{"id":34842,"date":"2016-09-02T08:37:05","date_gmt":"2016-09-02T06:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842"},"modified":"2016-09-02T08:37:05","modified_gmt":"2016-09-02T06:37:05","slug":"hinweise-des-tages-2702","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h01\">Keine Notrationen f&uuml;r Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h02\">Jeder zweite Azubi leidet unter schlechten Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h03\">Arbeitsuchende in den Rechtskreisen SGB III und SGB II (Hartz IV): L&auml;ndervergleich August 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h04\">Hartz IV und das Hamsterrad von Erwerbsarbeitslosen und Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h05\">Herausforderung Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h06\">Thomas Piketty, die Neoklassik und die Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h07\">Freihandel mit USA und Kanada: &Ouml;sterreich k&uuml;ndigt Widerstand gegen TTIP und Ceta an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h08\">Apple: Wie der bayerische Finanzminister inl&auml;ndische Firmen sch&auml;digt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h09\">Diakonie beklagt Abschiebung kranker Gefl&uuml;chteter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h10\">Mehrheit f&uuml;r eine wirksame Mietpreisbremse steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h11\">F&ouml;deralismusreform in der Bildung: &ldquo;Ein falscher Schritt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h12\">Man&ouml;ver f&uuml;r alle F&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h13\">Der kalte Putsch gegen Dilma Rousseff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h14\">Die vergessene Whistleblowerin Chelsea Manning<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h15\">Komplette Rede von Gerhard Schr&ouml;der bei deutsch-russischen Wirtschaftsgespr&auml;chen in Bad Pyrmont<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h16\">DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34842#h17\">Ermittlungen gegen Beckenbauer: Des Kaisers neues Schweigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Keine Notrationen f&uuml;r Arme<\/strong><br>\nF&uuml;r Katastrophen soll sich die Bev&ouml;lkerung mit Vorr&auml;ten eindecken, fordert die Bundesregierung. Hartz-IV-Bezieher werden daf&uuml;r kein Geld erhalten<br>\nOffenbar wird die Sicherstellung von Nahrung und Wasser f&uuml;r die rund 4,3 Millionen Bezieher von Arbeitslosengeld II im Kriegs- oder Katastrophenfall von den Beh&ouml;rden nicht f&uuml;r wichtig erachtet. So jedenfalls l&auml;sst sich die Antwort des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) auf die Frage lesen, ob es f&uuml;r Empf&auml;nger staatlicher Leistungen eine besondere Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Anschaffung der von der Bundesregierung j&uuml;ngst empfohlenen Ration f&uuml;r Notzeiten gibt. Dem Hamburger Stra&szlig;enmagazin Hinz &amp; Kunzt sagte ein Ministeriumssprecher, Leistungsempf&auml;nger m&uuml;ssten die Lebensmittelvorr&auml;te von den laufenden Leistungen bezahlen. Das berichtete das Magazin am Donnerstag. (&hellip;)<br>\nWovon ALG-II-Empf&auml;nger, die f&uuml;r Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getr&auml;nke gerade einmal 128,46 Euro im Monat erhalten, das bezahlen sollen, interessiert die Bundesregierung nicht. Der BMAS-Sprecher sagte Hinz &amp; Kunzt: &raquo;Sofern also leistungsberechtigte Personen auf Grund des vom Kabinett beschlossenen Zivilschutzkonzeptes einen pers&ouml;nlichen, ausreichenden Vorrat an Lebensmitteln anlegen wollen, so m&uuml;ssen sie, ebenso wie Menschen mit geringem Einkommen, die hierf&uuml;r erforderlichen Ausgaben eigenverantwortlich aus dem ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden Budget finanzieren.&laquo;<br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband Hamburg bezeichnete die Haltung des BMAS als &raquo;zynisch und menschenunw&uuml;rdig&laquo;. &raquo;Ein Ansparen f&uuml;r Notf&auml;lle geht an der Lebensrealit&auml;t der Menschen vorbei&laquo;, sagte eine Sprecherin des Verbandes Hinz &amp; Kunzt. Und weiter: &raquo;Wenn die Regierung diese Vorschl&auml;ge ernst meint und m&ouml;chte, dass sie von der Bev&ouml;lkerung ernst genommen wird, dann muss sie daf&uuml;r Sorge tragen, dass auch jeder Mensch sie umsetzen kann.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-01\/028.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jeder zweite Azubi leidet unter schlechten Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nDem DGB-Ausbildungsreport zufolge klagt etwa die H&auml;lfte der Auszubildenden &uuml;ber psychische Belastungen aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen.