{"id":35114,"date":"2016-09-22T08:49:18","date_gmt":"2016-09-22T06:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114"},"modified":"2016-09-22T08:49:18","modified_gmt":"2016-09-22T06:49:18","slug":"hinweise-des-tages-2717","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h01\">Hellfire-Raketen mit sch&ouml;nen Gr&uuml;&szlig;en aus Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h02\">&ldquo;Die NSA, das sind Kriminelle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h03\">Kritik an BND-Reform: Ma&szlig;losigkeit per Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h04\">Fremdenfeindlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h05\">Armutsquote steigt auf 15,7 Prozent &ndash; Grund ist starke Zuwanderung von Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h06\">Ein Weihnachtsbaum bleibt Luxus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h07\">&hellip; und sie haben gewonnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h08\">Zivilisiert den Euro!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h09\">Griechenland war erst der Anfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h10\">Solidarische Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h11\">EU-B&uuml;rger k&ouml;nnen k&uuml;nftig gegen Sparma&szlig;nahmen klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h12\">Stuttgart 21 wird laut Bericht des Bundesrechnungshofs viel teurer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h13\">Zerschlagung von Tengelmann: Chaos nicht ausgeschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h14\">Westgesch&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h15\">Syrien: Waffenruhe gescheitert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h16\">Kriegerische Visionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h17\">Bahamas-Leaks zeigen: Politiker nutzen Inselstaat als Steueroase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h18\">Rechter geht&rsquo;s nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35114#h19\">Klatsche f&uuml;r Junge Union: Altmaier finanzierte TTIP-Proteste<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hellfire-Raketen mit sch&ouml;nen Gr&uuml;&szlig;en aus Berlin<\/strong><br>\nDie Handynummer gen&uuml;gt, damit eine Drohne das Handy finden und den Besitzer t&ouml;ten kann, best&auml;tigt ein Gutachten. Es widerlegt damit Bundesregierung und Verfassungsschutz. Amerikanische Kampfdrohnen k&ouml;nnen ein Mobiltelefon am Boden bis auf wenige Meter genau orten. Alles, was sie dazu brauchen, ist die Mobilfunknummer oder die Ger&auml;tenummer des Telefons (IMEI) beziehungsweise der SIM-Karte (IMSI). Zu diesem Ergebnis kommt der Hamburger Informatikprofessor Hannes Federrath in einem Gutachten f&uuml;r den NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages. Er widerspricht damit einer Aussage, die der Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz im Juni als Zeuge im Untersuchungsausschuss gemacht hatte: &ldquo;Nach allem, was ich wei&szlig;, sind allein Handytelefonnummern (&hellip;) nicht ausreichend, um eine Geolokalisierung vorzunehmen&rdquo;, waren Hans-Georg Maa&szlig;ens Worte.<br>\nDer Untersuchungsausschuss f&uuml;hrt einen Indizienprozess gegen die Bundesregierung. Er will auch die Frage kl&auml;ren, ob deutsche Sicherheitsdienste wissentlich mit schuld daran sind, ja es vielleicht erst m&ouml;glich machen, dass die US-Regierung mithilfe von Kampfdrohnen in anderen L&auml;ndern Menschen t&ouml;tet. Die Bundesregierung, das Bundesinnenministerium und Dienste wie der Verfassungsschutz bestreiten das.<br>\nEs ist keine theoretische Frage: Am 4. Oktober 2010 starben in einem Geh&ouml;ft in Mir Ali in Pakistan die deutschen Staatsb&uuml;rger B&uuml;nyamin Erdo&#287;an und Shahab Dashti Sineh Sar. Eine Hellfire-Rakete, abgefeuert von einer Drohne der CIA, hatte das Haus getroffen und die beiden Deutschen und drei weitere Menschen get&ouml;tet. Erst am Tag zuvor hatte der Verfassungsschutz den Namen von Erdo&#287;an und Daten zu seinem Handy an die USA &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/mobil\/2016-09\/hellfire-drohnen-verfassungsschutz-nsa\">Kai Biermann auf Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Handynummer reicht f&uuml;r T&ouml;tung per Drohne<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bestreitet, dass eine Handynummer gen&uuml;gt, um Personen f&uuml;r einen Drohnenangriff zu orten. Ein Gutachten im Auftrag des NSA-Ausschusses kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass Brandon Bryant im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages sa&szlig;. Ein ehemaliger Drohnen-Pilot der USA. Einer aus den Teams, die den t&ouml;dlichen Einsatz gesteuert haben. Die Drohne feuert dann Zigtausende Kilometer entfernt eine Hellfire-Rakete ab, die metergenau ihr Ziel trifft. Auf den &Uuml;berwachungsmonitoren konnte Bryant live zusehen, wie da gerade noch ein Mensch stand. Und im n&auml;chsten Moment nur noch eine Staubwolke zu sehen war.<br>\nMehr als eine Handynummer sei nicht n&ouml;tig, um so eine Zielperson zu orten, sagte Bryant damals. Die Bundesregierung hat den US-Nachrichtendiensten solche Handy-Daten &uuml;bermittelt. Das haben Zeugen des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz im Ausschuss best&auml;tigt. Allerdings haben diese Bryant in einem Punkt stets widersprochen: Nein, mit Handynummern lassen sich keine Personen lokalisieren. Das war und ist die Position der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/drohnen-krieg-handynummer-reicht-fuer-toetung-per-drohne-1.3172163\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Die NSA, das sind Kriminelle&rdquo;<\/strong><br>\nIn seinem neuen Film &ldquo;Snowden&rdquo; erz&auml;hlt Hollywood-Regisseur Oliver Stone die Geschichte von Whistleblower Edward Snowden als Thriller. Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter sei f&uuml;r ihn ein gr&ouml;&szlig;erer Patriot als &ldquo;die Leute in der NSA, die Gesetze brechen und die ganze Welt &uuml;berwachen&rdquo;, sagte Stone im DLF. &ldquo;Das ist ein &Uuml;berwachungsstaat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oliver-stone-die-nsa-das-sind-kriminelle.807.de.html?dram:article_id=366449\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Ein leiser, aber sehr tiefer Film&rdquo;<\/strong><br>\nOliver Stones auch mit Geld aus Deutschland finanzierter Film &ldquo;Snowden&rdquo; hatte in M&uuml;nchen Europapremiere. Das Publikum zeigte sich bewegt und beeindruckt, Whistleblower Edward Snowden selbst wei&szlig; nicht recht, wie er den Film bewerten soll. &ldquo;Ein ruhiger, leiser, aber sehr tiefer Film&rdquo; &ndash; so lautet das Urteil vieler Zuschauer der Europapremiere von &ldquo;Snowden&rdquo;. Die fand in M&uuml;nchen statt, denn deutsche Mitteln halfen Oliver Stone, den Film zu finanzieren, der unter anderen in den Katakomben des M&uuml;nchner Olympiastadions gedreht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/europapremiere-von-snowden-ein-leiser-aber-sehr-tiefer-film.2165.de.html?dram:article_id=366353\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> um einen besseren Eindruck zu gewinnen, sollte man sich die kurze Sendung von Deutschland Radio Kultur anh&ouml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kritik an BND-Reform: Ma&szlig;losigkeit per Gesetz<\/strong><br>\nW&auml;hrend die US-Regierung ihn lebenslang wegsperren will, ist er f&uuml;r andere ein Held: Edward Snowden. Deutschland habe aus den Enth&uuml;llungen ziemlich fragw&uuml;rdige Konsequenzen gezogen, sagt der Jurist und Berliner Richter Ulf Buermeyer. Als vor mehr als drei Jahren die ersten Enth&uuml;llungen des Whistleblowers Edward Snowden die Runde machten, war die Emp&ouml;rung weltweit mit H&auml;nden zu greifen: Die NSA, der f&uuml;r High-Tech-Spionage zust&auml;ndige US-Geheimdienst, bem&uuml;ht sich, den gesamten Internet-Verkehr weltweit zu &uuml;berwachen und diese Daten auf Vorrat zu sammeln. &ldquo;Informational supremacy&rdquo;, also &Uuml;berlegenheit in Sachen Informationen ist das erkl&auml;rte Ziel. Man wei&szlig; ja nie, wozu die Daten-Berge einmal n&uuml;tzlich sein m&ouml;gen.<br>\nInzwischen wissen wir, dass auch deutsche Dienste keine wei&szlig;e Weste haben, wenn es um massenweise Eingriffe in die Privatsph&auml;re geht: Insbesondere der Bundesnachrichtendienst hat seine elektronischen Ohren ebenfalls an vielen Kabeln und Satellitenleitungen. Juristen au&szlig;erhalb von Sicherheitsbeh&ouml;rden und Kanzleramt sind sich einig, dass sich vieles davon weit jenseits der Grenzen des Rechts abspielt. K&uuml;rzlich wurde bekannt, dass die Bundesdatenschutzbeauftragte bei der Kontrolle eines einzigen BND-Abh&ouml;rzentrums mehr Rechtsbr&uuml;che feststellte als sonst in der gesamten Bundesverwaltung in einem ganzen Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/kritik-an-bnd-reform-masslosigkeit-per-gesetz.1005.de.html?dram:article_id=366416\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Fremdenfeindlichkeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Fremdenhass im Osten bereitet Regierung Sorge<\/strong><br>\nDie Bundesregierung warnt vor zunehmendem Fremdenhass in Ostdeutschland. Die Entwicklungen k&ouml;nnten den gesellschaftlichen Frieden gef&auml;hrden. Die zunehmende Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland bereitet der Bundesregierung Sorge. Im zur&uuml;ckliegenden Jahr habe dort die Zahl der rechtsextremen und fremdenfeindlichen &Uuml;bergriffe stark zugenommen, hei&szlig;t es im Jahresbericht zum Stand der deutschen Einheit, aus dem das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; vorab zitiert. Die Regierung spricht darin von &ldquo;besorgniserregenden Entwicklungen&rdquo;, die das Potenzial h&auml;tten, &ldquo;den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland zu gef&auml;hrden&rdquo;.<br>\nBei den Protesten gegen die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen sei deutlich geworden, dass die Grenzen zwischen b&uuml;rgerlichen Protesten und rechtsextremistischen Agitationsformen zunehmend verschw&ouml;mmen, hei&szlig;e es in dem Regierungsbericht, der am Mittwoch vorgestellt werden soll. &ldquo;Neben unz&auml;hligen Angriffen auf Fl&uuml;chtlinge und ihre Unterk&uuml;nfte sind gewaltt&auml;tige Ausschreitungen wie in Heidenau und Freital zu Symbolen eines sich verfestigenden Fremdenhasses geworden.&rdquo;<br>\nAuch negative Konsequenzen f&uuml;r die ostdeutsche Wirtschaft werden nicht ausgeschlossen: &ldquo;Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Intoleranz stellen eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die gesellschaftliche, aber auch die wirtschaftliche Entwicklung der neuen L&auml;nder dar&rdquo;, zitiert das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; aus dem Bericht. &ldquo;Ostdeutschland wird nur als weltoffene Region, in der sich alle dort lebenden Menschen zu Hause f&uuml;hlen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben, gute Entwicklungsperspektiven haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fremdenhass-im-osten-bereitet-bundesregierung-sorge-a-1113185.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ist das die spezifische Art von Humor der Bundesregierung, der von der besonders zynischen Sorte? Ja, die Fremdenfeindlichkeit und rechtsextremen und fremdenfeindlichen &Uuml;bergriffe sind schlimm f&uuml;r die gesellschaftliche Entwicklung. Aber sind sie die Ursache der Fehlentwicklung oder nicht vielmehr die Folge? Wer zerst&ouml;rt denn seit mindestens 25 Jahren den sozialen Frieden in Ostdeutschland durch die radikale Umverteilung von unten nach oben, durch die F&ouml;rderung von Niedrigl&ouml;hnen und Armutsrenten, durch das Sch&ouml;nreden von 15 oder 20 Prozent Arbeitslosigkeit? Wer hat denn &ldquo;bl&uuml;hende Landschaften&rdquo; versprochen und stattdessen mit der Treuhand Ostdeutschland zur Pl&uuml;nderung freigegeben? Das waren doch genau dieselben Politiker und Parteien, die jetzt &uuml;ber die schlimmen Entwicklungen in Ostdeutschland jammern und den dort lebenden Menschen die Schuld f&uuml;r ihre schlechte Lage zuweisen. &ldquo;Auch negative Konsequenzen f&uuml;r die ostdeutsche Wirtschaft werden nicht ausgeschlossen&rdquo;: die Ostdeutschen ordnen sich dem Kapital nicht einmal marktkonform unter, da droht die H&ouml;chststrafe von lebenslanger Verachtung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Hass w&auml;chst aus dem Neid<\/strong><br>\nDie Bundesregierung macht sich Sorgen: Zunehmender Fremdenhass und mehr rechtsextreme Straftaten gef&auml;hrden die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland. Der Rechtsextremismus-Experte Toralf Staud hat einen neuen T&auml;tertypus entdeckt: den &ldquo;Nachbarschaftsterroristen&rdquo;. Angesichts der Zunahme fremdenfeindlicher und rechtsextremistischer Straftaten f&uuml;rchtet die Bundesregierung inzwischen um den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland &ndash; und um die wirtschaftliche Entwicklung. Nur wenn die Region weltoffen sei, gebe es hier auch gute Entwicklungschancen: Das ist eine der Botschaften im Jahresbericht zur Deutschen Einheit.