{"id":3492,"date":"2008-10-06T10:24:37","date_gmt":"2008-10-06T08:24:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3492"},"modified":"2008-10-06T10:27:55","modified_gmt":"2008-10-06T08:27:55","slug":"hinweise-des-tages-746","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3492","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Merkel muss f&uuml;r alle zahlen<\/li>\n<li>Nach dem Scheitern des Rettungsplans f&uuml;r die Hypo Real Estate<\/li>\n<li>Ein umfassend kontrollierender Staat kann Finanzkrisen verhindern<\/li>\n<li>Zustimmung zur Bankenhilfe im Kongress<\/li>\n<li>Das Beben erreicht den Alltag<\/li>\n<li>Die Sturheit der EZB ist falsch<\/li>\n<li>Opportunismus: Pl&ouml;tzlich rufen die liberalen Wirtschaftsredaktionen nach dem Staat<\/li>\n<li>Demokratiealarm<\/li>\n<li>Frankreich rutscht in die Rezession<\/li>\n<li>Dumpingl&ouml;hne in der Zeitarbeit<\/li>\n<li>Sozialleben ist f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger zu teuer<\/li>\n<li>Bundeswehreinsatz k&uuml;nftig auch im Inneren<\/li>\n<li>Streit um den Mutterschutz<\/li>\n<li>&Uuml;ber den Umgang der Medien mit Lafontaine<\/li>\n<li>Der Unfall-Putsch gegen Beck<\/li>\n<li>Arm. Dick. Krank. Wo die Schule versagt<\/li>\n<li>Britischer General gibt Afghanistan-Krieg verloren<\/li>\n<li>Premiere gab Kundenzahl viel zu hoch an<\/li>\n<\/ul><p>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\n<!--more--><br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie <a href=\"?p=3492&amp;email=1\">doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Merkel muss f&uuml;r alle zahlen<\/strong><br>\nDie Kanzlerin beruhigt die Sparer: Der Staat garantiert unbegrenzt alle Bankeinlagen, um B&uuml;rger und Wirtschaft vor der Finanzkrise zu sch&uuml;tzen. Ausl&ouml;ser f&uuml;r den ungew&ouml;hnlichen Schritt: Die Hypo Real Estate war am Wochenende wieder ins Wanken geraten.\n<p>Jetzt hilft nur noch der massive Eingriff des Staates, denn die Kernschmelze des Systems muss verhindert werden. Das musste gestern auch die Bundesregierung einsehen, die sich bis zuletzt standhaft geweigert hatte, auf den Staat als alleinigen Retter zu setzen. Kein Wunder, dass das ungeschickte erste Rettungspaket f&uuml;r die schlingernde Hypo Real Estate gescheitert ist. Es setzte auf Garantien aller statt auf Verstaatlichung. In der gegenw&auml;rtigen Krise helfen Garantien anderen Banken jedoch &uuml;berhaupt nichts. Sie alle stehen unter Generalverdacht und sehen durch die Teilnahme an Rettungsaktionen nur noch wackeliger aus. Au&szlig;erdem ist es unverantwortlich, den Steuerzahler mit ins Boot zu holen, ohne ihm entsprechende Rechte beim Aufr&auml;umen der Bank zuzugestehen. Er soll zahlen, wenn es schief geht. Geht es gut, behalten die Aktion&auml;re und das Management die Gewinne. Doch gerade beim Management, bei den Entlohnungssystemen und bei den riskanten Gesch&auml;ftspraktiken muss man ansetzen, will man den Sumpf trocken legen. Gut m&ouml;glich, dass die Hypo Real Estate verstaatlicht wird. Das w&auml;re klug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1608293&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir gro&szlig; muss die Angst vor einem v&ouml;lligen Vertrauensverlust nicht nur in das Banken-, sondern in das gesamte Wirtschaftssystem und damit auch in die Politik sein, wenn Kanzlerin und Finanzminister am Sonntag vor die Mikrofone treten und f&uuml;r die Bankeinlagen gerade stehen wollen? Glauben sie wirklich selbst daran, dass der Staat f&uuml;r 500 bis 1.000 Milliarden haften kann?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nach dem Scheitern des Rettungsplans: Finanzministerium gei&szlig;elt Hypo Real Estate<\/strong><br>\nNur noch Stunden bleiben dem M&uuml;nchner Institut, um mit Hilfe der Politik einen Zusammenbruch zu verhindern. Finanzminister Steinbr&uuml;ck ist b&ouml;se &uuml;berrascht worden.\n<p>Am Samstagabend hatte die HRE mitgeteilt, das am Wochenende zuvor m&uuml;hsam ausgehandelte Rettungspaket sei hinf&auml;llig. Das dem Institut zugesagte Paket im Volumen von bis zu 35 Milliarden Euro bis 2009 sei nicht l&auml;nger g&uuml;ltig. Die zugesagten Kreditlinien der Banken zur Deckung einer Liquidit&auml;tsl&uuml;cke seien aufgek&uuml;ndigt worden.