{"id":34933,"date":"2016-09-09T16:30:20","date_gmt":"2016-09-09T14:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933"},"modified":"2016-09-09T16:30:20","modified_gmt":"2016-09-09T14:30:20","slug":"hinweise-des-tages-ii-263","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h01\">Second Hand im Werk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h02\">Jobcenter: &bdquo;Bedarfsdeckende Integrationen&ldquo; von ELB und LZB &ndash; L&auml;ndervergleich 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h03\">Europa muss die Lasten teilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h04\">Redezeit mit Ulrike Herrmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h05\">Merkel glaubt weiter an Freihandelsabkommen mit den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h06\">Kanada-PNR: EuGH-Generalanwalt pfeift &Uuml;berwachungsaktionismus zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h07\">Eine einmalige Leistung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h08\">Geheime Kriegsplanung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h09\">Vorbild NSA (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h10\">Stifter im Fokus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h11\">Lobbyismus auf Regierungsebene: Profit statt Menschenrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h12\">Facebook l&ouml;scht Vietnam-Kriegsfoto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h13\">Die Sache mit den DNA-Spuren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h14\">Regierungspartei in Brasilien soll Schmiergelder erhalten haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h15\">Laos und USA: Blut und Geheimnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h16\">Politische R&uuml;ckw&auml;rtsrolle spaltet die Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h17\">Christsozialwidriges Verhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h18\">Die CSU pr&auml;sentiert ein AfD-Nachplapper-Papier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34933#h19\">Trump &uuml;berholt Clinton in neuer Umfrage<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Second Hand im Werk<\/strong><br>\nEs ist fast ein Jahr her, da dankte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihrem Amtsvorg&auml;nger f&uuml;r dessen Taten. Sie war voller &raquo;Hochachtung f&uuml;r die Leistung des Reformers Gerhard Schr&ouml;der&laquo;. Den Niedriglohnsektor, den der SPD-Kanzler durch die Agenda 2010 geschaffen hat, h&auml;tte Merkel nicht durchsetzen k&ouml;nnen. Daf&uuml;r brauchte es die Sozialdemokraten im Zusammenspiel mit der Spitze der Gewerkschaften. Seitdem boomt der Arbeitsmarkt im Niedriglohnsektor. Die Zahl der Leiharbeiter ist von 282.000 auf fast eine Million angestiegen. (&hellip;)<br>\nBundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat f&uuml;r das kommende Jahr eine Novellierung des &raquo;Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetzes&laquo; angek&uuml;ndigt. Vorgesehen ist, dass Zeitarbeiter nach neun Monaten im selben Betrieb grunds&auml;tzlich die gleiche Entlohnung erhalten wie die Stammbelegschaft. Sie sollen dann nur noch h&ouml;chstens anderthalb Jahre an denselben Betrieb ausgeliehen werden d&uuml;rfen. Welchen Trick haben sich die Genossen der Bosse dieses Mal einfallen lassen, um links zu blinken und dann wieder rechts abzubiegen? Die H&ouml;chstverleihdauer von 18 Monaten gilt nur f&uuml;r einzelne Personen, aber nicht f&uuml;r den Arbeitsplatz. Unternehmen k&ouml;nnen auf ein- und demselben Arbeitsplatz dauerhaft Leiharbeiter einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-09\/035.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Da muss so manch einer sicher zum Zyniker werden: Was f&uuml;r ein Einsatz durch &ldquo;sozialdemokratische&rdquo; Minister und Politiker f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft? Die vorgesehenen Novellierungen sind im Ergebnis nicht mehr als ein schlechter Witz:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>nach neun Monaten sollen Zeitarbeiter im selben Betrieb grunds&auml;tzlich die gleiche Entlohnung erhalten wie die Stammbelegschaft,<\/em><\/li>\n<li><em>die Leiharbeiterschaft soll nur noch h&ouml;chstens anderthalb Jahre an denselben Betrieb ausgeliehen werden d&uuml;rfen und<\/em><\/li>\n<li><em>nur f&uuml;r einzelne Personen, aber nicht f&uuml;r den Arbeitsplatz gilt die H&ouml;chstverleihdauer von 18 Monaten.