{"id":3512,"date":"2008-10-16T09:13:48","date_gmt":"2008-10-16T07:13:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3512"},"modified":"2008-10-16T09:16:18","modified_gmt":"2008-10-16T07:16:18","slug":"hinweise-des-tages-754","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3512","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Steinbr&uuml;ck allm&auml;chtig oder wie sich das Parlament selbst entmachtet<\/li>\n<li>&ldquo;Die Finanzkrise hat aus Schurken Helden gemacht&rdquo;<\/li>\n<li>Gier ist gut, Kontrolle ist besser<\/li>\n<li>Analysen zur Finanzkrise<\/li>\n<li>Zu Schirrmacher: War auf einmal alles schlecht?<\/li>\n<li>Aufruf an die Blogosph&auml;re &ndash; an unsere Abgeordneten<\/li>\n<li>Finanzkrise: Welche Schuld tr&auml;gt die Politik?<\/li>\n<li>Merkels Instinkt versagt<\/li>\n<li>Neue Bilanzierungsregel entlastet Banken<\/li>\n<li>Lebensversicherungen und Pensionskassen im Sog der Finanzkrise<\/li>\n<li>Pensionskassen mit herben Verlusten<\/li>\n<li>Finanzen der gesetzlichen Sozialversicherung im 1. Halbjahr 2008<\/li>\n<li>Steuern: Das deutsche Unverm&ouml;gen<\/li>\n<li>Privatisierung: Kostenfalle f&uuml;r das Gemeinwesen?<\/li>\n<li>Finanzkrise: Wasserversorger droht Millionenverlust<\/li>\n<li>Krise trifft Leiharbeiter als erste<\/li>\n<li>Inlandseins&auml;tze der Bundeswehr: Steinmeiers Desaster<\/li>\n<li>Hoffen auf den Drachen<\/li>\n<li>Island: Es ist entsetzlich<\/li>\n<li>USA: Welche Teufel im Rettungspaket stecken<\/li>\n<li>Riesige Umbr&uuml;che in der Bildung, ganz ohne Plan<\/li>\n<li>Wohlstand nur f&uuml;r die Gebildeten<\/li>\n<li>GEW: &bdquo;F&uuml;r einen Kurswechsel im Bologna-Prozess!&ldquo;<\/li>\n<li>M&uuml;ntefering: Der Habicht auf der Ruine<\/li>\n<li>Reich-Ranicki, Nachdenkseiten, ad sinistram und die Medienkritik<\/li>\n<\/ul><p>(KR\/WL\/AM)<\/p><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3512&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck allm&auml;chtig<\/strong><br>\nDas Rettungspaket gibt dem Finanzminister viele M&ouml;glichkeiten, die Banken-Politik zu bestimmen. Ob er sie nutzt, entscheidet er fast allein. Die Banken scheinen bisher nicht beunruhigt. Das &ldquo;V-Wort&rdquo; meidet die Regierung wie ein Banker derzeit einen faulen Subprime-Kredit: Von &ldquo;Verstaatlichung&rdquo; sprechen Union und SPD im Zusammenhang mit dem 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket &uuml;berhaupt nicht gern. Dabei gibt das eilig zusammengeschn&uuml;rte Gesetzespaket Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) nicht nur die M&ouml;glichkeit, Aktienanteile oder stille Beteiligungen an Kreditinstituten zu erwerben. Zudem soll k&uuml;nftig ein unmittelbarer Einfluss auf die Gesch&auml;ftspolitik der Banken m&ouml;glich sein. Und zwar &ndash; anders als bisher in der &Ouml;ffentlichkeit dargestellt &ndash; nicht nur f&uuml;r Geldinstitute, an denen sich der Bund direkt beteiligt, sondern auch f&uuml;r jene, bei denen er nur f&uuml;r Kredite b&uuml;rgt oder Risiken &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/steinbrueck-allmaechtig\/\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das wird eine Speziewirtschaft &ndash; geschmiert mit Milliarden <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie sich das Parlament selbst entmachtet<\/strong><br>\nIm Eiltempo wird das Gesetz zur Rettung der Banken durchgepeitscht, nicht mal die Linke wagt Widerspruch. Trotzdem feiern sich die Abgeordneten f&uuml;r diese &ldquo;Sternstunde der Demokratie&rdquo;. Doch das muss sich erst noch herausstellen Die &bdquo;Solidarit&auml;t der Demokraten&ldquo;, die Norbert Lammert zu Beginn der Debatte beschworen hat, schwei&szlig;t das Parlament zusammen. Viel ist vom Verh&auml;ltnis von Staat und Markt die Rede, das angesichts der Exzesse der Finanzbranche neu geordnet werden m&uuml;sse. Doch die Frage, wie sich dieses Eilgesetzgebungsverfahren auf das Verh&auml;ltnis von Exekutive und Legislative, von Regierung und Parlament auswirkt, diese Frage reflektiert kaum ein Abgeordneter an diesem historischen Tag.\n<p>Denn ob das riesige Finanzmarkthilfspaket wirklich so alternativlos ist und das Eilverfahren Ausdruck eines &bdquo;demokratischen Verantwortungsbewusstseins&ldquo;, wie es Peer Steinbr&uuml;ck formuliert, wird sich erst im R&uuml;ckblick sagen lassen. Gelingt mit ihm die Rettung der Banken, werden sich alle Beteiligten sp&auml;ter auf die Schulter klopfen, ihren Mut, ihre Entschlossenheit und ihre Verantwortungsbereitschaft loben. Geht es hingegen schief, dann hat die Demokratie in dieser Woche Schaden genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/42\/bundestag-finanzkrise-demokratie\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wowereit im Interview: &ldquo;Lassen uns nicht &uuml;ber den Tisch ziehen&rdquo; <\/strong><br>\nBerlins B&uuml;rgermeister Klaus Wowereit im SZ-Gespr&auml;ch &uuml;ber den Notplan f&uuml;r die Banken, den B&ouml;rsengang der Bahn und die Ruhe in der SPD nach Becks R&uuml;cktritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/295\/314195\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Klau: Gier ist gut, Kontrolle ist besser<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen den Markt als das nehmen, was er ist, und wir m&uuml;ssen ihm per Staatseingriff Grenzen setzen, damit sein &Uuml;bersch&auml;umen keine Strudel erzeugt, die wie 1929 alles in die Tiefe rei&szlig;en. \n<p>Wir werden rascher erkennen und rascher handeln m&uuml;ssen, wenn neue Technologien neues Potenzial und damit neue Risiken erzeugen. Wir m&uuml;ssen Entlohnungsstrukturen gesetzlich bek&auml;mpfen, die ihre Nutznie&szlig;er zu immer weiterem Risiko antreiben. Und wir m&uuml;ssen denen entgegenhalten, die uns gepredigt haben und weiter predigen werden, dass der Staat immer st&ouml;rt und der Markt immer die besseren Antworten hat. 2008 muss das Jahr werden, in dem der Absolutismus des Marktes sein ideologisches Ende fand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Thomas-Klau-Gier-ist-gut-Kontrolle-ist-besser\/420928.