{"id":35157,"date":"2016-09-26T08:48:12","date_gmt":"2016-09-26T06:48:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157"},"modified":"2016-09-26T08:48:12","modified_gmt":"2016-09-26T06:48:12","slug":"hinweise-des-tages-2719","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h01\">&bdquo;Die Linke ist nicht die Partei des schwachen Staates&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h02\">Jeremy Corbyn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h03\">Snowden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h04\">UN-Sicherheitsrat tagt zu Syrien &ndash; Russlands Vorgehen ist &ldquo;Barbarei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h05\">Griechenland &ndash; IWF h&auml;lt weiteren Schuldenerlass f&uuml;r unumg&auml;nglich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h07\">Gro&szlig;banken sollen 10 Milliarden Euro Steuern hinterzogen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h08\">Krugman: &laquo;W&auml;hlt mich zum Diktator&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h09\">So viel verdienen deutsche Top-Aufsichtsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h10\">Schuldenbremse: Wenn der Wahnsinn um die Ecke kommt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h11\">Karl-Theodor zu Guttenberg &ndash; R&uuml;ckkehr eines gefallenen Stars<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h12\">Chancengerechtigkeit braucht Umverteilung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h13\">Ein &ldquo;neuer&rdquo; sozialer Arbeitsmarkt? Auf alle F&auml;lle ein weiterer Vorsto&szlig; hin zu einer auf Dauer angelegten &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung f&uuml;r einen Teil der Erwerbslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h14\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h15\">Monsanto, Bayer und die digitale Kontrolle der Landwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h16\">Obama blockiert 9\/11-Klagen gegen Riad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h17\">Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35157#h18\">&ldquo;L&uuml;ckenpresse&rdquo; &ndash; was in den Medien fehlt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;Die Linke ist nicht die Partei des schwachen Staates&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Linkspartei hat sie mit ihrer Kritik an der Fl&uuml;chtlingspolitik angeeckt. Im FAZ.NET-Interview sagt Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, was sie von der AfD unterscheidet. Und wie der Machtwechsel mit SPD und Gr&uuml;nen klappen k&ouml;nnte. (&hellip;)<br>\nTrotzdem wird Ihnen auch in Ihrer eigenen Partei immer wieder vorgeworfen, in der Fl&uuml;chtlingskrise teilweise dieselben &Auml;ngste zu bedienen wie die AfD.<br>\n&Uuml;ber Kapazit&auml;tsgrenzen redet jeder B&uuml;rgermeister, das hat mit dem Bedienen von &Auml;ngsten nichts zu tun. Als Linkspartei stehen wir daf&uuml;r, Menschen in Not zu helfen. Europa muss daf&uuml;r sorgen, dass es keine weiteren Handelsabkommen gibt, die L&auml;nder ruinieren und deren wirtschaftliche Entwicklung beschneiden. Und den Millionen Fl&uuml;chtlingen in den Lagern muss endlich geholfen werden. Wir k&ouml;nnen die Probleme nicht dadurch l&ouml;sen, dass wir immer mehr Menschen nach Deutschland holen, oder gar gezielt die besser Ausgebildeten abwerben, die in ihren L&auml;ndern fehlen. In diesem Herangehen unterscheiden wir uns fundamental von der AfD und allen anderen Parteien. (&hellip;)<br>\nEs gibt Stimmen, die sagen, es liege nur an Ihnen und Ihrem Ehemann, die Rot-Rot-Gr&uuml;n noch aus ideologischen Gr&uuml;nden verhindern wollten.<br>\nDas ist Unsinn. Solche Projekte sind noch nie an einzelnen Personen gescheitert, auch wenn die SPD eine Vorliebe daf&uuml;r hat, sich hinter solchen Vorw&auml;nden zu verstecken. Die relevante Frage ist: Ist die SPD bereit, eine ordentliche gesetzliche Rente wieder herzustellen? Ist sie bereit, bei Leiharbeitern und Werkvertr&auml;gen so zu regulieren, dass das Lohndumping aufh&ouml;rt?<br>\nIst sie bereit, in der Steuerpolitik Geringverdiener zu entlasten und die oberen Zehntausend und Konzerne st&auml;rker zu belasten? Bleibt sie bei den Kriegseins&auml;tzen der Bundeswehr? &Uuml;ber diese konkreten Fragen muss man reden. Und nicht dar&uuml;ber, ob einem die Nase von irgendjemandem passt oder nicht.<br>\nDas hei&szlig;t, an Ihnen wird Rot-Gr&uuml;n-Rot im Bund nicht scheitern?<br>\nAn uns ist eine Politik f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit noch nie gescheitert. 2013, als es die entsprechende Mehrheit gab, haben wir den Sozialdemokraten Gespr&auml;che angeboten. Stattdessen sind sie sofort in die Arme von Frau Merkel gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/sahra-wagenknecht-die-linke-ist-nicht-die-partei-des-schwachen-staates-14451342.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jeremy Corbyn bleibt Labour-Parteichef<\/strong><br>\nTrotz massiver Kritik von Parteifreunden an seinem umstrittenen F&uuml;hrungsstil hat sich Jeremy Corby bei der Labour-Basis durchgesetzt. Der weit links stehende Politiker bleibt Parteichef.<br>\nNach erbittertem F&uuml;hrungsstreit ist der Vorsitzende der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, im Amt best&auml;tigt worden. Rund 61,8 Prozent der Parteimitglieder stimmten in einer Urwahl f&uuml;r den 67-j&auml;hrigen Altlinken, wie die Partei am Samstag in Liverpool bekanntgab.<br>\nAuf den 46-j&auml;hrige Abgeordnete Owen Smith als einzigen Herausforderer entfielen lediglich 38,2 Prozent der Stimmen. Corbyn gilt als Linksau&szlig;en, Parteirebell und entschiedener Kriegsgegner. Nach dem Brexit-Votum hatte es massive Kritik in seiner Labour-Partei an ihm gegeben, weil er sich nicht gen&uuml;gend f&uuml;r einen Verbleib Gro&szlig;britanniens in der EU eingesetzt habe.<br>\nQuelle: Frankfurter Allgemeine<br>\nhttp:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/grossbritannien-jeremy-corbyn-bleibt-labour-parteichef-14451026.html<br>\nDazu: Corbyn bleibt Labour-Chef &ndash; und die Partei ist weiter gespalten<br>\nJeremy Corbyn versuchte, nicht allzu viel Genugtuung zu verbreiten. Er wollte, das war deutlich zu sehen, mit W&uuml;rde auf seinen gro&szlig;en Sieg reagieren. Corbyn stand auf der B&uuml;hne des Konferenzzentrums zu Liverpool und war soeben als Chef der britischen Labour-Partei best&auml;tigt worden. Der Abstimmung war ein harter Wahlkampf vorangegangen, der gezeigt hatte, wie tief die Zerw&uuml;rfnisse in der Partei sind. Sogar von einer m&ouml;glichen Spaltung war die Rede gewesen. Nun rief Corbyn: &ldquo;Wir haben viel mehr Gemeinsamkeiten als Differenzen!&rdquo; Er bot an, die Streitigkeiten der Vergangenheit zu vergessen und wieder bei Null zu beginnen.<br>\nOb er seine Gegner damit erreicht, ist zweifelhaft. Zu bitter war die Auseinandersetzung, auf deren H&ouml;hepunkt im Sommer 172 von 230 Abgeordneten dem Chef das Misstrauen ausgesprochen hatten. Die &uuml;berwiegend zentristischen Abgeordneten haben keinen Zweifel daran gelassen, dass sie von den F&uuml;hrungsqualit&auml;ten Corbyns, der zum sehr linken Fl&uuml;gel der Partei z&auml;hlt, wenig bis nichts halten. Die Parteibasis hingegen steht &uuml;berwiegend hinter dem alten und neuen Vorsitzenden. 61,8 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf Corbyn, was bedeutet, dass sich mehr als 300 000 Wahlberechtigte f&uuml;r ihn ausgesprochen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/labour-party-corbyn-bleibt-labour-chef-und-die-partei-ist-weiter-gespalten-1.3177564\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ob kurz und knapp &ndash; sachlich nicht zu beanstanden &ndash; oder etwas l&auml;nger und bereits in der &Uuml;berschrift mit dem Hinweis versehen, dass die Labour-Partei &bdquo;weiter gespalten&ldquo; sei: Deutsche &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; scheinen mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein.