{"id":34859,"date":"2016-09-05T08:18:13","date_gmt":"2016-09-05T06:18:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859"},"modified":"2016-09-05T08:18:13","modified_gmt":"2016-09-05T06:18:13","slug":"hinweise-des-tages-2704","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h01\">Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h02\">Brief von Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Luis In&aacute;cio Lula da Silva<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h03\">Der Bundestag verdient mehr Respekt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h04\">US-Konzerne wollen ihre Interessen durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h05\">Mehr Einfluss f&uuml;r die &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h06\">Der Verein f&uuml;r Socialpolitik als Steigb&uuml;gelhalter der Finanzbranche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h07\">Mehr &ouml;ffentliche Investitionen sind sinnvoll und erforderlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h08\">Apple-Urteil: Nach dem faulen Apfel kommen die Burger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h09\">Die Agenda 2010 und der eigentliche Ort notwendiger Reformen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h10\">Armutsforscher Butterwegge gibt SPD Mitschuld am Aufstieg der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h11\">Die Abstiegsangst ist unbegr&uuml;ndet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h12\">Weg mit den unsinnigen Hartz-IV-Regeln!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h13\">Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h14\">Aktennotiz der Bundesanwaltschaft belastet Maas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h15\">Gutachten mit Geschm&auml;ckle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h16\">Schafft Werte!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34859#h17\">Gr&uuml;ner R&uuml;ckblick &ndash; und Austritt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>F&uuml;r die SPD gibt es keine Alternative<\/strong><br>\nSPD und CDU haben in Mecklenburg-Vorpommern deutlich an Stimmen verloren &ndash; und werden wohl dennoch weiterregieren. Was bedeutet das f&uuml;r das Land? Und was f&uuml;r die Bundespolitik? [&hellip;]<br>\nObwohl Sellering sich am Abend nicht festlegen wollte, l&auml;uft es auf eine Fortsetzung der Gro&szlig;en Koalition hinaus. Gegen ein neues B&uuml;ndnis mit der CDU spreche nichts, sagte der Ministerpr&auml;sident. Sein Verh&auml;ltnis zum Spitzenkandidaten und CDU-Innenminister Lorenz Caffier gilt als ausgezeichnet, bei einem TV-Duell zehn Tage vor der Wahl hatten die beiden M&uuml;he, &uuml;berhaupt Streitpunkte zu finden.<br>\nEin Linksb&uuml;ndnis, das bei den Sozialdemokraten viele bevorzugt h&auml;tten, scheitert wohl am Aus der Gr&uuml;nen. Eine Regierung der SPD nur mit der Linken h&auml;tte gerade mal eine Stimme Mehrheit &ndash; kaum vorstellbar, dass Sellering ein solches Risiko eingeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mecklenburg-vorpommern-wie-geht-es-nach-der-wahl-weiter-a-1110880.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wenn man &bdquo;nur&ldquo; die &Uuml;berrschrift liest, muss man denken, es g&auml;be nur eine rechnerische Mehrheit f&uuml;r SPD\/CDU und alle anderen denkbaren Mehrheiten w&auml;ren rechnerisch nicht m&ouml;glich. Warum gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo es von 1998 bis 2006 zwei aufeinander folgende rot-rote Regierungen unter dem ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Harald Ringstorff gegeben hat, eine knappe Mehrheit nicht ausreichen soll, bleibt das Geheimnis von SPIEGEL Online.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Historisches Datum, wenn CDU hinter AfD landet&ldquo;<\/strong><br>\nWolfgang Bosbach nennt es ein &ldquo;historisches Datum, wenn die CDU in einem Fl&auml;chenland nur noch drittst&auml;rkste Partei ist&rdquo;.<br>\nDass seine Partei hinter der AfD landet, entspreche seinen Bef&uuml;rchtungen, so der CDU-Politiker im Welt-Interview.<br>\nJetzt m&uuml;sse in der Fl&uuml;chtlingspolitik umgesteuert werden, fordert Bosbach. Merkel aber sei alternativlos.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/beta.welt.de\/politik\/deutschland\/article157952812\/Historisches-Datum-wenn-CDU-hinter-AfD-landet.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nun m&uuml;ssen die armen Fl&uuml;chtlinge ausbaden, was die Medien in Zusammenarbeit mit dem rechten Fl&uuml;gel der CDU ausbaldowert haben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Brief von Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Luis In&aacute;cio Lula da Silva<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here Pr&auml;sidentin von Argentinien, Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner, ver&ouml;ffentlichte diesen an sie gerichteten Brief von Lula da Silva zu den aktuellen Ereignissen in Brasilien (&hellip;)<br>\nDie konservativen Kr&auml;fte beabsichtigen nun, durch tr&uuml;be Mittel das zu erreichen, was ihnen auf demokratische Weise nicht gelungen ist: die Kontinuit&auml;t und den Fortschritt des von der PT gef&uuml;hrten Projekts der Entwicklung und der sozialen Inklusion aufzuhalten, indem sie dem Land das an den Urnen besiegte politische und &ouml;konomische Programm aufzuzwingen versuchen. Sie wollen, koste was es wolle, den Staat befehligen, um sich des nationalen Verm&ouml;gens zu bem&auml;chtigen, wie es bereits in Bezug auf die Erd&ouml;lreserven in tiefen Gew&auml;ssern und hinsichtlich des Abbaus der Schutzmechanismen f&uuml;r die Arbeiter und die Armen geschieht, die in den letzten dreizehn Jahren erweitert und konsolidiert worden waren.