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Das soll allen Ernstes ein Fortschritt in Sachen Leiharbeit sein? Aber Frau Bundesministerin Nahles wird weiterhin als politisch links orientierte Politikerin bezeichnet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jobcenter: &bdquo;Bedarfsdeckende Integrationen&ldquo; von ELB und LZB &ndash; L&auml;ndervergleich 2015<\/strong><br>\nJobcenter 2015: 1,102 Millionen &bdquo;Integrationen&ldquo; (INT) von erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten (ELB), darunter 517.000 &bdquo;bedarfsdeckende Integrationen&ldquo;, bei durchschnittlich 4,330 Millionen erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten. 179.000 der &bdquo;Integrationen&ldquo; galten laut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als &bdquo;bedarfsdeckende Integrationen Langzeitleistungsbeziehender&ldquo;, bei durchschnittlich 2,881 Millionen Langzeitleistungsbeziehenden (LZB) unter der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten. Die &bdquo;Integrationsquote&ldquo; im Kennzahlenvergleich nach &sect; 48a SGB II: 25,5 Prozent. M&auml;nner: 30,8 Prozent. Frauen: 20,4 Prozent. Bayern: 32,3 Prozent. Bremen (Land): 20,4 Prozent. (unbedingt beachten: Fu&szlig;note 1 im PDF-Download!) Die vom BIAJ auf Grundlage der Statistik der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende berechnete &bdquo;bedarfsdeckende Integrationsquote&ldquo;: 11,9 Prozent. M&auml;nner: 15,2 Prozent. Frauen: 8,9 Prozent. Bayern: 16,5 Prozent. Bremen (Land): 9,4 Prozent. Und die ebenfalls vom BIAJ berechnete &bdquo;bedarfsdeckende Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehender&ldquo;: 6,2 Prozent. Th&uuml;ringen: 7,4 Prozent. Bremen (Land): 5,3 Prozent.<br>\nDie gesamten BIAJ-Materialien vom 8. September 2016 finden Sie hier: Download (PDF: drei Text- und vier Tabellenseiten mit allen Bundes- und L&auml;nderdaten; zudem nachrichtlich angef&uuml;gt: die entsprechenden Daten zu den beiden bremischen St&auml;dten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/817-jobcenter-bedarfsdeckende-integrationen-von-elb-und-lzb-laendervergleich-2015.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa muss die Lasten teilen<\/strong><br>\nDer griechische Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras empf&auml;ngt seine Amtskollegen aus S&uuml;deuropa zum Gipfel in Athen. Tispras will, dass die europ&auml;ische Sparpolitik gelockert wird. Diese habe zu einer Spaltung von Nord und S&uuml;d gef&uuml;hrt. Als zweites wichtiges Thema gilt die Fl&uuml;chtlingskrise. Gleich nach seinem Wahlsieg Ende Januar 2015 machte sich Alexis Tsipras auf den Weg nach Rom. Dem jungen griechischen Ministerpr&auml;sidenten schwebte eine Allianz vor gegen die Sparpolitik im Norden Europas. Nach dem Treffen mit etwa gleichaltrigen Matteo Renzi beschwor Tsipras den Neuanfang in Europa. &ldquo;Die katastrophale Sparpolitik hat zu einer Spaltung zwischen Nord und S&uuml;d gef&uuml;hrt, und wir m&ouml;chten nicht, dass es zu weiteren Spaltungen kommt. Wir w&uuml;nschen uns ein B&uuml;ndnis auf der Grundlage der Logik, das die gegenseitige Solidarit&auml;t in Europa wiederherstellt. Das w&auml;re hilfreich f&uuml;r alle L&auml;nder und V&ouml;lker im Norden wie im S&uuml;den.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/suedeuropa-gipfel-in-athen-europa-muss-die-lasten-teilen.1773.de.html?dram:article_id=365402\">Deutschlandfunk<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/section\/future-eu\/interview\/tsipras-euro-med-summit-will-unite-europe-not-divide-it\/?nl_ref=20222874\">Euractiv<\/a>\n<p><strong>dazu: Euro-Gruppe macht Druck auf Griechenland: &ldquo;Der Sommer ist vorbei&rdquo;<\/strong><br>\nDie Euro-Gruppe hat Griechenland vor der Auszahlung weiterer Hilfskredite zu rascheren Reformen gedr&auml;ngt, im Sommer sei zu wenig geschehen. Ifo-Chef Fuest empfiehlt, dem Land mehr Entscheidungsfreiheit zu lassen. Die Euro-Partner wollen von Griechenland bei den verlangten Reformen f&uuml;r weitere Hilfszahlungen schneller Ergebnisse sehen. &ldquo;Der Sommer ist vorbei, packt die Campingausr&uuml;stung ein&rdquo;, sagte Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bei einem Treffen der Finanzminister der W&auml;hrungsunion in Bratislava. &ldquo;Der Druck ist zur&uuml;ck. Wir brauchen wirklich Fortschritte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eurogruppe-fordert-von-athen-schnellere-reformen-a-1111638.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der neoliberale Terror gegen Griechenland wird fortgesetzt, begleitet von zynischen &Auml;u&szlig;erungen der Br&uuml;sseler und Berliner Politelite. Es wird einfach weitergemacht, so als h&auml;tte es keinen Brexit gegeben, so als w&auml;re die AfD in Mecklenburg-Vorpommern nicht aus dem Stand als zweitst&auml;rkste Fraktion in das Landesparlament eingezogen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Redezeit mit Ulrike Herrmann<\/strong><br>\nIn der Finanzkrise stand die Welt am Abgrund. Eine Situation, die alle &uuml;berraschte, auch renommierte Wirtschaftswissenschaftler. Wie ist das zu erkl&auml;ren? Und wie kann man &auml;hnliche Krisen in Zukunft verhindern?