{"id":35088,"date":"2016-09-21T08:52:11","date_gmt":"2016-09-21T06:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088"},"modified":"2016-09-21T08:52:11","modified_gmt":"2016-09-21T06:52:11","slug":"hinweise-des-tages-2716","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h01\">Ceta-Beschluss der SPD: Die Parteir&auml;son geht vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h02\">Mitgliederbefragung: &Ouml;sterreichs Sozialdemokraten gegen Ceta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h03\">TTIP-Proteste: Straff organisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h04\">Br&uuml;ssel: Tausende demonstrieren gegen Ceta und TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h05\">Bei Tisa geht es noch um viel mehr als bei Ceta und TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h06\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h07\">Amnesty International: Saudi-Arabien bombardiert mit US-Bomben Krankenh&auml;user im Jemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h08\">Roland Kaiser &uuml;ber das Versagen der Politik und wie Reiche helfen k&ouml;nnten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h09\">Ludwig-Erhard-Preis &ndash; Schmerzensgeld f&uuml;r Gerhard Schr&ouml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h10\">Einf&uuml;hrungsseminar in EU-Steuerrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h11\">Wettbewerbsh&uuml;ter Monopolkommission: Airbnb und Fintechs nicht &uuml;berregulieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h12\">Basiskonto: Hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r die &Auml;rmsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h13\">Griechenland: Sympathie f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge schl&auml;gt in Aggression um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h14\">Hat die Linke eine Zukunft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h15\">EZB-Volkswirt fordert Kurswechsel von Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h16\">Geheimdienst-Kontrolleur: Neues BND-Gesetz wird sich &bdquo;als evident verfassungswidrig erweisen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h17\">WashPost Makes History: First Paper to Call for Prosecution of Its Own Source (After Accepting Pulitzer)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35088#h18\">Bundeswehranzeigen in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ceta-Beschluss der SPD: Die Parteir&auml;son geht vor<\/strong><br>\nEine Blamage bleibt Gabriel erspart. Die SPD entscheidet sich beim Konvent f&uuml;r seinen Ceta-Antrag &ndash; und w&auml;lzt damit im Grunde nur Verantwortung ab.<br>\nSigmar Gabriel ist mit einem blauen Auge davongekommen. Eine Zweidrittelmehrheit f&uuml;r den Ceta-Antrag des SPD-Vorsitzenden ist zwar alles andere als ein gro&szlig;artiges Ergebnis. Aber die Blamage, dass seine Partei sich in einer zentralen Frage offen gegen ihn stellt, ist Gabriel am Montag erspart geblieben. Als Parteichef und als Kanzlerkandidat steht er nicht in Frage.<br>\nGanz anders sieht es mit der Glaubw&uuml;rdigkeit der SPD aus: Die ist beim kleinen Parteitag in Wolfsburg schwer angeschlagen worden. Der Beschluss z&auml;hlt zwar noch einmal ausf&uuml;hrlich auf, wo &uuml;berall im Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada die roten Linien &uuml;berschritten werden, welche die Partei zuvor aufgestellt hatte. Aber die richtige Konsequenz daraus wurde nicht gezogen.<br>\nDenn im EU-Ministerrat, wo Deutschland das Abkommen tats&auml;chlich stoppen k&ouml;nnte, darf Gabriel Ceta mit dem Segen seiner Partei durchwinken. Und Bundestag und Bundesrat werden am Ende faktisch wenig zu entscheiden haben, weil der gr&ouml;&szlig;te Teil von Ceta schon in Kraft gesetzt wird, bevor die nationalen Parlamente zustimmen.<br>\nDenn statt wenigstens darauf zu bestehen, auf diese vorl&auml;ufige Anwendung von Ceta komplett zu verzichten, haben sich viele bisherige Kritiker mit Zusagen zufriedenstellen lassen, die wolkiger kaum sein k&ouml;nnten:<br>\nDer Konvent &bdquo;spricht sich daf&uuml;r aus&ldquo;, sich &bdquo;daf&uuml;r einzusetzen&ldquo;, dass &bdquo;in einem ausf&uuml;hrlichen Anh&ouml;rungsprozess&ldquo; die &bdquo;die kontrovers diskutierten Fragen er&ouml;rtert und L&ouml;sungsans&auml;tze entwickelt werden&ldquo;. Und die Delegierten &bdquo;erwarten&ldquo;, dass noch &bdquo;rechtsverbindliche Erg&auml;nzungen&ldquo; durchgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5342265\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin H.K.:<\/strong> Eine SPD, die ihre selbst aufgestellten &bdquo;roten Linien&ldquo; nicht ernst nimmt<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>eine SPD, die  dem Druck von Parteif&uuml;hrung und Wirtschaftslobby nachgibt<\/em><\/li>\n<li><em>eine SPD, die das Primat der Politik dem der &Ouml;konomie,  von Konzernen und Banken mehr denn je unterordnet und die Macht der Konzerne st&auml;rkt<\/em><\/li>\n<li><em>eine SPD, die die neoliberale Globalisierung mit der Liberalisierungs-, Deregulierungs- und Privatisierungsmaschine mehr denn je beschleunigen hilft<\/em><\/li>\n<li><em>eine SPD, die eine  verfassungswidrigen  Teil-Entmachtung von Legislative, Judikative und Exekutive   in Kauf nimmt  und sich zudem  &uuml;ber ihre eigenen Grundwerte hinwegsetzt<\/em><\/li>\n<li><em>eine SPD, die die einzige Chance mit einem Nein zu Ceta, dessen Unterzeichnung und vorl&auml;ufige Anwendung im Ministerrat zu stoppen, um &uuml;berhaupt substantielle Verbesserungsm&ouml;glichkeiten zu wahren, aufgibt,<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Stattdessen einen angeblichen &bdquo;Kompromi&szlig;&ldquo; eingeht,  tats&auml;chlich  aber nur einen faulen Deal, gest&uuml;tzt auf  &Auml;nderungsw&uuml;nsche und kaum haltbare Zusagen, mit der Aussicht auf blo&szlig;e Anh&ouml;rungen, bei Abtretung  der Verantwortung an das EP, wo bekanntlich eine Mehrheit f&uuml;r Ceta ist.