{"id":3486,"date":"2008-10-01T10:11:28","date_gmt":"2008-10-01T08:11:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3486"},"modified":"2008-10-01T10:13:20","modified_gmt":"2008-10-01T08:13:20","slug":"hinweise-des-tages-743","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3486","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Steinbr&uuml;ck: Ein Besserwisser wird entzaubert<\/li>\n<li>Weitere Katastrophenmeldungen aus dem Casino<\/li>\n<li>Dunkle Wolken &uuml;ber der EZB<\/li>\n<li>Irische Regierung b&uuml;rgt f&uuml;r alle Einlagen bei Banken<\/li>\n<li>Aufruhr in den USA<\/li>\n<li>Gesch&auml;ftsklima in Euro-Zone sackt ab<\/li>\n<li>Gro&szlig;handelsumsatz im August 2008 real um 1,6% gesunken<\/li>\n<li>US-Handelskammer empfiehlt Standort Deutschland<\/li>\n<li>Die EU kauft Berichterstattung ein<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3486&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck &ndash; Ein Besserwisser wird entzaubert<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Von wegen Schweinchen schlau<\/strong><br>\nSteinbr&uuml;ck machte am Donnerstag das &bdquo;wahnsinnige Streben nach Rendite&ldquo; und die &bdquo;Laissez-faire-Haltung&rdquo; des amerikanischen Gesetzgebers f&uuml;r die Finanzkrise verantwortlich. Die Botschaft h&ouml;rt man wohl, allein es fehlt der Glaube, dass Steinbr&uuml;ck seine eigene Botschaft &uuml;berhaupt im Ansatz verstanden hat. Es war die &bdquo;Laissez-faire-Haltung&ldquo; der Bundesregierungen Schr&ouml;der und Merkel, die sowohl die Verluste der Staatsbanken, als auch die Schieflage der HRE &uuml;berhaupt erst m&ouml;glich gemacht haben. Wer &ndash; zu recht &ndash; internationale Reglementierungen der Banken und Finanzm&auml;rkte fordert, aber vor der eigenen Haust&uuml;r den Besen zum Auskehren entweder stehen l&auml;sst oder gar direkt an die Institute &uuml;bergibt, die kontrolliert werden sollen, hat nicht nur seine Hausaufgaben nicht gemacht &ndash; er hat das Problem schlichtweg nicht verstanden. Die HRE ist &ndash; Angaben aus der Finanzwirtschaft zufolge &ndash; durch eine massive Schieflage der Tochter &bdquo;Depfa Bank&ldquo; an den Rand der Zahlungsunf&auml;higkeit geraten. Die &bdquo;Depfa Bank&ldquo; wurde 1922 als Preu&szlig;ische Landespfandbriefanstalt gegr&uuml;ndet und war bis 1990 eine Bundesanstalt, deren Gesch&auml;ftsfeld vor allem die Finanzierung von Kommunen und staatlichen Organen war. 2001 wurde diese Bank privatisiert und fortan f&uuml;hrte die &bdquo;Depfa Bank&ldquo; ihre Gesch&auml;fte als irische AG vom sch&ouml;nen Dublin aus. Dorthin zog man aber nicht etwa wegen der geringen Lohnkosten oder des leckeren irischen Biers, sondern wegen der laschen irischen Reglementierungen f&uuml;r Banken und nicht zuletzt der niedrigen Steuern. Der deutsche Staat privatisierte also eine Bundesanstalt, deren Gesch&auml;ftszweck die Finanzierung der &ouml;ffentlichen Hand ist. Renditeerwartungen der privaten Investoren wurden somit vom Steuerzahler erf&uuml;llt. Warum eigentlich vergab der Staat seine Finanzierungsdienstleistungen an eine private irische Bank, deren Gewinne teils privaten Investoren, teils dem irischen Steuerzahler zugute kommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;cks unendliche Welten<\/strong><br>\n&ldquo;Das Ende der Arroganz&rdquo; glaubt die &ldquo;ZEIT&rdquo; sehen zu k&ouml;nnen, weil Peer Steinbr&uuml;ck nach dem Beinahe-Kollaps der Hypo Real Estate nicht mehr so gro&szlig;m&auml;ulig auftreten k&ouml;nne wie noch vor einer Woche. Fragt sich, wo der Autor, Philip Faigle, in den letzten Jahren war. Fragt sich alternativ, ob die Anbetung der Neoliberalen in der SPD so ernst gemeint war, dass man sie zwischenzeitlich wirklich f&uuml;r kluge Leute gehalten hat (&hellip;)\n<p>Die CDU ist schuld, dass Steinbr&uuml;ck als verantwortlicher Minister die Steuer noch weiter erh&ouml;hte, als die Union zuvor gefordert hatte. In keinem seiner selbstherrlichen Vortr&auml;ge darf der Hinweis fehlen, dass jede andere Meinung ein &ldquo;Kaputtreden&rdquo; sei &ndash; der M&auml;rkte, der Wirtschaft und des Standorts. Zuletzt waren es die kerngesunden deutschen Banken, sicher wie die Rente, denen man keine Krise andichten durfte. Heute haut er Steuermilliarden zur Eind&auml;mmung der Krise raus. Das geht dann nat&uuml;rlich nicht zu Lasten der nachfolgenden Generationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/\">Feynsinn<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Preis des Vertrauens<\/strong><br>\nSo richtig es ist, mit allen Mitteln den Zusammenbruch zu verhindern, so zwingend n&ouml;tig ist es auch, mit allen Mitteln daf&uuml;r zu sorgen, dass nicht wieder diejenigen beg&uuml;nstigt werden, die das Desaster angerichtet haben. Andernfalls wird der Vertrauensverlust ganz schnell auch die Regierenden ereilen und mit ihnen fr&uuml;her oder sp&auml;ter auch die Stabilit&auml;t der Demokratie.