{"id":34981,"date":"2016-09-14T08:43:24","date_gmt":"2016-09-14T06:43:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981"},"modified":"2016-09-14T08:43:24","modified_gmt":"2016-09-14T06:43:24","slug":"hinweise-des-tages-2711","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h01\">Hacker bezichtigen Williams-Schwestern und Turnerin Biles des Dopings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h02\">Macht einen Deal mit Assad!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h03\">Barroso bei Goldman Sachs statt der EU: Erst das Gesch&auml;ft, dann die Moral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h04\">Von der Leyens R&uuml;stungsberater geht zur&uuml;ck zu McKinsey<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h05\">Der Roboter, die Arbeitspl&auml;tze und die Grundbed&uuml;rfnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h06\">Die neue Macht des &ldquo;Club Med&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h07\">TTIP: EU-Gericht ber&auml;t &uuml;ber B&uuml;rgerinitiative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h08\">&bdquo;Der Fluch des Bargelds&ldquo; von Ken Rogoff ist ein auf ironische Weise sehr lehrreiches Buch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h09\">Keynes war nicht links, sondern konservativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h10\">Sch&ouml;ne Worte, wenig Substanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h11\">Nato-Strategie in Osteuropa: Die Sache mit Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h12\">Strategische Autonomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h13\">Gemeinsame &Uuml;bung von Bundeswehr und Polizei: Einigung in Sicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h14\">Netanyahu provoziert mit Siedler-&Auml;u&szlig;erung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h15\">USA zahlen Israel milliardenschwere Milit&auml;rhilfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h16\">Kurden: T&uuml;rkische Regierung setzt weiter auf H&auml;rte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h17\">Abschiebungen nach Afghanistan: Zur&uuml;ck ins Elend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34981#h18\">Facebook Is Collaborating With the Israeli Government to Determine What Should Be Censored<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hacker bezichtigen Williams-Schwestern und Turnerin Biles des Dopings<\/strong><br>\nEine Hackergruppe namens &ldquo;Fancy Bears&rdquo; behauptet, sich Zugang zu den Daten der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada verschafft zu haben. Die Gruppe listet auf ihrer Webseite fancybear.net mehrere US-amerikanische Sportler auf &ndash; darunter die Turnerin Simone Biles oder die Tennisspielerinnen Serena und Venus Williams -, die angeblich positiv auf verschiedene Pr&auml;parate getestet worden seien. Die Sportler w&uuml;rden leistungssteigernde Mittel einnehmen, f&uuml;r die sie sich Ausnahmegenehmigungen verschafft h&auml;tten. [&hellip;]<br>\nUm positive Dopingtests w&uuml;rde es sich hierbei de facto nicht handeln, da f&uuml;r alle diese Substanzen Ausnahmegenehmigungen aufgelistet werden. Der Dopingforscher Perikles Simon kritisiert diese Praxis, die zur Einnahme verbotener Substanzen berechtigt. &ldquo;Das ist ein richtiger Stimulus zum Dopen&rdquo;, sagte er dem &ldquo;Tagesspiegel&rdquo;. &ldquo;Wenn ein Hochleistungsathlet liest, was er alles nehmen darf, wenn er einen Arzt findet, der ihm die Ausnahmegenehmigung erteilt &ndash; dann ist es f&uuml;r mich logisch und konsequent, dass er das auch versucht. Da ist dem Athleten kein Vorwurf zu machen. Der Fisch stinkt hier vom Kopf, und zwar gewaltig.&rdquo;<br>\nDas Regelwerk &ouml;ffne T&uuml;r und Tor f&uuml;r Missbrauch. &ldquo;Diese ganzen Ausnahmegenehmigungen sind geradezu ein Stachel in das Herz der sauberen Athleten &ndash; sie m&uuml;ssen bef&uuml;rchten, dass sie ins Hintertreffen geraten&rdquo;, sagte Simon. &ldquo;Es darf im Elitesport &uuml;berhaupt keine Ausnahmegenehmigungen geben, weil sie den Wettbewerb verzerren. Wenn einer krank ist, wenn er Asthma hat oder sonst was, dann kann er eben nicht im Hochleistungssport starten. Wer nur 1,50 Meter gro&szlig; ist, kann auch nicht in der NBA Basketball spielen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/sport\/fancy-bear-hacker-bezichtigen-williams-schwestern-und-turnerin-biles-des-dopings\/14539820.