{"id":3502,"date":"2008-10-10T09:33:28","date_gmt":"2008-10-10T07:33:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3502"},"modified":"2008-10-10T11:42:16","modified_gmt":"2008-10-10T09:42:16","slug":"hinweise-des-tages-750","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3502","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Joseph Stiglitz: &ldquo;Die Philosophien der Deregulierung und des Neoliberalismus in den westlichen L&auml;ndern sind tot&rdquo;<\/li>\n<li>Finanzkrise: Jenseits der Panik<\/li>\n<li>Das Spiel ist aus<\/li>\n<li>Nobelpreistr&auml;ger Yunus: &ldquo;Der Kapitalismus ist zum Spielcasino verkommen&rdquo;<\/li>\n<li>Berlin pr&uuml;ft Banken-Verstaatlichung<\/li>\n<li>Pensions: Downturn has wiped one fifth off retirement funds<\/li>\n<li>Serient&auml;ter  Bundesbank<\/li>\n<li>Lafontaine: Bundesregierung hat Krise versch&auml;rft<\/li>\n<li>Sparer: Betrogen oder blau&auml;ugig?<\/li>\n<li>Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im August 2008: Real + 2,2% zum Vorjahr<\/li>\n<li>Deutsche Ausfuhren im August 2008: &ndash; 2,5% zum August 2007<\/li>\n<li>Managerhaftung und Managerverg&uuml;tung<\/li>\n<li>Arbeitsmarktpolitik: Weniger F&ouml;rdert&ouml;pfe<\/li>\n<li>Anwalt f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger soll teurer werden<\/li>\n<li>Keine Entwarnung trotz Verschiebens des B&ouml;rsengangs der Bahn<\/li>\n<li>Zypries: &bdquo;Alles, was schie&szlig;t&ldquo; <\/li>\n<li>Ein halbes Grad zu viel<\/li>\n<li>Weiter mit Schwarz-Gr&uuml;n<\/li>\n<li>Analyse des Berichts zu Lobbyisten in Ministerien<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3502&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Joseph Stiglitz: &ldquo;Die Philosophien der Deregulierung und des Neoliberalismus in den westlichen L&auml;ndern sind tot&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Der Neo-Liberalismus ist in den meisten westlichen L&auml;ndern tot, so wie der Washington-Konsens. Sehen Sie sich die Debatten in S&uuml;damerika an oder in anderen L&auml;ndern. Die USA haben ihre Rolle als Modell f&uuml;r andere eingeb&uuml;&szlig;t. Da lachen doch alle nur noch, wenn US-Technokraten in anderen L&auml;ndern Vortr&auml;ge halten und sagen: &ldquo;Seht her, macht es wie wir, liberalisiert eure Finanzm&auml;rkte!&rdquo;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/1009\/weltfinanzkrise\/0002\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise: Jenseits der Panik<\/strong><br>\nPanik ist sp&uuml;rbar: Bricht das System zusammen? Erleben wir eine Krise wie in den 30er-Jahren?\n<p>Versuchen wir, trotzdem ein paar Lichtreflexe zu erkennen. In einigen Jahren werden wir r&uuml;ckblickend vielleicht feststellen, dass in diesen Tagen die Wende zum Guten ihren Anfang nahm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/handelsblatt-kommentar\/jenseits-der-panik;2058347\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> &bdquo;Aber danach haben wir vielleicht eine globale Wirtschaft, die weniger vom Konsum eines einzigen Landes abh&auml;ngig ist.&ldquo; Ob dem Handelsblatt-Autor beim Schreiben dieser Zeilen bewusst war, dass dies ein Ende des Lohndumpings in Deutschland voraussetzt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Spiel ist aus<\/strong><br>\nUm die Hysterie in den Griff zu bekommen, m&uuml;ssen die Regierungen eine L&ouml;sung pr&auml;sentieren, die wasserdicht und glaubw&uuml;rdig ist. Dazu geh&ouml;rt die Verpflichtung, die Realwirtschaft massiv zu st&uuml;tzen, damit nicht auch sie komplett abschmiert. Das ginge &uuml;ber ein globales Konjunkturprogramm, zu dem sich alle gro&szlig;en Staaten verpflichten. Ebenso m&uuml;ssen die staatlichen F&ouml;rderbanken den Auftrag erhalten, die Kreditversorgung der Firmen zu &uuml;bernehmen, solange die Banken z&ouml;gern. Auch der Handel auf den Devisen- und Kapitalm&auml;rkten sollte f&uuml;r eine Zeit lang einschr&auml;nkt werden, damit die Verwerfung nicht weitere Volkswirtschaften in den Abgrund rei&szlig;en. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1610168_Das-Spiel-ist-aus.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Nobelpreistr&auml;ger Yunus: &ldquo;Der Kapitalismus ist zum Spielcasino verkommen&rdquo;<\/strong>\n<p>SPIEGEL ONLINE: Wen machen Sie als den Schuldigen der Krise aus?