\n<p>Doch bei dieser Aufgabe haben alle beteiligten Regierungen bisher kl&auml;glich versagt. Darum ist das Rettungsprogramm der US-Regierung auch zun&auml;chst daran gescheitert, dass viele Abgeordnete ihren W&auml;hlern nicht erkl&auml;ren konnten, wie die veranschlagten 700 Milliarden Dollar dereinst aus Bankgewinnen zur&uuml;ck in die Staatskasse flie&szlig;en sollen. Kaum besser als ihre US-Kollegen agieren auch die deutsche Kanzlerin und ihr Finanzminister. Quasi &uuml;ber Nacht haben sie mehr Geld f&uuml;r eine Bankb&uuml;rgschaft riskiert, als alle Hartz-IV-Empf&auml;nger im ganzen Jahr aus der Bundeskasse erhalten. Aber Frau Merkel hielt es bislang nicht einmal f&uuml;r n&ouml;tig, diesen Anschlag auf das Geld ihrer W&auml;hler mit einer Rede an die Nation zu erkl&auml;ren, geschweige denn sicherzustellen, dass die Verantwortlichen zur Kasse gebeten werden. Von Harald Schumann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2626287?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Keine Bank ist sicher<\/strong><br>\nAnstatt eine Strategie zu entwickeln, gibt es n&auml;chtliche Ad-hoc-Entscheidungen. Hypo Real Estate ist nur deswegen gerettet worden, weil sie relativ fr&uuml;h in die Knie gegangen ist. Hier wurden die einfachsten Regeln des Banking missachtet. Die Bundesregierung h&auml;tte den Laden verstaatlichen und das Management an die Luft setzen sollen. So wie Berlin momentan vorgeht, tr&auml;gt der Steuerzahler das gesamte Risiko, zugunsten von Aktion&auml;ren und Bankangestellten. Das ist nicht nur unfair, sondern auch ineffektiv. Wenn wir unser Geld darauf verschwenden, Institute wie die IKB oder Hypo Real Estate zu retten, dann gehen uns irgendwann die Mittel aus, um Instituten zu helfen, die f&uuml;r unser Finanzsystem wirklich wichtig sind (&hellip;)\n<p>Ich bin nicht zuversichtlich, dass Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck dieser Aufgabe gewachsen ist. Jetzt r&auml;cht es sich, einen Finanzminister in diesem Amt zu haben, der lieber mal kr&auml;ftig auf den Tisch haut, anstatt gestaltende Politik zu machen, und der mit seinem Desinteresse an internationaler Finanzpolitik einst prahlte.<br>\nDer Finanzsektor hat uns eine Krise eingebrockt. Die Politik ist gerade dabei, daraus eine Katastrophe zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Wolfgang-M%FCnchau-Keine-Bank-ist-sicher\/420353.html?p=1\">FTD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gegen M&uuml;nchaus Kritik muss man selbst Steinbr&uuml;ck in Schutz nehmen. Waren es nicht seine Zeitung und seine Kollegen aus den Wirtschaftsredaktionen, die den Finanzminister seit Jahren bedr&auml;ngten, den Finanzsektor immer weiter zu liberalisieren? Hat man nicht immer behauptet, die M&auml;rkte seien effizienter als staatliche Aufsicht? Was bieten eigentlich unsere Experten und Wirtschaftsjournalisten Steinbr&uuml;ck f&uuml;r eine Strategie an? Jetzt, wo alles zusammenbricht, wird pl&ouml;tzlich der Staat f&uuml;r die Katastrophe verantwortlich gemacht. Dabei ist der &bdquo;Staat&ldquo; doch bislang nur den Empfehlungen des Finanzsektors blindlings hinterhergelaufen, es sind doch gerade die Politiker in ihre &Auml;mter gehievt worden, die sich als Befehlsempf&auml;nger am besten eigneten. Wie sollen nun gerade diese Politiker eine L&ouml;sung der Probleme liefern?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Linke: Sofortprogramm zur Stabilisierung und Reform der Finanzm&auml;rkte<\/strong>\n<ul>\n<li>Die unmittelbare Absicherung zentraler Aufgaben des Finanzsystems<\/li>\n<li>Die Beseitigung besonders destabilisierender Praktiken<\/li>\n<li>Schritte zur mittelfristigen Reform des Finanzsystems<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/2861.sofortprogramm_zur_stabilisierung_und_reform_der_finanzmaerkte.html\">Axel Troost, MdB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>HRE droht Zerlegung und Abwicklung<\/strong><br>\nHypo Real Estate werde nicht abgewickelt, beteuert der Dax-Konzern bislang. BaFin, Bundesbank und Finanzministerium sagen das Gegenteil. Treffen wird es Aktion&auml;re und Steuerzahler. Der Anteil privater Banken am Rettungspaket ist viel geringer als bislang angegeben.