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Finanzkrise hat aus Schurken Helden gemacht&rdquo;<\/strong><br>\nDer Soziologe Ulrich Beck im SPIEGEL-ONLINE-Interview: &bdquo;Wer &uuml;ber Nacht einen Meinungs- und Fahnenwechsel zu einer Art Staatssozialismus f&uuml;r Reiche vollzieht, ist unglaubw&uuml;rdig. Je tiefer die Krise wird, desto st&auml;rker scheint allerdings der Zwang zuzunehmen, denen zu glauben, die die Misere mit ihrem sogenannten Sachverstand verursacht haben. Dieser Prozess verhindert, dass die Eliten ausgetauscht werden, was in der Demokratie aber &uuml;blich sein sollte. Das f&uuml;hrt zur Personalunion von Verbrecher und Polizei.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-584050,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><strong>War auf einmal alles schlecht?<\/strong><br>\nErn&uuml;chternde Bilanz: Frank Schirrmacher rechnet in der &ldquo;FAZ&rdquo; mit &ldquo;Lebensentscheidungen&rdquo; und Kapitalismus ab. Ein Kommunist k&ouml;nnte nicht radikaler gegen die kapitalistische Ordnung agitieren, als es Schirrmacher jetzt tut, f&uuml;r den &ldquo;das gro&szlig;e Zweifeln an der Gesellschaft und an der Tragf&auml;higkeit ihrer bisherigen Vernunft&rdquo; begonnen hat. Der &ldquo;Einzelne&rdquo;, schreibt er &ndash; um nicht zu sagen: Ich, Schirrmacher &ndash; &ldquo;muss nachtr&auml;glich einsehen, dass die Vern&uuml;nftigkeit seiner wichtigsten Lebensentscheidungen auf einem rein spekulativen System basierte.&rdquo;\n<p>M&uuml;sste er sich mit den Linken nicht verbr&uuml;dern, die schon l&auml;ngst vor dem gewarnt haben, was jetzt geschehen ist? Das ist es gerade: Die Linken haben vor Leuten wie ihm, vor Zeitungen wie der FAZ gewarnt, und Schirrmacher will nicht einr&auml;umen, dass sie recht hatten. &ldquo;Wie konnte zugelassen werden, was gerade geschieht?&rdquo;, fragt er, als w&uuml;sste er nicht, welche Rolle die Medien bei der Etablierung des Neoliberalismus gespielt haben. &ldquo;Will man die Antwort darauf nicht einer linken Demagogie &uuml;berlassen&hellip;&rdquo; Die Antwort w&uuml;rde lauten: Schirrmacher etwa hat es nicht nur &ldquo;zugelassen&rdquo;, sondern beinahe zwei Jahrzehnte lang mit aller Kraft gef&ouml;rdert und betrieben. Nun spricht er vorsorglich von &ldquo;Demagogie&rdquo;: Bevor jemand auf die Idee kommt, ihm zu antworten, antwortet er lieber selbst. Unter diesem Gesichtspunkt stellt sich seine so &ldquo;radikale&rdquo; Argumentation als Schutzbehauptung dar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/42\/08421404.php\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufruf an die Blogosph&auml;re &ndash; an unsere Abgeordneten<\/strong><br>\nAm Freitag werden Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit dem sog. Bankenrettungsplan zustimmen. Im Gegensatz zu all den sog. Reformen, die uns in den vergangenen Jahren wider besseres Wissen als &ldquo;alternativlos&rdquo; angedient wurden, ist dieses Gesetz wohl wirklich n&ouml;tig &ndash; wenn auch nicht in dieser Form und mit diesen unausgereiften Kann-Bestimmungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kritik-und-kunst.blog.de\/2008\/10\/15\/freitag-kolleginnen-kollegen-ueberwaeltigender-mehrheit-sog-bankenrettungsplan-zustimmen-fordern-zustimmung-4874755\">Blog Kritik und Kunst von Hartmut Finkeldey<\/a> \n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>DGB-Stellungnahme zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz<\/strong><br>\nIm Rahmen der kurzfristigen Nothilfe d&uuml;rfen keine Steuergelder verschwendet werden. Deswegen muss das Prinzip &bdquo;Hilfe nur f&uuml;r Gegenleistung&ldquo; konsequent durchgehalten werden. Subventionen darf es grunds&auml;tzlich nur gegen Eigentumsrechte f&uuml;r den Staat geben. Dieses Prinzip wird jedoch im Gesetzentwurf nicht konsequent umgesetzt. Dar&uuml;ber hinaus deckt der Gesetzentwurf zentrale Handlungsfelder nicht ab. So fehlt ein Ma&szlig;nahmenb&uuml;ndel, das den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft entgegensteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3301\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkels Instinkt versagt<\/strong><br>\nDer Fall Tietmeyer ist f&uuml;r die Kanzlerin eine Riesenblamage. Sie war schlecht beraten, ausgerechnet einem Mann die Leitung eines wichtigen Expertengremiums zu &uuml;bertragen, der in vielerlei Hinsicht vorbelastet ist. Auch f&uuml;r Merkels Koalitionspartner SPD war die Entscheidung ein Affront&hellip;\n<p>Wie konnte Merkel ausgerechnet einen Mann zu einem ihrer wichtigsten Berater in Finanzfragen machen, der im Aufsichtsrat des angeschlagenen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) sitzt und der zuvor mehrere Jahre die deutsch-irische Depfa-Bank kontrollierte, die durch fehlgeschlagene Gesch&auml;fte fast ihren heutigen Mutterkonzern HRE ruiniert h&auml;tte? Selten war der Spruch vom Bock, den man zum G&auml;rtner macht, so treffend wie bei Tietmeyer. Dass Merkel ihn trotzdem ausgesucht hat, ist auf eine Mischung aus Dilettantismus und Beschr&auml;nktheit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Offenbar war man im Kanzleramt &uuml;ber Tietmeyers Nebenjobs nicht richtig informiert. Es ist kaum vorstellbar, dass Merkel und ihre Berater sehenden Auges ins offene Messer gelaufen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Merkels-Instinkt-versagt\/426546.