{"id":34863,"date":"2016-09-05T09:24:46","date_gmt":"2016-09-05T07:24:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34863"},"modified":"2016-09-05T11:27:02","modified_gmt":"2016-09-05T09:27:02","slug":"das-beste-mittel-gegen-die-rechte-gefahr-endlich-eine-wirkliche-alternative-bieten-damit-die-menschen-sich-wieder-fuer-politik-interessieren-sahra-wagenknecht-gegen-angela-merkel-das-waere-eine-s","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34863","title":{"rendered":"Das beste Mittel gegen die rechte Gefahr: Endlich eine wirkliche Alternative bieten, damit die Menschen sich wieder f\u00fcr Politik interessieren. Sahra Wagenknecht gegen Angela Merkel \u2013 das w\u00e4re eine solche Konstellation"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/autor_mueller-1.jpg\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\"><\/div><p>Seit dem Auftreten und den Erfolgen der AfD wird auf unseren Bildschirmen immer das gleiche Theater gespielt: in der Abgrenzung zu dieser rechten Partei besch&ouml;nigen Medien und Parteienvertreter der anderen Parteien ihre eigene Politik. Schuld ist das falsch w&auml;hlende Volk, so wird unterstellt. Tats&auml;chlich ist der angepasste Einheitsbrei und die auch bei Konkurrenten der CDU sp&uuml;rbare und nicht zu begreifende Verehrung f&uuml;r Merkel und insbesondere f&uuml;r ihre Fl&uuml;chtlingspolitik verantwortlich f&uuml;r die Verzweiflung vieler W&auml;hlerinnen und W&auml;hler. &ndash; Es g&auml;be eine Strategie, die die W&auml;hlerbasis der AfD dezimieren w&uuml;rde: eine programmatische, personelle und emotional angereicherte und vermittelte Alternative. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4512\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-34863-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160905_Wagenknecht_gegen_Merkel_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160905_Wagenknecht_gegen_Merkel_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160905_Wagenknecht_gegen_Merkel_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160905_Wagenknecht_gegen_Merkel_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=34863-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160905_Wagenknecht_gegen_Merkel_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160905_Wagenknecht_gegen_Merkel_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Zun&auml;chst zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern. <a href=\"http:\/\/wahlen.mvnet.de\/dateien\/atlanten\/ergebnisse.2016\/landtagswahl.html\">Hier das Ergebnis<\/a>:<\/strong><\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160905-wahlen-in-mecklenburg-vorpommern.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160905-wahlen-in-mecklenburg-vorpommern-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>Die SPD bleibt st&auml;rkste Partei. Sie hat 5 % verloren und gilt dennoch als Sieger. Die CDU hat von niedrigem Niveau aus 4 % verloren. Die Linke hat mit 5,2 % am meisten verloren. In Mecklenburg-Vorpommern bestimmen die sogenannten Reformer die Linie und das Bild dieser Partei. Die AfD kommt auf 20,8 % und liegt vor der CDU.<\/p><p>In den Wahlanalysen am Wahlabend war viel davon die Rede, das Thema Fl&uuml;chtlinge habe die landespolitischen Themen &uuml;berlagert. Das ist vermutlich richtig. Dass dies so gekommen ist, hat nicht nur mit der AfD zu tun, sondern auch mit unseren Medien, die die Fl&uuml;chtlingsfrage immer wieder aufheizen.