{"id":3505,"date":"2008-10-10T16:45:19","date_gmt":"2008-10-10T14:45:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3505"},"modified":"2008-10-10T16:45:19","modified_gmt":"2008-10-10T14:45:19","slug":"hinweise-des-tages-2-80","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3505","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Dreiste Lobby gegen die Erbschaftsteuer<\/strong><br>\nDie Regierung b&uuml;rgt mit Milliardenbetr&auml;gen f&uuml;r marode Banken, w&auml;hrend f&uuml;r Bildung, Gesundheit und vieles andere kein Geld vorhanden ist. &ldquo;Jetzt droht, dass die gro&szlig;e Koalition bei der Erbschaftsteuer Geld verschenkt &ndash; an diejenigen, die seit Jahren durch Zockerei ihre Verm&ouml;gen gesteigert haben&rdquo;, kritisiert der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungs- gewerkschaft (ver.di) Frank Bsirske. Die gro&szlig;e Koalition wolle mit ihrem Gesetzentwurf die Erben gro&szlig;er Verm&ouml;gen mit Samthandschuhen anfassen und auf Mehreinnahmen verzichten.<br>\nEigentlich w&auml;ren Mehreinnahmen von mindestens sechs Milliarden Euro m&ouml;glich. Einige Abgeordnete vor allem aus der CSU w&uuml;rden noch mehr &ldquo;Steuererleichterungen&rdquo; wollen, so Bsirske.<br>\n&ldquo;Es ist unertr&auml;glich, wie Unternehmerverb&auml;nde und die Lobby der Verm&ouml;genden seit Monaten auch noch gegen die Soft-Version der Reform trommeln&rdquo;, kritisiert der Gewekschaftschef. Das Argument, die Erbschaftsteuer gef&auml;hrde Betriebe und damit Arbeitspl&auml;tze sei abgedroschen. Jeder wisse inzwischen, dass es nachweislich keine F&auml;lle von Gef&auml;hrdung gebe.<br>\n&ldquo;Es w&auml;re ein verheerendes Signal, wenn die Erbschaftsteuer zum Ende des Jahres auslaufen w&uuml;rde&rdquo;, sagte Bsirske<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169824\/1\/\">Linkszeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In einem Land wo die unteren 50% der Haushalte nur &uuml;ber 4% des Nettoverm&ouml;gens verf&uuml;gen, w&auml;hrend das reichste Zehntel seinen Anteil auf 47% steigern konnte (Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung), wo seit Jahren Arm und Reich immer weiter auseinanderklaffen, ist die sich generationen&uuml;bergreifend verfestigende Spaltung der Gesellschaft ein immer unertr&auml;glicher werdender gesellschaftlicher Skandal.<\/em><\/p>\n<p><em>Man tut so, als ob es um das m&uuml;hsam ersparte sprichw&ouml;rtliche &bdquo;Oma ihr klein H&auml;uschen&ldquo; ginge und nicht um einen leistungslosen Erwerb von keineswegs nur &bdquo;erspartem&ldquo;, sondern auch von Vielen erarbeitetem Gro&szlig;verm&ouml;gen. Die Erbschaftssteuer ist der letzte (zaghafte) Reflex auf die ungleiche Prim&auml;rverteilung in der Gesellschaft, die eine der wichtigsten Ausgangsbedingungen f&uuml;r die ungleiche Verteilung der Chancen in der Gesellschaft ist.<br>\nWarum sollte der leistungslos privilegierte Erbe nicht wenigstens ein kleines St&uuml;ckchen dazu beitragen, das die Nachfolgegeneration der &Auml;rmeren (etwa &uuml;ber eine bessere Bildung) in eine ein wenig fairere Leistungskonkurrenz treten k&ouml;nnen? Warum sollte der Erbe von Gro&szlig;verm&ouml;gen nicht wenigstens ein kleines St&uuml;ckchen zeigen m&uuml;ssen, dass er den &bdquo;Leistungen&ldquo; seines Erblassers gerecht wird? Warum sollte der Konzentration von Reichtum nicht ein kleines St&uuml;ckchen entgegengewirkt werden und ein wenig mehr &bdquo;Leistungs&ldquo;-Gesellschaft hergestellt werden?