<\/p>\n<p>Nach bisher unbest&auml;tigten Berichten braucht die Hypo Real Estate schon kurzfristig deutlich mehr Geld als geplant&hellip;Demnach fehlten bis Jahresende bis zu 50 Milliarden Euro und bis Ende 2009 sogar 70 bis 100 Milliarden Euro, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/869\/312780\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So geht es eben, wenn man nicht selbst einsteigt und sich die Gesch&auml;ftsberichte nicht selbst ansieht, sondern sich auf die Bundesbank und die Bankenaufsicht verl&auml;sst. Lesen Sie dazu noch einmal den <a href=\"upload\/pdf\/081002_Hinweis_4.pdf\">Brief des Bundesbankchefs Axel Weber und  des obersten Bankenaufsehers Jochen Sanio [PDF &ndash; 172 KB]<\/a>. Warum setzt eigentlich der Bundesfinanzminister Weber und Sanio, nachdem das Rettungspaket nach wenigen Tagen hinf&auml;llig wurde, nicht wegen erwiesener Unf&auml;higkeit vor die T&uuml;r? Warum sieht er nicht ein, dass der Staat selbst einsteigen muss, wenn er sich nicht von den Bankern vorf&uuml;hren lassen will?<\/em><\/p>\n<p>Das ganze Gangsterst&uuml;ck verl&auml;uft vermutlich nach dem Motto, hat der Staat erst einmal angebissen und b&uuml;rgt, dann kommt er nicht mehr davon los und haftet f&uuml;r alle noch folgenden Ausf&auml;lle.<\/p>\n<p>Wo die weiteren 15 Milliarden zur Rettung der HRE herkommen sollen, ist ziemlich unklar. Zwar gab es gestern ein neues Rettungspaket. Merkw&uuml;rdig ist nur, dass die Banken zuerst das urspr&uuml;ngliche Paket scheitern lassen und jetzt pl&ouml;tzlich 14 Milliarden tragen sollen. Interessant ist auch, dass nicht mehr von einer 26,5-Milliarden-B&uuml;rgschaft des Bundes, sondern von einem B&uuml;rgschaftsrahmen <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-582325,00.html\">von 35 Milliarden die Rede ist<\/a>.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Ein umfassend kontrollierender Staat kann Finanzkrisen verhindern<\/strong><br>\nDie beharrliche Weigerung der Europ&auml;ischen Zentralbank aber, die Zinsen rasch und nachhaltig zu senken und die Hoffnung vieler Finanzminister, sie k&ouml;nnten mit einem blauen Auge bei der Staatsverschuldung davonkommen, l&auml;sst hier das Schlimmste bef&uuml;rchten. Was zu viele nicht begreifen: Nur wenn durch energische Expansionsma&szlig;nahmen verhindert wird, dass die reale Wirtschaft in ein tiefes Loch f&auml;llt, kann man hoffen, dass die f&uuml;r die Stabilisierung der Banken aufgebrachten Milliarden nicht alle verloren sind. Nur bei einer Erholung der Realwirtschaft, werden die jetzt wertlosen Papiere in den Tresoren der Banken wieder an Wert gewinnen. Dann wird der Staat an diesem Gewinn beteiligt sein und seine B&uuml;rgschaften werden nicht gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/1004\/meinung\/0053\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Sparkassenpr&auml;sident Heinrich Haasis kritisiert die Investmentbanker scharf<\/strong><br>\n&ldquo;Sie tragen neben den Ratingagenturen die Hauptverantwortung f&uuml;r die jetzige Krise&rdquo;.<br>\nInvestoren h&auml;tten in der Vergangenheit &ldquo;Renditevorgaben in die Banken reingetragen, die mit den bisherigen bankkaufm&auml;nnischen Mitteln nicht erreichbar waren&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Das Ziel einer Eigenkapitalrendite von mindestens 25 Prozent vor Steuern hatte in Deutschland vor allem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Bankenkrise-Finanzkrise;art271,2624005\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es war aber nicht nur die Gier, die das Prinzip des ordentlichen Kaufmanns an den Kapitalm&auml;rkten &uuml;berrollt hat. Sondern es war die bewusst gef&ouml;rderte Deregulierung und die Schaffung von politischen Rahmenbedingungen, in denen sich die Gier erst entfalten konnte, ja sogar f&uuml;r h&ouml;chst effizient und  zukunftweisend erkl&auml;rt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lotsen im Tr&uuml;mmerfeld<\/strong><br>\nTrotz aller Kollateralsch&auml;den, die bereits diesseits des Atlantiks aufgetreten sind: Europa hat allen Grund, das eigene Wirtschaftsmodell selbstbewusst zu vertreten und eine F&uuml;hrungsrolle bei der anstehenden Gestaltung eines verbesserten Ordnungsrahmens f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte zu beanspruchen. Erste Vorschl&auml;ge reichen von der Einf&uuml;hrung eines globalen Kreditregisters &uuml;ber die Entmachtung der Rating-Agenturen bis zur Definition von Mindeststandards und Volumenbeschr&auml;nkungen f&uuml;r handelbare Kreditpakete. Auch &ldquo;Joe&rdquo; Ackermann, Chef der Deutschen Bank und einst m&auml;chtigster Statthalter des angels&auml;chsischen Finanzkapitalismus in deutschen Landen, erkannte im M&auml;rz 2008: &ldquo;Global operierende Banken brauchen global operierende Aufsichtsbeh&ouml;rden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F10%2F04%2Fa0168&amp;cHash=031f98ad2f&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Zustimmung zur Bankenhilfe im Kongress<\/strong><br>\nDas amerikanische Repr&auml;sentantenhaus hat am Freitag die vom Senat ver&auml;nderte und verabschiedete Version der Finanzhilfe f&uuml;r notleidende Banken gebilligt. Das Hauptargument zugunsten der Hilfe war die Furcht, anhaltendes Nichtstun werde die Wirtschaft in die Knie zwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/usa_repraesentantenhaus_rettungsplan_1.1015931.