<br>\n&ldquo;Die Wissenschaft von der &Ouml;konomie steckt in der Krise&rdquo;, erkl&auml;rt Ulrike Herrmann, geboren 1964, Wirtschaftskorrespondentin der Berliner Tageszeitung, der taz. Selbst Laien falle auf, dass die herrschenden Wirtschaftstheorien nicht funktionieren, dass selbst einfachste Fragen nicht beantwortet werden k&ouml;nnen, dass &ouml;konomische Modelle nicht die Realit&auml;t spiegeln. Dabei werden in der Dauerkrisen-Situation, die seit der US-Finanzkrise im Jahr 2007 weltweit herrscht, Finanz-Experten dringend gebraucht. Sie m&uuml;ssten aber, fordert die gelernte Bankkauffrau und Historikerin, L&ouml;sungen erarbeiten und nicht die bestehenden Probleme noch verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/neugier-genuegt\/ulrike-herrmann-100.html\">WDR<\/a>\n<p><strong>dazu: &Ouml;konomenverband blamiert sich mit Auszeichnung f&uuml;r Christoph Schmidt<\/strong><br>\nEin prominenter Wirtschaftswissenschaftler t&auml;uscht mit seinen Ver&ouml;ffentlichungen die Leser und bricht in offenkundiger Weise den Ethikkodex des Verbands der deutschsprachigen Volkswirte. Die Reaktion Vereins f&uuml;r Socialpolitik (VfS): Er verleiht dem Ertappten einen Preis f&uuml;r die Beeinflussung der wirtschaftspolitischen Diskussion mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ung&uuml;nstiger h&auml;tte das Timing kaum sein k&ouml;nnen. Christoph Schmidt, der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen und Pr&auml;sident des Forschungsinstituts RWI wurde sicherlich als Empf&auml;nger des diesj&auml;hrigen Gustav-Stolper-Preises des VfS auserkoren, lange bevor ich vor einer Woche den wissenschaftlichen Betrug &ouml;ffentlich machte, den Schmidt zusammen mit dem Wirtschaftsweisen Lars Feld mit einem Beitrag zur Ungleichheitsdiskussion beging &ndash; ausgerechnet auch noch in der Hauszeitschrift des Vereins f&uuml;r Socialpolitik, den Perspektiven der Wirtschaftspolitik (PWP). Der pikante Preistr&auml;ger erkl&auml;rt wohl, warum der Verein die dringend n&ouml;tige Diskussion &uuml;ber die (fehlende) Umsetzung seines Ethikkodex tunlichst auf ein sp&auml;teres Jahr verschob.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/681-vfs-schmidt#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel glaubt weiter an Freihandelsabkommen mit den USA<\/strong><br>\nTTIP gilt in Teilen der Bundesregierung als gescheitert &ndash; doch nun bekennt sich Kanzlerin Angela Merkel erneut zum umstrittenen Freihandelsabkommen zwischen EU und USA. Bundeskanzlerin Angela Merkel h&auml;lt das Freihandelsabkommen TTIP noch nicht f&uuml;r gescheitert. &ldquo;Ich bin daf&uuml;r, dass wir das Ende der Verhandlungen abwarten und dann eine Bewertung vornehmen&rdquo;, bekr&auml;ftigte sie im Gespr&auml;ch mit der Funke Mediengruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ttip-angela-merkel-pocht-auf-freihandelsabkommen-mit-den-usa-a-1111578.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Grotesk, wie kommen Merkel und Steinmeier darauf, dass Freihandelsabkommen &ldquo;Arbeitspl&auml;tze schaffen&rdquo;? Einfach nur weil ein Freihandelsabkommen unterzeichnet wurde fallen dann Jobs vom Himmel? Wie gut das funktioniert, zeigt sich in der EU selbst, die zuerst nichts anderes als eine gro&szlig;e Freihandelszone ist. Deutschland exportiert in dieser Freihandelszone einfach seine Arbeitslosigkeit in andere L&auml;nder und Merkel besitzt dabei noch die Frechheit, die hohe Arbeitslosigkeit in anderen EU-Staaten als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die angebliche Notwendigkeit der Freihandelsabkommen heranzuziehen. Nicht minder bizarr die Behauptung von Steinmeier, Ceta werde Arbeitnehmer- und Umweltschutz sowie Sozialstandards in Europa sch&uuml;tzen. Was unter anderem Gabriels verbale Ablehnung des TTIP als reines politisches Schmierentheater entlarvt.<\/em><br>\n<em>Das alles ist &ldquo;marktkonforme&rdquo; Demokratie, der B&uuml;rgerwillen ist vollkommen irrelevant. Selbst das f&uuml;r die CDU desastr&ouml;se Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern spielt f&uuml;r Merkel keine Rolle. Das Primat der Politik, explizit der Politik Merkels, sekundiert durch die SPD, sind die &ouml;konomischen Interessen der Reichen und Superreichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kanada-PNR: EuGH-Generalanwalt pfeift &Uuml;berwachungsaktionismus zur&uuml;ck<\/strong><br>\nHeute verk&uuml;ndete der Generalanwalt des EuGH, Paolo Mengozzi, seine Einsch&auml;tzung zur Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Fluggastdatenabkommens mit Kanada. 