<br>\nDabei g&auml;be es durchaus Anlass f&uuml;r positive Meldungen: Eine &uuml;ber Jahre hinweg konsequente und offensichtlich auch &uuml;berzeugende Politik zahlt sich aus. Daran k&ouml;nnte sich auch der SPD-Bundesvorsitzende orientieren, aber dieser bevorzugt offenbar den sprung- oder wechselhaften Politikstil des &bdquo;Fingers in den Wind&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Labour rebels in a corner after Jeremy Corbyn&rsquo;s sweeping victory<\/strong><br>\nThe leader&rsquo;s calls for party unity met a lukewarm response. But where do his critics go now?<br>\n&ldquo;You OK?&rdquo; John McDonnell inquired softly as he passed John Woodcock, the Labour MP for Barrow and Furness, and a chief critic of the Corbyn project. The shadow chancellor touched Woodcock&rsquo;s arm, as a small gaggle of reporters lingering in the exhibition hall looked on.<br>\n&ldquo;I&rsquo;m serious &ndash; let&rsquo;s have a cup of tea soon,&rdquo; added McDonnell. Woodcock meekly agreed. He gave a thin smile as McDonnell moved on. &ldquo;That&rsquo;s the first conversation the two of us have had where voices weren&rsquo;t raised,&rdquo; he said.<br>\nThe MP looked sick to the stomach.<br>\nThe last three months have been bruising for those involved in or cheering on the Owen Smith campaign. Their man has been heckled, ridiculed and even accused of misogyny.<br>\nThe Labour leadership candidate, popular among his colleagues, was regularly booed by party members as he appealed for votes during official hustings. The final result announced to the half-empty conference hall in Liverpool was definitive.<br>\nCorbyn won among the full members, the registered supporters and the union affiliates. His 61.8% share of the vote (313,209 votes) was a significant improvement on last year&rsquo;s tally.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/politics\/2016\/sep\/24\/shrinking-options-for--labour-rebels\">the guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die NachDenkSeiten werden heute noch ausf&uuml;hrlich zu diesem Thema berichten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Snowden<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Live und in Farbe<\/strong><br>\nPer Videoschalte war Edward Snowden einen Abend lang in der Berliner Volksb&uuml;hne zu Gast. Er erinnerte daran, dass die grenzenlose &Uuml;berwachung unsere Demokratie zerst&ouml;rt<br>\nEr will keine Ikone sein. Das Gespr&auml;ch mit Edward Snowden ist an diesem Abend knapp eine Stunde alt, als die Gespr&auml;chssituation thematisiert wird: Snowden live zugeschaltet aus Moskau, riesig projiziert auf eine Leinwand im gro&szlig;en Saal der Berliner Volksb&uuml;hne. Unter ihm als Podiumsg&auml;ste klein die Regisseurin Angela Richter, der Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck und als Moderator Jakob Augstein, Verleger des Freitag. Im Halbdunkeln des Saals blickt ein vielk&ouml;pfiges, eher junges Publikum zu dem Gesicht auf der Leinwand hinauf.<br>\nIst das nicht eine eigentlich sakrale Situation?, fragt Augstein. Snowden als der f&uuml;r uns stellvertretend Leidende, w&auml;hrend die Gemeinde weiter munter ihre S&uuml;nden begeht, in ihre Smartphones tippt und ihr Leben in digitale Datenspuren verwandelt? In Moskau sch&uuml;ttelt Snowden den Kopf: &ldquo;Nein, wir brauchen keine Ikonen.&rdquo; Die Fokussierung auf einzelne Personen sei falsch. &ldquo;Es kommt auf die Taten an, nicht auf die Menschen, die sie tun. Wartet nicht auf Helden. Wir alle k&ouml;nnen die Welt ver&auml;ndern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jan-pfaff\/live-und-in-farbe\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Snowden mit Kasseler B&uuml;rgerpreis ausgezeichnet<\/strong><br>\nDer Whistleblower Edward Snowden ist mit dem Kasseler B&uuml;rgerpreis &ldquo;Das Glas der Vernunft&rdquo; ausgezeichnet worden. Der untergetauchte Amerikaner war per Video-Schalte dabei. Festredner forderten politisches Asyl f&uuml;r Snowden.<br>\n33 Jahre alte Snowden erhielt die mit 10.000 Euro dotierten Preis &ldquo;Glas der Vernunft&rdquo; am Sonntag in Abwesenheit. Die Jury entschied sich f&uuml;r Snowden, weil dieser mit Mut, Kompetenz und Vernunft eine Gewissensentscheidung getroffen und dabei Leben und Sicherheit f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Sache aufs Spiel gesetzt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hessenschau.de\/gesellschaft\/snowden-mit-kasseler-buergerpreis-ausgezeichnet,snowden-preis-100.html\">Hessenschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> ARD und ZDF war dieses Ereignis &uuml;brigens keine Meldung wert.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>UN-Sicherheitsrat tagt zu Syrien &ndash; Russlands Vorgehen ist &ldquo;Barbarei&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend die syrische Armee und ihre Verb&uuml;ndeten wieder Luftangriffe auf Aleppo fliegen und Beobachter wieder Tote melden, versch&auml;rft der UN-Sicherheitsrat seinen Ton gegen die Konfliktparteien. Die Aktionen Russlands bezeichnen UN-Vertreter als &ldquo;Kriegsverbrechen&rdquo;.<br>\nAngesichts der nicht abnehmenden Gewalt in Syrien versch&auml;rft sich auf internationaler Ebene der Ton: Vor der kurzfristig einberufenen Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats hat Frankreich den Konfliktparteien in Aleppo vorgeworfen, &ldquo;Kriegsverbrechen&rdquo; in der nordsyrischen Metropole zu begehen. Diese Verbrechen d&uuml;rften nicht ungestraft bleiben, sagte der franz&ouml;sische UN-Botschafter Fran&ccedil;ois Delattre &ndash; Straflosigkeit sei &ldquo;keine Option&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/aleppo-sicherheitsrat-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.B.:<\/strong> Ank&uuml;ndigung in Vorschau &ndash; &ldquo;UN-Sicherheitsrat: Russisches Vorgehen in Syrien ist &lsquo;Barbarei&rsquo; &ldquo;. Das liest sich also, als habe der Sicherheitsrat dies festgestellt. Erst im Verlauf des Textes wird klar, dass einige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (erstaunlicherweise (?) alle auch Mitglied der NATO) dahingehende &Auml;u&szlig;erungen gemacht haben. &Uuml;ber die Stellungnahmen der anderen Sicherheitsratsmitglieder schweigt sich der Text aus. Die Meldung kann seit 20:04 Uhr auch nicht mehr kommentiert werden, wegen angeblichen hohen Aufkommens an Kommentaren. Bei anderen Themen wird aber flei&szlig;ig weiter kommentiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland &ndash; IWF h&auml;lt weiteren Schuldenerlass f&uuml;r unumg&auml;nglich<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds h&auml;lt die Erwartungen der Gl&auml;ubiger f&uuml;r unrealistisch. Gleichzeitig erwartet er von der griechischen Regierung weitere harte Ma&szlig;nahmen.<br>\nSelbst wenn Griechenland alle geplanten Strukturreformen und Sparma&szlig;nahmen umsetzt, ist ein weiterer Schuldenerlass seitens der Gl&auml;ubiger aus Sicht des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) unausweichlich. Dies ist das Ergebnis einer Pr&uuml;fung des hoch verschuldeten Landes durch den IWF in der vergangenen Woche. Die Schulden Athens seien trotz aller bisherigen Reformen weiter gestiegen &ndash; was belege, dass die griechische Wirtschaftsleistung nicht mit den anspruchsvollen Ma&szlig;nahmen in Einklang zu bringen sei, teilte der Fonds am Wochenende mit.<br>\nDie Ziele der Gl&auml;ubiger seien unrealistisch, hei&szlig;t es darin weiter. Es k&ouml;nne angesichts der wirtschaftlichen Situation mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote nicht davon ausgegangen werden, dass Griechenland &ldquo;einfach aus seinen Schulden herausw&auml;chst&rdquo;. Um wieder ein nachhaltiges Wachstum zu erlangen, seien weitere Schuldenerleichterungen notwendig.