{"id":35002,"date":"2016-09-15T08:33:53","date_gmt":"2016-09-15T06:33:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002"},"modified":"2016-09-15T08:33:53","modified_gmt":"2016-09-15T06:33:53","slug":"hinweise-des-tages-2712","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h01\">Juncker spricht von &ldquo;existenzieller Krise&rdquo; der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h02\">Wie viel Geld brauche ich im Alter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h03\">Kinder in Armutslagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h04\">Pflegereformen sollen ab 2017 voll wirksam werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h05\">Griechenland: Die Probleme werden immer mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h06\">Die M&auml;r, wie Portugal und Spanien vom &bdquo;guten Weg&ldquo; abkamen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h07\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h08\">Brasilien plant Privatisierungsoffensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h09\">Der Kampf ist nicht vorbei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h10\">Schlechte Stimmung im Lehrerzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h11\">Deutschlands Kriegsbilanz (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h12\">&laquo;Intervention unter falschen Annahmen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h13\">Milosevic: Freispruch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h14\">Uranmunition: Grimme-Preistr&auml;ger nach Film &uuml;ber Tabuthema unter &bdquo;Berufsverbot&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h15\">Gegenseitige L&uuml;genvorw&uuml;rfe: Deutsches &amp; russisches Au&szlig;enministerium im Verbalduell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h16\">Anw&auml;lte verteidigen 5,5-Millionen-Zahlung an Beckenbauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h17\">Zu guter Letzt: Meine erste Rede zum &ldquo;State of da Union&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35002#h18\">Das Letzte: Arme und Reiche verdienen mehr, die Mitte verliert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Juncker spricht von &ldquo;existenzieller Krise&rdquo; der EU<\/strong><br>\nKommissionschef Juncker beschwert sich mit deutlichen Worten &uuml;ber den nationalen Egoismus der EU-Staaten. Die Briten warnt er nach dem Brexit-Votum: &ldquo;Es wird keinen Binnenmarkt &agrave; la carte geben.&rdquo;<br>\nJean-Claude Juncker hat sich kritisch zum Zustand der Europ&auml;ischen Union ge&auml;u&szlig;ert. &ldquo;Die EU ist nicht in Topform&rdquo;, sagte der EU-Kommissionspr&auml;sident in seiner Rede zur Lage der Union in Stra&szlig;burg. Einige Entwicklung lie&szlig;en vermuten, &ldquo;dass wir es in Teilen mit einer existenziellen Krise der Europ&auml;ischen Union zu tun haben&rdquo;. Die 28 Mitgliedstaaten spr&auml;chen zu oft nur von ihren eigenen nationalen Interessen. &ldquo;Die Zahl der Bereiche, in denen wir solidarisch zusammenarbeiten, ist zu klein&rdquo;, beklagte Juncker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/jean-claude-juncker-eu-in-existentieller-krise-a-1112214.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es darf gelacht werden. Der Mann, der wie kein anderer f&uuml;r die Arroganz der neoliberalen Politelite in Br&uuml;ssel steht, spricht von einer &ldquo;existenzieller Krise&rdquo; der EU. Die Warnung vor nationalem Egoismus ist nicht weniger lachhaft, stammt sie doch aus dem Munde des Mannes, der als Finanzminister Luxemburg zur gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Steueroasen gemacht hat. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Wer die Ursachen der Krise nicht benennt, der kann sie auch nicht l&ouml;sen. Dem sogenannten Ost-West-Konflikt in der Fl&uuml;chtlingsfrage liegt ein elementarer S&uuml;d-Nord-Wirtschafts- und Sozialkonflikt zu Grunde. Der l&auml;sst sich mit einer Budget-Luftnummer nicht beheben. Wer die Renationalisierung der Politik beklagt, der muss auch Ross und Reiter nennen, wenn es um die Verantwortlichen der gewachsenen innereurop&auml;ischen Ungleichgewichte in Wirtschaft und Gesellschaft geht. Solidarit&auml;t in einem Europa, das auf einem ruin&ouml;sen Wettbewerbsdogma beruht, ist nur schwer vorstellbar, machbar und begr&uuml;ndbar.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Juncker hat nichts zu bieten<\/strong><br>\n&bdquo;Wirtschafts-Voodoo und Militarisierung werden die tiefgreifenden Probleme der EU nicht l&ouml;sen. Statt zu kleckern muss geklotzt werden, sonst wird die EU Geschichte sein&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur &bdquo;State of the Union&ldquo;-Rede von Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker. Hunko weiter: &bdquo;Juncker hat kaum mehr zu bieten als ein ,Weiter so&rsquo;. Er steht damit sinnbildlich f&uuml;r die EU-Eliten. Doch ein Festhalten an diesem Kurs wird die EU vor die Wand fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/juncker-hat-nichts-zu-bieten\/\">Andrej Hunko, (MdB, Die Linke)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie viel Geld brauche ich im Alter?<\/strong><br>\nOb Rente, Riester und betriebliche Vorsorge reichen, wei&szlig; keiner so genau. Altersvorsorge im Blindflug, nennt dies Verbrauchersch&uuml;tzerin Mohn. Sie r&auml;t zu sanftem Zwang, um zu h&ouml;heren Renten zu kommen. [&hellip;]<br>\nDoch dazu gibt es keine vern&uuml;nftig aufbereiteten Daten. Zwar existieren Zahlen zu Riester-Vertr&auml;gen und betrieblicher Altersvorsorge. Ein umfassendes Bild, wie gut der Einzelne f&uuml;r das Alter abgesichert ist und damit eine valide Grundlage f&uuml;r eine Diskussion um die Altersvorsorge, gibt es aber nicht. &bdquo;Derzeit erfolgt die Altersvorsorge im Blindflug, und keiner wei&szlig;, ob es reicht&ldquo;, sagt Mohn. &bdquo;Es gab die politische Entscheidung, mit der Riester-Rente die gesetzliche Rente teilweise zu privatisieren. Allerdings erzeugt der Vertrieb kaum bedarfsgerechte Riester-Empfehlungen. Die empfohlenen Produkte sind h&auml;ufig zu teuer, vielfach passt die Produktform nicht. Zudem ist die Verbreitung deutlich geringer als vom Gesetzgeber anvisiert und erforderlich.