<br>\nRegelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berstunden, fachfremde Arbeiten und abwesende Ausbilder scheinen in vielen Betrieben zu Problemen zu f&uuml;hren.<br>\nZum diesj&auml;hrigen Ausbildungsstart fordert der Gewerkschaftsbund deshalb eine Verbesserung des Berufsbildungsgesetzes.<br>\nVon der Schule an den Arbeitsplatz: Diese Umstellung f&auml;llt vielen Auszubildenden nicht leicht. Sie &uuml;bernehmen das erste Mal Verantwortung und m&uuml;ssen sich unter &auml;lteren und erfahreneren Kollegen behaupten. Obwohl etwa 70 Prozent der Auszubildenden im Ausbildungsreport 2016 des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) angaben, mit ihrer Ausbildung insgesamt zufrieden zu sein, gibt es in vielen Betrieben offenbar erhebliche Probleme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/ausbildung-jeder-zweite-azubi-leidet-unter-schlechten-arbeitsbedingungen-1.3144278\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Ausbildungsreport 2016: Berufsbildungsgesetz endlich novellieren<\/strong><br>\nFast 60 Prozent der Auszubildenden kommen krank zur Arbeit, &uuml;ber die H&auml;lfte sind durch schlechte Ausbildungsbedingungen und -anforderungen am Ausbildungsplatz stark belastet und ein Drittel der Azubis leistet &Uuml;berstunden. Einem Drittel der Auszubildenden (33,6 Prozent) liegt kein betrieblicher Ausbildungsplan vor und eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Ausbildungsinhalte ist ihnen daher nicht m&ouml;glich. Jeder Zehnte Auszubildende (10,6 Prozent) &uuml;bt regelm&auml;&szlig;ig ausbildungsfremde T&auml;tigkeiten aus. Bei 13,4 Prozent der Auszubildenden findet eine fachliche Anleitung durch den Ausbilder &uuml;berhaupt nicht oder nur selten statt. Das sind einige Ergebnisse des Ausbildungsreports, den die DGB-Jugend nun zum elften Mal infolge vorstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++2d7d8286-6f95-11e6-8e3e-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den DGB-Jugend-Ausbildungsreport 2016 finden Sie <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++b536d92c-6f89-11e6-808e-525400e5a74a\/file\/DGB-Jugend-Ausbildungsreport-2016.pdf\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsuchende in den Rechtskreisen SGB III und SGB II (Hartz IV): L&auml;ndervergleich August 2016<\/strong><br>\nEin Blick auf die 4,788 Millionen Arbeitsuchenden im August 2016 (27.000 weniger als im August 2015), davon 2,684 Millionen als Arbeitslose registrierte Arbeitsuchende (111.000 weniger als im August 2015) und 2,103 Millionen nichtarbeitslose Arbeitsuchende (84.000 mehr als im August 2015). (Rundungsdifferenz 1.000) Wie verteilen sie sich auf die beiden Rechtskreise (SGB III: 156 Agenturen f&uuml;r Arbeit; SGB II: 408 Jobcenter) und die 16 Bundesl&auml;nder und wie stellt sich dies im Vergleich zum August 2015 dar. Siehe dazu die drei unkommentierten BIAJ-Tabellen: insgesamt, SGB III und SGB II (Hartz IV).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/813-arbeitsuchende-in-den-rechtskreisen-sgb-iii-und-sgb-ii-hartz-iv-laendervergleich-august-2016.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hartz IV und das Hamsterrad von Erwerbsarbeitslosen und Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nF&uuml;r marktliberale &Ouml;konomInnen ist die Sache klar. Der gr&uuml;ndliche Umbau der Arbeitslosen- und Sozialhilfe, wie ihn die deutsche Regierung unter dem Kanzler Schr&ouml;der zum Beginn der Nullerjahre betrieben hat, sei ein Erfolgsmodell. Die sogenannten &bdquo;Hartz-Reformen&ldquo; haben den &bdquo;Anspruchslohn&ldquo; gesenkt und dadurch Stellen geschaffen. Tats&auml;chlich sinkt die Erwerbslosigkeit seit Jahren kontinuierlich und die Zahl der Erwerbst&auml;tigen ist mit &uuml;ber 43 Millionen auf ein Rekordniveau gestiegen. Doch es gibt einen hohen Preis des vermeintlichen &bdquo;deutschen Jobwunders&ldquo;. (&hellip;)<br>\nFassen wir zusammen: Die Erwerbst&auml;tigkeit ist in Deutschland nicht gestiegen, weil das Absenken des &bdquo;Anspruchslohns&ldquo; zuvor unsichtbare Arbeitspl&auml;tze sichtbar gemacht h&auml;tte, wie marktliberale &Ouml;konomInnen behaupten. Das Gegenteil ist der Fall: Die Aufwertung prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, wie sie mit den Hartz-Reformen verbunden war, schafft auf Seiten der Wirtschaft Anreize, Stellen mit L&ouml;hnen anzubieten, die nicht einmal die Existenz der Besch&auml;ftigten absichern. Faktisch werden Betriebe qua Aufstockung durch Hartz IV staatlich subventioniert, die L&ouml;hne anbieten, welche teilweise nicht einmal die Reproduktionskosten der Arbeitskraft decken. Die Einf&uuml;hrung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns hat nur die schlimmsten Ausw&uuml;chse dieser Politik korrigiert. Der Mindestlohn von 8,50 pro Stunde f&uuml;hrt nicht aus der Prekarit&auml;t heraus.