{"id":3507,"date":"2008-10-14T09:12:04","date_gmt":"2008-10-14T07:12:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3507"},"modified":"2008-10-14T11:33:37","modified_gmt":"2008-10-14T09:33:37","slug":"hinweise-des-tages-752","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3507","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Der Rettungspakt<\/li>\n<li>Hauke F&uuml;rstenwerth: &ldquo;Falscher Begriff vom freien Markt&rdquo;*<\/li>\n<li>Wirtschafts-Nobelpreis f&uuml;r Bush-Kritiker Krugman<\/li>\n<li>Empire im Sinkflug<\/li>\n<li>Krise trifft Briten ins Mark<\/li>\n<li>IWF: Brandstifter als Feuerwehr<\/li>\n<li>Casino-Spiel in Deutschland<\/li>\n<li>Herbstgutachten: Institute erwarten 223.000 Arbeitslose mehr<\/li>\n<li>Ermittlungen gegen G8-Gegner eingestellt<\/li>\n<li>CDU mit Kontakten zur NPD<\/li>\n<li>Im ersten Halbjahr mehr als 10 000 rechte Straftaten<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3507&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Der Rettungspakt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n\tAus Sicht des Auslands:\n<li><strong>Ein halbe Billion Euro zur Stabilisierung<\/strong><br>\nDie wichtigsten Eckpunkte des deutschen 500-Milliarden-Pakets<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_wichtigsten_eckpunkte_des_deutschen_500-milliarden-pakets_1.1099540.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<p>\tDie inl&auml;ndische Sicht:<\/p>\n<li><strong>Was im Rettungspaket steckt<\/strong><br>\nDie Regelungen reichen von Managergeh&auml;ltern bis zum Insolvenzrecht: Mit ihrem 470-Mrd.-Euro-Paket will die Bundesregierung der Finanzbranche wieder auf die Beine helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Gesetz-gegen-die-Finanzkrise-Was-im-Rettungspaket-steckt\/425531.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Regulierung umsetzen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will deutsche Banken mit 500 Milliarden Euro st&uuml;tzen. Das Rettungspaket habe gute Ans&auml;tze, sei aber halbherzig so Wirtschaftsforscher Rudolf Hickel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/%5Cinakzeptabel-banken-nicht-zu-beteiligen%5C\/?type=98\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Sommer zur Finanzkrise: Hilfe nur f&uuml;r Gegenleistung<\/strong><br>\n&bdquo;Der DGB begr&uuml;&szlig;t es, dass die Bundesregierung einen Rettungsplan f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte geschn&uuml;rt hat und die Eigenkapitalbasis der Banken st&auml;rken will. Allerdings muss das Prinzip &rsquo;Hilfe nur f&uuml;r Gegenleistung&rsquo; konsequent durchgehalten werden. Subventionen darf es nur gegen Eigentumsrechte geben, und im Rahmen der Nothilfe d&uuml;rfen keine Steuergelder verschwendet werden. Anstatt faule Kredite und Derivate aufzukaufen, brauchen wir das Geld, um es in die Teilverstaatlichung notleidender Banken zu stecken. Nur so kann auch Einfluss auf die Gesch&auml;ftspolitik der Banken genommen werden. Der DGB fordert, Summe und Dauer der Rekapitalisierungsma&szlig;nahmen nicht zu begrenzen, wie es derzeit geplant ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3300\">DGB<\/a>\n<p>Siehe auch DGB-Chef Sommer<br>\n<strong>&ldquo;Wir hatten leider Recht&rdquo;<\/strong><br>\nDGB-Chef Michael Sommer &uuml;ber die Ursachen der Finanzkrise &ndash; und was Politik und Wirtschaft daraus lernen m&uuml;ssen:<br>\n&bdquo;Sie machen die rot-gr&uuml;ne Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der f&uuml;r die Krise mitverantwortlich?