<\/em><br>\n<em>Eine solche SPD  macht sich  mitverantwortlich f&uuml;r die Erosion von Demokratie und  Sozialdemokratie.<\/em><br>\n<em>Eine 2\/3-Mehrheit des SPD-Konvents hat der &Ouml;ffentlichkeit signalisiert,  wof&uuml;r sie im Zweifel steht: nicht f&uuml;r sozialdemokratische, sondern f&uuml;r neoliberale Politik.<\/em><br>\n<em>Das Votum im Interesse einer  vermeintlichen Parteir&auml;son und gegen die  Staatsr&auml;son ist ein Pyrrhussieg. Was n&uuml;tzt es, die Parteispitze  nicht zu besch&auml;digen, wenn dadurch ein weit  gr&ouml;&szlig;erer Schaden f&uuml;r unser aller Zukunft eintritt, den die SPD mitzuverantworten hat? Die SPD hat sich ihres Dilemmas dadurch entledigt, da&szlig; sie dazu beitr&auml;gt, unsere FDGO  zu demontieren.  Sie hat bei einer historischen Weichenstellung versagt, indem sie  sich einer seri&ouml;sen Sachentscheidung verweigert hat.  Sie hat  die berechtigten  Erwartungen einer breiten Bev&ouml;lkerungsmehrheit, von Basis und W&auml;hlern  entt&auml;uscht.<\/em><br>\n<em>Ebenso  entt&auml;uscht wurde die standhafte Ablehnungsfront eines Drittels der Delegierten.  Ihr Nein zum inakzeptablen Vertragstext war wohlbegr&uuml;ndet und konsequent. Nur der vorliegende Vertragsinhalt stand zur Abstimmung. Die richtige klare Linie war die des AsJ-Antrags: Nein zum Vertrag, seiner Unterzeichnung und vorl&auml;ufigen Anwendung.<\/em><br>\n<em>Gespalten  wurde sie mit einer sog. Kompromi&szlig;linie, auf die Teile der Partei-Linken eingeschwenkt sind. Im Ergebnis bedeutet sie ein etwas verklausuliertes  Ja, aber.  Da&szlig; der DGB-Vorsitzende entgegen dem einstimmigen Beschlu&szlig; des DGB-Vorstands diese Linie empfohlen hat, rundet das schwache Gesamtbild ab.<\/em><br>\n<em>Umso erfreulicher,  da&szlig; die SP&Ouml; Ceta mit fast 90 % abgelehnt hat!  Die Chance, da&szlig; andere EU-L&auml;nder im Ministerrat Ceta ablehnen, besteht. Enthaltung von A bedeutet Nein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Leider kann ich den Optimismus unserer Leserin bez&uuml;glich &Ouml;sterreich nicht teilen. Die Mitgliederbefragung der SP&Ouml; ist nicht bindend und die Parteigranden suchen bereits jetzt nach einem Hintert&uuml;rchen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mitgliederbefragung: &Ouml;sterreichs Sozialdemokraten gegen Ceta<\/strong><br>\nDie SPD hat sich nach langem Ringen f&uuml;r das Freihandelsabkommen mit Kanada ausgesprochen. Die Mitglieder der Schwesterpartei SP&Ouml; sehen das gr&ouml;&szlig;tenteils anders. Die Mitglieder von &Ouml;sterreichs Sozialdemokraten (SP&Ouml;) haben sich deutlich gegen Ceta ausgesprochen. Eine gro&szlig;e Mehrheit lehne das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada ab, teilte die Partei am Dienstag mit. Fast 90 Prozent aller Befragten sagten, dass &Ouml;sterreich der vorl&auml;ufigen Anwendung von Ceta auf EU-Ebene nicht zustimmen solle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/ttip-und-freihandel\/bei-abstimmung-ist-mehrheit-von-oesterreichs-spoe-gegen-ceta-14443989.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und was die SP&Ouml; kann, kann die SPD nicht? Weshalb hat die SPD-Spitze nicht ebenfalls eine bindende Befragung durchf&uuml;hren lassen? Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35063\">Der doppelte Selbstmord der Sozialdemokratie: JA zu CETA und NEIN zu ihrer eigenen erfolgreichen Ostpolitik<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;PR-Gag&rdquo; l&auml;sst Rufe nach Ceta-Abschw&auml;chung lauter werden<\/strong><br>\nNach dem ablehnenden Votum der SP&Ouml;-Basis gibt es mehr Fragezeichen als davor. Kanzler Kern will umstrittene Punkte herausverhandeln &ndash; ein schwieriges Unterfangen Wien &ndash; Der Ausgang war ebenso eindeutig wie erwartbar: Eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der SP&Ouml;-Mitglieder (und anderer Teilnehmer) hat bei einer von Bundeskanzler Christian Kern initiierten Befragung heikle Aspekte des EU-Kanada-Abkommens Ceta abgelehnt. So unspektakul&auml;r das Ergebnis, so spannend ist die weitere Vorgangsweise. Teile der SP&Ouml; sind daf&uuml;r, dass Wien Ceta jetzt zu Fall bringt. Auch von FP&Ouml;, Gr&uuml;nen und Umweltorganisationen wird Druck auf Kern ausge&uuml;bt, das Handelsabkommen zu kippen. Rote Linien Die SP&Ouml; d&uuml;rfe nicht denselben Fehler machen wie die deutsche SPD und selbst gesetzte rote Linien &uuml;berschreiten, warnt die Chefin der Sozialistischen Jugend, Julia Herr. Sollten etwaige Nachverhandlungen mit Kanada kein zufriedenstellendes Ergebnis bringen, m&uuml;sse es zur Ablehnung von Ceta kommen. &Auml;hnlich kommentiert die SP&Ouml;-Delegationsleiterin im Europaparlament, Evelyn Regner, die Mitgliederbefragung. Auch sie fordert &ldquo;substanzielle &Auml;nderungen&rdquo;, ohne die es &ldquo;keine Zustimmung&rdquo; geben solle. Allerdings werde man &uuml;ber eine Ablehnung erst am Ende der Verhandlungen entscheiden, sagt Regner zum STANDARD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000044675991\/Beipacktext-soll-Freihandel-ermoeglichen\">derstandard.