<br>\nLanger Verbleib in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen und die Stigmatisierung durch &bdquo;Hartz IV&ldquo; haben jedoch Folgen: Die Betreffenden brennen regelrecht aus, sie geraten in einen Ohnmachtszirkel aus erzwungener Anpassung und Stigmatisierung, aus dem es f&uuml;r sie nur sehr schwer ein Entrinnen gibt. Viele LeistungsbezieherInnen f&uuml;hlen sich deshalb wie in einem Hamsterrad. Sie laufen und laufen, nur um schlie&szlig;lich feststellen zu m&uuml;ssen, dass sie best&auml;ndig auf der Stelle treten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/14590-2\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Herausforderung Altersarmut<\/strong><br>\nDass Altersarmut ein dringendes gesellschaftliches Problem in der Berliner Republik ist und bei gro&szlig;en Teile der Bev&ouml;lkerung zu Zukunfts&auml;ngsten f&uuml;hrt, ist jetzt nicht zuletzt durch den Druck der neuen rechtspopulistischen Herausforderung auch bei den b&uuml;rgerlichen Parteien und der Sozialdemokratie angekommen. Sie k&uuml;ndigen an, die Frage der Alterssicherung mit ins Zentrum der Wahlkampfauseinandersetzung r&uuml;cken zu wollen.<br>\nFakt ist: Immer mehr Menschen k&ouml;nnen schon heute nicht von ihrer Rente leben. Auch wenn die Zahl der Empf&auml;ngerInnen von Grundsicherung im Alter massiv ansteigt, beruhigen viele Experten: Bezogen auf die Gesamtbev&ouml;lkerung l&auml;ge die Armutsquote immer noch bei einem niedrigen Wert.<br>\nDie gesamten Rentenreformen der vergangenen Jahre hatten ein gro&szlig;es Ziel: Eine dritte S&auml;ule sollte immer st&auml;rker ausgebaut werden, damit die Deutschen zus&auml;tzlich privat vorsorgen. Das gesetzliche Rentenniveau wurde &uuml;ber die Jahre immer weiter abgesenkt. Immer mehr B&uuml;rgerInnen ist es allerdings kaum m&ouml;glich, mit ihrem niedrigen Einkommen privat vorzusorgen. So bringt eine wachsende Anzahl von privat Krankenversicherten &uuml;ber 65 Jahre nicht einmal mehr die Kosten f&uuml;r ihre Gesundheitsvorsorge auf. Sie rutschen in sogenannte Basis- oder sogar Notlagentarife, die nur noch f&uuml;r Akutbehandlungen aufkommen.<br>\nArm sind mittlerweile immer mehr jene, die nicht in der Lage sind, Geld f&uuml;rs Alter zur&uuml;ckzulegen. Auch die politisch gew&uuml;nschte betriebliche Altersvorsorge scheitert f&uuml;r immer mehr Menschen an der Realit&auml;t auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Viele Leute hangeln sich von einer befristeten Besch&auml;ftigung zur n&auml;chsten und kommen gar nicht erst in den Genuss einer betrieblichen Vorsorge.<br>\nSozialverb&auml;nde und Gewerkschaften sehen auch in der wachsenden Erwerbst&auml;tigkeit im Alter eine Konsequenz der desastr&ouml;sen Rentenpolitik: Die aktuellen Zahlen von RentnerInnen mit Minijob sind ein klares Warnsignal, das die Rentenpolitik in die falsche Richtung l&auml;uft. Immer mehr &Auml;ltere m&uuml;ssen arbeiten, um ihren Lebensstandard zu sichern. Die neoliberalen Vordenker sehen darin blo&szlig;e Panikmache. Die Leute haben eine deutlich h&ouml;here Lebenserwartung und wollten daher aus freien St&uuml;cken l&auml;nger am Erwerbsleben teilhaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/herausforderung-altersarmut\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Thomas Piketty, die Neoklassik und die Realit&auml;t<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty gilt vielen im linken politischen Spektrum als so etwas wie ein Lebensretter. Hat er doch scheinbar klar und eindeutig nachgewiesen, dass sich die Verteilungsrelationen dauernd zugunsten des Kapitals &auml;ndern, weil die Rendite des Kapitals regelm&auml;&szlig;ig h&ouml;her ist als das Wachstum. Das hat in der Formel r &gt; g eine gewisse Ber&uuml;hmtheit erlangt. Viele halten das deswegen f&uuml;r besonders wichtig, weil Pikettys Analyse vollst&auml;ndig im Rahmen eines neoklassischen Modells blieb, was immerhin die Suggestion zulie&szlig;, ganz gleich wie die Wirtschaft funktioniere, marxistisch oder neoklassisch, das Ergebnis sei immer das gleiche: Das Kapital gewinnt. Dass man es sich nicht so einfach machen darf, haben Friederike Spiecker und ich in den vergangenen Jahren zwei Mal dargelegt (hier und hier).