<br>\nDie selben Kr&auml;fte, die auf willk&uuml;rliche Weise versuchen, die Pr&auml;sidentin Dilma zu st&uuml;rzen und ihre gegen das Volk gerichtete Agenda durchzusetzen, beabsichtigen zugleich, die sozialen Bewegungen und vor allem eine der gr&ouml;&szlig;ten Parteien der demokratischen Linken in Lateinamerika, die PT, zu diskreditieren. Und dabei handelt es sich nicht nur um blo&szlig;e autorit&auml;re Rhetorik: die PSDB (Partido da Social Democracia Brasileira), die Hauptoppositionspartei, hat bereits in aller Form mit dem Zweck, die blo&szlig;e Existenz der PT zu verbieten, einen Antrag auf Aufhebung der Registrierung der PT gestellt. Sie f&uuml;rchten, dass mich das brasilianische Volk im Jahre 2018 in freien Wahlen zum Pr&auml;sidenten der Republik w&auml;hlen k&ouml;nnte, um das demokratische und popul&auml;re Projekt zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/dokument\/159250\/offener-brief-lula%20\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Wenn es stimmt, was Lula da Silva schreibt, werden sich die reaktion&auml;ren Kreise in Brasilien nicht damit zufrieden geben, Dilma Rousseff aus dem Amt gejagt zu haben, sondern sie sind dabei, gleich die sozialdemokratische Partei (PT) zu verbieten, hinter der die Mehrheit der W&auml;hler steht. Dies, um einen m&ouml;glichen Sieg der Partei bei der n&auml;chsten Wahl zu verhindern. Ich glaube dass das, was in Brasilien passiert ist, eine Blaupause f&uuml;r alle k&uuml;nftigen Versuche ist, demokratische Systeme zu zerst&ouml;ren. Und ich f&uuml;rchte, das wird Schule machen und niemand kann diese Entwicklung auf einem demokratischen Wege verhindern. Das ist die traurige Zukunft, die mich ziemlich hoffnungslos stimmt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Bundestag verdient mehr Respekt!<\/strong><br>\nMit ihrer Distanzierung, die nur nicht so hei&szlig;en darf, st&ouml;&szlig;t die Bundesregierung das Parlament vor den Kopf. Gerade in diesen Zeiten ist das ein falsches Zeichen.<br>\nDa k&ouml;nnen sie noch so elegant drumherum reden &ndash; die Sache ist trotzdem klar. Die Bundesregierung gibt mit ihrem Verhalten, einer Distanzierung vom Bundestag, die nur nicht so hei&szlig;en darf, dem Verh&auml;ltnis zum t&uuml;rkischen Despoten Recep Tayyip Erdogan eine Bedeutung weit &uuml;ber den Tag hinaus. Was es bedeutet? Die demokratischen Kr&auml;fte in der T&uuml;rkei werden ein weiteres Mal allein gelassen, die antidemokratischen hierzulande gest&auml;rkt. Nach Art der Bundesregierung formuliert: Man k&ouml;nnte das einen Skandal nennen. (&hellip;)<br>\nAus der Parlamentsgeschichte der vergangenen Jahrzehnte ist &Auml;hnliches nicht erinnerlich. Die Bundesregierung hat sich durch den Fl&uuml;chtlingsdeal mit Erdogan erpressbar gemacht, und nun wird sie wegen der Armenien-Resolution des Bundestages vor aller Augen erpresst. Worauf sie, Wochen nach der Resolution unter Druck geraten und gesetzt von der T&uuml;rkei, mit einer solchen Erkl&auml;rung reagiert. Da muss den T&uuml;rken von deutscher Seite jetzt keiner mehr mit der W&uuml;rde des Parlaments kommen. Der Eindruck in Ankara wird klar sein: Mag der Bundestag beschlie&szlig;en, was er will, die Bundesregierung macht, was sie will. Falsch! Obendrein ein falsches Signal in diesen Zeiten, in denen es um unser demokratisches System und um demokratische Gepflogenheiten geht. Noch dazu, wo hier Wahlen bevorstehen.<br>\nDie Haltung der Regierung wird von denen am rechten Rand, die mit Macht in die Parlamente dr&auml;ngen, nicht als aufrecht, sondern als Kotau gewertet werden. Was das f&uuml;r die aufrechten Wahlk&auml;mpfer von CDU und SPD in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin bedeutet, k&ouml;nnen sich die Verantwortlichen ausrechnen &ndash; und sich vor der Verantwortung nicht dr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundesregierung-und-armenien-resolution-der-bundestag-verdient-mehr-respekt\/14493278.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Konzerne wollen ihre Interessen durchsetzen<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel preist das EU-Handelsabkommen mit Kanada. Die SPD-Linke Hilde Mattheis dagegen will Ceta unbedingt verhindern.<br>\nFrau Mattheis, auch Ihre linke SPD-Organisation &bdquo;DL 21&ldquo; ruft am 17. September zur Demonstration gegen das fertig verhandelte Handelsabkommen der EU mit Kanada auf. Was ist so schlimm an Ceta?<br>\nDas Abkommen gef&auml;hrdet Arbeits- und Sozialstandards in Europa. Gro&szlig;investoren werden mehr Einfluss bekommen als demokratisch legitimierte Staaten. Ein SPD-Parteikonvent hat vor zwei Jahren 14 rote Linien zu Ceta definiert, diese werden eindeutig nicht eingehalten.<br>\nDas Abkommen mit Kanada wurde doch schon nachverhandelt. Statt privater Schiedsgerichte sind nun &ouml;ffentliche Schiedsgerichtsh&ouml;fe vorgesehen. Ist das kein Fortschritt?<br>\nDie Nachbesserungen reichen nicht. Die Richter sind nicht wirklich unabh&auml;ngig. Das sieht auch der Deutsche Richterbund so. Zudem haben Gewerkschaften und NGOs im Gegensatz zu Konzernen keine Klagem&ouml;glichkeit. (&hellip;)<br>\nBisher galt Ceta als Blaupause f&uuml;r das geplante Abkommen mit den USA (TTIP). Wenn SPD-Chef Gabriel nun TTIP f&uuml;r gescheitert erkl&auml;rt, sinkt dann nicht der Druck, Ceta zu verhindern?<br>\nIm Gegenteil, der Druck steigt. Das Abkommen soll ja schon vorl&auml;ufig angewendet werden, bevor die nationalen Parlamente zugestimmt haben. US-Konzerne werden gezielt &uuml;ber kanadische T&ouml;chterunternehmen in der EU ihre Interessen durchsetzen wollen. Deshalb ist Ceta auch ohne TTIP gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-spd-und-ceta-us-konzerne-wollen-ihre-interessen-durchsetzen\/14470112.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider sind solche kritische Stimmen aus der SPD viel zu selten zu h&ouml;ren<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mehr Einfluss f&uuml;r die &Ouml;konomen<\/strong><br>\nPolitiker ignorieren den Rat von Experten. Das ist ein Problem. Das m&uuml;ssen die Experten l&ouml;sen. Es g&auml;be einen Weg.