<br>\nMan muss sich das mal vor Augen halten um welche Dimensionen es hier geht: Die Abgabenlast von leistungsbasiertem Arbeitseinkommen liegt bei weit &uuml;ber 300 Milliarden und die Erbschaftssteuer f&uuml;r ererbtes Verm&ouml;gen bei unter 4 Milliarden Euro.<\/em><\/p>\n<p><em>&Uuml;brigens: In ganz Deutschland konnte kein Betrieb gefunden werden, der wegen der Erbschaftsteuerbelastung nicht h&auml;tte weiter gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Sollte die Erbschaftssteuerreform 2007 in Kraft treten, werden vor allem <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/real.phtml?bid=811&amp;sid=148\">die reichen Familienunternehmen entlastet<\/a>.<br>\nVgl. zur Erbschaftssteuer: <a href=\"?p=2261\">Stirbt die Erbschaftsteuer? Der &bdquo;Kirmeskrach&ldquo; um Steuersenkungen geht weiter<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe auch die <strong>vergleichbare Diskussion in &Ouml;sterreich<\/strong>:<\/em><\/p>\n<p>&Uuml;ber den Hebel des &bdquo;verdienten&ldquo; Einkommens des Mittelstandes sei es gelungen, die Erbschaftssteuer in &Ouml;sterreich zu desavouieren. Diese l&auml;uft zum 1. August vollst&auml;ndig aus, auch weil es m&ouml;glich gewesen sei, diese Steuer als eine leistungsfeindliche Mittelschichtsteuer darzustellen. Obwohl in &Ouml;sterreich 56 % des Erbschaftssteueraufkommens im Jahr 2006 von gerade einmal etwa 2.000 Personen oder 3 % der Erbf&auml;lle aufgebracht werden &bdquo;mussten&ldquo; &ndash; die gr&ouml;&szlig;ten f&uuml;nf Erbf&auml;lle zeichneten sich f&uuml;r 22,4 % der Erbschaftssteuereinnahmen verantwortlich &ndash; gelang eine Verengung des Diskurses auf Omis kleines H&auml;uschen und die emotionsbeladene Behauptung, Erben sei Familiensache (S. 51f.). Die Familie habe schlie&szlig;lich etwas geleistet, und daher sei es auch nur gerecht, dass auf das Familienerbe keine Steuer zu bezahlen sei. Auch wenn der Gro&szlig;teil der &Ouml;sterreicherinnen und &Ouml;sterreicher nicht oder nur marginal von der Steuer betroffen war, gab es offenbar den Glauben, ebenfalls Reichtum anh&auml;ufen zu k&ouml;nnen und dann durch die Erbschaftssteuer um die eigene &bdquo;Leistung&ldquo; gebracht zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"?p=3338\">Buchbesprechung: &bdquo;Das Wissen vom Geld &ndash; Auf dem Weg zum Finanzbildungsb&uuml;rgertum&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael Schlecht: Profiteure zur Kasse<\/strong><br>\nSechs Milliarden f&uuml;r den sofortigen Ausbau von Kindertagesst&auml;tten fehlen. Wir m&uuml;ssen bis 2013 warten. Sagt die Regierung. Aber um mit milliardenschweren St&uuml;tzungsaktionen die IKB und jetzt die Hypo Real Estate aufzufangen, ist Geld da. Kein Wunder, dass die Ver&auml;rgerung und Emp&ouml;rung gro&szlig; ist. Und wer zahlt die Zeche? So wie es aussieht Millionen von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. Das Mindeste w&auml;re, dass der Staat Anteile erwirbt, wenn er Steuergelder in marode Banken pumpt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1610247&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Alles vergiftet<\/strong><br>\nAll diese Details verweisen auf eine fundamentale Wahrheit: Der Kapitalismus kann ohne Staat nicht funktionieren. Er schafft Vertrauen und sichert die Renditen ab. Sollte sich diese Erkenntnis in der Bev&ouml;lkerung durchsetzen, dann w&auml;re dies nichts weniger als ein Paradigmenwechsel. Bisher hatten viele den Eindruck, es w&auml;re besonders schlau, jenseits der Gesellschaft nach eigenen Privatl&ouml;sungen zu suchen. Die Namen daf&uuml;r waren vielf&auml;ltig: von der Lebensversicherung &uuml;ber Immobilien und Aktien bis zur privaten Riester-Rente. Ein Volk von 82 Millionen B&uuml;rgern dachte, dass jeder Einzelne auf einer virtuellen Insel residieren kann, die aus abstrakten Anspr&uuml;chen auf irgendwelche Geldauszahlungen besteht.