<br>\nWarum der Fremdenhass sich gerade in Ostdeutschland so verfestigt hat, erl&auml;uterte der Journalist, Buchautor und Rechtsextremismus-Experte Toralf Staud im Deutschlandradio Kultur. Wichtigster Punkt wohl: Viele Ostdeutsche f&uuml;hlten sich noch immer &ldquo;abgeh&auml;ngt&rdquo; &ndash; und so komme es zu Neid auf Menschen, denen es tats&auml;chlich oder nur vermeintlich besser gehe. Zwar sei die wirtschaftliche Lage deutlich besser als fr&uuml;her, so Staud &ndash; doch die Menschen h&auml;tten einfach das Gef&uuml;hl, zu wenig vom Kuchen abzubekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/rechtsextremismus-in-ostdeutschland-der-hass-waechst-aus.1008.de.html?dram:article_id=366460\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sch&ouml;n, dass f&uuml;r jeden Themenbereich sogleich diverse &ldquo;Experten&rdquo; bereitstehen, welche die entsprechenden Statements abliefern. Die Bundesregierung sorgt sich inzwischen also um den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland? Wirklich? Nach den Ursachen von Fremdenhass und Gewalt fragt sie aber nicht. Es w&auml;re ja auch v&ouml;llig verr&uuml;ckt hier einen Zusammenhang herzustellen mit der immer weiter fortschreitenden sozialen Polarisierung, mit der Durchsetzung der neoliberalen Agenda, mit dem Hartz-IV System, das Millionen B&uuml;rger t&auml;glich dem&uuml;tigt und erniedrigt, mit der inzwischen obsz&ouml;nen Verm&ouml;genskonzentration in Deutschland &ndash; 0,1 Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzen &uuml;ber 20 Prozent des Verm&ouml;gens -, mit den unversch&auml;mten Steuerprivilegien f&uuml;r reiche Firmenerben, mit der Kinderarmut, mit der Ausweitung von Leiharbeit und prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, mit den best&auml;ndigen K&uuml;rzungen im Bildungs- und Kulturbereich, mit dem Verfall der &ouml;ffentlichen Infrastruktur und schlie&szlig;lich mit den Erfahrungen der B&uuml;rger der ehemaligen DDR nach der Wiedervereinigung &ndash; wobei in &ouml;konomischer Hinsicht eher von einer Kolonisierung, als von einer Wiedervereinigung gesprochen werden muss -, mit der v&ouml;lligen Entwertung ihrer Biographien, mit der Vernichtung und dem Ausverkauf der industriellen Basis der vormaligen DDR.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ins eigene Knie geschossen<\/strong><br>\nDer Anstieg rechtsextremer und rassistischer Straftaten in Ostdeutschland bereitet der Bundesregierung Sorgen. Sie bef&uuml;rchtet dort wirtschaftliche Einbu&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Rassismus-in-den-Ostbundeslaendern\/!5342450\/\">taz<\/a>\n<p><em>Aus den Kommentaren: &ldquo;Die Bundesregierung sorgt sich angesichts der Zunahme fremdenfeindlicher und rechtsextremistischer Straftaten um die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Der Rassismus an sich ist anscheinend nicht schlimm, aber weil&rsquo;s der Wirtschaft schadet&hellip; Was f&uuml;r ein krankes Wertesystem.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und ansonsten frage ich mich, ob die taz den SPIEGEL als Regierungsverlautbarungsorgan abl&ouml;sen will. Die Statistik f&uuml;r die f&uuml;nf ostdeutschen Bundesl&auml;nder (ohne Berlin) weist offizi&ouml;s etwa 10 Prozent Arbeitslosigkeit aus, d. h. realistisch mindestens 15 Prozent. Der Anteil der Mindestlohnbezieher liegt bei &uuml;ber 40 Prozent, und der Mindestlohn sichert auch in Ostdeutschland fast nirgendwo die Existenz. Selbst der Ministerpr&auml;sident von Meck-Pomm, Sellering, sieht trotz SPD-Zugeh&ouml;rigkeit einen dramatischen Bedarf an deutlich h&ouml;heren L&ouml;hnen &ndash; die Menschen fliehen vor Arbeitslosigkeit, Armut und Aussichtslosigkeit. Angesichts dieser desastr&ouml;sen Arbeitsmarktlage einen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; zu konstatieren, ohne Anf&uuml;hrungszeichen und kritische Kommentierung, und damit das fl&auml;chendeckende Lohndumping und die arbeitsmarktpolitische Inaktivit&auml;t des Staates zu unterst&uuml;tzen, ist einfach peinlich.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armutsquote steigt auf 15,7 Prozent &ndash; Grund ist starke Zuwanderung von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nDas Armutsrisiko der Gesamtbev&ouml;lkerung in Deutschland ist zwischen 2014 und 2015 um 0,3 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent geklettert und hat damit den h&ouml;chsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Die Zunahme beruht ausschlie&szlig;lich auf einem sp&uuml;rbaren Anstieg beim Anteil der armutsgef&auml;hrdeten Menschen mit Migrationshintergrund. Die Armutsquote der Bev&ouml;lkerung ohne Migrationshintergrund ist hingegen bei 12,5 Prozent konstant geblieben (siehe auch die Grafiken im WSI-Verteilungsmonitor; Link unten). Damit setzt sich ein Trend fort, der seit Beginn der j&uuml;ngsten Einwanderungswelle von Fl&uuml;chtlingen zu beobachten ist. Dies geht aus neuen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor, die Eric Seils vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung ausgewertet hat. &bdquo;Die Daten widersprechen der Vorstellung, dass die Einwanderung zu einer Verarmung der Bev&ouml;lkerung ohne Migrationshintergrund beitragen w&uuml;rde&ldquo;, sagt der Sozialforscher. &bdquo;Es ist vielmehr so, dass die Neuzuwanderer aus den vergangenen beiden Jahren zeitverz&ouml;gert in der Statistik auftauchen. Da sie meist ein sehr niedriges Einkommen haben, schl&auml;gt sich das nun in der Armutsquote nieder.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_67326.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein Weihnachtsbaum bleibt Luxus<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat am Mittwoch den Gesetzentwurf von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) zur Ermittlung der Hartz-IV-Regelbedarfe gebilligt. Der Entwurf sieht eine Erh&ouml;hung der S&auml;tze um 5 Euro auf 409 Euro f&uuml;r Singlehaushalte und Alleinerziehende vor. F&uuml;r Kinder zwischen 6 und 13 Jahren steigt der Bedarf um 21 Euro auf 291 Euro. Der Regelbedarf bildet die Basis f&uuml;r die tats&auml;chlichen Hartz-IV-S&auml;tze, die j&auml;hrlich im Zuge der Preis- und Lohnentwicklung erh&ouml;ht werden. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r viele Bedarfe bleibt die statistische Basis in den Augen der heutigen Opposition r&auml;tselhaft. So wird bei Familien davon ausgegangen, dass sie pro Monat 3,06 Euro f&uuml;r eine Waschmaschine ansparen. Restaurantbesuche, Schnittblumen oder Weihnachtsb&auml;ume sind f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger nicht vorgesehen. Auch Malstifte oder ein Eis mit Freunden sind f&uuml;r Kinder laut Bedarf nicht drin. &bdquo;Sind diese Dinge nicht wichtig f&uuml;r die gesellschaftliche Teilhabe?