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmkerung AM:<\/strong> Das ist eine Fehleinsch&auml;tzung der FTD. Angela Merkel hat versucht, einen Spie&szlig;gesellen aus dem Netz der Finanzindustrie, mit dem sie selbst eng verbunden ist, in ein f&uuml;r die k&uuml;nftige Handhabung der Krise wichtiges Amt zu heben. Das war selbst der SPD zu viel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Kanzlerin in der Krise<\/strong><br>\nGerade mal 15 Minuten nahm sich die Regierungschefin Zeit, um der Bev&ouml;lkerung eine Entwicklung zu erkl&auml;ren, die alle Kategorien sprengt: Der Bund muss die Banken im schlimmsten Fall mit einer Summe st&uuml;tzen, die doppelt so hoch ist wie sein gesamter Haushalt. Merkel klammerte sich an die Formel von den &ldquo;Bausteinen der neuen Finanzverfassung&rdquo; und versprach: &ldquo;Wir greifen hart durch&rdquo;, um dann ausgerechnet Hypo-Real-Aufseher Hans Tietmeyer mit der Aufgabe zu betrauen. Eine bizarre Personalentscheidung, nicht abgestimmt mit dem Koalitionspartner und zwei Stunden sp&auml;ter hinf&auml;llig durch die Absage des Ex-Bundesbankchefs. Vertrauen schaffen geht anders. Wenn die Volksparteien nicht vermitteln k&ouml;nnen, weshalb der Staat in einer derart unvorstellbaren Weise einspringen muss, obwohl er es sich eigentlich nicht leisten kann, wird von dem Debakel vor allem die Linkspartei profitieren. Ihre Forderungen nach mehr Hartz IV und mehr Rente klingen pl&ouml;tzlich sehr bescheiden. Aber nur im irrealen Ma&szlig;stab 1: 500 000 000 000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1613981&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise: Welche Schuld tr&auml;gt die Politik?<\/strong><br>\nZehn Jahre lang wurde eifrig dereguliert. Die Gesetzgebung liest sich wie ein F&ouml;rderprogramm f&uuml;r die Finanzwirtschaft:\n<p>2001: Finanzminister Eichel stellt Unternehmensverk&auml;ufe steuerfrei. Und heizt so das Fusionsfieber an, ein Riesengesch&auml;ft f&uuml;r Investmentbanken. Die private Riester-Rente wird eingef&uuml;hrt. Dem Finanzsektor flie&szlig;en riesige Mittel zu, die der staatlichen Rente fehlen.<br>\n2004: Rot-Gr&uuml;n l&auml;sst unter Schr&ouml;der und Fischer Hedge-Fonds und Derivate zu. Die absurden Renditeziele der Finanzwirtschaft werden zur allgemeinen Richtschnur.<br>\n2005: Im rot-schwarzen Koalitionsvertrag wird die F&ouml;rderung des Kreditverkaufs festgeschrieben. Au&szlig;erdem will man nur eine &ldquo;Finanzaufsicht mit Augenma&szlig;&rdquo;.<br>\n2008: Finanzinvestoren gew&auml;hrt man weitere Steuergeschenke.<\/p>\n<p>Heute gilt der unkontrollierte Kreditverkauf als Hauptursache der Krise. Und dabei hat die Bundesregierung zur Unterst&uuml;tzung dieses Gesch&auml;fts sogar eigens eine Initiative auf den Weg gebracht.<\/p>\n<p>Jetzt will die Politik kr&auml;ftig eingreifen. Fragt sich nur, ob sie dazu &uuml;berhaupt noch in der Lage ist. Zehn Jahre lang wurde die Finanzbranche eifrig unterst&uuml;tzt und gef&ouml;rdert. Und bisher soll kein einziges Degulierungsgesetz zur&uuml;ckgenommen werden. Vom Finanzministerium hie&szlig; es auf Anfrage von Plusminus dazu nur: Kein Kommentar.<\/p>\n<p>Ein Beitrag von Wolfgang Wirtz-Nentwig und Dietrich Krau&szlig;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,oaneh5iv9je4oqm9~cm.asp\">ARD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/1020246?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD-Mediathek<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Eine gute und umfangreiche Aufstellung politischer S&uuml;nden. Beim Bundessuperminister a.D. Wolfgang Clement, der die Leiharbeit in mehreren Schritten deregulierte, w&auml;ren noch seine derzeitigen diversen Posten bei Personaldienstleistern wie Adecco oder Dussmann zu erg&auml;nzen.<\/em><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-print.php?p=1779\">Nachdenkseiten vom 05.10.2006<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/download\/drehtuer-studie.pdf\">LobbyControl [PDF &ndash; 284 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Der NDS-Unterst&uuml;tzer JK schreibt uns dazu:<\/strong><br>\nIch sah heute (14.10.) abend einen interessanten Beitrag in Plusminus zur Finanzmarktkrise und zur Heuchelei der gegenw&auml;rtigen Politik, die noch vor kurzem das hohe Lied des freien Marktes gesungen hat und dabei erst die rechtlichen Rahmenbedingungen f&uuml;r die Zockerei geschaffen hat. Eine gute Zusammenfassung der von rot-gr&uuml;n und rot-schwarz beschlossenen Deregulierungsgesetze. Auch wird richtigerweise eine Relation zur Deregulierung des Arbeitsmarktes hergestellt. Sehenswert! Ebenfalls interessant der Beitrag zu den fatalen Folgen des PPP f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte. <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Respekt f&uuml;r die Autoren aus Saarbr&uuml;cken und Stuttgart. Sie retten am Ende vielleicht noch den Ruf des &Ouml;ffentlich-Rechtlichen Rundfunks<\/em><\/p>\n<p>Dazu passt auch recht gut etwas zur <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,lh919qx0jo5csdxs~cm.asp\">Funktionsweise von Kreditderivaten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Bilanzierungsregel entlastet Banken<\/strong><br>\nDie EU lockert zur Milderung der Finanzkrise eine internationale Bilanzierungsregel f&uuml;r Banken. Experten kritisieren, dass damit die Bewertung des Verm&ouml;gensbestandes verw&auml;ssert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1613847&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Oskar