<br>\nEs geht nicht nur um TTIP. Das Freihandelsabkommen mit Amerika ist nur der j&uuml;ngste Fall, in dem sich der Wirtschaftsminister gegen den Rat der Fachleute stellt. Rund zwei Drittel der deutschen &Ouml;konomen sind davon &uuml;berzeugt, dass das Abkommen Arbeitspl&auml;tze schafft und das Wachstum st&auml;rkt. Doch Sigmar Gabriel (SPD) redet das Projekt lieber tot. Es ist nicht das erste Mal, dass Politiker den Rat von &Ouml;konomen missachten. Gabriel sagte vor zwei Jahren dem franz&ouml;sischen &Ouml;konomen Thomas Piketty sogar &ouml;ffentlich ins Gesicht, dass es eigentlich egal sei, ob seine Thesen richtig seien oder nicht &ndash; Hauptsache, es lasse sich eine politische Bewegung damit ansto&szlig;en.<br>\nZu viele Politiker nehmen den Rat von Wirtschaftsforschern nur dann an, wenn er ihnen gerade in den Kram passt. In den Medien werden &Ouml;konomen zwar immer h&auml;ufiger zitiert, wie die Einflussrangliste der F.A.Z. zeigt, doch gleichzeitig wird der Einfluss in der Politik geringer. So wird etwa der Mindestlohn eingef&uuml;hrt, obwohl &Ouml;konomen laut davor warnen. In Gro&szlig;britannien stimmen die B&uuml;rger f&uuml;r den &bdquo;Brexit&ldquo;, obwohl zahlreiche &Ouml;konomen vorher ausgerechnet haben, wie viele Milliarden das die britische Volkswirtschaft kostet.<br>\nNun klagen Politiker seit Jahrzehnten &uuml;ber den Rat ihrer Wirtschaftsforscher. Vielen sind die Ratschl&auml;ge nicht zuverl&auml;ssig genug. Die &Ouml;konomen h&auml;tten doch auch die Finanzkrise nicht vorhergesehen, hei&szlig;t es gerne. Dabei wird unterschlagen, dass &Ouml;konomen sehr wohl vor den Problemen des Euros gewarnt haben.<br>\nManchmal sind den Politikern die &Ouml;konomen auch zu zerstritten &ndash; zu fast jeder politischen Position gibt es einen Wirtschaftsforscher, der sie unterst&uuml;tzt. Das ist kein Wunder: Die Wirtschaftsforschung ist eine vergleichsweise junge Wissenschaft, die noch l&auml;ngst nicht auf alle Fragen eine eindeutige Antwort hat. Dass allerdings Unternehmensfusionen sch&auml;dlich sind, wenn sie &uuml;berm&auml;&szlig;ige Marktmacht zementieren &ndash; dar&uuml;ber herrscht Einigkeit. Dennoch will Gabriel die Fusion von Edeka und Kaiser&rsquo;s Tengelmann gegen den fast einvernehmlichen Einspruch der Fachleute genehmigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftswissen\/so-kann-politikberatung-durch-oekonomen-staerker-werden-14417770.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Woher haben die Politiker eigentlich die Macht, einfach den &ouml;konomischen Expertenrat zu ignorieren? Ach so: daher, da&szlig; sie die Macht haben, entweder diktatorisch oder demokratisch, dann vom Souver&auml;n, dem Volk. &ldquo;Die &Ouml;konomen haben die Bev&ouml;lkerung h&auml;ufig gegen sich.&rdquo; &ndash; vielleicht, weil sie einfach unrecht haben und die Bev&ouml;lkerung sp&uuml;rt, da&szlig; die &Ouml;konomen, die gegen den Mindestlohn und f&uuml;r TTIP sind, eigene Interesse und die Interessen einer kleinen reichen Minderheit vertreten? Im &Uuml;brigen ist dieser Kommentar nicht nur unfa&szlig;bar antidemokratisch, (zumindest in Deutschland) verfassungsfeindlich und &uuml;bergriffig, sondern auch dreist. Immerhin gibt der Autor zu, da&szlig; die &ldquo;&Ouml;konomen auch [&hellip;] zerstritten&rdquo; sind (und Politiker keiner eindeutigen Meinung folgen k&ouml;nnen), und da&szlig; die Antworten der &Ouml;konomen &ldquo;unsicher&rdquo; bleiben, und bleibt doch stur bei seiner Haltung. &ldquo;Inzwischen ist Deutschland nahe an der Vollbesch&auml;ftigung, kaum noch jemanden treibt die Angst um Arbeitspl&auml;tze um.&rdquo; &ndash; jemandem, der in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit ernsthaft so etwas behauptet, w&uuml;rde ich nicht einmal die Uhrzeit glauben. Der Rest des Artikels behandelt dann M&ouml;glichkeiten, die Bev&ouml;lkerungsmeinung gezielt manipulieren zu k&ouml;nnen. Ein bi&szlig;chen mehr Demut w&auml;re schon angebracht, auch wenn man ein Verfassungsfeind ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Verein f&uuml;r Socialpolitik als Steigb&uuml;gelhalter der Finanzbranche<\/strong><br>\nHeute, Sonntag, beginnt die Jahrestagung des Vereins f&uuml;r Socialpolitik, des tonangebenden &Ouml;konomenverbands f&uuml;r den deutschsprachigen Raum. Sie beginnt mit einer sehr problematischen Veranstaltung. Acht Jahre lang, seit Ausbruch der Finanzkrise, hat der Verband Forderungen nach einer Reform der Lehre ignoriert, abgewehrt, oder sich f&uuml;r unzust&auml;ndig erkl&auml;rt. Nun legen angels&auml;chsische &Ouml;konomen ein neues, reformiertes Lehrbuch vor, das mit dem Geld und im Auftrag eines Instituts entwickelt wurde, das ausgerechnet von Hedgefonds-Milliard&auml;ren wie George Soros finanziert wird. Und prompt gibt der Verein dem Thema Reform und dieser speziellen Reforminitiative die gro&szlig;e B&uuml;hne. (&hellip;)<br>\nDank der riesigen Geldmittel von INET und des ebenso riesigen weltweiten Einflusses von Soros ist nun gew&auml;hrleistet, dass es keine durchgreifende Reform der gelehrten Inhalte in der &Ouml;konomenausbildung geben wird. Core markiert den &auml;u&szlig;eren Rand, dessen, was an Erweiterung des Mainstream k&uuml;nftig eine Chance hat, geh&ouml;rt und umgesetzt zu werden. Und der Verein f&uuml;r Socialpolitik tut sein Bestes, damit das auch im deutschsprachigen Raum so sein wird, ohne je versucht zu haben, eigene Reformvorstellungen zu entwickeln, und bevor er &uuml;berhaupt eine Diskussion &uuml;ber die Reformnotwendigkeit zugelassen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/679-vfs#weiterlesen%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mehr &ouml;ffentliche Investitionen sind sinnvoll und erforderlich<\/strong><br>\nDie Sparpolitik der letzten Jahre f&uuml;hrte in weiten Teilen Europas zu einem scharfen R&uuml;ckgang der &ouml;ffentlichen Investitionen. Dieser Beitrag legt zehn &ouml;konomische Argumente f&uuml;r mehr &ouml;ffentliche Investitionen dar. Vor dem Hintergrund von anhaltend schwachem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit ist ein budgetpolitischer Kurswechsel dringend erforderlich. Eine koordinierte Ausweitung &ouml;ffentlicher Investitionen w&uuml;rde nicht nur kurzfristig zur Bek&auml;mpfung der unfreiwilligen Massenarbeitslosigkeit beitragen, sondern auch langfristig das wirtschaftliche Wachstumspotential anheben, was sich unter den vorherrschenden Rahmenbedingungen wiederum positiv auf die Tragf&auml;higkeit der &ouml;ffentlichen Finanzen auswirken k&ouml;nnte.