<\/p>\n<p>Ja, auch. Die Regierung Schr&ouml;der hat den angloamerikanischen Kapitalismus gewisserma&szlig;en nach Deutschland importiert und der Deformation der sozialen Marktwirtschaft den Weg bereitet. Uns wurde vorgegaukelt, dass sich Deutschland f&uuml;r die angloamerikanischen Finanzm&auml;rkte und Finanzprodukte &ouml;ffnen muss, damit wir mitspielen und in der Globalisierung &uuml;berleben k&ouml;nnen. Rot- Gr&uuml;n hat damit angefangen, die Gesetze so zu machen, dass das System Amerika weitgehend reibungslos &uuml;bernommen werden konnte &ndash; und zwar durch viele Einzelma&szlig;nahmen. Der Anfang war die totale Steuerbefreiung von Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen der Konzerne. Dann wurden die Heuschrecken ins Land geholt. und danach &ouml;ffnete man das Land f&uuml;r b&ouml;rsennotierte Immobilienfonds. Immer mit demselben Argument: Wenn wir das nicht machen, werden wir untergehen und k&ouml;nnen international nicht mehr mitspielen. &hellip; Ein gezielt eingesetztes &ouml;ffentliches Investitionsprogramm ist dringend und zwingend n&ouml;tig. Ich habe bereits im Sommer einen Umfang von mindestens 25 Milliarden Euro genannt. Dazu stehe ich jetzt erst recht. Und ich werde mich nicht wieder als einen beschimpfen lassen, der auf Kosten der n&auml;chsten Generation neue Schulden daf&uuml;r machen will. Die gleichen Leute, die mich eben noch als ewig gestrigen Schuldenmacher verunglimpft haben, legen jetzt mal eben so 26 Milliarden Euro B&uuml;rgschaft heraus, damit eine einzige Bank gerettet wird. F&uuml;r ein ordentliches Programm f&uuml;r Bildung aber ist kein Geld da. Das widert mich an.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzkrise-Michael-Sommer;art271,2634809\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<p><strong>Gesetz zur Umsetzung eines Ma&szlig;nahmenpakets zur Stabilisierung des Finanzmarktes<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/425757.pdf\">FTD [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht zu &uuml;bersehen ist, dass die Bedingungen f&uuml;r Unternehmen, die Stabilisierungsma&szlig;nahmen des Fonds in Anspruch nehmen wollen, sehr vage gehalten sind. Was hei&szlig;t &ldquo;Gew&auml;hr f&uuml;r eine solide und umsichtige Gesch&auml;ftspolitik&rdquo;? Was dann folgt, ist ein Kann-Paragraph. Die Bundesregierung kann durch Rechtsverordnung n&auml;here Bestimmungen erlassen z.B. betreffs der Verwendung der aufgenommenen Mittel, der Aussch&uuml;ttung von Dividenden oder der Verg&uuml;tung der Manager. Der Applaus der Bankenwelt f&uuml;r das Ma&szlig;nahmenpaket deutet auch an, dass die Bankenlobby &uuml;ber ihre &ldquo;embedded&rdquo; Berater und Politiker die Angelegenheiten schon deichseln werden. <\/p><\/ol><\/li>\n<li><strong>Mehr als 1&rsquo;000&rsquo;000&rsquo;000&rsquo;000 Euro f&uuml;r angeschlagene Banken<\/strong><br>\nIn einer beispiellosen Rettungsaktion stellen europ&auml;ische Regierungen etwa eine Billion Euro f&uuml;r die angeschlagene Finanzbranche zur Verf&uuml;gung. Das Kabinett in Berlin beschloss mit bis zu 500 Milliarden Euro das gr&ouml;sste Rettungspaket. Frankreich plant Hilfen von bis zu 360 Milliarden Euro, in Spanien und &Ouml;sterreich sind es jeweils bis zu 100 Milliarden Euro. Die B&ouml;rse reagierte euphorisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/mehr_als_1000000000000_euro_fuer_angeschlagene_banken__1.1100727.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><strong>&ldquo;Falscher Begriff vom freien Markt&rdquo;<\/strong><br>\nDer Staat steigt bei den Banken ein &ndash; erleben wir das Ende des Kapitalismus? Der fr&uuml;here Bayer-Manager Hauke F&uuml;rstenwerth h&auml;lt das f&uuml;r eine ideologische Debatte, die den Blick auf die Lehren aus der Krise vernebelt. Die wichtigste: die Finanzwirtschaft muss wieder der Realwirtschaft dienen. Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD steht das noch anders: &bdquo;Schauen Sie mal in den Koalitionsvertrag der Gro&szlig;en Koalition &ndash; ein Dokument, das ja noch nicht sehr alt ist, von 2005. Da steht tats&auml;chlich noch als Ziel drin, die Einf&uuml;hrung neuer Finanzprodukte und besonders die Verbriefung von Krediten zu f&ouml;rdern, ausgerechnet also die Hebel, die die Banken jetzt aus den Angeln heben. Au&szlig;erdem soll die Regulierung der Finanzm&auml;rkte auf ein absolutes Minimum gestutzt werden. Vergleichen Sie das mal mit den aktuellen &Auml;u&szlig;erungen von Merkel, Glos und Steinbr&uuml;ck!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,583325,00.html\">Manager-magazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol><li><strong>Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaft an Paul Krugman<\/strong>\n<p><strong>Presseerkl&auml;rung<\/strong><br>\nThe Royal Swedish Academy of Sciences has decided to award The Sveriges Riksbank Prize in Economic Sciences in Memory of Alfred Nobel 2008 to Paul Krugman, Princeton University, NJ, USA, &ldquo;for his analysis of trade patterns and location of economic activity&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nobelprize.org\/nobel_prizes\/economics\/laureates\/2008\/press.html\">Nobelprize.org<\/a><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der neue Keynes?<\/strong><br>\nAuf dem H&ouml;hepunkt der Weltfinanzkrise erh&auml;lt der linke US-&Ouml;konom Paul Krugman den Wirtschaftsnobelpreis. Er hatte den Crash lange vorhergesagt &ndash; und hofft nun eine neue &Auml;ra der Gleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/us-oekonom-bekommt-nobelpreis\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Vordenker Paul Krugman: Was uns arm gemacht hat<\/strong><br>\nDas er nun den Wirtschafts-Nobelpreis bekommt, ist &ndash; nach dem Medizin-, und dem Literatur-Nobelpreis &ndash; der dritte Schlag gegen Bushs Amerika. &bdquo;Schlechte Moral, schlechte &Ouml;konomie&ldquo;, hat er lakonisch letzte Woche in einem Kommentar vermerkt. Das ist, nebenbei bemerkt, nicht nur ein Preis f&uuml;r einen gro&szlig;en Theoretiker. Es ist der erste Nobelpreis f&uuml;r einen Blogger. Krugmans Blog in der &bdquo;New York Times&ldquo; hat ihn zu einer &ouml;ffentlichen Institution gemacht, so sehr, dass ein Teil der amerikanischen Wirtschaftselite &uuml;ber Bushs Rettungspaket erst das Urteil f&auml;llen wollte, als Krugman es in seinem Blog rezensierte. Die &ouml;ffentliche Wirkung Paul Krugmans zeigt allen Ver&auml;chtern des Geistes: Globalisierte Gedanken sind ein echter Feind der gedankenlosen Globalisierung.<br>\nEin deutscher b&uuml;rgerlicher Liberalismus, der auf sich hielte, s&auml;he in diesem Nobelpreistr&auml;ger seine Zukunft. Von Frank Schirrmacher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~EE44D97D8EC814A0A91E5AFA41CE40348~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Der Professor beliebt zu k&auml;mpfen<\/strong><br>\nMitten in der Finanzkrise bekommt Paul Krugman den Wirtschaftsnobelpreis &ndash; ausgezeichnet wird damit auch seine leidenschaftliche Kritik an der Bush-Regierung.<br>\nvon Nikolaus Piper<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/999\/313902\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wirtschafts-Nobelpreis f&uuml;r Bush-Kritiker Krugman<\/strong><br>\nDer US-Wissenschaftler Paul Krugman erh&auml;lt den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaft. Seine Arbeiten erkl&auml;ren, warum einige L&auml;nder den internationalen Handel dominieren. Bekannt wurde er aber vor allem durch seine zweimal w&ouml;chentlich erscheinenende Kolumne in der liberalen Tageszeitung &ldquo;New York Times&rdquo;.