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Sozialismus f&uuml;r wenige<\/strong><br>\nDas US-Hilfspaket, mit dem der Staat den Banken faule Kreditpapiere abkauft, ist verabschiedet. Sicher ist: Den verschuldeten Hausbesitzern hilft es kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/ein-sozialismus-fuer-wenige\/\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Beben erreicht den Alltag<\/strong><br>\nZwar ist vielen Amerikanern unklar, was die Finanzkrise f&uuml;r sie pers&ouml;nlich bedeutet. Doch die Stimmung ist schlecht, und sie zeigt sich allm&auml;hlich auch in neuen Konsumgewohnheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/das_beben_erreicht_den_alltag_1.1028685.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Krise nach der Krise<\/strong><br>\nNew York steht vor einem sozialen Fiasko. Alteneinrichtungen, Sozialdienste, Krankenh&auml;user: sie alle h&auml;ngen am Tropf der Privatwirtschaft. Wie weiter?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F10%2F04%2Fa0165&amp;cHash=a12f4397b3&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Watch China!<\/strong><br>\nDas monet&auml;re Ungleichgewicht zwischen den USA und China ist der Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wie sich die Finanzkrise auf die Realwirtschaft auswirkt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1592&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Rudolf Hickel: &bdquo;Die Sturheit der EZB ist falsch&ldquo;<\/strong><br>\nDas wichtigste Signal in dieser Finanzmarktkrise w&auml;re &ndash; auch f&uuml;r die deutsche Wirtschaft &ndash; den Leitzins deutlich zu senken, zumindest auf 3 Prozent. Die EZB dagegen bleibt bei ihrer geldpolitischen Sturheit. Das ist falsch. Und sie macht damit auch ihre eigenen Erfolge kaputt.\n<p>Entscheidend ist: Es w&auml;re auch weltweit ein klares Zeichen, dass sich die EZB bereit erkl&auml;rt, ihren Banken billiger Liquidit&auml;t anzubieten. Denn die Fed hat eine Initiative f&uuml;r eine Zinssenkung aller gro&szlig;en Notenbanken in der Welt gestartet. Und da schert derzeit nur die EZB aus. Diese Sonderrolle kann sie sich nicht mehr leisten. Sie erzeugt mit dieser Hochzinspolitik Krisenkosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/%5Cdie-sturheit-der-ezb-ist-falsch%5C\/\">taz<br>\n<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Strategie in Rettungsaktionen<\/strong><br>\n&hellip;die Banken erhalten Staatshilfe satt, ohne dass sie daf&uuml;r die Kontrolle &uuml;ber ihre Gesch&auml;fte abtreten m&uuml;ssen. Der Plan l&auml;uft &ndash; anders als bei der AIG-&Uuml;bernahme aber ebenso wie bei Steinbr&uuml;cks Aktionen &ndash; darauf hinaus, den Bankensektor so zu stellen wie etwa vor der Krise. Befreit von viel Ungemach k&ouml;nnen die Banker sich nach der Krise (und dem tiefen Konjunkturtal, das noch folgt) wieder ihrer so ertragreichen Spekulationst&auml;tigkeit widmen. Weder Steinbr&uuml;ck noch gar Bundesbankpr&auml;sident Weber scheinen zu begreifen, dass der Finanzsektor nicht wieder in den Stand von vor der Krise versetzt werden kann oder gar sollte. Es geht jetzt darum, seine eigentliche Funktion, die Kreditversorgung, aufrechtzuerhalten und das viele Drumherum m&ouml;glichst schonend abzubauen. Das ist schwierig. Aber erst wenn dieses Ziel einigerma&szlig;en klar ist, l&auml;sst sich aus einzelnen Notfalloperationen eine Strategie entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2008\/10\/02\/strategie-in-rettungsaktionen_366\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: &bdquo;Crash statt Cash&ldquo;, Warum wir die die globalen Finanzm&auml;rkte b&auml;ndigen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDas von Attac herausgegebene Buch &ldquo;Crash statt Cash&rdquo; gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Entstehung von Krisen und zeigt L&ouml;sungsans&auml;tze auf.<br>\nEine Rezension im &ouml;sterreichischen Standard.