<br>\nDer IWF kritisiert schon lange, dass die internationalen Gl&auml;ubiger davon ausgehen, Griechenland k&ouml;nne dauerhaft einen Prim&auml;r&uuml;berschuss &ndash; also eine positive Haushaltsbilanz ohne Ber&uuml;cksichtigung von Schuldenlasten &ndash; von 3,5 Prozent erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-09\/griechenland-iwf-schuldenerlass-sparmassnahmen\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP ist tot &ndash; CETA lebt<\/strong><br>\nDas Handelsabkommen CETA befindet sich wohl auf der Zielgeraden. Es gebe eine gro&szlig;e Bereitschaft, das Abkommen zu unterzeichnen, so Wirtschaftsminister Gabriel beim Treffen der EU-Handelsminister. Umstrittene Punkte sollen nachgebessert werden. TTIP werden dagegen kaum noch Chancen einger&auml;umt.<br>\nTTIP ist tot, aber CETA sehr lebendig &ndash; so lautet wohl die erste Bilanz des Bratislava-Treffen der EU-Handelsminister. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte nach der ersten Sitzungsrunde mit seinen 27 Ministerkollegen, es gebe eine gro&szlig;e Bereitschaft, das Abkommen im Oktober zu unterzeichnen.<br>\nNat&uuml;rlich seien noch einige Klarstellungen und Modifikationen notwendig, gestand Gabriel den CETA-Kritikern in seiner eigenen Partei und bei den &ouml;sterreichischen Sozialdemokraten zu. &ldquo;Das wir CETA noch etwas verbessern k&ouml;nnen, das ist fraglos. Das werden wir auch schaffen.&rdquo; So zum Beispiel wenn es um Klageverfahren f&uuml;r Konzerne vor einem zuk&uuml;nftigen Handelsgericht geht, oder um die Festschreibung des Vorsorgeprinzips beim Verbraucherschutz und die gesetzgeberischen Freiheit der EU-Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/ceta-gabriel-bratislava-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar soll erneut Sand in die Augen der EU-Bev&ouml;lkerung gestreut werden &ndash; zumindest jedoch in die deutschen Augen, wenn sie u.a. dieses &bdquo;Qualit&auml;tsmedium&ldquo; verfolgen.<br>\nTTIP ist nicht tot, sondern ihm werden insbesondere aufgrund der US-Wahlen derzeit kaum Chancen einger&auml;umt. Durch CETA erhalten aber vor allem auch die US-Konzerne die Rechte, die ihnen TTIP auch gew&auml;hren w&uuml;rde. Und wer wei&szlig;: Nach der US-Pr&auml;sidenten-Wahl k&ouml;nnte TTIP durchaus wiederbelebt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es gibt zwei faktische Probleme&rdquo;<\/strong><br>\nAm 18. Oktober wollen die EU-Handelsminister zusammen mit Kanada das umstrittene CETA-Abkommen unterzeichnen. Eine vorl&auml;ufige Inkraftsetzung durch die EU-Handelsminister w&auml;re aber jetzt schon m&ouml;glich. Doch dazu werde es nicht kommen, erkl&auml;rte der V&ouml;lkerrechts-Experte Christian Tietje im DLF &ndash; und das aus zwei Gr&uuml;nden. (&hellip;)<br>\nEs gibt zwei faktische Probleme. Das erste ist kein Problem, aber es hat sich eingeb&uuml;rgert, dass das Europ&auml;ische Parlament beteiligt wird an Entscheidungen &uuml;ber die vorl&auml;ufige Anwendbarkeit. Das ist von den Vertr&auml;gen zwar so rechtlich nicht zwingend vorgegeben, wird aber gemacht werden. Auch hier wird das Europ&auml;ische Parlament wohl im Januar mit entscheiden.<br>\nUnd zum zweiten ist unklar, wie man mit der ablehnenden Haltung &Ouml;sterreichs, wenn es denn dabei bleibt, umgehen wird. Denn ein sp&auml;teres endg&uuml;ltiges Inkrafttreten des Abkommens setzt die Zustimmung aller Mitgliedsstaaten voraus nach gegenw&auml;rtigem Stand, und das wird man heute mitber&uuml;cksichtigen. Das hei&szlig;t, ein vorl&auml;ufiges Inkraftsetzen gegen einen Mitgliedsstaat w&uuml;rde Probleme hervorrufen. (&hellip;)<br>\nReimer: Jetzt l&auml;uft aber in Deutschland eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Am 12. Oktober wird Karlsruhe die beantragte einstweilige Anordnung verhandeln und es will einen Tag sp&auml;ter entscheiden, ob CETA in Kraft treten darf. Was bedeutet das?<br>\nTietje: Konkret k&ouml;nnte das Bundesverfassungsgericht theoretisch dem Minister oder der Bundesregierung untersagen, f&uuml;r die vorl&auml;ufige Inkraftsetzung zu stimmen im Ministerrat. Ob es dazu kommen wird, da habe ich allerdings erhebliche Zweifel. So weit ist das Gericht noch nie gegangen und ich glaube auch nicht, dass es in diesem Fall dazu kommen wird.<br>\nReimer: Wenn der Investorenschutz jetzt erst mal ausgespart wird, k&ouml;nnte es sein, dass sich da noch was ver&auml;ndert, dass tats&auml;chlich noch mal nachverhandelt wird?<br>\nTietje: Nur wenn die Kanadier dazu bereit sind und in der Tat dann nachverhandelt wird auf internationaler Ebene. Nicht einseitig durch die Europ&auml;ische Union.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/streit-um-inkraftsetzung-von-ceta-es-gibt-zwei-faktische.697.de.html?dram:article_id=366647\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bisher kann jedoch offenbar lediglich ein einseitiger Verhandlungswunsch seitens der EU dokumentiert werden. Und insbesondere Herr Gabriel scheint in die TTIP-Falle gefallen zu sein. Es ist zum Verzweifeln. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33314\">Europa tappt in die TTIP-Falle<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>Dazu: <strong>Widerstand gegen Ceta br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Sigmar Gabriel glaubt, dass der Ceta-Handelsdeal zwischen der EU und Kanada schon 2017 greifen kann. In Bratislava einigten sich die zust&auml;ndigen EU-Minister auf eine Zusatzerkl&auml;rung, die Bedenken ausr&auml;umen soll. (&hellip;)<br>\nEs gebe &ldquo;eine gro&szlig;e Bereitschaft, das Abkommen im Oktober zu zeichnen&rdquo;, sagte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel nach EU-Gespr&auml;chen in Bratislava. Vorher sollen aber noch letzte strittige Punkte ausger&auml;umt werden. In Deutschland wartet eine weitere H&uuml;rde: Das Verfassungsgericht befindet Mitte Oktober &uuml;ber Eilantr&auml;ge der Ceta-Gegner.<br>\nDer Vertrag mit Kanada ist fertig ausgehandelt. Der formale EU-Beschluss ist f&uuml;r den 18. und die Unterzeichnung f&uuml;r den 27. Oktober vorgesehen. Daf&uuml;r soll Kanadas Premier Justin Trudeau nach Br&uuml;ssel kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ceta-widerstand-gegen-das-freihandelsabkommen-schwindet-a-1113752.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Kampf um CETA oder: TTIP durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nF&uuml;r EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und SPD-Chef Sigmar Gabriel muss es schnell gehen, sie brauchen beide dringend einen vorzeigbaren Erfolg. Daher legen sie sich f&uuml;r das Handelsabkommen zwischen Kanada und der EU m&auml;chtig ins Zeug. CETA, der kleine b&ouml;se Bruder von TTIP, soll so rasch wie m&ouml;glich ratifiziert werden und in Kraft treten. Dann, so hoffen die Freihandelsfreunde in Br&uuml;ssel und Berlin, w&uuml;rden die Kritiker schon sehen, dass ihre Bef&uuml;rchtungen &uuml;bertrieben bzw. gegenstandslos sind.<br>\nCETA hat f&uuml;r die EU einen hohen Symbolwert, denn damit kann sie beweisen, dass sie handelspolitisch agieren kann. Der Vertrag ist allerdings f&uuml;r Kanada, trotz der traditionellen Bindungen an Gro&szlig;britannien, wichtiger als f&uuml;r die Europ&auml;er: Die EU bleibt auch nach dem Brexit der zweitwichtigste Handelspartner der Kanadier, f&uuml;r die EU rangiert Kanada dagegen in der Handelsstatistik erst an zw&ouml;lfter Stelle.<br>\nDennoch wollen die EU-Granden den Vertrag unbedingt, denn sie hoffen auf einen wahren Wachstumsschub. Um fast ein Viertel k&ouml;nnte das kanadisch-europ&auml;ische Handelsvolumen zulegen &ndash; was f&uuml;r die gesamte EU-Wirtschaft allerdings nur einen kaum messbaren Schub bedeuten d&uuml;rfte. Am meisten werden die Schwergewichte der deutschen Exportindustrie profitieren. Auch deshalb hat der Bundeswirtschaftsminister ein derartiges Interesse am Zustandekommen des Vertrages.