2014 verwies das EP die Kanada-PNR-Regelung mit einem Pr&uuml;fungsauftrag an den EuGH. &Auml;hnlich wie bei dem Verh&auml;ltnis zwischen TTIP und CETA stellen die Bestrebungen mit Kanada eine Blaupause f&uuml;r die Phantasien von kooperativer Aush&ouml;hlung der Privatsph&auml;re zwischen den USA, der EU und Kanada dar. Folgt der EuGH den Empfehlungen Mengozzis (wovon sich ausgehen l&auml;sst), kann das Abkommen nicht in Kraft treten. Die heutige Abfuhr des Generalanwalts kann deshalb als Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die Abkommen mit den USA, mit Australien und f&uuml;r das innereurop&auml;ische EU-PNR gesehen werden. Dazu Cornelia Ernst, Sprecherin der Delegation DIE LINKE. und Mitglied im Innenausschuss des Europaparlaments, LIBE:<br>\n&bdquo;Ich begr&uuml;&szlig;e und teile diese Einsch&auml;tzung des Generalanwalts sehr! Wie zu erwarten war, erteilt der Generalanwalt der Vereinbarung zum Austausch der Daten von Flugreisenden zwischen der EU und Kanada eine Abfuhr, mit deutlichem Verweis auf die Unvereinbarkeit mit EU-Grundrechten. Jetzt haben wir das auch von h&ouml;chster Stelle best&auml;tigt und vielleicht &uuml;berlegen sich das die betreffenden Bef&uuml;rworterInnen in ihrem &Uuml;berwachungs-Aktionismus das n&auml;chste Mal etwas fr&uuml;her, dann h&auml;tten wir uns dieses jahrelange Prozedere sparen und &uuml;ber wirklich Wichtiges reden k&ouml;nnen: N&auml;mlich gute, durchdachte Politik und sinnvolle Ma&szlig;nahmen in der Terrorismus-Pr&auml;vention, die ja wie so h&auml;ufig auch bei den PNR-Bestrebungen als Vorwand f&uuml;r die Einf&uuml;hrung herhalten muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/10713.kanada-pnr-eugh-generalanwalt-pfeift-ueberwachungsaktionismus-zurueck.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine einmalige Leistung<\/strong><br>\nBundestagsabgeordnete haben sich zu Gehilfen Erdogans gemacht. Ihre Drohung, das Mandat zu stoppen, traf auf die Armenien-Resolution. [&hellip;]<br>\nDa w&auml;re drittens aber auch noch der Bundestag. Genauer gesagt: Die Koalitionsabgeordneten, die ein Ultimatum formulierten: Wenn wir bis zum Herbst nicht nach Incirlik d&uuml;rfen, werden wir das Bundeswehrmandat nicht verl&auml;ngern, so drohten sie &hellip; ja, wem eigentlich? Die deutschen Tornados sind nicht auf Bitten der T&uuml;rkei in Incirlik. Eher stellt die T&uuml;rkei die Luftwaffenbasis auf Bitten der internationalen Anti-IS-Koalition zur Verf&uuml;gung. In Wahrheit setzten die Abgeordneten mit ihrer Drohung also nicht die t&uuml;rkische Regierung unter Druck, die Armenien-Resolution endlich zu akzeptieren. Viel mehr setzten sie die Bundesregierung unter Druck, Ankara m&ouml;glichst schnell zu bes&auml;nftigen.<br>\nAnders gesagt: Damit der Bundestag in die T&uuml;rkei darf, n&ouml;tigte der Bundestag die Bundesregierung, von der Resolution des Bundestags Abstand zu nehmen. Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch an alle Beteiligten, das war wirklich eine einmalige Leistung!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Luftwaffenstuetzpunkt-Incirlik\/!5338317\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Geheime Kriegsplanung<\/strong><br>\nDie Regierung will mehr Geld f&uuml;r das Milit&auml;r, aber nicht verraten, wof&uuml;r es ausgegeben wird. Das NATO-&raquo;Exzellenzzentrum&laquo; in Ingolstadt ist ein Beispiel<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will mehr Geld f&uuml;r die Bundeswehr. Viel mehr Geld. Den Wehretat will sie im kommenden Jahr um 2,3 Milliarden Euro auf dann 26,6 Milliarden Euro erh&ouml;hen. Das ist die gr&ouml;&szlig;te Steigerung in ihrem Ministerium seit einem Vierteljahrhundert. Und &raquo;dabei bleibt es nicht&laquo;, wie von der Leyen in der Haushaltsdebatte am Mittwoch abend im Bundestag freim&uuml;tig bekundete. Wohlgemerkt, allein der Zuwachs f&uuml;r 2017 ist exakt die H&auml;lfte dessen, was der Bundesau&szlig;enminister f&uuml;r alle zivilen Aufgaben zur Verf&uuml;gung hat.<br>\nDie Millionen und Milliarden der Verteidigungsministerin machen die R&uuml;stungsindustrie gl&uuml;cklich. Die liefert daf&uuml;r auch mal fluguntaugliches oder &uuml;beraltertes Ger&auml;t. Zum Teil flie&szlig;t das Geld in Bereiche, &uuml;ber die Ursula von der Leyen nicht reden will. Sogenannte Exzellenzzentren etwa. Seit 2004 baut die NATO unter Federf&uuml;hrung des in den USA stationierten Oberkommandos Transformation (Allied Command Transformation) solche &raquo;Centres of Excellence&laquo;, kurz: COE, auf. Sie sollen abseits der milit&auml;rischen Befehlskette die Doktrin des westlichen Milit&auml;rpakts in verschiedenen milit&auml;rischen Themenfeldern weiterentwickeln. Deutschland nimmt in dieser neuen Struktur eine zentrale Stellung ein: Die BRD hat nicht nur 2005 das erste solche &raquo;Exzellenzzentrum&laquo; f&uuml;r