Lafontaine in der Debatte &uuml;ber den von Union und SPD eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung eines Ma&szlig;nahmepakets zur Stabiliserung des Finanzmarktes<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/rede.php?artikel=1331020157\">Die Linke<\/a><\/li>\n<li><strong>Lebensversicherungen und Pensionskassen im Sog der Finanzkrise<\/strong><br>\nMit der Banken-Pleitewelle drohen Anlegern auch an unvermuteter Stelle Einbu&szlig;en &ndash; bei Lebensversicherungen und Betriebsrenten. Denn die Lebensversicherer und Pensionskassen h&auml;ngen voll im Risiko bei m&ouml;glichen Bankenpleiten. Ein knappes Drittel der 690 Milliarden Euro Anlegergelder haben die Lebensversicherer allein in Bankschuldverschreibungen gesteckt, dazu summieren sich Schuldschein- und Darlehnsforderungen gegen die Geldh&auml;user und Aktienpakete. Knapp ein Prozent, 6,5 Milliarden Euro, stecken in Private-Equity- oder Hedgefondsanlagen, die dick im Minus stehen und denen wegen der Kreditklemme das Geld ausgeht. Weitere acht Prozent entfallen auf Unternehmensanleihen, deren Kurse ebenfalls unter Druck stehen.\n<p>Schon jetzt gehen den Managern von Lebensversicherungs- und Pensionsgeldern die Anlagealternativen aus: Sichere Staatsanleihen bringen derzeit weniger als vier Prozent, Aktien sind im Sinkflug, und auch die Immobilienm&auml;rkte bieten ein trostloses Bild. Einige Lebensversicherungen und Pensionskassen k&ouml;nnen ihren Kunden daher kaum mehr als die magere Garantieverzinsung von 2,25 Prozent bieten &ndash; wohlgemerkt nur auf den Teil, der tats&auml;chlich im Anlagetopf ankommt, nach Abzug aller Kosten. Bei einer Lebensversicherung sind dies in der Regel nur 70 bis 75 Prozent der Pr&auml;mie. Nach Abzug der Inflationsrate macht der Anleger also in jedem Fall ein Verlustgesch&auml;ft, sollte nur noch die Garantieverzinsung flie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/lebensversicherungen-und-pensionskassen-im-sog-der-finanzkrise-373956\/\">Wiwo<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pensionskassen mit herben Verlusten<\/strong><br>\nIm Zuge der Finanzmarktkrise steuern die Schweizer Pensionskassen auf ihr schlechtestes Jahr seit Einf&uuml;hrung des BVG-Obligatoriums im Jahr 1985 zu. Der Pictet-25-Index (Aktienquote 25%), ein wichtiger Referenzwert bei der Verwaltung der Gelder der beruflichen Vorsorge, lag nach dem Ausverkauf an den Aktienm&auml;rkten am vergangenen Freitag im Jahr 2008 mit 12,06% im Minus. Ein anderer Pensionskassen-Index, der BVG 25 (ebenfalls Aktienquote 25%), verbuchte zu diesem Zeitpunkt einen Jahresverlust von 12,13%. Der Oktober sei bisher ein schlimmer Monat f&uuml;r die Pensionskassen gewesen, sagte Graziano Lusenti von der gleichnamigen Beratungsgesellschaft. Per Ende September habe der durchschnittliche Verlust noch 6% betragen. Nach den starken Gewinnen an den Aktienm&auml;rkten am Montag k&ouml;nnten sich die aktuellen Verluste aber bereits wieder auf 10,5% reduziert haben, sch&auml;tzt Michael Brandenberger, CEO des Beratungsunternehmens Complementa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/pensionskassen_mit_herben_verlusten_1.1102813.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das sollten jene zur Kenntnis nehmen, die das Schweizer Altersvorsorgesystem rundweg &uuml;ber den gr&uuml;nen Klee loben.<\/em><\/p>\n<p>Lesen Sie im Gegensatz dazu, was die FAZ &uuml;ber die gesetzliche Rente schreibt: &bdquo;F&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung gibt es keine unmittelbaren Folgen der Krise. Ihre Auszahlungen werden im Umlageverfahren finanziert. Die arbeitende Bev&ouml;lkerung zahlt also, sofern sie sozialversicherungspflichig besch&auml;ftigt ist, aus dem laufenden Einkommen die Auszahlungen an die Rentner. Es gibt also keine Kapitaldeckung, die an Wert verlieren k&ouml;nnte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D\/Doc~EAA1FE9188C134F20A04BBD9C8AD95504~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzen der gesetzlichen Sozialversicherung im 1. Halbjahr 2008<\/strong><br>\nNach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat die gesetzliche Sozialversicherung im ersten Halbjahr 2008 in der Abgrenzung der Finanzstatistik ein Finanzierungsdefizit von 2,0 Milliarden Euro verzeichnet. Im ersten Halbjahr 2007 betrug es 0,5 Milliarden Euro. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung f&uuml;r Landwirte sowie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.\n<p>In der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen die Ausgaben (+ 5,1%) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 st&auml;rker als die Einnahmen (+ 3,4%). Damit ergab sich im ersten Halbjahr 2008 ein Finanzierungsdefizit von 1,0 Milliarden Euro, w&auml;hrend im ersten Halbjahr 2007 ein Finanzierungs&uuml;berschuss von 0,3 Milliarden Euro zu verzeichnen gewesen war.<\/p>\n<p>Die Ausgaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gingen im ersten Halbjahr 2008 um 4,4% auf 19,1 Milliarden Euro zur&uuml;ck. Hierzu haben wesentlich die um 19,6% auf 7,7 Milliarden Euro gesunkenen Aufwendungen f&uuml;r das Arbeitslosengeld beigetragen. Bei den Einnahmen war der R&uuml;ckgang erheblich st&auml;rker als bei den Ausgaben; sie fielen um 13,2% auf 18,4 Milliarden Euro. Ein Grund hierf&uuml;r war die Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von 4,2% auf 3,3% zum 1. Januar 2008, wodurch die Beitragseinnahmen um 17,6% auf 12,9 Milliarden Euro zur&uuml;ckgingen. W&auml;hrend die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im ersten Halbjahr 2007 einen Finanzierungs&uuml;berschuss von 1,2 Milliarden Euro ausgewiesen hatte, verzeichnete sie im ersten Halbjahr 2008 ein Finanzierungsdefizit von 0,7 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/10\/PD08__387__71135,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dabei sind wir noch nicht einmal in der Rezession mit einem entsprechenden Verlust an Beitragszahlern. Und dennoch hat das Kabinett heute die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags von 3,3 auf 2,8 % beschlossen.