\n<p>Die potenzielle Belastung der privaten Banken durch das Rettungspaket ist offenbar geringer als bislang angenommen. Der Bankenverband BdB best&auml;tigte Informationen aus Finanzkreisen, wonach die Gesch&auml;ftsbanken lediglich 3 Mrd. Euro der ausgehandelten Ausfallb&uuml;rgschaften stellen. Dies sei bei den Krisengespr&auml;chen am Wochenende vereinbart worden. Die Bundesregierung hatte am Montag noch mitgeteilt, die Privatbanken g&auml;ben Garantien &uuml;ber insgesamt 8,5 Mrd. Euro. In dem Schreiben von BaFin und Bundesbank hei&szlig;t es hingegen, die Belastung des Finanzsektor sei &ldquo;auf maximal 8,5 Mrd. Euro begrenzt&rdquo;. Zun&auml;chst war sogar gemeldet worden, die Privatbanken w&uuml;rden die Rettung komplett finanzieren. Aus Finanzkreisen hie&szlig; es nun, es liefen derzeit Verhandlungen mit anderen Finanzinstituten wie etwa Versicherern, wer die restlichen 5,5 Milliarden Euro &uuml;bernehme. <\/p>\n<p>Die Fraktionen der Regierungsparteien stimmten dem Rettungsplan am Dienstag zwar grunds&auml;tzlich zu, kritisierten aber deutlich, das es kein st&auml;rkeres Engagement privater Banken geben habe. Der SPD-Finanzexperte Florian Pronold sagte: &ldquo;Es hat in der Fraktion gro&szlig;e Ver&auml;rgerung dar&uuml;ber gegeben, dass die Banken nicht bereit sind, st&auml;rker ins Obligo zu gehen.&rdquo; Fraktionsvize Joachim Po&szlig; r&auml;umte ein, man m&uuml;sse sich fragen, &ldquo;ob die Interessen der Steuerzahler ausreichend ber&uuml;cksichtigt sind.&rdquo; <\/p>\n<p>Dietmar Bartsch, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Linken, sagte: <\/p>\n<blockquote><p>Was da passiert, ist unfassbar, ist ein beredter Ausdruck daf&uuml;r, dass wir eine Regulierung der Finanzm&auml;rkte brauchen und st&uuml;rzt auch uns in gro&szlig;e Sorge. Niemand kann voraussehen, welche Ausma&szlig;e das noch annimmt und welche Auswirkungen es f&uuml;r alle Menschen haben wird.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Rettungsplan-mit-L%FCcken-HRE-droht-Zerlegung-und-Abwicklung\/420261.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Wie lange d&uuml;rfen Politiker die B&uuml;rger noch ungestraft bel&uuml;gen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dunkle Wolken &uuml;ber der EZB<\/strong><br>\nDie Zuspitzung der Finanzkrise stellt die Reputation der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) auf eine schwere Probe: Der Notenbank droht der Gesichtsverlust. Experten sind sich einig, dass eine geldpolitische Wende n&ouml;tig ist. Die Zuspitzung der Finanzkrise stellt die Reputation der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) auf eine schwere Probe. W&auml;hrend die US-Notenbank Federal Reserve im Verlauf der Finanzkrise ihren Leitzins &auml;u&szlig;erst schnell und massiv gesenkt hat, um R&uuml;ckwirkungen auf die Konjunktur abzufedern, stellte sich die EZB auf den Standpunkt, die Zinspolitik sei kein Mittel im Umgang mit der Finanzkrise. Deshalb erh&ouml;hte sie noch im Juli ihren Leitzins auf 4,25 Prozent. Auf die Probleme der Finanzm&auml;rkte reagierte sie ausschlie&szlig;lich mit gro&szlig;z&uuml;giger Bereitstellung kurzfristiger Kredite an die Banken.Europas f&uuml;hrende Geldpolitik-Experten dr&auml;ngen die EZB in seltener Einm&uuml;tigkeit, nicht auf dieser Linie zu beharren. Alle 15 Mitglieder des EZB-Schattenrats gehen davon aus, dass noch in diesem Jahr eine Zinssenkung n&ouml;tig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/_b=2051116,_p=31,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Banking crash hits Europe as ECB loses traction<\/strong><br>\nThe global credit crisis has slammed into Europe with stunning violence over the last two days, triggering five major bank rescues and a near total shut-down of the region&rsquo;s credit markets. \n<p>&ldquo;The interbank market has collapsed,&rdquo; said Hans Redeker, currency chief at BNP Paribas. &ldquo;The ECB is no longer able to inject liquidity because the money is just coming back to them again. This is extremely serious. If monetary policy is no longer working, there is a risk that the whole system will blow up in days,&rdquo; he said.