{"id":34832,"date":"2016-09-01T08:32:11","date_gmt":"2016-09-01T06:32:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832"},"modified":"2016-09-01T08:32:11","modified_gmt":"2016-09-01T06:32:11","slug":"hinweise-des-tages-2701","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h01\">Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h02\">Merkel: &ldquo;Deutschland wird Deutschland bleiben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h03\">Anteil der unbefristet Besch&auml;ftigten nimmt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h04\">Die Spaltung der Lohnabh&auml;ngigen durch die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Kollektivvertr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h05\">CETA und TTIP an Rhein und Ruhr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h06\">Steuernachforderungen an Apple: Pyrrhus-Sieg f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h07\">G-20-Gipfel in China Sch&auml;ubles globaler Finanzsteuer droht ein j&auml;hes Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h08\">Geldhaus in der Krise: Deutsche-Bank-Chef Cryan ruft um Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h09\">Perfides Konzept: Kombiniert Abschaffung des Bargelds mit Verlustbeteilung durch alle Konteninhaber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h10\">Dobrindts &raquo;Konzernsprech&laquo; schon entlarvt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h11\">Frames: Das Vers&auml;umnis der Progressiven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h12\">In der Austerit&auml;tsfalle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h13\">Kinderarmut in Berlin: Und warum tut keiner was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h14\">Der AfD Paroli bieten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34832#h15\">Zu guter Letzt: Bundesregierung: &ldquo;Es hat nie massenhafte &Uuml;berwachung gegeben!&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fl&uuml;chtlinge und Immigranten &ndash; Beginnt das Drama erneut?<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingszahlen steigen erneut an, die Unterbringungskapazit&auml;ten sind bald ersch&ouml;pft, kritisiert werden teils unhygienische Bedingungen<br>\nDie Fl&uuml;chtlingsank&uuml;nfte in Griechenland steigen erneut an. Teile der griechischen Presse bemerken bereits, dass auf Lesbos weniger Einwohner als Fl&uuml;chtlinge leben. Schlie&szlig;lich kamen am Montag, einen Tag, nachdem der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t &Ccedil;avu&#351;o&#287;lu bei einem privaten Besuch auf Kreta bemerkte, dass die Visafreiheit f&uuml;r T&uuml;rken eine Voraussetzung f&uuml;r die Einhaltung des Fl&uuml;chtlingspakts ist, 462 Fl&uuml;chtlinge und Immigranten auf den griechischen Inseln an.<br>\nIn Athen gehen Beobachter davon aus, dass die Zahlen zum Ende des Septembers, kurz bevor die EU im Oktober &uuml;ber die Visa-Freiheit entscheiden will, noch einmal ansteigen werden. Auf den Inseln befinden sich 12.120 Fl&uuml;chtlinge, die Kapazit&auml;t der Lager liegt bei 7.450. In Nordgriechenland leben in den Lagern 16.967 Fl&uuml;chtlinge, die Kapazit&auml;t liegt hier bei 28.201 Personen. In Zentralgriechenland sind es 2.406 Fl&uuml;chtlinge bei einer Kapazit&auml;t von 4760. In Attika 8.825 Fl&uuml;chtlinge (Kapazit&auml;t: 10.866), in S&uuml;dgriechenland 245 (Kapazit&auml;t: 300), in den Unterk&uuml;nften des UNHCR 7.786 (Kapazit&auml;t: 10370).<br>\nDie Gesamtkapazit&auml;t der organisierten Lager reicht f&uuml;r die Unterbringung von 61.947 Fl&uuml;chtlingen. In nichtorganisierten Lagern wie der Ankunftshalle in Pir&auml;us oder Sportstadien halten sich gegenw&auml;rtig 2.611 Fl&uuml;chtlinge auf. Au&szlig;erhalb von Lagern leben 8.200 Fl&uuml;chtlinge wie die griechische Regierung sch&auml;tzt. Die Gesamtzahl der Fl&uuml;chtlinge betr&auml;gt 59.160. Im August sind freiwillig 40 Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ckgekehrt, im laufenden Jahr waren es 3.647.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49284\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Neue Anerkennungspraxis verwehrt Fl&uuml;chtlingsschutz und wird Gerichte &uuml;berlasten<\/strong><br>\nVor einem Jahr fiel der ber&uuml;hmte Merkel-Satz &raquo;Wir schaffen das&laquo;. Der solidarischen Fl&uuml;chtlingsaufnahme im Herbst folgte jedoch eine Kehrtwende mit Asylrechtsversch&auml;rfungen und neuer Anerkennungspraxis: Die Schutzquoten sinken drastisch, der Fl&uuml;chtlingsschutz wird zusehends verweigert.