<\/em><\/p>\n<p>Angesichts des zu erwartenden Defizits kann das nur eine weitere K&uuml;rzung der Leistungen nach sich ziehen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Steuern: Das deutsche Unverm&ouml;gen<\/strong><br>\nDer deutsche Sozialstaat belastet Arbeitnehmer zu stark durch Steuern und Abgaben und verschont Verm&ouml;gen &uuml;ber Geb&uuml;hr. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation f&uuml;r Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) in einem Vergleich von 26 ihrer 30 Mitgliedsl&auml;nder.\n<p>W&auml;hrend die Koalition &uuml;ber die Erbschaftsteuer streitet und die Union mit deren Wegfall droht, konstatieren die OECD-Steuerexperten: &ldquo;Die Einnahmen aus Substanzsteuern (Grund-, Verm&ouml;gens-, Schenkungs- und Erbschaftssteuer) lagen in Deutschland stabil bei 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit bei weniger als bei der H&auml;lfte des OECD-Schnitts von zwei Prozent (2006).&rdquo; Von den untersuchten Staaten nehmen nur Mexiko, Tschechien, Ungarn und die Slowakei weniger aus diesen Steuern auf Verm&ouml;gen ein. Dies seien aber alles L&auml;nder &ldquo;mit einem deutlich geringeren Verm&ouml;gensbestand als Deutschland&rdquo;, betont die OECD. Weit mehr verlangen vergleichbare Nationen wie Gro&szlig;britannien, die USA, Japan oder die Schweiz von ihren Reichen. Zum gesamten Steueraufkommen tragen Verm&ouml;genssteuern beispielsweise in den Vereinigten Staaten mehr als viermal so viel bei wie hier zu Lande (siehe Grafik).<\/p>\n<p>Die Zeche zahlen die Empf&auml;nger von Lohneinkommen. So verbleibt einem durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmer weniger als die H&auml;lfte von dem, was sein Arbeitgeber f&uuml;r ihn zahlt. So wendet eine Firma in der Privatwirtschaft im Schnitt 42 949 Euro im Jahr f&uuml;r einen Arbeitsplatz auf. Davon kommen laut der Untersuchung bei einem ledigen Arbeitnehmer 22 419 Euro an. 52,2 Prozent greift der Staat mit Steuern und Sozialabgaben ab. Im OECD-Mittel sind es gerade 37,6 Prozent.<\/p>\n<p>Die Experten der Pariser Organisation bescheinigen der Bundesregierung, einige Schritte in die richtige Richtung gemacht zu haben. Beispielsweise hat die Koalition mit den Einnahmen aus der Mehrwertsteuererh&ouml;hung den Arbeitslosenbeitrag gesenkt. Doch Chris Heady, Leiter der OECD-Steuerabteilung, fordert mutigere Reformen: &ldquo;Neben einer nachhaltigen Kostend&auml;mpfung in den Sozialsystemen sollte Deutschland weiter eine st&auml;rkere Steuerfinanzierung der sozialen Sicherung anstreben.&rdquo;<\/p>\n<p>Au&szlig;erdem legt die OECD der Bundesregierung zum wiederholten Male nahe, neben der Mehrwert- und den Umweltsteuern endlich auch die Verm&ouml;genssteuer zu erh&ouml;hen. Durch sie werde &ldquo;die wirtschaftliche Wettbewerbsf&auml;higkeit weniger beeintr&auml;chtigt&rdquo; als durch andere Steuern.<\/p>\n<p>Die Zeche zahlen die Empf&auml;nger von Lohneinkommen. So verbleibt einem durchschnittlich verdienenden Arbeitnehmer weniger als die H&auml;lfte von dem, was sein Arbeitgeber f&uuml;r ihn zahlt. So wendet eine Firma in der Privatwirtschaft im Schnitt 42 949 Euro im Jahr f&uuml;r einen Arbeitsplatz auf. Davon kommen laut der Untersuchung bei einem ledigen Arbeitnehmer 22 419 Euro an. 52,2 Prozent greift der Staat mit Steuern und Sozialabgaben ab. Im OECD-Mittel sind es gerade 37,6 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1613962_Das-deutsche-Unvermoegen.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Warum die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer unserer Meinung nach ein fataler Fehler war, haben wir auf NachDenkSeiten schon mehrfach ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Privatisierung: Kostenfalle f&uuml;r das Gemeinwesen?<\/strong><br>\n&ldquo;Privat Public Partnership&rdquo; (PPP) &ndash; das englische Schlagwort bedeutet nichts anderes als eine Partnerschaft zwischen privaten und &ouml;ffentlichen Tr&auml;gern. Gemeint sind damit also Kooperationen zwischen dem Staat &ndash; meist Kommunen, Landkreisen oder Gemeinden &ndash; und privaten Investoren. In der Praxis funktioniert das meist so: Der private Tr&auml;ger &uuml;bernimmt beispielsweise Dienstleistungen oder auch Geb&auml;ude-Sanierungen, die eine Gemeinde oder Kommune fr&uuml;her selbst erledigt hat. Daf&uuml;r bezahlt der Staat den Investor. Die &ouml;ffentlichen H&auml;nde hoffen, dadurch Geld zu sparen. Weil die Summen, die sie an den Investor zahlen, geringer sind als die Kosten, die sie aufbringen m&uuml;ssten, um den Auftrag selbst zu erledigen. So weit die Idee.\n<p>Das Ergebnis: Die PPPs bringen nicht nur oft keinerlei Einspareffekte, sondern werden sogar teurer als geplant. Denn sind Dienstleistungen und Geb&auml;ude erst einmal privatisiert, dann hat der Staat keine M&ouml;glichkeit mehr, Preise oder Mieten zu bestimmen. Das liegt daran, dass meistens vers&auml;umt wurde, in den Vertr&auml;gen preisliche Obergrenzen festzulegen. Die Folge: die Gemeinden, Landkreise oder Kommunen zahlen am Ende weit mehr als geplant, weil der private Investor an der Preisschraube dreht. Damit bleibt der Einspar-Effekt aus, die Kommunen m&uuml;ssen unterm Strich drauflegen. W&auml;ren die Aufgaben in ihren H&auml;nden geblieben, h&auml;tten die &ouml;ffentlichen H&auml;nde unter Umst&auml;nden weniger Kosten gehabt.Die Politik zieht die Notbremse aber meist erst dann, wenn es zu sp&auml;t ist. Denn auch die Aufl&ouml;sung von Vertr&auml;gen, die zu teuer geworden sind, kosten Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/1020220?