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=1220459804730\">Standard<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu &bdquo;Die Katharsis der Banken&ldquo; von Martin Hesse in SZ vom 2\/3. Oktober 2008<\/strong><br>\nWer in diesen Tagen, wo der internationale Finanzkapitalismus sein Armageddon erlebt, in den Wirtschaftsteil der S&uuml;ddeutschen Zeitung schaut, steht unter dem Druck, sich st&auml;ndig die Augen reiben zu m&uuml;ssen. So unglaublich klingt das, was man da liest. Da fehlt neuerdings in keinem Kommentar die Forderung nach &bdquo;Regulation und Intervention&ldquo; am besten durch den Staat, also der Ruf ausgerechnet nach der Instanz, die in den Augen der Martktradikalen dieser Redaktionssparte doch immer der Leibhaftige pers&ouml;nlich war. \n<p>So auch wieder bei Martin Hesse, f&uuml;r den es h&ouml;chste Zeit wird, &bdquo;dass zumindest Regierungen und Notenbanken in Amerika und Europa sich auf gemeinsamen Regeln und Mechanismen f&uuml;r die Bew&auml;ltigung der Krise verst&auml;ndigen&ldquo;. Die massive Hilfe mit Steuergeldern ist nat&uuml;rlich auch f&uuml;r ihn unumg&auml;nglich.<\/p>\n<p>Hat die Wirtschaftsredaktion die vergangenen 10 bis 12 Jahre nicht ununterbrochen das hohe Lied des freien Finanzmarktes gesungen, zweifelhafte Akteure wie Hedgefonds und Equityfonds, die nicht nur in der deutschen Wirtschaft Dutzende von Betrieben eiskalt ruiniert und tausende von Arbeitspl&auml;tzen vernichtet haben, als &bdquo;Retter in der Not&ldquo; in den Himmel gehoben? Mit wohlmeinenden Interviews im Johannes B. Kerner &ndash; Stil und seitenlangem wohlgef&auml;lligen Text?<br>\nWurde nicht Ackermann als die Lichtgestalt des deutschern Finanzwesens mit seiner 25% Renditeforderung gefeiert, ausgerechnet der Ackermann, der jetzt sehns&uuml;chtig nach den Geldern des Steuerzahlers ruft?<\/p>\n<p>Beschwichtigte nicht Nikolaus Piper noch in 2005, dass beim durch Ackermann angedrohten Arbeitsplatzverlust der Deutschen Bank (mal eben so rund 7000 Arbeitspl&auml;tze), &bdquo;vor allem Fachkr&auml;fte betroffen sind, die auf dem internationalen Markt sofort einen neuen Job finden&ldquo;? Wer diesen Rat befolgt hat, steht jetzt in London mit dem Pappkarton vor dem Eingangsportal seiner Bank.<\/p>\n<p>Wurde nicht die &Ouml;ffnung des deutschen Finanzmarktes durch die die rotgr&uuml;ne Regierung und der Ausverkauf der &bdquo;Deutschland AG&ldquo; jubelnd begr&uuml;&szlig;t, ebenso wie die Zerst&ouml;rung der parit&auml;tischen Finanzierung der solidarischen Sicherungssysteme, deren historische Obsoletheit t&auml;glich festzustellen, im Pflichtenheft eines jeden SZ- Wirtschaftsredakteurs stand? Wie sicher ist denn jetzt die private Rente auf diesem Kapitalmarkt, sicherlich garantiert &bdquo;tot-sicher&ldquo;!<\/p>\n<p>Doch genug der H&auml;me, mehr blamieren konnten sich die Herrschaften jedenfalls nicht. So lange aber beweisbar ist, das aus der stramm neoliberal ausgerichteten Wirtschaftsredaktion der SZ in den vergangen Jahren und erst recht in der letzen Zeit, als sich die Zeichen mehrten, dass der Zug mit rasender Geschwindigkeit auf den Abhang zufuhr, nicht ein einziger kritischer Ton zu den Exzessen des internationalen Finanzcasinos zu vernehmen war, hat die treue SZ-Leserschaft, die nun jahrelang durch diesen redaktionellen Unfug maltraitiert wurde, quasi einen Rechtsanspruch auf ein authentisches und ehrliches mea culpa, in dem nicht mehr und nicht weniger steht, als: &bdquo;Tut uns leid, wir haben &uuml;ber ein Jahrzehnt nur dummes Zeug geschrieben und uns schrecklich geirrt!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/p>\n<p>Hier ein weiteres Beispiel f&uuml;r die opportunistische Anpassung der Wirtschaftsredaktion der SZ: Ulrich Sch&auml;fer: <strong>Die M&auml;r vom Markt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/820\/312733\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p>Was f&uuml;r die SZ gilt, trifft aber auch f&uuml;r andere Medien zu. Siehe z.B.<br>\n<strong>Hans-Ulrich J&ouml;rges: Volle Fahrt auf den Eisberg<\/strong><br>\nSeit einem Jahr war die Katastrophe auf den Finanzm&auml;rkten absehbar, doch erst jetzt handelt die Politik &ndash; und der Steuerzahler haftet. Die neoliberale &Auml;ra ist zu Ende, der Staat kehrt zur&uuml;ck. Auch in Deutschland muss er nun eingreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/zwischenruf\/:Zwischenruf-Volle-Fahrt-Eisberg\/640737.html\">Stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Demokratiealarm<\/strong><br>\nMuss ein Sch&auml;diger nur dreist genug und der Schaden nur gro&szlig; genug sein, damit der Staat das Desaster nobilitiert?