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erschreckend ist an dieser Meldung vor allem die Vehemenz, mit der der eigentlich als gem&auml;&szlig;igt links geltende Standard gegen eine CETA-Ablehnung Front macht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>TTIP-Proteste: Straff organisiert<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Matthias Bauer hat die Strippenzieher der TTIP-Proteste untersucht. Sein Fazit: ein kleines Netzwerk aus Deutschland facht den Widerstand an und will ihn exportieren. Bei zwei prominenten Europa-Abgeordneten aus Deutschland laufen laut einer Studie die F&auml;den des Protestes gegen die Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (Ceta) zusammen. Dabei soll es sich um den gr&uuml;nen Finanzpolitiker Sven Giegold und den SPD-Politiker Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses im EU-Parlament, handeln. Dies behauptet der &Ouml;konom Matthias Bauer, der 1500 Veranstaltungen zum Freihandel zwischen Februar 2015 und Februar 2016 untersucht hat. Bauer arbeitet f&uuml;r die marktliberale Denkfabrik European Centre for International Political Economy (ECIPE), die in Br&uuml;ssel angesiedelt ist und ma&szlig;geblich vom schwedischen Unternehmerverband finanziert ist. Die Studie hei&szlig;t &bdquo;Pferde und Reiter in den Protest-Kampagnen um TTIP&ldquo;. (&hellip;) Bauer vertritt zudem die These, dass die Proteste gegen die Freihandelsabkommen nicht basisdemokratisch organisiert sind, sondern von einer Gruppe von Berufspolitikern und Mitgliedern linker Lobbyorganisationen, die sich teils seit Jahren kennen und zusammen arbeiten. &bdquo;Eliten-Netzwerke&ldquo; der Gr&uuml;nen und von der Links-Partei seien die Keimzelle des Anti-TTIP-Protestes. &bdquo;Es sind nicht die B&uuml;rger da drau&szlig;en, die TTIP und Ceta von Anfang an ablehnten&ldquo;, so Bauer. &bdquo;Der Massenprotest wurde professionell heraufbeschworen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.ttip-proteste-straff-organisiert.c81b4ce8-4848-4b2f-9ee2-71c235a7c6ea.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin B.M.:<\/strong> Die Wortwahl ist unfassbar (&ldquo;Strippenzieher&rdquo;, &ldquo;heraufbeschworen&rdquo;, &ldquo;Lobbyorganisationen&rdquo; usw.) Wer ist Matthias Bauer? Keine Info &uuml;ber dessen Hintergrund (&ldquo;ECIPE&rdquo;?). Der Artikel ist ein weiterer und besonders dreister Versuch, die TTIP- und CETA-Gegner zu diskreditieren. Als w&uuml;rde es nicht reichen, dass die Berichterstattung der letzten Tage die 320 000 Menschen (&ldquo;Zehntausende&rdquo;) vom 17.9. zu marginalisieren versucht hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Emp&ouml;rung des laut Zeitungsbericht von einem Unternehmerverband finanzierten Wissenschaftlers k&ouml;nnte man so zusammenfassen: Nun organisiert sich auch die Gegenseite professionell &ndash; wo gibt&acute;s denn sowas? Offenbar meinen die Verantwortlichen, dass schlagkr&auml;ftige Lobbygruppen ein Privileg von Konzernen sein sollten. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Br&uuml;ssel: Tausende demonstrieren gegen Ceta und TTIP<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel haben tausende Menschen gegen die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta demonstriert. Nach Angaben der Polizei zogen die etwa 9.000 Teilnehmer &uuml;ber eine Hauptverkehrsstra&szlig;e ins Europaviertel. Ein B&uuml;ndnis aus Gewerkschaften, Verbraucher- und Natursch&uuml;tzern hatten zu dem Protestmarsch aufgerufen. Kritiker bef&uuml;rchten, dass mit den Abkommen europ&auml;ische Verbraucherschutzstandards unterlaufen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bruessel-tausende-demonstrieren-gegen-ceta-und-ttip.447.de.html?drn:news_id=658336\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bei Tisa geht es noch um viel mehr als bei Ceta und TTIP<\/strong>\n<ul>\n<li>Neben TTIP und Ceta gibt es noch ein Handelsabkommen mit vier Buchstaben, das selbst von Freihandelskritikern so gut wie unbeachtet bleibt: Tisa &ndash; das Trade in Services Agreement.<\/li>\n<li>Vertrauliche Vertragsdokumente belegen: Die Gespr&auml;che sind schon ziemlich weit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Manchmal gen&uuml;gen vier Buchstaben, um Massenproteste auszul&ouml;sen. TTIP ist so ein Fall, das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Oder Ceta, jener europ&auml;isch-kanadische Pakt, der schon fertig ausgehandelt ist. Gegen diese beiden Vertr&auml;ge wollen Kritiker am Samstag in sieben deutschen Gro&szlig;st&auml;dten demonstrieren. In ihren Augen hebeln TTIP und Ceta die Demokratie aus; sie bangen um Europas Standards, etwa beim Verbraucherschutz oder bei Lebensmitteln. &ldquo;Stoppt TTIP, stoppt Ceta&rdquo; lautet die Parole, die am Wochenende zu h&ouml;ren sein wird. Das Anti-Piraterie-Abkommen haben Gegner schlie&szlig;lich auch scheitern lassen: vier Buchstaben, Acta.