Luftoperationen in Kalkar eingerichtet, sie fungiert bei drei weiteren solcher Zentren als sogenannte Rahmennation &ndash; von &raquo;F&uuml;hrung&laquo; m&ouml;chte man nicht mehr sprechen. Dar&uuml;ber hinaus ist Deutschland an 17 der insgesamt 23 offiziellen &raquo;Exzellenzzentren&laquo; beteiligt. Trotzdem findet keine &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber diese Institutionen statt. Die wenigsten Bundestagsabgeordneten sind sich ihrer Existenz bewusst, und bislang findet keine politische Kontrolle der dort behandelten Inhalte statt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-09\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Vorbild NSA (II)<\/strong><br>\nDie Spionageapparate des Bundes sollen im kommenden Jahr deutlich mehr Geld erhalten als 2016 und damit ihre F&auml;higkeiten zur &Uuml;berwachung der Telekommunikation ausbauen. Berichten zufolge wird etwa der Haushalt des Bundesnachrichtendienstes (BND) 2017 auf 808 Millionen Euro steigen; das w&auml;ren rund 75 Prozent mehr als noch im Jahr 2011. Auch das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz wird &uuml;ber einen Etat verf&uuml;gen, der fast doppelt so hoch ist wie 2009, und in Zukunft unter anderem direkten Zugriff auf das Ausl&auml;nderzentralregister erhalten. Beide Dienste sollen in die Lage versetzt werden, auch verschl&uuml;sselte Kommunikation beliebig zu dechiffrieren. Zugleich steht die Verabschiedung eines neuen BND-Gesetzes bevor, das die T&auml;tigkeit des BND massiv entgrenzt und das inzwischen von mehreren UN-Sonderberichterstattern scharf kritisiert wird: Es trage der Tatsache nicht Rechnung, dass &ldquo;der Schutz der Meinungsfreiheit&rdquo; gem&auml;&szlig; internationalen &Uuml;bereink&uuml;nften &ldquo;unabh&auml;ngig von der Nationalit&auml;t und von Grenzen&rdquo; gelten. Ohnehin best&auml;tigt ein unl&auml;ngst bekannt gewordenes Beschwerdeschreiben der Bundesdatenschutzbeauftragten, dass der BND in der Praxis geltendes Recht weitgehend ignoriert. Beobachter kommen zu dem Ergebnis, Berlin arbeite am Aufbau einer &ldquo;europ&auml;ischen NSA&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59437\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stifter im Fokus<\/strong><br>\nEin Lebenszeichen der parlamentarischen Demokratie Am 7. April ist eine gro&szlig;e Anfrage der Piratenfraktion des Landtags zum Einflu&szlig; der Bertelsmann Stiftung an die Landesregierung in NRW ergangen. Damit leistet die Partei einen historisch mutigen Beitrag auch zur Aufkl&auml;rung der Hintergr&uuml;nde der Bildungsreformen der letzten Jahrzehnte. Schon in der Anlage der Fragen wird deutlich, dass monatelange Recherchen im Hintergrund stattgefunden haben m&uuml;ssen, die es der Regierung schwer machen werden, sich aus der Aff&auml;re zu ziehen. Mit einem Wort: Wenn sie sich nicht dem Vorwurf von L&uuml;ge und Verschleierung aussetzen will, muss sie in einem beispiellosen Umfang Verflechtungen aufdecken, die dann der politischen und wissenschaftlichen Beurteilung zur Verf&uuml;gung stehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160909-stifter-im-fokus.pdf\">GBW (inkl. der gro&szlig;en Anfrage der Piratenfraktion als Anlage)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lobbyismus auf Regierungsebene: Profit statt Menschenrechte<\/strong><br>\nImmer wieder ersch&uuml;ttern Bilder von Unf&auml;llen und schrecklichen Arbeitsbedingungen in Entwicklungsl&auml;ndern die &Ouml;ffentlichkeit. Auf Initiative der UN versprach auch Deutschland, die Industrie k&uuml;nftig auf Menschenrechts-Standards im gesamten Produktionsprozess zu verpflichten: mit dem &ldquo;Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte&ldquo;. MONITOR zeigt, wie der Plan im Interesse der Industrie immer weiter entsch&auml;rft wurde &ndash; vor allem durch das Bundesfinanzministerium, das mit dem Thema eigentlich gar nicht betraut ist. Offenbar das Ergebnis eines hemmungslosen Lobbyprozesses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/lobbyismus-104.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Facebook l&ouml;scht Vietnam-Kriegsfoto<\/strong><br>\nF&uuml;r Facebook ist eine der wichtigsten Kriegsfotografien der Welt auch nur ein Fall unerlaubt ver&ouml;ffentlichter Nacktheit. Erst zensierte das soziale Netzwerk das Profil eines norwegischen Autors, dann das einer Zeitung und schlie&szlig;lich das der Premierministerin. Die E-Mail kam am Mittwochmorgen: &bdquo;Aftenposten&ldquo;, die gr&ouml;&szlig;te norwegische Tageszeitung, solle ein Bild aus ihrem Facebook-Auftritt l&ouml;schen oder es verpixeln, hie&szlig; es aus dem Hamburger B&uuml;ro des gr&ouml;&szlig;ten sozialen Netzwerks der Welt. Nacktheit sei nicht erlaubt bei Facebook, und wenn diese Vorgabe gelegentlich Kunstprojekte oder Kampagnen beeintr&auml;chtige, die einer guten Sache dienten, entschuldige man sich f&uuml;r die Unannehmlichkeit.