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/financetopics\/financialcrisis\/3104666\/Banking-crash-hits-Europe-as-ECB-loses-traction.html\">Telegraph (UK)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Irische Regierung b&uuml;rgt f&uuml;r alle Einlagen bei Banken<\/strong><br>\nDer irische Staat garantiert alle Einlagen bei den wichtigsten inl&auml;ndischen Banken. Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, werden neben den Einlagen auch Pfandbriefe sowie vorrangig besicherte und nachrangig besicherte Schulden garantiert. Die Ank&uuml;ndigung sorgte umgehend f&uuml;r steigende Aktienkurse.\n<p>Die Aktien der vier am schwersten gebeutelten Banken machten nach der Ank&uuml;ndigung binnen Minuten ihre Vortagesverluste wett. Gegen Mittag lag die Dubliner B&ouml;rse mit 2,4 Prozent im Plus. Der Analyst Kevin McConnell von Bloxham Stockbrokers sagte, Irland sei nunmehr f&uuml;r Einlagen der sicherste Platz in Europa. &bdquo;Das k&ouml;nnte ein Vorbild f&uuml;r viele andere europ&auml;ische L&auml;nder werden, mit der Finanzkrise fertig zu werden.&ldquo; Scott Rankin von Davy Stockbrokers wies jedoch darauf hin, dass der Steuerzahler im schlimmsten Fall mit 500 Milliarden Euro belastet w&uuml;rde &ndash; mehr als das doppelte des irischen Bruttoinlandsprodukts und zehn mal so viel wie die Staatsschulden des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266\/Doc~E28F68A83502045D2B6FA53C020AB5CCC~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Viele Hedgefonds brechen zusammen<\/strong><br>\nDie Krise der Finanzm&auml;rkte trifft nun auch viele hoch spekulative Fonds. Nur wenige werden &uuml;berleben.<br>\nDie Finanzkrise frisst das Vertrauen der Anleger und trifft so in zunehmendem Ma&szlig;e auch die Hedgefonds. Viele Manager dieser hoch spekulativen Fonds stellen sich zum Quartalsende auf den Abfluss von Milliardensummen ein und horten ungew&ouml;hnlich hohe Barmittel.\n<p>Einige Hedgefonds m&uuml;ssten zus&auml;tzlich auch Verm&ouml;genswerte unter Wert verkaufen, um die Gelder an die Investoren auszahlen zu k&ouml;nnen, berichten Fachleute. Viele Anleger misstrauen den Hedgefonds, weil sie durch die Finanzkrise reichlich Geld verloren. Zudem fliehen viele in sicherere Anlageformen. Die Folge: Immer mehr Hedgefonds verschwinden komplett vom Markt. &ldquo;Ein Gro&szlig;teil der Fonds wird am Ende der Krise nicht mehr da sein&rdquo;, sagte ein Investmentbanker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/40\/finanzkrise-hedgefonds\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Endlich mal eine erfreuliche Nachricht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufruhr in den USA<\/strong><br>\nDie Mehrheit der US-Bev&ouml;lkerung scheint indes der Meinung, dass Wall Street nun endlich &raquo;bekommt, was sie verdient&laquo; und widersetzt sich energisch einer Rettung der Hochfinanz mit Steuergeldern. Dem folgten viele Abgeordnete. Denn Anfang November werden nicht nur der Pr&auml;sident, sondern auch Teile des Kongresses neu gew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-01\/001.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ganz so schlicht agieren die wahlk&auml;mpfenden Parteien in den USA nicht. Die Republikaner haben sich eindeutig verspekuliert, da sie davon ausgingen, dass die Demokraten in G&auml;nze f&uuml;r das Rettungspaket stimmen w&uuml;rden, und dieses eindeutig als eine Ma&szlig;nahme der Demokraten dargestellt werden k&ouml;nnte &ndash; f&uuml;r den wahrscheinlichen Fall, dass die Hilfe nur das Allerschlimmste verhindern w&uuml;rde, aber nicht die Krise an sich. Die Demokraten haben allerdings den Braten gerochen und mehrheitlich, aber nicht in ihrer Gesamtheit f&uuml;r das Hilfspaket gestimmt. Somit war das Scheitern des Stability Act von den Republikanern zu verantworten. Aus dieser Betrachtungsweise ist vielen amerikanischen Zeitungen berichtet worden. Bei der n&auml;chsten Abstimmung d&uuml;rfte nach einigen kosmetischen Ver&auml;nderungen, welche sich die Republikaner an die Brust heften werden, das Gesetz angenommen werden. Die US-Amerikaner sind sich bei aller Wut auf die Wall Street durchaus bewusst, dass ihre Pensionen in hohem Ma&szlig;e von den Aktienwerten abh&auml;ngig sind und beobachten die Kurse genau. Auf diesen Punkt hat auch Pr&auml;sident