<br>\nNun zeigt sich, dass es eine Flucht vor der Gemeinschaft nicht gibt. Die Wertegemeinschaft schafft tats&auml;chlich Werte &ndash; und zwar nicht nur ideell, sondern auch materiell. Wenn sich dieser Gedanke durchsetzen sollte, dann h&auml;tte die Krise auch etwas Gutes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/alles-ist-vergiftet\/?type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann: Nagelprobe f&uuml;r die Globalisierer<\/strong><br>\nJa, die Politik hat unverantwortlich versagt, indem sie entgegen unz&auml;hliger Warnungen von Seiten der Globalisierungskritiker die &ouml;konomische Verflechtung &uuml;ber alle Grenzen hinweg bedenkenlos vorantrieb, ohne die daf&uuml;r unverzichtbaren globalen Regeln und Aufsichtsbeh&ouml;rden zu schaffen. Umso wichtiger ist es nun, dass die Regierungen der gro&szlig;en Wohlstands- und Schwellenl&auml;nder aufs Engste zusammenarbeiten. Nur so l&auml;sst sich verhindern, dass die jetzt unvermeidliche globale Wirtschaftkrise wieder in einen destruktiven Weltwirtschaftskrieg m&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Globalisierung-Finanzkrise;art271,2633138\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Dierk Hirschel (DGB): Kein Sozialismus f&uuml;r Spekulanten<\/strong><br>\nDas aktuelle Erdbeben ist das Produkt von drei Jahrzehnten Deregulierung. Ein durchl&ouml;chertes Regelwerk und eine schlafende Aufsicht haben die M&auml;rkte versagen lassen. Jetzt geht es darum, die Lehren aus der Krise zu ziehen. Erstens muss das chronische Marktversagen durch ein besseres Regelwerk einged&auml;mmt werden. Und zweitens d&uuml;rfen die Verluste der Finanzmarktakteure nicht sozialisiert werden.<br>\nUm Letzteres zu garantieren, muss die europ&auml;ische Finanzmarktbranche aus eigenen Mitteln einen Haftungsverbund finanzieren.<br>\nAber auch die individuelle Haftung muss neu geregelt werden. F&uuml;r Vertr&auml;ge, die es Managern erm&ouml;glichen, Millionen zu verzocken und anschlie&szlig;end dank einer Vollkaskoversicherung weich zu fallen, darf kein Platz mehr sein.<br>\nNeben der L&ouml;sung dieser offenen Haftungsfragen, bedarf es eines vorbeugenden Regelwerkes. Eine verbesserte Bankenregulierung kann die laxe Kreditvergabe einschr&auml;nken. Wir brauchen einen T&Uuml;V f&uuml;r Finanzmarktprodukte.<br>\nDie Fr&uuml;hwarnsysteme m&uuml;ssen gr&uuml;ndlich renoviert werden. Eine &bdquo;Schufa f&uuml;r Banken&ldquo; in Form eines internationalen Kreditregisters w&uuml;rde die fr&uuml;hzeitige Risikoerkennung erleichtern. Rating-Agenturen sollten einem Zulassungsverfahren und einer &ouml;ffentlichen Qualit&auml;tskontrolle unterzogen werden. Besser noch w&auml;re eine &ouml;ffentliche europ&auml;ische Ratingagentur.<br>\nNeue Regeln verhindern noch nicht die Entstehung neuer Krisen. Sie beugen aber besser vor &ndash; und nehmen die Schuldigen in Haftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.einblick.dgb.de\/debatte\/e1708s7.htm\/\">einblick DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Sozialismus im Grundgesetz<\/strong><br>\nKein &Uuml;berbleibsel aus der DDR: Im Grundgesetz befasst sich ein Artikel mit Vergesellschaftung &ndash; und verdeutlicht das wirtschaftliche Spektrum, das in Deutschland m&ouml;glich w&auml;re.