{"id":34964,"date":"2016-09-13T08:37:18","date_gmt":"2016-09-13T06:37:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964"},"modified":"2016-09-13T08:37:18","modified_gmt":"2016-09-13T06:37:18","slug":"hinweise-des-tages-2710","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h01\">Asselborn fordert Ausschluss Ungarns aus der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h02\">Kinderarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h03\">Die nordostdeutsche Lektion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h04\">Kommunalwahlen in Niedersachsen: Ermutigende Teilerfolge f&uuml;r DIE LINKE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h05\">Angst und olle Kamellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h06\">The reporter that mistook his bias for success<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h07\">Die im Dunkeln sieht man nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h08\">Die Steuertricks der Gro&szlig;konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h09\">&Ouml;sterreich fordert mehr Investitionen in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h10\">Die Hegemonie gewinnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h11\">Hessen will f&uuml;r britische Banken K&uuml;ndigungsschutz lockern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h12\">Datenschutz in der Smart City<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h13\">Verschiebung der Sicherheitsarchitektur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h14\">Rettet die Vielfalt unseres Essens!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h15\">Das Fundament der sozialen Schere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h16\">Will the Waltons Buy the Public Schools of Massachusetts?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34964#h17\">zu guter Letzt: Putins Fachfrau f&uuml;r Faschismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Asselborn fordert Ausschluss Ungarns aus der EU<\/strong><br>\nLuxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn hat den Ausschluss Ungarns aus der Europ&auml;ischen Union gefordert.<br>\nDer Ausschluss sei &bdquo;die einzige M&ouml;glichkeit, um den Zusammenhalt und die Werte der Europ&auml;ischen Union zu bewahren&ldquo;.<br>\nHintergrund der Forderung ist der Umgang Ungarns mit Fl&uuml;chtlingen.L uxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn hat den Ausschluss Ungarns aus der Europ&auml;ischen Union gefordert. &bdquo;Wir k&ouml;nnen nicht akzeptieren, dass die Grundwerte der Europ&auml;ischen Union massiv verletzt werden. Wer wie Ungarn Z&auml;une gegen Kriegsfl&uuml;chtlinge baut oder wer die Pressefreiheit und die Unabh&auml;ngigkeit der Justiz verletzt, der sollte vor&uuml;bergehend oder notfalls f&uuml;r immer aus der EU ausgeschlossen werden&ldquo;, sagte Asselborn der &bdquo;Welt&ldquo; wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten EU-Sondergipfel zur Zukunft der Union in Bratislava.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article158094135\/Asselborn-fordert-Ausschluss-Ungarns-aus-der-EU.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wurde Herr Asselborn in diesem Punkt etwa nicht von seinen Puppenspielern aus Berlin gebrieft? Angela Merkel kann n&auml;mlich &uuml;berhaupt nichts besseres passieren, als dass ein allgemein anerkannter Unsympath wie Viktor Orb&aacute;n f&uuml;rr sie den Dreckjob auf dem Balkan &uuml;bernimmt. Orb&aacute;n  sorgt daf&uuml;r, dass die Balkanroute de facto geschlossen bleibt und stellt eine nicht zu untersch&auml;tzende abschreckende Wirkung auf Fl&uuml;chtlinge dar, die eine Flucht &uuml;ber den Balkan planen. Ohne Orb&aacute;n k&ouml;nnte Merkel nicht verk&uuml;nden, dass die Zahl der in Deutschland ankommenden Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ckgeht. Und daf&uuml;r soll &bdquo;Angelas Kettenhund&ldquo; nun bestraft werden? Aber nicht doch. So treue Diener finden sich nicht alle Tage.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt auch ein Artikel aus dem letzten September auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27444\">B&ouml;se Ungarn, gute Deutsche?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kinderarmut<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kinderarmut nimmt in Deutschland zu<\/strong><br>\nDer Anteil der Kinder, deren Familien auf Hartz IV angewiesen sind, ist in den vergangenen f&uuml;nf Jahren gestiegen.<br>\nDer Kampf gegen Kinderarmut in Deutschland kommt einer Studie zufolge nicht voran. Im vergangenen Jahr lebten laut einer Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung im Vergleich zum Jahr 2011 sogar mehr Kinder in Familien, die staatliche Grundsicherung bekommen.<br>\n&ldquo;Kinderarmut beeintr&auml;chtigt die Chancen f&uuml;r das ganze Leben&rdquo;, sagte Stiftungsvorstand J&ouml;rg Dr&auml;ger. Der Staat habe dabei eine besondere Verantwortung. Kinderarmut d&uuml;rfe sich nicht weiter verfestigen. Darum m&uuml;sse sich die Existenzsicherung daran orientieren, &ldquo;was Kinder f&uuml;r gutes Aufwachsen und Teilhabe brauchen&rdquo;, forderte Dr&auml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2016-09\/kinderarmut-deutschland-hartz-iv\">Zeti<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der absolute Zynismus sind die &Auml;u&szlig;erungen des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung J&ouml;rg Dr&auml;ger. Deutschlands einflussreichster neoliberalen Think Tank, war wesentlich an der Einf&uuml;hrung des Hartz-IV Systems beteiligt und nun beklagt dessen Vorstand die Folgen der Einf&uuml;hrung des Hartz-IV Systems.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arm bleibt arm<\/strong><br>\nBremerhaven, Gelsenkirchen und Offenbach sind die Spitzenreiter: Hier wachsen besonders viele Kinder in Armut auf. Deutschlandweit w&auml;chst laut einer Bertelsmann-Studie die Kinderarmut. F&uuml;r die meisten der knapp zwei Millionen Betroffenen ist Armut ein Dauerzustand.