Busch in seiner Reaktion auf die Abstimmungsniederlage deutlich hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine sichere Bank <\/strong><br>\nDie Krise der Finanzm&auml;rkte erreicht mit neuer Wucht Europa. Welche Institute sind noch gef&auml;hrdet? \n<p>Bedrohlich scheint vor allem die neue Qualit&auml;t der Krise. L&auml;ngst sind es nicht mehr die aggressiven Investmentbanken mit ihren riskanten Gesch&auml;ftsmodellen, die auf der schl&uuml;pfrig gewordenen Kapitalmarkt-Rennbahn aus der Kurve geflogen sind. Es sind auch nicht mehr die schlecht gemanagten Verliererbanken, die von unf&auml;higen Risikomanagern und gierigen Anlagestrategen in den Subprime-Sumpf gesteuert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2008\/40\/bankenkrise-europa\">ZEIT Online <\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>The risk of a total systemic meltdown<\/strong><br>\nWe are thus now in a generalized panic mode and back to the risk of a systemic meltdown of the entire financial system. And US and foreign policy authorities seem to be clueless about what needs to be done next. Maybe they should today start with a coordinated 100 bps reduction in policy rates in all the major economies in the world to show that they are starting to seriously recognize and address this rapidly worsening financial crisis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rgemonitor.com\/roubini-monitor\/253801\/the_us_and_global_financial_crisis_is_becoming_much_more_severe_in_spite_of_the_treasury_rescue_plan_the_risk_of_a_total_systemic_meltdown_is_now_as_high_as_ever\">Nouriel Roubini&rsquo;s Global EconoMonitor<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr Geld alleine l&ouml;st nicht die Probleme<\/strong><br>\nTrotz einer Finanzspritze durch die Bundesregierung von 3 Milliarden Euro demonstrierten vergangene Woche mehr als 130.00 Besch&auml;ftigte aus den Krankenh&auml;usern gegen die unzumutbaren Arbeitsbedingungen in der station&auml;ren medizinischen Versorgung. \n<p>Doch ist die Situation in den Krankenh&auml;usern in Deutschland zurzeit widerspr&uuml;chlich. Zum einen gibt es &ndash; aufgrund des Kostendrucks im versch&auml;rften Wettbewerb &ndash; immer weniger Personal f&uuml;r mehr und schwer kranke Patienten. In Deutschland kommen durchschnittlich 20 Patienten auf eine Pflegekraft, im europ&auml;ischen Durchschnitt sind es 13. Verk&uuml;rzte Liegezeiten f&uuml;hren dabei noch zu Arbeitskonzentration. Hinzu kommt, dass ca. 20 Prozent der Arbeitszeit f&uuml;r b&uuml;rokratische T&auml;tigkeiten wie z.B. das Dokumentieren gebraucht werden. Auch dies ist eine notwendige Folge des Wettbewerbs: denn nur was dokumentiert wird, wird auch bezahlt. Ebenfalls aus betriebwirtschaftlichen Gr&uuml;nden werden zunehmend Leistungen von hochqualifiziertem Personal an weniger qualifiziertes &ndash; und damit schlechter bezahltes &ndash; Personal delegiert, andere Arbeiten werden outgesourced und an Fremdfirmen vergeben, in der Regel nicht zum Vorteil der Arbeitsabl&auml;ufe. Weil die &ouml;ffentliche Hand, die L&auml;nder und Kommunen, ihren Investitionsverpflichtungen seit langem schon nicht mehr angemessen nachkommen, werden seit Jahren Gelder der Gesetzlichen Krankenversicherung, die eigentlich f&uuml;r Sach- und Personalkosten verwendet werden sollen, f&uuml;r dringend notwendige Investitionen genutzt. Das ist nicht nur gesetzeswidrig, sondern f&uuml;hrt zus&auml;tzlich zu Personaleinsparungen (seit 2004 hat alleine das ca. 17.000 Stellen im Pflegebereich gekostet!). Die Arbeitsbedingungen in den Krankenh&auml;usern sind heute unmenschlich und gef&auml;hrden das Wohl der Patienten. Deshalb sind dringend Verbesserungen notwendig. Die nun von der Gesundheitsministerin zugesagten 3 Milliarden Euro, mit denen 21.000 Stellen in der Pflege geschaffen werden sollen, sind vor diesem Hintergrund und angesichts der Stellenstreichungen der letzten Jahre deshalb sicher zu wenig. Es ist au&szlig;erdem nicht einzusehen, warum dieses Geld den Versicherten der GKV durch eine weitere Beitragssatzerh&ouml;hung aufgeb&uuml;rdet werden soll. Hier ist zuallererst die &Ouml;ffentliche Hand gefordert. Dass die &ouml;ffentlichen Kassen leer sind, ist weder naturw&uuml;chsig noch Zufall, sondern Resultat einer bewussten Politik aller gro&szlig;en Volksparteien in den letzten Jahren, die Arbeitgeber und Unternehmen systematisch von allerlei Steuer&rdquo;lasten&rdquo; befreit hat.