&ldquo;, fragte Beate M&uuml;ller-Gemmke, Sprecherin f&uuml;r Arbeitnehmerrechte der Gr&uuml;nen. Andrea Nahles konterte: &bdquo;Wir wollen Teilhabe erm&ouml;glichen. Aber das hat eben Grenzen.&ldquo; Es gehe darum, die Relation zu wahren zwischen Leuten, die arbeiten gingen, und Leistungsempf&auml;ngern. Aus der Ecke der Union ert&ouml;nte Applaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Erhoehung-des-Arbeitslosengeldes-II\/!5338856\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Irgendwo wird noch behauptet, die SPD w&auml;re eine linke Partei, und ganz Verwegene nennen Andrea Nahles eine Vertreterin des linken SPD-Fl&uuml;gels.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Schmerzensgeld und Trostpflaster<\/strong><br>\nGerhard Schr&ouml;der erh&auml;lt einen 10.000 Euro-Preis, Hartz-IV-Bezieher bekommen f&uuml;nf Euro mehr im Monat. Es scheint, als wolle die SPD keine W&auml;hler. [&hellip;]<br>\n2010 hatte Karlsruhe die Berechnung der S&auml;tze f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Damit der Betrag danach nicht allzu sehr angehoben werden musste, nahm die damalige Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) statt wie zuvor das Einkommen der unteren 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung nur das der unteren 15 Prozent als Vergleichsgruppe. Die jetzige Arbeitsministerin Andreas Nahles (SPD) arbeitet weiter mit diesem Trick. Ausgaben f&uuml;r Tabak oder Alkohol sind nicht vorgesehen, ebenso wenig Kneipenbesuche oder Mitgliedsbeitr&auml;ge f&uuml;r Parteien. Hartz-IV-Empf&auml;nger, so stellt es sich Nahles vor, sollen ihren Tag zu Hause verbringen &ndash; und sich auf keinen Fall politisch engagieren.<br>\nDie Agenda 2010 ist weiterhin die schw&auml;rende Wunde der SPD. Am Sonntag, zwei Tage vor dem Schmerzensgeld f&uuml;r Schr&ouml;der, st&uuml;rzte die Partei bei den Berliner Wahlen auf 21,6 Prozent der Stimmen ab. Arbeitslose w&auml;hlten lieber die AfD, obwohl sie ihnen nichts verspricht. Jahrelang hatte sich die SPD darin eingerichtet, dass die Abgeh&auml;ngten kaum noch zur Wahl gehen. Jetzt tun sie es &ndash; und sie werden mit ihrer Entscheidung f&uuml;r die AfD laut Umfragen die einzige Konstellation auf Bundesebene zunichtew&auml;hlen, mit der die SPD wieder einmal einen Kanzler stellen kann: Rot-Rot-Gr&uuml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Hartz-IV-Erhoehung\/!5338762\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Genau das ist der Plan. Die SPD-F&uuml;hrung hat kein Interesse daran, den Kanzler zu stellen, sondern nur daran, den Platz an der Seite der Union nicht an die Gr&uuml;nen zu verlieren. Schaut man auf die <a href=\"http:\/\/dawum.de\/Bundestag\/\">Umfragen im Bund<\/a>, scheint die Rechnung auch aufzugehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&hellip; und sie haben gewonnen<\/strong><br>\nStillstand ist Fortschritt. Das k&ouml;nnte man so sagen, wenn man die Erkenntnisse des Statistischen Bundeamtes als Tr&ouml;stung heranziehen m&ouml;chte. Das behauptet n&auml;mlich, dass die Lohnspreizung gestoppt sei. Nach Jahren der klaffenden Schere habe sich also eine Spreizung eingependelt, die das Niveau h&auml;lt. Man kann nun in Deutschland zwar noch sagen, dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinanderklafft. Man k&ouml;nne aber nicht mehr sagen, dass sie immer weiter auseinanderklafft. Stillstand eben. Und das ist doch ein Fortschritt, nicht wahr? Jedenfalls von der Warte der sozialen Frage aus gesehen. Denn die galoppierende Ungleichheit scheint abgebremst. &Uuml;berall sonst gilt nat&uuml;rlich weiterhin, dass Stillstand t&ouml;dlich ist. Aber die Entwarnung des Statistischen Bundesamtes ist keine. Sie ist blo&szlig; das Dokument einer gelungenen Umverteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/09\/und-sie-haben-gewonnen.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><strong>dazu: Verm&ouml;gensbericht der Allianz: Uns geht es gut<\/strong><br>\nDie Welt wird immer reicher. Das Verm&ouml;gen landet h&auml;ufiger bei denen, die schon wohlhabend sind. Soweit bekannt. Aber die Mitte wird nicht &auml;rmer deshalb. Im Gegenteil. Unzufrieden ist sie dennoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/global-wealth-report-die-welt-ist-reicher-geworden-a-1113193.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers F.D.:<\/strong> Wieder mal bietet sich die Online-Ausgabe des Spiegels als Plattform f&uuml;r interessengeleitete Propaganda der Finanzlobby an. Ich habe den Artikel bzw. Finanzreport der Allianz mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Uns geht es gut&rdquo; nur &uuml;berflogen. Aber schon die Artikel-&Uuml;berschrift und die Grafik mit dem Hinweis &ldquo;Die Welt wird reicher&rdquo; l&auml;sst ahnen, welch sch&ouml;ne Propaganda hier wieder gestrickt wurde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zivilisiert den Euro!<\/strong><br>\nDas Euro-Regime polarisiert und spaltet. Statt Austerit&auml;t m&uuml;ssen die Hauptprofiteure des Marktes f&uuml;r den Erhalt des Euro sorgen. Es steht schlecht um Europa, so schlecht wie lange nicht. Die EU hat sich in einem Krisenkn&auml;uel verheddert, in dem unterschiedliche F&auml;den zusammenlaufen. Der Streit &uuml;ber den Umgang mit Fl&uuml;chtlingen l&auml;sst alle Illusionen von gemeinsamen Werten platzen, das Scheitern der Wir-schaffen-das-Politik von Angela Merkel signalisiert eine profunde Hegemoniekrise. Und quer durch Europa werden Demokratie und Toleranz von rechts attackiert. Der Rechtspopulismus, so die offizielle Lesart, avanciert zur gr&ouml;&szlig;ten Bedrohung Europas!<br>\nWirklich? Kein klar denkender Beobachter wird die Gefahr des revanchistischen Nationalismus kleinreden. Aber die Krise der EU ist eher Treiber als Folge. Oder wer glaubt, in Europa w&auml;re alles in Butter, wenn der rechte Spuk aus der Welt w&auml;re?<br>\nDie Frage dr&auml;ngt sich auf, ob die Fokussierung auf den Rechtschauvinismus als Kernproblem Europas nicht der Versuch eines Ablenkungsman&ouml;vers der EU-Eliten ist, um an der Fehlkonstruktion des Euro-Regimes nicht r&uuml;tteln zu m&uuml;ssen? Denn dort liegt eine zentrale Ursache des &Uuml;bels, &uuml;ber die nicht gerne geredet wird. Und dieses haben nicht verf&uuml;hrte Volksmassen, sondern neoliberale Eliten zu verantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Zukunft-Europas\/!5337363\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In dieser Darstellung stimmt meines Erachtens so einiges nicht. &ldquo;Der Euro kam zu fr&uuml;h, und er ist falsch konstruiert. Er f&uuml;gte zusammen, was (noch nicht) zusammen geh&ouml;rte: Volkswirtschaften mit eklatanten Produktivit&auml;tsunterschieden.