{"id":35047,"date":"2016-09-16T16:40:14","date_gmt":"2016-09-16T14:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047"},"modified":"2016-09-16T16:40:14","modified_gmt":"2016-09-16T14:40:14","slug":"hinweise-des-tages-ii-264","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h01\">CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h02\">Jobwunder ist nur Teilzeitwunder &ndash; 4,7 Millionen Vollzeitstellen weniger als vor 25 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h03\">Draghi verdunkelt den Himmel &uuml;ber Mainhattan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h04\">Export&uuml;berschuss: Jetzt Binnennachfrage st&auml;rken!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h05\">14-Milliarden-Dollar Klage: Deutsche Bank: Was nun?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h06\">Der Bayer-Monsanto-Deal: Risiken und Nebenwirkungen f&uuml;r Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h07\">Gewerkschaften in Brasilien planen Generalstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h08\">NSU-Prozess: &ldquo;Wurden Ihre Verteidiger von Nachrichtendiensten angesprochen?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h09\">Jeder F&uuml;nfte ist Migrant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h10\">&ldquo;Wenn die Toiletten stinken, dann f&uuml;hlt sich niemand wohl&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h11\">Libyen: &bdquo;Fehlerhafte Vermutungen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h12\">Auch Saudi Arabien startet Kampfdrohnenprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h13\">Lage in Aleppo: &ldquo;Solche Zerst&ouml;rungen habe ich noch nie gesehen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h14\">Ganz geheim 20 Jahre KSK gefeiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h15\">How much for ambassador? Hacked DNC files reveal plum posts for big donors<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h16\">Infografik der Woche: Massiv untersch&auml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35047#h17\">Zu guter Letzt: Seehofer droht Merkel mit endg&uuml;ltigem Bruch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>CETA<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Bock als G&auml;rtner<\/strong><br>\n&bdquo;Europa ist nicht sozial genug &ndash; das m&uuml;ssen wir &auml;ndern&ldquo;, hat EU-Kommissionspr&auml;sident Juncker, der Pate der Steuerhinterzieher in Europa, gestern gesagt. Wir erinnern uns an seinen Leitspruch: &bdquo;Wenn es ernst wird, muss man l&uuml;gen.&ldquo; Und die soziale Gerechtigkeit ist ja ein ernste Sache.<br>\nLaut Eurostat sind 124,5 Millionen Menschen in der Europ&auml;ischen Union von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, das ist rund jeder vierte EU-B&uuml;rger! Rund f&uuml;nf Millionen junge Europ&auml;er haben keinen Arbeitsplatz. Gerade der S&uuml;den Europas leidet unter einer zunehmenden De-Industrialisierung. Will Junker sich jetzt mit Merkel anlegen und dem deutschen Export-Nationalismus und der Lohndr&uuml;ckerei die rote Karte zeigen? Will er Steuerschlupfl&ouml;cher, wie die von ihm und seiner Regierung in Luxemburg geschaffenen, schlie&szlig;en? Wird er gegen das Schleifen von Arbeitnehmerrechten, Verbraucherrechten und Umweltschutz-Standards und die Zerst&ouml;rung der Demokratie angehen, die durch die &bdquo;Freihandelsabkommen&ldquo; TTIP und CETA in Europa drohen?<br>\nDas nun wirklich nicht. Unbeirrt will Juncker weiter mit den USA &uuml;ber TTP verhandeln. Und CETA wollte er vor kurzem sogar an den nationalen Parlamenten vorbei durchdr&uuml;cken. Dagegen m&uuml;ssen wir uns wehren! Am Samstag, 17. September, beim bundesweiten Aktionstag, gibt es Gro&szlig;-Demonstrationen in sieben St&auml;dten: M&uuml;nchen, Stuttgart, Frankfurt, K&ouml;ln, Leipzig, Berlin und Hamburg.<br>\nJa, &bdquo;Europa ist nicht sozial genug &ndash; das m&uuml;ssen wir &auml;ndern.&ldquo; Aber mit Juncker, Merkel und Co wird das niemals gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>dazu: Ceta ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nDas &ldquo;Umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen&rdquo; (&ldquo;Comprehensive Economic and Trade Agreement &ndash; Ceta&rdquo;), das zwischen der EU und Kanada demn&auml;chst unterzeichnet und ratifiziert werden soll, ist eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie. Warum? Das ist nicht so leicht zu erkennen, denn Ceta ist praktisch unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit zwischen der EU-Kommission und der kanadischen Regierung ausgehandelt worden. Das Vertragswerk ist ein Konvolut, das einschlie&szlig;lich der Anlagen, die Vertragsbestandteile sind, mehr als zweitausend Seiten umfasst. Der Vertrag ist un&uuml;bersichtlich aufgebaut; es ist kaum m&ouml;glich, ihn ohne Hilfe von Experten zu verstehen.