<br>\nGleichzeitig soll CETA als T&uuml;r&ouml;ffner f&uuml;r das weit gewichtigere, aber von vielen schon als gescheitert abgeschriebene TTIP-Abkommen zwischen den USA und der EU fungieren.[1] Fragt sich nur, ob der Abschluss von CETA tats&auml;chlich klappt. Der Protest gegen beide Abkommen ist jedenfalls massiv, er hat der globalisierungskritischen Bewegung in Europa und Nordamerika einen regelrechten neuen Fr&uuml;hling beschert. Grenz&uuml;berschreitend verb&uuml;nden sich Initiativen gegen die sch&ouml;ne neue Welt des transatlantischen Freihandels und artikulieren lautstark ihren Unmut &uuml;ber Inhalt und Verfahren der Verhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2016\/september\/der-kampf-um-ceta-oder-ttip-durch-die-hintertuer\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gro&szlig;banken sollen 10 Milliarden Euro Steuern hinterzogen haben<\/strong><br>\nDie nordrhein-westf&auml;lischen Finanz&auml;mter gehen Hinweisen auf Steuerhinterziehung nach. Auf der Liste stehen auch internationale Banken wie J.P. Morgan, Barclays und HSBC.<br>\nDie Finanzbeh&ouml;rden in Nordrhein-Westfalen gehen Medienberichten zufolge dem Verdacht nach, dass mehr als 20 ausl&auml;ndische Geldinstitute in betr&uuml;gerische Aktiengesch&auml;fte verwickelt sind. Betroffen sind nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR Gro&szlig;banken aus den USA, Gro&szlig;britannien, der Schweiz und Frankreich. Dabei soll der Fiskus &uuml;ber Jahre hinweg um mehr als zehn Milliarden Euro gesch&auml;digt worden sein &ndash; auch von deutschen Instituten.<br>\nNordrhein-Westfalen hatte vor einem Jahr von einem Insider eine CD gekauft, die laut Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) &ldquo;wertvolle Hinweise&rdquo; auf Betr&uuml;gereien enth&auml;lt. Die auf der CD aufgef&uuml;hrten mehr als hundert Banken aus dem In- und Ausland sollten &ldquo;nicht davon ausgehen, dass das Material in unseren Schubladen vergammelt&rdquo;, sagte Walter-Borjans auf Anfrage von SZ, NDR und WDR.<br>\n&ldquo;Unsere Steuerfahndung geht jedem Verdacht nach &ndash; ohne Ansehen der Personen oder Geldh&auml;user&rdquo;, sagte der Minister. Eine Reihe von Banken habe bereits Gespr&auml;che aufgenommen und kooperiere mit den Beh&ouml;rden. Der Finanzminister riet auch allen anderen Instituten, rasch einzulenken. Diese Banken sollten nicht darauf setzen, dass das &ldquo;systematische Auspl&uuml;ndern der Staatskasse unentdeckt bleibt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-09\/nordrhein-westfalen-grossbanken-steuerhinterziehung-walter-borjans-barclays-hsbc\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Krugman: &laquo;W&auml;hlt mich zum Diktator&raquo;<\/strong><br>\nDer US-&Ouml;konom Paul Krugman spricht an der Universit&auml;t Z&uuml;rich &uuml;ber die Zukunft der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion.<br>\n&laquo;Kann Europa gerettet werden?&raquo;, fragte der US-&Ouml;konom Paul Krugman am Donnerstagabend in einer &ouml;ffentlichen Vorlesung an der Universit&auml;t Z&uuml;rich.<br>\nZun&auml;chst gab der Nobelpreistr&auml;ger seine Analyse, weshalb Europa &ndash; respektive die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion &ndash; seit Jahren in einer latenten Wachstumskrise steckt.<br>\n&laquo;Wir erleben immer noch den Kater nach der Finanzkrise von 2008: Das Wirtschaftswachstum bleibt schwach, die Arbeitslosigkeit ist hoch, und die Inflationsraten in Europa bleiben hartn&auml;ckig und deutlich unter dem von der Europ&auml;ischen Zentralbank angepeilten Ziel&raquo;, sagte Krugman.<br>\nEuropa leide zwar nicht explizit unter Deflation nach dem Beispiel Japans, aber unter, wie der Internationale W&auml;hrungsfonds es nenne, &laquo;Lowflation&raquo; &ndash; und dies, obwohl die EZB die Basisgeldmenge seit 2015 dramatisch ausgedehnt habe.<br>\nDie aggregierte Nachfrage in Europa verharre auf einem zu niedrigen Niveau, sagte Krugman. (&hellip;)<br>\nWas w&auml;re nach Meinung Krugmans die L&ouml;sung?<br>\n&laquo;Eine massive Ausweitung der Fiskalpolitik w&auml;re ein Rezept, um die Nachfragel&uuml;cke zu &uuml;berbr&uuml;cken. Japan hat es seit den Neunzigerjahren getan. Japan hat es dank staatlichen Investitionen in Infrastrukturbauten geschafft, die Arbeitslosigkeit im Land niedrig zu halten&raquo;, sagte Krugman.<br>\nEs sei in diesem Umfeld nicht schlimm, wenn dabei die Staatsschulden steigen: &laquo;Seit zwanzig Jahren prophezeien einige Marktbeobachter eine Staatsschuldenkrise in Japan. Sie ist nie eingetreten &ndash; doch sie prophezeien sie auch heute noch.&raquo;<br>\n&laquo;Europa hat an der fiskalpolitischen Front praktisch nichts getan&raquo;, kritisierte Krugman, &laquo;Austerit&auml;t wurde die Religion in Europa. Die meisten einflussreichen Politiker und &Ouml;konomen in Europa und vor allem in Deutschland glaubten, der Ausl&ouml;ser der Eurokrise seien zu hohe Staatsschulden gewesen &ndash; was eindeutig nicht der Fall ist.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/krugman-waehlt-mich-zum-diktator\/?utm_source=FuW+LIVE+Mail+Versand&amp;utm_campaign=daed93ba50-UA-744850-3&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_5811b63fd6-daed93ba50-62118985\">Finanz und Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So viel verdienen deutsche Top-Aufsichtsr&auml;te<\/strong><br>\nDie Aufsichtsr&auml;te der Dax-Konzerne haben 2015 im Schnitt 6,3 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Bei einem Unternehmen allerdings sank die Verg&uuml;tung um satte 94 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Verg&uuml;tung der Aufsichtsratsvorsitzenden stieg um 5,5 Prozent auf durchschnittlich gut 355.000 Euro. Insgesamt lie&szlig;en sich 29 der 30 Unternehmen im Deutschen Aktienindex ihre Kontrolleure 75,9 Millionen Euro kosten und damit 5,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.<br>\nHerausgerechnet hat die DSW aus diesen Zahlen den Sonderfall Volkswagen: Der Autobauer schl&auml;gt sich seit gut einem Jahr mit den Folgen des Skandals um manipulierte Software bei Dieselfahrzeugen herum. Die Zahl der Aufsichtsratssitzungen verdoppelte sich 2015 mit 35 im Vergleich zum Vorjahr nahezu.<br>\nDabei rentierte sich der Mehraufwand f&uuml;r die Gremiumsmitglieder finanziell nicht. Sie verdienten mit insgesamt 700.000 Euro rund 94 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Denn ein gro&szlig;er Teil der Verg&uuml;tung ist bei den Wolfsburgern an die Dividende gekoppelt. VW hatte diese wegen des Skandals aber auf nur wenige Cent je Aktie gek&uuml;rzt.<br>\nRechnet man Volkswagen mit ein &ndash; 2014 noch der gr&ouml;&szlig;te Zahler f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te im Deutschen Aktienindex &ndash; sank 2015 die Gesamtverg&uuml;tung der Kontrolleure im deutschen Leitindex erstmals seit dem Krisenjahr 2009 wieder: um 8,6 Prozent auf 76,6 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/dax-aufsichtsraete-bekommen-fuer-2015-mehr-geld-a-1113663.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Haben diese Personen wirklich so viel Geld &bdquo;verdient&ldquo; oder handelt es sich um ungleiche Verteilungen von Unternehmensgewinnen zulasten der Arbeitnehmerschaft? Haben die Aufsichtsr&auml;te oder die Arbeitnehmerschaften die entsprechenden Werte erzielt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schuldenbremse: Wenn der Wahnsinn um die Ecke kommt<\/strong><br>\nRheinland-Pfalz spart. Das Land spart 2000 Stellen im &ouml;ffentlichen Dienst ein, um der Verfassung Gen&uuml;ge zu tun. Warum nur ist das, was der Verfassung Gen&uuml;ge tut, genau das Gegenteil dessen, was den B&uuml;rgern des Landes Gen&uuml;ge tut?