<br>\nAusterit&auml;tspolitik verursacht sch&auml;dlichen R&uuml;ckgang &ouml;ffentlicher Investitionen in Europa<br>\nDie Wende zur Austerit&auml;tspolitik, welche die wirtschaftspolitischen Entscheidungstr&auml;gerInnen in der Eurozone in den Jahren 2010\/2011 vollzogen, hat tiefe Spuren bei den &ouml;ffentlichen Investitionen hinterlassen: Die staatlichen Ausgabenk&uuml;rzungen trafen in besonderem Ma&szlig;e investive Ausgaben f&uuml;r Infrastruktur. Die unten zu sehende Abbildung illustriert, dass die Peripheriel&auml;nder der Eurozone, die in den letzten Jahren dem st&auml;rksten Spardruck ausgesetzt waren, den markantesten R&uuml;ckgang der realen (preisbereinigten) &ouml;ffentlichen Investitionen verzeichneten. In Griechenland betrugen die zwischen 2010 und 2016 vorgenommenen K&uuml;rzungen 13,5%, in Italien 24,6%, in Spanien 50,4% und in Portugal sogar 65,3%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/mehr-oeffentliche-investitionen-sind-sinnvoll-und-erforderlich\/%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Apple-Urteil: Nach dem faulen Apfel kommen die Burger<\/strong><br>\nSteuernachforderung der EU richtiger Schritt \/ Kritik von S&ouml;der und Schweigen anderer deutscher Finanzpolitiker skandal&ouml;s<br>\nAttac unterst&uuml;tzt die Entscheidung von EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager, vom Apple-Konzern 13 Milliarden Euro Steuernachzahlungen zu fordern und weitere Konzerne zu pr&uuml;fen. Die Kritik des bayrischen Finanzministern Markus S&ouml;der an dieser Entscheidung und das Schweigen von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble ist skandal&ouml;s.<br>\n&ldquo;Wer nach Panama-Papers, Lux-Leaks, Swiss-Leaks und so fort stets vollmundig Steuergerechtigkeit fordert und Ma&szlig;nahmen gegen die aggressive Steuervermeidung von internationalen Konzernen ank&uuml;ndigt, kann jetzt nicht schweigen&rdquo;, sagt Attac-Finanzexperte Karl-Martin Hentschel. &ldquo;Wir fordern den Bundesfinanzminister und all seine Kolleginnen und Kolleginnen auf, Kommissarin Vestager in dieser Frage entschieden zu unterst&uuml;tzen und den R&uuml;cken zu st&auml;rken.&rdquo; Dies ist umso dringlicher, als sich die US-Regierung offen auf die Seite Apples gestellt hat und Irland ank&uuml;ndigt, gegen die Entscheidung vorzugehen.<br>\nVestager fordert die 13 Milliarden Euro, weil das von Apple genutzte Steuermodell &ldquo;Double-Irish with Dutch Sandwich&rdquo; EU-rechtswidrig sei. Zurzeit untersucht die Kommission auch McDonalds. Weitere Konzerne wie Amazon, Google werden folgen.<br>\n&ldquo;Das kann aber erst der Anfang sein. Denn Kommissarin Vestager fordert nur das nach, was nach dem Dumping-Steuer-Satz von 12,5 Prozent in Irland f&auml;llig w&auml;re. Die EU muss endlich eine Gesamtkonzernsteuer f&uuml;r Gro&szlig;konzerne in Europa und Mindeststeuers&auml;tze in Europa beschlie&szlig;en, damit die Steuervermeidung aufh&ouml;rt&rdquo;, sagt Karl-Martin Hentschel.<br>\nF&uuml;r deutsche Softwarefirmen, die 30 Prozent Steuern auf Gewinne bezahlen, ist die Stellungnahme von Minister S&ouml;der ebenso ein Hohn wie f&uuml;r die deutschen Steuerzahlenden. Denn ein Gro&szlig;teil des Gewinnes von Apple in Europa wurde in Deutschland erwirtschaftet und nicht besteuert. Und daf&uuml;r ist S&ouml;der als bayrischer Finanzminister zust&auml;ndig, da der Steuersitz von Apple in M&uuml;nchen ist.<br>\nKarl-Martin Hentschel: &ldquo;Mit seiner Haltung betr&uuml;gt S&ouml;der auch die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Deutschland um Milliarden Euro Staatseinnahmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/apple-urteil-nach-dem-faulen-apfel-kommen-die-burger\/%20\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Agenda 2010 und der eigentliche Ort notwendiger Reformen<\/strong><br>\nDie Agenda 2010 und die Hartz-Reformen, die weiterhin als Erfolgsmodell ausgegeben werden, sind das Resultat einer langj&auml;hrigen Umdeutung der &ouml;konomischen Wirklichkeit. Die &ouml;konomischen und ideologischen Konsequenzen wirken mittlerweile folgenschwer auf ganz Europa. Eine Wende braucht es vornehmlich in den K&ouml;pfen.<br>\nWohl nichts steht hierzulande so sehr f&uuml;r den Umbau, v.a. Abbau von Sozialstaatlichkeit, wie die Agenda 2010 und ihr Herzst&uuml;ck, die Hartz-Reform. Auch wurden mittlerweile zahlreiche B&uuml;cher und Schriften verfasst, die sich mit der Agenda-Politik kritisch, d.h. unter dem Fokus machtpolitischer Interessenlagen, der Vorherrschaft neoliberaler Ideen und in Hinblick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Politik, auseinandersetzen. Dennoch hat sich &ndash; auch dank massenmedialer Flankierung &ndash; in einem nicht unerheblichen Teil der Bev&ouml;lkerung das propagierte Bild der zwar &bdquo;schmerzhaften&ldquo;, jedoch &bdquo;notwendigen Reformen&ldquo;, die das Land auf seinen vermeintlichen &bdquo;Erfolgskurs&ldquo; besonders in Sachen Besch&auml;ftigung gef&uuml;hrt haben, bislang offenbar durchgesetzt.