<br>\nAm 31.08.2015 formulierte die Bundeskanzlerin den Satz &raquo;Wir schaffen das&laquo; als Ma&szlig;stab politischen Handelns. Der gro&szlig;artigen Bereitschaft, Fl&uuml;chtlinge zu sch&uuml;tzen, folgte ein langanhaltender Winter der Restriktionen. Auch das Folgejahr 2016 war von einer nicht enden wollenden Folge von gesetzlichen Einschr&auml;nkungen des Asylrechts gezeichnet: Zwei Asylpakete, die das Asylrecht ausgeh&ouml;hlt haben und ein Integrationsgesetz, das die Integration von Fl&uuml;chtlingen erschweren wird. (&hellip;)<br>\nIn Deutschland bestimmen politische Vorgaben und schlechte Managemententscheidungen &uuml;ber das Schicksal von Schutzsuchenden. Die Folgen treten immer deutlicher zutage. Beim Ablauf der Asylverfahren und der Feststellung der Schutzbed&uuml;rftigkeit lassen sich immer mehr Fehlentwicklungen feststellen. Zunehmend wird Fl&uuml;chtlingen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Eritrea asylrechtlicher Schutz verweigert. Das sind seit mehr als einem Jahr die zentralen Hauptherkunftsl&auml;nder der Fl&uuml;chtlinge. Zwei Strategien fallen auf: Zum einen der drastische R&uuml;ckgang der hohen Anerkennungsquote, zum anderen die zunehmende Verweigerung der Erteilung des Fl&uuml;chtlingsschutzes nach der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention (GFK).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/neue-anerkennungspraxis-verwehrt-fluechtlingsschutz-und-wird-gerichte-ueberlasten\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><strong>Beh&ouml;rde schiebt Minderj&auml;hrige ab<\/strong><br>\nEine 15-j&auml;hrige Albanerin ist aus Niedersachsen abgeschoben worden. Weder ihre Pflegeeltern noch das Jugendamt wurden informiert.<br>\nKinderschutz geht vor ausl&auml;nderrechtliche Bestimmungen &ndash; eigentlich. Im Fall der 15-j&auml;hrigen Kejti spielte der Kinderschutz offenbar keine so gro&szlig;e Rolle: Die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde des Landkreises Wesermarsch in Niedersachsen schob das M&auml;dchen nach Albanien ab, ohne, wie in solchen F&auml;llen vorgeschrieben, das Jugendamt zu informieren.<br>\nAuch die Pflegefamilie, bei der Kejti seit einiger Zeit lebte, wurde nicht informiert. Die 15-J&auml;hrige hatte zudem einen Ausbildungsplatz als medizinische Fachkraft in Aussicht und eine Duldung zu Ausbildungszwecken beantragt. Die Beh&ouml;rde schob sie trotzdem ab.<br>\nDer Fall ist mittlerweile beim Oberverwaltungsgericht gelandet &ndash; ein Anwalt der Pflegefamilie hatte Beschwerde gegen die Abschiebung eingereicht. Das Oberverwaltungsgericht wies diese zur&uuml;ck &ndash; der Ausbildungsvertrag sei zu sp&auml;t gekommen, hei&szlig;t es sinngem&auml;&szlig;. Zu dem Zeitpunkt, als die Abschiebung eingeleitet worden sei, habe die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde nichts von dem Ausbildungsplatz gewusst.<br>\n&bdquo;Das ist eine glatte L&uuml;ge&ldquo;, sagt Kejtis Pflegevater Erwin Jahnke. Bei einem Termin beim Amtsgericht im Juli hatte die Richterin selbst in der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde angerufen und den Sachbearbeiter &uuml;ber die Ausbildung informiert, die zum ersten August beginnen sollte. Es fehlten nur die Arbeitserlaubnis der Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde und die Duldung zu Ausbildungszwecken. (&hellip;)<br>\nWas weder Kejti noch ihre Pflegeeltern oder das Jugendamt wussten, war, dass es bereits einen Erlass des nieders&auml;chsischen Innenministeriums gab, der die Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden anweist, schon vor Inkrafttreten des Integrationsgesetzes so zu entscheiden, als gelte dieses bereits.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Abschiebung-aus-Niedersachsen\/!5331697\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Damit d&uuml;rfte auch klar sein, dass die SPD &ndash; Niedersachsen ist SPD-regiert &ndash; genauso hart gegen Migranten vorgeht wie die Unionsparteien es fordern. Ist im konkreten Fall durch so ein Vorgehen der Minderj&auml;hrigen oder dem Land Niedersachsen geholfen oder wird nicht doch eher ein gro&szlig;er Schaden durch diese Abschiebung angerichtet?