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD-Mediathek<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise: Wasserversorger droht Millionenverlust<\/strong><br>\nCross-Border-Leasinggesch&auml;fte bringen Bodensee- und Landeswasserversorgung in die Bredouille. Die globale Finanzkrise erreicht damit die Kommunen im Land. Die Bodensee- und die Landeswasserversorgung m&uuml;ssen einen zweistelligen Millionenbetrag aufbringen, um die Risiken ihrer Cross-Border-Leasinggesch&auml;ften abzudecken.\n<p>Vor genau 50 Jahren, am 16. Oktober 1958, hat die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) ihren Betrieb aufgenommen. Die Freude dar&uuml;ber f&auml;llt bei dem Trinkwasser-Zweckverband zur Zeit eher verhalten aus. Denn auf die Vereinigung von inzwischen 180 St&auml;dten und Gemeinden kommen mehr als zehn Millionen Euro an Kosten durch ihre Cross-Border-Leasing-Gesch&auml;fte zu. Summen in &auml;hnlicher H&ouml;he sollen beim Schwesterverband, die Landeswasserversorgung (LW) mit seinen 108 Mitgliedern anfallen. Der Grund ist in riskanten Cross-Border-Leasing-Gesch&auml;ften zu suchen, die beide Verb&auml;nde Anfang des Jahrtausends mit US-Investoren abgeschlossen haben.<\/p>\n<p>Die gesamte technische Infrastruktur der Landeswasserversorgung ging im Jahr 2001 f&uuml;r 688 Millionen US-Dollar &uuml;ber den gro&szlig;en Teich. Im Jahr darauf folgte das Gesch&auml;ft mit der Bodenseewasser-Versorgung in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 841 Millionen Dollar. Der US-Trust kaufte den Zweckverb&auml;nden die Pumpwerke, Rohrleitungen und Hochbeh&auml;lter f&uuml;r eine Laufzeit von 99 Jahren ab und diese mieteten die Anlagen wieder zur&uuml;ck. Die Zweckverb&auml;nde haben ein R&uuml;ckkaufrecht nach 30 Jahren einger&auml;umt bekommen. Das Gesch&auml;ft war von der Debis, der Finanztochter der damaligen Daimler-Chrysler AG eingeleitet worden und schien f&uuml;r die Zweckverb&auml;nde verlockend lukrativ, denn der sofort ausgezahlte Barwertvorteil lag im Fall der Bodensee-Wasserversorgung bei 35 Millionen Euro, beim Schwesterverband bei 24 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/1846353\/r_article_print\">Stuttgarter Zeitung 15.10.2008<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das geschieht ihnen zu Recht bei so unseri&ouml;sen Gesch&auml;ften. Hoffentlich ziehen die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger demn&auml;chst die Konsequenzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Leicht verspieltes Geld<\/strong><br>\nUnsaubere Scheingesch&auml;fte mit &ouml;ffentlichem Eigentum werden in der Finanzkrise f&uuml;r viele Kommunen zum Bumerang. Zwischen 1994 und 2004 wurden in Westeuropa etwa 700 solcher Transaktionen arrangiert, allein 200 davon in Deutschland. Dabei verkauften vor allem St&auml;dte einen Teil ihrer Infrastruktur &ndash; und mieteten sie wieder zur&uuml;ck. Den US-Investoren winkten dabei in ihrer Heimat millionenschwere Steuervorteile. Die St&auml;dte erhielten als Belohnung f&uuml;rs Mitspielen eine einmalige Barauszahlung in H&ouml;he von vier Prozent des Kaufpreises. Das schien leicht verdientes Geld zur Sanierung der &uuml;berschuldeten Haushalte. Arrangeure und Investoren versprachen: Es ist nur ein einfacher Steuertrick, es &auml;ndert sich nichts. Die Wirklichkeit sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/42\/08420401.php\">Freitag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung K.F.:<\/strong> Nicht nur auf dem Finanzmarkt, auch bei kommunalen Projekten gilt offensichtlich: Wenn es gut geht, verdienen die Investoren. Wenn es schief geht, wendet man sich vertrauensvoll an die B&uuml;rger und Steuerzahler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die ersten m&uuml;ssen gehen<\/strong><br>\nDie Leiharbeit boomt seit Jahren auf Kosten fester Besch&auml;ftigung. Krisen treffen die ausgeliehenen Kollegen meist vor allen anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/42\/08420402.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Steinmeiers Desaster<\/strong><br>\nDie SPD-Fraktion sperrt sich gegen den Koalitionsbeschluss zu Bundeswehreins&auml;tzen im Inneren &ndash; und br&uuml;skiert damit die eigene F&uuml;hrung. &bdquo;Missmanagement&ldquo; ist noch eines der netteren Worte, die da fallen. &bdquo;Kommunikationsdesaster&ldquo;, &bdquo;Fehlverhalten&ldquo;, &bdquo;sensationell idiotisch&ldquo; geh&ouml;ren auch zum Repertoire, das auf den Kanzlerkandidaten angewandt wird. Die SPD will jetzt eine Arbeitsgruppe einrichten &ndash; pikanterweise unter Struck und Zypries, die den Coup mit zu verantworten haben &ndash; und einen neuen Formulierungsvorschlag erarbeiten. Dabei liegt von den SPD-Fachleuten schon seit zwei Jahren ein Entwurf vor &ndash; nur ist die Neufassung des Artikels 35 darin enger gefasst als im Sch&auml;uble-Entwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2637251?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer br&uuml;skierte hier wen? Doch wohl eher die SPD-Spitze die Fraktion!