{"id":35057,"date":"2016-09-19T08:43:42","date_gmt":"2016-09-19T06:43:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35057"},"modified":"2019-01-19T16:49:17","modified_gmt":"2019-01-19T15:49:17","slug":"willy-wimmers-neues-buch-die-akte-moskaurezensiert-von-peter-becker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35057","title":{"rendered":"Willy Wimmers neues Buch: &#8220;Die Akte Moskau&#8221; rezensiert von Peter Becker"},"content":{"rendered":"<p>Der Vizepr&auml;sident von IALANA hat das neue Buch von Willy Wimmer f&uuml;r die NachDenkSeiten besprochen. Im Buch wie in der Rezension wird der sonderbare und in Deutschland von vielen Verantwortlichen verschwiegene Vorgang beschrieben, dass der Westen unter der F&uuml;hrung der USA in den neunziger Jahren kurz nach der Verst&auml;ndigung auf das Ende des West-Ost-Konfliktes eine &bdquo;politische Kehrtwende&ldquo; vollf&uuml;hrte &ndash; hin zur neuen Konfrontation. Darunter leiden wir bis heute. Hier die Buchbesprechung von <strong>Peter Becker<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35057#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>]. Danke. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer Mann hat einen langen Weg hinter sich: Von einem f&uuml;hrenden Verteidigungspolitiker der CDU und Freund Helmut Kohls zum Redner bei Veranstaltungen der Friedensbewegung &ndash; so j&uuml;ngst bei der Kampagne &sbquo;Stopp Ramstein&lsquo; in Kaiserslautern. Es geht um Willy Wimmer (73 Jahre): 33 Jahre CDU-Bundestagsabgeordneter (1976-2009), Verteidigungspolitischer Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion (1985-1988), Parlamentarischer Staatssekret&auml;r unter Verteidigungsminister Gerhard Stoltenberg (1988-1992) und OSZE-Vizepr&auml;sident (1994-2000). Dieses Amt hatte er sechs Jahre inne und war damit bestens informiert &uuml;ber Vorbereitung und Durchf&uuml;hrung des Kriegs der NATO gegen Jugoslawien, mit dem eine OSZE-Mission unterlaufen wurde.<\/p><p>Er arbeitet unerm&uuml;dlich an der Korrektur der Mainstream-Darstellungen der USA und Russlands, in Aufs&auml;tzen, Reden, Interviews und jetzt in der neu vorgelegten Monografie. Sie umfasst ein weit gespanntes Szenario, das seine Glaubw&uuml;rdigkeit und Verbindlichkeit aus seiner T&auml;tigkeit als CDU-Politiker bezieht, vor allem als Parlamentarischer Staatssekret&auml;r w&auml;hrend des Prozesses der Deutschen Einigung. Seine prim&auml;re Aufgabe darin war die Integration &ndash; besser: Abwicklung &ndash; der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR, die er schon in einem im Jahr 2000 vorgelegten Buch beschrieb: <em>Lass uns dir zum Guten dienen&hellip; Der Weg der NVA in die Bundeswehr<\/em>. Dieser Text wurde &ndash; &uuml;berarbeitet &ndash; in das neue Buch integriert, aber eingebettet in die dramatischen Ver&auml;nderungen der weltpolitischen Lage seit der Vorbereitung der Wiedervereinigung bis heute. Man kann sie beschreiben: Das eine Axiom zeigt das Titelbild &bdquo;<em>Im Zeichen deutsch-russischer Vers&ouml;hnung: Marschall Sergej Fjodorowitsch Achromejew mit Willy Wimmer<\/em>&ldquo;. Das andere Axiom ist markiert durch die &bdquo;<em>politische Kehrtwende der USA<\/em>&ldquo;, die Wimmer an zahlreichen Ereignissen festmacht, angerissen schon im Vorwort und dann ausgef&uuml;hrt in den ersten drei Kapiteln des Buches (Relikte des Kalten Krieges, Nachdenken &uuml;ber Freund und Feind, Armeen l&ouml;sen sich auf).