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDie Verbrauchersch&uuml;tzerin hat dabei im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z. Christine Bortenl&auml;nger, gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts, an ihrer Seite. &Uuml;berraschend ist dabei nicht nur die deckungsgleiche Analyse von Verbrauchersch&uuml;tzerin und Kapitalmarktvertreterin, sondern auch dieselbe Empfehlung an die Politik: Weg mit den verpflichtenden Garantien in der Riester-Rente und in der betrieblichen Altersvorsorge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/altersvorsorge-garantien-machen-erfolg-zunichte-14433973.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In mancher Hinsicht ganz am&uuml;sant, die immer neuen geistigen Verrenkungen und Formulierungsk&uuml;nste dieser Lobbyisten zu beobachten. Einerseits wird festgestellt, dass die Riesterrente zu teuer und zu renditeschwach sei, andererseits soll die Privatisierung der Rente nicht verringert, sondern gar vergr&ouml;&szlig;ert werden. Einerseits ist keine &ldquo;staatliche [&hellip;] Zwangsbegl&uuml;ckung&rdquo; gew&uuml;nscht (z. B. die b&ouml;se gesetzliche Rente im Umlageverfahren, die unkompliziert die Lebensstandardsicherung im Alter verspricht, oder ein Staatsfonds), andererseits aber der &ldquo;sanfte [&hellip;] Zwang&rdquo; f&uuml;r private Altersvorsorgeprodukte. &bdquo;Da k&ouml;nnten wir uns treffen&ldquo;, sagt Mohn. &bdquo;Eine staatliche Voreinstellung, aus der die Anleger aber rausoptieren k&ouml;nnen.&ldquo; &ndash; F&uuml;r Bortenschl&auml;ger, die Vertreterin des Deutschen Aktieninstituts, das von den geforderten &Auml;nderungen massiv profitieren will, eine recht entgegenkommende Haltung gegen&uuml;ber dem Gesetzgeber. Dass sich aber die Verbraucherzentrale Bundesverband, also die angeblichen Verbrauchersch&uuml;tzer, f&uuml;r noch mehr Privatisierung und noch mehr Spekulation (!!! f&uuml;r die Altersvorsorge !!!) aussprechen, sollte zu massenhaften Austritten aus diesem Lobbyverband f&uuml;r die Finanzwirtschaft f&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Flexi-Rente: Arbeitskraft zum Schleuderpreis<\/strong><br>\nSPD und Union m&uuml;ssen die gesetzliche Rente wieder sichern. F&uuml;r Besch&auml;ftigte braucht es abgesicherte &Uuml;berg&auml;nge in die Rente, statt Rentner zum Rabattpreis, kritisiert der Parteivorsitzende der LINKEN, Bernd Riexinger, die Pl&auml;ne der Bundesregierung zur so genannten &ldquo;Flexi-Rente&rdquo;.<br>\nDie Bundesarbeitsministerin flexibilisiert die Besch&auml;ftigten bis zur Unkenntlichkeit &ndash; wann ist ein Rentner ein Rentner? Geht es nach der Bundesregierung, sollen sich Besch&auml;ftigte auch nach 40 Jahren t&auml;glicher Arbeit weiter verbiegen, um f&uuml;r die Arbeitgeberlobby verf&uuml;gbar zu sein. Damit lenkt die Bundesregierung weiter davon ab, dass das Rentensystem dringend reformiert werden muss. Die Flexi-Rente ist der verzweifelte Versuch, sich bis zur Bundestagswahl um eine echte Rentenreform herumzudr&uuml;cken. Bundesarbeitsministerin Nahles will die Arbeitgeber finanziell schonen, um f&uuml;r sie arbeitende Rentnerinnen und Rentner &ldquo;billiger&rdquo; zu machen &ndash; das ist auch angesichts des Fachkr&auml;ftemangels im wahrsten Sinne des Wortes asozial. Die unternehmerfreundlichen Vorschl&auml;ge der SPD f&uuml;hren dazu, dass die Sozialkassen sich weiter leeren, sich die Jobaussichten f&uuml;r j&uuml;ngere Besch&auml;ftigte verschlechtern und Rentnerinnen und Rentner dem Markt bis zum Umfallen zur Verf&uuml;gung stehen m&uuml;ssen.<br>\nBesch&auml;ftigte brauchen einen abgesicherten &Uuml;bergang in die Rente. Daf&uuml;r muss zun&auml;chst das Rentenniveau angehoben werden, um eine angemessene Lebensstandardsicherung im Alter zu gew&auml;hrleisten. Die Bundesregierung muss endlich aufh&ouml;ren, Rentner unter Druck zu setzen. Die Rente ab 63 als Lebensabschnitt, in dem man von seiner Lebensleistung in W&uuml;rde und Sicherheit leben kann, muss respektiert und gesetzlich gesichert sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/aktuell\/artikel\/flexi-rente-arbeitskraft-zum-schleuderpreis\/\">Die Linke.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben die Rentenpolitik der j&uuml;ngeren Vergangenheit stets kritisch begleitet. Insbesondere sei an dieser Stelle verwiesen auf: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34312\">Betriebsrente &ndash; Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte nicht die IG Metall, Andrea Nahles und die CDU<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Buntenbach: Halbherzige Schritte bei der Rente<\/strong><br>\nZum Gesetzentwurf zur Flexibilisierung des Renteneintritts sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Mittwoch in Berlin: &ldquo;Wir brauchen dringend sozial abgesicherte &Uuml;berg&auml;nge in die Rente. Aber die Schritte, die die Koalition jetzt nach langen Debatten geht, sind viel zu klein und halbherzig. Die Teilrente ist grunds&auml;tzlich sinnvoll, muss aber auch tats&auml;chlich nutzbar sein. Daf&uuml;r m&uuml;sste sie insbesondere auch ab dem 60. Lebensjahr m&ouml;glich sein, damit der gleitende Ausstieg aus dem Arbeitsleben auch gelingen kann, wo er n&ouml;tig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++a58e6a56-7a6c-11e6-8219-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kinder in Armutslagen<\/strong><br>\nAmtliche Statistiken zeigen, dass Kinder im Vergleich zu anderen Bev&ouml;lkerungsgruppen &ouml;fter auf den Bezug von Sozialleistungen angewiesen sind und h&auml;ufiger in einkommensarmen Haushalten leben. Die materielle Situation von Kindern muss dabei immer im Haushalts- und Familienkontext betrachtet werden. Ein besonders hohes Armutsrisiko zeigt sich f&uuml;r Kinder, die in alleinerziehenden Haushalten leben. Auch