<br>\nIm Urteil zum Investitionshilfegesetz stellte Karlsruhe fest, dass der Gesetzgeber zwar die Grundrechte beachten muss, er in diesem Rahmen aber jede ihm sachgem&auml;&szlig; erscheinende Wirtschaftspolitik verfolgen darf. Der Gesetzgeber hat also eine gro&szlig;e Gestaltungsfreiheit. Wie weit sie geht &ndash; das zeigt der Artikel 15.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/598\/313505\/text\/?page=1#readcomment\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Bestsellerautoren fordern Aufhebung von Hartz IV<\/strong><br>\nDie auf investigative Sachb&uuml;cher spezialisierten Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu fordern die Bundesregierung auf, die im Rahmen der Agenda 2010 ins Leben gerufene Hartz IV Gesetzgebung aufzuheben und stattdessen Leistungen in H&ouml;he von 80 Prozent des letzten Monatseinkommens der Arbeitnehmer zu garantieren. &ldquo;Dieses nach skandinavischem Modell funktionierende Verfahren w&uuml;rde Millionen Menschen vor dem sicheren sozialen Notstand retten, den wir auf Grund der aktuellen Bankenkrise bef&uuml;rchten m&uuml;ssen&rdquo;, erl&auml;utert Georgescu die Initiative.<br>\nTats&auml;chlich beziehen schon heute weit &uuml;ber sieben Millionen Menschen Leistungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, weil ihr eigenes Einkommen zum &Uuml;berleben nicht ausreicht &ndash; oder weil sie keinen Job mehr haben. &ldquo;Dass die von der Politik &uuml;ber Jahre hinweg mitgetragenen und geduldeten Verfehlungen der Finanzbranche jetzt mit Steuergeldern im zwei- oder sogar dreistelliger Milliardenbereich quasi &uuml;ber Nacht aufgefangen werden, w&auml;hrend Normalb&uuml;rger mit Hartz IV auskommen sollen, ist unverst&auml;ndlich&rdquo;, erkl&auml;rt Vollborn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169830\/42\/\">Die Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Parlament stimmt Armutsbericht zu<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat dem Bericht &uuml;ber Armut und soziale Integration der deutschen LINKE-Abgeordneten Gabi Zimmer mit gro&szlig;er Mehrheit zugestimmt. Der Bericht enth&auml;lt konkrete Ziele zur Armutsbek&auml;mpfung und zu Mindestl&ouml;hnen. Zum Berichts&shy;entwurf waren &uuml;ber 200 &Auml;nderungsantr&auml;ge im Ausschuss f&uuml;r Besch&auml;ftigung und soziale Angelegenheiten eingereicht worden. Gabi Zimmer gelang nach intensiven und langen Verhandlungen eine B&uuml;ndelung in &uuml;ber 30 Kompromissen. Die Einigung bezeichnet sie als &ldquo;gro&szlig;en Schritt nach vorn im Kampf gegen die Armut&rdquo;.<br>\nKonkrete Zielvorgaben zur Armutsreduktion und Vorgaben zu Mindestl&ouml;hnen und -einkommen erm&ouml;glichten es, dem Skandal der Armut und vor allem der Kinderarmut in der EU etwas entgegenzusetzen.<br>\nDer Bericht von Gabi Zimmer zu &bdquo;Sozialer Integration und Bek&auml;mpfung von Armut, im Besonderen Kinderarmut, in der EU&ldquo; wurde im Plenum mit 540 zu 57 Stimmen bei 32 Enthaltungen angenommen. Der Bericht fordert konkrete Zielvorgaben f&uuml;r die Offene Methode der Koordinierung in den Bereichen Mindesteinkommens&shy;systeme, Mindestl&ouml;hne und Bek&auml;mpfung von Kinderarmut. Es sollen relative Kennzahlen zu den nationalen Durchschnittswerten als Ziele definiert werden.