<br>\nJuri-Gagarin-Grundschule, Stendal-Stadtsee &ndash; der Namensgeber war der erste Mensch im Weltraum. Hoch hinaus ist er gekommen, f&uuml;r die meisten Sch&uuml;ler hier wird das vermutlich schwierig. Ihre Chancen auf eine gro&szlig;e Karriere stehen eher schlecht. Im Zukunftsranking Deutschland belegt der Kreis Stendal Platz 402 &ndash; von 402 Teilnehmern. Abgeh&auml;ngt.<br>\n80 Prozent der Eltern in Stendal-Stadtsee leben in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen. Sie haben Niedriglohnjobs, sind langzeitarbeitslos und\/oder alleinerziehend. Ein Stadtteil voller Armutsrisiken. Die Kinderarmut ist regional sehr unterschiedlich verteilt, Ostdeutschland besonders betroffen: Dort ist die Quote zwar gesunken &ndash; von 24 Prozent im Jahr 2011 auf jetzt 21,6 Prozent. Doch das bedeutet weiterhin, dass mehr als jedes f&uuml;nfte Kind dort auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen ist.<br>\nIn Westdeutschland stieg die Zahl der armen Kinder leicht an, auf jetzt 13,2 Prozent. Als Gr&uuml;nde f&uuml;r diese gro&szlig;en Unterschiede nennt Anette Stein von der Bertelsmann-Stiftung unter anderem: &ldquo;In den &ouml;stlichen Bundesl&auml;ndern ist die Arbeitslosenquote deutlich h&ouml;her als im Westen und dort gibt es zudem eine h&ouml;here Zahl an Alleinerziehenden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/kinderarmut-deutschland-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Schandfleck in einem reichen Land<\/strong><br>\nArme Kinder in einem reichen Land &ndash; das sei eine Schande, bei der sich jeder Gew&ouml;hnungsprozess verbiete, meint Birgid Becker. Der Problemdruck werde vor dem Hintergrund der Fl&uuml;chtlingskrise noch wachsen &ndash; und damit auch die Unm&ouml;glichkeit, die Kinderarmut zu verdr&auml;ngen.<br>\nMehr als 1,9 Millionen Kinder in Deutschland leben von Hartz IV. Arme Kinder in einem reichen Land, keiner wird widersprechen, das ist eine Schande, das ist ein Missstand, bei dem sich jeder Gew&ouml;hnungsprozess, jedes Gef&uuml;hl von &ldquo;das kennen wir doch schon&rdquo; verbietet.<br>\nDas Sch&auml;ndliche an der Kinderarmut wird auch nicht geringer durch den Hinweis, dass zehn Mal so viele Kinder in Deutschland nicht in materieller Armut leben, sondern in komfortablen Bedingungen, was Zuwendung, Bildung und Gesundheitsversorgung angeht &ndash; erst recht, wenn man es vergleicht mit den meisten Regionen in der Welt.<br>\nAber: Fast 1,9 Millionen arme Kinder &ndash; das bleibt, allen Relativierungen zum Trotz, eine Schande. Und wenn man Sch&auml;ndliches kategorisieren k&ouml;nnte, dann hat diese Schande so etwas wie viele &uuml;ble Schandflecke in den Unterkapiteln.<br>\nDazu z&auml;hlt, dass man zu wenig wei&szlig; &uuml;ber das Leben armer Kinder, dazu z&auml;hlt, dass es keine allseits akzeptierte Datengrundlage gibt. Z&auml;hlt man, wie jetzt die Bertelsmann-Stiftung, die Zahl der Kinder in Hartz-IV-Haushalten? Zieht man die gr&ouml;&szlig;ere Zahl der unterdurchschnittlichen Einkommensbezieher zu Rate? Legt man auf den Lebensstandard gest&uuml;tzte Modelle zugrunde &ndash; was sinnvoll, aber kompliziert ist?<br>\nEin Schandfleck, dass man nicht einmal wei&szlig; oder wissen will, wor&uuml;ber man redet. Man wei&szlig; auch nicht allzu viel &uuml;ber die Lebenssituation Alleinerziehender, deren Kinder ein besonders hohes Armutsrisiko tragen. Wie viele sind arm und wie viele rutschen in die Statistik, weil sie wegen fehlender Kinderbetreuung in Teilzeit arbeiten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kinderarmut-in-deutschland-schandfleck-in-einem-reichen-land.720.de.html?dram:article_id=365682\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Und dann wundert man sich immer noch &uuml;ber die Wahlerfolge der AfD? Es spielt dabei keine Rolle, dass in dieser Hinsicht von der AfD nichts zu erwarten ist. Die Wut vieler Menschen auf die Verh&auml;ltnisse in Deutschland und die Parteien des neoliberalen Konsenses, die diese Verh&auml;ltnisse zu verantworten haben, ist offenbar so gro&szlig;, dass sie die Wahl der AfD als einzige Form des Protestes sehen. Da hilft auch die zynische Apologetik der f&uuml;hrenden deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalisten&ldquo; nichts, die erkl&auml;ren die Populisten w&uuml;rden den Menschen mit einfachen Parolen Sand, &uuml;ber eine immer komplexer werdende Welt, in die Augen streuen. Die Frage ist, was ist komplex an der Tatsache, dass 1,9 Millionen Kinder in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen leben m&uuml;ssen, w&auml;hrend auf der anderen Seite die Verm&ouml;genskonzentration immer weiter zunimmt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Hartz IV darf sich nach Einkommen der Eltern bemessen<\/strong><br>\nWer mit Familienangeh&ouml;rigen zusammenwohnt, bekommt weniger Hartz IV. Das Einkommen der Eltern kann demnach mindernd auf die H&ouml;he der Leistungen angerechnet werden.<br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit Familienangeh&ouml;rigen leben, m&uuml;ssen K&uuml;rzungen ihrer Leistungen hinnehmen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe entschieden (Az. 1 BvR 371\/11). Demnach k&ouml;nne das Einkommen der Eltern mindernd auf die H&ouml;he der staatlichen Leistungen angerechnet werden. Damit wurde die Klage eines Hartz-IV-Empf&auml;ngers zur&uuml;ckgewiesen, der mit seinem Vater gemeinsam in einem Haushalt lebt.<br>\nObwohl der 21-j&auml;hrige Kl&auml;ger gegen&uuml;ber seinem Vater keinen Unterhaltsanspruch hat, muss er sich dessen Erwerbsunf&auml;higkeitsrente &ldquo;bedarfsmindernd&rdquo; anrechnen lassen. Solch eine Anrechnung ist laut Beschluss &ldquo;auch dann nicht ausgeschlossen, wenn zivilrechtlich kein Unterhaltsanspruch besteht&rdquo;. Ma&szlig;geblich sei allein &ldquo;das tats&auml;chliche Wirtschaften aus einem Topf&rdquo;.