mit der Zahl der Geschwister nimmt das Armutsrisiko zu. Ebenso sind Arbeitslosigkeit oder ein niedriges Qualifikationsniveau der Eltern sowie eine nicht&shy; deutsche Staatsangeh&ouml;rigkeit f&uuml;r Kinder h&auml;ufig mit dem Aufwachsen in materieller Deprivation verbunden. Das Aufwachsen in Armut bleibt f&uuml;r Kinder au&szlig;erdem nicht ohne negative Konsequenzen f&uuml;r weitere Lebensbereiche. Arme Kinder haben schlechtere Bildungschancen und weisen eine geringere soziale Teilhabe auf. Mit Blick auf die bisherige Forschung kann festgehalten werden, dass bislang vor allem eine weiter gefasste Betrachtung von Armutslagen bei Kindern, die verschiedene Armutsindikatoren miteinander verbindet, fehlt. &uuml;bliche Armutskonzepte haben jeweils ihre Vor- und Nachteile, so dass sich eine Kombination verschiedener Konzepte zur Messung von Armut empfiehlt. Dar&uuml;ber hinaus sollte die l&auml;ngsschnittliche Perspektive auf Kinderarmut weiter ausgebaut werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/forschungsbericht\/2016\/fb1116.pdf\">IAB (PDF)<\/a>\n<p><strong>dazu: Gelsenkirchen vor Bremerhaven, Essen vor Berlin &ndash; Kinder und Hartz IV im Dezember 2015<\/strong><br>\nIm Kreisvergleich (aller 402 kreisfreien St&auml;dte und Landkreise) der vom Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) neu berechneten SGB II-Quoten (Hartz IV) der Kinder und Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren belegt Ende 2015 nicht mehr die Stadt Bremerhaven (37,3 Prozent) den Rang 1 im Negativ-Ranking sondern die Stadt Gelsenkirchen (37,7 Prozent). Und im Vergleich der Gro&szlig;st&auml;dte (mit einer Bev&ouml;lkerung von &uuml;ber 400.000; einschlie&szlig;lich Region Hannover) belegt Ende 2015 nicht mehr Berlin (31,2 Prozent) den Rang 1 sondern Essen (31,5 Prozent).<br>\nDie vom BIAJ neu berechneten SGB II-Quoten u18 (alle Berechnungsgrundlagen im Download) weichen von den gestern (am 12. September 2016) von der Bertelsmann-Stiftung ver&ouml;ffentlichen SGB II-Quoten zum Teil deutlich ab. (z.B. Bremerhaven 37,3 Prozent statt 40,5 Prozent) Erkl&auml;rung: Die von der Bertelsmann-Stiftung ver&ouml;ffentlichten SGB II-Quoten u18 wurden noch auf Grundlage des bis Ende 2014 (!) fortgeschriebenen Bev&ouml;lkerungsstandes (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) berechnet. Die BIAJ-Neuberechnung der SGB II-Quoten u18 beruht dagegen auf dem bis Ende 2015 fortgeschriebenen Bev&ouml;lkerungsstand (Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren).<br>\nDie BIAJ-Kurzmitteilung &ldquo;Gelsenkirchen vor Bremerhaven, Essen vor Berlin &ndash; Kinder und Hartz IV im Dezember 2015&rdquo; vom 13. September 2016 mit allen Kreis-, Gro&szlig;stadt-, L&auml;nder- und Bundesdaten finden Sie hier: Download (PDF: zwei Text- und neun Tabellenseiten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/820-gelsenkirchen-vor-bremerhaven-essen-vor-berlin-kinder-und-hartz-iv-im-dezember-2015.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pflegereformen sollen ab 2017 voll wirksam werden<\/strong><br>\nMit dem Dritten Pflegest&auml;rkungsgesetz (PSG III) werden die Pflegereformen in dieser Legislaturperiode abgeschlossen. Die Regierung sieht Eilbed&uuml;rftigkeit, von daher wird sich heute der Gesundheitsausschuss des Bundesrates mit dem Gesetzentwurf befassen. Nahezu ger&auml;uschlos vollzieht sich unterdessen der Aufbau der Demografiereserve in der sozialen Pflegeversicherung (SPV). In der sozialen Pflegeversicherung (SPV) wird jetzt durch das sogenannte dritte Pflegest&auml;rkungsgesetz (PSG III) der Reformprozess abgeschlossen und ab 1. Januar 2017 vor allem durch die Einf&uuml;hrung der neuen Pflegegrade umgesetzt.<br>\nGesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he (CDU) bat den Bundesrat, den Gesetzentwurf z&uuml;gig zu beraten. Deshalb findet heute eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des Bundesrates statt, der eine Stellungnahme der L&auml;nderkammer f&uuml;r die Bundesratssitzung am 23. September vorbereiten wird. Der Deutsche Bundestag wird ebenfalls in der kommenden Woche in erster Lesung &uuml;ber das Gesetz beraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/pflegereformen-sollen-ab-2017-voll-wirksam-werden-126805.php\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein Versprechen oder ein Versprecher: Es werde alles besser?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland: Die Probleme werden immer mehr<\/strong><br>\nAm Wochenende erreichten insgesamt 269 Neuank&ouml;mmlinge als Fl&uuml;chtlinge aus der T&uuml;rkei die griechischen Inseln. Die amtliche Statistik der Koordinationsstelle f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge der griechischen Regierung weist am Dienstagmorgen um 7:30 h f&uuml;r die Inseln 183 Neuank&ouml;mmlinge des Montags aus. Auf den Inseln befinden sich somit 13.171 Fl&uuml;chtlinge und Immigranten. Bei Beginn der G&uuml;ltigkeit des EU-T&uuml;rkei-Fl&uuml;chtlingsdeals im M&auml;rz waren es gerade mal knapp 5.000. Insgesamt wurde die als &ldquo;psychologische Grenze&rdquo; benannte Zahl von 60.000 Fl&uuml;chtlingen im Land bereits &uuml;berschritten. Es k&ouml;nnten mehr werden, wenn Deutschland die Option des Dublin-II-Abkommens wie angek&uuml;ndigt zieht und Fl&uuml;chtlinge aus Deutschland zur&uuml;ck nach Griechenland schickt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49412\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Streit um EU-Fl&uuml;chtlingspolitik eskaliert<\/strong><br>\nLuxemburgs Au&szlig;enminister Asselborn fordert Ausschluss Ungarns aus der EU<br>\nWenige Tage vor dem Treffen der 27 EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag in Bratislava, bei dem vor allem &uuml;ber die Zukunft der EU nach einem &bdquo;Brexit&ldquo; beratschlagt werden soll, hat Luxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn den Streit um die Fl&uuml;chtlingspolitik der Staatenunion mit der Forderung nach einem Ausschluss Ungarns aus der EU neu entfacht.