<br>\nManche sagen, dass das Absicht sei. Demokratische Kontrolle scheint nicht erw&uuml;nscht zu sein. Die Parlamente, die demn&auml;chst entscheiden sollen und denen erst seit Anfang Juli eine &Uuml;bersetzung in ihrer Landessprache vorliegt, sind hoffnungslos &uuml;berfordert. Es ist alles fertig ausgehandelt. Irgendeinen Einfluss auf die Verhandlungen hatten die Parlamente nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/handelsabkommen-ceta-ist-eine-gefahr-fuer-die-demokratie-1.3161474\">Peter Gauweiler in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gabriels gro&szlig;e Ablenkung<\/strong><br>\nAuf dem Konvent der SPD wirbt der Vorstand f&uuml;r das Abkommen CETA. Dabei nutzt er Tricks, mit denen er den Mitgliedern schon ein Nein zu TTIP ausredete<br>\nAm 19. September findet in Wolfsburg der Parteikonvent, ein sogenannter kleiner Parteitag, der SPD statt. Zum Thema CETA, dem Handelsabkommen zwischen der Europ&auml;ischen Union und Kanada, wird der Bundesvorstand einen Leitantrag einbringen. Er tr&auml;gt den Titel: &raquo;Globaler Handel braucht fortschrittliche Regeln&laquo;. Auf den zehn Seiten des Papiers wird das Abkommen beworben. CETA sei beispielgebend f&uuml;r weitere Vereinbarungen, so jedenfalls sieht es der SPD-Vorstand. In bezug auf das Abkommen mit den USA, TTIP, wird suggeriert, es sei bereits obsolet. (&hellip;)<br>\nDer Ausgang des Parteikonvents ist f&uuml;r die Bewegung gegen CETA ebenso wie f&uuml;r die Parteispitze von zentraler Bedeutung: Letztere kann bei einem Scheitern ihres Antrages nicht so weitermachen wie bisher. Doch Gabriel will sich noch Anfang Oktober mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau treffen. Angeblich, um &Auml;nderungen am Vertrag zu besprechen. Bereits Ende Oktober soll das Abkommen dann durch die Mitgliedsstaaten im Rahmen des EU-Kanada-Gipfels ratifiziert werden. Damit w&auml;re der Weg frei, jene Teile von CETA, die der alleinigen Zust&auml;ndigkeit der EU unterliegen, vorl&auml;ufig in Kraft zu setzen. Das jedenfalls k&uuml;ndigte die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m an.<br>\nBisher hat die EU-Kommission CETA als gemischtes Abkommen betrachtet. Demnach m&uuml;ssten alle Mitgliedsl&auml;nder der EU zustimmen. In Deutschland w&uuml;rde das eine Zustimmung sowohl vom Bundestag wie auch vom Bundesrat erfordern. In mehr als zehn L&auml;ndern der EU, etwa in &Ouml;sterreich, gibt es sogar die M&ouml;glichkeit eines Referendums &uuml;ber das Vertragswerk. W&uuml;rde die EU-Kommission aber Ernst machen und Teile von CETA bereits &raquo;vorl&auml;ufig&laquo; anwenden, w&auml;ren diese M&ouml;glichkeiten untergraben. Was soll etwa ein Referendum noch bewegen, nachdem Schiedsverfahren, Regulierungsr&auml;te und &auml;hnliches bereits installiert wurden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-16\/021.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Hoffentlich erkennt auch eine Mehrheit auf dem SPD-Konvent die Bedeutung dieser Frage und die Gefahren durch das CETA-Abkommen f&uuml;r unsere Demokratie und das Gemeinwohl &ndash; in Deutschland und innerhalb der gesamten Europ&auml;ischen Union.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gemeinsame Erkl&auml;rung der kanadischen Gewerkschaften zu CETA<\/strong><br>\nIn Solidarit&auml;t mit den Gro&szlig;kundgebungen in Europa wiederholen die unterzeichneten kanadischen Gewerkschaften noch einmal die j&uuml;ngste Botschaft des Canadian Labour Congress (Dachverband der kanadischen Gewerkschaften) und seiner 3,3 Millionen Mitglieder: Das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen zwischen Kanada und der Europ&auml;ischen Union enth&auml;lt viele fragw&uuml;rdige Aspekte, weshalb wir unsere liberale Bundesregierung dringend aufrufen, CETA nicht zu ratifizieren. Wie umstritten CETA ist, l&auml;sst sich an den &uuml;ber drei Millionen Europ&auml;erinnen und Europ&auml;ern ablesen, die den Aufruf gegen CETA und sein Zwillingsabkommen, das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP mit den USA, unterschrieben haben. Und der Widerstand der Europ&auml;er gegen CETA, der sich in erster Linie gegen die Investorenrechte und den mangelnden Schutz f&uuml;r &ouml;ffentliche Dienste richtet, w&auml;chst. Diese Bedenken, die das Abkommen in Europa noch zu Fall bringen k&ouml;nnten, werden auf der anderen Seite des Atlantiks von kanadischen Gewerkschaften, Umweltschutz- und B&uuml;rgerrechtsgruppen geteilt.