&rdquo; &ndash; Eine sehr merkw&uuml;rdige Aussage. Solange sich die Produktivit&auml;tsunterschiede in den L&ouml;hnen und den Lohnst&uuml;ckkosten widerspiegeln und diese im Wechselkurs zum Euro korrekt abgebildet werden, sind Produktivit&auml;tsunterschiede kein Problem. Nach Flassbeck erfordert eine W&auml;hrungsunion lediglich eine Verabredung zu gleichen Inflationsraten. &ldquo;[D]er Euro macht W&auml;hrungsabwertungen unm&ouml;glich, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit der produktivit&auml;tsunterlegenen L&auml;nder zu st&auml;rken&rdquo; &ndash; Unsinn, weil die Wettbewerbsf&auml;higkeit jedes Landes auch und gerade in einer W&auml;hrungsunion durch Lohn- und Sozialdumping verbessert werden kann, also indem die Lohnentwicklung hinter der Produktivit&auml;tsentwicklung zur&uuml;ckbleibt; die offensichtlichen Beispiele f&uuml;r so eine Strategie sind Deutschland und die Niederlande. &ldquo;Zugleich muss der Wertsch&ouml;pfungstransfer in ein neues Fiskalregime eingebettet werden. Dazu geh&ouml;rt ein Schuldenschnitt in den Defizitl&auml;ndern, damit die Finanzmittel nicht direkt an die Banken weitergereicht werden m&uuml;ssen.&rdquo; &ndash; &ldquo;Wertsch&ouml;pfungstransfer&rdquo; ist nur ein anderes Wort f&uuml;r &ldquo;Finanzausgleich&rdquo;. Ein solcher EU-Finanzausgleich w&uuml;rde gerade nationalistische Kr&auml;fte in den &ldquo;Geberl&auml;ndern&rdquo; bef&ouml;rdern. Er ist absolut nicht notwendig, wenn die L&auml;nder mit Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen endlich ihre L&ouml;hne deutlich erh&ouml;hen und mehr importieren, und sich dementsprechend die Warenstr&ouml;me umkehren. Dasselbe gilt f&uuml;r einen Schuldenschnitt, der lediglich die Ergebnisse von 15 Jahren v&ouml;llig falscher Euro-Politik festschreiben w&uuml;rde, unter den gegebenen Umst&auml;nden zuungunsten der normalen Arbeitnehmer und der Haushalte der Gl&auml;ubigerstaaten. Weder der Euro noch die EU w&auml;ren zu retten, wenn z. B. der deutsche Staat 100 Milliarden Euro abschreiben w&uuml;rde, die er Griechenland geliehen hat, denn dann w&uuml;rde die AfD jede Wahl gewinnen. Zuzustimmen ist nat&uuml;rlich Urbans Appell, die verr&uuml;ckten Schuldenbremsen, Fiskalpakete und sonstigen Hindernisse zu beseitigen, damit die Staaten wieder vern&uuml;nftig investieren k&ouml;nnen und deutlich mehr Nachfrage &ndash; und mehr Arbeitspl&auml;tze &ndash; generieren. Zustimmen w&uuml;rde ich auch, dass der Euro als Mittel zur gewollten Staatenkonkurrenz schrecklich konstruiert ist. Insgesamt finde ich es aber seltsam, dass Urban in seinem Pl&auml;doyer f&uuml;r einen &ldquo;zivilisierten Euro&rdquo; weder &uuml;ber Inflationsraten bzw. die Quasi-Deflation im Euro-Raum schreibt noch deutliche Lohnerh&ouml;hungen (vor allem in Deutschland und in den Niederlanden) fordert; dabei w&auml;ren das die besten Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Rettung des Euro und der EU.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Griechenland war erst der Anfang<\/strong><br>\nAusterit&auml;tsexperimente in Griechenland haben den Weg freigemacht f&uuml;r eine radikale Umstrukturierung Europas durch dessen Eliten. Mittlerweile ist die Geschichte der Kapitulation Syrizas vor den europ&auml;ischen Gl&auml;ubigerinstitutionen hinl&auml;nglich bekannt. Syriza kam im Januar 2015 mit dem Regierungsauftrag an die Macht, der Aufzwingung der Austerit&auml;t zu trotzen. Stattdessen knickte Syriza unter dem Druck der Troika ein, akzeptierte die Intensivierung der Sparma&szlig;nahmen und machte damit die Hoffnungen ihrer Unterst&uuml;tzerInnen zunichte.<br>\nIn diesem Interview von George Souvlis beschreibt der Wirtschaftswissenschaftler Elias Ioakimoglou die resultierende Krise, die auch ein ganzes Jahr sp&auml;ter noch verheerenden Schaden anrichtet. Laut seinen Zahlen ist die momentane griechische Wirtschaftskrise tiefgreifender und heftiger als die amerikanische Weltwirtschaftskrise in den 1930ern. Um der Klarheit und des Stils wegen wurde diese Mitschrift bearbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/griechenland-war-erst-der-anfang\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Solidarische Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nIn der &ouml;konomischen Literatur wird immer h&auml;ufiger von &bdquo;Well-Being&ldquo; (OECD) und &bdquo;gutes Leben&ldquo; gesprochen. M&auml;&szlig;iges Wirtschaftswachstum, das nur den oberen Schichten zugute kommt, ist eine Farce. Wirtschaftswachstum sollte dazu dienen, Vollbesch&auml;ftigung, ausreichende Einkommen, hohe Lebenserwartung und Umweltqualit&auml;t zu erreichen. Solidarische Wirtschaftspolitik ist ein Instrument, um alle diese Ziele zu erreichen.<br>\nWir k&ouml;nnen solidarische Wirtschaftspolitik als Gegenentwurf zum Neoliberalismus verstehen, der die Politik seit den achtziger Jahren beherrscht. Der Neoliberalismus hat Freiheit auf seine Fahnen geschrieben, aber auf Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit &ndash; die beiden anderen Ideale der Aufkl&auml;rung &ndash; vergessen.<br>\nSolidarit&auml;t ist mehr als ein Begriff aus der Geschichte der Arbeiterbewegung. Dieser Begriff, der nach wie vor einen guten Klang in der Bev&ouml;lkerung hat, sollte zu neuem Leben erweckt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/solidarische-wirtschaftspolitik\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-B&uuml;rger k&ouml;nnen k&uuml;nftig gegen Sparma&szlig;nahmen klagen<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat die Grundrechte gest&auml;rkt: Laut einem am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Urteil ist es grunds&auml;tzlich m&ouml;glich, die Troika aus Europ&auml;ischer Zentralbank, Internationalem W&auml;hrungsfonds und Europ&auml;ischer Kommission auf Schadensersatz zu verklagen &ndash; zumindest dann, wenn deren Krisenma&szlig;nahmen nachweislich Grundrechte verletzen.<br>\nDer Anlass des Urteils scheint auf den ersten Blick nicht viel mit Grundrechten zu tun zu haben: Als der Bankensektor in Zypern 2013 in die Krise geriet, vereinbarte die Troika mit Zyperns Regierung eine Umstrukturierung. Damit die Gelder des Euro-Rettungsschirms ESM flie&szlig;en konnten, erkl&auml;rte sich Zypern bereit, zur Rettung seiner Banken Einlagen ab 100.000 Euro heranzuziehen &ndash; sehr zum Missvergn&uuml;gen von Anlegern, die gr&ouml;&szlig;ere Summen auf ihren Konten hatten.