<br>\n&bdquo;Wer wie Ungarn Z&auml;une gegen Kriegsfl&uuml;chtlinge baut oder wer die Pressefreiheit und die Unabh&auml;ngigkeit der Justiz verletzt, der sollte vor&uuml;bergehend oder notfalls f&uuml;r immer aus der EU ausgeschlossen werden&ldquo;, sagte Asselborn der Welt. Dies sei die einzige M&ouml;glichkeit, um den Zusammenhalt und die Werte der EU zu bewahren.<br>\n&bdquo;Der Zaun, den Ungarn baut, um Fl&uuml;chtlinge abzuhalten, wird immer l&auml;nger, h&ouml;her und gef&auml;hrlicher.&ldquo; Ungarn sei nicht mehr weit entfernt &bdquo;vom Schie&szlig;befehl gegen Fl&uuml;chtlinge&ldquo;, sagte Asselborn weiter. Wenn das Land heute EU-Mitglied werden wollte, h&auml;tte es keine Chance, aufgenommen zu werden, so der Au&szlig;enminister. Auch dem Ansehen Europas in der Welt w&uuml;rde dies schaden. &bdquo;Typen wie Orb&aacute;n haben uns eingebrockt, dass die EU in der Welt dasteht wie eine Union, die sich anma&szlig;t, nach au&szlig;en Werte zu verteidigen, aber nach innen nicht mehr f&auml;hig ist, diese Werte auch aufrechtzuerhalten&ldquo;, sagte Asselborn weiter.<br>\nHintergrund ist Ungarns Abschottung seiner S&uuml;dgrenze mit Stacheldrahtz&auml;unen gegen Fl&uuml;chtlinge. Zugleich lehnt die rechts-konservative Regierung unter Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n beschlossene und eventuelle k&uuml;nftige EU-Quoten zur Verteilung von Asylbewerbern &uuml;ber die EU-Mitgliedsl&auml;nder strikt ab.<br>\nDie Reaktion aus Budapest auf die Ausschluss-Drohung erfolgte prompt. Der ungarische Au&szlig;enminister Peter Szijjarto bezeichnete seinen luxemburgischen Amtskollegen als &bdquo;unernste Figur&ldquo;. Asselborn habe sich &bdquo;schon l&auml;ngst selbst aus der Reihe der ernstzunehmenden Politiker ausgeschlossen&ldquo;, sagte Szijjarto nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur MIT. Man sehe, dass Asselborn nicht weit von Br&uuml;ssel entfernt zu Hause ist, denn er sei &bdquo;belehrend, arrogant und frustriert&ldquo;, f&uuml;gte Szijjarto hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201609134102\/politik\/politik-eu\/streit-um-eu-fluechtlingspolitik-eskaliert.html\">Hintergrund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die M&auml;r, wie Portugal und Spanien vom &bdquo;guten Weg&ldquo; abkamen<\/strong><br>\nDas Narrativ kennt man: Konservative Regierungen f&uuml;hren Krisenl&auml;nder mit eiserner Disziplin zur&uuml;ck zum Erfolg. Linke machen dann alles wieder kaputt. Die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo; erz&auml;hlt diese Geschichte gerade wieder &uuml;ber Portugal und Spanien. Ein Widerspruch dazu aus Lissabon: von Paulo Pena, Reporter der Tageszeitung &bdquo;Publico&ldquo; und Mitglied des Netzwerkes Investigate Europe.<br>\nThomas Urban, Korrespondent der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; in Madrid, schrieb k&uuml;rzlich, dass sowohl Portugal als auch Spaniens Reformen von dem &bdquo;guten Weg&ldquo; abgekommen seien, auf dem sie sich befunden h&auml;tten. Seine Argumentation ist einfach: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/8121\/die-maer-wie-portugal-und-spanien-vom-guten-weg-abkamen\/\">&Uuml;ber Medien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geheimnis um die Unterschrift<\/strong><br>\nK&ouml;nnen einzelne Mitgliedstaaten Ceta stoppen? Diese Frage interessiert derzeit viele Sozialdemokraten. Denn am kommenden Montag entscheidet die SPD bei ihrem kleinen Parteitag dar&uuml;ber, ob sie gr&uuml;nes Licht daf&uuml;r gibt, dass die Bundesregierung dem umstrittenen Abkommen zwischen der EU und Kanada zustimmt.<br>\nSelbst viele SPD-Mitglieder, die Ceta kritisch sehen, gehen bisher davon aus, dass es gar nichts bringt, wenn der Parteitag ein Nein der Regierung zum vorliegenden Vertragstext fordert. Denn &uuml;ber Handelsvertr&auml;ge wird im EU-Ministerrat in der Regel mit Mehrheit entschieden, sodass Deutschland &uuml;berstimmt werden k&ouml;nnte.<br>\nUnd selbst wenn, wie manche Juristen argumentieren, bei Ceta ausnahmsweise Einstimmigkeit erforderlich w&auml;re, bliebe ein Nein der SPD wirkungslos, meinen viele in der Partei. Denn wegen der Zustimmung von CDU und CSU m&uuml;sste sich Deutschland dann in Br&uuml;ssel enthalten &ndash; und eine Enthaltung steht einer einstimmigen Entscheidung nicht entgegen.<br>\nDie Realit&auml;t sieht aber anders aus. Die Abstimmung &uuml;ber Ceta, die voraussichtlich beim EU-Ministerrat am 18. Oktober stattfinden wird, entscheidet n&auml;mlich nur dar&uuml;ber, ob die EU als Ganzes Ceta unterzeichnen soll. Zus&auml;tzlich muss das Abkommen aber von jedem Mitgliedstaat unterzeichnet werden, teilte ein Sprecher der EU-Kommission der taz mit: &bdquo;Erst nachdem alle Unterschriften von den Mitgliedstaaten eingesammelt sind, wird die Unterschriftszeremonie beim Gipfeltreffen organisiert&ldquo;, erkl&auml;rte er. Geplant ist die feierliche Unterzeichnung von Ceta beim EU-Kanada-Gipfel, der voraussichtlich am 27. Oktober stattfindet.<br>\nEs steht also fest: Wenn Deutschland den Vertragstext nicht vorher unterzeichnet, kann Ceta Ende Oktober auch nicht von der EU und Kanada unterzeichnet werden. Doch diese Information wollte die Bundesregierung vor dem entscheidenden SPD-Parteitag nur ungern best&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Ceta-Abkommen-ist-zu-stoppen\/%215336039\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: OFFENER BRIEF zum Beschlussvorschlag des SPD-Parteivorstands zum CETA-Abkommen<\/strong><br>\nes steht wieder ein Parteikonvent an, der sich mit CETA befasst. Diesmal liegt der endg&uuml;ltige Vertragstext vor, auch in Deutsch. Vermutlich hat niemand von uns die 1600 Seiten vollst&auml;ndig gelesen, aber es sind inzwischen zahlreiche Gutachten und Stellungnahmen zum aktuellen Text verf&uuml;gbar, die es erlauben, sich eine fundierte abschlie&szlig;ende Meinung zu diesem Vertrag zu bilden.