<br>\nEine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen aus dem April 2014 wies etwa aus, dass 48% der Befragten die Reformen r&uuml;ckblickend guthei&szlig;en, w&auml;hrend sie 34% als schlecht bewerten. 2004, zur Zeit der Umsetzung der Agenda-Politik, stellte sich dieses Verh&auml;ltnis noch umgekehrt dar, indem die Bef&uuml;rwortung bei lediglich 30%, die Ablehnung jedoch bei nahezu Zweidritteln (64%) der Bev&ouml;lkerung lag.<br>\nEin kleiner R&uuml;ckblick auf zentrale Elemente der Agenda-Politik verdeutlicht, wie die damalige klare Mehrheit gegen die Reformen sich in Anbetracht der sozialstaatlichen Umw&auml;lzungen noch als bescheiden herausnimmt. Doch gab es &uuml;berdies lautstarken Widerstand und Protest, der auch auf die Stra&szlig;e getragen wurde. Und nicht vergessen werden sollten die Auswirkungen auf die Parteienlandschaft, wo die SPD innerhalb eines Jahrzehnts auf Bundesebene ihre W&auml;hlerzustimmung nahezu halbierte (1998: 40,9%, 2009: 23%), in zahlreichen Landtagswahlen dezimiert wurde und hunderttausende Mitglieder verlor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=11108%20\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Armutsforscher Butterwegge gibt SPD Mitschuld am Aufstieg der AfD<\/strong><br>\nDie AfD steigt auf, die SPD steigt ab. F&uuml;r den K&ouml;lner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge h&auml;ngt das unmittelbar zusammen: &ldquo;Die AfD ist ein versp&auml;tetes Kind der Agenda 2010&rdquo;, sagte er im DLF. Mindestlohn oder Rente mit 63 k&ouml;nnten daran nichts &auml;ndern, weil diese Reformen viele Menschen gar nicht erreichten.<br>\nNicht nur Anh&auml;nger der SPD fragen sich: Warum stehen die Sozialdemokraten eigentlich so schlecht in den Umfragen dar&hellip;? Sie zeichnen sich doch ma&szlig;geblich f&uuml;r Mindestlohn, Rente mit 63 oder aktuell f&uuml;r Verbesserungen bei Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen verantwortlich? Christoph Butterwege, der an der Universit&auml;t K&ouml;ln lehrt, nennt die Reformen, die die SPD sich so stolz auf die Fahnen schreibt, halbherzig.<br>\nDer Mindestlohn f&uuml;hre die allermeisten Aufstocker bei Hartz IV nicht aus ihrer Situation heraus, erkl&auml;rte er. Er federe sie allenfalls etwas ab. Butterwegge wies darauf hin, dass &ldquo;der Niedriglohnsektor inzwischen ein Viertel aller Besch&auml;ftigten erfasst.&rdquo; Und daran &auml;ndere der Mindestlohn nichts. &ldquo;Man traut der SPD deshalb nicht zu, dass sie wirklich etwas f&uuml;r die Unterprivilegierten tut.&rdquo;<br>\nF&uuml;r Butterwegge ist die AfD mithin &ldquo;ein versp&auml;tetes Kind&rdquo; der Agenda 2010-Reformen. Diese Politik der SPD habe wesentlich zum Aufstieg der AfD beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sozialpolitik-armutsforscher-butterwegge-gibt-spd-mitschuld.694.de.html?dram%3Aarticle_id=354134%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Abstiegsangst ist unbegr&uuml;ndet<\/strong><br>\nSeit der Wiedervereinigung geh&ouml;rt mal etwas mehr, mal etwas weniger als die H&auml;lfte der Bundesb&uuml;rger zur Mittelschicht. Wer absteigt, schafft meist schnell den Wiederaufstieg.<br>\nVor allem in Wahlkampfzeiten wird gern und hitzig &uuml;ber die Mittelschicht diskutiert &ndash; und seit einigen Jahren hei&szlig;t es immer wieder, dass diese Gruppe kleiner und kleiner werde. Doch wer ist &uuml;berhaupt die Mittelschicht? Nach traditioneller Vorstellung handelt es sich dabei um die Familie mit Kindern, Eigenheim und alleinverdienendem Vater. Diesem Bild entsprechen aber heute nicht einmal mehr 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung.<br>\nSozialwissenschaftler w&auml;hlen deshalb eine andere Abgrenzung. Sie schauen vor allem auf die Bildung und die Erwerbst&auml;tigkeit. F&uuml;r die so abgegrenzte soziokulturelle Mittelschicht betr&auml;gt das typische Einkommen zwischen 80 und 150 Prozent des Medianeinkommens. In diese Bandbreite fallen etwa 50 Prozent aller Haushalte. (&hellip;)<br>\nDie Mittelschicht ist in Deutschland nach der Wiedervereinigung &ndash; insbesondere im Osten des Landes &ndash; zun&auml;chst gewachsen, nach der Jahrtausendwende allerdings wieder auf das Niveau von 1991 zur&uuml;ckgegangen. Die Hartz-Gesetze gingen dagegen nicht zulasten der Mittelschicht: Seit 2005 ist deren Gr&ouml;&szlig;e praktisch unver&auml;ndert geblieben. Wie auch Anfang der 1990er Jahre verf&uuml;gt ziemlich genau die H&auml;lfte der Bundesb&uuml;rger &uuml;ber ein Einkommen zwischen 80 und 150 Prozent des Medians. Die Mittelschicht im weiteren Sinne &ndash; also in der Einkommensspanne von 60 bis 250 Prozent &ndash; umfasst sogar rund 82 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arm-und-reich.de\/verteilung\/mittelschicht.html%20\">Arm &amp; Reich<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.-H.S.:<\/strong> Die Webseite wird vom IW K&ouml;ln betrieben. Meinungsmache besteht hier darin, dass die Seite &ldquo;Arm und Reich&rdquo; hei&szlig;t, aber die Reichen meist ausgeblendet werden. Vor allem aber werden etablierte Gr&ouml;&szlig;en einfach mal umdefiniert. &Uuml;blicherweise spricht man vom Einkommensreichtum bei &gt;200 % des Medianeinkommens. F&uuml;r das IW K&ouml;ln beginnt Einkommensreichtum allerdings bei &gt;250 %.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weg mit den unsinnigen Hartz-IV-Regeln!<\/strong><br>\nEs geht um das Geld der Steuerzahler und es ist nicht einzusehen, dass die Gemeinschaft daf&uuml;r geradestehen soll, wenn sich einer offenen Auges oder gar mit Vorsatz ruiniert. Diese Einstellung pr&auml;gt die versch&auml;rften Regeln, nach denen Jobcenter Sozialleistungen von Hartz-IV-Empf&auml;ngern zur&uuml;ckverlangen k&ouml;nnen.