<\/p>\n<p>Yunus: Den Markt mit seinen jetzigen unzureichenden Regeln. Der heutige Kapitalismus ist zu einem Spielcasino verkommen. Der Finanzmarkt ist getrieben von Gier. Es wird in einem Ausma&szlig; spekuliert, das katastrophale Auswirkungen hat. Das sind alles Dinge, mit denen es ein Ende haben muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,582929,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Yunus ist ein ehrenwerter Philanthrop, seine Hoffung auf soziale Unternehmen, die Gewinne machen, aber nicht die Maximierung des Gewinns zum Ziel haben, ist ein ethisches Anliegen aber im Kapitalismus ein sch&ouml;ner Traum.  <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Berlin pr&uuml;ft Banken-Verstaatlichung<\/strong><br>\nZur Bek&auml;mpfung der Finanzkrise k&ouml;nnte die Bundesregierung zum &Auml;u&szlig;ersten greifen: Sie beh&auml;lt sich eine Verstaatlichung deutscher Banken vor, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.\n<p>&ldquo;Wir stehen an der Schwelle zu einer globalen Rezession&rdquo;, sagte der Chef des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, in Washington. &ldquo;Die Lage ist sehr ernst.&rdquo; Die Finanzkrise sei der &ldquo;gef&auml;hrlichste Finanzschock seit den 30er-Jahren&rdquo;. Sie sei stark untersch&auml;tzt worden. <\/p>\n<p>Strauss-Kahn pl&auml;dierte f&uuml;r massive koordinierte Hilfen. &ldquo;Wir k&ouml;nnen die Probleme l&ouml;sen, wenn wir schnell, entschlossen und gemeinsam handeln. Es gibt keine nationale L&ouml;sung f&uuml;r eine Krise wie diese.&rdquo; Besonders die europ&auml;ischen Staaten forderte er zu einer engeren Kooperation auf. Das unabgestimmte Krisenmanagement der Regierungen steht derzeit stark in der Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Eingriff-der-Regierung-Berlin-pr%FCft-Banken-Verstaatlichung\/424375.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Serient&auml;ter Bundesbank<\/strong><br>\nVor kurzem erkl&auml;rten Europas Notenbanker noch wortstark, warum die Euro-Wirtschaft h&ouml;here Zinsen braucht. Kaum hundert Tage sp&auml;ter folgt der spektakul&auml;re R&uuml;ckzieher: Die W&auml;hrungsh&uuml;ter haben diesen Mittwoch in einer einmaligen globalen Panikaktion den Leitzins wieder gesenkt. \n<p>Das kann passieren, k&ouml;nnte man jetzt sagen. Das Drama ist: Zur Zinserh&ouml;hung vom Juli haben im Rat der Euro-Bank die Deutschen gedr&auml;ngt. Und: Keine andere W&auml;hrungsbeh&ouml;rde hat einen so erschreckenden Hang, in Finanzkrisen danebenzuliegen, wie die Bundesbank &ndash; mit stets weitreichenden Folgen. Vielleicht w&auml;re es an der Zeit, auch (deutsche) W&auml;hrungsh&uuml;ter k&uuml;nftig st&auml;rker zu kontrollieren. Zum vierten Mal in 20 Jahren haben deutsche Notenbanker eine Finanzkrise v&ouml;llig falsch eingesch&auml;tzt &ndash; und binnen Wochen Zinserh&ouml;hungen hektisch zur&uuml;cknehmen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Thomas-Fricke-Serient%E4ter-Bundesbank\/424332.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Linke-Chef Lafontaine &uuml;ber Finanzmarkt: &ldquo;Bundesregierung hat Krise versch&auml;rft&rdquo;<\/strong><br>\nLinke-Chef Lafontaine bem&auml;ngelt das &ldquo;unkoordinierte Vorgehen&rdquo; der Bundesregierung in der Finanzkrise. N&ouml;tig seien EU-L&ouml;sungen &ndash; und ein Konjunkturprogramm. Empfinden Sie Schadenfreude, wenn sogar US-Pr&auml;sident Bush an eine Teilverstaatlichung von Banken denkt? \n<p>Nein, eher Genugtuung. Aber es ist ein Treppenwitz des Geschichte, dass in der Wall Street, der Hochburg des Kapitalismus, die Verstaatlichung der letzte Rettungsanker ist. Man darf das aber nicht mit Sozialismus verwechseln. Sozialismus ist nicht die Verstaatlichung bankrotter Banken, sondern eher die Organisation des Geldkreislaufs in &ouml;ffentlicher Verantwortung. Wir k&ouml;nnen ja wirklich froh sein, dass wenigstens ein Teil der Kreditwirtschaft noch in &ouml;ffentlicher Hand ist. Vor ein, zwei Jahren war ja die Linkspartei die einzige, die die Privatisierung der Sparkassen abgelehnt hat. Heute sehen wir mit Heiterkeit, wie die anderen die Sparkassen loben. <\/p>\n<p>Sind Staatsbanken wirklich der K&ouml;nigsweg? Die Verluste der IKB und der Landesbanken zeigen was passiert, wenn der Staat sich als Banker bet&auml;tigt. Bitte, die IKB war eine Privatbank, bei der der BDI eine wesentliche Rolle gespielt hat. Die Landesbanken sind ins Trudeln geraten, weil Politiker wie Steinbr&uuml;ck, Milbradt und Huber ihnen erlaubt haben, wild zu spekulieren. Das zeigt, dass die Landesbanken sich auf ihre Aufgabe beschr&auml;nken m&uuml;ssen &ndash; die Regionalwirtschaft zu f&ouml;rdern. <\/p>\n<p>Also sollen die Landesbanken