<br>\nNach meiner Einsch&auml;tzung werden die Bedingungen an ein Freihandelsabkommen, wie sie auf dem Parteikonvent 2014 und dem Parteitag 2015 formuliert wurden, bei weitem nicht erf&uuml;llt. Diese Meinung wird im Grunde auch vom Parteivorstand geteilt. Zumindest sind wesentliche Punkte, die nach wie vor im Widerspruch zu den Beschl&uuml;ssen der SPD stehen auch im Beschluss vom 5.9. benannt. Dennoch empfiehlt der Parteivorstand dem CETA-Abkommen im EU-Ministerrat zuzustimmen und verweist auf die M&ouml;glichkeit, im anschlie&szlig;enden parlamentarischen Prozess die kritischen Punkte zu heilen.<br>\nDamit streut der Parteivorstand den Delegierten und auch der &Ouml;ffentlichkeit Sand in die Augen. Zum einen ist die Kommission nach wie vor der Meinung, dies sei im juristischen Sinn kein gemischtes Abkommen (http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-16-2371_de.htm), weiterhin hat die Kommission erkl&auml;rt, das Abkommen vor der Befassung nationaler Parlamente vorl&auml;ufig in Kraft zu setzen, damit aber gilt das Abkommen v&ouml;lkerrechtlich. Der Handelsministerrat, dem auch Genosse Gabriel angeh&ouml;rt, wird sich im September befassen, endg&uuml;ltig wird dann der Rat der europ&auml;ischen Union im Oktober &uuml;ber das in Kraft treten entscheiden. Das EU Parlament wird gar keine Zeit mehr haben, substanzielle &Auml;nderungen vorzuschlagen, zudem haben die Konservativen die Mehrheit im Parlament.<br>\nDie einzige Institution, die CETA stoppen oder verbessern kann, ist der Ministerrat. Wenn der Parteikonvent am 19.09. dem Vorschlag des Parteivorstands zustimmt, dann wird CETA in der jetzigen Form mit all den Folgen, die weiter unten kurz beschrieben werden, in Kraft treten. Das m&uuml;ssen die Delegierten wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160915-offener-brief-CETA-beschluss-parteivorstand.pdf\">J&uuml;rgen Schmid (Mitglied im Kreis- und Regionalvorstand der Stuttgarter SPD)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Der Gefahrennebel ist sehr, sehr dicht geworden&rdquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht von Olaf Zimmermann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Kulturrates, k&ouml;nnten die Freihandelsabkommen CETA und TTIP zur Gefahr f&uuml;r die Vielfalt der Kultur werden. Denn Vielfalt sei ein Hemmnis f&uuml;r gute Gesch&auml;fte &ndash; und deswegen intendierten die Vertr&auml;ge den Abbau der Vielfalt, sagte Zimmermann im DLF. Zimmermann r&auml;umte ein, dass er nur Gefahrenpotenziale hinsichtlich der Freihandelsabkommen beschreiben k&ouml;nnte. Der Deutsche Kulturrat sei nicht gegen einen Freihandelsvertrag mit Kanada oder den USA, aber sie d&uuml;rften nicht der Kultur schaden, so Zimmermann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/freihandelsabkommen-und-kultur-der-gefahrennebel-ist-sehr.691.de.html?dram:article_id=365874\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Brasilien plant Privatisierungsoffensive<\/strong><br>\nMit der Privatisierung von Flugh&auml;fen, Stra&szlig;en und Versorgungsunternehmen will Brasilien Investoren anlocken und die Staatsfinanzen sanieren. Die Regierung rechnet mit Einnahmen von mehr als acht Milliarden Euro. Im Kampf gegen die Rezession legt Brasilien ein milliardenschweres Privatisierungsprogramm auf. &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns der Privatwirtschaft zuwenden, weil der Staat nicht alles machen kann&rdquo;, sagte Staatspr&auml;sident Michel Temer vor seinen Ministern. So will die Regierung die Flugh&auml;fen in Porto Alegre, Salvador, Fortaleza und Florian&oacute;polis teilprivatisieren, genauso wie gro&szlig;e Getreide- und Benzin-Umschlagpl&auml;tze.<br>\nFerner k&ouml;nnen Investoren bieten f&uuml;r den Betrieb von gro&szlig;en &Uuml;berlandstra&szlig;en, Wasserkraftwerken und von bisher staatlichen Firmen wie dem Abwasserentsorger in Rio de Janeiro. Damit will Brasilien 24 Milliarden Dollar erl&ouml;sen, elf Milliarden davon allein aus dem &Ouml;l- und Gassektor. Zudem steht die Privatisierung von sechs Netzverteilern des staatlichen Energiekonzerns Eletrobras an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brasilien-plant-privatisierungen-in-milliardenhoehe-a-1112210.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Klassenkampf von oben 101. Wie kann man nur &ouml;ffentliche Infrastruktur verscherbeln, und welchen Vorteil soll das f&uuml;r den Staat haben??? Wenn die Beteiligungen an &ldquo;Flugh&auml;fen, Stra&szlig;en und Versorgungsunternehmen&rdquo; f&uuml;r &ldquo;ausl&auml;ndische Investoren&rdquo; so attraktiv sind, warum beh&auml;lt sie der Staat denn nicht selber? Der neoliberale SPIEGEL schreibt ganz im Ernst und ohne Ironie Kampfbegriffe wie &ldquo;Privatisierungsoffensive&rdquo; oder simple neoliberale Propagandabotschaften wie &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns der Privatwirtschaft zuwenden, weil der Staat nicht alles machen kann&rdquo; ohne Fragezeichen oder kritische Anmerkungen. Die sturen Griechen haben sich noch gegen solche Privatisierungsprogramme gewehrt und mussten erst von der Troika auf den Pfad der Tugend gef&uuml;hrt werden&hellip; &ldquo;Temer, der nach der Amtsenthebung von Dilma Rousseff erst Ende August als Pr&auml;sident vereidigt wurde, hat bereits weitreichende Reformen des Rentensystems, des Arbeitsrechts und der Wirtschaft insgesamt angek&uuml;ndigt. Auch ein Sparprogramm geh&ouml;rt zu seinen Pl&auml;nen.&rdquo; &ndash; Klassenkampf von oben, deshalb steht hier das Wieselwort &ldquo;Reformen&rdquo; anstelle von &ldquo;drastische Rentenk&uuml;rzungen, Abbau von Arbeitnehmerrechten und Unternehmensteuersenkungen&rdquo;. Der <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/brasilien--warum-das-aus-von-dilma-rousseff-fuer-brasilien-alles-nur-noch-schlimmer-macht-6801658.html\">Stern<\/a> und sogar die konservativ-liberale <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article155296491\/Brasiliens-Schattenmann-greift-nach-der-Macht.html\">WELT<\/a> sind sehr viel kritischer.