<br>\nAuf  der rechten Seite des politischen Spektrums war und ist man ziemlich verwirrt &uuml;ber Herrn Piketty. Hat der Mann doch mit der vollkommen richtigen Theorie die falschen Ergebnisse erzielt. Man konnte ihn nicht so leicht als linken Spinner abtun, der auf der Basis marxistischen oder gar keynesianischen Gedankentums zu wirren Verteilungsergebnissen gekommen w&auml;re. Seine Schlussfolgerungen aber, man k&ouml;nne die Steuern f&uuml;r die Reichen erh&ouml;hen, um die Verteilungsergebnisse zu verbessern, wollte man &uuml;berhaupt nicht h&ouml;ren. Ja, man musste sie nat&uuml;rlich mit allen Mitteln bek&auml;mpfen.<br>\nNun ist allerdings die FAZ bei dem Versuch, Pikettys Verteilungsforderungen zu desavouieren, leicht &uuml;ber das Ziel hinausgeschossen. Patrick Bernau hat sich eine j&uuml;ngere Studie des IWF zu Piketty angeschaut. Er kommt zu dem Ergebnis:<br>\n&bdquo;Im Internationalen W&auml;hrungsfonds hat ein Wissenschaftler trotzdem gerade ein weiteres Mal die Zahlen der vergangenen Jahre analysiert und festgestellt: Es gibt keine Hinweise darauf, dass die moderne Wirtschaft tats&auml;chlich so funktioniert wie von Piketty behauptet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/08\/thomas-piketty-die-neoklassik-und-die-realitaet\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel mit USA und Kanada: &Ouml;sterreich k&uuml;ndigt Widerstand gegen TTIP und Ceta an<\/strong><br>\nDer &ouml;sterreichische Kanzler Christian Kern hat Widerstand gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada (Ceta) angek&uuml;ndigt. Es gebe darin noch Schwachpunkte, die verbessert werden m&uuml;ssten, sagte der Sozialdemokrat am Mittwochabend im Fernsehsender ORF.<br>\n&ldquo;Diese Freihandelsabkommen bringen unter dem Deckmantel des Freihandels in Wahrheit eine massive Machtverschiebung zugunsten global agierender Konzerne und zulasten der demokratischen Mitbestimmung, der demokratischen Politik&rdquo;, sagte Kern der &ouml;sterreichischen Tageszeitung &ldquo;Standard&rdquo; zufolge. In diese Kritik bezog der Regierungschef nicht nur Ceta, sondern auch TTIP mit ein, das noch nicht fertig verhandelte geplante Abkommen der EU mit den USA.<br>\nBei der Gestaltung der Wirtschaft m&uuml;sse es aber eine demokratische Mitbestimmung geben, argumentiert Kern. &Ouml;sterreichs rot-schwarze Regierung sieht vor allem TTIP kritisch, das auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) als &ldquo;de facto gescheitert&rdquo; bezeichnet. Kanzler Kern sagte nun, Ceta enthalte aber &auml;hnliche Punkte wie TTIP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oesterreich-kuendigt-widerstand-gegen-ttip-und-ceta-an-a-1110417.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist eigentlich offensichtlich, da&szlig; ein Investitionsschutzabkommen, um das es bei Ceta und TTIP vor allem geht, die Demokratie aushebelt, und da&szlig; Schiedsgerichte eine &ldquo;[m]assive Machtverschiebung zugunsten global agierender Konzerne&rdquo; bedeuten. Kern erkennt bzw. benennt das ein bi&szlig;chen sp&auml;t &ndash; aber besser sp&auml;t als nie. Noch besser, wenn den Worten Taten folgten. &ldquo;Schwachpunkte&rdquo; zu beseitigen und f&uuml;r &ldquo;demokratische Mitbestimmung&rdquo; zu sorgen (die Politik darf bei der Gestaltung der Wirtschaft &ldquo;mitbestimmen&rdquo;????), gen&uuml;gt leider nicht. Es mu&szlig; doch um das eindeutige Primat der Politik, und daf&uuml;r mu&szlig; Ceta ggf. vollst&auml;ndig zur&uuml;ckgewiesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Apple: Wie der bayerische Finanzminister inl&auml;ndische Firmen sch&auml;digt<\/strong><br>\nHeute bezog der bayerische Finanzminister Markus S&ouml;der eine bemerkenswerte Stellung zu den 13 Mrd. Euro Nachzahlungen, die Apple nach einem Entscheid der EU-Wettbewerbskommissarin Vestager bezahlen muss. In einem Interview sagte Herr S&ouml;der, dass die Nachforderungen &bdquo;&uuml;berzogen&ldquo; seien.<br>\nDiese Entscheidung erging weil die EU-Kommission minuti&ouml;s belegen kann, wie die Absprachen zwischen der irischen Steuerbeh&ouml;rde und Apple gegen g&auml;ngige Steuerregeln versto&szlig;en und Apple gro&szlig;e Steuergeschenke beschert und darum als illegale staatliche Beihilfe gewertet werden m&uuml;ssen.<br>\nSomit schl&uuml;pft der bayerische Finanzminister in die delikate Rolle, einerseits illegale Steuergeschenke an US-Konzerne zu verteidigen, und im Umkehrschluss andererseits nicht nur Wettbewerbsnachteile f&uuml;r inl&auml;ndische Firmen und Konkurrenten in Kauf zu nehmen, sondern auch allen anderen Steuerzahlern h&ouml;here Lasten aufzub&uuml;rden. Denn nat&uuml;rlich bezahlen inl&auml;ndische Konkurrenten von Apple deutlich mehr Steuern als Apple, das in Deutschland mit weniger als einem Prozent davonkommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/09\/apple-wie-der-bayerische-finanzminister.