bleiben? <\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich. Fatalerweise will die Regierung eine Konzentration der Landesbanken. Offensichtlich hat man also dort gar nichts verstanden. So ein Mega-Institut h&auml;tte doch in noch gr&ouml;&szlig;erem Stil spekuliert und w&auml;re jetzt ein Sanierungsfall. <\/p>\n<p>Trotz Zinssenkung und milliardenschweren Bankenrettungen sind die B&ouml;rsen instabil, die Wirtschaftsaussichten schlecht. Was muss nun passieren? <\/p>\n<p>Die Krise greift schon auf die Realwirtschaft &uuml;ber. Deshalb brauchen wir ein Konjunkturprogramm &ndash; also &ouml;ffentliche Investionen in Infrastruktur und Bildung und Anhebung der Hartz-IV-S&auml;tze und der L&ouml;hne. Das ist die Lehre aus der gro&szlig;en Depression 1929. Damals gab es einen Lohnsenkungswettlauf, mit katastrophalen Folgen. <\/p>\n<p>Die Staatsschulden sind gigantisch, wie teuer die Bankenkrise noch wird, ist unklar. Ein Konjunkturprogramm w&uuml;rde den Haushalt &uuml;berdehnen. <\/p>\n<p>Die Stabilisierung der Banken nutzt nichts, wenn die Wirtschaft abschmiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/bundesregierung-hat-krise-verschaerft\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Pensions: Downturn has wiped one fifth off retirement funds<\/strong><br>\nMore than a million people have stopped paying into their pensions in the last year following belt-tightening and what Altmann said was a loss of faith in the pension saving system.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/money\/2008\/oct\/08\/pensions.banks\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Betrogen oder blau&auml;ugig?<\/strong><br>\nDoch wer sich jetzt betrogen f&uuml;hlt, zieht sich nur allzu oft darauf zur&uuml;ck: Alles unverst&auml;ndlich, das Kleingedruckte liest doch sowieso niemand. Mit Verlaub: Wer zehn Jahre spart, und dann sein ganzes Geld in ein Produkt investiert, das er nicht versteht, handeln nicht gerade klug.\n<p>Dass es dennoch viele taten, liefert wom&ouml;glich die Antwort auf eine Lieblingsfrage der Moderatoren dieser Tage: Warum gibt es eigentlich solche Produkte &ndash; wenn sie doch niemand versteht? Weil sie verkauft werden! Sonst g&auml;be es sie nicht. So ist das auf dem Markt.<\/p>\n<p>Kann man Konsumenten davor sch&uuml;tzen, muss man die Produkte verbieten?<\/p>\n<p>Das ist ein selten dummer Gedanke: Denn Risiken sind ein ganz wesentlicher Mechanismus f&uuml;r eine funktionierende Volkswirtschaft. Dass man damit handeln kann, ist kein Makel, sondern ein Gewinn f&uuml;r die gesamte Bev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/42\/finanzkrise-geldanlage-betrug-kommentar?page=all\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.B.:<\/strong> Wer den Schaden hat, braucht f&uuml;r den Spott nicht zu sorgen. Dass die ZEIT sich f&uuml;r derartiges hergibt, disqualifiziert sie weiter.<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von Bewertungen der Ratingagenturen und von Bonit&auml;tsnoten auf die sich Berater und Sparer verlassen haben, scheint der Autor nie etwas geh&ouml;rt zu haben.<\/p><\/li>\n<li><strong>Aus Not gewuchert<\/strong><br>\nDas Desaster an der Wall Street ist endg&uuml;ltig in der Provinz angekommen. Die Landeskirche Oldenburg hat rund zehn Prozent ihres Verm&ouml;gens in Mischfonds, aber auch in Papiere von Lehman investiert &ndash; und Millionen an der Wall Street verloren. W&auml;hrend bei Gl&auml;ubigen Entsetzen herrscht, finden Vertreter der evangelischen Kirche die Investition vertretbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/journal\/nachrichten\/aus-not-gewuchert;2059033\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe im August 2008: Real + 2,2% zum Vorjahr<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe nach vorl&auml;ufigen Angaben im August 2008 arbeitst&auml;glich bereinigt einen realen Umsatzzuwachs von 2,2% gegen&uuml;ber dem August 2007 (nach revidiert &ndash; 1,0% im Juli 2008). Der Inlandsumsatz stieg im Vergleichszeitraum um 2,8%, die Erl&ouml;se im Gesch&auml;ft mit ausl&auml;ndischen Abnehmern nahmen um 1,2% zu. Dabei lag der Umsatz mit den L&auml;ndern der Eurozone um 0,3% unter dem Vorjahresniveau, w&auml;hrend beim Absatz in das &uuml;brige Ausland ein Plus von 2,4% erreicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/10\/PD08__380__421,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Ausfuhren im August 2008: &ndash; 2,5% zum August 2007<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im August 2008 von Deutschland Waren im Wert von 75,7 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 65,1 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im August 2008 um 2,5% niedriger und die Einfuhren um 2,6% h&ouml;her als im August 2007. Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegen&uuml;ber Juli 2008 um 0,5% und die Einfuhren um 2,5% ab. \n<p>Die Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im August 2008 mit einem &Uuml;berschuss von 10,6 Milliarden Euro ab. Im August 2007 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz 14,3 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im August 2008 der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss bei 13,1 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/10\/PD08__379__51,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die Politik hat eine strengere Managerhaftung verhindert&ldquo;<\/strong><br>\nNun fordern auch Poltiker strengere Gesetze. Dabei haben sie es selbst seit Jahren vers&auml;umt, klare Vorschriften auf den Weg zu bringen. Das sagt Rechtsanwalt Andreas Tilp.\n<p>In Deutschland gibt es einen gro&szlig;en Unterschied zwischen der Binnen- und der Au&szlig;enhaftung. Manager in Deutschland haften lediglich gegen&uuml;ber ihres Unternehmens, nicht gegen&uuml;ber Dritten &ndash; anders als in den USA. Aus Sicht der Manager ist die Binnenhaftung ein zahnloser Tiger. Und ein Gesetz zur Au&szlig;enhaftung kam bis heute nicht zustande. <\/p>\n<p>Die offizielle Begr&uuml;ndung lautete 2004: Grundlichkeit geht vor Schnelligkeit. Auf diese Gr&uuml;ndlichkeit warten wir bis jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/koepfe\/die-politik-hat-eine-strengere-managerhaftung-verhindert;2059168\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz IV f&uuml;r bl&ouml;de Banker<\/strong><br>\nAlles ruft wegen der Finanzkrise: mehr Regulierung! Der Begriff bleibt bislang abstrakt. Das entscheidende Problem ist: Bankmanager handeln total rational, wenn sie Gewinne privatisieren, aber Verluste sozialisieren. Das darf so nicht bleiben. Keine Polemik.\n<p>Es braucht wieder echte Rationalit&auml;t im System. Und eine entsprechende Regulierung. Die kann nur lauten: Wer sich so verh&auml;lt, wie es viele Bankmanager in den vergangenen f&uuml;nf Jahren getan haben, muss mit dem Risiko einer pers&ouml;nlichen Totalpleite konfrontiert sein. Nur so entsteht eine Logik, die das Wohl der Bank und das Wohl der Allgemeinheit vereint. Deshalb kann das Ziel einer k&uuml;nftigen Regulierung nur lauten: Macht logisches Verhalten sozial kompatibel &ndash; per pers&ouml;nlicher Haftung. Oder einfach ausgedr&uuml;ckt: Hartz IV f&uuml;r bl&ouml;de Banker!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Hartz-IV-f%FCr-bl%F6de-Banker\/421916.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ber&uuml;cksichtigung von sozialen und &ouml;kologischen Zielen der Unternehmen bei Verg&uuml;tung von Managern <\/strong><br>\nDas Einkommen der Vorstandsvorsitzenden der 100 gr&ouml;&szlig;ten deutschen Unternehmen stieg  zwischen 1976 und 2005 j&auml;hrlich um etwa 7,45% von 225.000 Euro im Jahr auf durchschnittlich 1,8 Millionen Euro. Zwischen 2002 und 2006 konnten die Vorstandsvorsitzenden der deutschen Dax-30 Konzerne ihre Verg&uuml;tung um knapp 50% steigern, jene der europ&auml;ischen Stoxx-50 Firmen um gar 60%.\n<p>Durchschnittlich verdiente der Vorstandsvorsitzende eines Dax-30 Konzerns im Jahr 2006 4,3 Millionen Euro, 21 Mal so viel wie Kanzlerin Angela Merkel. Die von Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank AG im Jahr 2006 verdienten 13 Millionen Euro entsprechen in etwa dem 300-fachen eines normalen Tarifgehaltes im Bankgewerbe. Die Deutsche Bank AG zahlte ihren aktiven und ehemaligen Vorstandsmitgliedern nebst Hinterbliebenen im Jahr 2000 94 Millionen Euro, was immerhin 11,8% der Gewinnaussch&uuml;ttung an die Aktion&auml;re entspricht. Die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat eine Studie in Auftrag gegeben, wie auch soziale, &ouml;kologische und mitarbeiterorientierte Erfolgskriterien in die Verg&uuml;tung von Managern eingebunden werden k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/mbf_2008_08_eckardstein.pdf\">Arbeitspapier im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 308 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarktpolitik: Bald viel weniger F&ouml;rdert&ouml;pfe<\/strong><br>\nEtwa 80 verschiedene Ma&szlig;nahmen gibt es bislang in der Arbeitsmarktf&ouml;rderung. Das Bundeskabinett