<\/p><p><strong><a href=\"http:\/\/wahlen.mvnet.de\/dateien\/atlanten\/ergebnisse.2016\/landtagswahl.html\">Die Sitzverteilung<\/a>:<\/strong><\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160905-wahlen-in-mecklenburg-vorpommern-2.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Der Landtag hat insgesamt 71 Sitze. Die Mehrheit ist also mit 36 Sitzen erreicht. <\/p><ul>\n<li>Eine Koalition aus SPD und CDU h&auml;tte 42 Sitze.<\/li>\n<li>Eine Koalition aus SPD und Linkspartei h&auml;tte 37 Sitze.<\/li>\n<li>Eine Koalition aus AfD und CDU h&auml;tte 34 Sitze. Das w&uuml;rde nicht reichen, ist auch nicht geplant<\/li>\n<\/ul><p><strong>Die Wahlbeteiligung lag bei 61,6 % und ist damit um mehr als zehn Punkte gestiegen. Sie lag 2011 bei 51,5 %.<\/strong><\/p><p>Das muss doch zu denken geben. Wenn das Auftreten der AfD mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache f&uuml;r diese st&auml;rkere Beteiligung der Menschen an politischen Wahlen ist, dann wird daran auch sichtbar, dass die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler bei der letzten Landtagswahl offenbar ein Defizit versp&uuml;rten. Die Wahlbeteiligung lag 1998 &uuml;brigens bei dem beachtlich hohen Wert von 79,4 %. <\/p><p>Es ist abwegig anzunehmen, der neuerliche Anstieg der Wahlbeteiligung ginge darauf zur&uuml;ck, dass jetzt ein verstecktes rechtes Potenzial an W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern mobilisiert wird. Das kann man meinen. Realistisch ist das nicht; realistisch ist etwas ganz Anderes: <\/p><p><strong>Viele W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in Mecklenburg-Vorpommern wie auch in anderen Teilen Deutschlands f&uuml;hlen sich von den tonangebenden Politikern und den sie begleitenden Medien nicht ernst genommen. <\/strong><\/p><p>Dazu eine kleine Geschichte: Ich habe einen Freund, der aus der fr&uuml;heren DDR kommt und jetzt im Ausland lebt. Diesen traf ich zuf&auml;llig am vergangenen Donnerstag; wir sprachen &uuml;ber die politische Entwicklung und auch &uuml;ber die AfD. Er berichtete von seinem Vater, der in Sachsen-Anhalt lebt und von dem ich wusste, dass er politisch sehr interessiert ist und das auch schon zu Zeiten der DDR war und insgesamt progressiv eingestellt ist. Er werde beim n&auml;chsten Mal AfD w&auml;hlen.<\/p><p>Dieses Verhalten mag man unlogisch finden. Aber man kann es auch als Hilferuf verstehen. Denn was muss sich ein solcher Mensch in diesen Zeiten anh&ouml;ren und ansehen:<\/p><ul>\n<li>Er h&ouml;rt tagaus tagein, es gehe uns allen gut. So verlautbaren die politischen Funktion&auml;re und so verlautbaren die Medien und dieser Irrglaube ist die Basis der gro&szlig;en medialen Bewunderung f&uuml;r Angela Merkel. Sie nehmen keine Notiz davon, dass es sehr vielen Menschen in Deutschland nicht gut geht: Sie m&uuml;ssen Angst haben um ihren Arbeitsplatz, oder sie haben gar keinen, oder nur ein prek&auml;res Arbeitsverh&auml;ltnis. Oder sie sind hoch verschuldet, w&auml;hrend sie in unseren Medien und auf unseren Stra&szlig;en unentwegt mit dem &uuml;ppigen Leben der Reichen konfrontiert werden.<\/li>\n<li>Da der Vater meines Freundes politisch interessiert und sozial eingestellt ist und sich informiert, wei&szlig; er zum Beispiel auch, welches Elend Angela Merkel und Wolfgang Sch&auml;uble in unseren Nachbarl&auml;ndern und insbesondere auf dem Balkan, wo sein Sohn lebt und arbeitet, angerichtet haben: mit der Austerit&auml;tspolitik den sozialen Kahlschlag und die Privatisierung wichtiger &ouml;ffentlicher Einrichtungen und Unternehmen sowie mit den gefeierten deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen den Ruin gro&szlig;er Teile der Industrie in diesen L&auml;ndern.