{"id":3500,"date":"2008-10-09T09:48:32","date_gmt":"2008-10-09T07:48:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3500"},"modified":"2008-10-09T09:57:56","modified_gmt":"2008-10-09T07:57:56","slug":"hinweise-des-tages-749","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3500","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen<\/p><ul>\n<li>Lohnverzicht: Nutzen f&uuml;r den Arbeitsmarkt unbewiesen<\/li>\n<li>IWF: Deutsche Wirtschaft stagniert 2009<\/li>\n<li>IMK: Finanzmarktkrise kann innerhalb des kommenden Jahres &uuml;berwunden werden<\/li>\n<li>Sieben Zentralbanken senken Zinsen<\/li>\n<li>Zur Bek&auml;mpfung der Finanzmarktkrise<\/li>\n<li>Bundesregierung glaubt noch an Markt<\/li>\n<li>Steinbr&uuml;ck fordert Acht-Punkte-Plan<\/li>\n<li>Lucas Zeise: Ende der Party<\/li>\n<li>Wie weiter mit dem sozialen Europa?<\/li>\n<li>K&ouml;hler billigt EU-Reformvertrag<\/li>\n<li>Warum wichtige Leistungen f&uuml;r Patienten gek&uuml;rzt werden<\/li>\n<li>Amtshilfe per Sch&uuml;tzenpanzer<\/li>\n<li>Bertelsmann-Stiftung fordert eine &ldquo;harte Anpassung&rdquo; der Wirtschafts- und Sozialpolitik Venezuelas<\/li>\n<li>Akademischer Aderlass in Italien<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3500&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Lohnverzicht: Nutzen f&uuml;r den Arbeitsmarkt unbewiesen<\/strong><br>\nVer&auml;nderungen des Lohnniveaus haben Auswirkungen auf den Besch&auml;ftigungsstand. Was die Sache kompliziert macht: Sie l&ouml;sen gegenl&auml;ufige Effekte aus. So erlauben sinkende oder stagnierende L&ouml;hne den Exporteuren, mit preisg&uuml;nstigen Produkten gr&ouml;&szlig;ere Marktanteile zu erobern und mehr Leute einzustellen. Wer seine Produkte im Inland verkauft, leidet dagegen unter der Geldknappheit der Verbraucher und wird eher Stellen streichen. Die entscheidende Frage ist, welcher Effekt &uuml;berwiegt.\n<p>Der Wirtschaftsprofessor J&uuml;rgen Kromphardt, ehemals Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung, und die Volkswirtin Stephanie Schneider haben theoretische und empirische Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung, Wirtschaftskraft und Besch&auml;ftigungsstand ausgewertet. Ihre Analyse kommt zu dem Schluss, die Wirkungen von Lohnzur&uuml;ckhaltung seien &ldquo;weder hinreichend erforscht noch eindeutig&rdquo;. Was die Entwicklung in Deutschland betrifft, &auml;u&szlig;ern sie allerdings die Vermutung, &ldquo;dass die Lohnzur&uuml;ckhaltung zwar die Exporte beg&uuml;nstigt hat, dass diese Vorteile jedoch durch die von ihr verursachte schwache Binnennachfrage wieder zunichte gemacht wurden&rdquo;. <\/p>\n<p>Seit 1996 haben die Arbeitnehmer den neutralen Verteilungsspielraum nicht mehr ausgesch&ouml;pft. Empirische Studien zeigen, dass eine schwache Konsumnachfrage infolge sinkender Lohnquoten f&uuml;r sich genommen zu wirtschaftlichen Einbu&szlig;en f&uuml;hrt, so die Wissenschaftler. Nicht ganz so klar f&auml;llt die Antwort auf die Frage aus, ob niedrige Lohnabschl&uuml;sse gleichzeitig auch nennenswerte positive Effekte ausl&ouml;sen &ndash; etwa durch Exporterfolge oder h&ouml;here Investitionen als Folge gestiegener Gewinne. &Ouml;konomen, die Ver&auml;nderungen der Lohnquote und ihre Konsequenzen f&uuml;r Wirtschaftskraft und Besch&auml;ftigungsstand untersucht haben, kommen f&uuml;r verschiedene L&auml;nder und Zeitr&auml;ume zu unterschiedlichen Ergebnissen.<\/p>\n<p>Eine Studie f&uuml;r den Euroraum ergibt, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Faustregel galt: Eine Senkung der Lohnquote um einen Prozentpunkt erh&ouml;ht die privaten Investitionen um 0,07 Prozentpunkte und die Nettoexporte um 0,11 bis 0,13 Punkte. Allerdings f&auml;llt der gleichzeitig einsetzende R&uuml;ckgang des privaten Konsums mit 0,37 Prozentpunkten deutlich st&auml;rker aus. Eine weitere Untersuchung, die sich auf Deutschland beschr&auml;nkt, liefert &auml;hnliche Resultate.<\/p>\n<p>Kromphardt und Schneider raten angesichts der Befunde davon ab, zur Stabilisierung der Besch&auml;ftigung auf eine &ldquo;flexible Lohnpolitik&rdquo; zu setzen, die sich nicht in erster Linie am gesamtwirtschaftlichen Verteilungsspielraum orientiert. Die in den letzten zwei Jahren erfreulich zahlreich neu eingestellten Arbeitnehmer haben ihre Jobs dagegen nicht den bescheidenen Lohnsteigerungen zu verdanken, sondern vor allem dem konjunkturellen Aufschwung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_93100.html?cis_mode=print\">B&ouml;cklerImpuls 15\/2008<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/081009_statistik.jpg\" alt=\"Statistik\"><\/p>\n<p><strong>Umverteilung von L&ouml;hnen zu Gewinnen<\/strong><br>\nVon den Produktivit&auml;tszuw&auml;chsen der deutschen Wirtschaft profitierte die Kapitalseite im vergangenen Jahrzehnt erheblich mehr als die Arbeitnehmer.