<br>\n&ldquo;Leben in Gemeinschaft wird bestraft&rdquo;<br>\nDie Karlsruher Richter best&auml;tigten damit &Uuml;berlegungen des Gesetzgebers, dass Menschen, die in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenleben, sich auch gegenseitig unterst&uuml;tzen, um den gemeinsamen Lebensunterhalt zu sichern. Die Minderung der Hartz-Regelleistungen auf dann 80 Prozent begr&uuml;ndet das Sozialgesetzbuch mit Einsparungen der Betroffenen etwa bei Kosten f&uuml;r die Unterkunft und die Heizung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2016-09\/hartz-iv-bundesverfassungsgericht-kuerzungen-haushalt-eltern\">Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die nordostdeutsche Lektion<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn die Welt untergeht, sollte man nach Mecklenburg gehen, da passiert alles 100 Jahre sp&auml;ter.&ldquo; Otto von Bismarck irrte: Zumindest in der Landespolitik ist Mecklenburg-Vorpommern up to date &ndash; seit dem 4. September 2016 besitzt es als zweites Bundesland einen Landtag, in dem die AfD die zweitst&auml;rkste Fraktion stellt. Mit 20,8 Prozent der W&auml;hlerstimmen verwies sie die CDU auf den dritten Platz. In Sachsen-Anhalt platzierte sie sich am 13. M&auml;rz mit 24,3 Prozent genau acht Prozentpunkte vor der LINKEN. Die SPD landete dort abgeschlagen auf Platz vier. Auch im Musterl&auml;ndle Baden-W&uuml;rttemberg schob sich die neue Rechtspartei vor die Sozialdemokraten: Mit 15,1 Prozent Stimmen erzielte sie Platz drei.<br>\nEs ist also Unsinn, der MV-Wahl einen besonders herausgehobenen Stellenwert verpassen zu wollen. Der bundesweite Dammbruch passierte am 13. M&auml;rz. Mecklenburg-Vorpommern best&auml;tigt lediglich einen Trend. Auch wenn der f&uuml;r das politisches System der Bundesrepublik desastr&ouml;s ist und deren &bdquo;politische Klasse&ldquo; scheinbar immer noch nicht begreift, was die Stunde geschlagen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2016\/09\/die-nordostdeutsche-lektion-37143.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em>Dazu aus einer Leserzuschrift: Der Wahlkampf der Linken war ein schlechter Witz. Die Plakate v&ouml;llig inhaltslos, mit Aussagen wie &ldquo;Erster! Jetzt schon Briefwahl nutzen.&rdquo;, &ldquo;F&uuml;r den Hinterkopf: 4.11. Linke w&auml;hlen&rdquo; oder &ldquo;Wie wir heute w&auml;hlen werden wir morgen leben&rdquo; kommt niemand in irgendwelche Medien. Und wenn die Linke ins Regionalprogramm des NDR (neben fast allen anderen Parteien) im Wahlkampf gezeigt wird, dann blamiert sich Herr Holter bis auf die Knochen. Welche W&auml;hler will er denn am Osteestrand erreichen? Urlauber aus Sachsen?<\/em><br>\n<em>Wenn aus der Linken mal diskussionswerte Vorschl&auml;ge einer Frau Wagenknecht kommen, dann wird sie doch von den eigenen Leuten niedergemacht. Da brauchen die Medien doch gar nichts tun.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kommunalwahlen in Niedersachsen: Ermutigende Teilerfolge f&uuml;r DIE LINKE<\/strong><br>\n[&hellip;] Landesweit kam Die LINKE (ohne W&auml;hlerb&uuml;ndnisse) auf 3,3 Prozent (+0,9) und insgesamt 225 Mandate. Einbu&szlig;en gaben es landesweit bei den Gr&uuml;nen (-3,4 auf 14.3 Prozent) und bei der SPD (-3 Prozent). Rot-Gr&uuml;n verlor die Mehrheit in Hannover und Osnabr&uuml;ck. Die AfD verfehlte ihr Ziel von 10 Prozent und kam auf 7,8 Prozent und schnitt damit schlechter ab als bei den Kommunalwahlen in Hessen. Die Wahlbeteiligung stieg um 2 Prozent .<br>\nInsgesamt spiegelt sich auch in den nieders&auml;chsischen Kommunalwahlen wachsende Unzufriedenheit mit Rot-Gr&uuml;n und den anderen etablierten Parteien wider, von der die AfD in Niedersachsen hier jedoch weniger profitieren konnte als zuletzt etwa in Mecklenburg-Vorpommern, wo sich die LINKE als Regierungspartei angedient hatte und massiv eingebrochen ist.<br>\nIn Quakenbr&uuml;ck konnte die LINKE mit Andreas Maurer (AKL) ihren Anteil auf &uuml;ber 20 Prozent steigern. Auch in Oldenburg (knapp 10 Prozent), wo sich Die LINKE mit einem coolen Plakatwand &bdquo;Keine Macht dem Kapital!&ldquo; als Systemopposition pr&auml;sentiert hatte, sowie in L&uuml;neburg, Osterholz und in Hannover (7 Prozent) gab es zum Teil deutliche Zugewinne. Mit der Teilnahme an Gro&szlig;demonstrationen gegen TTIP und CETA, dem Kampf gegen Klinikschlie&szlig;ungen, f&uuml;r eine menschenw&uuml;rdige Unterbringung von Gefl&uuml;chteten und die Beschlagnahmung von leerstehendem Wohnraum oder durch Blockaden von Naziaufm&auml;rschen wurden Stimmenverluste der LINKEN wie in Mecklenburg-Vorpommern oder in Sachsen-Anhalt vermieden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.info\/2016\/09\/ermutigende-teilerfolge\/\">Sozialismus.info<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Andreas Maurer, der in Quakenbr&uuml;ck einen sensationellen Erfolg f&uuml;r die Linke geholt hat, war &uuml;brigens schon einmal Gast bei <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/andreas-maurer\/\">KenFM<\/a> und wurde durch seine Forderung, <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/729204\/maurer-will-trotz-einreiseverbots-in-die-ukraine#gallery&amp;0&amp;0&amp;729204\">die Krim als Teil Russlands anzuerkennen bekannt<\/a>. Offenbar kommt das beim W&auml;hler gut an. Vielleicht sollte die Linke sich dar&uuml;ber einmal Gedanken machen?<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160913_CsJlfrEXYAAjpgc-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160913_CsJlfrEXYAAjpgc-1-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Angst und olle Kamellen<\/strong><br>\nJesus war Jude, kam aus dem Orient und musste gleich in den ersten Tagen seines Lebens fliehen: Gro&szlig;e Chancen, heute in Deutschland aufgenommen zu werden, h&auml;tte er vermutlich dennoch nicht &mdash; jedenfalls dann nicht, wenn das &ldquo;Einwanderungsbegrenzungsgesetz&rdquo;, das die CSU fordert, Realit&auml;t werden sollte.<br>\n200.000 Fl&uuml;chtlinge im Jahr will die Partei noch nach Deutschland lassen und das auch nur, wenn die Menschen vorzugsweise aus dem christlich-abendl&auml;ndischen Kulturkreis kommen.  