<\/p>\n<p>&Uuml;berall kann man im Moment von Wirtschaftsexperten S&auml;tze wie diesen lesen: &ldquo;Das Vertrauen in den Markt ist vollst&auml;ndig erloschen.&rdquo; Wann endlich h&ouml;ren wir solche S&auml;tze auch von Gesundheitspolitikern?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=204&amp;Itemid=1\">Verein demoktratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesch&auml;ftsklima in Euro-Zone sackt ab<\/strong><br>\nDie Stimmung von Unternehmern und Verbrauchern in der Euro-Zone ist im September auf den tiefsten Stand seit fast sieben Jahren gefallen.<br>\nDamit mehren sich die Anzeichen daf&uuml;r, dass die Wirtschaft im W&auml;hrungsraum in eine Rezession abgleiten k&ouml;nnte. Mit 87,7 Z&auml;hlern lag der entsprechende Gesch&auml;ftsklima-Index 0,8 Punkte unter seinem Niveau vom August, wie die EU-Kommission am Montag mitteilte. Dabei steht dem Index wom&ouml;glich eine weitere Talfahrt bevor: Die Unternehmen und Verbraucher wurden in den ersten beiden Septemberwochen befragt &ndash; also bevor sich die Finanzkrise mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers zugespitzt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/geschaeftsklima-in-euro-zone-sackt-ab;2050965\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Handelskammer empfiehlt Standort Deutschland<\/strong><br>\nViele US-Firmen entdecken in der Finanzkrise nach Einsch&auml;tzung der amerikanischen Handelskammer den Standort Deutschland neu. Das Bankensystem in Deutschland sei stark und gesund und es gebe keine Probleme beim Zugang zu Krediten f&uuml;r Investitionen, sagte der Vizepr&auml;sident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (Am-Cham Germany), Lutz Raettig, am Dienstag in Frankfurt. &ldquo;Deutschlands Wirtschaftskraft wird nicht fundamental leiden und das Land bleibt ein guter Ausgangspunkt f&uuml;r den Zugang zu den osteurop&auml;ischen M&auml;rkten&rdquo;, sagte Raettig, der zugleich Deutschlandchef des US-Finanzkonzerns Morgan Stanley ist.\n<p>Die deutschen T&ouml;chter von US-Banken leiden nach Angaben der Am-Cham bislang nicht unter Kapitalbeschr&auml;nkungen. Zudem wollen einige Industriekonzerne und Zulieferer aus den USA laut Umfrage ihre Pr&auml;senz in Deutschland ausbauen, da viele Branchen wie der deutsche Maschinenbau Weltmarktf&uuml;hrer sind. &ldquo;Die US-Firmen haben Deutschland &uuml;ber die China-Euphorie einige Jahren vernachl&auml;ssigt und entdecken den Industriemarkt nun wieder&rdquo;, sagte Am-Cham-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dierk M&uuml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Unternehmen-Finanzkrise-Standortvorteil;art129,2626198\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;handelsumsatz im August 2008 real um 1,6% gesunken<\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Gro&szlig;handel in Deutschland im August 2008 nominal 5,1% mehr und real 1,6% weniger um als im August 2007. Im Vergleich zum Juli 2008 wurde im Gro&szlig;handel unter Ber&uuml;cksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal 0,1% weniger und real 0,5% mehr umgesetzt. Nur zwei der sechs Gro&szlig;handelsbranchen erzielten im August 2008 nominal und real h&ouml;here Ums&auml;tze als im August 2007. Die h&ouml;chste reale Umsatzsteigerung verzeichnete dabei der Gro&szlig;handel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren mit 31,6% (nominal + 31,9%). In den ersten acht Monaten des Jahres 2008 setzte der Gro&szlig;handel nominal  10,4% und real 3,6% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/09\/PD08__372__45211,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><\/li>\n<li><strong>Berliner SPD: Bundesregierung sollte Bahn-B&ouml;rsengang verschieben<\/strong><br>\nDer Berliner SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Michael M&uuml;ller hat die Bundesregierung aufgefordert, den f&uuml;r 27. Oktober geplanten B&ouml;rsengang der Deutschen Bahn zu verschieben. &ldquo;Die Bundesregierung w&auml;re gut beraten, wenn sie mit k&uuml;hlem Kopf abwartet, bis wieder Ruhe an den Kapitalm&auml;rkten eingekehrt ist&rdquo;, sagte M&uuml;ller. &ldquo;Der jetzt geplante B&ouml;rsengang der Bahn muss verschoben werden&rdquo;, forderte er angesichts der dramatischen Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die internationalen M&auml;rkte.