<br>\nWas &bdquo;Aftenposten&ldquo; ver&ouml;ffentlicht hatte, war weder ein Kunstprojekt noch Teil einer Kampagne. Es war auch kein digital bearbeitetes Bild, das in erzieherischer, humoristischer oder satirischer Absicht ver&ouml;ffentlicht wurde &ndash; auch in solchen F&auml;llen beh&auml;lt sich Facebook vor, Ausnahmen zu gestatten. Es ist eine der wichtigsten Kriegsfotografien der Welt: Nick Uts Aufnahme fliehender Kinder vor den Napalm-Bomben in Vietnam aus dem Jahr 1972, in der Mitte ein neun Jahre altes M&auml;dchen, schreiend, nackt.<br>\nDer norwegische Autor Tom Egeland hatte es ein paar Wochen zuvor als eines von sieben Bildern auf Facebook beschrieben und ver&ouml;ffentlicht, die das Bild vom Krieg ver&auml;ndert haben. Facebook entfernte das Bild umgehend, und als nicht nur der Schriftsteller, sondern auch Kim Phuc selbst, vor 44 Jahren als Neunj&auml;hrige im Zentrum des ber&uuml;hmten Fotos, den Eingriff Facebooks kritisierte, wurde Egeland gesperrt. &bdquo;Aftenposten&ldquo; berichtete, ver&ouml;ffentlichte das Bild abermals, und wurde wieder von Facebook zensiert. Keine vierundzwanzig Stunden nach Absenden der E-Mail sei das Bild gel&ouml;scht worden, schreibt der Chefredakteur Espen Egil Hansen in einem offenen Brief an Mark Zuckerberg, er habe nicht einmal Zeit gehabt f&uuml;r eine Stellungnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/facebook-zensiert-ikonisches-vietnam-kriegsfoto-14427324.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Die gr&ouml;&szlig;te gemeinsame Spie&szlig;igkeit &ndash; Pr&uuml;de US-Vorortstandards<\/strong><br>\nNun hat Facebook also ein historisches Kriegsfoto f&uuml;r unangemessen befunden, eines, das wie kein anderes eine historische Episode des 20. Jahrhunderts dokumentiert und daf&uuml;r sogar den Pulitzer-Preis erhalten hat. Das Problem ist allerdings nicht, wie der Aftenposten-Chefredakteur die Sache zuspitzt, dass hier ein allm&auml;chtiger Herr Zuckerberg an einem roten L&ouml;schknopf sitzt und entscheidet, welche Diskurse stattfinden, sondern, dass Facebook nach wenig ausdifferenzierten und offensichtlich pr&uuml;den US-Vorortstandards seine Inhalte filtert. Damit f&auml;llt so mancher volksverhetzende Post unter die freie Meinungs&auml;u&szlig;erung, w&auml;hrend bei Nacktheit auf die Befindlichkeiten eines imaginierten konservativen Publikums R&uuml;cksicht genommen wird. Nicht ein Mann &uuml;bt hier Macht aus &ndash; ein ganzes Netzwerk beschneidet weltweit Diskurse auf eine fragw&uuml;rdige Schnittmenge &ndash; und das ist sogar wesentlich gef&auml;hrlicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Facebook-loescht-ikonisches-Kriegsfoto\/!5338341\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Sache mit den DNA-Spuren<\/strong><br>\nHat der NSU aus mehr als drei Leuten bestanden? Das ist eine der zentralen Fragen im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Nach der letzten Anh&ouml;rung sind jedoch die Zweifel an der Alleint&auml;terschaft des Trios gewachsen.<br>\nAuch nach viereinhalb Jahren intensiver NSU-Ermittlungen sind entscheidende Fragen noch unbeantwortet. Einige davon betreffen das Thema DNA-Spuren, erkl&auml;rt der CDU-Abgeordnete und 2. Vorsitzender im NSU-Untersuchungsausschuss, Clemens Binninger: &ldquo;Uns war aufgefallen, dass an 27 Tatorten, die dem NSU zur Last gelegt werden &ndash; zehn Morde, zwei Sprengstoffanschl&auml;ge und 15 Bank&uuml;berf&auml;lle &ndash; keine DNA-Spuren von Mundlos, B&ouml;hnhardt oder Zsch&auml;pe festgestellt werden konnten.&rdquo; Ein eigens daf&uuml;r herangezogener Sachverst&auml;ndiger habe es zumindest als au&szlig;ergew&ouml;hnlich empfunden, dass bei so vielen Tatorten keine DNA festzustellen war.<br>\nAndererseits gibt es zahlreiche DNA-Spuren, die bisher nicht zugeordnet werden konnten. Ob es tats&auml;chlich nur die drei waren, oder ob andere Personen involviert waren und es vielleicht weitere Helfer und Tatbeteiligte gegeben hat, ist deshalb f&uuml;r Mitglieder des NSU-Untersuchungsausschusses wie Irene Mihalic von den Gr&uuml;nen noch nicht gekl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nsu-untersuchungsausschuss-111.