<\/p><p>Das erste Aha-Erlebnis fand statt im Fr&uuml;hsommer 1988, in dem die Arbeitsgruppe &sbquo;Verteidigung&lsquo; der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion zu einem Arbeitsbesuch nach Washington flog, mit Abstecher ins Hauptquartier der CIA nach Langley: &bdquo;<em>Erstaunt h&ouml;rten wir dort den Ausf&uuml;hrungen zu, die eine v&ouml;llig neue amerikanische Politik gegen&uuml;ber der Sowjetunion zum Thema hatten: Wir sollten uns l&ouml;sen [&hellip;] von dem, was wir seit Jahrzehnten [&hellip;] geh&ouml;rt hatten. Die Ergebnisse einer Studien zu diesem Themenfeld seien eindeutig: Die Sowjetunion verfolge rein defensive Absichten. Es gehe einzig und alleine um Verteidigung zum Schutz von &sbquo;M&uuml;tterchen Russland&lsquo;; eine Sicht, die bis in das Jahr 1991 beibehalten wurde<\/em>&ldquo; (S. 12 im Buch, weitere Zahlenangaben in diesem Text betreffen immer das Buch). Die Aussagen von Admiral William Crowe, Generalstabschef der Streitkr&auml;fte der Vereinigten Staaten von Amerika, anschlie&szlig;end in Moskau, mit Marschall Achromejew, ehemals Generalstabschef der Roten Armee und jetzt sicherheitspolitischer Berater von Michail Gorbatschow, sowie dem Leiter der internationalen Abteilung des ZK KPdSU, Valentin N. Falin, h&auml;tten &uuml;bereingestimmt. Falin wird wie folgt zitiert: &bdquo;<em>Heute sei er in &Uuml;bereinstimmung mit Gorbatschow der Ansicht, es m&uuml;sse endlich zur Vers&ouml;hnung kommen, Moskau sei bereit dazu<\/em>.&ldquo; NATO und Warschauer Pakt schienen &bdquo;<em>aus dem Hintergrund sogar gelenkt zu werden<\/em>&ldquo;, in die friedliche Richtung. Tats&auml;chlich wurde der Warschauer Pakt im Juli 1991 aufgel&ouml;st, die NATO aber nicht. Kennzeichen dieses &sbquo;Tauwetters&lsquo; war der Vertrag &uuml;ber Konventionelle Streitkr&auml;fte in Europa (KSE-Vertrag), unterzeichnet am 19. November 1990 anl&auml;sslich des KSZE-Gipfeltreffens in Paris von den 22 Regierungschefs der NATO und des Warschauer Pakts. Diesen Vertrag umschreibt Wimmer nur, aber ein anderer Vertrag, ebenfalls abgeschlossen in Paris, ist ihm sehr wichtig: Die &sbquo;Charta von Paris&lsquo; vom November 1990, mit dem &bdquo;<em>Versprechen der verantwortlichen Staats- und Regierungschefs der n&ouml;rdlichen Hemisph&auml;re, Krieg auf Dauer aus Europa zu verbannen und Konflikte ausschlie&szlig;lich friedlich beilegen zu wollen<\/em>&ldquo; (16).<\/p><p>Zeitgleich mit den &bdquo;<em>intensiven Debatten &uuml;ber die m&ouml;gliche Aufl&ouml;sung der Milit&auml;rb&uuml;ndnisse<\/em>&ldquo; wurde &uuml;ber die Deutsche Einigung verhandelt. Ein Hauptproblem war die Frage der Ausdehnung der NATO nach Osten. Wimmer schlug in einer &bdquo;<em>Denkschrift vom 20. Dezember 1989 an Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl &uuml;ber die NATO-Mitgliedschaft des wiedervereinigen Deutschland<\/em>&ldquo;, die im Buch auch abgedruckt ist (297 ff.), vor, dass Deutschland