\n<p>Eine solche Privatisierung im Bereich der Daseinsvorsorge sei &ldquo;grunds&auml;tzlich problematisch&rdquo;, kritisierte M&uuml;ller. Der Berliner Landesverband hatte schon beim SPD-Bundesparteitag im Oktober 2007 in Hamburg gegen eine Privatisierung der Bahn gestimmt. &ldquo;Wenn nun zus&auml;tzlich das Umfeld mit abst&uuml;rzenden Aktienkursen derart schlecht ist und damit auch ein finanzieller Reinfall droht, muss die Bundesregierung die Konsequenzen ziehen&rdquo;, forderte M&uuml;ller. &ldquo;Es geht hier schlie&szlig;lich um &ouml;ffentliche Gelder.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Landespolitik-SPD-Deutsche-Bahn-Michael-Mueller;art124,2626039\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die EU kauft Berichterstattung ein<\/strong><br>\nAuf der Homepage der EU-Kommissarin f&uuml;r Kommunikation, Margot Wallstr&ouml;m, findet sich eine Videobotschaft, die den sch&ouml;nen Titel &bdquo;Kommunikation &uuml;ber Europa&ldquo; tr&auml;gt. Im Untertitel hei&szlig;t es: &bdquo;Was es bedeutet, der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit zuzuh&ouml;ren und die Informationen zu vermitteln, die f&uuml;r sie von Belang sind.&ldquo; Ja, was bedeutet es? Vor allem bedeutet es augenscheinlich, diesen Belang selbst zu benennen und f&uuml;r die Vermittlung der passenden Informationen viel Geld zu zahlen: Geht es nach Wallstr&ouml;m, soll die Fernsehberichterstattung &uuml;ber die EU k&uuml;nftig mit 8,3 Millionen Euro pro Jahr gef&ouml;rdert werden. Wallstr&ouml;m hat eine entsprechende Ausschreibung f&uuml;r ein europaweites Fernseh-Netzwerk verfassen lassen, auf dass die B&uuml;rger mit rosigen, durch Steuergelder finanzierten EU-Berichten versorgt werden.\n<p>Neu sind die Methoden der EU nicht. Bereits vor vier Jahren schrieb sie ein F&ouml;rderprogramm aus, f&uuml;r das sich private und &ouml;ffentlich-rechtliche lokale und regionale Fernseh- und Rundfunksender bewerben konnten. 6,4 Millionen Euro wurden f&uuml;r Europa bereitgestellt, auf Deutschland entfiel knapp eine Million Euro. Zw&ouml;lf deutsche Projekte erhielten diese &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; f&uuml;r journalistische Beitr&auml;ge, die explizit der &bdquo;Imageverbesserung&ldquo; der EU und ihrer Institutionen dienen sollten. &bdquo;Die B&uuml;rger sollen deren Aufgaben, Strukturen und Leistungen besser kennenlernen und verstehen&ldquo;, hie&szlig; es damals in einer EU-Mitteilung. Zu den Gef&ouml;rderten, die sich verpflichten mussten, das Image der EU &bdquo;weder direkt oder indirekt zu sch&auml;digen&ldquo;, geh&ouml;rten private Sender wie &bdquo;Untersberg Live&ldquo;, &bdquo;Oberpfalz TV&ldquo; oder &bdquo;TV Touring&ldquo; sowie &ouml;ffentlich-rechtliche wie der Bayerische Rundfunk, der S&uuml;dwestrundfunk und der Mitteldeutsche Rundfunk. Zu sehen bekamen die Zuschauer in der Folge unkritische Beitr&auml;ge &uuml;ber EU-Subventionen oder distanzlose Beitr&auml;ge &uuml;ber die Arbeitsweise von EU-Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~EA1BBEBA083A940B585851C5EED92F4C4~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>In Hessen kann die SPD jetzt Erfahrung mit der Linkspartei sammeln<\/strong><br>\nDie Generalprobe ist erfolgreich absolviert. Alle Abgeordneten von SPD, Gr&uuml;nen und Linken stehen in Hessen hinter einem Linksb&uuml;ndnis, alle, au&szlig;er der Sozialdemokratin Dagmar Metzger. Durch das Votum der geheimen Probeabstimmungen ist Andrea Ypsilanti ihrem Ziel, Noch-Ministerpr&auml;sident Koch abzul&ouml;sen, einen entscheidenden Schritt n&auml;her gekommen &ndash; das hessische Experiment kann also beginnen. Nur die M&ouml;glichkeit eines politischen Meuchelmordes &agrave; la Heide Simonis steht ihm noch entgegen, sie ist aber nach Ypsilantis ausf&uuml;hrlichen Absprachen mit allen Beteiligten unwahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/es-ist-das-wagnis-wert\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Mitleid mit der CSU?<\/strong><br>\n&ldquo;Die CSU ist am Ende. Das Nachtreten, die Schadenfreude, stinkt mir gewaltig. Man macht sich nicht lustig &uuml;ber einen Menschen, der am Boden liegt, man tritt nicht nach, man ist menschlich.