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32015_93086.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>IWF: Deutsche Wirtschaft stagniert 2009<\/strong><br>\nDer Internationalen W&auml;hrungsfonds senkt seine globale Wachstumserwartung f&uuml;r 2009 von 3,9 auf 3,0 Prozent. F&uuml;r Deutschland erwarte der IWF eine Stagnation.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1610116&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/survey\/so\/2008\/RES100808A.htm\">IMF<\/a><\/li>\n<li><strong>IMK: Finanzmarktkrise kann innerhalb des kommenden Jahres &uuml;berwunden werden<\/strong><br>\nDie Krise auf den Finanzm&auml;rkten und der Einbruch der Weltkonjunktur kann im besten Fall innerhalb des kommenden Jahres &uuml;berwunden werden. Voraussetzung daf&uuml;r ist aber, dass Regierungen und Zentralbanken in den USA und der EU sehr rasch nicht nur das Bankensystem stabilisieren, sondern auch die Konjunktur durch eine expansiv ausgerichtete Wirtschaftspolitik mit Konjunkturprogrammen und durch Leitzinssenkungen stimulieren. Zu diesem  Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer aktuellen Analyse.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_93118.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_10_2_2008.pdf\">IMK Finanzmarktkrise: erste Hilfe und langfristige Pr&auml;vention [PDF &ndash; 94 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Sieben Zentralbanken senken Zinsen<\/strong><br>\nNotenbanken in aller Welt lockern ihre Geldpolitik. In einer konzertierten Aktion senkten die Federal Reserve, die Europ&auml;ische Zentralbank und die Bank of England den Leitzins. Auch Kanadier, Schweizer und Schweden machten mit. Nur die Japaner enthielten sich. Die B&ouml;rsenkurse legten zu.\n<p>Die konzertierte Aktion war von den Marktteilnehmern mit Spannung erwartet worden. Nachdem US-Notenbankpr&auml;sident Ben Bernanke bereits eine Zinssenkung in Aussicht gestellt hatte, folgte am Mittwoch nun die Lockerung auf breiter Front: Die Fed nahm den Leitzins von 2,0 auf 1,5 Prozent zur&uuml;ck, die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) von 4,25 auf 3,75 Prozent, die Bank of England von 5,0 auf 4,5 Prozent. <\/p>\n<p>Entsprechende Schritte unternahmen auch die Bank of Canada, die Schweizer Nationalbank und die schwedische Riksbank. Auch die chinesische Nationalbank senkte den Leitzins, allerdings um 27 Basispunkte. Die Japaner beteiligten sich nicht, begr&uuml;&szlig;ten aber die Aktion der anderen Zentralbanken. <\/p>\n<p>Die Notenbanken begr&uuml;ndeten den Schritt mit den gro&szlig;en Spannungen auf den Kapitalm&auml;rkten. &ldquo;Die Finanzkrise hat zuletzt an Intensit&auml;t gewonnen. Die Abw&auml;rtsrisiken sind gewachsen, gleichzeitig hat der Inflationsdruck abgenommen&rdquo;, teilte die Fed in einer Stellungnahme mit. Die EZB sagte: &ldquo;In der Euro-Zone haben die Inflationsrisiken abgenommen. Es bleibt aber entscheidend, Zweitrundeneffekte zu verhindern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Konzertierte-Aktion-Sieben-Zentralbanken-senken-Zinsen\/423459.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Tabubr&uuml;che der Retter<\/strong><br>\nMehr als ein Jahr dauert die Finanzkrise nun schon an, und sie wird immer heftiger. FTD.de gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Kuriosit&auml;ten der Krise. Immer spektakul&auml;rer werden auch die Ma&szlig;nahmen, die Regierungen und Aufsichtsbeh&ouml;rden weltweit ergreifen, um gegenzusteuern. Vieles davon schien lange Zeit undenkbar &ndash; und manches, was bis vor kurzem noch als Tabubruch galt, geht angesichts der dramatischen Situation schon fast unter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Finanzkrise-Die-Tabubr%FCche-der-Retter\/423497.