<br>\nDoch da ist noch ein anderes Handelsabkommen mit vier Buchstaben, das selbst von Freihandelskritikern so gut wie unbeachtet bleibt: Tisa &ndash; das Trade in Services Agreement. Im Windschatten von TTIP und Ceta wurde es in den vergangenen Monaten verhandelt. Jetzt belegen vertrauliche Vertragsdokumente: Die Gespr&auml;che sind schon ziemlich weit. Wikileaks ver&ouml;ffentlicht die Dokumente an diesem Donnerstag, die S&uuml;ddeutsche Zeitung, WDR und NDR konnten vorab einen Einblick nehmen &ndash; in Gespr&auml;che, die offenbar nur noch um Details kreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/handel-mit-dienstleistungen-bei-tisa-geht-es-noch-um-viel-mehr-als-bei-ceta-und-ttip-1.3163157\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: TiSA-Abkommen: Mehr Einfluss f&uuml;r Industrielobbyisten und weniger Datenschutz<\/strong><br>\nNur wenige Tage nach der Ver&ouml;ffentlichung wichtiger Verhandlungsdokumente zu TiSA durch Wikileaks hat Greenpeace Niederlande eine weitere Sammlung von Dokumenten des geheim verhandelten &bdquo;Trade in Services Agreement&ldquo; (TiSA) publiziert. Die europ&auml;ische B&uuml;rgerrechtsorganisation EDRi hat die Dokumente analysiert &ndash; und kommt dabei zu folgenden Schl&uuml;ssen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/tisa-abkommen-mehr-einfluss-fuer-industrielobbyisten-und-weniger-datenschutz\/\">Netzpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;ber 70 Prozent der Menschen sind mit der Poroschenko-Regierung unzufrieden<\/strong><br>\nDer R&uuml;cktritt von Jazenjuk hat nichts ver&auml;ndert, die Menschen sind kriegsm&uuml;de und der Oppositionsblock w&uuml;rde nach einer Umfrage st&auml;rkste Partei werden. Nicht nur in Syrien gibt es eine vereinbarte Waffenruhe, die am Zusammenbrechen ist. Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier und sein franz&ouml;sischer Kollege Jean-Marc Ayrault hatten in der Ukraine eine Waffenruhe ausgehandelt, um das Minsker Abkommen voranzubringen, das von allen Seiten blockiert wird. Separatisten und ukrainische Truppen werfen sich gegenseitig Beschie&szlig;ungen vor. Es gibt allerdings offenbar wenig Druck vom Westen auf die ukrainische F&uuml;hrung, die Voraussetzungen von ukrainischer Seite umzusetzen, um das Minsker Abkommen voranzubringen. Vielmehr wird die Ukraine, besser gesagt: die ukrainische Regierung unter dem Pr&auml;sidenten Poroschenko, einem Oligarchen und damit Teil des korrupten Systems, weiter unterst&uuml;tzt. Zuletzt hat der IWF der Ukraine, obgleich sie mit Wirtschaftsreformen und der Korruptionsbek&auml;mpfung nicht vorankommt, eine weitere Kredittranche von einer Milliarde US-Dollar bewilligt (Die Pleite-Ukraine erh&auml;lt neues IWF-Geld). Verzweifelt scheint der Westen die ukrainische F&uuml;hrung unterst&uuml;tzen zu wollen, um so das Land gegen Russland zu positionieren, was f&uuml;r den Zusammenhalt der Nato unverzichtbar zu sein scheint. (&hellip;) Mit der Ersetzung von Washingtons Favoriten Jazenuk, der mitsamt seiner Partei Volksfront und seiner Verstrickung in Korruption jedes Vertrauen in der Bev&ouml;lkerung verspielt und der den Konflikt mit Russland immer gesch&uuml;rt hatte, wollte Poroschenko einen Umschwung zustande bringen, was aber nicht gelungen ist. 75 Prozent lehnen nun auch die Regierung von Hrojsman ab, nur 1,4 Prozent stehen ganz hinter ihr. Ein vernichtendes Ergebnis, das allerdings auch f&uuml;r das westliche Projekt der neoliberalen Umstrukturierung der Ukraine gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/49\/49469\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Aufstand der anst&auml;ndigen Richter<\/strong><br>\nSeitdem der internationale Druck auf die Ukraine zunimmt, hat das Parlament eine neue Reform beschlossen. Anti-Korruptionsbeh&ouml;rden sollen im Justizapparat f&uuml;r mehr Demokratie sorgen. Das k&ouml;nnte ein richtiger Schritt sei, besiegen wird man das korrupte System damit aber noch lange nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-aufstand-der-anstaendigen-richter.795.de.html?dram:article_id=366342\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Vor allem nicht, solange das gr&ouml;&szlig;te Problem der Ukraine nicht angegangen wird: Die Armut. Die Korruption im Staatsapparat, nicht blo&szlig; in der Justiz, l&auml;sst sich kaum nachhaltig bek&auml;mpfen, solange Armut herrscht, da die bestochenen Beamten dann auf das illegale &bdquo;Zubrot&ldquo; oftmals real angewiesen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Amnesty International: Saudi-Arabien bombardiert mit US-Bomben Krankenh&auml;user im Jemen<\/strong><br>\nAngriffe auf Krankenh&auml;user, wei&szlig;er Phosphor auf zivile Ziele: Amnesty International erhebt in einem j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichten Bericht schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Saudi-gef&uuml;hrte Koalition im Jemen. Die dazugeh&ouml;rigen Waffen sollen aus den USA stammen.Die USA m&uuml;ssen die Ausfuhr von Waffensystemen stoppen, die im Jemen-Krieg zur Anwendung kommen. Das hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem neuen Bericht gefordert. Darin dokumentierte die NGO belastbare Informationen, wonach Saudi-Arabien bei einem Angriff auf ein jemenitisches Krankenhaus am 15. August US-Bomben eingesetzt habe. (&hellip;) Seit der &Uuml;bernahme des Pr&auml;sidentenamtes durch Barack Obama vor sieben Jahren haben die USA bereits Kriegsg&uuml;ter im Wert von 115 Milliarden US-Dollar an Saudi-Arabien verkauft. Das ist der gr&ouml;&szlig;te Umfang an Milit&auml;rausfuhren an die Golfmonarchie, den eine US-Regierung jemals zuvor erm&ouml;gliucht hatte. Das geht aus einem Bericht des Security-Assistance-Monitors hervor.Seit Beginn des Krieges im Jemen, der im M&auml;rz 2016 in sein zweites Jahr gegangen ist, wurden &uuml;ber 3.700 Zivilisten get&ouml;tet und &uuml;ber 2,8 Millionen vertrieben. Das geht aus einem Bericht des B&uuml;ros des UN-Hochkommissars f&uuml;r Menschenrechte hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/40920-amnesty-international-fordert-us-waffenembargo\/\">RTdeutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Yemen: Evidence indicates US-made bomb was used in attack on MSF hospital<\/strong><br>\nStates &ndash; including the USA and UK &ndash; must immediately stop supplying weapons that could be used in the Yemen conflict, Amnesty International said, as it confirmed that a US-made bomb was used in the air strike on a M&eacute;decins Sans Fronti&egrave;res (MSF) hospital on 15 August which killed 11 people and injured 19 others.