml;rsenparadies????), und zieht trotzdem nicht die richtige Schlussfolgerung. Schlie&szlig;lich kommen alle geschilderten Probleme von der Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Umlagerente auf der einen und den viel zu hohen Gewinnen einzelner auf der anderen Seite, also genau von der Politik, die die FAZ seit vielen Jahren unverdrossen fordert. Und auch jetzt lautet der Vorschlag, einfach noch mehr &ldquo;privat&rdquo; zu sparen. Wie vernagelt ist der Autor des Textes?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundeswehr: Aufstandsbek&auml;mpfung im urbanen Raum teurer als geplant<\/strong><br>\nDie Kampf&uuml;bungsstadt &ldquo;Schn&ouml;ggersburg&rdquo; der Bundeswehr wird teurer als geplant. Das geht aus einer Anfrage der Linkspartei hervor. Wie die Rheinische Post berichtet, werden die Kosten um gut 20 Prozent, das hei&szlig;t von 115 Millionen Euro auf 140 Millionen Euro, steigen &ndash; weitere Kostensteigerung k&ouml;nnen erwartet werden. Im September des vergangenen Jahres erkl&auml;rte Rolf G&ouml;ssner, Publizist und Vizepr&auml;sident der internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte, im Telepolis-Interview, dass in der Stadt &ldquo;Bundeswehr-, EU- sowie NATO-Kampfverb&auml;nde gemeinsam den &lsquo;asymmetrischen&rsquo; Krieg und H&auml;userkampf in Gro&szlig;st&auml;dten proben [werden] &ndash; f&uuml;r bewaffnete Konflikte der Zukunft, f&uuml;r Auslandseins&auml;tze, aber auch f&uuml;r k&uuml;nftige B&uuml;rgerkriegs- und Milit&auml;reins&auml;tze in europ&auml;ischen St&auml;dten und im Innern des Landes&rdquo;. G&ouml;ssner &auml;u&szlig;erte die Berf&uuml;rchtung, dass angesichts einer st&auml;rker werdenden sozialen Spaltung in Europa derzeit sowohl auf geheimdienstlicher als auch auf milit&auml;rischer Ebene vorgeplant werde, um gegebenenfalls gegen drohende Aufst&auml;nde in den Bev&ouml;lkerungen gewappnet zu sein. Der Rechtsanwalt machte darauf aufmerksam, dass die Bundeswehr bereits die Bek&auml;mpfung von Aufst&auml;nden in urbanen R&auml;umen im Ausland trainiere, demn&auml;chst dann aber auch im Inland, &ldquo;im Gefechts&uuml;bungszentrum des Heeres in der Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt &hellip; wo gerade eine sechs Quadratkilometer gro&szlig;e&hellip;milit&auml;rische &Uuml;bungsstadt aufgebaut wird.&rdquo;Wie die Rheinische Post nun berichtet, werde die k&uuml;nstliche Stadt &ldquo;von 2018 an schrittweise f&uuml;r den &Uuml;bungsbetrieb der Streitkr&auml;fte zur Verf&uuml;gung stehen&rdquo;. Das Blatt schreibt unter Berufung auf die Bundesregierung, dass der Grund f&uuml;r die h&ouml;heren Kosten &ldquo;unter anderem mit einer nachhaltigeren Befestigung von Stra&szlig;en, einer zus&auml;tzliche Einz&auml;unung des Gel&auml;ndes und stabileren Geb&auml;uden&rdquo; zusammenh&auml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49281\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Bundeswehr baut also f&uuml;r einen dreistelligen Millionenbetrag eine moderne Geisterstadt, um dort Eins&auml;tze zu &uuml;ben. Man fragt sich, was f&uuml;r Eins&auml;tze das sind und was diese Eins&auml;tze mit dem Verfassungsauftrag &bdquo;Landesverteidigung&ldquo; noch zu tun haben. Weitere Informationen und Bilder dieser Geisterstadt mitten in der ostdeutschen Provinz finden sich <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/uebungsstadt-bundeswehr-101.html\">in einem Bericht<\/a> der Tagesschau von 2015.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehr probt mit Polizei den Terrorfall<\/strong><br>\nWie w&uuml;rden Polizisten und Soldaten einen gemeinsamen Antiterror-Einsatz bew&auml;ltigen? Das soll im November ge&uuml;bt werden &ndash; das Szenario geht von mehreren Anschl&auml;gen aus. Polizei und Bundeswehr wollen nach einem Medienbericht im November erstmals die Zusammenarbeit im Terrorfall &uuml;ben. Dabei werde von gleichzeitigen Anschl&auml;gen in mehreren Bundesl&auml;ndern ausgegangen, unter anderem auf einen Flughafen und auf einen Bahnhof, schreiben die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Polizei w&uuml;rde nach diesem Szenario an die Grenzen ihrer Einsatzf&auml;higkeit sto&szlig;en und die Bundeswehr um Hilfe bitten. Dann soll eine Hundertschaft Feldj&auml;ger den sogenannten Raumschutz &uuml;bernehmen, also zum Beispiel Geb&auml;ude und Stra&szlig;en sichern. Am kommenden Mittwoch wollten Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) den Innenministern der L&auml;nder das Einsatzszenario erl&auml;utern und letzte Details abkl&auml;ren, hei&szlig;t es in dem Bericht weiter. Dazu seien der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Saarlands Ressortchef Klaus Bouillon (CDU), und seine Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen, Lorenz Caffier (CDU) und Ralf J&auml;ger (SPD), eingeladen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-08\/sicherheit-terror-polizei-bundeswehr-zusammenarbeit-antiterroreinsatz-uebung\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33571#h09\">auf den schwarz-roten Kompromi&szlig; hingewiesen<\/a>, der gemeinsame Eins&auml;tze von Bundeswehr und Polizei erst erm&ouml;glicht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Zur strittigen rechtlichen Grundlage eines Bundeswehreinsatzes im Innern siehe auch das <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34744\">Interview mit Ex-Bundesrichter Dieter Deiseroth<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>U.S. Military Now Says ISIS Leader Was