Angesichts dieser Abschottungsfantasien fragt man sich, was aus der stolzen, in sich selbst ruhenden und auf bayerische Traditionen vertrauenden Christlich-Sozialen Union geworden ist? Aus dem Grundsatzprogramm, das sie heute und morgen beschlie&szlig;en will, trieft die Angst vor der AfD, deren Forderungen fast w&ouml;rtlich &uuml;bernommen werden. Souver&auml;ner Umgang mit dem Fremden sieht anders aus, die auch von der CSU gerne beschworene &bdquo;Liberalitas Bavariae&ldquo; &mdash; Weltoffenheit, Toleranz und Gro&szlig;z&uuml;gigkeit &mdash; muss man in diesem Programm mit der Lupe suchen.<br>\nNat&uuml;rlich muss Integration gut gemanagt werden. Einfach alle kommen lassen und alle nach ihrer Fasson gl&uuml;cklich werden lassen, funktioniert nicht. Aber das fordert niemand und es passiert auch nicht: Denn im Gegensatz zu den markigen Worten, welche die CSU gerne zu diesem Thema bem&uuml;ht, wird in Bayern f&uuml;r die Integration schon relativ viel getan und sie klappt auch in vielen F&auml;llen ganz gut.<br>\nDoch statt Bayern zum Vorreiter bei dieser Herkulesaufgabe zu machen, sch&uuml;rt die CSU mal wieder &Uuml;berfremdungs&auml;ngste und holt daf&uuml;r die olle Kamelle von der deutschen Leitkultur hervor. Was das sein soll? Die Frage kann nicht mal die CSU befriedigend beantworten, spricht vage vom &bdquo;gelebten Grundkonsens&ldquo;, von &bdquo;Anerkennung der Werteordnung und Pr&auml;gung des Landes&ldquo;. Die Worth&uuml;lse von der Leitkultur wird einfach durch drei weitere Worth&uuml;lsen ersetzt &mdash; klarer wird dadurch nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/angst-und-olle-kamellen-1.5474326\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> An dieser Stelle muss man in der Tat daran erinnern, dass in der Bundesrepublik seit Jahr und Tag bereits eine rechtspopulistische Partei im Bundestag sitzt: Die CSU.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>The reporter that mistook his bias for success<\/strong><br>\nHow one of the most influential German newspapers got many facts wrong in just one report.<br>\nThomas Urban, the Madrid-based Iberian correspondent of the German newspaper S&uuml;ddeutsche Zeitung, just wrote an article about the recent change in the &ldquo;right track&rdquo; that both Portugal&rsquo;s and Spain&rsquo;s reforms used to be on.<br>\nHis argument is simple:\n<ol>\n<li>The socialists created a problem in both countries&rsquo; economies. (Let&rsquo;s leave that in peace, although it is easy to find on Wikipedia that in the last 26 years, since 1990, both in Portugal and in Spain, Socialists and Conservatives have been roughly 13 years each in cabinet*).<\/li>\n<li>The Conservatives, then, &ldquo;solved&rdquo; both countries&rsquo; problem.<\/li>\n<li>And finally, Urban seems to argue, voters messed up in the last elections, both in Lisbon and in Madrid.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Urban is neither the first, nor the last, writer to blame citizens&rsquo; electoral choices. I dare to say that at least once in our lifetimes, each one of us has blamed a choice of a given people.<br>\nBut as a journalist Urban should present accurate proof of these assertions. Instead, he leaps into moving sands: &ldquo;However, although the saving recipes succeeded, in the parliamentary elections in autumn 2015 in both countries, the Conservatives lost their parliamentary majorities.&rdquo;<br>\nTo claim that both countries &ldquo;succeeded&rdquo; in their adjustment programs is a very bold, and inaccurate, claim. On the contrary: both Portugal and Spain are facing excessive budget deficit procedures in Brussels for &ndash; guess what &ndash; failing to succeed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.investigate-europe.eu\/en\/the-reporter-that-mistook-his-bias-for-success\/\">Investigate Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die im Dunkeln sieht man nicht<\/strong><br>\nDie Schere zwischen Arm und Reich &ouml;ffnet sich. Aber Gesellschaft und Medien verschlie&szlig;en die Augen davor<br>\nJeder f&uuml;nfte Deutsche ist von Armut bedroht. Nicht irgendein Forschungsinstitut hat diese Feststellung herausgegeben, sondern das Statistische Bundesamt. Die Daten sind ein Alarmzeichen f&uuml;r den im Grundgesetz garantierten Sozialstaat. 20,6 Prozent oder 16,5 Millionen Menschen sind demnach von Armut bedroht. Die Skandalzahlen, die das Leistungsversprechen des Sozialstaates dementieren.<br>\nDie Besch&auml;ftigung mit dem Thema Armut ist stets ein Kampf um die Interpretationshoheit. Wird mit den Zahlen und Ziffern &uuml;bertrieben, um Aufmerksamkeit zu erzeugen oder Stimmung zu machen? Wird verharmlost &ndash; und so das tabuisierte &bdquo;Skandalthema&ldquo; eingehegt?<br>\nDer dauernde Interpretationskampf spiegelt sich in der gesamten Medienberichterstattung wider. Denn die dokumentierte Armutsbilanz in Deutschland ist eine permanente Imageverletzung der Postulate der sozialen Marktwirtschaft. Gezielte Verharmlosung und perfide Ablenkung treffen heute auf alarmierende Statistiken und meist anonyme Schicksale. Bezogen auf die sachliche Auseinandersetzung fehlt es Journalisten meist an der notwendigen Kl&auml;rungsenergie: Was stimmt, welche Positionen und Interpretationen der Daten sind valide? Welche Befunde sind interessengeleitet oder gezielt verwirrend? [&hellip;]<br>\nDas Thema Armut hat zu wenig Raum in den Medien. Jeden Abend werden die wenigen Aktienbesitzer in der B&ouml;rse vor acht &ndash; und anderen Hauptnachrichtensendungen &ndash; &uuml;ber die Entwicklung der Kapitalm&auml;rkte informiert. Aber warum gibt es in Zeiten der gr&ouml;&szlig;ten gesellschaftlichen Spaltung seit einem Vierteljahrhundert nicht ein vergleichbar besetztes Forum der Arbeitnehmer, Sozialpolitiker, der Sprecher der Tafeln oder von engagierten Initiativen?