<br>\nAccording to independent weapons experts consulted by the organization who assessed photographs of a bomb fin taken by a journalist at the site, a US-made precision-guided Paveway-series aerial bomb was used in the attack.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.amnesty.org\/en\/latest\/news\/2016\/09\/yemen-evidence-indicates-us-made-bomb-was-used-in-attack-on-msf-hospital\/\">Amnesty International<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Roland Kaiser &uuml;ber das Versagen der Politik und wie Reiche helfen k&ouml;nnten<\/strong><br>\nRoland Kaiser macht sich Sorgen um den sozialen Zusammenhalt in Deutschland. Der S&auml;nger fordert eine Verm&ouml;gensteuer und w&uuml;rde lieber mehr Steuern zahlen, um gute Schulen, Krankenh&auml;user und Feuerwehren zu haben. [&hellip;]<br>\nEr jedenfalls mache sich gro&szlig;e Sorgen, dass die zunehmende soziale Spaltung das Land gef&auml;hrdet. Und es &auml;rgere ihn, dass die Politik dagegen ernsthaft nicht handele. So verstehe er nicht, weshalb es in Deutschland keine Verm&ouml;gensteuer gebe, schlie&szlig;lich gebe es die &uuml;berall, &ldquo;bei uns aber nicht, da macht man darum ein Mordsgewese&rdquo;. Er selbst, so Kaiser, sei heute &ldquo;auf der Sonnenseite des Lebens&rdquo; &ndash; und deshalb auch bereit, mehr Steuern zu bezahlen &ndash; &ldquo;um gute Schule zu haben, gute Krankenh&auml;user, funktionierende Feuerwehren&rdquo;. Denn &ldquo;mit Steuern kann man steuern, was f&uuml;r eine Gesellschaft man bekommt, ob es gerecht oder ungerecht zugeht.&rdquo; [&hellip;]<br>\nSolche Erfahrungen erkl&auml;ren f&uuml;r Kaiser auch, warum die Volksparteien W&auml;hler verlieren: &ldquo;Wenn die etablierten Parteien auf diesen sozialen Zerfall keine Antwort finden, wenn sie die Abgeh&auml;ngten, die immer mehr werden, abgeh&auml;ngt lassen &ndash; dann kriegen Parteien Zulauf, die Scheinl&ouml;sungen bieten, die einem nicht gefallen k&ouml;nnen, die gef&auml;hrlich sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/musik\/roland-kaiser-im-stern---ich-bin-bereit--mehr-steuern-zu-bezahlen--7066920.html\">Stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ludwig-Erhard-Preis &ndash; Schmerzensgeld f&uuml;r Gerhard Schr&ouml;der<\/strong><br>\nGerhard Schr&ouml;der bekommt den Ludwig-Erhard-Preis, weil er mit seinen Agenda-Reformen alles auf eine Karte setzte. Es ist auch eine Ohrfeige f&uuml;r seine Nachfolgerin &ndash; dabei wagt die in der Fl&uuml;chtlingsfrage &auml;hnliches.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gerhard-schroeder-bekommt-den-ludwig-erhard-preis-a-1113178.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Auf eine Ver&ouml;ffentlichung bei Facebook hat die Spiegel-Redaktion in Anbetracht der zu erwartenden Kommentare bis jetzt wohlweislich verzichtet&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und Ludwig Erhard rotiert im Grab. Zur Erkl&auml;rung: Der Ludwig-Erhard-Preis wird von der Ludwig-Erhard-Stiftung vergeben, die wiederum eine <a href=\"https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Ludwig-Erhard-Stiftung\">lupenreine marktradikale Lobyyorganisation ist<\/a>, die mit Erhards Sozialer Marktwirtschaft ungef&auml;hr so viel zu tun hat, wie die Lord&rsquo;s Resistance Army mit der Bergpredigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Einf&uuml;hrungsseminar in EU-Steuerrecht<\/strong><br>\nEU-Wettbewerbskommissarin Vestager hat in den USA erkl&auml;rt, warum sie von Apple 13 Milliarden Euro verlangt und warum Amazon und McDonalds als N&auml;chste dran sein k&ouml;nnten. Die Forderungen st&ouml;&szlig;en in den USA auf Unverst&auml;ndnis. EU-Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager hat sich in den USA keine Freunde gemacht. Sie verlangt 13 Milliarden Euro von Apple &ndash; weil das Unternehmen in Irland unzul&auml;ssige Steuergeschenke bekommen hatte. Vestagers Entscheidung entz&uuml;rnte auch die US-Regierung, allen voran Finanzminister Jack Lew. Er schimpfte Anfang des Monats: &ldquo;Es ist ein Ausnutzen einer Theorie von Staatshilfen, um Steuergesetze zu schreiben. Es ist r&uuml;ckwirkend, &uuml;berschreibt nationale Steuer-Autorit&auml;t. Wir denken, es schw&auml;cht das Gesch&auml;ftsumfeld f&uuml;r internationale Unternehmen in Europa, weil es Unsicherheit kreiert und am Ende nicht gut sein wird f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/konzerne-wettbewerb-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wettbewerbsh&uuml;ter Monopolkommission: Airbnb und Fintechs nicht &uuml;berregulieren<\/strong><br>\nDie Monopolkommission warnt davor, Airbnb, Uber oder Fintechs &uuml;berm&auml;&szlig;ig einzuschr&auml;nken. (&hellip;) &bdquo;Auf den Eintritt neuer Wettbewerber sollte nicht mit Verboten reagiert werden&ldquo;, sagte der Vorsitzende der Kommission, Achim Wambach, am Dienstag. &bdquo;Vielmehr ist es wichtig, einen angemessenen Ordnungsrahmen zu schaffen, der die Vorteile der neuen Technologien entsprechend ber&uuml;cksichtigt.&ldquo; Neue Dienste befl&uuml;gelten den Wettbewerb. Die Unternehmenskonzentration in Deutschland gebe derweil momentan grunds&auml;tzlich keinen Anlass f&uuml;r wettbewerbliche Bedenken. Das unabh&auml;ngiges Expertengremium, das die Bundesregierung und Parlament in Fragen der Wettbewerbspolitik ber&auml;t, sieht vereinzelt aber Regelungsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/warnung-vor-verbot-von-airbnb-uber-und-fintechs-14444230.