<br>\nGabi Zimmer identifizierte insgesamt sechs Handlungs&shy;felder, die das Europ&auml;ische Parlament in seiner Abstimmung best&auml;tigte: \n<ul>\n<li>Einen ganzheitlichen Ansatz zur aktiven sozialen Einbeziehung;<\/li>\n<li>Die Gew&auml;hrleistung ausreichender Zuwendungen, um allen ein menschenw&uuml;rdiges Leben erm&ouml;glichen zu k&ouml;nnen;<\/li>\n<li>Die Beseitigung der Kinderarmut durch einen &Uuml;bergang von der Analyse zu zielgerichteten Politik und Umsetzung;<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungs&shy;politik f&uuml;r sozial integrative Arbeitsm&auml;rkte;<\/li>\n<li>Bereitstellung von Dienstleistungen hoher Qualit&auml;t und Gew&auml;hrleistung des Zugangs f&uuml;r schutz&shy;bed&uuml;rftige und benachteiligte Gruppen;<\/li>\n<li>Verbesserung der politischen Koordinierung und Einbeziehung aller ma&szlig;geblichen Akteure.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169832\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>St&auml;dte verzocken Millionen<\/strong><br>\nRund 700 St&auml;dten und Gemeinden drohen nach Angaben des Bundes der Steuerzahler hohe Millionenausf&auml;lle, weil sie sich in gro&szlig;em Stil verspekuliert haben. So seien der Stadt Hagen mehr als 50 Millionen Euro, Remscheid 13 Millionen, Neuss zehn Millionen und der Stadt M&uuml;hlheim sechs Millionen Euro verloren gegangen. Die K&auml;mmerer h&auml;tten Steuergeld f&uuml;r Zinsspekulationen &ndash; sogenannte Swap-Gesch&auml;fte &ndash; eingesetzt, sagte Verbandspr&auml;sident Karl Heinz D&auml;ke in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1610857&amp;\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>47 Millionen Euro blockiert &ndash; Freiburg geh&ouml;rt zu den Opfern der deutschen Tochtergesellschaft der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers.<\/strong><br>\nSie hat fl&uuml;ssige Mittel in H&ouml;he von 47 Millionen Euro beim Frankfurter Bankhaus angelegt, das aufgrund der Pleite der amerikanischen Mutter bis Ende Oktober keine Gesch&auml;fte mehr t&auml;tigen darf. Einen Schaden f&uuml;r die Stadt schlie&szlig;t Finanzb&uuml;rgermeister Otto Neideck aus, da im Ernstfall der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken greife &ndash; wie lange das dauert, wei&szlig; jedoch derzeit niemand. Vorerst ist das Geld jedenfalls blockiert.<br>\nFinanzielle Engp&auml;sse, die mit Krediten &uuml;berbr&uuml;ckt werden m&uuml;ssten, werde es nicht geben. Folglich entst&uuml;nden durch die Transaktionen auch keine Kosten. Das d&uuml;rfte jedoch nur dann der Fall sein, wenn der Fonds schnell einspringt. Laut Nu&szlig;baumer ist die Stadt &ldquo;ganz sicher bis Ende des Jahres liquide.&rdquo; M&ouml;glich ist aber auch, dass die Zeit ein Problem wird: Als die Freiburger Krebs-Bank im September 1995 in Konkurs gegangen war, dauerte es bis Februar 1997, bis der Fonds zahlte.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/werkstatt.badische-zeitung.de\/nachrichten\/suedwest\/freiburg-legte-47-millionen-bei-lehman-an--print\">Badische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsminister Scholz: &bdquo;Die Agenda ist ein linkes Projekt&ldquo;<\/strong><br>\nFR: Schlie&szlig;lich hat die Agenda 2010 nach Meinung vieler SPD-Linker den freien Fall der L&ouml;hne erst erm&ouml;glicht.<br>\nScholz: Dieser Zusammenhang ist nicht nachvollziehbar&hellip;<br>\nSie ist ein linkes Projekt. Und sie wird es auch bleiben. Schlie&szlig;lich hat sie daf&uuml;r gesorgt, Deutschland Wachstumschancen zu sichern und gleichzeitig den Sozialstaat zu bewahren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1610998_Der-Gier-Grenzen-setzen.