<br>\nVerfassungsregeln sind normalerweise abstrakte Gebote oder Verbote, denen der durchschnittliche B&uuml;rger fast nie begegnet. Anders ist das mit der Schuldenbremse, die von der ersten gro&szlig;en Koalition aus CDU\/CSU und SPD in die deutsche Verfassung gehoben wurde. Ich war dieser Tage in Rheinland-Pfalz und h&ouml;rte im Autoradio Meldungen, die ich zun&auml;chst nicht glauben konnte, weil sie wie Nachrichten aus einer fernen Galaxie klangen, wo die Menschen noch nichts von gesamtwirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen geh&ouml;rt haben.<br>\nDa hie&szlig; es, die neu gew&auml;hlte Landesregierung aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP wolle bis 2020 im &ouml;ffentlichen Dienst 2000 Stellen einsparen. Unter anderem w&uuml;rden im Bildungsbereich, wo man vor einigen Jahren &uuml;ber 200 Stellen neu geschaffen hatte, nun 300 Stellen eingespart. Das ist die Bildungsrepublik und die Republik, die sich zum Ziel gesetzt hat, viele Menschen, die im vergangenen Jahr zugewandert sind, schnellstens zu integrieren! Mehr als 200 Stellen sollen zudem in der Finanzverwaltung eingespart werden, die offensichtlich schon hoch effizient ist und keinen gro&szlig;en Steuers&uuml;nder entkommen l&auml;sst.<br>\nNun kann ich nicht beurteilen, wie effizient oder ineffizient der rheinland-pf&auml;lzische Bildungsbereich organisiert ist und ob diese Einsparungen tats&auml;chlich, wie von der Regierung behauptet wird, ohne Einschr&auml;nkungen der Versorgung geschehen werden &ndash; was ja hie&szlig;e, dass derzeit 300 Besch&auml;ftigte inklusive Lehrer ihre Sessel absitzen, ohne etwas zu tun. Daher hat mich die Begr&uuml;ndung f&uuml;r diesen drastischen Schnitt, die in den Radio- Nachrichten nie genannt wurde, doch sehr interessiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2016\/09\/schuldenbremse-wenn-der-wahnsinn-um-die-ecke-kommt\/\">Makroskop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Karl-Theodor zu Guttenberg &ndash; R&uuml;ckkehr eines gefallenen Stars<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat einen bemerkenswerten Auftritt in Berlin. Mit viel Selbstkritik &ndash; und einem Angebot in eigener Sache.<br>\nAls Karl-Theodor zu Guttenberg am Mittag auf das Podium tritt, ist es, als sei er nie weg gewesen. Der Baron tr&auml;gt Dreitagebart, blaues Sakko und schon lange kein Gel mehr in den Haaren &ndash; eine amerikanische L&auml;ssigkeit, die er nach seinem Umzug nach New York zum neuen Markenzeichen erhoben hat. Die Alfred Herrhausen Gesellschaft und die F.A.Z. haben zu Guttenberg an diesem Freitag nach Berlin geladen, um &uuml;ber die Fl&uuml;chtlingspolitik aus der amerikanischen Perspektive zu sprechen &ndash; und Guttenberg macht nahtlos da weiter, wo er vor der Plagiatsaff&auml;re aufgeh&ouml;rt hat.<br>\nGute 20 Minuten beliebt er zu scherzen, verliert sich in seinem Vortrag manchmal im Nirgendwo, bleibt mitunter so wolkig, dass die meisten im Saal sich argumentativ irgendwie abgeholt f&uuml;hlen, ohne zu wissen, wo genau das war. Aber sein Publikum hat er schon nach wenigen Minuten in seinen Bann gezogen. Kaum jemand vermag mehr Begeisterung zu wecken als ein gefallener Hoffnungstr&auml;ger, der sich lange rar gemacht hat. H&ouml;chstens der, der sich schuldbewusst, gel&auml;utert, gar gereift zeigt. Und auf dieser Klaviatur spielt Guttenberg, der sich nach seinem R&uuml;cktritt 2011 noch kaum einsichtig gezeigt hatte, am Freitag ungewohnt virtuos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/denk-ich-an-deutschland-1\/karl-theodor-zu-guttenbergs-rueckkehr-14449696.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Das unvollst&auml;ndige Zitat von Heinrich Heine scheint ironischerweise bestens zu passen. Die zweite Zeile des Gedichtes, hier absolut definitiv passend aber nicht genannte Zeile, kl&auml;rt gewisserma&szlig;en unfreiwillig auf.<br>\nDer gesamte Artikel ist ein hervorragendes Beispiel f&uuml;r Hofberichterstattung par excellence. &raquo;Der Baron tr&auml;gt heute Dreitagebart&hellip;.&laquo;, besser bzw. untergebener scheint es gar nicht zu gehen. Aber weit gefehlt: &raquo;Ja, sein Sturz sei &bdquo;abgr&uuml;ndig selbst verschuldet&ldquo; gewesen und &bdquo;von eigener Hybris&ldquo; verursacht, sagt der 44-J&auml;hrige. &laquo; Mea culpa. Und schon ein paar Zeilen weiter erfahren wir: &raquo;Seit seinem R&uuml;cktritt als Verteidigungsminister wegen der Plagiatsaff&auml;re vor f&uuml;nfeinhalb Jahren tourt er als Privatmann, vor allem aber als elder statesman vorrangig durch die Vereinigten Staaten.&laquo; Hoppla. Der heute 44-j&auml;hrige (!) &raquo;Baron&laquo; Guttenberg verleitet den Autor sogar zu der Bezeichnung  eines &raquo;elder statesman&laquo;. Chapeau! Monsieur Rapporteur de cour. Oder bezeichnet sich der Herr Baron gar sich selber so?<br>\nDie PR-Abteilung eines von dem &raquo;Baron&laquo; engagierten Unternehmens h&auml;tte es nicht besser machen k&ouml;nnen. Aber warum ein Unternehmen beauftragen? Die Schreiberlinge des Qualit&auml;tsjournalismus &uuml;bernehmen diese Aufgabe gerne. Der gesamte Artikel ist, krass ausgedr&uuml;ckt, von Unterwerfung und Anbiederei durchtr&auml;nkt. Andere Worte kann ich f&uuml;r diesen Artikel  nicht finden. Er ist auf der gleichen Stufe eines Boulevard-Artikels diverser Zeitschriften anzusiedeln, die sonst hauptberuflich &uuml;ber die &raquo;Blaubl&uuml;tigen&laquo; Europas berichten. Bemerkenswert sind ebenfalls die Ank&uuml;ndigungen: &raquo;Die R&uuml;ckkehr eines gefallenen Stars&laquo; und Guttenbergs: &raquo;Irgendwann komme ich zur&uuml;ck.&laquo; Denke ich an Deutschland ..in der Nacht&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chancengerechtigkeit braucht Umverteilung<\/strong><br>\nEine Politik der Chancengleichheit wird h&auml;ufig in Konkurrenz zu Umverteilungspolitik diskutiert. Doch was sind eigentlich gerechte Chancen und wie h&auml;ngen diese mit Ungleichheit und Aufstiegsm&ouml;glichkeiten zusammen? Zeit, ein paar Dinge zu sortieren und die Verteilungspolitik zur&uuml;ck auf die Tagesordnung zu bringen.<br>\nChancengerechtigkeit und soziale Mobilit&auml;t sind die Zauberw&ouml;rter unserer modernen &bdquo;Leistungsgesellschaft&ldquo;. Die Ungleichheit von Einkommen &ndash; so ein verbreitetes Rechtfertigungsmuster &ndash; k&ouml;nne sich legitimerweise aus unterschiedlicher Leistung speisen. Entscheidend sei, dass jeder und jede die gleichen Chancen hatte, in eine Position zu gelangen, die mit solchen Einkommensvorteilen einhergeht.<br>\nDabei ist wichtig zu sehen, dass unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen zu unterschiedlichen Vorstellungen f&uuml;hren, inwiefern Chancen denn eigentlich gleich sein sollten:\n<ul>\n<li>F&uuml;r manche herrscht bereits Chancengleichheit, wenn formal gleiche Rechte f&uuml;r alle gelten.<\/li>\n<li>F&uuml;r andere besteht erst Chancengleichheit, wenn tats&auml;chlich keine Diskriminierung aufgrund bestimmter sozialer Merkmale stattfindet (beispielsweise wegen des Geschlechts, der sozialen Herkunft, des kulturellen oder religi&ouml;sen Hintergrunds, der Hautfarbe, der sexuellen Orientierung usw.).<\/li>\n<li>F&uuml;r wieder andere herrscht erst Chancengleichheit, wenn Nachteile aus unterschiedlichen Startvoraussetzungen aufgrund des Elternhauses und des sozialen Umfelds ausgeglichen werden konnten.<\/li>\n<li>Noch andere schlie&szlig;lich wollen erst von Chancengleichheit sprechen, wenn auch unterschiedliche individuelle Talente und Gl&uuml;ck in der &bdquo;genetischen Lotterie&ldquo; keine Rolle spielen beim Zugang zu Vorteilen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Klingt Chancengerechtigkeit oder Chancengleichheit also vielleicht erst einmal gut, so zeigt sich schnell, dass das Konzept sehr offen ist f&uuml;r unterschiedliche Gerechtigkeitsvorstellungen. Die beiden Begriffe an sich &ndash; ohne genauere Erl&auml;uterung &ndash; sind also angesichts der vielen unterschiedlichen Verst&auml;ndnisse Nullbegriffe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2016\/09\/chancengerechtigkeit-braucht-umverteilung\/\">verteilungsfrage.org<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein &ldquo;neuer&rdquo; sozialer Arbeitsmarkt? Auf alle F&auml;lle ein weiterer Vorsto&szlig; hin zu einer auf Dauer angelegten &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigung f&uuml;r einen Teil der Erwerbslosen<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalen ist nicht nur das bev&ouml;lkerungsreichste Bundesland in Deutschland, es leidet auch unter einer in manchen Regionen &uuml;berdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit, die sich dort dann oftmals in Form eines hohen Anteils langzeitarbeitsloser Menschen ausformt. Im Jahr 2015 lag der jahresdurchschnittliche Bestand aller Arbeitslosen in NRW bei 744.000 Menschen. 