<br>\nErst wenn wir Armut im Fernsehen f&uuml;r alle sichtbar machen, wird sie in unser Bewusstsein dringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-im-dunkeln-sieht-man-nicht-1\">Thomas Leif im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Steuertricks der Gro&szlig;konzerne<\/strong><br>\nSch&auml;tzungsweise eine Billion Euro geht den EU-Staaten im Jahr durch Steuertricks verloren. Sp&auml;testens seit den Luxleaks-Enth&uuml;llungen ist bekannt: Die wahren Steueroasen hei&szlig;en nicht Panama oder Cayman Islands, sondern Luxemburg, Niederlande oder Belgien.<br>\nInternationale Gro&szlig;konzerne wie Google, Apple und Ikea verschieben ihre Gewinne nach dem Modell Double Irish With a Dutch Sandwich und reduzieren so ihre Steuern gewaltig. Das EU-Parlament hat versucht aufzukl&auml;ren, wie es zu diesem sch&auml;dlichen Wettbewerb um die niedrigsten Steuern kommen konnte.<br>\nEin Ergebnis: Manche der EU-Mitgliedsstaaten haben den Kampf gegen die Steuerflucht bewusst sabotiert. Bei ihren Recherchen sind die Abgeordneten allerdings auf heftigen Widerstand gesto&szlig;en, auch aus den eigenen Reihen.<br>\nAnfang November 2014 erscheinen in europ&auml;ischen Medien zahlreiche Berichte &uuml;ber die Steuerpraktiken internationaler Gro&szlig;konzerne in Luxemburg. Mit den Luxleaks-Ver&ouml;ffentlichungen wurde auch die Politik zum Handeln gezwungen. Der Druck auf den frisch gew&auml;hlten EU-Kommissionspr&auml;sidenten und ehemaligen luxemburgischen Finanzminister und Premier Jean-Claude Juncker nahm zu. Abgeordnete des EU-Parlaments starteten einen Aufruf und sammelten Stimmen, um die Vorg&auml;nge in einem eigenen Ausschuss aufzukl&auml;ren.<br>\nDer Sonderausschuss Taxe 1 sollte untersuchen, ob und wenn ja, welche Fehler Kommission und Mitgliedsstaaten gemacht haben, sodass es zu diesem Steuervermeidungs-Wettbewerb kommen konnte. Immerhin sch&auml;tzt die EU-Kommission selbst, dass den EU-B&uuml;rgern pro Jahr etwa eine Billion Euro &ndash; das sind tausend Milliarden Euro an Steuereinnahmen verloren geht.<br>\nNach sechs Monaten plus Verl&auml;ngerung muss der Sonderausschuss im November 2015 seine Arbeit mit einem ern&uuml;chternden Fazit beenden. Zu viele Fragen sind offengeblieben, zum Beispiel die nach der politischen Verantwortung und nach der Rolle von Banken und Finanzinstituten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/steueroasen-in-der-eu-die-steuertricks-der-grosskonzerne.976.de.html?dram:article_id=365351\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34820\">Endlich Steuernachzahlung durch Apple gefordert. Der Fisch stinkt vom Kopf. Juncker sollte seinen Hut nehmen.<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich fordert mehr Investitionen in der EU<\/strong><br>\nDer &ouml;sterreichische Bundeskanzler Kern beklagt in der F.A.Z., dass die Sparpolitik der EU den Glauben der B&uuml;rger an die europ&auml;ische Einigung besch&auml;digt. Das f&uuml;hre zu antieurop&auml;ischen Stimmungen.<br>\nDer &ouml;sterreichische Bundeskanzler Christian Kern fordert einen grunds&auml;tzlichen Kurswechsel in der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik. Um Europa wieder zu einem &bdquo;Kontinent der Hoffnung&ldquo; zu machen, m&uuml;ssten die &ouml;ffentlichen Investitionen in der EU massiv erh&ouml;ht werden, schreibt Kern in einem Beitrag f&uuml;r die Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die im Plan der EU-Kommission f&uuml;r mehr Investitionen in Europa vorgesehenen 315 Milliarden Euro seien viel zu wenig: &bdquo;Selbst die Verdoppelung der Mittel wird wohl nicht genug sein.&ldquo;<br>\nDurch die Sparpolitik der vergangenen Jahre sei gro&szlig;er Schaden entstanden, &bdquo;denn viele Menschen in Europa haben nachhaltig unter dieser Politik gelitten, ebenso wie ihr Glaube an das Wohlstandsversprechen der europ&auml;ischen Einigung&ldquo;, schreibt der Sozialdemokrat. Das sei die Ursache f&uuml;r die zunehmende antieurop&auml;ische Stimmung. Die EU werde von &bdquo;ihren B&uuml;rgern prim&auml;r als Promotor einer unfairen Modernisierung gesehen&ldquo;, schreibt Kern, w&auml;hrend &bdquo;sie ihrem Auftrag, vor den Verwerfungen einer globalisierten Wirtschaft zu sch&uuml;tzen&ldquo;, nicht nachkomme. &bdquo;Neoliberale Apologeten und konservative Politiker versuchen, die Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Krise des europ&auml;ischen Wohlfahrtsstaates umzudeuten.&ldquo; Das f&uuml;hre zu Verunsicherung und mache anf&auml;llig f&uuml;r populistische Parolen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/f-a-z-exklusiv-oesterreich-fordert-mehr-investitionen-in-der-eu-14430705.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Hegemonie gewinnen<\/strong><br>\nEin Blick auf das jahrelang gleichbleibende Berliner Verh&auml;ltnis von Arbeitslosenzahlen und offenen Stellen von ca. 412000 zu 22000 (2015) bringt uns zu der banalen Erkenntnis, dass es sich bei der Erz&auml;hlung von arbeitsunwilligen und ungebildeten Arbeitslosen, den Unterschichten-Prolls, nicht um die Realit&auml;t, sondern um eine Propaganda-Strategie handelt. Die L&uuml;ge der faulen Arbeitslosen spielt denjenigen in die H&auml;nde, die von zu wenig und zu schlecht bezahlter Arbeit auf der einen und Intensivierung des Arbeitsalltages auf der anderen Seite profitieren.