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel: &ldquo;Deutschland wird Deutschland bleiben&rdquo;<\/strong><br>\nEin Jahr nach ihrem viel zitierten Ausspruch &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Umgang mit der Fl&uuml;chtlingsbewegung nach Europa deutliche Selbstkritik ge&uuml;bt und Vers&auml;umnisse eingestanden. &ldquo;Auch wir Deutschen haben das Problem zu lange ignoriert&rdquo;, sagte Merkel der S&uuml;ddeutschen Zeitung. &ldquo;Schon 2004 und 2005 kamen viele Fl&uuml;chtlinge, und wir haben es Spanien und anderen an den Au&szlig;engrenzen &uuml;berlassen, damit umzugehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kanzlerin-merkel-im-sz-interview-deutschland-wird-deutschland-bleiben-1.3141520\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Merkels Mea Culpa &ndash; und was fehlt<\/strong><br>\nMan habe Spanien und andere S&uuml;dl&auml;nder zu lange mit den Fl&uuml;chtlings-Problem allein gelassen, r&auml;umt Merkel ein. Auch habe sich Deutschland zu lange gegen gemeinsamen Grenzschutz gestr&auml;ubt. Wohl wahr! Noch Anfang 2015 vertrat Merkel die Auffassung, die Krise im Mittelmeer ginge sie nichts an, Deutschland sichere seine Grenzen an den Flugh&auml;fen, die anderen sollten ihre &ldquo;Hausaufgaben&rdquo; machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/merkels-mea-culpa-und-was-fehlt\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Wir schaffen das&rdquo;? Leichtes Spiel f&uuml;r Merkel<\/strong><br>\nAn ihrem Satz &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; arbeiten sich Gegner und Kritiker ab. Nun hat die SZ in einem l&auml;ngeren Interview die Kanzlerin nochmals damit konfrontiert. Der Satz wurde in seine einzelnen Bestandteile zerlegt &ndash; wer ist mit &ldquo;wir&rdquo; gemeint, was hei&szlig;t &ldquo;schaffen&rdquo;, wie soll das gehen, was bedeutet &ldquo;das&rdquo;? -, die Regierungschefin antwortete ausf&uuml;hrlich. Das Fazit des Interviews kann man vorwegnehmen, es wird von der Printausgabe der SZ selbst in einem erg&auml;nzenden Erkl&auml;rtext (&ldquo;Fl&uuml;chtlingskrise im Sommer 2015&rdquo;) zum Interview beigesteuert und es ist alles andere als eine &Uuml;berraschung:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49290\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Polit-PR der Kanzlerin in der Fl&uuml;chtlingsfrage<\/strong><br>\nWenn ein Politiker aktiv und engagiert gegen ein Projekt arbeitet und es letztlich schafft, dieses Projekt abzuschie&szlig;en. Wenn der gleiche Politiker 15 Jahre sp&auml;ter &ndash; inzwischen zum Bundeskanzler gew&auml;hlt &ndash; und nachdem sich herausstellt, dass genau dieses Projekt dringend gebraucht worden w&auml;re, treuherzig erkl&auml;rt, dass &bdquo;wir Deutsche das Problem zu lange ignoriert haben&ldquo;. Nennt man ein solches Verhalten dann Vergesslichkeit, kaltschn&auml;uzige Verlogenheit oder &bdquo;versiertes Politmarketing&ldquo;? Denn genau das ist es, was die Bundeskanzlerin derzeit praktiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/polit-pr-der-kanzlerin-in-der-fluechtlingsfrage-3682\">Cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Anteil der unbefristet Besch&auml;ftigten nimmt ab<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen finden in Deutschland eine Arbeit, davon haben aber immer weniger eine unbefristete Stelle. Besonders betroffen sind Berufseinsteiger unter 25 Jahren.<br>\nW&auml;hrend die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren gestiegen ist, sank der Anteil der unbefristet Besch&auml;ftigten im selben Zeitraum deutlich. Im Jahr 2015 habe es in Deutschland 33,5 Millionen Erwerbst&auml;tige gegeben &ndash; rund 2,5 Millionen mehr als im Jahr 1995, hie&szlig; es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion, aus der die Rheinische Post zitiert. Der Anteil der unbefristet Vollzeitbesch&auml;ftigten sei in diesen 20 Jahren aber von 74 Prozent auf nur noch 68 Prozent gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2016-08\/arbeitsmarkt-unbefristet-beschaeftigte-abnahme\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Antwort der Bundesregierung zeigt, dass es falsch ist, von der steigenden Zahl der Erwerbst&auml;tigen auf eine gute Besch&auml;ftigungslage oder gar einen Job-Boom zu schlie&szlig;en. Die Antwort passt auch nicht zu den Arbeitgebern, die permanent &uuml;ber fehlende Fachkr&auml;fte jammern. Offensichtlich sind sie immer weniger bereit, sichere Job-Perspektiven gerade auch f&uuml;r junge Menschen anzubieten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: In 10 Jahren werden 100.000 Elektroingenieure fehlen<\/strong><br>\nWie gro&szlig; in Deutschland die Ingenieursl&uuml;cke zu werden droht, zeigt eine neue Studie: 100.000 zus&auml;tzliche Elektroingenieure sind wegen der Digitalisierung in den kommenden zehn Jahren n&ouml;tig. Wo sollen die nur alle herkommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/neue-studie-in-10-jahren-werden-100-000-elektroingenieure-fehlen-14412504.