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Apple: Markus S&ouml;der rechtfertigt Diebstahl<\/strong><br>\n&ldquo;Es gibt viel berechtigte Kritik an der EU-Kommission und der europ&auml;ischen Integration. S&ouml;ders Kritik an der Kommission wegen der R&uuml;ckzahlung von 13 Milliarden Euro durch Apple ist aber dreist. S&ouml;der hat offenbar ein Herz f&uuml;r gew&ouml;hnliche Diebe und meint Steuern zahlen ist was f&uuml;r kleine Leute. Apple hatte in 2014 einen Steuersatz von 0,005 Prozent auf seine Milliardengewinne w&auml;hrend die Wirtschaft und die Bev&ouml;lkerungsmehrheit in Europa unter K&uuml;rzungsdiktaten &auml;chzen. Ein bayerischer Mittelst&auml;ndler w&uuml;rde selbst nach 10 Ma&szlig; auf dem Oktoberfest nicht von einem solchen Steuersatz tr&auml;umen. F&uuml;r S&ouml;der und seine Amigos, wie den rechtskr&auml;ftig verurteilten Steuerbetr&uuml;ger Uli Hoene&szlig;, gelten offenbar andere Regeln. Denn die Entscheidung gegen Apple beinhaltet nicht einmal eine Strafe, sondern nur die R&uuml;ckerstattung eines unlauteren Steuervorteils.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1137.apple-markus-s%C3%B6der-rechtfertigt-diebstahl.html\">Fabio de Masi (MdEP)<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die unertr&auml;gliche Arroganz des Apple-Chefs<\/strong><br>\nApple gibt seit Jahren Unsummen f&uuml;r Anw&auml;lte aus, um jedes nur erdenkliche Steuerschlupfloch zu nutzen. Multinationale Konzerne erzielen Milliardenprofite in Europa, stehlen sich aber aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Nun beschimpft Tim Cook die EU und spricht von &ldquo;Anti-Amerikanismus&rdquo; &ndash; f&uuml;r den Apple-Chef ist das ein Armutszeugnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/apple-tim-cook-ist-im-steuerstreit-mit-der-eu-unfair-und-arrogant-a-1110496.html\">manager magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Diakonie beklagt Abschiebung kranker Gefl&uuml;chteter<\/strong><br>\nDie Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe hat sich mit scharfer Kritik an der rigiden Abschiebung kranker abgelehnter Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen zu Wort gemeldet. &raquo;Mit Sorge beobachten wir, dass humanit&auml;re Standards, die bisher gegolten haben, angesichts der hohen Zahl an Abschiebungen und der versch&auml;rften Gesetzeslage in den Hintergrund r&uuml;cken&laquo;, beklagte die Beauftragte f&uuml;r Sozialpolitik, Helga Siemens-Weibring. Aus Nordrhein-Westfalen seien 2015 knapp 4.400 Fl&uuml;chtlinge abgeschoben worden, im ersten Halbjahr 2016 waren bereits rund 2.600. Damit sei das Bundesland Spitzenreiter bei der Abschiebung.<br>\nDoch damit nicht genug. Die Abschiebungsbeobachterin am D&uuml;sseldorfer Flughafen, Dalia H&ouml;hne, berichtete, &raquo;dass zunehmend Fl&uuml;chtlinge abgeschoben werden, die offensichtlich krank, schwer traumatisiert oder suizidgef&auml;hrdet sind&laquo;. H&ouml;hne ist laut der Diakonie eine der wenigen unabh&auml;ngigen Abschiebungsbeobachter in der Bundesrepublik. Die Stelle wurde im Jahr 2001 eingerichtet und war damals die europaweit erste dieser Art. Sie wird aus Mitteln des Landes gef&ouml;rdert und ist bei der Diakonie angesiedelt. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1024051.diakonie-beklagt-abschiebung-kranker-gefluechteter.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Es sind genau solche Meldungen, wie diese, die ich auf Angela Merkels &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; hin erwartet habe. Die Handlungen der Politik in Deutschland sind weitestgehend von jeglicher Empathie mit Mitmenschen entkoppelt und werden &ndash; wie man hier lesen kann &ndash; v&ouml;llig skrupel- und gewissenlos exekutiert. Obendrein werden die Fluchtursachen mitnichten bek&auml;mpft, sondern bspw. durch fortgesetzte exzessive Waffenexporte, insbesondere in hochexplosive Krisengebiete sowie eigenes milit&auml;risches Engagement, weiterhin geschaffen und befeuert. Die Glaubw&uuml;rdigkeit und Wahrhaftigkeit dieser Bundeskanzlerin hatte bei mir stets einen schlechten Wert, heute liegt sie bei Null.