<br>\n&bdquo;Wir rufen die kanadische Regierung auf, CETA nicht zu ratifizieren. Dieses Handelsabkommen ist eine Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Dienst, unsere Gesundheitsversorgung und die kanadischen Arbeitspl&auml;tze&ldquo;, sagte Mark Hancock, Pr&auml;sident der kanadischen Gewerkschaft der &ouml;ffentlich Bediensteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1942\">annotazioni<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jobwunder ist nur Teilzeitwunder &ndash; 4,7 Millionen Vollzeitstellen weniger als vor 25 Jahren<\/strong><br>\nTrotz des anhaltenden Besch&auml;ftigungsbooms liegt die Zahl der Vollzeitarbeitnehmer in Deutschland immer noch deutlich unter dem Stand kurz nach der Wiederveinigung. Daf&uuml;r hat die Teilzeitarbeit kr&auml;ftig zugelegt, berichtet die &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo; (Freitag-Ausgabe) unter Berufung auf Daten des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nab es 1991 noch 28,9 Millionen Vollzeitarbeiter, so wurden im zweiten Quartal dieses Jahres knapp 24,2 Millionen gez&auml;hlt. Das sind 4,7 Millionen Vollzeitbesch&auml;ftigte weniger als noch vor einem viertel Jahrhundert. Gleichzeitig ist die Zahl der Teilzeitarbeiter in diesem Zeitraum drastisch von 6,3 auf  gut 15 Millionen gestiegen. Neben den versicherungspflichtig T&auml;tigen fallen darunter die geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten sowie alle Ein-Euro-Jobber.<br>\nParallel dazu ist das Arbeitsvolumen, also die Gesamtsumme der von den Voll- und Teilzeitbesch&auml;ftigten geleisteten Arbeitsstunden zwischen 1991 und 2015 von 51,8 Milliarden auf 49,7 Stunden zur&uuml;ckgegangen. &bdquo;Teilzeitstellen reichen meist nicht zum Leben. Wer heute nur in Teilzeit arbeitet muss morgen Altersarmut f&uuml;rchten&ldquo;, kritisierte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann, die die Daten beim IAB angefordert hatte.<br>\nAuch die Arbeitsmarktexpertin der Gr&uuml;nen, Brigitte Pothmer, sieht in der wachsenden Teilzeitarbeit ein Problem f&uuml;r die Alterssicherung. &bdquo;Dabei w&uuml;rden gerade Frauen gern deutlich mehr arbeiten&ldquo;. N&ouml;tig sei mehr Flexibilit&auml;t bei der Arbeitszeitgestaltung, sagte Pothmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/politik\/berliner_buero\/art182516,6251609\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Das M&auml;rchen von den Erfolgen am Arbeitsmarkt (und die Fakten dahinter)<\/strong><br>\nDeutschland geht es gut (Merkel), die Besch&auml;ftigung steigt. Wirklich? Den (angeblichen) Besch&auml;ftigungsboom belegt die Bundesregierung mit der steigenden Zahl sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Was sie nicht dazu erz&auml;hlt, ist, dass in Deutschland heute weniger Arbeitsstunden geleistet werden als vor 25 Jahren. Die Vermutung liegt nahe, dass weniger Arbeit nur auf mehr Schultern verteilt wird, was bei einer Arbeitszeitverk&uuml;rzung mit Lohnausgleich ja auch Sinn machen w&uuml;rde. Stattdessen werden existenzsichernde Vollzeitarbeitsverh&auml;ltnisse (R&uuml;ckgang von 28,9 Mio. auf 24,2 Mio.) durch zu h&auml;ufig prek&auml;re Teilzeit (Anstieg von 6,3 Mio. auf 15 Mio.) ersetzt. Im Ergebnis ging die Zahl geleisteter Arbeitsstunden um 2,1 Milliarden zur&uuml;ck. Die Daten wiederlegen auch die M&auml;r, dass die Reduzierung der Arbeitszeit im Wesentlichen ein Ergebnis freiwilliger Entscheidung der Arbeitnehmer*innen sei. Der Saarbr&uuml;cker Zeitung war diese Auswertung heute sogar der Aufmacher auf der Titelseite wert. Das freut mich. Noch gr&ouml;&szlig;er w&auml;re meine Freude gewesen, wenn die Saarbr&uuml;cker Zeitung auch erw&auml;hnt h&auml;tte, dass die Daten von mir beim IAB angefordert worden waren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/MdB.Sabine.Zimmermann\/photos\/a.177683632353492.35589.151354428319746\/945976045524243\/?type=3&amp;pnref=story\">Sabine Zimmermann (MdB, Die Linke) via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Draghi verdunkelt den Himmel &uuml;ber Mainhattan<\/strong><br>\n&Uuml;ber den Finanzinstituten der Rhein-Main Region ziehen dunkle Wolken auf. Trotz anhaltender Anleiheank&auml;ufe und Niedrigzinspolitik seitens der EZB verbessert sich die wirtschaftliche Lage in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion nicht. In Deutschland hat man nun einen Schuldigen ausgemacht: Mario Draghi mit seiner &bdquo;ultra-lockeren Geldpolitik&ldquo; sitzt auf der Anklagebank. [&hellip;]<br>\nDie Illusion, die EZB schaffe es alleine, die Wirtschaft zu beeinflussen bzw. zu beleben, versuchte Draghi bereits des &Ouml;fteren zu zerst&ouml;ren. Er wies bereits mehrere Male darauf hin, dass