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das &uuml;bliche Gejammere &uuml;ber den seit vielen Jahren, aber auf jeden Fall jetzt und ganz sicher in 10 Jahren unbedingt drohenden Fachkr&auml;ftemangel &ndash; aufgrund einer interessegeleiteten, arbeitgeberfinanzierten Studie, die die Zahl offener Stellen in 10 Jahren exakt vorhersagen kann. Vermutlich, um mehr Sch&uuml;ler zu einem entsprechenden Studium zu bewegen und Druck auf die Politik auszu&uuml;ben, die wenigen &uuml;berhaupt noch bestehenden Zuwanderungsbeschr&auml;nkungen auch noch aufzugeben. (Nat&uuml;rlich kann man &ldquo;der Wirtschaft&rdquo; nicht zumuten, ihre eigenen Aufgaben zu erledigen und u. a. endlich angemessene Geh&auml;lter zu zahlen sowie Ingenieure weiter- und Fachkr&auml;fte auszubilden.) Obwohl z. B. &auml;hnliche Studien zur Demographie seit vielen Jahren eine schrumpfende Bev&ouml;lkerung vorhersagen, die aber jetzt gewachsen ist. Dann mu&szlig; es ja wahr sein&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Spaltung der Lohnabh&auml;ngigen durch die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Kollektivvertr&auml;ge<\/strong><br>\nLetzte Woche sorgte der Wirtschaftssprecher der FP&Ouml; Bernhard Themessl f&uuml;r Aufmerksamkeit: In einem Interview forderte er die Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der kollektiven Verhandlungsmacht der Lohnabh&auml;ngigen: &bdquo;Warum halten wir in &Ouml;sterreich an Kollektivvertr&auml;gen fest?&ldquo; Stattdessen sei es sinnvoller die Lohnverhandlungen auf die Betriebsebene zu verlagern und bei Bedarf auch l&auml;nger als zw&ouml;lf Stunden arbeiten zu lassen. Den Hintergrund dieser Vorschl&auml;ge bildet die in den letzten Jahren autorit&auml;r durchgesetzte Vertiefung des Neoliberalismus in Europa: Um die Profite der Unternehmen zu steigern, gelang es grenz&uuml;berschreitenden &bdquo;Reformb&uuml;ndnissen&ldquo; trotz massiver Proteste eine Schw&auml;chung der Kollektivvertragssysteme und weitgehende Einschnitte in das Arbeitsrecht durchzusetzen. Ein Modell f&uuml;r &Ouml;sterreich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-spaltung-der-lohnabhaengigen-durch-die-zurueckdraengung-der-kollektivvertraege\/\">Blog Arbeit und Wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>CETA und TTIP an Rhein und Ruhr<\/strong><br>\nDie Studie beschreibt, wie sich die EU-Handelsabkommen mit Kanada und den USA konkret auf Nordrhein-Westfalen auswirken k&ouml;nnten. W&auml;hrend das Kanada-Abkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) vor der Ratifizierung steht, dauern die arg ins Stocken geratenen Verhandlungen &uuml;ber TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) offiziell noch an. [&hellip;]<br>\nK&uuml;rzungspolitik und Handelsliberalisierung gehen Hand in Hand. W&auml;hrend die Politik L&auml;nder und &uuml;berschuldete Kommunen zu Privatisierungen dr&auml;ngt, sorgen die Handelsvertr&auml;ge daf&uuml;r, dass Konzerne sich die Rosinen aus der &ouml;ffentlichen Wirtschaft herauspicken d&uuml;rfen. Eine Umkehr ist nicht vorgesehen. Rekommunalisierungen, Ausstieg aus Cross Border Leasing-Vertr&auml;gen, Verbannung von Privatkliniken aus den Krankenhauspl&auml;nen: All dies wird zum Risiko.<br>\nWas CETA und TTIP damit insgesamt zur Disposition stellen, ist der erforderliche Handlungsspielraum, um auch auf Landes- und kommunaler Ebene das Allgemeinwohl gegen&uuml;ber Konzerninteressen durchzusetzen. Die Politik bindet sich mit diesen Vertr&auml;gen selbst die H&auml;nde und schadet damit der Demokratie.<br>\nNoch k&ouml;nnen wir beide Abkommen stoppen, deshalb eine Bitte: Sprechen Sie mit Ihren NachbarInnen, FreundInnen, ArbeitskollegInnen und Bekannten &uuml;ber die Studie und verbreiten sie gern weiter. Denn nur wenn die Menschen gut informiert sind, sind wir stark genug, um TTIP und CETA zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1131.ceta-und-ttip-an-rhein-und-ruhr.html\">Fabio de Masi (MdEP)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Was droht Nordrhein-Westfalen und seinen Kommunen durch die transatlantischen Handelsabkommen? P&uuml;nktlich zur Volksinitiative in NRW gegen TTIP und CETA ver&ouml;ffentlicht die Delegation DIE LINKE. im Europaparlament eine Studie des Handelsexperten Thomas Fritz. Darin wird anschaulich und konkret auf die m&ouml;glichen Auswirkungen der Abkommen f&uuml;r das Bundesland und die Kommunen eingegangen. Diese umfassende Studie ist auch f&uuml;r andere Bundesl&auml;nder relevant. Insbesondere zur Mobilisierung f&uuml;r die Gro&szlig;-Demos am 17.09. und vor dem Hintergrund, dass Sigmar Gabriel und einige in der SPD versuchen, CETA als etwas vollkommen anderes als TTIP darzustellen und so durchzudr&uuml;cken. Doch die Analyse von Thomas Fritz in der Studie zeigt kenntnisreich auf, dass CETA nicht wirklich anders ist und deshalb ebenfalls gestoppt werden muss.