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Der Tagesspiegel geht nicht nur als einzige gro&szlig;e deutsche Zeitung auf die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34977\">Doping-Leaks<\/a> ein, sondern bringt sogar &uuml;ber den Befragten Perikles Simon n&uuml;tzliche Hintergrundinfos. Damit ist es die absolute Ausnahme. Fokus.de und Deutschlandfunk bringen die Meldung d&uuml;nn und am Rande, SPIEGEL Online und BILD.de, also die beiden ganz gro&szlig;en Plattformen, die sich vor und w&auml;hrend der Spiele auch ganz gro&szlig; am Russland-Bashing beteiligt haben, schreiben lieber gar nichts. Die Tagesschau bringt zwar <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/sport\/wada-doping-113.html\">eine Kurzmeldung<\/a> &ndash; geht jedoch nicht kritisch auf den Inhalt der Leaks ein, sondern verurteilt stattdessen die russischen Hacker. Seltsam, als es um Schweizer ITler ging, die Bankdaten deutscher Steuerhinterzieher ver&ouml;ffentlicht haben, fand auch die Tagessschau das ganz toll. Ok, es waren Schweizer und keine Russen.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber zur&uuml;ck zum eigentlichen Thema. Was Simon Perikles im Tagesspiegel aufzeichnet, ist im groben eine sehr weit verbreitete Dopingpraxis im Leistungssport. Bei der Tour de France legen bis zu zwei Drittel aller Fahrer solche &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/medizin\/krankheiten\/asthma\/article\/459210\/viele-asthmatiker-kampf-ums-gelbe-trikot.html\">Ausnahmegenehmigungen<\/a>&ldquo; vor, die dann bescheinigen, dass sie angebliche &bdquo;Asthmatiker&ldquo; sind und ganz legal mit Anabolika wie <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/anabolika-mehr-muskelmasse-1.713594\">Salbutamol<\/a> dopen d&uuml;rfen. Nat&uuml;rlich g&auml;be es auch Mittel gegen Husten und Asthma, die keinen anabolen Nebenwirkungen haben &ndash; <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/medizin\/krankheiten\/asthma\/article\/459210\/viele-asthmatiker-kampf-ums-gelbe-trikot.html\">aber die Radler haben ja auch kein Asthma<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macht einen Deal mit Assad!<\/strong><br>\nRusslands Syrien-Politik mag dem Westen nicht gefallen, hat aber eine bestechende Logik. (&hellip;) Russland sch&auml;tzt Assad nicht daf&uuml;r, was er ist, sondern daf&uuml;r, wogegen er steht: gegen Farbenrevolutionen im Stile des Arabischen Fr&uuml;hlings, die Moskau als &auml;u&szlig;erst destabilisierend empfindet, gegen den IS und andere Dschihadisten sowie gegen die Einmischung des Westens. Im Gegensatz zu anderen autorit&auml;ren Regimen im Nahen Osten, die von Revolutionen, ausl&auml;ndischen Interventionen und B&uuml;rgerkriegen zerst&ouml;rt wurden, war Damaskus auch nach f&uuml;nf Jahren Krieg noch nicht am Boden. In Putins Augen hatte sich Assad die Hilfe von Russland daher redlich verdient. W&auml;re Assad 2015 gest&uuml;rzt worden, w&auml;re Syrien heute wohl ein Kalifat. Moskaus Eingreifen hat dies verhindert. Es ist mehr als erstaunlich, welche Kehrtwende die USA, Europa und k&uuml;rzlich auch die T&uuml;rkei in ihrer Haltung zu Assad vollzogen haben. Heute besteht die allgemeine Bereitschaft, ihn noch geraume Zeit an der Macht zu halten. Was die syrische Opposition angeht, so ist Russland nie von einer L&ouml;sung des Konflikts ausschlie&szlig;lich zu Assads Bedingungen ausgegangen. Bisher hat Russland jedoch keinen etablierten und glaubw&uuml;rdigen Partner gefunden, der ernsthafte politische Verhandlungen mit Assad f&uuml;hren k&ouml;nnte. Die Opposition ist zersplittert und agiert uneinheitlich; inzwischen ist sie zudem in hohem Ma&szlig;e von Dschihadisten der Al-Nusra-Front abh&auml;ngig, die seit Kurzem unter dem neuen Namen &bdquo;Dschabhat Fatah asch-Scham&ldquo; firmiert. Sie erweist sich im Hinblick auf eine L&ouml;sung des Konflikts als gr&ouml;&szlig;erer Hemmschuh als ein sturer, widerspenstiger Assad. (&hellip;) Konfrontation steht nicht im Mittelpunkt der Westpolitik Russlands im Nahen Osten, auch wenn der Einsatz der russischen Luftwaffe das Monopol der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten auf ein milit&auml;risches Eingreifen in der Region beendet und damit die Weltordnung nach Ende des Kalten Krieges erneut umgest&uuml;rzt hat. Russland ist ernsthaft daran interessiert, diplomatisch und milit&auml;risch mit dem Westen zu kooperieren, allerdings auf Augenh&ouml;he. Bisher k&ouml;nnen sich in den USA und andernorts allerdings nur wenige daf&uuml;r erw&auml;rmen. Solange sich dies nicht &auml;ndert, wird die Beziehung zwischen Russland und dem Westen wohl weiterhin angespannt und vorwiegend taktisch gepr&auml;gt bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/macht-einen-deal-mit-assad-1610\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Barroso bei Goldman Sachs statt der EU: Erst das Gesch&auml;ft, dann die Moral<\/strong><br>\nJuristisch ist dem fr&uuml;heren EU-Kommissionschef Barroso nichts vorzuwerfen. Er hielt die vorgeschriebene Karenzzeit bis zum Wechsel zu Goldman Sachs ein. Die Konsequenzen der EU bleiben deshalb eher symbolisch. Und Barroso ist kein Einzelfall. (&hellip;) Barroso ergatterte einen Spitzenjob bei der Investmentbank Goldman Sachs. Sie hat traditionell beste Verbindungen in die Welt der Politik. Das Unternehmen gilt als &auml;u&szlig;erst