als Ganzes in der NATO bleiben k&ouml;nnen sollte, die Wimmer als das damalige Verteidigungsb&uuml;ndnis verstand, dem die Parlamente ja auch zugestimmt hatten. Jedoch solle das Beitrittsgebiet als Gebiet frei von NATO-Truppen sein &ndash; das wurde im 2+4-Vertrag auch umgesetzt. Den Geist dieses Memorandums erkennt man an folgendem Satz: &bdquo;<em>[&hellip;] weil gerade Gorbatschow w&auml;hrend der gemeinsamen Pressekonferenz mit Pr&auml;sident Bush auf Malta unterstrichen hat, dass die Welt die Epoche des &sbquo;Kalten Krieges&lsquo; verlasse und in eine neue Epoche eintrete<\/em>&ldquo;. Aber Wimmer hatte sich get&auml;uscht (und wurde get&auml;uscht, wie wir alle), mit der &bdquo;<em>politischen Kehrtwende der USA<\/em>&ldquo; (13, 46 ff.): Die USA, &bdquo;<em>auf die es in Europa mehr denn je ankommen sollte, wollten kein Modell zur L&ouml;sung von Konflikten mehr, wie es die KSZE darstellte<\/em>&ldquo;. Das zeigte sich nicht nur an dem fehlgeschlagenen Bem&uuml;hen des kasachischen Staatspr&auml;sidenten Nasarbajew um eine &bdquo;<em>Konferenz f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Asien<\/em>&ldquo; zusammen mit den Vereinigten Staaten, Russland und China, sondern auch f&uuml;r die Mittelmeerregion, sodass man den Eindruck erhalten h&auml;tte, &bdquo;<em>weder den Vereinigten Staaten noch Israel lag an einer friedlichen Konfliktregelung<\/em>&ldquo;. Frieden und Verst&auml;ndigung, z.B. in Afghanistan und in Mali, h&auml;tten keine Chance gehabt: &bdquo;<em>Der Monopolanspruch der USA hat seinen blutigen Preis verlangt. Die Kriegsregionen sind weitgehend zerst&ouml;rt, die Lebensgrundlagen der Menschen nachhaltig vernichtet. Millionen hatten sich auf die Flucht begeben und fragen auf dem Weg durch Europa niemanden nach einer Erlaubnis<\/em>&ldquo; (47). Diese Kehrtwende sei auch im Grunde nicht so &uuml;berraschend gewesen, sondern h&auml;tte sich schon darin angek&uuml;ndigt, dass &bdquo;die amerikanischen Kollegen [&hellip;] zwischen 1993 und 1994 in den Gremien der Parlamentarischen Versammlung der OSZE einfach nicht mehr auf[tauchten]&ldquo;; mit Ausnahme der Wirtschaftspolitischen Kommission der KSZE\/OSZE, f&uuml;r die &bdquo;<em>ein amerikanischer Vorsitzender her musste<\/em>&ldquo; (47), und zwar zur Durchsetzung des amerikanischen &sbquo;Neo-Liberalismus&lsquo;. Soziale Marktwirtschaft, wie sie Wimmer verstand, sei pl&ouml;tzlich eine &bdquo;<em>kommunistische Idee<\/em>&ldquo; gewesen.<\/p><p>Ein Dreh- und Angelpunkt in Wimmers politischer Entwicklung ist der NATO-Krieg gegen Jugoslawien, &uuml;ber dessen Entstehung Wimmer als Vizepr&auml;sident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE bestens informiert war. Zur Erinnerung: Im Kosovo, seinerzeit Teil Jugoslawiens, war es seit 1990 zu schlie&szlig;lich milit&auml;rischen Auseinandersetzungen zwischen der jugoslawischen Armee und der kosovarischen Befreiungsfront UCK gekommen. Die Vereinten Nationen warnten im Fr&uuml;hjahr 1998 vor einer &bdquo;<em>humanit&auml;ren Katastrophe<\/em>&ldquo;. Dies nahmen die USA zum Anlass, einen Krieg gegen Jugoslawien vorzubereiten, den die NATO im September 1998 tats&auml;chlich beschloss. Deutsche