beschloss nun die Streichung von 27 Instrumenten. Wegfallen soll etwa die &ldquo;Jobrotation&rdquo;, mit der die Weiterbildung von Besch&auml;ftigten durch Vertretungsregelungen finanziell gef&ouml;rdert wird. Ebenso wegfallen soll die M&ouml;glichkeit, Arbeitgeber bei Einstellung &Auml;lterer von der Zahlung der Sozialabgaben zu befreien. Geplant ist auch, die Betreuung der Langzeitarbeitslosen neu zu regeln &ndash; mit der Folge, dass es f&uuml;r sie wegen anderer Alternativen keine Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen (ABM) mehr gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haufe.de\/SID21.ZwD50kjuQeg\/sozialversicherung\/newsDetails?newsID=1223450249.2&amp;d_start:int=4&amp;topic=Leistungsrecht&amp;topicView=Leistungsrecht&amp;\">Haufe Sozialversicherung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man mag das eine oder andere F&ouml;rderinstrument f&uuml;r nicht effizient genug halten, aber bevor man die F&ouml;rderungsma&szlig;nahmen einfach abschafft, sollte man bessere an ihre Stelle setzen. Der Verdacht, dass es sich einmal mehr um eine Sparma&szlig;nahme handelt, liegt nahe. Schlie&szlig;lich muss die Bundesagentur drastisch sparen, wenn die Beitr&auml;ge nun noch weiter gesenkt werden sollen &ndash; auf dem R&uuml;cken der Arbeitslosen.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu:<\/p><\/li>\n<li><strong>Frank-J&uuml;rgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, &uuml;ber die Beitragsk&uuml;rzung und die Folgen der Finanzkrise: &bdquo;Arbeitsagentur wird Minus machen&ldquo;<\/strong>\n<p>Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird auf 2,8 Prozent gesenkt. Sie waren dagegen. Sind nun Leistungen der Bundesagentur in Gefahr? <\/p>\n<p>Weise: Nein. Der Beitragssatz wird gesetzlich auf drei Prozent festgelegt und dar&uuml;ber hinaus per Rechtsverordnung f&uuml;r eineinhalb Jahre auf 2,8 Prozent gesenkt. F&uuml;r diese begrenzte Zeit &ndash; selbst wenn die Lage schlechter wird &ndash; w&uuml;rden die R&uuml;cklagen reichen. Sie betragen derzeit rund 15 Milliarden Euro plus einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r Altersversorgung. Meine Sorge war, dass bei einer unbegrenzten Absenkung auf 2,8 Prozent die R&uuml;cklagen aufgezehrt und die Bundesagentur ins Defizit geraten k&ouml;nnte. Gerade bei einer schwierigeren Konjunkturlage h&auml;tte man keine Mittel mehr gehabt, um gegenzusteuern. <\/p>\n<p>Was kostet die Absenkung?<\/p>\n<p>Weise: Knapp vier Milliarden Euro durch geringere Einnahmen. Daher werden wir im n&auml;chsten Jahr insgesamt f&uuml;nf Milliarden Euro Minus im operativen Gesch&auml;ft machen. Diese Annahme beruht auf den geltenden Prognosen f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung, also 1,2 Prozent Wachstum 2009. Mitte Oktober liegen die neuen, sicher niedrigeren Sch&auml;tzungen zur Konjunkturentwicklung vor. Es kann also noch schlechter werden. <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/artikel.php?cid=29-21709784&amp;Ressort=wi&amp;Ausgabe=&amp;RessLang=&amp;BNR=0\">Passauer Neue Presse<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die T&uuml;cken der Statistik<\/strong><br>\nDie Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland wird untersch&auml;tzt. Die tats&auml;chliche Arbeitslosenquote bei den unter 25-J&auml;hrigen ist h&ouml;her als von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) offiziell angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer der Frankfurter Rundschau vorliegenden Arbeitsmarktstudie. &ldquo;Die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit erfasst nicht in vollem Umfang die Probleme von Jugendlichen beim &Uuml;bergang in den Arbeitsmarkt&rdquo;, hei&szlig;t es darin. So erscheine die Arbeitslosenquote von Jugendlichen geringer als die der gesamten Bev&ouml;lkerung. International vergleichbare Statistiken wiesen jedoch das Gegenteil aus. So gebe die internationale Wirtschaftsorganisation OECD f&uuml;r die 15- bis 24-J&auml;hrigen eine Quote von 11,7 Prozent im Jahr 2007 an, die f&uuml;r die 25- bis 64-J&auml;hrigen aber bei 8,3 Prozent liege. Auch weise die Bundesregierung in ihrem Bildungsbericht 2008 auf dieses Problem hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1610923&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel dieses Beitrags ist insofern besch&ouml;nigend, als dass er den Eindruck vermittelt, das Problem l&auml;ge in der T&uuml;cke des Objekts, also des statistischen Verfahrens an sich. Der Duden leitet den Begriff  &ldquo;T&uuml;cke&rdquo; aus dem mittelhochdeutschen &ldquo;tuc&rdquo; ab, als arglistige Handlungsweise, und verweist damit auf aktives Tun von interessierter Seite. Es geht also nicht um die T&uuml;cke des Objekts, sondern um die Handlungsweise einer obrigkeitsh&ouml;rigen Beh&ouml;rde, die es nicht wagt, die bittere Realit&auml;t einer versagenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik  &ouml;ffentlich zu machen.