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die angeblichen Verfechter der reinen Marktwirtschaft haben nat&uuml;rlich kein Problem damit, da&szlig; andere Menschen &ndash; z. B. Taxifahrer &ndash; in einem race to the bottom um die niedrigsten L&ouml;hne konkurrieren und da&szlig; dem &ldquo;gefr&auml;&szlig;igen Staat&rdquo; Steuereinnahmen und Sozialabgaben im gro&szlig;en Stil vorenthalten werden. Auch die Zweckentfremdung von Wohnungen, unter der vor allem Geringverdiener (noch mehr) leiden, findet sie ganz prima. Noch mehr Druck auf das offizielle Hotelgewerbe, da&szlig; eh schon miserabelste Arbeitsbedingungen und L&ouml;hne hat? Wunderbar. Da&szlig; dar&uuml;ber neue, ganz gro&szlig;e Monopolisten entstehen, die mit Sicherheit ihre Marktmacht mi&szlig;brauchen (eben Uber und Airbnb): Schwamm dr&uuml;ber; kein Problem f&uuml;r eine Monopolkommission. Frage aber: warum gibt es nur eine staatliche Monopolkommission und nicht mehrere private, um den Wettbewerb zu st&auml;rken und den Staat aus solchen Aufgaben herauszuhalten? W&auml;re es nicht im Sinne der Marktwirtschaft besser, die Regierung k&ouml;nnte sich bei ihren Entscheidungen das g&uuml;nstigste und beste Angebot aus mehreren privatwirtschaftlich konkurrierenden Monopolkommissionen ausw&auml;hlen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Basiskonto: Hohe Geb&uuml;hren f&uuml;r die &Auml;rmsten<\/strong><br>\nDer Bundesverband der Verbraucherzentralen hat einem Zeitungsbericht zufolge sechs Banken abgemahnt, weil sie f&uuml;r das sogenannte Basiskonto deutlich h&ouml;here Geb&uuml;hren nehmen als f&uuml;r anderen Kontomodelle. Die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; schreibt, es gehe um die Deutsche Bank, die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BB Bank. Diese n&auml;hmen etwa einen besonders hohen monatlichen Grundpreis oder forderten f&uuml;r Einzelposten wie &Uuml;berweisungen oder Kontoausz&uuml;ge zus&auml;tzliche Geb&uuml;hren. Das seit Mitte Juni geltende Recht auf ein Konto ist Teil eines Gesetzes, mit dem die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umsetzt. Ziel ist es, gerade sozial schw&auml;cher gestellten Menschen die Teilhabe zu erm&ouml;glichen. Nach Angaben des Blattes h&auml;tten zuletzt etwa 600.000 Menschen in Deutschland keine Bankverbindung gehabt. Besonders betroffen seien Asylbewerber, Obdachlose und Menschen, deren Konto einmal gepf&auml;ndet worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/basiskonto-verbraucherschuetzer-hohe-gebuehren-fuer-die.447.de.html?drn:news_id=658100\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechenland: Sympathie f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge schl&auml;gt in Aggression um<\/strong><br>\nAuf der griechischen Insel Chios sitzen inzwischen 3.700 Fl&uuml;chtlinge fest, die beiden Fl&uuml;chtlingslager sind &uuml;berf&uuml;llt. Die Asylverfahren gehen zu langsam voran. In der vergangenen Woche gab es massive Proteste gegen die Fl&uuml;chtlingssituation. Der B&uuml;rgermeister von Chios wirft seiner Regierung und der EU vor, die griechischen Inseln im Stich zu lassen. (&hellip;) Tatsache ist: Die Zahl der Fl&uuml;chtlinge, die neu auf der Insel ankommen, liegt deutlich &uuml;ber der, die sie wieder verlassen. So mussten in den letzten Wochen immer mehr Menschen untergebracht werden. Allein im August waren es &uuml;ber 850 Neuank&uuml;nfte. Nach der offiziellen Statistik sind aktuell 3.700 Fl&uuml;chtlinge auf Chios &ndash; bei 50.000 Einwohnern.Alleingelassen von EU und griechischer RegierungDer B&uuml;rgermeister f&uuml;hlt sich im Stich gelassen &ndash; von der griechischen Regierung und der Europ&auml;ischen Union. Den Deal mit der T&uuml;rkei als Erfolg zu feiern, sei heuchlerisch, meint Manolis Vournous.&rdquo;Sie l&ouml;sen das Problem nicht, sie opfern einfach einen Teil Europas, einige europ&auml;ische Gemeinden. Jeder Fl&uuml;chtling, der auf Lesbos, Chios oder Samos ankommt, muss hier bleiben, keiner kann die Inseln nicht verlassen. Und sie haben nicht die Mittel zur Verf&uuml;gung gestellt, damit der Mechanismus funktionieren kann.&rdquo; (&hellip;) F&uuml;r die Menschen im Camp ist das Warten hier zerm&uuml;rbend. Aber auch die Bewohner von Chios verlieren die Geduld, sagt Thodoris. &ldquo;Einige Leute, die sich f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge engagiert haben, meinen jetzt, dass sie die Insel auf jeden Fall verlassen sollten. Bisher haben sie geholfen, indem sie Kleider oder Essen gebracht haben. Aber jetzt hat sich das ver&auml;ndert. Sie f&uuml;rchten sich vor den Fl&uuml;chtlingen, wegen der Einbr&uuml;che und anderer Zwischenf&auml;lle.