<br>\nvon M. Dowideit und V. Unterreiner<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article2571034\/Wirtschafts-Nobelpreis-fuer-Bush-Kritiker-Krugman.html?print=yes\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wirtschafts-Nobelpreis f&uuml;r US-Forscher Krugman<\/strong><br>\nDer diesj&auml;hrige Wirtschafts-Nobelpreis geht an Paul Krugman. Das teilte die K&ouml;niglich-Schwedische Wissenschaftsakademie in Stockholm am Montag mit. Der &Ouml;konomieprofessor in Princeton und Star-Kolumnist der &bdquo;New York Times&ldquo;, hatte die Finanzkrise schon vor Jahren vorausgesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/_b=2061880,_p=30,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist ganz aufschlussreich, wer was in diesen Zeiten zu dieser Preisvergabe schreibt. Die Welt entbl&ouml;det sich nicht, ihre &ldquo;W&uuml;rdigung&rdquo; wie folgt zu beenden: &bdquo;Krugman schreibt besser als jeder andere &Ouml;konom f&uuml;r eine breite &Ouml;ffentlichkeit&ldquo;, sagt Peter Boettke, Wirtschaftsprofessor an der George Mason Universit&auml;t in Virginia. Doch er habe vor Jahren aufgegeben, ernsthafte wissenschaftliche Beitr&auml;ge zu verfassen und sei in seinen Kolumnen &bdquo;extrem parteiisch&ldquo;. Krugmans Arbeiten &bdquo;haben daher journalistische Anerkennung verdient, aber keinen ernsthaften wissenschaftlichen Preis.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><strong>Empire im Sinkflug<\/strong><br>\nDie Probleme der USA sind auch von Obama nicht mehr zu l&ouml;sen. Amerika m&uuml;sste seine R&uuml;stungsausgaben drastisch reduzieren. Doch daf&uuml;r fehlt jede ideologische Grundlage. Von Norman Birnbaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F10%2F13%2Fa0116&amp;cHash=525c3d491f&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li><li><strong>Krise trifft Briten ins Mark<\/strong><br>\nDie Finanzkrise trifft Gro&szlig;britanniens Realwirtschaft in einem kritischen Moment. Die Volkswirtschaft steht am Rande eines Abschwungs. Nach Meinung von Volkswirten werden die geplante Teilverstaatlichung von Banken sowie Leitzinssenkungen den Abschwung nicht aufhalten k&ouml;nnen. &ldquo;Wie es aussieht, steuern wir auf eine Rezession zu&rdquo;, sagte Geoffrey Dicks, &Ouml;konom bei der britischen Gro&szlig;bank RBS. \n<p>Immer wahrscheinlicher wird, dass die Turbulenzen an den Finanzm&auml;rkten unmittelbar auch die Realwirtschaft erfassen. Schon heute ist es f&uuml;r britische Firmen schwerer, an Kredite zu kommen. In einem unsicheren Umfeld k&ouml;nnten selbst Unternehmen Investitionen zur&uuml;ckhalten, die liquide sind und kein Darlehen ben&ouml;tigen. &ldquo;Damit w&auml;chst die Gefahr einer realwirtschaftlichen Abw&auml;rtsspirale&rdquo;, sagte Christian Apelt, Gro&szlig;britannien-Experte bei der Helaba. <\/p>\n<p>Damit geht eine Wachstumsphase zu Ende, die in Gro&szlig;britannien rund 15 Jahre angehalten hat. Sie wurde von einem beispiellosen Immobilienboom getragen. Wertsteigerungen trieben die Konsumlust britischer Eigenheimbesitzer an, die ihre Ausgaben mit Schulden finanzierten. Der Verfall der Hauspreise sowie knappe Kredite tragen zum Ende des Aufschwungs bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Wirtschaftsabschwung-Krise-trifft-Briten-ins-Mark\/425286.