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Anwalt f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger soll teurer werden<\/strong><br>\nNach dem Willen mehrerer Bundesl&auml;nder soll die Rechtsberatung f&uuml;r Hartz-IV- und Sozialhilfeempf&auml;nger eingeschr&auml;nkt werden. Der Bundesrat entscheidet am Freitag &uuml;ber einen Gesetzentwurf von f&uuml;nf Bundesl&auml;ndern zur Reform des Beratungshilferechts. Mit der Reform soll der Gang zum Rechtsanwalt f&uuml;r die Hartz-IV-Empf&auml;nger schwerer werden.\n<p>Der Grund: Seit die Hartz-IV-Gesetze eingef&uuml;hrt wurden, ist die Zahl der Klagen von Hartz-IV-Empf&auml;ngern stark gestiegen. F&uuml;r die L&auml;nder wird das teuer, denn sie sind dazu verpflichtet, au&szlig;ergerichtliche Rechtsanwaltskosten f&uuml;r Menschen mit geringem Einkommen sowie Sozialhilfeempf&auml;nger und Arbeitlosengeld-II-Bezieher zu &uuml;bernehmen.<\/p>\n<p>Bislang m&uuml;ssen Ratsuchende beim Gang zum Rechtsanwalt pro Fall eine Geb&uuml;hr von zehn Euro zahlen. Nach dem Gesetzentwurf soll nun eine weitere Geb&uuml;hr in H&ouml;he von 20 Euro f&auml;llig werden, wenn der Rechtsanwalt den Hilfesuchenden nicht nur m&uuml;ndlich ber&auml;t, sondern f&uuml;r ihn au&szlig;erdem Schrifts&auml;tze verfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2552339\/Anwalt-fuer-Hartz-IV-Empfaenger-soll-teurer-werden.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hier wird einmal mehr Ursache und Wirkung verwechselt. Warum ist die Zahl der Klagen drastisch angestiegen, weil 70 bis 80 Prozent der Bescheide falsch oder rechtswidrig sind? Die &uuml;berwiegende Zahl der Klagen hat Erfolg. Warum haben die Klagen Erfolg, weil die Gesetze lebensfern und dazu noch schlecht gemacht sind. Und weil dar&uuml;ber hinaus eine Stimmung erzeugt wurde, die in jedem Transferempf&auml;nger einen Schmarotzer sieht, dass hat nat&uuml;rlich Konsequenzen f&uuml;r restriktive und rechtswidrige Bescheide. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Keine Entwarnung<\/strong><br>\nDie Verschiebung des B&ouml;rsengangs der Bahn stellt eine mittlere Sensation dar. Nat&uuml;rlich nicht die Nachricht als solche: Eine Verschiebung der Gro&szlig;privatisierung auf &raquo;fr&uuml;hestens Ende November&laquo;, also eine um drei bis f&uuml;nf Wochen verz&ouml;gerte Teilprivatisierung, w&auml;re kaum des Kommentierens wert. Tats&auml;chlich spricht jedoch vieles daf&uuml;r, dass Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck und Bahnchef Hartmut Mehdorn am Donnerstag faktisch eine Grundsatzentscheidung f&uuml;r eine Verschiebung bis Anfang 2010 getroffen haben. Das rechnet sich als Dreisatz so: Erstens wird sich bis Ende November das B&ouml;rsengewitter nicht verzogen haben. Zweitens wird mit dem derzeit stattfindenden Umschlag der Finanzkrise in eine allgemeine weltweite Wirtschaftskrise die Deutsche Bahn AG mit ihrer verantwortungslosen Expansion in das weltweite Logistikgesch&auml;ft in die roten Zahlen kommen. Damit aber reduziert sich ein m&ouml;glicher Teilprivatisierungserl&ouml;s nochmals. Drittens gibt es 2009 die Bundestagswahlen. Das d&uuml;rfte der Grund daf&uuml;r sein, warum Steinbr&uuml;ck Mehdorn von einer Verschiebung auf &raquo;Ende November&laquo; und nicht auf &raquo;Anfang 2009&laquo; sprechen. Denn wenn die Bahnprivatisierung Bestandteil des Bundestagswahlkampfes wird, dann wird der Widerspruch zwischen der Zweidrittelmehrheit im Bundestag pro Bahnprivatisierung und der Zweidrittelmehrheit in der Bev&ouml;lkerung gegen dieselbe besonders krass ins Auge springen. Mit der Bundestagswahl aber k&ouml;nnten politisch die Karten neu gemischt sein.\n<p>Hier ist festzuhalten, dass bereits die Miniverschiebung auf &raquo;fr&uuml;hestens Ende November&laquo; ein wichtiger Erfolg und dass die absehbare deutlich gr&ouml;&szlig;ere Verschiebung auf m&ouml;glicherweise Anfang 2010 ein gro&szlig;er Erfolg ist, und zwar ein Erfolg f&uuml;r die Tausenden Menschen, die sich gegen die Bahnprivatisierung ins Zeug legten, und insbesondere f&uuml;r das B&uuml;ndnis Bahn f&uuml;r Alle, das seit 2006 gegen die Bahnprivatisierung mobilisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-10\/034.