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Massenklage gegen Freihandelsabkommen: 125.000 Mal &ldquo;Nein&rdquo; zu CETA<\/strong><br>\nDas CETA-Freihandelsabkommen der EU mit Kanada landet vor dem Bundesverfassungsgericht. Mehr als 125.000 Gegner reichten Verfassungsbeschwerde ein. Sie f&uuml;rchten, dass CETA den Weg f&uuml;r das umstrittene TTIP-Abkommen mit den USA bereiten k&ouml;nnte.<br>\nMehr als 125.000 Unterschriften gegen das CETA-Freihandelsabkommen der EU mit Kanada hat die Initiative &ldquo;Nein zu Ceta&rdquo; gesammelt und damit Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Die Initiatoren sprachen von der gr&ouml;&szlig;ten B&uuml;rgerklage in der Geschichte der Bundesrepublik.<br>\nDar&uuml;ber hinaus beantragten die CETA-Gegner eine Einstweilige Anordnung, mit der eine vorl&auml;ufige Anwendung des Abkommens vor Abschluss der Ratifizierung in den nationalen Parlamenten der EU verhindert werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-verfassungsbeschwerde-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuernachforderungen an Apple: Pyrrhus-Sieg f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie EU-Kommission h&auml;lt in Irland gew&auml;hrte Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r Apple f&uuml;r unzul&auml;ssig &ndash; und will von dem US-Konzern 13 Milliarden Euro haben. Sollte sich die EU durchsetzen, k&ouml;nnte es ein Pyrrhus-Sieg f&uuml;r Europa werden, meint Klemens Kindermann.<br>\nSo integer, so plausibel ihr Vorsto&szlig; ist: EU-Kommissarin Margrethe Vestager hat mit ihrer Entscheidung mehr Schaden angerichtet als Wirkung erzielt. Niemand wird ihr den Titel der Jeanne d&lsquo;Arc der Steuerehrlichkeit nehmen wollen: Dass ein Konzern wie Apple in Irland am Ende effektiv nur noch 0,005 Prozent K&ouml;rperschaftsteuer entrichtet, ist keinem normalen Steuerzahler in der EU zu vermitteln. Schuld hat hier allerdings nicht Apple, sondern die EU, genauer: haben die EU-Staaten selbst. Sie lassen zu, dass US-Konzerne die nationalen Steuersysteme ausnutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/steuernachforderungen-an-apple-pyrrhus-sieg-fuer-europa.996.de.html?dram:article_id=364531\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Einen einzigen faulen Apfel auszusortieren reicht nicht<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat heute entschieden, dass Apple 13 Milliarden Euro an unzul&auml;ssigen Steuerverg&uuml;nstigungen an Irland zur&uuml;ckzahlen muss. &bdquo;Die EU-Kommission hat zwar einen faulen Apfel angepackt, doch das gesamte System internationaler Besteuerung ist weiterhin faul und l&ouml;chrig. Solange die Regierungen in diesem System die Komplizen der Konzerne bleiben, werden diese ihre Steuertricks auf Kosten der Allgemeinheit fortf&uuml;hren. Die Regierungen m&uuml;ssen sich daher endlich von der Ideologie der ruin&ouml;sen Steuerkonkurrenz verabschieden&ldquo;, erkl&auml;rt David Walch von Attac &Ouml;sterreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.at\/news\/detailansicht\/datum\/2016\/08\/30\/apple-urteil-einen-einzigen-faulen-apfel-auszusortieren-reicht-nicht.html\">attac &Ouml;sterreich<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>G-20-Gipfel in China Sch&auml;ubles globaler Finanzsteuer droht ein j&auml;hes Ende<\/strong><br>\nAuf dem G-20-Gipfel in Hangzhou erwartet die Deutschen Widerstand. Doch die Hoffnung auf mehr Transparenz in der Steuerpolitik bleibt.<br>\nDer j&uuml;ngste Vorsto&szlig; von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), auf globaler Ebene eine Finanztransaktionssteuer einzuf&uuml;hren, erf&auml;hrt einen herben D&auml;mpfer. Auf Unterst&uuml;tzung der Staats- und Regierungschefs der zwanzig wichtigsten Wirtschaftsnationen (G 20) kann der Deutsche offenbar nicht bauen. Ein Bekenntnis dazu sei im Abschlusskommuniqu&eacute; nicht zu erwarten, hie&szlig; es am Dienstag selbst in deutschen Regierungskreisen. Ende Juli hatte Sch&auml;uble auf dem Treffen mit seinen G-20-Amtskollegen &uuml;berraschend f&uuml;r die parallele Einf&uuml;hrung der Umsatzsteuer auf Finanzgesch&auml;fte in den wichtigsten Finanzzentren der Welt geworben, obwohl zuvor alle Anl&auml;ufe zu einem abgestimmten Vorgehen auf diesem Feld gescheitert waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schaeubles-plan-von-globaler-finanzsteuer-droht-ende-14412995.