<br>\nAbstrakt betrachtet ist eine solche Haltung verst&auml;ndlich: Wer Sozialleistungen bezieht, ist zum Mittun verpflichtet, sich aus misslicher Lage zu befreien. Und wer zielgerichtet seine Bed&uuml;rftigkeit verschuldet, muss mit Regressanspr&uuml;chen des Staates rechnen. Solidarit&auml;t ist keine Einbahnstra&szlig;e, auch im Sozialstaat gilt das Prinzip der Selbstverantwortung. Soweit die Theorie.<br>\nIm richtigen Leben werden sich die gesetzlichen Handlungsanweisungen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig: Eine Mutter, sitzengelassen, alleinerziehend, soll Hartz IV zur&uuml;ckzahlen, weil sie den Namen des Kindesvaters &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer &ndash; nicht verraten will?<br>\nSuchtkranke Gl&uuml;ckspieler m&uuml;ssen Sozialleistungen r&uuml;ckerstatten, weil sie Haus und Hof verzockt haben? Ebenso der ungl&uuml;ckliche Koch, der k&uuml;ndigt, um Tierheilpraktiker zu werden, obwohl die Chance auf eine Stelle gegen Null tendiert? In solchen F&auml;llen den Sozialstaat abzuschalten, ist schlicht unsozial. Abgesehen davon bedarf es geheimdienstlicher Methoden, um den wenigen eklatanten F&auml;llen vors&auml;tzlich herbeigef&uuml;hrter Hilfsbed&uuml;rftigkeit auf die Spur zu kommen. Weg mit dem Unsinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/arbeitslose--weg-mit-den-unsinnigen-hartz-iv-regeln-,1472602,34708282.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nDie neu ver&ouml;ffentlichte Dienstanweisung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zur Ahndung von sogenanntem sozialwidrigem Verhalten im Hartz IV Bezug wird enorme Leistungsk&uuml;rzungen zur Folge haben &ndash; bei einer Leistung, die ohnehin nicht zum Leben reicht. Die Beispiele, die aufgef&uuml;hrt werden, zeigen, wie ungerecht und falsch hier vorgegangen werden soll. Etwa wenn Leistungen gek&uuml;rzt werden sollen, weil jemand eine Arbeit aufgibt, weil der Lohn so gering ist, dass aufgestockt werden muss &hellip; Schuld an dieser neuen Praxis haben Union und SPD. Sie nennen ihr beschlossenes Gesetz Rechtsvereinfachung. Wir sagen, was es wirklich ist: noch mehr Schikane f&uuml;r Leistungsbezieher!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf%20\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar kann oder will die SPD-Spitze nicht aus ihren Fehlern lernen. Die NachDenkSeiten haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34853#h07\">hier<\/a> auf die versch&auml;rften Sanktionsm&ouml;glichkeiten hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gesundheit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krankes System<\/strong><br>\nMehr und mehr wird das Gesundheitswesen dieses Landes nach den Grunds&auml;tzen der Profitorientierung organisiert. Viele Errungenschaften vergangener Tage sind schon lange geschleift<br>\nDas deutsche Gesundheitssystem war eine der stabilsten S&auml;ulen des bundesrepublikanischen Sozialstaats. Es hatte die notwendige medizinische Versorgung der Bev&ouml;lkerung in der Vergangenheit f&uuml;r jeden jederzeit und stets auf hohem Niveau gew&auml;hrleistet. Nat&uuml;rlich machte es immer schon einen Unterschied, ob man als Privat- oder als Kassenpatient behandelt wurde. Das dr&uuml;ckte sich in unterschiedlichen Wartezeiten vor den Sprechzimmern aus oder darin, dass man beim Zahnarzt Amalgamf&uuml;llungen bekam statt Keramikkronen. Und nat&uuml;rlich existierten auch schon in der Vergangenheit Stationen mit komfortablen Einbettzimmern, die als Zusatzleistung gebucht werden konnten, meist zusammen mit einer &raquo;bevorzugten&laquo; Chefarztbehandlung. Aber der Zugang zu einer notwendig werdenden medizinischen Behandlung war in der alten Bundesrepublik offen und f&uuml;r jeden garantiert. Die Definition der medizinischen Versorgung als &ouml;ffentliche Aufgabe im Rahmen der sozialen Daseinsvorsorge unter staatlicher Hoheit blieb im Kern unangetastet.<br>\nEin &raquo;Wachstumsmarkt&laquo;<br>\nDas ver&auml;ndert sich seit einiger Zeit erheblich. Auf der einen Seite ist das Gesundheitswesen zum Objekt &ouml;konomischer Begierden geworden. Er gilt als krisensicherer und konjunkturunabh&auml;ngiger Anlagemarkt, zu dem die Frankfurter Allgemeine Zeitung schon vor Jahren vorausschauend f&uuml;r das westdeutsche Kapital feststellte: &raquo;Das Gesundheitswesen ist einer der wenigen Wachstumsm&auml;rkte, die es &uuml;berhaupt noch gibt.&laquo; (FAZ vom 21. Mai 2005)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/m\/artikel\/291031.krankes-system.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Das ist ein korrupter Sumpf&ldquo;<\/strong><br>\nDie Chefermittlerin der Kaufm&auml;nnischen Krankenkasse &uuml;ber die Tricks von &Auml;rzten und Apothekern sowie den politischen Druck auf Staatsanwaltschaften.<br>\nEs ist ern&uuml;chternd, mit Dina Michels zu sprechen. Sie ist zust&auml;ndig f&uuml;r die Bek&auml;mpfung von Abrechnungsbetrug und Korruption bei der Krankenkasse KKH, die als erste bundesweit t&auml;tige Kasse eine eigene Abteilung daf&uuml;r eingerichtet hatte. In ihrem kleinen B&uuml;ro in der KKH-Zentrale in Hannover hat ein Geburtstagsgeschenk einen Ehrenplatz: &bdquo;F&uuml;r unsere Chefermittlerin&ldquo;, steht auf einer Leinwand, auf der Kollegen ihren Fingerabdruck hinterlassen haben. (&hellip;)<br>\nBetrug und Korruption gibt es in allen Lebensbereichen. Was ist das Besondere am Gesundheitswesen?<br>\nDie Gesundheitsversorgung ist ein Massengesch&auml;ft. Allein bei der KKH laufen pro Monat eine Million Datens&auml;tze &uuml;ber verschriebene Arzneimittel ein. Das kann nur noch automatisiert und vergleichsweise grob kontrolliert werden. Im &Uuml;brigen sind die Krankenkassen nicht verpflichtet, alles genau zu &uuml;berpr&uuml;fen. Vielmehr werden an die sogenannten Leistungserbringer, also &Auml;rzte, Apotheker oder Physiotherapeuten, hohe Anforderungen gestellt. Sie sind zur sogenannten peinlich genauen Abrechnung verpflichtet. Ist die Rechnung aus Versehen falsch, m&uuml;ssen sie nur die Verg&uuml;tung zur&uuml;ckzahlen. Kann Vorsatz nachgewiesen werden, ist es ein Fall f&uuml;r den Staatsanwalt.