&rdquo; In der vergangenen Woche demonstrierten Hunderte Einwohner gegen die Fl&uuml;chtlingssituation. Die Demonstranten zogen zum Camp. Um sich zu verteidigen, hatten sich die Fl&uuml;chtlinge bereits mit Kn&uuml;ppeln bewaffnet, erz&auml;hlt mir Thodoris. Wenn die Polizei nicht dazwischen gegangen w&auml;re, h&auml;tte die Situation eskalieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-sympathie-fuer-fluechtlinge-schlaegt-in.795.de.html?dram:article_id=366357\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Griechenland ben&ouml;tigt mehr Unterst&uuml;tzung aus Europa<\/strong><br>\nDas Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR hat Europa aufgefordert, Griechenland mehr Asylbewerber abzunehmen. Bisher seien erst 4.000 Fl&uuml;chtlinge in andere EU-L&auml;nder verteilt worden, sagte der Sprecher f&uuml;r Griechenland, Sch&ouml;nbauer, der Deutschen Welle. Zugesagt worden sei aber die &Uuml;bernahme von 66.000 Personen. Die Fl&uuml;chtlingscamps in Griechenland k&ouml;nnten die gro&szlig;e Zahl von Fl&uuml;chtlingen nicht mehr aufnehmen. Die Asylverfahren m&uuml;ssten beschleunigt werden, erkl&auml;rte Sch&ouml;nbauer. Viele Menschen warteten schon seit Monaten auf Klarheit &uuml;ber ihre Zukunft. Nach dem Brand in einem Lager auf der Insel Lesbos haben mindestens 900 Insassen ihre Unterkunft verloren. Hilfsorganisationen versorgten die Menschen mit Zelten, Decken und Trinkwasser. In der Einrichtung Moria lebten rund 5.000 Menschen, gut ein Drittel mehr als vorgesehen. Menschenrechtsgruppen hatten schon fr&uuml;her die beengten Verh&auml;ltnisse kritisiert. Eine F&auml;hre soll jetzt als provisorische Fl&uuml;chtlingsunterkunft dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/unhcr-griechenland-benoetigt-mehr-unterstuetzung-aus-europa.447.de.html?drn:news_id=658337\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hat die Linke eine Zukunft?<\/strong><br>\nDer Journalist John Harris sieht das Ende der Arbeitsgesellschaft. Eine These, die zwar die Politik des &bdquo;Dritten Weges&ldquo; f&uuml;r sakrosankt erkl&auml;rt, aber eine Fiktion ist. Statt politische Strategien auf solch einer Basis, muss eine moderne sozialdemokratische Partei wieder ein Klassenbewusstsein entwickeln. Hat die Linke eine Zukunft? Diese Frage stellt sich John Harris in einem Guardian-Artikel. Was ihn interessiert, ist, ob und unter welchen Bedingungen eine Partei, die sich den Werten von &bdquo;Chancengleichheit&ldquo;, &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; und &bdquo;eines gesch&uuml;tzten &ouml;ffentlichen Raums&ldquo; verpflichtet f&uuml;hlt, in Zukunft wieder regierungsf&auml;hig werden kann. &Uuml;bersetzt man die letztgenannte gesellschaftspolitische Zielgr&ouml;&szlig;e in ein Bekenntnis zur &bdquo;&ouml;ffentlichen Daseinsf&uuml;rsorge&ldquo;, dann m&ouml;chten wir uns zun&auml;chst als bekennende Linke outen, die diese Frage ebenfalls umtreibt. Was nun kann man als ein solcher Linker von Harris&lsquo; Artikel lernen? Zun&auml;chst weist Harris korrekt darauf hin, dass die genannten gesellschaftspolitischen Wertvorstellungen historisch betrachtet von sozialdemokratischen Parteien vertreten wurden. Zu Recht weist er auch darauf hin, dass die Sozialdemokratie in vielen L&auml;ndern dramatisch an Zuspruch verloren hat und der Niedergang der deutschen Sozialdemokratie ein besonders instruktives Beispiel daf&uuml;r ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/hat-die-linke-eine-zukunft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EZB-Volkswirt fordert Kurswechsel von Deutschland<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft l&auml;uft prima. Berlin solle die Lage deshalb f&uuml;r Reformen nutzen, mahnt der Chefvolkswirt der EZB. Er r&auml;t zu h&ouml;heren L&ouml;hnen und weniger Steuern.<br>\nDeutschlands starke Exportwirtschaft ruft seit L&auml;ngerem Kritiker auf den Plan, jetzt meldet sich auch der Chefvolkswirt der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) Peter Praet zu Wort: Deutschland solle die derzeit g&uuml;nstige wirtschaftliche Lage nutzen, um endlich die Binnennachfrage anzukurbeln.<br>\nDer enorme Export&uuml;berschuss betrage fast neun Prozent der Wirtschaftsleistung, sagte der oberste &Ouml;konom der EZB der franz&ouml;sischen Zeitung &ldquo;L&rsquo;Opinion&rdquo;. Die deutsche Volkswirtschaft sei zu stark abh&auml;ngig von der externen Nachfrage. Deutschland m&uuml;sse nun Reformen durchsetzen und den Binnenmarkt voranbringen. Dies k&ouml;nne &uuml;ber h&ouml;here L&ouml;hne, eine Erh&ouml;hung der Investitionen oder eine Senkung der Steuerlast geschehen. Das gute Umfeld biete eine einmalige Gelegenheit, sagte Praet.<br>\nDeutschland wird nach Berechnungen des Ifo-Instituts in diesem Jahr China als Land mit dem weltweit gr&ouml;&szlig;ten Export&uuml;berschuss abl&ouml;sen. Die EU-Kommission r&uuml;gt die Bundesregierung bereits regelm&auml;&szlig;ig und empfiehlt ihr, mehr zu investieren und so die Nachfrage im Inland zu st&auml;rken, wodurch der &Uuml;berschuss schrumpfen w&uuml;rde. Das US-Finanzministerium prangert die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse als Risiko f&uuml;r die weltweite Finanzstabilit&auml;t an. Das Hauptargument lautet: L&auml;nder mit hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen tragen dazu bei, dass andere Staaten sich hoch verschulden, um ihre Importe zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-export-staerke-ezb-fordert-kurswechsel-a-1113171.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich k&ouml;nnte gut Regierungssprecher werden; die Antworten auf die unbotm&auml;&szlig;igen Ideen von Peter Praet werden doch lauten, &ldquo;die Kanzlerin ist der Ansicht, wer den Starken schwach macht, macht den Schwachen nicht stark&rdquo;, &ldquo;wir brauchen mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit in der gesamten EU&rdquo;, &ldquo;China schl&auml;ft nicht&rdquo; usw. usf. Interessant ist noch, in welchem Sinn hier der Begriff &ldquo;Reform&rdquo; gebraucht wird: als Reform, die gut f&uuml;r die Menschen ist. H&ouml;here L&ouml;hne, mehr Investitionen, ggf. Steuersenkungen, und nicht &ldquo;schmerzhafte, aber notwendige Reformen&rdquo; auf Kosten der &Auml;rmeren und der Volkswirtschaft. Nur der SPIEGEL versucht nat&uuml;rlich wieder mal einen t&uuml;ckischen Spin: &ldquo;Exportst&auml;rke&rdquo;, als w&uuml;rde die beklagt werden. Im Artikel ist es richtig beschrieben, da&szlig; der Export&uuml;berschu&szlig; abgebaut werden soll. Und nat&uuml;rlich ist es kein &ldquo;Argument&rdquo;, da&szlig; L&auml;nder mit hohen &Uuml;bersch&uuml;ssen andere Staaten in die Verschuldung treiben, sondern ein Faktum.