<\/li>\n<li>Er hat sehr wohl gesehen, dass sich unsere Bundeskanzlerin mit ihren offenen Armen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge vor allem selbst geschm&uuml;ckt hat. Sie hat mit den offenen Armen ihr schlechtes internationales Image aufpoliert, das ihr die aggressive Politik gegen&uuml;ber Griechenland und anderen V&ouml;lkern des s&uuml;dlichen Europa eingebracht hatte. Sie hat die Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht mitgenommen und wir laufen mit dieser ungeplanten Politik hohe Risiken. Er wei&szlig; das oder er ahnt das, und er sp&uuml;rt und h&ouml;rt, dass man dar&uuml;ber nicht reden darf, wenn man nicht Gefahr laufen will, als Rechter oder als Rechtspopulist stigmatisiert und abgekanzelt zu werden. &bdquo;Rechtspopulisten im Nordosten&ldquo; &ndash; so t&ouml;nt Spiegel Online und ist damit repr&auml;sentativ f&uuml;r den Grundtenor <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/wahl-in-mecklenburg-vorpommern-die-blitz-analyse-der-ergebnisse-a-1110849.html\">der meisten deutschen Medien<\/a>. Diese pauschale Diffamierung verst&auml;rkt die innere Wut und macht zugleich blind f&uuml;r den eigentlichen Charakter der AfD, also jener Partei, die man aus Protest w&auml;hlt.\n<p>Dazu noch eine Erg&auml;nzung: Der Vorsitzende der Gr&uuml;nen, Cem &Ouml;zdemir sagte auf Phoenix w&ouml;rtlich: &bdquo;Alle demokratischen Parteien mussten Verluste erleiden [&hellip;]&ldquo;. &ndash; Das ist genau die Arroganz, die der AfD ihre Stimmen beschert und auch ansonsten bemerkenswert.<\/p><\/li>\n<li>Der Vater meines Freundes sieht zugleich, wie sich Politiker jener Partei, der Linkspartei, die er bisher gew&auml;hlt hat, &uuml;ber jene hermachen, die seine Sorgen noch zu artikulieren wagen: Kipping und van Aken r&uuml;cksichtslos gegen Wagenknecht, genauso der Spitzenkandidat der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern, Holter. Als Protestw&auml;hler kann er also nicht mal mehr die Linkspartei w&auml;hlen, so sein Eindruck.<\/li>\n<\/ul><p>Es gibt vermutlich sehr viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die &auml;hnliche Erfahrungen gemacht haben und in sich hineingefressen haben. <\/p><p><strong>Sie warten auf eine politische Alternative. Eine solche lie&szlig;e sich leicht beschreiben und auch umsetzen, wenn es den Willen dazu g&auml;be. Tr&auml;umen wir davon, SPD und Linkspartei w&uuml;rden begreifen, dass sie eine solche wirkliche Alternative formulieren und pr&auml;sentieren m&uuml;ssen, wenn sie nicht in der Versenkung der Bedeutungslosigkeit verschwinden wollen.<\/strong><\/p><p>Nehmen wir Sigmar Gabriel. Er ist als Vorsitzender der SPD in der Rolle des Spielf&uuml;hrers und wenn er diese Rolle ernst n&auml;hme und es ihm nicht egal w&auml;re, ob die SPD &uuml;berlebt oder nicht, dann m&uuml;sste er folgendes &uuml;berlegen:<\/p><ol>\n<li>Wer Wahlen gewinnen will, der muss in der Sache und emotional eine Alternative bieten. D.h. heute konkret in Deutschland eine politische Alternative, die der Mehrheit der Menschen und nicht nur den Oberen hilft. (Gabriel spricht manchmal schon so, als h&auml;tte er das verstanden. Er warnt zum Beispiel davor, nicht nur den Banken zu Diensten zu sein.)