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Viele der Marktgl&auml;ubigen riechen nun den Schwefelgeruch des Teufels. Und in der Tat, h&auml;tte man einige der Ma&szlig;nahmen, wie die Verstaatlichung der Banken, die jetzt als  selbstverst&auml;ndlich hingenommen werden, vor wenigen Monaten vorgeschlagen, man h&auml;tte ihn als Linksextremisten durchs Land gejagt und gar Zweifel an seiner Verfassungstreue angemeldet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rudolf Hickel: Gedr&auml;ngt und getrieben<\/strong><br>\nDer Tatbestand der Erpressung ist un&uuml;bersehbar, erst betreiben die Banken ihre Gesch&auml;fte ohne staatliche Kontrolle, und wenn dann durch eine Mischung aus Missmanagement und Spekulation der Zusammenbruch droht, ist der Staat gefragt. Man hat den Eindruck, dass diejenigen, die so handeln, eines genau wissen: Wenn ihnen der Kollaps droht, m&uuml;ssen sie gerettet werden, weil sie strategisch einen derartigen Stellenwert besitzen.\n<p>Notma&szlig;nahmen, die letzten Endes immer Steuergelder kosten, sind vom Staat nur dann zu rechtfertigen, wenn sie mit einer Politik der scharfen Regulierung verbunden werden. Wir haben jetzt in Deutschland quasi eine Teilverstaatlichung von Banken, die vor ein paar Wochen noch undenkbar gewesen w&auml;re. Es sollten jetzt weder Floskeln noch Absichtserkl&auml;rungen produziert werden, sondern Ma&szlig;nahmen &uuml;berzeugen. Zum Beispiel muss jedes Finanzprodukt eine unabh&auml;ngige Pr&uuml;fung erfahren.<\/p>\n<p>Man braucht nicht immer das gro&szlig;e Draufschlagen, es gibt einzelne Instrumente, die schmerzhaft und wirkungsvoll sind und das ganze System erheblich verbessern k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/41\/08410601.php\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Londoner Rettungsplan schockt B&ouml;rsianer<\/strong><br>\nDie britische Regierung greift den Finanzinstituten massiv unter die Arme: Das Schatzamt stellt den acht gr&ouml;&szlig;ten Banken des Landes 50 Mrd. Pfund in Aussicht &ndash; im Gegenzug erh&auml;lt der Staat Anteile. Doch die ersten Institute weigern sich. Die Aktien brechen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Britisches-Hilfspaket-Londoner-Rettungsplan-schockt-B%F6rsianer\/423277.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Hypo Real sucht Mitschuldigen<\/strong><br>\nDenkbar ist allerdings auch, dass Steinbr&uuml;ck selbst eine Mitschuld tr&auml;gt an dem h&ouml;heren Finanzierungsbedarf. So hatte der Finanzminister im Anschluss an das erste Rettungspaket von der &ldquo;Abwicklung&rdquo; der Hypo Real Estate gesprochen und den Eindruck erweckt, als habe das Institut keine Zukunft mehr. Hypo-Insider hatten Steinbr&uuml;cks Worte harsch kritisiert. Denn m&ouml;glicherweise versch&auml;rften Gesch&auml;ftspartner der Hypo Real Estate nach den &Auml;u&szlig;erungen des Ministers die Finanzierungsbedingungen f&uuml;r das Unternehmen. Mit der gutachterlichen Pr&uuml;fung der Usarchen bereitet sich der Konzern auch auf Klagen institutioneller Anleger aus Europa vor, die derzeit in der Vorbereitung sind und auf irref&uuml;hrende Darstellungen des Managements &uuml;ber die Lage des Konzerns abzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:H%F6herer-Kapitalbedarf-Hypo-Real-sucht-Mitschuldigen\/423625.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Opposition r&uuml;ckt Frage der Finanzaufsicht in den Vordergrund<\/strong><br>\nDie HRE ist nach Darstellung der Bundesregierung eine Holding mit vier Tochterfirmen, die alle Banken sind, darunter die Depfa-Bank in Dublin (Irland). Die Holding selbst sei keine Bank und unterliege somit nicht der deutschen Finanzaufsicht. Der Aufsicht durch die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank entzogen sei ebenfalls die Depfa-Bank in Irland, w&auml;hrend die &uuml;brigen drei Banken-T&ouml;chter der HRE von der Aufsicht kontrolliert w&uuml;rden. Die Regierung unterstrich, dass die deutsche Bankenaufsicht in Irland nicht pr&uuml;fen k&ouml;nne. Sie sei entweder darauf angewiesen, dass die irische Bankenaufsicht Informationen zur Verf&uuml;gung stelle oder aber die an der B&ouml;rse notierte HRE-Holding freiwillig Auskunft erteile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_273\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das sind schon verwegene Konstruktionen zur Umgehung der Bankenaufsicht. Also die HRE als Holding, bei der alles zusammenl&auml;uft, ist keine Bank. Die Depfa-Bank, das &bdquo;schwarze Loch&ldquo; der HRE wird nach Irland verlagert und entzieht so der Aufsicht. Im normalen Leben nennt man so etwas eine arglistige T&auml;uschung eines &ouml;ffentlichen Aufsichtsorgans. Jeder kleine Steuerzahler der solche Tricks gegen&uuml;ber dem Finanzamt anwendete, w&auml;re sicherlich schnell vor einem Finanzgericht. Aber im Bankenbereich werden solche Umgehungstricks noch durch hohe Managerverg&uuml;tungen als besonders clevere Leistung belohnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anlagetipps