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regierungspartei in Brasilien soll Schmiergelder erhalten haben<\/strong><br>\nIn Brasilien soll die Partei von Staatschef Michel Temer in mehreren F&auml;llen Bestechungsgelder angenommen haben. Die brasilianische Zeitung Folha de S.Paulo ver&ouml;ffentlichte Informationen aus einem vorl&auml;ufigen Untersuchungsbericht des Obersten Gerichtshofes Brasiliens. Die h&ouml;chsten Summen gab es nach Berichten brasilianischer Medien im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bau des weltweit drittgr&ouml;&szlig;ten Mega-Kraftwerk Belo Monte am Xingu-Fluss im Amazonas-Gebiet. Inzwischen wird gegen sechs der zehn am Bau beteiligten Firmen ermittelt. Auch zwei deutsche Unternehmen sind an dem Projekt beteiligt. Die M&uuml;nchener Re, eine der weltweit f&uuml;hrenden R&uuml;ckversicherungsgesellschaften,  und der Technologiekonzern Siemens.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/09\/159853\/temer-brasilien-pmdb-bestechun\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Laos und USA: Blut und Geheimnisse<\/strong><br>\nMit Barack Obama besucht erstmals ein US-Pr&auml;sident Laos. Doch Laos hat eine gut 50 Jahre zur&uuml;ckreichende, schmerzhafte Geschichte mit den USA: Die Hauptrollen: ein geheimer Krieg, eine geheime Armee, eine geheime Stadt.<br>\nDie Geschichte US-amerikanischen Eingreifens in Laos hat alle Zutaten eines Thrillers. Es ist ein d&uuml;sterer Thriller, gesetzt in der Zeit des Vietnam Krieges vor rund 50 Jahren. Einer, in dem es vor allem Verlierer gibt. Der gr&ouml;&szlig;te: Das laotische Volk. Von 1964 bis 1973 flogen die USA schwerste Luftangriffe auf Laos. Die ersten f&uuml;nf Jahre davon in einem &ldquo;geheimen Krieg&rdquo;, von dem selbst der US-Kongress nichts wusste &ndash; geschweige, dass er ihn genehmigt h&auml;tte.<br>\nZwei Millionen Tonnen Bomben haben die USA &uuml;ber Laos abgeworfen, darunter 270 Millionen Streubomben. Mehr als jemals &uuml;ber einem anderen Land pro Kopf der Bev&ouml;lkerung. Weil rund 80 Millionen Streubomben nicht explodiert sind, ist rund ein Drittel des Landes mit Blindg&auml;ngern verseucht. Die fordern auch heute noch Opfer. Zuletzt Ende August: Da verletzte eine der tennisballgro&szlig;en Altlasten beim Explodieren f&uuml;nf Kinder.<br>\nObwohl es seit 20 Jahren auch von Ausland unterst&uuml;tzte Ma&szlig;nahmen zur R&auml;umung der Blindg&auml;nger gibt, erkl&auml;rt Channapha Khamvongsa: &ldquo;Manche Regionen werden wahrscheinlich nie ger&auml;umt werden k&ouml;nnen.&rdquo; Die Gr&uuml;nderin und Direktorin der Washingtoner NGO &ldquo;Legacies of War&rdquo; sch&auml;tzt im DW-Gespr&auml;ch den Anteil der bislang ger&auml;umten Fl&auml;che auf gerade mal ein Prozent. US-Pr&auml;sident Barack Obama, der jetzt als erster US-Pr&auml;sident das kleine Land in S&uuml;dostasien besucht, hat in seiner Amtszeit die US-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Altlasten-R&auml;umung immerhin deutlich erh&ouml;ht .<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/laos-und-usa-blut-und-geheimnisse\/a-19527710\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Politische R&uuml;ckw&auml;rtsrolle spaltet die Gesellschaft<\/strong><br>\nDer noch amtierende Kulturminister Kroatiens Zlatko Hasanbegovic hat mit seiner Begeisterung f&uuml;r den Hitler-Faschismus das Land tief gespalten. Bei den bevorstehenden Wahlen wird sich zeigen, f&uuml;r welche Regierung sich die Kroaten entscheiden. Bei den Wahlen f&uuml;r das kroatische Parlament, die am 8. November 2015 stattfanden, wurde die sozialdemokratisch-liberale Koalition abgew&auml;hlt. Diese Koalition hatte bei den Wahlen im Jahr 2011 leichtes Spiel, &uuml;bernahm sie doch das Land nach acht Jahren national-konservativer Regierung, die ihre Regierungszeit mit einem Korruptionsskandal beendete.<br>\nDoch auch die Sozialdemokraten und Liberalen entt&auml;uschten ihre W&auml;hler durch die Fokussierung auf einen parteiinternen Klientelismus. Deshalb verwunderte es kaum, dass bei den Wahlen vor weniger als einem Jahr eine dritte Kraft auf der politischen Szene auftauchte: Most, Die Br&uuml;cke, ein B&uuml;ndnis, das nahe den konservativen Kreisen um die katholische Kirche steht. Als das Parlament der Republik Kroatien am 15. Juli aufgel&ouml;st wurde, war damit eine kurze und katastrophale Periode der neuesten kroatischen Geschichte zu Ende gegangen. Gekennzeichnet war sie von einer Wende nach Rechts &ndash; und von einem erbitterten Widerstand, den die Kulturschaffenden dieser Wende entgegensetzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/kroatien-politische-rueckwaertsrolle-spaltet-die.1005.de.html?dram:article_id=365376\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Christsozialwidriges Verhalten<\/strong><br>\nWarum Bayerns Finanzminister es mit der Steuernachzahlung von Apple nicht so genau nimmt, wohl aber mit Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher<br>\nDer bayerische Finanzminister scheint tats&auml;chlich nicht so richtig Bock auf eine Steuernachzahlung von Apple zu haben. In der &raquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&laquo; winkte er ab, Deutschland habe mit der Nachzahlung ja