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Sch&auml;uble war immer gegen eine Finanzaktionssteuer und hatte seine Forderung nach einer globalen L&ouml;sung im Bewusstsein erhoben, dass sich diese nie global durchsetzen l&auml;sst. Er schweigt auch zur Steuervermeidungsstrategie internationaler Konzerne, an der er indirekt mit wohlwollendem Schweigen mitgewirkt hatte. Diese schwarze Null hat ganz andere Ziele: Die neoliberalen Vorgaben in der EU umzusetzen, auch wenn ganzen Generationen jede Hoffnung genommen und die Altersarmut der Normalfall wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geldhaus in der Krise: Deutsche-Bank-Chef Cryan ruft um Hilfe<\/strong><br>\nMilliardenverluste, der Aktienkurs abgest&uuml;rzt: Die Deutsche Bank steckt tief in der Krise. Nun ruft Vorstandschef John Cryan Politik und Notenbanker zu Hilfe. Investoren dagegen hoffen auf eine Fusion mit der Commerzbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-chef-john-cryan-ruft-notenbanken-um-hilfe-a-1110292.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ohne Worte. Die Banker haben einfach dort weiter gemacht, wo sie nach der letzten Finanzkrise aufgeh&ouml;rt haben. Nun steckt der Karren wieder im Dreck und Allgemeinheit und Politik sollen es wieder richten, nach dem Motto: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Wobei klar sein sollte, dass Cryan auch nur im Auftrag der Reichen und Superreichen handelt, deren Verm&ouml;gen es letztendlich zu sichern gilt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Perfides Konzept: Kombiniert Abschaffung des Bargelds mit Verlustbeteilung durch alle Konteninhaber<\/strong><br>\nJackson Hole, ein Kurort in den Rocky Mountains, ist von beeindruckender Sch&ouml;nheit. Durchaus vergleichbar mit Davos, dem Urlaubsparadies in den Schweizer Bergen. Die beiden Orte verbindet jedoch nicht nur die spektakul&auml;re Bergkulisse. Beide sind auch Ort einer allj&auml;hrlich stattfindenden Tagung, auf der weitreichende politische Entscheidungen vorbereitet werden. In Jackson Hole treffen sich Entscheider aus den Notenbanken der f&uuml;hrenden Wirtschaftsnationen mit Wissenschaftlern, vor allem solchen der f&uuml;hrenden amerikanischen Universit&auml;ten. Das Thema ihres diesj&auml;hrigen Treffens lautete: Entwurf eines belastbaren Rahmens f&uuml;r die Geldpolitik der Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/perfides-konzept-kombiniert-abschaffung-des-bargelds-mit-verlustbeteilung-durch-alle-konteninhaber-3676\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Dobrindts &raquo;Konzernsprech&laquo; schon entlarvt<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Diesel-Abgasskandal hat noch gar nicht getagt und schon sind entscheidende Vorw&uuml;rfe gegen Bundesverkehrsminister Dobrindt best&auml;tigt. Er hat Informationen &uuml;ber erh&ouml;hte Abgaswerte seit Jahren ignoriert, er hat Ansagen der M&auml;chtigen in der Automobilindustrie &uuml;bernommen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/dobrindts-konzernsprech-schon-entlarvt\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frames: Das Vers&auml;umnis der Progressiven<\/strong><br>\nFakten und rationale Argumente gen&uuml;gen nicht. Die &ouml;ffentliche Meinung wird gepr&auml;gt durch Frames und Metaphern, die eine bestimmte Realit&auml;t in den K&ouml;pfen schaffen. Wer eine politische und wirtschaftliche Gegenrealit&auml;t herausbilden will, braucht auch progressive Frames. Rationales Argumentieren ist eine wundervolle Errungenschaft. Der Austausch von Argumenten und Gegenargumenten, der sich seiner Voraussetzungen bewusst ist, Voraussetzungen hinterfragen kann, falsche Schlussfolgerungen erkennt und dazu in der Lage ist, zu neuen zu gelangen, ist nicht nur ein unverzichtbares Werkzeug in der Wissenschaft, sondern dient auch im Alltag als n&uuml;tzliches Mittel der Probleml&ouml;sung und des Umgangs miteinander. Diese Herangehensweise an die Welt, die aus der Aufkl&auml;rung heraus zur Grundlage der politischen und gesellschaftlichen Ordnung werden sollte, hat jedoch ein gro&szlig;es Manko: Sie ist ein Ideal geblieben. Und allein am Beispiel des EU-Krisenmanagements dr&auml;ngt sich einem doch immer mehr der Ausdruck &bdquo;Utopie&ldquo; auf. [&hellip;]<br>\nLakoff