von Glos und Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nNoch vor kurzem empfahlen Politiker, Wirtschaftsf&uuml;hrer und MASSENMEDIEN DEN Deutschen eindringlich, mehr Aktien zu kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27131\/1.html\">heise<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Bezogen auf diese Herrschaften erh&auml;lt der Begriff &ldquo;Krisenmanager&rdquo; noch eine ganz neue Deutungsfacette (&hellip;)<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Domino mit Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nWie der Finanzminister in zwei Wochen etwas &uuml;ber die Globalisierung gelernt hat<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/41\/08410602.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine sehr besch&ouml;nigende Kritik an Peer Steinbr&uuml;ck. Wenn der Finanzminister erst jetzt gelernt hat, dass der globale Finanzmarkt grenz&uuml;berschreitend funktioniert, dann ist das doch der absolute Politik-Gau. Ansonsten einige sch&ouml;ne Details, die mir bisher nicht bekannt waren, z.B. dass die Bundesbank die &Uuml;berweisung der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau KfW von 320 Millionen Euro zun&auml;chst sogar gestoppt hatte, da auf dem KfW-Konto nicht gen&uuml;gend Geld lag, oder dass die Bundesregierung vom Scheitern des ersten Rettungspakets f&uuml;r die Hypo Real Estate erst &ldquo;aus den Nachrichten&rdquo; erfuhr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Kanzlerin hat schon lange gewarnt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/standards\/berlin-intern\/2008\/10\/08\/berlin-intern.html\">BILD<\/a><br>\n<em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> M&uuml;ller-Vogg, genannt das &bdquo;Kanzler-Z&auml;pfchen&ldquo; ist vermutlich der von Friede Springer pers&ouml;nlich beauftragte Reinwascher von Angela Merkel &ndash; in allen Lebenslagen.<\/em><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung glaubt noch an Markt<\/strong><br>\nUSA, Island und Gro&szlig;britannien verstaatlichen Banken, Deutschland nicht. Traut sich die Bundesregierung nicht?\n<p>Die Politik f&uuml;hrt die gefallene Bank am langen Z&uuml;gel. Das hat Vorteile und Nachteile. Der Vorteil: Wer nicht direkt beteiligt ist, muss kein Bargeld auf den Tisch legen, sondern kann sich auf eine B&uuml;rgschaft beschr&auml;nken. Der Nachteil: Wer keine Anteile besitzt, bekommt sp&auml;ter keine Gewinnbeteiligung &ndash; wenn es denn einen Gewinn geben sollte. <\/p>\n<p>Die Grundsatzentscheidung aber liegt tiefer. &ldquo;Der Liberalismus ist in Deutschland noch nicht so ersch&uuml;ttert wie in Gro&szlig;britannien oder den USA&rdquo;, hei&szlig;t es in Frankfurter Bankenkreisen. Man wolle zun&auml;chst einmal sehen, ob der private Sektor selbst in der Lage sei, eine Bank zu retten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/bundesregierung-glaubt-noch-an-markt\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck fordert Acht-Punkte-Plan f&uuml;r den Finanzmarkt<\/strong>\n<ol>\n<li>Finanzinnovationen sollen transparent werden: Banken sollen verpflichtet werden, innovative Instrumente in ihre Bilanzen aufzunehmen. Damit unterl&auml;gen sie den Vorschriften f&uuml;r die Kapitalm&auml;rkte.\n<\/li>\n<li>Als Konsequenz aus der Liquidit&auml;tskrise und dem Einfrieren des Interbankengesch&auml;fts sollen rasch genau quantifizierte Liquidit&auml;tspuffer eingef&uuml;hrt werden.\n<\/li>\n<li>Manager sollen f&uuml;r Fehlentscheidungen gerade stehen. Steinbr&uuml;ck schl&auml;gt internationale Standards f&uuml;r eine st&auml;rkere pers&ouml;nliche Haftung der Finanzmarktakteure vor. Diese soll sowohl ihrer unternehmerischen als auch der gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung tragen.\n<\/li>\n<li>Die Gehalts- und Pr&auml;miensysteme in der Finanzbranche sollen auf den Pr&uuml;fstand. Steinbr&uuml;ck will gemeinsame Standards finden, etwa ein internationaler Verhaltenskodex f&uuml;r eine verantwortungsvolle Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, der von Unternehmen &uuml;bernommen werden sollte.\n<\/li>\n<li>Die G 7 sollten ihre Fr&uuml;hwarnkapazit&auml;ten st&auml;rken: Der Internationale W&auml;hrungsfonds und das Forum f&uuml;r Finanzstabilit&auml;t (FSF) sollen enger zusammenarbeiten. IWF und FSF k&ouml;nnten einen gemeinsamen j&auml;hrlichen Bericht zur Stabilit&auml;t auf den Finanzm&auml;rkten vorlegen.