professionell, erfahren und zukunftsorientiert, ist auch als Berater diverser Regierungen mit monet&auml;ren Problemen gefragt. Goldman-Sachs ist zum Beispiel in Griechenland aktiv &ndash; nicht immer zur Freunde der Br&uuml;sseler Buchpr&uuml;fer. Das Barroso-Engagement gilt der EU-Kommission jedenfalls als &Auml;rgernis, nicht zuletzt, weil er Lobbyarbeit macht und Gesch&auml;ftsinteressen auch gegen&uuml;ber der EU vertreten soll, die ihm zehn Jahre lang praktisch unterstand. &ldquo;Die aus dieser Aufgabe erwachsene Verantwortung kann und sollte nicht mit dem Ende der Amtszeit enden&rdquo;, kritisiert die Br&uuml;sseler Organisation Lobbycontrol, &ldquo;ein Wechsel in einen Lobbyjob sollte sich schon aus dieser Verantwortlichkeit heraus von selbst verbieten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/barroso-eu-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von der Leyens R&uuml;stungsberater geht zur&uuml;ck zu McKinsey<\/strong><br>\nZwei Jahre war er Ursula von der Leyens R&uuml;stungsexperte. Jetzt wechselt Gundbert Scherf &uuml;bergangslos zu McKinsey, der gro&szlig;en Beratungsfirma mit Kunden in Politik und Industrie. V&ouml;llig normal, findet das Ministerium. (&hellip;) Der Wechsel wirft aber Fragen auf. Scherf ist heute einer der intimsten Kenner aller R&uuml;stungsdeals der Bundeswehr. Nun geht er zur&uuml;ck zu McKinsey, einem Unternehmen also, das der Politik, aber auch der R&uuml;stungsindustrie zu Diensten steht. Dort, so unken Kritiker, seien seine Insiderkenntnisse sicher wertvoll, schlie&szlig;lich habe er R&uuml;stungsmanager rund um den Globus bestens kennengelernt. Beispiele f&uuml;r m&ouml;gliche Interessenkonflikte lassen sich leicht finden. Schon heute ber&auml;t McKinsey das Bundesamt f&uuml;r Ausr&uuml;stung und Informationstechnik, sozusagen den Chefeink&auml;ufer der Bundeswehr. Und ausgerechnet Anfang 2017 wird das Ministerium einen Topf von 208 Millionen Euro f&uuml;r Beratervertr&auml;ge f&uuml;r diverse Projekte vergeben, viele der Auftr&auml;ge w&auml;ren sicher auch f&uuml;r McKinsey interessant.Im Ministerium aber kann offiziell niemand etwas an der Personalie Scherf finden. Dass Mitarbeiter mit Expertise in die freie Wirtschaft gingen, sei &ldquo;v&ouml;llig normal&rdquo;, hei&szlig;t es lapidar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ursula-von-der-leyens-ruestungsberater-geht-zu-mckinsey-a-1112078.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Roboter, die Arbeitspl&auml;tze und die Grundbed&uuml;rfnisse<\/strong><br>\nBedroht der Roboter die Arbeitspl&auml;tze? Diese uralte Frage wird derzeit von konservativen Medien und &Ouml;konomen neu gestellt. Mit bedrohlichem Unterton verweigert man sich der Antwort, die ganz einfach &bdquo;Nein&ldquo; hei&szlig;t. Auf der linken Seite des politischen Spektrums konstruiert man eine Welt, wo die moderne Technik helfen soll, die &bdquo;Grundbed&uuml;rfnisse&ldquo; zu befriedigen &ndash; aber auch das hat mit der Realit&auml;t nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/der-roboter-die-arbeitsplaetze-und-die-grundbeduerfnisse\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die neue Macht des &ldquo;Club Med&rdquo;<\/strong><br>\nWeniger Sparen und keine &ldquo;Festung Europa&rdquo;: Die Regierungschefs des S&uuml;dens schlie&szlig;en sich zusammen und k&ouml;nnten tats&auml;chlich wichtige EU-Entscheidungen blockieren. Aus dem Norden kommen h&auml;mische Reaktionen. (&hellip;) Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras hatte zu einem vielleicht historischen Treffen geladen: Zum ersten Mal in der EU-Geschichte haben sich die Regierungs- bzw. Staatschefs der wichtigsten Mittelmeerstaaten zu einer eigenst&auml;ndigen Gruppe zusammengefunden. Neben Gastgeber Tsipras sa&szlig;en Hollande und Renzi sowie die Regierungschefs aus Portugal, Zypern und Malta am Tisch. Mariano Rajoy schickte aus Spanien einen Staatssekret&auml;r, der Konservative ist nur Interimsregent. Das konnte die anderen nur wenig verdrie&szlig;en. In Athen entdeckten sie ein ganz neues Gemeinschaftsgef&uuml;hl. Renzi und Tsipras fielen sich in die Arme, Hollande strahlte. Hatte Frankreichs Pr&auml;sident zu seinen Nachbarn bislang lieber Abstand gehalten, sieht er sich jetzt als &ldquo;Seniorchef&rdquo; der neuen politischen Gruppierung. Obwohl Portugal genaugenommen kein mediterranes Land ist, weil es keine Mittelmeerk&uuml;ste hat, f&uuml;hlt es sich in dem Kreis gut aufgehoben. Wenn Europas S&uuml;den tats&auml;chlich dauerhaft zusammenfindet, wird es spannend in der EU. Bislang geben dort die Deutschen und ihre verb&uuml;ndeten Nordlichter den Ton an, in Stil und Inhalt konservativ bis traditionalistisch. Denen geht mit dem Brexit der Briten freilich ein m&auml;chtiger Verb&uuml;ndeter verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-italien-und-co-die-neue-macht-des-club-med-a-1111897.