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mehrheit f&uuml;r eine wirksame Mietpreisbremse steht<\/strong><br>\n&bdquo;Die SPD muss nicht auf die CDU warten, um die Mietpreisbremse nachzubessern. Eine Mehrheit w&auml;re mit LINKEN und Gr&uuml;nen vorhanden, die Antr&auml;ge der Opposition liegen l&auml;ngst vor. Die SPD muss nur den Mut haben, unseren Vorschl&auml;gen zuzustimmen&ldquo;, erkl&auml;rt Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende und Sprecherin f&uuml;r Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich von Meldungen, wonach die SPD-Bundestagsfraktion bei ihrer Klausur Nachbesserungen an der Mietpreisbremse fordert. Lay weiter:<br>\n&bdquo;Kurz vor der Wahl entdeckt die SPD ihr Herz f&uuml;r Mieterinnen und Mieter. Nachbesserungen der schwarzroten Mietpreisbremse sind l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, denn das schwache Gesetz wirkt nicht. Die Auskunftspflicht f&uuml;r Vermieter ist dabei nur das eine. Aber wenn Vermieter nicht endlich schmerzhafte Sanktionen f&uuml;rchten m&uuml;ssen, wenn sie die Mietpreisbremse unterlaufen, wird auch dies nichts bringen. Das A und O einer wirkungsvollen Nachbesserung ist au&szlig;erdem die Streichung der zahlreichen Ausnahmen.<br>\nDie SPD muss das Rad dabei nicht neu erfinden und sie muss auch nicht bis zum Nimmerleinstag auf die CDU warten. Denn wenn es der SPD wirklich ernst ist mit dem Schutz der Mieterinnen und Mieter vor steigenden Mieten, kann sie einfach im Bundestag unseren Antr&auml;gen zur Mietpreisbremse zustimmen (BT-Drs. 18\/9123).<br>\nEs wird sich zeigen, ob die SPD es mit ihren Forderungen ernst meint und sie gemeinsam mit der LINKEN und den Gr&uuml;nen umsetzt, oder ob es hier nur um Wahlkampfget&ouml;se geht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/mehrheit-wirksame-mietpreisbremse-steht\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Richtig: Leider wird zu oft vergessen, dass im Deutschen Bundestag eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit existiert. Es lag an der SPD, die eine Koalition mit den Unionsparteien vorgezogen hatte. Zumindest bis zur n&auml;chsten Bundestagswahl k&ouml;nnten progressive Entscheidungen getroffen werden &ndash; nicht lediglich bez&uuml;glich der &ldquo;Mietpreisbremse&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&ouml;deralismusreform in der Bildung: &ldquo;Ein falscher Schritt&rdquo;<\/strong><br>\nDer bildungspolitische Sprecher der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen im Bundestag, &Ouml;zcan Mutlu, spricht sich f&uuml;r eine Abschaffung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und L&auml;ndern in der Schulpolitik aus. Deutschland stehe in der Bildungspolitik vor riesigen Herausforderungen, sagt er im Deutschlandradio Kultur. Dazu geh&ouml;rten die Bereiche Inklusion, die digitale Bildung, der Ausbau der Ganztagsschulen und die Integration junger Fl&uuml;chtlinge:<br>\n&ldquo;Das sind Herausforderungen, die nicht so ohne weiteres zu l&ouml;sen sind. Und wir wissen durch zahlreiche Studien, dass Bildungsungerechtigkeit die Achillesferse des deutschen Bildungssystems ist.&rdquo;<br>\nDer Bund m&uuml;sse den L&auml;ndern bei der L&ouml;sung dieser Probleme helfen, fordert Mutlu vor dem Hintergrund der am 1. September 2006 in Kraft getretenen F&ouml;deralismusreform, wonach f&uuml;r den Bereich Schule allein die 16 Bundesl&auml;nder zust&auml;ndig sind. Das bestehende Kooperationsverbot sei &ldquo;weltweit einmalig&rdquo;, kritisiert er:<br>\n&ldquo;Und deshalb m&uuml;ssen wir nach zehn Jahren evaluieren und sagen: &lsquo;Das war ein falscher Schritt. Und Fehler muss man auch korrigieren d&uuml;rfen.'&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/foederalismusreform-in-der-bildung-ein-falscher-schritt.1008.de.html?dram:article_id=364644\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Man&ouml;ver f&uuml;r alle F&auml;lle<\/strong><br>\nPolizei und Bundeswehr sollen im Februar gemeinsam f&uuml;r Gro&szlig;eins&auml;tze im Inneren &uuml;ben. Offiziell gegen Terroristen, vielleicht auch bei sozialen Unruhen<br>\nPolizei und Bundeswehr sollen im Februar erstmals gemeinsame Eins&auml;tze f&uuml;r den Fall eines gr&ouml;&szlig;eren Terrorangriffs im Inland &uuml;ben. Das teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) am Mittwoch nach einem Treffen mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und den Innenministern des Saarlands, Nordrhein-Westfalens und Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin mit. Nordrhein-Westfalens Ressortchef mit SPD-Parteibuch, Ralf J&auml;ger, soll damit einverstanden sein, obwohl es in seiner Partei bisher Vorbehalte gegen Bundeswehr-Eins&auml;tze im Innern gab. (&hellip;)<br>\nKritik an der f&uuml;r Februar geplanten Gro&szlig;&uuml;bung kam sowohl von der Linksfraktion im Bundestag als auch von der Gewerkschaft der Polizei (GdP), w&auml;hrend der Deutsche Bundeswehrverband das Vorhaben begr&uuml;&szlig;te. &raquo;Die Sto&szlig;richtung ist klar: Das verfassungsm&auml;&szlig;ige Verbot von Inlandseins&auml;tzen der Bundeswehr