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Scholz leugnet also glatt, dass die ganzen Hartz-Reformen nur das Ziel hatten, &ouml;konomischen Druck (&bdquo;Anreiz&ldquo;) auszu&uuml;ben, dass die Arbeitslosen Arbeit zu jedem Preis annehmen und damit ein staatliches Instrument zur allgemeinen Lohnsenkung waren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die undurchsichtige Riester-Rente<\/strong><br>\nF&uuml;r Riester-Vertr&auml;ge zahlen viele Verbraucher zu hohe Nebenkosten. Aus Unwissenheit. Doch die Bundesregierung will an der Beratung durch Banken nichts &auml;ndern.Fast zw&ouml;lf Millionen Bundesb&uuml;rger haben einen Riester-Vertrag abgeschlossen, der aus Steuermitteln gef&ouml;rdert wird. Oftmals jedoch handelt es sich dabei um Vertr&auml;ge mit hohen Nebenkosten und Provisionen, die ihnen von ihrer Hausbank aus deren Eigeninteresse empfohlen wurden. &ldquo;Die Leute schlie&szlig;en den Vertrag beim Berater der Bank ihres Vertrauens ab&rdquo;, sagt Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-W&uuml;rttemberg. &ldquo;Die g&uuml;nstigen Produkte werden schlicht nicht empfohlen.&rdquo;<br>\nEs dr&auml;nge sich der Verdacht auf, dass die staatlichen Zulagen &ldquo;nichts anderes als eine milliardenschwere Subvention f&uuml;r Banken, Versicherer und Fondsgesellschaften darstellen&rdquo;, hei&szlig;t es auch in einer kleinen Anfrage der Linken im Bundestag, die der taz vorliegt.<br>\n&ldquo;An die 90 Prozent der B&uuml;rger&rdquo; h&auml;tten keinen g&uuml;nstigen Vertrag entsprechend den Finanztest-Empfehlungen, sagt Nauhauser.<br>\nDie Geldanlage zu wechseln, wird Verbrauchern durch dann anfallende hohe Verluste fast unm&ouml;glich gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/die-undurchsichtige-riester-rente\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>F&uuml;r`s Grundgesetz : Ein schwerer Ungl&uuml;cksfall <\/strong><br>\nDie Grundgesetz&auml;nderung zum Bundeswehreinsatz im Innern ist nicht nur &uuml;berfl&uuml;ssig, sondern gef&auml;hrlich. Sie verwischt die Grenzen zwischen &auml;u&szlig;erer und innerer Sichheit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1610967_Ein-schwerer-Ungluecksfall.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Unheilvolle Konsequenzen<\/strong><br>\nVor dem EU-Gipfel Mitte n&auml;chster Woche droht ein deutscher Europapolitiker der irischen Regierung mit &ldquo;unheilvollen Konsequenzen&rdquo;. Dublin m&uuml;sse dem Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs unbedingt konkrete Vorschl&auml;ge vorlegen, wie ein zweites Referendum &uuml;ber den &ldquo;Vertrag von Lissabon&rdquo; zu gewinnen sei, verlangt der einflussreiche CDU-Europaparlamentarier Elmar Brok. Wegen eines m&ouml;glichen Regierungswechsels in London dr&auml;nge die Zeit. In Br&uuml;ssel sind mittlerweile Sanktionen gegen Dublin im Gespr&auml;ch, sollte die Ratifizierung nicht bald gelingen; so hei&szlig;t es, Irland m&uuml;sse wom&ouml;glich auf seinen EU-Kommissar verzichten. Zugleich haben hochrangige deutsche Abgeordnete im Europaparlament eine Kampagne gegen irische Vertragsgegner gestartet. Deren Agitation f&uuml;r das &ldquo;No&rdquo; sei m&ouml;glicherweise von US-Milit&auml;r- und Geheimdienstkreisen finanziert worden, behauptet der Pr&auml;sident des Europaparlaments, Hans-Gert P&ouml;ttering (CDU). Eine &ldquo;Verschw&ouml;rung der Anti-Europ&auml;er&rdquo; sei im Gange, hei&szlig;t es in der deutschen Presse. Hintergrund ist das Bem&uuml;hen der Vertragsgegner, zu den Europawahlen im kommenden Juni ein EU-weites euroskeptisches B&uuml;ndnis zu