<\/li>\n<li>Wer Wahlen gewinnen will, wei&szlig;, dass es ohne Emotion nicht geht. Das Mindeste w&auml;re eine klare Wertorientierung der Politik dieser alternativen Formation. Eben nicht nach der Leitlinie, jeder sei seines Gl&uuml;ckes Schmied, sondern getragen von der Einsicht, dass wir alle aufeinander angewiesen sind und dass die Sozialstaatlichkeit eine moderne Gestaltungsrichtlinie ist. Zum Streben nach eigenem Vorteil muss die Solidarit&auml;t hinzukommen. So sehen das viele Menschen. Egoist ist man nicht von Natur aus, sondern dann, wenn es einem als die gesellschaftlich hoff&auml;hige Weltanschauung eingeh&auml;mmert wird. Diese Erkenntnis bietet eine gro&szlig;e Chance.<\/li>\n<li>Wer Wahlen in Deutschland gewinnen will, kann vermutlich immer noch darauf hoffen und z&auml;hlen, dass die Mehrheit der Deutschen keinen Krieg will.  &bdquo;Nie wieder Krieg&ldquo; ist eine noch nicht ganz vergessene Grundeinstellung. Jedenfalls kann man darauf aufbauen und das ist dann ein Teil einer wichtigen emotionalen Komponente der zu entwickelnden politischen Alternative.<\/li>\n<li>Wer Wahlen in Deutschland gegen Frau Merkel gewinnen will, muss leider wahrnehmen, dass er oder sie auf die Mehrheit der Medien nicht z&auml;hlen kann. Diese sind in geradezu unw&uuml;rdiger Weise auf die jetzige Bundeskanzlerin abonniert. Dagegen hilft kein Klagen, dagegen hilft nur die Mobilisierung einer Volksbewegung. Potenzial daf&uuml;r gibt es, wenn die anderen Elemente stimmen &ndash; also Programm und die Person und die Emotion.<\/li>\n<li>Wer Wahlen gewinnen will, muss wissen, dass die Personalisierung und damit die Person, die die Gegenbewegung anf&uuml;hrt, nicht unwichtig ist. Sehr wichtig sogar. Diese Person muss f&auml;hig sein, Menschen zu bewegen und zwar Menschen aus allen Schichten und aus allen sozialen Lagern.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Es droht Schwarz-Gr&uuml;n mit Merkel und Kretschmann. Es ist Zeit f&uuml;r eine Gegenbewegung im Stile von Corbyn und Sanders. Gabriel muss auf die Suche gehen.<\/strong><\/p><p>&bdquo;Spielf&uuml;hrer&ldquo; Sigmar Gabriel muss &uuml;berlegen, ob er pers&ouml;nlich f&auml;hig ist, diese Forderungen zu erf&uuml;llen. Ausschlie&szlig;en will ich das nicht, aber es sieht nicht danach aus, dass er den wichtigsten Anforderungen, die zuvor formuliert worden sind, gerecht werden w&uuml;rde. Er muss also auf die Suche gehen. Er und die Spitze der SPD m&uuml;ssen &uuml;berlegen und pr&uuml;fen und nach einer Pers&ouml;nlichkeit suchen, die die zuvor formulierten Anforderungen einigerma&szlig;en erf&uuml;llt. Das ist die Suche nach einem Corbyn oder einem deutschen Sanders.<\/p><p>Es m&uuml;sste in der verbliebenen SPD oder irgendwo in ihrem Umfeld eine Person geben, die den Anforderungen, die man an eine solche Spitzenkandidatur stellen muss, gerecht w&uuml;rde. <\/p><p>Wenn Gabriel in den eigenen Reihen nicht f&uuml;ndig wird, dann m&uuml;sste er sich au&szlig;erhalb umsehen. Dieses ungew&ouml;hnliche Vorgehen ist n&ouml;tig, weil andernfalls die SPD dem Ende zugeht. Vom vergleichsweise guten Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern sollte man sich nicht einlullen lassen. Umfrageergebnisse von 20 % f&uuml;r die n&auml;chste Bundestagswahl sind ein Alarmsignal.<\/p><p>Wenn der SPD-Vorsitzende klug w&auml;re, dann w&uuml;rde er bei Sahra Wagenknecht anfragen. Ihr w&uuml;nsche ich pers&ouml;nlich diese Tortur nicht. Aber die Gefahr f&uuml;r unser Land und die Gefahr f&uuml;r Europa und insbesondere die Gefahr eines forcierten Konfliktes zwischen dem Westen und Russland ist so gro&szlig;, dass man auch Ungew&ouml;hnliches und Unkonventionelles wagen muss.