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Es waren also der Konsum auf Pump und die Fixierung auf Dienstleistungen, die die Wirtschaft angetrieben hatten, und eben nicht die Thatcher-&ldquo;Reformen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li><li><strong>IWF: Brandstifter als Feuerwehr<\/strong><br>\nJahrzehntelang hat der W&auml;hrungsfonds zusammen mit Weltbank und Welthandelsorganisation den &ldquo;Washington Consensus&rdquo; durchgesetzt: Die &Ouml;ffnung von Kapitalm&auml;rkten sowie Privatisierung und Deregulierung auf allen Ebenen waren stets Grundlage dieser Politik. Eine grunds&auml;tzliche Wende hat es nie gegeben. Bis heute sind IWF-Kredite an diese neoliberalen Dogmen gekn&uuml;pft. Doch statt &uuml;ber die eigenen Fehler nachzudenken und sich zu ihnen zu bekennen, wollen die Brandstifter nun Feuerwehr spielen &ndash; und am liebsten auch gleich &uuml;ber die k&uuml;nftigen Brandschutzbestimmungen entscheiden. Die Versager vom IWF sind f&uuml;r diese Aufgabe mit Sicherheit ungeeignet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2008%2F10%2F13%2Fa0033&amp;cHash=591dd9354f&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li><li><strong>Casino-Spiel in Deutschland<\/strong><br>\nDie spanische Bank Santander steht in der globalen Finanzkrise gl&auml;nzend da. Warum? Sie hat solide gewirtschaftet. Vor allem deswegen, weil die spanische Regulierungsbeh&ouml;rde die Gr&uuml;ndung solcher Zweckgesellschaften nicht genehmigt hat. Seit dem Fiasko in den achtziger Jahren achtet die Finanzaufsicht darauf, dass alle Kredite und Geldgesch&auml;fte in den Bilanzen nachzuvollziehen sind. Dies betrifft auch die fragw&uuml;rdigen Investments, die zur globalen Krise mit den Risikohypotheken in den USA und schlie&szlig;lich zur Finanzkatastrophe gef&uuml;hrt haben. Wer hat in Deutschland dieses Casino-Spiel zugelassen und geduldet und warum?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/911\/313815\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li><li><strong>Lehman-Pleite belastet Einlagensicherung<\/strong><br>\nAuf den Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken rollt nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers ein gro&szlig;er Schadensfall zu. Der Chef der deutschen Finanzaufsicht beziffert den gesamten Verlust f&uuml;r nicht-amerikanische Gl&auml;ubiger auf 300 Mrd. $. Auch der deutsche Einlagensicherungsfonds ist davon betroffen. Denn &uuml;ber die Deutschland-Tochter der Investmentbank, die Lehman Brothers Bankhaus AG, hat das insolvente Institut hierzulande mehrere Milliarden Euro Schulden gemacht, f&uuml;r die der Sicherungsfonds einstehen muss. In Branchenkreisen war in den letzten Wochen von gesch&auml;tzten 6 Mrd. Euro die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Milliardenschaden-f%FCr-Deutschland-Lehman-Pleite-belastet-Einlagensicherung\/425737.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li><li><strong>Herbstgutachten: Institute erwarten 223.000 Arbeitslose mehr<\/strong><br>\nDer Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde von 1,8 Prozent im laufenden Jahr auf 0,2 Prozent im kommenden Jahr zur&uuml;ckgehen, hei&szlig;t es in der Gemeinschaftsdiagnose der Institute, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wird. Im Durchschnitt des kommenden Jahres werde die Zahl der Arbeitslosen mit 3,2 Millionen zwar noch auf dem Niveau des laufenden Jahres liegen. Allerdings steige die Zahl der Arbeitslosen von Januar bis Dezember um insgesamt 223.000. Die starke Euro-Aufwertung bis zur Mitte des Jahres, hohe Rohstoff- und Energiepreise sowie die einbrechende Nachfrage in wichtigen deutschen Absatzm&auml;rkten vertiefen nach Einsch&auml;tzung der Institute den Konjunkturabschwung. Hinzu komme die Zuspitzung der internationalen Finanzkrise. Allerdings d&uuml;rfte die Inflation der Prognose zufolge im kommenden Jahr deutlich zur&uuml;ckgehen. Die Institute fordern die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) zu weiteren Zinssenkungen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Herbstgutachten-Institute-erwarten-223-000-Arbeitslose-mehr\/425767.