\n<p>In der globalen Finanzkrise geht es ja nicht nur um das Vertrauen in den Geldmarkt, die Banken und die Finanzstabilit&auml;t. Es geht auch um das Vertrauen in die Souver&auml;nit&auml;t und die Gestaltungskraft der Demokratie. <\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen sind auf den Finanzm&auml;rkten viele Milliarden Dollar und Euro verbrannt. Das ist schlimm genug. Noch viel schlimmer w&auml;re es, wenn in dem Feuer auch noch das demokratische Grundvertrauen verbrennen w&uuml;rde. Es geht also nicht nur darum, gigantische Geldl&ouml;cher zu stopfen, sondern auch darum, dass aus der Krise des globalen Kapitalismus nicht eine globale Krise der Demokratie wird. <\/p>\n<p>Die Dirigenten des internationalen Geldmarkts haben viel daf&uuml;r getan, dass es so kommt. Sie haben erfolgreich versucht, die Politik demokratisch gew&auml;hlter Regierungen ihrer Disziplin zu unterwerfen. Sie haben Regierungen gen&ouml;tigt, sie haben den Abbau von Kontrollen erzwungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/894\/312805\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Frankreich rutscht in die Rezession<\/strong><br>\nDie Wirtschaft bei Deutschlands gr&ouml;&szlig;tem Handelspartner schrumpft. Das geht aus neuen Zahlen des Statistikamts in Paris hervor. Die franz&ouml;sische Regierung ist alarmiert &ndash; und stellt dem Mittelstand 20 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,582088,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Europ&auml;ische Autobranche will Milliardenhilfe<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen Autohersteller wollen nach dem Vorbild der USA einen Kredit von bis zu 40 Milliarden Euro f&uuml;r die Entwicklung umweltfreundlicherer Fahrzeuge bekommen.\n<p>Man werde die Idee der EU-Kommission vorlegen, sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne der &ldquo;Financial Times&rdquo; (Samstagausgabe). Er verwies auf m&ouml;gliche Wettbewerbs-Nachteile f&uuml;r europ&auml;ische Autobauer durch das amerikanische Kreditprogramm von 25 Milliarden Dollar (17 Mrd Euro) f&uuml;r die heimischen Hersteller: &ldquo;Wir brauchen gleiche Bedingungen.&rdquo; Angesichts der Gr&ouml;&szlig;e der europ&auml;ischen Autoindustrie sei ein Volumen von 40 Milliarden Euro angemessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1607998_Europaeische-Autobranche-will-Milliardenhilfe.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Das alles unter dem Motto: Es lebe die freie Marktwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Betrogene Arbeitnehmer &ndash; Dumpingl&ouml;hne in der Zeitarbeit <\/strong><br>\n(&hellip;) Doch wem nutzt die Tarifautonomie, wenn die Interessen der Arbeitnehmer nicht wirklich von der Gewerkschaft vertreten werden? Dumpingl&ouml;hne sind dabei nur das eine Problem. In den Haustarifvertr&auml;gen der Christlichen Gewerkschaft Zeitarbeit gibt es noch ganz andere Vereinbarungen, die der Zeitarbeitsfirma zu Gute kommen &ndash; zu Lasten der Arbeitnehmer. \n<p>Zum Beispiel: das Arbeitszeitkonto. <\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Am Modell &bdquo; Zeitarbeit&ldquo; wollen alle Beteiligten verdienen: der entleihende Betrieb bekommt mehr Flexibilit&auml;t in der Personalpolitik, die Zeitarbeitsfirma streicht einen Teil vom Lohn ein &ndash; und soll davon eigentlich den Arbeitnehmer bezahlen, wenn sie einmal keinen Job f&uuml;r ihn hat. Doch selbst diesen kleinen Vorteil nimmt ihm die Christliche Gewerkschaft Zeitarbeit mit der Einrichtung eines Arbeitszeitkontos. Und das geht so: <\/p>\n<p>Solange der Zeitarbeiter einen Job hat, macht er in der Regel &Uuml;berstunden. <\/p>\n<p>Ausbezahlt wird aber nur der Lohn f&uuml;r die Regelarbeitszeit. Den Lohn f&uuml;r die &Uuml;berstunden beh&auml;lt das Zeitarbeitsunternehmen ein: zum Beispiel f&uuml;r bis zu 70 Stunden &ndash; das sind immerhin zwei Arbeitswochen. <\/p>\n<p>Erst wenn die Firma keine Arbeit mehr f&uuml;r den Angestellten hat, sch&uuml;ttet sie ihm das vorher von ihm verdiente &Uuml;berstundengeld aus &ndash; Lohn aus der Tasche des Arbeitnehmers statt aus dem S&auml;ckel des Zeitarbeitgebers. F&uuml;r Professor Sch&uuml;ren ist das Ma&szlig; voll. Dumpingl&ouml;hne weit und breit und oben drauf auch noch Tricks wie das Arbeitszeitkonto &ndash; f&uuml;r Sch&uuml;ren ist die Christliche Gewerkschaft Zeitarbeit eine Pseudogewerkschaft. (&hellip;)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/meta\/kontraste\/2008-10-02-zeitarbeit.asx\">RBB-Video<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_drucken_jsp\/key=rbb_beitrag_8041817.html\">RBB-Text<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialleben ist f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger zu teuer<\/strong><br>\nHartz IV sichert das materielle &Uuml;berleben &ndash; mehr ist nicht vorgesehen. Laut einer Studie k&ouml;nnen sich Empf&auml;nger Ausgaben f&uuml;r Kino oder andere gesellschaftliche Ereignisse kaum Leisten. Nun wird auch das Krank sein f&uuml;r rund 100.000 Empf&auml;nger teurer: Sie m&uuml;ssen mit der Streichung von Zuschl&auml;gen f&uuml;r erh&ouml;hte Ern&auml;hrungskosten rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Verbraucher-Hartz-IV-Ernaehrung-Sozialhilfe;art131,2628973\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>B&uuml;ndnisplattform: Hartz IV &ndash; vors&auml;tzliche K&uuml;rzungen bei Schulkindern!