43,6 Prozent von ihnen wurden statistisch als Langzeitarbeitslose ausgewiesen, das waren 324.000. Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland, das die meisten Kreise mit besonders hohen Anteilen an Langzeitarbeitslosen aufweist. Und: F&uuml;nf der zehn Kreise mit den bundesweit h&ouml;chsten Anteilen Langzeitarbeitsloser lagen im vergangenen Jahr in Nordrhein- Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2016\/09\/205.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schulz will Fl&uuml;chtlingsabkommen mit &Auml;gypten<\/strong><br>\nEU-Parlamentspr&auml;sident Schulz pl&auml;diert f&uuml;r ein Fl&uuml;chtlingsabkommen mit &Auml;gypten &auml;hnlich jenem mit der T&uuml;rkei.<br>\nSchulz sagte der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;, damit solle darauf reagiert werden, dass immer mehr Menschen von Nordafrika aus den Weg &uuml;ber das Mittelmer wagten. Der SPD-Politiker betonte, bei dem Abkommen sollten der Schutz der Fl&uuml;chtlinge und die Bek&auml;mpfung des Schlepperwesens im Vordergrund stehen. Die Vereinbarung mit der T&uuml;rkei zeige, dass eine solche Zusammenarbeit m&ouml;glich sei, ohne eigene Prinzipien aufzugeben. Bei Menschenrechtsorganisationen steht das Fl&uuml;chtlingsabkommen zwischen der EU und Ankara in der Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-parlamentspraesident-schulz-will-fluechtlingsabkommen.447.de.html?drn:news_id=659233\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Abkommen mit der T&uuml;rkei wird kritisiert &ndash; auch wegen der innerstaatlichen Verh&auml;ltnisse zu demokratischen Prinzipien. Diese Kritik scheint Herr Schulz zu ignorieren. Noch schlimmer: Er pl&auml;diert f&uuml;r ein Abkommen mit einem Staat, an dessen Spitze faktisch ein Diktator ist.<br>\nVielleicht nimmt sich dann Herr Erdogan seinen &bdquo;Kollegen&ldquo; al Sisi zum Vorbild, k&ouml;nnte etwas zynisch geschlussfolgert werden.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Fl&uuml;chtlingsabkommen mit &Auml;gypten w&auml;re &ldquo;Verzweiflungstat&rdquo;<\/strong><br>\nDie Zahl der Fl&uuml;chtlinge, die in Europa ankommen, ist gesunken &ndash; die Zahl derjenigen, die im Mittelmeer ertrinken, aber nicht. EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz will deshalb auch mit &Auml;gypten ein Abkommen zur R&uuml;ckf&uuml;hrung von Migranten schlie&szlig;en. Zum Schutz der Fl&uuml;chtlinge werde das aber nicht beitragen, sagte der Politikwissenschaftler Jan V&ouml;lkel im DLF.<br>\nSeiner Meinung nach gibt es nur einen einzigen Weg zu verhindern, dass weiterhin so viele Fl&uuml;chtlinge im Mittelmeer ertrinken &ndash; n&auml;mlich indem die EU legale Fluchtwege schafft. Jan V&ouml;lkel forderte, auch Fl&uuml;chtlingen die M&ouml;glichkeit zu geben, ohne Visum ein Flugzeug nach Europa zu nehmen, um dort dann Asyl zu beantragen. &ldquo;So h&auml;tte man die Zahl der Toten im Mittelmeer in k&uuml;rzester Zeit sehr radikal gesenkt.&rdquo;<br>\nDer Politikwissenschaftler von der Cairo University r&auml;umte ein, dass diese L&ouml;sung &ldquo;angesichts der aufgeheizten Atmosph&auml;re&rdquo; in Deutschland und anderen Mitgliedsl&auml;ndern der EU &ldquo;in keinster Weise realistisch&rdquo; sei. Deshalb versuche die EU, mit den Regierungen in Nordafrika zu kooperieren. Eine &ldquo;Verzweiflungstat&rdquo;, so V&ouml;lkel. Denn wenn es darum gehe, Menschenrechte zu sch&uuml;tzen, seien diese L&auml;nder nicht ausreichend verl&auml;sslich.<br>\nMit der T&uuml;rkei wurde vereinbart, dass sie Fl&uuml;chtlinge, die von ihrem Staatsgebiet aus auf griechische Inseln geflohen sind, zur&uuml;cknimmt. Im Gegenzug sagte die EU ihrerseits zu, die Versorgung der Fl&uuml;chtlinge in der T&uuml;rkei finanziell zu unterst&uuml;tzen. Laut V&ouml;lkel w&auml;r ein solcher Pakt mit &Auml;gypten auch deshalb schwierig, weil der Einsatz der Mittel vor Ort kaum kontrolliert werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/politikwissenschaftler-jan-voelkel-fluechtlingsabkommen-mit.694.de.html?dram:article_id=366646\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitgeber kritisieren m&ouml;gliches Ende der Willkommenskultur<\/strong><br>\nVon wegen Willkommenskultur! Der Streit um den Umgang mit den Fl&uuml;chtlingen in Deutschland hat die Stimmung inzwischen gewaltig gedreht. Die Unternehmer machen sich Sorgen um das deutsche Ansehen in der Welt.<br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer (Artikelbild) hat Politiker zur Zur&uuml;ckhaltung bei ihrer Wortwahl in der Fl&uuml;chtlingsdebatte ausgerufen und vor Imagesch&auml;den f&uuml;r deutsche Produkte durch den Eindruck von Fremdenhass gewarnt. Politiker &auml;u&szlig;erten sich gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtlingen und Fremden in einer Weise, die ihnen vor einiger Zeit peinlich gewesen w&auml;re, sagte Kramer der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. Das sei unertr&auml;glich. (&hellip;)<br>\nDer Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde erinnert in dem Interview daran, dass die Deutschen in der Welt f&uuml;r ihre Willkommenskultur gefeiert wurden &ndash; f&uuml;r die ganze Art, wie sie die Fl&uuml;chtlinge aufgenommen h&auml;tten. Das &auml;ndere sich gerade, und es sei ein anderes Bild von Deutschland zu sehen, sagte Kramer. &ldquo;Wenn nachhaltig der Eindruck entsteht, dass der Fremdenhass st&auml;rker ist als die Willkommenskultur, wird das ein gro&szlig;es Problem. Das k&ouml;nnte unter anderem dazu f&uuml;hren, dass das Image deutscher Produkte leidet und die Investitionsbereitschaft zur&uuml;ckgeht&rdquo;, warnte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/arbeitgeber-kritisieren-m%C3%B6gliches-ende-der-willkommenskultur\/a-19571836\">DW<\/a>\n<p>Dazu: <strong>&ldquo;Das Image deutscher Produkte leidet&rdquo;<\/strong><br>\nDie zunehmende Fremdenfeindlichkeit k&ouml;nnte das Image deutscher Produkte verschlechtern und so der Wirtschaft schaden. Das sagte Arbeitgeberpr&auml;sident Kramer der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. Laut Innenministerium hat die fremdenfeindliche Gewalt tats&auml;chlich dramatisch zugenommen.<br>\nArbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer hat vor Sch&auml;den f&uuml;r die deutsche Wirtschaft gewarnt, sollte die Ausl&auml;nderfeindlichkeit in Deutschland weiter um sich greifen. &ldquo;Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir im Ausland f&uuml;r unsere Willkommenskultur gefeiert wurden. Das &auml;ndert sich gerade. Jetzt zeigt sich ein anderes Bild&rdquo;, sagte Kramer der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;.<br>\nWenn &ldquo;nachhaltig der Eindruck entsteht, dass der Fremdenhass st&auml;rker ist als die Willkommenskultur, wird das ein gro&szlig;es Problem&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA). &ldquo;Das k&ouml;nnte unter anderem dazu f&uuml;hren, dass das Image deutscher Produkte leidet und die Investitionsbereitschaft zur&uuml;ckgeht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/arbeitgeber-fremdenfeindlichkeit-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Macht sich Herr Kramer tats&auml;chlich Sorgen um das Image deutscher Produkte oder doch eher um m&ouml;gliche Profitreduzierungen mangels billiger Arbeitskr&auml;fte?