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man m&ouml;chte der Argumentation von Winfried Wolf zu gerne folgen, aber wenn man den Ehrgeiz von Mehdorn bedenkt, und in welch unfa&szlig;barer Weise er bisher seine Vorstellungen  der Politik aufzwingen konnte, bef&auml;llt einen doch Skepsis. Allerdings scheint die Gelegenheit g&uuml;nstig,  angesichts der aktuellen Krise und  aufkommender Zweifel am neoliberalen Paradigma die Bundestagsabgeordneten vor Ort  nach den Grenzen der des Privatisierungsdogmas zu befragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Alles, was schie&szlig;t&rdquo;<\/strong><br>\nBundesjustizministerin Zypries verteidigt den Bundeswehreinsatz im Innern &ndash; und will nicht nachbessern.\n<p>Vereinfacht kann man sagen, milit&auml;risches Mittel ist alles, was schie&szlig;t, also Waffen und Waffensysteme, &uuml;ber die nur die Streitkr&auml;fte verf&uuml;gen. Im Zuge der Amtshilfe durfte die Bundeswehr bislang schon bei der Suche nach Vermissten oder bei Hochwasser helfen, solange sie dabei nicht auf Personen eingewirkt hat. F&uuml;r eine solche Einwirkung standen ihr bisher nur ausnahmsweise Polizeimittel zur Verf&uuml;gung. Wenn diese zur Abwehr eines besonders schweren Ungl&uuml;cksfalls nicht ausreichen &ndash; und nur dann -, soll sie k&uuml;nftig auch milit&auml;rische Waffen einsetzen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1610245_Alles-was-schiesst.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Wacht am Rubikon<\/strong><br>\nDas Problem ist vielmehr, dass die geplante Verfassungs&auml;nderung durch ihre schwammige Formulierung ein Scheunentor f&uuml;r den Missbrauch dieses Gesetzes darstellt. Die chronisch unterfinanzierten und schlecht ausger&uuml;steten Polizeibeh&ouml;rden laufen st&auml;ndig Gefahr, dass ihre Mittel nicht ausreichen, um eine perfekte Sicherung von Gro&szlig;ereignissen zu gew&auml;hrleisten. Wer aber Sch&uuml;tzenpanzer und Wehrpflichtige mit Sturmgewehren zur Sicherung von Gro&szlig;ereignissen wie dem G8-Gipfel auch gegen Demonstranten einsetzen will, der handelt grob fahrl&auml;ssig. Soldaten sind keine Polizisten. Soldaten werden ausgebildet, um im Ernstfall zu t&ouml;ten. Ihnen wird nicht die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit des Einsatzes und der Mittel beigebracht, sie kennen sich nicht mit der Gesetzeslage im Inneren aus &ndash; das m&uuml;ssen sie auch gar nicht, schlie&szlig;lich ist dies auch nicht ihre Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/408\/die-wacht-am-rubikon\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein halbes Grad zu viel<\/strong><br>\nVermutlich wird es nicht gelingen, die Erderw&auml;rmung auf 2 Grad zu begrenzen. In Br&uuml;ssel bek&auml;mpft die Bundesregierung trotzdem weiter die Pl&auml;ne des EU-Umweltausschusses. Der Klimawandel k&ouml;nnte weitaus schneller und drastischer verlaufen als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis mehrerer Studien, die Wissenschaftler des Potsdamer Instituts f&uuml;r Klimafolgenforschung, des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft Kiel und des Max-Planck-Instituts f&uuml;r Meteorologie zusammen mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Donnerstag vorgestellt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/ein-halbes-grad-zu-viel\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ob im Wei&szlig;en Haus oder vor den Gletschern in Gr&ouml;nland &ndash; weltweit warb Angela Merkel f&uuml;r den Klimaschutz. Das Image der &bdquo;Klimakanzlerin&ldquo; bl&auml;ttert immer mehr ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weiter mit Schwarz-Gr&uuml;n <\/strong><br>\nDie deutschlandweit einmalige Koalition ist gerettet: Die Hamburger Gr&uuml;nen stimmen nach dem Ja zum Kraftwerk Moorburg f&uuml;r eine Fortsetzung.<br>\n&ldquo;Ich habe Erwartungen geweckt, die wir nicht erf&uuml;llen konnten&rdquo;, r&auml;umte Hajduk ein. Dann sprach sie sich aber f&uuml;r die Fortsetzung der Koalition aus. Es liege nicht am christdemokratischen Koalitionspartner, dass sie das Kraftwerk genehmigen musste.