<br>\nDamit sind wir beim Betrug. Welche Maschen sind beliebt?<br>\nDer Klassiker sind nach wie vor Luftleistungen. Es wird eine Leistung abgerechnet, die nie erbracht wurde. Beispiel Apotheke: Auf jedem Rezept d&uuml;rfen bis zu drei Medikamente verordnet werden. Findige Apotheker f&uuml;gen teure Medikamente hinzu, wenn noch Platz ist. Oder sie arbeiten mit &Auml;rzten zusammen und teilen sich die Gewinne aus fingierten Luftrezepten. Da kann man schnell Millionen drehen. Die meisten Betrugsf&auml;lle registrieren wir aber bei den Physiotherapeuten. Die Patienten m&uuml;ssen hier zwar f&uuml;r jede Behandlung unterschreiben. Doch wir stellen immer wieder fest, dass sp&auml;ter Leistungen hinzugef&uuml;gt werden, die der Patient nie bekommen hat. Oder es werden Leistungen erbracht, f&uuml;r die das Personal gar nicht qualifiziert ist. Auch das ist Betrug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/gesundheitswesen---das-ist-ein-korrupter-sumpf-,1472780,34703978.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aktennotiz der Bundesanwaltschaft belastet Maas<\/strong><br>\nHeiko Maas will dem damaligen Generalbundesanwalt in der &ldquo;Netzpolitik.org&rdquo;-Aff&auml;re keine Weisung erteilt haben. Doch ein interner Vermerk der Bundesanwaltschaft widerspricht seiner Darstellung. (&hellip;)<br>\nIn dem jetzt bekannt gewordenen Vermerk berichtete ein Oberstaatsanwalt der Karlsruher Beh&ouml;rde von einem Telefonat Ranges mit dem Berliner Ministerium am 3. August 2015: &ldquo;Nach Angaben von Herrn Generalbundesanwalt wies Frau Staatssekret&auml;rin Dr. Hubig ihn an, er habe die Erstellung des Gutachtens sofort zu stoppen und den Gutachtenauftrag zur&uuml;ckzunehmen. Falls er dieser Weisung nicht nachk&auml;me, werde er unverz&uuml;glich entlassen.&rdquo;<br>\nRange habe daraufhin seine Mitarbeiterin angewiesen, den &ldquo;Sachverst&auml;ndigen zu kontaktieren und die Gutachtenserstellung zu stoppen&rdquo;.<br>\nDie Bundesanwaltschaft hatte in der Netzpolitik.org-Aff&auml;re gegen die Blogger Markus Beckedahl und Andre Meister ermittelt. Sie hatten vertrauliche Dokumente aus dem Verfassungsschutz ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDer von Range bestellte Gutachter hatte in einer ersten Einsch&auml;tzung mitgeteilt, dass die Blogger zumindest in einem Fall ein Staatsgeheimnis ver&ouml;ffentlicht h&auml;tten. (&hellip;)<br>\nDer Vermerk ist laut &ldquo;Spiegel&rdquo; offenbar die Grundlage der Einsch&auml;tzung der Berliner Staatsanwaltschaft, Maas und seine damalige Staatssekret&auml;rin Stefanie Hubig h&auml;tten, anders als &ouml;ffentlich behauptet, ihre Rechtsauffassung in dem Verfahren gegen die beiden Blogger sehr wohl &ldquo;im Wege der Weisung durchgesetzt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article157939114\/Aktennotiz-der-Bundesanwaltschaft-belastet-Maas.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass die Berliner Staatsanwaltschaft eine Weisung zur Untersuchung erhalten hat &ndash; durch die CDU-gef&uuml;hrte Senatsverwaltung f&uuml;r Justiz und Verbraucherschutz? Wie dem auch sei: Das Image von Herrn Maas, ein solider Jurist und Politiker zu sein, hat nun erneut &ndash; nach seinem &bdquo;Umfallen&ldquo; beim Thema Vorratsdatenspeicherung &ndash; zumindest weitere erhebliche &bdquo;Risse&ldquo; bekommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gutachten mit Geschm&auml;ckle?<\/strong><br>\nWenn von k&auml;uflicher Wissenschaft die Rede ist, wird zumeist assoziiert, dass Risiken der Pharma- und Chemieindustrie oder auch der Atomkraftnutzung und deren Strahlenfolgen negiert oder heruntergespielt werden. An die &raquo;reine Wissenschaft&laquo; glauben wohl nur wenige, denn man liest oder h&ouml;rt immer mal wieder, dass es in strittigen Bereichen &raquo;Auftragsgutachten&laquo; gibt, in denen Fakten unterschlagen, Risiken gesch&ouml;nt werden. Man ist folglich klug beraten, wenn man dem Grundsatz folgt: Sag mir, wer die Gutachten bezahlt, und ich sage dir, wo Skepsis angebracht ist.<br>\nDass auch Bundesbeh&ouml;rden nicht davon frei sind, dass Konzerne Studien in ihrem Profitinteresse oder im politischen Interesse sponsern, f&ouml;rderte eine aktuelle Recherche des WDR-Journalisten J&uuml;rgen D&ouml;schner zutage (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/geo-wissenschaftler-bundesanstalt-101.html\">hier<\/a>) Gemeinsam mit anderen Berufskollegen deckte er auf, wie die Bundesanstalt f&uuml;r Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) jahrelang von Mitteln der wirtschaftsnahen Martini-Stiftung profitierte, die auf diesem Wege &raquo;gew&uuml;nschte&laquo; Aussagen der Beh&ouml;rde generierte.<br>\nDie BGR ist einer der wichtigsten Beratungs- und Forschungsdienste der Bundesregierung, sie untersteht dem Wirtschaftsministerium. Sie gilt auch als so ein Flaggschiff der Unabh&auml;ngigkeit wie &raquo;die Wissenschaft&laquo;. In die Kritik geraten war die BGR in der letzten Zeit fast nur in Verbindung mit ihren Aussagen zum umstritten Fracking zwecks Erdgasgewinnung oder zur Eignung des Salzstocks Gorleben als Atomm&uuml;llendlager.<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Unsinn hatte demnach die BGR schon im Jahr 1995 verzapft. Die Klimadebatte war da bereits voll entbrannt. 