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Geheimdienst-Kontrolleur: Neues BND-Gesetz wird sich &bdquo;als evident verfassungswidrig erweisen&ldquo;<\/strong><br>\nDer BND greift tagt&auml;glich in massiver Weise in Grundrechte betroffener Personen ohne jegliche Kontrolle ein. Die Reform des BND-Gesetzes will diese rechtswidrige Praxis einfach legalisieren. Dass der Gesetzentwurf Ausl&auml;ndern Grundrechte abspricht, &bdquo;ignoriert bewusst die gegebene verfassungsrechtliche Lage&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/geheimdienst-kontrolleur-neues-bnd-gesetz-wird-sich-als-evident-verfassungswidrig-erweisen\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>WashPost Makes History: First Paper to Call for Prosecution of Its Own Source (After Accepting Pulitzer)<\/strong><br>\nThree of the four media outlets that received and published large numbers of secret NSA documents provided by Edward Snowden &mdash; The Guardian, the New York Times, and The Intercept &ndash;&ndash; have called for the U.S. government to allow the NSA whistleblower to return to the U.S. with no charges. That&rsquo;s the normal course for a news organization, which owes its sources duties of protection, and which &mdash; by virtue of accepting the source&rsquo;s materials and then publishing them &mdash; implicitly declares the source&rsquo;s information to be in the public interest.But not the Washington Post. In the face of a growing ACLU and Amnesty-led campaign to secure a pardon for Snowden, timed to this weekend&rsquo;s release of the Oliver Stone biopic &ldquo;Snowden,&rdquo; the Post editorial page today not only argued in opposition to a pardon, but explicitly demanded that Snowden &mdash; the paper&rsquo;s own source &mdash; stand trial on espionage charges or, as a &ldquo;second-best solution,&rdquo; accept &ldquo;a measure of criminal responsibility for his excesses and the U.S. government offers a measure of leniency.&rdquo;In doing so, the Washington Post has achieved an ignominious feat in U.S. media history: the first-ever paper to explicitly editorialize for the criminal prosecution of its own source &mdash; one on whose back the paper won and eagerly accepted a Pulitzer Prize for Public Service. But even more staggering than this act of journalistic treachery against the paper&rsquo;s own source are the claims made to justify it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/09\/18\/washpost-makes-history-first-paper-to-call-for-prosecution-of-its-own-source-after-accepting-pulitzer\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bundeswehranzeigen in der taz<\/strong><br>\nIst es richtig, dass die taz Anzeigen der Bundeswehr abdruckt? Diese Frage wurde von den 354 Genossen kontrovers diskutiert, die am Samstag zur allj&auml;hrlichen Generalversammlung in der Berliner Zentrale der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung zusammengekommen waren. Hartmut Louis aus Wuppertal hatte beantragt, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen: Es sei doch gerade das Ziel der Genossenschaft, &bdquo;auf solche Geldgeber verzichten zu k&ouml;nnen&ldquo;. F&uuml;r den Unmut hatte taz-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Andreas Bull vollstes Verst&auml;ndnis: &bdquo;Ich finde diese Anzeigen auch eine Zumutung, aber ich habe gelernt, dass ich diese Zumutungen aushalten muss.&ldquo; Denn die taz erzielt durch Werbeeinnahmen etwa zwei Millionen Euro im Jahr. Allerdings kann sie sich die Anzeigen nicht individuell aussuchen und &bdquo;die Rosinen herauspicken&ldquo;. Viele Genossen sind ehemalige Kriegsdienstverweigerer. Dazu geh&ouml;rt auch Joerg Goy aus Handewitt, der aber gleichzeitig feststellte: &bdquo;Ich bin auch Kaufmann.&ldquo; Daher pl&auml;dierte Goy daf&uuml;r, die Anzeigen zu drucken: &bdquo;Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bundeswehr unter den taz-Lesern Rekruten gewinnt. Ich w&uuml;rde dies als eine Subvention der Bundesregierung sehen.&ldquo; Diese abgekl&auml;rte Haltung, die Bundeswehranzeigen als &bdquo;fette Beute&ldquo; zu betrachten, erhielt am Ende eine deutliche Mehrheit. Ein &bdquo;Stimmungsbild&ldquo; ergab, dass 194 Genossen dagegen waren, auf die Bundeswehranzeigen zu verzichten. 53 w&uuml;nschten sich ein Ende der Werbung, 12 enthielten sich. Eine kreative Alternative schlug Hartmut Spiegel aus Paderborn vor: Genossen k&ouml;nnten doch selbst Werbefl&auml;chen in der taz kaufen und ihre Namen unter den Satz setzen: &bdquo;Diese Genossen haben daf&uuml;r gesorgt, dass hier keine Anzeige der Bundeswehr steht.&ldquo; Sollte es zu einer derartigen Initiative kommen, w&uuml;rde die taz dieses Inserat sofort drucken, versicherte Andreas Bull: &bdquo;Das w&auml;re eine gro&szlig;artige Anzeige.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Bericht-Genossenschaftsversammlung\/!162906\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieser Fall illustriert gut eines der regelm&auml;&szlig;ig ausgeblendeten Kernprobleme der privaten Medienlandschaft: Die elementare Abh&auml;ngigkeit von Anzeigenkunden. Es hilft nicht, sich diesen Zusammenhang sch&ouml;n zu reden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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