\n<p>Die GAL hatte im Wahlkampf versprochen, das Kraftwerk zu verhindern. Auch zu Beginn der schwarz-gr&uuml;nen Koalition erweckte sie den Eindruck, dass die Umweltsenatorin es durch eine Verweigerung der wasserrechtlichen Genehmigung noch stoppen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/627\/313534\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So unterschiedlich wird medial mit &bdquo;Wortbr&uuml;chen&ldquo; umgegangen. In Hamburg wird damit Schwarz-Gr&uuml;n &bdquo;gerettet&ldquo;, in Hessen wird der Wortbruch verteufelt und damit soll Roland Koch gerettet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Bayer und Liedermacher Konstantin Wecker zur Bayern-Wahl:<\/strong><br>\nSeehofer wird eine kurze Laufzeit haben mehr Ypsilanti und weniger M&uuml;ntefering w&uuml;nscht er sich bei der SPD<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/reportage\/1610162_Seehofer-wird-kurze-Laufzeit-haben.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Analyse des Berichts zu Lobbyisten in Ministerien<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat dem Haushalts- und Innenausschuss gestern den ersten, endg&uuml;ltigen Bericht &uuml;ber externe Mitarbeiter in den Ministerien 2008 vorgelegt. Bereits vor 10 Tagen war eine Vorabfassung &ouml;ffentlich geworden. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um eine kleine Analyse des Berichts vorzulegen und nochmal unsere Kritikpunkte deutlich zu machen:\n<ul>\n<li>Der Bericht erscheint unvollst&auml;ndig und schafft keine umfassende Transparenz. Hier muss die Bundesregierung nachbessern. <\/li>\n<li>Es ist skandal&ouml;s, dass weiterhin Unternehmen in Bereichen arbeiten, die ihre Gesch&auml;ftsinteressen betreffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dies sind zum einen alte F&auml;lle, die fortlaufen: Die DZ-Bank im Finanzministerium zu Grundsatzfragen des Finanzplatzes Deutschland und der EU, BASF im Umweltministerium zu Anlagensicherheit, die Bertelsmann-Stiftung im Gesundheitsministerium zu Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik. Aber es gibt auch einen neuen Fall nach Inkrafttreten der neuen Regeln f&uuml;r externe Mitarbeiter: Die Berliner Wasserbetriebe sitzen im Entwicklungsministerium im Referat &bdquo;Wasser; Energie; Stadtentwicklung&ldquo;. An den Berliner Wasserbetrieben sind RWE und der franz&ouml;sische Veolia-Konzern mit zusammen 49,9% beteiligt. Beide Unternehmen sind international im Wasser- und Energiesektor t&auml;tig &ndash; eine klare Interessens&uuml;berschneidung. Diese F&auml;lle m&uuml;ssen aus unserer Sicht sofort beendet werden. <\/p>\n<p>Der Bericht zeigt weiterhin ein Ungleichgewicht verschiedener gesellschaftlicher Interessen. Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde haben bwz. hatten einen &uuml;berm&auml;&szlig;igen Zugang, h&auml;ufig direkt zu Referaten, die sich mit Regulierungsfragen ihrer Branchen besch&auml;ftigen. LobbyControl tritt deshalb weiter daf&uuml;r ein, dass die Mitarbeit von Lobbyisten in den Ministerien vollst&auml;ndig beendet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Otto K&ouml;hler: Der Untertassentheoretiker<\/strong><br>\nFriedrich Thie&szlig;en von der TU Chemnitz phantasierte k&uuml;rzlich &uuml;ber einen Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro. Kein Wunder &ndash; seine Professur wird von der Commerzbank finanziert. Diese macht sich auch Gedanken &uuml;ber einen Bundeswehreinsatz in der Finanzkrise<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-10\/040.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel ist in weiten Teilen als polemische Konstruktion zu lesen, so der Zusammenhang zwischen  Finanzkrise und geplantem Bundesweheinsatz , d.h. aber nicht dass nicht einige zum Nachdenken anregende Informationen vermittelt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tipp: Der SWR wiederholt &bdquo;War made easy&ldquo; am 30.10.2008, 23.00 Uhr!<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Joseph Stiglitz: &ldquo;Die Philosophien der Deregulierung und des Neoliberalismus in den westlichen L&auml;ndern sind tot&rdquo;<\/li>\n<li>Finanzkrise: Jenseits der Panik<\/li>\n<li>Das Spiel ist aus<\/li>\n<li>Nobelpreistr&auml;ger Yunus: &ldquo;Der Kapitalismus ist zum Spielcasino verkommen&rdquo;<\/li>\n<li>Berlin pr&uuml;ft Banken-Verstaatlichung<\/li>\n<li>Pensions: Downturn has wiped one fifth off retirement funds<\/li>\n<li>Serient&auml;ter Bundesbank<\/li>\n<li>Lafontaine: Bundesregierung hat Krise<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3502\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3502","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3502"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3502\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}