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Kampf ist nicht vorbei<\/strong><br>\nFrankreichs Gewerkschaften wollen mit einem neuen Ak&shy;tionsplan gegen das im Juli von der sozialdemokratischen Regierung durchgedr&uuml;ckte Arbeitsrecht vorgehen. Mit Gro&szlig;demonstrationen im ganzen Land soll am heutigen Donnerstag zun&auml;chst manifestiert werden, dass Staatspr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande sowie Premierminister Manuel Valls und sein Kabinett gegen die &uuml;berwiegende Mehrheit der Bev&ouml;lkerung standen, als sie am 20. Juli den &raquo;reformierten&laquo; Code du travail mit Hilfe am Parlament vorbei in Kraft setzten. Die Gewerkschaftsf&uuml;hrer Philippe Martinez von der CGT (Conf&eacute;d&eacute;ration g&eacute;n&eacute;rale du travail) und Jean-Claude Mailly von der FO (Force Ouvri&egrave;re) k&uuml;ndigten am Wochenende zudem an, gegen einzelne Bestimmungen des Gesetzes auch gerichtlich vorgehen zu wollen.<br>\nNach f&uuml;nf Monaten eines vor allem auf den Stra&szlig;en der Gro&szlig;st&auml;dte ausgetragenen Kampfes zwischen sozialdemokratischer Regierung und Unternehmern auf der einen, Gewerkschaften sowie Aktivisten aus allen politischen Parteien und gesellschaftlichen Bereichen auf der anderen Seite hatte Premier Valls auf den Verfassungsartikel 49, Absatz 3 zur&uuml;ckgegriffen. Dieser erlaubt es der jeweiligen politischen F&uuml;hrung des Landes, bestimmte Gesetze ohne parlamentarische Debatte zu erlassen, falls in der Nationalversammlung keine Mehrheit zustande kommt. Davon machte Valls im Juli bereits zum dritten Mal in der laufenden Amtsperiode Gebrauch.<br>\nDer neue Code du travail ist ein &ndash; nach dem Vorbild der deutschen &raquo;Agenda 2010&laquo; von SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der formuliertes &ndash; Paragraphenwerk, das vor allem den Unternehmern Vorteile gegen&uuml;ber den Lohnabh&auml;ngigen verschafft. Es soll in erster Linie franz&ouml;sischen Mittelst&auml;ndlern, aber auch gro&szlig;en internationalen Konzernen wie Alstom oder Bouygues erm&ouml;glichen, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse mit Billigl&ouml;hnen einzuf&uuml;hren. Erleichtert werden zudem Entlassungen im gro&szlig;en Stil, falls das Management des betroffenen Betriebs nachweist, dass die Auftragslage &uuml;ber eine Zeit von mindestens drei Monaten zur&uuml;ckgegangen ist. Das Argument der Regierung, dass ihre &raquo;Reform&laquo; die Bossen zwingen werde, unbefristete statt kurzfristige Arbeitsvertr&auml;ge abzuschlie&szlig;en, zieht nach Ansicht der Gewerkschaften und der Mehrheit der Lohnabh&auml;ngigen nicht. Langzeitvertr&auml;ge seien k&uuml;nftig auch oder gerade wegen des neuen Gesetzes gleichbedeutend mit prek&auml;rer Arbeit, das hei&szlig;t einer Entlohnung unterhalb des Existenzminimums.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-15\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar trickst die franz&ouml;sische Regierung im Umgang mit den &ldquo;Reformen&rdquo; genauso wie seinerzeit die Schr&ouml;der-Fischer-Regierung. Scheinbar sind derzeit sozialdemokratische Regierungsmitglieder nicht in der Lage, aus Fehlern zu lernen. Es ist zu hoffen, dass der Druck wieder steigt und die Arbeitnehmerschaft in Frankreich nicht das gleiche Schicksal erleiden muss wie die hiesige.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schlechte Stimmung im Lehrerzimmer<\/strong><br>\nDas ifo-Bildungsbarometer 2016 zeigt: Die Stimmung bei den Lehrern ist schlecht. F&uuml;r den Bildungsforscher Matthias Buchardt ist ein Grund f&uuml;r die Frustration, dass Lehrer seit geraumer Zeit das Gef&uuml;hl h&auml;tten, dass die eigentliche p&auml;dagogische T&auml;tigkeit immer mehr in den Hintergrund trete. Denn in den Schulen sei man &ldquo;bis zur Besinnungslosigkeit&rdquo; mit Verordnungen und Programmen besch&auml;ftigt. [&hellip;]<br>\nDichmann: Es erscheint mir erst mal plausibel, dass eine Krankenpflegerin oder ein Handwerksmeister mit hoher beruflicher Belastung sagen w&uuml;rde, na ja, die Lehrergeh&auml;lter, die sind doch ohnehin schon sehr gut. Wieso soll da noch eine Schippe draufgelegt werden? W&uuml;rden Sie sagen, die Lehrerbed&uuml;rfnisse sind da ein bisschen an der Realit&auml;t vorbei gew&uuml;nscht?<br>\nBurchardt: Ich denke nicht, denn da wird eine sehr verantwortliche T&auml;tigkeit durchgef&uuml;hrt. Wir sagen immer wieder, die Kinder sind das Wichtigste, was wir haben, sie sind unsere Zukunft. Und dann finde ich, sollten die Leute, die sich um diese Kinder k&uuml;mmern, auch anst&auml;ndig bezahlt werden. Und das trifft &uuml;brigens genauso auf Krankenschwestern und alle anderen Berufsgruppen zu, die Sie gerade genannt haben. Es geht nicht darum, dem einen zu nehmen, sondern es sollten alle gerechte L&ouml;hne gezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ifo-bildungsbarometer-schlechte-stimmung-im-lehrerzimmer.680.de.html?dram:article_id=365853\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutschlands Kriegsbilanz (II)<\/strong><br>\nBeinahe 15 Jahre nach dem Beginn des NATO-Kriegs in Afghanistan und der unter starker deutscher Beteiligung durchgef&uuml;hrten Besatzung herrschen in dem Land katastrophale &ouml;konomische und soziale Verh&auml;ltnisse sowie eine miserable Sicherheitlage. Dem Krieg sind seit 2001 laut einer umfassenden Analyse mehr als 220.000 Menschen direkt oder indirekt zum Opfer gefallen. Die Sicherheitslage im Land hat sich zuletzt laut Einsch&auml;tzung des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags &ldquo;dramatisch versch&auml;rft&rdquo;. Soldaten m&uuml;ssen inzwischen, wenn sie von einem Standort zum n&auml;chsten wechseln wollen, aus Sicherheitsgr&uuml;nden fliegen, weil die Fahrt mit gepanzerten Autos auf der Stra&szlig;e als unvertretbar gef&auml;hrlich gilt. Die Zahl der afghanischen Fl&uuml;chtlinge wird von den Vereinten Nationen aktuell auf 1,1 Millionen gesch&auml;tzt &ndash; mit steigender Tendenz. Wichtigster Wirtschaftszweig ist weiterhin der Opiumanbau; 39,1 Prozent der Afghanen leben nach nationalen Standards in Armut, 2,7 Millionen sind unterern&auml;hrt. Lediglich die Bundeswehr kann positive Tendenzen erkennen und r&auml;t zu &ldquo;Geduld und Ausdauer&rdquo;. &ndash; (Teil 2 einer Serie, in der german-foreign-policy.com &ndash; aus Anlass der Ank&uuml;ndigung Berlins, in Zukunft st&auml;rker &ldquo;global&rdquo; intervenieren zu wollen, auch milit&auml;risch &ndash; die Folgen der deutschen Kriege aus den vergangenen zwei Jahrzehnten bilanziert.