\n<\/li>\n<li>Das sogenannte Short Selling (Leerverk&auml;ufe) soll verboten werden. Beim Short Selling wetten Anleger auf sinkende Kurse eines Unternehmens, um von fallenden B&ouml;rsenkursen zu profitieren. Dies ist nicht illegal, in Deutschland aber bis Jahresende f&uuml;r bestimmte Aktien untersagt.\n<\/li>\n<li>Banken sollen f&uuml;r ausgegebene Kredite mehr Verantwortung &uuml;bernehmen und diese nicht mehr vollst&auml;ndig verbriefen k&ouml;nnen. Steinbr&uuml;ck schl&auml;gt einen Eigenbehalt von 20 Prozent vor.\n<\/li>\n<li>Steinbr&uuml;ck strebt eine engere Zusammenarbeit der nationalen Finanzaufsichtsbeh&ouml;rden an. In Europa sei einer weiteren Harmonisierung der Aufsicht in Arbeit: &ldquo;Einen entsprechenden Prozess sollten wir auch auf internationaler Ebene rasch einleiten&rdquo;, hei&szlig;t es in seinen &ldquo;Verkehrsregeln&rdquo; abschlie&szlig;end.\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,582941,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese &bdquo;Verkehrsregeln&ldquo; m&ouml;gen ja ganz n&uuml;tzlich sein, aber sind das mehr als Appelle an die Einhaltung der Anstandsregeln auf der untergehenden Titanic? Nichts zur Kontrolle spekulativer Finanzprodukte, nichts zu einer Aufsicht &uuml;ber Hedge- und Private-Equity-Fonds, nichts Konkretes zur Einschr&auml;nkung einer Verbriefung von Krediten,  nichts zu Sicherungsfonds des privaten Bankensektors, nichts zu Steueroasen&hellip;viel zu wenig zu Risikoauflagen der Banken. Wie soll damit das Finanz-Casino geschlossen werden? Wie soll vermieden werden, dass nicht systematisch spekulative Kredite an Kreditnehmer mit zweifelhafter Zahlungsf&auml;higkeit vergeben werden? Wie soll erreicht werden, dass das Finanzsystem wieder seiner origin&auml;ren gesamtwirtschaftlichen Aufgabe dient, n&auml;mlich der Finanzierung von Realinvestitionen? Wo bleibt eine Standardisierung von Finanztiteln? Wie erfolgt eine Pr&uuml;fung der Finanzprodukte? Wie wird der au&szlig;erb&ouml;rsliche und au&szlig;erbilanzielle Handel begrenzt? <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die langen Schatten des Schwarzen Freitag <\/strong><br>\nUm die vor allem wirtschaftstheoretisch fundierte Diskussion empirisch anzureichern, ist es sinnvoll, einen Blick zur&uuml;ck auf die wirtschaftspolitischen Ma&szlig;nahmen zu werfen, mit der die US-Regierung damals die in den Vereinigten Staaten als &ldquo;gro&szlig;e Depression&rdquo; bezeichnete Finanz- und Wirtschaftskrise zu bek&auml;mpfen versuchte.<br>\nOhne aus der 1929 in den USA einsetzenden Finanzkrise, der eine Krise der realen Wirtschaft folgte, unmittelbare Schl&uuml;sse f&uuml;r die heutige (Noch-)Finanzkrise ziehen zu wollen, l&auml;sst sich aus Hoovers vergeblichen Bem&uuml;hungen doch res&uuml;mieren, dass staatliche Intervention in Form von Finanzspritzen an Banken und Unternehmen allein nicht ausreicht, die Krise zu bew&auml;ltigen. Statt Hoovers Spontanhilfen waren es die Aufsicht und Kontrolle besonders betroffener Wirtschaftsbereiche und die mittelfristige Abkehr von der neoliberalen Wirtschaftspolitik, die Roosevelt den Erfolg brachten. &ldquo;Wunder&rdquo; im Sinne der Wiederherstellung der &ouml;konomischen Prosperit&auml;t, wie sie die USA in den neunziger Jahren erlebte, sind allerdings auch davon nicht zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/41\/08411101.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine lesenswerte historische Reminiszenz. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wenn&rsquo;s um Geld geht: Drei-S&auml;ulen-System<\/strong><br>\nZocken war gestern, heute z&auml;hlt Sicherheit. Die ersten Investmentbanker retten ihre Ersparnisse &ndash; ausgerechnet auf Konten der Sparkassen. Es ist ihm sichtlich peinlich. Versch&auml;mt gesteht der Investmentbanker einem Kollegen, wohin er soeben sein Geld transferiert hat. Er, der passionierte Zocker, hat aus Angst vor dem Crash sein Geld von einer Privat- zu einer Volksbank gebracht. Doch der Spott bleibt aus. Stattdessen nickt der Kollege verschw&ouml;rerisch. Auch er hat sein Erspartes gerade von Privatinstituten abgezogen und bei mehreren Sparkassen eingezahlt: &ldquo;In 500.000-Euro-Tranchen&rdquo;, sagt er.\n<p>Verkehrte Welt! Noch vor kurzem verteufelten Privatbanker das Drei-S&auml;ulen-System und die Abschottung der Sparkassen gegen&uuml;ber privaten Investoren. Sie verspotteten die kommunalen Geldinstitute als H&auml;user f&uuml;r die weniger verm&ouml;gende Klientel. Und jetzt? Jetzt bringen sie ihr Geld dankbar dorthin. &ldquo;Gelobt sei das Drei-S&auml;ulen-System&rdquo;, sagt der Investmentbanker, der zur Sparkasse gewechselt ist. Vor wenigen Monaten h&auml;tte er diesen Satz nicht &uuml;ber die Lippen bekommen. &ldquo;Ich habe gestern im Bekanntenkreis diskutiert, ob wir unser Geld besser zur Sparkasse bringen sollten&rdquo;, gesteht auch ein anderer Privatbanker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Drei-S%E4ulen-System-Wenn-s-um-Geld-geht\/423529.