<\/strong><br>\nSchluss mit dem emp&ouml;renden Zustand, Kinder f&uuml;r ihr Wachstum und ihren Schulbesuch zu bestrafen! Mit Online-Unterzeichnungsm&ouml;glichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kinderarmut-durch-hartz4.de\/29-2008062949.html\">Erwerbslosen Forum Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundeswehreinsatz k&uuml;nftig auch im Inneren<\/strong><br>\nDie Spitzen von Union und SPD haben sich nach jahrelangen Auseinandersetzungen darauf geeinigt, die Bundeswehr bei Notf&auml;llen auch im Inneren einzusetzen und eine Verfassungs&auml;nderung herbeizuf&uuml;hren. &bdquo;Es wird eine Grundgesetz&auml;nderung geben&ldquo;, sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder nach der Sitzung des Koalitionsausschusses am Sonntagabend in Berlin. SPD-Fraktionschef Peter Struck sprach von &bdquo;Nothilfe&ldquo; in F&auml;llen, wo zum Beispiel &bdquo;die Marine der Wasserschutzpolizei helfen kann&ldquo;.\n<p>Kauder sagte, die Bundeswehr solle im Bedarfsfall auch die Polizei unterst&uuml;tzen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) begr&uuml;&szlig;te den Beschluss &bdquo;zum Schutz der B&uuml;rger in Deutschland&ldquo;, wie sein Sprecher sagte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E12E875A12FBC4284A8CAE73ABE00313E~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn die Polizei zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung nicht mehr reicht, muss eben die Armee ran. Eine denkw&uuml;rdige Duplizit&auml;t: Nicht nur die Finanzkrise erinnert an das Ende der Weimarer Zeit, nun auch noch Erm&ouml;glichung des Einsatzes der Armee als innenpolitisches Machtinstrument, wie damals die Reichswehr. Wir gro&szlig; muss die Sorge der Regierenden vor einer inneren Instabilit&auml;t sein. Vielleicht h&auml;ngen ja die panischen Reaktionen auf die Finanzkrise und der Einsatz der Bundeswehr zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit zusammen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bundeswehr gegen den inneren Feind<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/bundeswehr-gegen-den-inneren-feind\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;ubles Scheinargumente<\/strong><br>\nBundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble gilt als eloquenter Redner, manche halten ihn gar f&uuml;r einen Intellektuellen. Selbst Gegner Sch&auml;ubles zollen ihm als politischem Schwergewicht Respekt. In der Tat gelingt es dem Bundesinnenminister durchaus, mit geschliffenen Worten den Eindruck zu erwecken, seine Politik sei das Ergebnis langer und reiflicher &Uuml;berlegung. Doch wer genau hinschaut, erkennt, dass Sch&auml;uble vor allem so tut, als w&uuml;rde er argumentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28607\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>FBI darf &Uuml;berwachung massiv ausweiten<\/strong><br>\nErmittler in den USA k&ouml;nnen die Bev&ouml;lkerung k&uuml;nftig noch intensiver kontrollieren als bisher. Dank neuer Richtlinien d&uuml;rfen Beamte des FBI k&uuml;nftig ohne konkreten Verdacht und ohne Erlaubnis des Vorgesetzten Menschen &uuml;berwachen und befragen. Kritiker bef&uuml;rchten &ldquo;politische Hexenjagden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,582276,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Mutterschutz: Bundesregierung droht mit Streit<\/strong><br>\nDas Bundesfamilienministerium hat Widerstand gegen Pl&auml;ne Br&uuml;ssels f&uuml;r einen l&auml;ngeren Mutterschutz angek&uuml;ndigt. Diese k&ouml;nnten f&uuml;r Frauen zum Bumerang werden. Er erh&ouml;he die finanziellen Risiken f&uuml;r Arbeitgeber, die junge Frauen besch&auml;ftigen. Das bedeute h&ouml;here Lohnnebenkosten und damit ein Hindernis f&uuml;r Arbeitspl&auml;tze in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/760\/312674\/text\/\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Wieder einmal vertritt die Bundesregierung mit fadenscheinigen Begr&uuml;ndungen die Interessen der Unternehmer.