wird in der Praxis systematisch immer weiter unterlaufen&laquo;, so die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, am Mittwoch im Gespr&auml;ch mit junge Welt. &raquo;Dabei sind Soldaten von ihrer Ausbildung her v&ouml;llig ungeeignet f&uuml;r Polizeieins&auml;tze&laquo;. Im SWR warnte auch GdP-Chef Oliver Malchow vor dem Versuch, rein polizeiliche Aufgaben in milit&auml;rische Hand zu geben. F&uuml;r das, was bei der &Uuml;bung Bundeswehr-Feldj&auml;gern zugedacht sei, h&auml;tten ausschlie&szlig;lich Polizistinnen und Polizisten die n&ouml;tige &raquo;hochqualifizierte&laquo; Ausbildung. Jelpke &auml;u&szlig;erte gegen&uuml;ber jW die Vermutung, &raquo;dass nicht die Abwehr von Terroranschl&auml;gen, sondern die Niederschlagung sozialer Protestbewegungen in der Zukunft die wahre Intention hinter den immer neuen Vorst&ouml;&szlig;en zum Einsatz des Milit&auml;rs im Inland ist&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-01\/015.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf den Umstand, dass der gemeinsame Einsatz von Bundeswehr und Polizei auch der Abwehr von sozialen Unruhen dienen k&ouml;nnte, hatten die NachDenkSeiten mehrfach hingwiesen &ndash; u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33571#h09\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Diskussion um Milit&auml;r-Hilfspolizisten Offenbarungseid f&uuml;r Innenminister<\/strong><br>\n&ldquo;Weder Verteidigungsministerin von der Leyen noch ihr Kabinettskollege de Maizi&egrave;re oder die f&uuml;r das heutige Treffen auserw&auml;hlten Innenminister der L&auml;nder d&uuml;rfen sich &uuml;ber das Grundgesetz hinwegsetzen. Die Bundesregierung erweckt den Eindruck, unsere Verfassung zur Not passend machen zu wollen. Das ist nicht nur geschichtsvergessen, sondern auch verantwortungslos. In einer freiheitlichen, demokratischen Gesellschaft haben bewaffnete Soldaten keinem Zivilisten etwas zu sagen, und das ist gut so&rdquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:<br>\n&ldquo;Die Polizeigewerkschaften und der Bundeswehrverband haben recht, wenn sie kritisieren, dass die Bundeswehr die L&uuml;cke stopfen soll, welche von den Innenministern des Bundes und der L&auml;nder aufgerissen wurde. Es m&uuml;sste den &ndash; zumindest auf dem Papier &ndash; f&uuml;r den Schutz der Verfassung zust&auml;ndigen Innenministern hochpeinlich sein, dass ihre verfehlte Spar- und Personalpolitik in so einer Diskussion m&uuml;ndet. Wer als Innenminister f&uuml;r eine Polizei verantwortlich zeichnet, die nicht dazu in der Lage ist, auf Terrorlagen zu reagieren, hat seinen Job nicht gemacht.<br>\nWenn selbst gr&uuml;ne Ministerpr&auml;sidenten das Milit&auml;r im Inland begr&uuml;&szlig;en und die SPD dem skandal&ouml;sen Vorsto&szlig; der erfolglosesten CDU-Minister der Bundesregierung nichts Vernehmbares entgegensetzen will, brauchen Demokratie und Freiheit mehr Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer in der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/diskussion-militaer-hilfspolizisten-offenbarungseid-innenminister\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der kalte Putsch gegen Dilma Rousseff<\/strong><br>\nIn keiner anderen Region der Welt ist die Kluft zwischen den wenigen Superreichen und den vielen Armen so tief wie in Lateinamerika. Und die wenigen wussten schon immer ihre Herrschaft zu verteidigen: Wenn sie von den vielen infrage gestellt wurden, schickten sie die Armee auf die Strasse. Zuletzt war das 2009 in Honduras der Fall, als der linke Pr&auml;sident Manuel Zelaya vom Milit&auml;r und einer korrupten Elite gest&uuml;rzt wurde. Die USA und die europ&auml;ischen L&auml;nder hoben zwar kurz den So-etwas-tut-man-nicht-Zeigefinger, akzeptierten dann aber schnell die aus dem Putsch hervorgegangene Regierung.<br>\nDrei Jahre sp&auml;ter wurde in Paraguay eine elegantere Art des Putschs erfunden. Der linke Pr&auml;sident Fernando Lugo wurde von der rechten Senatsmehrheit per Amtsenthebungsverfahren geschasst. (&hellip;) Der kalte Putsch von Paraguay war die Blaupause f&uuml;r die nun erfolgte Absetzung der brasilianischen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/-70e3\">WOZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die vergessene Whistleblowerin Chelsea Manning<\/strong><br>\nIhr Selbstmordversuch und ihre versch&auml;rften Haftbedingungen wurden in Deutschland kaum wahrgenommen<br>\nIn der letzten Woche wurde in manchen Medien kurz vermeldet, dass die Fraktionen der Linken und der Gr&uuml;nen einen neuen Anlauf nehmen, um den US-Whistleblower Snowden doch noch die M&ouml;glichkeit zu geben, in Deutschland vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagen zu k&ouml;nnen.