Repr&auml;sentanten waren damals Verteidigungsminister Volker R&uuml;he (CDU) und Au&szlig;enminister Klaus Kinkel (FDP). Die OSZE wollte diesen Krieg jedoch vermeiden und arbeitete auf eine diplomatische L&ouml;sung hin. Es kam zu einem tragischen Nebeneinander: W&auml;hrend der amerikanische Diplomat Richard Holbrooke und der jugoslawische Staatschef Milo&scaron;evi&#263; sich &uuml;ber eine &sbquo;Beobachtermission&lsquo; einigten, einen Tag vor der entscheidenden Bundestagssitzung am 18. Oktober 1998, wurden auf dieser Bundestagssitzung Angriffe der NATO bis hin zu einem Krieg beschlossen. Das hatte Madeleine Albright durchgesetzt, amerikanische Au&szlig;enministerin, die den designierten Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der und seinen designierten Au&szlig;enminister Joschka Fischer wenige Tage zuvor nach Washington bestellt hatte, sie auf diesen Krieg verpflichtend. Das Entscheidende war: Ein Mandat des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen lag nicht vor. Damit war der Krieg v&ouml;lkerrechtswidrig. Das war Gerhard Schr&ouml;der auch klar, wie er sp&auml;ter einger&auml;umt hat. Im Regierungsantrag f&uuml;r den Bundestagsbeschluss stand das aber nicht, genauso wenig wie das Ergebnis der Verhandlungen &uuml;ber die OSZE-Mission. Wimmer stimmte daher mit vier anderen Abgeordneten der Koalition gegen den Krieg, den er sp&auml;ter als &bdquo;<em>ordin&auml;ren Angriffskrieg<\/em>&ldquo; einordnete. Wimmer ist Jurist. Und er nahm nicht nur das V&ouml;lkerrecht ernst, sondern auch das mit diesem Krieg einsetzende offensichtliche Verlassen des friedlichen Kurses, f&uuml;r den er 1990 gek&auml;mpft hatte.<\/p><p>In seiner Fraktion f&uuml;hrte das allerdings zu Isolierung, die ihn mit Sanktionen belegte. Aber Wimmers Weg kennzeichneten nicht nur die v&ouml;lkerrechtlichen Gebote, sondern vor allem auch die weitere Entwicklung der USA. Ein weiteres Schl&uuml;sselereignis ist das folgende:<\/p><p>Vom 28. bis zum 30. April 2000 nahm er an einer Konferenz in der slowakisch Hauptstadt Bratislava teil, ausgerichtet vom US-Au&szlig;enministerium und vom &ndash; konservativen &ndash; American Enterprise Institute, &uuml;ber deren Ergebnis er in einem Brief an Bundeskanzler Schr&ouml;der vom 2.5.2000 berichtete: &bdquo;<em>Die europ&auml;ische Rechtsordnung sei f&uuml;r die Umsetzung von NATO-&Uuml;berlegungen hinderlich. Daf&uuml;r sei die amerikanische Rechtsordnung auch bei der Anwendung in Europa geeigneter [&hellip;] Der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien sei gef&uuml;hrt worden, um eine Fehlentscheidung von General Eisenhower aus dem Zweiten Weltkrieg zu revidieren. Eine Stationierung von US-Soldaten habe aus strategischen Gr&uuml;nden dort nachgeholt werden m&uuml;ssen<\/em>&ldquo;: In der Tat wurde im Kosovo eine amerikanische Base eingerichtet, das Camp Bondsteel, auf der sich bis zu 5.000 Soldaten aufhalten k&ouml;nnen, nach der deutschen Air Base Ramstein die gr&ouml;&szlig;te amerikanische Niederlassung in Europa (53). Der NATO-Krieg gegen Jugoslawien sei ein &bdquo;<em>Pr&auml;zedenzfall<\/em>&ldquo; gewesen. Und: &bdquo;<em>N&ouml;rdlich von Polen gelte es, die vollst&auml;ndige Kontrolle &uuml;ber den Zugang aus St. Petersburg zur Ostsee zu erhalten<\/em>.