<br>\nErg&auml;nzung WL: Und morgen beklagt man wieder die zu niedrigen Geburtenraten in Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lafontaine im SZ-Interview: &ldquo;Investmentbanker sind kriminell&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Finanzm&auml;rkte funktionieren anders als G&uuml;term&auml;rkte. Das m&uuml;ssen Sie endlich verstehen. Die Menschen sind seit Jahren Opfer einer falschen Ideologie: Die Finanzbranche schreibt dem Staat vor, was er zu tun hat. Ein Staat, der sich dem unterwirft, bekommt die Probleme, die wir jetzt erleben. Die Diktatur des Monetariats ist auch nicht besser als die des Proletariats.&ldquo;(&hellip;)\n<p>&bdquo;Die Subjekte auf dem Finanzmarkt sind eher kriminelle Subjekte. In den USA ermittelt das FBI. Durch die irren Summen, die Hedgefondsmanager und Investmentbanker verdienten, sind sie zu kriminellen Handlungen verf&uuml;hrt worden. Deshalb ist der Staat die verl&auml;sslichere Institution als das Casino.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/812\/312725\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch in der S&uuml;ddeutschen Zeitung springt der bemerkenswert aggressive und polemische Fragestil ins Auge. Man muss Lafontaine nicht in allen Punkten zustimmen, aber die Interviewer Br&ouml;ssler und Hagel&uuml;ken belegen durch ihre Fragen nur, dass sie blindlings neoliberalen Glaubenss&auml;tzen folgen und dass sie nicht in der Lage sind mit Lafontaine eine inhaltliche Diskussion zu f&uuml;hren. &Uuml;ber den Umgang der Medien mit Lafontaine siehe auch: Karl Mai, &bdquo;&Ouml;konomische Halbwahrheiten, Trugschl&uuml;sse und Irref&uuml;hrungen&ldquo; &ndash; wie der &bdquo;Spiegel&ldquo; mit Oskar Lafontaine abrechnete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/docs\/m4108.pdf\">Memorandum [PDF &ndash; 96 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Unfall-Putsch<\/strong><br>\nBecks Abgang vom Parteivorsitz stellte die SPD-Entwicklung des letzten Jahres auf den Kopf. Beim Hamburger Parteitag im Oktober 2007 hatten die verbliebenen Schr&ouml;derianer mit den beschlossenen Korrekturen an der Agenda 2010 eine deutliche Niederlage erlitten. Der Gewinner hie&szlig; damals Kurt Beck, er behauptete sich gegen&uuml;ber Franz M&uuml;ntefering, kurz darauf folgte dessen R&uuml;ckzug, die Parteilinke hatte Oberwasser. Die Chaostage am Schwielowsee haben diese Entwicklung konterkariert; nun hat die Parteirechte wieder das Sagen. Doch daraus auf ihren Sieg zu schlie&szlig;en, f&uuml;hrt in die Irre. Die Dominanz der Parteirechten an der Spitze korrespondiert n&auml;mlich keineswegs mit einer Vorherschaft an der Basis. Hier dominiert nach wie vor ein linkes Bauchgef&uuml;hl, das gerade im Begriff war, sich von den Zumutungen der Schr&ouml;derPeriode etwas zu erholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2934\">Bl&auml;ttter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich teile die Einsch&auml;tzung von Albrecht von Lucke, dass es nicht die Absicht der Parteirechten um Steinmeier war, Beck &bdquo;wegzuputschen&ldquo;. Er sollte als Integrationsfigur ohne Macht und Einfluss herhalten. Dieses Spiel wollte Beck nicht mehr l&auml;nger mitmachen. Sein Fehler war, Steinmeier und Steinbr&uuml;ck als seine Stellvertreter vorzuschlagen. Er h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass diese nur ihr Spielchen mit ihm treiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Triumph der Unwahrheit<\/strong><br>\nEinst war die L&uuml;ge in der Politik ein Skandal. Heute galoppiert die Schwindsucht der Glaubw&uuml;rdigkeit. Ob Merkel, Steinbr&uuml;ck oder Ypsilanti &ndash; sie alle nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/674\/312588\/text\/%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was Herr Degler nicht bedenkt ist, dass seine Zeitung munter dabei mitmischt, wenn es darum geht, Unwahrheiten der Politiker ganz unterschiedlich zu bewerten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arm. Dick. Krank. Wo die Schule versagt<\/strong><br>\nEine Studie kl&auml;rt auf, dass nicht nur die Eltern zu wenig daf&uuml;r tun, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu st&auml;rken.<br>\nJugendliche aus Familien mit niedrigem sozialen Status beurteilen nicht nur ihren Gesundheitszustand als schlechter. Sie haben auch weniger Ressourcen, diese Defizite zu bew&auml;ltigen.