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP: EU-Gericht ber&auml;t &uuml;ber B&uuml;rgerinitiative<\/strong><br>\nDas Gericht der Europ&auml;ischen Union ber&auml;t heute in Luxemburg &uuml;ber die Zulassung einer B&uuml;rgerinitiative gegen das geplante Handelsabkommen TTIP mit den USA. Die Gruppe mit dem Namen &ldquo;Stopp TTIP&rdquo; wollte sich 2014 als offizielle EU-B&uuml;rgerinitiative registrieren lassen. Weil die Kommission in Br&uuml;ssel das nicht zulie&szlig;, wollen die Organisationen das nun vor Gericht erwirken. Ein Urteil wird erst in einigen Monaten erwartet. In dem Verfahren geht es auch um den Einfluss der B&uuml;rger. Eine offiziell registrierte EU-B&uuml;rgerinitiative mit mindestens einer Million Unterschriften aus wenigstens sieben EU-L&auml;ndern kann die Kommission auffordern, einen Rechtsakt vorzuschlagen. Die Organisatoren haben dann die M&ouml;glichkeit, ihre Initiative bei einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung im Europaparlament vorzustellen. Zudem muss die EU-Kommission eine formelle Antwort ver&ouml;ffentlichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ttip-eu-gericht-beraet-ueber-buergerinitiative.447.de.html?drn:news_id=655567\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Der Fluch des Bargelds&ldquo; von Ken Rogoff ist ein auf ironische Weise sehr lehrreiches Buch<\/strong><br>\nMit &bdquo;The Curse of Cash&ldquo; hat der Harvard-Professor und ehemalige Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds, Ken Rogoff, ein Buch voller Falschdarstellungen und Auslassungen vorgelegt. Deren Zusammenschau macht &uuml;berdeutlich, wessen Interessen Rogoff vertritt. Sein Buch ist dadurch auf eine unbeabsichtigte Weise sehr informativ. (&hellip;) Im Interview mit dem Handelsblatt hatte Rogoff 2015 auf den Einwand hin, die B&uuml;rger h&auml;tten kein ausfallsicheres Zahlungsmittel mehr, wenn man Bargeld weitgehend abschaffte, erwidert, selbstverst&auml;ndlich m&uuml;sse man den B&uuml;rgern einen Ersatz bieten. Das k&ouml;nne ein Jedermannkonto bei der Notenbank sein, oder ein Konto bei einer staatlich garantierten Bank &ndash; nach dem Vorbild der fr&uuml;heren Postsparkasse. Davon ist in seinem Buch nun keine Rede mehr. Darin geht es nur noch darum, dass jedem ein, notfalls subventioniertes Konto bei einer Gesch&auml;ftsbank offenstehen m&uuml;sse. Ein subventioniertes (Gesch&auml;fts-)Bankkonto f&uuml;r Arme ist etwas ganz anderes als die M&ouml;glichkeit f&uuml;r Alle, ein sicheres Konto bei einer staatlichen oder staatlich garantierten Bank zu f&uuml;hren. In einem aktuellen Streitgespr&auml;ch auf BBC hielt ihm Fran Boait von Positive Money ebenfalls entgegen, dass die Menschen kein vor Bankinsolvenzen sicheres Geld mehr h&auml;tten, wenn Bargeld abgeschafft w&uuml;rde. Rogoff wich aus. Auch als die Moderatorin nachfragte, kam nichts zum Thema. F&uuml;r die Gesch&auml;ftsbanken w&auml;re es von gro&szlig;em Schaden, wenn B&uuml;rgern ein staatlich garantiertes Alternativangebot offen st&uuml;nde. Es w&uuml;rde ihre M&ouml;glichkeiten zur Geldsch&ouml;pfung reduzieren und sie einer st&auml;rkeren Disziplinierung aussetzen, weil Geld abflie&szlig;en w&uuml;rde, wenn sie das Vertrauen der Kunden verspielen. Statt in Bargeld w&uuml;rden die Menschen dann in staatliche garantierte Konten fl&uuml;chten. (&hellip;) Es gibt aus meiner Sicht keinen begr&uuml;ndeten Zweifel, dass Rogoffs schriftstellerisches Engagement Teil des &bdquo;Kriegs der Finanzbranche gegen das Bargeld&ldquo; ist, und das auch die wichtigsten  Notenbanken an seiner Seite eifrig mitmachen. Nur die Bundesbank und wenige andere sind etwas rebellisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/buchtipps\/684-curse-of-cash\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Keynes war nicht links, sondern konservativ<\/strong><br>\nUlrike Herrmann h&auml;lt die Wirtschaftswissenschaften f&uuml;r eine Religion<br>\nTrotz einiger eklatanten Fehlaussagen sitzt die neoklassische Wirtschaftslehre bis zum heutigen Tag nicht nur an den Universit&auml;ten fest im Sattel. In ihrem Buch Kein Kapitalismus ist auch keine L&ouml;sung h&auml;lt Ulrike Herrmann mit Smith, Marx und Keynes dagegen. Ein Gespr&auml;ch mit der Autorin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49400\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sch&ouml;ne Worte, wenig Substanz<\/strong><br>\n&bdquo;Die von mir geleitete Europ&auml;ische Kommission hat&ldquo;, so Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker im Juni, &bdquo;einen europaweiten Dialog zur Schaffung einer sozialen S&auml;ule er&ouml;ffnet, womit wir vor allem auch die Arbeitnehmerrechte st&auml;rken wollen&ldquo;. Ein erster Entwurf mit dem Titel &bdquo;Die europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte&ldquo; (The European Pillar of Social Rights) gelangte bereits im vergangenen Jahr an die &Ouml;ffentlichkeit. Im M&auml;rz 2016 sind weitere EU-Papiere erschienen, aus denen im Laufe dieses Jahres ein Dokument &bdquo;mit rechtsverbindlichem Charakter&ldquo; werden soll. Die Rechtsexperten Klaus L&ouml;rcher und Isabelle Sch&ouml;mann vom Europ&auml;ischen Gewerkschaftsinstitut haben die kursierenden Schriftst&uuml;cke analysiert. Ihr Urteil: Mangelhaft! Die zun&auml;chst vergleichsweise ambitionierten Pl&auml;ne seien bereits jetzt stark verw&auml;ssert, sagen L&ouml;rcher und Sch&ouml;mann. Die urspr&uuml;ngliche Absicht, ein Regelwerk zu schaffen, das Europa &ndash; in Anlehnung an die von Ratingagenturen vergebenen Noten f&uuml;r Wertpapiere &ndash; ein &bdquo;soziales Dreifach-A&ldquo; einbringe, werde nun nicht mehr formuliert. Auch die 2015 von Juncker geforderte &bdquo;gleiche Bezahlung f&uuml;r den gleichen Job am gleichen Ort&ldquo; komme nicht mehr vor. An die Stelle von Rechten und Vorschriften traten weniger verbindliche Formulierungen. Zudem fragen die Rechtsexperten: Warum zielt die Initiative nur auf die W&auml;hrungsunion, nicht auf die ganze EU? Und: Wieviel Soziales steckt wirklich hinter den Pl&auml;nen? Der grunds&auml;tzliche Standpunkt der EU-Kommission sei klar, so L&ouml;rcher und Sch&ouml;mann. Die &bdquo;soziale S&auml;ule&ldquo; werde keineswegs als Wert an sich betrachtet, sondern lediglich als Hilfsmittel f&uuml;r ungest&ouml;rtes Wirtschaftswachstum. Dass es hier nicht um einen Paradigmenwechsel gehe, sei schon daran zu erkennen, dass auch der Ladenh&uuml;ter &bdquo;Flexicurity&ldquo; Eingang in das Konzept gefunden habe. Skeptisch stimmen au&szlig;erdem die j&uuml;ngsten &Auml;u&szlig;erungen der Kommission zu Mitbestimmung; ihre Juristen haben zuletzt Argumente derer &uuml;bernommen, die Mitbestimmung im Aufsichtsrat mithilfe des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zu Fall bringen wollen. So bezweifeln die ETUI-Experten, dass die geplante &bdquo;soziale S&auml;ule&ldquo; Besch&auml;ftigten oder Arbeitslosen irgendeine substanzielle Verbesserung bringen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/67109_67124.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nato-Strategie in Osteuropa: Die Sache mit Russland<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier schl&auml;gt eine R&uuml;stungsobergrenze f&uuml;r das Baltikum vor. Beifall von dort hat er nicht zu erwarten. (&hellip;) Immer wieder ist der SPD-Politiker in den vergangenen Monaten auf Russland zugegangen. Er wirbt f&uuml;r den Abbau der europ&auml;ischen Sanktionen und f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr Russlands in den Kreis der G8-Staaten. Zwei Wochen vor seiner Reise nach Riga brachte er dann auch noch ein Vorhaben ins Spiel, dass den Russen besser gefallen d&uuml;rfte als den Partnern im Osten der EU: eine R&uuml;stungsobergrenze f&uuml;rs Baltikum. Anfang September hatte Steinmeier die Au&szlig;enminister der OSZE-Staaten nach Potsdam eingeladen und ihnen dort einen Vorschlag gemacht: Russland und der Westen sollen sich auf ein neues System der R&uuml;stungskontrolle einigen. Auf dem Papier existiert so ein System zwar seit Ende des Kalten Krieges. Sp&auml;testens die Ukraine-Krise hat aber gezeigt: Es funktioniert nicht mehr. Ein Plan, der nicht gerade Begeisterung ausl&ouml;ste &ndash; auf keiner Seite.Zentrales Element ist der sogenannte KSE-Vertrag: Im Jahr 1990, nur sechs Wochen nach der deutschen Einheit, vereinbarten die Staaten der Nato und des Warschauer Pakts ein Abr&uuml;stungsprogramm. Beide Seiten zerst&ouml;rten freiwillig tausende Panzer, Raketen und Kampfflugzeuge. Sp&auml;ter aktualisierten sie den Vertrag und legten neue Obergrenzen fest. Das funktionierte mehr oder weniger &ndash; bis die baltischen Staaten 2004 der Nato beitraten, ohne den KSE-Vertrag zu unterzeichnen. Das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis r&uuml;ckte damit an Russlands Grenzen, ohne dass die vereinbarten Kontrollmechanismen griffen. In der Folge setzten die Russen den Vertrag erst aus. Unter dem Eindruck des Ukraine-Konflikts erkl&auml;rten sie ihn mittlerweile offiziell f&uuml;r tot. Ausgerechnet in der schwersten sicherheitspolitischen Krise seit dem Ende des Kalten Kriegs steht Europa somit ohne funktionierende R&uuml;stungskontrolle da.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Nato-Strategie-in-Osteuropa\/!5339668\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wo ist der Vorschlag, um die w&uuml;nschenswerte R&uuml;stungskontrolle in eine gesamteurop&auml;ische Sicherheits- und Kooperationsstruktur zu integrieren? Die Dualit&auml;t aus Abschreckung und Dialogbereitschaft ist nur die Wiederauflage des kalten Krieges. Das ist ein R&uuml;ckschritt und kein tragf&auml;higes Zukunftskonzept.