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59440\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Teil 1 ist <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34886#h17\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&laquo;Intervention unter falschen Annahmen&raquo;<\/strong><br>\nZwei Monate nach dem kritischen Chilcot-Bericht &uuml;ber Tony Blairs Irak-Feldzug, kommt nun ein parlamentarisches Untersuchungskomitee zum Schluss, dass David Cameron in Libyen in &auml;hnlicher Weise versagt hat. Die Fehler h&auml;tten dazu gef&uuml;hrt, dass Libyen heute ein gescheiterter Staat am Rande eines vollst&auml;ndigen B&uuml;rgerkriegs sei, heisst es im Bericht.<br>\nDer mittlerweile abgetretene Premierminister Cameron hatte die Libyen-Intervention von 2011 im vergangenen Januar mit dem Schutz der revoltierenden Bev&ouml;lkerung in Benghasi verteidigt: &laquo;Ghadhafi drohte, die eigenen B&uuml;rger wie Ratten zu erschiessen.&raquo; Einer der zentralen Kritikpunkte des aktuellen Berichts ist jedoch, dass sich die Intervention nicht auf ihr urspr&uuml;ngliches Ziel &ndash; den Schutz der Bev&ouml;lkerung in Benghasi &ndash; beschr&auml;nkte. Dieses Ziel sei innerhalb von 24 Stunden erreicht worden, sagte David Richards, der ehemalige Chef des britischen Generalstabs aus. Danach h&auml;tte die Regierung aber entschieden, weiter zu gehen und Ghadhafis Diktatur zu beenden: &laquo;Eine limitierte Intervention zum Schutz von Zivilisten wandelte sich in eine opportunistische Politik des Regimewechsels mit milit&auml;rischen Mitteln.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa\/vernichtender-libyen-bericht-intervention-unter-falschen-annahmen-ld.116652\">Neue Z&uuml;richer Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Milosevic: Freispruch<\/strong><br>\nHartn&auml;ckig wurde der Eindruck gepflegt, der fr&uuml;here serbische Pr&auml;sident Slobodan Milosevic habe es schon verdient, dass er vom Westen von der Macht entfernt wurde. Schlie&szlig;lich sei er ja vor dem &bdquo;Internationalen Strafgerichtshof f&uuml;r das fr&uuml;here Jugoslawien&ldquo; (ICTY) wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen angeklagt worden und nur sein Tod habe eine Verurteilung verhindert. Die Wirklichkeit hat damit allerdings wenig zu tun. Wie die junge Welt gestern berichtete, wurde Milosevic nun nachtr&auml;glich ICTY freigesprochen. Die Zeitung zitiert den australischen Journalisten John Pilger: &bdquo;Das ICTY in Den Haag hat den verstorbenen serbischen Pr&auml;sidenten Slobodan Milosevic in aller Stille von Kriegsverbrechen freigesprochen, die w&auml;hrend des bosnischen Krieges von 1992 bis 1995 begangen wurden, einschlie&szlig;lich des Massakers von Srebrenica. Weit entfernt davon, sich mit dem verurteilten F&uuml;hrer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, zu verschw&ouml;ren, opponierte demnach Milosevic gegen ihn und &raquo;verurteilte ethnisches S&auml;ubern&laquo;. Er versuchte, den Krieg zu stoppen, der Jugoslawien aufl&ouml;ste. Diese Wahrheit, die am Ende von 2.590 Seiten des Urteils &uuml;ber Karadzic vom vergangenen Februar begraben wurde, zertr&uuml;mmert einmal mehr die Propaganda, mit der die NATO ihren illegalen Angriff auf Serbien 1999 rechtfertigte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/09\/13\/milosevic-freispruch\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Uranmunition: Grimme-Preistr&auml;ger nach Film &uuml;ber Tabuthema unter &bdquo;Berufsverbot&ldquo;<\/strong><br>\nDer Regisseur und Grimme-Preisetr&auml;ger Frieder Wagner hat viele gro&szlig;e Dokumentationen f&uuml;r ARD und ZDF gedreht. Nach seinem Film &bdquo;Deadly Dust &ndash; Todesstaub&ldquo; &uuml;ber die Auswirkungen von Uranmunition nach Eins&auml;tzen der Nato im Irak und in Jugoslawien bekam er keine Auftr&auml;ge mehr. Was ist so gef&auml;hrlich an dem Film, der bis heute nicht im Fernsehen lief?<br>\nHerr Wagner, warum lief Ihr Film &bdquo;Deadly Dust&ldquo; nicht im Fernsehen?<br>\n&bdquo;Deadly Dust&ldquo; baut ja auf einer Fernsehproduktion f&uuml;r den WDR auf &ndash; &bdquo;Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra&ldquo;. Im April 2004 wurde er zum Tschernobyl-Tag einmal gesendet. Und obwohl dann der Film im Herbst den Europ&auml;ischen Fernsehpreis auf der &Ouml;koMedia bekommen hat, ist er nicht wiederholt worden. Egal, was ich dann vorgeschlagen habe, ich habe keinen Auftrag mehr bekommen. Ich habe mich dann mit einem Redaktionsleiter im WDR besprochen und habe gefragt, wie das sein kann. Schlie&szlig;lich haben wir gemeinsam gro&szlig;e Produktionen gemacht &ndash; sehr erfolgreich, von den Kritikern hochgelobt. Er z&ouml;gerte erst, sagte aber dann: &bdquo;Du gilst im Haus beim WDR als schwierig. Was besonders gravierend ist: Die Themen, die du vorschl&auml;gst, sind besonders schwierig. Mehr wage ich an dieser Stelle nicht zu sagen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/gesellschaft\/20160914\/312539610\/frieder-wagner-deadly-dust-todesstaub.html\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Gegenseitige L&uuml;genvorw&uuml;rfe: Deutsches &amp; russisches Au&szlig;enministerium im Verbalduell<\/strong><br>\nDeutsch-russischer L&uuml;genvorwurf: Ausschnitt aus der BPK vom 14. September 2016<br>\nMartin Sch&auml;fer, Sprecher vom Ausw&auml;rtiges Amt, hat zu Wochenbeginn dem russischen Au&szlig;enministerium vorgeworfen zu l&uuml;gen und &ldquo;objektiv falsche&rdquo; Geschichten zu verbreiten. Es geht um Gespr&auml;che zwischen Merkel und Putin um einen neuen UN-Generalsekret&auml;r beim G20-Gipfel. Gestern