\n<p>Aber: Unabh&auml;ngig davon, ob in Amerika, Frankreich, Schweden oder Deutschland gefragt wurde &ndash; die elf- bis 15-J&auml;hrigen sehen ihre Gesundheit weniger durch die soziale Ungleichheit als durch die schulische Umwelt beeinflusst. Je positiver die Jugendlichen die Schulkultur wahrnehmen, desto seltener haben sie psychosomatische Beschwerden, verhalten sich aggressiv oder fl&uuml;chten in den Alkoholrausch. Die Schulkultur stellt also die entscheidenden Weichen f&uuml;r das Wohlbefinden der Jugendlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/40\/08401801.php\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Georgien: Fragen einer Weggef&auml;hrtin<\/strong><br>\nWeshalb ist Georgien in die russische Falle getappt, obwohl der Westen Tiflis vor einer milit&auml;rischen Auseinandersetzung mit Moskau ausdr&uuml;cklich gewarnt hatte? Wieso haben Zivilisten aus der Umgebung von Pr&auml;sident Michail Saakaschwili die direkte F&uuml;hrung der Kampfhandlungen an sich rei&szlig;en k&ouml;nnen? Warum hat die Arme S&uuml;dossetiens Hauptstadt Tschinwali in Tr&uuml;mmer geschossen, anstatt den Roki-Tunnel zu zerst&ouml;ren und damit den Einmarsch der Russen in die Region zu verhindern? Fragen wie diese stellten sich die Georgier bislang nur am eigenen K&uuml;chentisch. In der Republik gilt nach wie vor der Ausnahmezustand und damit auch die Zensur. Am Freitag jedoch druckten die gro&szlig;en Zeitungen des Landes eben diese und dazu 40 weitere Fragen von &auml;hnlicher Brisanz. Formuliert hat sie Nino Burdschanadse, die Ikone der Revolution der Rosen Ende 2003.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2628812?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Brasilien: Maria fragt nicht mehr nach den M&ouml;rdern<\/strong><br>\nDie Milizen von Rio de Janeiro agieren wie die Mafia. Auch Kommunalpolitiker sind ihnen zu Diensten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1607727&amp;em_loc=1773&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/reportage\/&amp;em_ivw=fr_reportage\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Britischer General gibt Afghanistan-Krieg verloren<\/strong><br>\n&ldquo;Wir werden diesen Krieg nicht gewinnen&rdquo;, sagte Mark Carleton-Smith, britischer Luftwaffen-Brigadegeneral in Afghanistan, jetzt in einem Interview mit der &ldquo;Sunday Times&rdquo;. Seine Truppen h&auml;tten den radikalislamischen Taliban f&uuml;r das Jahr 2008 zwar &ldquo;den Stachel gezogen&rdquo;. Es sei aber &ldquo;unrealistisch&rdquo;, zu glauben, dass die internationalen Truppen das Land von den Rebellen befreien k&ouml;nnten. Die &Ouml;ffentlichkeit solle ihre Erwartungen zur&uuml;ckschrauben und nicht mit einem &ldquo;milit&auml;rischen Sieg&rdquo; rechnen, sagte Carleton-Smith. Der rangh&ouml;chste unter den 7800 britischen Soldaten in Afghanistan empfahl seinen Landsleuten, sich auf ein m&ouml;gliches Abkommen mit den Taliban einzustellen. Wenn die Rebellen bereit seien, &ldquo;auf der anderen Seite des Tisches Platz zu nehmen&rdquo; und &uuml;ber eine politische Einigung zu sprechen, sei das &ldquo;eine Art Fortschritt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-582266,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Premiere gab Kundenzahl viel zu hoch an<\/strong><br>\nJeder f&uuml;nfte Premiere-Kunde existiert gar nicht. Mit dem Eingest&auml;ndnis drastisch &uuml;berh&ouml;hter Kundenzahlen hat der Bezahlsender die B&ouml;rse schockiert &ndash; der Aktienkurs st&uuml;rzte drastisch ab. Au&szlig;erdem k&uuml;ndigte das Unternehmen einen Verlust an &ndash; und erw&auml;gt laut einem Medienbericht sogar den R&uuml;ckzug von der B&ouml;rse.\n<p>Die Zahl der Abonnenten sei bei einer Neuberechnung um rund 940.000 gesenkt worden, teilte Premiere am Donnerstagabend mit. Damit entf&auml;llt etwa jeder f&uuml;nfte Premiere-Kunde. Der Aktienkurs sackte am Freitag auf 4,60 Euro ab und halbierte sich &ndash; das Papier schloss mit einem Minus von 55,6 Prozent. Zwischenzeitlich war die Aktie sogar bis auf 3,55 Euro gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,582112,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Merkel muss f&uuml;r alle zahlen<\/li>\n<li>Nach dem Scheitern des Rettungsplans f&uuml;r die Hypo Real Estate<\/li>\n<li>Ein umfassend kontrollierender Staat kann Finanzkrisen verhindern<\/li>\n<li>Zustimmung zur Bankenhilfe im Kongress<\/li>\n<li>Das Beben erreicht den Alltag<\/li>\n<li>Die Sturheit der EZB ist falsch<\/li>\n<li>Opportunismus: Pl&ouml;tzlich rufen die liberalen Wirtschaftsredaktionen nach dem Staat<\/li>\n<li>Demokratiealarm<\/li>\n<li>Frankreich<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3492\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3492","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3492"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3492\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}