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Ende der Party &ndash; Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft<\/strong><br>\nDer massenhaft betriebene Kreditverkauf hat es m&ouml;glich gemacht, da&szlig; immer neue Kredite vergeben wurden. Die Bank, die den Kredit verkauft hat, hat nun Mittel frei, um neuen Kredit zu vergeben. Die Kredite und ihre Risiken wurden auf der anderen Seite &uuml;ber den ganzen Globus verteilt. In den Monaten vor Ausbruch der Kreditkrise galt dies bei Bankern, Zentralbankern und Aufsehern als stabilisierendes Element. Die Realit&auml;t sah erstaunlich anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-09\/045.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wenn Sie schon immer mal etwas genauer verstehen wollten, was Private-Equity- oder Hedgefonds sind und wie sie funktionieren, wenn Sie wissen wollen, was &bdquo;Asset Backed Security&ldquo; oder &bdquo;Collateralized Debt Obligations &ndash; CDO&ldquo; bedeutet, dann sollten Sie diesen Auszug aus dem neuen Buch von Lucas Zeise lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie weiter mit dem sozialen Europa?<\/strong><br>\nKommentare zu Fritz Scharpfs EuGH-Kritik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/magmb_2008_09_statements.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 84 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Am 29.07.08 haben wir auf einen Aufsatz von Fritz Scharpf unter dem Titel: Der einzige Weg ist, dem EuGH nicht zu folgen hingewiesen<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/163_91911.html?cis_mode=print\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p>\n<p><strong>Ich hatte dazu folgende Anmerkung:<\/strong><em>So sehr Fritz Scharpf, der Direktor emeritus des Max-Planck-Instituts f&uuml;r Gesellschaftsforschung, Recht hat, was die Verselbstst&auml;ndigung der Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs angeht, so sehr muss man ihm widersprechen, dass diese Rechtsprechung in den Vertr&auml;gen und politischen Erkl&auml;rungen der EU-Gremien nicht angelegt w&auml;re. F&uuml;r seine Hoffnung, dass etwa die Bundesregierung dem EuGH den Gehorsam verweigern w&uuml;rde, sehe ich keinen Anhaltspunkt. Die letzte Hoffnung w&auml;re das Bundesverfassungsgericht, das sich durch die Unterordnung des Grundgesetzes unter die Rechtsprechung des EuGH selbst abschaffen w&uuml;rde. Aber ich f&uuml;rchte, dort wird &ndash; wie in vielen Urteilen etwa zum Sozialstaat zu beobachten &ndash; eher das Grundgesetz den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen und der Rechtsprechung angepasst, als dass unsere Verfassung verteidigt w&uuml;rde. Das Urteil &uuml;ber die Klage gegen den EU-Reform-Vertrag wird es an den Tag bringen, wie sich die Karlsruher Richter zu der von Scharpf richtig beschriebenen Entwicklung stellen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>K&ouml;hler billigt EU-Reformvertrag<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Horst K&ouml;hler hat die Gesetze zur Umsetzung des EU-Reformvertrags in Deutschland unterzeichnet. Da eine Entscheidung des Bundesverfassugsgerichts noch aussteht, liegt die v&ouml;lkerrechtliche Ratifizierung aber weiter auf Eis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Bundespr%E4sident-K%F6hler-EU-Reformvertrag\/641699.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch im stern finden wir eine v&ouml;llig unkritische und besch&ouml;nigende Widergabe der Inhalte des Reformvertrages: &bdquo;Der Vertrag w&uuml;rde die Rechte der EU-Abgeordneten erweitern, zu einer engeren Abstimmung der Au&szlig;enpolitik der EU-Staaten f&uuml;hren und die Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik voranbringen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Dass der Vertrag den Parlamentsvorbehalt der Bundeswehr tangiert, dass er ausschlie&szlig;lich liberale Wirtschaftsgrunds&auml;tze und keine sozialen Standards festschreibt usw., das findet der stern keiner Erw&auml;hnung wert.