<br>\nPrek&auml;re und Erwerbslose erfahren tagt&auml;glich, dass die Verh&auml;ltnisse ihnen keine akzeptable Gegenwart und schon gar keine Zukunft bieten k&ouml;nnen. Doch um dies zu ver&auml;ndern, bedarf es mehr als dieser Erkenntnis, die in ihrer Klarheit auch nicht immer und &uuml;berall und den Betroffenen schon gar nicht automatisch bewusst ist. Erst das Besch&auml;ftigen mit den Umst&auml;nden und das Erlernen von praktischen F&auml;higkeiten und Fertigkeiten versetzt Menschen in die Lage, sich kollektiv f&uuml;r Ver&auml;nderungen einzusetzen. Das versuchen wir mit dem Aufbau einer zweisprachigen Erwerbslosenschule zu unterst&uuml;tzen. Diese sechsw&ouml;chige Workshopreihe &bdquo;BASTA! macht Schule&ldquo; zu dem Themenkomplex Erwerbslosigkeit und Armut wird von zw&ouml;lf Menschen vorbereitet, die wir &uuml;ber die Beratung kennengelernt haben. Zusammen mit dem Plenum haben sie praktische (unter anderem &bdquo;Wie wehre ich mich im Jobcenter&ldquo;) und theoretische Workshops (unter anderem &bdquo;Die Rolle von Hartz IV in der Gesellschaft und wieso wir uns manchmal schuldig f&uuml;hlen&ldquo;) ausgearbeitet, Flyer und Einladungen entworfen und so ein Projekt des gemeinsamen Lernens und Diskutierens entwickelt. BASTA! konnte dadurch die eigene Analyse sch&auml;rfen, und die Beteiligten haben viel entdeckt, vor allem das Vertrauen in ihre gemeinsame Kritik an den Zust&auml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/basta.blogsport.eu\/809-2\/hegemonie\/\">BASTA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hessen will f&uuml;r britische Banken K&uuml;ndigungsschutz lockern<\/strong><br>\nHessen bem&uuml;ht sich nach Kr&auml;ften, britische Banken nach Frankfurt zu locken. Doch die Konkurrenz ist gro&szlig;. Deshalb nimmt Finanzminister Sch&auml;fer jetzt den K&uuml;ndigungsschutz ins Visier.<br>\nDas deutsche K&uuml;ndigungsschutzgesetz sei f&uuml;r die Briten ein Hinderungsgrund, sich in Frankfurt niederzulassen, sagt Sch&auml;fer dem Finanzdienst Bloomberg. &bdquo;Wir &uuml;berlegen nun, ob man eine zus&auml;tzliche Regelung braucht, um auch jene Mitarbeiter schneller zu entlassen, die zwar keine leitenden Angestellten sind, aber vielleicht 300.000 Euro im Jahr verdienen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/hessen-will-kuendigungsschutz-lockern-um-britische-banken-anzulocken-14432075.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Zugegeben, die angepeilten Arbeitnehmer, &ldquo;die zwar keine leitenden Angestellten sind, aber vielleicht 300.000 Euro im Jahr verdienen&rdquo;, brauchen nicht unbedingt denselben Schutz wie schlecht bezahlte Arbeiter. Dennoch liegt die ganze Idee, den K&uuml;ndigungsschutz zur&uuml;ckzufahren oder die von Paris angebotene Steuersenkung, um Investmentbanken anzulocken, voll auf der neoliberalen Linie, die seit 30 Jahren unvermindert propagiert wird. *Nichts* hat sich im Denken ge&auml;ndert. Dabei mu&szlig; man ber&uuml;cksichtigen, da&szlig; Investmentbanken im Durchschnitt der Allgemeinheit keinen Nutzen bringen, sondern normalerweise schaden &ndash; und das schon au&szlig;erhalb von Finanzkrisen. *In* Finanzkrisen haben sich diese Banken dann sogar von Steuergeldern retten lassen, die sie nie gezahlt haben, wof&uuml;r dann Sozialleistungen gek&uuml;rzt wurden. Diese Parasiten sollen angelockt werden, weil die dort Angestellten auf hohe Geh&auml;lter hohe Steuern zahlen &ndash; aber zulasten der Restbev&ouml;lkerung der Preisniveau f&uuml;r Wohnungen usw. nach oben ziehen. Im &Uuml;brigen m&uuml;&szlig;te Finanzminister Sch&auml;fer wissen, da&szlig; es in Deutschland keinen K&uuml;ndigungsschutz gibt, sondern nur die arbeitsgerichtliche Notwendigkeit, Angestellten bei einer K&uuml;ndigung ggf. eine Abfindung zu zahlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Datenschutz in der Smart City<\/strong><br>\nDie Digitalisierung der Berufs- und Lebenswelten f&uuml;hrt auch zu einer Technisierung unserer St&auml;dte. Gro&szlig;e amerikanische IT Konzerne wie IBM oder Cisco haben schon vor Jahren das Gesch&auml;ftsfeld &sbquo;Smart City&lsquo; entdeckt. Jetzt legen auch SAP, Microsoft und Google mit ihren &bdquo;L&ouml;sungen&ldquo; zur effizienteren Stadtentwicklung nach. Im Kontext technischer Entwicklungen wie dem Internet der Dinge und Datensammlungen &aacute; la Big Data ist dies aus Sicht des Datenschutzes kritisch zu hinterfragen. (&hellip;)<br>\nM&ouml;glich wurde die Digitalisierung privater und beruflicher Bereiche durch den Siegeszug des Internet: Schnelle Informationsverarbeitung und Kommunikation\/Kollaboration &uuml;ber Breitband im Verbund mit der parallel dazu verlaufenden Verbreitung smarter Ger&auml;te (z.B. Smart Phones) f&uuml;hrte auch im st&auml;dtischen Raum zur Herausbildung neuer Kommunikations- und Kooperationsm&ouml;glichkeiten und -dienste. Das neue Internetprotokoll IPv6 erm&ouml;glicht einen fast unendlich erweiterten Adressierungsrahmen (im Vergleich zum beschr&auml;nkten Vorg&auml;ngerprotokoll IPv4) und damit die M&ouml;glichkeit, Milliarden von Ger&auml;ten oder Produkten mit Sensorik, Rechenkapazit&auml;t etc. &uuml;ber Internetverbindungen (Internet der Dinge\/Dienste) zu vernetzen.<br>\nBeispielsweise werden in der nordspanischen Stadt Santander Sensoren dazu verwendet, an ausgew&auml;hlten Stra&szlig;en neben der Zahl der Fahrzeuge unterschiedlichste Parameter wie etwa die Temperatur, den L&auml;rmpegel und die Lichtverh&auml;ltnisse zu erheben. Diese Sensoren sind sowohl &uuml;berirdisch in der Stra&szlig;enbeleuchtung installiert als auch im Stra&szlig;enbelag und k&ouml;nnen so Daten zum aktuellen Verkehrsfluss erfassen. In Bussen werden ebenfalls Sensoren eingebaut, um Staudaten zu &uuml;bermitteln. K&uuml;nftig sollen auch Z&uuml;ge und smarte City-Bikes f&uuml;r die Datenbeschaffung eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/datenschutz-in-der-smart-city\/#more-14661\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verschiebung der Sicherheitsarchitektur<\/strong><br>\nDie Anschl&auml;ge von W&uuml;rzburg, Ansbach und M&uuml;nchen haben &Auml;ngste und Verunsicherung in der Bev&ouml;lkerung verst&auml;rkt. Die Folgen des &raquo;Krieges&laquo; gegen den Terror werden sp&uuml;rbar. F&uuml;r die sicherheitspolitischen Hardliner der Republik ein Grund, aufzur&uuml;sten. Die Unions-Innenminister der L&auml;nder nutzen die Gunst der Stunde f&uuml;r die geistige Mobilmachung.<br>\nIn ihrer &raquo;Berliner Erkl&auml;rung&laquo; fordern sie mehr Polizeipr&auml;senz und verst&auml;rkte Video&uuml;berwachung, die Abschaffung der doppelten Staatsb&uuml;rgerschaft und schnellere Abschiebungen. Die CSU proklamiert &raquo;Sicherheit durch St&auml;rke&laquo; und will die Bundeswehr k&uuml;nftig auch im Inneren bei der Grenzsicherung oder &raquo;besonderen Gef&auml;hrdungslagen&laquo; einsetzen.