<br>\nIn einem Brief an den Bundesgerichtshof fordern beide Fraktionen, dass die Blockade der Bundesregierung gegen eine Vernehmung von Snowden in Deutschland beendet werden soll. Allerdings d&uuml;rfte das Ansinnen, Snowden nach Deutschland zu bringen, genau so wenig Chancen auf Verwirklichung haben wie bisher. Die mit antiamerikanischem Furor gef&uuml;hrte Debatte &uuml;ber die NSA hat in Deutschland merklich an Bedeutung verloren. Im Zuge der internationalen Terrorgefahr betonen Politiker und Geheimdienstexperten wieder die Gemeinsamkeit der unterschiedlichen Dienste. (&hellip;)<br>\nDas harte Vorgehen der US-Beh&ouml;rden gegen die Whistleblowerin demonstriert, dass Menschen, die es wagen, Kriegsverbrechen bekannt zu machen, mit den Folgen bis zur Vernichtung rechnen m&uuml;ssen- Dass sich die deutschen Repressionsorgane nicht anders verhalten w&uuml;rden, ist klar. In Zeiten, in denen der Krieg wieder h&auml;ufiger als M&ouml;glichkeit der Politik ins Spiel gebracht wird, geh&ouml;ren harte Sanktionen gegen Menschen, die die Folgen des Krieges nicht einfach als Kollateralschaden hinnehmen wollen, zum Politikgesch&auml;ft.<br>\nEine internationale Plattform f&uuml;r die Freiheit von Manning w&auml;re dringend notwendig. Das Desinteresse in weiten Teilen der deutschen &Ouml;ffentlichkeit zeigt einmal mehr, der Hype um Snowden galt und gilt weniger der Informationsfreiheit und der Solidarit&auml;t mit den Whistleblowern, er war vielmehr darauf ausgerichtet, moralisch Punkte im Kampf zwischen Deutschland und den USA zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49295\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Komplette Rede von Gerhard Schr&ouml;der bei deutsch-russischen Wirtschaftsgespr&auml;chen in Bad Pyrmont<\/strong><br>\nBei den deutsch-russischen Wirtschaftsgespr&auml;che in Bad Pyrmont, Niedersachsen hielt Bundeskanzler a.D. Gerhard Schr&ouml;der eine aufsehenerregende Dinner-Rede zum deutsch-russischen Verh&auml;ltnis. RT Deutsch zeigt eine ungek&uuml;rzte Fassung des Vortrags.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/40307-komplette-rede-von-gerhard-schroder\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>DGB-Aufruf zum Antikriegstag 2016<\/strong><br>\n&ldquo;Viele Millionen Menschen sind heute weltweit Opfer von Kriegen und B&uuml;rgerkriegen, von politischer, ethnischer und religi&ouml;ser Verfolgung und suchen Schutz in anderen Regionen ihres Heimatlandes, in Nachbarl&auml;ndern oder auch in Industriel&auml;ndern&rdquo;, hei&szlig;t es im diesj&auml;hrigen Aufruf des DGB zum Antikriegstag. &ldquo;Ihre W&uuml;rde zu sch&uuml;tzen ist uns Verpflichtung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e17829b2-4830-11e6-94da-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Beckenbauer: Des Kaisers neues Schweigen<\/strong><br>\nFr&uuml;her hatte Franz Beckenbauer immer was zu sagen. Jetzt ermittelt die Schweizer Justiz gegen ihn, wegen Geldw&auml;sche und Untreue. Und der 70-J&auml;hrige schweigt. Theo Zwanziger war der erste, dann folgte Horst Schmidt. Beide &auml;u&szlig;erten sich unisono zu den neuen Entwicklungen in der Aff&auml;re um die Vergabe der WM 2006: &ldquo;Wir wissen von nichts.&rdquo; Keine Stunde hatten der ehemalige Pr&auml;sident und der ehemalige Generalsekret&auml;r und Schatzmeister des DFB gebraucht, um ein Statement abzugeben, warum in der Schweiz gegen sie Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts auf Untreue und Geldw&auml;sche eingeleitet worden sind. Ein Satz nur, aber immerhin: ein Satz.<br>\nFranz Beckenbauers Anw&auml;lte Werner Leitner und Michael Nesselhauf lie&szlig;en wissen, dass Beckenbauer &ldquo;die Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft unterst&uuml;tzt, seit er davon Kenntnis hatte&rdquo;. Von Beckenbauer selbst? Kein Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/franz-beckenbauer-des-kaisers-neues-schweigen-a-1110523.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mia san halt mia. Vorbestrafte Uhrenschmuggler (Rummenigge), eben aus der Haft entlassene Steuerhinterzieher (Hoene&szlig;), Verantwortliche f&uuml;r einen der gr&ouml;&szlig;ten Betrugsskandale der deutschen Industriegeschichte (Winterkorn) und der dubiose &ldquo;Kaiser&rdquo;, Herr Beckenbauer, gegen den nun wegen des Verdachts auf Untreue und Geldw&auml;sche ermittelt wird. Fr&uuml;her nannte man den FC Bayern M&uuml;nchen spa&szlig;eshalber FC Hollywood. Heute passt wohl eher FC Stadelheim.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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