<\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Harmonisierungspl&auml;ne gef&auml;hrden Verbraucherschutz<\/strong><br>\nDie Br&uuml;sseler Harmonisierungspl&auml;ne im Verbraucherrecht gef&auml;hrden nach Ansicht des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) wesentliche Errungenschaften im nationalen Verbraucherschutz. &ldquo;Das deutsche Verbraucherrecht darf nicht dem Europ&auml;ischen Binnenmarkt geopfert werden&rdquo;, kommentiert Cornelia Tausch, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft und Internationales den f&uuml;r Mittwoch angek&uuml;ndigten Richtlinienvorschlag aus Br&uuml;ssel. Es drohe die Abschaffung des Widerrufsrechts bei Internetauktionen, ein Ende der kostenlosen R&uuml;cksendung von Waren im Versandhandel oder ein Stopp der Pl&auml;ne zum besseren Schutz vor unerw&uuml;nschter Telefonwerbung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1064\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum wichtige Leistungen f&uuml;r Patienten gek&uuml;rzt werden <\/strong><br>\nWie viel ist Ihr Leben wert? Im deutschen Gesundheitssystem stehen l&auml;ngst nicht mehr alle wichtigen Leistungen f&uuml;r alle zur Verf&uuml;gung. Medizinische Leistungen werden immer &ouml;fter rationiert &ndash; zum Schaden hilfsbed&uuml;rftiger Patienten. W&auml;hrend Krankenkassen das Gegenteil behaupten und Politiker schweigen, leiden die Patienten. Bald noch mehr.\n<p>Zwar herrschen bei uns noch keine Verh&auml;ltnisse wie in Gro&szlig;britannien, wo es vom Wohnort abh&auml;ngt, ob Patienten bestimmte, sehr teure Krebsmedikamente erhalten oder nicht. Und noch reichen die derzeit mehr als 250 Milliarden Euro, die pro Jahr ins deutsche Gesundheitssystem flie&szlig;en, damit sich &Auml;rzte und Kassen irgendwie durchwursteln. Doch harte Einschnitte sind auch hierzulande unausweichlich. Da kann Gesundheitsministerin Ulla Schmidt noch so oft wiederholen: &bdquo;Jeder in Deutschland erh&auml;lt alles, was medizinisch notwendig ist.&ldquo; Das Versprechen wird sich genauso als M&auml;r entpuppen wie das Mantra des einstigen Arbeitsministers Norbert Bl&uuml;m von der sicheren Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/warum-wichtige-leistungen-fuer-patienten-gekuerzt-werden-308595\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanziellen Guillotine und moralische Garrotte<\/strong><br>\nSolange den Wertlosen nicht erkl&auml;rt wird, dass sie genauso wertvoll sind, wie die vermeintlichen Wertvollen dieser Gesellschaft, solange ist das Solidarprinzip aufgehoben. Was ist daran solidarisch, ganzen Bev&ouml;lkerungsgruppen indirekt die Lebensberechtigung anzuzweifeln?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/10\/moralische-garrotte.html?showComment=1223458620000#c2738457607468480485\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Amtshilfe per Sch&uuml;tzenpanzer<\/strong><br>\nDie Armee darf im Innern lediglich als Hilfspolizei der L&auml;nder fungieren und muss sich zudem strikt an die polizeilichen Regeln halten.<br>\nExakt jene, von den Autoren des Grundgesetzes mit Bedacht eng gefasste verfassungsrechtliche Beschr&auml;nkung soll mit der nun von der gro&szlig;en Koalition getroffenen Verabredung zur Grundgesetz&auml;nderung ausgehebelt werden. Die zielt darauf, k&uuml;nftig den Streitkr&auml;fteeinsatz im Inneren just mit den bislang verbotenen milit&auml;rspezifischen Mitteln wie Kampfpanzern, Kampfflugzeugen und Kampfschiffen zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/41\/08410102.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Anh&auml;nger der &bdquo;Linken&ldquo;: R&uuml;ckhalt quer durch alle Einkommensschichten<\/strong>\n<p><em>Eine Studie im Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 41\/2008:<\/em><\/p>\n<p>Auf der Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) wird gezeigt, dass die Bedeutung der Anh&auml;nger der Linken seit 2005 stark zugenommen hat. Diese Entwicklung zeigt sich insbesondere in einem wachsenden R&uuml;ckhalt in der Arbeiterschaft. Die Anh&auml;nger der Linken setzen sich &ndash; entgegen mancher Vermutung &ndash; nicht &uuml;berdurchschnittlich aus Teilen der einkommensschw&auml;cheren oder von sozialem Abstieg betroffenen Bev&ouml;lkerung zusammen.