attestiert nun den progressiven Kr&auml;ften in den USA, aber auch in Europa, dass sie es verpasst haben, eigene Frames zu verbreiten. Stattdessen glaubten sie an die Kraft der reinen Argumente und Fakten, mit denen sie die Frames des politischen Gegners zu widerlegen suchten. F&uuml;r Lakoff ist dies ein Kardinalfehler. Durch diese Vorgehensweise werden die Frames der Kontrahenten jedes Mal erneut aktiviert und dadurch verst&auml;rkt. So erkl&auml;rt sich auch der Titel des Lakoff&lsquo;schen Buchs &bdquo;Don&lsquo;t Think of an Elephant&ldquo;: Man kann nicht nicht an einen Elefanten denken, wenn man von ihm h&ouml;rt. Um also in Europa zu bleiben: Wer die &bdquo;Sparpolitik&ldquo; der deutschen Regierung kritisiert, weil sie Arbeitslosigkeit auch in anderen L&auml;ndern hervorruft, sollte in jedem Falle von K&uuml;rzungspolitik sprechen und dabei m&ouml;glichst einen passenden Frame mitliefern, der die Menschen dazu bef&auml;higt, auch ohne umfangreiches &ouml;konomisches Hintergrundwissen die verheerenden und politisch herbeigef&uuml;hrten Konsequenzen zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/frames-das-versaeumnis-der-progressiven\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In der Austerit&auml;tsfalle<\/strong><br>\nDie gr&uuml;n-schwarze Landesregierung setzt weiter auf eine Politik der Schuldenbremse. Doch ein ausgeglichener Haushalt bedeutet auch einen geschrumpften Staat. Die Folgen bekommen vor allem die Armen im Land zu sp&uuml;ren. Denn die sind auf bezahlbare &ouml;ffentliche G&uuml;ter zwingend angewiesen, so unser Autor.<br>\nStatt mit den Sozialdemokraten regieren die Gr&uuml;nen nun seit mehr als hundert Tagen mit der CDU. Mit ihr wollen die Gr&uuml;nen ihre Politik der Austerit&auml;t, die restriktive Haushalts- und Finanzpolitik der Vergangenheit, fortsetzen. Die Selbstbeschreibung der Gr&uuml;nen und der CDU in ihrem Koalitionsvertrag als Abbild der &ldquo;b&uuml;rgerlichen Gesellschaft in ihrer ganzen Breite&rdquo; ist insofern zutreffend. In der Durchsetzung der Austerit&auml;t zulasten der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten, Sozialtransferempf&auml;nger und des &ouml;ffentlichen Sektors besteht der ideologische Kitt des neuen gr&uuml;n-schwarzen B&uuml;rgerblocks.<br>\nGr&uuml;n-Schwarz stellt sich selbst ausdr&uuml;cklich in die Tradition des Neoliberalismus, indem es sich mit &ldquo;Demografie&rdquo; und &ldquo;Nachhaltigkeit&rdquo; zwei seiner wichtigen Begr&uuml;ndungszusammenh&auml;nge zu eigen macht und erkl&auml;rt, &ldquo;weder in finanzieller noch &ouml;kologischer Hinsicht auf Kosten unserer Kinder leben zu wollen&rdquo;. Folgerichtig hat Gr&uuml;n-Schwarz erkl&auml;rt, in den n&auml;chsten vier Jahren 1,8 Milliarden Euro einzusparen. Um ganz sicher zu gehen, soll die Schuldenbremse in der Landesverfassung verankert werden, was &ndash; aller gr&uuml;nen Beteiligungsrhetorik zum Trotz &ndash; der Selbstentmachtung des gerade demokratisch gew&auml;hlten Landtags entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/283\/in-der-austeritaetsfalle-3850.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kinderarmut in Berlin: Und warum tut keiner was?<\/strong><br>\nJedes f&uuml;nfte Kind in Berlin ist laut einem Bericht des Senats armutsgef&auml;hrdet. Auch weil es nicht gelingt, Bildung und soziale Herkunft zu entkoppeln.<br>\nKinder sind in Berlin &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig von Armut betroffen, und Bildung ist der Schl&uuml;ssel zu sozialem Aufstieg. So steht es, grob zusammengefasst, im Armutsbericht der Senatsverwaltung f&uuml;r Gesundheit und Soziales, der am Dienstag ver&ouml;ffentlicht wurde. Demnach ist jedes f&uuml;nfte Kind in Berlin armutsgef&auml;hrdet. Ist der Bildungsabschluss sp&auml;ter niedrig, erh&ouml;ht sich die Armutsrisikoquote auf beinahe 30 Prozent &ndash; und steigt damit auf das Doppelte des Berliner Durchschnittswerts.<br>\nDie Zahlen sind nicht sch&ouml;n, neu sind sie indes nicht: Seit Jahren pendeln die Armutsrisikoquoten um diese Werte. Und seit Jahren wei&szlig; man: Bildung ist der Schl&uuml;sselmoment. Ein guter Schulabschluss entscheidet ma&szlig;geblich dar&uuml;ber, ob jemand sp&auml;ter beim Jobcenter in der Schlange steht oder Eink&auml;ufe und Miete von einer Erwerbsarbeit allein bestreiten kann. &bdquo;Nur &uuml;ber qualifizierte Schul- und Ausbildungsabschl&uuml;sse&ldquo;, konstatiert der Bericht, &bdquo;l&auml;sst sich ein Leben in Armut weitgehend vermeiden, und dies &uuml;ber alle Phasen des Erwachsenenlebens.