1997 wurde nach der dritten Vertragsstaatenkonferenz das sogenannte Kyoto-Protokoll verabschiedet, das erstmals rechtsverbindliche Begrenzungs- und Reduzierungsverpflichtungen f&uuml;r die Industriel&auml;nder umriss, um den Kohlenstoffdioxid-Aussto&szlig; zu begrenzen. Das hei&szlig;t, noch zwei Jahre vor Kyoto hatte die BGR all die Zweifler best&auml;rkt, die nicht den CO2-Aussto&szlig; aus Fabrikschloten und Auspuffrohren als hauptverantwortlich f&uuml;r den Klimawandel ausmachten, sondern schlichten Wasserdampf und die Aktivit&auml;ten der Sonne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/57c28e13c72cb\/1.phtml%20\">Ossietzky<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein offenbar generelles Problem bei Gutachten: Wer das Gutachten beauftragt, verfolgt nicht selten eine bestimmte, einseitige Absicht damit. Einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26995\">Griechenland-Sondergutachten: Die eigenwillige und fragw&uuml;rdige Auslegung von Quellen durch den &bdquo;Sachverst&auml;ndigenrat&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23931\">Jahresgutachten des &bdquo;Sachverst&auml;ndigenrats&ldquo;: &bdquo;Wirtschaftswissenschaft&ldquo; als Arbeitgeberpropaganda<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28250#h14\">Viel Geld f&uuml;r viel Leid: Wie Gerichtsgutachter Familien zerst&ouml;ren<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Schafft Werte!<\/strong><br>\nDie wirtschaftswissenschaftliche Theorie basiert auf unausgesprochenen Hintergrundannahmen, die von den meisten &Ouml;konomen unhinterfragt akzeptiert werden. Zu diesen Hintergrundannahmen geh&ouml;rt neben der unsichtbaren Hand des Marktes auch ein implizites Verst&auml;ndnis von &raquo;Wertsch&ouml;pfung&laquo;.<br>\nWert ist gleichbedeutend mit Geld<br>\nDem Shareholder Value-Ansatz, der die Betriebswirtschaftslehre nach wie vor dominiert, liegt eine implizite Gleichsetzung von Wertsch&ouml;pfung und Gewinnerzielung und damit von Wert und Geld zu Grunde. Der Ansatz besagt, dass Werte geschaffen werden, wenn der Shareholder Value gesteigert wird. An dieser Maxime haben sich alle Entscheidungen und Handlungen auszurichten. Der Betriebswirt Wilhelm Rieger hat dies in den f&uuml;nfziger Jahren so ausgedr&uuml;ckt: Die Unternehmung ist eine Veranstaltung zur Erzielung von Geldeinkommen, hier Gewinn genannt. Der Shareholder Value ist somit nichts anderes als der Eigenkapitalwert einer Unternehmung, es geht nur um die verm&ouml;gensbildenden Zahlungsfl&uuml;sse. Am einfachsten wird dies abgebildet durch den B&ouml;rsenwert. Wenn der B&ouml;rsenwert gesteigert wird, wird demnach Wert geschaffen. Alle unternehmerischen Handlungen haben sich dieser Pr&auml;misse unterzuordnen.<br>\nDa der B&ouml;rsenwert eine rein monet&auml;re Gr&ouml;&szlig;e ist, kann Wert nichts anderes bedeuten als Geld. Der Aktienkurs gibt keinerlei Auskunft &uuml;ber das Gesch&auml;ftsgebaren einer Unternehmung, er enth&auml;lt keinerlei Information dar&uuml;ber, ob im Prozess der unternehmerischen Gewinnerzielung Naturkapital irreversibel zerst&ouml;rt wurde, Menschen als billige Arbeitskr&auml;fte ausgebeutet oder Produkte hergestellt wurden, die Gefahren f&uuml;r die Gesellschaft bergen. Wert kann nach dieser Logik auch geschaffen werden, wenn dabei die Basis unseres Wirtschaftssystems zerst&ouml;rt wird. Vor diesem Hintergrund erscheint die Aussage, &bdquo;Wirtschaften bedeutet nichts anderes als Werte schaffen&ldquo;, die sich in einem Lehrbuch &uuml;ber die &raquo;Wertorientierte Unternehmensf&uuml;hrung&laquo; (Lutz St&uuml;hrenberg et al.) findet, in ganz neuem Licht: Wenn Werte schaffen hei&szlig;t, den Wert des investierten Kapitals zu steigern und Wirtschaften nichts anderes bedeutet als Werte schaffen, dann sind nurmehr Zahlungsfl&uuml;sse &ouml;konomisch von Bedeutung und geht es in der Wirtschaft nurmehr darum, Geld zu vermehren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/schafft-werte\/%20\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner R&uuml;ckblick &ndash; und Austritt<\/strong><br>\nAls Mitglied des Landesvorstands Baden-W&uuml;rttemberg war ich 4 von 6 Jahren direkt mit den Auswirkungen gr&uuml;n gef&uuml;hrter Regierungspolitik im Land befasst. Ich kenne Ton und Umgang in Oppositionszeiten, ich kenne Ton und Umgang in der ersten Euphorie eines politischen Aufbruchs und ich kenne Ton und Umgang, wenn der Regierungschef zunehmend auf allen politischen Ebenen der Partei durchregieren m&ouml;chte. Der Dreiklang von Regierung, Fraktion und Partei ist ein monotoner Missklang geworden. Seit der Regierungs&uuml;bernahme von gr&uuml;n mit schwarz hat sich dabei die gr&uuml;ne Partei in meinen Augen von jedem Wunsch, positiv im Sinne gr&uuml;ner Politik gestalten zu wollen, verabschiedet. Damit einher gingen die uns&auml;glichen Beschl&uuml;sse der menschenrechtsverletzenden Erweiterungen der sogenannten sicheren Herkunftsl&auml;nder, zwischenzeitlich offiziell zugegebene Mauscheleien beim Koalitionsvertrag, die v&ouml;llig kontr&auml;r zum noch 2011 ( und danach) propagierten Politikwechsel und mehr Transparenz stehen, der Einsatz des gr&uuml;nen Ministerpr&auml;sidenten f&uuml;r TTIP, die Billigung einer gemeinsamen &Uuml;bung von Polizei und Bundeswehr in den letzten Tagen, Tierversuche werden verteidigt, R&uuml;stungsforschung ebenso, undundund. Parallel dazu rast ungebremst ein Boris Palmer durch Talkshows und Zeitungen und propagiert Asylrechtsversch&auml;rfungen, die der AfD zu Ehre gereichen w&uuml;rden &ndash; ohne dass es relevanten Widerspruch g&auml;be. Die gr&uuml;ne Pegida ist in unserer Mitte und es gibt eine Reihe von Mitgliedern, die ihr recht geben. Dar&uuml;ber hinaus gibt es Mitglieder, die unverfroren &ouml;ffentlich islamhassend agieren und dabei auch nicht vor Ver&ouml;ffentlichungen bei pi-news zur&uuml;ckschrecken. Gegenwehr: keine. Spricht man es an, ist man ein Nestbeschmutzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/joergrupp.de\/gruener-rueckblick-und-austritt\/%20\">J&ouml;rg Rupps Blog<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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