<\/p>\n<p>Vielmehr spielen zumindest in Westdeutschland &Auml;ngste vor dem eigenen wirtschaftlichen Abstieg neben der Betonung einer ideologisch linken &Uuml;berzeugung eine wichtige Rolle. In Ostdeutschland kennzeichnet die Anh&auml;nger der Partei Die Linke eine &uuml;berdurchschnittliche Bildung und ein hohes Ma&szlig; an gesellschaftlicher Integration in Gewerkschaften und Kommunalpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/89386\/08-41-3.pdf\">DIW [PDF &ndash; 624 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Konsum lenkt die Menschen ab&rdquo;<\/strong><br>\nDer amerikanische Linksintellektuelle Noam Chomsky &uuml;ber die Krise des Kapitalismus, die Rhetorik Barack Obamas und die Rolle der Religion in der US-Politik<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/inhalt\/0,1518,582439,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Chomsky hat wie immer ein paar interessante Einsichten, die man in der Alltagsdebatte l&auml;ngst vergessen hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Harte Anpassung<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung fordert eine &ldquo;harte Anpassung&rdquo; der Wirtschafts- und Sozialpolitik Venezuelas und verlangt daf&uuml;r &ldquo;externe Unterst&uuml;tzung&rdquo; durch die USA und die Europ&auml;ische Union. Die &ldquo;dezidiert antimarktwirtschaftliche&rdquo; Politik des venezolanischen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez bedrohe nicht nur die &ldquo;Stabilit&auml;t&rdquo; Lateinamerikas, erkl&auml;rt der einflussreiche Thinktank und Mehrheitseigner des Bertelsmann-Medienkonzerns; sie sch&uuml;re auch in anderen Armutsregionen der Welt die &ldquo;Versuchung&rdquo;, gleichgerichtete &ldquo;radikale&rdquo; Ma&szlig;nahmen zu ergreifen. Die Aussagen entstammen dem soeben in aktualisierter Fassung publizierten &ldquo;Bertelsmann Transformation Index&rdquo;, der die Staaten au&szlig;erhalb der westlichen Wohlstandszentren hinsichtlich ihrer Bereitschaft beurteilt, eine &ldquo;Transformation&rdquo; gem&auml;&szlig; deren Vorgaben durchzusetzen. Das Dokument wird unter anderem von der deutschen Regierung zur Bewertung ihrer Au&szlig;enpolitik genutzt. Die Bertelsmann-Stiftung fordert darin eine &ldquo;Gegenstrategie&rdquo; gegen Ma&szlig;nahmen des gew&auml;hlten venezolanischen Staatspr&auml;sidenten und seiner s&uuml;damerikanischen B&uuml;ndnispartner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57359\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man f&uuml;hlt sich an die Zeiten des Putsches von Pinochets mit Hilfe der Amerikaner gegen Allende in Chile zur&uuml;ckversetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ecuador: Das Konzept vom guten Leben<\/strong><br>\nPr&auml;sident Correa hat mit dem erfolgreichen Referendum &uuml;ber die neue Verfassung den ersten Schritt zu einer gerechteren Gesellschaft geschafft. Doch jetzt wollen die Ind&iacute;genas das System und die Wirtschaft weiter gr&uuml;ndlich umbauen &ndash; und geraten in Konflikt mit ihrem Pr&auml;sidenten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F10%2F09%2Fa0136&amp;cHash=26c9c55c67&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Akademischer Aderlass in Italien<\/strong><br>\nDie staatlichen italienischen Hochschulen sehen sich einer neuen Runde im Sparkarussell der Berlusconi-Regierung gegen&uuml;ber. Einem neuen Gesetz zufolge darf von f&uuml;nf aus Altersgr&uuml;nden freiwerdenden Arbeitspl&auml;tzen in staatlichen Einrichtungen nur eine einzige neu besetzt werden. Eine der Folgen: Italienische Nachwuchswissenschaftler auf Jobsuche treten die Flucht ins Ausland an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/857504\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist die brutale Methode zur Privatisierung der Hochschulen: Man hungert die staatlichen einfach aus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen<\/p>\n<ul>\n<li>Lohnverzicht: Nutzen f&uuml;r den Arbeitsmarkt unbewiesen<\/li>\n<li>IWF: Deutsche Wirtschaft stagniert 2009<\/li>\n<li>IMK: Finanzmarktkrise kann innerhalb des kommenden Jahres &uuml;berwunden werden<\/li>\n<li>Sieben Zentralbanken senken Zinsen<\/li>\n<li>Zur Bek&auml;mpfung der Finanzmarktkrise<\/li>\n<li>Bundesregierung glaubt noch an Markt<\/li>\n<li>Steinbr&uuml;ck fordert Acht-Punkte-Plan<\/li>\n<li>Lucas Zeise: Ende der Party<\/li>\n<li>Wie weiter mit dem sozialen Europa?<\/li>\n<li>K&ouml;hler billigt<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3500\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3500","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3500","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3500"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3500\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3500"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3500"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3500"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}