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lobbyisten in &Auml;mtern: Fehler einger&auml;umt<\/strong><br>\nVertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: In m&uuml;hevoller Kleinarbeit &uuml;berpr&uuml;fte die Organisation Lobbycontrol den ersten Bericht der Bundesregierung &uuml;ber den Einsatz externer Fachleute in den Ministerien &ndash; und wurde prompt f&uuml;ndig. Ein Mitarbeiter des VDI Technologiezentrums fehlte in der Liste der 58 aufgef&uuml;hrten Personen. Das Bundesinnenministerium habe den Fehler inzwischen einger&auml;umt, sagte Lobbycontrol-Vorstand Ulrich M&uuml;ller der FR. &ldquo;Aber es k&ouml;nnte ja noch ein anderer fehlen.&rdquo; Das Beispiel mache deutlich, dass es eine unabh&auml;ngige Kontrolle brauche. Prinzipiell begr&uuml;&szlig;t der Verein die im Juli in Kraft getretene Verwaltungsvorschrift, die den Einsatz von Externen einschr&auml;nkt und vom Innenministerium regelm&auml;&szlig;ig einen Bericht verlangt. &ldquo;Es gibt Anzeichen, dass die Zahl seitdem sinkt&rdquo;, sagte M&uuml;ller. Allerdings werde die Regel nicht strikt genug umgesetzt. So sei nicht vertretbar, dass die Leiterin des Vorstandsb&uuml;ros der Berliner Wasserbetriebe f&uuml;r ein halbes Jahr im Referat &ldquo;Wasser, Energie, Stadtentwicklung&rdquo; des Entwicklungsministeriums eingesetzt sei. Die Wasserbetriebe geh&ouml;rten zu 49,9 Prozent den Konzernen RWE und Veolia, die international bei der Privatisierung von Wasser und Energie aktiv seien. &ldquo;Es gibt aus unserer Sicht eine klare &Uuml;berschneidung mit deren Gesch&auml;ftsinteressen&rdquo;, kritisierte M&uuml;ller. Nach der neuen Richtlinie sei das verboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/1613387_Fehler-eingeraeumt.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Stellungnahme zum EU-Richtlinienvorschlag &ldquo;Rechte der Verbraucher&rdquo;<\/strong><br>\nMit dem Vorschlag f&uuml;r die Richtlinie &ldquo;Rechte der Verbraucher&rdquo; KOM(2008) 614\/4 vom 8. Oktober 2008 hat die Europ&auml;ische Kommission die bislang umfassendste Regulierungsinitiative im Verbraucherrecht eingeleitet. Doch welche &Auml;nderungen sind aus Sicht der Verbraucher erforderlich? Wie ist die Vollharmonisierung zu bewerten? Welche Folgen h&auml;tte die Richtlinie f&uuml;r Deutschland? Was sind konkrete Beispiele f&uuml;r Verschlechterungen?\n<p>Die Auswirkungen des Richtlinienentwurfs auf das deutsche Recht m&uuml;ssen einer gr&uuml;ndlichen Folgenabsch&auml;tzung unterworfen werden. <\/p>\n<p>Bereiche, in denen der deutsche Gesetzgeber aus guten Gr&uuml;nden weitergehende Regelungen getroffen hat oder plant, m&uuml;ssen nachgebessert werden. Daf&uuml;r muss das inhaltliche Schutzniveau der Richtlinie angehoben und an die deutschen Standards angepasst werden oder eine Ausnahme von der Vollharmonisierung vorgesehen werden. <\/p>\n<p>Der Bereich der Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen darf auch weiterhin nur der Mindestharmonisierung ohne Binnenmarktklausel unterworfen werden&hellip; <\/p>\n<p>Vollharmonisierung bedeutet, dass die Mitgliedstaaten der EU in den von der Richtlinie geregelten Fragen keine abweichenden Vorschriften beibehalten oder erlassen d&uuml;rfen. Sie m&uuml;ssen also ihr innerstaatliches Recht anpassen und verlieren jede &Auml;nderungskompetenz f&uuml;r die Zukunft. W&auml;hrend die EU bislang lediglich Mindeststandards im Verbraucherschutz vorgegeben hat, sollen mit der Vollharmonisierung auch h&ouml;here Verbraucherschutzstandards verhindert werden. Hierf&uuml;r schreibt der Richtlinienvorschlag vor, wie bestimmte Bereiche geregelt werden m&uuml;ssen. Andererseits enth&auml;lt der Richtlinienvorschlag auch ausdr&uuml;ckliche Regelungsverbote. Damit soll in den Bereichen, in denen die EU keine eigenen Verbraucherschutzvorschriften erl&auml;sst, autonomes Handeln der Mitgliedstaaten verhindert werden. Diese Ma&szlig;nahmen sollen den grenz&uuml;berschreitenden Handel erleichtern und den Europ&auml;ischen Binnenmarkt bef&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/start\/index.php?page=themen&amp;bereichs_id=5&amp;themen_id=21&amp;dok_id=788&amp;task=dok\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hoffen auf den Drachen<\/strong><br>\nRezessionsgef&auml;hrdete USA und Europa warten auf Konjunkturimpulse aus der Volksrepublik China. Der ersehnte Retter k&auml;mpft jedoch mit eigenen Problemen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/10-16\/005.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Es ist entsetzlich<\/strong><br>\nIslands Banken gehen pleite. Dem Staat droht der Bankrott und allen B&uuml;rgern hohe Schulden. Das einstige Boomland ist zum Sonderfall geworden. Die Russen eilen zu Hilfe, w&auml;hrend der Westen die kalte Schulter zeigt. Die Isl&auml;nder haben sich noch nie so klein gef&uuml;hlt. Keine Zentralbank r&uuml;hrt den Finger, um die isl&auml;ndische Krone, die kleinste unabh&auml;ngige W&auml;hrung der Welt, zu st&uuml;tzen. Und politisch putzen vermeintliche Verb&uuml;ndete in der Nato und den nordischen L&auml;ndern die Schuhe am isl&auml;ndischen Ungl&uuml;ck ab. Der britische Premierminister Gordon Brown legte &Auml;usserungen des isl&auml;ndischen Zentralbankpr&auml;sidenten David Oddsson dahin aus, dass sich Island &laquo;in m&ouml;glicherweise verbrecherischer Absicht&raquo; vor seinen Verpflichtungen dr&uuml;cke. Als Vorbeugemassnahme zog London seine Anti-Terror-Gesetze heran, um Singer &amp; Friedlander, eine britische Tochterfirma von Kaupthing, unter Zwangsverwaltung zu stellen. Dass Terrorgesetze gegen das friedfertige V&ouml;lkchen auf der Vulkaninsel eingesetzt werden, verstehen alle Isl&auml;nder als groben politischen Missbrauch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/es_ist_entsetzlich_1.1090298.