&ldquo;<\/p><p>Im Hause des American Enterprise Institute befand sich &uuml;brigens das Project for the New American Century (PNAC), zu dessen Gr&uuml;ndungsmitgliedern die Politiker Dick Cheney, Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz und Richard Perle geh&ouml;rten. Das PNAC hat den Krieg gegen den Irak vorbereitet und, nachdem die Gr&uuml;nder an die Macht gekommen waren, auch durchgesetzt. Dar&uuml;ber hat der SPIEGEL-Redakteur Jochen B&ouml;lsche unter dem Titel &bdquo;<em>Bushs Masterplan: Der Krieg, der aus dem Think Tank kam<\/em>&ldquo; einen anschaulichen Artikel geschrieben (SPIEGEL Online, 4.3.2003).<\/p><p>Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung kann man nachvollziehen, dass Wimmer heute kein Freund der Amerikaner ist, sondern eher an einer Fortsetzung der von Gorbatschow in Gang gesetzten russischen Entwicklung hin zu Europa interessiert ist. Daher wundert auch nicht seine kritische Haltung gegen&uuml;ber den Vorg&auml;ngen in der Ukraine, n&auml;mlich &bdquo;<em>dem bis heute nicht aufgekl&auml;rten Massaker mit an die &uuml;ber 100 Todesopfer auf dem Majdan-Platz beim Putsch westlich gesteuerter Kr&auml;fte gegen eine legitime Regierung in der Ukraine<\/em>&ldquo; (60). Und er ist stolz darauf, dass ein Beitrag von ihm auf der Pressekonferenz des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin vom 18. Dezember 2014 in St. Petersburg von Putin pers&ouml;nlich &uuml;bersetzt wurde (303 ff.).<\/p><p>Ein langer Weg, den man in zahlreichen, manchmal etwas fragmentarischen Berichten in diesem Buch nachvollziehen kann. Das ist seine St&auml;rke: Der Weg zu einer eher dem russischen Vorgehen zuneigenden Verortung ist faktengest&uuml;tzt und nachvollziehbar. Etwas st&ouml;rend wirken die manchmal &uuml;bergangslosen Berichts- und Kommentarelemente in den Anfangskapiteln. Und der Titel &bdquo;<em>Die Akte Moskau<\/em>&ldquo; wird eigentlich Wimmers Anliegen nicht gerecht: Besser gepasst h&auml;tte seine Zwischen&uuml;berschrift &bdquo;<em>Nachdenken &uuml;ber Freund und Feind<\/em>&ldquo; oder ein Titel, der Wimmers kritische Haltung gegen&uuml;ber dem Mainstream in den Medien ausdr&uuml;ckt: &bdquo;Moskau: <em>Mediale Wahrnehmungen gestern und heute<\/em>&ldquo; (162, 246). Das Buch holt diejenigen ab, die sich schon auf einem kritischen Weg befinden. Und die werden sehr bereichert. Unbedingt kaufen! Und was ich gerne wissen w&uuml;rde: Was denkt eigentlich ein kritischer Kopf wie Wimmers langj&auml;hriger Kollege Norbert Lammert, seit 1980 MdB und wie Wimmer w&auml;hrend der Verhandlungen &uuml;ber die Einigung Parlamentarischer Staatssekret&auml;r, &uuml;ber dieses Buch?<\/p><p><em>Willy Wimmer: Die Akte Moskau, 2016, Verlag Zeitgeist, 24,80 Euro<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Rechtsanwalt, Co-Pr&auml;sident der International Association of Lawyers Against Nucklear Arms (IALANA)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vizepr&auml;sident von IALANA hat das neue Buch von Willy Wimmer f&uuml;r die NachDenkSeiten besprochen. 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