<br>\nEinige Betroffene, die auf diese Weise Geld verloren hatten, verklagten die EU-Kommission und die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) auf Schadensersatz. Der Europ&auml;ische Gerichtshof (EUGh) hat die Klage jetzt abgewiesen: Das Vorgehen habe dem Gemeinwohls der EU gedient, da es um die Stabilit&auml;t des Bankensystems gegangen sei, urteilten die Richter in Luxemburg. (&hellip;)<br>\nAllerdings enth&auml;lt das Urteil ein anderes, potenziell folgenreiches Detail: Die Richter erkl&auml;ren es f&uuml;r prinzipiell m&ouml;glich, EU-Kommission oder EZB auf Schadensersatz zu verklagen, wenn deren Entscheidungen Grundrechte verletzen. &ldquo;Das ist ein Durchbruch f&uuml;r den Grundrechtsschutz&rdquo;, sagt der Gr&uuml;nen-Europapolitiker Sven Giegold. Menschen, die in Krisenl&auml;ndern wie Griechenland, Portugal, Irland oder Zypern von sozial einseitigen Strukturprogrammen betroffen seien, &ldquo;k&ouml;nnen ihre Forderungen endlich auf dem Rechtsweg durchsetzen&rdquo;. Giegold k&uuml;ndigte Unterst&uuml;tzung f&uuml;r B&uuml;rger bei solchen Klagen an.<br>\nDer Bremer Rechtswissenschaftler Andreas Fischer-Lescano sprach gegen&uuml;ber SPIEGEL ONLINE von einem &ldquo;historischen Urteil&rdquo;. &ldquo;Die EU-Grundrechtecharta gilt nur f&uuml;r Organe der EU, der ESM steht dagegen au&szlig;erhalb des Unionsrechts.&rdquo; In dieser Hinsicht habe bei den mit Krisenstaaten vereinbarten Memoranden Wildwuchs geherrscht, den das Urteil nun beende. &ldquo;Das war l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig&rdquo;, meint Fischer-Lescano.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eugh-urteil-eu-buerger-koennen-kuenftig-gegen-sparmassnahmen-klagen-a-1113172.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stuttgart 21 wird laut Bericht des Bundesrechnungshofs viel teurer<\/strong><br>\nDas Projekt Stuttgart 21 droht bis zu drei Milliarden Euro mehr zu verschlingen als bisher von der Deutschen Bahn AG einger&auml;umt. Das geht aus einem hoch vertraulichen Bericht des Bundesrechnungshofs vom 8. September hervor, den der stern einsehen konnte. Das 16-Seiten-Papier (&ldquo;VS &ndash; Nur f&uuml;r den Dienstgebrauch&rdquo;) ging dieser Tage an einen kleinen Kreis von Bundestagsabgeordneten und an die zust&auml;ndigen Bundesministerien. Der Rechnungshof formuliert darin auch grunds&auml;tzliche Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Bahnhofsprojekts. Bisher prognostiziert die Bahn f&uuml;r das Vorhaben, bei dem die Gleise komplett unter die Erde verlegt werden, Kosten von sechs Milliarden Euro. Erst am Freitag war Bahn-Chef R&uuml;diger Grube zur Grundsteinlegung in Stuttgart und wies bei der Gelegenheit alle Zweifel zur&uuml;ck: &ldquo;Selbst wenn alle Risiken eintreten&rdquo;, so beteuerte der Vorstandschef, werde die Rechnung die Summe von 6,5 Milliarden Euro nicht &uuml;bersteigen. In Wahrheit n&auml;hern sich die Kosten offensichtlich eher der 10-Milliarden-Marke.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/stuttgart-21-wird-laut-bericht-des-bundesrechungshofs-viel-teurer-7066312.html\">stern<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/landesschau-aktuell\/bw\/swr-liegt-einschaetzung-des-bundesrechnungshofs-vor-pruefbericht-schluesselt-s21-risiken-auf\/-\/id=1622\/did=18178586\/nid=1622\/1dtdq7r\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Bahn bekommt Milliarden-Geldspritze<\/strong><br>\nDer Deutschen Bahn geht es schlecht. Verluste ihrer G&uuml;terbahn und die Konkurrenz durch Fernbusse machen ihr zu schaffen. Nun springt der Bund bei &ndash; mit einer Geldspritze von 2,4 Milliarden Euro. Mehr Geld soll auch in den Regionalverkehr flie&szlig;en. Die angeschlagene Deutsche Bahn bekommt eine Milliarden-Geldspritze aus dem Bundeshaushalt. In den kommenden vier Jahren sollen dem Staatsunternehmen 2,4 Milliarden Euro zus&auml;tzlich zuflie&szlig;en, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Dies sei mit Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble abgestimmt.<br>\nDemnach soll ab 2017 die Bahn nur noch 600 Millionen Euro Dividende anstelle der eigentlich vereinbarten 950 Millionen Euro an den Bund zahlen. Die Dividende flie&szlig;t seit einigen Jahren nach einer Vereinbarung f&uuml;r Investitionen ins Schienennetz an den Staatskonzern zur&uuml;ck. Die &uuml;ber vier Jahre dann fehlenden insgesamt 1,4 Milliarden Euro schie&szlig;t aber jetzt der Bund zu. Zudem soll in diesem oder dem n&auml;chsten Jahr die Bahn eine weitere Milliarde Euro aus Steuergeld bekommen, um ihr Eigenkapital zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bahn-387.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zerschlagung von Tengelmann: Chaos nicht ausgeschlossen<\/strong><br>\nDas Bundeskartellamt hat die Fusion von Kaiser&rsquo;s Tengelmann und Edeka verboten. Chefs und Gewerkschaften suchen einen Ausweg. [&hellip;]<br>\nDie Fusion ist blockiert. Und chaotische Entwicklungen sind nicht ausgeschlossen. Tengelmann-Insider berichten, dass viele Mitarbeiter l&auml;ngst Konsequenzen aus der andauernden Unsicherheit ihres Arbeitsplatzes z&ouml;gen. So h&auml;tten bereits &uuml;ber 100 Mitarbeiter aus dem IT-Bereich gek&uuml;ndigt. Die Logistik f&uuml;r die Kassensysteme lasse sich nur noch schwer aufrechterhalten. In M&uuml;nchen sei bereits die gesamte Expansionsabteilung zur Konkurrenz gewechselt. Sollte es nicht zu einer schnellen Einigung kommen, droht Tengelmann-Chef Haub schon in der Aufsichtsratssitzung am kommenden Freitag &uuml;ber das Ende zahlreicher Filialen zu entscheiden. Weil drei Herren mit dem Kopf durch die Wand wollten, k&ouml;nnte nun die ganze Firma gegen die Wand fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Zerschlagung-von-Tengelmann\/!5338983\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Westgesch&auml;fte<\/strong><br>\nBegleitet von wachsender Kritik treibt der Bayer-Konzern die &Uuml;bernahme seines US-Konkurrenten Monsanto voran. Durch die &Uuml;bernahme entstehe ein &ldquo;Megakonzern&rdquo; auf dem Agrarsektor, der entscheidenden Einfluss auf &ldquo;die Ern&auml;hrung der Weltbev&ouml;lkerung&rdquo; habe, hie&szlig; es gestern in einer Aktuellen Stunde im Bundestag. W&auml;hrend die Kritik im Parlament folgenlos bleibt, f&ouml;rdert Berlin systematisch den Ausbau der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen, die durch den Bayer-Monsanto-Deal noch weiter gest&auml;rkt werden. Die Vereinigten Staaten sind der bedeutendste Investitionsstandort der deutschen Industrie und inzwischen auch ihr gr&ouml;&szlig;ter Absatzmarkt: Deutsche Firmen verkauften dort im vergangenen Jahr Waren im Wert von fast 114 Milliarden Euro; die 50 gr&ouml;&szlig;ten in den USA ans&auml;ssigen deutschen Firmen steigerten ihre Jahresums&auml;tze auf rund 400 Milliarden US-Dollar. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten, die der deutschen Exportwirtschaft immense Profite bringen, sind allerdings zuletzt etwas zur&uuml;ckgegangen; der transatlantische Boom erh&auml;lt leichte Risse. Auch bei Versuchen, mit US-Konzernen zu fusionieren, um auf dem Weltmarkt eine dominierende Stellung zu erlangen, verzeichneten deutsche Unternehmen zuletzt R&uuml;ckschl&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59446\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Syrien: Waffenruhe gescheitert<\/strong><br>\nDie von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist nach nur einer Woche gescheitert &ndash; vor allem, weil Washington seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist<br>\nAm Montagabend gab die F&uuml;hrung der syrischen Armee bekannt, dass sie die von Russland und den USA ausgehandelte Waffenruhe, die vor einer Woche in Kraft trat, nun auslaufen lasse. &bdquo;Rebellenkr&auml;fte&ldquo; h&auml;tten demnach &bdquo;in mehr als dreihundert F&auml;llen&ldquo; gegen die Feuerpause versto&szlig;en, hei&szlig;t es zur Begr&uuml;ndung in einer von der syrischen Nachrichtenagentur Sana ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung.<br>\n&bdquo;Dschihadistische Gruppen nutzten die Waffenruhe, um sich neu zu gruppieren und Positionen des Milit&auml;rs anzugreifen&ldquo;, hei&szlig;t es darin weiter. Die Armee habe sich dagegen auch nach Angriffen der Aufst&auml;ndischen in Zur&uuml;ckhaltung ge&uuml;bt und versucht, das Abkommen mit dem &bdquo;h&ouml;chsten Grad an Professionalit&auml;t&ldquo; zu erf&uuml;llen.<br>\nDie Entscheidung des Oberkommandos der syrischen Armee, die Waffenruhe nicht weiter zu verl&auml;ngern, erfolgte offenbar mit R&uuml;ckendeckung Moskaus. Generalleutnant Sergej Rudskoi vom russischen Generalstab nannte es sinnlos, &bdquo;dass die syrische Regierungsarmee die Waffenruhe weiter einseitig einhalten soll&ldquo;. Die USA h&auml;tten die ausgehandelte Vereinbarung nicht eingehalten, so Rudskoi.<br>\nVon Anbeginn stand die Feuerpause, von der die Terrororganisationen Fatah al-Sham (ehemals al-Nusra Front) sowie der &bdquo;Islamische Staat&ldquo; ausgenommen waren, unter keinem guten Stern. &Uuml;ber zwanzig Rebellengruppen hatten in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung bekannt gegeben, sich an diese nicht zu halten, da ein Waffenstillstand in erster Linie der syrischen Armee nutze. Zudem lehnten sie es ab, sich von Fatah al-Sham zu distanzieren.<br>\nZu den Unterzeichnern geh&ouml;rte unter anderem die j&uuml;ngst ob der bestialischen Hinrichtung eines Kindes Schlagzeilen machende Terrorgruppe Nur-al-Din-al-Sinki sowie die im Raum Damaskus aktive &bdquo;Armee des Islam&ldquo;, deren Anf&uuml;hrer Mohammed Alloush zugleich Chefunterh&auml;ndler des Hohen Verhandlungskomitees ist, einem unter saudischer Regentschaft gebildeten B&uuml;ndnis von Regierungsgegnern. Auch die gr&ouml;&szlig;te islamistische Rebellengruppe, die eng mit Fatah al-Sham kooperierende Ahrar al-Sham, verweigerte sich der Waffenruhe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201609204116\/politik\/welt\/syrien-waffenruhe-gescheitert.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Alle Konfliktparteien missachten das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht&rdquo;<\/strong><br>\nDer Angriff auf einen Hilfskonvoi in Syrien zeige in einer neuen Dimension, dass das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht von den Konfliktparteien in Syrien von Anfang an missachtet worden sei, kritisierte Christof Johnen vom Roten Kreuz im DLF. Er appellierte an die Politik, sich f&uuml;r den Schutz von humanit&auml;rer Hilfe und der Zivilbev&ouml;lkerung einzusetzen. Auch das Rote Kreuz versuche, Einfluss auf die Konfliktparteien zu nehmen, &ldquo;und im humanit&auml;ren Sinne auf die Einhaltung des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts zu dr&auml;ngen&rdquo;, so Johnen. Die Arbeit des Roten Kreuzes in Syrien funktioniere vor allem &uuml;ber die Kolleginnen und Kollegen des Syrischen Halbmondes. Das Rote Kreuz helfe unter anderem dabei, eine logistische Infrastruktur f&uuml;r die Hilfsleistungen aufzubauen und unterst&uuml;tze auch direkt mit Hilfsg&uuml;tern. &Uuml;ber zehn Millionen Menschen in Syrien seien inzwischen auf humanit&auml;re Hilfe angewiesen, sagte Johnen im Interview mit dem Deutschlandfunk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/syrien-alle-konfliktparteien-missachten-das-humanitaere.694.de.html?dram:article_id=366427\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kriegerische Visionen<\/strong><br>\nDie BRD und Frankreich dr&auml;ngen auf eine rasche Militarisierung der Europ&auml;ischen Union. Der Austritt Gro&szlig;britanniens k&ouml;nnte diese beschleunigen<br>\nJetzt soll es also endlich schnell gehen mit der Militarisierung der EU. Der &raquo;Bratislava-Fahrplan&laquo;, auf den sich die Staats- und Regierungschefs aller 27 EU-Staaten au&szlig;er Gro&szlig;britannien auf ihrem informellen Gipfel am vergangenen Freitag geeinigt haben, verlangt sie ausdr&uuml;cklich &ndash; die &raquo;Verst&auml;rkung der EU-Zusammenarbeit im Bereich der externen Sicherheit und der Verteidigung&laquo;. Dazu wird die EU-Kommission in den n&auml;chsten Wochen und Monaten die n&ouml;tigen Vorschl&auml;ge entwickeln; bereits im Dezember soll ein EU-Gipfel dann N&auml;gel mit K&ouml;pfen machen und &raquo;&uuml;ber einen konkreten Umsetzungsplan f&uuml;r Sicherheit und Verteidigung&laquo; entscheiden, wie es ebenfalls in der &raquo;Erkl&auml;rung von Bratislava&laquo; hei&szlig;t. L&auml;uft alles wie geplant, dann wird die EU im n&auml;chsten Jahr einen gro&szlig;en Schritt hin zu mehr Milit&auml;reins&auml;tzen tun. Die Blaupausen dazu, verfasst von den zust&auml;ndigen Ministerien in Berlin und Paris, liegen &ouml;ffentlich vor (&hellip;).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/09-21\/020.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35053#h09\">EU-R&uuml;stungspapier<\/a>. Das Papier kann auch direkt <a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/portal\/a\/bmvg\/!ut\/p\/c4\/NYuxDsIwDET_yE7EgthSRUIMDLCUsqVtFBk1SWWcdunHkwzcSW-4p8M31ia3UXBCObkFXzhMdBl3GOMW4JML1xUiJfqKZyoR-_aZPUw5eWkUn4QqAzvJDGtmWZopzNUAzTgobTul1T_6MPZxvZuTOttb98Q1RvMDO7snsQ!!