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kinderarmut-in-Berlin\/!5331740\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Aufstieg durch Bildung? Erstens gibt es angesichts der immer noch bestehenden Massenarbeitslosigkeit und der viel zu niedrigen L&ouml;hne in Deutschland daf&uuml;r &uuml;berhaupt keine Garantie. Die top-ausgebildete Ingenieurin wird vielleicht weiterhin mit 2.000 Euro brutto abgespeist, wenn sie &uuml;berhaupt eine Stelle findet. Und zweitens sind die betroffenen Kinder bis zum Studium verhungert &ndash; die taz scheint die Armut einfach hinnehmen zu wollen, solange alle in die kostenlose Kita gehen d&uuml;rfen. Gibt es daf&uuml;r irgendeinen Grund? Richtig w&auml;re genau die umgekehrte Reihenfolge: Armut bek&auml;mpfen durch h&ouml;here L&ouml;hne und bessere Sozialleistungen, von denen man auch als Familie leben kann. (Das hei&szlig;t u. a. &ldquo;Weg mit Hartz IV!&rdquo;) Schaffung von mehr Stellen. Und als drittes, selbstverst&auml;ndlich auch sehr wichtig, bessere Bildung f&uuml;r alle und mehr Chancengleichheit. Aber eben in dieser Reihenfolge.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der AfD Paroli bieten!<\/strong><br>\nSeit ihrem Parteitag 2015 driftet die AfD immer weiter nach rechts. Mehr und mehr setzt die Partei auf eine Politik der Angst und der rassistischen Ausgrenzung. Der Rechtsextremismus-Experte Fabian Virchow analysiert den Politikwechsel der Partei und beschreibt Gegenstrategien, mit denen demokratische Zivilgesellschaft und insbesondere die Gewerkschaften dem wachsenden Rechtspopulismus begegnen k&ouml;nnen.<br>\nIn den letzten Wochen stand die AfD aus zwei Gr&uuml;nden im Rampenlicht: Vor laufenden Kameras lieferten sich die Parteispitzen Frauke Petry und J&ouml;rg Meuthen ein Scharm&uuml;tzel &uuml;ber die Frage, wer in der Partei das Sagen hat und wer die Partei in den Bundestagswahlkampf 2017 f&uuml;hren wird. Ausl&ouml;ser war die Spaltung der AfD-Landtagsfraktion in Baden-W&uuml;rttemberg. Die parteiinterne Debatte offenbarte gleichzeitig, dass, anders als von der Parteispitze behauptet, es in der AfD keine klaren Mehrheiten gegen Antisemitismus gibt. (&hellip;)<br>\nDie Schw&auml;chung der Gewerkschaften im Visier<br>\nAuf all diese Herausforderungen hat die AfD keine Antworten. Wirtschafts- und sozialpolitisch dominiert weiterhin eine marktradikale Sichtweise, die die Reichen entlasten und die Daseinsf&uuml;rsorge weiter privatisieren will. Letzteres ginge zu Lasten derjenigen, die sich &ouml;konomisch ohnehin in einer schwierigen Situation befinden. Und wenn in der Partei vereinzelt vom Mindestlohn gesprochen wird, ist dies lediglich ein falsches Aush&auml;ngeschild einer angeblich &bdquo;sozialen Seite&ldquo; der AfD. F&uuml;r die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns haben die Gewerkschaften lange gek&auml;mpft; eine AfD war dazu nicht notwendig. Ziel der Partei ist es, die Gewerkschaften als solidarische Vertretung aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten zu schw&auml;chen. Das zeigen auch die Forderungen, die vom selbsternannten Arbeitnehmerfl&uuml;gel der AfD formuliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++ba1c6288-6df7-11e6-979d-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<p><strong>dazu: Jennifer Rostock &ndash; AfD<\/strong><br>\nAm kommenden Sonntag, den 4. September, sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Auch in Berlin geht es bald wieder an die Wahlurnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jenniferrostock\/videos\/10153687354131010\/\">Jennifer Rostock via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bundesregierung: &ldquo;Es hat nie massenhafte &Uuml;berwachung gegeben!&rdquo;<\/strong><br>\nDa kann man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln:<br>\n&ldquo;Es hat nie massenhafte &Uuml;berwachung gegeben!&rdquo;, kl&auml;rt Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung die neugierigen B&uuml;rger auf. Ein junger Mann wollte in der B&uuml;rger-BPK wissen, wie man sicherstellt, dass es keinen neuen NSA\/BND-Skandal gibt und wir nicht alle massenhaft &uuml;berwacht werden. Der Regierungssprecher will uns &ldquo;da gerne die Besorgnis nehmen&rdquo;&hellip; Realsatire!<br>\nAusschnitt aus der B&uuml;rger-BPK mit den Regierungssprechern vom 28. August 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=NYsgZcsvDbA\">Jung und naiv via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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