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Neue&rdquo; Fl&uuml;chtlingspolitik?<\/strong><br>\nEs ist eine bizarre Debatte, die die deutsche Politik seit Tagen umtreibt: Die vielger&uuml;hmte Wende in der Fl&uuml;chtlingspolitik, das Ende der Merkelschen Offenheit, endlich habe die Kanzlerin verstanden!<br>\nWas lernen wir daraus? Vor allem das: Behauptete und reale Politik sind zwei v&ouml;llig verschiedene Universen. Denn l&auml;ngst schon wurde die (behauptete) Willkommenspolitik von einer rigiden Abschottungspolitik abgel&ouml;st. Oder glaubt irgendjemand im Land tats&auml;chlich, dass die Schlie&szlig;ung der Balkanroute, der T&uuml;rkeideal, das Dichtmachen der syrisch-t&uuml;rkischen Grenze, die Abschiebungen nach Afghanistan oder die Abkommen mit nordafrikanischen Despoten irgendetwas mit blumigen Willkommensgr&uuml;&szlig;en f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge zu tun haben?<br>\nDeshalb ist die Debatte um Obergrenzen eine Scheindiskussion. Schon die aktuelle Politik hat die Fl&uuml;chtlingszahlen deutlich nach unten gedr&uuml;ckt. &Uuml;ber den Preis daf&uuml;r wird allerdings seltener gesprochen: Der Bruch europ&auml;ischen Rechts, die Aush&ouml;hlung von Menschenrechtsstandards, das Ende eines Asylrechts, das ohnehin schon reichlich zerfleddert war.<br>\nVon Integration kann sowieso keine Rede sein: Der Schutzstatus selbst f&uuml;r syrische Fl&uuml;chtlinge wurde faktisch l&auml;ngst gesenkt, minderj&auml;hrige unbegleitete Fl&uuml;chtlinge erhalten nur noch eine Minimalbetreuung und nicht einmal politische Verfolgung garantiert in diesem Land noch eine Bleibeperspektive.<br>\nDar&uuml;ber sollte endlich gesprochen werden. Anstatt sich mit Phantasie-Debatten zu besch&auml;ftigen, die am Ende nur Wasser auf die M&uuml;hlen der Rechtspopulisten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1167022893336649\">Monitor via Facebook<\/a> \n<p>Dazu: <strong>Rhetorik ohne Obergrenze<\/strong><br>\nStaatsversagen. Herrschaft des Unrechts. Ein Riss durchs Land, hier die Deutschen, dort die Berliner Politik. Destabilisierung. Souver&auml;nit&auml;tsverzicht. Und Millionen Fl&uuml;chtlinge, von der Kanzlerin eingeladen: &Uuml;ber ein Jahr des haltlosen Geredes &ndash; und was es angerichtet hat.<br>\nWas f&uuml;r eine Wut drei W&ouml;rter entz&uuml;nden k&ouml;nnen. Ein kurzer Satz, &uuml;ber den, seit er zum ersten Mal fiel, nonstop geredet wird, heute Morgen sicher auch schon wieder an Sonntagsfr&uuml;hst&uuml;ckstischen. &bdquo;Wir schaffen das&ldquo;, sagte die Bundeskanzlerin vor ziemlich genau einem Jahr, als Fl&uuml;chtlinge in wachsender Zahl nach Deutschland kamen. Seitdem arbeiten Angela Merkels Gegner nicht nur daran, die Zahl ankommender Fl&uuml;chtlinge einzud&auml;mmen, sondern vor allem daran, dass die Kanzlerin ihren Satz endlich zur&uuml;cknimmt. Anerkennt, dass er nicht stimmt. Dass sie sich entschuldigt und eingesteht, wie vermessen er war. Dass sie falsch lag, anders als ihre Gegner, und nun endlich auf diejenigen h&ouml;rt, die es von Anfang an besser wussten. Und vor allem: dass Angela Merkel daf&uuml;r ganz laut ein anderes Wort ausspricht, das in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten ebenfalls zur Beschw&ouml;rungsformel wurde: Obergrenze.<br>\nEs h&auml;ngt in der Debatte um die Fl&uuml;chtlingspolitik viel daran, wie &uuml;ber sie geredet wird. Und wie &uuml;ber sie geredet wird, hat umgekehrt die Fl&uuml;chtlingspolitik gepr&auml;gt. Und dieses Verh&auml;ltnis von Sprache und Realit&auml;t ist so intensiv und symbiotisch, dass man kaum unterscheiden kann, ob die Fl&uuml;chtlingslage je eskalierte oder ob es nicht vielmehr die Sprache war und ist, in der &uuml;ber sie geredet wird. (&hellip;)<br>\nSouver&auml;nit&auml;tsverzicht. Abdankung. &Uuml;berrollung. Destabilisierung: Man m&ouml;chte st&auml;ndig &bdquo;Zahlen, bitte!&ldquo; rufen, &bdquo;Empirie!&ldquo;, &bdquo;Belege!&ldquo;, wenn man so etwas h&ouml;rt. Wie kann eine Million achtzig Millionen &uuml;berrollen? Man schaut aus dem Fenster auf die Stra&szlig;e und sieht den Asphalt liegen, wo er immer lag, man f&auml;hrt mit dem Zug durchs Land, es steht noch. Destabilisierung Deutschlands: Man w&uuml;rde meinen, das ist, wenn Baden-W&uuml;rttemberg sich abspaltet, Putschisten Rundfunkanstalten besetzen und kein Strom und Wasser mehr aus den Leitungen kommt. Was hier aber destabilisiert wird, sind vielmehr die Ma&szlig;st&auml;be und die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der politischen Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/fluechtlingsdebatte-rhetorik-ohne-obergrenze-14451012.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Monsanto, Bayer und die digitale Kontrolle der Landwirtschaft<\/strong><br>\nWird die Fusion mit Monsanto genehmigt, wird Bayer etwa ein Drittel des Welthandels f&uuml;r Agrargifte und kommerzialisiertes Saatgut kontrollieren<br>\nAm Mittwoch, 14. September, akzeptierte Monsanto schlussendlich die dritte Kaufofferte von Bayer. Damit wird Bayer das gr&ouml;&szlig;te globale Unternehmen f&uuml;r Agrargifte und Saatgut, nachdem es bereits einer der weltweit bedeutendsten Pharmakonzerne ist. Trotz der Dimension und der weitreichenden Implikationen handelt es sich jedoch nur um eine von mehreren j&uuml;ngst konkretisierten Fusionen zwischen multinationalen Unternehmen des Agrobusiness. Und es gibt Bewegungen bei D&uuml;ngemittel-, Maschinen- und Datenbankkonzernen, die mit der Landwirtschaft zu tun haben. Es wird eine Schlacht gef&uuml;hrt, bei es nicht nur um die Marktkontrolle, sondern ebenso um die neuen Technologien und die digitale Kontrolle sowie die Satelliten&uuml;berwachung der Landwirtschaft geht.<br>\nVerschiedene Faktoren flie&szlig;en bei der Beschleunigung der 2014 begonnen Fusionsprozesse zusammen. Einer davon: Die gentechnisch ver&auml;nderten Pflanzungen treffen auf viele Probleme. Das treibt die Gentechnik-Giganten dazu, angesichts wachsender Anf&auml;lligkeit nach einer st&auml;rkeren Marktpositionierung zu suchen. Es ist vielsagend, wenn eine konservative Tageszeitung wie das Wall Street Journal eingesteht, dass der Markt durch &ldquo;die Zweifel&rdquo; der US-Bauern bez&uuml;glich dieser Pflanzungen beeintr&auml;chtigt ist. Nach 20 Jahren auf dem Markt enth&uuml;llen diese zahlreiche Nachteile. &ldquo;Super-Unkr&auml;uter&rdquo;, die gegen die Agrargifte resistent sind. Ertr&auml;ge, die weder die hohen Kosten des gentechnisch ver&auml;nderten Saatgutes noch die Kosten f&uuml;r den erh&ouml;hten Einsatz von zudem immer st&auml;rkeren Agrargiften gegen Unkr&auml;uter und resistente Plagen und ebenso wenig die vermehrte Arbeit zur Kontrolle der Pflanzen aufwiegen. Der Preisverfall f&uuml;r Agrarg&uuml;ter erh&ouml;hte das Unbehagen. Er hat dazu gef&uuml;hrt, dass Bauern, die dieses Saatgut verwendeten, nun wieder nach nicht-transgenem Saatgut suchen, das billiger ist und gleichen oder besseren Ertrag bringt1.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/160660\/monsanto-bayer\">amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Obama blockiert 9\/11-Klagen gegen Riad<\/strong><br>\nSeit den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 gibt es immer wieder Vorw&uuml;rfe, Saudi-Arabien habe den Attent&auml;tern geholfen &ndash; immerhin kamen 15 von von ihnen von dort. Ein neues US-Gesetz soll nun Entsch&auml;digungsklagen gegen das Land erm&ouml;glichen. Doch Obama hat sein Veto eingelegt.<br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama hat sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das Klagen von Angeh&ouml;rigen der Opfer der Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 gegen Saudi-Arabien erm&ouml;glicht h&auml;tte. Das Wei&szlig;e Haus erkl&auml;rte, Obama &auml;u&szlig;ere sein &ldquo;tiefes Mitgef&uuml;hl&rdquo; mit den Opfern der Anschl&auml;ge, betrachte das Gesetz aber als &ldquo;sch&auml;dlich f&uuml;r die nationalen Interessen der USA&rdquo;.