&rdquo;- Bild-Zeitung, Franz Josef Wagner am 30. September 2008\n<p>Man sollte eigentlich nicht schadenfroh sein? Eigentlich? Gibt es denn Ausnahmen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/09\/de-dicto_30.html?showComment=1222790940000#c4240008626316379046\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Sozialstaats-Chauvinisten<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs Nachbarn tun so, als fielen sie aus allen Wolken: So viel Rechte, so viel Fremdenfeindlichkeit, so viel Populismus. Wo kommt das alles her?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/40\/populismus-in-europa\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der von Werner Perger benutzte Populismusbegriff, der links(radikale) genauso wie rechts(extrme) oder basis- und radikaldemokratische Str&ouml;mungen auf einen Nenner bringt, ist viel zu unscharf und verschwommen, als dass er sich f&uuml;r eine Beschreibung der politischen Stimmungslagen eignete. Die Bezeichnung eines Parteiprogramms als &bdquo;populistisch&ldquo; ist sowenig aussagekr&auml;ftig wie der Begriff Protestpartei, weil in beiden F&auml;llen keine Aussage &uuml;ber die dahinter steckende Ideologie getroffen wird (vgl. dazu Christoph Butterwegge <a href=\"?p=2936\">&bdquo;Was ist eigentlich Populismus&ldquo;<\/a>).<\/em><\/p>\n<p>Der Vorwurf, die Parteien d&auml;chten nur an sich selbst, geht an der Wirklichkeit ziemlich vorbei. D&auml;chte beispielsweise die SPD an sich, so w&uuml;rde sie eine Politik machen, mit der sie wieder mehr W&auml;hlerinnen und W&auml;hler erreichte. Das Problem ist vielmehr, dass es nur noch um den Machterhalt der F&uuml;hrungsriegen geht, die der Ideologie der einflussreichen Wirtschaftskreise befangen sind und ihr gegen die weitverbreitete W&auml;hlermeinung blindlings folgen. <\/p><\/li>\n<li><strong>Ecuador w&auml;hlt Kapital ab<\/strong><br>\nNach Venezuela und Bolivien hat sich Ecuador f&uuml;r das Primat der Politik &uuml;ber die ungez&uuml;gelte Macht der Wirtschaft ausgesprochen. Gut 65 Prozent der 9,7 Millionen Wahlberechtigten hatten sich demnach f&uuml;r die neue Konstitution entschieden. Sie war von einem gew&auml;hlten Verfassungskonvent in acht Monaten ausgearbeitet worden. Zu den erkl&auml;rten Zielen z&auml;hlen ein Ende des Neoliberalismus und die Einf&uuml;hrung eines &raquo;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/09-30\/010.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ecuadorianer schaffen Neoliberalismus ab<\/strong><br>\nSo ist nach dem Referendum in Ecuador trotz vieler offener Fragen eines klar: Die neue Linke Lateinamerikas ist gekommen, um zu bleiben. Der Neoliberalismus ist in der Defensive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28838\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&laquo;Israel muss fast alle besetzten Gebiete r&auml;umen&raquo;<\/strong><br>\nNach den Worten des demn&auml;chst aus dem Amt scheidenden israelischen Ministerpr&auml;sidenten Olmert muss sich Israel aus fast allen besetzten Gebieten zur&uuml;ckziehen, wenn es Frieden mit den Pal&auml;stinensern und den arabischen Nachbarn schliessen will. Yossi Beilin von der linken Meretz-Partei beklagte, dass diese Einsicht reichlich sp&auml;t erfolge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/israel_muss_fast_alle_besetzten_gebiete_raeumen_1.960913.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong><br>\nMarcy Kaptur: Let&rsquo;s Play &ldquo;WALLSTREET BAILOUT&rdquo;. The Rules Are&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=S27yitK32ds\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Steinbr&uuml;ck: Ein Besserwisser wird entzaubert<\/li>\n<li>Weitere Katastrophenmeldungen aus dem Casino<\/li>\n<li>Dunkle Wolken &uuml;ber der EZB<\/li>\n<li>Irische Regierung b&uuml;rgt f&uuml;r alle Einlagen bei Banken<\/li>\n<li>Aufruhr in den USA<\/li>\n<li>Gesch&auml;ftsklima in Euro-Zone sackt ab<\/li>\n<li>Gro&szlig;handelsumsatz im August 2008 real um 1,6% gesunken<\/li>\n<li>US-Handelskammer empfiehlt Standort Deutschland<\/li>\n<li>Die EU kauft Berichterstattung ein<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3486\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3486","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3486","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3486"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3486\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3486"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3486"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3486"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}