schmieden. Die Euroskeptiker sollen als Einflussagenten der CIA stigmatisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57361\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Sag&rsquo; mir, wo die Elite ist<\/strong><br>\nDas war das Ziel: Als Elite-Unis wollten neun deutsche Hochschulen das Feld der internationalen Konkurrenz aufrollen. Das Ergebnis ist laut eines aktuellen Ranking aus England jedoch &auml;u&szlig;erst mau. Vor allem die M&uuml;nchner Unis rutschen ab, am wackersten schl&auml;gt sich noch Heidelberg.<br>\nDie Tragik am erneut miserablen Abschneiden der deutschen Hochschulen: Die Universit&auml;ten, die seit 2006 und 2007 &ldquo;Elite-Unis&rdquo; hei&szlig;en, waren damals millionenschwer f&uuml;r ihre Zukunftskonzepte ausgezeichnet worden &ndash; also f&uuml;r ihre zukunftsweisende Planung vor allem in der Forschung, aber auch in der Lehre und dem universit&auml;ren Gesamtkonzept.<br>\nUnd in der aktuellen Weltrangliste? Die TU verlor elf Pl&auml;tze &ndash; und liegt mit Rang 78 jetzt 21 Stellen hinter dem deutschen Sieger Heidelberg. Die LMU rutschte noch dramatischer ab: Sie rauschte von Platz 65, und damit aus dem oberen Drittel der 200er-Liste, auf Rang 93. Nach unten ging es auch f&uuml;r eine weitere deutsche &ldquo;Elite-Uni&rdquo;: Freiburg fiel mit drei Pl&auml;tzen leicht auf den 147. Rang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,583195,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich halte dieses World University Ranking 2008 des Magazins &ldquo;Times Higher Education Supplement&rdquo; f&uuml;r absolut unseri&ouml;s und sehe darin eine reine Werbeveranstaltung f&uuml;r die privaten amerikanischen und englischen Unis.<br>\nWenn man allerdings schon auf Rankings schielt dann sollte man auch auf ein anderes Ranking verweisen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dazu unser Leser L.M.:<\/strong> Zu diesem Thema m&ouml;chte ich noch zwei Dinge loswerden:<br>\nH&auml;ufig ist zu lesen, dass deutsche Universit&auml;ten im internationalen Vergleich schlecht abschneiden und nicht in der Spitze vertreten sind. Dabei ist nur letzteres richtig. Bei aller Kritik wird oftmals &uuml;bersehen, dass die deutschen Universit&auml;ten in der Breite &ndash; und das auch international &ndash; sehr gut da stehen! So nachzulesen ist dies im Shanghai Ranking www.arwu.org, wo nur die USA (159) und der UK (42) mit noch mehr Universit&auml;ten in den Top 500 vertreten ist. Noch einmal zum mitschreiben: Deutschland hat 40 (!) Universit&auml;ten, die zu den besten 500 der Welt gez&auml;hlt werden k&ouml;nnen. Ein super Ergebnis, oder?<br>\nNat&uuml;rlich ist dies kein Grund sich auszuruhen und Anstrengungen zu unternehmen, deutsche Universit&auml;ten in die Weltspitze zu bringen, doch wenn dies dazu f&uuml;hrt, dass dies auf Kosten der Breite geschieht ist es mir allemal lieber eine gro&szlig;e Auswahl an guten Unis zu haben anstatt wenigen Leuchtt&uuml;rmen.<br>\nWarum wurde im Unispiegel eigentlich noch nicht &uuml;ber das Shanghai Ranking 2008 berichtet?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3505","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3505","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3505"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3505\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3505"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3505"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3505"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}