<br>\nUnd Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen versuchte w&auml;hrend des M&uuml;nchner Amoklaufs[1] Fakten zu schaffen. Ihre im Textentwurf f&uuml;r das neue &raquo;Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik und zur Bundeswehr&laquo;[2] angestrebte Grundgesetz&auml;nderung, sollte gleichsam durch die Hintert&uuml;r realisiert werden. Generalinspekteur Volker Wieker versetzte auf Gehei&szlig; der Oberbefehlshaberin der Bundeswehr eine Feldj&auml;gereinheit, Sanit&auml;tstrupps und Hubschrauberregimenter in Bereitschaft &ndash; obwohl rund 2.300 Beamte der Polizei sowie Antiterroreinheiten die Lage im Griff hatten.<br>\nVorst&ouml;&szlig;e mit einer &raquo;Strategie der Militarisierung&laquo; gibt es immer wieder. Schon 1993 forderte der damalige Fraktionsvorsitzende Wolfgang Sch&auml;uble (CDU\/CSU) im Zusammenhang mit kurdischen Protesten gegen t&uuml;rkische Einrichtungen in Deutschland, den Inlandseinsatz der Bundeswehr auszuweiten. In sp&auml;teren Jahren wurde der Einsatz der Streitkr&auml;fte im Kontext mit dem m&ouml;glichen Abschuss von entf&uuml;hrten Passagierflugzeugen debattiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/verschiebung-der-sicherheitsarchitektur\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die repressiven Absichten der Unionsparteien hingewiesen &ndash; hier zwei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34604#h02\">Innere Sicherheit: Musterhaft auf dem Weg zu mehr Repression<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34730#h09\">Bundeswehr in Inneren: Klaus Bouillon: &bdquo;Ich erwarte gr&uuml;nes Licht f&uuml;r die &Uuml;bungen&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rettet die Vielfalt unseres Essens!<\/strong><br>\n30 000 Lebensmittelprodukte und mehr stehen in einem gr&ouml;&szlig;eren Supermarkt. Bananen im Sortiment sind ein Muss, duftiger Basmatireis aus Indien geh&ouml;rt zum Standard, Erdbeeren sind meist sogar im Winter zu haben, und die Auswahl an Brotsorten, S&uuml;&szlig;waren oder Tiefk&uuml;hlkost ist riesig. Nie schien die Auswahl gr&ouml;&szlig;er, es mangelt an nichts.<br>\nErst bei genauerem Hinsehen erweist sich das vermeintliche Schlaraffenland als Trugbild. In vielen Verpackungen stecken die gleichen Zutaten. Hergestellt aus nur noch wenigen Pflanzenarten, die seit wenigen Jahrzehnten den weltweiten Anbau zunehmend dominieren. 50 000 Pflanzenarten gelten weltweit als essbar, doch nur 30 davon sichern die Weltern&auml;hrung, darunter Mais, Weizen, Reis und Kartoffeln.<br>\nDas allein w&auml;re kein Problem, aber auch bei den einzelnen Nutzpflanzenarten sind immer weniger Sorten in Gebrauch. Allein 30 000 Maissorten gab es einst weltweit, doch nur ein paar Dutzend davon werden in gr&ouml;&szlig;erem Stil angebaut, gentechnisch-ver&auml;nderte Pflanzen dominieren.<br>\nBesorgniserregend ist die Lage bei Bananen. Fast die ganze Ernte rund um den Globus h&auml;ngt von einer einzigen Sorte ab und die ist durch Sch&auml;dlinge und Krankheiten bedroht. Z&uuml;chter suchen verzweifelt nach Ersatz. Selbst bei &Auml;pfeln, dem liebsten Obst der Deutschen, bleibt die Diversit&auml;t auf der Strecke. 20 000 Apfelsorten wurden einst weltweit gez&auml;hlt, im Supermarkt bekommen Kunden heute h&ouml;chstens noch sechs Sorten angeboten. Die Folge: Alte Sorten werden nicht mehr gehegt, sie verschwinden f&uuml;r immer und mit ihnen geht auch ihr einzigartiger Geschmack verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ernaehrung-rettet-die-vielfalt-unseres-essens-1.3154872\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Fundament der sozialen Schere<\/strong><br>\nAkademikerkinder haben es leichter zu studieren. Das zeigte Prof. Dr. Andr&auml; Wolter bei einer Tagung zum Thema soziale Durchl&auml;ssigkeit im Mai diesen Jahres einmal mehr. Anhand zahlreicher Statistiken belegte er, dass die Selektion f&uuml;r den Studienzugang st&auml;rker &uuml;ber die Schulen als durch die Hochschulen erfolgt. Der Gymnasialbesuch ist bei gleicher Kompetenz f&uuml;r Kinder aus der oberen Dienstklasse zwei- bis dreimal h&ouml;her als f&uuml;r Arbeiterkinder. Die Studierwahrscheinlichkeit f&uuml;r Jugendliche aus einem Akademikerhaushalt sechsmal so hoch, wie f&uuml;r Jugendliche, deren Eltern h&ouml;chstens einen Hauptschulabschluss haben. Dass nur 2,6% der Studienanf&auml;nger auf nicht-traditionellem Weg zum Studium gelangen, zeigt welche Auswirkungen bereits die Schulwahl hat. Doch warum muss &uuml;berhaupt eine Wahl getroffen werden?<br>\nIch habe selbst eine Erzieherausbildung gemacht. Dabei habe ich durch ein Praktikum in einem Jugendclub einen Einblick in die Phase des Schulwechsels bekommen. Dort habe ich mit Hilfe des dortigen Sozialarbeiters ein Projekt der Schulsozialarbeit entwickelt. Der Austausch mit den Lehrern hat mir das Problem verdeutlich, welche sich hinter der Zahl verbirgt, dass fast die H&auml;lfte aller Sch&uuml;ler der 8.Klasse in Deutschland das Gymnasium besucht.<br>\nWas ist das Problem? Daf&uuml;r muss man sich die typische Gruppendynamik einer Klasse verdeutlichen. Vor dem Schulwechsel von der Grund- auf eine weiterf&uuml;hrende Schule entsteht dabei ein gewisses Gleichgewicht. Die leistungsstarken Sch&uuml;ler_innen genie&szlig;en die Anerkennung der Lehrer_innen durch gute Noten. Sie werden dadurch zum Vorbild f&uuml;r die meisten anderen Sch&uuml;ler_innen. Die leistungsschw&auml;cheren Sch&uuml;ler_innen hingegen erfahren diese Anerkennung durch die Lehrer_innen kaum. Je schwerer es erscheint auch einmal zu den Leistungsst&auml;rkeren zu geh&ouml;ren, desto wahrscheinlicher holen sich diese Sch&uuml;ler_innen ihre Anerkennung von der Gruppe durch auff&auml;lliges Verhalten &ndash; und nicht von den Lehrer_innen. Sie sind die Coolen oder die Klassenclowns. Was passiert nun, wenn man diese Gruppe anhand der Noten relativ mittig teilt und ans Gymnasium oder an die Oberschule schickt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2016\/09\/12\/das-fundament-der-sozialen-schere\/\">was bildet ihr uns ein?