ohne eine aktive Beteiligung der Staaten der EZB die Instrumente fehlen, um f&uuml;r einen wirtschaftlichen Aufschwung zu sorgen. Also liegt der Kern der anhaltenden Stagnation nicht darin, dass zu wenig Geld f&uuml;r Investitionen im Umlauf ist, wie es so manch ein angebotsorientierter Dogmatiker vermutet. Vielmehr liegt er in der mangelhaften Nachfrage, die in der Eurozone herrscht. Wer keine Aussicht auf Absatz seiner Produkte hat, wird auch nicht bereit sein, zu investieren und Kredite nachzufragen. Steigen die Zinsen nun, wird dieser Effekt h&ouml;chstens erh&ouml;ht. Das wird auf Makroskop immer wieder klargestellt (zum Beispiel hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/draghi-verdunkelt-den-himmel-ueber-mainhattan\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Export&uuml;berschuss: Jetzt Binnennachfrage st&auml;rken!<\/strong><br>\nDeutschland k&auml;mpft sich bei den Exporten zur&uuml;ck an die Weltspitze und &uuml;berholt dabei China als exportst&auml;rkste Nation. Ein Zeichen von St&auml;rke k&ouml;nnte man meinen. Allerdings bleiben die Importe aus anderen L&auml;ndern deutlich zur&uuml;ck. Die Folge ist ein wachsender &Uuml;berschuss in der deutschen Leistungsbilanz, der dauerhaft &ouml;konomisch ungesund ist und destabilisierend wirkt.<br>\nDer deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss d&uuml;rfte in diesem Jahr wohl ca. 276 Milliarden Euro betragen und steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um 22 Milliarden Euro. Die derzeitigen &Uuml;bersch&uuml;sse entsprechen damit gigantischen 8,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit versch&auml;rft sich eine ohnehin schon problematische Situation weiter. Denn seit Jahren erzielt Deutschland weit h&ouml;here &Uuml;bersch&uuml;sse als andere &Ouml;konomien (siehe Abbildung). Selbst die Europ&auml;ische Kommission erachtet dauerhafte &Uuml;bersch&uuml;sse von mehr als 6,0 Prozent inzwischen als sch&auml;dlich.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160916-Bild_DGB.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160916-Bild_DGB-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>[&hellip;] Derzeit beklagen die Kommunen einen Investitionsstau von rund 136 Milliarden Euro. Ein Investitionsprogramm w&uuml;rde Arbeitspl&auml;tze schaffen, die Binnennachfrage st&auml;rken, den Konsum und das Wachstum ankurbeln. In einem solchen Umfeld investieren auch Unternehmen wieder mehr, die Importe steigen und der Leistungsbilanz&uuml;berschuss wird abgebaut. Ein Investitionsprogramm und die St&auml;rkung der Binnennachfrage w&uuml;rden direkt der deutschen Bev&ouml;lkerung zugutekommen, w&auml;ren aber gleichzeitig ein Beitrag zur Stabilisierung Europas und zur St&auml;rkung der Entwicklung in anderen L&auml;ndern. Die EU-Kommission hat deshalb Recht, wenn sie das anmahnt. Die Bundesregierung muss sich an das europ&auml;ische Regelwerk halten und den enormen Leistungsbilanz&uuml;berschuss abbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++89ea7c92-7bfa-11e6-b9c6-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>14-Milliarden-Dollar Klage: Deutsche Bank: Was nun?<\/strong><br>\nF&uuml;r die Anleger der Deutschen Bank kommt es kn&uuml;ppeldick: Wegen der 14-Milliarden-Dollar Klage aus den USA bricht die Aktie des Geldhauses am Morgen kr&auml;ftig ein. Doch die Bank will sich wehren. [&hellip;]<br>\nWeil die Deutsche Bank selbst eine auf die H&auml;lfte, also auf sieben Milliarden Dollar, heruntergehandelte Strafe aus derzeitiger Sicht nicht wird zahlen k&ouml;nnen, d&uuml;rfte es &uuml;ber kurz oder lang wieder zu Spekulationen &uuml;ber eine Kapitalerh&ouml;hung kommen. Immerhin hat der letzte Stresstest gezeigt, dass die Deutsche Bank zu den am schw&auml;chsten kapitalisierten Gro&szlig;banken in Europa geh&ouml;rt. Sollte eine Kapitalerh&ouml;hung aus eigener Kraft nicht gelingen, m&uuml;sste eventuell die Bundesregierung der Deutschen Bank unter die Arme greifen. Wie man eine Gro&szlig;bank vor dem Zusammenbruch rettet, wissen die Beamten des Finanzministeriums ja inzwischen, ist der Bund doch in der Finanzkrise bei der Commerzbank eingestiegen &ndash; und h&auml;lt immer noch mehr als 15 Prozent des Instituts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/aktien\/deutsche-bank-was-nun100.html\">ARD B&ouml;rse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Bank will sich also wehren und zwar mit dem Geld der Steuerzahler. Doch bevor es soweit ist, hofft das Institut auf eine niedrigere Summe. Nur wird eine Senkung kaum etwas bringen. Denn im R&uuml;cklagentopf zur Finanzierung &bdquo;aller&ldquo; Rechtsstreitigkeiten liegen gerade einmal 5,5 Milliarden Euro. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Bayer-Monsanto-Deal: Risiken und Nebenwirkungen f&uuml;r Afrika<\/strong><br>\nNach der &Uuml;bernahme von Monsanto w&uuml;rde Bayer den Weltmarkt f&uuml;r Saatgut und Pflanzenschutzmittel beherrschen. Entwicklungshilfeorganisationen betrachten diese Marktkonzentration mit Sorge. Ist Afrika vorbereitet? Monsanto und Bayer unter einem Dach &ndash; f&uuml;r Afrika sei das keine gute Nachricht, ist sich Mariam Mayet sicher: &ldquo;Der Druck auf Afrika wird steigen, mehr Pestizide einzusetzen und auf gentechnisch ver&auml;nderte Agrarprodukte zu setzen, vor allem bei Mais, Soja und Baumwolle&rdquo;, sagt die Leiterin des Afrikanischen Zentrums f&uuml;r Biodiversit&auml;t (ACB) im s&uuml;dafrikanischen Johannesburg im DW-Interview. S&uuml;dafrika geh&ouml;rt zu den wenigen L&auml;ndern Afrikas, in denen der Anbau von gentechnisch ver&auml;nderten Pflanzen bislang zugelassen ist. Monsanto kontrolliere bereits das Mais-Saatgut-Gesch&auml;ft im s&uuml;dlichen Afrika und auch in Teilen Westafrikas, so Mayet. Zusammen mit Bayer w&uuml;rde das Unternehmen seine Marktmacht in Afrika weiter ausbauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/der-bayer-monsanto-deal-risiken-und-nebenwirkungen-f%C3%BCr-afrika\/a-19555445\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gewerkschaften in Brasilien planen Generalstreik<\/strong><br>\nBrasilianische Gewerkschaftsverb&auml;nde planen f&uuml;r den 22. September eine landesweite Arbeitsniederlegung. Damit soll ein erster Schritt in Richtung Generalstreik gemacht werden. Mit der Niederlegung der Arbeit wollen sich die Arbeitnehmerverb&auml;nde gegen die De-facto-Regierung unter Michel Temer und die geplanten Einschr&auml;nkungen der Arbeiterrechte zur Wehr setzen. Der Gewerkschaftsverband Central &Uacute;nica dos Trabalhadores (CUT) mobilisiert unter allen Berufsgruppen f&uuml;r die Arbeitseinstellung am kommenden Donnerstag. Vergangene Woche hatte der neue Arbeitsminister Ronaldo Nogueira der nationalistisch-populistischen Brasilianischen Arbeiterpartei (PTB) in einem Gespr&auml;ch mit Gewerkschaftsvertretern angek&uuml;ndigt, dass eine geplante Arbeitsreform der Regierung Temers vorsehe. Die Arbeitszeiten sollen auf 48 Stunden pro Woche erh&ouml;ht und der Zw&ouml;lf-Stunden-Tag erm&ouml;glicht werden. Mit starkem Widerspruch konfrontiert, ruderte er kurz darauf allerdings zur&uuml;ck und stritt die Verl&auml;ngerung des Arbeitstages ab. &ldquo;Der Zw&ouml;lf-Stunden-Tag w&auml;re eine R&uuml;ckkehr zu den Zeiten der Sklaverei&rdquo;, versicherte er  am darauffolgenden Tag vor der Presse.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2016\/09\/160171\/generalstreik-brasilien\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>NSU-Prozess: &ldquo;Wurden Ihre Verteidiger von Nachrichtendiensten angesprochen?&rdquo;<\/strong><br>\nAllen Beschwichtigungen zum Trotz &ndash; im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) M&uuml;nchen wird immer noch um die Wahrheit gerungen. Die Hauptangeklagte Beate Zsch&auml;pe hat diese Woche Antworten auf Fragen verlesen lassen, die die Verteidiger ihres Mitangeklagten Carsten Schultze vor einiger Zeit gestellt hatten &ndash; aber gleichzeitig kategorisch abgelehnt, Fragen der Nebenkl&auml;ger zu beantworten.<br>\nAuch Fragen, die das Gericht ausdr&uuml;cklich f&uuml;r &ldquo;zul&auml;ssig&rdquo; erkl&auml;rt hat. M&ouml;glicherweise ein schwerer Fehler der Angeklagten, denn ob ein solches Verhalten strafmildernd ist, kann bezweifelt werden. F&uuml;r jemanden, der Hintergr&uuml;nde nicht wirklich offenlegen will, aber ein notwendiges Verhalten. Zsch&auml;pe spielt ein riskantes Spiel.<br>\nBegonnen hat das im Dezember 2015, als die Angeklagte ihr Schweigen brach und einen ihrer inzwischen f&uuml;nf Verteidiger eine Einlassung zu den Anklagevorw&uuml;rfen vortragen lie&szlig;. Darin erkl&auml;rte sie unter anderem, mit den zehn Morden nichts zu tun gehabt zu haben und erst hinterher durch ihre Kumpane Uwe B&ouml;hnhardt und Uwe Mundlos davon erfahren zu haben. Fragen des Gerichtes wollte sie nur schriftlich beantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49432\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jeder F&uuml;nfte ist Migrant<\/strong><br>\nNie war die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund so hoch wie heute. Gut vorbereitet ist das Land jedoch nicht. Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland erreicht ein neues Rekordniveau. Das meldete das Statistische Bundesamt am Freitag. 