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Strategische Autonomie<\/strong><br>\nDie Bundesregierung dringt energisch auf konkrete Schritte zum umfassenden Ausbau der EU-Milit&auml;rkooperation und verlangt einen entsprechenden Beschluss des Europ&auml;ischen Rats binnen drei Monaten. Detailforderungen sind in einem Papier enthalten, das Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr franz&ouml;sischer Amtskollege Jean-Yves Le Drian vor dem informellen EU-Gipfel an diesem Freitag vorgelegt haben. Demnach sollen ein EU-Hauptquartier zur F&uuml;hrung milit&auml;rischer Einheiten und ziviler Begleitkr&auml;fte eingerichtet, der Aufbau eines EU-Sanit&auml;ts- und eines EU-Logistikkommandos in die Wege geleitet und zudem eine EU-gemeinsame Offiziersausbildung zwecks Schaffung eines &ldquo;europ&auml;ischen Geists&rdquo; im Milit&auml;r initiiert werden. Die Vorst&ouml;&szlig;e finden zunehmend Beifall in Br&uuml;ssel und diversen EU-Hauptst&auml;dten. Die Milit&auml;rkooperation solle von einer Gruppe voranpreschender Mitgliedstaaten realisiert werden, ohne dass andere ein Veto einlegen k&ouml;nnten, fordern Berlin und Paris. Der Schritt sei m&ouml;glich, da Gro&szlig;britannien aus der EU austrete, hei&szlig;t es; nur London habe eine engere Streitkr&auml;ftekooperation innerhalb der EU bislang verhindert. Es gehe um &ldquo;europ&auml;ische strategische Autonomie&rdquo;. (&hellip;) Das neue Papier zum Ausbau der EU-Milit&auml;rkooperation, das Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr franz&ouml;sischer Amtskollege Jean-Yves Le Drian vor dem informellen EU-Gipfel am Freitag in Bratislava vorgelegt haben, nimmt ausdr&uuml;cklich Bezug auf die am 29. Juni offiziell vorgestellte neue Globale Strategie f&uuml;r die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik der EU. Wie von der Leyen und Le Drian konstatieren, fordert die Strategie ein milit&auml;risch &ldquo;st&auml;rkeres Europa&rdquo; und &ldquo;europ&auml;ische strategische Autonomie&rdquo;; Letzteres l&auml;uft auf gr&ouml;&szlig;ere Eigenst&auml;ndigkeit gegen&uuml;ber der NATO respektive den Vereinigten Staaten hinaus. Die Strategie m&uuml;sse nun &ldquo;z&uuml;gig in konkrete Aktionspl&auml;ne &uuml;bersetzt werden, insbesondere im Bereich der Sicherheit und Verteidigung&rdquo;, hei&szlig;t es weiter in dem Papier der beiden Verteidigungsminister; dazu m&uuml;sse jetzt &ldquo;schnellstm&ouml;glich&rdquo; ein &ldquo;spezifisches Folgedokument&rdquo; entwickelt werden. Dazu lege man &ldquo;konkrete Vorschl&auml;ge&rdquo; vor. Das Bundesverteidigungsministerium merkt ausdr&uuml;cklich an, die Vorschl&auml;ge basierten &ldquo;inhaltlich &hellip; auf dem vor der Sommerpause beschlossenen Wei&szlig;buch der Bundesregierung&rdquo;. Sie entsprechen also vollumf&auml;nglich nationalen deutschen Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59439\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gemeinsame &Uuml;bung von Bundeswehr und Polizei: Einigung in Sicht<\/strong><br>\nBewaffnete Soldaten, die gemeinsam mit der Polizei einen Anti-Terror-Einsatz in Baden-W&uuml;rttemberg &uuml;ben &ndash; das gefiel den Gr&uuml;nen weniger. Nach Gespr&auml;chen mit dem Koalitionspartner CDU scheint der Dissens beigelegt. Der Streit zwischen den Gr&uuml;nen und der CDU &uuml;ber eine gemeinsame &Uuml;bung von Bundeswehr und Polizei in Baden-W&uuml;rttemberg ist laut Gr&uuml;nen-Landtagsfraktionschef Andreas Schwarz so gut wie beigelegt. Innenminister Thomas Strobl (CDU) habe ihm erkl&auml;rt, dass es sich bei der f&uuml;r Februar 2017 geplanten &Uuml;bung um eine so genannte Stabs&uuml;bung handele.Es z&ouml;gen keine bewaffneten Soldaten &ouml;ffentlich auf, sondern die Verantwortlichen von Polizei und Bundeswehr unterhielten sich an einem gro&szlig;en Tisch &uuml;ber Kommunikationswege und m&ouml;gliche Materialanforderungen der Polizei, zum Beispiel von Hubschraubern. Dies sei in Ordnung, sagte Schwarz am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/uebung-von-bundeswehr-und-polizei-in-baden-wuerttemberg-einigung-in-sicht\/-\/id=1622\/did=18102882\/nid=1622\/y87clh\/\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Waren die Gr&uuml;nen urspr&uuml;nglich auch als Friedenspartei gegr&uuml;ndet worden so entfernen sie sich von den Prinzipien des Friedens und einer Friedenspolitik leider immer mehr. Dieser Vorgang ist dabei lediglich ein weiteres Indiz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Netanyahu provoziert mit Siedler-&Auml;u&szlig;erung<\/strong><br>\nEine Rede des israelischen Regierungschefs Netanyahu schl&auml;gt hohe Wellen. In einem Facebook-Video verglich er die R&auml;umung j&uuml;discher Siedlungen im Westjordanland mit &ldquo;ethnischen S&auml;uberungen&rdquo;. (&hellip;) Die Debatte geht &uuml;ber Israel hinaus, denn Netanyahu hatte der internationalen Staatengemeinschaft vorgeworfen, die Forderung nach einer ethnischen S&auml;uberung zu unterst&uuml;tzen. Die Bundesregierung, die den Siedlungsbau kritisiert, kommentierte den schwerwiegenden Vorwurf bisher nicht. In Washington dagegen reagierte die Sprecherin des US-Au&szlig;enministerium, Elisabeth Trudeau, ver&auml;rgert: &ldquo;Die Verwendung dieser Terminologie ist unangebracht und nicht hilfreich. Wir teilen seine Auffassung nicht, dass Mitglieder der internationalen Gemeinschaft ethnische S&auml;uberungen unterst&uuml;tzen, wenn sie gegen den Siedlungsbau sind oder ihn als Hindernis ansehen.