nichts am Hut. Stimmt zwar nicht, die EU-Kommission glaubt, auch in Deutschland habe das Unternehmen zu wenig entrichtet, aber was k&uuml;mmern einen Mann von Welt schon so profane Einsch&auml;tzungen. Au&szlig;erdem h&auml;lt er die Forderungen f&uuml;r &uuml;berzogen, was die Beziehungen belaste. Vor allem im Hinblick auf die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA. Sein Ratschlag lautet daher: Nichts tun, Ausreden suchen, keine Mitwirkung beim Einholen von Steuern zeigen. Letzteres w&auml;re aber nicht weniger als die Aufgabe eines Finanzministers. Es sind ja doch Gelder, die der Allgemeinheit durch die Lappen gehen. Mit seinem Verhalten schadet er folglich dieser Allgemeinheit. Er verh&auml;lt sich also sozialwidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1024816.christsozialwidriges-verhalten.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die CSU pr&auml;sentiert ein AfD-Nachplapper-Papier<\/strong><br>\nKeine 24 Stunden hat es gedauert, bis Horst Seehofer Kanzlerin Angela Merkel zeigt, was er von ihrer gestrigen Aufforderung zur M&auml;&szlig;igung h&auml;lt: Rein gar nichts. Das Papier, das der CSU-Parteivorstand am Wochenende zur Fl&uuml;chtlingspolitik beschlie&szlig;en soll, ist jetzt an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt. Es ist kein Papier der M&auml;&szlig;igung. Es ist ein AfD-Nachplapper-Papier. Die Forderungen reichen von einer gesetzlichen Obergrenze von 200 000 Fl&uuml;chtlingen pro Jahr, &uuml;ber Transitzonen an der Grenze, der Zur&uuml;ckweisung von Ausl&auml;ndern ohne Bleiberecht bis hin zur Abschaffung der doppelten Staatsb&uuml;rgerschaft, einem Burka-Verbot und einem &ldquo;Einwanderungsbegrenzungsgesetz&rdquo;.<br>\nAlles gipfelt in der Aussage: &ldquo;In Zukunft muss gelten: Vorrang f&uuml;r Zuwanderer aus unserem christlich-abendl&auml;ndischen Kulturkreis.&rdquo; Und: &ldquo;Wer auf Burka und Niqab nicht verzichten m&ouml;chte, sollte sich ein anderes Land aussuchen.&rdquo; Das klingt nach mittern&auml;chtlichem Bierzeltbesuch. Gr&ouml;lende Zustimmung ist garantiert. Krachlederner l&auml;sst sich eine Position jedenfalls kaum vertreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlingspolitik-der-csu-die-csu-praesentiert-ein-afd-nachplapper-papier-1.3153343\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Trump &uuml;berholt Clinton in neuer Umfrage<\/strong><br>\nEine Umfrage des TV-Senders CNN sieht Donald Trump vor Hillary Clinton: Der republikanische Pr&auml;sidentschaftskandidat liegt derzeit zwei Prozentpunkte in F&uuml;hrung. Besonders &auml;ltere, wei&szlig;e M&auml;nner w&auml;hlen demnach Trump.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/us-wahl-2016\/us-wahl-2016-trump-ueberholt-clinton-in-neuer-umfrage\/14509734.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese &bdquo;General-Election-Umfragen&ldquo; sind witzlos, da es im US-Mehrheitswahlrecht mit seinen Wahlm&auml;nnern stets nur auf bestimmte Staaten, die sogenannten &bdquo;Swing States&ldquo; oder auch &bdquo;Battlegrounds&ldquo; ankommt. So ist es beispielsweise vollkommen klar, dass Clinton die traditionell demokratisch w&auml;hlenden nordwestlichen K&uuml;stenstaaten Vermont, Maine, Maryland oder New York holen wird. Dort f&uuml;hrt sie in den Umfragen ohnehin um L&auml;ngen. Trump wiederum wird sehr sicher die republikanischen Kernstaaten wie Idaho, West Virginia, Mississippi, Kentucky oder Texas holen. Daher macht ein Gewinn oder Verlust der Zustimmung f&uuml;r die beiden Kandidaten in diesen Staaten, in denen auch kein nennenswerter Wahlkampf gemacht wird, de facto keinen Unterschied. Ob Clinton nun New York oder Trump Texas nun mit 10 oder 30 Punkten Vorsprung gewinnt, macht keinen Unterschied, da der Gewinner ohnehin alle Wahlm&auml;nner bekommt. Entscheidend sind die Staaten, in denen es knapp wird. In diesen &bdquo;Battlegrounds&ldquo; hat Hillary Clinton jedoch immer noch einen deutlichen Vorsprung vor Trump &ndash; wenn auch mit sinkender Tendenz.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160909%20Bild_1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.realclearpolitics.com\/\">RealClearPolitics<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Wenn Sie sich also selbst einen &Uuml;berblick verschaffen wollen, wie die Chancenverteilung momentan steht, dann meiden Sie lieber die deutschen Medien und schauen direkt bei RealClearPolitics nach, wie die Werte in den &bdquo;Battlegrounds&ldquo; stehen. Denn alles andere ist wirklich Nebensache.<\/em><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160909-Bild_2.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160909-Bild_2-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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