17,1 Millionen Menschen mit ausl&auml;ndischen Wurzeln oder ausl&auml;ndischem Pass leben in der Bundesrepublik &ndash; das sind so viele, wie die DDR am Ende ihrer Laufzeit als B&uuml;rger verzeichnet. Mehr als jeder f&uuml;nfte Einwohner ist also Miggi, analog zum Ossi oder Wessi. Einen Tag zuvor erschien eine andere Statistik: der j&auml;hrliche Bildungsbericht der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die OECD legt Bildungsindikatoren und Daten aus 38 L&auml;ndern nebeneinander und ver&ouml;ffentlicht diese auf &uuml;ber 600 Seiten in einem Bericht, welcher etwas verniedlichend &bdquo;Bildung auf einen Blick&ldquo; hei&szlig;t.<br>\nWeil es in der Natur von Statistiken liegt, dass sie der Echtzeit hinterher h&auml;ngen, sind weder beim Statistischen Bundesamt noch bei der OECD die Menschen erfasst, welche im letzten Jahr als Fl&uuml;chtlinge kamen. Sie werden erst in ein, zwei Jahren in den Statistiken auftauchen, dann aber vor allem in den Bildungsstatistiken, denn 30 Prozent der in Deutschland gestellten Asylantr&auml;ge entfallen gegenw&auml;rtig auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Integration-in-Deutschland\/!5341621\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Wenn die Toiletten stinken, dann f&uuml;hlt sich niemand wohl&rdquo;<\/strong><br>\nKinder, die eine anregungsarme Herkunft haben, brauchen eine sehr anregungsreiche Bildung, sagte Marlis Tepe, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, im DLF. Auch scheinbar banale Dinge seien wichtig. Denn wenn Schulr&auml;ume vernachl&auml;ssigt und schmutzig seien, wirke sich das &ldquo;dramatisch negativ auf das Klima einer Schule aus&rdquo;, so Tepe. [&hellip;]<br>\nHeinrich: Wenn wir uns mal ein bisschen die Zahlen angucken: In Deutschland gibt der Staat vier Prozent des BIP in Bildung aus. Die Ausgaben f&uuml;r Studenten, die sind seit 2008 runter vor dem Hintergrund der Integration zum Beispiel von Fl&uuml;chtlingen. Wie ist denn das zu erkl&auml;ren, dass man da so wenig investiert?<br>\nTepe: Die L&auml;nder sprechen uns gegen&uuml;ber immer von der Schuldenbremse. Aufgrund der Schuldenbremse, die ja in allen Bundesl&auml;ndern oder in vielen Bundesl&auml;ndern jetzt auch in die Landesverfassung geschrieben ist, fehlt es ihnen an Geld. Sie haben einen Stellenabbau-Pfad begonnen, um 2020 dann die Schuldenbremse einhalten zu k&ouml;nnen. Das macht sich jetzt sehr negativ bemerkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schule-und-bildung-wenn-die-toiletten-stinken-dann-fuehlt.694.de.html?dram:article_id=366002\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Libyen: &bdquo;Fehlerhafte Vermutungen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Krieg in Libyen hat das Land ins absolute Chaos gest&uuml;rzt (siehe IMI-Analyse 2016\/23). &Uuml;berraschend ist es trotzdem, wie vernichtend eine Evaluierung des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des britischen Unterhauses ausfiel. OE24 berichtet etwa: &bdquo;Abgeordnete sind davon &uuml;berzeugt, dass David Camerons &bdquo;schlecht durchdachte&ldquo; Milit&auml;rintervention in Libyen die Fl&uuml;chtlingskrise und die Verbreitung von ISIS angefacht hat. Der Ausschuss f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten ist zu dem Schluss gekommen, dass der fr&uuml;here Premierminister die Entscheidung, im Jahr 2011 Krieg gegen Gaddafi in Libyen zu f&uuml;hren, basierend auf &bdquo;fehlerhaften Vermutungen&ldquo; getroffen habe.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/09\/16\/libyen-fehlerhafte-vermutungen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Auch Saudi Arabien startet Kampfdrohnenprogramm<\/strong><br>\nEs wird eng an Syriens Himmel: Mindestens sechs Staaten lassen in Syrien Drohnen fliegen und t&ouml;ten<br>\nDie Windschutzscheibe ist zersplittert, die Motorhaube eingeschlagen. In einem YouTube-Video steht Bilal Abdul Kareem vor dem, was einmal sein Auto war und erz&auml;hlt &uuml;ber das, was eigentlich eine journalistische Recherche in Syrien werden sollte und fast mit dem Tod des amerikanischen Reporters endete. &ldquo;F&uuml;r ungef&auml;hr eine halbe Stunde h&ouml;rten wir Drohnen &uuml;ber unseren K&ouml;pfen&rdquo;, erkl&auml;rte er einige Tage nach dem Angriff gegen&uuml;ber &ldquo;The Intercept&rdquo;. &ldquo;Wir sa&szlig;en im Auto und dann pl&ouml;tzlich wurde alles schwarz. Es f&uuml;hlte sich an, als h&auml;tte sich die Erde ge&ouml;ffnet und uns verschluckt. In Wahrheit hat die Explosion unser Auto in die Luft geworfen.