Held in Notorious Abu Ghraib Prison<\/strong><br>\nIn February 2004, U.S. troops brought a man named Ibrahim Awad Ibrahim al-Badry to Abu Ghraib in Iraq and assigned him serial number US9IZ-157911CI. The prison was about to become international news, but the prisoner would remain largely unknown for the next decade.At the time the man was brought in, Maj. Gen. Antonio Taguba was finalizing his report on allegations of abuse at Abu Ghraib&rsquo;s Hard Site &mdash; a prison building used to house detainees singled out for their alleged violence or their perceived intelligence value. Just weeks later, the first pictures of detainee abuse were published on CBS News and in the New Yorker.Today, detainee US9IZ-157911CI is better known as Abu Bakr al-Baghdadi, the leader of the Islamic State. His presence at Abu Ghraib, a fact not previously made public, provides yet another possible key to the enigmatic leader&rsquo;s biography and may shed new light on the role U.S. detention facilities played in the rise of the Islamic State.Experts have long known that Baghdadi spent time in U.S. custody during the occupation of Iraq. Previous reports suggested he was at Camp Bucca, a sprawling detention facility in southern Iraq. But the U.S. Army confirmed to The Intercept that Baghdadi spent most of his time in U.S. custody at the notorious Abu Ghraib.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/08\/25\/u-s-military-now-says-isis-leader-was-held-in-notorious-abu-ghraib-prison\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>US-Wahlkampf: Why the Military-Industrial Complex Loves Hillary<\/strong><br>\nMilitary contractors are overwhelmingly favoring Hillary Clinton for president with their political contributions this year. Though Republicans normally enjoy a slight fundraising advantage here, she currently leads Donald Trump 5-to-1 among donations from employees of the top 25 firms in this extremely lucrative, highly government dependent industry.An article in Politico last week tried to put a good face on this for Clinton. One consultant called Trump a &ldquo;totally unknown quantity&rdquo; and &ldquo;scary.&rdquo; Unnamed &ldquo;defense watchers&rdquo; say that Clinton &ldquo;offers what weapons makers crave most: predictability.&rdquo;That is one way of putting it. Another thing Clinton offers wealthy donors of all industries is ready access. Wall Street firms didn&rsquo;t pay hundreds of thousands of dollars a pop because they were smitten with her silver tongue, after all. They knew that she would be going back into &ldquo;public service&rdquo; soon at a fairly high level. They wanted to leverage that service.The latest scandal related to then-Secretary Clinton&rsquo;s emails and the Clinton Foundation has to do with the fact that a large percentage of Foundation donors who wanted face time with the Secretary of State were shown right into her office.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spectator.org\/why-the-military-industrial-complex-loves-hillary\/\">The American Spectator<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel will Verlagen im Streit gegen Google beistehen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will Presseverlage in Europa im Streit mit Internetfirmen wie Google unterst&uuml;tzen. Nach Angaben von EU-Kreisen wird Digitalkommissar G&uuml;nther Oettinger dazu am 21. September ein Gesetz vorschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.evangelisch.de\/inhalte\/137806\/29-08-2016\/bruessel-will-verlagen-im-streit-gegen-google-beistehen\">evangelisch.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Wolfgang Bittner:<\/strong> Es wird der Anschein erweckt, das sei hilfreich und fortschrittlich, aber das Gegenteil ist der Fall. Es geht ja nicht um Urheberschutz, denn nach geltendem Recht ist es ohnehin unzul&auml;ssig, l&auml;ngere Textpassagen einfach zu &uuml;bernehmen, sondern die Verlegerlobby will sich offensichtlich &ndash; mit Hilfe G&uuml;nther Oettingers &ndash; eine neue Einnahmequelle erschlie&szlig;en. Sollte das Gesetz durchkommen, m&uuml;ssten auch Internetforen wie die NachDenkSeiten demn&auml;chst kurze Textausz&uuml;ge entweder bezahlen oder darauf verzichten. In Wirklichkeit w&auml;re das ein Eingriff in die Informationsfreiheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Alltagssprache: Hier verlassen Sie den Bulettensektor<\/strong><br>\nIhr Vokabular verr&auml;t, woher Sie stammen. Unsere interaktive Karte zeigt, wo die Grenzen liegen &ndash; zwischen Pfann- und Eierkuchen, Bolzen und Kicken, Frikadelle und Fleischpflanzerl.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160831_image-1042188-galleryV9-uesm-1042188.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160831_image-1042188-galleryV9-uesm-1042188-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/alltagssprache-bulette-oder-frikadelle-bolzen-oder-kicken-a-1109490.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wie selbstverst&auml;ndlich nutzt der interaktive Sprachatlas des SPIEGEL in Osteuropa die Ortsnamen aus der &bdquo;guten alten Kaiserzeit&ldquo;. Da wird aus Bydgoszcz (Polen) Bromberg, aus Liberec (Tschechien) Reichenberg, aus P&eacute;cs (Ungarn) F&uuml;nfkirchen, aus Cluj-Napoca (Rum&auml;nien) Klausenburg, aus Ljubljana (Slowenien) Laibach und aus Rijeka (Kroatien) Sankt Veit am Pflaum. Darauf ein dreifaches &bdquo;Hurra!&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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