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>USA: Welche Teufel im Rettungspaket stecken<\/strong><br>\nSelten wurde ein Gesetz so hektisch verabschiedet: Pr&auml;sident und Finanzminister peitschten das Paket durch den Kongress. Nun zeigt sich ein Vers&auml;umnis. Die Banken bekommen zwar Geld. Aber die Regierung hat keine Handhabe, dass sie es wieder &ndash; in Form von Krediten f&uuml;r die Wirtschaft &ndash; herausr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:700-Mrd-Dollar-Programm-Welche-Teufel-im-Rettungspaket-stecken\/426328.html\">FTD<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Riesige Umbr&uuml;che, ganz ohne Plan<\/strong><br>\nDie Probleme, vor denen wir in Schule, Berufsausbildung und Hochschule stehen, fehlen auf der Tagesordnung. Von Karl-Heinz Heinemann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/42\/08420501.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wohlstand nur f&uuml;r die Gebildeten<\/strong><br>\nMerkel wirbt f&uuml;r Gerechtigkeit, hat aber f&uuml;r die sozial Schw&auml;cheren nicht ein einziges Angebot in der Tasche. Von Christoph Butterwegge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/42\/08420502.php\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>GEW: &bdquo;F&uuml;r einen Kurswechsel im Bologna-Prozess!&ldquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat Bund, L&auml;nder und Hochschulen zu einem Kurswechsel im Bologna-Prozess gemahnt. &bdquo;Nur eine Studienreform, die von der &Uuml;berzeugung der Lehrenden, Studierenden und der beruflichen Praxis getragen wird, kann nachhaltigen Erfolg haben&ldquo;, sagte das f&uuml;r Hochschule und Forschung verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller am Mittwoch in Frankfurt a.M..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Fuer_einen_Kurswechsel_im_Bologna-Prozess.html\">GEW<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Der Habicht auf der Ruine<\/strong><br>\nWolfgang Storz &uuml;ber das letzte Buch von M&uuml;ntefering: &bdquo;Leser und Leserin lernen, dass M&uuml;ntefering seine Stakkato-Sprache aus sauerl&auml;ndischen und sozialdemokratischen Lebensweisheiten nicht nur ein Interview oder eine Rede lang, sondern locker ein ganzes Buch durchhalten kann. Und erlangen die Gewissheit, dass Franz M&uuml;ntefering keine Ahnung hat, was er abgesehen von seiner Agenda 2010 politisch so erreichen will. Da ist &ndash; nichts. &ldquo;Macht Politik!&rdquo;, so hei&szlig;t das Buch. Vielleicht sollte man den Raum zwischen den beiden Worten weglassen, dann ist man vermutlich n&auml;her am Buch-Sprecher. Aber auf solche Kleinigkeiten kommt es nicht an, sie &auml;ndern nichts an der Empfehlung: Das Buch ist Pflicht. Denn es ist das Buch des Vorsitzenden der deutschen Sozialdemokratie.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/42\/08420301.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer zwischen den Zeilen lesen kann, sollte nochmals <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Kurt-Beck--\/640030.html?q=Interview%20Kurt%20Beck\">Kurt Becks Interview im stern<\/a> und seine Aussagen &uuml;ber M&uuml;ntefering nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Reich-Ranicki, Nachdenkseiten, ad sinistram und die Medienkritik<\/strong><br>\nBezeichnend, das weder die nachdenkseiten noch ad sinistram den Grass-Streit von 1995 im Hinterkopf haben. Wir erinnern uns: Grass Roman &ldquo;Ein weites Feld&rdquo; wurde von MRR zun&auml;chst noch, nach einer Vorablesung, gelobt (Tenor: Der Meister sei wieder da), dann nach Erscheinen per &ldquo;Spiegel&rdquo;-Titel-Story vernichtend zerrissen. Lassen wir den literarischen Streit, ob &ldquo;Ein weites Feld&rdquo; ein guter Roman ist, mal beiseite. Unstreitig ist: Dass Reich-Ranickis Kritik &ndash; im Widerspruch zu seinen sonstigen Kritiken bis 1990 &ndash; ideologisch operierte. Und zwar anti-links!\n<p>Die damalige &ldquo;Spiegel&rdquo;-Titelstory kommt mir symbolisch schon bedeutsam vor. In ihr manifestiert sich, was sich damals vollzog: Austs Entscheidung, sich dem &ldquo;Turbokapitalismus&rdquo; zur Verf&uuml;gung zu stellen. Das meine ich nicht verschw&ouml;rerisch. Das kann man durch einen Gang ins Zeitungsarchiv ganz offen so belegen. Reich-Ranicki hat sich seit 1990 pro neoliberal entwickelt. Ich bin f&uuml;r Meinungsfreiheit, insofern war und ist das nat&uuml;rlich sein gutes Recht. Wenn er dann aber &ndash; mit Gr&uuml;nden &ndash; zwar den belanglosen Klamauk kritisiert, der derzeit (und seit Jahrzehnten!) in den Medien herrscht, sich aber den Schl&uuml;ssen verweigert, die hier mehr als nahe liegen, dann unterstelle ich: MRR ist nichts als die bildungsb&uuml;rgerliche Erg&auml;nzung des sog. Unterschichtenfernsehens. Bildungsklamauk sozusagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kritik-und-kunst.blog.de\/2008\/10\/14\/reich-ranicki-nachdenkseiten-ad-sinistram-medienkritik-4872851\">Blog Kritik und Kunst von Hartmut Finkeldey<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Steinbr&uuml;ck allm&auml;chtig oder wie sich das Parlament selbst entmachtet<\/li>\n<li>&ldquo;Die Finanzkrise hat aus Schurken Helden gemacht&rdquo;<\/li>\n<li>Gier ist gut, Kontrolle ist besser<\/li>\n<li>Analysen zur Finanzkrise<\/li>\n<li>Zu Schirrmacher: War auf einmal alles schlecht?<\/li>\n<li>Aufruf an die Blogosph&auml;re &ndash; an unsere Abgeordneten<\/li>\n<li>Finanzkrise: Welche Schuld tr&auml;gt die Politik?<\/li>\n<li>Merkels Instinkt versagt<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3512\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3512","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3512"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3512\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}