&rdquo;<br>\nDie Geschichte von Abdul Kareem, der unter anderem f&uuml;r CNN und den britischen Channel 4 arbeitet, mag nicht ungew&ouml;hnlich sein in einem Land, in dem schon dutzende Journalisten ihr Leben verloren. Ungew&ouml;hnlich ist hingegen, dass Fast-Drohnenopfer Abdul Kareem nicht wei&szlig;, welche der Konfliktparteien ihm nach dem Leben trachtete. Denn w&auml;hrend in L&auml;ndern wie Somalia, Afghanistan oder Pakistan die USA ein Monopol auf die unbemannten T&ouml;tungen haben, fliegen in Syrien Kampfdrohnen von einer ganzen Reihe von Staaten. (&hellip;)<br>\nMindestens sechs Staaten lassen mittlerweile ihre unbemannten Kampfflugzeuge am syrischen Himmel aufsteigen und am syrischen Boden t&ouml;ten. Neben den USA, Russland und Gro&szlig;britannien, sind das Israel und sehr wahrscheinlich auch der Iran und die T&uuml;rkei.<br>\n&Ouml;ffentlich wahrgenommen werden die Eins&auml;tze meist nur dann, wenn irgendetwas (aus Sicht der Angreifer) schief l&auml;uft. Wie in dieser Woche, als die Meldung &uuml;ber den Angriff einer israelischen Drohne es nur deshalb in die Medien schaffte, weil die syrische Regierung angab, das unbemannte Flugzeug &uuml;ber den syrischen Golanh&ouml;hen abgeschossen zu haben. Oder wenn die beteiligten Staaten aus Propagandagr&uuml;nden selbst mit ihren Drohneneins&auml;tzen prahlen: Wie im Falle des Iran, dessen Staatsfernsehen Ende 2015 stolz Bilder einer selbst entwickelten Kampfdrohne zeigte, die in Syrien getestet worden sein soll.<br>\nDoch die Mehrzahl jener Staaten, die in Syrien mit unbemannten Flugzeugen t&ouml;ten, verh&auml;lt sich hinsichtlich ihrer Drohnennprogramme wie ihre Drohnen selbst: leise und unauff&auml;llig. Dar&uuml;ber, dass es die Liste jener Staaten, die in Syrien unbemannt t&ouml;ten, noch l&auml;nger werden k&ouml;nnte, haben nun arabische Medien berichtet. Der n&auml;chste m&ouml;gliche Player am syrischen Himmel: Saudi-Arabien. Dessen Regierung soll in China mehrere Kampfdrohnen bestellt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49439\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Lage in Aleppo: &ldquo;Solche Zerst&ouml;rungen habe ich noch nie gesehen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Publizist J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer ist zurzeit im syrischen Aleppo. Er sagte im DLF, Zerst&ouml;rungen wie in dieser Stadt und in Homs habe er noch nie gesehen. Es sei ein brutaler Krieg, der von Regierung und Rebellen gef&uuml;hrt werde. Aber die Syrer seien nicht die f&uuml;hrenden Akteure &ndash; sondern ausl&auml;ndische M&auml;chte. Todenh&ouml;fer berichtete, rund ein F&uuml;nftel von Aleppo sei total zerst&ouml;rt. Er bewege sich mit seinem Sohn in Begleitung von Einheimischen und werde Regierungsvertreter, Oppositionelle und auch bewaffnete Rebellen treffen. Er k&ouml;nne aber nicht genau angeben, wen, wann und wo. Der Grund: Gerade erst sei ein russisches Fernsehteam w&auml;hrend eines Interviews gezielt beschossen worden. Die Waffenruhe, die vor Kurzem f&uuml;r Syrien ausgehandelt wurde, h&auml;lt nach Todenh&ouml;fers Einsch&auml;tzung &ldquo;weitgehend&rdquo;, auch wenn es immer noch &ldquo;Idioten&rdquo; gebe, die M&ouml;rser abfeuerten. Todenh&ouml;fer betonte, er selbst sei &ldquo;nicht Partei&rdquo;: Er sei ein &ldquo;Freund des syrischen Volkes&rdquo;. Und er m&uuml;sse mitansehen, wie Verwandte gegeneinander k&auml;mpften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/lage-in-aleppo-solche-zerstoerungen-habe-ich-noch-nie.694.de.html?dram:article_id=365990\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ganz geheim 20 Jahre KSK gefeiert<\/strong><br>\nMit einem feierlichen Appell im Innenhof des Residenzschlosses Ludwigsburg hat die in Calw stationierte Spezialeinheit Kommando Spezialkr&auml;fte (KSK) am Dienstag unter h&ouml;chsten Sicherheitsvorkehrungen ihr 20-j&auml;hriges Bestehen gefeiert.<br>\nBis zuletzt waren Ort und Termin der Feier, an der neben politischen und milit&auml;rischen W&uuml;rdentr&auml;gern rund 700 Soldaten des KSK unter dem Kommando von Brigadegeneral Dag Baehr sowie der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, teilnahmen, geheim gehalten worden &ndash; aus Angst vor Terroranschl&auml;gen. Bei Kaiserwetter w&uuml;rdigte Kommandeur Baehr das KSK als Vorzeige-Einheit der Bundeswehr, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten die in sie gesetzten Erwartungen mehr als &uuml;bertroffen habe.<br>\nAufgestellt wurde das Kommando Spezialkr&auml;fte offiziell am 20. September 1996 &ndash; als Reaktion auf die Befreiung deutscher Geiseln aus dem damaligen B&uuml;rgerkriegsgebiet Ruanda durch belgische Spezialkr&auml;fte. Deutschland besitzt zwar seit den 1970er-Jahren die Spezialeinheit des Bundesgrenzschutzes (heute Bundespolizei), GSG 9, die aber nicht f&uuml;r Eins&auml;tze unter Kriegsbedingungen ausger&uuml;stet und trainiert war. Der damalige deutsche Verteidigungsminister Volker R&uuml;he formulierte deshalb die Forderung: &ldquo;Die F&auml;higkeit, im Notfall eigene Staatsb&uuml;rger im Ausland aus Gefahr f&uuml;r Leib und Leben retten zu k&ouml;nnen, geh&ouml;rt zur grundlegenden Verantwortung eines jedes Staates.