meinte die russische Seite wiederum, dass Herr Sch&auml;fer l&uuml;gt. Heute wollten wir daher vom AA wissen: Worin besteht die L&uuml;ge der russischen Seite, was ist &ldquo;objektiv falsch&rdquo;? Das deutsche Au&szlig;enministerium wollte zu dem Thema gar nichts sagen, ihren L&uuml;genvorwurf nicht erkl&auml;ren und steckte den Kopf in den Sand&hellip; Regierungssprecher Seibert versuchte sich abschlie&szlig;end um eine Art Klarstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ysqyR0kI-uU\">Jung und naiv via<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Anw&auml;lte verteidigen 5,5-Millionen-Zahlung an Beckenbauer<\/strong><br>\nDie Anw&auml;lte von Franz Beckenbauer haben die 5,5 Millionen Euro an den 71-J&auml;hrigen vom Deutschen Fu&szlig;ball-Bund aus ihrer Sicht verteidigt. Die Juristen schrieben in einer Stellungnahme am Mittwoch, dass die Behauptungen, Beckenbauer habe das Geld f&uuml;r die WM 2006 oder f&uuml;r ein Ehrenamt erhalten, falsch seien. Beckenbauer habe die Einnahmen aus seinen werblichen Aktivit&auml;ten f&uuml;r den von ihm damals beworbenen nationalen WM-Sponsor (Oddset) auch &ldquo;unverz&uuml;glich an seinem Wohnsitz in &Ouml;sterreich ordnungsgem&auml;&szlig; versteuert&rdquo;, hie&szlig; es in dem Statement der Kanzlei Nesselhauf.<br>\nAm Dienstag hatten Medien berichtet, dass der damalige Chef des Organisationskomitees der WM 2006 den Betrag aus dem f&uuml;r die WM-Organisation gedachten Sponsorengeld erhalten habe. Versteuert wurde die Zahlung durch den DFB vier Jahre nach der WM. Beckenbauer soll die Schuld im M&auml;rz 2011 beglichen haben. Laut Beckenbauer-Juristen handelte es sich um eine Abzugsteuer, die nach einer Betriebspr&uuml;fung 2010 vom DFB gezahlt wurde. Diese werde f&auml;llig, wenn &ldquo;Zahlungen an einen Steuerausl&auml;nder geleistet werden&rdquo;. Beckenbauer habe das Geld nach Kenntnis der Betriebspr&uuml;fung &ldquo;unverz&uuml;glich&rdquo; erstattet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/dfb-skandal-beckenbauer-anwaelte-verteidigen-millionen-zahlung-1.3161177\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wieder einmal scheint der SPIEGEL sich verrannt zu haben. Auf mich wirken die Erkl&auml;rungen Beckenbauers durchaus plausibel. Es ist eine Frage, ob ein Beckenbauer es &bdquo;n&ouml;tig hat&ldquo;, f&uuml;r jedes Engagement ein Millionenhonorar einzukassieren. Hier kann und sollte man durchaus kritisch sein. Der SPIEGEL, der ansonsten nicht gerade bekannt ist, die Kommerzialisierung des Sports zu kritisieren, erweckt jedoch mit seinen Titelgeschichten der letzten Tage den Eindruck, Beckenbauer h&auml;tte eine Steuerstraftat oder gar eine Korruptionsstraftat begangen. F&uuml;r beide Vorw&uuml;rfe fehlt jedoch nicht nur der Beweis, sondern m.E. sogar jegliches Indiz. Nichts liegt mir ferner, als ausgerechnet Franz Beckenbauer zu verteidigen &ndash; aber die investigative Sportabteilung des SPIEGEL geht hier eindeutig zu weit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Meine erste Rede zum &ldquo;State of da Union&rdquo;<\/strong><br>\nHeute, nur wenige Stunden nachdem EU-Kommissionspr&auml;sident Karl-Heinz Juncker eine wenig vision&auml;re Rede zur Lage der Nation gehalten hat (47 min 28), durfte auch ich ran (1 min 30). Zeit genug, um zumindest Irland aus der EU zu schmei&szlig;en&hellip; Smiley!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Z7g8-GxLTSc&amp;feature=youtu.be\">Martin Sonneborn via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Gro&szlig;artig!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Arme und Reiche verdienen mehr, die Mitte verliert<\/strong><br>\n&ldquo;Der Trend der Lohnspreizung ist gestoppt&rdquo;: Laut Statistischem Bundesamt geht die Schere zwischen Arm und Reich nicht mehr weiter auseinander. Menschen mit mittlerem Einkommen gehen leer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/einkommen-in-deutschland-arme-und-reiche-verdienen-mehr-die-mitte-verliert-a-1112261.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die &Uuml;berschrift gibt in keiner Weise, die im Text dargestellte Entwicklung wider, dass die Einkommenspolarisierung sich nicht ver&auml;ndert hat. Wobei auch der Bericht des Statistischen Bundesamtes ebenfalls unter die Kategorie Manipulation f&auml;llt, da er von der extremen Verm&ouml;gensanh&auml;ufung, als, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie gef&auml;hrdende Entwicklung, ablenkt. Jemand mit 24,96 &euro; Stundenlohn ist alles andere als reich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In anderen\/fr&uuml;heren Studien haben die Menschen mit niedrigen Einkommen gegen&uuml;ber den anderen verloren &ndash; Ergebnis scheint immer zu sein, dass die Bestverdiener mal gegen&uuml;ber Mittelverdienern, mal gegen&uuml;ber den Niedrigl&ouml;hnern gewonnen haben. Auch interessant, dass &ldquo;[z]um Niedriglohnbereich Arbeitnehmer [z&auml;hlen], die weniger als 11,09 Euro Bruttostundenlohn bekommen&rdquo;, aber ein Mindestlohn von 8,50 Euro von der, naja, &ldquo;Sozialdemokratischen&rdquo; Partei Deutschlands solche L&ouml;hne politisch gewollt festtackert. Und der gew&auml;hlte Betrag f&uuml;r Gutverdiener, der bei gerade mal 31 Euro brutto, etwa 55.000\/60.000 Euro pro Jahr, beginnt, umfasst zwar die Allerbestensverdiener (Abteilungsleiter, hochbezahlte Manager, AG-Vorst&auml;nde), verschleiert aber, dass deren Geh&auml;lter &uuml;berproportional gestiegen sind. Letztendlich sind solche Untersuchungen, die willk&uuml;rlich bestimmte Einkommensbereiche miteinander vergleichen, aber (absichtlich?) blind. Viel wichtiger w&auml;re die Feststellung, ob die Reall&ouml;hne in den letzten Jahren &uuml;berhaupt gestiegen sind (ja, minimal, und auch erst ab dem Jahr 2009), und ob die Unternehmensgewinne st&auml;rker gestiegen sind als das Wirtschaftswachstum (ja) und st&auml;rker als die L&ouml;hne (ja, viel st&auml;rker).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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