\/\">hier<\/a> heruntergeladen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bahamas-Leaks zeigen: Politiker nutzen Inselstaat als Steueroase<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here EU-Kommissarin Neelie Kroes war w&auml;hrend ihrer Amtszeit Direktorin einer Briefkastenfirma auf den Bahamas. Das ergibt sich aus vertraulichen Dokumenten, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegen. Demnach hat die Niederl&auml;nderin gegen den Verhaltenskodex der EU-Kommission versto&szlig;en. Die heute 75-J&auml;hrige war von 2000 bis 2009 &ndash; und damit auch als EU-Kommissarin &ndash; Direktorin der Mint Holdings Limited. Kommissionsmitgliedern ist jegliche Nebent&auml;tigkeit verboten. Kroes h&auml;tte ihre T&auml;tigkeit in dem Steuerparadies auch dann noch erkl&auml;ren m&uuml;ssen, als sie den Direktorenposten aufgegeben hatte. Auch dies unterblieb. Auf Anfrage lie&szlig; Kroes mitteilen, es handle sich um ein &ldquo;Versehen&rdquo;. Ihr Anwalt sagte, sie &uuml;bernehme die &ldquo;volle Verantwortung&rdquo;. Am Mittwoch unterrichtete sie Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bahamas-leaks-bahamas-leaks-zeigen-politiker-nutzen-inselstaat-als-steueroase-1.3172490\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder eine Nebelkerze, der tollen Investigativjournalisten der SZ? Mit solchen Meldungen kann man ganz wunderbar davon ablenken, dass die gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen mitten in Europa existieren und Luxemburg, Irland und Niederlande hei&szlig;en. Dass das gr&ouml;&szlig;te Problem darin liegt, dass Konzerne wie Apple, die Milliardengewinne scheffeln, faktisch keine Steuern zahlen und nicht darin, dass  abgehalfterte Politiker Konten auf den Bahamas unterhalten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Rechter geht&rsquo;s nicht<\/strong><br>\nDie CSU fordert, Merkel m&ouml;ge ihren Worten Taten folgen lassen und Seehofer entgegenkommen. Dabei spricht die Kanzlerin schon l&auml;ngst Bayerisch. [&hellip;] Die CDU-Kanzlerin wird f&uuml;r eine humane Asylpolitik angegangen, obwohl sie diese l&auml;ngst vollst&auml;ndig geopfert hat. Die CSU mosert besonders dumpf. &bdquo;Deutschland soll Deutschland bleiben&ldquo;, fordert sie in einem Papier, das nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern erstellt wurde. Die CDU-Chefin hat im Bundestag prompt versichert, Deutschland werde Deutschland bleiben. Aber das gen&uuml;gte Bayerns Philosophen nicht. Sie wollten am liebsten h&ouml;ren: &bdquo;Wir schaffen das nicht&ldquo;, besser noch: &bdquo;Obergrenze, jetzt&ldquo;. Letzteres h&auml;lt Merkel f&uuml;r undenkbar. Und nat&uuml;rlich kann sie auch Ersteres nicht sagen. Die Kanzlerin muss schlie&szlig;lich L&ouml;sungen anbieten.<br>\nAm Montag hat sie sich im Konrad-Adenauer-Haus aber, so interpretieren das viele Medien, vom &bdquo;Wir schaffen das&ldquo; gel&ouml;st.Indem sie sagte: &bdquo;Viel ist in diesen eigentlich alltagssprachlichen Satz hineininterpretiert, ja sogar hineingeheimnist worden. So viel, dass ich ihn inzwischen eigentlich am liebsten kaum noch wiederholen mag.&ldquo; Die CSU st&auml;nkert weiter, Finanzminister Markus S&ouml;der sagt: &bdquo;Aber nat&uuml;rlich m&uuml;ssen den Worten Taten folgen.&ldquo;<br>\nZur Erinnerung: Entschiedener als Angela Merkel hat in den letzten zw&ouml;lf Monaten niemand Versch&auml;rfungen im Asylrecht durchgesetzt. Wenigstens wei&szlig; Horst Seehofer das. Dem Spiegel sagte er: &bdquo;Angela Merkel und die CDU haben inzwischen eine Vielzahl unserer Forderungen &uuml;bernommen.&ldquo; Warum wird im S&uuml;den die Anti-Fl&uuml;chtlings-Keule dann trotzdem aufs Heftigste geschwungen? Auch das verr&auml;t der bayerische Ministerpr&auml;sident dem Spiegel: &bdquo;Was wir jetzt noch brauchen, ist ein Regelwerk, eine Art Garantie, wie sich der Zustrom von Fl&uuml;chtlingen k&uuml;nftig drastisch begrenzen l&auml;sst. Die Vergangenheit darf sich nicht wiederholen.&ldquo; Na gut, auch Seehofer lebt in einer Blase. Deshalb noch mal: Merkels Kurs k&ouml;nnte rigider nicht sein!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5337558\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Exakt so ist es. Und dennoch gibt es verr&uuml;ckterweise Menschen, die die Kanzlerin f&uuml;r links halten. Aber die sind dann oft bei den Gr&uuml;nen und halten auch Winfried Kretschmann und sich selbst f&uuml;r Linke.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Klatsche f&uuml;r Junge Union: Altmaier finanzierte TTIP-Proteste<\/strong><br>\nGute Recherche erspart manche Peinlichkeit. Das hat nun auch die Junge Union lernen m&uuml;ssen. Deren Vorsitzende hatten am Dienstag den R&uuml;cktritt von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) gefordert. Der Grund: Sie soll Proteste gegen das Freihandelsabkommen TTIP mit rund 100.000 Euro durch das Bundesumweltministerium f&ouml;rdern lassen haben. Mit Steuergeldern also. Was die JU-Vorsitzenden Paul Ziemiak und Nicolas S&ouml;lter nicht bedacht hatten: Die F&ouml;rderungen, die von 2013 bis 2015 an den Deutschen Naturschutzring gingen, wurden noch von Hendricks Vorg&auml;nger bewilligt: Vom heutigen Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU).<br>\nNoch am Dienstag hatte die Junge Union auf ihrer Facebook-Seite gepostet: &raquo;Durch gezielte Unterst&uuml;tzung von TTIP-Gegnern hat BMin Hendricks das Handeln der Bundesregierung untergraben. Wir legen ihr den R&uuml;cktritt nahe&laquo;. Auch der Unionspolitiker Michael Fuchs hatte sich dazu emp&ouml;rt auf Twitter ge&auml;u&szlig;ert: &raquo;Was ist da los, hat das @BMUB: #TTIP-Gegnern einen sechsstelligen Betrag aus Steuergeldern zukommen lassen?!&laquo;<br>\nMit nicht wenig Genugtuung hatten der SPD-Politiker Ulrich Kelber und der Gr&uuml;ne Hermann Ott den Unionstwitterer darauf hingewiesen, dass die Gelder von Altmaier bewilligt worden waren &ndash; mit dem Hinweis, es sei doch gut, dass das Bundesministerium Meinungsvielfalt und Umweltverb&auml;nde st&auml;rke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1026261.klatsche-fuer-junge-union-altmaier-finanzierte-ttip-proteste.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-35114","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35114","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35114"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35114\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35117,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35114\/revisions\/35117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35114"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35114"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35114"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}