&rdquo; Doch in den USA ist Wahlkampf. Ein Sprecher des republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Donald Trump kritisierte die Stellungnahme der Regierung in Washington und erkl&auml;rte: Israels Regierungschef habe mit seinem PR-Video den Nagel auf den Kopf getroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/netanyahu-vorwurf-ethnische-saeuberung-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>USA zahlen Israel milliardenschwere Milit&auml;rhilfen<\/strong><br>\nWie das US-Au&szlig;enministerium mitteilte, wird Washington von 2019 bis 2028 eine Rekordsumme an Jerusalem zahlen. Berichten zufolge geht es um 38 Milliarden Dollar. Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden. Im Gegenzug verpflichtet sich Israel den Angaben zufolge dazu, US-Milit&auml;rprodukte zu kaufen anstelle von heimischen. Zuletzt zahlten die USA pro Jahr etwa 3,1 Milliarden US-Dollar Milit&auml;rhilfe an Israel. Das Land ist der wichtigste Verb&uuml;ndete der USA im Nahen Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nahost-usa-zahlen-israel-milliardenschwere-militaerhilfen.447.de.html?drn:news_id=655893\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kurden: T&uuml;rkische Regierung setzt weiter auf H&auml;rte<\/strong><br>\nPKK-Chef Abdullah &Ouml;calan ruft erneut zum Frieden in den kurdischen Gebieten auf. Sein Bruder Mehmet &Ouml;calan verlas in Diyarbakir nach seinem Besuch auf der Gef&auml;ngnisinsel Imrali eine Erkl&auml;rung &Ouml;calans. Der Hungerstreik wurde daraufhin beendet. Die Festnahmen und Absetzungen von DBP\/HDP B&uuml;rgermeistern gehen unvermindert weiter. Am Sonntag besuchte Mehmet &Ouml;calan seinen Bruder Abdullah &Ouml;calan auf der Gef&auml;ngnisinsel Imrali. Dies war der erste Familienbesuch seit zwei Jahren. Er &uuml;berbrachte am Montag eine Botschaft seines Bruders der Parteizentrale der kurdischen DBP in Diyarbakir (kurd. Amed). Die kurdische Nachrichtenagentur ANF ver&ouml;ffentlichte den Wortlaut der Erkl&auml;rung. Demnach gehe es &Ouml;calan &ldquo;k&ouml;rperlich gut&rdquo;. Details &uuml;ber seine Haftbedingungen f&uuml;hrte er nicht aus. [&hellip;] Kritik an der T&uuml;rkei kommt aber auch von demgegen&uuml;ber weniger bekannten deutschen Oppositionspolitikern. So bezeichnete Tobias Pfl&uuml;ger, der stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, die Absetzung der gew&auml;hlten DBP\/HDP B&uuml;rgermeister als &ldquo;&Uuml;berschreiten einer roten Linie&rdquo;. Er forderte im Namen der Partei, dass beim EU-Gipfel am kommenden Freitag die Staats- und Regierungschefs die Beitrittsverhandlungen und den Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei beenden m&uuml;ssen. Dar&uuml;ber hinaus fordert die Linke ein Ende der milit&auml;rischen, polizeilichen und geheimdienstlichen Zusammenarbeit mit der T&uuml;rkei und einen Abzug der Bundeswehr. [&hellip;] Langsam geht auch aus der deutschen Berichterstattung deutlicher hervor, dass die Kurden weder in Nordsyrien noch in der T&uuml;rkei separatistische Ziele verfolgen, wie dies oft f&auml;lschlich dargestellt wird. Es geht nicht um einen Kurdenstaat, um ein autonomes Kurdistan, wie dies immer wieder als Schreckgespenst an die Wand gemalt wird. Diese Pl&auml;ne verfolgt einzig und alleine der konservative Pr&auml;sident der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, Barsani &ndash; aber nur unter seiner Herrschaft. Die t&uuml;rkischen und syrischen Kurden und ihre Verb&uuml;ndeten fordern vor allem demokratische Strukturen in der T&uuml;rkei wie in Syrien und die Anerkennung als ethnische Minderheiten. Sie wollen in der T&uuml;rkei wie auch in Syrien hin zu einem f&ouml;deralen System und weg von einer Zentralregierung, die immer wieder neue Autokraten hervorbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Kurden-Tuerkische-Regierung-setzt-weiter-auf-Haerte-3319529.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Nicht lange ist&acute;s her, da erkannte der Deutsche Bundestag mit gro&szlig;er Mehrheit die Verfolgung der Armenier in der T&uuml;rkei Anfang des 20. Jahrhunderts als Genozid an. Vor kurzem dann lie&szlig; er sich von Steffen Seibert, dem Sprachrohr Angela &ldquo;Wir schaffen das&rdquo; Merkels, der Schweigsamen, desavouieren, der dieses Votum ins L&auml;cherliche relativierte. Zu gleicher Zeit wird weitgehend wortlos zugesehen, wie der kurdischen Bev&ouml;lkerung der T&uuml;rkei sowie Syriens mehr und mehr &Auml;hnliches widerf&auml;hrt. Und wieder, wie damals bei den Armeniern, gibt es indirekt Unterst&uuml;tzung aus Deutschland. Versteh&acute; einer noch unsere bisweilen so enthaltsamen Abgeordneten!