<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Will the Waltons Buy the Public Schools of Massachusetts?<\/strong><br>\nWow! I have seen billionaires put money into elections on behalf of charter schools around the country, but this one takes the cake.<br>\nAlice Walton and Jim Walton of Arkansas really want Massachusetts to have more charter schools. They must be very unhappy that the public schools of the Bay State are #1 in the nation. Clearly, the state needs disruption and market forces to shake up its highly successful school system.<br>\nMercedes Schneider writes that the two Waltons gave $1.828,770 to the campaign in Massachusetts to increase the number of charters in the state by a dozen a year in perpetuity.<br>\nMercedes writes:<br>\nAccording to the September 09, 2016, filing of the Massachusetts ballot committee, Yes on 2, billionaire Arkansas resident Alice Walton is one of two individuals providing the $710,100 in funding to promote MA Question 2, raising the charter school cap.<br>\nAlice Walton provided $710,000.<br>\nA second contributor, Massachusetts resident Frank Perullo provided $100 in order to establish the committee.<br>\nAnd then, the Alice Walton cash was moved to another Question 2 ballot committee: $703,770.29 of Alice Walton&rsquo;s Yes on 2 committee money was expended to fund Question 2 ballot committee, Campaign for Fair Access to Quality Public Schools, where it was combined with billionaire Arkansas resident Jim Walton&rsquo;s contribution of $1,125,000, thus making the total Walton contribution to the two committees $1,835,000 (and total Walton contribution to the latter committee, $1,828,770.29).<br>\nThe Campaign for Fair Access total on its Sept 09, 2016, filing was $2,292,183 for 43 contributors&ndash; with 79 percent of that money ($1,828,770 \/ $2,292,183) arriving from two out-of-state billionaires.<br>\nIn other words, 95 percent of contributors (41 out of 43) provided only 21 percent of the total funding on the Campaign for Fair Access Sept 2016 report.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/dianeravitch.net\/2016\/09\/12\/mercedes-schneiderwill-the-waltons-buy-the-public-schools-of-massachusetts\/\">Diane Ravitch&rsquo;s blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Putins Fachfrau f&uuml;r Faschismus<\/strong><br>\nMaria Sacharowa spricht f&uuml;r das russische Au&szlig;enministerium &ndash; in schroffsten T&ouml;nen. Wer sich gegen ihr Land stellt, ist rasch ein &ldquo;Faschist&rdquo;. Damit steht sie f&uuml;r die neue H&auml;rte der Kreml-Propaganda.<br>\nMit vornehmen T&ouml;nen hat es Maria Sacharowa nicht so. &ldquo;Niemand hat das Recht, das Gedenken an die Soldaten der Roten Armee zu manipulieren &ndash; nur deswegen, weil die Mehrheit von ihnen diesen Leuten nicht mehr auf die Fresse hauen kann&rdquo;, hat sie einmal gesagt. Oder dass das Kiewer Regime &ldquo;bald im All verschwinden&rdquo; werde. Und dass die &ldquo;Eurob&uuml;rokratie in die Zeit der heiligen Inquisition zur&uuml;ckgekehrt&rdquo; sei, weil sie sich kritisch mit der Berichterstattung russischer Zeitungen besch&auml;ftige.<br>\nSacharowa ist Sprecherin des russischen Au&szlig;enministeriums, 40 Jahre alt, Doktorin der Geschichte. Sie tr&auml;gt au&szlig;erdem den Titel eines &ldquo;Au&szlig;erordentlichen und Bevollm&auml;chtigten Gesandten zweiter Klasse&rdquo; &ndash; und fungiert seit gut einem Jahr als &ouml;ffentliche Stimme von Au&szlig;enminister Sergej Lawrow.<br>\nAm vergangenen Donnerstag war sie wieder mal in Form: &ldquo;Solche Artikel sind Faschismus. Moderner, nur leicht maskierter Faschismus. Was der &lsquo;Guardian&rsquo; geschrieben hat, ist furchtbar.&rdquo; W&auml;hrend eines Briefings kn&ouml;pfte sich die Diplomatin die britische Zeitung vor. Diese hatte in ihrem Bericht von der Er&ouml;ffnung der Paralympics in Rio eine Bemerkung gemacht, die sie offensichtlich unertr&auml;glich fand. Die farbenpr&auml;chtige und stimmungsvolle Show, so hatte es im &ldquo;Guardian&rdquo; gehei&szlig;en, sei durch die wei&szlig;russische Mannschaft getr&uuml;bt worden, weil die bei ihrem Einmarsch die russische Flagge geschwungen habe. Als Protest gegen den Ausschluss der russischen Mannschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/russische-propaganda-maria-sacharowas-scharfer-ton-a-1111722.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.L.:<\/strong> als Leser Ihrer NachDenkSeiten erfreue ich mich h&auml;ufig an den qualifizierten und damit zitierbaren Ver&ouml;ffentlichungen. Gleichzeitig bin ich aber auch ein Freund der leichten Unterhaltung. Daher konsumiere ich ebenfalls SPON und andere Online-Angebote. Dabei bin ich &uuml;ber einen Beitrag gestolpert, der die von Ihnen thematisierte Medienmanipulation sehr anschaulich darstellt. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Sprecherin des Au&szlig;enministeriums &ndash; Putins Fachfrau f&uuml;r Faschismus&ldquo; wird &bdquo;die neue H&auml;rte der Kreml-Propaganda&ldquo; vorgestellt, die jeden Russland-Kritiker schnell zum Faschisten erkl&auml;rt (&hellip;).<\/em><br>\n<em>Nach ein paar Sekunden der Google-Suche war ich dann nicht &uuml;berrascht, dass die Kombination &bdquo;Hitler&ldquo; und &bdquo;Assad&ldquo;; &bdquo;Saddam&ldquo;; &bdquo;Milosevic&ldquo;; &bdquo;Putin&ldquo; immer wieder auch zu SPON gef&uuml;hrt hat. Nun will ich SPON keine Seriosit&auml;t in der Berichterstattung unterstellen. Aber auch als Freund der leichten Unterhaltung war ich entt&auml;uscht. So billig muss man seine Propaganda ja nun auch nicht an den Leser\/Konsumenten bringen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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