<\/p><p><strong>Sahra Wagenknecht gegen Angela Merkel<\/strong><\/p><p>K&auml;me es zu einer solchen Konstellation, noch dazu mit dem Anh&auml;ngsel Kretschmann bei Angela Merkel, wie das im &bdquo;Spiegel&ldquo; letzter Woche als schwarz-gr&uuml;ne Perspektive f&uuml;r die Bundestagswahl 2017 angek&uuml;ndigt worden ist, dann w&uuml;rde daraus eine enorme Politisierung unseres Landes folgen k&ouml;nnen. Menschen aller Altersgruppen w&uuml;rden sich wieder f&uuml;r Politik interessieren. Wichtige Probleme, die die Mehrheit der Menschen bedr&uuml;cken &ndash; unsichere Arbeitsverh&auml;ltnisse, Altersarmut, Kriegsgefahr, soziale Ungerechtigkeiten und einiges mehr &ndash; k&auml;men auf den Tisch. <\/p><p>Das B&uuml;ndnis sollte bei den bisherigen W&auml;hlerinnen und W&auml;hler von Linken und SPD und Gr&uuml;nen nicht haltmachen. Zur heute f&auml;lligen politischen Alternative geh&ouml;ren auch die fr&uuml;heren sozial engagierten CDU\/CSU-W&auml;hlerinnen und W&auml;hler und die Arbeitnehmergruppen der CDU und CSU. Hinzu geh&ouml;ren die fr&uuml;her als konservativ geltenden Experten und Politiker aus der CDU\/CSU und FDP, die sich der Verst&auml;ndigung zwischen West und Ost nach wie vor verpflichtet f&uuml;hlen und diese f&uuml;r ein Lebenselixier unseres Landes und Europas halten.<\/p><p>Noch eine Anmerkung zur Person: wenn uns jemand anderes einf&auml;llt, warum nicht. Es geht um das Ganze, es geht um unser aller Anliegen, eine Alternative zu haben.<\/p><p><strong>P.S.: Aus der Traum. Der Spielf&uuml;hrer will keine wirkliche Alternative pr&auml;sentieren. F&uuml;r diese Einsch&auml;tzung spricht eine Meldung, die gestern Abend noch kam:<\/strong><\/p><p>Freihandelsabkommen<\/p><p><strong><a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/freihandelsabkommen-spd-spitze-sagt-ja-zu-ceta,1472596,34708632.html\">SPD-Spitze sagt Ja zu Ceta<\/a><\/strong><\/p><p>Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) bringt Ceta auf den Weg. <\/p><p>Das SPD-Pr&auml;sidium stimmt einstimmig f&uuml;r den umstrittenen Ceta-Vertrag. Es gebe jedoch noch Pr&auml;zisierungsbedarf, hei&szlig;t es in einer Beschlussvorlage. <\/p><p><strong>Fazit:<\/strong> Wir wissen, was wir brauchen, aber wir bekommen keine Chance. Also m&uuml;ssen wir wohl die Stellenausschreibung f&uuml;r einen deutschen Corbyn selbst formulieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/autor_mueller-1.jpg\" title=\"Albrecht M&uuml;ller\" alt=\"Albrecht M&uuml;ller\"\/><\/div>\n<p>Seit dem Auftreten und den Erfolgen der AfD wird auf unseren Bildschirmen immer das gleiche Theater gespielt: in der Abgrenzung zu dieser rechten Partei besch&ouml;nigen Medien und Parteienvertreter der anderen Parteien ihre eigene Politik. Schuld ist das falsch w&auml;hlende Volk, so wird<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34863\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[197,107,35,191,190],"tags":[423,814,1913,1055,401,1076,246,1186,315,633,1587,632,255,426],"class_list":["post-34863","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afd","category-audio-podcast","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-spd","category-wahlen","tag-austeritaetspolitik","tag-oezdemir-cem","tag-ceta","tag-fluechtlinge","tag-gabriel-sigmar","tag-kretschmann-winfried","tag-linke-mehrheit","tag-mecklenburg-vorpommern","tag-merkel-angela","tag-politikerverdrossenheit","tag-schwarz-gruen","tag-wagenknecht-sahra","tag-wahlanalyse","tag-wahlbeteiligung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34863"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34867,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34863\/revisions\/34867"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}