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li><li><strong>Ermittlungen gegen G8-Gegner eingestellt<\/strong><br>\nLautlos versickerte vor wenigen Tagen eine der gr&ouml;&szlig;ten Aktionen des Staates gegen die linksradikale Szene: Anderthalb Jahre nach der Razzia in der &ldquo;Roten Flora&rdquo; im Mai 2007 stellte die Staatsanwaltschaft Hamburg alle Verfahren gegen die Globalisierungsgegner kommentarlos ein. Bereits im Dezember 2007 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) die bundesweiten Durchsuchungen im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Auf Schmerzensgeld k&ouml;nnen die G8-Gegner trotzdem nicht hoffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/2008\/20081013\/hamburg\/politik\/ermittlungen_eingestellt.html\">Hamburger Morgenpost<\/a><\/li><li><strong>CDU mit Kontakten zur NPD<\/strong><br>\nDie NPD buhlt in NRW um Russlanddeutsche. Jetzt ergaben Westpol-Recherchen: NPD-Funktion&auml;re ver&ouml;ffentlichen rechtsextremistische Artikel in einer deutsch-russischen Zeitschrift, die von einem CDU-Stadtrat aus Oerlinghausen verlegt wird. In der rechtsextremen Zeitschrift namens Ost-West-Panorama schreibt au&szlig;erdem ein CDU-Mitglied, das sogar im Integrationsbeirat der Landesregierung sitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/westpol\/beitrag\/2008\/10\/20081012_cdu_kontakt_npd.jhtml;jsessionid=U1KPV51UQW2LKCQKYRTETIQ\">WDR<\/a><\/li><li><strong>Im ersten Halbjahr mehr als 10 000 rechte Straftaten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung betont immer wieder in ihren vorl&auml;ufigen Antworten auf die monatlichen Anfragen der Linken, dass sich die mitgeteilten Zahlen stark &auml;ndern k&ouml;nnen. Das bedeutet in der Regel eine kr&auml;ftige Zunahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2635570?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unfug ist die Gegen&uuml;berstellung von absoluten Zahlen nach L&auml;ndern. Die Spitzenstellung Nordrhein-Westfalens (ca. 18 Mio. Einwohner) z.B. gegen&uuml;ber Berlin (3,4 Mio.) ergibt sich allein aus der Bev&ouml;lkerungszahl.<\/em><\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Rettungspakt<\/li>\n<li>Hauke F&uuml;rstenwerth: &ldquo;Falscher Begriff vom freien Markt&rdquo;*<\/li>\n<li>Wirtschafts-Nobelpreis f&uuml;r Bush-Kritiker Krugman<\/li>\n<li>Empire im Sinkflug<\/li>\n<li>Krise trifft Briten ins Mark<\/li>\n<li>IWF: Brandstifter als Feuerwehr<\/li>\n<li>Casino-Spiel in Deutschland<\/li>\n<li>Herbstgutachten: Institute erwarten 223.000 Arbeitslose mehr<\/li>\n<li>Ermittlungen gegen G8-Gegner eingestellt<\/li>\n<li>CDU mit Kontakten zur NPD<\/li>\n<li>Im ersten Halbjahr mehr als 10<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3507\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3507","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3507"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3507\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3507"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3507"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3507"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}