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Abschiebungen nach Afghanistan: Zur&uuml;ck ins Elend<\/strong><br>\nDeutschland will Zehntausende in das &raquo;sichere Herkunftsland&laquo; Afghanistan abschieben. Mehr als eine Million Binnenfl&uuml;chtlinge vegetieren dort in Lagern. Die Regierung in Kabul ist fast soweit, einem Abkommen &uuml;ber die Abschiebung afghanischer Fl&uuml;chtlinge aus Deutschland zuzustimmen. Das meldet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Nach Angaben des Magazins ist die afghanische Regierung bereit, neben &raquo;freiwilligen&laquo; R&uuml;ckkehrern auch mit Zwang Abgeschobene aufzunehmen. Afghanistan habe f&uuml;r dieses Entgegenkommen, zu dem es v&ouml;lkerrechtlich nicht verpflichtet ist, zu Beginn der Verhandlungen zwei Milliarden Euro als Integrationshilfe gefordert. Die Bundesregierung habe abgelehnt und darauf verwiesen, dass die EU j&auml;hrlich 430 Millionen Euro &raquo;Hilfsgelder&laquo; nach Kabul &uuml;berweist. Wieviel davon in Wirklichkeit gar nicht in Entwicklungsprojekte flie&szlig;t, sondern in die Subventionierung von Polizei, Milit&auml;r und Grenzschutz, ist nicht bekannt. (&hellip;) F&uuml;r die meisten Betroffenen wird die &raquo;Heimkehr&laquo; voraussichtlich in einem Lager enden. Die Zahl der afghanischen Binnenfl&uuml;chtlinge ist von 500.000 im Jahre 2013 auf 1,2 Millionen gestiegen, meldete Amnesty International Ende Mai. Die Menschen vegetieren in den Lagern &raquo;unter abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des &Uuml;berlebens dahin&laquo;, hie&szlig; es in dem Bericht der Hilfsorganisation. Sie h&auml;tten oft kein Dach &uuml;ber dem Kopf, w&uuml;rden unzureichend ern&auml;hrt und h&auml;tten kaum Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung, Ausbildung oder Erwerbsarbeit. Das Kalk&uuml;l der Bundesregierung liegt auf der Hand: Falls es ihr wirklich gelingt, der deutschen Bev&ouml;lkerung ausgerechnet Afghanistan als &raquo;sicheres Herkunftsland&laquo; zu verkaufen, wird kaum noch ein Fl&uuml;chtling aus irgendeinem anderen Teil der Welt vor Abschiebung sicher sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-13\/001.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> So viel zu humanistischer Ader und Empathief&auml;higkeit unserer Regierung allgemein und der Bundeskanzlerin im Besonderen. Merkw&uuml;rdige Interpretation von &ldquo;Wir schaffen das&rdquo;. Die Methode erinnert mich an die Frage, wie man f&uuml;nfzig Leute in einem Mini unterbringt. L&ouml;sung: Zwei zum Ansehen auf die R&uuml;ckbank, der Rest &ndash; verborgen von der Kamera &ndash; direkt zur Beifahrert&uuml;r wieder raus. Um mit Angela Merkels Worten zu sprechen: Das ist nicht mein Deutschland!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Facebook Is Collaborating With the Israeli Government to Determine What Should Be Censored<\/strong><br>\nThe Associated Press reports today from Jerusalem that &ldquo;the Israeli government and Facebook have agreed to work together to determine how to tackle incitement on the social media network.&rdquo; These meetings are taking place &ldquo;as the government pushes ahead with legislative steps meant to force social networks to rein in content that Israel says incites violence.&rdquo; In other words, Israel is about to legislatively force Facebook to censor content deemed by Israeli officials to be improper, and Facebook appears eager to appease those threats by working directly with the Israeli government to determine what content should be censored. (&hellip;) One of the early promises of the internet, a key potential benefit, was its ability to equalize disparities, to enable the powerless to communicate as freely and potently as the powerful, and to politically organize in far more efficient ways. Those who continually call on companies such as Facebook and Twitter to censor content are seriously jeopardizing those values, no matter how noble their motives might be. It is difficult to imagine any scenario more at odds with the internet&rsquo;s promise than Facebook executives and the Israeli government meeting to decide what Palestinians will and will not be allowed to say.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/09\/12\/facebook-is-collaborating-with-the-israeli-government-to-determine-what-should-be-censored\/\">Glenn Greenwald in The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-34981","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34981"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34981\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34984,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34981\/revisions\/34984"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}