&rdquo;<br>\nEntwickelt wurde das neue Kommando Spezialkr&auml;fte aus der damals gerade aufgel&ouml;sten Luftlandebrigade 25 (deren Stab schon damals in Calw sa&szlig;) und den Fernsp&auml;hkompanien 100 (Braunschweig\/Celle) sowie 300 (Neuhausen ob Eck). Allerdings nicht ohne gro&szlig;en Widerstand etwa der Friedensbewegung und der Gr&uuml;nen, wie sich der Bundestagsabgeordnete Hans-Joachim Fuchtel (CDU) erinnert. Am selben Tag, als das KSK aufgestellt wurde, gr&uuml;ndeten Aktivisten um den fr&uuml;heren gr&uuml;nen Europa-Abgeordneten Tobias Pfl&uuml;ger (seit 2009 Mitglied in Die Linke) die &ldquo;T&uuml;binger Informationsstelle Militarisierung&rdquo; (IMI), die vor der damaligen Ann&auml;herung von Ost und West vehement die Aufl&ouml;sung des KSK forderte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.calw-ganz-geheim-20-jahre-ksk-gefeiert.bfaeb3e5-2175-4b90-8f86-ca685989133b.html\">Schwarzw&auml;lder Bote<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>How much for ambassador? Hacked DNC files reveal plum posts for big donors<\/strong><br>\nHacker &lsquo;Guccifer 2.0&rsquo; has offered support for allegations that Democrats rewarded big donors and fund-raisers with plum diplomatic posts, by releasing a donor list from November 2008, when current VP candidate Tim Kaine chaired the DNC. Among the 500 megabytes of data released Tuesday was the document titled &ldquo;11-26-08 NFC Members Raised,&rdquo; listing the names and addresses of some 100,000 Democratic National Committee donors. Cross-referencing the top donors&rsquo; names revealed that they were later appointed to ambassador posts and other government jobs. A third or more of US ambassadors are not career diplomats but political appointees. President Barack Obama came under criticism in 2013 after appointing several big campaign donors to prestigious diplomatic posts. Most recently the US ambassador to Hungary made headlines with some rather un-diplomatic remarks; Caroline Bell had been a TV producer before raising $2 million for the DNC.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/usa\/359338-hacked-dnc-docs-ambassadors\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Infografik der Woche: Massiv untersch&auml;tzt<\/strong><br>\nFreitag wurde der Grundstein f&uuml;r Stuttgart 21 gelegt. Der neue Tiefbahnhof kommt sp&auml;ter und wird deutlich teurer. Gro&szlig;projekte in Deutschland &ndash; unsere Infografik zeigt, wie sehr Planer sich versch&auml;tzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/stuttgart-21-grafik-zur-kostenentwicklung-bei-grossprojekten-a-1112521.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Frage, die zustellen w&auml;re: Handelt es sich bei den teilweise ma&szlig;losen Kosten&uuml;berschreitungen bei &ouml;ffentlichen Gro&szlig;projekten nur um Planungsfehler oder nicht viel mehr um Korruption? Ist Stuttgart 21 nicht auch eine gigantische Geldumverteilungdmaschine von Geldern der Allgemeinheit in die Taschen der Reichen und Superreichen &uuml;ber die Immobilienprojekte auf der freiwerdenden Fl&auml;che des Bahnhofsgel&auml;ndes?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Seehofer droht Merkel mit endg&uuml;ltigem Bruch<\/strong><br>\nCSU-Chef Seehofer will in der Union eine Obergrenze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge durchsetzen. Nun droht er im SPIEGEL: Wenn Kanzlerin Merkel nicht nachgibt, wird er sie nicht im Wahlkampf unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-horst-seehofer-droht-angela-merkel-mit-endgueltigem-bruch-a-1112584.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was f&uuml;r eine Drohung, die der Spiegel da als endg&uuml;ltigen Bruch verkauft. Weil Seehofer nicht zum CDU Parteitag gehen will? Na dann ist ja wirklich alles aus. Dabei poltert der CSU-Chef wie gewohnt zwischen zwei Gipfeltreffen im Kanzleramt. Das letzte Beisammensein ohne nennenswerte Br&uuml;che, aber mit viel Tamtam im Vorfeld, liegt gerade mal eine Woche zur&uuml;ck. Die n&auml;chste Spitzenrunde ist f&uuml;r Anfang Oktober geplant. Bleibt also noch Zeit, um vielleicht mal einen Brief zu schreiben, ein neues Ultimatum zu formulieren oder die seit rund einem Jahr immer wieder angek&uuml;ndigte Verfassungsklage noch einmal hervorzuholen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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