<br>\n15 von 19 Attent&auml;tern aus Saudi-Arabien<br>\nDie Entscheidung des scheidenden Pr&auml;sidenten l&ouml;ste vielfach Kritik aus. Nach dem Senat hatte Anfang September auch das Repr&auml;sentantenhaus in Washington dem Gesetz zugestimmt, das Angeh&ouml;rigen der Opfer der Terroranschl&auml;ge erm&ouml;glichen sollte, eine Entsch&auml;digungsklage gegen andere Staaten einzureichen. Es richtet sich vor allem gegen Saudi-Arabien: Da 15 der 19 Attent&auml;ter vom 11. September 2001 aus dem K&ouml;nigreich stammten, waren seit den Anschl&auml;gen immer wieder Vorw&uuml;rfe laut geworden, die Attent&auml;ter h&auml;tten Hilfe von Saudi-Arabien erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/klagen-gegen-saudi-arabien-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bildung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>GEW startet Kampagne: &ldquo;Deutschland braucht mehr und bessere Bildungsangebote f&uuml;r alle Menschen!&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r einen Kurswechsel in der Bildungspolitik und der Finanzierung des Bildungswesens hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stark gemacht. Sie schlug ein Investitionsprogramm in Bund und L&auml;ndern vor, um den Bildungsbereich zukunftsf&auml;hig zu machen. GEW-Vorsitzende Marlis Tepe und Doro Moritz, Vorsitzende der GEW Baden-W&uuml;rttemberg, gaben heute w&auml;hrend einer Pressekonferenz in Berlin den Startschuss f&uuml;r die bundesweite Initiative &bdquo;Bildung. Weiter denken!&ldquo;.<br>\n&bdquo;Bildung ist ein Menschenrecht. Sie unterst&uuml;tzt die Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung, ist der Schl&uuml;ssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und er&ouml;ffnet Zug&auml;nge zum Arbeitsmarkt. Der Zustand des Bildungswesens steht der Bedeutung der Bildung, die immer wieder gerne in Sonntagsreden beschworen wird, jedoch diametral entgegen&ldquo;, betonte Tepe. &bdquo;Das gilt f&uuml;r Quantit&auml;t und Qualit&auml;t der Bildungsangebote und -einrichtungen ebenso wie f&uuml;r deren Finanzierung. Deshalb braucht Deutschland mehr und bessere Bildungsangebote f&uuml;r alle Menschen!&ldquo; Als zentrale Aufgaben benannte die GEW-Vorsitzende den Ausbau der Inklusion und der Ganztagsangebote, die Integration gefl&uuml;chteter Menschen, die Verbesserung der Kitaqualit&auml;t sowie ein Sanierungs- und Neubauprogramm f&uuml;r die Bildungseinrichtungen und Arbeitsbedingungen, die gute Bildungsangebote erm&ouml;glichen. &bdquo;Alle diese Aufgaben stehen und fallen mit qualifiziertem Personal. Deshalb brauchen wir an erster Stelle eine Offensive, um Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Lehrkr&auml;fte und Wissenschaftler zu gewinnen&ldquo;, sagte Tepe. &bdquo;Hier unsere Vorschl&auml;ge, damit Bund, L&auml;nder und Kommunen diese Herausforderungen stemmen k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.news4teachers.de\/2016\/09\/gew-startet-kampagne-deutschland-braucht-mehr-und-bessere-bildungsangebote-fuer-alle-menschen\/\">News4teachers<\/a><\/li>\n<li><strong>Baustelle Schule<\/strong><br>\nVon kleineren M&auml;ngeln bis hin zu regelrecht bauf&auml;llig &ndash; es br&ouml;ckelt in Tausenden deutschen Schulen. Laut einer neuen Studie der KfW w&auml;ren 34 Milliarden Euro n&ouml;tig, um die Geb&auml;ude auf einen modernen Stand zu bringen &ndash; doch davon ist Deutschland weit entfernt.<br>\nBr&ouml;ckelnde Fassaden, defekte Toiletten, Heizungen, die nicht funktionieren, bauf&auml;llige Treppenh&auml;user &ndash; quer durch Deutschland klagen Sch&uuml;ler und Eltern &uuml;ber solche Missst&auml;nde in den Schulen. Von der Grundschule an bis hin zur Berufsschule. Nur wie kommt es, dass bundesweit Schulen regelrecht vor sich hinrotten? Der Grund: Das n&ouml;tige Geld wird nicht aufgebracht, die Kommunen kriegen die Sanierung und Instandhaltung der Geb&auml;ude einfach nicht gestemmt.<br>\nWie umfassend das Ausma&szlig; der M&auml;ngel ist, zeigt eine Studie der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW). Demnach m&uuml;ssten 34 Milliarden Euro in die Modernisierung von rund 53.000 Schulen gesteckt werden. Doch von diesem Pensum ist Deutschland weit entfernt. Im Vergleich mit anderen L&auml;ndern, die der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angeh&ouml;ren, steckt die Bundesrepublik unterdurchschnittlich viel Geld in seine Schulgeb&auml;ude, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schulen-investition-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Deutschlands Schulen fehlen 34 Milliarden Euro f&uuml;r Modernisierung<\/strong><br>\nBei der Modernisierung von Schulgeb&auml;uden hinken St&auml;dte und Gemeinden mit rund 34 Milliarden Euro hinterher. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der KfW-Bankengruppe zur Finanzlage der Kommunen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dieser Investitionsstau erschwere Bildungserfolge in Deutschland, hei&szlig;t es.<br>\n&bdquo;Der Investitionsr&uuml;ckstand zeigt, wie weit wir von einer idealen Schulinfrastruktur entfernt sind&ldquo;, sagte KfW-Chefvolkswirt J&ouml;rg Zeuner. Deutschland investiere im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich in sein Bildungssystem. Die Kommunen steckten demnach im vergangenen Jahr 2,9 Milliarden Euro in ihre Schulgeb&auml;ude. Das sei zwar ein leichter Anstieg gegen&uuml;ber 2014 von rund 115 Millionen Euro, aber ein Minus um 1,3 Milliarden Euro im Vergleich zu 1995.<br>\nDamals machten der Untersuchung zufolge Bau-Investitionen noch &uuml;ber 45 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben f&uuml;r Schulen aus, 2015 waren es nur noch 25 Prozent. Die Studie der Bankengruppe st&uuml;tzt sich auf Ergebnisse von regelm&auml;&szlig;igen Befragungen kommunaler K&auml;mmerer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bildungserfolg-gefaehrdet-deutschlands-schulen-fehlen-34-milliarden-euro-fuer-modernisierung\/14595318.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der Zustand von hiesigen Schulen ist ein Skandal &ndash; und geht zu Lasten der jungen Generationen. Das ist ein Ergebnis der sogenannten Sparpolitik und offenbar politisch so gewollt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;L&uuml;ckenpresse&rdquo; &ndash; was in den Medien fehlt<\/strong><br>\nDie &ldquo;Mainstream-Medien&rdquo; lie&szlig;en wichtige Meldungen unter den Tisch fallen. Das sagt der Medienkritiker Ulrich Teusch. Was er am aktuellen Journalismus bem&auml;ngelt, schreibt er in seinem Buch &ldquo;L&uuml;ckenpresse&rdquo;.<br>\n&ldquo;Ich rege mich auf&rdquo;, schreibt Ulrich Teusch gleich zu Beginn seines Buches &ldquo;L&uuml;ckenpresse&rdquo; &uuml;ber viele deutsche Mainstream-Medien: &Uuml;ber wichtige Meldungen, die es nicht in die Presse schafften. &Uuml;ber politische Narrative, denen die Nachrichtenlage angepasst werde. Und &uuml;ber doppelte Standards, je nachdem &uuml;ber wen berichtet werde.<br>\nDass die da oben alle l&uuml;gen, die Regierung, und die Medien, von solchen Theorien h&auml;lt der profilierte Medienkritiker Ulrich Teusch nichts. &ldquo;Ich missbillige ausdr&uuml;cklich den Begriff &lsquo;L&uuml;genpresse'&rdquo;, stellt er klar. Aber Teusch beklagt eine &ldquo;L&uuml;ckenpresse&rdquo;, in der zumindest Mainstream-Medien manch wichtige Meldung unter den Tisch fallen lie&szlig;en und in der er doppelte Bewertungsstandards ausmacht, je nachdem, &uuml;ber wen gerade berichtet werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/selbstkritischer-journalismus-lueckenpresse-was-in-den.1270.de.html?dram:article_id=366690\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34875\">Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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